Grundbuch_1903_1919 =================== 29. Vereinsjahr. 1903 3. Jänner Die Jahreshauptversammlung fand. wie üblich beim Koret statt, es waren zu derselben 59 ausübende, 4 beitragen¬ de Mitglieder und der Herr Gemeinde¬ Vorsteher Gstir erschienen. Der Jahres Bericht wurde von Kommandanten vorantragen und mit In¬ tresse von den Mitgliedern entgegen. gendommen. Aus dem Kassalerichte entnehmen. wir, daß sämmtliche Kassen mit einem Überschuße abschließen, so die Regie Cassa mit K: 122,01 (Requisiten, lassa mit 3,143.71) Unterstützungs Fond mit „1000.- Capital und verfügbaren Zinsen " 206.33 Satzungsgemäße Neŭwahlen waren keine vorzunehmen, jedoch wurden an Stelle des nach Absam, übersiedelten Obmannes der Ordnungsmannschaft Anton Dinkauser, unter sehr verdientes Ehren Tholuge. Mitglied Leonaw Lang, und an Stelle das nach dem Rechtenhofe gezogenen Spritzminister-Stellvertreter Alois 2. Spechbacher, der Kamerad Anton Schnegg; beide auf 1 Jahr gewählt. Dem Kameraden Josef Dangl wurde das Anerkennungs Diplan für 25jährige treue Dienstzeit übergeben. Den Eintritt suchten 8 neun Mitglieder an, welche auch sodann aufgenommen wurden. Der Kommandant machte dann auf die Bestimmungen der Windwa¬ ihn aufmerksam, und teilte mit, daß die bisherige Meldung beim Bäcker meister Sentobe zu entfallen habe, dafür aber die Kontroll Uhr an der Gemeinde Kanzlei, 3 mal des Nachts zu ziehen sei und zwar bei Beginn- des Dienstes gegen 1h und bei Brenn- digung des Dienstes. Beantragt wurde die Abhaltung. eines Feuerwehr, Balles und die Durchführung einem Comité über¬ wegen. Kamerad Georg Holzmeister. der nach Triest übersiedelt nahe. in warmem Worten von uns Abschied. Um ½ 12 wurde die Versammlung mit einem „Got Heil“ geschloßen. 8. Jänner Unser beitragendes, früher ausübendes Mitglied Carl Rauch starb nach Kur- zur Krankheit, und wurde unter sehr zahlreicher Beteiligung der Kamme¬ raden zu Grabe antragen. Ruhe seiner Asche: dessen Bruder Kamerad Christian Rauch, spendete uns №. 20. 24. Jänner Der sehr gut besuchte Feuerwahr Ball fand im Gasthause zum Badhause statt; den nächsten Tag Nachmittag trafen sich ein großer Teil der Kämm. raden im Rechenhofe, wo wir uns sehr gut unterzielten. Ein schönes Zeichen für den komme¬ radschaftlichen Geist, der in unserem Körper herrscht. 29. Jänner Finierwehr Ausschuß Sitzung beim Koret Beschloßen wurde unter anderem die Uebrie- gung von Feuer Waldestellen und Bezeich¬ nung derselben mit Aufschrift Tafeln. Anschaffung von Achselklappen mit der Bericks Verbrücks n° 4. 4. Der Kommandant teilt mit, daß er bei unserem Kameraden Josef Keer, 2 Stück „Scheerpeltzŭche“. Brümsringe für Steiger Beinen, versuchsweise angeschaft habe; dieselben warm jedoch noch nicht zur Ab¬ lieferung gekommen. Am 21. Mai Ist unser ausübendes Mitglied Kame¬ rad Johann Öttl gestorben; der übliche Gottes Dienst für denselben fand am 1. Juni statt. Um 24. Mai Starb unser beitragendes Mitglied, der Müllermeister Johann Gänner bei gleichen Tage war auch der Kegark, Verlands Tag in Mühlbachl. Unsern Wehr war vertreten durch den Komman¬ danten Anton Rauch und den Spritzen- Meister Lorenz Mader. Am 7. Juni Frühjahrs Hauptübung bei Baron von Sternbach, Brandogekt Farbenmühle. Dieselbe wurde wie üblich durch¬ geführt und ist nichts besonderes zu be- merken. 5. Um 16. Juli fand eine Nachsütung im Unterdorfe statt. Brandobjekt war das Anwesen des Josef Stolz, beide Spritzen waren in Tätigkeit und mußte die Übung innerhalb 30 Minuten durchge¬ führt sein, wegen des Verkehres der Frembarle Züge. Beide Spritzen arbeiteten vorzüglich. Zu bemerken wäre mir, daß die Übung für eine Nachtübung um ½ 9 h. etwas zu Früh war und waren eigend- lich Nachtübungen zu einer späteren Stun¬ de angezeigter. Am 14. Juli Ausschußsitzung im Badhause in welcher die oben erwähnte Nachtübung wie auch die Abhaltung eines Wald¬ festes im Prinzise genehmigt wurde. Das Waldfest wurde nach der "Nachtübung" von der gesammten anwesenden Mannschaft genehmiget. und der 23. August hiefür bestimmt. Der Russchuß hatte ferner be¬ schloßen ein allenfallsiges Rein¬ erträgeis dem kühlauer Turnvereine zu windmen. Am 23. August fand das Waldfest nächst dem Rechenhofer statt: Dasselbe war sehr auf besucht und vom schönsten Wetter begünstiget. An Volklebustigungen gab es, Fisch- fang, Schwebelaum, Hut- und Sack- laufen. Angebüdel und der Turinverein führte mehrere Übungen auf. Es wurden bei 690 Diter Bier ausgeschänkt und um K: 20 circa Wür¬ ste verschiedenster Art verkauft. Das Reinerträgeis belief sich auf K: 112.48 und hat hievon der Nureverein nur N: 40.- für sich bean- spricht während der Rest von 772,48 von demselben wieder der Feuer¬ wehr zurückerstattet worden ist, wo¬ für ihm gedankt sei. Am 16x Z. September fand in Hall der 23. Landesverlandstag der deutsch- tirolischen freiwilligen Feuerwehren statt. Am ersten Tage der mir dem Empfang der Festgäste, einer Schul- nung der Haller Wehr und einer Schauung der Haller im Verbande. im Verlande mit den aller nächsten „Hachbaris“ Wehren, Absam, heilig-Kreuz. und Mils, gewendmet war, beteiligten wir uns am Umzuge auch mit 44 Mann und Musik. Am 7. fand die Verlands Sitzung statt wobei unsere Wehr durch dem Kommandanten vertreten war. Zu bemerken wäre, daß gegen 1899, die Verlandsfeuerwehren um 35./. 305 - 270./. und 2511 Mann % 22860-20349./. zusammen haben. Die Statuten der Wasserwehr wurden nach dem Antrage der Verbandsleitung genehmiget, so daß also in Hinkunft auch ein bei Wassergefahr verunglück- unter Feuergekommen Anspruch auf Unter¬ stützung hat. Damit die „Löschinspektoren“ in Zukunft auch in dem Landesver¬ lande Sitz und Stimmen haben, sollen sie so weit als möglich auch in die Bezirksverbände als Ausschußmitglieder. gewählt werden. Der Antrag des Bezirks Verb. Kuf¬ stein №. 1. es sei die Aufnahme von jungen Burschen in den Feuer- wahr anstatt von 18. Lebensjahre. schon mit dem vollendeten 15. Belebensjahre zu bewilligen; wurde abgelehnt; der Zusatz Antrag, dieselben sollen mit dem vollendeten 15. Lebensjahre als Zöglinge aufgenommen werden können, jedoch angenommen, mit der Bedingung, daß solche Burschen jedoch nur zu leichten. nicht gefährlichen Diensten verwindet. werden dürfen. Antrag des Bez: Verb. Innsbruck No 34. „Sollte die bestehende Feuerwehr zur Bedienung der vorhandenen Böschgeräte zu schwach sein, so hat die Gemeinde Vorstehung, im Einvernehmen mit dem Seuerwehrkommando, die erforderliche Unzahl zum Böschdienste genannten Be¬ sitzer, für den Brandfall, sowie für wenigstens 3 Übungen im Ad Jahren zu bestimmen um dieselben der bestehenden Feuerwehr unter zu ordnen. Wurde einstimmig ange¬ nommen. Verschiedene kleinere Änderungen der bestehenden Feuerpolizei Ordnung wurden ebenfalls beantragt und angenommen. Es längt nun alles mit Ausnahme des Antrages des Bez. Verl. Kufstein, von der Regierung ab, ob dieselbe unserer Verregungen Folge geben wird oder nicht. Als nächster Ort für den Verlands Tag wurde Bozen bestimmt. 19076. Am 20. September Augen 1/2 7 Uhr Abends entstand in St. Nikolaus in der Kirchgasse im Hause n° 6 ein Schadenfeuer, das sich bald auf die angrenzenden Hauser 4o 0, 10 x 12 aus- dehnten Unsere Wehr war als 2te am Platze sehr bald erschienen, und komme ten wir von einem Hydranten in der Fallbachgasse aus das Feuer sehr wirksam bekämpfen. Als Glück kam bezeichnet werden, daß es vollkommen wir still war. Die Blechdächer verhinderten ein Durchlrennen der Dachstühle, je¬ doch die an den Häusern rückwärts bei findlichen, holz Sölder und alle möglichen auf den Dachläden ange¬ häuften Materialien gaben dem feuer Nahrung. Um 9 h konnten wir wieder mü¬ Monsieur le rücken. Welch großen Wert eine Hochdruck 10. hat Wasserleitung, kannten wir sehen, denn unsere Mannschaft hatte nur die Schlauchlinie zu beaufsichtigen, während der Strahl von 4h bis gegen ¾ 9 – ununterbrochen ging. Möchte doch auch Mühlen endlich einmal eine solche Hochdrückleitung bekommen. Siehe Seite 12 Am 18. Oktober Gegen 10 h Abends bemerkte mann Feuer in der Richtung Wilten. Es brannte bei den Sillhöfen ein Heuschober, unsere Wehr fuhr unter Kommando des zum Brandplatze, kam aber nicht in Tätigkeit. Sehe Seite 12. Am 26. Oktober Um 1h Nachts brannte der Kristof“ sche Ziegelstadel nächst dem Peter Bündl; eine Abteilung unter dem Kommando des Kommandant Stell- vertreters Leonhard Schlögl fuhr nach dem Brandslatze, trat aber nicht mehr in Tätigkeit Am gleichen Tage um 11 h Abends gab es neuerlich Feuerlärm. Bei sehr heftigem Südwinde Wente es in Hötting und zwar 11 das Haus 4°1 x Säge in der Kir¬ schentalgasse. Zum Glück war das Feuer rasch. bemerkt und durch die Höttinger Feuerwehr bald gelöscht. Wer fuhren, da die Bekalisierung so rasch war nicht aus. Am 8. November Nach 1/2 9 h entstand bei den Sillhöfen neuerlich Schadenfeuer, dem der Stall und Stadl, wie eine Schupfen der Wm Follinger zum Opfer fiel. Das Feuer breitete sich sehr rasch, aus, weil die Wasserbeschafung sehr rückte hierauf. Der Dachstuhl des Holz Anwesens, welcher bereits Feuer gefangen hatte, konnte gehaltet werden. Unsere Wehr unter dem Kan¬ mander des Kommandanten, beteiligte sich sehr wacker an den „Löschart“ beiten. Noch 11 h konnten wir wieder einrücken. Am 16. Novber Bemerkte mann schon wieder ge¬ gen 10 h Abends Feuerschein in der 12. Richtung gegen Süden. Wegen der weitere Entfernung wur¬ de nicht allarmiert; es erwarten 2 Ge¬ höfte am Schönberg, das Feuer soll gelegt worden sein. Siehe Seite 13. 25. Oktober Herbst Haustübung, beim Hause No 38. des Franz Fischler, hierauf Uluna mit den Hydranten bei Rauch. die Übung geleitet von Kommandant Stell- vertreter Bernhard Schlögl ging gut. von Statten. Seite 10. Am 1. Oktober Freundwehr Ausschuß Sitzung. Der Kommandant berichtet, über eine neue Schubleiter, welche er in Kitzbühel ge- sehen hat; dieselbe war vor einem ler Kufsteiner geliefert und kannte der Sitzung schon eine Zeichnung und Offert vorgelegt werden. Es wurde beschloßen die Leiter anzusehen und der Kommandant & die 3 Steiger Chargen dazu beauftragt. Seite 10. Am 8. November Besichtigten die obgenannten die Lei¬ ter in Kitzbühl und hatten Gelegenheit auch eine Leiter von Magisus in Ulm zusehen von welcher mitlerweile auch 13. ein Offert eingelaufen war. Die Vorzüge der Magisius, Leiter waren derartig gegenüber der Embacher’schen, daß sich die Kommission an Ort und Stelle für die Magerus Leiter mitschied obwohl zuge- geben werden muß, daß auch die Emba¬ cher. Leiter ein sehr gutes und brauch¬ bares Geräse warn. Siehe Seite 11. Am 19. November Feuerwehr Ausschuß Sitzung in der nach Anhörung des Berichtes der Leiter Kommission, die Anschaffung einer Ma¬ girus Leiter einstimmig beschloßen. werde. Schlußbericht Brände kamen im heurigen Jahre b vor aŭsgerückt zŭ diesen sind wir 4 mal; unser Dorf blieb Gott sei Dank von jedem Bedunglücke ver¬ schont möge es mit Gottes Hilfe auch fernerhin so glücklich bleiben. Es wurden 2 Hauptübungen 1 Nacht Abung und 4 Abteilungsübungen ferner 6 Kommandantschafts Sitzungen zur Erledigung der laufenden Geschäfte 1 ordendliche und 1 außerordentliche 14 Vollversammlung und 48 Windwochen abgehalten. Neu angeschaft wurden: 1 Kleider Kasten im Magazin 2 neue Schwuchhaffel. 4 Steiger Läternen – „Tuger, auf Spritze“ N° 1 wurden 4 Schlauchhaßel für 8 Schläuche. angebracht. Im Magazin die ülektrische Beleuch¬ tung eingerichtet, deren Kosten mit N: 23.40. der Kommandant aus eigenem bezahlte; das Licht wird von der Firma Rauch unentgültlich beigestellt. Gestorben sind das ordendliche klit- glim Johann Keil und die beiden beitragenden Mitglieder Karl Bauch und Johann Gannet. Der Stam der Mannschaft ist mit Ende des Jahres 71. ausübende, darunter ein Ehrenmitglied und 43 beitragende darunter 3 Ehrenmitglieder. Kamerad Daniel erzielt von der Unter¬ stützungskasse K. 42. Gott beschütze Mühlen Gut Heil Anton Rauchjm P Kommandant Mühlau am 31. Dezember 1903. 15 30. Vereinsjahr Am 2. Jänner 1904 Die Jahreshauptversammlung fand. wie üblich beim Koreth statt; und fanden sich zu dieser 61 ausübende und 2 beitragen¬ de elitalieder wie auch der Herr Gemeinde Vorsteher Gstir ein. Nach Vortrag des Jahresberichtes der zur Kenntnis genommen wurde und zu wel¬ ihnen nachzutragen ist, daß der Feuer¬ wehrmann Josef Dangl wegen Krank- heit im Jahre 1903, aus dem Kran¬ kommunterstützungs Freude eine Unterstät¬ zung von K: 42- erhielt; folgte der Kassa Bericht; vorantragen vom Säckel. warte Leopold Rauchjun. Demselben ist zu entnehmen: a Regie lasse Einmalmen K:395,45 Ausgaben " 258.30. lassa Rest K: 137, 15 b. Requisiten lasse Einmalmen K. 452, 11 " 203,48 Ausgaben K: 248. 63 Kassa Rest 16 c. Krankenunterstützungs Kassa Kapital K: 1000– in 4 % Kronen Stunden Einnahmen K. 247.93 Ausgaben " 42 Kassa Rest K: 205,93 Nach Überpfrühung der Kasse deren Führung eine musterhafte genannt werden muß erfolgten die Satzungs¬ mäßigen Neuwahlen, und wurden die sämmtlichen früheren, Chargenwin¬ der gewählt. 3 jungen Männern, die von der Kommandantschaft bereits aufge¬ nommen waren wurde das Handge¬ löbnis nach vorheriger Verlesung der Satzungen abgenommen; wie ältere meldeten sich zum Beitritte. Es wurde auch der Antrag einen Feuerwehrball abzuhalten angenommen, und hinzu ein eigenes Kanite bestellt. b. Jänner Der Feuerwehr Fall wurde im Badhaus abanhalten. Der Besuch war mittelmäßig die Mußik, k.k. Kaiserjäger aber ausgezeichnet; Der Ball ergab ein Defizit von K: 15,84 welches aus der Regie Kasse ge- deckt wurde. 17 Am 2. Februar Gegen ½ 11 h nachts braunte bei sehr. heftigem Winde der Stall des Wächterhäus¬ chens nächst des Eisenbahn Brücke. Mit der Wasserbeschaffung taten wir uns nachdem der Ziehlbrunnen bald ausge¬ zumcht war schwer und mußten wir mit Hilfe der Spritze No 2, das Wasser über das große Gries, Strasse und Äcker zum Brandplatze zur Spitze N° 1 schaffen. Eine Abteilung der Feuerwehr. Ärzl um eine Lokomotive der Südbahn, welche auch Wasser gab, halfen uns wacker mit ein konnte das Wächterhäuschen gerichtet werden. Um 2 h konnten wir, nachdem Ar¬ beiter der Südbahn die Brandwache übernahmen einrücken. Am 26. Februar Kaninland im Widum, der aber durch den Lehrer Turner und Kommandanten Rauch baldgelöscht wurde, ohne Schaden angerichtet zu haben. Am 29. Februar Die Südbahn sendet K: 50 – für die erfolgreiche Rettungsarbeit, welcher Betrag ganz der Requisiten Kasse zufällt. 18 Am 14. März unter anderem Ausschußsitzung; wurde beschloßen den für den Transport der naßen Schläuche vorhan¬ denen Gerste Wagen zu einem Hyhanten Wagen umzubauen. Die 7 Mann, welche sich bei der Haupt¬ versammlung zur Aufnahme meldeten, wur¬ den aufgenommen. Am 17. März Ist unser beitragendes Mitabied herr Rechnungsrat u. F. Johann Kossler verpre- ben, wurde am 20. beerdiget und betei- ligten wir uns recht zähreich am Leichen¬ begangniße. Am 27. April Die neue Schubleiter ist angekom¬ men, kostet K: 1510 Am 1. Mai Der übliche Kirchengang zum Florian Amte, hernach die erste Übung mit der neuen Leiter. Am 3. Juni Frühjahrshauptübung beim Radhaus. und warm von 72 Mitgliedern 61 aus- geweckt, die Übung ging gut von statten. die neue Schubleiter kam zum erstenmale gesamt. in Verwendung bei meiner Übung, nachdem bis¬ her mit derselben nur im Zug Übungen ab¬ gehalten werden. 20. Juni. Kamerad Franz Schatz ist nach längerem Leiden gestorben. Am 3. Juli Feier des 30. jährigen Stiftungsfestes. Am Voraben dem 2. Juli Abends 8 ½ h war Zapfenstreich mit Fackelbegeleitung, hermit gesellige Zusammenkunft im Badhaus allwo uns der Herr Vertreter des Landes¬ verbandes Herr Sattleder und der Obmann des Bezirksverbandes Herr Fritz durch ihre gewesenheit beehrte; weiterswaren auch Feuerwehr Kameraden von Innsbruck erschienen. Kommandant Rauch begrüßte erst mit einigen Worten die anwesenden Herrn um Künzfte daran eine kurze Rede über die Kameradschaft in der Feuer¬ wehr; die Anwesenden zu einem 3 fachen „gut Heil“ auf die verehrten Herrn Vertre¬ ter auffordernd, welchem Folge geleistet wurde. Erst gegen ½ 2 h traten die Innsbrucker Gäste, von denen Herr Fritz auf die 20 Kommandantschaft. Herr Sattleder auf die Feuerwehr und den kameralschaftlichen Geist überhaupt, gesprochen, ihren Heimweg an. Am eigendlichen Festtage, den 3. Juli war um 28 h Versammlung beim Klagezin, um 8h Kirchengang unter Begleitung der Musik Kapelle. hernach Schulübung, zu welcher bereits der Herr Bezirks Löschespektor Klammer, die Vertreter des Landes Verbandes Herr Behner, & Gratl, das Berirksverbandes Herr! Andreis erschienen; welche sich über die Übungen besonders mit der neuen Schubleiter, wie auch mit den Hackenleitern, lobend ausspra¬ gen. Nach der Übung war Frühschoppen beim Zapfler. Nachmittags um ½ 2 & 2 h war bei der Skalbahnhaltestelle "Dollinger" der Empfang der ankommenden Justgäste; dieselben erschienen so zahlreich, daß der große Schankgarten beim Dollinau. ganz überfüllt war, es waren erschienen Kamerasen Feuerwehrens war: „Innsbruck, Wilten“ Hötting, Pradl, Amras, Arrl, Rum mit eigener Musik Kapelle, Thaur, Mils, Abram Hall heilig Kreuz & Wallens, letztere mit Föhne; insgesamt wohl über 200 Festgasse. 21 Gleich nach 2 h sammelten sich unserer Mannschaft zum Abmarsch zum Spritzen Magazien; es wur¬ de gleich zur Übung ausgeweckt, und ward im Einvernehmen mit dem Herr Bez. Böschinspektor Klammer, das Badhaus als Brandobjekt be¬ stimmt.“ Dachfeuer Bald reßelten Spritzen und Leitern an, Spritze No 2 hatte 1 1/2 Minuten nachdem Abernsignal schon Wasser am Dache. No 1. etwas später da bei dem großen Men¬ schen Antrag, die Zufahrt zum Wasser sehr langsam vor statten gehen konnte. Bald lies der Losch Inspektor wieder ablesen und der Zug ordnete sich zur Infilierung, an welcher gegen die frühe- re Absicht auch die fremden Feuerwehren Teil nahmen, jeder derselben wurde die Ortstafel vorausgetragen. Den Schluß bildete unsere Wehr mit den Geraten nie sehr stattlicher Zug. Nach Versorgung der Geräte, versam¬ melten wir uns im Schankgarten beim Kant Wieder, der vom Festkomite den Schützler Kammoden, Weber, Steiger Josef, Hell Johann Rainer Josef, Kaberle, Frantl, Ischavon, Beer Schober, Turner, sehr nicht mit Wappen und Blumen ausgeschmückt war. 22 Am Ehrenplatze, welche mit dem Billeisse des Gründers unserer Wehr dem Herrn Kom¬ mandanten Ferdinand Weurer geschmückt war, nahmen die Verhöher des Landes & Bezirks¬ verbandes, von denen noch Herr Landesver¬ Landskassier, Jörg & Herr Verbandheirat. Hümmel, außer den bereits früher erwähn- ten erschienen waren, ferner die 30 jäh¬ rigen Diener, als: „Kommandant Stell“ vertreter Leonhard Schlögl, Steiger Kom- mandant Hans Kathrein, Spritzenmeister Anton Schnegg, die Kameraden „Ehren- mitglied Thomas Lang, dann Christian Rauch, Georg Stockhammer & Franz Waldner, dann der Herr Pfarrer Anton Auer, der Herr Gemeinde Vorsteher Johann Astir und die Kommandantschaft, Platz. Die Festfeier wurde von Kommandanten mit einem Rückblick über den 30 jährigen "Bestand unserer Wehr eröffnet; aus dem selben sei bemerkt, daß unsere Wehr wäh¬ rend dieses Zeitraumes an 65 Branden darunter 20 größeren, teils zur Bekämpfung Teil nahm; teils in Bereitschaft stam, daß ferner während dieser Zeit 24 ausübende, darunter 2 Kommandanten, & 14 beitragende Mitglieder durch den Tod abginngen. 23 Am Schluße der Rede gedachte derselbe der heute noch aktiv dienenden 7 Mitglieder, welchen als Zeichen der Ehrung das sehr gelungene Bild der Twackeren Männer zum Andenken überreicht wurde. Es sind dieses die Kameraten: „Thomas Lang, Hans Kathrein, Leonhard Schlögl, Anton, Schnegg, Chr: Rauch, Georg Stockhammer & Franz Waldner Kamerat Hans Kathrein machte aus Anlaß dieses Festes, das sehr gelungen Bild des Gründers unserer Wehr des Herrn Ferdi- nand Weyrer, zum Geschenke, welches in un- serem Versamtungs Dottale beim Koret Wirte aufbewahrt werden soll. Die Musik für die Unterhaltung wurde von der Mühlauer Musik Kapelle besorgt, welcher hiermit der Dank aus¬ gesprochen wird. Erst in später Nachtstunde verliehen. die letzten Festgasse den Festplatz. Am 23. Oktober Herbst Hauptübung bei Theodor Frank Am 26. November Im Krankenhause zu Innsbruck ist der Kamerad & Hornist Jakob Fernlochner ver¬ starben, war schon seit 1/2 Jahr leident und konnte daher seinen Dienst nicht mehr. ausüben. 24 Um 2. Dezember ist in Innsbruck das lei¬ tragende Mitglied Herr Marx gestorben, langjähriger Webermeister der Firma Weyrer Dessen Angehörige spendeten der Feuer- wahr Mühlau K: 20 Am 26. Dezember, wurde das übliche Feuer- wahr Amt für den verstorbenen aktiven Kameraden Jakob Pernlochner gehalten, denn viele Kameraden beiwohnten. Schlußbericht Das Jahr 1904, war für Mühlau ein sehr glückliches, denn außer dem Brande beim Wächterhaus nächst der Eisen¬ # und der Kaminbrand belebrücke am 2. Februar, kam in Mühlau im Widum kein Schadenfeuer vor, auch nach auswärts am 26/2. hatten wir keine Gelegenheit auszurücken. da der Kezirk von jeglichem Schadenfeuer verschont blieb. Angeschafft wurde die neue mechare nische Schubleiter von C. D. Magizus in Ulm. Abgehalten wurden 2 Hauptübungen und d. Abteilungsübungen. Kommandantschafts Sitzŭngen fanden statt. Das 30jährige Gründungsfest am 3. Juli 25 Verstorben sind 2 ausübende und 2 lei¬ tragende Mitglieder. Windwachen wurden 35. abgehalten, und sei den Kameraden der Dank für ihren mühevollen Dienst ausgesprochen. Der Stand des Körpers ist mit Ende des Jahres 72 ausübende, darunter Ehren- mitglied 51 beikagende, darunter Erna mitglieder. „Gott beschütze Mühlau Mühlau am 31. Dezember 1904. Anton Rauchjum Kommandant 26 31. Vereinsjahr. Am 9. Jänner 1905. Die Jahreshauptversammlung fand wie üblich beim Koret Wirte statt. Neŭwahlen heilen diesmal keine, da„ her die Tagesordnung bald erschöpft war. Von den Anteilscheinen, welche zŭr Derttung der Anschaffungskosten der neuen Schubleiter ausgegeben werden, sind gezogen worden. a Kso die 1/4 Schmen v. A.? 37 x 38 3/4 Holzmeister Blützung No 39 x 40 Leopold Rauch No 25 bis 28 Peter Kuen; ferner die ganzen Scheine à N: 40—4º 63. Christian Rauch No 72; Elektrizitäts Werk, Innsbruck ☉ um 4o 73; Theodor Frank in Innsbruck daher zusammen K. 200: Din Herrn Peter Kuen & Chr: Kaŭch; haben bei der Rückzahlung jeder K: 10 der Feuerwehr zum Geschenk gemacht, wofür denselben der Dank ausgesprochen sei. Unter Anträgen wurden gestellt: Es sei im Sommer von Waldfest abzu¬ halten; wie auch nie solcher auf einen Feuerwehrball. Beide werden angenom¬ men. Neu angemeldet haben sich 7 Mann 27. deren Aufnahme nach den Bestimmungen der Satzungen dem Feuerwehr Ausschuße vorbehalten wurde. „Nachdem Neuen“ weiteren Anregungen verlagen, wurde die Versammlung um ½ 12 h geschloßen. Am 9. Februar Kamerad Georg Stockhammer, welcher wegen Alter den Entschluß faßte aus dem aktiven Dienst zu scheiden, hat dem Kom- mandanten das Sparkoße Buch No 54023. über den Betrag von N: 100- übergeben. mit der Bestimmung zur Verwendung nach deßen Gutdünken. Dasselbe wird daher als Zŭwachs. für den Krankenunterstützungs Fond bestimmt. Am 25. Jänner In der Feuerwehr Ausschuß Sitzung wur¬ den aufgenommen. Zespold Frantl: Josef Tusch; Jakob Heiss Josef Frenkwalder; Romed Nolf & Johann Plunser Um 6 Februar 28. Jänner Der Feuerwehrball, welcher sehr gut besucht war wurde im Badhaus abgehalten; derselb be ergab einen Abgang von K: 3, Zg der aus der Regie Kasse gedeckt wurde. Am 25. März Bendigung des Johann Tiefenthaler 28 Gründer der Feuerwehr Milt und langjähriger Commandant derselben. Wir beteiligten uns über Ersuchen der Mölser Kommandantschaft am Leichenbegangnisse. Am 15. April Beerdigung unseres beitragenden Mit¬ gliedes Fritz Schändl, Verwalter der Mair schen Ziegelni. Am 27. April Feuerwehr Ausschuß Sitzung, die laufenden Dienstsachen wurden erlediget und Johann Mariacher in die Feuerwehr aufgenommen. Am 7. Mai Der übliche Kirchgang zu Ehren des hl. Florian hernach Ungelöbung der nun aufge- nommenen Mitglieder. Am 16. Mai Um 1h Früh bemerkte der Nachwächter im Weberei Saale der Wegerer Fabrik, Feuer. Die rasch verständigten Hausleute wie in der Nähe wohnenden Feuerwehr¬ Klänner erstikten den im entstehen be¬ griffenen Brand sofort, so daß eine Allar- mierung nicht nötig war. Die Ursache des Brandes, der keinen bedeutenden Schaden anrichtete, dürfte nie wegauwarfer nes Streichholz gewesen sein, welches in eine Abfallkiste fiel in der Wollmabfälln ge¬ 29 sammelt werden. Am 14. Mai Wurde Herr Max Sentabe unter sehr zahlrei¬ cher Beteiligung der Feuerwehr Kammeraden beerdiant. Derselbe gehörte seit der Gründung der Feuerwehr bis vor wenigen Jahren unserem Kotzer an und ist im Jahre 1897 wegen andauernder Kränklichkeit und Alter aus„ getreten; es wurde ihm daher in leichter Uniform das Gleite zur letzten Ruhestätte gegeben. Am 24 Mai Ausschuß Sitzŭna im Balthaus Die Stadt Innsbruck legt im Laufe des Sommers die 2te Reitung ihrer Hoch- druckwasserleitung; aus diesem Anlasse verlangte die Gemeinde Mühlau den fiebau war, 4 Hydranten in diese Lei- tŭng und 3 Hydranten in die über- falls an die Stadt angeschloßene Inse¬ ressenten Leitung. Die Gemeinde hat die Platzbestimmung der Feuerwehr Überlassen und wir daher vorgeschlagen: 1. Beim Brunen im Holz nächst dem Hause das Herrn Frider Rainer 2. nächste dem laufe des Franz Salcher 3. nächst dem Badhause und 4 an der Einmündung des Postbüchels in die Reichsstrasse. Ferner in die Interessenten Leitung 1. Am Dorfbüchelweg nächst der Leonhards Kapelle 2. Am Platz vor Baron Stern- bach 3ter hinter dem Schloß des Baron Sternbach nächst dem Apotenningang. Aufgenommen wurde Christian Spesch Am 31.10.41 Um 6 1/4 Uhr Abends ersäche die Stürm¬ glotte und meldete Feuer ein Dorf. Es brannte das Vollabfallmagazin. der Firma Weyrer. Die rapso am Brandplatze erschienen im Fabriksgebäude und nächster Nähe. wohnenden Feuerwehrmanner, waren beim Anrücken unserer Wehr bereits an der Arbeit mit dem Hydranten im Hohn. Die Schwitzen No 1 & N° 2 jede nur mit einer Schlauchlimi arbeitend gaben ebenfalls rasch Wasser, daher das Feuer welches eine kolosale Rauchentwiktung hatte bald gelöscht war. Mitig erwies sich das Ausräumen des Margazius, weil das Feuer auf den Fuss- boden durchgebrannt war; um 1/2 9 b komme ten wir wieder einrücken eine Brandwähn wurde zurück gelassen; die Entschlägungsurfahre ist unerkannt. Bei beiden Branden./. solche 16. Mai f machte sich der starke Rauch sehr unangenehm fehlbar, 31 und erschwere bedeutend daß Vorderingen der Feuergehrenaumer in die Rauchenfellten Lokaln. Die Herrn Weyrer haben daher N: 300 für die Requisitenkasse gespendet, mit der Bestimmung, daß das Kommando einen Rauch- Aparat ankaufe, was auch geschehen ist. Dieser Äparat wurde von Konrad Rosenbauer in Linz geliefert und kostete N: 170.- Der Feuerwehr Ausschuß hat weiters be- schloßen aus dem übrigen Gelde 10 Stück einen Steigergurte zu beschaffen. Am 16. Juni Augen bh. Abends wurden wir von der Nazian Innsbruck telefonisch ersucht zur hilfe nach dem Wächterhaus No 72 in der Gemeinde Arzl gelegen auszurecken. Funken einer Lokandische hatten den Stall und Stadel mitzündet. Bei unserem tintreffen konnten, wir nur mehr einen Gluthauben auslöschen. Am 20. Juli Bendigung des beitragenden Mitgliedes k.k. Statthalterei Rat i. P. Herrn Wilhelm Ran- tenkranz, er war immer ein warmer Feuerwehrfreund: Am 23. Juli Waldfest am Rechnenhof dasselbe verlief. 