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29. Vereinsjahr.
1903
3. Jänner
Die Jahreshauptversammlung fand.
wie üblich beim Koret statt, es waren
zu derselben 59 ausübende, 4 beitragen¬
de Mitglieder und der Herr Gemeinde¬
Vorsteher Gstir erschienen.
Der Jahres Bericht wurde von
Kommandanten vorantragen und mit In¬
tresse von den Mitgliedern entgegen.
gendommen.
Aus dem Kassalerichte entnehmen.
wir, daß sämmtliche Kassen mit
einem Überschuße abschließen, so
die Regie Cassa mit K: 122,01
(Requisiten, lassa mit 3,143.71)
Unterstützungs Fond mit „1000.- Capital
und verfügbaren Zinsen " 206.33
Satzungsgemäße Neŭwahlen waren
keine vorzunehmen, jedoch wurden
an Stelle des nach Absam, übersiedelten
Obmannes der Ordnungsmannschaft Anton
Dinkauser, unter sehr verdientes Ehren
Tholuge.
Mitglied Leonaw Lang, und an Stelle
das nach dem Rechtenhofe gezogenen
Spritzminister-Stellvertreter Alois
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2.
Spechbacher, der Kamerad Anton
Schnegg; beide auf 1 Jahr gewählt.
Dem Kameraden Josef Dangl
wurde das Anerkennungs Diplan für
25jährige treue Dienstzeit übergeben.
Den Eintritt suchten 8 neun
Mitglieder an, welche auch sodann
aufgenommen wurden.
Der Kommandant machte dann
auf die Bestimmungen der Windwa¬
ihn aufmerksam, und teilte mit, daß
die bisherige Meldung beim Bäcker
meister Sentobe zu entfallen habe,
dafür aber die Kontroll Uhr an der
Gemeinde Kanzlei, 3 mal des Nachts
zu ziehen sei und zwar bei Beginn-
des Dienstes gegen 1h und bei Brenn-
digung des Dienstes.
Beantragt wurde die Abhaltung.
eines Feuerwehr, Balles und die
Durchführung einem Comité über¬
wegen.
Kamerad Georg Holzmeister.
der nach Triest übersiedelt nahe.
in warmem Worten von uns Abschied.
Um ½ 12 wurde die Versammlung
mit einem „Got Heil“ geschloßen.
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8. Jänner
Unser beitragendes, früher ausübendes
Mitglied Carl Rauch starb nach Kur-
zur Krankheit, und wurde unter sehr
zahlreicher Beteiligung der Kamme¬
raden zu Grabe antragen. Ruhe seiner Asche:
dessen Bruder Kamerad Christian
Rauch, spendete uns №. 20.
24. Jänner
Der sehr gut besuchte Feuerwahr
Ball fand im Gasthause zum Badhause
statt; den nächsten Tag Nachmittag
trafen sich ein großer Teil der Kämm.
raden im Rechenhofe, wo wir uns
sehr gut unterzielten.
Ein schönes Zeichen für den komme¬
radschaftlichen Geist, der in unserem
Körper herrscht.
29. Jänner
Finierwehr Ausschuß Sitzung beim Koret
Beschloßen wurde unter anderem die Uebrie-
gung von Feuer Waldestellen und Bezeich¬
nung derselben mit Aufschrift Tafeln.
Anschaffung von Achselklappen mit der
Bericks Verbrücks n° 4.
Seite 4
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4.
Der Kommandant teilt mit, daß er bei
unserem Kameraden Josef Keer, 2 Stück
„Scheerpeltzŭche“. Brümsringe für Steiger
Beinen, versuchsweise angeschaft habe;
dieselben warm jedoch noch nicht zur Ab¬
lieferung gekommen.
Am 21. Mai
Ist unser ausübendes Mitglied Kame¬
rad Johann Öttl gestorben; der übliche
Gottes Dienst für denselben fand am 1.
Juni statt.
Um 24. Mai
Starb unser beitragendes Mitglied, der
Müllermeister Johann Gänner
bei gleichen Tage war auch der Kegark,
Verlands Tag in Mühlbachl. Unsern
Wehr war vertreten durch den Komman¬
danten Anton Rauch und den Spritzen-
Meister Lorenz Mader.
Am 7. Juni
Frühjahrs Hauptübung bei Baron
von Sternbach, Brandogekt Farbenmühle.
Dieselbe wurde wie üblich durch¬
geführt und ist nichts besonderes zu be-
merken.
Seite 5
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5.
Um 16. Juli fand eine Nachsütung im
Unterdorfe statt. Brandobjekt war das
Anwesen des Josef Stolz, beide Spritzen
waren in Tätigkeit und mußte die
Übung innerhalb 30 Minuten durchge¬
führt sein, wegen des Verkehres der
Frembarle Züge.
Beide Spritzen arbeiteten vorzüglich.
Zu bemerken wäre mir, daß die
Übung für eine Nachtübung um ½ 9 h.
etwas zu Früh war und waren eigend-
lich Nachtübungen zu einer späteren Stun¬
de angezeigter.
Am 14. Juli
Ausschußsitzung im Badhause in
welcher die oben erwähnte Nachtübung
wie auch die Abhaltung eines Wald¬
festes im Prinzise genehmigt wurde.
Das Waldfest wurde nach der
"Nachtübung" von der gesammten
anwesenden Mannschaft genehmiget.
und der 23. August hiefür bestimmt.
Der Russchuß hatte ferner be¬
schloßen ein allenfallsiges Rein¬
erträgeis dem kühlauer Turnvereine
zu windmen.
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Am 23. August fand das Waldfest nächst
dem Rechenhofer statt:
Dasselbe war sehr auf besucht und
vom schönsten Wetter begünstiget.
An Volklebustigungen gab es, Fisch-
fang, Schwebelaum, Hut- und Sack- laufen.
Angebüdel und der Turinverein führte
mehrere Übungen auf.
Es wurden bei 690 Diter Bier
ausgeschänkt und um K: 20 circa Wür¬
ste verschiedenster Art verkauft.
Das Reinerträgeis belief sich
auf K: 112.48 und hat hievon der
Nureverein nur N: 40.- für sich bean-
spricht während der Rest von 772,48
von demselben wieder der Feuer¬
wehr zurückerstattet worden ist, wo¬
für ihm gedankt sei.
Am 16x Z. September fand in Hall
der 23. Landesverlandstag der deutsch-
tirolischen freiwilligen Feuerwehren
statt.
Am ersten Tage der mir dem
Empfang der Festgäste, einer Schul-
nung der Haller Wehr und einer
Schauung der Haller im Verbande.
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im Verlande mit den aller nächsten
„Hachbaris“ Wehren, Absam, heilig-Kreuz.
und Mils, gewendmet war, beteiligten
wir uns am Umzuge auch mit 44
Mann und Musik.
Am 7. fand die Verlands Sitzung
statt wobei unsere Wehr durch dem
Kommandanten vertreten war.
Zu bemerken wäre, daß gegen
1899, die Verlandsfeuerwehren um
35./. 305 - 270./. und 2511 Mann
% 22860-20349./. zusammen haben.
Die Statuten der Wasserwehr wurden
nach dem Antrage der Verbandsleitung
genehmiget, so daß also in Hinkunft
auch ein bei Wassergefahr verunglück-
unter Feuergekommen Anspruch auf Unter¬
stützung hat.
Damit die „Löschinspektoren“
in Zukunft auch in dem Landesver¬
lande Sitz und Stimmen haben, sollen
sie so weit als möglich auch in die
Bezirksverbände als Ausschußmitglieder.
gewählt werden.
Der Antrag des Bezirks Verb. Kuf¬
stein №. 1. es sei die Aufnahme von
jungen Burschen in den Feuer-
wahr anstatt von 18. Lebensjahre.
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schon mit dem vollendeten 15. Belebensjahre
zu bewilligen; wurde abgelehnt; der
Zusatz Antrag, dieselben sollen mit dem
vollendeten 15. Lebensjahre als Zöglinge
aufgenommen werden können, jedoch
angenommen, mit der Bedingung, daß
solche Burschen jedoch nur zu leichten.
nicht gefährlichen Diensten verwindet.
werden dürfen.
Antrag des Bez: Verb. Innsbruck No 34.
„Sollte die bestehende Feuerwehr zur
Bedienung der vorhandenen Böschgeräte
zu schwach sein, so hat die Gemeinde
Vorstehung, im Einvernehmen mit dem
Seuerwehrkommando, die erforderliche
Unzahl zum Böschdienste genannten Be¬
sitzer, für den Brandfall, sowie
für wenigstens 3 Übungen im
Ad
Jahren zu bestimmen um dieselben
der bestehenden Feuerwehr unter zu
ordnen. Wurde einstimmig ange¬
nommen.
Verschiedene kleinere Änderungen
der bestehenden Feuerpolizei Ordnung
wurden ebenfalls beantragt und
angenommen. Es längt nun alles
mit Ausnahme des Antrages des Bez.
Verl. Kufstein, von der Regierung
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ab, ob dieselbe unserer Verregungen
Folge geben wird oder nicht.
Als nächster Ort für den Verlands
Tag wurde Bozen bestimmt. 19076.
Am 20. September
Augen 1/2 7 Uhr Abends entstand in St.
Nikolaus in der Kirchgasse im Hause
n° 6 ein Schadenfeuer, das sich bald auf
die angrenzenden Hauser 4o 0, 10 x 12 aus-
dehnten
Unsere Wehr war als 2te am
Platze sehr bald erschienen, und komme
ten wir von einem Hydranten in
der Fallbachgasse aus das Feuer
sehr wirksam bekämpfen.
Als Glück kam bezeichnet werden,
daß es vollkommen wir still war.
Die Blechdächer verhinderten
ein Durchlrennen der Dachstühle, je¬
doch die an den Häusern rückwärts bei
findlichen, holz Sölder und alle
möglichen auf den Dachläden ange¬
häuften Materialien gaben dem
feuer Nahrung.
Um 9 h konnten wir wieder mü¬
Monsieur le
rücken.
Welch großen Wert eine Hochdruck
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10.
hat
Wasserleitung, kannten wir sehen, denn
unsere Mannschaft hatte nur die Schlauchlinie
zu beaufsichtigen, während der Strahl von
4h bis gegen ¾ 9 – ununterbrochen ging.
Möchte doch auch Mühlen endlich
einmal eine solche Hochdrückleitung
bekommen. Siehe Seite 12
Am 18. Oktober
Gegen 10 h Abends bemerkte mann
Feuer in der Richtung Wilten.
Es brannte bei den Sillhöfen
ein Heuschober, unsere Wehr fuhr unter
Kommando des
zum Brandplatze, kam aber nicht in
Tätigkeit. Sehe Seite 12.
Am 26. Oktober
Um 1h Nachts brannte der Kristof“
sche Ziegelstadel nächst dem Peter
Bündl; eine Abteilung unter dem
Kommando des Kommandant Stell-
vertreters Leonhard Schlögl fuhr
nach dem Brandslatze, trat aber nicht
mehr in Tätigkeit
Am gleichen Tage um 11 h Abends
gab es neuerlich Feuerlärm.
Bei sehr heftigem Südwinde
Wente es in Hötting und zwar
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11
das Haus 4°1 x Säge in der Kir¬
schentalgasse.
Zum Glück war das Feuer rasch.
bemerkt und durch die Höttinger
Feuerwehr bald gelöscht.
Wer fuhren, da die Bekalisierung
so rasch war nicht aus.
Am 8. November
Nach 1/2 9 h entstand bei den Sillhöfen
neuerlich Schadenfeuer, dem der Stall
und Stadl, wie eine Schupfen der
Wm Follinger zum Opfer fiel.
Das Feuer breitete sich sehr rasch,
aus, weil die Wasserbeschafung sehr
rückte hierauf.
Der Dachstuhl des Holz Anwesens,
welcher bereits Feuer gefangen hatte,
konnte gehaltet werden.
Unsere Wehr unter dem Kan¬
mander des Kommandanten, beteiligte
sich sehr wacker an den „Löschart“
beiten.
Noch 11 h konnten wir wieder
einrücken.
Am 16. Novber
Bemerkte mann schon wieder ge¬
gen 10 h Abends Feuerschein in der
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12.
Richtung gegen Süden.
Wegen der weitere Entfernung wur¬
de nicht allarmiert; es erwarten 2 Ge¬
höfte am Schönberg, das Feuer soll
gelegt worden sein. Siehe Seite 13.
25. Oktober
Herbst Haustübung, beim Hause No 38.
des Franz Fischler, hierauf Uluna mit
den Hydranten bei Rauch. die
Übung geleitet von Kommandant Stell-
vertreter Bernhard Schlögl ging gut.
von Statten. Seite 10.
Am 1. Oktober
Freundwehr Ausschuß Sitzung. Der
Kommandant berichtet, über eine neue
Schubleiter, welche er in Kitzbühel ge-
sehen hat; dieselbe war vor einem
ler
Kufsteiner geliefert und kannte der
Sitzung schon eine Zeichnung und Offert
vorgelegt werden.
Es wurde beschloßen die Leiter
anzusehen und der Kommandant & die
3 Steiger Chargen dazu beauftragt. Seite 10.
Am 8. November
Besichtigten die obgenannten die Lei¬
ter in Kitzbühl und hatten Gelegenheit
auch eine Leiter von Magisus in Ulm
zusehen von welcher mitlerweile auch
Seite 13
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13.
ein Offert eingelaufen war.
Die Vorzüge der Magisius, Leiter waren
derartig gegenüber der Embacher’schen, daß
sich die Kommission an Ort und Stelle für
die Magerus Leiter mitschied obwohl zuge-
geben werden muß, daß auch die Emba¬
cher. Leiter ein sehr gutes und brauch¬
bares Geräse warn. Siehe Seite 11.
Am 19. November
Feuerwehr Ausschuß Sitzung in der
nach Anhörung des Berichtes der Leiter
Kommission, die Anschaffung einer Ma¬
girus Leiter einstimmig beschloßen.
werde.
Schlußbericht
Brände kamen im heurigen Jahre
b vor aŭsgerückt zŭ diesen sind wir
4 mal; unser Dorf blieb Gott sei
Dank von jedem Bedunglücke ver¬
schont möge es mit Gottes Hilfe auch
fernerhin so glücklich bleiben.
Es wurden 2 Hauptübungen 1 Nacht
Abung und 4 Abteilungsübungen ferner
6 Kommandantschafts Sitzungen zur
Erledigung der laufenden Geschäfte 1
ordendliche und 1 außerordentliche
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14
Vollversammlung und 48 Windwochen
abgehalten.
Neu angeschaft wurden: 1 Kleider
Kasten im Magazin 2 neue Schwuchhaffel.
4 Steiger Läternen – „Tuger, auf Spritze“
N° 1 wurden 4 Schlauchhaßel für 8 Schläuche.
angebracht.
Im Magazin die ülektrische Beleuch¬
tung eingerichtet, deren Kosten mit N: 23.40.
der Kommandant aus eigenem bezahlte;
das Licht wird von der Firma Rauch
unentgültlich beigestellt.
Gestorben sind das ordendliche klit-
glim Johann Keil und die beiden
beitragenden Mitglieder Karl Bauch
und Johann Gannet.
Der Stam der Mannschaft ist mit
Ende des Jahres 71. ausübende, darunter
ein Ehrenmitglied und 43 beitragende
darunter 3 Ehrenmitglieder.
Kamerad Daniel erzielt von der Unter¬
stützungskasse K. 42.
Gott beschütze Mühlen
Gut Heil
Anton Rauchjm
P
Kommandant
Mühlau am 31. Dezember 1903.
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15
30. Vereinsjahr
Am 2. Jänner 1904
Die Jahreshauptversammlung fand.
wie üblich beim Koreth statt; und fanden
sich zu dieser 61 ausübende und 2 beitragen¬
de elitalieder wie auch der Herr Gemeinde
Vorsteher Gstir ein.
Nach Vortrag des Jahresberichtes der zur
Kenntnis genommen wurde und zu wel¬
ihnen nachzutragen ist, daß der Feuer¬
wehrmann Josef Dangl wegen Krank-
heit im Jahre 1903, aus dem Kran¬
kommunterstützungs Freude eine Unterstät¬
zung von K: 42- erhielt; folgte der
Kassa Bericht; vorantragen vom Säckel.
warte Leopold Rauchjun.
Demselben ist zu entnehmen:
a Regie lasse
Einmalmen K:395,45
Ausgaben " 258.30.
lassa Rest K: 137, 15
b. Requisiten lasse
Einmalmen K. 452, 11
" 203,48
Ausgaben
K: 248. 63
Kassa Rest
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16
c. Krankenunterstützungs Kassa
Kapital K: 1000– in 4 % Kronen Stunden
Einnahmen K. 247.93
Ausgaben
" 42
Kassa Rest K: 205,93
Nach Überpfrühung der Kasse deren
Führung eine musterhafte genannt
werden muß erfolgten die Satzungs¬
mäßigen Neuwahlen, und wurden
die sämmtlichen früheren, Chargenwin¬
der gewählt.
3 jungen Männern, die von
der Kommandantschaft bereits aufge¬
nommen waren wurde das Handge¬
löbnis nach vorheriger Verlesung der
Satzungen abgenommen; wie ältere
meldeten sich zum Beitritte.
Es wurde auch der Antrag einen
Feuerwehrball abzuhalten angenommen,
und hinzu ein eigenes Kanite bestellt.
b. Jänner
Der Feuerwehr Fall wurde im
Badhaus abanhalten.
Der Besuch war mittelmäßig die
Mußik, k.k. Kaiserjäger aber ausgezeichnet;
Der Ball ergab ein Defizit von
K: 15,84 welches aus der Regie Kasse ge-
deckt wurde.
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17
Am 2. Februar
Gegen ½ 11 h nachts braunte bei sehr.
heftigem Winde der Stall des Wächterhäus¬
chens nächst des Eisenbahn Brücke.
Mit der Wasserbeschaffung taten wir
uns nachdem der Ziehlbrunnen bald ausge¬
zumcht war schwer und mußten wir mit
Hilfe der Spritze No 2, das Wasser über
das große Gries, Strasse und Äcker zum
Brandplatze zur Spitze N° 1 schaffen.
Eine Abteilung der Feuerwehr.
Ärzl um eine Lokomotive der Südbahn,
welche auch Wasser gab, halfen uns wacker
mit ein konnte das Wächterhäuschen
gerichtet werden.
Um 2 h konnten wir, nachdem Ar¬
beiter der Südbahn die Brandwache
übernahmen einrücken.
Am 26. Februar
Kaninland im Widum, der
aber durch den Lehrer Turner und
Kommandanten Rauch baldgelöscht
wurde, ohne Schaden angerichtet zu
haben.
Am 29. Februar
Die Südbahn sendet K: 50 – für die
erfolgreiche Rettungsarbeit, welcher Betrag ganz
der Requisiten Kasse zufällt.
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18
Am 14. März
unter anderem
Ausschußsitzung; wurde beschloßen den
für den Transport der naßen Schläuche vorhan¬
denen Gerste Wagen zu einem Hyhanten
Wagen umzubauen.
Die 7 Mann, welche sich bei der Haupt¬
versammlung zur Aufnahme meldeten, wur¬
den aufgenommen.
Am 17. März
Ist unser beitragendes Mitabied herr
Rechnungsrat u. F. Johann Kossler verpre-
ben, wurde am 20. beerdiget und betei-
ligten wir uns recht zähreich am Leichen¬
begangniße.
Am 27. April
Die neue Schubleiter ist angekom¬
men, kostet K: 1510
Am 1. Mai
Der übliche Kirchengang zum
Florian Amte, hernach die erste Übung
mit der neuen Leiter.
Am 3. Juni
Frühjahrshauptübung beim Radhaus.
und warm von 72 Mitgliedern 61 aus-
geweckt, die Übung ging gut von statten.
die neue Schubleiter kam zum erstenmale
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gesamt.
in Verwendung bei meiner Übung, nachdem bis¬
her mit derselben nur im Zug Übungen ab¬
gehalten werden.
20. Juni.
Kamerad Franz Schatz ist nach längerem
Leiden gestorben.
Am 3. Juli
Feier des 30. jährigen Stiftungsfestes.
Am Voraben dem 2. Juli Abends 8 ½ h war
Zapfenstreich mit Fackelbegeleitung, hermit
gesellige Zusammenkunft im Badhaus
allwo uns der Herr Vertreter des Landes¬
verbandes Herr Sattleder und der Obmann
des Bezirksverbandes Herr Fritz durch ihre
gewesenheit beehrte; weiterswaren auch
Feuerwehr Kameraden von Innsbruck
erschienen.
Kommandant Rauch begrüßte erst mit
einigen Worten die anwesenden Herrn
um Künzfte daran eine kurze Rede
über die Kameradschaft in der Feuer¬
wehr; die Anwesenden zu einem 3 fachen
„gut Heil“ auf die verehrten Herrn Vertre¬
ter auffordernd, welchem Folge geleistet
wurde.
Erst gegen ½ 2 h traten die Innsbrucker
Gäste, von denen Herr Fritz auf die
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20
Kommandantschaft. Herr Sattleder auf die
Feuerwehr und den kameralschaftlichen Geist
überhaupt, gesprochen, ihren Heimweg an.
Am eigendlichen Festtage, den 3. Juli
war um 28 h Versammlung beim Klagezin,
um 8h Kirchengang unter Begleitung der
Musik Kapelle.
hernach Schulübung, zu welcher bereits
der Herr Bezirks Löschespektor Klammer,
die Vertreter des Landes Verbandes Herr
Behner, & Gratl, das Berirksverbandes Herr!
Andreis erschienen; welche sich über die Übungen
besonders mit der neuen Schubleiter, wie
auch mit den Hackenleitern, lobend ausspra¬
gen. Nach der Übung war Frühschoppen
beim Zapfler.
Nachmittags um ½ 2 & 2 h war bei
der Skalbahnhaltestelle "Dollinger" der
Empfang der ankommenden Justgäste;
dieselben erschienen so zahlreich, daß der
große Schankgarten beim Dollinau.
ganz überfüllt war, es waren erschienen
Kamerasen
Feuerwehrens war: „Innsbruck, Wilten“
Hötting, Pradl, Amras, Arrl, Rum mit
eigener Musik Kapelle, Thaur, Mils, Abram
Hall heilig Kreuz & Wallens, letztere
mit Föhne; insgesamt wohl über 200
Festgasse.
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Gleich nach 2 h sammelten sich unserer Mannschaft
zum Abmarsch zum Spritzen Magazien; es wur¬
de gleich zur Übung ausgeweckt, und ward im
Einvernehmen mit dem Herr Bez. Böschinspektor
Klammer, das Badhaus als Brandobjekt be¬
stimmt.“ Dachfeuer
Bald reßelten Spritzen und Leitern
an, Spritze No 2 hatte 1 1/2 Minuten nachdem
Abernsignal schon Wasser am Dache. No 1.
etwas später da bei dem großen Men¬
schen Antrag, die Zufahrt zum Wasser sehr
langsam vor statten gehen konnte.
Bald lies der Losch Inspektor wieder
ablesen und der Zug ordnete sich zur
Infilierung, an welcher gegen die frühe-
re Absicht auch die fremden Feuerwehren
Teil nahmen, jeder derselben wurde die
Ortstafel vorausgetragen.
Den Schluß bildete unsere Wehr
mit den Geraten nie sehr stattlicher
Zug.
Nach Versorgung der Geräte, versam¬
melten wir uns im Schankgarten beim
Kant Wieder, der vom Festkomite den
Schützler
Kammoden, Weber, Steiger Josef, Hell Johann
Rainer Josef, Kaberle, Frantl, Ischavon, Beer
Schober, Turner, sehr nicht mit Wappen und
Blumen ausgeschmückt war.
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Am Ehrenplatze, welche mit dem Billeisse
des Gründers unserer Wehr dem Herrn Kom¬
mandanten Ferdinand Weurer geschmückt war,
nahmen die Verhöher des Landes & Bezirks¬
verbandes, von denen noch Herr Landesver¬
Landskassier, Jörg & Herr Verbandheirat.
Hümmel, außer den bereits früher erwähn-
ten erschienen waren, ferner die 30 jäh¬
rigen Diener, als: „Kommandant Stell“
vertreter Leonhard Schlögl, Steiger Kom-
mandant Hans Kathrein, Spritzenmeister
Anton Schnegg, die Kameraden „Ehren-
mitglied Thomas Lang, dann Christian
Rauch, Georg Stockhammer & Franz
Waldner, dann der Herr Pfarrer Anton
Auer, der Herr Gemeinde Vorsteher Johann
Astir und die Kommandantschaft, Platz.
Die Festfeier wurde von Kommandanten
mit einem Rückblick über den 30 jährigen
"Bestand unserer Wehr eröffnet; aus dem
selben sei bemerkt, daß unsere Wehr wäh¬
rend dieses Zeitraumes an 65 Branden
darunter 20 größeren, teils zur Bekämpfung
Teil nahm; teils in Bereitschaft stam, daß
ferner während dieser Zeit 24 ausübende,
darunter 2 Kommandanten, & 14 beitragende
Mitglieder durch den Tod abginngen.
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Am Schluße der Rede gedachte derselbe der heute
noch aktiv dienenden 7 Mitglieder, welchen als
Zeichen der Ehrung das sehr gelungene Bild der
Twackeren Männer zum Andenken überreicht
wurde. Es sind dieses die Kameraten:
„Thomas Lang, Hans Kathrein, Leonhard
Schlögl, Anton, Schnegg, Chr: Rauch, Georg
Stockhammer & Franz Waldner
Kamerat Hans Kathrein machte aus
Anlaß dieses Festes, das sehr gelungen Bild
des Gründers unserer Wehr des Herrn Ferdi-
nand Weyrer, zum Geschenke, welches in un-
serem Versamtungs Dottale beim Koret
Wirte aufbewahrt werden soll.
Die Musik für die Unterhaltung
wurde von der Mühlauer Musik Kapelle
besorgt, welcher hiermit der Dank aus¬
gesprochen wird.
Erst in später Nachtstunde verliehen.
die letzten Festgasse den Festplatz.
Am 23. Oktober
Herbst Hauptübung bei Theodor Frank
Am 26. November
Im Krankenhause zu Innsbruck ist der
Kamerad & Hornist Jakob Fernlochner ver¬
starben, war schon seit 1/2 Jahr leident und
konnte daher seinen Dienst nicht mehr.
ausüben.
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Um 2. Dezember ist in Innsbruck das lei¬
tragende Mitglied Herr Marx gestorben,
langjähriger Webermeister der Firma Weyrer
Dessen Angehörige spendeten der Feuer-
wahr Mühlau K: 20
Am 26. Dezember, wurde das übliche Feuer-
wahr Amt für den verstorbenen aktiven
Kameraden Jakob Pernlochner gehalten, denn
viele Kameraden beiwohnten.
Schlußbericht
Das Jahr 1904, war für Mühlau
ein sehr glückliches, denn außer dem
Brande beim Wächterhaus nächst der Eisen¬
# und der
Kaminbrand belebrücke am 2. Februar, kam in Mühlau
im Widum
kein Schadenfeuer vor, auch nach auswärts
am 26/2.
hatten wir keine Gelegenheit auszurücken.
da der Kezirk von jeglichem Schadenfeuer
verschont blieb.
Angeschafft wurde die neue mechare
nische Schubleiter von C. D. Magizus in
Ulm.
Abgehalten wurden 2 Hauptübungen
und d. Abteilungsübungen.
Kommandantschafts Sitzŭngen fanden
statt.
Das 30jährige Gründungsfest am 3. Juli
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Verstorben sind 2 ausübende und 2 lei¬
tragende Mitglieder.
Windwachen wurden 35. abgehalten,
und sei den Kameraden der Dank für
ihren mühevollen Dienst ausgesprochen.
Der Stand des Körpers ist mit
Ende
des Jahres 72 ausübende, darunter
Ehren-
mitglied 51 beikagende, darunter
Erna
mitglieder.
„Gott beschütze Mühlau
Mühlau am 31. Dezember 1904.
Anton Rauchjum
Kommandant
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31. Vereinsjahr.
Am 9. Jänner 1905.
Die Jahreshauptversammlung fand wie
üblich beim Koret Wirte statt.
Neŭwahlen heilen diesmal keine, da„
her die Tagesordnung bald erschöpft war.
Von den Anteilscheinen, welche zŭr Derttung
der Anschaffungskosten der neuen Schubleiter
ausgegeben werden, sind gezogen worden.
a Kso
die 1/4 Schmen v. A.? 37 x 38 3/4 Holzmeister
Blützung
No 39 x 40 Leopold Rauch
No 25 bis 28 Peter Kuen; ferner die ganzen
Scheine à N: 40—4º 63. Christian Rauch
No 72; Elektrizitäts Werk, Innsbruck
☉
um 4o 73; Theodor Frank in Innsbruck
daher zusammen K. 200:
Din Herrn Peter Kuen & Chr: Kaŭch;
haben bei der Rückzahlung jeder K: 10
der Feuerwehr zum Geschenk gemacht, wofür
denselben der Dank ausgesprochen sei.
Unter Anträgen wurden gestellt:
Es sei im Sommer von Waldfest abzu¬
halten; wie auch nie solcher auf einen
Feuerwehrball. Beide werden angenom¬
men.
Neu angemeldet haben sich 7 Mann
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27.
deren Aufnahme nach den Bestimmungen der
Satzungen dem Feuerwehr Ausschuße vorbehalten
wurde.
„Nachdem Neuen“ weiteren Anregungen
verlagen, wurde die Versammlung um ½ 12 h
geschloßen.
Am 9. Februar
Kamerad Georg Stockhammer, welcher
wegen Alter den Entschluß faßte aus dem
aktiven Dienst zu scheiden, hat dem Kom-
mandanten das Sparkoße Buch No 54023.
über den Betrag von N: 100- übergeben.
mit der Bestimmung zur Verwendung nach deßen
Gutdünken.
Dasselbe wird daher als Zŭwachs.
für den Krankenunterstützungs Fond bestimmt.
Am 25. Jänner
In der Feuerwehr Ausschuß Sitzung wur¬
den aufgenommen.
Zespold Frantl: Josef Tusch; Jakob Heiss
Josef Frenkwalder; Romed Nolf & Johann
Plunser
Um 6 Februar 28. Jänner
Der Feuerwehrball, welcher sehr gut besucht
war wurde im Badhaus abgehalten; derselb
be ergab einen Abgang von K: 3, Zg der
aus der Regie Kasse gedeckt wurde.
Am 25. März
Bendigung des Johann Tiefenthaler
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28
Gründer der Feuerwehr Milt und langjähriger
Commandant derselben. Wir beteiligten uns
über Ersuchen der Mölser Kommandantschaft am
Leichenbegangnisse.
Am 15. April
Beerdigung unseres beitragenden Mit¬
gliedes Fritz Schändl, Verwalter der Mair
schen Ziegelni.
Am 27. April
Feuerwehr Ausschuß Sitzung, die laufenden
Dienstsachen wurden erlediget und Johann
Mariacher in die Feuerwehr aufgenommen.
Am 7. Mai
Der übliche Kirchgang zu Ehren des hl.
Florian hernach Ungelöbung der nun aufge-
nommenen Mitglieder.
Am 16. Mai
Um 1h Früh bemerkte der Nachwächter
im Weberei Saale der Wegerer Fabrik,
Feuer. Die rasch verständigten Hausleute
wie in der Nähe wohnenden Feuerwehr¬
Klänner erstikten den im entstehen be¬
griffenen Brand sofort, so daß eine Allar-
mierung nicht nötig war. Die Ursache
des Brandes, der keinen bedeutenden
Schaden anrichtete, dürfte nie wegauwarfer
nes Streichholz gewesen sein, welches in eine
Abfallkiste fiel in der Wollmabfälln ge¬
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sammelt werden.
Am 14. Mai
Wurde Herr Max Sentabe unter sehr zahlrei¬
cher Beteiligung der Feuerwehr Kammeraden
beerdiant. Derselbe gehörte seit der Gründung
der Feuerwehr bis vor wenigen Jahren unserem
Kotzer an und ist im Jahre 1897 wegen
andauernder Kränklichkeit und Alter aus„
getreten; es wurde ihm daher in leichter
Uniform das Gleite zur letzten Ruhestätte
gegeben.
Am 24 Mai
Ausschuß Sitzŭna im Balthaus
Die Stadt Innsbruck legt im Laufe
des Sommers die 2te Reitung ihrer Hoch-
druckwasserleitung; aus diesem Anlasse
verlangte die Gemeinde Mühlau den
fiebau war, 4 Hydranten in diese Lei-
tŭng und 3 Hydranten in die über-
falls an die Stadt angeschloßene Inse¬
ressenten Leitung. Die Gemeinde hat
die Platzbestimmung der Feuerwehr
Überlassen und wir daher vorgeschlagen:
1. Beim Brunen im Holz nächst dem Hause
das Herrn Frider Rainer 2. nächste dem
laufe des Franz Salcher 3. nächst dem
Badhause und 4 an der Einmündung
des Postbüchels in die Reichsstrasse.
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Ferner in die Interessenten Leitung
1. Am Dorfbüchelweg nächst der Leonhards
Kapelle 2. Am Platz vor Baron Stern-
bach 3ter hinter dem Schloß des Baron
Sternbach nächst dem Apotenningang.
Aufgenommen wurde Christian Spesch
Am 31.10.41
Um 6 1/4 Uhr Abends ersäche die Stürm¬
glotte und meldete Feuer ein Dorf.
Es brannte das Vollabfallmagazin.
der Firma Weyrer.
Die rapso am Brandplatze erschienen
im Fabriksgebäude und nächster Nähe.
wohnenden Feuerwehrmanner, waren
beim Anrücken unserer Wehr bereits
an der Arbeit mit dem Hydranten im
Hohn. Die Schwitzen No 1 & N° 2 jede nur
mit einer Schlauchlimi arbeitend gaben
ebenfalls rasch Wasser, daher das Feuer
welches eine kolosale Rauchentwiktung
hatte bald gelöscht war.
Mitig erwies sich das Ausräumen des
Margazius, weil das Feuer auf den Fuss-
boden durchgebrannt war; um 1/2 9 b komme
ten wir wieder einrücken eine Brandwähn
wurde zurück gelassen; die Entschlägungsurfahre
ist unerkannt.
Bei beiden Branden./. solche 16. Mai f machte
sich der starke Rauch sehr unangenehm fehlbar,
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und erschwere bedeutend daß Vorderingen
der Feuergehrenaumer in die Rauchenfellten
Lokaln.
Die Herrn Weyrer haben daher N: 300
für die Requisitenkasse gespendet, mit der
Bestimmung, daß das Kommando einen Rauch-
Aparat ankaufe, was auch geschehen ist. Dieser
Äparat wurde von Konrad Rosenbauer in
Linz geliefert und kostete N: 170.-
Der Feuerwehr Ausschuß hat weiters be-
schloßen aus dem übrigen Gelde 10 Stück einen
Steigergurte zu beschaffen.
Am 16. Juni
Augen bh. Abends wurden wir von der
Nazian Innsbruck telefonisch ersucht zur
hilfe nach dem Wächterhaus No 72 in der
Gemeinde Arzl gelegen auszurecken.
Funken einer Lokandische hatten den
Stall und Stadel mitzündet. Bei unserem
tintreffen konnten, wir nur mehr einen
Gluthauben auslöschen.
Am 20. Juli
Bendigung des beitragenden Mitgliedes
k.k. Statthalterei Rat i. P. Herrn Wilhelm Ran-
tenkranz, er war immer ein warmer
Feuerwehrfreund:
Am 23. Juli
Waldfest am Rechnenhof dasselbe verlief.
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sehr gut und ergab einen Reingewinn.
von K: 66,27 der in die Regiekasse fiel
Es sei allen Feuerwehrkameraden des
Komitens für ihre waltere Arbeit und Mühe
an dieser Stelle der Dank ausgesprochen.
Ausgeschänkt wurden 836 Liter Bier.
Am 27. Juli
Nachtübung beim Schloß grabenstein, diese
wurde an Stelle der wegen des Brandes
am 31. Mai ausgefallenen Frühjahrshaupt¬
übung abgehalten.
Nachhag
Am 9. Juli
19ter Bezirksverbandstag in Wattens
Unsere Wehr brachte den Antrag um
auf Abänderung der Chargen Auszeichen.
an Stelle der unpraktischen Achselklappen,
wäre von Reichs Feuerwehrverbänne an
die Ausarbeitung praktischerer Abzeichen
zu schreiben. Der Antrag wurde angenom¬
men; es wird aber eine andere Frage
sein, welche Stellung der Seitsverband.
und die Regierung zu demselben einehmen
werden.
Vertreten war unsere Wehr durch den
Kommandanten, Rauch & Zugsführer Türk.
Sonst ist über den Bezirksverbandstag, der sich in der
gewöhnlichen Beierkasten ich ähnliche Weise, wie alle
Bezirkstage abgewittelt hat, nichts zu berichten.
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Am 28. September
Ist in Absam, seiner Heimat und eigendlich
Geburtsart Herr Anton Dinkäuser, verstorben.
Alle, welche die Geschichte unserer Wehr kennen,
wissen, daß Dinkäuser derselben, seit der Gründung an-
gehört hat und zwar vor je her als Olmann der
Ordnungsmannschaft, bis zu seinem Wegzuge von
seiner 2ten Heimat Mühlau im Jahre 1902.
Die Benedigung fand in Mühlen untersehr
zahlreicher Beteiligung am 30. September statt.
Am 30 Dezember.
Ist Joh: von Ottlmayr im Innsbrucker Kran-
kenhaus im Alter von 2 ½ 2 Jahren gestorben.
Derselbe war einer der Gründer unserer
Wehr und mehrere Jahre Steigerkommandant.
Seine Beerdigung erfolgte am 1. Januar 1906
am Hottinger Friedhof und beteiligten
sich zahlreiche Mitglieder unserer Wehr.
Schlußbericht
Das Jahr 1905 war für Mühlan
ein glückliches, denn außer dem 2 kleinen
Branden bei Weyrer, wurde Mühlau von
jeder Feuersgefahr verschont. nach auswärts
sind wir auch immer einmal ausgereckt.
zum Wächterhaus no 72 in der Gemeinde
Äszl
Nun angeschaft wurden.
1 Bauchappurat
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10 Steigergurte.
6 Steigerlaternen
Kommandantschafts Sitzungen zŭr Erle-
digung der laufenden Angelegenheiten wurden
abgehalten; ferner von den Feuer-
wehrkameraden durch 42 Nächte die
Windwache, wofür an dieser Stelle allein
wärmstens gedankt sei.
Gesterben sind 2 beitragende Mitglieder.
und 3 Herren, welche früher der Wehr angehört.
dann aber wegen Kranklichkeit oder Wegzug
von Mühlau aus dem Verein ausgetreten
sind.
Weiters wäre zu bemerken, daß im
Dorsteile Holz, 3 Hudranten aus der Inns-
brucker Heldrückleitung geweist, ange-
bracht wurden, wodurch dieser Dachteil,
der früher bei Feuersgefahr ganz ohne
Wasser war, nun einen bedeutenden
Schutz erhalten hat.
Dafür bestehen gegenwärtig in Mühlau.
8 öffendliche um u private Hadranten.
Der Stand des Körpers betwägt mit
Jahrsschluß ausübende, darunter 1
Erenmitglied beitragende darunter
Ehrenmitglieder.
Gott beschütze Mühlau
Mühlau am 31. Dezember 1905
FREIWILLIGE TEUERWE
Anton Kauch
E
Kommandant
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35
Eg. 57
XI/14.
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Von
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R
Gegen "Wurretschrift"
3/4.07.
des 32. Vereinsjahr der Teeim. Feuermehr
von Mühlau eröffnet sich durch die statuten ge-
mässe Jahresleuchtversammlung; wir verleihen
unserem innigen Wünsche Aŭsdruch, daß aŭch
Das 32. Vereinsjahr, wie alle bisherigen, durch
gütige Vorsehung des Allmächtigen, sich zŭ
einem recht glücklichen gestalten möge. Durch
den Schutz unserer Patronus, des heil. Ilsrian,
welchen wir alljährlich durch einen eigen
festgalles Dienste und ersten Sonntage im Monate
Mai vornehren, möge jede Feŭers- und Wasser-
gefahr vom unserem lieben Orte Mühlau gut.
abgewendet werden.
Am 5. Jänner 1906.
fand die dreijährige Jahres hauptversammlung
wohl
stall. Selben fand wie ühlich beim „Koreth“
und war von 65 Mitglieder besucht.
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der Comandant Anton Rauch eröffnete die
Versammlung mit einem begeistrat aufgenommen
hut Heil“ begrüßte sämtliche erschienen lb.
Kameralen, besonders aber den anwesenden Gemeinde
Versteher Johann Gotia.
Raŭch verlos sodann das Programm der
heutigen Versammlung, nämlich: 1. Verlesung des
der letzten Jahreslauptverwendig
Protokolles, 2. Jahresbericht, 3. Romabericht, 4.
Ver-
lesung der Anteilscheine, 5. Einwehlungen, 6.
Neuwahl des Aufnahme, und 7. Allfällige
Anträge und Verschiedenen.
Nach Erledigung des ersten Punktig ging L.
Raŭch zŭr Berichterstattŭng über das 30. Vereinsjahr
über. Er dankte zŭnächst für die ratentliche Ein-
haltŭng der Windwoche, über die erfreuliche
Beteiligŭng bei der Übŭmchen, etc. und dankte noch
im Besonderen den Kameralen hg. Stock ummei-
für da der feuersehr zugedachte Sparkassebuch im
Nenniworte von 100 Kronen. Dieser Bericht wurde
freudag aufgenommen.
Kamier Leopold Raŭch berichtete sodann über
die Kaffegebohrung, oŭr welcher wir folgenden Stand
entnehmen konnten:
2) Reytekona: P. K. 412.50, A. M. 408.07. Res F K. 4.43.
b/ Requisitenkana " 981.86 " 890.29 " " 91.67
c) Kombamŭnterstützungskoma, auf Grund des fest-
angelegten Kapitels von 1300 kamen Admiral,
A. K 45.60 Rest Kr 1536.33
P. Kr. 331.07
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dŭrch die Revision, welcher Wamerad. Hol. Dattwege
und bleisten durch hiehergegen wurden, wurde
die müsterhafte Übereinstimmung der Cassagebahren
neŭriert, und solcher dem Sützelwort L. Rauch jun.
Die vollste Benadtenung und der deut zŭm
Ausdrücken gebracht.
der Punkt 4. „Perlesung der datoilscheine" ausle-
ältesten der auswenden
vom Konraden deiten Schmegg durchgeführt, und
hiebei A. 51 Kornher. Schwestern 57, Fr. Kaŭris Sölme 68, Könŭmeister Moyz
66. Gosser Johann, hier 5 ½. Schieferle Züdith zur Stück¬
zahlung getracht.
zur Punkte 5 „Einzahlungen‟ wurden auf die
jene Wehrmünner geehrt, welche heŭw eine
gewisse Periode von Dienstjahren hinder
sich erblicken. Es sind die, 30 Jahre Lorenz
Mader, 15 Jahre: Anton Wieser, Frid. Stern
Leb. Kaltschmid; 10 Jahre: Leopold Rauch jun.
Josef Gstir, Josef Rocimer, „Alois Hell“.
6. „Neŭwald“ welche dŭrch 65 abgegebenen
bewürtigstellung.
Stimmenzettel durchgeführt wurde, ist mit
durchgehender Stimmenmehrheit durchgeführt worden.
Zum Comite war: Vorsteher Johann Estin dann
Leopold Rauch und Josef Steiger, die Zusammen¬
setzung der neuen Vereinsleibung ergibt sich
aus der „Stammlerliste“ zw. 1906.“
In Punkt 7 gehört: Abhaltung eines Balles,
und weil eine Ausflug u im Sommer.
Zum Schlusse der Versammlung erhielte
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noch vorsteher Blau Estir vorm Vorte und die heutige
Versammlung, gab den besonderen Dank der Gemeinde
kund, und versprach auch fernahm die vöchtigste
finanzielle Unterstützung der Heuerwahr von
Seite der Gemeinde. Die Gemeine sei stets
stolz auf die bekannt, als musterhafte Feuerwahr
von Mühlau!!
kam. Raŭch erörterte noch in schmöhelhaften
vogten die gewissen Verdienste des nunmehr
von der führung der Steigervolle zugetretenen
und jetzigen Magazins von alten Heim-
Kathreim, ihm ein gut Heil! Dorbringend
Erbensee auf den E. A. Leonhard Schlögl,
selben bittend, in der gleichen Stellung noch
lange in der Feuerwahr zu verbleiben.
Schließlich begrüßte noch b. Raŭch den heŭte
wunderŭm als „retia“ beregetretenen Kommen
den lang Holzmeister, davon selber für die
feŭndlichm Grüsse, welcher selber während seiner
Abwesenheit aus weder Herren mitbat, und
ersuchte den zurückgekehrten, wieder tatkräf-
tigste in der I. F. M. mitwirkend zu wollen.
Endlich berührte B. Freud dien weiteren
förderung den feuerliche Interessen von Seiten
des Mühle u. zŭnvereine, und dankte dessen
vorstande, den Leopold Raŭch jun. für seine
nachströssliche Mithelfe zur guten Sache.
Am 1/2 1 h wurde sodann die hütige
Zahresversammlung mit einem beweistenen
gut Heil: von Seite des Vorsitzenden
geschlossen! (Sache auch Beilage N. I).
am 9. Jänner.
vor Ausschusssitzung beim Koreth, lei-
welche hauptsächlich „die noch nicht erledigten
der Jahresversammlung verhandelt würde, und
die neu eingetretenen
Mitglieder im
die Stellen eingeteilt wurden.
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am 6. Februar
Nachts um 2 1/2 h iste in Inmluch des „Berg. Theil“
Vonorama abgeborend. Trotz der strengen
Kälte beteiligten wir ŭw geflreich bei der
Loterlisierŭng des Brandes, welcher "gelegt" worden
sein soll. (Nähme im Beilage N. II)
am 21. April
verschied, unser leitragenden Mitglied, Alfoni
d. Todescheine; wir beteiligten uns sehr
zahlreich am Leichenbegängnisse.
Der 27. April
wäre für Innebuch besonders für die dortige
Allstadt, ein furchtbarer Schreckensstag ge¬
werden, wenn nicht durch den Fürsorgen der
Ullmächtigem, sowie durch unerschwertung
zielbewufsten Einschreiten der Feŭermela von
Zinsleid, Hätting, Wilten die grösliche
Der Brand in seinem Keinen bereits erstückt
worden wäre. Im Hörtmägl. Haus am Büroh-
graben brach um 7h Abends, lei xiemlich heftigem
Südwinde, durch eine schadhaften Komina
ein doch feuer, aŭs welches alsbald aůf der
obersten Nachwart des genannten Hauses ergriff,
und für die umliegenden Gebäude sehr
gefährlich zu werden drohte, doch ist durch tat-
kräftiges Eingreifen der Innbŭcher Wehr, welche
von der Strassenfront mit 4, von Hefe aus mit
2 Hydrenbeŭsgüssen der Brandobjekt in Angriff
nahm, in entsprechend kürzer Zeit das Feuer
glücklich gedämpft worden, die Fältinger
Vahr beschützte von der Stiftgasse aus die an
der Nordseite sehr gefährteten Gäuser, das
Singerhaus etc.
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Wir rückten mit der großen Magieŭ-leiter und dem
Schlaŭchwagen zŭm Brandplatze ab, ŭnd stellten ŭns
am nördlichen Ende des Bürgegrabens in Bereitschaft, brauchten
indes nicht mehr altiv einzugreifen, da bereits die
anderen feŭerwehren des Feŭers Herr geworden waren.
Um 3/4 9 h Abends sind wir denn mit unseren Requi-
siten nach Müldau zurückgelehrt.
Am 1. Mai war eine Ausschuhrsitzung beim Zapfler
Am 4. Juni (Pfingstmontag) fürte, die mit uns
einig befreundete Inw. Feuermehr in Abram, ihr
25. jährige Beündlungsjŭbiläŭm, verbŭnden mit der
feierlichen Überreichung der von Hr. Majestät gestifteten
Wammedaille an die 25 jährigen diener der genannten
Wehr. Kommandand Raŭde war, über Einladŭng, mit
einer beträchtlichen Anzahl feuerwehrmänner unserer
Wehr beim feste erschienen, und entbal, im seiner
schwungvollen Rede, die herzlichsten Glückswünsche
unserer Wehr versichern, daß die guten Beziehungen
welche seit jeher zwischen beiden Körperschaften bestehlen
rŭch fernerhin beibehalten werden möge. Die Kamera-
den von Absand waren ob unserer starken Besuch
hoch erforŭt und dankbar herzlichst für die ihnen
gebotene Ehre.
Am 11. Juli vor eine Auscheunitzung ein Zapfln.
Am 15. Juli war unsere dersjährige Frühjahrs-
Haŭptübŭng und Mŭsterung, zugleich die feierliche
Überreichung der von St. Majestät, unserm aller-
gnädigsten Kaiser und Könige Franz Josef. I.
verliehenen Ehrenmadaille für:
25o jährige treue Dienste
auf dem Gebiete des Pösch- und Rettungswesen.
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die Namen, der mit obiger Elven Medaille
dekorieteten Ehren Männer unserer Wahr sind:
Raŭch, Christien,
Schlögl Leonhard d. J.
Hell Johann an.
Schnegg Anton,
Thaler Johann,
Lang Thomas,
Stokkammer Georg
Schöpf Anton
Waldner Josef
Spedebacher Alois
Thaler Anton
Gstir Johann
Kathrein Homm.
Dangl Josef
Purner Alois
Mader Lorenz
dem feierlichen Ästeln wohnten noch bei:
Herr Vater Baren Graff, Obmann, Anton Groatl
Ebenamstellvertreter „Josef Sattleder Schriftführer“
als Vertreter des Landesausshŭnes der deŭtsch-terstielen
Feuerwehren.
Franz Kerber, Josef Mutter u. a. als Vertreter der
feuerwehr von Inmbruch.
viele Kameraden der Feuerwehr von Übeam,
Wilten, Hätting, Heil. Kreŭz, Rŭm etc. etc.
der Feuerwehrbezirlgs Verband N. 4 „Innsbuch“
entbot schriftlich die herzlichsten Sympathien zur
seltenen Feier.
Unseren Wehr war wohl fast vollzählig
erschienen.
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die vorher stattgefündene Übung fand unter Be-
teiligung der erschienen Ehrengäste im Folge statt, und
zwar nŭr, mittelst Hydranten. Als Baandobjek war
die Degendance zŭr Pension „Etelwein“ bestimmt,
bei angenommenen heftigen Südwinde war den
Villa Tschavon, der Anwesen Schöpf-Rämer, sowie das
Chonomiegebäŭder der Witwe Bŭndolf dŭrch Gydranten
hinwänglich beschützt, die von aŭrwürtssenschienen Gäste
fanden an der stramm durchgeführten Übung vollstes
Gefallen und ergännten sich an die Feŭerwehr Commando
in den schmeichelhaftesten Worten.
Auf gratulierte man ŭw allgemeinen wegen
den neŭ erstandenen Hytranten, welche sich verzüglich
bewährten, für deren Erstehung sich das Feuerwahr
Kommanda, insbesondere aber die Gemeindevorstehung
von Mühlau verdient gemacht hat. Hiefür sei wiederum
an dieser Stelle der beste Dank zŭn Ausbrŭcke gebracht.
Noch beendeter Übŭng mir schierten wir, ŭnter
Verantritt der Münikhapelle von Mühlau zŭm Kadkaŭse
defilierten in der Engergasse vor den festgästen (führer
Rottenführer Hd Weber) und versammelten uns schließlich in der
mit der Kaiserliste und anderen passenden Emblemen
festlich geschmückten Veranda des Badhauses, allwo die
feierliche Überreichŭng der Wohim getrenntzeichneten
Ehrenmedaille stattfinden sollte.
Gemeindevorsteher Johann Gotiz, welcher zufolge
dekreten, zu der k.k. Bezirkshauptmannschaft, bezw.
der K. R. Statthalterei in Innsbruch, zur Überreichung
der kaiserlichen Medaillen ermächtigt war, hab in
schwŭngvoller Rede, die großen Verdienste jener
Wänner hervor, welche sich durch 25 Todler! dem
freiwilligen Lösch- und Rettungswesen widenden.
gratŭlinale in seinem Rahmen, im Namen der
Feuerwehr, und besonders im Namen der Gemeinde
Müldau den betroffenen Männern zur der ihnen
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soeben zutheil werden dem Ehre, und bat noch, das
diese Feuerwehrvertrauen noch lange Jahre, in vollster
Gesundheit im Fürowehrtärger von Mühleu ver„
bleiben mögen.
Landes Verbandes Obmann W. Borau Graff von Innheit,
welcher an 2. Stelle das Wort ergriff sprach sich dahin
aŭg, daß die Feŭrowehr von Müldau stets als eine
Musterwaler galt und bekannt war, und daß die
Detorierung von 16 Mitgliedern dieser Wehr wohl
eine berechtigte Sache genannt werden muß.
Lomanland Rauch beglückwünschte noch in besonders
heißen Worten die zŭ deterrierenden Feŭerwahr-
männer, worauf von der anwesenden Musik„
kapelle die Kaiserhymme intoniert wŭrle, welche
von sämmtlichem anwesenden Feuerwahrmännern
und auch Civil, in gebührender Weise und stehend
angehört wurde.
G. V. Estir heftete sodann die Eleumodaillen
den genannten Wehamdmann auf die Brust, und
gratŭliente, neben Herrn Raŭd & Herrn V. Kun Graff
mittelst Handschlages.
Es wechselten nun Reden mit Neusetwortwägen
a Anfängen, alles dazu beitragende, die heutige
jestliche Stimmung im Feuerwehnträger betrütend
zu heben.
ob. Raŭch sprach besonders an die Jungenausschaft
getreulich dem Muster der „Alten“ zufolgen, dann
würde die Feŭerwehr von Mühlaŭ aŭch fernerhin
in musterhaften Weise weiterbestehen können.
L. v. O. Korn kraff dankte schließlich namens
der von aŭswärts erschienen festgäste für den
liebe alle Einladung zur heutigen schönen feier,
und gros nochmals das freudige Zusammen-
wirken in unserer Wehr. Im besonderen
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gedachten Redeier unserer Commandanten d. Raŭch,
welche er versteht.
welcher eben jene Person ist, neben Güte und
Empfindŭng aŭch mit vorsichtiger Einragen und Strenge
aŭf den Feŭerwehnturver einzuwirken, Eigenschaften
welche für eine leitende Persönlichkeit im
feuerwehrlöschwesen unentbehalich, leider aber selten
zu finden sind. Er betrachte daher Herrn Rauch
als Abman des Landesverbandes der deutschtirslieden
Feŭerwehren einzig und allein beantagt, und
gab seiner sicheren hoffnŭng Aŭrkrŭcks, daß es dem
gegenwärtigen L.V.A. in baldiger Zeit für gegönnt
sei, Herrn Raŭch als ihren Ebmann, wenigstens
aber als Ausdursmitgliede zu gewinnen. Er
Wedner bemerkte kurz und bündig: „Raŭch
wäre wohl einzig und allein als jene Person
zu betrachten, welche im stande sei, das freuer-
löschwesen im ganzen Lande Tirsl noch bedeutend
zu heben, und mit gewohnten Einwohner, neben Eintracht
und Zusammenhalt auch fortschritt und Ordnung
in die Sache zu bringen.
möge sich Herr Raŭch auch baldigst zŭ diesem
Schritte herbeilassen, denen durch Bekleidŭng dieser
Ehemtelle „eines ersten Feuermehrmannes von
ganz Deutschtirol“ würde aŭch unsere Feuermehr
sichtlich erfreut und geehrt sein.
Am 7. Du guet war eine Ausschüsssitzung beim Koreth.
Am 4. September starb im städt. Krankenhause zu
Tumlud, Kamerad, Kunrad Maurer, Nachdem
derselbe in einer erblichen Krankheit (Kaŭchdyphus)
verschieden war, wurde die Beerdigung im Geheimen
dŭrchgeführte, und kanden sich weder seine
eigenen Angehörigen noch wir, am Leichenbe-
gengnisse des verschiedenen beteiligen.
am 16. September wurden unter großen Betheilung
gung die übliche Süelenmesse für den Verstor-
benen gelesen.
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Am 19. Juli starb zu Innsbruck der Gruebesitzer
und Kaufmann, ihro Theodor Frantz, Silber
war stets ein warmer freund und eifriger
Finanzmann unserer Feuerwehr, besonders lei-
Veranstaltung vom Blückstöpfen ließ er sich
mit prahtvallen Gewimsten bemerken. Wir
beteiligten uns an der Beerdigung dieser bei-
tragenden Mitgliedes ŭnter führung der b. St.
L Schlägl sen. in sehr zahlreichen Aufzüge.
Herr Fremle vermochte in seinem Testamente
unsrer Wehr die namhafte Schmde von 1/2 100.-
Einlundert Kreuen) welche der Unterstützungs-
stassa zŭgeführt wurden. hiefür sei an dieser
Stelle, dem verewigten edlen Schneider der
innigste Dank gevollt!
den 28. Oktober fand die diesjährige Herbsthaupt-
übung und Schlŭsstmŭsterŭng statt. (Anwesend 61 Män)
Als Brandobjekt vor die ehemalige Spöttliche
Selcherei u das gegenüber liegenden Frank Haus
bedacht. Die Wasserlieferung erfolgte durch Benützung
der beiden Schritzen, wobei sich die jüngst durch
Kannage in Wolten angebrachte Abänderung
der Spritze N. 2 als sehr unpratstisch zeigte.
(Niederstellung des Wasserauslauf Hahnes), der
hierauf folgenden „übliche Trŭnk“ wurde beim
Korath eingenommen.
Am 17. November begleiteten wir die stellchen
Überste unsers bangjährigen Kameraden
Josef Harin (blatel Coppel) zŭr letzten Ruhe,
Derselbe starb bei seiner Schwester im Walderer
Walde, weßfall das Leichenbegängnis von der
Wegverhebreits aus statthand. Hann welcher über
25 Jahre im Feuerländern wirkte, und auch als
einer der Gründer unserer Wohr zu
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bezeichnen wäre, wurde sie seines
fernweilens leider nicht mit der Ehrenmedaille
beteiligt, was an dieser Stelle bemerkt sei. Dem
hinderen, schlichten, wegen seines guten Humors
allgemeinen bekannten Mannen werden wir
indeß ein pietätwalles Andenken bewahren.
Dies der Bericht unseren Tätigkeit in unserem
Körper selbst.
Ein Blick nach außen verzeichnet und den
27. Mai, an welchem Tage in Götzens der
20. Verbandstag des Bezirkes 4 „Innsbuch‟ abgehalten
wurde. Unsere Wehr war durch den Raumraden
Josef Gstir und Josef Steiger vertreten. Nachdem
von dem beiden Delegierten kein weiterer Bericht
verliegt, begnügen wir uns mit den in den
J. N. „erschienen Praelataalle“, welches wir in unseren
heŭrigen Leilagen sub N. III. einverleibt haben.
Unser Berichtersteller erlaubt sich an dieser Stelle
Die Bemerkŭng, daß der feŭrige Bezirksstag ganz gleich
schallenenmäßig herunter geleimt wurde, wie alle
sonstigen Sitzungen von dieser Stelle. Bei dem
gegenwärtigen Ausschüsse ist aber leider nichts anders
zu erhoffen. Möge unsern Euerwehrleitŭng
vor dem nächsten Bezirkstage (in angemessener
Frist) den schriftlichen Antrag einbringen, daß
eine Wind Wahl des ferneren Ausschussy mit
Stimmigettel vorzunehmen sei, und nicht
wie gewöhnlich zur Reclamation, wobei die ge-
wesenen Punktienärn, wohl oder übel, in
den neŭen Aŭrschŭs wiederum hinein „geschöne“
werden. Ein fremder Einschuh (z. 2 eines
Herrn Lauch) würde mir nützlich sein können.
Unser Leichtersteller konnte bei der heurigen Sitzung
persönlicher Zeuge des „Leierkosten Formates‟ sein.
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am 10. Juni d.J. fand in Bozen die Tagung
des XXIII. Gocŭtages des Landesverbandes der deutsch-
tirolischen Feŭerwehren statt. Bekanntlich findet dieser
haŭtag nŭr alle 3 Jahre statt, und enthält in
seinem Berichte den wichtigsten Abhandlungen
welche unser gesammtes feuerlöschwesen betreffen.
darum waren wohl von den meisten feŭrr-
wehren unsers Landes Vertreter erschienen,
und daher die Stadt Bozen voller feuerwehr.