32 sehr gut und ergab einen Reingewinn. von K: 66,27 der in die Regiekasse fiel Es sei allen Feuerwehrkameraden des Komitens für ihre waltere Arbeit und Mühe an dieser Stelle der Dank ausgesprochen. Ausgeschänkt wurden 836 Liter Bier. Am 27. Juli Nachtübung beim Schloß grabenstein, diese wurde an Stelle der wegen des Brandes am 31. Mai ausgefallenen Frühjahrshaupt¬ übung abgehalten. Nachhag Am 9. Juli 19ter Bezirksverbandstag in Wattens Unsere Wehr brachte den Antrag um auf Abänderung der Chargen Auszeichen. an Stelle der unpraktischen Achselklappen, wäre von Reichs Feuerwehrverbänne an die Ausarbeitung praktischerer Abzeichen zu schreiben. Der Antrag wurde angenom¬ men; es wird aber eine andere Frage sein, welche Stellung der Seitsverband. und die Regierung zu demselben einehmen werden. Vertreten war unsere Wehr durch den Kommandanten, Rauch & Zugsführer Türk. Sonst ist über den Bezirksverbandstag, der sich in der gewöhnlichen Beierkasten ich ähnliche Weise, wie alle Bezirkstage abgewittelt hat, nichts zu berichten. 3 3 Am 28. September Ist in Absam, seiner Heimat und eigendlich Geburtsart Herr Anton Dinkäuser, verstorben. Alle, welche die Geschichte unserer Wehr kennen, wissen, daß Dinkäuser derselben, seit der Gründung an- gehört hat und zwar vor je her als Olmann der Ordnungsmannschaft, bis zu seinem Wegzuge von seiner 2ten Heimat Mühlau im Jahre 1902. Die Benedigung fand in Mühlen untersehr zahlreicher Beteiligung am 30. September statt. Am 30 Dezember. Ist Joh: von Ottlmayr im Innsbrucker Kran- kenhaus im Alter von 2 ½ 2 Jahren gestorben. Derselbe war einer der Gründer unserer Wehr und mehrere Jahre Steigerkommandant. Seine Beerdigung erfolgte am 1. Januar 1906 am Hottinger Friedhof und beteiligten sich zahlreiche Mitglieder unserer Wehr. Schlußbericht Das Jahr 1905 war für Mühlan ein glückliches, denn außer dem 2 kleinen Branden bei Weyrer, wurde Mühlau von jeder Feuersgefahr verschont. nach auswärts sind wir auch immer einmal ausgereckt. zum Wächterhaus no 72 in der Gemeinde Äszl Nun angeschaft wurden. 1 Bauchappurat 10 Steigergurte. 6 Steigerlaternen Kommandantschafts Sitzungen zŭr Erle- digung der laufenden Angelegenheiten wurden abgehalten; ferner von den Feuer- wehrkameraden durch 42 Nächte die Windwache, wofür an dieser Stelle allein wärmstens gedankt sei. Gesterben sind 2 beitragende Mitglieder. und 3 Herren, welche früher der Wehr angehört. dann aber wegen Kranklichkeit oder Wegzug von Mühlau aus dem Verein ausgetreten sind. Weiters wäre zu bemerken, daß im Dorsteile Holz, 3 Hudranten aus der Inns- brucker Heldrückleitung geweist, ange- bracht wurden, wodurch dieser Dachteil, der früher bei Feuersgefahr ganz ohne Wasser war, nun einen bedeutenden Schutz erhalten hat. Dafür bestehen gegenwärtig in Mühlau. 8 öffendliche um u private Hadranten. Der Stand des Körpers betwägt mit Jahrsschluß ausübende, darunter 1 Erenmitglied beitragende darunter Ehrenmitglieder. Gott beschütze Mühlau Mühlau am 31. Dezember 1905 FREIWILLIGE TEUERWE Anton Kauch E Kommandant 35 Eg. 57 XI/14. xxx nach Lach Zürich Zug in der Rügsau Sr B. 5.7.45 Ao 9.1.44 4. Mtr. Auszug N.A. u. h. Br. N/Z. W in aus Ww. u. wohl Ww W. Ihrer Deutsches E. E Lützel gegen sel. das 27/4 15 4) Mtr. 8. Fr. 45 Aufzug des Zu zu sich b. Z. Ihr St. 40 f. z. Lager. [Anlagestriche] 7 1/2 Dieser Pr. 80 Kl 27/9 Par Von 4) R Gegen "Wurretschrift" 3/4.07. des 32. Vereinsjahr der Teeim. Feuermehr von Mühlau eröffnet sich durch die statuten ge- mässe Jahresleuchtversammlung; wir verleihen unserem innigen Wünsche Aŭsdruch, daß aŭch Das 32. Vereinsjahr, wie alle bisherigen, durch gütige Vorsehung des Allmächtigen, sich zŭ einem recht glücklichen gestalten möge. Durch den Schutz unserer Patronus, des heil. Ilsrian, welchen wir alljährlich durch einen eigen festgalles Dienste und ersten Sonntage im Monate Mai vornehren, möge jede Feŭers- und Wasser- gefahr vom unserem lieben Orte Mühlau gut. abgewendet werden. Am 5. Jänner 1906. fand die dreijährige Jahres hauptversammlung wohl stall. Selben fand wie ühlich beim „Koreth“ und war von 65 Mitglieder besucht. 36 der Comandant Anton Rauch eröffnete die Versammlung mit einem begeistrat aufgenommen hut Heil“ begrüßte sämtliche erschienen lb. Kameralen, besonders aber den anwesenden Gemeinde Versteher Johann Gotia. Raŭch verlos sodann das Programm der heutigen Versammlung, nämlich: 1. Verlesung des der letzten Jahreslauptverwendig Protokolles, 2. Jahresbericht, 3. Romabericht, 4. Ver- lesung der Anteilscheine, 5. Einwehlungen, 6. Neuwahl des Aufnahme, und 7. Allfällige Anträge und Verschiedenen. Nach Erledigung des ersten Punktig ging L. Raŭch zŭr Berichterstattŭng über das 30. Vereinsjahr über. Er dankte zŭnächst für die ratentliche Ein- haltŭng der Windwoche, über die erfreuliche Beteiligŭng bei der Übŭmchen, etc. und dankte noch im Besonderen den Kameralen hg. Stock ummei- für da der feuersehr zugedachte Sparkassebuch im Nenniworte von 100 Kronen. Dieser Bericht wurde freudag aufgenommen. Kamier Leopold Raŭch berichtete sodann über die Kaffegebohrung, oŭr welcher wir folgenden Stand entnehmen konnten: 2) Reytekona: P. K. 412.50, A. M. 408.07. Res F K. 4.43. b/ Requisitenkana " 981.86 " 890.29 " " 91.67 c) Kombamŭnterstützungskoma, auf Grund des fest- angelegten Kapitels von 1300 kamen Admiral, A. K 45.60 Rest Kr 1536.33 P. Kr. 331.07 37 dŭrch die Revision, welcher Wamerad. Hol. Dattwege und bleisten durch hiehergegen wurden, wurde die müsterhafte Übereinstimmung der Cassagebahren neŭriert, und solcher dem Sützelwort L. Rauch jun. Die vollste Benadtenung und der deut zŭm Ausdrücken gebracht. der Punkt 4. „Perlesung der datoilscheine" ausle- ältesten der auswenden vom Konraden deiten Schmegg durchgeführt, und hiebei A. 51 Kornher. Schwestern 57, Fr. Kaŭris Sölme 68, Könŭmeister Moyz 66. Gosser Johann, hier 5 ½. Schieferle Züdith zur Stück¬ zahlung getracht. zur Punkte 5 „Einzahlungen‟ wurden auf die jene Wehrmünner geehrt, welche heŭw eine gewisse Periode von Dienstjahren hinder sich erblicken. Es sind die, 30 Jahre Lorenz Mader, 15 Jahre: Anton Wieser, Frid. Stern Leb. Kaltschmid; 10 Jahre: Leopold Rauch jun. Josef Gstir, Josef Rocimer, „Alois Hell“. 6. „Neŭwald“ welche dŭrch 65 abgegebenen bewürtigstellung. Stimmenzettel durchgeführt wurde, ist mit durchgehender Stimmenmehrheit durchgeführt worden. Zum Comite war: Vorsteher Johann Estin dann Leopold Rauch und Josef Steiger, die Zusammen¬ setzung der neuen Vereinsleibung ergibt sich aus der „Stammlerliste“ zw. 1906.“ In Punkt 7 gehört: Abhaltung eines Balles, und weil eine Ausflug u im Sommer. Zum Schlusse der Versammlung erhielte noch vorsteher Blau Estir vorm Vorte und die heutige Versammlung, gab den besonderen Dank der Gemeinde kund, und versprach auch fernahm die vöchtigste finanzielle Unterstützung der Heuerwahr von Seite der Gemeinde. Die Gemeine sei stets stolz auf die bekannt, als musterhafte Feuerwahr von Mühlau!! kam. Raŭch erörterte noch in schmöhelhaften vogten die gewissen Verdienste des nunmehr von der führung der Steigervolle zugetretenen und jetzigen Magazins von alten Heim- Kathreim, ihm ein gut Heil! Dorbringend Erbensee auf den E. A. Leonhard Schlögl, selben bittend, in der gleichen Stellung noch lange in der Feuerwahr zu verbleiben. Schließlich begrüßte noch b. Raŭch den heŭte wunderŭm als „retia“ beregetretenen Kommen den lang Holzmeister, davon selber für die feŭndlichm Grüsse, welcher selber während seiner Abwesenheit aus weder Herren mitbat, und ersuchte den zurückgekehrten, wieder tatkräf- tigste in der I. F. M. mitwirkend zu wollen. Endlich berührte B. Freud dien weiteren förderung den feuerliche Interessen von Seiten des Mühle u. zŭnvereine, und dankte dessen vorstande, den Leopold Raŭch jun. für seine nachströssliche Mithelfe zur guten Sache. Am 1/2 1 h wurde sodann die hütige Zahresversammlung mit einem beweistenen gut Heil: von Seite des Vorsitzenden geschlossen! (Sache auch Beilage N. I). am 9. Jänner. vor Ausschusssitzung beim Koreth, lei- welche hauptsächlich „die noch nicht erledigten der Jahresversammlung verhandelt würde, und die neu eingetretenen Mitglieder im die Stellen eingeteilt wurden. 39 am 6. Februar Nachts um 2 1/2 h iste in Inmluch des „Berg. Theil“ Vonorama abgeborend. Trotz der strengen Kälte beteiligten wir ŭw geflreich bei der Loterlisierŭng des Brandes, welcher "gelegt" worden sein soll. (Nähme im Beilage N. II) am 21. April verschied, unser leitragenden Mitglied, Alfoni d. Todescheine; wir beteiligten uns sehr zahlreich am Leichenbegängnisse. Der 27. April wäre für Innebuch besonders für die dortige Allstadt, ein furchtbarer Schreckensstag ge¬ werden, wenn nicht durch den Fürsorgen der Ullmächtigem, sowie durch unerschwertung zielbewufsten Einschreiten der Feŭermela von Zinsleid, Hätting, Wilten die grösliche Der Brand in seinem Keinen bereits erstückt worden wäre. Im Hörtmägl. Haus am Büroh- graben brach um 7h Abends, lei xiemlich heftigem Südwinde, durch eine schadhaften Komina ein doch feuer, aŭs welches alsbald aůf der obersten Nachwart des genannten Hauses ergriff, und für die umliegenden Gebäude sehr gefährlich zu werden drohte, doch ist durch tat- kräftiges Eingreifen der Innbŭcher Wehr, welche von der Strassenfront mit 4, von Hefe aus mit 2 Hydrenbeŭsgüssen der Brandobjekt in Angriff nahm, in entsprechend kürzer Zeit das Feuer glücklich gedämpft worden, die Fältinger Vahr beschützte von der Stiftgasse aus die an der Nordseite sehr gefährteten Gäuser, das Singerhaus etc. Wir rückten mit der großen Magieŭ-leiter und dem Schlaŭchwagen zŭm Brandplatze ab, ŭnd stellten ŭns am nördlichen Ende des Bürgegrabens in Bereitschaft, brauchten indes nicht mehr altiv einzugreifen, da bereits die anderen feŭerwehren des Feŭers Herr geworden waren. Um 3/4 9 h Abends sind wir denn mit unseren Requi- siten nach Müldau zurückgelehrt. Am 1. Mai war eine Ausschuhrsitzung beim Zapfler Am 4. Juni (Pfingstmontag) fürte, die mit uns einig befreundete Inw. Feuermehr in Abram, ihr 25. jährige Beündlungsjŭbiläŭm, verbŭnden mit der feierlichen Überreichung der von Hr. Majestät gestifteten Wammedaille an die 25 jährigen diener der genannten Wehr. Kommandand Raŭde war, über Einladŭng, mit einer beträchtlichen Anzahl feuerwehrmänner unserer Wehr beim feste erschienen, und entbal, im seiner schwungvollen Rede, die herzlichsten Glückswünsche unserer Wehr versichern, daß die guten Beziehungen welche seit jeher zwischen beiden Körperschaften bestehlen rŭch fernerhin beibehalten werden möge. Die Kamera- den von Absand waren ob unserer starken Besuch hoch erforŭt und dankbar herzlichst für die ihnen gebotene Ehre. Am 11. Juli vor eine Auscheunitzung ein Zapfln. Am 15. Juli war unsere dersjährige Frühjahrs- Haŭptübŭng und Mŭsterung, zugleich die feierliche Überreichung der von St. Majestät, unserm aller- gnädigsten Kaiser und Könige Franz Josef. I. verliehenen Ehrenmadaille für: 25o jährige treue Dienste auf dem Gebiete des Pösch- und Rettungswesen. 4 die Namen, der mit obiger Elven Medaille dekorieteten Ehren Männer unserer Wahr sind: Raŭch, Christien, Schlögl Leonhard d. J. Hell Johann an. Schnegg Anton, Thaler Johann, Lang Thomas, Stokkammer Georg Schöpf Anton Waldner Josef Spedebacher Alois Thaler Anton Gstir Johann Kathrein Homm. Dangl Josef Purner Alois Mader Lorenz dem feierlichen Ästeln wohnten noch bei: Herr Vater Baren Graff, Obmann, Anton Groatl Ebenamstellvertreter „Josef Sattleder Schriftführer“ als Vertreter des Landesausshŭnes der deŭtsch-terstielen Feuerwehren. Franz Kerber, Josef Mutter u. a. als Vertreter der feuerwehr von Inmbruch. viele Kameraden der Feuerwehr von Übeam, Wilten, Hätting, Heil. Kreŭz, Rŭm etc. etc. der Feuerwehrbezirlgs Verband N. 4 „Innsbuch“ entbot schriftlich die herzlichsten Sympathien zur seltenen Feier. Unseren Wehr war wohl fast vollzählig erschienen. 42 die vorher stattgefündene Übung fand unter Be- teiligung der erschienen Ehrengäste im Folge statt, und zwar nŭr, mittelst Hydranten. Als Baandobjek war die Degendance zŭr Pension „Etelwein“ bestimmt, bei angenommenen heftigen Südwinde war den Villa Tschavon, der Anwesen Schöpf-Rämer, sowie das Chonomiegebäŭder der Witwe Bŭndolf dŭrch Gydranten hinwänglich beschützt, die von aŭrwürtssenschienen Gäste fanden an der stramm durchgeführten Übung vollstes Gefallen und ergännten sich an die Feŭerwehr Commando in den schmeichelhaftesten Worten. Auf gratulierte man ŭw allgemeinen wegen den neŭ erstandenen Hytranten, welche sich verzüglich bewährten, für deren Erstehung sich das Feuerwahr Kommanda, insbesondere aber die Gemeindevorstehung von Mühlau verdient gemacht hat. Hiefür sei wiederum an dieser Stelle der beste Dank zŭn Ausbrŭcke gebracht. Noch beendeter Übŭng mir schierten wir, ŭnter Verantritt der Münikhapelle von Mühlau zŭm Kadkaŭse defilierten in der Engergasse vor den festgästen (führer Rottenführer Hd Weber) und versammelten uns schließlich in der mit der Kaiserliste und anderen passenden Emblemen festlich geschmückten Veranda des Badhauses, allwo die feierliche Überreichŭng der Wohim getrenntzeichneten Ehrenmedaille stattfinden sollte. Gemeindevorsteher Johann Gotiz, welcher zufolge dekreten, zu der k.k. Bezirkshauptmannschaft, bezw. der K. R. Statthalterei in Innsbruch, zur Überreichung der kaiserlichen Medaillen ermächtigt war, hab in schwŭngvoller Rede, die großen Verdienste jener Wänner hervor, welche sich durch 25 Todler! dem freiwilligen Lösch- und Rettungswesen widenden. gratŭlinale in seinem Rahmen, im Namen der Feuerwehr, und besonders im Namen der Gemeinde Müldau den betroffenen Männern zur der ihnen 43 soeben zutheil werden dem Ehre, und bat noch, das diese Feuerwehrvertrauen noch lange Jahre, in vollster Gesundheit im Fürowehrtärger von Mühleu ver„ bleiben mögen. Landes Verbandes Obmann W. Borau Graff von Innheit, welcher an 2. Stelle das Wort ergriff sprach sich dahin aŭg, daß die Feŭrowehr von Müldau stets als eine Musterwaler galt und bekannt war, und daß die Detorierung von 16 Mitgliedern dieser Wehr wohl eine berechtigte Sache genannt werden muß. Lomanland Rauch beglückwünschte noch in besonders heißen Worten die zŭ deterrierenden Feŭerwahr- männer, worauf von der anwesenden Musik„ kapelle die Kaiserhymme intoniert wŭrle, welche von sämmtlichem anwesenden Feuerwahrmännern und auch Civil, in gebührender Weise und stehend angehört wurde. G. V. Estir heftete sodann die Eleumodaillen den genannten Wehamdmann auf die Brust, und gratŭliente, neben Herrn Raŭd & Herrn V. Kun Graff mittelst Handschlages. Es wechselten nun Reden mit Neusetwortwägen a Anfängen, alles dazu beitragende, die heutige jestliche Stimmung im Feuerwehnträger betrütend zu heben. ob. Raŭch sprach besonders an die Jungenausschaft getreulich dem Muster der „Alten“ zufolgen, dann würde die Feŭerwehr von Mühlaŭ aŭch fernerhin in musterhaften Weise weiterbestehen können. L. v. O. Korn kraff dankte schließlich namens der von aŭswärts erschienen festgäste für den liebe alle Einladung zur heutigen schönen feier, und gros nochmals das freudige Zusammen- wirken in unserer Wehr. Im besonderen gedachten Redeier unserer Commandanten d. Raŭch, welche er versteht. welcher eben jene Person ist, neben Güte und Empfindŭng aŭch mit vorsichtiger Einragen und Strenge aŭf den Feŭerwehnturver einzuwirken, Eigenschaften welche für eine leitende Persönlichkeit im feuerwehrlöschwesen unentbehalich, leider aber selten zu finden sind. Er betrachte daher Herrn Rauch als Abman des Landesverbandes der deutschtirslieden Feŭerwehren einzig und allein beantagt, und gab seiner sicheren hoffnŭng Aŭrkrŭcks, daß es dem gegenwärtigen L.V.A. in baldiger Zeit für gegönnt sei, Herrn Raŭch als ihren Ebmann, wenigstens aber als Ausdursmitgliede zu gewinnen. Er Wedner bemerkte kurz und bündig: „Raŭch wäre wohl einzig und allein als jene Person zu betrachten, welche im stande sei, das freuer- löschwesen im ganzen Lande Tirsl noch bedeutend zu heben, und mit gewohnten Einwohner, neben Eintracht und Zusammenhalt auch fortschritt und Ordnung in die Sache zu bringen. möge sich Herr Raŭch auch baldigst zŭ diesem Schritte herbeilassen, denen durch Bekleidŭng dieser Ehemtelle „eines ersten Feuermehrmannes von ganz Deutschtirol“ würde aŭch unsere Feuermehr sichtlich erfreut und geehrt sein. Am 7. Du guet war eine Ausschüsssitzung beim Koreth. Am 4. September starb im städt. Krankenhause zu Tumlud, Kamerad, Kunrad Maurer, Nachdem derselbe in einer erblichen Krankheit (Kaŭchdyphus) verschieden war, wurde die Beerdigung im Geheimen dŭrchgeführte, und kanden sich weder seine eigenen Angehörigen noch wir, am Leichenbe- gengnisse des verschiedenen beteiligen. am 16. September wurden unter großen Betheilung gung die übliche Süelenmesse für den Verstor- benen gelesen. 4 5 Am 19. Juli starb zu Innsbruck der Gruebesitzer und Kaufmann, ihro Theodor Frantz, Silber war stets ein warmer freund und eifriger Finanzmann unserer Feuerwehr, besonders lei- Veranstaltung vom Blückstöpfen ließ er sich mit prahtvallen Gewimsten bemerken. Wir beteiligten uns an der Beerdigung dieser bei- tragenden Mitgliedes ŭnter führung der b. St. L Schlägl sen. in sehr zahlreichen Aufzüge. Herr Fremle vermochte in seinem Testamente unsrer Wehr die namhafte Schmde von 1/2 100.- Einlundert Kreuen) welche der Unterstützungs- stassa zŭgeführt wurden. hiefür sei an dieser Stelle, dem verewigten edlen Schneider der innigste Dank gevollt! den 28. Oktober fand die diesjährige Herbsthaupt- übung und Schlŭsstmŭsterŭng statt. (Anwesend 61 Män) Als Brandobjekt vor die ehemalige Spöttliche Selcherei u das gegenüber liegenden Frank Haus bedacht. Die Wasserlieferung erfolgte durch Benützung der beiden Schritzen, wobei sich die jüngst durch Kannage in Wolten angebrachte Abänderung der Spritze N. 2 als sehr unpratstisch zeigte. (Niederstellung des Wasserauslauf Hahnes), der hierauf folgenden „übliche Trŭnk“ wurde beim Korath eingenommen. Am 17. November begleiteten wir die stellchen Überste unsers bangjährigen Kameraden Josef Harin (blatel Coppel) zŭr letzten Ruhe, Derselbe starb bei seiner Schwester im Walderer Walde, weßfall das Leichenbegängnis von der Wegverhebreits aus statthand. Hann welcher über 25 Jahre im Feuerländern wirkte, und auch als einer der Gründer unserer Wohr zu 46 bezeichnen wäre, wurde sie seines fernweilens leider nicht mit der Ehrenmedaille beteiligt, was an dieser Stelle bemerkt sei. Dem hinderen, schlichten, wegen seines guten Humors allgemeinen bekannten Mannen werden wir indeß ein pietätwalles Andenken bewahren. Dies der Bericht unseren Tätigkeit in unserem Körper selbst. Ein Blick nach außen verzeichnet und den 27. Mai, an welchem Tage in Götzens der 20. Verbandstag des Bezirkes 4 „Innsbuch‟ abgehalten wurde. Unsere Wehr war durch den Raumraden Josef Gstir und Josef Steiger vertreten. Nachdem von dem beiden Delegierten kein weiterer Bericht verliegt, begnügen wir uns mit den in den J. N. „erschienen Praelataalle“, welches wir in unseren heŭrigen Leilagen sub N. III. einverleibt haben. Unser Berichtersteller erlaubt sich an dieser Stelle Die Bemerkŭng, daß der feŭrige Bezirksstag ganz gleich schallenenmäßig herunter geleimt wurde, wie alle sonstigen Sitzungen von dieser Stelle. Bei dem gegenwärtigen Ausschüsse ist aber leider nichts anders zu erhoffen. Möge unsern Euerwehrleitŭng vor dem nächsten Bezirkstage (in angemessener Frist) den schriftlichen Antrag einbringen, daß eine Wind Wahl des ferneren Ausschussy mit Stimmigettel vorzunehmen sei, und nicht wie gewöhnlich zur Reclamation, wobei die ge- wesenen Punktienärn, wohl oder übel, in den neŭen Aŭrschŭs wiederum hinein „geschöne“ werden. Ein fremder Einschuh (z. 2 eines Herrn Lauch) würde mir nützlich sein können. Unser Leichtersteller konnte bei der heurigen Sitzung persönlicher Zeuge des „Leierkosten Formates‟ sein. 47 am 10. Juni d.J. fand in Bozen die Tagung des XXIII. Gocŭtages des Landesverbandes der deutsch- tirolischen Feŭerwehren statt. Bekanntlich findet dieser haŭtag nŭr alle 3 Jahre statt, und enthält in seinem Berichte den wichtigsten Abhandlungen welche unser gesammtes feuerlöschwesen betreffen. darum waren wohl von den meisten feŭrr- wehren unsers Landes Vertreter erschienen, und daher die Stadt Bozen voller feuerwehr. Wir mitsandten als delegierten unseren Kameraden Georg Holzmeister; infolge der ferne beteiligte sich sonst niemand, werdŭng ein genannten Verbandplage. Ein genauer Bericht über diese wichtige Sitzung erbrachte unser Delegierte durch das gedrückte Sitzŭngsprotokolle, welcher wir unseren heurigen Beilagen sub N. IV. bei gegeben haben. Schlussbericht: Außer der im Vorstehenden angeführten daten erübrigt und kein weiterer Bericht für das nunmehr abgelaufene 32 Vereinsjahr, welches wir als ein sehr ruhiges be- zeichnen können. Besonders erfreut sind wir durch die Konstatierung, das heuer unser liebes dorf Mühlaŭ von jeglicher feŭergefahr gänzlich verschont blieb. Vollen wir hoffen, daß wir ŭw auch fernerhin in gleicher Weise glücklich fühlen können, zum Nutzen und kommen uns aller. Auf im weiterem Umweise bezeichnen wir die gleiche güt. Vorsehung, denn außer dem Hörtwagl Krande in Leinbuch, einem Johann Thaler Mühlau kleineren Brande in Hötting, dann einer feuerbrunst in Völs, verzeichnen wir (in der) für die ganze Umgebung eine äußerst ruhige und solche Zutepoche. Aus diesen Momenten schließend, waren auf in dem abgelaufenen Jahre weniger Übungen (Denn) als in den letzten Jahrgängen. Nicht unbemerkt sei der von Herrn Dr. Kölner in Innsbruch abgehaltene Feŭerwehr-Sŭmität- Nŭr, dem, über Einladŭng der Feŭerwehr von Innsbuch, die Kameraden: Josef Rainer, Hch Dittmayr, Klöse, Kummer a Holzmeister. fleißig besuchen. die in unseren Wehr eingeführte Windwache, mahnte uns in 31 Nächten zur Einhaltung des dienstw. Den Kameraden welche sich hiebei bei teiligten, sei an dieser Stelle der Dank gezellt. Wenden wir unser Aŭgenmord aŭf den Mitgliederstand unserer Wehr, so müssen mir erörtern daß ein aktiver Mitglied (Reinrad Maurer) Freude & Todeschinei dann zwei beitragende Mitglieder, sowie unsern ehemaligen eifrigen Wahrkameraden und auch Gründer, Prof. Christian Turner in Innsbruck und Josef Horn zuletzt im Volder und durch den Tod entrissen wurden. Wir höheren in dieser Stelle den teuren dahingeschiedenen in treŭw pöntätvolles Andenkeer Zum Militär einberufen wurden: Alois Johann Thaler a Gstir. An Übungen verzeichnen wir im abgelaufenen Vereinsjahre 2 eine frühjahrs- und eine Herbsthaŭpt übung mit gleichzeitiger Musterung der er- schienen Mannschaft, dann noch 6 Abtheilungs- übungen. Kommandantschaftssitzungen waren.... 5. 49 das Feŭerwehr Inventar erhielt verschiedene Ergänzŭngen. Neŭ angeschafft wŭrden: 1. Stück Ehargen-Reiterwurter Rück neŭe Wlauchxx 14 Mt. Gunsti Druckschlangk, mit liegsamem Strahl erkeit für die Schübleiter, Daum 6 Stück Hydrantenbeile zur Ausrüstung der neŭen Hydrantenabteilung, und schließlich 210 meter neŭer Hanfschläŭche. Die Kosten der Letzteren wurden von der löbl. Gemeinde- Vorstellung von Mühlau getragen. der Mitgliederstand des Körpers beträgt. laut Standesliste: 4 Ehenmitglieder,.79. ative und beitragende Mitglieder. Nachtrag: Am 30. Jänner starb nach kurzer Krank- heit ein Mitgeänder unserer Wehr, lang- jähriger Kassier und aŭsübenden Mitglied Johann Thaler von der Neujahrstag bot und gerade Gelegenheit dazu, den s. Z. Kommorden durch außerordentlich starken Beteiligŭng „in corpore“ am Beichenbegängnisse die letzte Ehre zu erweisen. Am 31. Januar ist in Lgls des Haus A. 5. sammt Stadel, vollständig abgebrannt. Nachdem das Feŭer ŭm ½ 2 h verhmittags zŭm Ausbruch kam, trennten wir in Mühleŭ von dem Schadensfeuer nichts bemerken, und wurden aŭf nicht ŭm Hilfeleistŭng ersŭcht. Nachdem wir, die im abgeleŭfenen Vereinsjahre bemerkbaren Vorkommenissen und daten im vorliegendem Buche gehörig ver- zeichnet haben, erübrigt uns noch aller jener zu gedenken, welche mit Rat oder Tat, 50 unserem gemeinnützigen Körper näher stehen. Insbesondere danken wir der löbl. Gemeindever- tretŭng von Mühlau für das stets entgegen ge- brachte Wohlwaller, für die immerwährende Unter¬ stützŭng durch einen jährlichen Beitrag von kr. 100 Wir danken ferners unseren leitenden Ergennen, den Schongierten unserer Feuerwehr für die mit Umsicht geleitete führŭng unseres Körpers, durch welche einzig und allein die wohlthŭnden Ordnung in Zürich unserer Feuerwehr bestehen kann. Schließlich danken wir noch dem stud. teolm. Kleinem Holzmeister für die liebevolle Widmung eines Titelbildes für das vorliegende Buch. In die Zŭtrunft schaŭend, wollen wir hoffen, daß uns die güt. Vorsehung auch fernerhin unsere lieben Heimalvort Mühland in vollsten Schütze behält und daß wir aŭch fürderhin die gleichen glücklichen Zeiten verzeichnen können, wie bisher. Dies der heißeste Wunsch und Aller und darum schließen wir den verliegenden Jahresberichte mit dem bekannten Wahlspruche: Von beschütze Wühlau Mühland, den 31. Dezember im Jocke 1906. Gesegholzmeister d. z. Berichterstetter Nach gehöriger Dŭrsicht geschlossen und gefertigt: Anton Rauch Mühlau, den 1. Jänner 1907. Feuerwehr Hanzlmann. Am 5. T nerfür Alle Fürstliche 26. Aber -K.H. 1902 P [Anlagestrich] Bevor wir in die Berichterstattung über den 33. Vereinsjahr eingehen, möchten wir unserer sicheren Hoffnŭng Aŭstruch ver- leihen, auch im kommenden Zeitabschnitte die gleich glückliche Periode erleben zu können, welche ŭw die gütige Vorsehung bisher beschieden hatte. Unsere gefürchteten „Tage“ des Erwester“ nögen nicht über unsere geliebte Heimath Mühlaŭ hereinbrechen, unsere theŭere Heimatstätte möge jederzeit vom gefürchteten Elemente des enthesselten feŭers verschont bleiben. Im diese fremmen Erwartung gehen wir auf die Erwähnung der wichtigeren Ereignisse in unserem 33. Vereinsjahre über, von welchen wir im Besonderen aufführen wollen: Tömmer fand die satzungsgemäße Zohreilamptverisummlung, wie üblich in unserem alten Heim, beim "Karstl" stall. 521 Um 1/2 9b eröffnete der Vorsitzende feŭerwahr Hauptmann Düton Raŭch, unter herzlicher Begrüssŭng der erschienen Kame- roden die Versammlung, und konnte be- sonders für die Anteilnahme von Seite der Gemeinde Vorstehung; von wo der Herr Gemeinde versteher Johann Stir, die d. R. duten Maria & K. Fürlz anwesend waren. Das weitere Protokoll über diese Versammlŭng findet sich in den Aŭfschrei- kungen des Schrafthührers Johann Pŭrner vor, weshalb wir von weiteren feststellung der Daten über dieser Versammlung Abstand nehmen wollen. Blos erwähnen war noch, daß mehrere Rameraden unserer Wehr, mit heutiger Versammlung auf einen periodischen zeitatschnitt rückblicken können. Hierin konstatieren wir, eine Dienstzeit von 25 Jahren: Herr Johann Purner. 15. Jahre: Otto Rociner & Ich Weber 10 Jahre: Johann Byerling sen, Franz Weger, Konrad Türlz, Georg Holzmeister, Ferdinand Schaber, Josef u Alois Steiger, und Riepsel + Christian Deisenser; Ersteren Herrn Pürner wurde das Dizilam für 25. jähr. treue Dienste in unserem feuer- wahrtürger überreicht, während letzteren Kamraden der Dank der Gemeinde, Am 10. 53 und des feuerwehr Ausschusses von Seite des vorsitzenden und unter lebhaften heil- rufen der ganzen Versammlung bekommt. gegeben wurde. neu angemeldet haben sich: Fŭrch Johann, Pfeifflischer Johann, Kranotstätter davide c Schett Johann, welchen aŭf das übliche Handgelöbnis von Seite des Kommandanten Rauch abgenommen wurde. die etwaigen Anträge betrafen, die Nichtabhaltŭng des sonst üblichen Tanz- Kranzchens, sowie eine Kländerung in der Kontrolle der Windwache. Neŭwahlen waren diesmal keine nötig. noch verschiedenen Dankesworten von Seite des H. V. Gster an Herrn Rauch und an die ganze Mehr wurde in vorgerückter Stunde die Versammlung geschlossen, jedoch die „vertrauliche Satzung“ soll dem Vernehmen noch noch ziemlich lange gedauert haben. Februar starb im Innsbruck einer der wärmsten Gönner und Freunde unserer mehr, Herr Franz Pätsch, Gesetzer der Brauerei Löwenswŭr in Inmlŭdz Seite der Gründung unserer Wehr bis zu seinem dahenscheiden war Herr Pötsch jederzeit bestrebt, unserer Wahr hinanzial- 54 und materiell beizustehen, bei festlichen Anlässen (Glüksstopfen, Gründungsfesten) bei- gwoben, selbst undgl. Hand sich immer „Freibier“ von Seite unseres edlen Gutthäters ein, wenigleich er selbst mit einem ansehnlichen Barbetrage im der Liste unserer Gründer und betragenden Mitglieder stand. unsere Weher beteiligte sich in einer Abordnung von 23 Mann ein stattlichen Leichenbegängnisse, überdies wollen wir noch an dieser Stelle Worte des aufrichtigsten dankes an den edlen, nunmehr entschlum- mernden Gänner und Wohltfäter vollen. Am 10. März 1817 starb in Absam der Besitzer des „Ebner“ Gasthofes, Herrn Franz Prantl. derselbe vor einer unserer allen Gründer unserer Wahr, langheriges aktiver und letzthin leitragendes Mitglied des Körpers. Zahlreiche Kameraden unserer Wahr geben dem guten Freŭnde, in Zivil, das letzte Geleite. 19. und 20. Mai beginnt die mit uns weg- Am 18. befreundete Feuerwehr von Innbuch ihr 50 jährige Kestandjŭbelŭum. Leider ver- von unserer Wehr aŭs, eine zimlich kalte und kleine Beteiligung aus der sehr in, teressenden und lehrreichen Schauübung, an der Schulübung und am festlichen Begrüssungsabende zu bemerken, wenngleich am Festabende in der grossen 55 Ausstellungshalle sich bei 25 Kameraden unseres Krägers sich eingefunden hatten, um die Mitglieder unserer Schwesterwehr, zu ihrem, in Tirol und fast in gan- Üfterrich einzig dastehenden feste zu be- glückwünschen. Am 26. Mai (3 faltigkeitssonntag) Nachtgegen 1/2 11 h ist im westlichen Ende von Wilten die Dörr'sche doch gappenfabrit, vollständig niedergebrannt. Die Kameraden Weber Kreuzer und Holzmeister begaben sich per Rad dorthin, konnten aber nur mehr die Meldung entgegen nehmen, daß der Brand bereits totalisiert sein, welches auch der beim "Kornth" in Bereitschaft stehenden Mannschaft ŭwerzüglich mitgeteilt wurde, wodurch ein weiteres, unnützes Ausrücken glücklicherweise unterblieben ist. Moci ist am Südbahnhofe zu Innsbuch sein. Am 31. mit Heu beladener Maggan in Brandgerathen was natürlich ein grossen Feuerflock und bei der Abenddännerung einen erschreckenden feuerschein zŭr folge hatte. Kommandat, Raŭch, welcher sich zur Kind sofort an Frt und Stelle begeben hatte, konnte mit der Versicherung wieder heimkehren. das der Brand als wollkommen gelöscht zu betrachten sei, weshalb, die aŭch diesmal bereitstehende Wannschaft unserer Wahr- heimgehen konnte. 56 Juni am 16. — fand in Inzing der Kezirks Delegierten Tag für den Kezirln Innsbruck A. 4. statt. Von unserer Wehr waren die Kameraden Konrad Türlz und Georg Holzmeister als prototsell lelegierte entsendet. Ein aŭsführliches über diese Tagung wird und ohnehin durch den B.W. A. zugesendet werden, und unterlassen daher an dieser Stelle die Aufführung aller näheren Daten; bemerkne wollen wir nŭr, daß bei dieser Versammlung unser Kamerad Georg Holzmeister als Schriftführer in den Verbande Dŭsalŭsie berufen wurde, und unser Körper somit mit unserer Werbandsleitung in enger und direkter Vertretung ist. Am 1. Juli fand nachmittags 3t von Frühjahrs- Hausstübŭng statt. Als Brandobjekt wurde der Spättlische Selcherei im Überdorfe, mit Flugfeuer wieder Häusern Bauch, Paar bestimmte die Villa-Holzmeister in der Envergasse angenommen, und die Villa "Schwiegg" sammt Stöttel vor Flugfeuer geschützt. Dafürch wurde auf eine Probe- der in der Engergasse neu angelegten Hydrantenleitung durchgeführt, und zeigte es sich für diesen Fall, daß für 2 offene Hykranten neben einander in dieser Beitŭng zŭ wenig drŭck besteht. Noch der Übung versammelte sich die erschienene Mannschaft in der Schieβstandshalle bein 57 Kornth, allwo dem langjährigen Schriftführer unserer wahr deren Johann Purner Lehrer und Kapellmeister von Mühlaŭ die von St. Majestät gestiftete Medaille für 25 jährige Tätigkeit auf dem Gebiete des Feŭer. + Lösch-Rettungswesen, in sinnlicher Weise überreicht wurde. Kommandant Raŭch schilderte in beredten Vorten den großen Eifer, mit welcher der Jubilar jederzeit zur guten Sache stand; Gemeindevorsteher Estir heftete sodann, nach ebenfallsiger Kn¬ preisŭng des verdienten Jubiloos, und unter den Klängen der mittlerweile erschienen Musitetsapelle dem Herrn Purner das kriserliche Ehrenzeichen auf die Brust, während die ganze Mannschaft den geliebten Kommanden ein kräftiges „hŭt Heil“ zŭm Ausdrŭcke brachte. Am 25. August ist die heuer am 26. Mai bereits ganz abgebrannten Dörr'sche Dachpappenfabent in Wilten, gegen 4 h nachmittags, nun vollständig niedergebrannt. Diese Fabrik soll dem Vernehmen nach nun in die Hallerau verlegt worden, und somit näher in unseren Wirkŭngskreise einbezogen werden. Der vorhandene Warenvorrath, alles mit leicht verbrunknen Ihrer überjagen, gab dem feuer gewonnen Nahrung und große Hitze. Selbstredend war eine große Mauchentwirklich Kamerod Pŭrner u Schmerze begaben sich zŭre 58 Am 26. Brandstätte, konnten aber dort erfahren. dass ein unserseitiges Einschreitens und wen- dir wurde, da genügende Wehrmannschaft bereits tätig, und der Brand ohnehin bereits im Abnehmen begriffen war. Daßhalb würde auch zu diesem Bande nicht vorgeratig ausgerückt. September starb noch ganz kurzer Krankheit auf seinem Ansitze in Wühlau, unser beitragendes Mitglied Herr als ein Hasel¬ wannter. Dessen Witwe; Frau Anna Heilwanter geb. Pfŭptsckeller übermachte sofort, um das tredensten an ihren verblichenen Ehegatten zu ehren, nebst anderen gleichlautenden Spanden an den Damenhand, an den Klein- hinderbemahranstalt in Mühlau etc. etc. aŭf unserer Feŭerwehr ein großmütiges Legatoren 50 können, welcher Betrag zu- selge Bestimmung der Kommandantschaft der Requisitenkassa zuerkannt würde. Nowohl Gefühle des aufrichtigen Dankes, als auch die Einhaltŭng unserer bisherigen schönen Bauŭcher waren es, welche uns dazŭ be- stimmten, den teuren Todten des letzte Geleite zŭ geben; eine Abteilŭng von circa 20 Mann unter führung des Hauptmanns Raŭd fanden sich zŭr Beerdigŭng des Teŭren. ein, welche sich von der Wochentrag alle aus auf den städt. Friedhofe in Innsbruck bewegte diese schöne Denkreten ergebung unserer Wahr- bestimmte die edle Witwe, zu einer weiteren Spende von 50 Kronen, welcher Betrag ebenfalls der Requisitenkassa zŭgewendet wurde. für beide großmütige Spenden sei auch ein dieser Stelle, den Gefüllen unserer aufrichtigsten dankes Ausdruck verliehen. Am 29. September fanden sich Abgeordnete unserer Schwesterwehr, Fŭlpma in Stubai ein, um über Einladung unseres Kameraden Holzmeister ŭnsere, durch Eenbau von zahlreichen Aŭbranten überflüssig ige wordene Spritze N. II (Abprotzspritze) zu besichtigen, event. zu taufen. Die bewaltete mannschaft der Schritze N. II führte den erschienen delegierten die Handhabŭng dieses vorzüglichen Böschgeräthes vor, was die Kameraden von Fŭlpme dazŭ bestimmte, sah dieser gutes Geräthe dŭrch Kauf anrŭignen. Auf Grund einer tagsvorher abgehaltenen Ausschusssitzung wurden die beiden Vertraufakommissernäre, Heucht- mann Rauch und Kamerad Holzmeister bevollnächtigt die Schritze A. II., welche von uns ama 1897 1897 von Grammair in Wilten um 1480 Treuen gekauft wurde, um das Meistangebat von 600 Rauen (300 hulden) den Eulchmern über- lassen. Zahlungsbedingnis war: die Hälfte- 300 Ränen sofort, beim Antruf, dann Reste von wiederum 300 Krämer binnen einem Jahre zu entrichten. Wie man hört, haben die fülchmer dieser Schritze auf einen 4 rödrigen Wagen gestellt, erfreuen sich 60 erfreuen sich der großartigen Beistungen (600 Minutenliter) dieser Maschine, und werden uns für die Zuneigung dieses Schritze stets dankbar sein. am 1. December fand zu Innsbuch freunden die Todung des Feŭsermehr Landes dŭndpŭsses stell. Bei dieser Satzung soll, unter anderen Punkten, auf die, in Kälzman, Mähren, etc bereits einge¬ führte „Hoftpflicht Versicherung der Tiroler Verbands- „Feŭerwelzen“ besprochen und angenommen. worden sein. Mit dieser Versicherung soll auch die schon seit vielen Jahren bestrittene und verlangte „Pferde Versicherung“, d. h. Ent- schädigŭng für im Feŭerwehrdienste ver- unglückten Pferde, durchgeführt sein. Ver- läufig handelt es sich nun darum, "wir wird die ihro Mann treffende Versicherŭngsprämin. von 12 Heller her Jahr bezahlen? Diese einzelnen feuerwehren oder den Titeler Landschaft? Zur Beantwortung dieses Geheimnisses sind bereits Verhandlungen vom Lande Vabende sowie von dem Kezirlz Verbänden ein geleitet worden, und wird unser Berichterstetter später Gelegenheit finden, über diese Sache unserer Wehr weiteren und ausführlicheren Bericht und Klarlegung zu erbringen. Schlussbericht: Außer diesen, in den vorstehenden Absätzen angeführten Vortrammnissen erübrigt uns kein weiterer Bericht mehr über wichtigere Ereignisse. Mit Wonne können wir daher kenstatieren, daß wir uns auch im soeben abgeleŭfenen Vereinsjahre einer vollsten Ruhe gegenüber dem vernichtenden Elemente erfreuen konnten, und wollen wir hoffen eŭch in Zŭtrŭnft die gleich glücklichen Tage verzeichnen zu können. Das Leben in unserem Körper selbst, beschränkte sich demnach auf pratstische Übungen, von denen wir 2 Hauptübungen, 3 Gesammt. übŭngen und 6 Steiger Übungen verzeichnen. können. die laufenden Geschäfte des feuerwehr- aundauer wurden in 4 Litzungen erledigt. Auf der Stande unserer verfügbaren feŭerlöschgeräthen erlitt einige Abänderungen. Wegeben, resp. verkauft wurde, die von uns im Jahre 1897 angeschaffte 2 rährige Absatz- welche schritze, gezeichnet „Spritze A. II“ & wie bereits früher erwähnt, um den Kaufschilling vom 600 Kauren an die freiw. Feuerwehre "Fülpme". überlassen wurde. vermehrt wurde unser Inventar durch Neuanschaffung von: 1 Schlauchwagen: 120 m. Brückenwunschläuche 6 Stücke Steigergurten " " Hydranten Dußätze 4 " Schlüssel Bremse für Steiger 62 die Windwoche wurde im verflossenen Jahrgänge in 47 Nächten abgehalten, und mage aŭch an dieser Stelle der Dank- allen jenen zŭgeschrieben werden, welche diesen, mitunter strengen Dienst, in vermerkennenswerter Weise versehen. haben. den Mitgliederstand unserer Wahr betreffend verzeichnen wir am heutigen Jahrerschlusse 4 Ekommitglieder, 72 achtive (aŭrükende) und 66 beitragende Mitglieder. Gegenüber dem voriährigen Abschlusse ergibt dies ein Resultat von Unter der aktiven Raumschaft sind wir um y Mann gesŭnken, während sich die Liste der beitragenden Mitglieder, durch eifragster Wirken unseres Kassier, Herrn Leopold Raŭd von 40 auf 66 Mitglieder erschwungen hat, also ein Mehr von 26 beitragenden Personen. Während des Jahres sind 7 Mann von Mühleŭ fortgezogen, 1 Namd sonstig freiwillig ausgetreten, während 1 Mann von Militär zurückgekehrt, wieder im unseren Aktivstand, eingetreten ist. Auch heuer hat der unerbitterliche Tod unsere lieben Reichen etwas gelichtet; wenn„ gleich wir unseren Aktivstand hievon ver- schont wissen, so bedauern wir doch den Heimwang unserer lieben beitragenden Mit- glieder, Gönner und auf Gründer: 63 der Herren Franz Pätsch im Inmbŭch. Herrn Franz Prantl, Ebenswirth in Absam¬ Herrn Alfons Haslmaniter Privatiger in Mühlau. Wir sicheren den teuren dahingeschiedenen jederzeit ein warmes, tiefempfundenes Indeuten, ŭnd unvergesslichen Dank, für die uns erwiesenen Wohlthaten u. Schanden. R. I. P. Unserer sicheren Zŭversicht Ausdrŭck. verleihend, auch fernerlin die gleich glücklichen Tage erleben zu können, gleichzeitig auch allen Jenen dankend, welche uns im abge- laŭfenen Jahre mit Rat und Tat geführt, geleitet und an Seite gestanden sind, inw., besonders der löbl. Gemeindeverwaltung von Mühlaŭ, welche im der eben vergangenen Periode dŭrch Einbaŭ von zahlreichen Hochdrucks, hydranten das feuerlöschwesen in Mühlau bemerkenswert gehoben hat, und hoffend, daß unser gemeinnütziger Körper auch fernerhin wachsen, blüten und gedeihen möge, schliessen wir den heŭrigen Bericht mit den frommen Wunsche: n. 5.0.° dto Sichlan Beschütze Inenbuch I, Mühlau, den 31. December 1907. Gesucholzmeister d.z. Meucherstetter Nach Dŭrsicht geschlossen und gefertigt, Mühlsau am 3. Jänner 1908. Anton Rassch d. 2. Teuenwehr Han mann d HJ 17. D ♀ 9 5. 4 ( ) Die statuten gemäße Jahreskaupft, Versammlung wurde, von 4 T. infolge Un- pässlichkeit der Feuerwehrhauptmanns Anton Raŭch, vom 4. Jänner (als dem ersten Sonntage nach Neujahr) auf Sonntag den 25. Jänner verschoben, und an diesen Tage im Kŭmis Gasthaŭse zŭm „Roreth‟ abgehalten. Den Vorsitz eröffnete die Ver- sammlung, begrüßte den erschienen Gemeindevorsteher Johann östir und die fast, wolle ählig erschienene Wehrmannschaft von Mülden, und gieng sodann auf die Erledigung der Tagesordnung über die vom Kassier Leopold Raŭde jun. vorge- N. 5 wurde um geschehen 65 tragene Kassagebahrŭng eröffnete folgende Kassabestände: Requisitenkana K. 378.39 Regieksina K 197.77 Unterstützungskasse mit R. 1759. 02 welche Angaben von den Revisoren Krugger u Holzmeister geprüft, und richtig befunden wurden. Von den noch offenen Anteilscheinen wurden gezogen: des Jahrganges 1904 A. 4 Kösler N. 33 Jakob Ziel N. 34 Ziel Jakob N. 5 N. 45 deuten Rauch. N. 43 deuten Rauch N. 46. N. 44 da so Reuen, ferners a 40 Kreuen: N. 59 Weyner’s Sölme N. 50 Kornlerz-Jahn 1.50 und und Eheweitern und d. 71. Hugo haberle die statŭtgemäßen Neŭwahlen, unter dem Strüchturen der Herren Dittmair Etrichs Josef Holzmeister und weniger ergaben, mit völliger Nimmeneinheit folgendes Resultat: Hauptmann! Anton Raud, dto. Stellvertreter: kg. Holzmeister Schriftführer: Heim. Purmer Kamier: Leopold Rauch Magaziniverwalter: „Hanns Kathrein“ changen der Wassermannschaft; Lorenz Mader, Rainer Otto, Anton Schlägl und Ludwig Prantl. 66 Steigerrottenführer! Hel Weber dtto Stellvertreter: Leopold Raŭch jun. Steiger Selztiemführer Josef Estir Schlaŭchen-Rottenführer Renrad Tücke dlt. Stellv. Josef Damph verwungen. Rottenführer: Thomas Lang. der Vorsitzende gedachte auch in vermisten Worten der langjährigen, sehr ersprisslichen Wirkens das heute, aus Altersrücksichten von dem Romando zurücktretenden Hauptmann Steltvertreter Leonhard Schlägl von und erbrachte im Namen des dumlungen den Antrag, Herrn Leonhard Schläge infolge seiner vielen Verdienste um die Feŭerwahr von Müldau zu dessen Ewermitgliede zu erwennen. was mit Freuden, zur einstimmigen Annahme gelangte. ferners zollte der Vorsitzende auf Vorte der Anerkennung aus den mit Heutigen aŭs dem Aŭrschŭssen geschiedenen Ferdinand Schober, welchem der Dank der gesammten Feuerwehrtürgers zuge- sichert wurde. der übrige Teil dieser Versammlung ergeht aus dem Protatsalle des Schrift- führers H. Pumer. Am Sonntag den 19. Jänner starb im Spitale zŭ Innebäude noch kurzer Krankheit das etwa Mitglied unserer Wahr- 67 Anton Tollinger, an den Leichenbegäng- nisse (vom pathalogieren Institŭte auf den städtischen Friedhofe beteiligten sich 17 Mann unserer Wehr in leichter Uniform. Am 15. Februar wurde im Kaschaŭse der lt. Generalversammlung beschlossene Feŭermelsball, unter störter Beteiligung aŭg der Bürgerschaft vom Mühlau, ab- gehalten. Aŭch dero Feŭermehr Landesverbande. obmann Herr Viktor Kanon hoff gab uns die Ehre seines Besŭches. Am 17. April 1908 starb in Innehŭch, das bei- tragende Mitglied unserer Wahr, der Privatier Josef Arquin. Eine stattliche Anzahl von Wehrmanner aŭs Mühlau gab dem Dahingeschiedenen des letzten Geleite. Den 26. April wurde mit den heurigen Übungen begonnen, doch konnte dieselbe wegen ungünstiger Witterŭng nicht abgehalten werden. Anstalt dessen vor im Schulhause eine ordentliche Musterung und Neu¬ einteilung der Mannschaft. Am 3. Mai wurde der alljährliche feierliche Jahres gattesdienst, unter sehr starker Beteiligung der Wehrmannschaft, abgehalten die hierauf angesetzte Gesammentübung konnte, wegen schlechter Witterŭng ebenfalls nicht abgehalten werden. 68 den 31. Mai fand in hier und Brenner der dinge- jährige Feuermeln, Bezirksstag statt. Von Seite unserer Wehr voren als delegierte erschienen die Rameraden Lorenz Mader und Hanns Rathwin, das Protokoll über diese Versammlung erbringt der Berichter- stetter in der Aktensammlung der Feŭerŭeln Mühlaŭ, Jahrgang 1908 „Beilage I“. An Stelle des bisherigen, Bezirksobmanns Herrn unten Freitz, Baŭmeister in Wilten, welcher krankheits- halber von diesen Posten scheiden mußte. wurde der bisherige u. Verbindshassier, Kauf¬ mann Franz Schweiggl in Innbŭch zŭm neuen Bezirksobmanne gewählt. Der 21. Juni ein herrlicher, volkenfreier Sommertag war für unser liebes Nachbardorf Zirl ein Schreckenstag I. Rangw, denn eine furchtbare Brandkatostropfe hat diesen blühenden, von zahlreifen Einheimischen wie fremden auf. mit besonderer Vorliebe aufgesŭchten Frl. fast gänzlich zu Grunde gerichtet. Durch spielende Kinder brach an der Ostseite des Dorfes ein feŭer aŭs, welches durch einen zwar müßigen aber doch ständigen Luftzuge (Winde) angefacht in einigen Stŭnden fast die ganze Fortschaft einäscherte von Häusern, welche Zirk zählen sind deren 168 vollständig einge¬ erschont worden, und die armen Einwohner welche nur mit Mühe das nachte Leben retten konnten mußten unter herz- zerreißenden Hilferufen nŭr zŭsehen, wie ein Anwesen um das Andern vom flŭgfeŭer ergriffen und zu Grŭnde ge- vom rachtet wurde. Wir erhielten durch Kamerad Holzmeister, vermittelst der ständigen feuerwache in Inmlück die erste Verstän¬ digŭng, wonach um 2 ¼ gegen 27 Läuser in flammen stehen sollten etc. Infolge zu weiter Entfernŭng und ungenügender Beschannŭng (in Ermangelung eines Viereuzuges wurde geschloßen nicht aŭr- zufahren. Doch eilten einige Kameraden cher Rad, per Bahn und per Achsa in Uniformer zur Unglücksstätte, wo sich den Anwesenden ein herzereissender Anblick bet. 49 die Kameraden und die Bevölkerŭng von Bühleu konnten sich zwar nicht mehr am Rettŭngsdienste beteiligen, umsomehr wŭrde aber durch großmütige Spenden zŭr Lindwŭg der großen Art der Abbrändler beigetragen. mehrere Wegen voller Nahrungsmittel" Jtem Kleidungestücken, Stoffen, Einrichtungsgegen- Fr. ständen besonders Betten, wurden von Mühlaŭ v die allein, an die Verlücksstätte abgeführt, wo- für die armen Abbrändler gewiss den vollsten dent zollen werden. Bemerkt sei noch, daß Ziel zwar eine Hochdrückleitŭng besessen hat. jedoch nŭr mit sehr schwachen drŭske von 7 Atmosphären, und denzufolge aŭch ein sehr kleines Wasserkassen; die verhlings geöffneten Oberflŭrhydräuten tönten infalge der anoomen Hatze zwischen den brennenden Häuserreihen A. nicht mehr geschlossen werden, und die ganze Wasserleitŭng wurde dadŭrch ganz lahm gelegt. Bei größeren Wasserdrück hätte die Zieler Feuerwehr sicherlich der [Anlagestrich] Brandhardt mehr ein dämmen können. Eine 1 weitere Beschreibŭng des Brandes (sammt Skizze) befindet sich in der „Osterr. Feuermehr“ Reich, Fr. 3 Zeitung N. von 20. Dezember 1908. 8 und 13. Juli fand die Teŭhjahrshaŭptübŭng, unten zahlreicher Beteiligung der Kameraden und der bewurde Vorstellung statt. Als Brandobjekt bestimmte man, bei heftigen Südwinde, das Konomie – und Wohngebaŭde keine "Dollinger". die feŭern ihr wŭrde in 2 vollständige Grŭppen geteilt, wobei die Abteilung II des Brandesbjekt im Unterdorfe directe angriff, während Gruppe I. die nördlich gelegenen und daher sehr gefährdeten Häuser „Haberle, Tschurtschenthaler“, Schmegd und Deisener“ mit genügenden Wasserstrahlen schützten. Diese Übung wurde zur allgemeinen Befriedigŭng dŭrchgeführt. hernach marschierte die Nerumschaft mit muset in die Veranda beim „Kadhaŭs" war dem letzternannten Baumitgliede Bernhard Schlögl. Das Diplom feierlich über- reicht wurde. An der Ehrentafel hatte sich der Gefriede mit seiner Familie und seinen Verwandten, die Gemeinderzustellung, und den Kommandenschaft ungefunden. hauptmann Rauch überreichte dem Blau. mitgliede Schlögl, das von Blummer in Arzt prachtwollst ausgeführte Diplome, feierte dem so Anerten ab seiner langjährigen ersprosslichen Tätigkeit im Feuerwehrtsärger und bat den Schlägt diese kleine Ehrŭng anzunehmen, aber auch ferner, soweit es seine noch träftige Natur zuläßt, im feuerwehrdienste aktiv zu bleiben. Die sämt- lichen Zwiesenden beglückwünschten. unserem meŭen Klarmitgliede zŭ seiner Ehre uns brachten selben ein „kut Heis! auch 721 Gegen Abend derselben Tages, um eine 5h brach kein „Konglerwirt“ in der Fältingerau ein dochfeuer aŭs, welches von den Wehren im Galling und Innbude bald erstickt. wurde. Wir erhielten während unser fest- versammlung im Karothause, wie einem dortigen Gaste eine türze Verständigung dieses Brandes, und als auf unsere tele- honische Anfrage noch helfe verlangt. wurde, wurde mit der Schritze (Pferde von Raŭch) und einem Mannschafts wegen (von kammer) ausgefahren. Nachdem wir aber in St. Nitzalaŭs bereits die Nachricht von der völligen Lateal- is inŭng des Brandes vernohmen, ließ H. Holzmeister, welcher dieser Bäschtroim führte, sofort nieder untehren und heimfahren. Am 19. Juli verschied nach langem, schweren Leiden die hochgeschätzte in allen Bürger- und Bekannten- kreisen hochgeschätzte Genahlin unseres ver- dienstvollen Ehrenmitgliedes Leopold Tauchen. Die Mŭtter unseres vielgeliebten und P. d. lengjährigen Kommandanten davon 7 Po Raŭch. Es war im einstimmigen Sinne des F. aŭndnŭnes gelegen, der teŭren Todten dŭrch vorverative Beteiligŭng der feŭrowehr am Leichenbegrünisse die letzte Ehre 73 zu erweisen. Erfreulicher Weise haben sich auch fast alle, von der täglichen Arbeit frei- bekommenen Wehrnämer zur Trauerfeier, (in Tücher und Mütze) eingefunden. Von unseren Ehrenmitglieder Herrn Leopold Raŭch von erhielt wir zŭm Andenken an dessen verstorbene Frau Gemahlin und als Anerkennŭng für die, derselben erwiesenen letzten Ehre, den Betrag von Nr. 200.- im österr. Notenrente, welche, zufolge rusdrük¬ licher Bestimmung des hochherzigen Herrn Legaten, der Unterstützungstrasse der freiw. Heŭermehr Mühlau zŭgewendet würden. R. I. P. Nun beginnen zahlreiche Schreckenstage: Am 29. Juli gegen 2ten früh vor in der Richtŭmt 2 des „Taggens“ in Innsbruck ein hallroter schaŭrager feŭerschein zŭ sehen. In wenigen Minuten war eine starten Abteilŭng der feŭerwehr beim Magazine erschienen, und sofort wŭrda mit der großen Leiter, einem Schleŭchwagen und einem Brükenwagen, zu welchen kann er die Pferde beistellte, noch Innbŭde abgerückt. Einige Wehrmänner im äußeren Dorfe hatten sich infolge dessen des enormen feŭerscheines Directe aŭf den Brandplazyn begeben, und kamen unseren Löschtwain Anfangs des Saggen's schon wieder entgegen mit der Meldŭng „dass der ganze aŭs holz gebaŭte Bavellon der zumkŭcher Eislauf- vereine im Ausstellungsplatze schon fast vollständig nieder gebrannt sei. Die Inn- bŭcker wahr vor aŭrginbig und zahlreich am Brandplasen tätig, Gefahr für die nachbarabjede bestand keine, und so konnten wir auf dem halben Wege wieder umkehren und einrücken. Wenn man hört soll dieser Brand durch Kurzschluß in der electrischen Hochströmleitŭng, oder aber durch Blitzschlag, infolge eines kurz vorher angebrochenen hochgewitters, umständen sein. duguet um 1/2 11 h Nachts ist in einem Am 4. Mogožine in der Bandheŭsstrasse in Immhŭlz feuer aŭrgebrochen, welches sofort bemerkt, und von der städt. Berufahmŭermehr sowie einer Abteilung der freiwilligen Wahr- in Immelunde binnen wenigen Stunden gelöscht wurde. Nachdem auch in Innbŭch nicht „Gronfeŭer‟ allamiert wurde, konnten wir in Mühleŭ von diesem Verfalle aŭch nichts bemerken, und sind daher auch nicht ausgerückt. am 17. das guet gegen 11. h. Nachlägensstand 7.5 dŭrch Nachtlieger, in dem groβen meŭ- erbaŭten Haŭstall der Witwe Dollinger in den Sellhäfen ein Grossfeuer, welches durch mäßigen Wind angefocht, bald das ganze Abjetzt ergriff, und einen furchtbaren feŭer- schein zŭr folge hatte. Die schrat vor dem Stryazien erschienen Wahrmänner und versammelten Dorfeinwohner erkannten infolge des Windes eine große Gefahr für die umliegenden Häuser in Rasch unsomehr, als die einige der Versammelten mit Bestimmtheit den Brand des großen Erachtenmagazins, andere dem Brande des Heizhauses der Südbahn in Inns- berück vermuteten. Andern herbeigewilte meldeten den Brande des städt. kommersche in Innbŭde, also höchst gefährlich! Darŭm wurde noch kurzen Zögern die Schritze zŭr Abfahrt bereit gestellt. Die Pferde der Kunstmühle Anton Rauch voren zŭ dieser Zeit der Waffenübung zu geteilt, und bis die Pferde des Gutbesitzers Josef Steiger veqŭriert waren, hatte das feŭer, von hier März aŭs gesehen, ziemlich an nachgelassen. Von der Anhöhe im „Holze“ konnte man sich mit Bestimmtheit orientieren, daß es sich nur um einen Brand in den Sollhäfen handelt, weßhalb von einer helfration 76 auch abgesehen, und eingerückt wurde. Einige Wehrmänner welche schon in Breit- schaft standen, begaben sich zŭ fuŭs zům Brandplitze, wo die feŭerwehren von Innelŭde Pradl, Wilten, denen u. Aldraus vollauf noch in Arbeit stonden, und mit zahlreichen Spritzen das Wasser vor der tieferstehenden Soll herbei- schaffen mussten, welle 4 Tage vor eine Wachabteilung von Innbunde an der Brand- stätte tätig, bis der kalassale Leustart aŭg geschöpft und der Leuerhard vollends gelöscht war. Der gleiche Stadel ist auch im Jahre 1903 vollends abgebrannt, bei welchem Brande dito auf unsere Wahr tapfer mitgewirkt hatte. Nro. Am 19. dŭgŭst gegen ½ 11 h Nachts ist in darin Das Haus zŭm „Lena“ fast gänzlich abge- brennt. Obwohl mehrere Baute den Feŭerschein in Mühlaŭ beobachtet hatten, wurde nicht in Bereitschaft getreten, weil man gleich bemerten konnte, daß es sich hier ŭm eine zu weit entfernete Brandstelle handelt. Am 20. August ist gegen 11 h Nachts in Land ein Bauernhaus neben dem Barthofa zŭr „Reaŭbe‟ abgebrannt. Er sammelten sich wiederum einige Wahrmänder in Rüstung vor dem Magezien, doch wurde, wegen der zu weiten Entfernŭng der Brandobjektiv nicht aŭrgerükt. Binnen 2 Stunden vor auf vollständige Dünkelheit eingetreten. Und 21. dŭgŭnt gegen 12 h nochts gab es in Mühland schon wiederŭm Feŭeralarm. Durch Hŭppen und Hornsognale wurden die Kameraden, welche im Inneudorfe, im folge und in der Enger, gasse wohnen, aŭr dem Schlafe geweckt, und eine intensive feuerröte hinter dem "Kleilenbühal" erschreckte die noch schlaftrunkenden bewohner von Aŭldoŭ, der Herr Gemeinde, versteher unten Wald von Quidlaus, welcher zŭ- fälligerweise im Gemeinde eletzizitätswerke von Mühlau bis spät nichts zu tun hatte. erhielt durch seinem Privattelehrer vom Stadt türmer in Innlŭck die Verständigŭng, daß in Arzh ein Grossfeŭer entstanden sei. Bei dem herrschenden, zimlich zügigen Est- winde galt das Dorf auch in außerster Natlage, und darŭm wurden sofort die mittka- weile, durch Gutabesitzer Josef Steiger, bereit gestellten Pferde an den Spritze ge¬ spannt, und eine Abteilung von 8 Mann unserer Wehr, unter führung des Hpt. stellvertreters Holzmeister fuhr in größter Eile unserem gefährdeten Nachbar- Dorfe zu. In nahezu x Minuten war die Brandstätte erreicht, und wo vor auch höchste Zeit, denn bei dem starken Winde, und dem großen durcheinander 75 welcher in Urzl unter den erschreckten Einwohnern herrschte, war fast nichts geschehen, was zŭr Dämpfŭng des Feŭers oder zŭm Schŭtze der gefährdeten Nachbar- häuser von Vortheiln gewesen wäre. Von einem Gydranten hatte die Feuerwahr von Arzl wohl einen Schlauchgang zum Brandobjetzte gelegt, allein dieses Wasser- strahl vermohte nicht allein, dann stürmi- schon feuer Einhalt zu gebieten. Der Kommandant der Arzler Wehr war wie trötischen Tage in der Sommerfrische, dessen Stellvertreter (Johann Kleiner) vor unter den Abbröndlern zu finden und hatte dennoch nahm sich daher keine Zeit und sich für die Erdnŭng aŭf dem Brandplasze des Näheren zŭ bekümmern, oder sich nun einen erschrifslicheren Aufstellŭng der Äpler freuerwehr zu kümmern. Das ganze dorf war bei unserem Eintreffen auf den Beinen, alles plünderte die handweiflichen Einrichtungsgegenstände aus den häusern und sie auf die Wiese zŭ tragen, und so vernichtenden. und etwas vor dem Elemente zu retten. Weinende Kinder, zerzaŭste Fraŭen, le- partete