Wir mitsandten als delegierten unseren
Kameraden Georg Holzmeister; infolge der
ferne beteiligte sich sonst niemand, werdŭng
ein genannten Verbandplage.
Ein genauer Bericht über diese wichtige
Sitzung erbrachte unser Delegierte durch das
gedrückte Sitzŭngsprotokolle, welcher wir
unseren heurigen Beilagen sub N. IV.
bei
gegeben haben.
Schlussbericht:
Außer der im Vorstehenden angeführten
daten erübrigt und kein weiterer Bericht
für das nunmehr abgelaufene 32 Vereinsjahr,
welches wir als ein sehr ruhiges be-
zeichnen können. Besonders erfreut sind wir
durch die Konstatierung, das heuer unser liebes
dorf Mühlaŭ von jeglicher feŭergefahr
gänzlich verschont blieb. Vollen wir hoffen, daß
wir ŭw auch fernerhin in gleicher Weise
glücklich fühlen können, zum Nutzen und
kommen uns aller.
Auf im weiterem Umweise bezeichnen
wir die gleiche güt. Vorsehung, denn außer
dem Hörtwagl Krande in Leinbuch, einem
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Johann Thaler
Mühlau
kleineren Brande in Hötting, dann einer
feuerbrunst in Völs, verzeichnen wir (in der)
für die ganze Umgebung eine äußerst ruhige
und solche Zutepoche.
Aus diesen Momenten schließend, waren
auf in dem abgelaufenen Jahre weniger Übungen
(Denn) als in den letzten Jahrgängen.
Nicht unbemerkt sei der von Herrn Dr.
Kölner in Innsbruch abgehaltene Feŭerwehr-Sŭmität-
Nŭr, dem, über Einladŭng der Feŭerwehr von
Innsbuch, die Kameraden: Josef Rainer, Hch
Dittmayr, Klöse, Kummer a Holzmeister.
fleißig besuchen.
die in unseren Wehr eingeführte Windwache,
mahnte uns in 31 Nächten zur Einhaltung des
dienstw. Den Kameraden welche sich hiebei bei
teiligten, sei an dieser Stelle der Dank gezellt.
Wenden wir unser Aŭgenmord aŭf den
Mitgliederstand unserer Wehr, so müssen mir
erörtern daß ein aktiver Mitglied (Reinrad Maurer)
Freude & Todeschinei
dann zwei beitragende Mitglieder, sowie unsern
ehemaligen eifrigen Wahrkameraden und auch
Gründer, Prof. Christian Turner in Innsbruck und
Josef Horn zuletzt im Volder
und durch den
Tod entrissen wurden. Wir höheren in dieser
Stelle den teuren dahingeschiedenen in treŭw
pöntätvolles Andenkeer
Zum Militär einberufen wurden:
Alois
Johann Thaler a Gstir.
An Übungen verzeichnen wir im abgelaufenen
Vereinsjahre 2 eine frühjahrs- und eine Herbsthaŭpt
übung mit gleichzeitiger Musterung der er-
schienen Mannschaft, dann noch 6 Abtheilungs-
übungen. Kommandantschaftssitzungen waren.... 5.
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das Feŭerwehr Inventar erhielt verschiedene
Ergänzŭngen. Neŭ angeschafft wŭrden: 1. Stück
Ehargen-Reiterwurter
Rück neŭe Wlauchxx
14 Mt. Gunsti Druckschlangk, mit liegsamem Strahl erkeit für die Schübleiter,
Daum 6 Stück Hydrantenbeile zur Ausrüstung
der neŭen Hydrantenabteilung, und schließlich
210 meter neŭer Hanfschläŭche. Die Kosten
der Letzteren wurden von der löbl. Gemeinde-
Vorstellung von Mühlau getragen.
der Mitgliederstand des Körpers beträgt.
laut Standesliste: 4 Ehenmitglieder,.79.
ative und beitragende Mitglieder.
Nachtrag:
Am 30. Jänner starb nach kurzer Krank-
heit ein Mitgeänder unserer Wehr, lang-
jähriger Kassier und aŭsübenden Mitglied
Johann Thaler von der Neujahrstag
bot und gerade Gelegenheit dazu, den s. Z.
Kommorden durch außerordentlich starken
Beteiligŭng „in corpore“ am Beichenbegängnisse
die letzte Ehre zu erweisen.
Am 31. Januar ist in Lgls des Haus A. 5.
sammt Stadel, vollständig abgebrannt. Nachdem
das Feŭer ŭm ½ 2 h verhmittags zŭm Ausbruch
kam, trennten wir in Mühleŭ von dem
Schadensfeuer nichts bemerken, und wurden
aŭf nicht ŭm Hilfeleistŭng ersŭcht.
Nachdem wir, die im abgeleŭfenen
Vereinsjahre bemerkbaren Vorkommenissen und
daten im vorliegendem Buche gehörig ver-
zeichnet haben, erübrigt uns noch aller
jener zu gedenken, welche mit Rat oder Tat,
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unserem gemeinnützigen Körper näher stehen.
Insbesondere danken wir der löbl. Gemeindever-
tretŭng von Mühlau für das stets entgegen ge-
brachte Wohlwaller, für die immerwährende Unter¬
stützŭng durch einen jährlichen Beitrag von kr. 100
Wir danken ferners unseren leitenden Ergennen,
den Schongierten unserer Feuerwehr für die mit
Umsicht geleitete führŭng unseres Körpers, durch welche
einzig und allein die wohlthŭnden Ordnung in
Zürich
unserer Feuerwehr bestehen kann. Schließlich
danken wir noch dem stud. teolm. Kleinem Holzmeister
für die liebevolle Widmung eines Titelbildes für
das vorliegende Buch.
In die Zŭtrunft schaŭend, wollen wir hoffen,
daß uns die güt. Vorsehung auch fernerhin unsere
lieben Heimalvort Mühland in vollsten Schütze
behält und daß wir aŭch fürderhin die gleichen
glücklichen Zeiten verzeichnen können, wie
bisher.
Dies der heißeste Wunsch und Aller und darum
schließen wir den verliegenden Jahresberichte
mit dem bekannten Wahlspruche:
Von beschütze Wühlau
Mühland, den 31. Dezember im Jocke 1906.
Gesegholzmeister
d. z. Berichterstetter
Nach gehöriger Dŭrsicht geschlossen und gefertigt:
Anton Rauch
Mühlau, den 1. Jänner 1907.
Feuerwehr Hanzlmann.
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Am 5.
T
nerfür
Alle Fürstliche
26.
Aber
-K.H.
1902
P
[Anlagestrich]
Bevor wir in die Berichterstattung
über den 33. Vereinsjahr eingehen, möchten wir
unserer sicheren Hoffnŭng Aŭstruch ver-
leihen, auch im kommenden Zeitabschnitte
die gleich glückliche Periode erleben zu können,
welche ŭw die gütige Vorsehung bisher
beschieden hatte. Unsere gefürchteten „Tage“
des Erwester“ nögen nicht über unsere geliebte
Heimath Mühlaŭ hereinbrechen, unsere
theŭere Heimatstätte möge jederzeit vom
gefürchteten Elemente des enthesselten
feŭers verschont bleiben. Im diese
fremmen Erwartung gehen wir auf
die Erwähnung der wichtigeren Ereignisse
in unserem 33. Vereinsjahre über,
von welchen wir im Besonderen
aufführen wollen:
Tömmer fand die satzungsgemäße
Zohreilamptverisummlung, wie üblich in
unserem alten Heim, beim "Karstl"
stall.
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521
Um 1/2 9b eröffnete der Vorsitzende
feŭerwahr Hauptmann Düton Raŭch, unter
herzlicher Begrüssŭng der erschienen Kame-
roden die Versammlung, und konnte be-
sonders für die Anteilnahme von Seite
der Gemeinde Vorstehung; von wo der
Herr Gemeinde versteher Johann Stir, die
d. R. duten Maria & K. Fürlz anwesend
waren. Das weitere Protokoll über diese
Versammlŭng findet sich in den Aŭfschrei-
kungen des Schrafthührers Johann Pŭrner
vor, weshalb wir von weiteren feststellung
der Daten über dieser Versammlung
Abstand nehmen wollen.
Blos erwähnen war noch, daß mehrere
Rameraden unserer Wehr, mit heutiger
Versammlung auf einen periodischen
zeitatschnitt rückblicken können. Hierin
konstatieren wir, eine Dienstzeit von
25 Jahren: Herr Johann Purner.
15. Jahre: Otto Rociner & Ich Weber
10 Jahre: Johann Byerling sen, Franz
Weger, Konrad Türlz, Georg Holzmeister,
Ferdinand Schaber, Josef u Alois Steiger,
und Riepsel + Christian Deisenser;
Ersteren Herrn Pürner wurde das Dizilam
für 25. jähr. treue Dienste in unserem feuer-
wahrtürger überreicht, während letzteren
Kamraden der Dank der Gemeinde,
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Am 10.
53
und des feuerwehr Ausschusses von Seite des
vorsitzenden und unter lebhaften heil-
rufen der ganzen Versammlung bekommt.
gegeben wurde.
neu angemeldet haben sich:
Fŭrch Johann, Pfeifflischer Johann, Kranotstätter
davide c Schett Johann, welchen aŭf das übliche
Handgelöbnis von Seite des Kommandanten
Rauch abgenommen wurde.
die etwaigen Anträge betrafen, die
Nichtabhaltŭng des sonst üblichen Tanz-
Kranzchens, sowie eine Kländerung
in der Kontrolle der Windwache.
Neŭwahlen waren diesmal keine
nötig.
noch verschiedenen Dankesworten von
Seite des H. V. Gster an Herrn Rauch und
an die ganze Mehr wurde in vorgerückter
Stunde die Versammlung geschlossen, jedoch
die „vertrauliche Satzung“ soll dem
Vernehmen noch noch ziemlich lange
gedauert haben.
Februar starb im Innsbruck einer der
wärmsten Gönner und Freunde unserer
mehr, Herr Franz Pätsch, Gesetzer der
Brauerei Löwenswŭr in Inmlŭdz Seite
der Gründung unserer Wehr bis zu
seinem dahenscheiden war Herr Pötsch
jederzeit bestrebt, unserer Wahr hinanzial-
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54
und materiell beizustehen, bei festlichen
Anlässen (Glüksstopfen, Gründungsfesten) bei-
gwoben, selbst undgl. Hand sich immer „Freibier“
von Seite unseres edlen Gutthäters ein,
wenigleich er selbst mit einem ansehnlichen
Barbetrage im der Liste unserer Gründer
und betragenden Mitglieder stand.
unsere Weher beteiligte sich in einer
Abordnung von 23 Mann ein stattlichen
Leichenbegängnisse, überdies wollen wir
noch an dieser Stelle Worte des aufrichtigsten
dankes an den edlen, nunmehr entschlum-
mernden Gänner und Wohltfäter vollen.
Am 10. März 1817 starb in Absam der Besitzer
des „Ebner“ Gasthofes, Herrn Franz Prantl.
derselbe vor einer unserer allen Gründer unserer
Wahr, langheriges aktiver und letzthin
leitragendes Mitglied des Körpers. Zahlreiche
Kameraden unserer Wahr geben dem guten
Freŭnde, in Zivil, das letzte Geleite.
19. und 20. Mai beginnt die mit uns weg-
Am 18.
befreundete Feuerwehr von Innbuch ihr
50 jährige Kestandjŭbelŭum. Leider ver-
von unserer Wehr aŭs, eine zimlich kalte
und kleine Beteiligung aus der sehr in,
teressenden und lehrreichen Schauübung,
an der Schulübung und am festlichen
Begrüssungsabende zu bemerken,
wenngleich am Festabende in der grossen
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55
Ausstellungshalle sich bei 25 Kameraden
unseres Krägers sich eingefunden hatten, um
die Mitglieder unserer Schwesterwehr,
zu ihrem, in Tirol und fast in gan-
Üfterrich einzig dastehenden feste zu be-
glückwünschen.
Am 26. Mai (3 faltigkeitssonntag) Nachtgegen
1/2 11 h ist im westlichen Ende von Wilten
die Dörr'sche doch gappenfabrit, vollständig
niedergebrannt. Die Kameraden Weber
Kreuzer und Holzmeister begaben sich per Rad
dorthin, konnten aber nur mehr die
Meldung entgegen nehmen, daß der
Brand bereits totalisiert sein, welches auch
der beim "Kornth" in Bereitschaft stehenden
Mannschaft ŭwerzüglich mitgeteilt wurde,
wodurch ein weiteres, unnützes Ausrücken
glücklicherweise unterblieben ist.
Moci ist am Südbahnhofe zu Innsbuch sein.
Am 31.
mit Heu beladener Maggan in Brandgerathen
was natürlich ein grossen Feuerflock und
bei der Abenddännerung einen erschreckenden
feuerschein zŭr folge hatte. Kommandat,
Raŭch, welcher sich zur Kind sofort an
Frt und Stelle begeben hatte, konnte
mit der Versicherung wieder heimkehren.
das der Brand als wollkommen gelöscht
zu betrachten sei, weshalb, die aŭch diesmal
bereitstehende Wannschaft unserer Wahr-
heimgehen konnte.
Seite 56
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56
Juni
am 16.
— fand in Inzing der Kezirks Delegierten
Tag für den Kezirln Innsbruck A. 4. statt. Von
unserer Wehr waren die Kameraden
Konrad Türlz und Georg Holzmeister als
prototsell
lelegierte entsendet. Ein aŭsführliches über
diese Tagung wird und ohnehin durch den
B.W. A. zugesendet werden, und unterlassen
daher an dieser Stelle die Aufführung
aller näheren Daten; bemerkne wollen
wir nŭr, daß bei dieser Versammlung
unser Kamerad Georg Holzmeister als
Schriftführer in den Verbande Dŭsalŭsie
berufen wurde, und unser Körper somit
mit unserer Werbandsleitung in enger
und direkter Vertretung ist.
Am 1. Juli fand nachmittags 3t von Frühjahrs-
Hausstübŭng statt. Als Brandobjekt wurde
der Spättlische Selcherei im Überdorfe, mit
Flugfeuer wieder Häusern Bauch, Paar
bestimmte die Villa-Holzmeister in der
Envergasse angenommen, und die Villa
"Schwiegg" sammt Stöttel vor Flugfeuer
geschützt. Dafürch wurde auf eine Probe-
der in der Engergasse neu angelegten
Hydrantenleitung durchgeführt, und zeigte
es sich für diesen Fall, daß für 2 offene
Hykranten neben einander in dieser
Beitŭng zŭ wenig drŭck besteht. Noch
der Übung versammelte sich die erschienene
Mannschaft in der Schieβstandshalle bein
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57
Kornth, allwo dem langjährigen Schriftführer
unserer wahr deren Johann Purner
Lehrer und Kapellmeister von Mühlaŭ
die von St. Majestät gestiftete Medaille für
25 jährige Tätigkeit auf dem Gebiete des Feŭer.
+ Lösch-Rettungswesen, in sinnlicher
Weise überreicht wurde. Kommandant Raŭch
schilderte in beredten Vorten den großen
Eifer, mit welcher der Jubilar jederzeit
zur guten Sache stand; Gemeindevorsteher
Estir heftete sodann, nach ebenfallsiger Kn¬
preisŭng des verdienten Jubiloos, und unter
den Klängen der mittlerweile erschienen
Musitetsapelle dem Herrn Purner das
kriserliche Ehrenzeichen auf die Brust, während
die ganze Mannschaft den geliebten Kommanden
ein kräftiges „hŭt Heil“ zŭm Ausdrŭcke
brachte.
Am 25. August ist die heuer am 26. Mai bereits
ganz abgebrannten Dörr'sche Dachpappenfabent
in Wilten, gegen 4 h nachmittags, nun
vollständig niedergebrannt. Diese Fabrik
soll dem Vernehmen nach nun in die
Hallerau verlegt worden, und somit näher
in unseren Wirkŭngskreise einbezogen
werden. Der vorhandene Warenvorrath, alles mit
leicht verbrunknen Ihrer überjagen, gab dem
feuer gewonnen Nahrung und große Hitze.
Selbstredend war eine große Mauchentwirklich
Kamerod Pŭrner u Schmerze begaben sich zŭre
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58
Am 26.
Brandstätte, konnten aber dort erfahren.
dass ein unserseitiges Einschreitens und wen-
dir wurde, da genügende Wehrmannschaft
bereits tätig, und der Brand ohnehin bereits
im Abnehmen begriffen war. Daßhalb
würde auch zu diesem Bande nicht vorgeratig
ausgerückt.
September starb noch ganz kurzer Krankheit
auf seinem Ansitze in Wühlau, unser
beitragendes Mitglied Herr als ein Hasel¬
wannter. Dessen Witwe; Frau Anna Heilwanter
geb. Pfŭptsckeller übermachte sofort, um das
tredensten an ihren verblichenen Ehegatten
zu ehren, nebst anderen gleichlautenden
Spanden an den Damenhand, an den Klein-
hinderbemahranstalt in Mühlau etc. etc.
aŭf unserer Feŭerwehr ein großmütiges
Legatoren 50 können, welcher Betrag zu-
selge Bestimmung der Kommandantschaft
der Requisitenkassa zuerkannt würde.
Nowohl Gefühle des aufrichtigen Dankes,
als auch die Einhaltŭng unserer bisherigen schönen
Bauŭcher waren es, welche uns dazŭ be-
stimmten, den teuren Todten des letzte
Geleite zŭ geben; eine Abteilŭng von circa
20 Mann unter führung des Hauptmanns
Raŭd fanden sich zŭr Beerdigŭng des Teŭren.
ein, welche sich von der Wochentrag alle aus
auf den städt. Friedhofe in Innsbruck bewegte
diese schöne Denkreten ergebung unserer Wahr-
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bestimmte die edle Witwe, zu einer
weiteren Spende von 50 Kronen, welcher Betrag
ebenfalls der Requisitenkassa zŭgewendet wurde.
für beide großmütige Spenden sei auch ein
dieser Stelle, den Gefüllen unserer aufrichtigsten
dankes Ausdruck verliehen.
Am 29. September fanden sich Abgeordnete unserer
Schwesterwehr, Fŭlpma in Stubai ein, um
über Einladung unseres Kameraden Holzmeister
ŭnsere, durch Eenbau von zahlreichen Aŭbranten
überflüssig ige wordene Spritze N. II (Abprotzspritze)
zu besichtigen, event. zu taufen. Die bewaltete
mannschaft der Schritze N. II führte den
erschienen delegierten die Handhabŭng dieses
vorzüglichen Böschgeräthes vor, was die Kameraden
von Fŭlpme dazŭ bestimmte, sah dieser gutes
Geräthe dŭrch Kauf anrŭignen. Auf Grund
einer tagsvorher abgehaltenen Ausschusssitzung
wurden die beiden Vertraufakommissernäre, Heucht-
mann Rauch und Kamerad Holzmeister bevollnächtigt
die Schritze A. II., welche von uns ama 1897 1897
von Grammair in Wilten um 1480 Treuen
gekauft wurde, um das Meistangebat von
600 Rauen (300 hulden) den Eulchmern über-
lassen. Zahlungsbedingnis war: die Hälfte-
300 Ränen sofort, beim Antruf, dann Reste
von wiederum 300 Krämer binnen einem
Jahre zu entrichten. Wie man hört,
haben die fülchmer dieser Schritze auf einen
4 rödrigen Wagen gestellt, erfreuen sich
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erfreuen sich der großartigen Beistungen
(600 Minutenliter) dieser Maschine, und werden
uns für die Zuneigung dieses Schritze stets
dankbar sein.
am 1. December fand zu Innsbuch freunden die Todung
des Feŭsermehr Landes dŭndpŭsses stell. Bei dieser
Satzung soll, unter anderen Punkten, auf
die, in Kälzman, Mähren, etc bereits einge¬
führte „Hoftpflicht Versicherung der Tiroler Verbands-
„Feŭerwelzen“ besprochen und angenommen.
worden sein. Mit dieser Versicherung soll
auch die schon seit vielen Jahren bestrittene
und verlangte „Pferde Versicherung“, d. h. Ent-
schädigŭng für im Feŭerwehrdienste ver-
unglückten Pferde, durchgeführt sein. Ver-
läufig handelt es sich nun darum, "wir wird
die ihro Mann treffende Versicherŭngsprämin.
von 12 Heller her Jahr bezahlen? Diese einzelnen
feuerwehren oder den Titeler Landschaft?
Zur Beantwortung dieses Geheimnisses sind
bereits Verhandlungen vom Lande Vabende
sowie von dem Kezirlz Verbänden ein geleitet
worden, und wird unser Berichterstetter
später Gelegenheit finden, über diese Sache
unserer Wehr weiteren und ausführlicheren
Bericht und Klarlegung zu erbringen.
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Schlussbericht:
Außer diesen, in den vorstehenden Absätzen
angeführten Vortrammnissen erübrigt uns
kein weiterer Bericht mehr über wichtigere
Ereignisse. Mit Wonne können wir daher
kenstatieren, daß wir uns auch im soeben
abgeleŭfenen Vereinsjahre einer vollsten
Ruhe gegenüber dem vernichtenden Elemente
erfreuen konnten, und wollen wir hoffen
eŭch in Zŭtrŭnft die gleich glücklichen Tage
verzeichnen zu können.
Das Leben in unserem Körper selbst,
beschränkte sich demnach auf pratstische Übungen,
von denen wir 2 Hauptübungen, 3 Gesammt.
übŭngen und 6 Steiger Übungen verzeichnen.
können.
die laufenden Geschäfte des feuerwehr-
aundauer wurden in 4 Litzungen erledigt.
Auf der Stande unserer verfügbaren
feŭerlöschgeräthen erlitt einige Abänderungen.
Wegeben, resp. verkauft wurde, die von uns
im Jahre 1897 angeschaffte 2 rährige Absatz-
welche
schritze, gezeichnet „Spritze A. II“ & wie bereits
früher erwähnt, um den Kaufschilling vom
600 Kauren an die freiw. Feuerwehre "Fülpme".
überlassen wurde.
vermehrt wurde unser Inventar durch
Neuanschaffung von: 1 Schlauchwagen:
120 m. Brückenwunschläuche
6 Stücke Steigergurten
" " Hydranten Dußätze
4 "
Schlüssel
Bremse für
Steiger
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die Windwoche wurde im verflossenen
Jahrgänge in 47 Nächten abgehalten, und
mage aŭch an dieser Stelle der Dank-
allen jenen zŭgeschrieben werden, welche
diesen, mitunter strengen Dienst, in
vermerkennenswerter Weise versehen.
haben.
den Mitgliederstand unserer Wahr
betreffend verzeichnen wir am heutigen
Jahrerschlusse 4 Ekommitglieder, 72
achtive (aŭrükende) und 66 beitragende
Mitglieder. Gegenüber dem voriährigen
Abschlusse ergibt dies ein Resultat von
Unter der aktiven Raumschaft sind wir um
y Mann gesŭnken, während sich die Liste
der beitragenden Mitglieder, durch eifragster
Wirken unseres Kassier, Herrn Leopold Raŭd
von 40 auf 66 Mitglieder erschwungen hat,
also ein Mehr von 26 beitragenden Personen.
Während des Jahres sind 7 Mann von
Mühleŭ fortgezogen, 1 Namd sonstig freiwillig
ausgetreten, während 1 Mann von Militär
zurückgekehrt, wieder im unseren Aktivstand,
eingetreten ist.
Auch heuer hat der unerbitterliche Tod
unsere lieben Reichen etwas gelichtet; wenn„
gleich wir unseren Aktivstand hievon ver-
schont wissen, so bedauern wir doch den
Heimwang unserer lieben beitragenden Mit-
glieder, Gönner und auf Gründer:
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der Herren Franz Pätsch im Inmbŭch.
Herrn Franz Prantl, Ebenswirth in Absam¬
Herrn Alfons Haslmaniter Privatiger in Mühlau.
Wir sicheren den teuren dahingeschiedenen
jederzeit ein warmes, tiefempfundenes
Indeuten, ŭnd unvergesslichen Dank,
für die uns erwiesenen Wohlthaten u. Schanden.
R. I. P.
Unserer sicheren Zŭversicht Ausdrŭck.
verleihend, auch fernerlin die gleich glücklichen
Tage erleben zu können, gleichzeitig auch
allen Jenen dankend, welche uns im abge-
laŭfenen Jahre mit Rat und Tat geführt,
geleitet und an Seite gestanden sind, inw.,
besonders der löbl. Gemeindeverwaltung von
Mühlaŭ, welche im der eben vergangenen
Periode dŭrch Einbaŭ von zahlreichen Hochdrucks,
hydranten das feuerlöschwesen in Mühlau
bemerkenswert gehoben hat, und hoffend, daß
unser gemeinnütziger Körper auch fernerhin
wachsen, blüten und gedeihen möge, schliessen
wir den heŭrigen Bericht mit den frommen Wunsche:
n. 5.0.°
dto
Sichlan
Beschütze
Inenbuch I, Mühlau, den 31. December 1907.
Gesucholzmeister
d.z. Meucherstetter
Nach Dŭrsicht geschlossen und gefertigt,
Mühlsau am 3. Jänner 1908.
Anton Rassch
d. 2. Teuenwehr Han
mann
Seite 64
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d
HJ
17.
D
♀
9 5.
4 (
)
Die statuten gemäße Jahreskaupft,
Versammlung wurde, von 4 T. infolge Un-
pässlichkeit der Feuerwehrhauptmanns Anton
Raŭch, vom 4. Jänner (als dem ersten
Sonntage nach Neujahr) auf Sonntag
den 25. Jänner verschoben, und an diesen
Tage im Kŭmis Gasthaŭse zŭm „Roreth‟
abgehalten. Den Vorsitz eröffnete die Ver-
sammlung, begrüßte den erschienen
Gemeindevorsteher Johann östir und die
fast, wolle ählig erschienene Wehrmannschaft
von Mülden, und gieng sodann auf die
Erledigung der Tagesordnung über die
vom Kassier Leopold Raŭde jun. vorge-
Seite 65
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N. 5 wurde um
geschehen
65
tragene Kassagebahrŭng eröffnete folgende
Kassabestände: Requisitenkana K. 378.39
Regieksina K 197.77 Unterstützungskasse mit
R. 1759. 02 welche Angaben von den Revisoren
Krugger u Holzmeister geprüft, und richtig
befunden wurden.
Von den noch offenen Anteilscheinen
wurden gezogen:
des Jahrganges 1904
A. 4 Kösler
N. 33 Jakob Ziel
N. 34 Ziel Jakob
N. 5
N. 45 deuten Rauch.
N. 43 deuten Rauch
N. 46.
N. 44
da so Reuen, ferners a 40 Kreuen:
N. 59 Weyner’s Sölme N. 50 Kornlerz-Jahn
1.50 und und Eheweitern
und d. 71. Hugo haberle
die statŭtgemäßen Neŭwahlen, unter
dem Strüchturen der Herren Dittmair
Etrichs Josef
Holzmeister und weniger ergaben, mit
völliger Nimmeneinheit folgendes
Resultat:
Hauptmann!
Anton Raud,
dto.
Stellvertreter: kg. Holzmeister
Schriftführer:
Heim. Purmer
Kamier:
Leopold Rauch
Magaziniverwalter: „Hanns Kathrein“
changen der Wassermannschaft;
Lorenz Mader, Rainer Otto, Anton
Schlägl und Ludwig Prantl.
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Steigerrottenführer!
Hel Weber
dtto Stellvertreter:
Leopold Raŭch jun.
Steiger Selztiemführer
Josef Estir
Schlaŭchen-Rottenführer
Renrad Tücke
dlt. Stellv.
Josef Damph
verwungen. Rottenführer: Thomas Lang.
der Vorsitzende gedachte auch in
vermisten Worten der langjährigen,
sehr ersprisslichen Wirkens das heute,
aus Altersrücksichten von dem Romando
zurücktretenden Hauptmann Steltvertreter
Leonhard Schlägl von und erbrachte im
Namen des dumlungen den Antrag, Herrn
Leonhard Schläge infolge seiner vielen
Verdienste um die Feŭerwahr von Müldau
zu dessen Ewermitgliede zu erwennen.
was mit Freuden, zur einstimmigen
Annahme gelangte.
ferners zollte der Vorsitzende auf
Vorte der Anerkennung aus den mit
Heutigen aŭs dem Aŭrschŭssen geschiedenen
Ferdinand Schober, welchem der Dank
der gesammten Feuerwehrtürgers zuge-
sichert wurde.
der übrige Teil dieser Versammlung
ergeht aus dem Protatsalle des Schrift-
führers H. Pumer.
Am Sonntag den 19. Jänner starb im Spitale zŭ
Innebäude noch kurzer Krankheit das
etwa Mitglied unserer Wahr-
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67
Anton Tollinger, an den Leichenbegäng-
nisse (vom pathalogieren Institŭte auf den
städtischen Friedhofe beteiligten sich
17 Mann unserer Wehr in leichter
Uniform.
Am 15. Februar wurde im Kaschaŭse der
lt. Generalversammlung beschlossene
Feŭermelsball, unter störter Beteiligung
aŭg der Bürgerschaft vom Mühlau, ab-
gehalten. Aŭch dero Feŭermehr Landesverbande.
obmann Herr Viktor Kanon hoff gab
uns die Ehre seines Besŭches.
Am 17.
April 1908 starb in Innehŭch, das bei-
tragende Mitglied unserer Wahr, der
Privatier Josef Arquin. Eine stattliche
Anzahl von Wehrmanner aŭs Mühlau
gab dem Dahingeschiedenen des letzten
Geleite.
Den 26.
April wurde mit den heurigen Übungen
begonnen, doch konnte dieselbe wegen
ungünstiger Witterŭng nicht abgehalten
werden. Anstalt dessen vor im Schulhause
eine ordentliche Musterung und Neu¬
einteilung der Mannschaft.
Am 3. Mai wurde der alljährliche feierliche Jahres
gattesdienst, unter sehr starker Beteiligung
der Wehrmannschaft, abgehalten die hierauf
angesetzte Gesammentübung konnte, wegen
schlechter Witterŭng ebenfalls nicht
abgehalten werden.
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den 31. Mai fand in hier und Brenner der dinge-
jährige Feuermeln, Bezirksstag statt. Von
Seite unserer Wehr voren als delegierte
erschienen die Rameraden Lorenz Mader
und Hanns Rathwin, das Protokoll über
diese Versammlung erbringt der Berichter-
stetter in der Aktensammlung der Feŭerŭeln
Mühlaŭ, Jahrgang 1908 „Beilage I“. An Stelle
des bisherigen, Bezirksobmanns Herrn unten
Freitz, Baŭmeister in Wilten, welcher krankheits-
halber von diesen Posten scheiden mußte.
wurde der bisherige u. Verbindshassier, Kauf¬
mann Franz Schweiggl in Innbŭch zŭm
neuen Bezirksobmanne gewählt.
Der 21. Juni ein herrlicher, volkenfreier Sommertag
war für unser liebes Nachbardorf Zirl ein
Schreckenstag I. Rangw, denn eine furchtbare
Brandkatostropfe hat diesen blühenden, von
zahlreifen Einheimischen wie fremden auf.
mit besonderer Vorliebe aufgesŭchten Frl.
fast gänzlich zu Grunde gerichtet. Durch spielende
Kinder brach an der Ostseite des Dorfes ein
feŭer aŭs, welches durch einen zwar müßigen
aber doch ständigen Luftzuge (Winde) angefacht
in einigen Stŭnden fast die ganze Fortschaft
einäscherte von Häusern, welche Zirk
zählen sind deren 168 vollständig einge¬
erschont worden, und die armen Einwohner
welche nur mit Mühe das nachte Leben
retten konnten mußten unter herz-
zerreißenden Hilferufen nŭr zŭsehen,
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wie ein Anwesen um das Andern vom
flŭgfeŭer ergriffen und zu Grŭnde ge-
vom
rachtet wurde. Wir erhielten durch Kamerad
Holzmeister, vermittelst der ständigen
feuerwache in Inmlück die erste Verstän¬
digŭng, wonach um 2 ¼ gegen 27 Läuser
in flammen stehen sollten etc. Infolge
zu weiter Entfernŭng und ungenügender
Beschannŭng (in Ermangelung eines
Viereuzuges wurde geschloßen nicht aŭr-
zufahren. Doch eilten einige Kameraden
cher Rad, per Bahn und per Achsa in
Uniformer zur Unglücksstätte, wo sich den
Anwesenden ein herzereissender Anblick
bet.
49
die Kameraden und die Bevölkerŭng von
Bühleu konnten sich zwar nicht mehr am
Rettŭngsdienste beteiligen, umsomehr wŭrde
aber durch großmütige Spenden zŭr Lindwŭg
der großen Art der Abbrändler beigetragen.
mehrere Wegen voller Nahrungsmittel"
Seite 70
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Jtem
Kleidungestücken, Stoffen, Einrichtungsgegen-
Fr.
ständen besonders Betten, wurden von Mühlaŭ
v die
allein, an die Verlücksstätte abgeführt, wo-
für die armen Abbrändler gewiss den vollsten
dent zollen werden. Bemerkt sei noch, daß
Ziel zwar eine Hochdrückleitŭng besessen hat.
jedoch nŭr mit sehr schwachen drŭske von
7 Atmosphären, und denzufolge aŭch ein sehr
kleines Wasserkassen; die verhlings geöffneten
Oberflŭrhydräuten tönten infalge der anoomen
Hatze zwischen den brennenden Häuserreihen
A.
nicht mehr geschlossen werden, und die
ganze Wasserleitŭng wurde dadŭrch ganz
lahm gelegt. Bei größeren Wasserdrück
hätte die Zieler Feuerwehr sicherlich der
[Anlagestrich]
Brandhardt mehr ein dämmen können. Eine
1
weitere Beschreibŭng des Brandes (sammt Skizze)
befindet sich in der „Osterr. Feuermehr“ Reich,
Fr. 3
Zeitung N.
von 20. Dezember 1908.
8
und 13. Juli fand die Teŭhjahrshaŭptübŭng, unten
zahlreicher Beteiligung der Kameraden und
der bewurde Vorstellung statt. Als Brandobjekt
bestimmte man, bei heftigen Südwinde, das
Konomie – und Wohngebaŭde keine "Dollinger".
die feŭern ihr wŭrde in 2 vollständige Grŭppen
geteilt, wobei die Abteilung II des Brandesbjekt
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im Unterdorfe directe angriff, während Gruppe
I. die nördlich gelegenen und daher sehr
gefährdeten Häuser „Haberle, Tschurtschenthaler“,
Schmegd und Deisener“ mit genügenden
Wasserstrahlen schützten. Diese Übung wurde
zur allgemeinen Befriedigŭng dŭrchgeführt.
hernach marschierte die Nerumschaft mit
muset in die Veranda beim „Kadhaŭs"
war dem letzternannten Baumitgliede
Bernhard Schlögl. Das Diplom feierlich über-
reicht wurde. An der Ehrentafel hatte sich
der Gefriede mit seiner Familie und
seinen Verwandten, die Gemeinderzustellung,
und den Kommandenschaft ungefunden.
hauptmann Rauch überreichte dem Blau.
mitgliede Schlögl, das von Blummer in Arzt
prachtwollst ausgeführte Diplome, feierte
dem so Anerten ab seiner langjährigen
ersprosslichen Tätigkeit im Feuerwehrtsärger
und bat den Schlägt diese kleine Ehrŭng
anzunehmen, aber auch ferner, soweit es
seine noch träftige Natur zuläßt, im
feuerwehrdienste aktiv zu bleiben. Die sämt-
lichen Zwiesenden beglückwünschten.
unserem meŭen Klarmitgliede zŭ seiner
Ehre uns brachten selben ein „kut Heis! auch
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721
Gegen Abend derselben Tages, um eine 5h
brach kein „Konglerwirt“ in der Fältingerau
ein dochfeuer aŭs, welches von den Wehren
im Galling und Innbude bald erstickt.
wurde. Wir erhielten während unser fest-
versammlung im Karothause, wie einem
dortigen Gaste eine türze Verständigung
dieses Brandes, und als auf unsere tele-
honische Anfrage noch helfe verlangt.
wurde, wurde mit der Schritze (Pferde von Raŭch)
und einem Mannschafts wegen (von kammer)
ausgefahren. Nachdem wir aber in St. Nitzalaŭs
bereits die Nachricht von der völligen Lateal-
is inŭng des Brandes vernohmen, ließ H.
Holzmeister, welcher dieser Bäschtroim
führte, sofort nieder untehren und
heimfahren.
Am 19. Juli verschied nach langem, schweren Leiden
die hochgeschätzte in allen Bürger- und Bekannten-
kreisen hochgeschätzte Genahlin unseres ver-
dienstvollen Ehrenmitgliedes Leopold Tauchen.
Die Mŭtter unseres vielgeliebten und
P. d.
lengjährigen Kommandanten davon
7 Po
Raŭch. Es war im einstimmigen Sinne
des F. aŭndnŭnes gelegen, der teŭren Todten
dŭrch vorverative Beteiligŭng der feŭrowehr
am Leichenbegrünisse die letzte Ehre
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73
zu erweisen. Erfreulicher Weise haben sich
auch fast alle, von der täglichen Arbeit frei-
bekommenen Wehrnämer zur Trauerfeier,
(in Tücher und Mütze) eingefunden. Von
unseren Ehrenmitglieder Herrn Leopold
Raŭch von erhielt wir zŭm Andenken an
dessen verstorbene Frau Gemahlin und als
Anerkennŭng für die, derselben erwiesenen
letzten Ehre, den Betrag von Nr. 200.- im
österr. Notenrente, welche, zufolge rusdrük¬
licher Bestimmung des hochherzigen Herrn
Legaten, der Unterstützungstrasse der
freiw. Heŭermehr Mühlau zŭgewendet
würden. R. I. P.
Nun beginnen zahlreiche Schreckenstage:
Am 29. Juli gegen 2ten früh vor in der Richtŭmt
2
des „Taggens“ in Innsbruck ein hallroter
schaŭrager feŭerschein zŭ sehen. In wenigen
Minuten war eine starten Abteilŭng der
feŭerwehr beim Magazine erschienen,
und sofort wŭrda mit der großen Leiter,
einem Schleŭchwagen und einem
Brükenwagen, zu welchen kann er die
Pferde beistellte, noch Innbŭde abgerückt.
Einige Wehrmänner im äußeren Dorfe
hatten sich infolge dessen des enormen
feŭerscheines Directe aŭf den Brandplazyn
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begeben, und kamen unseren Löschtwain
Anfangs des Saggen's schon wieder entgegen
mit der Meldŭng „dass der ganze aŭs
holz gebaŭte Bavellon der zumkŭcher Eislauf-
vereine im Ausstellungsplatze schon fast
vollständig nieder gebrannt sei. Die Inn-
bŭcker wahr vor aŭrginbig und zahlreich
am Brandplasen tätig, Gefahr für die
nachbarabjede bestand keine, und so
konnten wir auf dem halben Wege wieder
umkehren und einrücken. Wenn man
hört soll dieser Brand durch Kurzschluß
in der electrischen Hochströmleitŭng, oder
aber durch Blitzschlag, infolge eines kurz
vorher angebrochenen hochgewitters, umständen
sein.
duguet um 1/2 11 h Nachts ist in einem
Am 4.
Mogožine in der Bandheŭsstrasse in Immhŭlz
feuer aŭrgebrochen, welches sofort bemerkt,
und von der städt. Berufahmŭermehr sowie
einer Abteilung der freiwilligen Wahr-
in Immelunde binnen wenigen Stunden
gelöscht wurde. Nachdem auch in Innbŭch
nicht „Gronfeŭer‟ allamiert wurde, konnten
wir in Mühleŭ von diesem Verfalle aŭch
nichts bemerken, und sind daher auch nicht
ausgerückt.
am 17. das guet gegen 11. h. Nachlägensstand
Seite 75
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7.5
dŭrch Nachtlieger, in dem groβen meŭ-
erbaŭten Haŭstall der Witwe Dollinger in
den Sellhäfen ein Grossfeuer, welches durch
mäßigen Wind angefocht, bald das ganze
Abjetzt ergriff, und einen furchtbaren feŭer-
schein zŭr folge hatte. Die schrat vor dem
Stryazien erschienen Wahrmänner und
versammelten Dorfeinwohner erkannten
infolge des Windes eine große Gefahr
für die umliegenden Häuser in Rasch
unsomehr, als die einige der Versammelten
mit Bestimmtheit den Brand des großen
Erachtenmagazins, andere dem Brande
des Heizhauses der Südbahn in Inns-
berück vermuteten. Andern herbeigewilte
meldeten den Brande des städt. kommersche
in Innbŭde, also höchst gefährlich! Darŭm
wurde noch kurzen Zögern die Schritze zŭr
Abfahrt bereit gestellt. Die Pferde der
Kunstmühle Anton Rauch voren zŭ
dieser Zeit der Waffenübung zu geteilt, und
bis die Pferde des Gutbesitzers Josef Steiger
veqŭriert waren, hatte das feŭer, von hier
März
aŭs gesehen, ziemlich an nachgelassen.
Von der Anhöhe im „Holze“ konnte man
sich mit Bestimmtheit orientieren, daß es
sich nur um einen Brand in den Sollhäfen
handelt, weßhalb von einer helfration
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76
auch abgesehen, und eingerückt wurde.
Einige Wehrmänner welche schon in Breit-
schaft standen, begaben sich zŭ fuŭs zům
Brandplitze, wo die feŭerwehren von Innelŭde
Pradl, Wilten, denen u. Aldraus vollauf noch
in Arbeit stonden, und mit zahlreichen Spritzen
das Wasser vor der tieferstehenden Soll herbei-
schaffen mussten, welle 4 Tage vor eine
Wachabteilung von Innbunde an der Brand-
stätte tätig, bis der kalassale Leustart aŭg
geschöpft und der Leuerhard vollends gelöscht
war. Der gleiche Stadel ist auch im Jahre
1903 vollends abgebrannt, bei welchem Brande
dito
auf unsere Wahr tapfer mitgewirkt hatte.
Nro.
Am 19. dŭgŭst gegen ½ 11 h Nachts ist in darin
Das Haus zŭm „Lena“ fast gänzlich abge-
brennt. Obwohl mehrere Baute den Feŭerschein
in Mühlaŭ beobachtet hatten, wurde nicht
in Bereitschaft getreten, weil man gleich
bemerten konnte, daß es sich hier ŭm
eine zu weit entfernete Brandstelle
handelt.
Am 20. August ist gegen 11 h Nachts in Land
ein Bauernhaus neben dem Barthofa zŭr
„Reaŭbe‟ abgebrannt. Er sammelten sich wiederum
einige Wahrmänder in Rüstung vor dem
Magezien, doch wurde, wegen der zu weiten
Entfernŭng der Brandobjektiv nicht aŭrgerükt.
Binnen 2 Stunden vor auf vollständige
Dünkelheit eingetreten.
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Und 21. dŭgŭnt gegen 12 h nochts gab es in Mühland
schon wiederŭm Feŭeralarm. Durch Hŭppen
und Hornsognale wurden die Kameraden, welche
im Inneudorfe, im folge und in der Enger,
gasse wohnen, aŭr dem Schlafe geweckt, und
eine intensive feuerröte hinter dem
"Kleilenbühal" erschreckte die noch schlaftrunkenden
bewohner von Aŭldoŭ, der Herr Gemeinde,
versteher unten Wald von Quidlaus, welcher zŭ-
fälligerweise im Gemeinde eletzizitätswerke
von Mühlau bis spät nichts zu tun hatte.
erhielt durch seinem Privattelehrer vom Stadt
türmer in Innlŭck die Verständigŭng, daß
in Arzh ein Grossfeŭer entstanden sei.
Bei dem herrschenden, zimlich zügigen Est-
winde galt das Dorf auch in außerster
Natlage, und darŭm wurden sofort die mittka-
weile, durch Gutabesitzer Josef Steiger,
bereit gestellten Pferde an den Spritze ge¬
spannt, und eine Abteilung von 8 Mann
unserer Wehr, unter führung des Hpt.
stellvertreters Holzmeister fuhr in größter
Eile unserem gefährdeten Nachbar-
Dorfe zu. In nahezu x Minuten war
die Brandstätte erreicht, und wo vor
auch höchste Zeit, denn bei dem starken
Winde, und dem großen durcheinander
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75
welcher in Urzl unter den erschreckten
Einwohnern herrschte, war fast nichts
geschehen, was zŭr Dämpfŭng des Feŭers
oder zŭm Schŭtze der gefährdeten Nachbar-
häuser von Vortheiln gewesen wäre. Von
einem Gydranten hatte die Feuerwahr
von Arzl wohl einen Schlauchgang zum
Brandobjetzte gelegt, allein dieses Wasser-
strahl vermohte nicht allein, dann stürmi-
schon feuer Einhalt zu gebieten. Der
Kommandant der Arzler Wehr war wie
trötischen Tage in der Sommerfrische, dessen
Stellvertreter (Johann Kleiner) vor unter
den Abbröndlern zu finden und hatte
dennoch nahm sich daher keine Zeit und sich
für die Erdnŭng aŭf dem Brandplasze des
Näheren zŭ bekümmern, oder sich nun
einen erschrifslicheren Aufstellŭng der
Äpler freuerwehr zu
kümmern. Das ganze
dorf war bei unserem Eintreffen auf
den Beinen, alles plünderte die handweiflichen
Einrichtungsgegenstände aus den häusern
und sie auf die Wiese zŭ tragen, und so
vernichtenden.
und etwas vor dem Elemente zu retten.
Weinende Kinder, zerzaŭste Fraŭen, le-
partete und schwer schleppende Männer,
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beladenen Wägen mit Einrichtungsgegenständen,
Botten etc, sah man im wilderegten darfre, und
das Feuer hatte sich durch den später eingetroff-
tretenen Westwinde, auf das zweite Haus (ganz)
weitere
und auf vier häuser teilweise erstrekt. Die
bedrängten Dorfbewohner erwarteten sahn.
suchtigst die allernächste Hilfe von aŭrwärts.
als welche wir in kürzester Zeit eintrafen.
Wir müßten dem feuer von Osten her
entgegen strömen, und nachdem die direkte
Gasse durch die beiden brennenden Häuser
bereits abgeschwert vor, mussten wir auf Um-
wegen unsere Spritze noch Osten des Dorfw
bringen, welches uns nach hinter Bemühung
auch gelang. Vor dem Gasthause zum
„Hinchen“ paßierten wir, an einem
bereitgestellten Lauchbratte unser Löschgeräte
legten in Schnelligkeit zwei Schlaŭchstrange
und in 3 Minuten nach Ankunft aŭf dieser
Teintete halten wir bereits unser Maschine
in Betrieb und das Wasser auf den bereits
vom Flŭgfeuer ergriffenen dächern. Nach
einstimmigen Urteile der zahlreichen Augen
zeugen ein Brandplasze vor unsere hülfe
Aufstellŭng und Angriffnahme der flŭv-
feŭers aŭf 3 Döchern den letzte Hilfe für das
ganze Dorf Arzl, denn jeder der dortigen
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Rp
Einwohner gab hatte nur mehr wenig.
Hoffnŭng, aŭf Rettŭn 4 dieser eingebaŭten,
und durch zahlreiche Halzbaŭten sehr gefährdeten
Fortschaft. Zur Bedienŭng der Schritze mŭssten
vorerst die umstehenden müßigen Zuschauer
herangezogen werden, wie Bauernknechte,
auch Weiber, mit der Zeit kommen die anderen
Kameraden von Mühleŭ, welche sah unver-
drossen an der Betätigung der Spritze be-
teiligten. Unsere Rohrführer, wie Estir z.
Steiger Josef, Numer 7, Schlögl Alois, Ruern
Steton standen mit eisernen Wŭte am
Brandherde und trugen, durch häufigen
Übungen in Mühleu wohl belehrt, viel
zur schnellen Dämpfung der großen Feuer.
hierdes und damit zŭr raschen Abwendŭng
jeder weiteren Gefahr für die übrigen
Objetzte wesentlich bei. Noch uns erschien
auch die feuerwehr Rüm mit Spritze, welche
sich unweit unserer Aufstellŭng postierte.
die Schritz- No II.,,III, der Innigkeitiger
Wehr hatten sich alsobald eingefunden und
bekämpften mit 3 Wasserstrahlen von Norden
und von Watten her, den Brandhard
ferners erschienen auch in staunend
kurzer Zeit die Feuerwehren von Thaur
Absam, Hoch-Kreuz, Hall, Wichten an
Univer, doch brauchten letztere nicht mehr
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der
aktiv einzugreifen, blieben jedoch zŭo Unter-
stützung der anderen Wehrmänner einige Zeit
am Brandplatze. Eine sehr zudringliche Menge
Neugierige erschwerte die Löschaktion. Gegen
7 h früh konnten wir unsere Schritze
wiederŭm heimführen, da der Brand zŭ-
dieser Zeit als fatalisiert zu betrachten wer-
Verwendet wurden von uns 20 Stück Stromal-
schläŭche, was einer Linie von 300 meter gleich-
kommt. Dieselben wurden auf einem ge-
liehenen Leiterwagen herübergeführt; ein
Gertsbesitzer von Arzl wollte w sich hiebei
nicht nehmen lassen, als kleine Dankes be-
zeugŭng für unser Worten am Brand-
platze, einen ganzen, geschlechteten Hannel
(Schef) auf den Wagen zu werfen, welcher
dann von der Korntwirtin gratis gekocht.
würde. Am gleichen Tage Abends wurden
die naßen Schläŭche gewaschen, ŭnd
fernach war beim Korath großer „Hammelschmäß"
wozu sich, die am Brandplatz tätig
gewesenen Kameraden zahlreich einen
funden hatten. Bemerkt sei noch, dass
sich die feŭerlösch Vorkehrungen von Arzl.
bei diesem Brande als völlig unzureichend
erwiesen hatten. Die uralte, sehr vermi-
tive Schritze mit alten, kleinen Schläŭchen,
ohne Säuger, hat sich sofort noch deren
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§ 21
Aufstellung bei einem Dorfbrunnen
als ganz unbrauchbar erwiesen. Den Hydranten-
leitŭng zeigte, daß viel zu wenig Wasser
in ihr geführt wird, denn daß halbe, die
Westferte, des Dorfes mußte vom Wasser¬
bassin aŭs, ganz abgesperrt werden, damit
die in der Ostferte des Dorfes gelegenen,
und beim Brande aŭch tätig gewesenen
zwei Gydrenten noch genügendes Wasser
zeigen können. Die Neuanschaffung einer
ergengbaren, mit Seŭgvorrichtŭng versehenen
Spritze, die Vermehrung der Schlauchmateriales
und die Bestärtsung der Hydranten mit
gemügendem Wasserdrücke wird für das
dorf dazl eine notwendigkeit bleiben.
dugŭet, wiederum gegen 11 h Nachts wurde
Am 27.
in Mils.
dŭrch börwillige Hand ein Haŭschaber ange-
zündet, dadurch das nahe daran stehende
Wahn- und Fŭtterhaus sehr gefährdet war.
den hellen Feuerschein sah man auch in
Mühleŭ, doch wurde, infolge der vor-
aŭrsichtlich meiten Entfernŭng weder
aŭagefahren noch im Bereitschaft getreten.
Am 8. September gegen ½ 6 h Abends bemerkte
ein man im Kaŭz von Fabrikwohngebäude
Haus N. 19 in Mühlen einen Kaminbrand.
Selber wurde durch den zufällig herbei-
gekommen Kameraden Holzmeister und
Plattner Renrad bald gelöscht.
Seite 83
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d° 3
Am 10. September wurde anlässlich dieses Kaminbrandes
eine Nachtübŭng beim Kauz eben Hause
A. 19 abgehalten. Es zeigte sich hiebei, daß
zur Bedeckung der umliegenden Gebäude
ein Unmaße von Schläŭchen benötigt wird,
und eine richtige Daßung der nord-
wärts gelegenen Äjekte nur durch eine
Schlauchlegung von den Hydrauten ein
der Engergasse erfolgen könnte.
Am 16. September gegen ½ 8 h Abends ertönten
in Mühlenŭ die Kirchenglocken als feuer-
milder. In der Scheune zur Villa-Hŭssl
in Rŭm war, dŭrch Unvorsichtigkeit feŭer
aŭrgebrochen. Wir führen unter dem
Kommando des Schriftführers Pŭmer und des
Magazinsverwalters Kathrein mit der Spritze
(Beschannŭng Raŭch) und einem vom
von Sternbach bereit gestellten Brücken¬
wegen sofort zur Unglücksstelle, brauchten
jedoch, dort angelangt, nicht mehr aktiv ein
zŭgerifen, da die feŭerwehren von Ruŭm,
Schwur à Arzb. Das Brandobjekt mit
Wasser bereits überschütteten. Wie unsinnig
schnerell, die Feuerwehr von Rum bei diesem
Brande arbeitete, welchen Schaden diese Wehr
dŭrch übereiliges Inlŭndern der sehr kost-
baren Einrichtŭng, dŭrh Eingieβen von
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Wasser in die gar nicht gefährdeten Wohn-
zimmer, durch das dŭrknäβen der Mauern
dem Besitzer zugefügt hatte.
Plafands und Bäden, ist ja bekannt, und
zeigt nur die Merkmale immer wilden
feuerwehr.
September Nachts ist in Volders ein Hausstadel
Am 29.
durch böswillige Hände angezündet worden,
und aŭch abgebrannt. In Mühleu wŭrde von
diesem Brande nichts bemerkt, doch in
Innsbühl gieng gleich darauf das Gericht
herum „dass das halbe vor Volders abgebrannt
sei. Glücklicherweise bestätigte sich diese
Nachricht nicht.
Am anderen Tage, 30. September, erläuter in
Hätting den Nŭrmglacken. Das Baŭrahaŭs
beim "Winterle" stand, vermŭslich dŭrch
Brandlegŭng in hellen Flammen. In Mühleŭ
wurde zwar der Feuerschein bemerkt, doch
wurde, da, die Röte bald nachließe, nicht
allamiert.
Zwei Tage darauf, am 3. Oktober gegen 12 h. kath.
hörte man schon wiederŭm die Feŭergleten
ven Hätting. Diesmal stand das Bauernhaus
zŭm „brauchler“ in flammen. Einige
Wehrmänner welche vom „Rorath“ aŭs, das
feuer schnell bemerkten, schlüpften im ihre
Montur entnahmen aus den Magazinn
den Schleŭchwagen und führen, ohne
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§ 5
des Feuerwahr Kommando, welcher ja
die Bewilligung der Ausfahrt nach aŭwörts
einzig und allein vorbehalten ist, erligst
davon. Doch auch diese 4 Eiligen ertrennten
nahe der Kettenbrücke die Unzulänglichkeit
ihrer Hilfeleistŭng, denn die Hilfverktion
bestand nur aus ganzen 4 Männlein, und
nachdem sich diese Expedition vergewissert
hatte, daß der Feuerschein wasch nachlässt.
wurde wiederum umgekehrt, und der
"bereitwillige Schlauchwagen eigenhändig
noch Hause gezogen.
Oktober starb in Innsbuch noch langem
Am 7.
Leiden unser beitragendes Mitgliede, Herrn
ira
Alois Rasch, Kaufmann. Am 9. (x vor dessen
Leichenbegängnisz war sich aŭch mehrere
Wehrmauer von Mühlau in leichter
Unisern beteiligten.
Am 11. October Mittags ist in Ralsau wiederŭm
ein Bauernhaus abgebrannt, wenn welchen
feŭer wir in Mühleŭ nichts merken
konnten.
dem
nächsten Tage den 12. Oktober gegen 2h Nacht-
sind ist in der Hättingerau das Baŭernan-
wesen "Dreiheiligenhof" gänzlich abgebrannt.
Wegen vollständigen Wassermangel tante
die gänzliche Vernichtŭng des Gebäŭdes nicht
verminden werden. In Mühlau wurde
hervon nichts bemerkt, wenigstens der
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26
der Nachtwichter von Mühleu wusste
anderen Morgens von einem feuerschein
nichts zu erzählen.
am 14. Oktober beiläufig um 3/4 11 h Nachts be-
merkte man einen Streuhausen hinter
dem Hause N. 33 des Altworstehers Johann
Sotir in hohen Flammen aufgegeben. Das
feŭer ergriff bereits die hälzeren Verschalŭng
des rückwärtigen Futterhauses, sowie den hinter
diesen Holzwändern aufgerichteten großen
Heustock. Das Feuer wurde von einem
Passanten bemerkt, welcher sofort in das
Geschaus zum "Konth" lief um die dortigen
Gäste zu verständigen. Zufällig war in
diesem Momente der gesammte Gemeinde
aŭaschŭfs, nach seiner stattgehabten Sitzŭng,
hier anwesend, welche sofort zŭr Brandstelle
eilten, das Spritzenhaus öffneten und von
den Gydrenten am Dorfplatze vor dem
Haus.
Koratspeinen Schlauf zur Brandstelle
legten. Auf diese Weise vor sofort
Wasser zur Stelle und auch weitere Gefahr
eines Großfeŭers glücklich beiseitigt.
Sofort erschienen auch die Wahrmanner.
es wurde mir zweiter Schlauchgang gelegt.
und das feuer rasch erstickt. Der bereits
angebrannte Haustak musste natürlich,
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auf der ganzen Seite etwa einen meter
tief abgeschnitten werden, damit die vollständige
Räŭnŭng des Feŭboden, unterbleiben
kann. Die Wahrmänner arbeiteten tapfer
und sehr ausdauernd bis gegen 4h der
Brand das latialisiert gelten kannte. Eine
Brandwoche verblieb jedoch noch einige
Stunden an der Schadenstelle nährend sich
den übrigen Kommraden, nach überwun-
dener harter Arbeit bei einem im
nahen „Korathgasthaŭse‟ gereichten Imbisse
sich stärkten, der durch den Brand
geschädigte Heurbesitzer Johann Gstir.
spendete der Regiekassa der Feuerwehr
30 Kernen, wofür ihm hiemit der Dank
aŭgesprochen sei.
von Mühlsau aus.
Am 20.
Oktober und Mittag sah man was in
Amas einige Häuser brennen. Sofort
ließ man Sturmschlagen und eine Ab-
teilŭng unserer Wehr unter der führung
des Schriftführers 7. Pŭmer begab sich mit
der Spritze und einem Neuenschaftsbrücken¬
wegen (Beschauung Steiger und Gönner)
sofort zur Unglücksstelle. Unsern Abteilung
war die erste am Brandplatze der von
aŭswärkts herbei geeilten Wahren, konnte
aber nicht mehr atstiv an der Löschetstirn
eingreifen, da kein freiw Wasser
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für unsere Spritze vorhanden war. Die
Kannraden von Mühleŭ komiten daher
in kurzer Zeit wiederŭm heimkehren
Abgenbrannt sind 2 Wehnhäuser und 1 Nadel
welcher Brand nach dem Valkamŭnde wieder-
gelegt werden sein sollte.
Am Sonntag den 25. Oktober fand die Herbsthauptübung
unserer Wehr statt. Als Brandobjekt dreite
bei angenommenen Südwinde die Lang'sche
Wagnioni an der Reichstraße. Es müßte
bei dieser Aufgabe sowohl das Gasthaŭs Dollinger
die alte Paß, das Badhaus und das Heŭs N. 74
der Maria Könle geschützt werden, wobei
es einer Maße Schlosŭche bedurfte.
Bei dieser kamvinierten Übung kommen
alle unsere Löschgeräte zŭr Geltŭng, aŭch
die Spritze, denn 8 Rohrführer waren zur
Bewältigung dieses gedachten Brandes auf¬
gestellt worden. Nach der Übung, die als
gut gelŭngen bezeichnet werden mŭsste,
war eine kleine Zusammentunft mit
Freibier in der Schoteessstandsweranda keiner
Rorath, bei welcher der langjährige, stets
eifrige und beliebte Steigerrattenführer
früher Sultionsführer) Heinrich Weber sich
von uns verabschieden musste. Weber muß
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Um
Dieser
aŭg dienstlichen Rücksichten in die
Südbahnhäuser nach Innsbuch ziehen, gedenkt
jedoch im wenigen Jahren von dieser Be-
stimmung befreit zu werden, und verspricht
dann, mit freuden wieder zŭm aktiven
Stande unserer Wahr zurückkehren zu
wollen.
Blaittage den 25 Dezember nachmittags
verschied ganz unerwartet schnell, unser
joch verdientes Ehrenmitglied, der wolgeborene
Herr Leopold Raŭch sen. Kunstmühlen &
Realitätenbesitzer, Inhaber der bedeutenden
firma Anton Rensch, Altopsteher von Mühland
etc etc. Herr Leopold Raŭch gehörte unserem
Körper schon seit dessen Bestehen an, denn
im heŭndbŭche I unserer Wahr finden wir
auf Seite 5 die Stelle, geschriebenen von unseren
seligen Kommandanten Ferdinand Weyrer:
„Hier nun die Namen der edlen Spannster
durch deren haben es der Heuermehr möglich
wurde, sich schon in den ersten Tagen Jahre
ihres Festehens beinahe vollständig auszu-
rücken. Die Herren Rauch ist kulden etc etc.
Auf Seite 7 des genannten Buches finden
wir die Stelle welche die Ernennung des nun¬
mehr dahingeschindenen zum „Ehan Mitgliede“
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der freies. Feŭerwehr Mühlenŭ beurkundet.
Herr Knŭch an, war ob dieser ihm untergegen
gebrachten kleinen Ehrŭng stets volleŭf
bewusst, denn die jähnlichen Beiträge, die
Scheutungen bei festlichen Anlässen, bei
Glückstöpfen, bei Bällen, die Widmungen
zum Andenken seines seligen Vaters
denten Raŭd, seiner erst kürzlich verblihenen
Ehefrau Anna Raŭch geb. Kauer bewiesen
Die gute Gesinnung des teuren Todten
gegenüber unserem Körper. Es war nicht
offene Pflicht und im vollsten Sinne der
Kommandantschaft gelegen, dem teuren
Todten in vollster Rüstung am letzten
Gange zu begleiten, und am Sorge des
Verbliehenen, als keines Angebinde unseres
vollsten Dankes für dessen hochherzige Taten
einen grünen Lorbeerkranz mit schwarzvater
Schleife nieder zu legen. Das Leichenbe-
gängnisse am Sonntag den 27/III war eine
erhebende Trauerfeier und den edlen Todten,
Vertreter der Gemeindevorstehung von Mühleu-
der Handels- und Gewerbekammer in Innsbuch
des Tiroler Landes Mühlen verbanden, der
verschandenen Korperationen aŭvallen Teilen
des Landes und allen Schachten der Bei-
Seite 91
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9)
völkerŭng geb. Zeŭgnis von der Hochachtŭg
und Wertschätzung, welche sich der edle Todte
überall erfreŭte. Aŭch die Beteiligŭng unserer
Wehr an der Trauerfreier kann eine
vollzählige genannt werden. Zum Andenken
an unser nunmehr verstorbenes Ehrenmitglied
Leopold Rauch widenden dessen Nachkommen.
K 200.- in österr. 4 % Kreurente für unsern
Unterstützungskaffa R. I. P.
den
l. J. starb in Immundes Versorgungs¬
Hause der Privatier, Christian Schmagy, dieser
vermahte laut letztwilliger Anordnŭng,
neben anderen woltätigen Legaten auf
R 50.- unserer Feuerwehr, welche durch
Beschluss des Feuermetz durcheures der
Raguisitenkassa zugewendet wurden. Zu
spät erst konnte man von diesem Legale
hören, daher kennten wir ŭw aŭch nicht am
Beidenbegangnisse des edlen Spruders
beteiligen. Daher soll hier unser Dank
verwiegt sein. R. I. P.
Schlunbericht.
Wenn wir, angelangt bei der
Jahrwende, zurückblicken, so finden
wir eine an Katastrofen reichen Zeit
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glücklich überstanden hinter uns. Aus
eigener Erfahrŭng wissen wir, wir oft
wir im vergangenen Jahre zu unserer
Pflicht gerufen wurden, und welchen
Wert eine organisierte Feŭerwehr, infalge
der vielen Ereignisse, bei der gesammten
Bewöltzwŭng errŭgen hat. Doch finden
wir unser Heimatsdorf Müldau wiederum
im lieben Frieden daliegen, denn mit
Ausnahme des Feuers beim Altvorsteher
Gotir, welches gleich im Keime erstickt.
werden konnte, und einem Kaminbrande
blieb unsern liebliche Fortschäft von dem
bösen Gesellen des entfesselten feŭres
gemlich verschont. Treue Orte, welchen wir
folfe bringen mussten, die sich momentan-
in gehöhrderten, in beträngter Lage
besonden, denen haben wir aŭsgiebigste
helfe gebracht, ich erinnern hier nur in
den Brand in Arzl, an die Unterstützungen
welche noch Ziel geschickt wurden, der daß
und die Anerkennung ab dieser Talen
wird sicherlich nicht ersterben.
Wenden wir unser Augenwerk noch
aŭßen, so finden wir mitunter greuliche
Talen der Verwüstŭng, wir finden zahl,
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reiche große und keine Bände, schreckliche
Katastrophen durch Wildwasser in Nord-
tirol, wie in Krielegg, Tulfes und Götzen,
und als schreiberregenden Abschlŭss dieser
kritischen Jahres, die ŭnbeschreibliche, noch
ein dogwesene Erdbeben Katastrophe
von Sizilien und Calabrien, welchen nach
iocos von Menschen das Leben getastet
hat.
Möge die Versehung über diese schwer-
gepfen gewühten Gegenden nunmehr
friedliche Tage, Runden der Freŭde, Zeiten
der Erholung senden, damit die, mitunter
trostlosen Menschen sich ernommen, aŭf-
reffen, neŭ störken und zŭ ihrem
früheren Vermögensstande und Verhältnissni-
zurückkehren können.
der Stande im unserem Feuerwehr¬
körper hat sich im Laufe des hŭrigen
Jahres sehr wenig verändert.
Gestorbensund leider:
am 25/III das Ehrenmitglied, Leopold Rauch von
um 18/IV. Das betragende Mitglied Josef zuquim
am 19/I das aktive Mitglied Anton Tollinger
Eingetreten: altiv der Wehrnam Tanz Schlögt
Übergetreten: als beitragendes Mitgliede Christian Tuch.
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der Stand unseres Körpers beträgt daher
mit heutigem Tage:
Georg Rauch, H. Lang & L. Schlögl
Ebenmitglieder: 3
Aktive, ausübende Mitglieder: 72
Reitragende Mitglieder: 63.
das Inventar der Wehr hat sich im Laufe
des Jahres 1908 um folgendes vermehrt:
1 kompleter Schlaŭchwagen N. 2.
6 Stück kleine Steigerhüppen
1 " grosse Alarmhüppe für das Magazin
" " bewegliche Petroleumfenkel
1 " amerikanisches Kreusemundstück
sammt Standrohr.
1
so unter langes Mensband zur
Auffindŭng vereister Hydronen im Winter
10 " " Jaist’sche Schlauchvabends Röstchen.
Steigerbeile
6
Schlaŭchschlümel.
10
Neubdeckn für die Spritze.
1.
die Windwoche wurde während des
abgeleŭfenen Jahren in 32 Nächten gehalten
und sei hiemit allen beteiligten Ka-
meraden der herzlichste Dank für den
Einhaltŭng dieses Dienstes kŭndgxx
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zur Erledigung der geschäftlichen
Agenden wurden im Laufe des Jahres uss
6 dŭschŭs Litzŭngen abgehalten, und
alle wichtigere Ereignisse hierin besprochen.
und beschlossen, u. d: die Abschließung
einer Haftpflichtversicherung, die Be-
mühungen zur Erreichung nŭw gemeinde
und Feŭertelefernes in Mühlen etc.
zum zweiten der steten Ausbildung
der Wehrmannschaft wurden 2 Hauptübungen
4 Gesammtübŭngen (Darunter 1 Nachtübung)
und 4 Steigerübungen abgehalten. Dieselbe
wurden von der Mannschaft immer sehr
fleißig besucht.
An Spenden sind der Feuerwehe zuge-
kommen: Von der Familie Raŭch in Mühlau
zum Andenken um die hinauer verstorbenen:
frau Anna Rauch geb. Keuer und herrn
Leopold Raŭch je 200 Roenen für die Unter-
stützengekassa, und ein Legal des „II‘ Claraticen“
Schmerze mit K. 50. für die Requisiten.
komme. Diesen edlen Wohlthätern sei hiemit
der vollste Dank gezellt.
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Vor Schfŭse des heŭrigen Berichtes.
möge in ehrenden Worten eines Mannes
gedacht werden, der stets als Muster eines
Wuhrmanns dasteht. Als Jüngling von
18 Jahren trat er in ein großes Haus
ein, welches sowohl im Innern heftig
brannte, als auch von aŭßen mit feindlichem
Flammer ŭmzingelt und bedroht vor. Doch
hat es der Inzurinsen verstanden diese
Bründe zu erstierten, und seit 60 Jahren
leitet er die Geschäfte in dem großen
Hause, dem auch mir angehören. Mit seltenm
Rüstigkeit führt der ehrwürdige Greis,
unser allverehrter Kaiser und Herrscher
Franz Josef I. heŭte noch die Geschäfte in
Stral und Land, und gedenkt in väterlicher
Ibfŭt aŭch der Feŭerwehr. Viele wenn
von Kreuen hat der hohen Herr den kleinen
armen Landfeŭerwehren in allen Orten
zukommen lassen, und Millionen von
Kronen sind aŭg seiner milden Hand ge-
flossen zŭr Milderŭng der großen Nat.
von armen Abbröndler. Wenn der hohe
herr jeder feuerwahrmannes, anlässlich
seiner 25 jährigen Dienstjubeläums im
feŭerreichrdienste, durch Verleihŭng einer
eigens hiezu gestifteten Ehrenmiedaille
gellenkt, so ist es nur unsere Pflicht-
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auch unserer erhobenen Kaisers zŭ
gedenken, anläslich seines 60jährigen
Regierungs Jubiläum. Mögen wir uns
noch lange Jahre seiner glorreichen Regie-
rŭng erfreuen. Ihm, dem erhabenen und
vielgeliebten Monarchen ein kräftiges
Gut Heil.
zŭm Schluße sei noch aller jener
gelacht, welche uns leiteten und führten,
ŭw finanziell und unterstützend zŭr
Seite standen. Dies gült insbesondere der
löbl. Gemeinde Vorstellung von Mühland
deren Schutz und Fürsorge wir uns auch
für die Zukunft warmstens empfehlen.
mögen glückliche Zeiten über unser
Heimat, über Staat und Land hereintreten
insbesondere unser Gegend vor jedem
tückischen Elemente verschont bleiben. In
vollster Hoffnung schließen wir unseren
haŭrigen Bericht mit unserem Wohlŭrŭche:
n.o
o. Z.
1
Gott Geschirme Mühlan?
Mühlau, den 31. Dezember 1908.
Geschahnermeister
Berichterstatter
lige Feu.
beschlossen und gefertigt.
Müdau, den 10. Jänner 1909
Anton Ranz
Ühlau
Feuermale Haupt
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98
E
vth
10049
K
1900.
das 35. Vereinsjahr würde mit der
Jahreshauptversammlung am 16. Jänner als
beim "Roreth" eröffnet. Kommandant Rauch
begrüßte die zahlreich erschienenen Wehrnämme
den anwesenden Herrn Gemeindevorsteher
Anton Wild und das Ehrenmitglied L.
Schlägl m. Schriftführer Pŭmer verlag das
Protokoll der letzten Jahresversammlung
welches einstimmige Annahme fand, der
Vertrag des Jahresberichtes von Seite
das H. St. Holzmeister war, ob der vielen Brände
und Vorfälle im Jahrgange wos, ein sehr
langer, dennoch laŭschten die zahlreichen Ver-
sammelten mit vollster Ruhe und Aŭf-
mentesamkeit, den mehr als 1 1/2 ständigen
Berichte an. Ranier L. Raŭch brachte der
Rausabericht zur allgemeinen Kenntnis
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dem wir folgende Daten entnehmen können.
a) Regiekanez: Rest von 1907 R.
28/9
Eimahmen 1908.
4/9
Ausgeben von 1908 " 364
50 5
Reisart per 1/XII 1909 R 54.55
b/ Unterstützungslassa: Rest 1907 1759 02
Einnahmen war.
456890
Kammerst per 1./I. 19 og R. 2.15.82
c) Requisitenkasse: "Rent geg
555
Einnahmen 1908 548. 26
553 + 1
Ausgaben 1908.
553 11
R
Kanavastrag per 1909.
70
die aus der Versammlung gewählten Revision
Josef Steiger und Anton Mayr haben die voll-
endete Ordnung der Kassa vorgefunden, waßhalb
dem mustergültigen Kassier L. Raŭd, bei-
gleitet mit aŭfrichtigsten Dankesworten, das
Absalutorium erteilt wurde.
den darauf folgende Verlosung der noch
durch dorten Willi
nicht gezogenen Anteilschein zeigte die Numan.
49 Stockhaimer bg. Mühlau
2. Joh. Könler Mühlau
60 Baron Ringhofer in
Pray
69 beweg Rauch in Mühland
6 von Sternbach
70 Arbeile Hüge
29. Wieser Anton
wie nahterem 6 Nummern ai 10 Riesen
30 Salcher Franz
Die letzteren 4 Nummern à 40 Raum
35 hg. Holzmeister
Summe Ra 220.
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Beim Punkte „Einzahlungen der Mitglieder“
ergriff H St. Holzmeister das Wort, um aller
Jener zu gedenken, welche mit heutigen Tage
aŭf eine gewisse Dienstzeit in Feŭerwehrwesen
zurückblicken können. Und gerade die heutige
Gelegenheit paßte dem Medner zwei Männer
im Wehrtrager von Mühleŭ zŭ ehren, welche
heŭte das 25. Dienstjahr in unserem Körper
beenden. Es ist dies unser langjähriger,
verdienstwaller und geliebte Feuerwahr¬
Hauptmann deiten Raŭch, sowie des
Mitglied der Foderungsmannschaft unten
Mayr, Gemeinderat. Unter herzlichen Dankes.
worten für deren Schaffen und Wirken
zum Wehle unserer Körpers, und mit den
aufrichtigsten Glückswünschen der
Wehrsammeraden begleitet, übergab Reden
drei beiden Jnfeierten das übliche Diplom
der 25. jährigen Dienstzeit im Euerwehrwesen
worauf die Anwesenden den Jubilaren ein
herzlicher "Gut Heck!" mitgegen brachten.
Auch des Wirken des Rohrführers Kreuzer wurde
hervorgehoben der heute in das 15. Dienstjahr
eintritt. Neusanmeldung wurden dem Ferner
Schlägt von Mühlau gewährt, und derselbe in
die Steigerrolle eingeteilt.
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Heuptneŭwohlen waren heŭer nicht zŭtreffend.
doch 2 Ergänzungswahlen. Nachdem das Ehrenmitglied
Kloman Lang aŭs Alters rücksichten aůg dem
atetiven Wehrdienste leider scheiden müßte,
wurde an dessen Stelle Johann Getir sein.
ihre Atelmatien zŭm Zŭgsführer der Erdŭnga-
mannschaft gewählt. Der bisherige Neigewaltench.
Hd Weber, welcher diensthalber nach Innebusch
versetzt wurde, ist von seinem Posten geschieden,
an seine Stelle wurde in engerer Wahl der
bisherige Sittwurführer Josef Estir gewählt
und an dessen Stelle der Steiger Romod Rauszer
als Ratationsführer. Die vom Ausschüsse bereits
erfolgte Berufung des Zalzol. Häfele als Satztwos-
führer der Schlauchratte, wurde von der Ver-
sammlung nachträglich genehmigt.
Beschlossen wurde ferners, heuer den Ball
entfallen zu lassen, und dafür einen Ausflug
des Wehrkörpers zu veranstalten.
Weitere daten von dieser Versammlung
fiehe in der Aufschreibŭng des Schriftführers.
am 1. März 1909 staat in Inenbuch der beitragende
Mitglied, der Syndikur Hermann Huber, der
Verklohrene war ein langjähriger Ehrenmitglied
der Wahren in Innbüde & Klagenfurt und ein
worner Feuerwehrfreunde Einige Kameraden
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von ŭm beteiligten sich auch am imgesamten
Leichenzuge des Verewigten.
am 12. März früh ist in Mil bei Hall ein Großheuer
aŭrgebrochen, dem 2 Häuser sammt Stall-Stadel
gänglich, 3 weitere Häuser teilweise zŭm
Spfer hielen. In Mühlau wurde man
erst durch den Tagesblätter Bericht erhalten, weiß
halb auch nicht ausgefahren würde.
Am Sonntag den 3. Mai wurde das übliche Flocianianist
abgehalten, woran sich die Wehrmänner in einer
sehr erfreulichen Anzahl beteiligten.
Am 23. Mai fand in Mieslers in Stŭbai der Feŭermahr-
Kazickstag statt. Von unserer Wehr waren
die Kameraden Josef Gstir und Anton Schlögl
als delegierte mitsendet. Auch die Kameraden
Krugger, Kreuzer und Holzmeister beteiligten sich
an der Tagung. Von unserer Wahr wurde der
dass die
schriftliche Antrag eingebracht, 1.) immer häufiger
werdenden Feŭerwehrfestlichkeiten möglichst
eingeschränkt werden unägen, 2) dass die bereits voriges
Jahr beschlossene Abschließŭng einer Haftpflicht-
die Gründung
versicherung und eine Witwen und Waisen-
unterstützungsfondes endlich verwirklicht werden
möge, und 3) Antrag auf Einführung von all-
gemeinen Chorgenschulen, die Erledigung
dieser Punctete, bezw. Anträge säche in der
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derabzüglichen Verhandlungsschrift des Bezirks-
tage /:Beilage N. I. :/
Am 12. Juni 1909 fand um 8 h Abends beim Rareth, in
dessen festlich geschmüßten Gratenswand ein
Erstabend statt, welcher in erster Linie unserem
Kannandanten duten Teŭch, und unserem
Wehrkommenden unter Mayr galt; diesen beiden
Jubilaren nämlich am Vorabende Ihres Namens
festes die kaiserl. Niedeille für 25. jährige
erschrifsliche Dienste im Wehrwesen zu überreichen.
Von Seite der Kommandantschaft vor hiezu
der gesammte Gemeinderurschuß, der Herr
Ortspfarrer unten Auer, die hiesige Gendarmerie
den atetive Wehrmannschaft und alle Gänner
der Feuerwehr eingeladen, denn ein besonders
Geschick verfügte es, daß im Dorfe Mühlow dann
meisten führenden Persönlichkeiten, der feŭra-
wahrhauptmann, der Pfarrer, der Vorsteher, der
I. Gemeinderat, und nicht weniger aŭch der Gast-
geber unseres Stammlakales, der junge Korntwirt
alle. "Toni"... heißen, und gemeinsam
am 13. Juni Ihren Namenstag heiern. H. St.
Randschft.
Holzmeister begrüßte im Namen der
die solene, sehr zahlreich besuchte Versammlung
scheziell die "Namenstagskinder" und die
übrigen Honoratoren, besonders die anwesende
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Familie unserer Kommandanten Raŭd. Redner
freŭte sich ab der linbesprechenden Sympathien
welcher unser Wehatörper von Seite des Gemeinde-
aŭrschŭsses und der gesammten Bevölkerung sich
gesichert fühlt, was bei der heutigen Versammlung
wiederum erwiesen erscheint. Mit Er brachte
aŭf sämmtliche Gefeiraten unter Zŭruf aller
Versammelten ein 3 faches bŭt Heil! aŭs, bittend
dass der erfreuliche Standpunkt unseres Körpers
nŭch für weitere Zeichen gesichert sein möge.
der Herr Gemeindevorsteher duten Wild heftete
sodann unseren 2 Jubilonen Rauch a Mscyr
die kaiserl. Medaille auf die Brust, während
dessen von der anwesenden Musiktagelle die
Kaiserhymme gespielt wurde, welche von den
Anwesenden stehende angehört wurde. Dankeswärte
vom Seite der beiden Gefeierten für diesen fastabend
und Lebelungsreden von Seite des Gemeindevorstehes
und Pfarrers an die Gefeierten wechselten in
schönster Art. Schliesslich übergab H. St. Holzmeister
dem Kommandanten Rauch, dass ihm von
feŭerwehreŭrschŭsse gewidende Bild, welche den
gesammten Wahrtürger zeigt, und mit der
entsprechenden Widmung: „St. Hochwolgeboren Herrn
Anton Raŭch, zŭr freundl. Erinnerung an das
10 jährige Kommandanten Jubiläum, gewidmet
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vom Ausschuße der fraw. Feuerwehr Mühlen u. 12/5.09.”
versehen ist h. Rauch dankte noch nals auch für
diese Ehrŭng, ŭnd versprach aŭch fürderhin mit
vollen Eifer zu Gunsten unserer Körpers zu
wirken, und denselben zŭ leiten. Noch mehrere
Stunden blieb man in vollster Festerstimmung
beisammen, zŭ deren Hebŭng die Mühlauer
Musiktagelle wesentlich beigetragen hatte,
wofür nachträglich nochmals gedankt sei.
Am 14. Juni Abends ist in Wattens ein Wohnhause Stadt
abgebrannt, wovon in Mühlau, infalge der
Tageshelle nichts verspürt wurde.
Am 5.
Juni, 3/4.1 h nachts ist in Thaus ein kleineres
Bauernheŭg des J. Kichhardt abgebrannt, was
aber vom Nachtwächter von Mühleŭ nicht bemerkt
wurde, daher wurde auch nicht ausgefahren.
am 25. Juli 3t nachmittags war die satzungsgemäße
frühjahrshauptübŭng. Als Brandobjekt diente
der Stadt
Das Heŭr st. 48 der 4ste Schlögel mit gleichzeitiger
Mert
Beschützŭng des „Weherhaŭser“ dt.
Am 2. Juli 1909 starb unser beitragendes Mitglied
Herrn Jakob Ziel im hohen Alter von 82 Jahren.
Wir begleiteten den teŭren freŭnde in zahl-
reicher Teilnahme beim letzten Gange, und
wurden hernach zŭ einem Glase Bier beim Korath
geladen.
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Am 18. Augŭst ŭm halb 9. h Abends wo eine Gesamtülung
als Nachtübung einberufen. Als Brandobjekt
Diente des Haus A. 70 Ch. Deisenser im Mössch
und bei angenommen heftigen Südwinde.
waren die nördlich gelegenen Häuser Seyerling,
W. Pachvigl & Salcher zu schützen. Beider zeigte
er sich bei Lösung dieser Aŭfgabe, daß unsere
Wehe viel zŭ wenig Schläŭche besitzt, um einen
solchen Angriff unternehmen zu können, da
die beiden nächsten Hydranten /:ein haberle
beim Kelwosn :/ zu weit entlegen ist sind. Eine
Helfraktion dŭrch unsere Spritze ist hier
eŭrgeschlossen, weil im ganzen Mönch kein
offnung Wasser ist, und so muss mit allem
Ernste dafür gesorgt werden, daß der bereits
beim Heŭse „Waldegg‟ angezeichnete Hydrande
unbedingt und baldigst eingebaŭt wurde, Nach
der Übung wurde die Mannschaft zu einer
allgemeinen Besprechŭng beim Korath einge-
laden, ŭm hiebei die feŭerpolizeilichen Vor-
kehrŭngen, anlässlich der bevorstehenden Theola
Landejahrhundertfeier in Innebrück, zŭ bestimmen.
Es wurde beschlossen, während 3 Nächte eine
straße Windwache von je & Mann zu stellen
nachdem viele festteilnehmer im Massen,
quartieren in Mühlau untergebracht werden.
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wodŭrch infalge Festesbraŭschŭng der fremden
Patriolen umso feichter ein Schadenfeŭer in
Mühlenŭ aŭrbrechen könnte. Die Windwochen
wurden sofort eingeteilt und bestimmt. Auch kein
Kaiserempfange in Mühlau und Hall wird
sich unsere Wehr, über Einladŭng der hiesigen
Gemeindevorstehung "en parade" beteiligen.
am Samstag den 28. August nachmittags begab sich
sodann die noch übrigen Wehrkameraden, die
meisten davon waren ohnedig bei der Schützen-
kompagnie und der Musatstapelle von Mühleŭ
eingeteilt, in mustergültiger Reiferen nach
Hall, wo wir ŭw am oberen Stadtplatze, neben
den anderen Wahren von Hall, Absam, H. Kreuz etc.
verrichten, und bei der durchfahrt
St. Majestät Spolina baldeten. Nachher war beim
„Stern“ in Hall Sammlung aller von Mühleu-
erschienen Körperschaften, und "Fusibier" von
Seite des festausschusses von Hall. Die völlig
2
2 Stunden dauernde heimfahrt in einem dicht
besetzten und unbeleuchteten Südbahnzug wird
den beteiligten Kameraden noch lange in Er-
innerung bleiben!! Dafür ergätzten sich die
selben beim Anblicke der großartigen fest-
beleuchtŭng von Innebrück, zŭ welcher wir gerade
rechtzeitig am Südbahnhofe in Innbuch einlangbar.
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Am Sonntage den 29. August war das große Landesfest in
Innsbŭde, in Anwesenheit des greifen Lander-
fürsten Reiser Franz Josef I zahlreicher Mitglieder
des kaiserl. Haŭses, und einer Volkommen
gewaltigen Wolfsmenge, wie solche nur
bei den seltesten Festlichkeiten zŭ finden sein
wird. Kein Wunder, daß von Seiten der Behörden
Die Intervention der Feuerwehren von Innhülz,
Wilten, Hätting und Mühlenŭ in Anspruch ge-
nommen wurde, um die allgemeine
Ludnŭng und feŭnopolizeiliche Sicherheit während
dieser großen festoŭmmels aŭfrecht zŭ erhalten.
der imposende Festzug wird jedem Teilnehmer
und Zŭschauer für immer in Erinnerŭng bleiben.
der festzŭg dauerte wider Erwartung zimli-
lange, so dass aŭch die Bevältserung von Mühlau
erst gegen 1/2 3 h heimkehren konnte, daher
konnte die von der Luziratshauptmannschaft
feŭrwahr Mühleŭ übertragene Aŭfstallŭng
der auswärtigen patriatischen Vereine, während
der dŭrchfahrt, he Majestät důrch das Dorf Mühleŭ
zŭm Landeshauptschiessstende nicht mehr geweŭ-
dŭrchgeführt werden, weil einerseits die aŭs-
wärtigen Vereine in wilder hast durch Mühleŭ-
zogen, andererseits die Zeit der Aufstellung zu
kurz war. Demnach wurde das Gruppenbild
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längs der Reichsstraße im Mühlen, durch
eifriges Wallen der Wehrkameraden von
Mühleŭ zŭfriedenstellend dŭrchgeführt.
am 8. September gegen 2t nachmittags gab es feuer-
darin in Mühlaŭ durch Nŭonnglocken
und Huppensignale. Bei ziemlich heftigen Winde
war beim „Steinlechner Kaŭern‟ in Arzl.
Großfeuer aŭrgebrochen, wodurch das ganze
dorf dazl, ähnlich wie beim vorjährigen Brande
höchst gefährdet schien. Momentau vornü-
leider keine passenden Pferde in Mühlau
wurden.
zu haben, doch uns noch einiger Zeit
die Pferde des Mühlenbesitzerskammer zur
Verfügŭng gestellt, welche sofort an die bereit
gestellte Spritze sammt Schlauchwagen gespannt
würden, und in wilder Fahrt gieng w unserem
gefährdeten Nachbardrafen zŭr. Nicht zu früh und
rüh noch nicht zu spät langten wir dort über
führung des Kommandenten Raŭch ein
von der erschreckten Bevältserung hart.
erwartet. An einem bereitgestellten Bauch-
brette neben der Kirche wurde sofort die Spritze
aufgestellt und über Gärten und Zäunen
wurde in Windweile unsere Schläŭche gelegt
/ cinz 300 m :/ so daß wir wenige Neinuten
noch unserem Eintreffen auf die bereits
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brennenden Nachbarghäuser Wasser geben
konnten. Es war aber auch höchste Zeit hinzu.
Unsern, wenn aŭch alte, aber doch mŭstergültige
Landespritze zeigte sich aŭch hier wiederum
als ausschlaggebend, und weit besser und
erträgmisreicher, als das neŭen Instrumend
der Nachbarwahr Arzl. Kaiserjänger, Train-
soldaten und einiger Zivil helfen getreulich.
und aŭrhältig beim Bedienŭng unserer
großen Spritze mit, wofür denselben
nŭr Anerkennung gebührte! Nach zwaka
5 stündiger Arbeit konnte der Brand.
als localisiert betrachtet werden, und gegen
7 h Abends zogen wir heimwärts, nachdem
das Überladen des noch schmollenden Geusteten
von der Urgeber feuerwehr selbst besorgt.
wurde. Nach der Rückkehr nach Mühleŭ
wurden sofort die in Arzl gebrauchten Schläŭche
gewaschen und aufgezogen, hernach sammelte
sich die aŭrgerückte Mannschaft zŭ einem
Glase „Freibier“ beim Roŭeth, welches den
Beteiligten sichtlich wohltat, wenngleich diesmal
der vom vorjährigen Brande in Arzl bekannte
kratis Hammel Schmaŭs“ gänzlich fehlte!
Am 12. September 39 ist in Rŭm im „Hünllhofe‟ ein
Brand aŭrgekommen, denn die der Villa
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angebaŭte Tenne zŭm Opfer fiel. In
Mühlau wurde davon ebenfalls nichts wahrge-
nommen und daher auch nicht ausgefahren.
Am Sonntag den 19. September hat bei bestem Wetter
der, anstatt des heuer entfallenen Balles, der
Gemeinsame Dürflŭch stattgefunden. Mit
der Trombahn ŭm ½ 2 h nach Hall, dort Aŭf-
stellŭng, der zŭm Ausflŭge erschienenen
43 Mann, und unter Vorantritte einer
Abteilŭng der Mühlauer Müsitzkapelle
gieng es, bei herrlichem Herbstwetter unsam
Zeile, dem schön gelegenen „Schützenwirti“
in Volderwalde zŭ. Bei Freibier, Musik-
und Gefangsvortrögen verflossen die Stunden
des allgemeinen Wohlbehagens und der trauten
Kameradschaft nŭr zŭ rasch, und gegen 1/2 6 h
geb der Kommandent Herr Rauch das
Signal zum Aufbrŭche. Über Einladŭng
des mit uns ziehenden Gemeindevorstehers
von Mühleŭ, Herrn Wolt, wurde auf der
Rückwanderŭng noch der Gasthof „Foldermählich“
berührt, dort auf dessen Privatkosten ein
weiteres großes fahr Bier gelernt, wofür Herrn
nun
Wild an dieser Stelle gedankt sei, und
man in freudigster Stimmung, unter
Musikbegleitŭng, in geschlossenen Reihen
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nach Hall, wie im „Sterngarten“ noch
ein weiteres faß Bier unserer wortete
welcher wegen unserer Beteiligŭng
am Reiserempfange in Hall an 28. augŭtl. T.
vom dortigen Gastwomite geschendete wurde,
nach einstündigen Aufenthalte im diesem
Garten musste zur Heimkehr genannt.
werden, welcher in ungetrübter Freude
unter der Monnschaft, mit dem Trambahn-
zŭge angetreten wŭrde. Im Dallingergersten
in Mühlau wurde die Schlusikneriche ge-
halten, nach welcher sich den einzelnen Ka-
meraden in freudiger Laŭne schließlich in
ihre Behausungen zurück zogen. Jedem Teil-
nehmer an diesem Ausfluge werden die
verbrachten freŭdigen Stunden im Wehr-
körper von Mühlau stets in Erinnerung
bleiben, was von der guten Kameradschaft
in unseren Wahr gewiss ein schönes Zeugnis
gebl.
am 24. Oktober vormittags 10 h wurde die dierjährige
Herbsthauptübung abgehalten. Als Brand-
abjetzt diente, bei angenommenen heftigen
Südwinde, die Gammemühle im Mitteldorf.
dabei waren die nördlich und östlich gelegen
Realitäten zu schützen. Die Durchführung
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der Übung, welche als „Frockene Übŭng‟ fest¬
gesetzt war, wurde den Führern der einzelnen
Alleilungen überlassen. Vorgekommene
Mängel in der Aufstellŭng der Mannschaft
und Geräte wurde bei einem darauf folgenden
Stundgenge der Chargierten besprochen und
teils behoben. Hernach war Musterung der
Mannschaft und Abgabe der denselben noch
fehlenden Ausrüstungen.
Oktober gegen 11t Mittags entstand bei
dem 29.
haftigen Südwinde bei „Schützenwirtl“ in
Thaŭa ein Groβfeŭer, dessen Meldŭng
sofort nach Mühlau kam, ihr daß ausge-
fahren wurde. Die Beschannung für die
Schritze stellte Gannier bei, während die
Pferde des Herrn Raŭd, welche auch sofort
zur Verfügung gestellt wurden, einen
Leiterwegen voller Wahrmänner von Mühlaŭ
zur Unglücksstelle nagen. Der gesammte
Böschtrain unter führung des Kommandenten
Raŭd kam nŭr bis Rŭm, denn doch war
bereits die Meldung, daß die in Thaue verlangen
auwörtigen Wahren „ohne Wasser“ seien, und
wir daher umsonst hinüber fahren würden. Es
war nur ein Glück, daß der Wind mittlerweile
nachließe so daß das Feuer auf das einzige
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brennende Objekt beschränkt werden konnte.
Über dringendes Bitten der Thaurer Wehr
mußten wir die mitgebrachten Schläŭche
150m
(einia 300 m) derselben leihen, damit von
Dorfe Rum bis zur Unglüksstelle am Süd-
ende von Thaur eine Schlauchlinie gelegt,
werden kann, welche das notwendige, nunmehr
in Thaŭr günzlich fehlende Löschwasser zŭre
Brandstätte bringen sollte. Die ausgeliefenen
Schläŭche wurden am 2. Tage von Herrn
Raŭd in Rum abgehalt und gelangten
ohne irgend welche Beschädigung wieder
in unserem Besitze. Mögen sich die
Thaurer aber baldigst zŭr Erweiterŭng ihres
Hochdrücklassins entschließen, denn vor nützt
eine Hochdrußleistung, wenn ein zu kleines
Wasserbassin vorhanden ist, so daß binnen
kurzer Zeit den Hydranten ihre Tätigkeit
versagen müssen.
am 13. November Abends gegen 8t ist am Südbahnhofe
in Innbüde ein mit Rohgese gefüllter
Reservoionenigen ans eine große
demŭlien und anfangs ruhe ein mithin
sichtbare Feueröte zŭr folge hatte. Eine
Abteilŭng der Innsbŭcker Wahr vor ein
Bahnplatze tätig, weil einige Wachgens in
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115
Flamen gerieten. Doch vor diese Feuers-
gefahr nicht groß, weßhalb ŭnsererseits aŭf
nicht ausgefahren wurde.
Schluss:
Wir kanstatieren aŭch jetzt wiederŭm
mit freŭden, daß das eben abgeleŭfnen Sohn
eine Zeit der friedlichen Ruhe für uns
bedeutet, denn mit Ausnahme eines un-
merkbaren Kaminbrandes in der Willa
Pochwigl am Mäβl ist in Mühlau kein
einziger Brand vorgekommen. Zum
aktiven Eingreifen kannen wir nur
einmal, nämlich beim Brande in Ärzch und
8./II, wobei wir die gute Schŭlŭng unsrer
Wehr auch bestens zeigen konnten. Sonst
sind wir nŭr einmal noch aŭswärts zŭ helfen
gerilt, nämlich nach Thoŭr, braŭchten aber
Dort auch nicht mehr atstig einzŭgreifen.
Übungen wurden im Ganzen 8 abgehalten,
nämlich 2 Hauptübungen, 3 Gesammt- (hiervon
1 Nachtübung am Mäßl) und "Abteilungs-
graben der Steigerratte.
Kommandantschaftssitzŭngen wŭrden heŭer
4 einberŭfen und hiebei die Geschäfte des
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Wehrkörpers bestens erlediget.
Windwochen wurden im Jahrgange 1909
57 abgehalten, hievon entfallen auf die
außerordentlichen anlässlich der Tirolerfeier
im August 3, und in 54 Mächten wurden
ordentliche Wachen gehalten.
Neuangeschafft wurden:
8 geköppelte Steigerleinen zu 20 meter
12 Stück Steigerpfeifen aus Zinn.
12
"
Kerzenlaternen.
20 "
Pfeifenschmäre.
12 " Rauchschmänner für Steiger
2 "
Krausemundstücke "System Knaŭst".
Der Stande der Feuerwehr stellt sich
mit 31. Dezember 1909 auf:
3. Ehrmütglieder
65 aktiven Wehrmänner und
64 beitragende (izahlende) Mitglieder.
Ausgetreten während der Jahren sind die
aktiven: Sebastian Kaltschmid & Alois
Schlägh (Militär) sowie Hch Düttenweyr!
Von Militär zurück gekommen und
wieder beigetreten Alois Estir.
Gestorben ist vom aktiven Stande
Gott sei Dank! niemand, von den beitragenden
Mitgl. die Herren Hermann Hueber und Jakob Zieh.
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nicht ganz
Von Siedler des neuen Besitzers des
Schillerhofes’ Herrn Albert von Ermit gieng der
Wehr eine Spande von 100 Kronen zŭ, welche
im gleichen Teilen der Regie- der Regŭisiten
kassa zufloss. Dem edlen Spender sei auch
an dieser Stelle unser herzlichster Dank
aŭgesprochen.
von den, laut Statŭten, für heuer ver-
fügbaren Zinsen der Unterstützŭngskasse,
wurden den hilfsbedürftigen Kameraden
Jakob Hefele und Anton Told eine Gaben
von je 25 Kronen zŭgewendet und
ausbezahlt.
Zum Schlŭβe des heŭrigen Berichtes.
ergehen wir uns in den frommen Wunsche
dass friedliche Zeiten über unsere tŭre
Leimath kommen mögen, und in diesen
Gedanken schließen wir mit unsrem
Wahlsprüche:
Sott bei uns?
Mühlaŭ, den 31. Dezember 1909.
Franz Johann einterst.
Berichterstatter.
Gelesen, geschlossen u gefertigt:
Mühlau, den 5. Jänner 1900.
Anton Rauch
Feŭermehr Hauptmann.
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110
31
E
9/9
1910.
Am 8. Jänner 1910 wurde die satzungsge-
mäße Jahreshauptversammlung beim Noveth
abgehalten, und hiemit des angebrochene
Vereinsjala eröffnet. Vorsitzender ist Hpt. Anton
Raŭch, Schriftführer: Lehrer Johann Pŭmer.
Nach Begrüßŭng der fast vollzählig er-
schienen Kameraden und der Gemeinde
vertretŭng (Wild) erstattet Holzmeister den
Tätigkeitsbericht, dem sich die übliche ver-
lesŭng des vorliegenden "Geŭnabŭder" folgte.
der Kassabericht, vorgetragen durch
Herrn Leopold Rauch zeigte folgende daten.
9. Regierkamaz: Rest per 1/I. 1908.
54.55
Ra
Einnahmen 1909 316.80
164-52
durgaben 1909 15228
Weit per heute Kr 219.07
b) Unterstützungshauser: Rest von 1908 2215.82
Einmähmen 1909 84.30
50.-
34.30
Ausgaben 1909.
Wert per heute R. 225012
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1919
c/ Requisitenkoma: Vortrag 1908
K
70
Einnehmen geg 474.-
Ausgaben 929 466.84
7.16
7.86
per Leute R.
die Revisoren Farb u. Frau und Krügger
konstatierten die Richtigkeit dieser Ausweise
worauf dem Rechnungslegen Raŭl der Dank
für seine Mühewaltŭng aŭrgedrückt wŭnde.
Hernach folgte die Vorlesung der noch nicht
gezogenen Anteilscheiner aŭs den f. z. Leiter-
ankaufefonde; die Entnahme war den
Ehrenmitgliede Leonhard Schlägl sein über„
lassen. Gezogen erscheinen:
N. 61 Baron Ringhofer u.
N. 1 Johann Kössler Mühleu
N. 62
N. 7 v. Sternbach,
Summe k 200
N. 31 Ziel Jockob "
hercheutet wurden:
N. 42. Schatz Tondl.)
A. T. B. Sternbach mit R. 10.-
10 -
Ziel
N. 53 Kaufs-Söhne
61/62 Ringhoffer "
80. - (2.7.40)
Bericht
o. 40.- 42
=
N. 64 Pätsch, Innsbauliz,
R. 150.-
noch erfolgten Einzahlung der Mitgliedg-
beiträge wurde zŭr salzŭngsgemäßen E
Neŭwahl des Lŭschŭnes geschritten. Das
Skrŭpturium lag in den Händen der Kommenden
Holzmeister, Fürlz u Gstir Josef: Ergebnis ist
völlig einstimmig zu nennen, wann auch
verschiedene Kameraden in der einen oder
Stelle einige Stimmen erhielten. Gewählt wurden.
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Kommando:
Hauptmann.
Raŭch Anton
Stellvertreter,
Holzmeister Georg
Schleider
Schriftführer
Purner Hans
Kassier
Raude Leopold
Mänkholz
Magazinsverwalter.
Kathrein Gang
Abteilungsführer:
Ängst
Steiger: Zugsführer
Gstir Josef
Sellvertreter
Sein Rieder
Kreuzer Raumd
Kuen Anton!
Sektionsführer.
Schlögl Anton
Spritzen meistere
Stellvertretener
Prantl Ludwig
Mader Brenz
Hydranten meister
Raimer Otto
Stellgekreten.
Schlaŭrotte
Fink Konord
zugeführen.
Ritlvertreten
Daniel Josef
P
Hejele Jakob
Sektionsführer.
111 Tg. 8
Ostir Johann
Zŭgsführer der Todmŭngsmannschaft.
Unter den freien Anträgen befand
sich ein solcher des F. Ausschusses dahingehend:
1. der § 10 unserer Sätzŭngen soll eine andere
§ 2/III
fassŭng erhalten, wonach in Zukunft die
führer der einzelnen Abteilungen nur
von ihrer Abteilung allein gewählt werden,
wie dies bisher bei der Wahl der Neiger¬
zŭgsführern beobachtet wurden.
2. w möge ein feuerwehrball abgehalten.
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werden, da die Musik bereits bestellt
wurde. Leide Anträge wurden einstimmig
angenommen. Schließlich referierte noch
Herr Halenwieter über die neŭggegründete
Heuerwehr Sterbekome und animierte zum
zahlreichen Leitritte, worauf der Vorsitzende
Raŭch die Versammlung, welche bis noch
Mitternacht drŭmte mit den üblichen
danken werden schloß.
5. Jänner ist in Romaten durch Brandlegung
Am
ein Wohnhaus sammt Nebengebäude abge-
brannt, wovon in Mühlau nichts verspürt wurde.
5 Februar wurde im Kaschaŭse der beschloßene
Am
feuerwehrball abgehalten. Trotz der sehr guten
Besuches, ergab diese Veranstaltung doch eine
dafüget und da 10.35, welches aus der Regentassa
gedachtet wurde. Der Verlauf der Abendes war vor-
züglich zu nennen, wofür dem Komite
nachträglich nochmals gedankt sei.
am Sonntag den 6. Märren gegen 3 h nachmittag
entstand durch ein fortgeworfenes Zŭndholz an
der Böschung des „Schillerweges“ ebenfalls der Villa
Hŭeber am Müssel ein Waldbrand, der aber bald
von einigen Spaziergängern gelöscht wurde.
Am 8. Märni ist aŭg vermutlich aus gleichen Anlaße
bei der Weigerburg ein Rasenbrand entstanden.
Man kann der Bevölkerung leider nie
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nie genŭch an das Herz legen mit Zünd-
hölzchen, Zegaaren- und Zigarettenstümmeln
vorsichtig umzŭgehen, ŭnd bleibt es aŭch Aŭf-
gabe der Feŭerwehrmänner, sobald selbe solch
rücksichtglose Menschen sehen sollten, dieselben
unmächsichtlich zŭr Verantwortung zu ziehen,
eventuell dieselben der Gendarmerie an-
zu zeichnen.
Am 7. April fand die I. Vorwährige Ausschusssitzung und
am 17. April die erste Gesammlübung mit
Müsterung statt.
Am 1 Mai wurde das übliche „Flocianiamt‟ abge-
halten, wozu die Mannschaft diesmal leider
sehr spärlich erschien. Gernach war einen
Steigerübung.
Am 16. Mai - (Pfingstmontag) frivole die Wahr-
in abwem das fest der Fahnenweise waren
sich verschiedene unserer Wehrkameraden
beteiligten.
Am 14. und 15. dŭgŭrt sind in Tirol 2 große
Brandunglücke vorgekommen, denen das
weltbekannte, prachwolle „Korrersehotel“ bei
Kozen, sowie 7 Häuser des Kurvates komensem
zum Opfer gefallen sind.
Am 26. Juni fand in Mil. der dr. vjährige Feŭer
wehr Kezialstag statt. Zŭ derselben waren
Die Kameraden Johann Estir und Romed.
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Kreuzer als dagegnete entsendete Beschlossen
wurde hiebei der eine Interpellation an die
Regierung behufs endlicher Schaffung der
allgemeinen Ferier-Zwangsversicherung. Die
Einführung der Haftpflichtversicherung der Feuer,
wehrverbandes, die Erlangung eines Gesetzes be-
hufs Einhebŭng eines 3. Prozentes zŭm Fŭnow ha-
fande von Seiten der in Tirol geschäftbetreibenden
feŭra Versicherŭngsgesellschaften; unnd Andwoch:
Am 28. August ist in Wattam ein großer Gustadel
abgebrannt wovon in Mühlau jedoch nichts
bemerkt wurde.
Am 3. September ist in Jgls ein Haus, und am
6. September in Rohan 2 Gäuser abgebrannt, Aŭch
diese beiden Vorfälln giengem an und allern.
los vorüber.
Am 4. September starb in Mühlein nach kurzer Krankheit
ŭnser beitragender Mitglied, der frühere Steiger-
zŭgeführen das Pŭrmer. Eine stattliche Anzahl
unserer Kameraden gaben ihm bei der
imposanten Beichnicheier die letzte Ehre.
Am 30. Oktober vormittags wurde die Herbsthauptübung.
zu
wobei Grossfeuer im Innendorfe angenommen
wurde, abgehalten. Es zeigte sich hiebei einer
gute Schulung der Mannschaft. Hernach war
den Wehrmännern ein frühschappen im
"Schillerhofe" geboten.
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Am 11. Dezember nachmittags ist der "Martinilaf" bei-
Kronebotten abgebrannt. Nachdem wir durch Telefon
verständigt waren, dass genügende Feuerwehren
am Brandplatze bereits arbeiten, und auf Wasser-
mangel dort herrschen solle, sind wir wohl
weisslich nicht ausgerückt, da ja des Brandobjekt
ziemlich wird entfernt ist, und eine Gefahr
für andere Baulichkeiten nicht bestand.
Am nächsten Tage 12. December nochmittags ½ 5 h ist
das Ökonomiegebäude zŭr Pension „Schönauf“
in flammen geraten. Eine Abteilŭng unserer
Wehr ist unter führung des Hauptmanns d.
Raŭch (Pferde von Sommer) zŭr Unglückestelle
abgefahren, doch brauchten wir dort nicht mehr
einzugreifen, da genügende Feuerwehren am
Platze waren, überhaupt ein Wassermangel
herrschte. Unsere Wehr fuhr daher unverrichtete
Dinge wieder heimwärts.
Nachtrag: Am 18. September hat in Ritzbühel der
Landes-Feuermehr-Verhandlung stattgefunden.
wohin wir den Kameraden Josef Istin als
delegierten beordeten. Die Verhandlungsschrift
der Sitzŭng ist leider noch nicht erschienen,
wird aber demnächst im unserer Feuerwehr-
zeitung zu finden sein, worauf ich die
werten Kameraden heute schon aufmerksam
machen will.
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1.5.
Dies ist der Bericht über die wenigen Vorfälln-
des eben abgelaufenen Vereinsjahres. Dasselbe
ist damit der gütigen Vorsehung für ŭw-
für die ganze Umgebung und wohl auf für
Das ganze Land ein äußerst ruhiger Zeit-
abschnitt zu nennen, den außer den bereits
genannten Bränden in Rarersee und in
Gemeinern sind keine merkensworte Brand-
unglücke vorgekommen.
doch hat der ausnahmsweig regenwalla
Sommer da und dort Verschwemmungen gezeigt,
speziell müßten die Gegenden in Ausserfrau
und schnell in Vorwölberg darunter hart.
leiden.
Windwachen wurden im abgelaufenen Jahre
in 7t Nächten abgehalten und sei der Manu-
schaft welche diesen Dienst auf heuer wieder
in musterhafter Weise versehen hatten, der
Dank hiefür gezellt.
Neŭenschaffŭngen hat das Vorinsinwenden
während des letzten Jahrganges keine aŭr-
zuweisen.
Gesammtübungen waren 5, Abteilungs-
übungen der Steigerrotte deren 4
5 Kommandantschaftssatzungen wurden heuṁ
einberufen und hiebei die laufenden
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Geschäftsstücken bestens nalendiges.
der Mannschaftsstand zeigt heute:
3. Ehrenmitglieder
68 aktive Mitglieder und
60 heitragende.
Gestreben ist aus der Reihe der ateligen
Standes niemand, von den beitragenden Herr
Alois Pŭmer in Mühlau.
Kürgetreten aus der Mannschaft ist der
Hornist Josef Lüblich (welcher zum Militär)
und Mann Seyerking zumier.
einberufen wurde) neu eingetreten der
Ferdinand
Schlauchmand Thony + allert im Ernst.
Als Abschluss des heurigen Berichtes er-
gehen wir uns in den frommen Wŭnsche, daß
friedliche Zeiten über unsere Gegend kommen
mögen, zum Heil und Segen unser und
unserer Mitbürger. Jederzeit möge sich na-
füllen der schöne Wunsch:
"Gott beschütze Mühlau!
Mühlenu, den 31. Dezember 1910.
Bergholzmeister
Berichterstatter
Gelesen, geschlossen und gefertiget,
am 5. Jänner 1911.
Feuermahr Hausptmann
M
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4
Yŭ
V
III.
Pr.
Ihr
1911.
Am Samstag den 7. Jänner fand die satzungs-
gemäße Jahres heuptversammlung beim „Koreth“
statt. Bei fast vollzähliger Anwesenheit des etatigen
Wehrmitglieder wurde die festgesetzte Tagw.
ordnung bestens abgewickelt, worüber in der
Verhandlungsschrift der Schwestern H. Purm.
näheres angeführt ist.
die f. z. zweite, Anträf der Magierusleiter
in's Leben gerufene Geldbeschaffung mit Anteil-
scheinen für beitragende Mitglieder, Freunde
und Gönner unserer Wahr, wurde mit dieser
Versammlung geschlossen, indem den letzten,
bisher noch unbedeuteten Nummern:
Anteilschein N. 56 u 65 zu zu 3.40.- der Frau Pötel und
A- 36 zur 10.- des Mag. Holzmeister in
Inz. Finzler
dieser Versammlung gelöscht wurden, durch
diese Anteilscheine war er der f. h. Müldau
gelungen, mit Berichtigkeit ein namhaftig
und unverzinslicher Kapital aufzubringen,
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und die Luter, ein prächtiges und modernes
Geräte anschaffen zu können. Allen, an dieser
Ottian beteiligten Ausschuhrmütgliedern, vormals
den Kommandanten Herrn Anton Rauch und
den eifrigen Kassier Herrn Leopold Raŭch sein
für ihre Mühen in dieser Sache der kommend
schaftliche Dank aŭrgesprochen.
28. Jänner fand im "Kowthaŭw" der übliche
Am
feŭerwehrball statt, der eine zahlreiche Beteili-
gung der Wehrmitglieder und sonstigen
Kreisen der Bevältsarŭng von Mühleŭ sowie
der Nachbarwehrend von Innsbruck und Ausd.
auf zuweiser hatte. Bei gemütlichster Unterhaltung
blieben die Teilnehmer bis zum Morgengrauren
beisammen, einige gar zŭ emsige faschänge¬
wieder dehnten ihre Freude noch in eine
Schlittenpaalen aŭg, was der Herrschaftsschlütter
des Kommandalenten Rauch, mit seiner eigenen
Person ermöglichte. Diese letzten Ballgäste
kehrten erst gegen 2t nachmittags von dem
Reisezieln Schönberg zurück, und dürften, wie
man hörte, von der heimatlichen Stelle
eine Gardinenpredigt als Begrüßungsatz
vernommen haben.
dieser Ball hatte gegen¬
über manchen seiner Vorgängen aber sein
Gŭter, er schloß in der Übrechnung mit
einem Überschuße von R 21.86 ab, was nicht
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das
jedes Jahr zu vernehmen war.
Nachtrag zur Jahrenversammlung
An Stelle des beiden verreisten Kassiers
Bapala Rauch brachte dessen Bruder der Kommandat
Anton Raŭch den Berichte über das Vereinsver¬
mögen das Versammlung zur Kenntnis,
wobei – wir folgende Zahlen anführen möchten:
a/ Regichsma, Rest am 1./I. 1910 Ra.
227.69
23.6.40
Einnahmen wie
12.3.37
1910
Ausgaben.
Kreisamt 1./I. 1911 Rz
340.72
b) Unterstützungswasser: Saldo 1/2 410 R.
642.36
371.
Einnahmen wir
Ausgaben
69.86
943.50
Kassarent ⅔. 1911. Va
c/. Requisitenkaszes: Stand am 1/I. 910 kr 2565-48
∞ 0.80
Einnahmen wir
(1909 Rentenkauf) Auegaben 1910
197.10
Kassaviest 1/5.1911 Kr.
2449.18
die Regisaren Konrad Fühle und von Ernst
fanden die Richtigkeit obiger Angaben,
worauf dem Rechnungslager der damit und
die Anerkennung des Vereins ausgesprochen
wurde.
Am Sonntag den 7. Mai war der übliche Floriani-
gotteidiernt. Die hernach geplante Gesammt-
übung müsste, infolge misslichen Witterŭng,
leider unterbleiben.
Seite 130
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dagegen.
fand am Dienstag den 9. Mai Abends
einer Detailübung statt, die ziemlich stark
besucht war und interessant verdorf. Es wurde
an diesem Abende auch bestimmt, daß für
den folge an jedem Dienstag Abends bei
guten Wetter eine Gesammtübŭng statt-
zufinden habe, welcher Fodre die Wahr-
mannschaft auch bestens nachkam.
Am 21. Mai wurde in Mutter der heurige F.
Kezirkstag abgehalten, an dem mitunter in-
teressante Mitteilungen gegeben wurden. Die
Verhandlungsschrift hierüber werden die w.
Rameraden bereits den Tagesklättern und
der beim Koreth aufliegenden Tiroler feŭer-
wehrzeitung „Die Mitteilungen" entnommen.
haben. Unsere Wehr war bei dieser Tagung
durch die Kameraden Rauzer und Johann Hell
vertreten.
Mai gegen 1h Mittags brach im stödtischen
Am 27.
Krankenhause zu Innsbruck, der Alteilŭng
für Geisterkranken, ein Dachbrand aus der
von der städtischen Feŭrowache und 3 Kom-
pagnien der dortigen freiwilligen Feuer-
wehr gelöscht würde. Unsere Mannschaft
wurde hervon nicht verständiget, und rückte
daher auf nicht auf den Unglückworten ab.
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Am Pfingstmontag den 5. Juni feierte die frie¬
feŭnwehr Volders das fest ihrer 30 j ührigen Bestandes.
Nachdem diese Wehr auch bei unseren festlichkeiten
immer so zahlreich vertreten war, so begaben sich
zirka 30 Mann unsere Wehe, unter führung
des Kommandanten Rauch noch Polders und allwo
man bestens aufgenommen wurde. Beider wo
alle Festesfreude durch oftmaligen strömenden
Regen beeinträchtigt, weshalb die Mühlauer
in einer zimlich gut besetzten!! Dorfchten die
Heimreise gegen Hall antreten mussten.
Die übliche Gratulatini aŭr des Aŭschŭssers beim
f. Hauptmanne Anton Rauch, anläßlich dessen
Namenslager am 13. Juni trennte diesmal
beider nicht stattfinden, weil Herr Raŭch
geschäftlich abweisend war. Unserer Glückswünsche
auf dessen fernere Wahlergehen seien daher
an dieser Stelle angebracht.
Am Sonntag den 2. Juli vermittags wo die frühjahr.
Hauptübŭng, angelegt im Rayon des „Mössl“:
Bei heftigen Südwinde stand des Habralhaus in
flammen, das Goel-Seyeling, Tschŭrtschenthalva-
Haŭs war zŭ beschützen, die mannschaft war
zu dieser Übung, welche in allen Teilen als
gelungen bezeichnet werden muss, sehr zahlreich
erschienen, und erhielt nach breudeter Arbeit
einen Freidrunk beim "Kornth".
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Am 24. Juli l. 7. staat das besorgende Mitglied, der
Senior unserer Gemeinde Herr Franz Steinert,
im hohen Alter von 93 Jahren. Eine zirke
25 Mann starke Vertretung unserer Wehr
2
gab dem teuren Todten das letzte Geleite.
Am 30.
September starb unser Ehrenmitglied, der
Ehrenbürger, Altvorsteher und Grossgrundbesitzer
Ferdinand Freiherr von Sternbach im Alter von
80 Jahren. Unsere Wehr war am prŭntsvollen
Leichenlegengnisse dŭrch zirtig 20 Mann vor-
treten. Ein kleiner Todtenschmaŭg beim
Kroth dornte als Dankerkundgebung für
die unserseits erwiesene Ehre.
20. Oktober gegen ½ h früh brannte ein
Am
kleineres Maschinenhaus der Südbahnwerkstätte
zu Innebŭdz vollends niedre. Unser Nachträchter
meldete zwar den Vorfall pünstelich beim
Ew. Kommando, doch wurde nicht ausgerückt.
22. Oktober gegen 1/2 7 h Abends wurde ein
Am
beim Inhaven Hause am Mösch liegender
Straŭhaufen, vermŭtlich durch koswillige Hand
in Brand gesteitet. Dieser Vorfall war sofort
im Dorfe bekannt, und des Lehrers Töchterlein
eilte zu den Sturmglacken. Die daraufhin
erschienen xx Wehrmänner konnten
mit leichter Mühe das feŭro löschen, ein Schaden
von Belang ist dabei nicht entstanden.
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Am 29. Oktober vormittags war die Herbstkauptübung.
der Herr Gemeindewersteher Josef Steiger wohnte
der Übung bei und gab hinzu folgende Aufgabe:
Granbeand in der alten Weyerfahrheit bei storben
Lŭswinde“. Die zŭr Übŭng zahlreich verschienene
Wehmannschaft löste die an sie gestellte
Aufgabe zur besten Befriedigung des hrn.
Verstehrög, das Leŭrische Elektrizitätzweck,
des Bauhaus v. 19, die Anwesen Plattner u. Hell
wurden mit genügender Wasserstrahlen
bestrichen, das trennende Objekt wurde,
angenommener Weise, durch die Wegner'scha
fabrucksfeuerwehr betämpft, und daraŭs
konnte geschlossen werden, wahr rufsien. Einsthalte
die Mühleŭervahr allein imstande wäre,
eine solche Gefahr zu beseitigen. Bei dieser
Älŭng wurden aŭch die neŭ angeschafften
Schlaŭchgabelstücke in Verwendung genommen.
Im Dienste mit der Hydrantenleitung finde
diese Schlauch verteilen von großen Werle.
als Anweisung zu unsern Schritze dagegen
nicht brauchbar, weil die Schritze einen
zu keinen Wasserdruck zeigt. Herr
Kommandant Rauch war leider in Wien,
die Übung leitete dessen Stellvertreter Holzmeister.
Nach gutem Aebort erhielt die Mannschaft
einen üblichen Freitrunk beim Korreth.
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Tänner staal nach kurzer tückischer Krankheit
den
das ecktive Mitglied, der Steigermann Form
Schlögl, im zŭgenlichen Alter von rost
22 Jahren fast der gesammte Wehrtröger
gab dem so früh dahingerafsten Kannraden
das letzte Geleite, die Steigermannschaft trug
den Saag des Teuren. R. I. P.
Mit der Aufzählung des affiziellen Tätig-
Matsberichtes wären wir nun zu Ende. Es er-
übrigt uns aber noch einiger Vorkenmisse
des vergangenen Jahres zu gedanken, die für
unseren Körper von Belang sein könnten.
auf dem Hungabŭrg-Plateaŭ treten sich
einige Hausbesitzer und interessenten zur Grün-
lung einen Feŭerwehrabteilung zusammen.
Einige Vertreter unseres Körpers fanden
sich zŭ der am 22. Oktober dort stattgefundenen
Zydrantenprobe ein, und geben dabei die
Verena
nötigen Aufklängen, aus unserem Besch.