und schwer schleppende Männer, beladenen Wägen mit Einrichtungsgegenständen, Botten etc, sah man im wilderegten darfre, und das Feuer hatte sich durch den später eingetroff- tretenen Westwinde, auf das zweite Haus (ganz) weitere und auf vier häuser teilweise erstrekt. Die bedrängten Dorfbewohner erwarteten sahn. suchtigst die allernächste Hilfe von aŭrwärts. als welche wir in kürzester Zeit eintrafen. Wir müßten dem feuer von Osten her entgegen strömen, und nachdem die direkte Gasse durch die beiden brennenden Häuser bereits abgeschwert vor, mussten wir auf Um- wegen unsere Spritze noch Osten des Dorfw bringen, welches uns nach hinter Bemühung auch gelang. Vor dem Gasthause zum „Hinchen“ paßierten wir, an einem bereitgestellten Lauchbratte unser Löschgeräte legten in Schnelligkeit zwei Schlaŭchstrange und in 3 Minuten nach Ankunft aŭf dieser Teintete halten wir bereits unser Maschine in Betrieb und das Wasser auf den bereits vom Flŭgfeuer ergriffenen dächern. Nach einstimmigen Urteile der zahlreichen Augen zeugen ein Brandplasze vor unsere hülfe Aufstellŭng und Angriffnahme der flŭv- feŭers aŭf 3 Döchern den letzte Hilfe für das ganze Dorf Arzl, denn jeder der dortigen Rp Einwohner gab hatte nur mehr wenig. Hoffnŭng, aŭf Rettŭn 4 dieser eingebaŭten, und durch zahlreiche Halzbaŭten sehr gefährdeten Fortschaft. Zur Bedienŭng der Schritze mŭssten vorerst die umstehenden müßigen Zuschauer herangezogen werden, wie Bauernknechte, auch Weiber, mit der Zeit kommen die anderen Kameraden von Mühleŭ, welche sah unver- drossen an der Betätigung der Spritze be- teiligten. Unsere Rohrführer, wie Estir z. Steiger Josef, Numer 7, Schlögl Alois, Ruern Steton standen mit eisernen Wŭte am Brandherde und trugen, durch häufigen Übungen in Mühleu wohl belehrt, viel zur schnellen Dämpfung der großen Feuer. hierdes und damit zŭr raschen Abwendŭng jeder weiteren Gefahr für die übrigen Objetzte wesentlich bei. Noch uns erschien auch die feuerwehr Rüm mit Spritze, welche sich unweit unserer Aufstellŭng postierte. die Schritz- No II.,,III, der Innigkeitiger Wehr hatten sich alsobald eingefunden und bekämpften mit 3 Wasserstrahlen von Norden und von Watten her, den Brandhard ferners erschienen auch in staunend kurzer Zeit die Feuerwehren von Thaur Absam, Hoch-Kreuz, Hall, Wichten an Univer, doch brauchten letztere nicht mehr der aktiv einzugreifen, blieben jedoch zŭo Unter- stützung der anderen Wehrmänner einige Zeit am Brandplatze. Eine sehr zudringliche Menge Neugierige erschwerte die Löschaktion. Gegen 7 h früh konnten wir unsere Schritze wiederŭm heimführen, da der Brand zŭ- dieser Zeit als fatalisiert zu betrachten wer- Verwendet wurden von uns 20 Stück Stromal- schläŭche, was einer Linie von 300 meter gleich- kommt. Dieselben wurden auf einem ge- liehenen Leiterwagen herübergeführt; ein Gertsbesitzer von Arzl wollte w sich hiebei nicht nehmen lassen, als kleine Dankes be- zeugŭng für unser Worten am Brand- platze, einen ganzen, geschlechteten Hannel (Schef) auf den Wagen zu werfen, welcher dann von der Korntwirtin gratis gekocht. würde. Am gleichen Tage Abends wurden die naßen Schläŭche gewaschen, ŭnd fernach war beim Korath großer „Hammelschmäß" wozu sich, die am Brandplatz tätig gewesenen Kameraden zahlreich einen funden hatten. Bemerkt sei noch, dass sich die feŭerlösch Vorkehrungen von Arzl. bei diesem Brande als völlig unzureichend erwiesen hatten. Die uralte, sehr vermi- tive Schritze mit alten, kleinen Schläŭchen, ohne Säuger, hat sich sofort noch deren § 21 Aufstellung bei einem Dorfbrunnen als ganz unbrauchbar erwiesen. Den Hydranten- leitŭng zeigte, daß viel zu wenig Wasser in ihr geführt wird, denn daß halbe, die Westferte, des Dorfes mußte vom Wasser¬ bassin aŭs, ganz abgesperrt werden, damit die in der Ostferte des Dorfes gelegenen, und beim Brande aŭch tätig gewesenen zwei Gydrenten noch genügendes Wasser zeigen können. Die Neuanschaffung einer ergengbaren, mit Seŭgvorrichtŭng versehenen Spritze, die Vermehrung der Schlauchmateriales und die Bestärtsung der Hydranten mit gemügendem Wasserdrücke wird für das dorf dazl eine notwendigkeit bleiben. dugŭet, wiederum gegen 11 h Nachts wurde Am 27. in Mils. dŭrch börwillige Hand ein Haŭschaber ange- zündet, dadurch das nahe daran stehende Wahn- und Fŭtterhaus sehr gefährdet war. den hellen Feuerschein sah man auch in Mühleŭ, doch wurde, infolge der vor- aŭrsichtlich meiten Entfernŭng weder aŭagefahren noch im Bereitschaft getreten. Am 8. September gegen ½ 6 h Abends bemerkte ein man im Kaŭz von Fabrikwohngebäude Haus N. 19 in Mühlen einen Kaminbrand. Selber wurde durch den zufällig herbei- gekommen Kameraden Holzmeister und Plattner Renrad bald gelöscht. d° 3 Am 10. September wurde anlässlich dieses Kaminbrandes eine Nachtübŭng beim Kauz eben Hause A. 19 abgehalten. Es zeigte sich hiebei, daß zur Bedeckung der umliegenden Gebäude ein Unmaße von Schläŭchen benötigt wird, und eine richtige Daßung der nord- wärts gelegenen Äjekte nur durch eine Schlauchlegung von den Hydrauten ein der Engergasse erfolgen könnte. Am 16. September gegen ½ 8 h Abends ertönten in Mühlenŭ die Kirchenglocken als feuer- milder. In der Scheune zur Villa-Hŭssl in Rŭm war, dŭrch Unvorsichtigkeit feŭer aŭrgebrochen. Wir führen unter dem Kommando des Schriftführers Pŭmer und des Magazinsverwalters Kathrein mit der Spritze (Beschannŭng Raŭch) und einem vom von Sternbach bereit gestellten Brücken¬ wegen sofort zur Unglücksstelle, brauchten jedoch, dort angelangt, nicht mehr aktiv ein zŭgerifen, da die feŭerwehren von Ruŭm, Schwur à Arzb. Das Brandobjekt mit Wasser bereits überschütteten. Wie unsinnig schnerell, die Feuerwehr von Rum bei diesem Brande arbeitete, welchen Schaden diese Wehr dŭrch übereiliges Inlŭndern der sehr kost- baren Einrichtŭng, dŭrh Eingieβen von 84 Wasser in die gar nicht gefährdeten Wohn- zimmer, durch das dŭrknäβen der Mauern dem Besitzer zugefügt hatte. Plafands und Bäden, ist ja bekannt, und zeigt nur die Merkmale immer wilden feuerwehr. September Nachts ist in Volders ein Hausstadel Am 29. durch böswillige Hände angezündet worden, und aŭch abgebrannt. In Mühleu wŭrde von diesem Brande nichts bemerkt, doch in Innsbühl gieng gleich darauf das Gericht herum „dass das halbe vor Volders abgebrannt sei. Glücklicherweise bestätigte sich diese Nachricht nicht. Am anderen Tage, 30. September, erläuter in Hätting den Nŭrmglacken. Das Baŭrahaŭs beim "Winterle" stand, vermŭslich dŭrch Brandlegŭng in hellen Flammen. In Mühleŭ wurde zwar der Feuerschein bemerkt, doch wurde, da, die Röte bald nachließe, nicht allamiert. Zwei Tage darauf, am 3. Oktober gegen 12 h. kath. hörte man schon wiederŭm die Feŭergleten ven Hätting. Diesmal stand das Bauernhaus zŭm „brauchler“ in flammen. Einige Wehrmänner welche vom „Rorath“ aŭs, das feuer schnell bemerkten, schlüpften im ihre Montur entnahmen aus den Magazinn den Schleŭchwagen und führen, ohne § 5 des Feuerwahr Kommando, welcher ja die Bewilligung der Ausfahrt nach aŭwörts einzig und allein vorbehalten ist, erligst davon. Doch auch diese 4 Eiligen ertrennten nahe der Kettenbrücke die Unzulänglichkeit ihrer Hilfeleistŭng, denn die Hilfverktion bestand nur aus ganzen 4 Männlein, und nachdem sich diese Expedition vergewissert hatte, daß der Feuerschein wasch nachlässt. wurde wiederum umgekehrt, und der "bereitwillige Schlauchwagen eigenhändig noch Hause gezogen. Oktober starb in Innsbuch noch langem Am 7. Leiden unser beitragendes Mitgliede, Herrn ira Alois Rasch, Kaufmann. Am 9. (x vor dessen Leichenbegängnisz war sich aŭch mehrere Wehrmauer von Mühlau in leichter Unisern beteiligten. Am 11. October Mittags ist in Ralsau wiederŭm ein Bauernhaus abgebrannt, wenn welchen feŭer wir in Mühleŭ nichts merken konnten. dem nächsten Tage den 12. Oktober gegen 2h Nacht- sind ist in der Hättingerau das Baŭernan- wesen "Dreiheiligenhof" gänzlich abgebrannt. Wegen vollständigen Wassermangel tante die gänzliche Vernichtŭng des Gebäŭdes nicht verminden werden. In Mühlau wurde hervon nichts bemerkt, wenigstens der 26 der Nachtwichter von Mühleu wusste anderen Morgens von einem feuerschein nichts zu erzählen. am 14. Oktober beiläufig um 3/4 11 h Nachts be- merkte man einen Streuhausen hinter dem Hause N. 33 des Altworstehers Johann Sotir in hohen Flammen aufgegeben. Das feŭer ergriff bereits die hälzeren Verschalŭng des rückwärtigen Futterhauses, sowie den hinter diesen Holzwändern aufgerichteten großen Heustock. Das Feuer wurde von einem Passanten bemerkt, welcher sofort in das Geschaus zum "Konth" lief um die dortigen Gäste zu verständigen. Zufällig war in diesem Momente der gesammte Gemeinde aŭaschŭfs, nach seiner stattgehabten Sitzŭng, hier anwesend, welche sofort zŭr Brandstelle eilten, das Spritzenhaus öffneten und von den Gydrenten am Dorfplatze vor dem Haus. Koratspeinen Schlauf zur Brandstelle legten. Auf diese Weise vor sofort Wasser zur Stelle und auch weitere Gefahr eines Großfeŭers glücklich beiseitigt. Sofort erschienen auch die Wahrmanner. es wurde mir zweiter Schlauchgang gelegt. und das feuer rasch erstickt. Der bereits angebrannte Haustak musste natürlich, 87 auf der ganzen Seite etwa einen meter tief abgeschnitten werden, damit die vollständige Räŭnŭng des Feŭboden, unterbleiben kann. Die Wahrmänner arbeiteten tapfer und sehr ausdauernd bis gegen 4h der Brand das latialisiert gelten kannte. Eine Brandwoche verblieb jedoch noch einige Stunden an der Schadenstelle nährend sich den übrigen Kommraden, nach überwun- dener harter Arbeit bei einem im nahen „Korathgasthaŭse‟ gereichten Imbisse sich stärkten, der durch den Brand geschädigte Heurbesitzer Johann Gstir. spendete der Regiekassa der Feuerwehr 30 Kernen, wofür ihm hiemit der Dank aŭgesprochen sei. von Mühlsau aus. Am 20. Oktober und Mittag sah man was in Amas einige Häuser brennen. Sofort ließ man Sturmschlagen und eine Ab- teilŭng unserer Wehr unter der führung des Schriftführers 7. Pŭmer begab sich mit der Spritze und einem Neuenschaftsbrücken¬ wegen (Beschauung Steiger und Gönner) sofort zur Unglücksstelle. Unsern Abteilung war die erste am Brandplatze der von aŭswärkts herbei geeilten Wahren, konnte aber nicht mehr atstiv an der Löschetstirn eingreifen, da kein freiw Wasser ♀ 8 für unsere Spritze vorhanden war. Die Kannraden von Mühleŭ komiten daher in kurzer Zeit wiederŭm heimkehren Abgenbrannt sind 2 Wehnhäuser und 1 Nadel welcher Brand nach dem Valkamŭnde wieder- gelegt werden sein sollte. Am Sonntag den 25. Oktober fand die Herbsthauptübung unserer Wehr statt. Als Brandobjekt dreite bei angenommenen Südwinde die Lang'sche Wagnioni an der Reichstraße. Es müßte bei dieser Aufgabe sowohl das Gasthaŭs Dollinger die alte Paß, das Badhaus und das Heŭs N. 74 der Maria Könle geschützt werden, wobei es einer Maße Schlosŭche bedurfte. Bei dieser kamvinierten Übung kommen alle unsere Löschgeräte zŭr Geltŭng, aŭch die Spritze, denn 8 Rohrführer waren zur Bewältigung dieses gedachten Brandes auf¬ gestellt worden. Nach der Übung, die als gut gelŭngen bezeichnet werden mŭsste, war eine kleine Zusammentunft mit Freibier in der Schoteessstandsweranda keiner Rorath, bei welcher der langjährige, stets eifrige und beliebte Steigerrattenführer früher Sultionsführer) Heinrich Weber sich von uns verabschieden musste. Weber muß Um Dieser aŭg dienstlichen Rücksichten in die Südbahnhäuser nach Innsbuch ziehen, gedenkt jedoch im wenigen Jahren von dieser Be- stimmung befreit zu werden, und verspricht dann, mit freuden wieder zŭm aktiven Stande unserer Wahr zurückkehren zu wollen. Blaittage den 25 Dezember nachmittags verschied ganz unerwartet schnell, unser joch verdientes Ehrenmitglied, der wolgeborene Herr Leopold Raŭch sen. Kunstmühlen & Realitätenbesitzer, Inhaber der bedeutenden firma Anton Rensch, Altopsteher von Mühland etc etc. Herr Leopold Raŭch gehörte unserem Körper schon seit dessen Bestehen an, denn im heŭndbŭche I unserer Wahr finden wir auf Seite 5 die Stelle, geschriebenen von unseren seligen Kommandanten Ferdinand Weyrer: „Hier nun die Namen der edlen Spannster durch deren haben es der Heuermehr möglich wurde, sich schon in den ersten Tagen Jahre ihres Festehens beinahe vollständig auszu- rücken. Die Herren Rauch ist kulden etc etc. Auf Seite 7 des genannten Buches finden wir die Stelle welche die Ernennung des nun¬ mehr dahingeschindenen zum „Ehan Mitgliede“ der freies. Feŭerwehr Mühlenŭ beurkundet. Herr Knŭch an, war ob dieser ihm untergegen gebrachten kleinen Ehrŭng stets volleŭf bewusst, denn die jähnlichen Beiträge, die Scheutungen bei festlichen Anlässen, bei Glückstöpfen, bei Bällen, die Widmungen zum Andenken seines seligen Vaters denten Raŭd, seiner erst kürzlich verblihenen Ehefrau Anna Raŭch geb. Kauer bewiesen Die gute Gesinnung des teuren Todten gegenüber unserem Körper. Es war nicht offene Pflicht und im vollsten Sinne der Kommandantschaft gelegen, dem teuren Todten in vollster Rüstung am letzten Gange zu begleiten, und am Sorge des Verbliehenen, als keines Angebinde unseres vollsten Dankes für dessen hochherzige Taten einen grünen Lorbeerkranz mit schwarzvater Schleife nieder zu legen. Das Leichenbe- gängnisse am Sonntag den 27/III war eine erhebende Trauerfeier und den edlen Todten, Vertreter der Gemeindevorstehung von Mühleu- der Handels- und Gewerbekammer in Innsbuch des Tiroler Landes Mühlen verbanden, der verschandenen Korperationen aŭvallen Teilen des Landes und allen Schachten der Bei- 9) völkerŭng geb. Zeŭgnis von der Hochachtŭg und Wertschätzung, welche sich der edle Todte überall erfreŭte. Aŭch die Beteiligŭng unserer Wehr an der Trauerfreier kann eine vollzählige genannt werden. Zum Andenken an unser nunmehr verstorbenes Ehrenmitglied Leopold Rauch widenden dessen Nachkommen. K 200.- in österr. 4 % Kreurente für unsern Unterstützungskaffa R. I. P. den l. J. starb in Immundes Versorgungs¬ Hause der Privatier, Christian Schmagy, dieser vermahte laut letztwilliger Anordnŭng, neben anderen woltätigen Legaten auf R 50.- unserer Feuerwehr, welche durch Beschluss des Feuermetz durcheures der Raguisitenkassa zugewendet wurden. Zu spät erst konnte man von diesem Legale hören, daher kennten wir ŭw aŭch nicht am Beidenbegangnisse des edlen Spruders beteiligen. Daher soll hier unser Dank verwiegt sein. R. I. P. Schlunbericht. Wenn wir, angelangt bei der Jahrwende, zurückblicken, so finden wir eine an Katastrofen reichen Zeit 92 glücklich überstanden hinter uns. Aus eigener Erfahrŭng wissen wir, wir oft wir im vergangenen Jahre zu unserer Pflicht gerufen wurden, und welchen Wert eine organisierte Feŭerwehr, infalge der vielen Ereignisse, bei der gesammten Bewöltzwŭng errŭgen hat. Doch finden wir unser Heimatsdorf Müldau wiederum im lieben Frieden daliegen, denn mit Ausnahme des Feuers beim Altvorsteher Gotir, welches gleich im Keime erstickt. werden konnte, und einem Kaminbrande blieb unsern liebliche Fortschäft von dem bösen Gesellen des entfesselten feŭres gemlich verschont. Treue Orte, welchen wir folfe bringen mussten, die sich momentan- in gehöhrderten, in beträngter Lage besonden, denen haben wir aŭsgiebigste helfe gebracht, ich erinnern hier nur in den Brand in Arzl, an die Unterstützungen welche noch Ziel geschickt wurden, der daß und die Anerkennung ab dieser Talen wird sicherlich nicht ersterben. Wenden wir unser Augenwerk noch aŭßen, so finden wir mitunter greuliche Talen der Verwüstŭng, wir finden zahl, 93 reiche große und keine Bände, schreckliche Katastrophen durch Wildwasser in Nord- tirol, wie in Krielegg, Tulfes und Götzen, und als schreiberregenden Abschlŭss dieser kritischen Jahres, die ŭnbeschreibliche, noch ein dogwesene Erdbeben Katastrophe von Sizilien und Calabrien, welchen nach iocos von Menschen das Leben getastet hat. Möge die Versehung über diese schwer- gepfen gewühten Gegenden nunmehr friedliche Tage, Runden der Freŭde, Zeiten der Erholung senden, damit die, mitunter trostlosen Menschen sich ernommen, aŭf- reffen, neŭ störken und zŭ ihrem früheren Vermögensstande und Verhältnissni- zurückkehren können. der Stande im unserem Feuerwehr¬ körper hat sich im Laufe des hŭrigen Jahres sehr wenig verändert. Gestorbensund leider: am 25/III das Ehrenmitglied, Leopold Rauch von um 18/IV. Das betragende Mitglied Josef zuquim am 19/I das aktive Mitglied Anton Tollinger Eingetreten: altiv der Wehrnam Tanz Schlögt Übergetreten: als beitragendes Mitgliede Christian Tuch. 94 der Stand unseres Körpers beträgt daher mit heutigem Tage: Georg Rauch, H. Lang & L. Schlögl Ebenmitglieder: 3 Aktive, ausübende Mitglieder: 72 Reitragende Mitglieder: 63. das Inventar der Wehr hat sich im Laufe des Jahres 1908 um folgendes vermehrt: 1 kompleter Schlaŭchwagen N. 2. 6 Stück kleine Steigerhüppen 1 " grosse Alarmhüppe für das Magazin " " bewegliche Petroleumfenkel 1 " amerikanisches Kreusemundstück sammt Standrohr. 1 so unter langes Mensband zur Auffindŭng vereister Hydronen im Winter 10 " " Jaist’sche Schlauchvabends Röstchen. Steigerbeile 6 Schlaŭchschlümel. 10 Neubdeckn für die Spritze. 1. die Windwoche wurde während des abgeleŭfenen Jahren in 32 Nächten gehalten und sei hiemit allen beteiligten Ka- meraden der herzlichste Dank für den Einhaltŭng dieses Dienstes kŭndgxx 95 zur Erledigung der geschäftlichen Agenden wurden im Laufe des Jahres uss 6 dŭschŭs Litzŭngen abgehalten, und alle wichtigere Ereignisse hierin besprochen. und beschlossen, u. d: die Abschließung einer Haftpflichtversicherung, die Be- mühungen zur Erreichung nŭw gemeinde und Feŭertelefernes in Mühlen etc. zum zweiten der steten Ausbildung der Wehrmannschaft wurden 2 Hauptübungen 4 Gesammtübŭngen (Darunter 1 Nachtübung) und 4 Steigerübungen abgehalten. Dieselbe wurden von der Mannschaft immer sehr fleißig besucht. An Spenden sind der Feuerwehe zuge- kommen: Von der Familie Raŭch in Mühlau zum Andenken um die hinauer verstorbenen: frau Anna Rauch geb. Keuer und herrn Leopold Raŭch je 200 Roenen für die Unter- stützengekassa, und ein Legal des „II‘ Claraticen“ Schmerze mit K. 50. für die Requisiten. komme. Diesen edlen Wohlthätern sei hiemit der vollste Dank gezellt. 96 Vor Schfŭse des heŭrigen Berichtes. möge in ehrenden Worten eines Mannes gedacht werden, der stets als Muster eines Wuhrmanns dasteht. Als Jüngling von 18 Jahren trat er in ein großes Haus ein, welches sowohl im Innern heftig brannte, als auch von aŭßen mit feindlichem Flammer ŭmzingelt und bedroht vor. Doch hat es der Inzurinsen verstanden diese Bründe zu erstierten, und seit 60 Jahren leitet er die Geschäfte in dem großen Hause, dem auch mir angehören. Mit seltenm Rüstigkeit führt der ehrwürdige Greis, unser allverehrter Kaiser und Herrscher Franz Josef I. heŭte noch die Geschäfte in Stral und Land, und gedenkt in väterlicher Ibfŭt aŭch der Feŭerwehr. Viele wenn von Kreuen hat der hohen Herr den kleinen armen Landfeŭerwehren in allen Orten zukommen lassen, und Millionen von Kronen sind aŭg seiner milden Hand ge- flossen zŭr Milderŭng der großen Nat. von armen Abbröndler. Wenn der hohe herr jeder feuerwahrmannes, anlässlich seiner 25 jährigen Dienstjubeläums im feŭerreichrdienste, durch Verleihŭng einer eigens hiezu gestifteten Ehrenmiedaille gellenkt, so ist es nur unsere Pflicht- 97 auch unserer erhobenen Kaisers zŭ gedenken, anläslich seines 60jährigen Regierungs Jubiläum. Mögen wir uns noch lange Jahre seiner glorreichen Regie- rŭng erfreuen. Ihm, dem erhabenen und vielgeliebten Monarchen ein kräftiges Gut Heil. zŭm Schluße sei noch aller jener gelacht, welche uns leiteten und führten, ŭw finanziell und unterstützend zŭr Seite standen. Dies gült insbesondere der löbl. Gemeinde Vorstellung von Mühland deren Schutz und Fürsorge wir uns auch für die Zukunft warmstens empfehlen. mögen glückliche Zeiten über unser Heimat, über Staat und Land hereintreten insbesondere unser Gegend vor jedem tückischen Elemente verschont bleiben. In vollster Hoffnung schließen wir unseren haŭrigen Bericht mit unserem Wohlŭrŭche: n.o o. Z. 1 Gott Geschirme Mühlan? Mühlau, den 31. Dezember 1908. Geschahnermeister Berichterstatter lige Feu. beschlossen und gefertigt. Müdau, den 10. Jänner 1909 Anton Ranz Ühlau Feuermale Haupt 98 E vth 10049 K 1900. das 35. Vereinsjahr würde mit der Jahreshauptversammlung am 16. Jänner als beim "Roreth" eröffnet. Kommandant Rauch begrüßte die zahlreich erschienenen Wehrnämme den anwesenden Herrn Gemeindevorsteher Anton Wild und das Ehrenmitglied L. Schlägl m. Schriftführer Pŭmer verlag das Protokoll der letzten Jahresversammlung welches einstimmige Annahme fand, der Vertrag des Jahresberichtes von Seite das H. St. Holzmeister war, ob der vielen Brände und Vorfälle im Jahrgange wos, ein sehr langer, dennoch laŭschten die zahlreichen Ver- sammelten mit vollster Ruhe und Aŭf- mentesamkeit, den mehr als 1 1/2 ständigen Berichte an. Ranier L. Raŭch brachte der Rausabericht zur allgemeinen Kenntnis 99 dem wir folgende Daten entnehmen können. a) Regiekanez: Rest von 1907 R. 28/9 Eimahmen 1908. 4/9 Ausgeben von 1908 " 364 50 5 Reisart per 1/XII 1909 R 54.55 b/ Unterstützungslassa: Rest 1907 1759 02 Einnahmen war. 456890 Kammerst per 1./I. 19 og R. 2.15.82 c) Requisitenkasse: "Rent geg 555 Einnahmen 1908 548. 26 553 + 1 Ausgaben 1908. 553 11 R Kanavastrag per 1909. 70 die aus der Versammlung gewählten Revision Josef Steiger und Anton Mayr haben die voll- endete Ordnung der Kassa vorgefunden, waßhalb dem mustergültigen Kassier L. Raŭd, bei- gleitet mit aŭfrichtigsten Dankesworten, das Absalutorium erteilt wurde. den darauf folgende Verlosung der noch durch dorten Willi nicht gezogenen Anteilschein zeigte die Numan. 49 Stockhaimer bg. Mühlau 2. Joh. Könler Mühlau 60 Baron Ringhofer in Pray 69 beweg Rauch in Mühland 6 von Sternbach 70 Arbeile Hüge 29. Wieser Anton wie nahterem 6 Nummern ai 10 Riesen 30 Salcher Franz Die letzteren 4 Nummern à 40 Raum 35 hg. Holzmeister Summe Ra 220. 100 Beim Punkte „Einzahlungen der Mitglieder“ ergriff H St. Holzmeister das Wort, um aller Jener zu gedenken, welche mit heutigen Tage aŭf eine gewisse Dienstzeit in Feŭerwehrwesen zurückblicken können. Und gerade die heutige Gelegenheit paßte dem Medner zwei Männer im Wehrtrager von Mühleŭ zŭ ehren, welche heŭte das 25. Dienstjahr in unserem Körper beenden. Es ist dies unser langjähriger, verdienstwaller und geliebte Feuerwahr¬ Hauptmann deiten Raŭch, sowie des Mitglied der Foderungsmannschaft unten Mayr, Gemeinderat. Unter herzlichen Dankes. worten für deren Schaffen und Wirken zum Wehle unserer Körpers, und mit den aufrichtigsten Glückswünschen der Wehrsammeraden begleitet, übergab Reden drei beiden Jnfeierten das übliche Diplom der 25. jährigen Dienstzeit im Euerwehrwesen worauf die Anwesenden den Jubilaren ein herzlicher "Gut Heck!" mitgegen brachten. Auch des Wirken des Rohrführers Kreuzer wurde hervorgehoben der heute in das 15. Dienstjahr eintritt. Neusanmeldung wurden dem Ferner Schlägt von Mühlau gewährt, und derselbe in die Steigerrolle eingeteilt. 101 Heuptneŭwohlen waren heŭer nicht zŭtreffend. doch 2 Ergänzungswahlen. Nachdem das Ehrenmitglied Kloman Lang aŭs Alters rücksichten aůg dem atetiven Wehrdienste leider scheiden müßte, wurde an dessen Stelle Johann Getir sein. ihre Atelmatien zŭm Zŭgsführer der Erdŭnga- mannschaft gewählt. Der bisherige Neigewaltench. Hd Weber, welcher diensthalber nach Innebusch versetzt wurde, ist von seinem Posten geschieden, an seine Stelle wurde in engerer Wahl der bisherige Sittwurführer Josef Estir gewählt und an dessen Stelle der Steiger Romod Rauszer als Ratationsführer. Die vom Ausschüsse bereits erfolgte Berufung des Zalzol. Häfele als Satztwos- führer der Schlauchratte, wurde von der Ver- sammlung nachträglich genehmigt. Beschlossen wurde ferners, heuer den Ball entfallen zu lassen, und dafür einen Ausflug des Wehrkörpers zu veranstalten. Weitere daten von dieser Versammlung fiehe in der Aufschreibŭng des Schriftführers. am 1. März 1909 staat in Inenbuch der beitragende Mitglied, der Syndikur Hermann Huber, der Verklohrene war ein langjähriger Ehrenmitglied der Wahren in Innbüde & Klagenfurt und ein worner Feuerwehrfreunde Einige Kameraden 102 von ŭm beteiligten sich auch am imgesamten Leichenzuge des Verewigten. am 12. März früh ist in Mil bei Hall ein Großheuer aŭrgebrochen, dem 2 Häuser sammt Stall-Stadel gänglich, 3 weitere Häuser teilweise zŭm Spfer hielen. In Mühlau wurde man erst durch den Tagesblätter Bericht erhalten, weiß halb auch nicht ausgefahren würde. Am Sonntag den 3. Mai wurde das übliche Flocianianist abgehalten, woran sich die Wehrmänner in einer sehr erfreulichen Anzahl beteiligten. Am 23. Mai fand in Mieslers in Stŭbai der Feŭermahr- Kazickstag statt. Von unserer Wehr waren die Kameraden Josef Gstir und Anton Schlögl als delegierte mitsendet. Auch die Kameraden Krugger, Kreuzer und Holzmeister beteiligten sich an der Tagung. Von unserer Wahr wurde der dass die schriftliche Antrag eingebracht, 1.) immer häufiger werdenden Feŭerwehrfestlichkeiten möglichst eingeschränkt werden unägen, 2) dass die bereits voriges Jahr beschlossene Abschließŭng einer Haftpflicht- die Gründung versicherung und eine Witwen und Waisen- unterstützungsfondes endlich verwirklicht werden möge, und 3) Antrag auf Einführung von all- gemeinen Chorgenschulen, die Erledigung dieser Punctete, bezw. Anträge säche in der 103 derabzüglichen Verhandlungsschrift des Bezirks- tage /:Beilage N. I. :/ Am 12. Juni 1909 fand um 8 h Abends beim Rareth, in dessen festlich geschmüßten Gratenswand ein Erstabend statt, welcher in erster Linie unserem Kannandanten duten Teŭch, und unserem Wehrkommenden unter Mayr galt; diesen beiden Jubilaren nämlich am Vorabende Ihres Namens festes die kaiserl. Niedeille für 25. jährige erschrifsliche Dienste im Wehrwesen zu überreichen. Von Seite der Kommandantschaft vor hiezu der gesammte Gemeinderurschuß, der Herr Ortspfarrer unten Auer, die hiesige Gendarmerie den atetive Wehrmannschaft und alle Gänner der Feuerwehr eingeladen, denn ein besonders Geschick verfügte es, daß im Dorfe Mühlow dann meisten führenden Persönlichkeiten, der feŭra- wahrhauptmann, der Pfarrer, der Vorsteher, der I. Gemeinderat, und nicht weniger aŭch der Gast- geber unseres Stammlakales, der junge Korntwirt alle. "Toni"... heißen, und gemeinsam am 13. Juni Ihren Namenstag heiern. H. St. Randschft. Holzmeister begrüßte im Namen der die solene, sehr zahlreich besuchte Versammlung scheziell die "Namenstagskinder" und die übrigen Honoratoren, besonders die anwesende 104 Familie unserer Kommandanten Raŭd. Redner freŭte sich ab der linbesprechenden Sympathien welcher unser Wehatörper von Seite des Gemeinde- aŭrschŭsses und der gesammten Bevölkerung sich gesichert fühlt, was bei der heutigen Versammlung wiederum erwiesen erscheint. Mit Er brachte aŭf sämmtliche Gefeiraten unter Zŭruf aller Versammelten ein 3 faches bŭt Heil! aŭs, bittend dass der erfreuliche Standpunkt unseres Körpers nŭch für weitere Zeichen gesichert sein möge. der Herr Gemeindevorsteher duten Wild heftete sodann unseren 2 Jubilonen Rauch a Mscyr die kaiserl. Medaille auf die Brust, während dessen von der anwesenden Musiktagelle die Kaiserhymme gespielt wurde, welche von den Anwesenden stehende angehört wurde. Dankeswärte vom Seite der beiden Gefeierten für diesen fastabend und Lebelungsreden von Seite des Gemeindevorstehes und Pfarrers an die Gefeierten wechselten in schönster Art. Schliesslich übergab H. St. Holzmeister dem Kommandanten Rauch, dass ihm von feŭerwehreŭrschŭsse gewidende Bild, welche den gesammten Wahrtürger zeigt, und mit der entsprechenden Widmung: „St. Hochwolgeboren Herrn Anton Raŭch, zŭr freundl. Erinnerung an das 10 jährige Kommandanten Jubiläum, gewidmet 105 vom Ausschuße der fraw. Feuerwehr Mühlen u. 12/5.09.” versehen ist h. Rauch dankte noch nals auch für diese Ehrŭng, ŭnd versprach aŭch fürderhin mit vollen Eifer zu Gunsten unserer Körpers zu wirken, und denselben zŭ leiten. Noch mehrere Stunden blieb man in vollster Festerstimmung beisammen, zŭ deren Hebŭng die Mühlauer Musiktagelle wesentlich beigetragen hatte, wofür nachträglich nochmals gedankt sei. Am 14. Juni Abends ist in Wattens ein Wohnhause Stadt abgebrannt, wovon in Mühlau, infalge der Tageshelle nichts verspürt wurde. Am 5. Juni, 3/4.1 h nachts ist in Thaus ein kleineres Bauernheŭg des J. Kichhardt abgebrannt, was aber vom Nachtwächter von Mühleŭ nicht bemerkt wurde, daher wurde auch nicht ausgefahren. am 25. Juli 3t nachmittags war die satzungsgemäße frühjahrshauptübŭng. Als Brandobjekt diente der Stadt Das Heŭr st. 48 der 4ste Schlögel mit gleichzeitiger Mert Beschützŭng des „Weherhaŭser“ dt. Am 2. Juli 1909 starb unser beitragendes Mitglied Herrn Jakob Ziel im hohen Alter von 82 Jahren. Wir begleiteten den teŭren freŭnde in zahl- reicher Teilnahme beim letzten Gange, und wurden hernach zŭ einem Glase Bier beim Korath geladen. 