Gerŭtedepal wurden mehrere ältern Schlauche,
auf die Hungraburg gegeben, dagegen erhalten
wir von unserer Gemeindeverstehung die
gleiche Anzahl neŭer Schläŭche ersetzt wodurch
wir gewiss nicht zu Schaden kamen. Einer
weiteren Bitte, mehrere Löschgeräte und
Uniformen aŭf die Hungrabŭrg zŭ geben, konnten
wir bisher nicht nachkommen,
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die bei der verjährigen Jahrwarsammlung
abgeänderten Satzungen würden.
im §
mittlerweile durch die Gemeindevorstehung
genehmiget, und werden daher bei der
nächsten Neŭwahl des Aŭsschŭffes beobachtet,
werden müssen.
Die Firma unten Raŭch trüfte im
vergangenen Jahre ein Personen Iŭto. Nachdem
dieselbe Firma nur seither ihr Pferdenaterial
zur Bespannung der Spritzen und Böschgeräte
überliss, wird unsere Bitte, dieser Jahrzeug
in besonderswichtigen Fällen das Euerwehr
zŭr Verfügŭng zŭ stellen, wohl nicht ganz
abgeschlagen werden.
dem verunglückten langjährigen
Kameraden Lorenz Mader wurde auf dessen
ansuchen, von den heurigen Zinsen der
Krankenunterstützungskasse ein Betrag
von K. 44.- zurückamt und bereits überwiesen.
Schlusswort:
Das vergangene Vereinsjahr ist für
und ein todtes Jahr zu nennen, weil wir
während derselben, bis auf den ganz kleinen
Vorfall am 22./X, niemals in der Lage waren,
tatkräftig einzugreifen, ein zustand, da von
und unseren Mitbürgern nŭr begrüßt
werden kann. Die Tätigkeit der Inhüttinger
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1
Dagegen kamen Schreckenwachrichten aŭs
allen Tiden des Landes. Das linkliche Dorf Zaun
im Oberimitale, die stranendrŭtsche Sprachäusich
Lŭsau im vorvelschten Landesteile von Süllirol
wŭrden dŭrch grässliche Feŭersbrünste fast
gänzlich vernichtet. Auch in anderen Foten Towold
kamen große Brandtratastropfen vor, so in
Aarum (2 mal) stilg, Pfling, Watten, Heiligkreŭng.
miennŭng, Söln, etc. welche wohl der im
verflossenen Sommer gewesenen langzeitigen
Trogenhitze, ihre Förderŭng verdankten. Auf
der große Waldbrande bei Franzemseite, und gleiche
Vorfälle bei-Dermann, Anling etc. mögen unten
den Schreckenverrignissen der abgelaufenen Tafrow
aufgeführt werden. Möge uns die gütige Vorschung
vor gleichen Gräueltaten bewahren.
der Wirtsungskreiz unseres Körper erstreckt
sich während des letzten Jahrganges lediglich
auf die immern Tätigkeit. Zur Schulung der
Mannschaft wurden 2 Haupt und 4 Gesammt-
sowie 8 Steigerübŭngen abgehalten.
In den stattgefundenen 4 Ausschusssetzungen
wurden die laufenden Geschäfte des Vereins
bestens erlediget und hinter folgende Neuan¬
schaffungen beschlossen:
Umfernung der alten Aufzugleiter in
eine fahrbare Maschinleiter.
2 Schlauchverteiler (sogenannte Widder)
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Monsieur
300 unter Schläŭche sammt Kuppelŭngen
bei Gradischegg.
Wandwochen, wurden 1911 laut Kartvollbuch
in 64 Nächten abgehalten, und sei der hievon
befeiligten Mannschaft für die tadellose
Einhaltung des Dienstes bestens gedankt.
der mannschaftsstand Ende 1811 bezeichnet.
2 Ehrenmitglieder /: Thomas Lang und L. Schlögl m./
69 älztive Männer und
69 beitragende Mitglieder.
Neuengetreten sind im Jahre 1911:
Dinzem Belmar /:Schlaufmann :/
Johann Dobmeier /:Reicher:/ Kurgetreten Niemand.
Gesterben sind die beitragenden Mitglieder
Franz Steinert und Ferdinand Feiherr von Kernbach
(Letzeren aŭch Ehrenmitglied) sowie der atetiva
Steiger Franz Schlögl. Fiduert!
Und so schließen wir, nach Erschöpfung
des vorhandenen Berichtsmateriales den jeŭrigen
Grŭndbŭchsbericht mit dem frommen Wünsche:
5.°
s.
Gott beschütze Mühlan
13.9.19
nicht
Mühlau, den 7. Jänner 1912.
Franz Holzminister
Kerichterstatter.
Verlesen, genehmiget und gezeichnet:
am 13. Jänner 12. Okto. Rauch
Sauv
Hocupurg
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138/366
138
8. Vereinsjahn
1912.
die Feuerwehr besteht aus:
3 Ehrenmitglieder 68 activen und
69 außerordentlichen Mitgliedern
140.
13. Jänner-Generalversammlung beim
Koreth.
Nachdem die Jahresundkassaberichte
vorgenommen waren, erfolgten die Ein-
zahlŭngen hierauf wurde zŭ den Neŭwahlen
geschritten.
Es wählten 55 Mitglieder
Aus der Wahl giengen ohne größere Stimmen
zersplitterung hervor:
Hauptm. Anton Rauch.
Stellvert. Josef Gttir
Kassier. Leopold Rauch
Magazius v. Johann Kathrein
Schriftf.
Johann Purner.
Steigerkommando 1. Josef Steiger
2. Romed Kreuzer
3. Anton Kuen
Spritzenkommand a.
1. Anton Schlögl
2. Ludwig Prantl
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139/366
1.
Schlauchmannschaftkommando
1. Konrad Türk.
2. Josef Dangl.
3. Jakob Häfele.
Hydrantenabteilung
1. Otto Rainer
2. Konrad Plattner
Obmann der Ordnungsmannschaft
Johann Gstir.
Jernach meldeten sich zur Aufnahme.
6 Mann u. zw. Josef Plattner, Leonhard
Hell, Johann Ründl, Gebhard Schlögl,
Johann Schlögl und Anton Tusch.
Nach den üblichen Dankes- und
Aufmunterungsreden wurde die
Sitzung um 11 1/2 h mit Gut Heil.
geschlossen.
Am 21. Jänner um 6 h früh war
für den verstorbenen Kameraden.
Franz Schlögl Gottesdienst, bei welchem
sich die Kameri. In in Duxer und Käppe
beteiligten.
Am 24. Jänner 1/2 6 h abends wurde
zu Amras der Futterstadel des Bauern
Johann Schieferer eingeäschert. Wir
standen in Bereitschaft.
Am 3. Februar versammelten sich die
" Kameraden im Badhause zu einer
gemütlichen Tanzunterhaltung, bei
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14
welcher es wie immer sehr gemütlich her¬
ging und wo bis in die frühe wacker ge-
tanzt wurde. Auch auswärtige Kame¬
raden (1. u. v. Zug Innsbruck) besuchten
unsern Unterhaltungsabend und die
Halltaler-Kapelle spielte sehr zufrieden¬
stellend.
Am 11. Februar begleitete eine ansehnliche
Anzahl unserer Wehrmänner zu Innsbrück
die Leiche des Hr. Anton Fritz zur letzten
Ruhestatte. Viele Feŭerwehrmänner aus
dem ganzen Bezirke waren zugegen
Der lange Leichenzug galt einen Mann
zu ehren dem Ehre gebürt.
Fritz war nicht nur ein tüchtiger Bau,
meister sondern auch ein feŭerwehr.
mann im wahren Sinne des Wortes.
Er war durch eine lange Reihe von
Jahren Hauptmann der ehemaligen
Feuerwehr Wilten, Obmann des Feuer
wehrbezirksverbandes Innsbruck und
Ehrenhauptmann der VI. Komagnie Inns-
brück. Friede seiner Asche.
Ende April begannen die Übungen.
Bei 2 Hauptübungen, 3 Gesammtübŭngen
und 2 Steigerübungen wurde die Mann
schaft mit regem Eifer unterrichtet um
im Falle eines Unglückes jederzeit.
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141/366
14.
schlagfertigt zu sein.
Am 5. Juni gegen 1h früh brannte durch
Unvorsichtigkeit mit Tabakausklopfen.
im Melcherkammerl des Stadels des
Komdt. Anton Rauch der Boden an und
die Einrichtungsstücke fingen bald Feuer
der dort schlafende Melcher wurde durch
den heftigen Rauch gemeckt, es gelang
ihm noch ohne Schaden zu nehmen heraus-
zukommen und Lärm zu machen. Die
eigenen Leute /Herr Karl Rauch/ und
einige herbeigeeilte Nachbarn löschten
den Zimmerbrand mit Hilfe der Hydranten.
Herr Rauch erlitt einen Schaden
von 100 Kronen welcher durch Ver-
sicherung gedeckt ist.
Werkwürdig mag es scheinen daß
vom ganzen Brande, welcher doch bis zŭr
gänzlichen Unterdrückung mehr als
2 Stunden währte, weder von der Nacht,
mache noch von der Windwache etwas
bemerkt wurde. Gut das alles so
glimpflich abging.
Am 23. Juni wurden die Kameraden
Anton Schlögl und Anton Tusch nach Zirl
zum Bezirksfeuerwehrtag nach mittendet.
Bei den Bränden im Norerziegel
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14. Oktober
stadel und bei dem in Götting standen
wir wohl in Bereitschaft, weil aber keine
größere Gefahr zur Ausbreitung des
Feuers vorhanden war, so rückten
wir nicht aus.
Am 2. November abends gegen
6 h wurde im Schulhause die Feŭer-
glocke gezogen mit dem Rufe „bei
uns brennts". Un wirklich brannte
das Heu des Haus Mariacher im
Stadel des Bäckers Egger. Schnellstens
ohne sonst zu allarmieren sprangen
die nächsten Feuerwehrmanner mit
" Hydrantenaussatz und Schläuchen zum
Brandplatze. Glücklicher Weise ge¬
lang es den Hausleuten, den Brani
gleich im Keime zu ersticken. Der
Schaden ist nicht nennenswert.
So ist nun wieder ein Jahr
glücklich an uns vorübergegangen.
und wir brauchten nie zu größerem
Unglücke aŭszurücken.
Windwachen wurden 44 gehalten,
Neu:
Ausschußsitzungen 2.
3 Steigergärten
Im Steigerturm wurde das elektrische
2 Duxer
Licht installiert.
Gott beschütze Mühlen.
Mühlau am 11. Jänner 1913.
Anton Rauch
Joh. Purnern
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39. Vereinsjahr
1913.
Am 11. Jänner war beim Koreth die
übliche Jahreshauptversammlung.
Hierausentnehmen wir.
Unsere Feuerwehr besteht jetzt aus
3 Ehrenmitglieder 77 activen und
72 außerord. Mitgliedern. Von den
activen sind beim
Kommando 7.
bei d. Steigern 22.
Spritzenmannsch. 14, Schlauchmannstr. 17.
Hydrantenabt 8. Ordnungsmsch. 9.
Aus dem Kassabericht sei bemerkt.
Die Regiekassa hat ein Vermögen von 658 K S 2 h
die Unterstützungskassa "... " 2526.78 "
488 " 87
die Requisittenkassa
Nach der Überprüfung der Kassagebahrung
wurde als Prüfer für das nächste Jahr die
Hr. Josef Steiger und Konrad Türk-Ersatzm.
Joh. Gstin gewählt.
Bei der Verlesung jener Mitglieder, welche
dienstesjährabzeichen für 10–15 eset Jahre zu
tragen haben, wurde dem Schlauchmannrotten¬
führer Jakob Häfele das Diplom für
25jährige Tätigkeit im Vereine Überreicht.
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Josef Lentobe war nicht anwesend, wird
daher das gleiche Diplom später erhalten.
Nach den üblichen Dankes – und Aufmun-
terungsreden wurde die Sitzung ein
10 1/4 h mit Gut Heil geschlossen.
Am 18. Februar brannte im I. Stock beim
Korethwirt ein Korb mit Wäsche an, weil
derselbe ganz nahe bei einem stark ge¬
herzten Ofen stand. Das Feuer wurde gleich
entdeckt und vom Wirte Anton Kuen selbst
gelöscht. Er erlitt dabei einen Schaden
von 100 Kronen, welchen ihm die Versicher¬
nug deckte.
Ams. April war Ausschußsitzung.
Hiebei wurde unter anderem gemeldet:
Ausgetreten sind: v. Erst, Ant. Tusch, Ludw. Christ.
Georg Holzmeister und Max Schlögl. die meisten
davon meldeten den Austritt ausunserm Körper
wegen Übersiedlung in andre Orte. Möge es
ihnen dort gut ergehen.
Neu aufgenommen wurden:
Karl Schweikher
Franz Leitgeb,
Ernst Scheucher
Josef Stolz.
Leider erschienen Schweikher und Stolz ein
zu Übungen.
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Am 15., 22. und 29. April wurden
fleißige Übungen abgehalten.
Am 30. April, 9t abends brannte in Innsbruck
(Pradl) ein Haus mit Stadl, der Stadt gehörig.
Wir standen in Bereitschaft, führen aber
nicht aus, dennoch begaben sich 10 Kameraden
zum Brandplatze, brauchten jedoch nichts
zu arbeiten.
Am 3. Mai wurde verdächtiger Rauch in der
Villa Paberl gemeldet. Es stellte sich heraus,
daß eine Wohnung desinfiziert wurde.
Am 4. Mai beteiligten sich beim Kirchgange
zum Florianiamt 49 Kameraden. Hernach
unterhielten sich beim Koreth bei freibier die
Teilnehmer. Hauptm. Rauch war am selben Tage
in Regensburg und sandte Grüße
(Blumentag in Innsbruck).
Am 11. Mai brannte der Dachstuhl der Schank
1/21 mitt. Pfingstsom im Löwenhaus. Wir fuhren unter
Komando des Sptinstllr. Jos. Ggin mit einer Ab¬
teilung Mannschaft und einem Schauchkarren
zum Brandplatze, traten aber nicht in
Tätigkeit
Am 16. Mai brannte der Jägerhof in Schön-
berg ab.
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Am 17. Mai um ½ 9 vorm. wurde der Brand
in der Möbelhandlung Brüll gemeldet.
Wir standen in Bereitschaft.
Am 18. Mai 1/2.10 h vorm war frühjahrshaupt¬
übung. Hiebei beteiligten sich 60 Kammeraden
Brandobjekt war bei Schlögl-Schmied. Es
klappte.
Hernach zog der Körper unter Vorantritt
der Musik bei klingendem Spiele zum
Badhaus. Dort wurden feierlich den Mit-
gliedern Schlauchmannrottenführer Jakob
Häfele und Schlauchn. Josef Pentobe
die vom S. Majst. dem Kaiser gestiftete
Ehrenmedaille für 25jähriges eifriges
wirken im Feuerwehrkörper an die Brust
geheftet. Die Mannschaft unterhielt sich bei
bei Musik und freibier.
Am 10. Juni starb in Kufstein unser außerde.
Mitglied Rudolf Köck v. Stuckimfeld-Murgtal.
Er gehörte nur kurze Zeit unserem Vereine
an. Friede seiner Asche.
Am 15. Juni war Delegiertentag in Matrei.
Von unserer Wehr wurden Joh. Katharin
und Anton Schlögl entsendet.
Am 8. Juli Ausschußsitzung. Bei derselben
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wurden Jakob Minatti und Franz
Schatz als ausübende Mitglieder in
die Feŭerwehr aŭfgenommen. Leider
erschien Franz Schatz um.
Am 4. September Ausschußsitzung. Bei der-
selben wurde Obm. d. Ordem. Johann Gstir
als Delegierter zŭm Gautag gewählt,
welcher am
6–8. September zu Braueck stattfand.
Zugleich feierte die freiw. Feŭerwehr
dieser Stadt das Fest ihres 50jährigen
Bestandes
Am 11. September kam beim Sternbach
Kutscher ein Aschenbehälter in Brand, welcher
starken Rauch entwickelte. Kamerad Kathrein
und die Hausleute konnten den Brand im
Keime ersticken.
Am 14. September Gesammtübung. Es wurde
der Hydrant bei Comploi mit 4 Ausläufen
(2 Adler) verwendet und dabei erprobt, daß
so die Häuser bei Schöpf-Waldner-Wieser
genügend geschützt werden können.
Am 12. Oktober Herbhauptübung. Dabei wurde
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daß bei günstiger Aufstellung der Leiter
die Kirchtŭrmspitze mit dem Wasserstrahl
vom Raucheckhydranten aus erreicht
werden kann.
hernach Erfrischung beim Zapfler.
Am 6. November starb nach ganz kurzer
Krankheit unser außdl. Mitglied Herr
Peter Kuen, Korethwirt.
Peter Kuen war ein ganzer Mann. Er
diente bei den Kaiserjägern, machte als
solcher den Feldzug im Jahre 1866 mit und
stand im Kŭgelregen bei der Schlacht bei
Custotza. Nach Hause gekommen übernahm.
er die Wirtschaft. Er hat es verstanden durch
seinen unermündlichen Arbeitsgeist sein.
Geschäft zu heben und sich zu einem gewissen
Wohlstand emporzuarbeiten. Er war stets
ein freund der Feŭerwehr und seit der
Gründung außdl. Mitglied. Ruhe seine Asche
Am 8. September begleiteten wir seine
Leiche zu Grabe.
Am 3. Jänner war Ausschußsitzung beim
Zapfler.
Am 9. Jänner raffte eine arge Lungenent-
zündung unser ausübendes Mitglied den
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Schlauchmann Karl Told mit dem Tod-
dahin. Told war ein braver Mann und
gehörte seit dem Jahre 1902 unserm Körper
an. An seiner Bahn trauert eine Witwe
mit 2 Kindern.
Schlussbericht.
Windwachen wurden gehalten 56.
Nun angeschaffen wurde:
3 Duper
3 Steigergärten
1 Saugschlauch
6 Juppen
1 Hydranten Standrohr.
Gestorben ist ein actives Mitglied
und 2 beitragende Mitglieder
Ausschußsitzungen waren 4.
So ist nun das 39. Vereinsjahr wieder
glücklich ohne größern Brandschaden an uns
vorübergegangen.
Gott beschütze Mühlau!
Mühlan, am 10. Jänner 1914.
Joh. Purney
Schriftführer
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Vereinstand:
Dieser
2.
Das 40. Vereinsjahr beginnt mit
der Jahreshauptversammlung, abgehalten am
10. Januar abends beim „Koret“. Es erschienen
hiezu die meisten aktiven Wejennglieder
ebenso der Gemeindevorsteher Josef Steiger,
welcher, sowie alle Anwegenden, vom vorsitzenden
feŭerwehrhauptmann Anton Rauch wärmstens
begaüβt wŭrden. Die Erstattŭng des Tätigkeits-
und Kassaberichtes ging glatt, und ohne Einwand
vor sich bei Letzteren bemerkten wir
folgenden Vermögensstand.
(a) Requisitenkassa Kr. 665'05
" 623.89
b) Regiekassa.
c) Unterstützungskassa "271.24"
zŭsammen 4000·18 Kr., welcher von Josef Steiger
und Konrad Türk vorher geprüft und richtig
befunden wurden. Die für heuer fällige Neŭwahl
des Aŭsschŭffes stellte folgendes Ergebnis dar:
Hauptmann Anton Rauch
dessen Stellvertreter Josef Gstier
Schriftführer.
Johann Turner.
Kassier
Lopold Rauch.
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Gerätemeister Johann Kathrein
Obmann d. b. M. Johann Gstier
Steigerrotte: Josef Steiger, Romed Kreŭzer,
Johann Hell.
Speitzenmannschaft: Anton Schlögl, Ludw. Prantl,
Schlauchartte: Konrad Türk, Josef Dangl,
Ferdinand Schober,
Hydvantenabteilŭng: Otto Rainer, Konrad Plattner.
Anton Khŭen
Konrad Türk gab den Jahresabschluß der
feŭerwehrsterbekassa bekannt, und animierte
zum Beitritte in dieselbe. Weiters wŭrde
beschlossen das heŭer zŭtreffende 40. Wiegen-
fest der Mühlauer Wehr während der
Sommermonate festlich zu begehen, u. die
Ausführung desselben der Kommandantschaft
zu überlassen. Von einem Feŭerwehrballe
wŭrde dagegen keine Erwähnŭng getan.
Am 11.
Jänner begleiteten wir die sterblichen
Überreste unseres aktiven Kameraden.
Karl Told zŭr letzten Ruhestätte über
welchen schon früher berichtet wurde.
Am gleichen Tage bemerkte man aŭs dem Kamin
des Haŭses No 138 ein gewaltiges feŭer-
sprühen, doch war der Kaminfeger Dobmayr
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rasch zŭr Stelle, ŭnd kein Anlaβ zu
einem unserseitigen Einschreiten.
Ana
28. Februar abends geriet ein, bei
Wagnermeister Lischka an der
Reichstraße zŭr Reparatur stehender
Möbelwagen der Speditionssirma.
Gottardi in Innsbruck dadŭrch in
Brand, weil der Wagnergehilfe mit
einem Glüheisen ein Loch in den
Wandrahmen bohrte, und wahrscheinlich
in die Holzwollfüllung der Wandpolsterŭng
hineingeriet, wodŭrch sich die gepolsterte
Wand wasch entzündete und der Möbel¬
wagen saht ganz niederbrannte;
eine Abteilŭng mit einem Schlauch-
wagen unserer Wehr war gerade wasch
zur Stelle den kleinen Brand zŭ
lokalisieren. Der Schaden soll 3000 Kr.
betragen.
10. März gegen 2ten früh bemerkten
Am
die windwach-diensttuenden Karl
Sentobe und Anton Wieser einen
Brand in der Richtŭng Hötting, dessen
feŭerschein aber bald nachlieβ, so daβ
der Brand beim Hauptmann wohl ge-
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meldet, aber nicht ausgefahren wurde.
Es handelte sich hier ŭm den Etschmannhof
in der Höttingerau, der ziemlich nieder¬
brannte; man vermutet Brandlegung.
Während der Monate April und Mai
wŭrden fleißig Gesammt- und Abteiliŭgs-
übungen abgehalten, ŭm die Mannschaft
für das nahende Gründungsfest bestens
zu exerzieren, und die Jubelwehr auf
einen Stand zŭ setzen, die Anerkennung
verdient.
Am 21. Mai fand bei herrlichen Wetter das
40jährige Wiegensest der Mühlauer feŭer-
wehr statt, worüber unser Chronist in dem
feŭerwehrsachblatte folgendes verhautbarte:
0 (40 jähr. Wiegenfest der Feuerwehr Mühlau)
Die freiw. Feŭerwehr Mühlau hatte den Beschluβ
gefaßt, ihr 40jähriges Wiegensest in feier¬
licher Weise zŭ begehen, galt es doch hiebei
6 Kamonaden zu ehren, welche seit der
Gründung ununterbrochen dem Vereine
aktiv angehörten, und trotz ihres vorgerückten
Alters mit einer jugendlichen Frische mit
ungebrochenen Eifer und erfreulicher
Pünktlichkeit ihrem Dienste in der Feŭer-
wehrsache heŭte noch nachkommen. Die
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Veranstalter des Festes haben auch alle
umliegenden Nachbarwehren eingeladen.
und haben sich, da zŭfälligerweise ŭner-
wartet schönes Wetter sich einstellte, am
21. Mai ungezählte Kameraden aŭs fast
allen Teilen des Bezirkes zŭ einem
Stelldichein bei der Jŭbelwehr eingefunden.
Insbesonders stark waren vertreten die
feŭerwehren von hall mit Mŭsik, jene
von Arzl und Rum fast vollzählig, sammt
deren Musikkapellen, zahlreiche Kameraden
aus Innsbruck, aŭs fŭlgmes und Zirl,
Amaas, Absam, Hätting, Matrei, Götzens,
und dergl. die Feŭerwehr-Landesverbands-
leitŭng und die Bezirksverbandsleitung
No 4 waren in erfreŭlicher Weise durch
verschiedene Herren vertreten. Es wogte
in den Straβen desfestlich geschmückten
Ortes von Wesemännern, die mit Interesse
der Schaŭübŭng folgten. Am Vorabende zog
nach Eintritt der Dunkelheit ein imposanten
Fackelzŭg mit Musik dŭrch das Dorf und
fand ein kleiner Begrüßungsabend
im „Badhaus‟ statt. Der Festtag wŭrde
mit einem feierlichen Gottesdienst
eingeleitet, wobei der neŭerstandene
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Kirchenchor eine neue festmesse mit großem
Orchester in meŭsterhafter Weise zŭr
Aŭfführŭng brachte. Zŭ dem darauf-
folgenden Frühschoppen im schönen
Zapflergarten fanden sich bereits mehrere
Vertretungen auswärtiger Wehren, ins-
besondere zahlreiche Kameraden aŭs
Innsbruck ein, und gab die Musikkapelle
von Mühlau unter Leitŭng ihres neŭen
Dirigenten Pölzel exakt aufgeführte
Musikstücke zŭm Besten, hiefür berechtigtes
Lob eantend. Nachmittags war Empfang.
der festgäste bei der Trambahnstation
Dollinger und brachten die vollbesetzten
Züge so zahlreiche Wehrmänner aus.
allen Teilen des Bezirkes, daß die
Straßen des festortes gleich solchen von
Großstädten dicht bevölkert waren. Es
zeigte, daß sich die Jubelwehr Mühlau
einer besonderen Beliebtheit erfreut,
und bei den anderen Wehrvereinen
in bestem Ansehen steht. Die Schau¬
übung wurde nach Anordnung des
Landesverbandvertreters in der
fabriksanlage der Firma Weyver¬
dŭrchgeführt, zeigte beste Schŭlŭng der
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Mannschaft, sowie gute Löschgeräte
und vorzügliches Schlauchmaterial,
welches den enormen Druck der
Innsbaucker Wasserleitŭng zŭ halten.
vermag. Insbesondere die fingierte
Rettung aus dem dŭrch feŭer abge-
schlossenen Dachboden fand allgemeinen
Beifall. Es wurde ruhig und zielbewußt
gearbeitet und fand die Aŭsstellŭng
ungeteiltes Lob. Hernach war desilierŭng
vor den Festgästen, an welcher, ich, nebst
der Jubelwehr mit ihren Geräten, auch
die Feuerwehren und Feŭerwehr¬
musikkapellen von Hall, Arzl und Rum
korporativ anschlossen. Hernach war fest-
versammlung im großen Korretgarten,
welcher sich jedoch viel zŭ klein erwies.
Die Wehrmänner drängten sich heran,
konnten aber leider nicht alle ŭnter¬
gebracht werden, und begaben sich in die
anderen Schankgärten, wo man überall
feŭerwehr-Musikkapellen hören konnte.
Der Kommandant Anton Rauch wöffnete
mit kurzer Begrüßung der festgätte
Die Festversammlung, worauf Herr Holzmeister
unter Anführung der wichtigeren Taten
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aus dem Vereinsleben der Jubelwehr die
festrede hielt, an welche sich die Ehrung
der seit Gründung der Wehr derselben
angehörenden und heŭte noch aktiven
Mitglieder: Johann Kathrein, Leonhard
Schlögl, Johann Gstir, Christian Rauch,
Georg Stockhammer und Franz Waldner,
anschlossen. Herr Kathrein, der fast seit
40 Jahren mit vastlosen Eifer die Stelle
eines Gerätemeisters in musterhafter
Weise versorgte, wŭrde aber einstimmigen
Beschluß der Wehr zu deren Ehrenmitglied
ernannt, und ihm bei dem heutigen
Anlasse eine hübsch ausgeführte Urkunde
von Seite des Kommandanten überreicht
Besondere Freude zeigte sich aber in
Erfüllung einer alten Dankespflicht
gegenüber dem seit 30 Jahren der Wehr
angehörenden früheren Zŭgsführer und
nŭmmehr seit 1899 der Wehr vorstehenden
Kommandanten Herrn Anton Rauch.
Ihm wurde unter Würdigung seiner
edlen Taten, seiner ersprießlichen
Bemühungen um Hebung u. Belebung
des Wehrkörpers, insbesondere durch
seine erfolgreichen Bemühungen um
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den Ausbau der mustergiltigen hoch¬
drŭckwasserleitŭng, die Ehrenmitglied-
schäft des Vereines verliehen. Ein pracht-
voll aŭsgeführtes Ehrendiplom zeigte
die Freude und Überraschung des
Gefeierten, welcher das Versprechen gab,
von seinem früheren Vorhaben abzugehen,
und die Kommandantenstelle noch
weitere Jahre beibehalten zu wollen.
Es brachten dŭach Begrüβungsansprachen.
die Glückwünsche die Herren Holzmeister
namens des Feuerwehrlandesverbandes,
Herr Seiler namens des Bezirksver¬
bandes, Herr Innerhofer für die Inns-
brŭcker Wehr, Herr Gastl aŭs Zirl,
Herr Waibl aŭs Wattens, und Herr Holter
aus Absam zŭm Ausdrŭcke. Herr
Gemeindevorsteher von Mühlau gab
die Glückwünsche und den Dank
der Gemeindeverwaltung kund und
wurden hiebei Kameradschaftsbande
fester geknüpft und freundschafts¬
worte gewechselt. Die Postmusikkapelle
aus Innsbruck trug wesentlich bei,
die Feststimmŭng besonders zŭ heben,
Auch in den anderen Gasthauser
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10
von Mühlau war überall freŭdige Festes¬
stimmŭng und Musik, und sah man
erst in den Abendstunden die Wehr¬
männer sich zur Heimkehr bewegen,
gewiß in jedem die Versicherŭng tragen,
ein schönes kameradschaftliches fest
mitgefeiert zu haben. J.P.
An die koporativ erschienen feŭerwehren.
Arzl, Rum, Thaŭa und Fall, sowie an die
um den Verkauf der festabzeichen be¬
mühten Fräuleins wurden Dankesschreiben
gerichtet.
Juni erschien die Kommandantschaft
Am 12.
beim geliebten Feŭerwehrhauptmann
Anton Rauch, und brachte denselben in
der üblichen Weise die Glückwünsche des
Körpers zu seinem Namensfeste dar¬
worauf der Geseierte den Ausschuß zum
Koret lŭd, und gleichzeitig die Gelegen-
heit benützte, eine Ausschußsitzung
abzuhalten.
Am 25. Juli war der Bezirks Religierteintag
in fŭlgmes. Von unserer Wehr erschienen
Josef Gstir, und Konrad Kreuzer als
Vertreter; von den hiebei geführten Ver¬
handlungen war nicht besonders
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wichtiges zu konstatieren.
Juli hielt die Feŭerwehr heiligkreuz
Am 19.
ein Gartensest ab, wobei sich mehrere
Kameraden von unserer Wehr beteiligten.
Am 23.
Juli starb zu Innsbruck nach kurzer
"Krankheit Herr Max Klammer" der
Kommandant der dortigen Feŭerwehr.
Klammer welcher auch die Stelle
eines Löschinspektors, und seit einem
Jahre des Bezirksobmannes bekleidete,
war in Feuerwehrkreisen allseits
bekannt. Wir beteiligten uns bei der
Leichenfeier am 26. Juli "en Parade"
unter führung des Kommandanten
Rauch in einer Stärke von 29 Mann
und kann ein Augenzeuge nach¬
träglich konstatieren, daß das Aufmarschinen
der Mühlauer Feŭerwehr unter den
noch zahlreich verschiedenen anderen
Ortsfeŭerwehren, weitaŭs das Staammste
und Schönste war. Hernach war freibier
beim Dollinger.
brachte die Verlautbarung der
Der 31. Juli
allgemeinen Mobilisierŭng, und
teilweisen Aŭfbietŭng des Landstŭrmes
zum Kampfe für das teure Vaterland.
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12
Am Schlusse des heŭrigen Jahresberichtes
werden wir auf die Einzelheiten
dieser Maßregeln und deren folgen-
noch eingesend zurückkommen. Von
unseren Wehrkörper sind im Ganzen
2. Mann eingerückt, was in der am
beim "Koret" einberufenen außer¬
2. August
ordentlichen Vollversammlung kon¬
statiert wŭrde. Bei dieser Gelegen-
heit wurde an die versammelte
Mannschaft der Apell gerichtet,
während der ganzen Kriegszeit,
wo so viele Männer, die dem
Löschwesen angehören, zum Waffen¬
dienste fort müssen, besondere
Vorsichtsmatsregeln gegen Feuers-
gefahr gelten zu lassen, insbesondere
in der Beaufsichtigung von Kindern,
wegen spielen derselben mit Zünd¬
hölzern etc. etc.
Oktober war die übliche Herbstübŭng
Am 25.
welche in Abwesenheit des Hauptmanns,
dessen Stellvertreter Josef Gstir leitete.
Als Angriffsobjekt diente das Anwesen
des Rauch Christl an der Reichstraße.
hernach war freibier beim "Koret".
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13
Am 31. Oktober starb nach kurzer schwerer
Krankheit ŭnser ehemaliges lang-
jähriges Mitglied und Schlauchersten.
stellvertreter Franz Sentobé, ein in
Sänger und Musikantenkreiten
bekannte und beliebte Kraft:
Am nächsten Tage starb ebenfalls nach
kurzer schwerer Krankheit der
Gutsbesitzer Johann Gasser von Mühlau,
ein beitragendes Mitglied unserer
feŭerwehr. Wir begleiteten dessen
sterbliche Überreste am 3. November
zur geweihen Erde. Die hinterbliebenen
liesten es sich nicht nehmen für
diesen sietätsakt durch Kran zu spenden
Am 7. November gegen 8der abends stieg auf
dem Jŭngerbŭrgboden eine mächtige
feuersäule gen Einmal, und
konnte sofort klar sein, daß es sich
um ein Großfeuer des teilweise
aus Holz gebauten Karwendlhofes
handelte; 7 Mann unserer Wehr
führen mit gemigend Schlauchvorrat
unter der Leitŭng des H. St. Josef Gstiv
zur Brandstelle konnten indeß wenig
mehr aŭsrichten, da ziemlicher Wasser¬
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mangel herrschte, und der Brand zŭ
weit vorgeschritten war. 5. Mann blieben
die ganze Nacht über als Brand-
wache zurück. Das Unglück entstand
dŭrch Beandlegŭng, doch konnte der
Täter nicht ermittelt werden.
Am 2. Dezember starb nach längeren Kranksein
der Hausbesitzer und ehemaliger
Tischler= und Glasermeister Anton Schnegg.
Derselbe, ehemaliger Kaminfeger,
war zahlreiche Jahre ein äußerst
tüchtiger Rufführer in unserer Wehr,
mehrere Jahre Steigerrottenhüfver¬
dann Spritzenmeister Stellverbreter
Stellvertreter und schließlich in der
Ordnungsmannschaft tätig. Derselbe
gehörte zŭ den s. z. Mitgründern
unserer Wehr, und bedauern wir
hiemit, einen unserer wenigen
alten Kameraden verloren zu haben.
Schnegg, ein jederzeit aŭfrichtiger
und bescheidener Charakter, war
allseitig beliebt, und wird demselben
ein gesegnetes Andenken jederzeit
gesichert bleiben. Wir begleiteten
die sterblichen Überreste des lieben
Toten am 4 Dezember zur letzten
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15
Ruhestätte der Sarg wurde von p 20
geben
feŭerwehrmännern getragen. R.I.R.W.
Am.
Dezember starb nach kurzer Krankheit
unser ehemaliges aktives Mitglied
und Todtengräber
der Hausbesitzer Johann Stern ein
langjähriger Angehöriger der hiesigen
Mŭsikkapelle. Sein einziger Sohn
ist dermalen als Rekaŭt zŭr Ab¬
richtung in Südtirol, und auf dem
Weggange in das Schlachtfeld, was für
die hinterbliebenen Familienange¬
hörigen wohl ein hartes Leiden sein.
mag.
Dies ist der Bericht über die
wenigen für uns näher liegenden
Vorfälle in dem eben abgelaufenen
40. Vereinsjahre. Dasselbe ist Dank
Vorsehung
der gütigen Vortheilung für uns,
für die ganze Umgebung, und
wohl auch für das ganze Land in
kath,
Bezug aŭf Feuer- und Wasserstorpfen
ein äußerst glücklicher Leitabschnitt
zu nennen, denn weder hochwasser
noch große Feŭersbrünste, mit Ausnahme
jener in der Gemeinde Pinzolo in
Judikarien, brachten den Tagesblätter keine
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16
weiteren bedeutenden Unglücksfalle
zur Kenntnis. Die Tätigkeit im Vereine
bestand daher lediglich in der Befestigung
der Mannschaft auf Schlagfertigkeit
im gegebenen ernsten falle, wozu
die zahlreichen und fleißig besuchten
Übungen im Frühjahre anberaumt
wurden. Die Spritzmannschaft wurde
mit Gurten und Schlauchschlüssel
versehen, die Steigerrüstungen teil¬
weise aŭsgebessert, und dŭrch neue
ergänzt; ein Schlauchwagen No 3.
neu angeschafft, und der Geräte
stand auf dem Laŭfenden ge-
halten. Im Ganzen wurden acht
Gesammt- und vier Abteilungs-
übungen abgehalten. In 54
Nächten sorgte die arbeitsfreudige
Wehrmannschaft für die Einhaltung
der bekannten Windwagen, wofür
das Feuerwehrkemmando an dieser
Stelle den gebührenden Dank aus¬
Kommandentlobeyssitzungen.
spricht.
wurden 6 einberufen, und hiebei
die laŭfenden Geschäftsstücke bettens
erledigt. Der Mannschaftsstand
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Georg Rauch
Thänner Lang
zeigt heŭte.
Leonhard Schlögel
anten Rauch
a) 5 Ehrenmitglieder, kam Kathrein
6) 73 aktive (ausübende) Mitglieder
c) 68 beitragende Mitglieder.
Aŭs dem aktiven Mannschafts-
stande, ist ein Todesfall nicht zŭ
verzeichnen, dagegen ist Anton
Gasser als Beitragendes, sowie
Anton Schnegg, Franz Sentobe und
Johann Stern als ehemalige aktive
Mitglieder in das Jenseits abgegangen
Ferdinand Schober
Ausgetreten ist Plattner Georg und
Reinisch Johann, neu eingetreten.
und aŭfgenommen Karl Obkircher
Robert Schwenniger, Johann Beer, und
Bartholomärs, Behain.
Wenn zwar kein ernster Anlaß
zu unseren Einschreiten durch
feuer oder Wassergefahr vorhanden.
war, so ist doch das berühmt gewordene
1914ner Jahr, auch in unserer
Gemeinde nicht lautlos verstrichen.
die fast weltbekannte leistŭngslähige
Kunstmühle unseres sehr geehrten
hauptmannes und Kassiers herren
Anton und Leopold Rauch, ein
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Etablissement ersten Ranges und
mŭstergiltig, ist dŭrch den aŭs-
nahmsweis stark gehenden Mühl¬
bach unterwaschen worden, was für
das große schwer belastete Gebäude.
von schweren Folgen war.
Am 24. August zeigten sich am Haupttrakte
und dem Elektrizitätswerke des
genannten Etablissements bedenkliche
Mannerrisse, die von sachkundiger
Seite wiederum als unbedenklich
befunden wurden. Das Elektrizitätswerk
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die
haŭptkraftanlage der großen
am 28. August
ÿsbar
Mühle ists um 7 30 Uhr früh infolge.
Unterwaschung durch den hoch-
gehenden Mühlbach gänzlich ein¬
gestürtzt, und ehe noch geeignete
Vorkehrŭngen gegen eine gleiche
Katastrophe des Mühlhauptge-
bäudes getroffen werden konnten.
ist um 1 40 Uhr; der südöstliche Flügel
des 6 Stock hohen Mühlengebäudes
vom Fundament aus hinauf zum
Dachfürsten sammt Warenlager,
maschineller Einrichtŭng, und
Mahlvorräte unter fŭrchtbaren
Getäfe in den Mühlbach gestürzt.
Diese Katastrophe ist umsomehr
bedauerlich, da die Firma Rauch
gerade jetzt dŭrch bedeūtende
Militärlieferungen, u. Approvisionirung
von Nordtirol, während der Kriegs-
zeit, in einen äußerst strengen
Geschäftsverkehr geraten ist, und
nicht nŭr genannte Firma, sondern
wohl ganz Nordtirol dŭrch diese
Katastrophe geschädigt erscheint, denn
woher das unbedingt notwendige
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169/366
9.10
Nahrŭngsmittel beziehen, wenn die
größte Mühle des Landes durch
ungeahnte Wasserkatastropfen in
einen förmlichen Schutthaŭsen ver-
wandelt ist? Jeder der so zahlreichen
Zŭschauer klagte aufrichtigen Herzens
über das große Unglück, welches über
die wohlgeachtete Firma hereinge¬
brochen ist, und mögen es günstigere
Umstände fördern, daß die Firma
Anton Rauch ihren gewohnten Ge¬
schäftsbetrieb baldigst wieder in
vollem Umfange aufnehmen und
erhalten kann. Diesem frommen
Wunsch schließt sich auch die
Mannschaft der Mühlauer Wehr in
aufrichtiger Treue an, hängt
doch dieselbe in dankschuldiger
Weise an ihrem langjährigen
allseits beliebten Hauptmanne, an
ihrem eifrigen ersprießlichen
Kassier, welche beide Besitzer der
firma Rauch sind, und so
erhoffen wir, daß der bisher
bestens gediehene Wiederaufbau
weiter gedeihe und der Firma Raŭch
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170/366
für das erlittene Unglück durch
besten Geschäftsgang, reichliche
Entlohnung geboten sei.
Das Jahr 1914 wird in der
wohin
Weltgeschichte in erster Reihe stehen.
friedliche Zeiten, gute Verhältnisse
erhofft sich jeder Mensch, und
freut sich an seinem Leben, und
an seinen Werken, wenn es
ihnen halbwegs gut geht. Dieser
wohlberechtigten Standpunkt war
uns nicht allseits vergönnt. Die
Treue Österreichs Völker zŭm
Kaiserthron und Regierung machte
es stark und vorwärts schreitend,
ebenso wie im engverbündeten
deutschen Kaiserreiche. Der
innige Zŭsammenhang dieser
beiden Großmächte förderte seit
Jahrzehnten gegenseitig Kunst
und Wissenschaft, Handel und
Industrie und gemeinsames
Wohlergehen. Beide große Staaten
geführt ŭnter deŭtscher Flagge,
deutscher Einheit, deutschen Stärke
und Manneszucht müßten zur
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22
Erhaltung dieser erhabenen Stelle auch
alle jene Vorkehrungen treffen,
welche zum Segen und zŭm Schutze
der Staaten eben sind: Ausgestaltung
der Wehrmacht zu Lande, zu
Wasser und in der Luft. Wie jeder
seine Feinde hat, so hatten es
auch schon seit längerer Zeit diese
beiden Länder. Dem berüchtigten
aŭssischen Bär lag das Wohl seiner
Stammesverwandten in Serbien.
sehr am Herzen, und während
letztere als halbwildes unkultŭrelter
Volk in nationalen Faß gegen
die Donanemonarchie öffentlich
demonstrierte, schickte Rußland
seine gewaltigen Feeresmassen
an die österreichische Grenze, und
erließ militarische Maßregeln.
welche unzweideutig auf eine
feindliche Gesinnŭng gegen Ötterreich
hinzielten Das deŭtsche Reich, unser
treuer Bundesgenosse pflegte mit
der rŭssischen Regierung fortwährend
Unterhandlungen, wegen friedlicher
Klarlegung der zwischen Österreich
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23
und Rußland und Serbien be¬
stehenden Spannungen. Rußland,
wie auch alle anderen Völker
und Länder wußten es zŭ genau
daß im Falle eines Kampfes
Rußlands gegen Österreich, auch
Deutschland sich gegen Rußland
wenden würde, da das freund¬
schaftsband zwischen beiden.
Staaten, Deutschland und Österreich
sehr stark geschlŭngen war. Das
mit Rußland verbündete
Frankreich hatte noch seit dem
1870 ger Kriege einen argen
Groll aŭf das deŭtsche Reich, und
so wartete Frankreich wohl fast
mit freuden auf jenen Augen¬
blick, in welchen Deutschland
gegen Rußland, und Frankreich
dann im Rücken gegen Deutschland
marschieren kann um so eine
Vergeltŭng für die Verluste
1870/71 zu erreichen. Das zwar
mit dem Deutschen Hohenzollner'sche
Herrscherhaus engverwandte
Königshaus von England (Geschlecht
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24
der
waren seit Jahren
in gleich gespannten Verhältnissen
mit Deutschland, als wie der Russe
mit Österreich. Das Emporblühen
Deutschlands, der gewaltige fort-
schritt der dortigen Industrien
war für England ein jahrelanger
Doan im Aŭge, da England das
bekannte Herrschervolk konkurenz-
los und unentbehrlich auf der
ganzen Welt dastehen wollte,
und so war es ein alter Plan von
England bei geeigneter Gelegen¬
heit das deŭtsche Reich zŭ ver-
nichten oder wenigstens zu ver¬
mindern; und so herrschte in
England ein völliger Jubel als
die Tage kamen, wo Rußland
gegen Österreich, und Deutschland
gegen Rußland zog. England.
kennte sofort auf Grund Geheim-
verträge das stolze Frankreich.
bestimmen in Deutschland einzu¬
marschieren, ebenso ist auch das
kleine Königreich Belgien das
sonst in intimen Freundschafts-
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174/366
verkehr mit Deutschland stand,
dŭrch das kriegslustige England
gegen Deutschland aufgesetzt.
worden. Auf diese Weise war
die seit Jahrzehnten paraphezeite.
und gefürchtete Kriegsfackel
von Europa in einem fŭrch-
baren Brande geraten, und
unmittelbare Ursache hiezu
bot ein politischer Meuchel¬
mord gegenüber dem Erzherzog
Thronfolger von Österreich Este.
weiland Erzherzog Franz Ferdinand,
28
VI
welcher beim Tauppenmänder
im Auftrage Sr. Majestät
Ende Juni 1914, in Bosnien
weilte. Nach Besichtigung des
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26
Rathaŭses in der Hauptstadt Savajevo
wurde Erzherzog Franz Ferdinand
sammt der neben ihm im Auto
sitzenden Gemahlin Frau Herzogin
von Hohenberg von einem serbischen
Verschwörerkomplett meuchlings
erschaffen.
die hierauf sofort eingeleiteten
Untersuchŭngen zeigten deŭtliche
Wege auf die Verschwörung,
welche vom Königshaus in Belgrad
und der dortigen Regierung
herstammte, die diesbezüglich
gestellten Forderungen und
fragen der österreichischen
Regierung wurden entweder
gar nicht, oder nur oberflächlich,
oder lächerlich behandelt, und so
erfolgte endlich am 23. August 1914
ein Ultimatum Österreichs an
die terbische Regierung, welches,
weil ungemigend beantwortet,
die weiteren Konsequenzen
nach sich zog.
Am 29. Juli brachten die Tagesblätter
offiziell das kaiserliche Manifest
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An meine Völker, womit die
gesammte Wehrmacht und Landwehr
mobilisierte, und der Landsturm
teilweise aufgeboten wurde. Mit
Schaudern mußten die sich so viele
Jahre gesegneten Frieden lebenden
Völker Österreichs, die Kund-
machung vernehmen, und wohl
keinem war es leicht ums Herz,
wenn er an die nun kommende
Zukunft denken mußte. Kriegszeiten
sind schlechte Zeitengewesen, und
bei dem heutigen Stande der
Waffentechenik sind grausame
Verluste an Menschenleben zu be-
fürchten. Mit welchen Gefühlen
mag der aktiv dienende Soldat
die Kriegsmontur ausgefaßt.
haben? Wie mag dem Reservisten
ums Herz gewesen sein, von
seinem Elternhaus, von seinen
Geschwistern, Verwandten und
Freunden Abschied zu nehmen,
um ins ferne Schlachtfeld zŭ ziehen:
und wie zerknirscht und herz¬
gebrochen war der Landsturmmann
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28
der Weib und Kind, Haus und Gut so
säh verlassen mußte um dem Rufe
der Kaisers zŭ holgen, nicht wissend
ob er nochmals sein trautes heim.
sehen kann. Schwerer Abschied war
es für Jeden, insbesondere für die
verheirateten älteren Landsturm-
malen.
Par
männer. Wir konnten im Rahm
Innsbrucks, wo bei 60.000 Mann
zur Einberufung erschienen, so
manch gedrücktes Gemüt unter
den Einberufenen bemerken.
Die Trommelnschlugen zum
Kampfe, die Hörner schallten zum Sturm.
fort ging es in end- und zahllosen
Militärzügen direkte in das ferne
Schlachtfeld, oder in weitere Militär¬
stationen. Fast niemand konnte
sich beim Abschied am Bahnhofe der
Tränen verwehren.
Von Mühlau gab es ein stattliches
Kontiquent der zŭm Waffendienste
Einberŭfenen. Wir können uns
in dem heŭtigen Berichte nŭr
auf unsere Wehrkameraden be¬
schränken, die fort von der lieben
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Heimat mußten, um den Mann
und heldenhaften Kämpfer für
das vaterland zu stellen. Zum
Waffendienste eingerückt sind:
Leopold Raŭch (Leŭtnant d. Res.)
Romed Kreŭzer, Franz Weger,
Josef Oberdanner, Leonhard Schlögt
Alois Gundolf, Johann Hell
Alois Steiger, Alois Gstir, Anton
Stolz, Alois Schlögt, Alais Frenes,
Anton Thaler, Josef Schlögl, Johann
Tŭsch, Vinzenz, Schett, Josef Plattner,
Lernhard hell, Gebhard Schlögl, Franz
Wach, u. Jakob Minatti. Die anderen
haben sich als Koppler (Pferdeknechte),
und als Standesschützen zu
Lokaldiensten gemeldet. Mit
Befriedigŭng und mit freŭde
kann der Berichterstetter heute
am Jahresschlusse, nachdem das
Kriegswetter nun schon das 5te
Monat mit fürchterlicher Gewalt
getobt hat, melden, daß von
diesen 21 zŭr fahre Eingerückten
keiner als tot gemeldet erscheint.
Vermŭtet wird das traurige
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179/366
30.
Los des tapferen Kriegers über
Alois Frenes, und Vinzenz Schett,
welche zŭfolge Nachrichten von deren
Kriegskameraden verwundet.
wurden, und schon seit vielen
Monaten fehlt jede Nachricht und
jedes Lebenszeichen. Verwundet
und wiederhergestellt sind.
Alois Gstir, Anzon Stolz, Alois
Schlöge und Gebhard Schlögl. hoffen
wir, daß alle diese unsere
lieben Freunde baldigst und
wohlbehalten zu uns zurückkehren.
mögen.
An Wehmūt gedenkt die
feŭerwehr an die auf dem Felde
der Ehre gefallenen Schwäger.
unseres Feŭerwehrhauptmannes
Anton Rauch, der Herren Oberst¬
leutnant Franz Kellner, und
Gebhard Scherer; besonders Letzterer als
Interimskommandant des
2. Tiroler K. J. K., war ein für die
Tiroler Kaiserjäger besonders
begeisteter wackerer Effizier, der
sich seiner ihm untergestellten
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Mannschaft auch in den
schwierigsten Verhältnissen des
Kriegsspauplatzes in väterlicher¬
weise annahm, und in der
Geschichte der Tiroler Kaiser¬
jäger wohl einen unauslösch¬
lichen Ehrenplatz einnehmen.
wird. Die Schwestern unseres
Hauptmannes wurden durch
diesen Krieg so jäh und uner¬
wartet ihres Liebsten entrissen.
und bedauert die feŭerwehr
im Herzen, daß gerade in der
Familie Raŭch die tragischen
folgen des Krieges so tief ein¬
schlugen.
Die Kriegserklärung
Österreichs an Serbien, hatte
den Einmarsch der Russen in
Galizien zŭa folge, dem sofort
die Kriegserklärung Deutsch¬
lands an Rußland folgte.
Frankreich das verbündete
Reich mit Rußland, und Finanz-
minister des Letzteren marschierte
sofort mit seinen Tauppen ohne
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Kriegserklärung in Deutschland ein.
Frankreich wollte die deutschen
Tauppen in der Mitte ihres
Reiches einfallen lassen, und die
französischen Truppen über das
bisher neŭtrale Belgien in den
Rücken der deutschen Armee
senden; doch was entgeht einem
32
starken Volke das aŭf genauer
Wache steht, Deutschland ahnte den
französischen Überfall über Belgien
und verlangte die Abschwerung.
die Absperrung des neŭtraten
Landes, was Belgien, dŭrch
England und Frankreich animiert
nicht sofort zŭgab. Die folge davon
war eine sofortige Kriegserklärung
Deutschlands an Belgien, was für
dieses kleine Königreich die Sterbe¬
stunde bedeŭtete. Trotzdem in
Belgien die berühmten Waffen-
geschmiedet, und die stärksten
festŭngen zŭ finden sind, mar-
schierten die deŭtschen Kämpfer
in Eilschritten von Stŭfe zŭ Stůfe,
" nahmen mit lautem Fŭrrah die
starken festungen Lüttich.
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33
Schmid
Namur
Brüssel, Antwerpen, Gent, und
hatten dadŭrch das Königreich
Belgien binnen wenigen Wochen
zu einer deutschen Provinz umge¬
wandelt. In Nordfrankreich machten
die deŭtschen Truppen gleiche
Erfolge, wobei sie von der schweren
österreichischen Artillerie unter¬
stützt wurden. Die als unüber¬
windlich geltende englische Kriegs¬
flotte hatte dŭrch die geŭtsche
Kriegsname schweren Schaden
genommen, und Rußland das
Riesenheer hat sich mit der
Ausdauer und Schulung der
deutschen Truppen zŭ ihrem Schaden
verrechnet. Österreich kämpfte
siegreich in Galizien und
Schlesien, und drängte die bereits
in der Bukowina und Ungarn
eingebrochenen Russenherrn
mit Erfolg zurück. Ebenso wurden
auch die in Ungarn und Serbien
eingebrochenen feindlichen Truppen
Serbiens und Montenegros glänzend
zurückgeschlagen. Alles deutet
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der Versicherung zŭ, daß die ver¬
bündete Österreich-ungarisch
und deutsche Armee im Siege.
wacker vorwärts schreitet, und rŭs
dem großen Weltenkampfe
aŭhmweich hervorgeht. Traŭrig
sühlt es sich nicht nur für die
Krieger, sondern für jeden Recht-
daß
denkenden an der seit Jahrzehnten
mit Österreich und Deutschland
verbündete Italiener, seine
Bundesgenossen in diesen schweren
Stunden im Stiche läßt, und nicht
nŭr das, sondern alles unter-
nimmt, was auf einen Krieg
zwischen Österreich und Italien.
hindeutet.
doch mag kommen, was will,
für Österreich und Deutschland
gilt es einen gerechten Kampf.
gegen alte Freunde, die sich
unter verschiedenen Deckmantel
als freunde zeigten und so wird
der österreichische, Doppeladter
seine mächtigen Schwingen auch
fernerhin in ungebeugter Kraft
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über die Donaŭmanchie schwingen.
können.
Und so hoffen auch wir daß
die von uns geschiedenen
Vaterlandsverteidiger nach
Beendigung dieser schweren Tage
als ruhmbedeckte Felden zu uns
zurückkehren mögen. O wie
freuen wir uns sie wieder
zu sehen, deren starke Hand
drücken zu können, ŭm uns zu
ertreuen an den Erzählungen
ihrer Feldentaten, die sie unter
Hintansekŭng von Leben, Blūt
und Gesundheit zŭ unseren und
des Vaterlandes Schutz vollbrachten.
Mögen die Pöller donnern, die
Mühlauer Glocken schallen, mit
Fahnen und Lorbeerkränzen
werden wir unteren Siegern
dann entgegeneilen, und sie
enger und fester an uns
schließen, die so vieles gelitten,
und für uns gestritten haben.
für heŭte grüßen wir dieselben
die in schneebedeckter kalter
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Landschaft fortgesetzt im Kampfes¬
getümmel weilen müssen, wir
grüßen sie, und aufen ihnen
ein kräftiges Gut Heil zu.
In Pietät gedenkt aŭch die
feuerwehr Mühlau in diesen
stŭrmbewegten Zeiten an unseren
vielgeprüsten erhabenen
Monarchen. Möge die gütige
Vorhöhung, die fast gebrochene
Feldengestalt noch lange zŭm
Segen seiner Volker erhalten.
Möge es ihm gegönnt sein, nach
dem bitteren Trunke aus dem
Kriegskelche, aŭch den heiβer-
sehnten Frieden und Sieg zu
erleben, und sich dessen noch
lange zu erfreuen.
Wir, die glücklich im Friedens-
lande Lebenden, lassen indeß
unsere Arme nicht ruhen, wie
sorgen für die hinterlassenen
Frauen und Kinder der zum
Keiege einberŭfenen Männer,
und sollten sich daraus Witwen
und Waisen bilden, wird auch
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der Mühlauer Wehrmann sein
bekannt gutes Herz nicht ver-
schließen, um diese Bedauerns¬
werten zŭ unterstützen, und
ihnen hilfreich zur Seite zu
stehen. Dies geloben wir in
treuer Pflichterfüllung, gegenüber
unseren wackeren Kriegern
und schließen unseren heurigen
Jahresbericht mit dem frommen
Wunsche:
M mit uns? Er beschütze unser Neures
Vaterland?
Mühlau, den 5. Jänner 1915.
Chton Rauch
D. Z. feŭerwehrhaupte
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Vereinsjahr
I S
♂
Wie im letzten Jahresberichte
bereits erwähnt, mußten viele
unserer Kameraden, Freunde und
Bekannte dem Rufe des Kaisers
Folge leisten, und hinausziehen um
das teure Vaterland vom tückischen
feinde zu beschützen und zŭ befreien.
Unser Löschkörper ist dadurch an
Mannschaft immer kleiner geworden und
auch die bevorstehenden und noch
kommenden weiteren Einberufungen
werden eine allmähliche Abbröckelung
in unserem Mannschaftsstande herbei¬
führen. Es ist unsere Aŭfgabe desto
fester zŭsammen zu geben, bei übungen
und bei Bränden doppeltes zŭ leisten,
um die Schlagfertigkeit unserer Wehr.
auf der gleichen Höhe zu halten.
Daß dem so ist, zeigte bereits
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der erste Anlaß des Vereinsjahres.
Am 16. Jänner: die Jahreshauptversammlung.
welche am 16. Jänner wie üblich beim
Koretwirt abgehalten wurde. Hast
sämmtliche unserer ausübenden
Mitglieder waren zur selben erschienen.
und verfolgten mit Interresse die
Vortragsordnŭng. Der umsangreiche
Jahresbericht wurde mit Aufmerk.
samkeit zur Kenntnis genommen,
ebenso der Kassabericht welcher von
dem zufällig auf Urlaub hier¬
weilenden Reserveleutnant
Leopold Rauch vorgetragen wurde,
und letzterem Berichte entnahmen
wir folgende Kassabestände:
Kr 556 37
a) Requisitenkassa.
" 282.10
b) Regiekassa
c) Unterstützungskassa 2822 03
zusammen Kr 3660.50 welche
tags zuvor von dem Kameraden
Josef Steiger und Konrad Türk über-
grüht und in Ordnung befunden.
wurden. Neŭwallen waren keine zŭ
vorzunehmen. Die letzthin sich neu
angemeldeten ausübenden Mitglieder
Karl Zahlberger, Jakob Taschler, Josef Waldner
und Christian Gazette leisteten das übliche
Gelöbnis im die Hand des Komman¬
danten, und wurden dadurch in
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die Feŭerwehr aufgenommen.
Nachdem nach der im Felde stehenden
Feŭerwehr-Kamerachen (gedacht wurde)
von Seite des Kom̅andanten
Anton Rauch gedacht wurde, war
die Vortragsordnung erschöpft, und
die Sitzung wurde geschlossen.
Am 23. Jänner gegen 7 1/4 früh war eine
Stunde harten Ernstes für uns
gekommen. Dichter Nebel erschwerte
den Ausblick auf die Nachbargebäude,
und zŭdem war noch die Zeit dadurch
ungünstig, indem die Sturmruhe
der Kirchenglocken vielfach als das
Zusammenläuten zur Schulmesse
vermeint wurden. Die Bedeutung
solcher Glockentöne war aber leider
anders. Um Dachboden des Haupt-
gebäudes der bekannten Schafwollwaren.
fabrik Franz Baur's Söhne brach ein
wie sig später heraŭsstellte, dŭrch rŭchlote
hand, gelegtes Schadensfeuer aŭs, welches
in den aufgestapelten Wollspulen
Papieren, öligen Maschinen und deral.
eine vorzügliche Nahrung fand. Fabriks-
arbeiter bestätigen, daß der Dachboden
raum im Nu in ein Flammenmeer
gehüllt war, welches sich längere Zeit
unter dem Blechdache hielt, bis schließlich
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an allen 4 Ecken gleichzeitig das feuer
zur Explosion kam, und daher die
Fabrik mit Einemmale ringsum
vom Schadenfeuer umgeben war.