106 Am 18. Augŭst ŭm halb 9. h Abends wo eine Gesamtülung als Nachtübung einberufen. Als Brandobjekt Diente des Haus A. 70 Ch. Deisenser im Mössch und bei angenommen heftigen Südwinde. waren die nördlich gelegenen Häuser Seyerling, W. Pachvigl & Salcher zu schützen. Beider zeigte er sich bei Lösung dieser Aŭfgabe, daß unsere Wehe viel zŭ wenig Schläŭche besitzt, um einen solchen Angriff unternehmen zu können, da die beiden nächsten Hydranten /:ein haberle beim Kelwosn :/ zu weit entlegen ist sind. Eine Helfraktion dŭrch unsere Spritze ist hier eŭrgeschlossen, weil im ganzen Mönch kein offnung Wasser ist, und so muss mit allem Ernste dafür gesorgt werden, daß der bereits beim Heŭse „Waldegg‟ angezeichnete Hydrande unbedingt und baldigst eingebaŭt wurde, Nach der Übung wurde die Mannschaft zu einer allgemeinen Besprechŭng beim Korath einge- laden, ŭm hiebei die feŭerpolizeilichen Vor- kehrŭngen, anlässlich der bevorstehenden Theola Landejahrhundertfeier in Innebrück, zŭ bestimmen. Es wurde beschlossen, während 3 Nächte eine straße Windwache von je & Mann zu stellen nachdem viele festteilnehmer im Massen, quartieren in Mühlau untergebracht werden. 157 wodŭrch infalge Festesbraŭschŭng der fremden Patriolen umso feichter ein Schadenfeŭer in Mühlenŭ aŭrbrechen könnte. Die Windwochen wurden sofort eingeteilt und bestimmt. Auch kein Kaiserempfange in Mühlau und Hall wird sich unsere Wehr, über Einladŭng der hiesigen Gemeindevorstehung "en parade" beteiligen. am Samstag den 28. August nachmittags begab sich sodann die noch übrigen Wehrkameraden, die meisten davon waren ohnedig bei der Schützen- kompagnie und der Musatstapelle von Mühleŭ eingeteilt, in mustergültiger Reiferen nach Hall, wo wir ŭw am oberen Stadtplatze, neben den anderen Wahren von Hall, Absam, H. Kreuz etc. verrichten, und bei der durchfahrt St. Majestät Spolina baldeten. Nachher war beim „Stern“ in Hall Sammlung aller von Mühleu- erschienen Körperschaften, und "Fusibier" von Seite des festausschusses von Hall. Die völlig 2 2 Stunden dauernde heimfahrt in einem dicht besetzten und unbeleuchteten Südbahnzug wird den beteiligten Kameraden noch lange in Er- innerung bleiben!! Dafür ergätzten sich die selben beim Anblicke der großartigen fest- beleuchtŭng von Innebrück, zŭ welcher wir gerade rechtzeitig am Südbahnhofe in Innbuch einlangbar. 108 Am Sonntage den 29. August war das große Landesfest in Innsbŭde, in Anwesenheit des greifen Lander- fürsten Reiser Franz Josef I zahlreicher Mitglieder des kaiserl. Haŭses, und einer Volkommen gewaltigen Wolfsmenge, wie solche nur bei den seltesten Festlichkeiten zŭ finden sein wird. Kein Wunder, daß von Seiten der Behörden Die Intervention der Feuerwehren von Innhülz, Wilten, Hätting und Mühlenŭ in Anspruch ge- nommen wurde, um die allgemeine Ludnŭng und feŭnopolizeiliche Sicherheit während dieser großen festoŭmmels aŭfrecht zŭ erhalten. der imposende Festzug wird jedem Teilnehmer und Zŭschauer für immer in Erinnerŭng bleiben. der festzŭg dauerte wider Erwartung zimli- lange, so dass aŭch die Bevältserung von Mühlau erst gegen 1/2 3 h heimkehren konnte, daher konnte die von der Luziratshauptmannschaft feŭrwahr Mühleŭ übertragene Aŭfstallŭng der auswärtigen patriatischen Vereine, während der dŭrchfahrt, he Majestät důrch das Dorf Mühleŭ zŭm Landeshauptschiessstende nicht mehr geweŭ- dŭrchgeführt werden, weil einerseits die aŭs- wärtigen Vereine in wilder hast durch Mühleŭ- zogen, andererseits die Zeit der Aufstellung zu kurz war. Demnach wurde das Gruppenbild 109 längs der Reichsstraße im Mühlen, durch eifriges Wallen der Wehrkameraden von Mühleŭ zŭfriedenstellend dŭrchgeführt. am 8. September gegen 2t nachmittags gab es feuer- darin in Mühlaŭ durch Nŭonnglocken und Huppensignale. Bei ziemlich heftigen Winde war beim „Steinlechner Kaŭern‟ in Arzl. Großfeuer aŭrgebrochen, wodurch das ganze dorf dazl, ähnlich wie beim vorjährigen Brande höchst gefährdet schien. Momentau vornü- leider keine passenden Pferde in Mühlau wurden. zu haben, doch uns noch einiger Zeit die Pferde des Mühlenbesitzerskammer zur Verfügŭng gestellt, welche sofort an die bereit gestellte Spritze sammt Schlauchwagen gespannt würden, und in wilder Fahrt gieng w unserem gefährdeten Nachbardrafen zŭr. Nicht zu früh und rüh noch nicht zu spät langten wir dort über führung des Kommandenten Raŭch ein von der erschreckten Bevältserung hart. erwartet. An einem bereitgestellten Bauch- brette neben der Kirche wurde sofort die Spritze aufgestellt und über Gärten und Zäunen wurde in Windweile unsere Schläŭche gelegt / cinz 300 m :/ so daß wir wenige Neinuten noch unserem Eintreffen auf die bereits 110 brennenden Nachbarghäuser Wasser geben konnten. Es war aber auch höchste Zeit hinzu. Unsern, wenn aŭch alte, aber doch mŭstergültige Landespritze zeigte sich aŭch hier wiederum als ausschlaggebend, und weit besser und erträgmisreicher, als das neŭen Instrumend der Nachbarwahr Arzl. Kaiserjänger, Train- soldaten und einiger Zivil helfen getreulich. und aŭrhältig beim Bedienŭng unserer großen Spritze mit, wofür denselben nŭr Anerkennung gebührte! Nach zwaka 5 stündiger Arbeit konnte der Brand. als localisiert betrachtet werden, und gegen 7 h Abends zogen wir heimwärts, nachdem das Überladen des noch schmollenden Geusteten von der Urgeber feuerwehr selbst besorgt. wurde. Nach der Rückkehr nach Mühleŭ wurden sofort die in Arzl gebrauchten Schläŭche gewaschen und aufgezogen, hernach sammelte sich die aŭrgerückte Mannschaft zŭ einem Glase „Freibier“ beim Roŭeth, welches den Beteiligten sichtlich wohltat, wenngleich diesmal der vom vorjährigen Brande in Arzl bekannte kratis Hammel Schmaŭs“ gänzlich fehlte! Am 12. September 39 ist in Rŭm im „Hünllhofe‟ ein Brand aŭrgekommen, denn die der Villa 111 angebaŭte Tenne zŭm Opfer fiel. In Mühlau wurde davon ebenfalls nichts wahrge- nommen und daher auch nicht ausgefahren. Am Sonntag den 19. September hat bei bestem Wetter der, anstatt des heuer entfallenen Balles, der Gemeinsame Dürflŭch stattgefunden. Mit der Trombahn ŭm ½ 2 h nach Hall, dort Aŭf- stellŭng, der zŭm Ausflŭge erschienenen 43 Mann, und unter Vorantritte einer Abteilŭng der Mühlauer Müsitzkapelle gieng es, bei herrlichem Herbstwetter unsam Zeile, dem schön gelegenen „Schützenwirti“ in Volderwalde zŭ. Bei Freibier, Musik- und Gefangsvortrögen verflossen die Stunden des allgemeinen Wohlbehagens und der trauten Kameradschaft nŭr zŭ rasch, und gegen 1/2 6 h geb der Kommandent Herr Rauch das Signal zum Aufbrŭche. Über Einladŭng des mit uns ziehenden Gemeindevorstehers von Mühleŭ, Herrn Wolt, wurde auf der Rückwanderŭng noch der Gasthof „Foldermählich“ berührt, dort auf dessen Privatkosten ein weiteres großes fahr Bier gelernt, wofür Herrn nun Wild an dieser Stelle gedankt sei, und man in freudigster Stimmung, unter Musikbegleitŭng, in geschlossenen Reihen 112 nach Hall, wie im „Sterngarten“ noch ein weiteres faß Bier unserer wortete welcher wegen unserer Beteiligŭng am Reiserempfange in Hall an 28. augŭtl. T. vom dortigen Gastwomite geschendete wurde, nach einstündigen Aufenthalte im diesem Garten musste zur Heimkehr genannt. werden, welcher in ungetrübter Freude unter der Monnschaft, mit dem Trambahn- zŭge angetreten wŭrde. Im Dallingergersten in Mühlau wurde die Schlusikneriche ge- halten, nach welcher sich den einzelnen Ka- meraden in freudiger Laŭne schließlich in ihre Behausungen zurück zogen. Jedem Teil- nehmer an diesem Ausfluge werden die verbrachten freŭdigen Stunden im Wehr- körper von Mühlau stets in Erinnerung bleiben, was von der guten Kameradschaft in unseren Wahr gewiss ein schönes Zeugnis gebl. am 24. Oktober vormittags 10 h wurde die dierjährige Herbsthauptübung abgehalten. Als Brand- abjetzt diente, bei angenommenen heftigen Südwinde, die Gammemühle im Mitteldorf. dabei waren die nördlich und östlich gelegen Realitäten zu schützen. Die Durchführung 113 der Übung, welche als „Frockene Übŭng‟ fest¬ gesetzt war, wurde den Führern der einzelnen Alleilungen überlassen. Vorgekommene Mängel in der Aufstellŭng der Mannschaft und Geräte wurde bei einem darauf folgenden Stundgenge der Chargierten besprochen und teils behoben. Hernach war Musterung der Mannschaft und Abgabe der denselben noch fehlenden Ausrüstungen. Oktober gegen 11t Mittags entstand bei dem 29. haftigen Südwinde bei „Schützenwirtl“ in Thaŭa ein Groβfeŭer, dessen Meldŭng sofort nach Mühlau kam, ihr daß ausge- fahren wurde. Die Beschannung für die Schritze stellte Gannier bei, während die Pferde des Herrn Raŭd, welche auch sofort zur Verfügung gestellt wurden, einen Leiterwegen voller Wahrmänner von Mühlaŭ zur Unglücksstelle nagen. Der gesammte Böschtrain unter führung des Kommandenten Raŭd kam nŭr bis Rŭm, denn doch war bereits die Meldung, daß die in Thaue verlangen auwörtigen Wahren „ohne Wasser“ seien, und wir daher umsonst hinüber fahren würden. Es war nur ein Glück, daß der Wind mittlerweile nachließe so daß das Feuer auf das einzige 114 brennende Objekt beschränkt werden konnte. Über dringendes Bitten der Thaurer Wehr mußten wir die mitgebrachten Schläŭche 150m (einia 300 m) derselben leihen, damit von Dorfe Rum bis zur Unglüksstelle am Süd- ende von Thaur eine Schlauchlinie gelegt, werden kann, welche das notwendige, nunmehr in Thaŭr günzlich fehlende Löschwasser zŭre Brandstätte bringen sollte. Die ausgeliefenen Schläŭche wurden am 2. Tage von Herrn Raŭd in Rum abgehalt und gelangten ohne irgend welche Beschädigung wieder in unserem Besitze. Mögen sich die Thaurer aber baldigst zŭr Erweiterŭng ihres Hochdrücklassins entschließen, denn vor nützt eine Hochdrußleistung, wenn ein zu kleines Wasserbassin vorhanden ist, so daß binnen kurzer Zeit den Hydranten ihre Tätigkeit versagen müssen. am 13. November Abends gegen 8t ist am Südbahnhofe in Innbüde ein mit Rohgese gefüllter Reservoionenigen ans eine große demŭlien und anfangs ruhe ein mithin sichtbare Feueröte zŭr folge hatte. Eine Abteilŭng der Innsbŭcker Wahr vor ein Bahnplatze tätig, weil einige Wachgens in 115 Flamen gerieten. Doch vor diese Feuers- gefahr nicht groß, weßhalb ŭnsererseits aŭf nicht ausgefahren wurde. Schluss: Wir kanstatieren aŭch jetzt wiederŭm mit freŭden, daß das eben abgeleŭfnen Sohn eine Zeit der friedlichen Ruhe für uns bedeutet, denn mit Ausnahme eines un- merkbaren Kaminbrandes in der Willa Pochwigl am Mäβl ist in Mühlau kein einziger Brand vorgekommen. Zum aktiven Eingreifen kannen wir nur einmal, nämlich beim Brande in Ärzch und 8./II, wobei wir die gute Schŭlŭng unsrer Wehr auch bestens zeigen konnten. Sonst sind wir nŭr einmal noch aŭswärts zŭ helfen gerilt, nämlich nach Thoŭr, braŭchten aber Dort auch nicht mehr atstig einzŭgreifen. Übungen wurden im Ganzen 8 abgehalten, nämlich 2 Hauptübungen, 3 Gesammt- (hiervon 1 Nachtübung am Mäßl) und "Abteilungs- graben der Steigerratte. Kommandantschaftssitzŭngen wŭrden heŭer 4 einberŭfen und hiebei die Geschäfte des 106 Wehrkörpers bestens erlediget. Windwochen wurden im Jahrgange 1909 57 abgehalten, hievon entfallen auf die außerordentlichen anlässlich der Tirolerfeier im August 3, und in 54 Mächten wurden ordentliche Wachen gehalten. Neuangeschafft wurden: 8 geköppelte Steigerleinen zu 20 meter 12 Stück Steigerpfeifen aus Zinn. 12 " Kerzenlaternen. 20 " Pfeifenschmäre. 12 " Rauchschmänner für Steiger 2 " Krausemundstücke "System Knaŭst". Der Stande der Feuerwehr stellt sich mit 31. Dezember 1909 auf: 3. Ehrmütglieder 65 aktiven Wehrmänner und 64 beitragende (izahlende) Mitglieder. Ausgetreten während der Jahren sind die aktiven: Sebastian Kaltschmid & Alois Schlägh (Militär) sowie Hch Düttenweyr! Von Militär zurück gekommen und wieder beigetreten Alois Estir. Gestorben ist vom aktiven Stande Gott sei Dank! niemand, von den beitragenden Mitgl. die Herren Hermann Hueber und Jakob Zieh. nicht ganz Von Siedler des neuen Besitzers des Schillerhofes’ Herrn Albert von Ermit gieng der Wehr eine Spande von 100 Kronen zŭ, welche im gleichen Teilen der Regie- der Regŭisiten kassa zufloss. Dem edlen Spender sei auch an dieser Stelle unser herzlichster Dank aŭgesprochen. von den, laut Statŭten, für heuer ver- fügbaren Zinsen der Unterstützŭngskasse, wurden den hilfsbedürftigen Kameraden Jakob Hefele und Anton Told eine Gaben von je 25 Kronen zŭgewendet und ausbezahlt. Zum Schlŭβe des heŭrigen Berichtes. ergehen wir uns in den frommen Wunsche dass friedliche Zeiten über unsere tŭre Leimath kommen mögen, und in diesen Gedanken schließen wir mit unsrem Wahlsprüche: Sott bei uns? Mühlaŭ, den 31. Dezember 1909. Franz Johann einterst. Berichterstatter. Gelesen, geschlossen u gefertigt: Mühlau, den 5. Jänner 1900. Anton Rauch Feŭermehr Hauptmann. 110 31 E 9/9 1910. Am 8. Jänner 1910 wurde die satzungsge- mäße Jahreshauptversammlung beim Noveth abgehalten, und hiemit des angebrochene Vereinsjala eröffnet. Vorsitzender ist Hpt. Anton Raŭch, Schriftführer: Lehrer Johann Pŭmer. Nach Begrüßŭng der fast vollzählig er- schienen Kameraden und der Gemeinde vertretŭng (Wild) erstattet Holzmeister den Tätigkeitsbericht, dem sich die übliche ver- lesŭng des vorliegenden "Geŭnabŭder" folgte. der Kassabericht, vorgetragen durch Herrn Leopold Rauch zeigte folgende daten. 9. Regierkamaz: Rest per 1/I. 1908. 54.55 Ra Einnahmen 1909 316.80 164-52 durgaben 1909 15228 Weit per heute Kr 219.07 b) Unterstützungshauser: Rest von 1908 2215.82 Einmähmen 1909 84.30 50.- 34.30 Ausgaben 1909. Wert per heute R. 225012 1919 c/ Requisitenkoma: Vortrag 1908 K 70 Einnehmen geg 474.- Ausgaben 929 466.84 7.16 7.86 per Leute R. die Revisoren Farb u. Frau und Krügger konstatierten die Richtigkeit dieser Ausweise worauf dem Rechnungslegen Raŭl der Dank für seine Mühewaltŭng aŭrgedrückt wŭnde. Hernach folgte die Vorlesung der noch nicht gezogenen Anteilscheiner aŭs den f. z. Leiter- ankaufefonde; die Entnahme war den Ehrenmitgliede Leonhard Schlägl sein über„ lassen. Gezogen erscheinen: N. 61 Baron Ringhofer u. N. 1 Johann Kössler Mühleu N. 62 N. 7 v. Sternbach, Summe k 200 N. 31 Ziel Jockob " hercheutet wurden: N. 42. Schatz Tondl.) A. T. B. Sternbach mit R. 10.- 10 - Ziel N. 53 Kaufs-Söhne 61/62 Ringhoffer " 80. - (2.7.40) Bericht o. 40.- 42 = N. 64 Pätsch, Innsbauliz, R. 150.- noch erfolgten Einzahlung der Mitgliedg- beiträge wurde zŭr salzŭngsgemäßen E Neŭwahl des Lŭschŭnes geschritten. Das Skrŭpturium lag in den Händen der Kommenden Holzmeister, Fürlz u Gstir Josef: Ergebnis ist völlig einstimmig zu nennen, wann auch verschiedene Kameraden in der einen oder Stelle einige Stimmen erhielten. Gewählt wurden. 120 Kommando: Hauptmann. Raŭch Anton Stellvertreter, Holzmeister Georg Schleider Schriftführer Purner Hans Kassier Raude Leopold Mänkholz Magazinsverwalter. Kathrein Gang Abteilungsführer: Ängst Steiger: Zugsführer Gstir Josef Sellvertreter Sein Rieder Kreuzer Raumd Kuen Anton! Sektionsführer. Schlögl Anton Spritzen meistere Stellvertretener Prantl Ludwig Mader Brenz Hydranten meister Raimer Otto Stellgekreten. Schlaŭrotte Fink Konord zugeführen. Ritlvertreten Daniel Josef P Hejele Jakob Sektionsführer. 111 Tg. 8 Ostir Johann Zŭgsführer der Todmŭngsmannschaft. Unter den freien Anträgen befand sich ein solcher des F. Ausschusses dahingehend: 1. der § 10 unserer Sätzŭngen soll eine andere § 2/III fassŭng erhalten, wonach in Zukunft die führer der einzelnen Abteilungen nur von ihrer Abteilung allein gewählt werden, wie dies bisher bei der Wahl der Neiger¬ zŭgsführern beobachtet wurden. 2. w möge ein feuerwehrball abgehalten. 121 werden, da die Musik bereits bestellt wurde. Leide Anträge wurden einstimmig angenommen. Schließlich referierte noch Herr Halenwieter über die neŭggegründete Heuerwehr Sterbekome und animierte zum zahlreichen Leitritte, worauf der Vorsitzende Raŭch die Versammlung, welche bis noch Mitternacht drŭmte mit den üblichen danken werden schloß. 5. Jänner ist in Romaten durch Brandlegung Am ein Wohnhaus sammt Nebengebäude abge- brannt, wovon in Mühlau nichts verspürt wurde. 5 Februar wurde im Kaschaŭse der beschloßene Am feuerwehrball abgehalten. Trotz der sehr guten Besuches, ergab diese Veranstaltung doch eine dafüget und da 10.35, welches aus der Regentassa gedachtet wurde. Der Verlauf der Abendes war vor- züglich zu nennen, wofür dem Komite nachträglich nochmals gedankt sei. am Sonntag den 6. Märren gegen 3 h nachmittag entstand durch ein fortgeworfenes Zŭndholz an der Böschung des „Schillerweges“ ebenfalls der Villa Hŭeber am Müssel ein Waldbrand, der aber bald von einigen Spaziergängern gelöscht wurde. Am 8. Märni ist aŭg vermutlich aus gleichen Anlaße bei der Weigerburg ein Rasenbrand entstanden. Man kann der Bevölkerung leider nie 122 nie genŭch an das Herz legen mit Zünd- hölzchen, Zegaaren- und Zigarettenstümmeln vorsichtig umzŭgehen, ŭnd bleibt es aŭch Aŭf- gabe der Feŭerwehrmänner, sobald selbe solch rücksichtglose Menschen sehen sollten, dieselben unmächsichtlich zŭr Verantwortung zu ziehen, eventuell dieselben der Gendarmerie an- zu zeichnen. Am 7. April fand die I. Vorwährige Ausschusssitzung und am 17. April die erste Gesammlübung mit Müsterung statt. Am 1 Mai wurde das übliche „Flocianiamt‟ abge- halten, wozu die Mannschaft diesmal leider sehr spärlich erschien. Gernach war einen Steigerübung. Am 16. Mai - (Pfingstmontag) frivole die Wahr- in abwem das fest der Fahnenweise waren sich verschiedene unserer Wehrkameraden beteiligten. Am 14. und 15. dŭgŭrt sind in Tirol 2 große Brandunglücke vorgekommen, denen das weltbekannte, prachwolle „Korrersehotel“ bei Kozen, sowie 7 Häuser des Kurvates komensem zum Opfer gefallen sind. Am 26. Juni fand in Mil. der dr. vjährige Feŭer wehr Kezialstag statt. Zŭ derselben waren Die Kameraden Johann Estir und Romed. 123 Kreuzer als dagegnete entsendete Beschlossen wurde hiebei der eine Interpellation an die Regierung behufs endlicher Schaffung der allgemeinen Ferier-Zwangsversicherung. Die Einführung der Haftpflichtversicherung der Feuer, wehrverbandes, die Erlangung eines Gesetzes be- hufs Einhebŭng eines 3. Prozentes zŭm Fŭnow ha- fande von Seiten der in Tirol geschäftbetreibenden feŭra Versicherŭngsgesellschaften; unnd Andwoch: Am 28. August ist in Wattam ein großer Gustadel abgebrannt wovon in Mühlau jedoch nichts bemerkt wurde. Am 3. September ist in Jgls ein Haus, und am 6. September in Rohan 2 Gäuser abgebrannt, Aŭch diese beiden Vorfälln giengem an und allern. los vorüber. Am 4. September starb in Mühlein nach kurzer Krankheit ŭnser beitragender Mitglied, der frühere Steiger- zŭgeführen das Pŭrmer. Eine stattliche Anzahl unserer Kameraden gaben ihm bei der imposanten Beichnicheier die letzte Ehre. Am 30. Oktober vormittags wurde die Herbsthauptübung. zu wobei Grossfeuer im Innendorfe angenommen wurde, abgehalten. Es zeigte sich hiebei einer gute Schulung der Mannschaft. Hernach war den Wehrmännern ein frühschappen im "Schillerhofe" geboten. 124 Am 11. Dezember nachmittags ist der "Martinilaf" bei- Kronebotten abgebrannt. Nachdem wir durch Telefon verständigt waren, dass genügende Feuerwehren am Brandplatze bereits arbeiten, und auf Wasser- mangel dort herrschen solle, sind wir wohl weisslich nicht ausgerückt, da ja des Brandobjekt ziemlich wird entfernt ist, und eine Gefahr für andere Baulichkeiten nicht bestand. Am nächsten Tage 12. December nochmittags ½ 5 h ist das Ökonomiegebäude zŭr Pension „Schönauf“ in flammen geraten. Eine Abteilŭng unserer Wehr ist unter führung des Hauptmanns d. Raŭch (Pferde von Sommer) zŭr Unglückestelle abgefahren, doch brauchten wir dort nicht mehr einzugreifen, da genügende Feuerwehren am Platze waren, überhaupt ein Wassermangel herrschte. Unsere Wehr fuhr daher unverrichtete Dinge wieder heimwärts. Nachtrag: Am 18. September hat in Ritzbühel der Landes-Feuermehr-Verhandlung stattgefunden. wohin wir den Kameraden Josef Istin als delegierten beordeten. Die Verhandlungsschrift der Sitzŭng ist leider noch nicht erschienen, wird aber demnächst im unserer Feuerwehr- zeitung zu finden sein, worauf ich die werten Kameraden heute schon aufmerksam machen will. 1.5. Dies ist der Bericht über die wenigen Vorfälln- des eben abgelaufenen Vereinsjahres. Dasselbe ist damit der gütigen Vorsehung für ŭw- für die ganze Umgebung und wohl auf für Das ganze Land ein äußerst ruhiger Zeit- abschnitt zu nennen, den außer den bereits genannten Bränden in Rarersee und in Gemeinern sind keine merkensworte Brand- unglücke vorgekommen. doch hat der ausnahmsweig regenwalla Sommer da und dort Verschwemmungen gezeigt, speziell müßten die Gegenden in Ausserfrau und schnell in Vorwölberg darunter hart. leiden. Windwachen wurden im abgelaufenen Jahre in 7t Nächten abgehalten und sei der Manu- schaft welche diesen Dienst auf heuer wieder in musterhafter Weise versehen hatten, der Dank hiefür gezellt. Neŭenschaffŭngen hat das Vorinsinwenden während des letzten Jahrganges keine aŭr- zuweisen. Gesammtübungen waren 5, Abteilungs- übungen der Steigerrotte deren 4 5 Kommandantschaftssatzungen wurden heuṁ einberufen und hiebei die laufenden 126 Geschäftsstücken bestens nalendiges. der Mannschaftsstand zeigt heute: 3. Ehrenmitglieder 68 aktive Mitglieder und 60 heitragende. Gestreben ist aus der Reihe der ateligen Standes niemand, von den beitragenden Herr Alois Pŭmer in Mühlau. Kürgetreten aus der Mannschaft ist der Hornist Josef Lüblich (welcher zum Militär) und Mann Seyerking zumier. einberufen wurde) neu eingetreten der Ferdinand Schlauchmand Thony + allert im Ernst. Als Abschluss des heurigen Berichtes er- gehen wir uns in den frommen Wŭnsche, daß friedliche Zeiten über unsere Gegend kommen mögen, zum Heil und Segen unser und unserer Mitbürger. Jederzeit möge sich na- füllen der schöne Wunsch: "Gott beschütze Mühlau! Mühlenu, den 31. Dezember 1910. Bergholzmeister Berichterstatter Gelesen, geschlossen und gefertiget, am 5. Jänner 1911. Feuermahr Hausptmann M 4 Yŭ V III. Pr. Ihr 1911. Am Samstag den 7. Jänner fand die satzungs- gemäße Jahres heuptversammlung beim „Koreth“ statt. Bei fast vollzähliger Anwesenheit des etatigen Wehrmitglieder wurde die festgesetzte Tagw. ordnung bestens abgewickelt, worüber in der Verhandlungsschrift der Schwestern H. Purm. näheres angeführt ist. die f. z. zweite, Anträf der Magierusleiter in's Leben gerufene Geldbeschaffung mit Anteil- scheinen für beitragende Mitglieder, Freunde und Gönner unserer Wahr, wurde mit dieser Versammlung geschlossen, indem den letzten, bisher noch unbedeuteten Nummern: Anteilschein N. 56 u 65 zu zu 3.40.- der Frau Pötel und A- 36 zur 10.- des Mag. Holzmeister in Inz. Finzler dieser Versammlung gelöscht wurden, durch diese Anteilscheine war er der f. h. Müldau gelungen, mit Berichtigkeit ein namhaftig und unverzinslicher Kapital aufzubringen, und die Luter, ein prächtiges und modernes Geräte anschaffen zu können. Allen, an dieser Ottian beteiligten Ausschuhrmütgliedern, vormals den Kommandanten Herrn Anton Rauch und den eifrigen Kassier Herrn Leopold Raŭch sein für ihre Mühen in dieser Sache der kommend schaftliche Dank aŭrgesprochen. 28. Jänner fand im "Kowthaŭw" der übliche Am feŭerwehrball statt, der eine zahlreiche Beteili- gung der Wehrmitglieder und sonstigen Kreisen der Bevältsarŭng von Mühleŭ sowie der Nachbarwehrend von Innsbruck und Ausd. auf zuweiser hatte. Bei gemütlichster Unterhaltung blieben die Teilnehmer bis zum Morgengrauren beisammen, einige gar zŭ emsige faschänge¬ wieder dehnten ihre Freude noch in eine Schlittenpaalen aŭg, was der Herrschaftsschlütter des Kommandalenten Rauch, mit seiner eigenen Person ermöglichte. Diese letzten Ballgäste kehrten erst gegen 2t nachmittags von dem Reisezieln Schönberg zurück, und dürften, wie man hörte, von der heimatlichen Stelle eine Gardinenpredigt als Begrüßungsatz vernommen haben. dieser Ball hatte gegen¬ über manchen seiner Vorgängen aber sein Gŭter, er schloß in der Übrechnung mit einem Überschuße von R 21.86 ab, was nicht das jedes Jahr zu vernehmen war. Nachtrag zur Jahrenversammlung An Stelle des beiden verreisten Kassiers Bapala Rauch brachte dessen Bruder der Kommandat Anton Raŭch den Berichte über das Vereinsver¬ mögen das Versammlung zur Kenntnis, wobei – wir folgende Zahlen anführen möchten: a/ Regichsma, Rest am 1./I. 1910 Ra. 227.69 23.6.40 Einnahmen wie 12.3.37 1910 Ausgaben. Kreisamt 1./I. 1911 Rz 340.72 b) Unterstützungswasser: Saldo 1/2 410 R. 642.36 371. Einnahmen wir Ausgaben 69.86 943.50 Kassarent ⅔. 1911. Va c/. Requisitenkaszes: Stand am 1/I. 910 kr 2565-48 ∞ 0.80 Einnahmen wir (1909 Rentenkauf) Auegaben 1910 197.10 Kassaviest 1/5.1911 Kr. 2449.18 die Regisaren Konrad Fühle und von Ernst fanden die Richtigkeit obiger Angaben, worauf dem Rechnungslager der damit und die Anerkennung des Vereins ausgesprochen wurde. Am Sonntag den 7. Mai war der übliche Floriani- gotteidiernt. Die hernach geplante Gesammt- übung müsste, infolge misslichen Witterŭng, leider unterbleiben. 133 dagegen. fand am Dienstag den 9. Mai Abends einer Detailübung statt, die ziemlich stark besucht war und interessant verdorf. Es wurde an diesem Abende auch bestimmt, daß für den folge an jedem Dienstag Abends bei guten Wetter eine Gesammtübŭng statt- zufinden habe, welcher Fodre die Wahr- mannschaft auch bestens nachkam. Am 21. Mai wurde in Mutter der heurige F. Kezirkstag abgehalten, an dem mitunter in- teressante Mitteilungen gegeben wurden. Die Verhandlungsschrift hierüber werden die w. Rameraden bereits den Tagesklättern und der beim Koreth aufliegenden Tiroler feŭer- wehrzeitung „Die Mitteilungen" entnommen. haben. Unsere Wehr war bei dieser Tagung durch die Kameraden Rauzer und Johann Hell vertreten. Mai gegen 1h Mittags brach im stödtischen Am 27. Krankenhause zu Innsbruck, der Alteilŭng für Geisterkranken, ein Dachbrand aus der von der städtischen Feŭrowache und 3 Kom- pagnien der dortigen freiwilligen Feuer- wehr gelöscht würde. Unsere Mannschaft wurde hervon nicht verständiget, und rückte daher auf nicht auf den Unglückworten ab. 131 Am Pfingstmontag den 5. Juni feierte die frie¬ feŭnwehr Volders das fest ihrer 30 j ührigen Bestandes. Nachdem diese Wehr auch bei unseren festlichkeiten immer so zahlreich vertreten war, so begaben sich zirka 30 Mann unsere Wehe, unter führung des Kommandanten Rauch noch Polders und allwo man bestens aufgenommen wurde. Beider wo alle Festesfreude durch oftmaligen strömenden Regen beeinträchtigt, weshalb die Mühlauer in einer zimlich gut besetzten!! Dorfchten die Heimreise gegen Hall antreten mussten. Die übliche Gratulatini aŭr des Aŭschŭssers beim f. Hauptmanne Anton Rauch, anläßlich dessen Namenslager am 13. Juni trennte diesmal beider nicht stattfinden, weil Herr Raŭch geschäftlich abweisend war. Unserer Glückswünsche auf dessen fernere Wahlergehen seien daher an dieser Stelle angebracht. Am Sonntag den 2. Juli vermittags wo die frühjahr. Hauptübŭng, angelegt im Rayon des „Mössl“: Bei heftigen Südwinde stand des Habralhaus in flammen, das Goel-Seyeling, Tschŭrtschenthalva- Haŭs war zŭ beschützen, die mannschaft war zu dieser Übung, welche in allen Teilen als gelungen bezeichnet werden muss, sehr zahlreich erschienen, und erhielt nach breudeter Arbeit einen Freidrunk beim "Kornth". Am 24. Juli l. 7. staat das besorgende Mitglied, der Senior unserer Gemeinde Herr Franz Steinert, im hohen Alter von 93 Jahren. Eine zirke 25 Mann starke Vertretung unserer Wehr 2 gab dem teuren Todten das letzte Geleite. Am 30. September starb unser Ehrenmitglied, der Ehrenbürger, Altvorsteher und Grossgrundbesitzer Ferdinand Freiherr von Sternbach im Alter von 80 Jahren. Unsere Wehr war am prŭntsvollen Leichenlegengnisse dŭrch zirtig 20 Mann vor- treten. Ein kleiner Todtenschmaŭg beim Kroth dornte als Dankerkundgebung für die unserseits erwiesene Ehre. 20. Oktober gegen ½ h früh brannte ein Am kleineres Maschinenhaus der Südbahnwerkstätte zu Innebŭdz vollends niedre. Unser Nachträchter meldete zwar den Vorfall pünstelich beim Ew. Kommando, doch wurde nicht ausgerückt. 