Durch den verwechselten Zweck des
Sturmläutens, war das Anrücken
der feŭerwehr zwar ein klein wenig
verzögert worden, dafür leistete
die Wehrmannschaft beim Eingreifen
des Brandfernes Wollgezieltes.
Schub
Unsere große Magiwisleiter wurde an der
Sodwestecke der Fabrik aŭfgestellt, von
wo aus sofort ein mächtiger Wasserstrahl
in den wennenden Dachboden geleitet.
wurde. Ebenso wurden von der an der
Westseite eingebauten Fabrikssteigleiter.
ein Wasserstrahl in den brennenden
Dachstuhl entfendet. Unsere kleinere Schub-
leiter wurde hingegen an der Ostseite
aufgestellt, die Spritze an der gleichen Seite
am Fabrikskanal, und mit 2 Druckschläuchen
der Brandford von dieser Seite angegriffen.
die Fabrikshydrantenanlage funktioniert.
leider wieder nicht, trotzdem in den letzteren
Jahren durch Übŭngen diesen Umstand gesehen,
und die Fabriksunternehmung auf bessere
Einhaltung ihrer Löscheinrichtung aufmerksam.
machten. Der Unterflurhydrant im großen
Hatraum funktionierte anfangs, mußte aber
bald wegen zŭ schwacher Wasserkrast vom
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Ein starkes Militäraŭsgebet wurde uns
beigestellt, welches überflüssig gaffende
Zŭschauer vom Fabrikshofe und vergl.
zurückträngte, und sparer auch mithalf,
den teilweise noch glütenden Brandschŭtt
vom Dachboden herunter zu werfen, um so
dem Brandplatz gehörig zu reinigen.
Die Feŭerwehren von Innsbruck und Arzl.
konnten gegen 1/2 11, 11 Uhr heimziehen, unsere
Mannschaft hielt wacker stand, bis am Dach¬
boden, die da und dort sich zeigenden
feŭerherde vollends abgekühlt und aŭsge-
loschen waren. Auch bei der Aufräumung
des knietief im Dachboden liegenden
Schuttes, waren unsere braven Mühlauer¬
kameraden mit Schaufel und Bickel den
ganzen Nachmittag über in strenger Arbeit
und gingen nicht davon bis nicht Alles, was
noch verdächtig wäre, vom Fabriksräume
auf die Straβe hinunter befördert war. Erst
dann verließ der letzte Mann seinen Posten.
und aŭfrichtigen Herzens können wir heŭte
wohl auch mit Stolz, unserer braven Kameraden
gedenken, die in der Stunde der Not ihre
eigene Sorge und Arbeit gerne auf die
Seite legen, und dem bedrängten Mit¬
bürger, sei es nun freund oder Feind, ihre
ausdauernde Kraft widmen. Möge es
auch in Zukŭnft so sein. Für die bei den
Aufräumŭngsarbeiten mithelfenden Soldaten
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besorgte Kom̅andant Rauch eine kleine
hause beim „Zapfler“, was den Leuten
gewiβ, unerwartet kam und ihnen wohl
tat. Verbrannt ist der ganze Dachstuhl
und alles am dachboden, Befindliche, und
zwar 3 Spinnstähle mit zirka 1200 Spindeln,
ferner viel Wollgarn und Schriften aus
dem Fabriksarchive. Der Schaden beläuft
sich auf über 100.000 Kronen und wäre
derselbe gewiß bedeŭtend höher gekommen,
wenn nicht dŭrch alle erschienen Wehren
und militärischen Hilfskräfte zielbewußt
zusammengearbeitet worden wäre.
Das große Fabriksgebäude, sowie die
nördlich dranstoßende Weberei wäre
sicherlich von den Flammen gänzlich auf-
gefressen worden, der nahestehende Woll-
schupfen, die Kanzleiraume, das Kohlen-
magazin, ebenso das dichtbewohnte
Haus No 19, die naheliegenden Bauern-
häuser Hell und Plattner waren in
unmittelbarer Gefahr; auch das Weyver'sche
Fabrikspersonal war in ihren Werken auf
der Hut, um auf deren Däisern etwa
niedergehende Funken und Feŭergärben
sofort schadlos zŭ machen. Bei Südwind
wäre das noch angrenzende Sternbach'sche
Anwesen und die dahinter befindlichen
Häuserweihen, welche doch alle ältere
Seite 193
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Gebäude sind, also das ganze Oberdorf
in Gefahr gewesen, zŭ Grunde gerichtet.
zu werden, denn Augenzeugen bestätigten
daß, während die Flammen am höchsten
aufschlugen, brennende Papiersetzen bis
zur Ortskirche hinaufgetrieben wurden.
daß es zu keiner weiteren Katastropfe
kam, ist unleugbar ein Verdienst unserer
Wehrmannschaft, und war es nur recht
und billig, daß die Firma Baur als
kleine Anerkennung einen Betrag von
200 Kronen dem Feŭerwehr-Kaṁando widmete.
Über die Entstehungsursache dieses bedeu¬
tenden Schackenfeckers waren anfangs
verschiedene Gerüchte im Umlauf, z. B.
Heißlaufen des Motors neben dem Aufzugs-
schacht, Entzündung durch die Dampfheizung,
Selbstentzündung der Wolle, und verschiedene
andere Annahmen hörte man da und dort
bis die sofort angestrebte gerichtliche Unter-
suchŭng ein Resultat zeigtigt, welches wohl ein
Traŭriges genannt werden muβ. Der
Schreiber dieser Zeilen fühlt sich zwar nicht
berufen den Namen dieses unseligen
Menschen für daŭernde Zeiten in diesem
Buche festzŭlegen es wäre wohl genügend
auf den traurigen Umstand hinzuweisen.
daß, ein wahrscheinlich dŭrch Romane und
dergl. Lektüre verdorbener junger Mann,
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in seinen wilden Zukunftsplänen der folgen-
seiner Frekeltat wohl nicht bewußt war.
Ein junger Hilfsarbeiter, der Sohn eines
bei der Firma Baur angestellten Spinn¬
meisters, glaubte seinem Wunsche, bei der
deutschen Armee erst dann eingeweiht.
werden zu können, wenn er die Fabrik in
Brand lege, und dadŭrch brotlos werde,
hat seinen wilden Traum leider zur Tatsache
gemacht. Erst anfangswiederholt leugnend,
durch verschiedene Zeugen überwiesen.
in Untersuchungshaft abgefahrt, gestand
der kaum 17jährige Bursche, endlich durch
Seelenqualen übermannt, seine frevel¬
10
hafte Tat ein, und legte ein umfassendes
Geständnis in die Hand seines Unter¬
suchungsrichters Dr. Oberhueber ab. Als
Gedenken an den fŭrchtbaren aber noch
glücklich abgelaufenen Baur-Fabrisbrand 191.
mögen alle Kameraden, speziell die
Verheirateten, sich der strengeren Erzielung
unserer Jugend ans Herz legen, und den
lieben Kleinen die Furcht vor dem Feuer
fortwährend einprägen. Gerade jetzt wo
so viele Familienvater und Lehrer im
Kriege sind, sieht man Schulbuben ver-
stahlen mit glimmenden Zigaretten.
daher kommen, die oft halb verbrannt, aus
furcht vor Strafe u. s. w. weggeworfen werden
und dadŭrch ein Brandunglück entstehen kann.
wo
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19
Wir alle sind Wehrmänner und
haben unsere Pflicht nicht nur
das ausgebrochene Feuer zu
löschen, sondern auch die noch
heiligere Pflicht, jedes Schaden-
feŭer im Voraŭs zŭ verhüten.
Bei diesem Fabriksbrande
ging leider viel Schlauchmaterial
zu Grunde und danken wir der
Vorsorge unseres Kommandanten
der sofort 400 Meter neuer Druck¬
schlauche anschaffte, welche vom
Schlauchdeput des Feuerwehr-Landes-
verbandsausschusses zum alten
Preise von 1.571/4 per Meter
gegenüber 4·30 Kronen jetzigen
Schlauchpreises, erreicht werden.
konnten Nachdem die Requisiten¬
Kassa durch Ankauf der 1914ner
Kriegsanleihe, nur wenig Geld
aufwies, sprang unser Koṁamlant
Anton Rauch ins Mittel, und bezahlte
inzwischen aus seiner Tasche den Preis.
dieser 400 Meter = 628.90 Kronen,
wofür wir ihm nŭr danken müssen.
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um bei dieser kameradschaftlichen Zŭsaṁen-
kunft, unseren nun 25 Jahre im Körper
tätigen Wehrmanne Alois Neŭner das
übliche Anerkennŭngsdaglein der
Gemeinde Mühlau, sowie die kaiserliche
12
Die alten Schläuche wurden veräußert,
(und) die neuen sofort an die Kuppellungen
gebunden, und gleich dienstfertig gestellt.
Am 9.
Mai war das übliche Florianiamt, an
welchen 34 Mann in voller Rüstung teil¬
nahmen; des schlechten Wetters wegen konnte
die hernach angeordnete frühjahrsübung
nicht abgehalten werden, dafür lŭd man die
Mannschaft zŭ einem Freibier beim „Koreth“
Ehrenmedaille für 25jährige treue
Dienste im Feŭer- und Rettŭngsdienste
zu überreichen. Alois Neŭner war stets
ein anspruchloses, eifriges Mitglied
unseres Körpers ein schlichter Mann
und tat alles was seine kurzen
Beine und seine leider fast ganz
verschlossenen Ohren eben zuließen.
Möge es Kamerad Neŭner, trotz
seines vorgewückten Alters noch lange
beschieden sein, dem ihm liebgewordenen
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Verein bei vollster Gesundheit anzu¬
gehören.
Am 19. Mai
um 6h abends verschied nach
langer Krankheit, jedoch unwartet
schnell, der Obmann unserer Ordnungs¬
mannschaft Altvorsteher Johann Gstir.
Ein Stück Alt-Mühlau sinkt mit ihm
ins Grab, ein Mann jederzeit von
offenen Charakter, was ihm speziell
in seiner Eigenschaft als früherer
langjähriger Gemeindevorsteher,
nicht immer die Liebe seiner Mit¬
bürger zugetragen hat. Jedoch wer-
besitzt einen Vertrauens- oder Ehren¬
gasten, der Allen recht tun kann.
wohl niemand. Während seiner
Tätigkeit als Vorsteher war er, der es
vom schlichten Bauernsohn zŭm
angesehenen Landwirt und Handelsmann
gebracht hat, jederzeit um die Hebŭng
seiner Gemeinde bestrebt; unter ihm
wurde die Innsbrucker hochdruckwasser
leitung im Gemeindegebiete von
Mühlau erweitert, für feŭerlöschzwecke
bestens aŭsgenützt, und können wir schon
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von dieser Seite aus dem lieben Toten
ewigen Dank versichern. Das neue
Schulhaus und mit ihm die geräumige
Gerätehalle unserer Wehr, um die uns
so viele Feŭerwehren beneiden, war sein
Werk. Auch die Kanalisierung eines
Teiles unseres schönen Heimatsortes,
die Erbauŭng eines Gemeinde Elektrizitäts-
werkes die Verfügung zŭr Verbesserŭng.
der Straßen Wege und Anlagen innerhalb
der Gemeinde, die Sorge für Hygieni
und Reinlichkeit auf Straßen und
Plätzen, die Versetzŭng so vieler Mist-
häufen von öffentlichen Orten, alles sind
Taten, welche dem Johann Gstir noch
über seinen Grabeshügel hinaus.
zieren werden. Gstir dem seine Frau
vor wenigen Jahren im Tode voran¬
gegangen, dem ein hoffnungsvoller
Junge während seiner Studienjahre
bereits gestorben, hinterläßt 2 Söhne,
beide unserer Wehr angehörend, wovon
der Jüngere bereits von einer Ver¬
wundung am galizianischen Schlacht¬
felde geheilt, wieder unter Waffen steht,
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199/366
1.
während sein älterer Sohn Josef als
Landsturmmann einrücken mußte.
Nŭn verlassen zŭ sein, hat den alten,
kränkelnden Vater sein Herz dŭrchbohrt,
und seinen Tod beschleŭnigt. Die
Leichenfeier am 23. Mai war eine
offene Kŭndgebŭng von der Beliebtseit
des Verblichenen. Die Ortsmusik welcher
er über 40 Jahre angehörte, sowie
alle in Mühlau nach verbliebenen
Mitglieder unseres Wehrkörpers
beteiligten sich am Leichenzuge; So
kann der edle Tote nun rufen
" inmitten seiner von ihm heißgeliebten
Heimat, um die er sich zeitlebens
eifrig und ausschlaggebend verdient
gemacht hat. Johann Gstir spendete
über letztwillige Verfügung, unserer
Wehr 50 Kronen.
Am 24. Oktober fand die Herbst-Hauptübung
statt. Die Beteiligung an derselben
war zŭfriedenstellend, wie auch bei
den anderen im Jahre 1915 noch
abgehaltenen 3 Gesammtübungen,
die wenigen noch im Hinterlande ver¬
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200/366
Rügsau,
bliebenen Männer dem Rufe ihrer
Kamandalen folge leisteten. Hiemit wäre
Wehr
die Tätigkeit unseres Körpers im
abgelaufenen Vereinsjahre bereits
geschildert. Danken wir der gütigen
Vorsehung, daß im abgelaufenen Jahre
keine weiteren Unglücksfälle zu ver¬
zeichnen sind. Nur die Ortschaft Dimaro
in Südtirol ist infolge schlechter Bauart.
und wegen Wassermangel vom feŭer
gänzlich vernichtet worden.
Auch das Wasser und die Wildbäche,
welche in unserem schönen Bergeslande
so schwere Katastrophen zeitigten, waren
heuer friedlich und so bemerken wir
wohl augenscheinlich die Erfüllung des
fraṁen Wünsches unseres verbündeten
Monarchen Kaiser Wilhelm II. von Deutsch-
land, als er am 2. August 1914 bei der
Mobilisierŭng vom königlichen Schlosse
zu Potsdam die Rede am das Volk hielt
und schloß mit den Worten „Gott mit uns!
dieser fromme Wunsch hat sich im Tiroler
Lande, in Bezug auf Elementarereignisse
glücklich eingestellt. Von den sonstigen
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daten unseren Wehrkörper betreffend,
möge angeführt sein, daß von
83 Mitglienern, 29 zŭ den Wassen
eingerückt sind, daher am Schlusse
des Jahres noch 54 verbleiben. Zehn
Mann sind im Jahre 1915 neu
eingetreten und zwar:
Alfons Rathgeb, Leopold Sailer Anton Steiger
Josef
Fritz Rauch, Jakob Tauber, Johann Dangl,
Vinzenz Pfeishofer, Karl Zahlberger, Christian
Gaz, Josef Klotz Jakob Taschler Josef
Waldner. Klotz ist inzwischen
Militär:/
wieder ausgetreten, während
die 2 Letzteren Taschler u. Waldner
mittlerweile zum Militär
einberufen wurden. Beitragende
Mitglieder verzeichnen wir im
Jahre 1915, 58, deren Beiträge
in Verfretung des an der welschen
Kampffraut stehenden Leutnants
in d. Res. Leopold Rauch, von unseren
Kommandanten heuer eingezogen.
wurden, und die schöne Summe
von 315 Kranen ergab.
Windwachen wŭrden 16 abge-
halten.
Seite 202
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18
in der Heimat Mühlau.
Gestorben ist außer unserem
lieben Johann Gstir, weder von den
Ehrenmitgliedern noch von den Aus¬
übenden und Beitragenden, niemand
Wenn wir zwar den heurigen
Jahresbericht, infolge wenig Vorfälle
während des Vereinsjahres, so kurz
sassen konnten, so gibt es noch Vieles
Zu berichten über das schaurige
Kriegsjahr 1915:
die rŭssischen Heeresmassen einem
Strome gleich, konnten bei ihren ge¬
waltigen Einbrüchen in Galizien leider
nicht aufgehalten werden, und drangen
bis zŭr der von Natur aŭs gesetzten
Grenze, dem Karpathengebiete vor.
Hier hatten sich die österreichischen und
deutschen Truppen zur sicheren Abwehr.
aufgestellt und konnten die feindlichen
Heeresmassen erfolgreich zurücktreiben.
und aus den von ihnen besetzten Ort¬
schaften, wie Przemysl, Lemberg und dergl.
berühmt gewordene Städte hinausjagen.
Unaufhaltsam drangen die siegreich
vorgehenden österreichischen u. deutschen
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Truppen hinter dem flüchtenden Feinde
nach, drängten denselben über die
Grenzen, Polens, und verschanzten
sich erst, als sämmtliches Land des f. z.
Königreiches Polen in unseren
Händen war. An der deutschen West-
front wurde der Feind aufgehalten,
und kannte keinen Meter breit
früher im Jahre 1914.
der von den verbündeten Truppen
eroberten Gebiete zurück erlangen.
An der serbischen Kampffernt blieb bis
im Spätferbste 1915 alles in Ruhe
und erst als Polen vom Russenjoche
vollends befreit war wurde das
serbische Zigeŭnervolk aŭs seinem
eigenen Lande gänzlich vertrieben,
und so Serbien ganz kalt gestellt.
Gegenwärtig blüht dem anderen
Zigeunervolk in Montenegro das
gleiche Verhängnis, als gerechte Strafe
für die seit Jahren an die Donau¬
Monarchie gemachten Schmähungen und
Exesse, und bald wird aŭch Montenearo,
ebenso wie Serbien von der Landkarte
vollständig verschwunden sein.
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Das bitterste Erlebnis in Einsicht des
Krieges, brachte wohl der Pfingsamtag,
der 23. Mai an welchem Tage unsere
langjährigen Verbündete, der italienische
" König" namens seiner Regierung,
den Krieg an Österreich-Ungarn
erklärte. Mit einem Male war für
n. 3
ŭns der Gedanke 1809" erwacht.
Aus jeder Ortschaft, aŭs jedem Tale,
kamen scharenweise treffsichere.
Scharf. und Standschützen, um die vom
verräterischen italienischen Volke
bedrohte Südgrenze unseres geliebten
Heimatlandes zŭ beschützen. Ergreifend
waren die zahlreichen Bahntransporte
mit Standschützenkampagnien- und-
Bataillone. Neben jungen recken
Burschen; sah man silberhaarige
Greise, alle kampfesmütig an die
Grenze eilend. Möge es diesen, vereint
mit den vom aussischen Kriegsschau¬
platze herbei gekoṁenen Heerestruppen.
gegännt sein, dem welschen Vervater
den Weg abzŭsperren, und seine eitlen
Zŭkunftspläne, nach Wien zŭ marschieren,
vernichten.
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21
Bisher war das geglückt, und der
Welsche holte sich nur blutige Schlachten,
und Hunderttaufend von Menschen-
verlusten.
Jedermann gedenkt in dankbar.
keit und Bewunderung jedes Einzelnen
zŭm Schŭtze des Vaterlandes aus.
gerückten Mannes, freŭt sich zŭ hören
wenn es dem Einen oder Anderen
gut geht, oder wenn der Eine oder Andere
für Tapferkeit und Eifer eine aller¬
höchste Auszeichnung erreichte, und
betraŭert tief hören zŭ müssen,
daß einem solchen Kämpfer das ferbe
Los des Krieges getroffen. Wir freuen
uns daher aufrichtig zu vernehmen.
daβ unser Steiger-Rottensührer-Stellver-
Johann Hell, der seit Kriegsbeginn.
in Galizien an der Isonzofrant und
in Südtirol als Pionier arbeitet,
mit dem silbernen Verdienstkreuz
ausgezeichnet wurde. Wir freŭen
uns, daß es vielen unserer Kameraden,
trotz deren Mühen und Entbehrŭngen
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und Gefahren leidlich gut geht, und
bedaŭern daß manche kriegsgefangen.
und verschallen sind. Vermißt sind schon
seit Kriegsbeginnausübenden Mitglieder
Vinzenz Schelt und Johann Tŭsch, ŭmt
seit Dezember 1914 Alois Steiger welcher den
gegen Serbien.
ersten Feldzug unemachte. Diesen dreien
dürfte wohl sicherlich das traŭrige Bas des
Krieges beschieden sein. In rŭssische Gefan-
und deren Schöpf
genschaft ist Johann Thaler gewesen, und bei
der Einnahme von Prsemysl durch die
Russen unser Spritzenmeister Anton Schlögt
und unser beitragendes Mitglied.
Josef Kieltrunk. Von Thaler und Schlägl,
welche im April 1915, das letztemal aus
ihrer Gefangenschaft ein Lebenszeichen
gaben, ist seither nichts mehr eingelangt,
weshalb man um deren Schicksal wohl
mit Recht besorgt ist. Herrn Kieltrunk
der sich in einem Offizierslager in
Sibirisch-Rußland befindet, geht es
leidlich gut. Möge unser banges Hoffen
nicht zŭr graŭen Tatsache werden, sondern
den Genannten gegönnt sein, nach Kriegs¬
ende mit leidlicher Gesundheit zu ihren
2. 2.
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lieben Teŭren in die Leimat zŭrück¬
kehren zŭ können. Heute schon freuen
wir uns auf jene Zeit, diese wackeren
Kämpfer wiederzusehen, und deren
kampferprobte Hand dankerfüllt.
drücken zu können.
Schmerzerfüllt gedenken wir der
im vergangenen Sommer aus.
Sibirien eingelangten ämtlichen Mit-
teilung, daß unser ausübendes
Mitglied, der Steiger Alois Frenes in
vussischer Gefangenschaft am 27. Juli
in Beresowka (Sibi vien) gestorben sei.
Eine, von einem Leidensgenossen
desselben, eingelangte Karte besagt,
daß Frenes beim Baden ertrunken
sein soll. Frenes war uns jederzeit
ein lieber Kamerad, er war ein
eifriges Mitglied unseres Körpers
bei jeder Übŭng, bei jedem Brande
und Versammlung war er anwesend,
und dadŭrch manch jungem Wehr¬
manne ein Vorbild. Bei der Dorfmusik
seit Jahren betätigt, ebenso am
Kirchenchor, war der lb. Tote ein
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allseits beliebter junger Mann, der in
seinem Berufe als Obermaschinist und
Kraftwagenführer der Firma Rauch
außerordentliche Fähigkeiten an den Tag
legte, und daher bei seinen Gefs und
Mitarbeitern in Ansehen stand, bei
seinen Kameraden und zahlreichen
Freunden äußerst beliebt war. Ein
offener und treuer Charakter sank mit
ihm in das so fern gelegene, der
Heimat entrückte Grab. Sein unverschŭl-
detes, tragisches Hinscheiden bedauert uns
sehr, und verpflichtet uns ihm als Held,
Freund und Kamerad jederzeit ein
heiliges Andenken zŭ widmen.
Den Heldentod an der Schlacht-
front in Galizien fand leider auch
unser beitragendes Mitglied
Alois Gröbener Tischlermeister, wohnhaft
im Badhaus; selber wurde im febrŭar
als Nichtgedienter zŭm Militär einbe-
rufen, zog mit einem Marschbataillon
der todesmütigen Tiroler Kaiserjäger.
an die Kampfesfront in Galizien, wo
er leider nicht mehr zurückkehren sollte.
2 10
Seite 209
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2.
Gröbinger
Am 1. Juni 1915 soll Gröhmer den
Heldenbod erlitten haben. Seiner
tieftraŭernden Witwe, seinen ver¬
lassenen vier kleinen Kindern,
welche ihrer fünsorglichen Ernährer
verloren, wendet sich allgemeines
Beileid zŭ. Aŭch wir, unserem Freunde
und Gänner, diesen biederen ruhigen
Gewerbsmanne, werden ihm ein fort¬
dauerndes Gedenken bewahren.
Von den aus Mühlau zur Front
Ausmarschierten, erlitten ferner den
Heldentot ein besonders kampffreudiger
in der Blüte seiner Jahre stehender, fleißiger
Manu, der Kŭtscher beim. Zapflerwirt:
Andreas Rieder aus Weerberg. Derselbe
war allgemein beliebt, ein treuer
Diener seines Herrn, ein schön gewachsener
Bursche, der obwohl nicht aktiv unserem
Wehrkörper angehörend, so doch mit Freude
an demselben hing, wie sich dies beim
Baur-Fabriksbrande bestätigt hatte.
Auch der Sohn Alfred, der schon lange in
Mühlaŭ wohnhaften Familie Senn ist
als tapferer Kaiserjäger am Februar
in Galizien gefallen. Er war in seinem
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Berŭse Handelskommis bei der Firma
in Innsbruck. Weiters starb, wie Gerüchte
verlauteten, an einem Herzschlage, der
in rissischer Gefangenschaft befindliche
Toni Schnegg Hausbesitzerssohn in Mühlau.
Es war ein eifriger Turner und Tourist,
bei sonst schlichtem deutschen Charakter.
Ebenso in russischer Gefangenschaft gestorben
ist der in Mühlau geborene und zuletzt
in Ärzl wohnhafte Johann Pfeifhofer,
welchem durch hervorragende Tapferkeit,
die silberne T. Medaille I. Klasse und später
auch die Goldene verliehen wurde. Man
sieht daraus daß die alte Tradition
des Tiroler-Volkes,- Kaisertreue, Tapfer¬
keit und Mut noch nie verschwunden.
sind, und das bestärkt in uns die sichere
von
Hoffnŭng, daβ unser Land für den
welschen Lumpen frei bleibt. Bedauern
müssen wir nŭr die jungen Leben welche
der Krieg fordert, und diejenigen
welche es traf und noch treffen sollte,
wird
deren Namen ums in steter Erinnerung
bleiben. Von den aŭs dem Gemeindegebiete
Mühlau bisher zŭr fahne Eingerückten /: 240–250:
sollen nach Mitteilung bereits 15 Mann
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gefallen resp. in Gefangenschaft
gestorben sein. Gewiß ein herbes Los für
eine Gemeinde mit 1300 Einwohner.
Dafür mögen die teute noch an der Front
der Stehenden und dort hinkommenden von
dem bitteren Kriegerlose verschont bleiben.
um glücklich in ihre Heimat zurückkehren
zu können.
Nun Kameraden wenn der Krieg
solch' schauerliche Tatsachen fordert, müssen
wir, die glücklich im Hinterland Verbliebenen
dafür sorgen, daß nach glücklich verlaufenen
Schlachten für uns eine bessere Zeit komme.
Jede Bürgerspflicht ist es dieserhalb bei-
zusteuern soweit es seine Kraft zuläßt.
In erster Linie gilt dies die finanzielle
Unterstützung des Staates, damit selber
in der Lage sei, die eminenten Kosten
der Kriegsführung zu leisten. Auch die
Kommandantschaft der feŭerwehr Mühlau
hat daher den Beschluß gefaßt, sich an der
österreichischen Kriegsanleihe zu beteiligen,
und hat für die erste Kriegsanleihe vom
Jahre 1914 den Betrag von 400 Kronen, und
für die dritte Anleihe 700 Kronen gezeichnet.
1915er
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Hievon wurden aŭs der Regiekassa.
200 Kronen (Spende der Firma Frz. Baur Söhne
anläßlich des Brandes am 23. I. 1915), aus
der Requisitenkassa 500 und aus der
Unterstützungskassa 400 Kronen entnommen.
Die gŭten Bestände aller 3 Vereinskassen
ermöglichten den Ankauf dieser patriotischen
Staatspapiere, und glaubt das Kommando
im Sinne des ganzen Wehrkörpers gehandelt
zu haben.
Wollen wir hoffen daß der nächste
Jahresbericht in nicht so düsterem Tone
erscheine, daβ inzwischen die längsterhofsten
Klänge der Friedensglocken erschallen,
und daß das nun beginnende Jahr 1916
den Frieden mit sich bringe.
Dies ist unsere Hoffnung, unser Verlangen
und herzlichster Wunsch!
Mühlau, den 2. Jänner 1916!
Anton Rauch
Seuerwehr Hauptmann
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E
Gedenktafel
Den Heldentod
tur's Daterland
starben.
vom
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2/2
Vereinsjaht
1916.
T
um
in
Der Vermögensstand unseres
Wehrkörpers vorgetragen bei der
42. Jahreshauptversammlung am
22 Jänner 1916, bezifferte sich laut
Bericht des Kommandanten
Anton Rauch an Stelle des an der
Frant in Südtirol stehenden Kassa¬
verwalters Lopold Rauch, auf
folgende Einzelnposten:
I. Unterstützungskassa
Einnahmen i. Jahre 1915 an Zinsen u. dergl. Kr 800.49
Aŭsgaben aŭs derselben für d. III. Kriegsanleiche
690.06
110.43
Überschuß:
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welche zum früheren Vermögen dieser
Kassa:
800.
Hypot. A.
4 Pfandbriefe d. Tir. Landes
400
2 öfterr. Natenventen
200.-
Silberrente.
Kr 3000.-
2 "
400.
Notenventen.
600.-
Kronenventen v. 1893.
3 "
200.-
1 "
Staatsrente.
400.
III. österr. Kriegsanleite.
einen heutigen Wertstand von
Er 3110.43 ergeben.
Regiekassa:
Einnahmen während 1915.
Kr. 854.75
Augsgaben (davunter Kr. 18402)
" 631 94.
(für III. Kriegsanleihe)
Kr 222. 81
Überschuß:
III. Requisitenkassa:
Einnahmen während 1915.
Kr. 379.11
Ausgaben für verschied. Nachschaffungen 231.71
und Kr. 292. 02 für die III. Kriegsanleise
Vermögenszunahme.
147.40
Überdies hatte die Requisitenkassa
eine Schuld von Kr 617 92 an den
Kommandanten Rauch für angekaufte
400 Meter neue Schläufe, welche wie
folgt getilgt wurden:
der
Mit K. 465 – als Subvention von Landes¬
Brandversicherungsanstalt, Kr. 100 = Baar=
entnahme aus der Requisitenkassa, und
vestliche Kr 52.92, auf welche unser
Kommandant, Gönner und Ehrenmitglied.
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Anton Raŭch in wohlwollender Weise
verzichtete, so daß wir dem oftmaligen
Gönner nur wiederholten Dank zollen
können müssen.
Im Übrigen stand diese Jahres
Hauptversammlung vollständig unter
dem Eindrücke der Kriegsereignisse
viele der gewohnten Kameraden
fehlten, da selbe an der Front ihre
schwere Soldatenpflichten erfüllen
müssen. Von den heute sich noch
hier aufhaltenden Wehrmitgliedern
waren wohl fast alle erschienen.
und folgten mit gewohnten Interesse
der Vorlesung des Jahresberichtes,
dem Kassavortrage und den übrigen
auf unteren Vereinskörper bezüg¬
habenden Mitteilungen. Mehreren
in der letzten Zeit eingetretenen
Mitgliedern wurde das Hand¬
gelöbnis abgenommen. Die
Neŭwahl des Aŭsschusses unterblieb
und wurde bis zur Wiederkehr
normaler Zeiten verschoben nur
an Stelle des 1915 verstorbenen
Zugsführers der Ordnungsmanns¬
schaft Altvorsteter Johann Gstir¬
wurde der Gemeinderat und
hausbesitzer Anton Mayer in
den Ausschuß berufen. Der
Kommandant Anton Rauch
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bemängelte Verschiedenes in der
Einhaltŭng der Windwache,
ermahnte Alle die in 16
windvollen Nächten des vergangenen
Jahres Ihre strengen Pflichten.
erfüllten, auch weiterhin sich
Dienstes zu befleisten. Schließlich
wurde dem Spritzenmann
Anton Wieser das übliche Aner¬
kennungsschreiben der Feuerwehr
und der Gemeinde Mühlau über-
reicht, und ihm für seine durch
nunmehr 25 Jahre geleisteten.
wackeren Dienste der Dank
des Kommandanten ausge¬
sprochen. Gegenüber früheren gleichen
Anlassen wurde diese Versammlung
mangels weiteren Vortragsstoffe
früher geschlossen, woran sich ein
kameradschaftliches Zusammensitzen.
in den Lokalitäten beim doreth
anreihte, was manche so behaglich
füllte, daß, wie man Tags darauf
hören konnte, einige erst gegen
Bekläuten, den Heimweg antraten.
Nicht zu verargen Kameraden, wenn
man in heutiger, schwerer, düsterer
Zeit, wo sich jeder einschränkt und
zurückgezogen leben muß, endlich
wieder einmal unter Kameraden
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zusammentrifft, ŭm vom Kriege
entfernte Werke verfolgen zu können.
Wir finden uns zusammen in der
schlichten Lodenjappe, und fühlen
speziell.
uns geraue bei solchen Anlässen.
einem
in ganz anderem Gemüte unser
Herz schlägt leichter, und wir glauben
fühlen uns zurückversetzt in die
Zeiten des Friedens, gemein¬
schaftlichen Zusammenlebens und
allgemeinen Wohlergehens.
Gerade bei solchen Anlassen macht,
sich für uns der Wunsch deutlich
fühlbar auf baldigste Wieder¬
herstellung geordneter Verhält-
nisse, u. auf glückliche Rückkehr
unserer an der Front kämpfenden,
lieben Kameraden.
5. Mai gegen 2 Uhr mittags
Am
entstand aus bisher, trotz
oftmaliger und eingehends
angestrengter Untersuchungen.
noch unbekannt gebliebenen
Gründen, in dem an der
Brennerstraße gelegenen
Orte Deutsch-Matrie ein
Schadenseuer, welches durch
wechselnden starken Süd¬
und Westwind zur furcht¬
baren Katastrophe anwuchs.
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Ohne dagegen Einhalt bieten zu
können, schlug das Flammenmeert
seine gefräßigen Wellen durch die
ganzen Fäuserreifen entlang.
binnen zwei Stunden waren
55 Wohnhäuser sammt 8 Ju- und Neben¬
bauten vom Feuer ergriffen, und
brannten bis auf den Grund nieder.
die Katastrophe, welche jener von
Zirl am 21. Juni 1908 gleichkommt,
betrifft die Marktgemeinde
Deutsch-Matrei die Gemeinde
Mühlbachl, mit der Fraktion Mietzens.
die Feŭerwehren der ganzen
Umgebŭng aŭs dem Wipptale,
dem Stubaitale und von Innsbruck
waren zur Unglücksstelle geeilt,
und leisteten Großartiges, denn
sonst wären noch viele Objekte
darunter das neue große Schul-
haus die ehrwürdige Ortskirche
und dergl. ebenfalls dem Unter¬
gange verfallen. Mangelhafte
Einhaltung der Bauordnung ist der
Hauptgrund der raschen und
eminenten Ausbreitung des
feuers; mögen doch endlich jene
seit Jahren geplanten und
beschlossenen Maßnahmen der
Wirklichkeit übergeben werden.
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welche betreffs feŭersicherer Bauten
Einhaltung der Landes-Bauordnŭng.
Vorkehrŭng gegen Feŭersgefahr
und dergl. in Betracht kommen.
Aŭch diese viesige Katastrophe wäre
bei einem kleinen Schadenseuer
geblieben, wenn genügendes
Löschwasser an der Hand gewesen, in
wenn feuersichere Mauern
zwischen den einzelnen Häusern
und Gebäulichkeiten gestanden.
wären, so aber schlich sich das Feuer
von „Dachkammer“ zu Dachkummer“
weiter, u wie Zündholzschachteln, fielen
ein
Am
haft.
genauerte
Kata-
ist-
Skizze
tern
ten.
haben.
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welche betreffs feuersicherer Baŭten
Einhaltung der Landes-Bauordnŭng.
Vorkehrung gegen Feuersgefahr
und dergl. in Betracht kommen.
Auch diese viesige Katastrophe wäre
bei einem kleinen Schadenseŭer
geblieben, wenn genügendes
Löschwasser an der Hand gewesen, in
wenn feuersichere Mauern.
zwischen den einzelnen Häusern
und Gebäulichkeiten gestanden.
wären. so aber schlich sich das Feuer
von Dachkammer zu DachKammer.
weiter, u wie Zündholzschachteln fielen
die Dachfirsten der mangelhaft
gebaŭten Häuser ein. Eine genaue
Beschreibung dieser riesigen Kata¬
strophe hat der heŭtige Bericht-
erstatter schon seinerzeit auf
Grund einer aussührlichen Skizze
gegeben, und in den Fachblättern
veröffentlicht, was die geehrten
" Kameraden bereits ersehen haben
dürften.
in
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222/366
Am 7. Mai wurde das Florianiamt abgehalten, u.
am 1. Juni Sonntag um 1/2 10 Uhr
vormittag die Frühjahrshaupt-
statt.
übŭng abgehalten. Als Brand-
objekt diente der Roßstadel beim
Sternbach; daran anschließend
wurde noch eine kleine Angriffs-
übung an der Gaunermühle
durchgeführt. Hernach wurden die
Kameraden zu einem Freibier beim
zum „Loreth" geladen, bei welcher
Gelegenheit dem "Spritzenmanne"
Anton Wieser die kaiserliche
Medaille für 25 jährige Tätigkeit
auf dem Gebiete des Feŭerwehr¬
lösch- und Rettungswesens durch
den Kommandanten in feierlicher
Weise übergeben wurde. Kamerai
A. Wieser war ob dieser Ehrung
sichtlich erfreut, und versprach
auch weiter seine Kräfte der
gemeinnützigen Körperschaft zu
widmen. 8 neue eingetretenen
Mitgliedern wurde das Hand¬
gelöbnis abgenommen.
Am 2.
Juni starb unser aktives Mitglied
und Gönner der Privatier
Alfons Rathgeb nach kurzer
Krankheit an den Folgen einer
Operation. Die irdische Hülle
des Toten wurde nach seiner
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223/366
Heimat Ortenburg in Baden,
in stiller Weise überführt und
dort bestattet. Mittlerweile
traf aus einem Gefangenen¬
lager in Rußland die traurige
Nachricht ein, daß unter lieber
Kamerad Johann Thaler bereits
im Dezember 1915 als Kriegs¬
gefangener verschieden sei. Als
kraftstrotzender junger Mann
rückte der Verewigte im
Dezember 1914 zu den Kaiser¬
jägern ein, kämpfte wacker
in Galizien für des Vaterlandes
Freiheit und Ehre kam aber
Grussische
Anfangenschaft
leider in die gep. Bamada
wo er Totskojn v an Flecktyphus
leider verschied. Wir werden
diesen lieben Kameraden, welcher
seit 26.fl. 1904 in der Steigerab¬
teilung tätig war jederzeit.
ein frommes Andenken wahren.
4. Juni wurde für ihn, und den von 27/2.1913
Am
ebenfalls in russischer Gefangen¬
schaft gestorbenen Alois Frenes
eine heilige Totenmesse gelesen.
Am 1. Oktober wurde die Herbsthaupt¬
übung abgehalten; als Angriffs¬
objekt diente das Anwesens
des Gemeindevorstehers Josef Steiger.
Die Kameraden erschienen hast
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224/366
vollzählig doch machte sich der
Umstand fühlbar, daß die Steiger¬
abteilung zu wenig Mannschaft.
habe, denn gerade von dieser
Rotte mußten die Meisten ins
feld ziehen. Kurzes ungewungenes
Zusam̃enfinden beim „Coretlý stärkte
die Kameradschaft unter den einzelnen
Mitgliedern. + dies die wenigen
Daten aus dem vergangenen
Vereinsjahre, welches wiederum
für uns und die nähere Umgebung
ohne schadenbringenden Elementar¬
Ereignissen abgelaufen ist. Auch
im ganzen Lande kann, mit
Ausnahme der großen Katastrophe
in Deutsch-Matrei und der Ver¬
nichtung mehrerer Häuser in
Oberdrum bei Lienz, von gleichen
ruhigen Zeiten gemeldet werden.
ebenso sind auch keine nennens¬
werten Verheerungen durch
Wildbäche, und Hochwasser zu
melden, obwohl der vergangene
Sommer sich als äußerst naß.
fühlbar machte. Vor Jahresschluß
meldeten uns jedoch die Tagesblätter
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traurige Botschaften über
Lawinenstürze im Vinrschgau,
und in der Gegend von Meran,
denen wiederholt große Bauern¬
höfe sammt Einwohner, Vieh und
Einrichtung zum Opfer fielen.
die gleichen Naturgewalten
forderten auch unzählige voll.
vielfach noch unbekannt gebliebene
Todesopfer an tapferen Vater¬
landsverteidigern an der Süd¬
westfront; denn sowohl die Zeitungen,
wie insbesonders von der Front
zurückgekehrte Soldaten, brachten
uns tieftraŭrige Nachrichten.
über, in vielen Gebirgsgegenden
an der Südfraut, insbesonders
in den Dolomiten, niederge¬
gangenen Schneemassen, welche
von
viele Hunderte tapferen
Kämpfern begruben. Mögen die
bister eingelangten Schreckens¬
botschaften sich nicht in diesem
Umfange bestätigen und die
Anzahl der geforderten und
bisher unbekannten Opfer nicht so
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groß sein, wie von mancher
vielleicht
Seite in Vübertriebener Weise
mitgeteilt wurde.
Die geschäftlichen Sachen
unseres Wehrkörpers fanden in
3 Ausschußsitzungen ihre
Beratŭng dŭrch den Feŭerwehr.
Ausschuß, wobei auch an zwei
unterstützungsbedürftige lang¬
jährige Mitglieder Johann Köll
und Hans Kathrein eine Unter¬
stützung von je Kr. 40‘ – bewilligt.
wurde. Auch 2 neue Signalhörner
wurde anzuschaffen beschlossen,
dagegen keine weiteren Neu¬
anschaffungen gemacht, da wohl alle
für die Feŭerwehr in Betracht.
kommenden Gegenstände, insbesonders
Metallgeräte, Schläuche, Lodenstoffe,
für Tuper, während des Krieges
eine eminente Preissteigerung
erlitten haben, und wird sich wohl
jede Feŭerwehr vorläufig mit
dem zufrieden geben müssen,
was sie besitzt, denn Neŭanschaffungen
kommen heute 3 bis 5 mal so hoch
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im Preise gegenüber früheren.
Zeiten. Während des Jahres 1916
sind 8 Mitglieder zur Militär¬
Dienstleistung eingerückt, dafür
wurden 7taugliche Burschen von
Mühlau zur Feŭerwehr aŭfge-
nommen nämlich: Auer Josef,
Csiszinko Josef, Wach Albert, Schreiner Karl
Auer Josef, Egg Otto, und Alois Plattner.
Ausgetreten infolge Übersiedlung
ist das Mitglied Otto Dallacova
Gestorben ist im vergangenen
Jahre nur das ausübende
Mitglied, Alfons Rathgeb, und
in russischer Gefangenschaft
Johann Thaler
Außer 2 Hauptübungen am
1. Juni und 1. Oktober wurden
auch 3 Abteilungsübungen.
abgehalten] die Windwache
verzeichnete Dienstleistungen.
Wenden wir unseren Blick
außerhalb unseres Körpers, so
finden wir die schweren Lasten
des Krieges ŭentwegt auf uns
und unseren Mitbürgern lassen.
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Unseren kampterprobten Heeren
nicht nur
war es gegönnt die an den Reichs¬
grenzen, bis an den Zähnen
bewaffneten feindlichen Truppen.
Einhalt zu gebieten, sondern es
war unseren Kämpfern auch
möglich, die Feinde zurückzuwerfen.
und feindliche Gebiete zu erkämpfen.
Nach vollständiger Säuberung und
Niederringung der ehemaligen König¬
reiche Serbien und Montenegro,
kam im Frühjahre 1916 nun auch
Abrechnung mit unseren feinen
Südnachbarn; unter führung
des Thronfolgers Erzherzog.
Karl Franz Josef war es für
unsere Heere wohl nŭr ein Jubel
vomantisch schöne Landesteile.
im Bereiche der "7 Gemeinden"
die Städte Asiago, Ärsiero und
dergl. einzunehmen und so
siegreich vorzŭdringen. Leider
war es unserem Ostfeinde.
Rußland, nachdem derselbe seit
seiner Vernichtung in Galizien.
seit seinem Rückzuge in Russisch-Poke
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u. s. w. anscheinend brachlos dalag.
leider durch amerikanische
Waffen und Munitionslieferung,
sowie durch Geldunterstützung.
von Seite Englands wiederum
ermöglicht, seine ungeheŭven neuen
Truppenmassen gegen unsere
Grenzen zu schicken. Aus
strategischen Gründen mußte.
daher unser Siegeszug in Italien
vorläufig unterbleiben, und
die dort angesammelten Truppen
wiederum nach Galizien und
Südungarn geworfen werden.
was zur Folge hatte, daß dieser
russische Generalansturm an
der eisernen Mauer unserer
kampferprobten Truppen zer¬
schellte; nach Hunderttaufenden
von Todesopfern mußte die
rŭssische Heeresverwaltŭng
zugeben, und gelang es letzterer
nicht, die erwünschte und von
England scheinbar geforderten
Ewungenschaften zu erreichen.
Um eher und leichter zu einem
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der Feind.
Erfolge zu kommen mußte nun
neue Hilfe geholen werden, und
richtig brachten es die Entente¬
möchte zustande einen neuen
kampflustigen Gegner, den
Neunten in ihrer Zahl, gegen
die Zentralmächte aufzulasten.
Rumänien, dessen König leider
ein deŭtscher Prinz ist, ist dem
drucke der Ententemachte auf
dem Leim gegangen, und mit
seinen Truppen in Südungarn
eingesallen. Wohl große Anstrengung
brauchte es auch diesen neuen
Gegner unsere Stirn zu bieten,
doch verstand es der bereits
berühmt gewordene deutsche
heerführer Feldmarschall von
Mackensen mit seinen österreich.
ungarischen - deutschen – und
bulgarischen Truppen gegen
diesen neuen Feint loszuziehen,
und ehe noch ein halbes Jahr
nach der rumanischen Kriegs¬
erklärung verstrich, war die
stolze Hauptstadt des Feindesreiches
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Bukarest in unserem Besitze.
So wird abgerechnet - und solche
Erfolge heben uns wieder über
die mannigsachen Bürden und
Lasten der schweren Kriegszeit
hinüber, und wenn Kameraden.
gar mancher von uns die gegen¬
wärtige Zeit als fast unerträglich
findet, so möge er in seinem
Schwermŭte auf die Erfolge
unserer Truppen denken, die uns
Bürgschaft dafür geben, daß der
Siegeskranz in ŭnferen Händen
ist und bleibt und nach finsterer
schwerer Kriegszeit die Sonne
des Friedens desto beglückender
auf uns einwirken wird. Bei
Betrachtziehung was unsere
Truppen für Strapazen und
Entbehrungen durchmachen müssen,
größer
die unvergleichlich mit unserem
täglichen Leben sind, so wird es
uns leichter vorkoṁen die
schweren Zeiten zu ertragen,
die Entbehrungen an Nahrungs-
mitteln und dergl. leichter auf
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uns zu nehmen. [Das militärische
Kriegsbild hat sich seit unserem
Jahresberichte bis auf die
letzten
Eroberungen in Italien und
die teilweise Niederwerfung
Rumaniens wenig verändert.
Unsere Verbündeten insbesondere
Deutschland, halten die erkämpften
Gebiete in fester Hand. Aus
un
den fruchtbaren, Gegenden
mit Bergwerken, großen Industrie¬
anlagen und dergl. gesegneten
Russisch-Polen, wurden durch
Österreich und Deutschland das
Gebiet
besetzte Russisch-Polen zum
ehemaligen selbstständigen.
Königreiche Polen wieder
erhoben, dessen politische Ver¬
waltung vorläufig in unseren
Händen bleibt. Die erkampften
Landstriche in Frankreich blieben
in unserer Hand, das nieder¬
geworfen Belgien blieb tot.
hoffen wir nach Beendigung.
des Feldzuges mit Rumänien,
im kommenden Frühjahre end¬
gültige Abrechnung mit Italien
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pflegen zu können, um für
unsere Handelsinteressen, der
haupt-Einnahmsquelle eines
Reiches, das Mittelmeer voll¬
ständig zu sichern.
Wenn bei diesen großen
Schlachtentoben viele wackere
Helden ihr Blut für das Vater¬
land opfern müssen, so fühlen
wir uns nach verglücklich in Mühlau.
Im abgelaufenen Jahre
sind von den aus Mühlau
eingewückten Mannschaften
als gefallen gemeldet worden:
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Mitten in diesem tobenden
Schlachtenlärm verkündetete uns
in der Frühe des 22. November
die Kirchenglocken das unerwartet
rasche Hinscheiden unseres
geliebten greisen Monarchen.
Wiederholt konnten wir in
unseren früheren Jahresberichten
von den glänzenden Werken
Sr. Majestät Fuld an Gnade berichten,
und ist es wohl unsere Pflicht
anläßlich seines Leiniganges
seiner ehrwürdigen Person zu
gedenken. Durch volle 68 Jahre
den erhabenen Thron der Habsbürger
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235/366
Aber
II
v 1/9
einnehmend, mußte Höchstderselbe
bittere Zeiten miterleben, sowohl
für seine Höchsteigene Person,
wie auch in seiner Machtgestalt
als Herrscher. Der frühe jährige
Tod seines einzigen geliebten
Sohnes mag das Vaterherz.
schmerzlich berührt haben die
ruchlose Tat die Ermordung
seiner vielgeliebten Gattin.
hat ihn mitten im Festesjubel
seiner 50jährigen Regierung.
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die starke Figur sichtlich gebrochen, u.
welche Schmerzen der vielgeprüfte
Monarch bei solchen traurigen.
Anlässen empfunden haben.
bringt.
muß, das kaiserliche
Manisest zum Ausdruck, welches
anläßlich der Ermordung
Höchstseines Thronfolgers
Erzherzog Franz Ferdinand d’Estl
im Juni 1914 in Sarajewo,
an die Völker des Reiches
erlassen wurde, und welches
die bekannten Worte enthielt:
"
Mir bleibt Nichts erspart.
Als Monarch mußte er während
seiner 68 Jahre langen Staats-
regierung gewiß Vieles mit-
erleben, neben erfreulichen
Wirken im Fortschritte der Kunst
Handels
u. Wissenschaft, des und der Industrie
gab es oft bittere Tage entdeckter
Verschwörungen, Meineide, Hoch¬
verrat und revolutionäre
Bewegungen. Als vastloser
hörderer gemeinnütziger
Einrichtŭngen im Staatswesen.
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mußte Höchstderselbe oftmals nur
Umdank und Entbehrungen
ernten, und dennoch verblieb
der vielgeprüfte herrscher in
steter Fürsorge zur Hebung,
Ausbildung und Vergrößerung
seiner Wehrmacht zu Lande u.
zu Wasser deren Notwendigkeit
früher vielfach verkannt, aber
jetzt als unerläßlich anerkannt.
wird. Der Ausbau der Eisenbahnen
die Schiffbarnachŭng der Flüsse u. Gewässer
die Hebung der Seeschiffahrt, die
Erbauung und Einhaltung von
Straßen auf mitunter äußerst
schwierigen Geländen, die
Hebung der Industrie durch
hiezu geeignete Gesetze und
Begünstigungen, die Förderung
der Wissenschaft durch Gründung
und
von Hochschŭlen, zahlreichen Mittel¬
schulen, deren viele Allerhöchst
Verbesserung des
dessen Namen führen, die Volksschulwesens,
die kulturelle Entwicklung aller
seiner Völker in allen Ländern
und Gauen seines vielsprachigen
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Reiches, der Schutz der
konfessionellen Rechte aller
seiner Nationen lag dem
Monarchen in seinen hoch¬
betagten Jahren noch sehr am
Herzen wie dies in dem letzten
Manifeste unentwegt zum
Ausdrucke gelangte. Die
Einrichtungen im Staatsinneren.
und Vorkehrungen zum Schutze
jedes einzelnen Staatsbürgers
in seinem persönlichen Rechte und
Freiheit zum Schŭtze seines Bodens
und Besitztums war dem
allgeliebten Landesvater noch stets
sehr am Herzen angelegen, daher
es erklärlich ist, daß Höchstderselbe
auch unserer Institution seine
fortwährende Huld und Förderung
zuwies. Wir erinnern uns an
die großen kaiserlichen
Geschenke zur Linderung der
Not an die von Feŭersbrünsten
und Wasserkatastropfen heim¬
Ortschalten
gesŭchten, wir gedenken
seiner unzähligen Widmungen.
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239/366
für arme Feuerwehvereine
auch
und erinnern uns an hohe
für
Auszeichnungen führende
Persönlichkeiten im Feuerwehr¬
wesen, durch welches wiederum
die wohlwollende Zuneigung des
Kaisers zum Feŭerwehr- und
Rettungswesen zutage tritt.
den schönsten Beweis der kaiserlichen
Gnade bezeigte uns Franz Josef I. für immer
durch Stiftung einer eigenen
Ehrenmedaille für 25jährige
Dienstzeit im Feŭerlösch- und
Rettungswesen. Dadurch wollte
der hochedle Stifter wohl bekunden.
daß jeder Ewahrmann mit
aller Kraft und Ausdauer
auf seinen Posten verbleibe.
wie es Franz Josef I. in
vorbildlicherweise und uermüd¬
licher Arbeit am Regierungstisch
des Reiches vor allen Völkern u. Staate
zeigte.
Nun Kameraden gewiß
auch unser Wirken im treiwilligen
Dienste der Nächstenliebe, ist nicht
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immer mit Dank und Freuden
begleitet, gar oft stellt sich uns
ein Stein gegenüber der
manchem den Grund zum
Austritte aus dem Wehrkörper
oder gibt
vermutlich Anlaß gab, aber
das glänzende Vorbild
S. Majestät Kaiser Franz Josef I.
der so viel Serbes, ja fast
Unerträgliches mitmachen
mußte, soll uns jederzeit als
Beispiel leuchten, auszuharren.
solange es die Körperkräfte
ermöglichen. Sein Andenken
zu ehren in seinem Sinne
zu wirken, soll stets unser
Aller Bestreben sein.
Treue Pflichterfüllung war sein.
Leitstern, er sei auch der
unsere. Erhalten bleibt uns
der arbeitsfreŭdige Geist unserer
Monarchen und sein Wahlspruch.
weist uns den Weg, welchen wir
auch fernerhin zŭ gehen haben:
" Mit vereinten Kraften!
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Seinem erlauchten Nachfolger
auf Habsburgs Thron, den wir
in Mühlau im Sommer 1915
bereits die hohe Ehre hatten zu
begrüßen, schlagen unsere
Herzen in gleicher Weise entgegen,
wie es seinem erhabenen
verblichenen Vorfahren gesichert.
war. Tiroler Kaisertreue ist
weltbekannt, und werden wir
dem neuen Herrscher
Kaiser Karl I.
in gleicher Verehrung zugetan¬
bleiben, umsomehr als der
feind im Süden unser Land
zerstückeln und unseren
Heimatboden uns entreißen
will. Hoffen wir daß die Worte
Antritts-
seines kaiserlichen-Manifestes
Meinen Völkern will Ich ein
gerechter liebevoller Fürst sein
ihnen die Segnungen des Friedens
wiederzugeben, ist Mein sehn.
lichster Wunsch!!
sich
baldigst erfüllen mögen.
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242/366
An verschiedenen Fronten als
heerführer tätig gewesen,
schätzen wir unseren neuen
Landesfürsten als einen
Mann von erprobter Tatkraft,
praktischer Ansicht, der die
Völker seines Reiches kennen
gelernt hat und ihre Tugenden
zu schätzen weiß. Daß das in
letzterer Zeit so viel geprüfte
Tirolervolk einer besonderen
kaiserlichen Fürsorge entgegen.
sieht, das sind unsere Wünsche
geht.
welche wir dem jungen herrscher
Von
xxx
Rügsicht
Deutsches
N
R.
Seite 243
243/366
entgegensenden Möge unter dem
neuen Kaiser auch ein neues
Österreich entstehen.
hoffen wir beim nächsten
Jahresberichte bereits die Friedens¬
bedingungen einflechten zu
können, vertrauen wir auf
die führung des Allmächtigen,
und schauen mit ungebrochener
Kraft einer glücklicheren Zukunft
entgegen, die nach den schweren
Zeiten des Krieges desto.
beglückender sein wird.
Mühlau, den 2. Jänner 1917
Anton Banck
Feuerwahr Hauptmann
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244/366
[Anlagestriche]
1534
B.
Vereins
Jahr:
17
Deutscher
widerum
Die genaue Mitschrift zur
43. ordentlichen Jahressaugtversammlung
steht im Berichte des Schriftführers
Jurner. Was für den vorliegenden
Jahresbericht in Betracht kommt, sei
die Aufzählung über die derzeitigen
Vermögensbestände und zwar:
I. Unterstützungskassa
Übertrag von 1915.
Kr 110.43
1916. Eingang Nr. 146.80.
Ausgangkr. 181.
76.23
Stand am 31./XII. 1916:
Kr
II. Regiekassa.
Übertrag von 1915.
Kr 222.81
358.56
1916. Eingang Kr 246.30, Ausgang
110.55
Stand am 31./XII 1916
Kr.
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III. Requisitenkassa:
Kr 147.40
Übertrag von 1915:
Eingang 1916: 867.39, Ausgang " 843.10.
Stand am 31./XII 1916
171.
Dem Hydrantenmeister-Stellvertreter
Otto Rainer, welcher bei dieser
Gelegenheit sein 25jähriges
Wirken im Wehrkörper vollendete,
wurde das übliche Anerkennungs¬
diplan der Gemeinde Mühlau
übergeben, und der Jubilar
von der Versammlung beglück¬
wünscht. Ebenso wurde aller
jener gedacht, welche mit
1917 auf ein gewisses Dienst-
alter im gemeinnützigen
Wehrwesen zurückblicken köṅen.
Es wurde ferner
beschlossen, daß sich der Feuer-
wehrkörper in Unisoren an
Sterbegattesdiensten nach
gefallenen Kriegern in dem
falle beteiligt, wenn der
Gefallene aktives Mitglied
der Feuerwehr war ebenso
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246/366
soll auf Kosten der Feuerwehr die
übliche Seelemmesse für die auf
dem Felde der Ehre verbliebenen
gelesen werden. Ansonsten war
mangels weiterer Verhandlungs-
gegenstände, die hast vollgählig
besuchte Jahreshauptversammlung
bei welcher der Kommandant an
Stelle des in Militärdiensten
stehenden Kassiers die Kassagebahrung
vortrug und Gemeindevorsteher
Steiger an die Vertammlung Worte
des Dankes u. der Anerkennung
im Namen der Gemeinde zum
Ausdrücke brachte, von kürzerer
Dauer, doch zeigte sich bei diesen
kurzen Beisammensein die innige
Kameradschaft u. geschlossene Einheit,
welche der Mühlauer Wehr, seit
deren Bestehen immer zur Zierde
gereichte. Möge es gegonnt sein
daß die nicht hierweilenden
Kameraden sich baldigst wieder in
unsere Reihen einfinden, können
um die mitunter schmerzlichen
Lüken in unserem Verein
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am Bande der Einigkeit und
Kameradschaftsliebe ausgeglichen
zu wissen. Die vom Kommandanten
Anton Rauch an die Wehrmänner
wegen
gerichteten Worte festen Zusammen-
schlusses u. fleißigen Erscheinen.
zu den Übungen u. besonders
im Ernsthalle werden sicherlich
nicht auf fruchtlosen Boden
gefallen sein.
Kurz darauf am 23. Jänner starb
nach jahrelanger Krankheit.
das ausübende Mitglied
Franz Brügger; von Brief fandels¬
mann war der Dahingeschiedene
ein aufrichtiger u. netter
Mensch, der im besten Mannes-
alter von einer langwierigen
Krankheit ergriffen wurde, und dennoch
während derselben jede Gelegen¬
heit benützte seinem Dienste u.
seinen Gehorsampflichten im
feŭerwehrwesen in geradezu
musterhaften Weise nachzu¬
kommen. Die Erde sei ihm leicht:
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Am 14.
Februar 17. starb nach längeren
Unwohlsein u. kurzer Krankheit
ein bestverdientes Mitglied unseres
Wehrkörpers der Gerätemeister
Hans Kathrein; seit der Gründung
im Jahre 1874 der Feŭerwehr
angehörend, war Kathrein ein
eifriger u. umsichtiger Steiger
und lange Zeit auch deren Rotten-
und Zŭgsführer. Infolge vorge-
schrittenen Alters zog er sich von
dieser schwierigen Betätigung zurück.
um mir mehr die Stelle als
Magazinsmeister auszufüllen.
Wenn auch sehr oft taunisch gestimmt,
wußten. Alle daß die "Zwidwigkeit"
des Kathrein nicht ernst zu nehmen.
sei, und daß in der etwas rauhen
Schale ein guter Kern steckt; und
tatsächlich niemand zahlte die
Stunden, u. weiß die viele Arbeit,
welche Kathrein für die muster¬
hafte Instandialtung des Geräte-
" parkes u. der Monturkästen auf¬
wendete. Ob dieser Verdienste wurde
Kathrein gelegentlich der Vollendung
seines 40jährigen Dienstjahres zum
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Ehrenmitgliede unseres Vereines
ernannt und das hübsch ausge¬
führte Diplom anlässlich unseres
40jährigen Gründungsfestes
dem Jubilanten in feierlicher
Weise überreicht. An seinem
Leichenbegängnisse beteiligte sich
der Wehrkörper in voller
Rüstung, ein Leichenwagen
zur Überführung des Toten
auf den Friedhof wurde in
pietätvoller Weise auf Kasten
der Feuerwehr beigestellt.
Das Jahr 1917 hat
unter den Reisen der noch wenigen
lebenden Mitgründern unseres
Körpers bedeutende Lücken
gerissen, neben Rathwein
starb wiederum ein Mit¬
geänder unseres Wehrkörpers
der ehemalige Kommandant¬
Stellvertreter und Spritzenmeister,
zuletzt der Ordnungsmannschaft
zugeteilt, Leonhard Schlögl d. Ä.
ein rechtschaffener, biederer
Mann, der seiner Lebtag von
harter Arbeit Ertrag für sich
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und seine zahlreiche Familie zu
sorgen hatte; ein Mensch von
bescheidenen, beinahe zurück¬
gezogenen Wesen, aber überall
dabei, wo man seiner bedurfte,
war Schlägt eine bescheidene aber
doch hierdevolle Gestalt eines
Gemeindebürgers, der sich
solange es seine Kräfte
zuließen bei der Musik, am
Kirchenchove, bei der Fängerschaft,
und insbesonders bei der Feuerwehr
in aŭsgiebigster Weise beteiligte.
Nicht umsonst wurde ihm die
40jährige Ehrenmaaille für
verdienstvolles Wirken am
Kirchenchor u. bei der Musik.
verliehen. Auch seine Nachkommen
und Söhne huldigen der gleich-
schönen Kunst. Der Verlust seines
jüngsten Sohnes, dem er durch
seine Sparsamkeit das Studieren
ermöglichte u. der schließlich als
hoffnŭngsvoller Radett-Aspirant.
im Kampfe gegen den Welschen
sein Blut und Leben lassen mußte,
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mag der Gnedi es angegriffene
Gesundheit unseres Kameraden
Leonhard Schlöpl mitgespielt.
haben, daß der beinahe 70 Jährige
der Krankheit nicht mehr
widerstehen konnte. Nach
einem mühevallen nur dem
Wohle seiner ihm treu zugeschmiegten
Familie geweihten Leben schloß
der biedere Kamerad, der ob
seiner musterhaften Pünktlichkeit
im Wehrwesen, gelegentlich seines
Zurücktretens von der Stelle
eines Hauptmann-Stellvertreters
zum Ehrenmitgliede unseres
Vereines ernannt wurde,
seine Augen, nicht aber um
unseren Andenken zu ent¬
rinnen. Das zahlreiche
Leichenbegängnis gab Zeugnis.
von der Beliebtheit dieses sonst
so zurückgezogenen Mannes
ein schöner Lorbeerkranz mit
entsprechender Widmŭngsschleife.
wurde dem beliebten Ehren¬
mitglied auf das Grab gelegt.
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Kurze Zeit darauf am
wieder
6. August ist schon eines unserer
Ehrenmitglieder u. verdienst¬
vollsten Kameraden ins Jenseits
gegangen. Der Wagnermeister
Thomas Lang, ein allgemein
geachteter, trotz seines hohen
fleißig
Alters noch immer am Werktisch
schaffender Mann, ist denfolgen
eines Schlaganfalles erlegen.
Von früher Jugend an der
Wagnerei zŭgetan, hat er in
verschiedenen Orten, so auch in
München sich diesesfachkenntnisse
angeeignet, kam schließlich nach
Mühlau, wo er sich selbstständig
niederließ. Sein biederes Wesen
mag allen gefallen haben, denn
bei der Gründung unserer Wehr
im Jahre 1874 wurde Zaug sofort
zum zweiten Führer des jungen
Vereines auserkoven und zum
Stellvertreter unseres unvergesslichen
Bründers Ferdinand Weyner bestellt.
Zugleich als Spritzenmeister tätig.
war Lang ein äußerst fleißiger
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Kamerad, der bei keinem
Brande u. bei keiner Übung
fehlte, und besonderes Augen¬
merk darauf richtete, daß die
feuerspritze zu jeder Stunde
dienstbereit dastehe. So war er
an der Seite unserer unver¬
geßlichen Kommandanten
Ferdinand Weyner Max Weyrer,
u. Johann Hölzmeister nicht
nur eine Stütze für dieselben,
sondern für Jedermann ein
Muster von Pflichteifer, von
Pünktlichkeit und Kameradschaft.
Es gab kein übles Wort, sondern
nŭr Belehrungen u. Aufklärungen
auf Grund jahrelanger
Erfahrungen. Nach dem Tode
sei ins Freundes u. Kommandanten
Johann Holzmeister zog sich Lang
vom Posten eines Kommandanten
Stellvertreters zurück und wurde
zum Führer der Ordnungs-
mannschaft bestellt, welche Stelle
er wegen einem Ohrenleiden
und vorgeschrittenen Alters nach
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37 jähriger Dienstzeit im
Jahre 1911 ebenfalls zurücklegen.
mußte. Für seine Verdienste um
den Wehrkörper u. als Anerken̄ung
für sein mŭsterhaftes Verhalten
während seiner langen Dienstzeit
wurde. Lang zum Ehrenmitgliede
des Vereines ernannt, was dem
bescheidenen Manne ungemein
freute. Über nicht nur bei der
Feŭerwehr u. im Dienste der
Nächstenliebe tätig, auch für die
schöne Ruicht der Musik zeigte,
Lang schon von früher Jugend an
weges Interesse. Als junger
Lehrbursch finden wir ihn bei
einem Orchester in München,
wir finden ihn später als
ausgezeichneten Kenner seines
Instrumentes bei der Mühlauer
Musik u. am Kirchenchove, u. hat
derselbe nicht umsonst die silberne
Ehrenmedaille für 40jähriges
Mitwirken, am Kirchenchover in
Empfang genommen. Der einzige
Sohn von ihm, ein fleißiger
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Studien beslisener junger Mann,
mußte nach glänzender
Absolvirung der Realschule
den Feldzug in Galizien
mitmachen, u. hatte das
Mißgeschick einen folgenschweren
Fußschuß zu erhalten, an dem
der lebensfrohe Bursche
seiner Lebtag zu leiden hat.
Das Leichenbegängnis zeigte
die hohe Wertschätzung, welche
sich der Verstorbene aus allen
Bevölkerungskreisen erfreuen.
konnte. Zähreich waren die
Reihen der, welche den schlichten
Wagnermeister das letzte
Geleite gaben. Auch unser
Wehrkörper beteiligte sich
so gut es eben infolge der
zahlreichen Einrückungen ging,
in voller Rüstung am Leichen¬
zuge, ein schöner Lorbeerkranz
wurde vom teuren Töten
in pietätvoller Reise gewidmet.
So ist mit Thomas Lang
wieder einer unserer Ältesten
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und Liebsten dahin gegangen.
ein Mann der unseren Wehr¬
körper, von dessen Wiege bis
zu seinem heutigen Ansehen.
begleitete, alle fröhlichen und
trüben Stunden, wie solche auch
bei der Feŭerwehr zŭbage treten,
mitmachte. Der Name Thom Laug
wird neben Ferdinand Weyrer
in der Geschichte der Mühlauer Wehr
jederzeit in vollem Glanze erhalten.
bleiben.
Während eines hochgewitters
im Juni schlug der Blitz in einem
der Spassenbahn
elektrischen Leistŭngsmäse neben
der Zapflerschen Revanda ein,
was wie Augenzeugen berichteten
ein ungewöhnlich schauriges Natur¬
weignis bildete; neben unterhöhen
dunkelblauen Stichslammen schlugen
gelbe u. bŭnte Wenzfeŭer aŭs
den Versicherungskasten dieses vom
Blitze getroffenen Leitŭngsmattes
heraus und das Schauspiel.
wehrte ziemlich lange. Die
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elektrische Zuleibung der
Straßenbahn Innsbruck-Hall.
wurde dadurch logisch zerstört,
hingegen weder an den nahe¬
liegenden Gebäuden, noch an
der elektrischen Lichtleibung
irgendwelcher Schaden angerichtet.
dieser Vorfall bildete den
Beweggrund zu einer Haupt¬
übung am 16. September wobei
angenommen wurde, daß das
durch Blitzstrahl entstandene
feuer auf das Zapfler'sche
Hauptgebäude übergegangen ist,
und bei Ostwind die nahe¬
liegenden Häuser Reinisch
Brantner Schatz u. Kreutzer
sehr gefährdete. Die Mannschaft
erschien zu dieser Hauptübung
des Jahres hast vollzählig.
Es wurde, um einige alte
Schläuche auszugräbieren,
ausnahmsweise mit Wasser
gearbeitet u. es zeigte sich
daß der an der großen Leiter
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" montierte Gummiköpperschlauch
durch die Zeit abgelagert war,
und durch einen neuen
ersetzt werden muß. Die
Verbindung mit Gummschläuche
Besinnung
bedingt eine fortwährende
Benutzung resp. Bedienŭng
derselben, da ein längeres
Aufeinanderliegen des
immerbei gummierten Schlauches
den Schlauchüberzug los läßt.
hierich lassenholtens, zurückgegen.
und die,
dienstlichen
Gummistücke bei Einströmen.
des Wasserstrahles logisch gegen
das Mundstück gepreßt werden
wodurch natürlich eine Ver¬
des Letzteren
stopfung zutage treten muß.
Ein Vorfall welchen vor Jahren
die Feŭerwehr Meran, sowie
jene von Brizen ziemlich
stutzig machte u. die Folgerung
aufstellte, daß man mit den
sehr teŭern Gŭmischlauchen nicht
allzu sparsam umgehen darf,
sondern dieselben regelmäßig.
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benützt, um die innen gŭmmerten
Wände nicht abstehen zu lassen.
wodurch der Gŭṁischlauch ganz
wertlos würde. Gŭmischläŭche
erfordern eine sorgsame
Behandlung, nicht ist es das Beste
dieselben nach jeden Gebrauche
(mindestens einmal im Jahre)
gut auszutrocknen, und mit
Federweiß auszublasen, um
das Zusammenpicken der Gummi¬
wände zu verhindern. Der
Besuch dieser Übung zeigte
daß der Stand unseres Wehr¬
körpers, trotz der vielen
Einrückungen noch auf jener
Höhe ist, um ein Schadenseuer
16
im Orte aus eigenen Kräften
bekämpfen zŭ können. Selbst¬
redend bedarf es gerade jetzt
der Mithilfe jedes Einzelnen,
und bitte ich Euch liebe Kamwaden
gegenwärtiger
gerade in (jetziger) Zeit besonders
fleißig an der Lösung unserer
Aufgaben mitzuhelfen.
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Anfangs November kam
die amtliche Nachricht daß unser
ausübendes Mitglied (Steigervolle)
der Postamtsdiener Bonhard Hell,
an der Ruhrkretheit in einem Epidemie¬
spitale in Südŭngarn gestorben
sei. Hell der seit anfangs 1912
unserer Wehr angehörte war
ein braver rufiger Bursche
dessen Ableben sicherlich nicht.
nur unser Beileid erwartet,
sondern bei Allen die ihn kannten
und nannten. Bei den am
18. November abgehaltenen Sterbe¬
gottesdienste beteiligte sich unsere
Wahr in Uniform.
Am 2. Dezember 5 Uhr abends
ist dŭng Kinder in der St. Nikolaŭs-
gasse in Innsbruck Feŭer aŭsge-
brochen, wodurch 2 Häuser arg.
beschädigt wurden. Von unserer
Wahr erschien eine Abteilung
wurde sie
mit Schlauchwagen sofort am
Braunplatze, u. hat auch bei der
Bewältigung des Feŭers mitgeholfen.
Am Brandplatze herrschte großer
Kirrwar, viele berufene und
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unberufene „Kam̄andanten“ schwieen
sicher
durcheinander, und mann kann
nicht von „Kameradschaft“ sprechen,
wenn die Innsbrucker Wehr als
Dank für diese Mithilfe, nach¬
träglich in einem Tagesblatte
eigens mitteilte, daß die
feŭerwehren von Hötting und
Mühlau erst nach der 2. Kompagnie
der Innsbrucker Wehr am
Brandplatze erschienen sind.
Wer zuerst kommt bleibt sich
gleich, u. daß die Mühlauer Wehr
event. später kommen konnte,
erklärt sich aus der Entfernung
Hauptsache ist daß man am
Brandplatze nicht müßig das
Maul aufreißt, sondern
mitarbeitet, um das entstandene
Schadenfeuer möglichst sachlich
und möglichst ruhig zu
bekämpfen. Eine Hervorhebŭng
u. Zurücksetzung in den Tages¬
blättern spricht wirklich nicht
von der Kameradschaft teitens
der Innsbrucker Wehr!!
Tags darauf um ½ 9 Uhr abends
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entstand in der Etappen-Frau Werkstätte
ein Trambrand, welchen ein ganz
kleiner Zug unserer Schlauchrotte
löschte, da bei dessen Einlangen
von Seite des anwesenden
Militärs über Boden u. Stiegen
reichliches Wasser geschüttet wurde.
Die Brandwache hatte die einquartierte
Militärmannschaft übernommen.
Wieder einige Tage darauf.
Raufen
erhielt der Kommandam die Meldung
daß im Dollinger Wirtshause ein
starker Kaminbrand ausgebrochen.
sei; eine kleine Abteilung mit
Schlauchrequisiten begab sich dorthin,
doch niemand wŭβte etwas von
einem schadhaften Kamin. Jedenfalls
hat ein Vorübergehender Funken
aus dem Kamin steigen gesehen,
u. von irgendwo her sofort telefonisch
Alarm gemacht; u. wiederum später
erfolgte eine gleiche Alarmierung
abermals zu einem Raminbrande
beim Dollinger; doch auch diesmal
war es glücklicherweise nur ein
blinder Alarm irgend eines
Übereiligen die Ursache der Ausfahrt.
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Dŭrch den Tod verlor unser
ferner
Wehrkörper aus den Reihen.
unserer Gönner u. beitragenden
Mitgliedern den hochbetagten u.
angesehenen Dollingerwirt
Anton Prantl, den im Militär
dienste stehenden Hausbesitzer
Hans Pernlochner den bekannten
u. wegen seines guten Humors
äußerst beliebten Rechenhofwirt
Alois Speckbacher u. den Ver¬
sicherungsvertreter Louis Prantl.
in Innsbruck. Pernlochner und
Speckbacher gehörten s. z. durch
viele Jahre als aktives Mitglied
unseren Wehrkörper an, Speckbacher
bekleidete auch eine Zeitlang die
Stelle eines Spritzenmeisters.
Am Leichenbegängnisse der ver¬
schiedenen Gönner beteiligte sich
der Wehrkörper in leichter
Stüstung nur bei Louis Prantl
dessen Bestattung in Wilten
erfolgte, ist der Wehrkörper nicht
körperativ aŭsgerückt.
Ferner wurde am 12. Juni
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der im 78. Lebensjahre stehende
langjährige Pfarrer von Mühlau,
zuletzt Schloßkaplan bei Sternbach.
der hochwürdige Herr Anton Auer
durch einen sanften Tod von
einem längeren Leiden erlöst.
Auer der es in allen Orten
seiner Wirkung verstand, die
Liebe aller Mitmenschen zu
erobern, war speziell in
Schützenkreisen ein angesehener
Mann. Er ging mit der
Bevölkerŭng u. nicht nach eigenem
Kopfe, wie dies in mancher
Gemeinde leider vorhällt.
Im Jahre 1903 kam Auer nach
Jahrzehnte langen Wirken in
Schönberg (Stubai) als Pfarrer
nach Mühlau, u. behielt dieses
Amt inne, bis fortgeschrittenes
hofes Alter ihn zwang von seiner
Stelle zurückzutreten. Der Wehr¬
körper beteiligte sich am Leichen¬
begängnisse, daß eine stattliche
Rundgebung von der Beliebtheit
des Verstorbenen war, in voller
Rüstung. Unser guter alter Pfarrer
möge in Frieden ruhen!
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22
Schlussbericht
Der abgelaufene
Jahrgang war ein äußerst
glücklicher zu nennen, da
unser Land von großen
fenerschäden, u. von Unwetter
ganz
u. Tochwasser beinahe verschont
blieb, einige Murbrüche im
Stubaitale ausgenommen.
Die Tätigkeit des Vereines
erstreckte sich auf Abhaltung
von 4 Gesammt- u. 1 Jaugtübŭng
u. die Einhaltung der Wind¬
wachen in 36 Nächten. Von
dem ohnedies durch militärische
Einberufungen zusammen.
geschmolzenen Mitgliederstand,
sind wiederum die ausübenden
Mitglieder Gebhard Schlögl, Otto Egg,
Cizinko, Schwenninger Groß und Dorf Rhen
Weilgem zum Militärdienste
eingeweckt. bei dieser Gelegenheit
wird an alle Kameraden die
Aufforderung gerichtet bei
Weggang von Mühlau den
zeitweiligen oder gänzlichen
" Austritt aus dem Wehrkörper
schriftlich oder mündlich dem
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Kommandanten bekanntzugeben.
u. die aŭsgefassenen Uniswin¬
stücke zurückzugeben, nicht
daß man, wie es heuer wieder
vorgekoṁen, auf Umwegen
erfahren muß, dieser oder
jener sei beim Militär. Dies
ist keine Ordnung u. die
Abmeldŭng hat pünktlicher zu
erfolgen.
An Stelle des verstorbenen
Gerätemeisters Hans Kathrein
wurde Spritzenmeister Stellvertreter
Lŭdwig Prantl als dessen Nachfolger
bestimmt.
Neuanschaffungen erfolgten
keine weil keine notwendig,
und der gegenwärtige Preis jede
nicht ŭŭmgänglich notwendige
Anschaffung vor Ankauf fast
warnt.
Gelegentlich des am
6. Mai abgehaltenen Feŭerwehr.
Gottesdienstes wurde dem
Eydrantenmeister-Stellvertreter
Otto Rainer, welcher sein 25. Dienst¬
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jahr vollendete die übliche
kaiserliche Ehrenniedaille in
feierlicher Weise überreicht.
Die Flammen des
Weltkrieges sind leider noch
nicht erloschen, überall drangen warfen
unsere verbündeten Herrn
die feindlichen Massen außer
Land u. die Erfolge im
Süden unseres Landes geben
jedermann die Überzeugung
daß solche Niederlagen des
feindes denselben zu einem
baldigsten Friedensangebote
zwingen müssen. Das mächtige
Aussenvolk hat sich dieser
Einsicht nicht mehr entziehen.
könnten, u. ist bereits in
Friedensverhandlungen mit
Vertretern unserer verbündeten
Staaten geschritten. Hoffen
wir daß dem Beispiele Rußlands
baldigst auch die anderen
unserer Feinde nachfolgen,
daß die Feinde von der Unbe¬
Zwingbarkeit der Zentralmächte
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endliche Überzeugung erlangen,
u. dŭrch die zŭ unseren Gunsten
geführten Friedensverhandlungen
jene Zeit herannahe, auf die
wir uns alle sehr sehnen u.
freuen.
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Vereinsjahr
76
1
n
Der Weltkrieg und die damit
in Verbindung stehenden Einschränkŭngen
ließen auch die bescheidene freiw.
feŭerwehr Mühlau nicht unbehelligt.
Wegen Mangel an Jeizmaterial hat
der feŭerwehr Aŭsschuβ beschlossen,
entgegen dem bisherigen Gebrauch
die Feŭerwehrverŭmmlŭng gleich nach
Jahresschluß abzuhalten, dieselbe auf
einen späteren Zeitpunkt zu verlegen,
daher sich die Feŭerwehrkameradeŭ
erst am 27.4.
zur Entgegennahme
des Jahres- u. Kassaberichtes und zur
gegenseitiger Aŭsschwache zŭsamen-
finden. Über den Inhalt dieser
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ordentlichen Jahresversammlung, der
44. seit Gründung unseres Vereines,
ohnedies
berichtete Schriftführer Pŭrner und
bleibt nur übrig an dieser Stelle
zu erwähnen daß Kommandant
Raŭch, welcher an Stelle des in
Militärdiensten stehenden Vereins¬
Geldwartes Leopold Rauch den
Bericht über das Vereinsvermögen.
erstattete, auch diesmal mit Freŭden
bemerken konnte, daß jede unserer
Kassen und Bestanden zŭgenommen.
verzeichneten
hat, und folgende Entsŭṁen ergeben:
Unterstützungskassa:
Stand Kr. 3471.07 (Zuwachs K. 246.17)
Regiekassa:
Kr 653.01 (Zŭwachs " 171.85)
Requisitenkassa:
Kr 1208.72 (Zuwachs " 241.54)
Die Kassa war bereits überpräft und
wurde dem Berichterstatter für seine
Mühewaltung der Dank aŭsgesprochen.
Wenngleich die zweijährige Funktions¬
dauer des Feŭerwahr-Ausschusses mit
heŭtigen Tage beendet wäre, wŭrde
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über Zustim̃ŭng der Versam̃lung
beschlossen von einer Neŭwahl
des Ausschusses auch diesmal
Abstand zu nehmen, weil verschiedene
Mitglieder des Ausschusses noch in
Militärdiensten stehen, und es
nicht gut angeht an deren Stelle
inzwischen andere Männer zu setzen;
andererseits hab es sich gezeigt, daß
auch der verkleinerte Ausschuß
seiner Aŭfgabe in der Leibŭng u.
Aŭsbildŭng der Körperschaft während
des Krieges jederzeit nachgekommen.
ist. So konnte nachdem Gemeinde¬
vorsteher Steiger an den Feŭerwehr¬
hauptmann und an alle Kamerade.
den Dank der Gemeinde für ihre
Betätigŭng zum Wahle u. Interesse
dem ganzen gemeinen
ausgebracht hatte.
die Versammlung nach Kürzerer Dauer
als sonst, geschlossen werden, mit dem
Wŭnsche bei der nächsten Jahresver-
sammlŭng alle die in Militärdiensten
stehenden u. insbesonders die in
Gefangenschaft schmachtenden u. leider
auch vermißten Kameraden begrüßen
zu können.
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Am 4.5.
starb in Innsbruck
hochbetagt u. hochgeschätzt von allen
die ihn kannten, der Privatier
Georg Raŭch, s.z. Mitinhaber der
Kunstmühle Anton Rauch. Sein
Förderfinn u. finanziellen Unter-
stützungen bei der Gründung.
unseres Körpers veranlaßten f. z.
den Feŭerwehr-Ausschuß unseren
Wohltäter das Ehrenmitgliedsrecht
zu verleihen. Der Feŭerwehrkörper
beteiligte sich am Leichenbegängnisse
in Innsbruck in großer Anzahl,
um so dem lieben Toten die letzte
Ehre zu erweisen.
Kŭrze Zeit hernach am 24.4.
verschied in Innsbruck das bei¬
tragende Mitglied der Kaufmann
Franz Strasser; auch dessen sterblichen
Überreste begleiteten wir zŭr
letzten Ruhestätte.
Mitte Juni ist das Dorf Pfunds
im Bezirke Landeck von einer
verseerenden Feŭersbrŭnst heim¬
gesŭcht worden. Der größte Teil
des Dorfes war in wenigen
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Stunden in Schutt und Asche gelegt,
Mangel an geschulten Löschmannschaften
war die Hauptursache, daß sich das
feuer so schnell über die schöne
Ortschaft verbreitete. Auch die durch
ihre Gemälde hast, berühmte Orts-
kirche ist dem Feuer zum Opfer
gefallen. Wie die Tagesblätter
berichteten, konnte fast nichts gerettet.
werden, und man kann sich vor¬
stellen, daß bei Mangel an
geschulten Läschmännern ein
großes Durcheinander entstand.
und durch Plünderung mehr
geschadet, als genützt wurde.
Solche Brandschäden sind jetzt ŭmto
bedauerlicher, da es den Betroffenen
an nötigen Baumaterialien
fehlt, und die Versicherŭngssŭmmen.
gegenüber den erhöhten Baukasten
in großen Widerspruche stehen.
Auch das imposant u. romantisch
gelegene Schloß Welfenstein, unweit
der berühmten Sachsenklemme im
Eisaktale unterhalb Sterzing ist im
September gänzlich niedergebrannt.
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Das Schloß war Besitz des Rŭnstmalers
Edgar Meyer, und soll eminente
Kunstschätze an Bildern, Büchern
u. Altertümern geborgen haben.
fellen der Löscheinrichtungen im
Innern des Schlasses, sowie ver¬
schätetes Eintreffen der benachbarten
Löschmannschaften waren die Ursache
daß von diesem prächtigen Bau
und den darin aufbewahrten
Kunstschätzen fast nichts gerettet.
werden konnte.
Am 30. August
5
_ ist in Absam-Breitweg
das Haus der Witwe Weiβ gänzlich
niedergebrannt. Mangelnde
Alarmierŭngseinwichtŭnge, fehlen
der Kirchenglocken waren der
Grund daß die Feŭerwehren der
Umgebung leider verspätet, ein¬
träfen. In Mühlau wurde von
d.
diesem Schadenfeuer nichts bemerkt.
u. daher auch nicht ausgefahren.
Am 30. Oktober 1/2 3 h nachts ist ein
Teil der Jŭter'schen Baufabrik.
in der Völserstraße bei Innsbruck
niedergebrannt. Das ganz gleiche
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Gebäude, welches bereits vor 18 Jahren
ebenfalls bis zu den Grundmauern
niedergebrannt war. Windwache
war keine auf den Weg, der unser
Nachtwächter meldete nichts und
so ging auch dieser Brand für
Mühlau unberührt vorbei.
Am 7. November starb in Innsbruch
infolge eines Schlaganfalles
der Bahnwächter Heinrich Weber
im besten Mannesalter. Weber
ein gebürtiger Mühlauer war
lange Jahre ein sehr eifriges
Mitglied unseres Wehrkörpers
und längere Zeit als Steiger¬
Sektionsführer u. später als
Steiger-Zugsführer tätig. Infolge
dienstlicher Berufung mußte er
vor Jahren nach Innsbruck.
übersiedeln, und mußte daher
unseren Wehrkörper verlassen.
Dies ist alles was sich im
abgelaufenen Jahre, welches für
die Feŭerwehr ein aŭsnahmsweise
ruhiges war, ereignet hat und
wäre nur noch hinzuzufügen, daß
zur Schulŭng der Mannschaft.
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4 Abteilungsübŭngen u. 1 Hauptübung
abgehalten wurden: bei letzterer
diente das Tallinger-Ökonomie-
gebäude, als Wandobjekt mit der
Annahme, daß in einer Herbstnacht
durch
bei schwachen Ostwinde die Unvor-
sichtigkeit eines Einschleichers der große
Heŭstock angezündet wŭrde, u. bis
zum Eintreffen des Feŭerwehren der
ganze umfangreiche Dachstuhl bereits
ringsum Feŭerzeugen aŭssprühte.
Die Grundlage dieser Übung war
herauszubringen, ob der dermalen
verkleinerte Mannschaftsstand unserer
Wehr im Stande wäre ein solches
Großfeŭer allein zŭ bekämpfen, u.
es zeigte sich, daß man in gegebenen
falle unbedingt aŭf fremde Hilfe
rechnen muß. Löschmittel, Schläuche,
Eydrautenaussätze und dergl. sind
genügend vorhanden, doch fehlt es
an Mannschaft um die zahlreichen
Wasserlinien zu besetzen und die
beiden Leibern verläßlich zŭ bedienen.
Windwachen wurden im
Jahre 1918, 20 abgehalten.
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Anläßlich des ungeregelten
Zurücksträmens von fremdländischen
von der südwestlichen Kanngff-
Trŭpventeilen und der dabei aŭfge-
tretenen allgemeinen Gerüchte über
Plünderungen Brandschatzungen u. dergl.
ungarischer u. bosnischer Regimenter
entstand in jeder Gemeinde, welche
an der Landstraße lag, die Aufgabe
geeignete Schŭtz- u. Vorsichtsmaβregeln
zu ergreifen ŭm eventŭelle Einbrüche.
Brandlegŭngen u.s.w. dieser fremden
Truppen, möglichst zu versüten. Die
Einwohner von Mühlau waren selbst-
redend auch in großer Aufregŭng,
und die Gemeinde sah in diesen
wiederum
tigern.
schweren Tagen mit beführten Blicken
auf die feŭerwehr. Der Feŭrwehr-
hauptmann sah sich veranlaßt in
einer am 4. November zu diesem Zwecke
eigens einberufenen Vollversammlung
den zu jeder Zeit hilfsbereiten.
Wehrmännern die Besorgnisse der
Bevölkerŭng zŭ schildern und seine
getreue Schär zu ersuchen in den
Tagen dieser schweren Heimsuchŭng.
den Mann zu stellen. Es würde
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vereinbart, daß ein verstärkter
Wachrdienst dadŭrch eingeführt.
wird, daß von 7h abends bis
Mitternacht, u. von 12h bis 5h.
je.6. Feuerwehrmänner in
Uniform als geteilte Patroullen
sollen.
durch die Ortschaft ziehen und
insbesonders die Reichsstraße im
Unterdorfe genau ins Auge zu
nehmen, ob nicht etwa einzelne
Militäristen, oder sonst bei solchen
Fällen immer auftretendes licht.
scheues Gesindel sich an die Behausŭng
unser Mitbürger herumschleichen.
um dort zu rauben u. zu stehlen
um dort durch Unvorsichtigkeit
durch Mutwillen oder Rache feuer
zu legen wie dies in manchen
Ortschaften südlich des Brenners
leider vorgekommen war. Wie
immer waren die Weltkameraden
auch diesmal bereit diesen schweren
Dienst zŭr Beruhigŭng unserer
Mitbürger zŭ übernehmen, und
jeder erschien pünktlich zu dem
ihm eingeteilten Dienste.
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Während der 10 Nächte wurde,
Wache.
dieser Dienst fleißig eingehalten
bis der Truppendurchzug vollständig
abgeflaṅt war und ein weiterer
Wachrdienst unnötig wurde. Auch
an dieser Stelle sei allen jederzeit
hilfsbereiten Wehrmännern der
Dank und die Anerkennung
ausgedrückt # Anfangs 1918 zählte
der Löschkörper 53 Mitglieder, und
am Ende des Jahres 60, was darauf
zurückzuführen ist daß verschiedene
ehemalige Kameraden vom Felde
u. Militärdienste zurückgekehrt,
sich sofort wieder beim feuerwehr¬
kommando meldeten u. in die
Reihen unserer Kameraden ein-
traten, und zwar:
Anton Schlögl (war 3 1/2 Jahre in
rŭssischer Gefangenschaft), ferner
Josef Rainer, Romed Kreuzer,
Alois Gstir, Karl Saik Anton Wieser
Josef Kümmer, Karl Zaberger, Anton
Stolz, Alois Plattner, Josef Plattier.
franz Treukwalder, Anton Mair
Wir begrüßen die Genannten und
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freuen uns daß selbe bei leidlicher
Gesundheit zu ihren Lieben und
zur heimatlichen Schalle zurückkehren
kannten.
Noch nicht zurückgekehrt und
wahrscheinlich in italienische Gefän¬
genschaft geraten sind:
Johann Hell, Franz Weger Alois
Gundolf, Alois Schlögl, Jos. Waldner,
Anton Steiger.
Nachdem aber immer nach
Nachrichten von längst Totgeglaubten
und von solchen verschollenen
Kriegsgefangenen daherkommen.
von denen man schon längst
hörte.
nichts mehr wußte, anderseits
Gerüchte einlangten über angebliche
Von sich nachträglich als falsch erwiesen haben.
Verunglückung u. dergi, ist es
nicht ganz ausgeschlossen, daß
auch von Letzteren schließlich noch der
oder äusern
einige zum Vorschein kommfen, was
wir alle hoffen.
vermißt, gefallen oder vermutlich
gestorben sind:
Vinzenz Schielt, Joh. Tirsch, alois freues,
Johann Thaler, Leonhard Jell u. Alois
Steiger.
12
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13.
Dies ist Alles was
aus dem Leben unserer Feuerwehr
während des abgelaufenen Jahres
sowie von unseren Mitgliedern
zu berichten wäre. Auffallend ist
daß während des ganzen Jahres
kein Anlaβ zŭr aktiven Betätigŭng
geboten war, weder Feuersgefahr
noch Hochwasser bedrohten uns,
unsere Mitbürger und Nachbargemeinde
wenngleich jeder von uns bereit
gewesen wäre, in ernster Stunde
seinen Mann zu stellen, und jetzt
umsamehr weil leider das Wehr-
wesen in den meisten Gemeinden
zurückgegangen ist. Mangel an
geschulten Kräften, an Lüschgeräten,
an Schläuchen, u. insbesonders
erschwächte Liebe zum Temeinsesen
sind die Ursachen, daß in mancher
Gemeinde die Feuerspritze völlig
verlassen dasteht. Mit der Wieder-
kehr normaler Zeiten wird hoffentlich
auch allerorts Vernunft u. Freude
zum ehrlichen Erwerb eintreten,
und was der Weltkrieg verdorben
hat, wird hoffentlich baldigst im
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im neuen Glanze erstehen durch
uneigennütziges selbstloses Wirken
zum Wahle der Mitmenschen.
Der Weltkrieg ist beendet
ganz unerwartet, und mit unver¬
hafften Ausgange. Gebrochen, ver-
schuldet und der Aussichten auf
eine glückliche Zukunft vollends
beraubt stehen wir am Trabe des
alten stolzen Kaiserreiches. Einem
Erdbeben gleich zerhällt das ehe-
malige stolze Reich in der einzelne Landes-
Volksbeile, jeder Volksstamm.
drängt sich vom bisherigen Staats-
gefüge, jedes Volk konstibŭiert
sich zu einem eigenen Reiche, und
auch wir Tivoler behaupten unsere
deutsche Abstammung und bemühen uns
auf Grund neuer Staatsgesetze
einen rein deutschen Staat zu gründen,
zu schaffen um einer möglichst
schönen Zukunft entgegen zu gehen.
Schwer ist diese Aufgabe, viele
harte Proben wird es geben, manche
Enttäŭschŭng, u. viele Entbefrŭgen,
unser
viel harte Arbeit wird, auch den langen
Krieg gedrücktes Gemüt, noch
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lange in bangen, wehen Klammern
halten. Aber nach Regen kommt
Sonnenschein u. nach der finsteren
Nacht der das Menschenherz erfreuende
Morgen, und so wird uns nach harter
langer Prüfung eine bessere Zukunft
blühen. Zur baldiger Erreichung der
letzteren ist es unsere Aufgabe
nach besten Können zu handeln.
übertriebenen palitischen Strömungen
fern zu bleiben, die Hand nicht
müßig in den Schaß zu legen,
zu
sondern nach ehrlicher Arbeitssuchen
Wenn Sie liebe Kameraden durch
eifrige Mitarbeit an unseren
gemeinützigen Körper oder Verein
das beste Zeŭgnis ihres guten
Willens ablegten wenn Sie durch
fleißiges Arbeiten im Feŭerwehr-
wesen den Beweis erbrachten, daß
bei Ihnen nicht nur das eigene
Ich, sondern auch der bedrängte
in die Not geratene Mitmensch
zur Geltung kommt, dann ist
wohl Bürgschaft gegeben dafür daß
Sie in dieser schwierigen Zeit jenen
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Strämŭngen fernestehen, welche in
Rußland u. in Deutschland leider so
schreckliche folgen zeitigten.
Und so wollen wir zur Arbeit
an die heimatlichen Schalle zurück-
kehren, wir wollen vergessen all'
die Entbehrungen und Enttäuschŭngen u.
die schweren Verluste von Angehörigen,
Freunden u. Bekannten die der
Weltkrieg verursachte, u. wollen,
wohl gebrochen, aber doch erhobenen
Hauptes vertrauensvoll in die Zukunft
blicken, die uns nach schwerer Zeit
ein desto glücklicheres freies Dasein
bringen möge.
In diesem Sinne schließen
wir den Bericht über das letzte
Kriegsjahr, hoffen daß die noch in
unseren Reihen fehlenden baldigst
ŭ. gesŭnd in unserer Mitte sich s, riefinden
u. das Schicksal uns bessere Zeiten
bringe möge.
Mühlau, den 31. Dezember 1918.
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Leben
wurde er sich nicht
1919
Entgegen dem früheren Gebrauche
die Jahreshauptversammlung unseres Wehr¬
Körpers am Neujahrstage nachmittags
resp. am ersten Samstag im Jänner
abzŭhalten wŭrde die für 1919 satzūngs-
gemäβ entfallende Jahreshauptversammlung
dŭrch verschiedene Umstände aŭf spätere
Zeit verschoben, und erst auf den 22. März
abends einberŭfen, an welchem Tage sich im
üblichen Versammlungslakal beim Koretwirt
fast alle Wehrkameraden, sowie der Herr
Gemeindevorsteher Josef Steiger pünktlich
eingefunden haben. Nach Eröffnŭng der
Versammlung dŭrch feŭerwehrhauptmann
Anton Raŭch wŭrde zŭnächst der im letzten
Jahre verschiedenen Kameraden insbesonders
und Grüße
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der im Weltkrieg Gefallenen resp. an den
folgen desselben Verstorbenen in warmen
Worten u dŭrch Erhebŭng von den Sitzen pietätvoll
gedacht. Die Mitschrift der vorigen Jahres-
versammlŭng, aŭs dem Berichte des Schrift-
führers Pŭrner entnommen, wurde, ebenso wie
der Tätigkeitsbericht über die Vorkommnisse
berhältig
im Jahre 1918, zŭr Kenntnis gebracht.
Aŭs dem Vermögensausweis, den Hauptmann
Raŭch verlaŭtbarte, sind wiederŭm erfreŭliche
daten bemerkbar:
Die Unterstützungskassa erhähte.
sich im letzten Jahre um Kr 618.04.
und beziffert sich gegenwärtig auf Kr 4089.11
Die Regiekassa
Kr. 121.64
verzeichnet ein Plus von
Kr 774. 65.
daher ein Stand von
Gerätekassa.
Die
Kr. 191'16
hat eine Zunahme von
Kr. 1399.18
daher aŭsgewiesen.
Die Überprüfung der Vermögensbestände
war bereits geschehen und die Buchführung
einwandfrei befunden. Alles dies, erweckte
selbstredend, die freudige Zŭstimmŭng der
Versammlŭng, insbesonders die Mitteilung
daß der am 4. Mai 1918 in Innsbruck
verstorbene Privatier u. Ehrenmitglied
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ferer Georg Raŭch in letztwilliger
Anordnŭng 400 Kr. der feŭerwehr
Mühlau vermachte. Mit Recht wurde
dem Berichterstatter u. Kassaverwalter
für seine viele Mühe der Dank der
Versammlung kundgetan.
die auf dieses Jahr entfallenden
Neŭwallen wurden ohne jeden Wahlkampf
mit Stimmzettel dŭrchgeführt. Erfreulicher
weise blieb was auch ferner unser Ziel
sein mŭβ, jede politische Bewegŭng
unberührt u. nŭr tüchtige, fleiβige u.
verläßliche Männer wurden in die
Vereinsleitung bestimmt. Das Ergebnis
war folgendes:
Kommando.
Raŭch Anton Hauptmann
Stellvertreter
Gstir Josef
Schriftführer
Pürner Hans
Vermögensverwalter.
Raŭch Leopold
Gevätemeister
Prantl Ludwig
1797.
u. Zug Steigermannschaft
Zugsführer
Steiger Josef
Stellvertreter
Hell Alois
Sektionsführer
Hell Johann
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II. Zug Wassermannschaft
a) Schlauchbedienŭng:
Dangl Josef, Zugsführer,
" Stellvertreter
Kŭen Anton
b) Spritze:
Schlögl Anton Spritzenmeister
Kümer Josef.
" Stellvertr.
c) Hydrantenahteilung:
Rainer Otto, Hydrantenmeister,
Schwenininger Rabent " Stellvertr.
III. Zug, Ordnŭngsmannschaft (Sirmität)
Mayr Anton, Zugsführer
Aŭs der Versaṁlŭng wŭrden verschiedene
Anwegŭngen u. Anträge der Mitglieder
vorgetragen die teils sofortige Aufklärung
ersŭhren, anderseits dem Feŭerwehr-
Ausschŭsse zŭr ordnŭngsgemäβen Beratūng
übertragen wŭrden. Herr Gemeindevorsteher
Steiger beantragte z.B. für die während
des Krieges gesallenen Feŭerwehrkameraden
eine feierliche Totenmesse zŭ halten an der
sich der Löschkörper koogerativ in voller
Rüstŭng beteiligen soll; ein weiterer Antrag
des Herrn Holzmeister dahingehend an der
Kapelle im neŭen Ortsfriedhofe eine ent-
sprechende Tafel zŭn fortwährenden Gedenken
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an die im Weltkriege gefallenen und
gestorbenen Mühlauer anzubringen.
Beide Anträge fanden einhellige Zustim̅ŭng
der Versammlung u. nachdem der
Gemeindevorsteher die üblichen Dankes-
worte an den Löschkörper u. an die
Leitŭng desselben zŭm Aŭsdrucke brachte
konnte die so zahlreich besŭchte und durch
verschiedene wichtige Mitteilŭngen und
Besprechŭngen voll aŭsgenützte Versaṁlŭg
gegen 11 Uhr mit dem Wŭnsche geschlossen
werden, daß der Eifer u. die Eintracht
in unserem an Geräten umsterhaft.
dastehenden Körper aŭch für derhin in
gleicher Weise blühen möge, zŭr
Beruhigŭng unserer Mitmenschen u.
gewiβ auch zŭr Zierde unserer Gemeinde.
Am 26. Jänner ist im Holzschupfen der
ehemaligen Trainwerkstätte an der
Reichsstraße ein Bodenbrand entstanden,
der kanischerweise von dort aus telefonisch
nach Innsbruck gemeldet wurde, und die
Innsbrucker Berufsleuerwehr ist,
entgegen ihrer Bestimmŭng, nŭr für den
Stadtbezirk auszurücken, zŭr Brandstätte
gefahren und hat den kleinen Brand
bald gelöscht. Von diesem Vorkommnis
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wurde erst gegen 1/2 5 Uhr früh, nachdem
alles vorüber war bei Gstir eine kurze
Meldŭng erstattet. Während des
frühjahres wurden beim fleißig Gesammt- u.
Abteilŭngsübŭnge abgehalten, zŭmeist
jeden Dienstag abends, und um das
beuere Schlauchmaterial zu schauen.
ohne Wasserbenützung. Es war dies
notwendig weil verschiedene junge Kräfte
in unseren Wehrkörper neŭ eingeteilt.
wurden andererseits vom Kriege zurück-
gekehrte Kameraden in andere Abteilungen
versetzt wurden. Der Besŭch dieser Übŭngen
war steht ein guter was wiederum
von einem erfreulichen Eifer einzelnen
Kameraden bestes Zeugnis gibt.
Am 4. Mai wurde das übliche Florianiamt
mit Kirchgang abgehalten.
Am 20. August ist dŭrch fŭnkenflug aŭs der
zur Schattergrube in Arzl fahrenden
Innsbrŭcker Dampfstraßenwalze das
Dach der alten Sternbach-Mühle in
Brand geraten, doch gelang es den
sofort herbeigeeilten Herren Leopold
Sailer, Josef Gstir u. Adrian Todeschini
das Feŭer in kŭrzer Zeit zŭ läschen, daher
jede Alarmierung ŭnterblieb.
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Der 28. August ist für Mühlau resp. für
die landbekannte Kunstmühle
Anton Rauch ein Unglückstag erster
Größe. Wir erinnern uns an jene
furchtbare Szene die am 28. August 1914
dŭrch Unterschwenṅung des Fundamentes
des viesigen Mühlengebäudes hervor-
gerufen wurde, bei welcher das
stattliche Mühlengebäude samt den
großen Getreide und Mehlvorräten
binnen wenigen Stunden zu einem
Schutthaŭfen zŭsamenstürtzte. In nie
gebeugter Kraft und Aufwendung.
viehiger Kosten haben die strebsamen
Inhaber dieser Firma aŭs dem
R. Kuntzmühle
Trümmerhausen ihrer Betriebswerk
wiederzu
atte ein neŭes Werk geschaffen,
eingerichtet mit den neuesten Maschinen,
u. aŭsgestaltet mit allen technischen
Hilfsmitteln, welche für den modernen
Groß-Mühlenbetrieb überhaupt in
Betracht kommen. Doch was ist des
Menschen Kunst u. Kraft gegen die
Naturgewalten?
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Brandchronik.
Mühlau bei Innsbruck. (Tirol.) (Mit einer Planskizze
Mit Recht haben die Feuerwehr-Fachblätter, besonders während
der Kriegsjahre darauf hingewiesen, daß für Lebensmittel
lager, Getreidemagazine und auch Scheunen der Landwirte,
denen die Feldfrüchte aufbewahrt werden, erhöhte Vorsich
punkto Feuersicherheit und Feuerschutz geboten ist, daß es
Pflicht der Feuerwehren ist, bei der jährlichen Feuerbeschau
solchen Lagerstätten besonderes Augenmerk zuzuwenden, dem
gerade im Krieg empfindet man es doppelt schwer, wenn so
schwer und teuer zu beschaffende Nahrungsmittel durch Natur¬
gewalten vernichtet werden und die Leute durch die Folgen
solcher Unglücksfälle dann darben mußten.
Das Land Tirol, das während des langen unglücklichen
Krieges am allerärgsten bedrängt wurde, das schließlich zer¬
teilt und zerrissen und nun als hilfloser, schmaler Landstreifen
vollständig entkräftet darnieder liegt, ist von einem unsag¬
barem Unglücke heimgesucht worden, dessen bittere Folgen sich
erst im bevorstehenden Winter arg, arg zeigen werden. Die
größte Mühle des Landes, das Zentrum der Landes=Mehlver=
spräung, ein stattlicher, nach dem traurigen Einsturze erst vor
3 Jahren neu aufgerichteter, mit den neuesten Einrichtungen
der Mühlentechnik versehener Bau, das Lebenswerk einer im
ganzen Lande und darüber hinaus angesehenen Firma, ist vinnen
wenigen Stunden in einen Schutthausen, in ein Nichts ver¬
wandelt worden.
am Dorfplatze Reserveaufstellungen bezogen, um
Windwechsel die in jener Gegend liegend
len und das altehrwürdige Sternbach
Schlo
Flugfeuer zu schützen. Auch die Feuerwehren der
legenen Ortschaften Absam und Hall
Weise zur Hilfe geeilt und unterstützt
schmänn
der schwierigen Arbeit. Ein Löschzug der Feuerwehr H
war darauf bedacht, mit der
die nei
dyllischer Hügellandschaft gele
Sanlage der Ge=
meinde Mühlen vor Flugsener zu sch
en, nachdem die
Kirche in jener Ruhestätte mit 8
n überschüttet war.
Selbst die weitenlegenen Fr
en von Amras und
Lans waren zur Stelle und die
vehr. Laus ließ
nicht nehmen, mit ihrer Spritze in
gleit zu treten,
der Dämpfung des großen Feuerhe
zuhelfen.
notwendig, we
Diese umfangreiche Löschaktio
Riesenmühlgebäude mit den automatischen Mühlengi
Elebauoren und lastbaren Einrichtung
du
der Mühle waren 12 Waggons
n. ungeheur
entfachte, das mit 2
ausbreitete
erweise herrschte
Nordost
der schönen Ortschaft Müh
gewesen. An der Löschaktion
igten sich außer der
:die Feuerwehren vi
brud (4 Löschzüge)
die Wehren von Arzl, Rum, Than
Feuern
r von Amras und Laus und
Hötting. Zur Verwendung kamen 4 mehr
Schiebeleitern, dann 6 vierräbrige Handkraftspritz
Es war am 28. August l. J., ein sternenklarer, mit mär
wehren Mühlau, Arzl, Innsbruck (2. und 5. Kon
Nordostwind durchzogener Herbstabend, als gegen 1/2 11 Uhr
ting und Laus. Schlauchlinien waren 10 von der Hochdruck
sich östlich der Mühlauerkirche ein Feuer entfachte, daß im Ni
bydrantenleitung im Gange, und 7 von den aufgestellten und
die ganze Gegend beleuchtete und einen Feuerschein gab, der,
n Tätigkeit befindlichen Spritzen, was eine Masse Sch
von Augenzengen bestätigt, sogar im Kaisergebirge der Kün¬
naterial erforderte. Die ganze Löschaktion ging in Ruh
ohne körperlichen Unfall vonstatten. Die auswärtigen Wehren
bühler Gegend wahrgenommen wurde. Jm Nu war die
Schreckensbotschaft verbreitet, die große Rauchmühle stehe in
konnten um 2 Uhr und um 3 Uhr früh wieder nach
Flammen". Nicht nur die hilfsbereiten Wehrmänner beeilte
ahren, die Brandwache bezog die Ortsfeuerwehr, welch
Dienstag den 9. September, also volle 12 Tage am B
sich zur Unglücksstätte, sondern alles, Groß und Klein, strömte
dem hell beleuchteten, mit einem feurigen Himmel getröntem
herde zu tun hatte, da aus den zusammengestürzten Maschinen
Zwischenböden, Mehlgängen, Mehlvorräten und leeren Säcken
Dorfe Mühlau zu, um das schaurige Schauspiel der Natur-
fortwährend Stichflammen, als Zeichen, daß der Brand noch
gewalten zu betrachten, das so jäh, so unerwartet in unsere
nicht erstickt ist, herauszüngelten
ohnedies bedrängte Wirtschaftslage hereinbrach
Monsieur
Die Ortsfeuerwehr von Mühlau wurde, da die Kirchen
Die Firma Rauch hat ihren landbekannten Ruf
gleit und der Dankbarkeit auch in diesen Tagen schon
glocken zu Kriegszwecken seinerzeit herangezogen wurden, durch
Huppensignale herbeigerufen und war rasch am Platze. Die erst
gewährt, indem jene Wehrmänner, welche sich
Aufstellung galt dem Mühlentrakte Nr: 6, in welchem sich die
nste widmeten, ihren Verdienstentgang von der
Mehlmischerei und das umfangreiche Säckelager befand. Die
ntgegenkommendste
ise vergütet erhielten.
zweite Leiter der Ortsfeuerwehr wurde auf Trakt Nr. 4 hin
der Firma Anton
ch ausrichtiger Dan
ob ihrer vorn
geleitet um das hier untergebrachte Mehlmagazin vor dem ge
nen Spenden. Die Sch.
auf annähernd
frässigen Elemente
retten, denn das war den
illionen, welche be
rohten
Feuerwehrmännern von Mühlau, an deren Spitze der Mit
sellschaften Phör
sonau und Providenti
der wirkliche Schaden
inhaber der in Flammen stehenden Gr.
den die Firma Ra
sich aber
Rauch steht, und welcher
unermeßlich, den die heutige Lage in der
lich leitete
im Voraus klar, daß
ausgeschlossen,
guten Maschinen herzustelle
eine Be=
kämpfung des Feuers
Materialien zu
ern, welche für ein aufgehendes
erforderlich sind
dieser eminente Schaden laste
Stunde auf die Tra
nur auf der angesehenen Firma Anton Rauch, die
breitete, zu schreiten.
vom Unglücke heimgesucht wurde — am 3. Novem
ganz nach dem neu
gegenwärtig sehr tra
bekanntlich die im Trakte 6 und teilweise
7 seiner
bracht gewesene Getreidekopperei und Ro
dem Schicksal zu über
genmühle
euersbrunst zerstört worden — am 28. August 1914
zu gehen, was noch
mußte ihren ersten
m gleichen Tage an dem das letzte Unglück herein
r 5 Stock hohe Trakt Nr. 7 durch Unterspülung
geben, da die einer
Verbleiben unmöglich
auern vollends eingestürzt sondern das ganz
det den Untergang der größten Mühle des Lan¬
dem kräftige Wassers
die großen Südtiroler Mühlen für das heutia=
nicht mehr gerettet
mehr in Betracht kommen und die in Nordtirol
Nr. 1 wurde daher
Trak
ühlen in Kufstein, Schwaz und Landeck bei wei
Nr. 6 weggetan und
stande sind, den Wochenbedarf des Landes zu ver
treidespeichers (Silof)
welche
emnach muß die Vermahlung des Getreidekontin¬
Aufstellung auch bis
beibehalten
Tirol in Südslawien durchgeführt werden und di
wurde. Diesem glück
Umsicht und
dulte (Kleie), welche für die Landwirtschaft so not
mustergültigen Ausd
Steigermann
zugeteilten
vären, der Tiroler Milchproduktion verloren gehen
schaften, die selbst mi
werden mußten, um deren
r der Wunsch der Allgemeinheit, daß diese für die
Kleidung vor Feuer
danten, daß de
isionierung des Landes so notwendige Betriebsstätte
nst sicheren Un¬
große Getreidespeicher ganz
echt bald in Tätigkeit treten möge, wenn auch der Wieder
tergange entrissen wurde. Während dieser Löschaktion, welche
ufbau den heutigen Preisen, Arbeitslöhnen und Regiekosten
von den Ortsbewohnern in selbstlosester Weise gefördert und
entsprechend auf annähernd 10 Millionen kommen dürfte.
unterstützt wurde, langten in kameradschaflicher Weise baldigs
rste auf die Vermahlung von ge=
Die Brandursache dür
die Nachbarfeuerwehren ein. Die Feuerwehr von Arzl mit ihrer
Bekneten Kastanien in der
Roggenmühle (im Trakte Nr. 7
Spritze stellte sich zur Aufgabe, die nördlich der Kunstmühle
Stockwerk, welche die Walzenstiele überlasteten und eine
gelegene mechanische Werkstätte und Ökonomie der Gebrüder
selbstentzundung derselben verursachten, zurückzuführen sein.
Schlögl vor Flugfeuer zu schützen. Die Innsbrucker Wehr kan
Nachträglich läßt sich die genaue Entstehung und die Weiter
unerwartet rasch auf den Brandplatz, eine Leiter derselben
efräßigen Elementes leider nicht mehr fest
erbreitung des
(2. Kompagnie) wurde zur Besetzung des speziell bei Wind¬
tellen, weil das Feuer durch die zahlreichen hölzernen Mühl
wechsel arg gefährdeten Traktes Nr. 2 und 3 verwendet. Eine
änge in wagrechter und senkrichter Richtung im Nu durch
andere Leiter von Innsbruck (1. Kompagnie) bezog, nach dem
fünf Stockwerke verbreitet wurde.
die Gluthitze im Hofraum durch das Einstürzen der 5 Gtagen
Jedes Brandunglück bietet für den aufmerksamen Wehr
in der Großmühle bedeutend nachgelassen hatte, die frühere
Stellung der Mühlauer Wehr, um das im Trakt Nr. 6 auf-
mann eine gute Schulung und so soll auch in diesem Falle an
gemerkt sein, daß jede große Betriebswerkstätte, speziell solche
gespeicherte kostspielige Sackmaterial möglichst zu retten. Auch zur
mit zahlreicher maschineller Einrichtung ans Holz, wenigstens
Sicherung anderer Nebengebäude hat die Innsbrucker Wehr
der Ortsfeuerwehr an bestimmten Zeiten in aufklärender Weise
viel beigetragen, weil derselben reichlich und gutes Schlauch
ngänglich gemacht werden soll, d. h. der Fabrik=Mühlenbesitzer
material zur Verfügung stand. In rascher Reihenfolge kamen
dann die anderen Nachherwehren von Rum und Thaur, welche 1 Endnstrielle) soll nicht nur seine Bediensteten in der Hand¬
Seite 293
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abung der Löscheinrichtung innerhalb der Fabriksraume ver¬
nern die Lage der Fabriksräume unbekannt blieb, gibt es ein
traut machen, sondern auch die Ortsfeuerwehr soll von Zeit
vildes Durcheinander und feurige Zungen gelangen auch dort¬
Zu Zeit in die Räumlichkeiten der Betriebsstätte (Mühle)
hin, wo dieselben leicht abgehalten werden könnten. Dies möge
ührt werden. Dort sollen den Wehrmannern die Haushydra
jedes Feuerwehrkommando wie auch jeder Fabriksherr in sei¬
ten gezeigt und erklärt werden, welche Türen, Schächte, Durch
nem eigenen Interesse für alle Zukunft sich merken. Weiter
sässe usw. bei einem Schadenfeuer geschlossen sein müsse
wäre es gut, wenn große Fabrikanlagen durch dicke Feuer
Gefahr und wegen Absperrung
welche Raume wegen Explosion
mauern und verläßliche eiserne Doppeltüren (eventuell mit anso¬
Jener beinnders unter 97
Euer gehalten werden müssen
matischem Verschluß) in kleinere Trakte geteilt würden, so daß
ein Feuer von einem Trakt nicht auf die Nebenbaulichkeiten
so daß wenigstens die Ortsfeuerwehrmänner im. voraus un¬
übergreifen kann.
terrichtet sind; wohin die Schläuche gelegt werden müssen und
Daß die Ortswehr zur Bekämpfung dieses Großfeuer
an welcher Stelle die Wasserstrahlen zur vollendeten Wirkung
bereits eingeschult war und genügende Lokalkenntnisse hatte
gelangen. Dann wäre jeder Rohrführer sofort auf seinem
zeigte sich aus dem Umstande, daß der angebaute, fünf Stock
richtigen Posten, der Weiterverbreitung des Feuers wären aus¬
werke hohe Getreidespeicher (Trakt Nr. 10) innen und außen
schlaggebende Schranken gesetzt und unnütze Abänderungen in
vollends unversehrt blieb. Gleiche Schulung würde sich auch
der Löschaktion, die gewöhnich mit großem Lärm und großer
für andere Wehren empfehlen, besonders in Orten, wo sich
Aufregung verbunden sind, würden erspart bleiben, das
große Fabriken befinden.
wasser würde nicht verschleudert und die geretteten Gebäude¬
G. R.
teile durch letzteres nicht geschädigt werden. Wenn den Wehrmän
Skizze zum Bericht über den Brand der Rauchschen Kunstmühle in Mühlau bei Innsbruck
am 28. August 1919.
1. Wohnhaus und Kanzleigebäude
Windrichtung „Nordost"
2. Arbeiterwohnhaus
3. Stadel, Stallung und Garage
4. Mehllager
5. Mehllager und Durchfahrt
6. Mehlmischerei
7. Weizenmühle
8. Roggenmühle
9. Kopperei (Getreidereinigung)
10. Getreidespeicher (Sylos)
11. Autogarage
Spritzen-Aufstellung
No. 1 Feuerwehr Arzl
Mühlau
" 2
Innsbruck II
Innsbruck IV
Hötting
Lans
Rum
in Reserve
Thaur
Leitern-Aufstellung. WALDWE
a. Mühlau
b Innsbruck II
c Innsbruck 11
d Mühlau
e, f und g Innsbruck (Reserve)
h. Mühleni
rollends ausgebraunt
Ausbruchsstelle III. Stockiger)
Seite 294
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Vorstehende Daten und Bilder
seien deshalb in diesem Buche eingefügt
damit auch unsere Nachfolger im
feŭerwehrkörper sich jederzeit an
diesen Schreckenstag u. die näheren
Einzelheiten desselben erinnern können.
Am Sonntag den 14. September wurde an Stelle
der üblichen Herbsthauptübŭng eine
genaŭe Mŭsterŭng der Löschmannschaft
einberŭfen, da sich heraŭsstellte, daβ
bei dem großen Brande und den
davauffolgenden Brandwachen
Verschiedenes insbesonders Schlauch-
Dichtŭngsmaterial Kerzen für die
Läternen und dergl. verbraucht u.
verloren gegangen sind. Die fehlende
Ausrüstung der einzelnen Männer
wurde dann auch entsprechend
ergänzt, die Schläŭche gewaschen
und aŭfgeräŭmt und schlieβlich beim
Koret ein Freibier mit freibrat
gegeben bei welcher Gelegenheit.
Herr Anton Rauch auf Kosten der
dŭrch den Brand ahnedies so schwer
geschädigten Firma an alle jene
welche sich zŭr Brandwache herbei-
ließen einen teilweisen Verdienst-
entgang in der Höhe von der
zur Auszahlung brachte.