22. Oktober gegen 1/2 7 h Abends wurde ein Am beim Inhaven Hause am Mösch liegender Straŭhaufen, vermŭtlich durch koswillige Hand in Brand gesteitet. Dieser Vorfall war sofort im Dorfe bekannt, und des Lehrers Töchterlein eilte zu den Sturmglacken. Die daraufhin erschienen xx Wehrmänner konnten mit leichter Mühe das feŭro löschen, ein Schaden von Belang ist dabei nicht entstanden. 123 Am 29. Oktober vormittags war die Herbstkauptübung. der Herr Gemeindewersteher Josef Steiger wohnte der Übung bei und gab hinzu folgende Aufgabe: Granbeand in der alten Weyerfahrheit bei storben Lŭswinde“. Die zŭr Übŭng zahlreich verschienene Wehmannschaft löste die an sie gestellte Aufgabe zur besten Befriedigung des hrn. Verstehrög, das Leŭrische Elektrizitätzweck, des Bauhaus v. 19, die Anwesen Plattner u. Hell wurden mit genügender Wasserstrahlen bestrichen, das trennende Objekt wurde, angenommener Weise, durch die Wegner'scha fabrucksfeuerwehr betämpft, und daraŭs konnte geschlossen werden, wahr rufsien. Einsthalte die Mühleŭervahr allein imstande wäre, eine solche Gefahr zu beseitigen. Bei dieser Älŭng wurden aŭch die neŭ angeschafften Schlaŭchgabelstücke in Verwendung genommen. Im Dienste mit der Hydrantenleitung finde diese Schlauch verteilen von großen Werle. als Anweisung zu unsern Schritze dagegen nicht brauchbar, weil die Schritze einen zu keinen Wasserdruck zeigt. Herr Kommandant Rauch war leider in Wien, die Übung leitete dessen Stellvertreter Holzmeister. Nach gutem Aebort erhielt die Mannschaft einen üblichen Freitrunk beim Korreth. 134 Tänner staal nach kurzer tückischer Krankheit den das ecktive Mitglied, der Steigermann Form Schlögl, im zŭgenlichen Alter von rost 22 Jahren fast der gesammte Wehrtröger gab dem so früh dahingerafsten Kannraden das letzte Geleite, die Steigermannschaft trug den Saag des Teuren. R. I. P. Mit der Aufzählung des affiziellen Tätig- Matsberichtes wären wir nun zu Ende. Es er- übrigt uns aber noch einiger Vorkenmisse des vergangenen Jahres zu gedanken, die für unseren Körper von Belang sein könnten. auf dem Hungabŭrg-Plateaŭ treten sich einige Hausbesitzer und interessenten zur Grün- lung einen Feŭerwehrabteilung zusammen. Einige Vertreter unseres Körpers fanden sich zŭ der am 22. Oktober dort stattgefundenen Zydrantenprobe ein, und geben dabei die Verena nötigen Aufklängen, aus unserem Besch. Gerŭtedepal wurden mehrere ältern Schlauche, auf die Hungraburg gegeben, dagegen erhalten wir von unserer Gemeindeverstehung die gleiche Anzahl neŭer Schläŭche ersetzt wodurch wir gewiss nicht zu Schaden kamen. Einer weiteren Bitte, mehrere Löschgeräte und Uniformen aŭf die Hungrabŭrg zŭ geben, konnten wir bisher nicht nachkommen, die bei der verjährigen Jahrwarsammlung abgeänderten Satzungen würden. im § mittlerweile durch die Gemeindevorstehung genehmiget, und werden daher bei der nächsten Neŭwahl des Aŭsschŭffes beobachtet, werden müssen. Die Firma unten Raŭch trüfte im vergangenen Jahre ein Personen Iŭto. Nachdem dieselbe Firma nur seither ihr Pferdenaterial zur Bespannung der Spritzen und Böschgeräte überliss, wird unsere Bitte, dieser Jahrzeug in besonderswichtigen Fällen das Euerwehr zŭr Verfügŭng zŭ stellen, wohl nicht ganz abgeschlagen werden. dem verunglückten langjährigen Kameraden Lorenz Mader wurde auf dessen ansuchen, von den heurigen Zinsen der Krankenunterstützungskasse ein Betrag von K. 44.- zurückamt und bereits überwiesen. Schlusswort: Das vergangene Vereinsjahr ist für und ein todtes Jahr zu nennen, weil wir während derselben, bis auf den ganz kleinen Vorfall am 22./X, niemals in der Lage waren, tatkräftig einzugreifen, ein zustand, da von und unseren Mitbürgern nŭr begrüßt werden kann. Die Tätigkeit der Inhüttinger 1 Dagegen kamen Schreckenwachrichten aŭs allen Tiden des Landes. Das linkliche Dorf Zaun im Oberimitale, die stranendrŭtsche Sprachäusich Lŭsau im vorvelschten Landesteile von Süllirol wŭrden dŭrch grässliche Feŭersbrünste fast gänzlich vernichtet. Auch in anderen Foten Towold kamen große Brandtratastropfen vor, so in Aarum (2 mal) stilg, Pfling, Watten, Heiligkreŭng. miennŭng, Söln, etc. welche wohl der im verflossenen Sommer gewesenen langzeitigen Trogenhitze, ihre Förderŭng verdankten. Auf der große Waldbrande bei Franzemseite, und gleiche Vorfälle bei-Dermann, Anling etc. mögen unten den Schreckenverrignissen der abgelaufenen Tafrow aufgeführt werden. Möge uns die gütige Vorschung vor gleichen Gräueltaten bewahren. der Wirtsungskreiz unseres Körper erstreckt sich während des letzten Jahrganges lediglich auf die immern Tätigkeit. Zur Schulung der Mannschaft wurden 2 Haupt und 4 Gesammt- sowie 8 Steigerübŭngen abgehalten. In den stattgefundenen 4 Ausschusssetzungen wurden die laufenden Geschäfte des Vereins bestens erlediget und hinter folgende Neuan¬ schaffungen beschlossen: Umfernung der alten Aufzugleiter in eine fahrbare Maschinleiter. 2 Schlauchverteiler (sogenannte Widder) Monsieur 300 unter Schläŭche sammt Kuppelŭngen bei Gradischegg. Wandwochen, wurden 1911 laut Kartvollbuch in 64 Nächten abgehalten, und sei der hievon befeiligten Mannschaft für die tadellose Einhaltung des Dienstes bestens gedankt. der mannschaftsstand Ende 1811 bezeichnet. 2 Ehrenmitglieder /: Thomas Lang und L. Schlögl m./ 69 älztive Männer und 69 beitragende Mitglieder. Neuengetreten sind im Jahre 1911: Dinzem Belmar /:Schlaufmann :/ Johann Dobmeier /:Reicher:/ Kurgetreten Niemand. Gesterben sind die beitragenden Mitglieder Franz Steinert und Ferdinand Feiherr von Kernbach (Letzeren aŭch Ehrenmitglied) sowie der atetiva Steiger Franz Schlögl. Fiduert! Und so schließen wir, nach Erschöpfung des vorhandenen Berichtsmateriales den jeŭrigen Grŭndbŭchsbericht mit dem frommen Wünsche: 5.° s. Gott beschütze Mühlan 13.9.19 nicht Mühlau, den 7. Jänner 1912. Franz Holzminister Kerichterstatter. Verlesen, genehmiget und gezeichnet: am 13. Jänner 12. Okto. Rauch Sauv Hocupurg 138 8. Vereinsjahn 1912. die Feuerwehr besteht aus: 3 Ehrenmitglieder 68 activen und 69 außerordentlichen Mitgliedern 140. 13. Jänner-Generalversammlung beim Koreth. Nachdem die Jahresundkassaberichte vorgenommen waren, erfolgten die Ein- zahlŭngen hierauf wurde zŭ den Neŭwahlen geschritten. Es wählten 55 Mitglieder Aus der Wahl giengen ohne größere Stimmen zersplitterung hervor: Hauptm. Anton Rauch. Stellvert. Josef Gttir Kassier. Leopold Rauch Magazius v. Johann Kathrein Schriftf. Johann Purner. Steigerkommando 1. Josef Steiger 2. Romed Kreuzer 3. Anton Kuen Spritzenkommand a. 1. Anton Schlögl 2. Ludwig Prantl 1. Schlauchmannschaftkommando 1. Konrad Türk. 2. Josef Dangl. 3. Jakob Häfele. Hydrantenabteilung 1. Otto Rainer 2. Konrad Plattner Obmann der Ordnungsmannschaft Johann Gstir. Jernach meldeten sich zur Aufnahme. 6 Mann u. zw. Josef Plattner, Leonhard Hell, Johann Ründl, Gebhard Schlögl, Johann Schlögl und Anton Tusch. Nach den üblichen Dankes- und Aufmunterungsreden wurde die Sitzung um 11 1/2 h mit Gut Heil. geschlossen. Am 21. Jänner um 6 h früh war für den verstorbenen Kameraden. Franz Schlögl Gottesdienst, bei welchem sich die Kameri. In in Duxer und Käppe beteiligten. Am 24. Jänner 1/2 6 h abends wurde zu Amras der Futterstadel des Bauern Johann Schieferer eingeäschert. Wir standen in Bereitschaft. Am 3. Februar versammelten sich die " Kameraden im Badhause zu einer gemütlichen Tanzunterhaltung, bei 14 welcher es wie immer sehr gemütlich her¬ ging und wo bis in die frühe wacker ge- tanzt wurde. Auch auswärtige Kame¬ raden (1. u. v. Zug Innsbruck) besuchten unsern Unterhaltungsabend und die Halltaler-Kapelle spielte sehr zufrieden¬ stellend. Am 11. Februar begleitete eine ansehnliche Anzahl unserer Wehrmänner zu Innsbrück die Leiche des Hr. Anton Fritz zur letzten Ruhestatte. Viele Feŭerwehrmänner aus dem ganzen Bezirke waren zugegen Der lange Leichenzug galt einen Mann zu ehren dem Ehre gebürt. Fritz war nicht nur ein tüchtiger Bau, meister sondern auch ein feŭerwehr. mann im wahren Sinne des Wortes. Er war durch eine lange Reihe von Jahren Hauptmann der ehemaligen Feuerwehr Wilten, Obmann des Feuer wehrbezirksverbandes Innsbruck und Ehrenhauptmann der VI. Komagnie Inns- brück. Friede seiner Asche. Ende April begannen die Übungen. Bei 2 Hauptübungen, 3 Gesammtübŭngen und 2 Steigerübungen wurde die Mann schaft mit regem Eifer unterrichtet um im Falle eines Unglückes jederzeit. 14. schlagfertigt zu sein. Am 5. Juni gegen 1h früh brannte durch Unvorsichtigkeit mit Tabakausklopfen. im Melcherkammerl des Stadels des Komdt. Anton Rauch der Boden an und die Einrichtungsstücke fingen bald Feuer der dort schlafende Melcher wurde durch den heftigen Rauch gemeckt, es gelang ihm noch ohne Schaden zu nehmen heraus- zukommen und Lärm zu machen. Die eigenen Leute /Herr Karl Rauch/ und einige herbeigeeilte Nachbarn löschten den Zimmerbrand mit Hilfe der Hydranten. Herr Rauch erlitt einen Schaden von 100 Kronen welcher durch Ver- sicherung gedeckt ist. Werkwürdig mag es scheinen daß vom ganzen Brande, welcher doch bis zŭr gänzlichen Unterdrückung mehr als 2 Stunden währte, weder von der Nacht, mache noch von der Windwache etwas bemerkt wurde. Gut das alles so glimpflich abging. Am 23. Juni wurden die Kameraden Anton Schlögl und Anton Tusch nach Zirl zum Bezirksfeuerwehrtag nach mittendet. Bei den Bränden im Norerziegel 14. Oktober stadel und bei dem in Götting standen wir wohl in Bereitschaft, weil aber keine größere Gefahr zur Ausbreitung des Feuers vorhanden war, so rückten wir nicht aus. Am 2. November abends gegen 6 h wurde im Schulhause die Feŭer- glocke gezogen mit dem Rufe „bei uns brennts". Un wirklich brannte das Heu des Haus Mariacher im Stadel des Bäckers Egger. Schnellstens ohne sonst zu allarmieren sprangen die nächsten Feuerwehrmanner mit " Hydrantenaussatz und Schläuchen zum Brandplatze. Glücklicher Weise ge¬ lang es den Hausleuten, den Brani gleich im Keime zu ersticken. Der Schaden ist nicht nennenswert. So ist nun wieder ein Jahr glücklich an uns vorübergegangen. und wir brauchten nie zu größerem Unglücke aŭszurücken. Windwachen wurden 44 gehalten, Neu: Ausschußsitzungen 2. 3 Steigergärten Im Steigerturm wurde das elektrische 2 Duxer Licht installiert. Gott beschütze Mühlen. Mühlau am 11. Jänner 1913. Anton Rauch Joh. Purnern 39. Vereinsjahr 1913. Am 11. Jänner war beim Koreth die übliche Jahreshauptversammlung. Hierausentnehmen wir. Unsere Feuerwehr besteht jetzt aus 3 Ehrenmitglieder 77 activen und 72 außerord. Mitgliedern. Von den activen sind beim Kommando 7. bei d. Steigern 22. Spritzenmannsch. 14, Schlauchmannstr. 17. Hydrantenabt 8. Ordnungsmsch. 9. Aus dem Kassabericht sei bemerkt. Die Regiekassa hat ein Vermögen von 658 K S 2 h die Unterstützungskassa "... " 2526.78 " 488 " 87 die Requisittenkassa Nach der Überprüfung der Kassagebahrung wurde als Prüfer für das nächste Jahr die Hr. Josef Steiger und Konrad Türk-Ersatzm. Joh. Gstin gewählt. Bei der Verlesung jener Mitglieder, welche dienstesjährabzeichen für 10–15 eset Jahre zu tragen haben, wurde dem Schlauchmannrotten¬ führer Jakob Häfele das Diplom für 25jährige Tätigkeit im Vereine Überreicht. Josef Lentobe war nicht anwesend, wird daher das gleiche Diplom später erhalten. Nach den üblichen Dankes – und Aufmun- terungsreden wurde die Sitzung ein 10 1/4 h mit Gut Heil geschlossen. Am 18. Februar brannte im I. Stock beim Korethwirt ein Korb mit Wäsche an, weil derselbe ganz nahe bei einem stark ge¬ herzten Ofen stand. Das Feuer wurde gleich entdeckt und vom Wirte Anton Kuen selbst gelöscht. Er erlitt dabei einen Schaden von 100 Kronen, welchen ihm die Versicher¬ nug deckte. Ams. April war Ausschußsitzung. Hiebei wurde unter anderem gemeldet: Ausgetreten sind: v. Erst, Ant. Tusch, Ludw. Christ. Georg Holzmeister und Max Schlögl. die meisten davon meldeten den Austritt ausunserm Körper wegen Übersiedlung in andre Orte. Möge es ihnen dort gut ergehen. Neu aufgenommen wurden: Karl Schweikher Franz Leitgeb, Ernst Scheucher Josef Stolz. Leider erschienen Schweikher und Stolz ein zu Übungen. Am 15., 22. und 29. April wurden fleißige Übungen abgehalten. Am 30. April, 9t abends brannte in Innsbruck (Pradl) ein Haus mit Stadl, der Stadt gehörig. Wir standen in Bereitschaft, führen aber nicht aus, dennoch begaben sich 10 Kameraden zum Brandplatze, brauchten jedoch nichts zu arbeiten. Am 3. Mai wurde verdächtiger Rauch in der Villa Paberl gemeldet. Es stellte sich heraus, daß eine Wohnung desinfiziert wurde. Am 4. Mai beteiligten sich beim Kirchgange zum Florianiamt 49 Kameraden. Hernach unterhielten sich beim Koreth bei freibier die Teilnehmer. Hauptm. Rauch war am selben Tage in Regensburg und sandte Grüße (Blumentag in Innsbruck). Am 11. Mai brannte der Dachstuhl der Schank 1/21 mitt. Pfingstsom im Löwenhaus. Wir fuhren unter Komando des Sptinstllr. Jos. Ggin mit einer Ab¬ teilung Mannschaft und einem Schauchkarren zum Brandplatze, traten aber nicht in Tätigkeit Am 16. Mai brannte der Jägerhof in Schön- berg ab. Am 17. Mai um ½ 9 vorm. wurde der Brand in der Möbelhandlung Brüll gemeldet. Wir standen in Bereitschaft. Am 18. Mai 1/2.10 h vorm war frühjahrshaupt¬ übung. Hiebei beteiligten sich 60 Kammeraden Brandobjekt war bei Schlögl-Schmied. Es klappte. Hernach zog der Körper unter Vorantritt der Musik bei klingendem Spiele zum Badhaus. Dort wurden feierlich den Mit- gliedern Schlauchmannrottenführer Jakob Häfele und Schlauchn. Josef Pentobe die vom S. Majst. dem Kaiser gestiftete Ehrenmedaille für 25jähriges eifriges wirken im Feuerwehrkörper an die Brust geheftet. Die Mannschaft unterhielt sich bei bei Musik und freibier. Am 10. Juni starb in Kufstein unser außerde. Mitglied Rudolf Köck v. Stuckimfeld-Murgtal. Er gehörte nur kurze Zeit unserem Vereine an. Friede seiner Asche. Am 15. Juni war Delegiertentag in Matrei. Von unserer Wehr wurden Joh. Katharin und Anton Schlögl entsendet. Am 8. Juli Ausschußsitzung. Bei derselben wurden Jakob Minatti und Franz Schatz als ausübende Mitglieder in die Feŭerwehr aŭfgenommen. Leider erschien Franz Schatz um. Am 4. September Ausschußsitzung. Bei der- selben wurde Obm. d. Ordem. Johann Gstir als Delegierter zŭm Gautag gewählt, welcher am 6–8. September zu Braueck stattfand. Zugleich feierte die freiw. Feŭerwehr dieser Stadt das Fest ihres 50jährigen Bestandes Am 11. September kam beim Sternbach Kutscher ein Aschenbehälter in Brand, welcher starken Rauch entwickelte. Kamerad Kathrein und die Hausleute konnten den Brand im Keime ersticken. Am 14. September Gesammtübung. Es wurde der Hydrant bei Comploi mit 4 Ausläufen (2 Adler) verwendet und dabei erprobt, daß so die Häuser bei Schöpf-Waldner-Wieser genügend geschützt werden können. Am 12. Oktober Herbhauptübung. Dabei wurde daß bei günstiger Aufstellung der Leiter die Kirchtŭrmspitze mit dem Wasserstrahl vom Raucheckhydranten aus erreicht werden kann. hernach Erfrischung beim Zapfler. Am 6. November starb nach ganz kurzer Krankheit unser außdl. Mitglied Herr Peter Kuen, Korethwirt. Peter Kuen war ein ganzer Mann. Er diente bei den Kaiserjägern, machte als solcher den Feldzug im Jahre 1866 mit und stand im Kŭgelregen bei der Schlacht bei Custotza. Nach Hause gekommen übernahm. er die Wirtschaft. Er hat es verstanden durch seinen unermündlichen Arbeitsgeist sein. Geschäft zu heben und sich zu einem gewissen Wohlstand emporzuarbeiten. Er war stets ein freund der Feŭerwehr und seit der Gründung außdl. Mitglied. Ruhe seine Asche Am 8. September begleiteten wir seine Leiche zu Grabe. Am 3. Jänner war Ausschußsitzung beim Zapfler. Am 9. Jänner raffte eine arge Lungenent- zündung unser ausübendes Mitglied den Schlauchmann Karl Told mit dem Tod- dahin. Told war ein braver Mann und gehörte seit dem Jahre 1902 unserm Körper an. An seiner Bahn trauert eine Witwe mit 2 Kindern. Schlussbericht. Windwachen wurden gehalten 56. Nun angeschaffen wurde: 3 Duper 3 Steigergärten 1 Saugschlauch 6 Juppen 1 Hydranten Standrohr. Gestorben ist ein actives Mitglied und 2 beitragende Mitglieder Ausschußsitzungen waren 4. So ist nun das 39. Vereinsjahr wieder glücklich ohne größern Brandschaden an uns vorübergegangen. Gott beschütze Mühlau! Mühlan, am 10. Jänner 1914. Joh. Purney Schriftführer Vereinstand: Dieser 2. Das 40. Vereinsjahr beginnt mit der Jahreshauptversammlung, abgehalten am 10. Januar abends beim „Koret“. Es erschienen hiezu die meisten aktiven Wejennglieder ebenso der Gemeindevorsteher Josef Steiger, welcher, sowie alle Anwegenden, vom vorsitzenden feŭerwehrhauptmann Anton Rauch wärmstens begaüβt wŭrden. Die Erstattŭng des Tätigkeits- und Kassaberichtes ging glatt, und ohne Einwand vor sich bei Letzteren bemerkten wir folgenden Vermögensstand. (a) Requisitenkassa Kr. 665'05 " 623.89 b) Regiekassa. c) Unterstützungskassa "271.24" zŭsammen 4000·18 Kr., welcher von Josef Steiger und Konrad Türk vorher geprüft und richtig befunden wurden. Die für heuer fällige Neŭwahl des Aŭsschŭffes stellte folgendes Ergebnis dar: Hauptmann Anton Rauch dessen Stellvertreter Josef Gstier Schriftführer. Johann Turner. Kassier Lopold Rauch. Gerätemeister Johann Kathrein Obmann d. b. M. Johann Gstier Steigerrotte: Josef Steiger, Romed Kreŭzer, Johann Hell. Speitzenmannschaft: Anton Schlögl, Ludw. Prantl, Schlauchartte: Konrad Türk, Josef Dangl, Ferdinand Schober, Hydvantenabteilŭng: Otto Rainer, Konrad Plattner. Anton Khŭen Konrad Türk gab den Jahresabschluß der feŭerwehrsterbekassa bekannt, und animierte zum Beitritte in dieselbe. Weiters wŭrde beschlossen das heŭer zŭtreffende 40. Wiegen- fest der Mühlauer Wehr während der Sommermonate festlich zu begehen, u. die Ausführung desselben der Kommandantschaft zu überlassen. Von einem Feŭerwehrballe wŭrde dagegen keine Erwähnŭng getan. Am 11. Jänner begleiteten wir die sterblichen Überreste unseres aktiven Kameraden. Karl Told zŭr letzten Ruhestätte über welchen schon früher berichtet wurde. Am gleichen Tage bemerkte man aŭs dem Kamin des Haŭses No 138 ein gewaltiges feŭer- sprühen, doch war der Kaminfeger Dobmayr rasch zŭr Stelle, ŭnd kein Anlaβ zu einem unserseitigen Einschreiten. Ana 28. Februar abends geriet ein, bei Wagnermeister Lischka an der Reichstraße zŭr Reparatur stehender Möbelwagen der Speditionssirma. Gottardi in Innsbruck dadŭrch in Brand, weil der Wagnergehilfe mit einem Glüheisen ein Loch in den Wandrahmen bohrte, und wahrscheinlich in die Holzwollfüllung der Wandpolsterŭng hineingeriet, wodŭrch sich die gepolsterte Wand wasch entzündete und der Möbel¬ wagen saht ganz niederbrannte; eine Abteilŭng mit einem Schlauch- wagen unserer Wehr war gerade wasch zur Stelle den kleinen Brand zŭ lokalisieren. Der Schaden soll 3000 Kr. betragen. 10. März gegen 2ten früh bemerkten Am die windwach-diensttuenden Karl Sentobe und Anton Wieser einen Brand in der Richtŭng Hötting, dessen feŭerschein aber bald nachlieβ, so daβ der Brand beim Hauptmann wohl ge- meldet, aber nicht ausgefahren wurde. Es handelte sich hier ŭm den Etschmannhof in der Höttingerau, der ziemlich nieder¬ brannte; man vermutet Brandlegung. Während der Monate April und Mai wŭrden fleißig Gesammt- und Abteiliŭgs- übungen abgehalten, ŭm die Mannschaft für das nahende Gründungsfest bestens zu exerzieren, und die Jubelwehr auf einen Stand zŭ setzen, die Anerkennung verdient. Am 21. Mai fand bei herrlichen Wetter das 40jährige Wiegensest der Mühlauer feŭer- wehr statt, worüber unser Chronist in dem feŭerwehrsachblatte folgendes verhautbarte: 0 (40 jähr. Wiegenfest der Feuerwehr Mühlau) Die freiw. Feŭerwehr Mühlau hatte den Beschluβ gefaßt, ihr 40jähriges Wiegensest in feier¬ licher Weise zŭ begehen, galt es doch hiebei 6 Kamonaden zu ehren, welche seit der Gründung ununterbrochen dem Vereine aktiv angehörten, und trotz ihres vorgerückten Alters mit einer jugendlichen Frische mit ungebrochenen Eifer und erfreulicher Pünktlichkeit ihrem Dienste in der Feŭer- wehrsache heŭte noch nachkommen. Die Veranstalter des Festes haben auch alle umliegenden Nachbarwehren eingeladen. und haben sich, da zŭfälligerweise ŭner- wartet schönes Wetter sich einstellte, am 21. Mai ungezählte Kameraden aŭs fast allen Teilen des Bezirkes zŭ einem Stelldichein bei der Jŭbelwehr eingefunden. Insbesonders stark waren vertreten die feŭerwehren von hall mit Mŭsik, jene von Arzl und Rum fast vollzählig, sammt deren Musikkapellen, zahlreiche Kameraden aus Innsbruck, aŭs fŭlgmes und Zirl, Amaas, Absam, Hätting, Matrei, Götzens, und dergl. die Feŭerwehr-Landesverbands- leitŭng und die Bezirksverbandsleitung No 4 waren in erfreŭlicher Weise durch verschiedene Herren vertreten. Es wogte in den Straβen desfestlich geschmückten Ortes von Wesemännern, die mit Interesse der Schaŭübŭng folgten. Am Vorabende zog nach Eintritt der Dunkelheit ein imposanten Fackelzŭg mit Musik dŭrch das Dorf und fand ein kleiner Begrüßungsabend im „Badhaus‟ statt. Der Festtag wŭrde mit einem feierlichen Gottesdienst eingeleitet, wobei der neŭerstandene Kirchenchor eine neue festmesse mit großem Orchester in meŭsterhafter Weise zŭr Aŭfführŭng brachte. Zŭ dem darauf- folgenden Frühschoppen im schönen Zapflergarten fanden sich bereits mehrere Vertretungen auswärtiger Wehren, ins- besondere zahlreiche Kameraden aŭs Innsbruck ein, und gab die Musikkapelle von Mühlau unter Leitŭng ihres neŭen Dirigenten Pölzel exakt aufgeführte Musikstücke zŭm Besten, hiefür berechtigtes Lob eantend. Nachmittags war Empfang. der festgäste bei der Trambahnstation Dollinger und brachten die vollbesetzten Züge so zahlreiche Wehrmänner aus. allen Teilen des Bezirkes, daß die Straßen des festortes gleich solchen von Großstädten dicht bevölkert waren. Es zeigte, daß sich die Jubelwehr Mühlau einer besonderen Beliebtheit erfreut, und bei den anderen Wehrvereinen in bestem Ansehen steht. Die Schau¬ übung wurde nach Anordnung des Landesverbandvertreters in der fabriksanlage der Firma Weyver¬ dŭrchgeführt, zeigte beste Schŭlŭng der Mannschaft, sowie gute Löschgeräte und vorzügliches Schlauchmaterial, welches den enormen Druck der Innsbaucker Wasserleitŭng zŭ halten. vermag. Insbesondere die fingierte Rettung aus dem dŭrch feŭer abge- schlossenen Dachboden fand allgemeinen Beifall. Es wurde ruhig und zielbewußt gearbeitet und fand die Aŭsstellŭng ungeteiltes Lob. Hernach war desilierŭng vor den Festgästen, an welcher, ich, nebst der Jubelwehr mit ihren Geräten, auch die Feuerwehren und Feŭerwehr¬ musikkapellen von Hall, Arzl und Rum korporativ anschlossen. Hernach war fest- versammlung im großen Korretgarten, welcher sich jedoch viel zŭ klein erwies. Die Wehrmänner drängten sich heran, konnten aber leider nicht alle ŭnter¬ gebracht werden, und begaben sich in die anderen Schankgärten, wo man überall feŭerwehr-Musikkapellen hören konnte. Der Kommandant Anton Rauch wöffnete mit kurzer Begrüßung der festgätte Die Festversammlung, worauf Herr Holzmeister unter Anführung der wichtigeren Taten aus dem Vereinsleben der Jubelwehr die festrede hielt, an welche sich die Ehrung der seit Gründung der Wehr derselben angehörenden und heŭte noch aktiven Mitglieder: Johann Kathrein, Leonhard Schlögl, Johann Gstir, Christian Rauch, Georg Stockhammer und Franz Waldner, anschlossen. Herr Kathrein, der fast seit 40 Jahren mit vastlosen Eifer die Stelle eines Gerätemeisters in musterhafter Weise versorgte, wŭrde aber einstimmigen Beschluß der Wehr zu deren Ehrenmitglied ernannt, und ihm bei dem heutigen Anlasse eine hübsch ausgeführte Urkunde von Seite des Kommandanten überreicht Besondere Freude zeigte sich aber in Erfüllung einer alten Dankespflicht gegenüber dem seit 30 Jahren der Wehr angehörenden früheren Zŭgsführer und nŭmmehr seit 1899 der Wehr vorstehenden Kommandanten Herrn Anton Rauch. Ihm wurde unter Würdigung seiner edlen Taten, seiner ersprießlichen Bemühungen um Hebung u. Belebung des Wehrkörpers, insbesondere durch seine erfolgreichen Bemühungen um den Ausbau der mustergiltigen hoch¬ drŭckwasserleitŭng, die Ehrenmitglied- schäft des Vereines verliehen. Ein pracht- voll aŭsgeführtes Ehrendiplom zeigte die Freude und Überraschung des Gefeierten, welcher das Versprechen gab, von seinem früheren Vorhaben abzugehen, und die Kommandantenstelle noch weitere Jahre beibehalten zu wollen. Es brachten dŭach Begrüβungsansprachen. die Glückwünsche die Herren Holzmeister namens des Feuerwehrlandesverbandes, Herr Seiler namens des Bezirksver¬ bandes, Herr Innerhofer für die Inns- brŭcker Wehr, Herr Gastl aŭs Zirl, Herr Waibl aŭs Wattens, und Herr Holter aus Absam zŭm Ausdrŭcke. Herr Gemeindevorsteher von Mühlau gab die Glückwünsche und den Dank der Gemeindeverwaltung kund und wurden hiebei Kameradschaftsbande fester geknüpft und freundschafts¬ worte gewechselt. Die Postmusikkapelle aus Innsbruck trug wesentlich bei, die Feststimmŭng besonders zŭ heben, Auch in den anderen Gasthauser 10 von Mühlau war überall freŭdige Festes¬ stimmŭng und Musik, und sah man erst in den Abendstunden die Wehr¬ männer sich zur Heimkehr bewegen, gewiß in jedem die Versicherŭng tragen, ein schönes kameradschaftliches fest mitgefeiert zu haben. J.P. An die koporativ erschienen feŭerwehren. Arzl, Rum, Thaŭa und Fall, sowie an die um den Verkauf der festabzeichen be¬ mühten Fräuleins wurden Dankesschreiben gerichtet. Juni erschien die Kommandantschaft Am 12. beim geliebten Feŭerwehrhauptmann Anton Rauch, und brachte denselben in der üblichen Weise die Glückwünsche des Körpers zu seinem Namensfeste dar¬ worauf der Geseierte den Ausschuß zum Koret lŭd, und gleichzeitig die Gelegen- heit benützte, eine Ausschußsitzung abzuhalten. Am 25. Juli war der Bezirks Religierteintag in fŭlgmes. Von unserer Wehr erschienen Josef Gstir, und Konrad Kreuzer als Vertreter; von den hiebei geführten Ver¬ handlungen war nicht besonders wichtiges zu konstatieren. Juli hielt die Feŭerwehr heiligkreuz Am 19. ein Gartensest ab, wobei sich mehrere Kameraden von unserer Wehr beteiligten. Am 23. Juli starb zu Innsbruck nach kurzer "Krankheit Herr Max Klammer" der Kommandant der dortigen Feŭerwehr. Klammer welcher auch die Stelle eines Löschinspektors, und seit einem Jahre des Bezirksobmannes bekleidete, war in Feuerwehrkreisen allseits bekannt. Wir beteiligten uns bei der Leichenfeier am 26. Juli "en Parade" unter führung des Kommandanten Rauch in einer Stärke von 29 Mann und kann ein Augenzeuge nach¬ träglich konstatieren, daß das Aufmarschinen der Mühlauer Feŭerwehr unter den noch zahlreich verschiedenen anderen Ortsfeŭerwehren, weitaŭs das Staammste und Schönste war. Hernach war freibier beim Dollinger. brachte die Verlautbarung der Der 31. Juli allgemeinen Mobilisierŭng, und teilweisen Aŭfbietŭng des Landstŭrmes zum Kampfe für das teure Vaterland. 