Eine hochherzige Tat die der Firma
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gewiβ neŭe Freŭnde zŭführen.
wird. Auch in diesem Buche sei
im Namen der beteiligten
Wehrkameraden der aufrichtige
Dank ausgesprochen. Möge es
im Fortschritte.
den meiner lähmenden Geschäfts-
inhabern gegönnt sein recht bald
aŭs der schaurigen Rŭine eine
neue Betriebsstätte erstehen zu
lassen, nicht nur zu ihrem eigenen
Nutzen, sondern hauptsächlich schon
im Interesse unser Aller und des
ganzen Landes da wir durch die
Vernichtŭng der Rauch'schen Mühle
auf die Einfuhr von Mehlprodukten
angewiesen sind, was eine Ver-
schlechterŭng des Mehles, und eine
desselben
Erhöhung des Kaufpreises u. ein
Wegfall von Fŭtterartikeln für
unser ohnedies so armes Volk
bedeutet.
langte aus.
Am
die
Nachricht ein, daß der beim
Zusammenbruch unserer Südwestfront
in italien. Gefangenschaft geratene
feuerwehrkamerad, Franz Weger,
der von seiner Frau u. den kleinen
Kindern so sehnsüchtig erwartet.
wurde, nicht mehr am Leben sei.
und bereits am 24. Jänner 1919
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im ital. feldspitale in Mautalone
getorben sei. Franz Weger von
Beruf Hausdiener bei der Firma
Theodor Frank war ein äußerst
ruhiger und schlichter Mann.
seit 1897 in unseren Löschkörper
als fleißiger Kamerad, und seit
vielen Jahren als verläßlicher
Bassbläser bei der Musikkapelle
tätig. Sein ruhiges Wesen,
sein biederer einfacher Charakter
wird allen die ihn kannten
zeitlebens in Erinnerung bleiben.
Seiner trostlosen Witwe die
Abend für Abend am Innsbrucker
Bahnhof bei den Heimkehrerzügen
nach den längst Ersehnten nach-
fragte und schließlich diese
traŭrige Nachricht hören
müßte wendet sich allgemeine
Teilnahme zu.
Bei der am
stallfindenden.
Seelenmesse hat sich unser Wehr-
körper kooperator in voller
Uniform beteiligt und dadurch
das Andenken unseres lieben
Rameraden Franz Weger in
erhebender Weise geehrt.
Durch fortwährende
Steigerŭng aller Lebensmittel und
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ist
Bedarfsartikel hat sich die
Bevölkerŭng, speziell jene der
Stadt Innsbruck so erbittert geworden
daß sich schließlich diese Unmut
in eine Volkswut steigerte u.
dŭrch koṁunistische Jetzer ange-
eifert am 5. u. 6. Dezember in
Innsbruck leider große Demon-
strationen des darbenden Volkes
statthänden, die sich leider auch
in Plünderungen von Klöstern
auspartfelen.
und Geschäftsläden offenbarten.
Es waren auch Gerüchte im Umlaufe
daß diese koṁunistischen Banden
auch nach Mühlau ziehen sollten,
um dortige Gast- u. Baŭernhäuser
auszurauben; wenn zwar diese
Drohung nicht so ernst aufzufassen.
war, ist es doch gut gewesen eine
Abwehr am Eingange des Dorfes
aufzustellen. In dieser Notlage
blickte und die Bevölkerung von Mühlau.
wiederum auf ihren Wehrkörper,
dessen Mitglieder immer, wenn es
gilt Leben u. Eigentŭm seiner Mit-
bürger zu schützen, rasch und
ŭneigennützig zur Stelle sind, u. so
Seite 299
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wurde über Ersŭchen der Gemeinde-
vorstehŭng die Feŭerwehr alarmiert
dieselbe mit Gewehr und scharfer
Münition ausgerüstet, und an
den Straβen welche nach Innsbruck
führen, d. i. bei der Kettenbrücke
am Richardsweg und am Schiller¬
weg als starke Wachposten aufgestellt.
welche im Falle, daß räuberische
sollten.
Banden kommen, gewiß alles
getan hätten ŭm deren Weiter-
gang in das Dorfinnere zŭ
verhindern. Von dieser Maßregel
scheinen die betreffenden Elemente jedoch
erfahren zu haben, denn es kam
niemand und so konnten unsere
alche
braven Wehrmänner die
ganze Nacht Wache hielten, nach
Ablieferung der Munition wieder
einrücken.
Ansonsten sind im abgelaufenen
Jahre keine Begebenheiten, unseren
Wehrkörper betreffend, zŭ verzeichnen,
Die geschäftlichen Anliegen unseres
Vereines wurden in 2 Aŭschŭβsitzŭngen
beraten und durchgeführt, im
Seite 300
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16
24 Nächten wurden die Windwachen
abgehalten, wofür der Dank der
Bevölkerŭng gesichert sei.
Am Sonntag den 27. Juli wurde
in Innsbruck wieder ein Delegierten¬
tag des feŭerwehr-Bezirksverbandes
Nr 4 abgehalten, wobei unser
Läschkörper dŭrch die Kameraden
Anton Rauch u. Anton Mayr.
vertreten waren. Dieselben brachten
den Antrag ein daß anstatt der
bisherigen äußerst unpraktischen
feŭerwehrgradabzeichen (Achsel¬
klappen) die früheren Dienst-
zeichen, nämlich die Sterne am
Krägen der feŭrwehrbluse
eingeführt werden sollen. So
vernünftig, Zeitgemäβ u. berechtigt
dieser Antrag auch war er
wurde doch mit der lächerlichen
Aŭsrede, daβ man die bis herigen
Achselklappen auch nicht verwerfen
kann, vorläufig abgelehnt.
Ein weiterer Antrag betraf.
die Einwirkung der Feŭerwehr
auf die vom Tiroler Landtag
Seite 301
301/366
nen zu beschließende
feŭerläschordnŭng für Tirol.
Im Übrigen wurde auch bei
dieser Delegiertenversammlung
viel Unwichtiges geredet und
durchgepeitscht, so daß konstatiert
werden muß, daß diese Feuer-
wehrversammlungen dem Inhalte
und Werte nach von Jahr zŭ
Jahr auf dem Rückgange sind.
Schuld hierin ist wohl der Umstand
daß die Feŭerwehrsache, speziell
in städtischen Kreisen mehr als
Vereinssache betrachtet und
von dem eigentlichen Zwecke
abgeleitet wird. Bvor nicht
die Landfeŭerwehren unter
sich zur Fördigung ihrer
eigenen Interessen sich
zusammenfinden, wird eine
Besserung nicht erreichbar sein.
Am 7. und 8. September feierte
die freiw. Feŭerwehr Schwaz ihr
40. Wiegenfest verbunden mit
dem Delegiertentag des Deutsch-
tiroler feŭerwehr. Landesverbandes;
in Anbetracht der hohen Reisekosten
Seite 302
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und des geringfügigen Inhaltes
der Delegiertensitzŭng beschloβ.
der Feŭerwehraŭsschuβ, da sich
niemand freiwillig zu einer
fahrt nach Schwaz meldete auf
eigene Kosten herbeiließ, den
feŭerwehrtag nicht zŭ beschicken.
18
Was nun bei dieser Versammlung
beschlossen wurde ist bis heute
unbekannt geblieben, da noch
nie ein Protokoll über jene
Sitzung erschienen ist.
Zŭm Schlusse sei noch an
alle Kameraden die Bitte
gerichtet mit unverminderten
Eifer den freiwillig übernommen.
Pflichten in unseren Verein
stets nachzukommen denn noch
nie war die Feŭerwehr so not-
wendig wie jetzt in den Zeiten
der unermässlichen Tenerŭng.
Jeder von uns weiß wie hoch sich
heute die Bankosten der bescheidensten
hütte belaufen, jeder weiß wie
bener die Anschaffŭngskosten jedes
Gegenstandes sind, daher alle
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Einrichtungen zur Erhaltung
des Volksvermögens, zu den
vorzŭgsweise auch die Feŭerwehr
gehört, ein erhöhtes Interesse
verdienen. Nicht umsonst wurde
daher auch an dieser Stelle an
alle Wehrkameraden die Bitte
gerichtet mit unverdrossenen
Eifer den Pflichten unseres Vereines
nachzŭkoṁen, was bei unseren
Kameraden sicherlich zutreffen.
wird, und wovon unser letzter
Brand bei der Rauch'schen Kunst-
mühle, bei welchen die Kameraden
an die Hilfsaktion
sich so rasch u. vollzählig beteiligten ein
so glänzendes Zeugnis gibt.
R.P.
Mühlau, den 31. Dezember 1919.
Seite 304
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Kämpfer
Schmid
1920
Die satzŭngsgemäße Jahreshaupt.
versammlung welche auch heuer erst.
verspätet am 10. April beim Koreth
abgehalten wurde vereinigte die
meisten der Wehrmänner zur mitunter
interessanten Aŭssprache, wobei alle
Vorkomnisse des vergangenen Jahres,
insbesonders Wahrnehmungen beim
großen Brande der Rauch-Mühle
besprochen u. Anträge sowie Vor¬
schläge für die Zukunft gemacht wurden.
Die genaŭe Mitschrift über diese
Jahresversammlung ergibt sich aus dem
Bŭche des Schriftführers Hans Purner
und sei an dieser Stelle zŭstatisthen
Zwecken nur die vom Geldwarte
Herrn Leopold Raŭch mitgeteilten
Vermögensausweise unseres Wehr-
körpers festgehalten; aus dem
Berichte des Letzteren sei erwähnt daß
die drei Kassen folgenden Stand
ausweisen:
Seite 305
305/366
Unterstützungskassa:
Kr 87.46
Bar:
" 861.92
Sparkassa Innsbr.
Kriegsanleihe vom 1000 f. 750.
Kr. 4399. 38
Renten u. Hypot.
2700.-
" 4362.55
Stand v. Jahre 1920.
Kr. 36.83
Vermehrŭng
Regie - Kassa:
Kr 139.03
Bar:
1650.40
Bank s. Tirol u. V.
Kr. 1939. 43.
150.
Kriegsanl. K. 200 – à 75%
648.56
Stand v. Jahre 1920.
Kr 1290.87
Vermelrŭng
Requisiten-Kassa:
Kr. 504.73
Bar:
Bank s. T. u. V.
527.60
Kr. 1107.33
Kriegsanl. Kr. 100.-.
75
2083.19
Stand v. Jahre 1920.
Verminderŭng 975.86
wegen vieler Neŭanschaffŭngen von Tŭxern,
Peilbicken u. s. w.
Neŭwahlen waren in diesem Jahre nicht
fällig und so konnte die Versammlung, nachdem
noch verschiedene Mitteilŭngen des Vorsitzenden
feuerwehrhauptmann Herrn Anton Rauch
zur Kenntnis genoṁen wurden, die Versammlung
früher als andere Jahre geschlossen werden.
Seite 306
306/366
Am Sonntag den 9. Mai fand das übliche
Florianiamt statt, an welchen der Wehrkörper
recht zahlreich und in voller Rüstung
beilgenommen hat. Die hier anschließende
übliche Frühjahrsübŭng konnte wegen
schlechter Witterŭng resp. schlechtet
Wegverhältnisse nicht stattfinden.
Dagegen wurden wöchentlich
am Dienstag abends Gesamtübungen
abgehalten welche erfreulicherweise
immer recht gut besŭcht wurden, es
wurde hiebei besonders den neu einge-
tretenen Mietgliedern Gelegenheit.
geboten sich in der praktischen Hand.
habŭng der Läschgeräte vertraŭt zŭ
machen um im Ernstfalle nicht jene
verhängnisvolle Verworvenheit herbei-
zuführen die man leider vielerorts
auch
22
wahrnehmen muß und die in der
Stunde des Ernstes so viel Unglück.
gebracht hat.
Am 29. Juni fand in Wattens
der Delegiertentag des Feŭerwehrbezirkes
No 4– Innsbruck statt. Unser Wehrkörper
war hiebei durch die Kameraden
Schweninger u. Kumer vertreten.
Wichtige Abhandlungen waren ja nicht
zu erwarten, denn seit Jahren gleichen
solche Delegiertentage Dank der
Intelligenz der Innsbrŭcker mehr
Seite 307
307/366
gemütlichen
Vereinsaussŭge
einem aus einer ernsten
Beratŭng an welcher das Feŭerwahr-
wesen überhaupt einen Nutzen
erreichen sich könnte. Der wichtigste
Punkt der in Wattens verhandelt
und leider maschinengenmäß ange-
noṁen wŭrde ist der, daβ der
Verbandsbeitrag von 30 Heller.
auf 2 Kronen pro Mann u. Jahr
zu erhöhen ist, damit die Innsbrucker
mehr Geld für Lustreisen u. dergl.
zur Verfügung haben, denn von einer
erschrießlichen Leistŭng unseres Ver-
bandsaŭsschusses ist seit Jahren nichts
mehr zu verschüren und das ganze
feuerwehr-Verbandsleben vielmehr
in einen Geselligkeitsverein überge¬
gangen, deren Kasten die armen
Landfeŭerwehren zŭ tragen haben.
Am 18. August verschied ganz
ŭnerwartet an einem Gezirnschlag.
der altbekannte in beliebte Südbahn¬
Oberrevident: Leopold Pŭrner ein
äußerst lieber und humorvoller
Charakter. Derselbe war, als er s. Z.
in Mühlau wohnte aŭsübendes Mitglied
unseres Wehrkörpers und seit vielen
Jahren beitragend. Wir begleiteten
daher auch die sterblichen Überreste unserer
lieben freŭndes zŭr letzten Ruhestätte am
Innsbrucker friedhafe.
Seite 308
308/366
Am 24. Oktober
fand die Herbst
haŭptübung statt und wŭrde hiebei
als Brandobjekt das Badhaus bei
Ostwind bestiṁt. Die aŭsnahmsweise
schwache Beteiligung an dieser Übung
ist desto mehr beklagenswert weil der
vergangene Sommer dŭrch lang anhal-
tendes Regenwetter die Abhaltung von
Übŭngen stets vereitelte ŭndfür diese
einzige Übung des Sommer u. Herbstes
doch eine bessere Beteiligung erhofft
werden könnte; Es war ergeht von dieser
Stelle an alle Kameraden die dringende
Mahnŭng speziell Lauptübungen gut.
zu besŭchen damit wenigstens die zŭr
Aufstellŭng notwendigen Geräte bedient
werden können, was am 26. Oktober
bei der Steigermannschaft eben nicht
der Fall war.
Mitte November an einem Sonntag
nachmittags um 2 Uhr ist am Dach-
boden eines Hauses in der Liebenegg-
straße ein Brand entstanden der den
Dachstuhl beinahe vollständig einäscherte;
in Mühlau wurde von diesem Vorkommnisse
nichts bemerkt, daher auch nicht aŭsge-
fahren, aber auch die Innsbrucker
Seite 309
309/366
feŭerwehr ist, wie die Tagesblätter
meldeten, sehr verspätet am Brandplatze
erschienen, so daß das Feŭer größtenteils
von Nachbarsleuten u. Eisenbahnern
geläscht wurde.
Am 24. Oktober ist gegen
2 Uhr nachmittag im Gasthaus zum
"schwarzen Adler" in Fall der Dachboden
u. das obere Stockwerk dŭrch feŭer
beinahe gänzlich vernichtet worden; auch
von diesem Brande wurde in Mühlau
nichts wahrgenommen.
Schlußbericht.
Vom abgelaŭsenen Jahre muß der Bericht
deshalb so kurz gehalten werden weil
eben keine weiteren Vorfälle zu verzeichnen.
sind; den Wehrkörper bat sich glücklicher-
weise kein Anlaβ den bedrohten Nächsten zŭ
hilfe zu eilen. Hoffen wir, daß solche
rŭhige Zeiten ŭns noch weiter beschieden
werden u. wir von den Schrecknissen der
Naturgewalten verschont bleiben. Dies
erlassen wir desto inniger weil heŭtzŭtage
die Wiederherstellung von dŭrch Feŭer u.
Wildwasser zerstörten Häuser u. Betriebs-
stätten fast unmöglich geworden ist. Dieser
Hinblick möge jedermann insbesonders die
Seite 310
310/366
Euerwehrkameraden dazu aneifern,
jederzeit auf Heŭerverfütŭng wachsames
Aŭge zŭ halten, gibt es doch in der
gegenwärtig freŭdelosen heilen Zeit so oft Gelegen-
heit Bilder von verwahrlaster Jugend zŭ
sehen und böse folgen unseres moralischen
und wirtschaftlichen Zŭsaṁenbouches wahr.
zŭnehmen. Wie oft sehen wir z.B.
in verborgenem Winkeln.
" grasgrüne Lausbuben zigaretten,
vaŭchen; wohin wirft dieser ŭnüberlegende, düṁ
Junge das Zündholz u. den Zigaretten.
stŭmel? Ist da nicht leicht ein Schaden-
feŭer zŭ befürchten? dem Wie oft müssen
wir Waldbrande erleben; wieder sind
es zŭmeist junge, ŭnweise Leŭte durch deren
Unvorsichtigkeit solche, mitŭnter ganz
enome Schäden entstehen. Bei der
heŭtigen argen Wohnŭngsnot werden.
Leŭte in Natwohnŭngen eingepfercht.
und wird mit der Raumeinteilung oft
selo ungeschickt vorgegangen. Ist es
da nicht Pflicht jedes besonnen Menschen
insbesonders der Feŭerwehrmaumer
auf jede auch die kleinste Ursache dŭrch
die ein Brand entstehen kann besonders
zu achten. Es ist unser Pflicht jedem
Toŭristen besondere Vorsicht beim Feŭer-
machen ans Herz zu legen. Ist es nicht
unsere Aufgabe in jedem Hause, sei
es eigenes oder fremdes Eigentŭm
ist diesen halbereichsagen jungen das Stauchen gänzlich auszu-
weiben event. bei selben das Rauchzeug aus der Hand zu
schlagen, dann jeden
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311/366
die bei Kriegsausbruch zŭm Militär
oder Militärdiensten einberufenen
feŭerwehrkameraden Alois Steiger,
Johann Tŭsch, Vinzenz, Schett als
gänzlich verschollen zu betrachten.
sind, daher sich neben den in früheren
Jahresberichten bereits erwähnten
Todesfällen unserer lieben Kameraden
Johann Thaler, Alois Frenes, Franz
Weger,
sich die Zahl, der im Weltkriege
für's Vaterland verbluteten resp.
verstorbenen Feŭerwehrkameraden
sich leider auf
erhöht hat.
Unsere Pflicht ist es das Andenken
dieser Teŭerer selten stets zŭ ehren u.
hoch zu halten.
Unserer sicheren Zuversicht Aus-
druck verleihend, auch fernerhin
die gleich glücklichen Tage erleben
zu können, gleichzeitig auch allen
Jenen dankend, welche uns im
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312/366
abgelaufenen Jahre mit Rat u. Tat.
geführt, geleitet und an Seite ge-
standen sind, insbesonders der läbl.
zu danken.
Gemeindeverwaltŭng von Mühlau, und
hoffend, daß unser gemeinnütziger
Körper aŭch fermahin wachsen, blühen
und gedeihen möge, schließen wir
den heŭrigen Bericht mit dem
hvommen Wunsche:
Gott beschütze Mühlau!
Mühlen, 31. Dezember 1926
Seite 313
313/366
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Nach dem
1
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M.
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Monsieur
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[Anlagestrich]
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Monsieur
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Monsieur le
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1
nicht
Auszug
d
1
M.
d
nicht zuschlagen, das er sich zu
1
M
M.
d
Seite 315
315/366
Herrn
Wm. Knaust,
Wien.
Auf Grund des mir gut. zugeschickten Kata¬
loges Nr 525 ersuche ich mir gefl. per Post:
Ein Stück „Amerikanisches Brausemundstück‟
Ihrer Nr 1246 (mit 16 mm oder auch besser mit
17 mm Borweite) zum Preise von Kr 39.-.
gefl. zuzusenden.
Ich glaube sicher, dass in dem Preise von
39 Kronen sowhl das Standrohr (wie Ihre Abbildung
No 465) sammt dem Brausemundstuckkopf(Na 2370
in den Abbildungen) zu verstehen ist. Sollte
aber wider Erwarten das Standrohr separat be= rechn
rechnet werden, so ersuche ich un vorherige gefl.
Aufklarung, da sich der Preis bei Separatberechung
zimlich hoch stellen durfte.
Die Sendung bitte unfrankiert gegen Bei¬
schluss eines Posterlagscheines, an untenstehende
Adresse zu richten.
Achtungsvollst:
INNSBRUCK, den 6·Dezember, 1908.
ADRESSE: Georg Holzmeister, Innsbruck,
Kaiserjo efstrasse Nr 11/0.
in der
Seite 316
316/366
5. Juni, 1908.
Herrn
Anton Rauch, Feuerwehrhauptmann,
Mühlau
Zufolge Beschlusses der letzten Feuerwehr Ausschu Sitzung habe ich,
im Vereine mit noch zwei Herren des F.Ausschusses einen Rundgang durch das
Dorf Muhlau gemacht, um nachzusehen, ob die ober den Hydranten angebrachten
Schildchen in ihren Angaben auch stimmen. Hiebei haben wir wohl keine
Vermessung (unrichtige Maassangabe) vorgefunden, jedoch sind einige Hydranten
an so entfernten und ungeeigneten Punkten angeschrieben, dass im Falle der
Noth, insbesonders zur Winterszeit, die Auffindung der Hadranten langere
Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Und zwar:
an denselben mit 19.15 m
1.) der Hydrant vor dem „Tschavonhaus im Holze‟ is
angezeigt; die Abmessung hievon musste uber zwei grösseren Terrainabstunfunfungen
erfolgen und so konnte man schwerlich zum richtigen Ziele gelangen. Besser
ware dagegen, an der Ecke des „Putzerstadels" eine Tafel mit 2.70 - 9.30
anbringen zu lassen, oder neben dem Wegwehrsteine direkte einen Pfahl ein¬
setzen zu lassen mit der Aufschrift "Hydrant" weil dieser Wehrstein neben dem
Hydranten selbst sich befindet.
an der Reichstrasse ist eine Tafel mit 15.3 - 7.-.m ange¬
2.) Beim „Dobihger
bracht; besser wäre es, diese Tafel am vierten Quaderstein des Geländers
zwischen Tranwaygeleise und Reichstrasse mit der Zahl 5.50 m direkte, anzu¬
bringen.
3.) Der Hydrant der vor dem „Weyrer-Zapfler Eck‟ im Unterdorfe angebracht
ist, ist durch die schräge Mauer sehr undeutlich bezeichnet. Viel besser
ware es, neben dem Zapfler Gartenzaun eine Säule mit der bezeichnung 7.60 m
anbringen zu lassen. Dieser letztgenannte Hydrant ist bei einem Fabriksbrande
oder einen Brande im vielbewohnten „Baurbause Nk 19‟ von besonderer Wichtig¬
keit und soll unbedingt umbezeichnet werden, weil derselbe in der gegenwär¬
tigen Markierung, aus Erfahrung sehr schwer zu finden ist. Auch ist an
diesem Strassenecke immer eine bedeutende Schmutzschichte lagernd, so dass
man diesen Hydrant auf alle Fälle mit der Schaufel suchen muss.
4.) Ist is ganzen Mösel kein einziger Hydrant angebracht. Beim untereren
„H”
Ende des Gartenzaunes an der Villa „Waldeck" (Arquin) ist wohl ein rotes
angebracht, Hydrant ist aber keiner zu finden, auch in der ganzen Gegend
keiner, erst beim Badhaus hernten der erste.
In Übrigen haben wir im Ganzen Dorfe 31 in den öffentlichen Strassen
eingebaute Unterflurhydranten mit den entsprechenden Tafeln vorgefunden, mit
Ausnahme obiger Übelstande sind die Markierungen immer genau und übersicht=
lich angebracht.
Freundlich grüssend, zeichnet sich:
nur
Hpt.Stellvertreter.
Seite 317
317/366
Innsbruck 12. Dezember 1908.
Ew. Wohlgeboren!
Ersuche Sie wegen
Behebung der Betrage
aus der Verlassen¬
schaft Schmegg in mei¬
ner Randei zuzukeh¬
ren.
—
erchachten
Von
Dr. Othmar v. Riccabona
k. k. Notar in Innsbruck
M.=Theresienstraße 53, II. Stock.
Seite 318
318/366
Seite 319
319/366
7. Juli, 1908
Wolgeboren
Herr Leonhard Schlögl senior,
Ehrenmitglied der freiw.Feuerwehr Mühlau,
Mühlen
Wir erlauben uns Sie zu verständigen, dass am kommenden
Sonntag den 18. Juli i.J. um 3 uhr nachmittags die diesjahrige Frühjahrs¬
Hauptübung stattfindet. In Anschlusse daran werden wir Ihnen das Diplom
Ihrer Ehrenmitgliedeschaft unserer Wehr in feierlicher Weise überreichen.
Sicherlich werden Sie mit Freuden sich an diesem Tage unter uns ein
finden, damit Sie dich, als Mittelpunkt dieser Festlichkeit, von der
wahren Wertsenätzung überzeugen können, die Sie in unseren Feuerwehr-
körper genieusen.
Wir laden Sie hiemit ein, mit Ihrer werten Familie und Angehörigen
bei der feierlichen Überreichung Ihres Ehrendiplomes unwesend zu sein,
und begrüssen Sie in dieser Erwartung
Mit kameradschaftlichen GUT HEIL!
(Feuerwehrhauptmann)
Seite 320
320/366
St. I, 1900
das
Johannes, von hier, wie er sich zu
Rügsauw
Es hat leider eine alte kommende xxx er sonst
Gewiss auswärts strebende Ort häalen. xxx
wielle im Zentrum des Ortes wolhst, arzwünklichen, Ehe-xxxen etc. etc.
von der malen Stad Innsbruch eine Verehrung der xxx zu
kennen. Gerade in letzter Zeit, wo zu xxx xxx
werde dieser Praelstand, spezlich von der xxxx
pfanden. Eine öffentliche Sprechstelle in der wünschen xxx das Feuerwehr-
magazines (z.B. in Vorninner der Gegenindekannt wurde xxxxlich eine
wesentliche Erleichterung jeder Loschaktion
eine stichhältige Auskundt von der Feuerxxx
einen auswärtigen Brand einholen können. xxx wir eine Feuerxxx in
eigenem Orte der hilfsbereiten Stadt xxxx
konnten. Auch bei anderer Unfällen, z.B. xxx
ckungen jeder Art, konnten durch diese xxx
Wettungsbitteilung der Innsbrucker Feuerwehr, durch die xxx mitgeteilt
werden, darit sofort Hilfe am Plaffswald.
Der gefertigte Feuerwehrende xxx
vorgestern abgehaltenen Steuen xxx
am Aufstellung dieser notwendigen xxx verabsetreten, und glauben
wir, dass unser heutiges Ansuchen
das
1
Die geeilente xxx
xxx Nühli
d. 22ten Junii
1
für Gemeind -Pauerungen
solche
nach bemütet werden dazu (Pater)
Einwärtigung bei der Insel und
verlassen, und da eher xxx
Münnerin.
Jndkom den 21. Januar 1820.
Leben, dass sich die
Möbl. xxx
vom einmal kosten
gescheit zur Einkunft.
Verehnde
M
(Schrifft
(Pw.Hauptmann)
Seite 321
321/366
v. Juli
Ihrer Wolgeboren
Frau Anna Pötzch,
Besitzerin der Bierbraueret „Löwenhsum“
Innsbru
In der letzthin abgehaltenen Ausschussitzung der ge
freiw. Feuerwehr wurde unter Anderen auch, die vom Vergnügungs zu
vorgelegte Abrechnung über das im heurigen Fasching veranstaltete
kranzchen, genehmigt, und dabei dem Feuerwehr Ausschasse zur Kran
gebracht, dass von Seite E. Wolgeboren in liebenswürdigster Weise
grosses Fass Bier zu dieser Vergnugungsfeier gebracht wurde.
Der Feuerwehr Ausschuss hat dieser wohlwollenden Spende mit F
Kenntniss genommen und die Kommandantschaft beauftragt, Ew. Wolge
für diesen liebenswürdigen Gedanken, wenn auch etwas spät, den er
Dank des Feuerwehrkörpers schriftlich zu übersitteln, was Ehe gen
zur Konntnies nehmen wollen.
Das Ersuchen vorbringend, uns auch fernerhin Ihr warten Wohln
zu zeigen, fertigen sich in ergebenster Hochachtung,
für das Feuerwehr kommend:
(Schriftführer)
(Hauptmann)
T. Bücher
Sept. Stellvertreter
Seite 322
322/366
Juli, 1908
An die vollöbliche
Gemeindeverstehung von xxx
Mühlen
Am kommenden Sonntag den 28. Juli 1.J. findet um 3 uhr nach
mittags die diesbjährige Frühjahrshauptfang unserer Wehr statt.
An Anschlause daran wäre unseren letzterementen Ehrenmitgliede,
Herrn Leonhard Schlegt sel., Werkmeister in Bühlau, das Diplom seiner
Ehrenmitgliedschaft xxx.
Es wird es sehr freudig verühren, wenn sich der löbliche Gemeinde
ausschuss von xxx, der fortgesetzten Stunde in zahlreicher Abordnung
einfinden wird, um sich einsteils während der Übung von der guten Schulung
und Treffsicharmelt unserer Wehr überzeugen zu können, andererseits um
den gefallen xxx, durch das Erscheinen des Gemeindeausschusses
an dieser xxx, die Anerkennung von seite der Gemeinde Mühlau
zu beweisen.
Wir hoffen ihre rege Teilnahme an unserer Veranstaltung am nächsten
Sonntage, xxxxxxxx zu können, und zeichnen uns
in voller Liebenhelt:
Schlafenen
Seite 323
323/366
NSTMÜHLE DES
Mühlau den 30. Oktober 1908
LADDK
Herrn
Georg Holzmeister
PVSBR
Mühlau
TELEPHON
!!!!!!!!=
No 142
auch inrerurban
GIROBEN
OESTERR:UNGARBANK
Für die Feuerwehr Chronik berichte Ihnen,dass an Spenden
eingenommen sind:
Von meinem Vater Leopold Rauch anlässlich des Ablebens meiner
Mutter, für die Krankenkasse des Vereins K.200,-- in öst.
Notenrente.
Von Herrn Johann Gstir, anlässlich des Brandes bei seinem
K, 30, - - für die
Stadel
Regiekasse
Ferner sende Ihnen mitfolgend ein mir heute zugekommenes
Prospekt über reglierbare Mundstücke und ersuche dieses noch
anzusehen, ehe Sie die Knaust'schen Mundstücke bestellen.
Hochachtend.
Eltern Rang
1 Beilage
Seite 324
324/366
Herrn
Franz Gradischegg,
Wilten.
Für Rechung der freiw. Heuerwehr Mühlau
bitte ich, nachbenannte Gegenstande baldigst an
meine Adresse, Villa Holzmeister in Muhlan, I.Stock
unter Beilegung der Faktura, zu senden:
Eine bewekliche Petroleumfackel Nr 181 zur Preise
von hr 7.80 laut Katalog,,1907" Seite 35.
Eine doppeltönige Huppe, 30 cm lang, zum Preise
von Kr 7.40, Katalog Ad S8l Seite 31.
Fünf Stück Hüppen von Messins Ni 880 à Kr 2-60
Seite 31.
Indem ich noch um besten Ausführung meines
heutigen kleinen Auftrages ersuche, zeichne ich
in bekannter Hochachtung:
Mühlab, den 30.August, 1908.
Seite 325
325/366
NEUANSCHFFUNGEN
Im Jahre 1908 fur das Inventar der freiw. Feuerwehr von Mühlau.
6 Stück kleine, zweitönige Huppen für Steiger sammt roten Schnüren.
1 Stück grosse Alarmhuppe, welche zum allgemeinen Allarm im Dorfe
besteimmt ist, und im Magazine neben der Feuerfahne hängen bleibt.
1 Stück bewegliche Petroleumfackel.
i amerikanisches Brausemundstück sammt Standrohr, von der Firma
Wm.Knaust in Wien.
1 neuer Schlauchwagen komplet.
i zehn meter langes Messband zur Auffindung von überschnelten Hydranten
während des Winters.
10 Stück „Jaist'sche" Schlauchverbandskästchen mit Schnüren, für die
Mannschaft.
6 Stück Steigerbeile.
Schlaufgeblünde
12
1.
Wagendecke b/
19
Seite 326
326/366
Rentz
Löbl. Kommando!
Löbl. Gemeindevorstand!
Hiermit erlaube ich mir, Sie auf die überall als äusserst praktisch rühm¬
lichst bekannten
Schöne's Patent-Universal-Feuerwehrstrahlrohre
aufmerksam zu machen, insbesondere auf das Modell C A S N 3 und 4. Diese
Strahlrohre haben 3 verschieden grosse auswechselbare Strahlmundstücke: eine
Brause, ein Wasserschild und einen Druckabsperrer, alles in einem Stück vereint.
Die Strahlrohre sind ganz aus Metall in vorzüglichster Präzisionsarbeit
ausgeführt und können von jedermann sofort gehandhabt werden. Die Ge¬
brauchsanweisung, welche nur aus Rechts- oder Linksdrehen des Kopfes
besteht, ist in jedem Strahlrohr eingestempelt.
Das Strahlrohr Modell CASN Nr. 3 eignet sich vorzüglich zum
(die Strahle haben 9 bis 15 mm Durch¬
Ein- und Zweistrahligarbeiten
messer) für alle Handdruckspritzen, während das gleiche Strahlrohr
Nr. 4, welches 16 bis 22 mm Strahl hat, hauptsächlich für Hydranten,
Dampfspritzen, Schiffsspritzen und dergl. geeignet ist.
Preise:
Universal-Strahlrohr Modell C A S N Nr. 3 kostet M. 40,
OASN „ 4
„ 55,
"
Schnurumwicklung à Stück M. 1,— extra.
Modell
Die Strahlrohre sind mit dem Landes-Normal-Gewinde versehen.
CASN
Um gütige Zuwendung von Bestellungen bittet
Alois Pacher, Brixen
Bahnhofstrasse.
Seite 327
327/366
Alois Pacher, Brixen (Südtirol
Bahnhofstrasse
General-Vertreter für Feuerlöschgeräte, Feuerspritzen, Kübel- und Hand-Spritzen.
Spezialität: Gebirgs-Abprotzspritzen.
Neueste Schwenkspritzen, Schläuche, Hydranten, Absperrer,
Leitern aller Art, sowie
Schöne's Patent-Feuerwehr-Strahlrohr mit Wasserschild.
D. R. P. 96736, 111612 und 148020.
n
Schöne's Universal-Feuerwehr-Strahlrohre
beim Brande eines Magazins.
1
Kämpfer
1
2
∞
3
1/11.
Testes
Ihr St.
D
d
1
d
1.
1
D
xx
n
P.
∞
Schöne's Universal-Feuerwehr-Strahlrohre
beim Brande eines Magazins.
Illustrierte Preiskurante über alle Gattungen Fahr-, Gebirgs-, Abprotz-, Schwenk-, Kübel- und Handspritzen,
ganz in Metall gearbeitet, 3 Jahre volle Garantie, gratis und franko. — Schläuche, Hydranten, Hydrantenabsperrer, Ausrüstungs
N
Preise konkurrenzlos.
genstände, Leitern aller Art.
Seite 328
328/366
ieber Freund!
an die Feuer-
Jnliegend sende ich dir K.1
54, deine Forderung
wehr für verschiedenen Auslagen.
C
Mit bestem Grusse doin
Eil
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Seite 329
329/366
29.Dezember, 1908.
Abrechnung
a) MÜEM AUSGABEN:
10.50
Rechnung
Lampe in Innebruck für 300 Briefbögen..........Kr
3.
„ 300 Enveloppes
32.80 -
Gradische
F Innsbruck für Diverse..
J.Zelger in Innsbruck fur Huppenschnüre...............4.08
Wn. Knaust in Wien für ein Brausemundstück
"
55.03
sammt Postporto
105.41
à conto Requsitenkassa Kronen
Einen grünen Lorbeerkranz, anlässlich des Todesfalls
unseres Ehrenmitgliedes Herrn Leopold Bauch Mühlau
laut Rechnung Übenbachen Innsbruck............... 17.89
à conto Regiekasse Kronen...... 17.89
Summe der gehabten Auslagen beträgt Kr.
123.30
M. B. R. V. B., P. B, P. R, E.
b) EINNAMMEN:
Zufolge Legat des + Christian Schnegg durch Notar
von Riccabona in Innsbruck übermacht.Kr 50..
abzüglich bezahlter Erbsteuer 10 $ 5,-
" Stempelgebühr................. -.2lf
44.76
baar einkassiert wurden
Somit verbleiben noch zu meinen Gunsten 78.54
XXXXXXXX=
27
Eziehung
welcher Betrag bei Gelegenheit an mich überwisen werden möge. /0 2,5 4
Ergebenst
richtig 30/12 1908
Umgelegenist
Nachm. Rang
Seite 330
330/366
Innsbruck, am 1. September
Franz Gradischegg
Templstrasse N° 14-16.
Innsbruck
LIETERANT DER K.K. STAATSBAHNEN
Technische Gummiwaren, Schläuche, impräg.Stoffe, Emballagen,
Gummisauger, Linoleum u. Wachstuche, Schuhgarne u.Spagate.
Betriebserfordernisse für Industrie aller Art,Feuerwehrausrüstungen.
H.P.„
Löbl.
Postsparkassen Conto No 2659. Telephon No 156.
Freiwillige Feuerwehr,
Telegramme: Gradischegg Innsbruck.
zu Handen des Herrn G. Holzmeister,
Mühlau.
b/.Innsbruck
" 9. [Anlagestrich]
1.
Auszug
Im Besitze Ihres Werten vom 30. pto. danke ich Ihnen be¬
stens für freundl. erteilten Auftrag auf
1 Petroleumfakel Ne 181
1 Hupe 30 c/m lang Nr 881
6 Hupen von Messing Na 880
und habe ich denselben zur ehemöglichsten Lieferung in Nota genommen.
Bezüglich der Preise muss ich Ihnen jedoch bemerken,
Jahr
dass laut Preisbuch 1908 einige Ausrüstungsgegenstände im Preise etwas
höher zu stehen kommen und zwar begründet sich dies auf die fort¬
d
währenden Teuerungen der Rohstoffe.
Obige Petroleumfakel kostet daher heute anstatt K. 7.80
K. 8.60, während sich eine Hupe No 880 auf K. 2.80 stellt, was eine
Mehrdifferenz von 20 Heller gegen den früheren Preis ausmacht. Die
ergenützt.
Wirms-
1
Hupe Ne 881 bleibt sich im Preise gleich.
Ich hoffe dass Sie auch diese neuen Preise akzeptieren
werden und empfehle mich Ihnen in dieser Erwartung mit aller
Hochachtung
89II
Zum Tisch
verh.
jeg a. FRANZ GRADIouEGG
Kriegschaft
Seite 331
331/366
1.
Ο λ
D
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19 M
∞ II
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3.° 11
+ "
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n
+ φ π π
74
♃ 2
das
3
4
+ ♀
♀
Z Z Z
Seite 332
332/366
Donnerstag den 15. Oktober
19
Deutsches
Im Verlage der
Wagner'schen Univ.-Buchhandlung in Innsbruck
erschien:
Max Glonner's
Taschen - Fahrplan Nr.
9
giltig vom 1. Oktober 1908.
Revidiert von der k. k. Staatsbahndirek
tion Innsbruck, Zl. 1901/1 V. 1908.
Enthaltend sämmtliche Eisenbahnzüge in Tirol und
Vorarlberg mit den bezüglichen Anschlüssen; sämt
liche Dampfschiff-Course, k. k. Postverbindungen
des ganzen Landes u. 2c.
Verkaufspreis 24 h. Mit Franko=Zusendung
28 h.
Wiederverkäufer erhalten angemessene Provision.
Annan̄n
zurück
Anwendenmal
Realitäten-Verkehrs-Bureau
Peter Paul Heigl, Innsbruck
empfiehlt sich zum An- u. Verkauf von
Realitäten, Hotels, Geschäftshäusern,
Villen, Landhäusern, Landwirtschaften,
Baugründen, Gewerbebetrieben und
...
übernimmt Realitäten aller Art
: vollständig unentgeltlich :
zum Verkauf in Vormerkung.
Gut eingeführtes
19775
-3/3
nung impt.
und Gemischtwaren-Handlung mit großem Umsatz
ist wegen Krankheit des Besitzers zu verkaufen.
Anträge unter „M. Z." an die Expedition.
Seite 333
333/366
Donnerstag den 15. Oktober
[...]
Letzte Nachrichten.
(Brand in Mühlau.) Das Dorf Mühlan
konnte sich schon seit Jahren glücklich schätzen,
keinen einzigen Brand im eigenen Ortsrayon
verzeichnen zu können. Doch strasbarer Mut¬
wille oder auch unüberlegte Rachsucht hat diese
Friedenszeiten nun gestört. Vergangene Nacht
um 11 Uhr wurde ein größerer Streuhausen,
welcher sich hinter dem Hanse des Altvorstehers
Gstir befand, offenbar durch böswillige Hand
angezündet, wodurch auch der hintere Teil des
genannten Hauses von haushohen Flammen er¬
griffen wurde. Dank dem Umstande, daß der
Brand sofort von einem Herrn aus Innsbruck
entdeckt und dem zufällig im benachbarten Gast
hause zum Koreth anwesenden Gemeinde-Aus¬
schusse und einigen Mitgliedern der freiwilligen
Feuerwehr Mühlau gemeldet wurde, konnte so¬
fort mit der Löschaktion durch Wasserabgabe
ans einnem starken Hydranten begonnen wer¬
den. Es war ein schwieriges Stück Arbeit, denn
das Feuer war mit unglaublicher Schnelligkeit
in das Innere des am Wohnhause angebauten
Ökonomiegebäudes eingedrungen und der große
Heustock war sofort bis zu einem Meter Tiefe
vollständig glühend. Bis der mitunter hellauf
brennende Heustock überschöpft und so das Feuer
gänzlich getilgt war, war es bereits heller Tag.
Von auswärts erschien keine Feuerwehr und
mar auch kein Bedürfnis für eine solche, da
Mühlau durch die eingebauten zahlreichen Hy¬
dranten gegen Großfeuer hinreichend geschützt
ist. Der Besitzer des angebrannten Hauses er¬
leidet immerhin einen Schaden von über 1000
Kronen, da der riesige Heuvorrat seine Eig¬
nung für Futterzwecke wohl verloren hat und
nur mehr als Streumittel verwendet werden
kann. Auch am Gebäude selbst mußten einige
Wände eingerissen werden. Möge es den Hü¬
tern des Gesetzes oder auch der Bevölkerung
baldigst gelingen, den oder die Brandleger,
welche heuer im ganzen Innsbrucker Bezirke
ihr Unwesen sehr fühlbar betreiben, zu ernie¬
ren und der verdienten Strafe zuzuführen
Kreuzierung
Seite 334
334/366
Mühlau am 13. Jänner 1909
Georg!
Sehr
geehrter Herr!
Mühlau
freiwilligen Feuerwehr übergebe ich zu Gun¬
Der
des Unterstützungsfondes den Betrag von K.200,-
sten
in
% Kronenrente, aus Anlass des Todes unseres lie
ben Vaters
Ich teile Ihnen dieses wegen der Chronik mit,
wollen Sie
aber sonst weiter keinen Gebrauch machen.
Bestens grüssend
Anton Raus
Gestern erl.
bei
enen
nzen Feuerwehrkörp
Dingeschiedenen ei
gleichzeitig der viel
Erstorbene unserer Wehl
vermittelte; gerade in
Liebevolle Gesinnung 8
zum Andenken an seine
rster Weise zum Ausdruck
b1
unser
inr
Gefühle unseres
hochgeschätzter
eben Angehöri
Seite 335
335/366
26. Dezember, 1908.
Sr. Wolgeboren
auch,
dem Herrn An
Hauptmann der freiw. Feuerwehr Mühlau,
Mühlau.
Der erg. gefertigte Feuerwehrausschuss erachtet es als
seine Pflicht, Ew. Wolgeboren, anlasslich des gestern erlittenen herben
Schicksalsschlages, das tiefste Beileid des ganzen Feuerwehrkörpers
hiemit zum Ausdrucke zu bringen.
Wir verehren in der Person des teuren Dahingeschiedenen einen der
grössten Wohltäter unseres Korpers und gedenken gleichzeitig der vielen
Unterstützungen und Soenden, welche der edle Verstorbene unserer Wehr
seit deren Bestehen, in wirklich edler Weise übermittelte; gerade in
letzter Zeit hatte der edle Verblichene seine liebevolle Gesinnung gegen¬
uber unserem Korper, durch ein namhaftes Legat, zum Andenken an seine
erst kürzlich versorbene Frau Gemahlin, in klarster Weise zum Ausdrucke
gebracht
Ew. Wolgeboren können sich daher versichert halten, dass das Andenken
an den edlen Woltäter unserer Wehr, jederzeit ein bleibendes, ein
gesegnetes sein wird.
Wir bitten Ew. Wolgeboren, die Versicherung unserer innigsten Mit¬
trauer entgegen zu nehmen, und unsere warmsten Gefühle unseres Beileides
auch auf Ihren w. Herrn Bruder Leopold, unserem hochgeschatzten Kassier
sowie auch auf Ihre gesch. Familie und Ihren lieben Angehorigen gutigst
zu übertragen.
Mit dem Ausdrucke unseres vollsten Beileides und der tiefsten
Mittrauer zeichnen sich:
Für das Kommando der freiw. Feuerwehr Mühlau:
10
..........
..........
(Hauptmannstellvertreter.
(Schriftführer)
Seite 336
336/366
Vom Militär bisher zurückgekehrt und wieder beim Homrando gemeldet
B. B. A. d. M. I.
13 Mann und zwar: Anton Schlögl aus Russland. Die folgenden von der Print
von
oder Eterre. Josef Rainer,Romed Kreuzer, Alois Ostir, Karl Paik, Anton
Wieser, Josef Kummer, Karl Zaborger, Anton Stolz, Alois Plattner, Joseff
Plattner, Franz Trenkwalder, Anton Mair II.
Noch ausständig und wahrscheinlich in tolscher Gefangenschaft 6 Mann
und zwar: Hell Johann, Weger Franz, Gundolf Alois, Schlögl Alois. Waldner
Josef, Steiger Anton.
Vermisst, gefallen gestorben 5 Mann und zwar: Schett Vinzenz. Tusch
Johann, Frenes Alois, Thaler Johann, Hell Leonhard.
Seite 337
337/366
Pr.
1
1
Unterstützungskassa:
Einnahmen:Kr. 209-Ausgaben Kr. 209
Vermögen vom 31.Dezember 1917,
Regiekassa Verm. vom 31.XII.17
350.85
543.12
Requisitenk.
42769 " 412
so
Gestorben im Jahre 1918:
a) aktike...
b) beitragende 2... .. ... Durch Georg, Sharrer Franz
7./11.
Anzahl der Windwüchen: 29
Anzahl der Nachtwachen anlässlich der Demobilisierung:
Mitgliederstand 5°
(aktive anfangs und Ende 1918) 60
Der ist vom Militär zurückgekehrt?
Wie viele Wehrmänner sind noch ausständig (Verschollen, in Kriegs¬
gefangenschaft u.s.w. 6 und 5
Eventuelle Neuanschaffungen:
Hauptübung war am 15.September.
Wie viele Detailübungen?
das ein
Vermögensstand der Kassen am 31. Dezember 1917
Unterstützungskasse
K.3471,07 Zuwachs K.246,17
Regiekasse
653,01 Zuwachs " 171,85
Requisitenkasse
1208,72 Zuwachs " 241,54
Seite 338
338/366
Trockenbacherbäuerin Margareta Horngacher,
vulgo Trockenbacher Gretl, im Alter von 39
Jahren. — Aus Niederdorf im Pustertale
schreibt man uns: Am letzten Samstag wurde
einer der ältesten Männer von Niederdorf, Herr
Johann Trenker, gebürtig aus Prags, zu
Grabe getragen. Er war Landstürmer und ein
sehr fleißiger Bauer. — In Brixen verschied
am Dienstag unerwartet schnell, versehen mit
der heiligen Ölung, Herr Rudolf Eidherr,
gewesener Oberkellner, im Alter von 34 Jah¬
ren. Der Verblichene war seit mehreren Jahren
in Brixen ansässig und hatte vor drei Jahren
in der Sommersaison im Brennerbad die Di¬
rektion des Geizkoflerhauses.
(Einführung von Rückfahrkarten.)
Über Antrag der k. k. Staatsbahndirektion
Innsbruck hat das k. k. Eisenbahnministerium
ab Februar d. Is. im Verkehre zwischen Wien
und Innsbruck, ferner zwischen Salz¬
burg einerseits, Innsbruck und Wörgl
andererseits für alle Züge gültige Rückfahr¬
karten dritter Klasse mit 30tägiger Gültigkeit
zu nachstehenden Preisen (einschließlich Fahr¬
kartensteuer) eingeführt: Salzburg nach oder
von Innsbruck 15·20 Kronen, Wörgl 10·40
Kronen, Wien (Westbahnhof) nach oder von
Innsbruck 38·20 Kronen. Kinder im Alter von
vier bis zehn Jahren bezahlen den halben
Preis der Rückfahrkarten. Bei Fahrtunter¬
brechungen, deren Dauer innerhalb der Gül¬
tigkeitsdauer der Fahrkarten unbeschränkt ist,
ist die Bestätigung der Unterbrechungsstation
sofort nach Verlassen des Zuges einzuholen.
Steuerrechtliche Behandlung der
Losversicherungsprämien.) Nach einer
Bestimmung der Vollzugsvorschrift zum Per¬
sonal=Steuergesetze durften bekanntlich die für
die Versicherung gegen Verlosungsgefahr ge¬
zahlten Prämien bei Berechnung des steuer¬
pflichtigen Einkommens nicht in Abzug ge¬
bracht werden. Wie nun aus der Kundmachung
des T
inanzministeriums hervorgeht, ist jene
Bestimmung aufgehoben worden und dürfen die
fraglichen Prämien in Hinkunft bei der Fassion
des Einkommens aus Wertpapieren als Ab¬
zugsposten behandelt und demgemäß aus der
Bemessungsgrundlage ausgeschieden werden.
(Liederabend Maikl.) Wegen Dienst¬
verhinderung des Herrn Maikl muß das für
morgen anberaumte Konzert leider abge¬
sagt werden. Ob und wann das Konzert
stattsinden kann, wird später bekannt gegeben
werden.
(Agio.) Das Aufgeld wurde
für Februar mit
20 Prozent festgesetzt.
(Eine streikende Uhr
Vom Widum
in St. Nikolaus wird uns mitgeteilt, daß die
Kirchenuhr allen Reparaturversuchen trotzt; in¬
folge der Kälte und der langen Leitung
ist
die Uhr gegenwärtig nicht in geregelten Gang
zu bringen.
(Die Kälte) ist von gestern auf heute um
3° gestiegen. Wir haben heute 16·5°0. An
den Fenstern sind allenthalben Eisblumen zu
sehen. — Aus Niederdorf schreibt man uns,
daß man im Pustertal prächtige, sonnenhelle
Tage zählt. An den sonnenseitigen Lagen hatte
es bis zum Freitag den 19. Jänner fast gar
keinen Schnee. Am Freitag hat es fast den
ganzen Tag geschneit und Samstag früh zeigte
sich ungefähr 20 Zentimeter Neuschnee. Außer
an den sonnigen Hängen gibt es jetzt überall
Schnee. Was die anderen Straßen und Wege
anbelangt, gibt es überall herrliche Schlitten¬
bahnen für Rodler wie für Fuhrwerke. Die
Kälte hat seit dem Neuschnee sehr zugenommen,
am Sonntag waren - 15° R und heute fast
18° R. und dazu weht vom Osten noch ein
kalter Wind, der sich besonders am Toblacher¬
— Aus
feld sehr empfindlich fühlbar macht.
Windisch-Matrei im Iseltal berichtet man
Unser
uns ebenfalls von herrlichen Tagen.
Korrespondent schreibt: Macht der Himmel ein¬
mal Miene, sich zu umwölken, so bläst 1 bis
2 Tage der bekannte scharfe Tauernwind durchs
Tal und bald lacht wieder die Sonne mit
ihren wärmenden Strahlen hernieder. Das
Gelände an der Südseite des Tales bis zur
Holzgrenze hinauf ist schneefrei. Ein ungün
stiger Winter für die Bauern, welche verschie-
Fähigkeiten beobachtet, einen von ihnen zu
Thronfolger zu ernennen.
Afrika.
Aus Deutsch=Südwestafrika wird
meldet: Am 11. Jänner betrug die Zahl alt
Kriegsgefangenen und der freiwillig Gekomm
nen 12.190 Köpfe, nämlich 10.524 Herero un
2166 Hottentotten. Darunter befinden sich
ganzen 3005 Männer. Infolge starken Regen
ist der große Fischfluß über die Ufer getrete
und ist der Verkehr der Verpflegungskolon
nach Keetmanshoop unter
Seite 339
339/366
(Freiwillige Feuerwehr Mühlau.)
Die 31. Jahreshauptversammlung fand vor kur¬
zem im Gasthause zum „Koreth" statt. In Ver¬
tretung der Gemeinde war der Gemmeindevorsteher
Ostir erschienen. Um halb 9 Uhr wurde die
Versammlung vom Feuerwehrhauptmann Anton
Rauch mit einer Begrüßung des Herrn Ge¬
meindevorstehers und der erschienenen Feuer¬
wehr-Kameraden eröffnet, in welcher er den
Dank für den zahlreichen Besuch ausdrückte.
denn es waren von den 77 Mann der Wehr 65
zur Versammlung erschienen. Aus dem Jah¬
resberichte ist zu entnehmen, daß die Wehr
im abgelaufenen Jahre dreimal zur Hilfeleistung
aufgeboten wurde und zwar zweimal in der
Gemeinde (Schafwollspinnerei und Weberei der
Firma Weyrer Söhne) und einmal zum Süd¬
bahn- Wächterhause Nr. 72 in der Gemeinde
Arzl. Für die erfolgreiche Hilfeleistung beim
zweiten Brande bei der Firma Weyrer wurden
der Wehr vom Versicherungsverbande österr.-ung.
Industrieller in Wien 60 Kronen und von der
Firma Weyrer 300 Kronen gespendet, welche Be¬
träge der Requisitenkasse zugewendet worden
sind. Abgehalten wurden sechs Kommandant¬
schaftssitzungen, zwei Hauptübungen. eine Nacht-
übung und fünf Abteilungsbungen. Neu an¬
geschafft wurden ein Rauchapparat, zehn Stei
gerrüstungen und sechs Laternen. Infolge Le¬
gung des zweiten Hauptstranges der Innsbrucker
Hochdruckwasserleitung durch das Gemeindegebiet
erhielt die Gemeinde auch sieben Stück Hoch¬
druckhydranten für Feuerlöschzwecke, so daß ge¬
genwärtig in der Gemeinde zwölf Feuerlösch¬
hydranten zur Verfügung stehen und damit auch
in dem bisher wasserarmen Dorfteil, „das Holz
genannt, genügend Wasser für Feuerlöschzwecke
vorhanden ist. Gestorben sind drei beitragende
Mitglieder; drei Herren, welche seit der Grün¬
dung der Wehr angehörten, sind krankheitshal¬
ber oder infolge Wegzuges aus der Gemeinde
aus dem Körper ausgetreten. Das beitragende
Mitglied Johann Penz in Mühlau spendete der
Wehr in seinem Vermächtnis 200 Kronen, der
gegenwärtig noch aktive Kamerad Georg Stock¬
hammer 100 Kronen, welche Beträge der Kran¬
kenkasse zugewiesen werden. Zum Zeichen des
Dankes erhob sich die Versammlung von den
Sitzen. Windwachen wurden in 43 Nächten von
je zwei Mann der Wehr gehalten. Hierauf er¬
griff der Herr Gemeindevorsteher Gstir das
Wort; er dankte in warmen Worten der gesam¬
ten Mannschaft für ihre Tütigkeit und stellte
der Feuerwehr so wie bisher auch fernerhin die
tatkräftigste Unterstützung von Seiten der Ge¬
meinde in Aussicht. Er schloß mit einem „Gut
Heil!“ auf das fernere Blühen und Gedeihen
der Wehr. Aus dem Berichte des Kassiers
Leopold Rauch jun. ist zu entnehmen: A. Re¬
quisitenkasse: Einnahmen 981.96, Ausgaben
890.29 Kronen; Kassarest 91.67 Kronen. B. Re¬
giekasse: Einnahmen 412.50, Ausgaben 408.07
Kronen; Kassarest 4.43 Kronen. Die Kassage¬
bahrung wurde von den Herren Christian Tusch
und Heinrich Dittmayr gebrüft und in mu¬
sterhafter Ordnung befunden und dem Kassier
die Lossprechung erteilt. Bei der Ziehung von
fünf Anteilscheinen der Anleiheschuld für die
im Jahre 1904 angeschaffte Magirusleiter wur¬
den folgende Nummern gezogen: Nr. 51, 52
55, 66 und 68, welche mit je 40 Kronen aus-
bezahlt wurden. Auf die diesmalige Jahres-
hauptversammlung fielen auch die Neuwah¬
len. Es wurden gewählt: Als Feuerwehr¬
Hauptmann: Anton Rauch, als Stellvertreter
Leonhard Schlögl; als Steigerkommandant Hein¬
rich Weber (nen), als Stellve
treter Leopold
Rauch jun.; als Steigerrottenführer Josef
Gstir (nen); als Schriftführer Johann Purner:
als Magazinsmeister Hans Kathrein; als
Spritzenmeister von der Spritze Nr. 1 Anton
Schlögl, als Stellvertreter Ludwig Prantl (beide
nen); als Spritzenmeister von Nr. 2 Lorenz
Mader, als Stellvertreter Otto Rainer; als
Zugsführer der Schlauch= und Hydranten=Ab¬
teilung Konrad Türk, als Stellvertreter Ferd.
Schober. Die Gewählten erklärten die Wahl an¬
zunehmen. Hierauf ergriff das Wort der Feuer¬
wehr-Hauptmann, welcher etwa folgendes an¬
führte: Der heutige sehr zahlreiche Besuch der
Versammlung sei ihm ein Beweis dafür, daß
die Mannschaft die bisherige Führung des Kör¬
pers anerkenne und ihr zustimme. Wenn er
auch manchmal streng sei, so möchten die
Feuerwehrkameraden diese Strenge nicht ver¬
kennen, denn sie sei unbedingt notwendig, um
die Disziplin, ohne welche eine freiwillige Feuer
wehr einmal nicht bestehen könne, aufrecht zu
erhalten. Er dankte gleichzeitig für die Wieder¬
wahl und sicherte zu, auf der bisher beschrit¬
tenen Bahn unentwegt weiter zu schreiten. Die
Mannschaft möchte einig sein, jede Sonderbe¬
strebung bei Seite lassen, denn nur so sei es
möglich, dem Wahlspruche des Feuerwehrmannes:
„Dem Feuer zum Trutz — Dem Nächsten zum
Schutz" jederzeit gerecht zu werden. Zum Schlüsse,
nachdem der ernste Teil der Versammlung be
endet war, wurde der Antrag auf Abhaltung
eines Feuerwehrballes eingebracht, wel¬
cher auch angenommen wurde. Der Vergnü¬
gungs-Ausschuß wird alles nähere durchzu¬
führen haben. Beschlossen wurde auch, bei der
Tanzunterhaltung von dem bisher üblichen Ver-
Jndkom den 23de Januarii 1822 paa
Seite 340
340/366
diensten wegen
das
rmerie oder Militärgewalt eingehoben, der Wi¬
rstand der Komitate mit Gewalt niedergedrückt.
so Absolutismus, bis die Koalition mürbe ge¬
orden, eine Machtprobe zwischen Krone und
olk. Und damit notwendig verbunden neuerliche
irren, neuerlicher Aufruhr, neüerlicher Wider¬
nd. Und kein Ende abzusehen. Graf Julius
drassy bezeichnete den Abbruch der Verhandlun¬
als einen definitiven. Wenn das auch keines
gs für bare Münze zu nehmen ist, so ist doch in
sehbarer Zeit wenigstens reine neuerliche An¬
herung zu erwarten.
ungarische Regierung
er wird durch die gegen
enwärtige Lage gezwar
anzuziehen und endlich
rden, die Zügel stra
den
Ernstfalt einzulösen,
te Versprechungen für
einerzeit in
seinem Pro¬
Baron Fejervary
sehen wir denn
amme dargelegt hat.
s Beispiel, wie eine hochmütige Adelsklique ein
rchaus parlamentarisch veranlagtes Volk durch
nen Dünkel in den nachten Absolutismus treibt
Die Zustände bei der Finanzlandes
Direktion in Innsbruck.
Die Interpellation, welche Herr Reichsrats
bg. Dr. Erler an den Finanzminister, betref
id die Beamteneinschübe im Bereiche der k. k. Fi
Inzlandesdirektion, wie wir bereits berichtet ha¬
In, im Abgeordnetenhause einbrachte, hat folgen¬
n Wortlaut:
Seit eineinhalb Jahren, das ist seit dem Zeit
Inkte, als der frühere Finanzdirektor der Bu¬
wina, Herr Hofrat Schödl als Finanzlandes
rektor in Tirol eingeschoben wurde, sind drei
citere Einschübe im Bereiche der tirolischen Fi¬
Inzlandesdirektion aus der Bukowina erfolgt,
Ilche begreiflicherweise in den Beamtenkreisen um
böseres Blut machten, als die Vorrückungsver¬
ltnisse der Tiroler Finanzbeamten besonders in
n unteren Rangklassen sehr ungünstig sind.
So wurde Herr Dr Josef Andlorf nach einer
esamtdienstzeit von nur zweienhalb Jahren zum
nanzwachoberkommissär der X. Rangklasse er¬
nnt und aus der Bukowina eingeschoben, wäh¬
ud es in Tirol gut qualifizierte Finanzkonzept¬
Jaktikanten mit über fünf Dienstjahren und Fi
Jnzkonzipisten der X. Rangklasse mit über neun
fenstjahren gibt, die noch keine Aussicht auf
ersehnte Beförderung haben.
Ferner wurde Herr Franz Eichler aus Czerno¬
z zum Zolloffizial im Bereiche der Finanz
ndesdirektion Innsbruck ernannt.
dlich wurde Herr Ernst Ruckenstein
tie
Ru
Seite 341
341/366
rechnen sein.
Mächtiger Feuerschein
(Brandlegung?)
lockte heute zwischen 2 und 3 Uhr morgens eine
große Menschenmenge in den Saggen, wo das Ge¬
bäude des Panoramas der Schlacht am Berg
Isel in hellen Flammen stand. Die Innsbrucker
Feuerwehr, unter Führung des Branddirektors
Freiherrn v. Graff, und die Mühlauer Wehr
konnten jedoch nicht hindern, daß der leicht gebaute
Bau bis auf den Erdboden niederbrannte. Gegen
3 Uhr stürzten die schwachen Ziegelmauern und
das Blechdach krachend zusammen und nur das
verkohlte Holzgerippe ragte zum Teile noch aus
dem Trümmerhaufen hervor. Im Laufe des Vor¬
mittags wurden auch diese Reste des Bauwerkes
von der Feuerwehr niedergelegt, worauf die zu¬
rückbleibende Brandwache ein hin und wieder auf¬
glimmendes Feuer ablöschte. Die Entstehungs¬
ursache des Brandes ist noch unbekannt, doch lassen
die bisher gepflogenen Erhebungen Brandlegung
vermuten. Als um 2 Uhr 10 Minuten ein Wach¬
mann am Panorama vorbeiging, bemerkte er
nichts auffälliges; etwa 5 Minuten später, als
er wieder in der Nähe war, sah er eine Person
vom Eingang weghuschen. Um 2 Uhr 20 Min.
wurde dann die Wache an der Ausstellungshalle
von Theaterdirektor Arlt telephonisch benachrich¬
tigt, daß im Dache des Panoramas Feuerschein zu
bemerken sei. Kurz darauf schlugen schon die
Flammen hoch empor; sie fanden ja an dem vielen
Holzwerk reiche Nahrung. Als dann die Feuer¬
wehr eintraf, war der Eingang zum Panorama ge¬
sperrt. Das Panorama selbst ist glücklicherweise
schon Ende vorigen Jahres entfernt worden, weil
es auf der heuer in London stattfindenden Oester¬
reichischen Ausstellung einen Platz einnehmen soll.
Voraussichtlich kommt es dann im Jahre 1907
wieder nach Innsbruck, wo ja auch der einzige ent¬
prechende Platz dafür ist. Bekanntlich verdankt
das Panorama seine Entstehung der Anregung
des anfangs vorigen Jahres verstorbenen Schrift¬
tellers J. C. Platter und wurde von dem Mün¬
chener Maler Zeno Diemer im Vereine mit dem
Innsbrucker Maler Franz Burger ausgeführt.
Das große Rundgemälde zeigt als interessantes
Landschaftsbild Innsbruck und die umgebenden
Gebirge und als Hauptszene der Darstellung des
Schlachttages vom 13. August 1809 den Mo¬
ment, in welchem am Abend der letzte vom Mar¬
schall Lefebvre selbst geleitete Ansturm auf die
Höhen des Berges Isel von Andreas Hofer und
seinen Tirolern siegreich abgeschlagen wurde. Das
Gebäude wurde im Winter 1895/96 errichtet,
tand also fast zehn Jahre.
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342/366
Mühlau am 18.Jänner 1917
Geehrter
Herr Holzmeister!
Auf dem Ihnen heute übersendeten Zettel hatte ich
als neu in die Feuerwehr aufgenommen auch den Dangl
Josef 2 angeführt.
Dieses ist nicht richtig, denn Dangl Josef 2 wurde
schon 1915 aufgenommen. Dafür wäre aber einzusetzen
Plattner Alois, welcher aber wieder eingerückt ist.
Bitte daher davon Kenntnis nehmen zu wollen.
Mit bestem Gruß zeichne
hochachtend.
Verena
T.
Seite 343
343/366
In die Feuerwehr sind im Jahre 1916 neu eingetre-
ten. Auer Josef 1, Csisinko Josef, Wach Albert,
Schreiner Karl, Auer Josef 2,Egg Otto, -Dangl-Jpsaf 2
Von H. Kner
Schlögl Johann R. Dieser letztere ist aber bei keiner
Uebung erschienen, hat keine Windwache abgehalten und
werde ich bei der nächsten Sitzung dessen Ausschließung
beantragen, daher Sie als neu eingetreten nur 7 Mann
anführen wollen.
Mit bestem Gruß
Anton Rauch
Seite 344
344/366
∞
"
"
„
69
+
Ich
Q2
Seite 345
345/366
lige Feuerwe
pp.
Mühlau, den 4. Dezember 1916
B.
88
Mühlau bei Innsbrud
Geehrter Herr Holzmeister!
Anbei erlaube ich mir das Grundbuch der freiw. Feuerwehr Mühlau
zu übersenden und von Ihrer gütigen Zusage Gebrauch machend Sie zu er¬
suchen mir den Jahresbericht und die zugehörige Zeitgeschichte soweit
als möglich einzuschreiben.
Begebnisse von Bedeutung sind wohl gar nicht vorgekommen und fin¬
den Sie nachstehend alles was ich laut Aufzeichnungen zu berichten
wüsste.
Gestorben ist Alfons Rathgeb am 1. Juni
Hausführungen fanden zwei statt und zwar die Frühjahsübung am 1.Ju¬
ni die Herbstübung am 1. Oktober.
Abteilungsübungen 3 – Neuanschaffungen 2 Signalhörner
Windmacht
Brandausrückungen keine
im Hause des Jahres
Eingerückt zum Militärdienst bis heute 8
Ausgetreten infolge Uebersiedlung 1
1
Ausschußsitzungen 2
Neu Aufnahmen soviel ich vorgemerkt habe 8 muß aber erst in der
Stammliste nachsehen, ob es auch stimmt.
Mit bestem Gruß und aller
Hochachtung
Von Bauch
Kriegsbegebenheiten wären wohl auch zu erwähnen und sollten Sie
darüber keine Aufzeichung haben, so kann ich damit dienen. Auch daß
der Kaiser gestorben ist.
Seite 346
346/366
KUNSTMÜHLE
Poststarkassa-CONTO No6466
GIRO-CONTO BEI DER ÖSTRR:
UNGARISCHEN BANK. SSSSSSS
Anton Rauch
6950
6.
WELTAUSSTELLUNG WIEN 1873
MühLAU BEI INNSBRUCK.
TELEGR.-ADRESSE
GEGRÜNDET 1830
den 31. Dezember 1916
RAUCHMÜHLE INNSBRUCK
FERNSPRECHER 142
BAHNSTATION INNSBRUCK HAOPTBAHMHOF
Zahl
Betrifft
Geehrter Herr Holzmeister!
Entschuldigen Sie, wenn ich erst heute Ihrem Wunsche wegen
Aufgabe der Abschlüsse der verschiedenen Feuwehrkonti nachkomme,
1. Unterstützungkasse hatte 1915
Einnahmen
K. 800,49
" 690,06
Ausgaben (darunter K.368,06 für K.400,-- III Krieg
anleihe
Kassarest................................. K.110,43
Die Unterstüzungskasse verfügt derzeit über
4 Stück Pfandbriefe der Tiroler Landes Hypotheken Anstalt verzinslich
K. 800.—
zu 4 % im Nennwerte von
2 Stück Notenrente österr. verzinslich zu 4,2 % im
" 400.–
Werner.
" 200,-
1 Stück Silberrente österr. 4 % im Nennwerte von
" 400,
2 Stück Notenrente österr. zu 4 % im Nennwerte von
3 Stück österr. Kronenrente vom Jahre 1893 zu 4 %
600.-
im Nennwerte von
1 Stück Staatsrenten Obligation vom Jahre 1908 zu 4 %
" 200,--
im Nennwerte von
III. österr. Kriegsanleihe vom Jahre 1915 zu 5 1/2 7/2
erliegt beim k.k. Postsparkassenamt gegen Rentenbuch
400
im Nennwerte von
Seite 347
347/366
daher zusammen
K. 3000,-
Als ich das Kommando der freiw. Feuerwehr Mühlau übernahm, verfügte
die Unterstüzungskasse über ein Kapital von
K. 600,-
2. Reifgie Kasse
K.854,75
Einnahmen
Ausgaben
" 631,94
Kassarest
K. 222,81
für die Regiekasse wurden an LLK Kriegsanleihe K.200,
um den Be¬
trag von K.184,02 gekauft
3. Requisitenkasse
Einnahmen
K.379,11
231.71
Ausgaben
K.147,40
Kassarest
für die Requisitenkasse wurde an III. Kriegsanleihe zum Nennwert
K.100,-- um den Betrag von K.92,02 gekauft.
die sämtlichen angekauften Kriegsanleihen erliegen bei der k.k. Post¬
sparkasse Rentenbuch No.114,062
Die Requiswitenkasse hatte Ende des Jahres 1915 eine Schuld an den
Kommandanten im Betrag von K.617,92 im Jahre 1916 erhielt die Feuerwehr
vom Landes Brandversicherungs Fond eine Unterstützung von K.465,—)
welcher Betrag dem Feuerwehr Hauptmann bezahlt wurde.
100,--
Aus der Kassagebahrung wurden bezahlt
" 52,92
während der Rest von
vom Feuerwehrhauptmann der Wehr geschenkt wurde, daher die am Anfang des
Hahres bestandene Schuld vollständig getilgt erscheint.
IV. und V. Kriegsanleihe konnten wir mangels verfügbarer Mittel leider
keine zeichnen.
Hochachtend
Auszug
Alonx
Aus der Unterstützungskasse wurden im Jahre 1916 zwei Mitglieder
Johann Köll und Hans Kathrein mit je K.40.– beteilt.
Die Jahnshauptversammlung findet am
25. Januar.
H. Bücherin
Seite 348
348/366
KUNSTMÜHLE
Poststarkassa-CONTO No6466
GIRO-CONTO BEI DER ÖSTRR
UNGARISCHEN BANK. 5.55.5.55
xx
Daneh
Anton
Otto
WELTAUSSTELLUNG WIEN 1873
MühLÄU BEI INNSBRUCK.
1
GEGRÜNDET 1830
TELEGR.-ADRESSE
den 2. Jänner 1916
RAUCHMÜHLE INNSBRUCK
FERNSPRECHER 142.
Zahl:
Betrifft
Lieber Herr Holzmeister!
Jndkom den 25. Februar 1820.
Für die Fertigstellung des Berichtes der Feuerwehr Mühlau, erlaube
ich mir Ihnen nachfolgend noch verschiedene Daten anzugeben, welche Sie
in den Bericht gefl. aufzunehmen belieben.
Die Firma Franz Bauer's Söhne spendete anlässlich des Brandes in
ihrer Fabrik den Betrag von K.200, – mit der Wiedmung, daß derselbe dem
Unterstützungsfonde zugewiesen werde. Vom Kommando wurden hiefür um den
Neuhwert von K. 200,.. Kriegsanleihe gekauft.
Uebungen wurden im Jahre 1915 nur 4 abgehalten, darunter zwei Haupt¬
" " "
übungen.
Die Wehr zählt eigendlich 83 Mitglieder, aber infolge des Krieges
stehen davon 29 unter den Waffen.
Von den zur Fahne Eingerückten ist das beitragende Mitglied
beim Zal
Alois Grömer, Tischlermeister in Mühlau am
VI
Johannes
Ructus
gefallen.
Der ehemalige Steiger
Alois Frenes in russischer Gefangenschaft am 27. Juli in Beresowka
M.
Monsieur
1.
Sibifrien gestorben +
se
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Am
ist in Mühlau xxx frühere langjähriges
Steiger und Ehrenmitglied Anton Schnegg gestorben
Nachdem wir schon für die Kriegsanleihe vom Jahre 1914 den Betrag
"
- gezeichnet hatten, konnten wir uns infolge der guten Kassa¬
von K.400,-
Monsieur le
1
1.
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
Seite 349
349/366
Gebahrung auch an der Zeichnung für die 3te Kriegsanleihe beteiligen
und haben wir hiefür um den Nennwert von K.700,-- gezeichnet.
Die gezeichneten Betrageverteilen sich auf unsere drei Kassen und
zwar auf die Regiekasse mit K.200,-- die Requisitenkasse miit K.500,-
und die Unterstütungskasse mit K.400,-
Es beträgt somit der Vermögensstand am 31. Dezember 1915
der Requisitenkasse
Kriegsanleihe im Nennwerte von xxx
Bargeld...
zusammen.................................K.
der Regiekasse
Kriegsanleihe im Nennwerte von...
Bargeld.
zusammen.. . ..
der Unterstützungskasse
Verschiedene Wertpapiere im Nennwerte von................. K.3000,--
Bargeld...................
zusammen.
Die Bewegung des Mitgliederstandes im Jahre 1915 war
neu eingetreten II 10 Mann im Laufe des Jahres 1915 ausgetreten
Mann, davon zur Fahne eingerückt 2 Mann
Beitragende Mitglieder am 31.Dezember 1915
welche K. 315
als Beitrag bezahlt haben.
Neuen Abgang von Mitgliedern wird uns das Jahr 1916 bringen, indem
von denjenigen Mitgliedern,welche in den Jahren 1865 bis 1872 geboren
sind und zur Musterung gelangten, mehrere zur Fahne einrücken dürften.
Leider befinden sich noch verschiedene unserer ausübenden wie auch
harter
beitragenden Mitglieder invrussischer Gefangenschaft und wünschen wir
daß dieselben gesund bleiben möchten um nach glücklich beendetem Krie¬
ge wieder gesund in die Heimat zurückzukehren.
Mihrhoden
Mit Wehmut müssen wir aber feststellen,daß wir von den drei ausübenden
Seite 350
350/366
habe beim Tuch Johann
Anton Schlögl, Alois Steiger und Vinzenz Schett schon seit sehr langer
Zeit nichts mehr vernommen haben
Ersterer befand sich unter der in Przemisl gefangenen Besatzung,
von
wurde dort in die Gefangenschaft abgeführt und hat im April 1915 das
letztemal aus Kiew geschrieben.
Alois Steiger ist seit dem serbischen Feldzug im Dezember 1914 Vin¬
August
Galizien
zenz Schett aber schon seit 1914verschollen und dürften wohl
beide gefallen sein.
So glaube ich, das meiste was noch zu berichten wäre angeführt zu
haben.
Die Versammlung möchte ich auf den 15. Jänner einberufen und bitte
Sie mir bis dahin den Bericht fertig zu stellen.
Im Voraus bestens dankend begrüße Sie mit aller
Hochachtung
xxx
Pietter
Die noch fehlenden Ziffern über
die Kassalmachte werde ich ehestens
nachfragen.
d. d. Merta
und ist werden?
wirkliche Durchlaucht, wenn er
und wenn eine durch ein Nachrichtigkeit
Gewähnte kennte, von 1629. hiesige Fürsten
von Summa geben ist, in der Stadtrin
Rügsau.
(24
v. 7.
32
Seite 351
351/366
Dienstag den 29. Mai 1906.
Innsbrucker Nachrichten
Bahnhof und zog zum Vereinsheime („Wilder
zer aus „Juxheirat" von Lehar. 4. Phantasie
aus der Oper „Mephistofeles" von Boita. 5. | Mann”), wo die Absingung der „Wacht am
„Aubade Printaniere",
Intermezzo von La¬
Rhein" den Abschluß des gelungenen Ausfluges
combe. 6. „Fürs Herz und Gemüt", Pot¬
bildete.
pourri von Komzak.
Meteorologische Beobachtungen an der Universität.
(Fremden=Konzerte in den Stadt¬
sälen.) Herr Kapellmeister Krafft=Lortzing teil
uns mit, daß von nun an die Konzerte be
xxx
F
5/8.
B.
günstiger Witterung auf der Terrasse der Stadt
844.
säle stattfinden, ungeachtet der Renovierungs¬
99
n
arbeiten im Café-Restaurant. Es wird hiedurch
28.12 nachm | 718.21|+15·6| 78
vielfach geäußerten Wünschen der Konzertbesu
9abends 719·3
Spur-Regen
cher Rechnung getragen. Bei ungünstiger Wit
29.7.49 719.2 12.1 92
terung werden die Könzerte im großen Stadt=
Niedrigste Temperatur heute früh: + 11·7 (+ 9·4).
saale abgehalten.
Temperatur gestern: + 20·1 (+ 16·8).
Windsälle, 6 = Sturm, 10 = Orkan.
(Turnfahrt des Innsbrucker Turn=
4) 0
heiter, 3 = fast heiter, 5 = halb bewölkt
vereins.) Die heuer schon einmal wegen der
= ganz bewölkt.
Ungunst der Witterung verschobene Turnfahrt
des Innsbrucker Turnvereins wurde am ver
Städtische Schwimmschule: Wasserwärme 16 Grad.
gangenen Sonntag in der fröhlichsten Weise
Schwimmschule in Büchsenhausen: Wasserwärme 16 Grad.
durchgeführt. Eine Schar von weit über hundert
Turnern zog unter klingendem Spiele mit der
Wetterprognose der meteorolog. Anstalt in Wien
schwarz=rot-goldenen Fahne durch die Stadt über
für Nordtirol
Aldrans und den Herzsee dem hinter den Procken
(giltig für die Zeit vom Abend des 28. bis zum Abend
des 29. Mai).
höfen in herrlicher Lage befindlichen Frühstücks
Bewölkung und Niederschlag: Meist trüb, geringer Nieder
platze zu, wo eine vorausgeschickte Verpflegs¬
abteilung für genügende Stärkung Vorsorge ge
Wechselnd (mehr, weniger windig).
troffen hatte. Ein fröhliches Treiben entwickelte
Temperatur: Wenig verändert.
Nähere Bestimmung: Veränderlich und allmählich besser.
sich hier gar bald und gespannt verfolgte man
Unverbindlicher Versuch einer Voraussicht für den morgigen
die wackeren Leistungen der nun zum Drei¬
Tag: Allmähliche Besserung.
kampfe (Hochspringen, Steinstoßen und Stem
men) angetretenen Turner. Ein kleiner Gaben¬
Witterungs-Bericht
tisch und Musikvorträge boten weitere Unter
vom Zentral-Bureau des Tiroler Landesverbandes für
haltung. Der Weitermarsch erfolgte an der
Fremdenverkehr in Innsbruck
Teufelsmühle vorüber durchs Hasental zum
Kreuzhäusl und von dort über Schloß Fried
berg und Aschach zum Himmelreich bei Volders
In einem herrlichen freien Walde hatte der
Verein seine Küche aufgeschlagen und für der
Mittagtisch in anerkennenswerter Weise gesorgt
so daß die große Zahl von Turnern aufs beste
verpflegt werden konnte. Bald fanden sich am
Lagerplatze die befreundeten Turner aus Hall
und jene des jüngsten Gauvereines „Friesen"
in Wattens ein und auch hier herrschte wieder
die ungetrübteste turnerische Fröhlichkeit getra
gen von dem Geiste deutscher Zusammengehörig¬
keit. Auf freiem Wiesenplan begrüßte Vereins¬
vorstand Hans Wiedner in kurzen Worten die
erschienenen Turnbrüder aus Hall und Wattens
und schritt dann zur Verteilung der Siegerbecher
vom Dreikampfe. Als Sieger gingen hervor
erster Josef Öfner, zweiter Josef Gasteiger und
Hans Sporn (mit gleicher Punktzahl), dritter
Johann Prader. Fröhlich gings nun weiter nach
Wattens, wo nach kurzem Aufenthalte zum
Bahnhofe marschiert und nach herzlicher Ver¬
abschiedung von den Wattner Turnern die
Heimfahrt angetreten wurde. In Innsbruck an¬
gekommen zog man in langem Zuge der Turn¬
halle zu, wo mit der Absingung der „Wacht
im Rhein" die schöne Turnfahrt ihr Ende
(Ausflug des „Deutschen Turnver“
eins“.) Vergangenen Sonntag, den 27. d. M
fand der alljährliche Ausflug des „Deutschen
Turnvereins" statt. Schlag 6 Uhr früh sah
man die stattliche Schar von Turnern und
Turnerinnen von der Turnhalle in der Sill¬
vom 29. Mai
Wetterstand:
Temperatur:
Bregenz
heiter
+ 19° R.
St. Anton
+ 14° R.
Landeck
+14° R.
+ 12° R.
Kitzbühel
Brenner
+ 8° R.
schön
Brixen a. Eisak
5° R.
7° R.
Toblach
trüb
+ 15° R.
Bozen
Effekten= und Wechsel=Kurse
vom 28. Mai.
Einheitl. Rente
Kredit=Aktien 672·25
London vista
240·30
detto Silber
4% Oest Goldr
100. Mark=R.-W. 117-20
20=Mark-Stück
" Kronenrei
23·45
20-Francs-Stück
ung. Goldren
114°—5
19·14
% " Kroüenren
95°50
Ital Banknoten
95-50
663
Bankattien
Dukaten.11•31
Vereinsnachrichten.
(Akad.Schützengilde.) Heute Vollversammlung. Ort
"Gold. Löwen". Zeit: halb 9 Uhr s. a.
(Akadem. Verein der Mediziner Innsbrucks.)
Heute Vortrags- und Beratungsabend. Zeit: halb 9 Uhr
s. a. Ort: Gasthof "Hellenstainer".
(Akadem. Gesangverein Innsbruck.) Heute beim
Begräbnis des A. H. Gymnasial-Prof. Purner, Innstraße
Nr. 40, 4 Uhr (Grablied). Abends Chorprobe halb 9 Uhr.
(Innsbrucker Liedertafel.) Heute 4 Uhr Nachm.
Beerdigung des l. Sangesbruders Herrn Professor Purner
(Siehe Todesanzeige von gestern).
(Tiroler Jagd= und Vogelschutz=Verein.
Heute 8 Uhr abends gesellige Zusammenkunft im Gasthof
"Hellenstainer".
(Freiwillige Feuerwehr Innsbruck.) 1. Komp
Heute abends 8 Uhr Kompagnieübung in leichter Rüstung.
(Bund österr. Gastgewerbe=Angestellter, Sek¬
tion Innsbruck.) Heute Ehrenabend (im Café Stockinger)
unseres Ehrenpräses Jean Moser, wo sämtliche Mitglieder
gasse aus unter flottem Liedersang abmarschie¬
ersucht werden, in dunkler Kleidung und mit Abzeichen zu
erscheinen. Festprogramm liegt auf
ren. Leichter Regen begleitete die fröhliche
(Radfahrerklub „Vorwärts“.) Heute Kegelabend
Schar über den Rechenhof—Thaurer Schloß
beim "Delevo".
zum Thaurer Schießstand, wo der reichlich aus
(Arbeiter=Radfahrverein „Wanderer“.)
gestattete Frühstücksplatz bald ein bewegtes Bild
Heute Ausschußsitzung beim „Bier=Wastl"
(Arbeiter=Sängerbund „Eintracht“.) Heute
bot. Von dort ging der Marsch in den Gnaden
Probe
wald weiter. Im Gasthofe zum „Speckbacher
(Männergesangverein Wilten.) Die Mitglieder
fand das gemeinsame Mittagmahl statt. In
werden ersucht, sich recht zahlreich bei der Beerdigung des
zwischen fand sich die Haller Salinenkapelle ein
Herrn Professors Ch. Purner (des Bruders unseres Chor¬
meisters) zu beteiligen
und ließ während der nun folgenden Spiele
(Sängerbund Hötting.) Heute abends 8 Uhr Probe.
und Wettkämpfe ihre Weisen ertönen. Auch die
Turner-Sänger-Riege füllte mit einigen Liedern
die Pausen aus. Beim Fünfkampf, der im Stein
Theater.
stoßen, Weitspringen, Schnellaufen, Gerwerfen
(Theater in Absam.) Von dort schreibt
und Hammerwerfen bestand, blieben Lechtaler
man uns: Sonntag, den 27. d. M. gelangte
erster, Spindler zweiter und Steidl dritter Sie¬
in der Veranda des Bognergasthauses durch die
ger. Zum Ringkampfe traten 6 Paare an; es
heimische Theatergesellschaft zweimal „Der Gold¬
zeigte derselbe in seinen einzelnen Phasen viel
bauer", Schauspiel in vier Aufzügen von Char¬
des Interessanten. Hier blieb Kußtatscher (außer
lotte Birch-Pfeifer zur Aufführung, und zwar
Preisbewerb) erster, Lechtaler zweiter und L.
Mayer dritter Sieger. Unter Vorantritt, der
um halb 4 Uhr nachmittag und 8 Uhr abend.
Die Darsteller spielten das Stück recht gut;
Salinenkapelle zog die hundertköpfige Schar
dies bewies auch der starke Beifall nach den
nach Hall um den Heimweg teils mit der Bahn
teils in
Hauptszenen. Auch für Zwischenaktmusik war
der Trambahn anzutreten. Der erster
und laut
Teil sammelte sich am Innsbrucker gesorgt. Das Reinerträgnis der Vorstellungen
Seite 352
352/366
29. Mai 1906.
Aktenwaldhütte verfolgt, sie dort jedoch verlo¬
ren, worauf sie ruhig bis nach Hinterbad gin¬
gen, wo sie nach ihrem Kollegen fragten und
den Vorfall erzählten, um dann weiter nach
Laterns zu wandern. Am nächsten Tag mach
ten sich von dem in Hinterbad befindlichen Ar
beitsdetachement des 14. Infanterie=Regiments
Leutnant Franz Rieß und drei Infanteristen
sowie der Wirtssohn auf die Suche nach dem
Verlorenen. Na
mehr als dreistündigem Su
chen, während welcher Zeit noch eine zweite
Expedition unter Führung des Herrn Pfarrers
von Innerfäterns untraf, fand das Militär den
Gesuchten im Bad liegend. Es zeigte sich
gleich beim ersten Anblick saß jeglicher Wieder¬
belebungsversuch erfolglos sei. Jedenfalls dürfte
in dem zwei Meter hohen Neu¬
der Maurer
schnee ermattet, sodann, um leichter vorwärts
zu kommen, in Bach selbst weitergegangen und
vor Erschöpfung dort umgesunken sein. Der
auf so unglückselige Weise ums Leben gekom¬
mene war verheiratet und Vater zweier Kinder
Die Leiche wurde nach Hinterbad geschafft und
von dort mit Schlitten nach Laterns geführt
Innsbrucker Nachrichten
Teilnahme erhoben sich die Delegierten von
den Sitzen. Die Verbandswehren des Bezirkes
beteiligten sich auch in großer Zahl bei der
Enthüllung des Thurnerdenkmales in Inns¬
bruck. Ein besonders freudiges Ereignis für di
Wehren war die von Sr. Majestät vollzogen
Stiftung einer Ehrenmedaille für 25jährig
Dienstzeit in der Feuerwehr.
Aus dem Kassaberichte des Herrn Schweigg
ging hervor, daß der Verband Innsbruck nun
65 Feuerwehren mit zirka 4170 Mann umfaßt
Neu beigetreten sind die im Berichtsjahre ge
gründeten Wehren in Vill und Obernberg. Außer
dem Verbande ist die Salinenwehr in Hall.
Bei den „Anträgen" wurde ein Schreiber
der Feuerwehr Absam verlesen, das folgende
(Fahrrad=Diebstahl.) Kürzlich wurde
aus dem offenen Hausgange des Gasthauses
„zum Ochsen“ in Feldkirch ein neues „Kooper“=
Fahrrad im Werte von 180 Kronen entwendet.
Auf der Drehscheibe war mit weißer Farbe
der Name Nikolaus Brunnschmied aus St.
Johann in Tirol geschrieben.
Der Feuerwehrtag in Götzens
Der Feuerwehr = Bezirksverband
Nr. 4 hielt Sonntag, den 27. Mai seiner
20. Verbandstag in Götzens. Seit dem
Bestande des Verbandes war es das erstemal
daß im westlichen Mittelgebirge ein Stelldich.
Feuerwehren, daß sie im Glauben, in der Be¬
ein der Delegierten angeordnet wurde. Der
nützung des bezeichneten Aufdruckes eine Em¬
Gauort zeigte sich denn auch im festlichsten Ge¬
pfehlung seitens des Verbandsausschusses zu er¬
wande. An der Einmündung des Götznerweges
sehen, den angepriesenen Apparat bezogen oder
war eine Ehrenpforte aufgerichtet und die an¬
bestellten. Die Wehren, welche den Apparat
kommenden Delegierten wurden tüchtig ange¬
übernahmen, sprachen sich sehr ungünstig dar¬
böllert. Trotz der Abgelegenheit des Dorfe
Götzens und trotz des zweifelhaften Wetters fan¬
über aus. Es wurde angeregt, das Vorgehen
der genannten Firma zu verfolgen, und sollen
den sich sehr viele Wehrmänner ein. Einem
sich die betreffenden Wehren melden. Statt¬
alten Gebrauche folgend wurde für die Wehren
eine eigene Messe in der schönen Ortskirche ge¬
haltereirat Baron Rungg äußerte sich dahin, daß
halten. Nach dem Gottesdienste wurde dem Früh
diese Angelegenheit nach dem kaufmännischen
Gebrauche zu beurteilen sei. Es wird sich als
schoppen gehuldigt und um 11 Uhr erging das
dienlich, erweisen, den Apparat, wenn gesandt,
Signal zur Delegierten-Sitzung. Mangels eines
der Firma zur Verfügung zu stellen.
geräumigen Lokales in den beiden Gasthäusern
Als nächster Vorort für den Verbandstag
wurde diese im Jägerhof des Herrn von
wurde Inzing bestimmt. In den Ausschuß
Ottenthal abgehalten, der den in diesem
wurden wiedergewählt: Fritz, Schafferer, An¬
Hause befindlichen schönen, geräumigen Saal
dreis, Schweiggl und Eigentler, neu Wannen
in entgegenkommendster Weise zur Verfügun
in Inzing.
stellte.
Delegierter Vögele von Hötting brachte zur
In Verhinderung des Verbands=Obmannes
Sprache, daß bei dem letzten Brande in Höt¬
Fritz, stand dessen Stellvertreter Schaffere:
ting 316 Meter Schläuche zugrunde gingen,
der Versammlung vor. Er begrüßte den Re¬
weshalb der Landesausschuß um eine Unter¬
gierungsvertreter Statthaltereirat und Bezirks¬
stützung angegangen wurde. Das Gesuch wurden
hauptmann Baron Rungg, ferner das Mit¬
jedoch abschlägig beschieden. Redner meinte, das
glied des Landesverbands=Ausschusses Kerber
die Assekuranzen zu größeren Veitragsleistungen
und den Löschinspektor Klammer. An der
herangezogen werden sollen. Hiezu gaben die
Tagung nahmen 59 Wehren mit 85 Delegier¬
Herren Klammer und Schafferer Aufklärung.
ten teil. Das vom Schriftführer Andreis
Statthaltereirat Baron Rungg bemerkte, daß
verfaßte Protokoll der letzten Verbandssitzung
wegen der gestifteten Ehrenmedaille we
wurde genehmigt. Vom Löschinspektor Klam¬
nig Gesuche vorliegen. Es wurde ihm erwi
mer wurde bekanntgegeben, daß es ihm gelun
dert, daß ein Großteil der Wehren noch nicht
gen sei, im Landesverbands-Ausschusse den An¬
25 Jahre besteht. Hierauf wurde die Sitzung
trag durchzubringen, daß die Beiträge aus dem
80Prozentsonde perzentuell zu berechnen seien.
geschlossen.
Er hofft, hierauf größere Beiträge für die
Während des Mittagessens wurde dem Kom
Feuerwehren des Verbandes Innsbruck zu er¬
mandanten der Götzner Feuerwehr Herrn
Eigentler eine freudige Überraschung zuteil.
zielen.
Aus dem Tätigkeitsberichte des Herrn
Die Mannschaft dieser Wehre erschien, und der
Andreis ist zu entnehmen, daß dem Ausschusse
Sprecher gab bekannt, daß die Feuerwehr ihren
41 Geschäftsstücke zukamen, und zwei Sitzungen
nunmehr durch fünfzehn Jahre in der Feuer¬
gehalten wurden. Hauptsächlich wurden die Ge¬
wehrsache tätigen Kommandanten zum Ehren¬
suche um Zuwendung von Beiträgen aus dem
mitgliede ernannt habe. Er überreichte ihm
ein prachtvoll ausgestattetes Diplom. Natür¬
80 Prozentsonde behandelt. Die Feuerwehren
Ampaß mit 250 Kronen, Heil. Kreuz
lich gab es ein herzliches Beglückwünschen.
mit
200, Seefeld mit 300, Sellrain mit 240, Tel¬
Um 3 Uhr fand die Übung der Ortswehr
statt. Hiebei zeigte sich diese ihrer Aufgabe voll¬
fes mit 200, Völs mit 250 und Zirl mit
400 Kronen. Weitere Gesuche um solche Zu¬
ständig gewachsen. Die Gemeinde Götzens hat
nun auch eine Hochdruckwasserleitung, die von
wendung sind bis längstens Mitte September
Ferd. Resch in Schwaz erbaut wurde. Die Lei¬
einzubringen. Von drei verunglückten Wehr¬
männern wurden Gesuche um Unterstützung ein¬
tung ist ungefähr 3000 Meter lang. Im Dorfe
gebracht und diesen auch stattgegeben. Der Be¬
sind 11 Überflurhydranten verteilt.
Nachmittags kam auch die Musikkapelle von
richt bemängelte, daß die Feuerwehren die Ein¬
Mutters und teilte sich mit der Ortskapelle in
sendung von Brandberichten unterließen.
der Aufgabe, die Wehrmänner und Ortsbewoh¬
Weiter gedachte der Bericht des Ablebens des
ner zu unterhalten. Durch den Gantag dürf¬
tüchtigen und verdienten Feuerwehrhauptmanns
Krösbacher sen. in Fulpines; zum Zeichen der ten in den Ortschaften des westlichen Mittel-
gebirges der Feuerwehrsache viele Freunde zu¬
gewachsen sein.
Punkte enthielt: 1. Portofreiheit in Feuer¬
wehrangelegenheiten; 2. Herausgabe einer eige¬
nen Feuerwehr=Zeitung für Deutschtirol;
3. Aufnahme von gerichtlich Abgestraften in
die Wehren; 4. Entschädigung von verun¬
glückten Wehrmännern, welche außer
halb des eigenen Ortes und ohne Kennzeicher
eines Wehrmannes bei einem Brande helfend
eingreifen.
Über diese Punkte kam es zu einem lebhaf¬
ten Meinungsaustausch, an welchem sich die
Herren Kerbler, Klammer, Andreis und Haueis
beteiligten.
Die Feuerwehr Oberperfuß brachte das Vor¬
gehen der Münchener Firma Jais jun. zur
Sprache, welche einen Schlauchreinigungsappa
rat vertreiben will, und um einen Absatz bei
den Wehren zu erzielen, ihre Schreiben und
die Kuverts mit dem Aufdruck „Für den Be
zirks=Feuerwehrverband Innsbruck“ versehen hat,
wozu nach einer bestimmten Erklärung des Ver¬
bandsausschusses gar keine Ermächtigung vor¬
lag. Es meldeten sich mehrere Vertreter der
Seite 353
353/366
Auf dem
A
Benützungsart angeben, z.B. Küchenkamin, Ofenkamin. Waschküchen kamin,
Heizungskamin, Wirtschaftskam usw.
Nr
Nr.
Nr.
Nr.
Nr.
Nr
Nr.
Nr
Nr: 9
Nr.10
Fr. 1-7
Nr.II
Nr.12 usw.
Stockwerk angeben!
Ausseren wir wir sehr sehr wir vermorgen werden.
Unterschrift des Prüfungs¬
Unterschrift des Prüflings:
meisters:
vereinanderliche Grüße
(A)
Anmerkungen:
Seite 354
354/366
willige Feuerweg
Pr.
T
Latus
Welt
Mühlau, den 14.
Rügsperg
ruar
1919
88
Mühlau bei Innsbruck
Geehrter Herr Holzmeister!
Entschuldigen Sie, daß ich erst heute Ihr wertes Schreiben vom 14. De¬
zember, xxx mit einer Verspätung von 2 Monaten erledige.
Anbei erhalten Sie den vorlegten Fragebogen entsprechend ausgefüllt
zur Bedienung
Nachdem nun bald die Wahlen und der damit verbundene Rummel an Sitzun¬
gen und Versammlungen vorüber sein wird, werde ich ehestens eine Ausschuss¬
Sitzung einberufen und den Zeitpunkt für die Abhaltung der Jahreshauptversamm¬
lung dabei festsetzen. Es wird sich auch darum bandeln wegen Besetzung der
Scharschenposten das nötige zu veranlassen, wozu unbedingt eine Aussprache im
Ausschuss erforderlich erscheint. Auch die Frage der Alarmierung ist eine be¬
sonders brennende. Prüher konnte man im Falle eines Trandes in der Gemeinde
die Kirchenglecken verwenden, nachdem dieselben aber ageliefert wurden, so
steht man besonders zur Nachtszeit ganz ohne Alarmittel da.
Die Fragen betreffend den Mitgliederstand im Fragelegen, sind soweit
dieses mit Zuhilfenahme von Ziffern möglich war, durch solche erlediget.
Nur die Frage, wor vom Militär zurückgekehrt ist und wer noch ausständig ist,
finden Sie auf der Rückseite des Fragebogens erlediget.
Für die Verfassung des Jahresberichtes spreche ich Ihnen schon im Vor¬
hinein meinen bestens Dank aus.
Eit freundschaftlichen Grüßen Ihr
Ortan Rauch
Seite 355
355/366
13. November, 1908.
An die wollöbliche
Vorstehung der Gemeinde Mühlau,
Müh
au.
Am 31.Oktober, am 2. und 3. November 1.J.wurde über Wunsch der
löbl.Gemeindevorstehung, die diesjährige Feuerbeschau im Rayon
der Gemeinde Mühlau abgehalten. Zu derselben waren beigezogen, je
ein Vertreter des Gemeindeausschusses von Muhlau, je ein Vertrete
der gefertigten Feuerwehr sowie der Rauchfangkehrer Johann Zellner
von Hall
Hiebei wurden folgende Mängel entdeckt:
1 Im Gasthause zum Koreth mussen die grossen Kamintüren im Parteere
und I.Stock von innen mit Blech beschlagen werden.
2 Beim „Türk" muss im Estrich der kamin von Streu und Holz frei gemacht
werden, weil sonst sehr leicht ein Dachfeuer entstehen könnte.
3 In der Villa Dr.Egger fehlt das vorschriftsgemässe Blech vor dem Ofen.
4. Bei Egger-Rieser aussen die Kominturen im Estrich frei gehalten werden.
J. Bei Freinademetz fehlen überall die Schutzbleche vor den öfen.
6,Beim Schnegg muss im Stöckelgebäude ein Schutzblech öber den Kamin
turlen angebracht werden.
4. Beia Simon Mangott ist ein sehr schadhafter Kamin (innerer Bruch) muss
bei der alten Bauart des Hauses unbedingt ausgebessert werden.
Im Badhaus muss in den Wohnungen der Parteien Entleitner und Mitterhofe
im I.Stocke der Kaminrohr fleissiger gekehrt werden (war voller Russ)
In Estrich des genannten Hauses fehlt die doppelte Kamintüre und der
vorgeschriebene Riegelverschluss.
9, Beim „Schopf‟ sind die im Herdkamine entstandenen Risse und Fugen
sorgfältig zu verstreichen, weil sonst leicht Funken in das dicht an¬
liegende Heu gelangen könnten.
10.Im Hause der Witwe Anton Todeschine fehlt ein Herdblech.
"Bei der Partei Flockinger im Hause Anton Wieser (Tomele) fehlt das
Her und Ofenblech.
Im Hause Gasser in II.Stock ist bei der Partei Wolmuteser ein Herdblech
anzubringen und übrigens die Herdfeuerung von Reisig frei zu halten.
1m Schillerkof fehlt im Zimmer NW 2/II.Stock,das Ofenblech.
14. Beim Prantl Franz'schen Erben, neben der Kettenrücke fehlt bei der
Parlei Fritz das Ofenblech, bei der Partei Auer das untere Herd(Aschen)
turl, wodurch die ganze Glut auf den Boden heraus fällt.
Bein Brugger in 11.Stock fehlen zwei Ofenbleche.
15
16. Im,,Heingarten" fehlt im Estrich das Kaminturi zu einem russischen
Kamin, was leicht gefahrlich werden kann.
17. Im Gasthause zum Dollinger fehlen verschiedene Vorlegbleche zu öfen
auch in „Milchkammerl‟ soll bei der Ofenfeuerung eine bessere
Ordnung herrschen.
Im Hause Mian-Prantner neben Zanfler sind im Natrich Sechs Retten
18
für fremde Nachtlieger aufgeschlagen.Neben und unter den Betten
liegen eine Masse alter Kleidungsstücke in recht ungeordneter Weise..
und Reinlichkeit......und beim Schlafengehen wird von den P.T.Gästen
einfach eine offene Kerze angezündet. Laterne gibt es keine.
Seite 356
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Wie leicht kann nun durch Unvorsichtigkeit dieser Nachtlieger,
Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid,
die Kerze umfallen, oder das Licht nicht ausgelöscht werden, und
dadurch, ein Dichfeuer, bei einigen Winde aber ein Grossfeuer auskommen,
dem sicherlich das ganze Unterdorf zur Opfer fallen muss. In diesem
Falle muss unbedinste Ordnung geschaffen werden.
Im Hause NW 19 (Baurfamilienhaus) muss bei der Partei im Parteere
links das Ofenrohr viel fleissiger gekehrt werden, da selbes voller
Russ war.
Is Ansitze Grabenstein des Baron Sternbach muss in der Wohung
22
der Partei Baron Korth, II.Stock ein Ofen und ein Herdblech hinkommen.
Im Stanzmannhaus des Baron Sternbach muss bei der Partei Adreatta ein
Herdblech oder Ofenblech angebracht werden.
In den Hausern der Firma Pallhuber & Steindl, fehlt bei der
Partei Agent Lidol ein Herd- und ein Ofenblech; Aus der Werketatte des
Sattlermeisters Schober geht ein Kaminrohr, welches voller Russ ist.
Die Werkstatt selbst war in Aowsenheit des Bewohners gesperrt, sicher¬
lich ist aber auch in der Werkstatt selbst ein Anstand zu entdecken.
In der Wohnung des Herrn Pallhuber fehlt auch das Ofenblech.
In Westflügel der Rauch'schen Kunstmuhle, welches als Wohnhaus
22
benützt wird, auss vor dem russischen Kaminen im Entrich ein Blech an=
gebracht werden. Bei der Partei Boschauk im selbigen Hause fehlt
das Herd-und Ofenblech, bei der Partei Pruntner das Werdblech.
In Stöcklgebäude des Schlöglhauses, Wohnung des Werkmeisters
23
Leonhard Schlogl sen. muss vor den russischen Kommen ein Bedenblech
angebracht werden.
In den neuen Forsthofer Häusser in der Hallerau fehlen die meisten
24)ofen- und Hardbliche. Der Besitzer, Herr Forsthofer hat jedoch versprochen
diesen Mangel baldiget zu beheben.
Die in Betracht kommenden Parteien wurden nun durch die Kommission
selbst aufmerksam gemacht, die vorgekommenen Mangel b ldigst zu beheben
Dass sehr viele Parteien gar kein Kaminzehrerbüchel aufzuweisen haben
ist leider eine Tatsache. Es ware nur gut, wenn durch die Gemeindevor¬
stehung samtliche Hausbesitzer und Parteien auf die ordentliche
Haltung von Kaminkehrerbuchel nochmals aufferksam gemacht wurden, da
viele Parteien von einen solchen Buche gar nichts wissen........
Vorstehende Angaben werden in Sinne des § 4.zweiter Absatz der
"Feuermolizei-und Feuerwehr Ordnung für die gefrustete Grafschait Tirol
ddo.3.Oktober 1884, an die löbl. Gemeindevorstehung übermittelt, mit
dem Ersuchen, an die betroffenen Parteien in entsprechender Weise
vorzugehen.
Für das kommando der E.Feuerwehr Mühlau:
T.
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357/366
Alpenländische Feuerwehr-Sterbekassa in Innsbruck.
Ortsmitgliedschaft: Mühlan
Nummer der Ortsmitgliedschaft:
Gerichtsbezirk: Hall i/ Firch Mitgliedzahl derselben:
Landes-(Gau) -Verband: Deutschtiroh
Wahl-Protokoll.
In der am 8. Jänner
1910
nach § 53 und 54 der Satzungen
stattgefundenen Versammlung wurde gewählt:
Als Ortspassier: „Konrad Turk“
i Beruf Schulmischermeister
Feuerwehrcharge: Schleuchrottenführer
mit einstimmig
Stimmen von 52
Abstimmenden
Als Ortskassierstellvertreter: Jakob Hejeré
Beruf. Magazineur
Feuerwehrcharge: dlt stellvertreter
52
mit einstimmig Stimmen von
Abstimmenden.
Beide erklärten, die Wahl anzunehmen.
den 8. Jänner 1910
Mühlen
Für die Feuerwehrleitung
der zur Vertretung berechtigten Mitglieder:
Ählan
Anton Rauch
Johann Purney besserholzenmüsse
Der neugewählte Ortskassier und dessen Stellvertreter geloben hiemit gemäss der Statuten getreu
und gewissenhaft ihres Amtes zu walten.
Der Ortskassier:
Der Ortskassier-Stellvertreter:
K. Türk
Jacob Häfele
Es wird ersucht, die Namen der Gewählten, welche Mitglieder der Sterbekassa werden müssen, deutlich
Anmerkung.
zu schreiben.
Zur rechtsverbindlichen Unterfertigung des Ausschusses bedarf es gewöhnlich der Unterschrift
des Obmannes (Kommandanten, Hauptmannes) und des Schriftführers, doch soll streng nach den
eigenen Feuerwehrsatzungen vorgegangen werden.
*) Die mit dem Sternchen *) bezeichneten Linien sind mit den eigenhändigen Unterschriften zu versehen.
Dieses Wahlprotokoll ist in zwei Exemplaren auszufertigen, wovon eines an die Verwaltung sofort abzusenden
und das andere in den Akten der Feuerwehr wohl aufzubewahren ist.
Aldenländische Feuerwehr-Sterbekassa. — Drucksorte Nr. 5,
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E
Anton Rauch's Kunstmühle
D
Mühlau bei Innsbru
be
Herrn
Georg Hofmeister
Innsbruck
A
[Anlagestrich]
nach dem
Mensis
Seite 359
359/366
Unter den neu eingetretenen Mitgliedern ist auch Herr Alfons Rathgeb
aufzuführen, welchen ich heute anzugeben vergessen habe.
Der alte Schnegg ist schon am 2. Dezember 1914 gestorben, muß so¬
mit schon im Jahresbericht 1914 erscheinen und wäre daher im Bericht
für 1915 auszulassen.
Nachdem von der gekauften Kriegsanleihe nur die im Jahre 1914 für
die Requisitenkasse gekauften K.400,-- im Kassabericht erscheinen, so
glaube ich, daß es doch im Jahresbericht zu erwähnen wäre,daß infolge
günstiger Kassagebahrung die Wehr im Jahre 1915 von der 3ten Kriegsan¬
leihe noch K.700,-- zeichnen konnte, wovon zwar K.200,-- auf die Spen¬
der Firma Franz Bauer's Söhne entfallen. Aber immerhin wurden K.500,-
aus der Gebahrung gekauft.
Beitragende Mitglieder sind nicht wie ich angegeben habe 63 son¬
dern nur 58, welche K.315,-- einbezahlt haben.
Zwei Mitglieder haben nicht mehr einbezahlt und von 3 Mitglindern,
welche eingerückt sind habe ich keinen Beitrag von den Weibern einge¬
hoben. Unter den beitragenden Mitgliedern wäre Herr Kieltrunk als in
Sibiren gefangen zu bemerken.
So jetzt glaube ich alles, was zu erwähnen wäre angeführt zu haben.
Mit bestem Gruß und Dank zeichne
hochachtend
von Brüel
Windwachen wurden nur 16 abgehalten. Wohl auch eine Folge des
Krieges, denn der Wind hat schon öfter geweht. Ich hätte manche Wache
bemängeln können, aber bei den gegenwärtigen Zeiten muß man eben auch
ein Auge zudrücken. So ist im Dezember die letzte Wache vom 6. auf den
7. gehalten worden während der Wind am 17. 18. 19. und 29. wehte.
1
Seite 360
360/366
KUNSTMÜHLE
Poststattin
GIRO-CONTO BEI DER ÖSTERR:
UNGARISCHEN BANK. 55.55.5.55
A
Rauch
Anton
Ogld
WELTAUSSTELLUNG WIEN 1873.
MÜHLAU BEI INNSBRUCK,
TELEGR.-ADRESSE
GEGRÜNDET 1830
RAUCHMÜHLE INNSBRUCK
den 11. Jänner 1916
FERNSPRECHER 142.
BAHNSTATION INNSBRUCK HAOPTBAHNOF
Zahl:
Betrifft
Herrn
Georg Holzmeister
Innsbruck.
+!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Bezugnehmend auf meine Vorsprache heute Vormittag teile
Ihnen mit
Am 31.Dezember 1914 war der Stand der
Unterstützungskasse an Wertpapieren Nennwert...
Sparkassebuch der Sparkasse Innsbruck No.54023........... " 147,70
Bargeld... . .. 24.33
daher zusammen...2822,03
Requisitenkasse
Kriegsanleihe vom Jahre 1914 im Nennwerte von..........K. 400,--
Einlagebuch bei der Bank für Tirol und Vorarlberg......“ 155553
84
Bargeld.
daher zusammen..556,37
Regiekasse
K. 55,65
Einlagebuch bei der Bank, für Tirol und Vorarlberg
Bargeld................................. "226,45
daher zusammen.
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und
Mühlau, am 13. März 1
Mappe:
♂
das
Ihr Wertes vom
rter Herr Holzmeister!
1.
09
e mir Sie zu verständig
10
No
den 22. März 8 Uhr Abend
Samstag
der Lüblauer denerwehr am
einberufen wird.
0
besten Grüßen zeichn
aus
hochachtend.
Anton Stauch
d)
Das
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par
ohne
am
Nieder
aprud
und
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Feuerwe
lige
Fr.
A
Pol
war I.
Mühlau, den 18.12.
I.L.L
Auszüglich
19
Mühlau bei Innsbruck
Herrn
Georg Holzmeister
Innsbruck
Im Nachhango zu meinem Schreihen vom 14.ds. teile Ihnen mit,
Pfeifhofer
daß der Feuerwohrmann Vinzenz
ohonfalls in italienischer Gefangenschaft sich befindet. Derselbe wur¬
de anlässlich des Zusammenbruches am Tassubio gefangen.
Hochachtend.
Peter Rauch
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illige Feuerw.
Ihr
Mühlau, den 17. September 1918
1.
& Mühlau bei Innsbruck
Lieber Herr Holzmeister!
Ihr wertes Schreiben vom 14.ds. nebst Einlagen habe ich erhal¬
ten. Vor allem im Namen der Regiekasse den besten Dank für die Spende
von K.10,-- welche der genannten Kasse zugeführt wurde. Weiters danke
ich aber ganz besonders für die Uebermittlung der Aufgabe für de Herbst¬
hauptübung, welche Aufgabe ganz nach Ihren Weisungen durchgeführt wurde.
Den Christl habe ich vom Magazin weg sofort nach Hause gesendet
und war bei Ankunft der Feuerwehr bereits das Standrohr nebst Schlauch
und Strahlrohr in Tätigkeit (natürlich nur trocken). Vom Hydranten bei
Schnegg wurden 2 Schlauchlinien und von jeder mittels des doppelten Ab¬
zweighahues wieder 2 Linien, daher auf der Rückseite des Dollingeranwe¬
sens insgesamt 4 Schlauchlinien gelegt. Den Hydranten bei Gaberl oder
vor dem Eingang zum Badhaus konnte ich wegen Mangel sn Leuten leuder
nicht in Benützung nehmen. An der Strassenseite wurde die Leiter No.1
vor dem Dollinger Parteienhaus (Stadl) und die Leiter No.2 mit Rück¬
sicht auf die vielen Telephon- und Spanndrähte der Lokalbahn am Westen¬
de des Wirtshauses und zwar an der Ecke aufgestellt. Es wären somit ins¬
gesamt 6 Schlauchlinien ausgelegt. Anwesend waren einschließlich aller
chargen 35 Mann also 66 v.H. des gesammten Standes. Nachdem aber derzeit
noch 4 Mann in der Standesliste geführt werden, welche nicht hier sind,
so wären eigendlich nicht 53 sondern nur 49 Mann und der Hundersatz der
Anwesenden würde sich auf 71 1/2 v.H. stellen. Mit Rücksicht auf den gerin¬
gen Stand der Wehr, war es mir daher leider nicht mehr möglich noch mehr
Schlauchlininen zu legen.
eine sehr gute und konnte man bei der
Die Aufgabe war aber wirklich
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an Hand der Aufstellung abgehaltenen Besprechung ruhig behaupten,daß es
möglich gewesen wäre einen wirklichen Brand des Stadels einfach mit Wasse
zu ersäufen und den Brand zu erdrücken.
Schlauchvorräte wären noch für viel mehr Schlauchlinien vorhanden gewe¬
sen, denn wir haben ja sehr viele Schläuche und wenn einmal Zeit wäre, so
lasse ich alle vorhandenen Schläuche abwikeln und nachmessen um den Vorrat
genau feststellen zu können. leider haben wir für diese Arbeit eines der
am besten geeigneten und tätigsten Mitglieder, den Konrad Plattner verlo¬
ren, weil derselbe am 15.ds. als Hausmeister nach Innsbruck übersiedelt
ist.
Es wäre mir sehr angenehm,wenn ich Sie einmal sprechen könnte, ich
hätte in Tarifangelegenheiten mit Ihnen manches zu besprechen und sollten
Sie einmal an einem Wochentag Zeit haben, so bitte mich zu verständigen.
Mit besten Grüßen zeichne
hochachtend.
Monsieur le présenté
Bei Verwendung der bei Christl eingelagerten Schläche zeigte sich
das was ich immer befürchtet habe, ein Schlauch war abgestanden und hat¬
te ein Loch. Ich war immer gegen die Hinausgabe der Schläuche und Stand¬
wie Strahlrohre, aber die Mehrheit und die Gemeinde wollten es haben. Wenn
einmal wirklich ein Brand ausbricht, so werden die Schläuche nicht brauch¬
bar sein.
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Nach dem einstimmigen Urteile von Fachmännern aus der
Tertilbrangne und aus deil renerverwesen ist es für die Hanf-
faser des bauernehrschlsuches nicht zuträglich, die Schläuche
pauch getroeb/neten Zustande) zu lange in angerollten Zustands
lagern zu lassen, da der schlauch im Schluenturne nie se
tröcknet, dass gar keine Fenestigkeit mehr in denselben vorhanden
wäre. Der Schlauch ist, wenn schon einmal benützt, immer noch
wenn wenig feucht,und langes hagern desselben,insbesondere auf
Erdboden, oder in schattigen Gerätestätten, lässt die Schlauch-
faser langsam abeterben.Man soll daher von Zeit du Zeit, jährlich
mindest einmal. trachten. alle Schlänsche aufzurollen, event.
die einzelnen Stücke auszuwechseln, und dann neurollen, wobei
die Schläuche immer in eine etwas andere Lage kommen.
Dies dürfte für den gottlob hinreichenden und heutzutage
sehr kostbaren-Schlauchmaterial der Mülauerwehr zutreffen.und
so erlaabe ich mir für die morgige Uebung, die vorscheinlich
die letzte der heuregen Auerliexungen sein dürfte, den Vorschlag
zu machen, alle in Verwendung stehenden Schläuche (trockene
Uebung) aufzurellen und möglichst ausgewechselt, wieder in die
Haspel
und Schleuchrollen zu legen.
Hiezu soll folgende Aufenbe dienen. bei der ausnahmsweise
viel Schlauchmaterial verwendung finden dürfte:
M
Die Ürs zum Dollinrer-Haustadel wird gewöhnlich "vergessen"
zu sperren, was seit Jahren vielen Nachtschwärmern, ouch Liebes-
päärchen und unterstandslosen Elementen als bekanntes Wachtlagen
willkommen ist. In einer winigen Herbstnacht hat sich wiederum
es ein sehnspebruder eingeschlichen, und durch dessen Unvorsich¬
tigkeit mit Pfalfe, Zigarrete oder Zündholz ist...einbrand aus
gebrachen: vor Schuldsregende läuft davon, und Hau-sowie
Orummetstock brennen helleuf. Bis die Anrainer.Nachtwächter und
Windwache die Gefahr bemannen ist unter dem grossen Ziegeldach
ein sieliches Grossfeuer verborgen. Nun:
berelt
Barch Christl hat seinen seine Hydrantengerüte bereits
in Tätigkeit verneist, allein er hat nur einen Schlauch und
Nann höebstens kein Haus, das Dach der Gartenverände und die
Holzhütte im Hofraume beim Collirrer dasst mit Wasser bestreichen
Das Flägeber abwehren. Den Fraudberd waren die herbeigesilte
Feuerwehr ausreifer, was angesichte mangelnder Stürmgloeken
und fehlender Frahr-Herzisten leider etwas vornnätet wurd. Bis
Ue xxxx eintrifft ist als der grosse Stadel bereits vor
teuer voll ergriffen, auch bei den Dachlacken schlagen -euerzuagen
xxx
Der Angriff erfolgt mittelst heiter von der Beichestrass
uns ebenso werden von Südranzen zu der Unvergnüsse vor Schwager
möglichet viele Schleuetwege zum Feuerberde gelegt. Die Hitze
101 fl
Meyer Dorothea
Johanes
Jakob
1.4.45
Bendicht über die
n
nicht
27.7.47
gehorsamer erforderlich. Vor Sonneggeäydrerten sehen 2 Schlänche
Über den Dellinger Obstgarten,ist gegenwürtig eine Grassherunter
s dann in beier Tidder gekuppelt, vier Schlauchlinien darstellen.
Vor Überd-Sydranten gehö eingeventeswei Schlüuche zum Dellinger
Gebürme und Holzschupfen herunter, um die Funken der Heiligen
ÖWunden ungefähr ich xxx gehen.Vom Heichestrausen-Evdranten
geht ein schlauch über die geiter No I zum Brandobjekt, während
der von Chrantl angesetzte sehleuch vom gleichen Eydranten.
durch weiter die niedrige Umgebung benützt und Rupfen Lüschl.
Event. soweit nach Sollauchvorrat vorhanden, wird Seiter So II
vor dem Dollinger verschaffen, aufgestellt um diesen vor Fankenflug
on verschützen. Herzun. xxx alliche Schläuche finden Versendung
weitere Schutzmassenmen beworpen die Feuersehr von Innsbruck,
irzl und übting. Die Bewohner den kommenden Zunsere flüchten
sich machtzeitgebenen werden die Tiere rechtsestig und glücklich
aus dem Stalle gebracht. Verkeint wird niemand.
Jahr
M
M
Männerin
9.49
Verena Leibolder
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