12 Am Schlusse des heŭrigen Jahresberichtes werden wir auf die Einzelheiten dieser Maßregeln und deren folgen- noch eingesend zurückkommen. Von unseren Wehrkörper sind im Ganzen 2. Mann eingerückt, was in der am beim "Koret" einberufenen außer¬ 2. August ordentlichen Vollversammlung kon¬ statiert wŭrde. Bei dieser Gelegen- heit wurde an die versammelte Mannschaft der Apell gerichtet, während der ganzen Kriegszeit, wo so viele Männer, die dem Löschwesen angehören, zum Waffen¬ dienste fort müssen, besondere Vorsichtsmatsregeln gegen Feuers- gefahr gelten zu lassen, insbesondere in der Beaufsichtigung von Kindern, wegen spielen derselben mit Zünd¬ hölzern etc. etc. Oktober war die übliche Herbstübŭng Am 25. welche in Abwesenheit des Hauptmanns, dessen Stellvertreter Josef Gstir leitete. Als Angriffsobjekt diente das Anwesen des Rauch Christl an der Reichstraße. hernach war freibier beim "Koret". 13 Am 31. Oktober starb nach kurzer schwerer Krankheit ŭnser ehemaliges lang- jähriges Mitglied und Schlauchersten. stellvertreter Franz Sentobé, ein in Sänger und Musikantenkreiten bekannte und beliebte Kraft: Am nächsten Tage starb ebenfalls nach kurzer schwerer Krankheit der Gutsbesitzer Johann Gasser von Mühlau, ein beitragendes Mitglied unserer feŭerwehr. Wir begleiteten dessen sterbliche Überreste am 3. November zur geweihen Erde. Die hinterbliebenen liesten es sich nicht nehmen für diesen sietätsakt durch Kran zu spenden Am 7. November gegen 8der abends stieg auf dem Jŭngerbŭrgboden eine mächtige feuersäule gen Einmal, und konnte sofort klar sein, daß es sich um ein Großfeuer des teilweise aus Holz gebauten Karwendlhofes handelte; 7 Mann unserer Wehr führen mit gemigend Schlauchvorrat unter der Leitŭng des H. St. Josef Gstiv zur Brandstelle konnten indeß wenig mehr aŭsrichten, da ziemlicher Wasser¬ 14 mangel herrschte, und der Brand zŭ weit vorgeschritten war. 5. Mann blieben die ganze Nacht über als Brand- wache zurück. Das Unglück entstand dŭrch Beandlegŭng, doch konnte der Täter nicht ermittelt werden. Am 2. Dezember starb nach längeren Kranksein der Hausbesitzer und ehemaliger Tischler= und Glasermeister Anton Schnegg. Derselbe, ehemaliger Kaminfeger, war zahlreiche Jahre ein äußerst tüchtiger Rufführer in unserer Wehr, mehrere Jahre Steigerrottenhüfver¬ dann Spritzenmeister Stellverbreter Stellvertreter und schließlich in der Ordnungsmannschaft tätig. Derselbe gehörte zŭ den s. z. Mitgründern unserer Wehr, und bedauern wir hiemit, einen unserer wenigen alten Kameraden verloren zu haben. Schnegg, ein jederzeit aŭfrichtiger und bescheidener Charakter, war allseitig beliebt, und wird demselben ein gesegnetes Andenken jederzeit gesichert bleiben. Wir begleiteten die sterblichen Überreste des lieben Toten am 4 Dezember zur letzten 15 Ruhestätte der Sarg wurde von p 20 geben feŭerwehrmännern getragen. R.I.R.W. Am. Dezember starb nach kurzer Krankheit unser ehemaliges aktives Mitglied und Todtengräber der Hausbesitzer Johann Stern ein langjähriger Angehöriger der hiesigen Mŭsikkapelle. Sein einziger Sohn ist dermalen als Rekaŭt zŭr Ab¬ richtung in Südtirol, und auf dem Weggange in das Schlachtfeld, was für die hinterbliebenen Familienange¬ hörigen wohl ein hartes Leiden sein. mag. Dies ist der Bericht über die wenigen für uns näher liegenden Vorfälle in dem eben abgelaufenen 40. Vereinsjahre. Dasselbe ist Dank Vorsehung der gütigen Vortheilung für uns, für die ganze Umgebung, und wohl auch für das ganze Land in kath, Bezug aŭf Feuer- und Wasserstorpfen ein äußerst glücklicher Leitabschnitt zu nennen, denn weder hochwasser noch große Feŭersbrünste, mit Ausnahme jener in der Gemeinde Pinzolo in Judikarien, brachten den Tagesblätter keine 16 weiteren bedeutenden Unglücksfalle zur Kenntnis. Die Tätigkeit im Vereine bestand daher lediglich in der Befestigung der Mannschaft auf Schlagfertigkeit im gegebenen ernsten falle, wozu die zahlreichen und fleißig besuchten Übungen im Frühjahre anberaumt wurden. Die Spritzmannschaft wurde mit Gurten und Schlauchschlüssel versehen, die Steigerrüstungen teil¬ weise aŭsgebessert, und dŭrch neue ergänzt; ein Schlauchwagen No 3. neu angeschafft, und der Geräte stand auf dem Laŭfenden ge- halten. Im Ganzen wurden acht Gesammt- und vier Abteilungs- übungen abgehalten. In 54 Nächten sorgte die arbeitsfreudige Wehrmannschaft für die Einhaltung der bekannten Windwagen, wofür das Feuerwehrkemmando an dieser Stelle den gebührenden Dank aus¬ Kommandentlobeyssitzungen. spricht. wurden 6 einberufen, und hiebei die laŭfenden Geschäftsstücke bettens erledigt. Der Mannschaftsstand Georg Rauch Thänner Lang zeigt heŭte. Leonhard Schlögel anten Rauch a) 5 Ehrenmitglieder, kam Kathrein 6) 73 aktive (ausübende) Mitglieder c) 68 beitragende Mitglieder. Aŭs dem aktiven Mannschafts- stande, ist ein Todesfall nicht zŭ verzeichnen, dagegen ist Anton Gasser als Beitragendes, sowie Anton Schnegg, Franz Sentobe und Johann Stern als ehemalige aktive Mitglieder in das Jenseits abgegangen Ferdinand Schober Ausgetreten ist Plattner Georg und Reinisch Johann, neu eingetreten. und aŭfgenommen Karl Obkircher Robert Schwenniger, Johann Beer, und Bartholomärs, Behain. Wenn zwar kein ernster Anlaß zu unseren Einschreiten durch feuer oder Wassergefahr vorhanden. war, so ist doch das berühmt gewordene 1914ner Jahr, auch in unserer Gemeinde nicht lautlos verstrichen. die fast weltbekannte leistŭngslähige Kunstmühle unseres sehr geehrten hauptmannes und Kassiers herren Anton und Leopold Rauch, ein Etablissement ersten Ranges und mŭstergiltig, ist dŭrch den aŭs- nahmsweis stark gehenden Mühl¬ bach unterwaschen worden, was für das große schwer belastete Gebäude. von schweren Folgen war. Am 24. August zeigten sich am Haupttrakte und dem Elektrizitätswerke des genannten Etablissements bedenkliche Mannerrisse, die von sachkundiger Seite wiederum als unbedenklich befunden wurden. Das Elektrizitätswerk die haŭptkraftanlage der großen am 28. August ÿsbar Mühle ists um 7 30 Uhr früh infolge. Unterwaschung durch den hoch- gehenden Mühlbach gänzlich ein¬ gestürtzt, und ehe noch geeignete Vorkehrŭngen gegen eine gleiche Katastrophe des Mühlhauptge- bäudes getroffen werden konnten. ist um 1 40 Uhr; der südöstliche Flügel des 6 Stock hohen Mühlengebäudes vom Fundament aus hinauf zum Dachfürsten sammt Warenlager, maschineller Einrichtŭng, und Mahlvorräte unter fŭrchtbaren Getäfe in den Mühlbach gestürzt. Diese Katastrophe ist umsomehr bedauerlich, da die Firma Rauch gerade jetzt dŭrch bedeūtende Militärlieferungen, u. Approvisionirung von Nordtirol, während der Kriegs- zeit, in einen äußerst strengen Geschäftsverkehr geraten ist, und nicht nŭr genannte Firma, sondern wohl ganz Nordtirol dŭrch diese Katastrophe geschädigt erscheint, denn woher das unbedingt notwendige 9.10 Nahrŭngsmittel beziehen, wenn die größte Mühle des Landes durch ungeahnte Wasserkatastropfen in einen förmlichen Schutthaŭsen ver- wandelt ist? Jeder der so zahlreichen Zŭschauer klagte aufrichtigen Herzens über das große Unglück, welches über die wohlgeachtete Firma hereinge¬ brochen ist, und mögen es günstigere Umstände fördern, daß die Firma Anton Rauch ihren gewohnten Ge¬ schäftsbetrieb baldigst wieder in vollem Umfange aufnehmen und erhalten kann. Diesem frommen Wunsch schließt sich auch die Mannschaft der Mühlauer Wehr in aufrichtiger Treue an, hängt doch dieselbe in dankschuldiger Weise an ihrem langjährigen allseits beliebten Hauptmanne, an ihrem eifrigen ersprießlichen Kassier, welche beide Besitzer der firma Rauch sind, und so erhoffen wir, daß der bisher bestens gediehene Wiederaufbau weiter gedeihe und der Firma Raŭch für das erlittene Unglück durch besten Geschäftsgang, reichliche Entlohnung geboten sei. Das Jahr 1914 wird in der wohin Weltgeschichte in erster Reihe stehen. friedliche Zeiten, gute Verhältnisse erhofft sich jeder Mensch, und freut sich an seinem Leben, und an seinen Werken, wenn es ihnen halbwegs gut geht. Dieser wohlberechtigten Standpunkt war uns nicht allseits vergönnt. Die Treue Österreichs Völker zŭm Kaiserthron und Regierung machte es stark und vorwärts schreitend, ebenso wie im engverbündeten deutschen Kaiserreiche. Der innige Zŭsammenhang dieser beiden Großmächte förderte seit Jahrzehnten gegenseitig Kunst und Wissenschaft, Handel und Industrie und gemeinsames Wohlergehen. Beide große Staaten geführt ŭnter deŭtscher Flagge, deutscher Einheit, deutschen Stärke und Manneszucht müßten zur 22 Erhaltung dieser erhabenen Stelle auch alle jene Vorkehrungen treffen, welche zum Segen und zŭm Schutze der Staaten eben sind: Ausgestaltung der Wehrmacht zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Wie jeder seine Feinde hat, so hatten es auch schon seit längerer Zeit diese beiden Länder. Dem berüchtigten aŭssischen Bär lag das Wohl seiner Stammesverwandten in Serbien. sehr am Herzen, und während letztere als halbwildes unkultŭrelter Volk in nationalen Faß gegen die Donanemonarchie öffentlich demonstrierte, schickte Rußland seine gewaltigen Feeresmassen an die österreichische Grenze, und erließ militarische Maßregeln. welche unzweideutig auf eine feindliche Gesinnŭng gegen Ötterreich hinzielten Das deŭtsche Reich, unser treuer Bundesgenosse pflegte mit der rŭssischen Regierung fortwährend Unterhandlungen, wegen friedlicher Klarlegung der zwischen Österreich 23 und Rußland und Serbien be¬ stehenden Spannungen. Rußland, wie auch alle anderen Völker und Länder wußten es zŭ genau daß im Falle eines Kampfes Rußlands gegen Österreich, auch Deutschland sich gegen Rußland wenden würde, da das freund¬ schaftsband zwischen beiden. Staaten, Deutschland und Österreich sehr stark geschlŭngen war. Das mit Rußland verbündete Frankreich hatte noch seit dem 1870 ger Kriege einen argen Groll aŭf das deŭtsche Reich, und so wartete Frankreich wohl fast mit freuden auf jenen Augen¬ blick, in welchen Deutschland gegen Rußland, und Frankreich dann im Rücken gegen Deutschland marschieren kann um so eine Vergeltŭng für die Verluste 1870/71 zu erreichen. Das zwar mit dem Deutschen Hohenzollner'sche Herrscherhaus engverwandte Königshaus von England (Geschlecht 24 der waren seit Jahren in gleich gespannten Verhältnissen mit Deutschland, als wie der Russe mit Österreich. Das Emporblühen Deutschlands, der gewaltige fort- schritt der dortigen Industrien war für England ein jahrelanger Doan im Aŭge, da England das bekannte Herrschervolk konkurenz- los und unentbehrlich auf der ganzen Welt dastehen wollte, und so war es ein alter Plan von England bei geeigneter Gelegen¬ heit das deŭtsche Reich zŭ ver- nichten oder wenigstens zu ver¬ mindern; und so herrschte in England ein völliger Jubel als die Tage kamen, wo Rußland gegen Österreich, und Deutschland gegen Rußland zog. England. kennte sofort auf Grund Geheim- verträge das stolze Frankreich. bestimmen in Deutschland einzu¬ marschieren, ebenso ist auch das kleine Königreich Belgien das sonst in intimen Freundschafts- verkehr mit Deutschland stand, dŭrch das kriegslustige England gegen Deutschland aufgesetzt. worden. Auf diese Weise war die seit Jahrzehnten paraphezeite. und gefürchtete Kriegsfackel von Europa in einem fŭrch- baren Brande geraten, und unmittelbare Ursache hiezu bot ein politischer Meuchel¬ mord gegenüber dem Erzherzog Thronfolger von Österreich Este. weiland Erzherzog Franz Ferdinand, 28 VI welcher beim Tauppenmänder im Auftrage Sr. Majestät Ende Juni 1914, in Bosnien weilte. Nach Besichtigung des 26 Rathaŭses in der Hauptstadt Savajevo wurde Erzherzog Franz Ferdinand sammt der neben ihm im Auto sitzenden Gemahlin Frau Herzogin von Hohenberg von einem serbischen Verschwörerkomplett meuchlings erschaffen. die hierauf sofort eingeleiteten Untersuchŭngen zeigten deŭtliche Wege auf die Verschwörung, welche vom Königshaus in Belgrad und der dortigen Regierung herstammte, die diesbezüglich gestellten Forderungen und fragen der österreichischen Regierung wurden entweder gar nicht, oder nur oberflächlich, oder lächerlich behandelt, und so erfolgte endlich am 23. August 1914 ein Ultimatum Österreichs an die terbische Regierung, welches, weil ungemigend beantwortet, die weiteren Konsequenzen nach sich zog. Am 29. Juli brachten die Tagesblätter offiziell das kaiserliche Manifest An meine Völker, womit die gesammte Wehrmacht und Landwehr mobilisierte, und der Landsturm teilweise aufgeboten wurde. Mit Schaudern mußten die sich so viele Jahre gesegneten Frieden lebenden Völker Österreichs, die Kund- machung vernehmen, und wohl keinem war es leicht ums Herz, wenn er an die nun kommende Zukunft denken mußte. Kriegszeiten sind schlechte Zeitengewesen, und bei dem heutigen Stande der Waffentechenik sind grausame Verluste an Menschenleben zu be- fürchten. Mit welchen Gefühlen mag der aktiv dienende Soldat die Kriegsmontur ausgefaßt. haben? Wie mag dem Reservisten ums Herz gewesen sein, von seinem Elternhaus, von seinen Geschwistern, Verwandten und Freunden Abschied zu nehmen, um ins ferne Schlachtfeld zŭ ziehen: und wie zerknirscht und herz¬ gebrochen war der Landsturmmann 28 der Weib und Kind, Haus und Gut so säh verlassen mußte um dem Rufe der Kaisers zŭ holgen, nicht wissend ob er nochmals sein trautes heim. sehen kann. Schwerer Abschied war es für Jeden, insbesondere für die verheirateten älteren Landsturm- malen. Par männer. Wir konnten im Rahm Innsbrucks, wo bei 60.000 Mann zur Einberufung erschienen, so manch gedrücktes Gemüt unter den Einberufenen bemerken. Die Trommelnschlugen zum Kampfe, die Hörner schallten zum Sturm. fort ging es in end- und zahllosen Militärzügen direkte in das ferne Schlachtfeld, oder in weitere Militär¬ stationen. Fast niemand konnte sich beim Abschied am Bahnhofe der Tränen verwehren. Von Mühlau gab es ein stattliches Kontiquent der zŭm Waffendienste Einberŭfenen. Wir können uns in dem heŭtigen Berichte nŭr auf unsere Wehrkameraden be¬ schränken, die fort von der lieben Heimat mußten, um den Mann und heldenhaften Kämpfer für das vaterland zu stellen. Zum Waffendienste eingerückt sind: Leopold Raŭch (Leŭtnant d. Res.) Romed Kreŭzer, Franz Weger, Josef Oberdanner, Leonhard Schlögt Alois Gundolf, Johann Hell Alois Steiger, Alois Gstir, Anton Stolz, Alois Schlögt, Alais Frenes, Anton Thaler, Josef Schlögl, Johann Tŭsch, Vinzenz, Schett, Josef Plattner, Lernhard hell, Gebhard Schlögl, Franz Wach, u. Jakob Minatti. Die anderen haben sich als Koppler (Pferdeknechte), und als Standesschützen zu Lokaldiensten gemeldet. Mit Befriedigŭng und mit freŭde kann der Berichterstetter heute am Jahresschlusse, nachdem das Kriegswetter nun schon das 5te Monat mit fürchterlicher Gewalt getobt hat, melden, daß von diesen 21 zŭr fahre Eingerückten keiner als tot gemeldet erscheint. Vermŭtet wird das traurige 30. Los des tapferen Kriegers über Alois Frenes, und Vinzenz Schett, welche zŭfolge Nachrichten von deren Kriegskameraden verwundet. wurden, und schon seit vielen Monaten fehlt jede Nachricht und jedes Lebenszeichen. Verwundet und wiederhergestellt sind. Alois Gstir, Anzon Stolz, Alois Schlöge und Gebhard Schlögl. hoffen wir, daß alle diese unsere lieben Freunde baldigst und wohlbehalten zu uns zurückkehren. mögen. An Wehmūt gedenkt die feŭerwehr an die auf dem Felde der Ehre gefallenen Schwäger. unseres Feŭerwehrhauptmannes Anton Rauch, der Herren Oberst¬ leutnant Franz Kellner, und Gebhard Scherer; besonders Letzterer als Interimskommandant des 2. Tiroler K. J. K., war ein für die Tiroler Kaiserjäger besonders begeisteter wackerer Effizier, der sich seiner ihm untergestellten Mannschaft auch in den schwierigsten Verhältnissen des Kriegsspauplatzes in väterlicher¬ weise annahm, und in der Geschichte der Tiroler Kaiser¬ jäger wohl einen unauslösch¬ lichen Ehrenplatz einnehmen. wird. Die Schwestern unseres Hauptmannes wurden durch diesen Krieg so jäh und uner¬ wartet ihres Liebsten entrissen. und bedauert die feŭerwehr im Herzen, daß gerade in der Familie Raŭch die tragischen folgen des Krieges so tief ein¬ schlugen. Die Kriegserklärung Österreichs an Serbien, hatte den Einmarsch der Russen in Galizien zŭa folge, dem sofort die Kriegserklärung Deutsch¬ lands an Rußland folgte. Frankreich das verbündete Reich mit Rußland, und Finanz- minister des Letzteren marschierte sofort mit seinen Tauppen ohne Kriegserklärung in Deutschland ein. Frankreich wollte die deutschen Tauppen in der Mitte ihres Reiches einfallen lassen, und die französischen Truppen über das bisher neŭtrale Belgien in den Rücken der deutschen Armee senden; doch was entgeht einem 32 starken Volke das aŭf genauer Wache steht, Deutschland ahnte den französischen Überfall über Belgien und verlangte die Abschwerung. die Absperrung des neŭtraten Landes, was Belgien, dŭrch England und Frankreich animiert nicht sofort zŭgab. Die folge davon war eine sofortige Kriegserklärung Deutschlands an Belgien, was für dieses kleine Königreich die Sterbe¬ stunde bedeŭtete. Trotzdem in Belgien die berühmten Waffen- geschmiedet, und die stärksten festŭngen zŭ finden sind, mar- schierten die deŭtschen Kämpfer in Eilschritten von Stŭfe zŭ Stůfe, " nahmen mit lautem Fŭrrah die starken festungen Lüttich. 33 Schmid Namur Brüssel, Antwerpen, Gent, und hatten dadŭrch das Königreich Belgien binnen wenigen Wochen zu einer deutschen Provinz umge¬ wandelt. In Nordfrankreich machten die deŭtschen Truppen gleiche Erfolge, wobei sie von der schweren österreichischen Artillerie unter¬ stützt wurden. Die als unüber¬ windlich geltende englische Kriegs¬ flotte hatte dŭrch die geŭtsche Kriegsname schweren Schaden genommen, und Rußland das Riesenheer hat sich mit der Ausdauer und Schulung der deutschen Truppen zŭ ihrem Schaden verrechnet. Österreich kämpfte siegreich in Galizien und Schlesien, und drängte die bereits in der Bukowina und Ungarn eingebrochenen Russenherrn mit Erfolg zurück. Ebenso wurden auch die in Ungarn und Serbien eingebrochenen feindlichen Truppen Serbiens und Montenegros glänzend zurückgeschlagen. Alles deutet der Versicherung zŭ, daß die ver¬ bündete Österreich-ungarisch und deutsche Armee im Siege. wacker vorwärts schreitet, und rŭs dem großen Weltenkampfe aŭhmweich hervorgeht. Traŭrig sühlt es sich nicht nur für die Krieger, sondern für jeden Recht- daß denkenden an der seit Jahrzehnten mit Österreich und Deutschland verbündete Italiener, seine Bundesgenossen in diesen schweren Stunden im Stiche läßt, und nicht nŭr das, sondern alles unter- nimmt, was auf einen Krieg zwischen Österreich und Italien. hindeutet. doch mag kommen, was will, für Österreich und Deutschland gilt es einen gerechten Kampf. gegen alte Freunde, die sich unter verschiedenen Deckmantel als freunde zeigten und so wird der österreichische, Doppeladter seine mächtigen Schwingen auch fernerhin in ungebeugter Kraft über die Donaŭmanchie schwingen. können. Und so hoffen auch wir daß die von uns geschiedenen Vaterlandsverteidiger nach Beendigung dieser schweren Tage als ruhmbedeckte Felden zu uns zurückkehren mögen. O wie freuen wir uns sie wieder zu sehen, deren starke Hand drücken zu können, ŭm uns zu ertreuen an den Erzählungen ihrer Feldentaten, die sie unter Hintansekŭng von Leben, Blūt und Gesundheit zŭ unseren und des Vaterlandes Schutz vollbrachten. Mögen die Pöller donnern, die Mühlauer Glocken schallen, mit Fahnen und Lorbeerkränzen werden wir unteren Siegern dann entgegeneilen, und sie enger und fester an uns schließen, die so vieles gelitten, und für uns gestritten haben. für heŭte grüßen wir dieselben die in schneebedeckter kalter Landschaft fortgesetzt im Kampfes¬ getümmel weilen müssen, wir grüßen sie, und aufen ihnen ein kräftiges Gut Heil zu. In Pietät gedenkt aŭch die feuerwehr Mühlau in diesen stŭrmbewegten Zeiten an unseren vielgeprüsten erhabenen Monarchen. Möge die gütige Vorhöhung, die fast gebrochene Feldengestalt noch lange zŭm Segen seiner Volker erhalten. Möge es ihm gegönnt sein, nach dem bitteren Trunke aus dem Kriegskelche, aŭch den heiβer- sehnten Frieden und Sieg zu erleben, und sich dessen noch lange zu erfreuen. Wir, die glücklich im Friedens- lande Lebenden, lassen indeß unsere Arme nicht ruhen, wie sorgen für die hinterlassenen Frauen und Kinder der zum Keiege einberŭfenen Männer, und sollten sich daraus Witwen und Waisen bilden, wird auch der Mühlauer Wehrmann sein bekannt gutes Herz nicht ver- schließen, um diese Bedauerns¬ werten zŭ unterstützen, und ihnen hilfreich zur Seite zu stehen. Dies geloben wir in treuer Pflichterfüllung, gegenüber unseren wackeren Kriegern und schließen unseren heurigen Jahresbericht mit dem frommen Wunsche: M mit uns? Er beschütze unser Neures Vaterland? Mühlau, den 5. Jänner 1915. Chton Rauch D. Z. feŭerwehrhaupte Vereinsjahr I S ♂ Wie im letzten Jahresberichte bereits erwähnt, mußten viele unserer Kameraden, Freunde und Bekannte dem Rufe des Kaisers Folge leisten, und hinausziehen um das teure Vaterland vom tückischen feinde zu beschützen und zŭ befreien. Unser Löschkörper ist dadurch an Mannschaft immer kleiner geworden und auch die bevorstehenden und noch kommenden weiteren Einberufungen werden eine allmähliche Abbröckelung in unserem Mannschaftsstande herbei¬ führen. Es ist unsere Aŭfgabe desto fester zŭsammen zu geben, bei übungen und bei Bränden doppeltes zŭ leisten, um die Schlagfertigkeit unserer Wehr. auf der gleichen Höhe zu halten. Daß dem so ist, zeigte bereits der erste Anlaß des Vereinsjahres. Am 16. Jänner: die Jahreshauptversammlung. welche am 16. Jänner wie üblich beim Koretwirt abgehalten wurde. Hast sämmtliche unserer ausübenden Mitglieder waren zur selben erschienen. und verfolgten mit Interresse die Vortragsordnŭng. Der umsangreiche Jahresbericht wurde mit Aufmerk. samkeit zur Kenntnis genommen, ebenso der Kassabericht welcher von dem zufällig auf Urlaub hier¬ weilenden Reserveleutnant Leopold Rauch vorgetragen wurde, und letzterem Berichte entnahmen wir folgende Kassabestände: Kr 556 37 a) Requisitenkassa. " 282.10 b) Regiekassa c) Unterstützungskassa 2822 03 zusammen Kr 3660.50 welche tags zuvor von dem Kameraden Josef Steiger und Konrad Türk über- grüht und in Ordnung befunden. wurden. Neŭwallen waren keine zŭ vorzunehmen. Die letzthin sich neu angemeldeten ausübenden Mitglieder Karl Zahlberger, Jakob Taschler, Josef Waldner und Christian Gazette leisteten das übliche Gelöbnis im die Hand des Komman¬ danten, und wurden dadurch in die Feŭerwehr aufgenommen. Nachdem nach der im Felde stehenden Feŭerwehr-Kamerachen (gedacht wurde) von Seite des Kom̅andanten Anton Rauch gedacht wurde, war die Vortragsordnung erschöpft, und die Sitzung wurde geschlossen. Am 23. Jänner gegen 7 1/4 früh war eine Stunde harten Ernstes für uns gekommen. Dichter Nebel erschwerte den Ausblick auf die Nachbargebäude, und zŭdem war noch die Zeit dadurch ungünstig, indem die Sturmruhe der Kirchenglocken vielfach als das Zusammenläuten zur Schulmesse vermeint wurden. Die Bedeutung solcher Glockentöne war aber leider anders. Um Dachboden des Haupt- gebäudes der bekannten Schafwollwaren. fabrik Franz Baur's Söhne brach ein wie sig später heraŭsstellte, dŭrch rŭchlote hand, gelegtes Schadensfeuer aŭs, welches in den aufgestapelten Wollspulen Papieren, öligen Maschinen und deral. eine vorzügliche Nahrung fand. Fabriks- arbeiter bestätigen, daß der Dachboden raum im Nu in ein Flammenmeer gehüllt war, welches sich längere Zeit unter dem Blechdache hielt, bis schließlich an allen 4 Ecken gleichzeitig das feuer zur Explosion kam, und daher die Fabrik mit Einemmale ringsum vom Schadenfeuer umgeben war. Durch den verwechselten Zweck des Sturmläutens, war das Anrücken der feŭerwehr zwar ein klein wenig verzögert worden, dafür leistete die Wehrmannschaft beim Eingreifen des Brandfernes Wollgezieltes. Schub Unsere große Magiwisleiter wurde an der Sodwestecke der Fabrik aŭfgestellt, von wo aus sofort ein mächtiger Wasserstrahl in den wennenden Dachboden geleitet. wurde. Ebenso wurden von der an der Westseite eingebauten Fabrikssteigleiter. ein Wasserstrahl in den brennenden Dachstuhl entfendet. Unsere kleinere Schub- leiter wurde hingegen an der Ostseite aufgestellt, die Spritze an der gleichen Seite am Fabrikskanal, und mit 2 Druckschläuchen der Brandford von dieser Seite angegriffen. die Fabrikshydrantenanlage funktioniert. leider wieder nicht, trotzdem in den letzteren Jahren durch Übŭngen diesen Umstand gesehen, und die Fabriksunternehmung auf bessere Einhaltung ihrer Löscheinrichtung aufmerksam. machten. Der Unterflurhydrant im großen Hatraum funktionierte anfangs, mußte aber bald wegen zŭ schwacher Wasserkrast vom Ein starkes Militäraŭsgebet wurde uns beigestellt, welches überflüssig gaffende Zŭschauer vom Fabrikshofe und vergl. zurückträngte, und sparer auch mithalf, den teilweise noch glütenden Brandschŭtt vom Dachboden herunter zu werfen, um so dem Brandplatz gehörig zu reinigen. Die Feŭerwehren von Innsbruck und Arzl. konnten gegen 1/2 11, 11 Uhr heimziehen, unsere Mannschaft hielt wacker stand, bis am Dach¬ boden, die da und dort sich zeigenden feŭerherde vollends abgekühlt und aŭsge- loschen waren. Auch bei der Aufräumung des knietief im Dachboden liegenden Schuttes, waren unsere braven Mühlauer¬ kameraden mit Schaufel und Bickel den ganzen Nachmittag über in strenger Arbeit und gingen nicht davon bis nicht Alles, was noch verdächtig wäre, vom Fabriksräume auf die Straβe hinunter befördert war. Erst dann verließ der letzte Mann seinen Posten. und aŭfrichtigen Herzens können wir heŭte wohl auch mit Stolz, unserer braven Kameraden gedenken, die in der Stunde der Not ihre eigene Sorge und Arbeit gerne auf die Seite legen, und dem bedrängten Mit¬ bürger, sei es nun freund oder Feind, ihre ausdauernde Kraft widmen. Möge es auch in Zukŭnft so sein. Für die bei den Aufräumŭngsarbeiten mithelfenden Soldaten besorgte Kom̅andant Rauch eine kleine hause beim „Zapfler“, was den Leuten gewiβ, unerwartet kam und ihnen wohl tat. Verbrannt ist der ganze Dachstuhl und alles am dachboden, Befindliche, und zwar 3 Spinnstähle mit zirka 1200 Spindeln, ferner viel Wollgarn und Schriften aus dem Fabriksarchive. Der Schaden beläuft sich auf über 100.000 Kronen und wäre derselbe gewiß bedeŭtend höher gekommen, wenn nicht dŭrch alle erschienen Wehren und militärischen Hilfskräfte zielbewußt zusammengearbeitet worden wäre. Das große Fabriksgebäude, sowie die nördlich dranstoßende Weberei wäre sicherlich von den Flammen gänzlich auf- gefressen worden, der nahestehende Woll- schupfen, die Kanzleiraume, das Kohlen- magazin, ebenso das dichtbewohnte Haus No 19, die naheliegenden Bauern- häuser Hell und Plattner waren in unmittelbarer Gefahr; auch das Weyver'sche Fabrikspersonal war in ihren Werken auf der Hut, um auf deren Däisern etwa niedergehende Funken und Feŭergärben sofort schadlos zŭ machen. Bei Südwind wäre das noch angrenzende Sternbach'sche Anwesen und die dahinter befindlichen Häuserweihen, welche doch alle ältere Gebäude sind, also das ganze Oberdorf in Gefahr gewesen, zŭ Grunde gerichtet. zu werden, denn Augenzeugen bestätigten daß, während die Flammen am höchsten aufschlugen, brennende Papiersetzen bis zur Ortskirche hinaufgetrieben wurden. daß es zu keiner weiteren Katastropfe kam, ist unleugbar ein Verdienst unserer Wehrmannschaft, und war es nur recht und billig, daß die Firma Baur als kleine Anerkennung einen Betrag von 200 Kronen dem Feŭerwehr-Kaṁando widmete. Über die Entstehungsursache dieses bedeu¬ tenden Schackenfeckers waren anfangs verschiedene Gerüchte im Umlauf, z. B. Heißlaufen des Motors neben dem Aufzugs- schacht, Entzündung durch die Dampfheizung, Selbstentzündung der Wolle, und verschiedene andere Annahmen hörte man da und dort bis die sofort angestrebte gerichtliche Unter- suchŭng ein Resultat zeigtigt, welches wohl ein Traŭriges genannt werden muβ. Der Schreiber dieser Zeilen fühlt sich zwar nicht berufen den Namen dieses unseligen Menschen für daŭernde Zeiten in diesem Buche festzŭlegen es wäre wohl genügend auf den traurigen Umstand hinzuweisen. daß, ein wahrscheinlich dŭrch Romane und dergl. Lektüre verdorbener junger Mann, in seinen wilden Zukunftsplänen der folgen- seiner Frekeltat wohl nicht bewußt war. Ein junger Hilfsarbeiter, der Sohn eines bei der Firma Baur angestellten Spinn¬ meisters, glaubte seinem Wunsche, bei der deutschen Armee erst dann eingeweiht. werden zu können, wenn er die Fabrik in Brand lege, und dadŭrch brotlos werde, hat seinen wilden Traum leider zur Tatsache gemacht. Erst anfangswiederholt leugnend, durch verschiedene Zeugen überwiesen. in Untersuchungshaft abgefahrt, gestand der kaum 17jährige Bursche, endlich durch Seelenqualen übermannt, seine frevel¬ 10 hafte Tat ein, und legte ein umfassendes Geständnis in die Hand seines Unter¬ suchungsrichters Dr. Oberhueber ab. Als Gedenken an den fŭrchtbaren aber noch glücklich abgelaufenen Baur-Fabrisbrand 191. mögen alle Kameraden, speziell die Verheirateten, sich der strengeren Erzielung unserer Jugend ans Herz legen, und den lieben Kleinen die Furcht vor dem Feuer fortwährend einprägen. Gerade jetzt wo so viele Familienvater und Lehrer im Kriege sind, sieht man Schulbuben ver- stahlen mit glimmenden Zigaretten. daher kommen, die oft halb verbrannt, aus furcht vor Strafe u. s. w. weggeworfen werden und dadŭrch ein Brandunglück entstehen kann. wo 19 Wir alle sind Wehrmänner und haben unsere Pflicht nicht nur das ausgebrochene Feuer zu löschen, sondern auch die noch heiligere Pflicht, jedes Schaden- feŭer im Voraŭs zŭ verhüten. Bei diesem Fabriksbrande ging leider viel Schlauchmaterial zu Grunde und danken wir der Vorsorge unseres Kommandanten der sofort 400 Meter neuer Druck¬ schlauche anschaffte, welche vom Schlauchdeput des Feuerwehr-Landes- verbandsausschusses zum alten Preise von 1.571/4 per Meter gegenüber 4·30 Kronen jetzigen Schlauchpreises, erreicht werden. konnten Nachdem die Requisiten¬ Kassa durch Ankauf der 1914ner Kriegsanleihe, nur wenig Geld aufwies, sprang unser Koṁamlant Anton Rauch ins Mittel, und bezahlte inzwischen aus seiner Tasche den Preis. dieser 400 Meter = 628.90 Kronen, wofür wir ihm nŭr danken müssen. um bei dieser kameradschaftlichen Zŭsaṁen- kunft, unseren nun 25 Jahre im Körper tätigen Wehrmanne Alois Neŭner das übliche Anerkennŭngsdaglein der Gemeinde Mühlau, sowie die kaiserliche 12 Die alten Schläuche wurden veräußert, (und) die neuen sofort an die Kuppellungen gebunden, und gleich dienstfertig gestellt. Am 9. Mai war das übliche Florianiamt, an welchen 34 Mann in voller Rüstung teil¬ nahmen; des schlechten Wetters wegen konnte die hernach angeordnete frühjahrsübung nicht abgehalten werden, dafür lŭd man die Mannschaft zŭ einem Freibier beim „Koreth“ Ehrenmedaille für 25jährige treue Dienste im Feŭer- und Rettŭngsdienste zu überreichen. Alois Neŭner war stets ein anspruchloses, eifriges Mitglied unseres Körpers ein schlichter Mann und tat alles was seine kurzen Beine und seine leider fast ganz verschlossenen Ohren eben zuließen. Möge es Kamerad Neŭner, trotz seines vorgewückten Alters noch lange beschieden sein, dem ihm liebgewordenen Verein bei vollster Gesundheit anzu¬ gehören. Am 19. Mai um 6h abends verschied nach langer Krankheit, jedoch unwartet schnell, der Obmann unserer Ordnungs¬ mannschaft Altvorsteher Johann Gstir. Ein Stück Alt-Mühlau sinkt mit ihm ins Grab, ein Mann jederzeit von offenen Charakter, was ihm speziell in seiner Eigenschaft als früherer langjähriger Gemeindevorsteher, nicht immer die Liebe seiner Mit¬ bürger zugetragen hat. Jedoch wer- besitzt einen Vertrauens- oder Ehren¬ gasten, der Allen recht tun kann. wohl niemand. Während seiner Tätigkeit als Vorsteher war er, der es vom schlichten Bauernsohn zŭm angesehenen Landwirt und Handelsmann gebracht hat, jederzeit um die Hebŭng seiner Gemeinde bestrebt; unter ihm wurde die Innsbrucker hochdruckwasser leitung im Gemeindegebiete von Mühlau erweitert, für feŭerlöschzwecke bestens aŭsgenützt, und können wir schon von dieser Seite aus dem lieben Toten ewigen Dank versichern. Das neue Schulhaus und mit ihm die geräumige Gerätehalle unserer Wehr, um die uns so viele Feŭerwehren beneiden, war sein Werk. Auch die Kanalisierung eines Teiles unseres schönen Heimatsortes, die Erbauŭng eines Gemeinde Elektrizitäts- werkes die Verfügung zŭr Verbesserŭng. der Straßen Wege und Anlagen innerhalb der Gemeinde, die Sorge für Hygieni und Reinlichkeit auf Straßen und Plätzen, die Versetzŭng so vieler Mist- häufen von öffentlichen Orten, alles sind Taten, welche dem Johann Gstir noch über seinen Grabeshügel hinaus. zieren werden. Gstir dem seine Frau vor wenigen Jahren im Tode voran¬ gegangen, dem ein hoffnungsvoller Junge während seiner Studienjahre bereits gestorben, hinterläßt 2 Söhne, beide unserer Wehr angehörend, wovon der Jüngere bereits von einer Ver¬ wundung am galizianischen Schlacht¬ felde geheilt, wieder unter Waffen steht, 1. während sein älterer Sohn Josef als Landsturmmann einrücken mußte. Nŭn verlassen zŭ sein, hat den alten, kränkelnden Vater sein Herz dŭrchbohrt, und seinen Tod beschleŭnigt. Die Leichenfeier am 23. Mai war eine offene Kŭndgebŭng von der Beliebtseit des Verblichenen. Die Ortsmusik welcher er über 40 Jahre angehörte, sowie alle in Mühlau nach verbliebenen Mitglieder unseres Wehrkörpers beteiligten sich am Leichenzuge; So kann der edle Tote nun rufen " inmitten seiner von ihm heißgeliebten Heimat, um die er sich zeitlebens eifrig und ausschlaggebend verdient gemacht hat. Johann Gstir spendete über letztwillige Verfügung, unserer Wehr 50 Kronen. Am 24. Oktober fand die Herbst-Hauptübung statt. Die Beteiligung an derselben war zŭfriedenstellend, wie auch bei den anderen im Jahre 1915 noch abgehaltenen 3 Gesammtübungen, die wenigen noch im Hinterlande ver¬ Rügsau, bliebenen Männer dem Rufe ihrer Kamandalen folge leisteten. Hiemit wäre Wehr die Tätigkeit unseres Körpers im abgelaufenen Vereinsjahre bereits geschildert. Danken wir der gütigen Vorsehung, daß im abgelaufenen Jahre keine weiteren Unglücksfälle zu ver¬ zeichnen sind. Nur die Ortschaft Dimaro in Südtirol ist infolge schlechter Bauart. und wegen Wassermangel vom feŭer gänzlich vernichtet worden. Auch das Wasser und die Wildbäche, welche in unserem schönen Bergeslande so schwere Katastrophen zeitigten, waren heuer friedlich und so bemerken wir wohl augenscheinlich die Erfüllung des fraṁen Wünsches unseres verbündeten Monarchen Kaiser Wilhelm II. von Deutsch- land, als er am 2. August 1914 bei der Mobilisierŭng vom königlichen Schlosse zu Potsdam die Rede am das Volk hielt und schloß mit den Worten „Gott mit uns! dieser fromme Wunsch hat sich im Tiroler Lande, in Bezug auf Elementarereignisse glücklich eingestellt. Von den sonstigen daten unseren Wehrkörper betreffend, möge angeführt sein, daß von 83 Mitglienern, 29 zŭ den Wassen eingerückt sind, daher am Schlusse des Jahres noch 54 verbleiben. Zehn Mann sind im Jahre 1915 neu eingetreten und zwar: Alfons Rathgeb, Leopold Sailer Anton Steiger Josef Fritz Rauch, Jakob Tauber, Johann Dangl, Vinzenz Pfeishofer, Karl Zahlberger, Christian Gaz, Josef Klotz Jakob Taschler Josef Waldner. Klotz ist inzwischen Militär:/ wieder ausgetreten, während die 2 Letzteren Taschler u. Waldner mittlerweile zum Militär einberufen wurden. Beitragende Mitglieder verzeichnen wir im Jahre 1915, 58, deren Beiträge in Verfretung des an der welschen Kampffraut stehenden Leutnants in d. Res. Leopold Rauch, von unseren Kommandanten heuer eingezogen. wurden, und die schöne Summe von 315 Kranen ergab. Windwachen wŭrden 16 abge- halten. 18 in der Heimat Mühlau. Gestorben ist außer unserem lieben Johann Gstir, weder von den Ehrenmitgliedern noch von den Aus¬ übenden und Beitragenden, niemand Wenn wir zwar den heurigen Jahresbericht, infolge wenig Vorfälle während des Vereinsjahres, so kurz sassen konnten, so gibt es noch Vieles Zu berichten über das schaurige Kriegsjahr 1915: die rŭssischen Heeresmassen einem Strome gleich, konnten bei ihren ge¬ waltigen Einbrüchen in Galizien leider nicht aufgehalten werden, und drangen bis zŭr der von Natur aŭs gesetzten Grenze, dem Karpathengebiete vor. Hier hatten sich die österreichischen und deutschen Truppen zur sicheren Abwehr. aufgestellt und konnten die feindlichen Heeresmassen erfolgreich zurücktreiben. und aus den von ihnen besetzten Ort¬ schaften, wie Przemysl, Lemberg und dergl. berühmt gewordene Städte hinausjagen. Unaufhaltsam drangen die siegreich vorgehenden österreichischen u. deutschen Truppen hinter dem flüchtenden Feinde nach, drängten denselben über die Grenzen, Polens, und verschanzten sich erst, als sämmtliches Land des f. z. Königreiches Polen in unseren Händen war. An der deutschen West- front wurde der Feind aufgehalten, und kannte keinen Meter breit früher im Jahre 1914. der von den verbündeten Truppen eroberten Gebiete zurück erlangen. An der serbischen Kampffernt blieb bis im Spätferbste 1915 alles in Ruhe und erst als Polen vom Russenjoche vollends befreit war wurde das serbische Zigeŭnervolk aŭs seinem eigenen Lande gänzlich vertrieben, und so Serbien ganz kalt gestellt. Gegenwärtig blüht dem anderen Zigeunervolk in Montenegro das gleiche Verhängnis, als gerechte Strafe für die seit Jahren an die Donau¬ Monarchie gemachten Schmähungen und Exesse, und bald wird aŭch Montenearo, ebenso wie Serbien von der Landkarte vollständig verschwunden sein. Das bitterste Erlebnis in Einsicht des Krieges, brachte wohl der Pfingsamtag, der 23. Mai an welchem Tage unsere langjährigen Verbündete, der italienische " König" namens seiner Regierung, den Krieg an Österreich-Ungarn erklärte. Mit einem Male war für n. 3 ŭns der Gedanke 1809" erwacht. Aus jeder Ortschaft, aŭs jedem Tale, kamen scharenweise treffsichere. Scharf. und Standschützen, um die vom verräterischen italienischen Volke bedrohte Südgrenze unseres geliebten Heimatlandes zŭ beschützen. Ergreifend waren die zahlreichen Bahntransporte mit Standschützenkampagnien- und- Bataillone. Neben jungen recken Burschen; sah man silberhaarige Greise, alle kampfesmütig an die Grenze eilend. Möge es diesen, vereint mit den vom aussischen Kriegsschau¬ platze herbei gekoṁenen Heerestruppen. gegännt sein, dem welschen Vervater den Weg abzŭsperren, und seine eitlen Zŭkunftspläne, nach Wien zŭ marschieren, vernichten. 21 Bisher war das geglückt, und der Welsche holte sich nur blutige Schlachten, und Hunderttaufend von Menschen- verlusten. Jedermann gedenkt in dankbar. keit und Bewunderung jedes Einzelnen zŭm Schŭtze des Vaterlandes aus. gerückten Mannes, freŭt sich zŭ hören wenn es dem Einen oder Anderen gut geht, oder wenn der Eine oder Andere für Tapferkeit und Eifer eine aller¬ höchste Auszeichnung erreichte, und betraŭert tief hören zŭ müssen, daß einem solchen Kämpfer das ferbe Los des Krieges getroffen. Wir freuen uns daher aufrichtig zu vernehmen. daβ unser Steiger-Rottensührer-Stellver- Johann Hell, der seit Kriegsbeginn. in Galizien an der Isonzofrant und in Südtirol als Pionier arbeitet, mit dem silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Wir freŭen uns, daß es vielen unserer Kameraden, trotz deren Mühen und Entbehrŭngen und Gefahren leidlich gut geht, und bedaŭern daß manche kriegsgefangen. und verschallen sind. Vermißt sind schon seit Kriegsbeginnausübenden Mitglieder Vinzenz Schelt und Johann Tŭsch, ŭmt seit Dezember 1914 Alois Steiger welcher den gegen Serbien. ersten Feldzug unemachte. Diesen dreien dürfte wohl sicherlich das traŭrige Bas des Krieges beschieden sein. In rŭssische Gefan- und deren Schöpf genschaft ist Johann Thaler gewesen, und bei der Einnahme von Prsemysl durch die Russen unser Spritzenmeister Anton Schlögt und unser beitragendes Mitglied. Josef Kieltrunk. Von Thaler und Schlägl, welche im April 1915, das letztemal aus ihrer Gefangenschaft ein Lebenszeichen gaben, ist seither nichts mehr eingelangt, weshalb man um deren Schicksal wohl mit Recht besorgt ist. Herrn Kieltrunk der sich in einem Offizierslager in Sibirisch-Rußland befindet, geht es leidlich gut. Möge unser banges Hoffen nicht zŭr graŭen Tatsache werden, sondern den Genannten gegönnt sein, nach Kriegs¬ ende mit leidlicher Gesundheit zu ihren 2. 2. lieben Teŭren in die Leimat zŭrück¬ kehren zŭ können. Heute schon freuen wir uns auf jene Zeit, diese wackeren Kämpfer wiederzusehen, und deren kampferprobte Hand dankerfüllt. drücken zu können. Schmerzerfüllt gedenken wir der im vergangenen Sommer aus. Sibirien eingelangten ämtlichen Mit- teilung, daß unser ausübendes Mitglied, der Steiger Alois Frenes in vussischer Gefangenschaft am 27. Juli in Beresowka (Sibi vien) gestorben sei. Eine, von einem Leidensgenossen desselben, eingelangte Karte besagt, daß Frenes beim Baden ertrunken sein soll. Frenes war uns jederzeit ein lieber Kamerad, er war ein eifriges Mitglied unseres Körpers bei jeder Übŭng, bei jedem Brande und Versammlung war er anwesend, und dadŭrch manch jungem Wehr¬ manne ein Vorbild. Bei der Dorfmusik seit Jahren betätigt, ebenso am Kirchenchor, war der lb. Tote ein allseits beliebter junger Mann, der in seinem Berufe als Obermaschinist und Kraftwagenführer der Firma Rauch außerordentliche Fähigkeiten an den Tag legte, und daher bei seinen Gefs und Mitarbeitern in Ansehen stand, bei seinen Kameraden und zahlreichen Freunden äußerst beliebt war. Ein offener und treuer Charakter sank mit ihm in das so fern gelegene, der Heimat entrückte Grab. Sein unverschŭl- detes, tragisches Hinscheiden bedauert uns sehr, und verpflichtet uns ihm als Held, Freund und Kamerad jederzeit ein heiliges Andenken zŭ widmen. Den Heldentod an der Schlacht- front in Galizien fand leider auch unser beitragendes Mitglied Alois Gröbener Tischlermeister, wohnhaft im Badhaus; selber wurde im febrŭar als Nichtgedienter zŭm Militär einbe- rufen, zog mit einem Marschbataillon der todesmütigen Tiroler Kaiserjäger. an die Kampfesfront in Galizien, wo er leider nicht mehr zurückkehren sollte. 2 10 2. Gröbinger Am 1. Juni 1915 soll Gröhmer den Heldenbod erlitten haben. Seiner tieftraŭernden Witwe, seinen ver¬ lassenen vier kleinen Kindern, welche ihrer fünsorglichen Ernährer verloren, wendet sich allgemeines Beileid zŭ. Aŭch wir, unserem Freunde und Gänner, diesen biederen ruhigen Gewerbsmanne, werden ihm ein fort¬ dauerndes Gedenken bewahren. Von den aus Mühlau zur Front Ausmarschierten, erlitten ferner den Heldentot ein besonders kampffreudiger in der Blüte seiner Jahre stehender, fleißiger Manu, der Kŭtscher beim. Zapflerwirt: Andreas Rieder aus Weerberg. Derselbe war allgemein beliebt, ein treuer Diener seines Herrn, ein schön gewachsener Bursche, der obwohl nicht aktiv unserem Wehrkörper angehörend, so doch mit Freude an demselben hing, wie sich dies beim Baur-Fabriksbrande bestätigt hatte. Auch der Sohn Alfred, der schon lange in Mühlaŭ wohnhaften Familie Senn ist als tapferer Kaiserjäger am Februar in Galizien gefallen. Er war in seinem Berŭse Handelskommis bei der Firma in Innsbruck. Weiters starb, wie Gerüchte verlauteten, an einem Herzschlage, der in rissischer Gefangenschaft befindliche Toni Schnegg Hausbesitzerssohn in Mühlau. Es war ein eifriger Turner und Tourist, bei sonst schlichtem deutschen Charakter. Ebenso in russischer Gefangenschaft gestorben ist der in Mühlau geborene und zuletzt in Ärzl wohnhafte Johann Pfeifhofer, welchem durch hervorragende Tapferkeit, die silberne T. Medaille I. Klasse und später auch die Goldene verliehen wurde. Man sieht daraus daß die alte Tradition des Tiroler-Volkes,- Kaisertreue, Tapfer¬ keit und Mut noch nie verschwunden. sind, und das bestärkt in uns die sichere von Hoffnŭng, daβ unser Land für den welschen Lumpen frei bleibt. Bedauern müssen wir nŭr die jungen Leben welche der Krieg fordert, und diejenigen welche es traf und noch treffen sollte, wird deren Namen ums in steter Erinnerung bleiben. Von den aŭs dem Gemeindegebiete Mühlau bisher zŭr fahne Eingerückten /: 240–250: sollen nach Mitteilung bereits 15 Mann gefallen resp. in Gefangenschaft gestorben sein. Gewiß ein herbes Los für eine Gemeinde mit 1300 Einwohner. Dafür mögen die teute noch an der Front der Stehenden und dort hinkommenden von dem bitteren Kriegerlose verschont bleiben. um glücklich in ihre Heimat zurückkehren zu können. Nun Kameraden wenn der Krieg solch' schauerliche Tatsachen fordert, müssen wir, die glücklich im Hinterland Verbliebenen dafür sorgen, daß nach glücklich verlaufenen Schlachten für uns eine bessere Zeit komme. Jede Bürgerspflicht ist es dieserhalb bei- zusteuern soweit es seine Kraft zuläßt. In erster Linie gilt dies die finanzielle Unterstützung des Staates, damit selber in der Lage sei, die eminenten Kosten der Kriegsführung zu leisten. Auch die Kommandantschaft der feŭerwehr Mühlau hat daher den Beschluß gefaßt, sich an der österreichischen Kriegsanleihe zu beteiligen, und hat für die erste Kriegsanleihe vom Jahre 1914 den Betrag von 400 Kronen, und für die dritte Anleihe 700 Kronen gezeichnet. 1915er Hievon wurden aŭs der Regiekassa. 200 Kronen (Spende der Firma Frz. Baur Söhne anläßlich des Brandes am 23. I. 1915), aus der Requisitenkassa 500 und aus der Unterstützungskassa 400 Kronen entnommen. Die gŭten Bestände aller 3 Vereinskassen ermöglichten den Ankauf dieser patriotischen Staatspapiere, und glaubt das Kommando im Sinne des ganzen Wehrkörpers gehandelt zu haben. Wollen wir hoffen daß der nächste Jahresbericht in nicht so düsterem Tone erscheine, daβ inzwischen die längsterhofsten Klänge der Friedensglocken erschallen, und daß das nun beginnende Jahr 1916 den Frieden mit sich bringe. Dies ist unsere Hoffnung, unser Verlangen und herzlichster Wunsch! Mühlau, den 2. Jänner 1916! Anton Rauch Seuerwehr Hauptmann E Gedenktafel Den Heldentod tur's Daterland starben. vom 2/2 Vereinsjaht 1916. T um in Der Vermögensstand unseres Wehrkörpers vorgetragen bei der 42. Jahreshauptversammlung am 22 Jänner 1916, bezifferte sich laut Bericht des Kommandanten Anton Rauch an Stelle des an der Frant in Südtirol stehenden Kassa¬ verwalters Lopold Rauch, auf folgende Einzelnposten: I. Unterstützungskassa Einnahmen i. Jahre 1915 an Zinsen u. dergl. Kr 800.49 Aŭsgaben aŭs derselben für d. III. Kriegsanleiche 690.06 110.43 Überschuß: welche zum früheren Vermögen dieser Kassa: 800. Hypot. A. 4 Pfandbriefe d. Tir. Landes 400 2 öfterr. Natenventen 200.- Silberrente. Kr 3000.- 2 " 400. Notenventen. 600.- Kronenventen v. 1893. 3 " 200.- 1 " Staatsrente. 400. III. österr. Kriegsanleite. einen heutigen Wertstand von Er 3110.43 ergeben. Regiekassa: Einnahmen während 1915. Kr. 854.75 Augsgaben (davunter Kr. 18402) " 631 94. (für III. Kriegsanleihe) Kr 222. 81 Überschuß: III. Requisitenkassa: Einnahmen während 1915. Kr. 379.11 Ausgaben für verschied. Nachschaffungen 231.71 und Kr. 292. 02 für die III. Kriegsanleise Vermögenszunahme. 147.40 Überdies hatte die Requisitenkassa eine Schuld von Kr 617 92 an den Kommandanten Rauch für angekaufte 400 Meter neue Schläufe, welche wie folgt getilgt wurden: der Mit K. 465 – als Subvention von Landes¬ Brandversicherungsanstalt, Kr. 100 = Baar= entnahme aus der Requisitenkassa, und vestliche Kr 52.92, auf welche unser Kommandant, Gönner und Ehrenmitglied. Anton Raŭch in wohlwollender Weise verzichtete, so daß wir dem oftmaligen Gönner nur wiederholten Dank zollen können müssen. Im Übrigen stand diese Jahres Hauptversammlung vollständig unter dem Eindrücke der Kriegsereignisse viele der gewohnten Kameraden fehlten, da selbe an der Front ihre schwere Soldatenpflichten erfüllen müssen. Von den heute sich noch hier aufhaltenden Wehrmitgliedern waren wohl fast alle erschienen. und folgten mit gewohnten Interesse der Vorlesung des Jahresberichtes, dem Kassavortrage und den übrigen auf unteren Vereinskörper bezüg¬ habenden Mitteilungen. Mehreren in der letzten Zeit eingetretenen Mitgliedern wurde das Hand¬ gelöbnis abgenommen. Die Neŭwahl des Aŭsschusses unterblieb und wurde bis zur Wiederkehr normaler Zeiten verschoben nur an Stelle des 1915 verstorbenen Zugsführers der Ordnungsmanns¬ schaft Altvorsteter Johann Gstir¬ wurde der Gemeinderat und hausbesitzer Anton Mayer in den Ausschuß berufen. Der Kommandant Anton Rauch bemängelte Verschiedenes in der Einhaltŭng der Windwache, ermahnte Alle die in 16 windvollen Nächten des vergangenen Jahres Ihre strengen Pflichten. erfüllten, auch weiterhin sich Dienstes zu befleisten. Schließlich wurde dem Spritzenmann Anton Wieser das übliche Aner¬ kennungsschreiben der Feuerwehr und der Gemeinde Mühlau über- reicht, und ihm für seine durch nunmehr 25 Jahre geleisteten. wackeren Dienste der Dank des Kommandanten ausge¬ sprochen. Gegenüber früheren gleichen Anlassen wurde diese Versammlung mangels weiteren Vortragsstoffe früher geschlossen, woran sich ein kameradschaftliches Zusammensitzen. in den Lokalitäten beim doreth anreihte, was manche so behaglich füllte, daß, wie man Tags darauf hören konnte, einige erst gegen Bekläuten, den Heimweg antraten. Nicht zu verargen Kameraden, wenn man in heutiger, schwerer, düsterer Zeit, wo sich jeder einschränkt und zurückgezogen leben muß, endlich wieder einmal unter Kameraden zusammentrifft, ŭm vom Kriege entfernte Werke verfolgen zu können. Wir finden uns zusammen in der schlichten Lodenjappe, und fühlen speziell. uns geraue bei solchen Anlässen. einem in ganz anderem Gemüte unser Herz schlägt leichter, und wir glauben fühlen uns zurückversetzt in die Zeiten des Friedens, gemein¬ schaftlichen Zusammenlebens und allgemeinen Wohlergehens. Gerade bei solchen Anlassen macht, sich für uns der Wunsch deutlich fühlbar auf baldigste Wieder¬ herstellung geordneter Verhält- nisse, u. auf glückliche Rückkehr unserer an der Front kämpfenden, lieben Kameraden. 5. Mai gegen 2 Uhr mittags Am entstand aus bisher, trotz oftmaliger und eingehends angestrengter Untersuchungen. noch unbekannt gebliebenen Gründen, in dem an der Brennerstraße gelegenen Orte Deutsch-Matrie ein Schadenseuer, welches durch wechselnden starken Süd¬ und Westwind zur furcht¬ baren Katastrophe anwuchs. Ohne dagegen Einhalt bieten zu können, schlug das Flammenmeert seine gefräßigen Wellen durch die ganzen Fäuserreifen entlang. binnen zwei Stunden waren 55 Wohnhäuser sammt 8 Ju- und Neben¬ bauten vom Feuer ergriffen, und brannten bis auf den Grund nieder. die Katastrophe, welche jener von Zirl am 21. Juni 1908 gleichkommt, betrifft die Marktgemeinde Deutsch-Matrei die Gemeinde Mühlbachl, mit der Fraktion Mietzens. die Feŭerwehren der ganzen Umgebŭng aŭs dem Wipptale, dem Stubaitale und von Innsbruck waren zur Unglücksstelle geeilt, und leisteten Großartiges, denn sonst wären noch viele Objekte darunter das neue große Schul- haus die ehrwürdige Ortskirche und dergl. ebenfalls dem Unter¬ gange verfallen. Mangelhafte Einhaltung der Bauordnung ist der Hauptgrund der raschen und eminenten Ausbreitung des feuers; mögen doch endlich jene seit Jahren geplanten und beschlossenen Maßnahmen der Wirklichkeit übergeben werden. welche betreffs feŭersicherer Bauten Einhaltung der Landes-Bauordnŭng. Vorkehrŭng gegen Feŭersgefahr und dergl. in Betracht kommen. Aŭch diese viesige Katastrophe wäre bei einem kleinen Schadenseuer geblieben, wenn genügendes Löschwasser an der Hand gewesen, in wenn feuersichere Mauern zwischen den einzelnen Häusern und Gebäulichkeiten gestanden. wären, so aber schlich sich das Feuer von „Dachkammer“ zu Dachkummer“ weiter, u wie Zündholzschachteln, fielen ein Am haft. genauerte Kata- ist- Skizze tern ten. haben. welche betreffs feuersicherer Baŭten Einhaltung der Landes-Bauordnŭng. Vorkehrung gegen Feuersgefahr und dergl. in Betracht kommen. Auch diese viesige Katastrophe wäre bei einem kleinen Schadenseŭer geblieben, wenn genügendes Löschwasser an der Hand gewesen, in wenn feuersichere Mauern. zwischen den einzelnen Häusern und Gebäulichkeiten gestanden. wären. so aber schlich sich das Feuer von Dachkammer zu DachKammer. weiter, u wie Zündholzschachteln fielen die Dachfirsten der mangelhaft gebaŭten Häuser ein. Eine genaue Beschreibung dieser riesigen Kata¬ strophe hat der heŭtige Bericht- erstatter schon seinerzeit auf Grund einer aussührlichen Skizze gegeben, und in den Fachblättern veröffentlicht, was die geehrten " Kameraden bereits ersehen haben dürften. in Am 7. Mai wurde das Florianiamt abgehalten, u. am 1. Juni Sonntag um 1/2 10 Uhr vormittag die Frühjahrshaupt- statt. übŭng abgehalten. Als Brand- objekt diente der Roßstadel beim Sternbach; daran anschließend wurde noch eine kleine Angriffs- übung an der Gaunermühle durchgeführt. Hernach wurden die Kameraden zu einem Freibier beim zum „Loreth" geladen, bei welcher Gelegenheit dem "Spritzenmanne" Anton Wieser die kaiserliche Medaille für 25 jährige Tätigkeit auf dem Gebiete des Feŭerwehr¬ lösch- und Rettungswesens durch den Kommandanten in feierlicher Weise übergeben wurde. Kamerai A. Wieser war ob dieser Ehrung sichtlich erfreut, und versprach auch weiter seine Kräfte der gemeinnützigen Körperschaft zu widmen. 8 neue eingetretenen Mitgliedern wurde das Hand¬ gelöbnis abgenommen. Am 2. Juni starb unser aktives Mitglied und Gönner der Privatier Alfons Rathgeb nach kurzer Krankheit an den Folgen einer Operation. Die irdische Hülle des Toten wurde nach seiner Heimat Ortenburg in Baden, in stiller Weise überführt und dort bestattet. Mittlerweile traf aus einem Gefangenen¬ lager in Rußland die traurige Nachricht ein, daß unter lieber Kamerad Johann Thaler bereits im Dezember 1915 als Kriegs¬ gefangener verschieden sei. Als kraftstrotzender junger Mann rückte der Verewigte im Dezember 1914 zu den Kaiser¬ jägern ein, kämpfte wacker in Galizien für des Vaterlandes Freiheit und Ehre kam aber Grussische Anfangenschaft leider in die gep. Bamada wo er Totskojn v an Flecktyphus leider verschied. Wir werden diesen lieben Kameraden, welcher seit 26.fl. 1904 in der Steigerab¬ teilung tätig war jederzeit. ein frommes Andenken wahren. 4. Juni wurde für ihn, und den von 27/2.1913 Am ebenfalls in russischer Gefangen¬ schaft gestorbenen Alois Frenes eine heilige Totenmesse gelesen. Am 1. Oktober wurde die Herbsthaupt¬ übung abgehalten; als Angriffs¬ objekt diente das Anwesens des Gemeindevorstehers Josef Steiger. Die Kameraden erschienen hast vollzählig doch machte sich der Umstand fühlbar, daß die Steiger¬ abteilung zu wenig Mannschaft. habe, denn gerade von dieser Rotte mußten die Meisten ins feld ziehen. Kurzes ungewungenes Zusam̃enfinden beim „Coretlý stärkte die Kameradschaft unter den einzelnen Mitgliedern. + dies die wenigen Daten aus dem vergangenen Vereinsjahre, welches wiederum für uns und die nähere Umgebung ohne schadenbringenden Elementar¬ Ereignissen abgelaufen ist. Auch im ganzen Lande kann, mit Ausnahme der großen Katastrophe in Deutsch-Matrei und der Ver¬ nichtung mehrerer Häuser in Oberdrum bei Lienz, von gleichen ruhigen Zeiten gemeldet werden. ebenso sind auch keine nennens¬ werten Verheerungen durch Wildbäche, und Hochwasser zu melden, obwohl der vergangene Sommer sich als äußerst naß. fühlbar machte. Vor Jahresschluß meldeten uns jedoch die Tagesblätter traurige Botschaften über Lawinenstürze im Vinrschgau, und in der Gegend von Meran, denen wiederholt große Bauern¬ höfe sammt Einwohner, Vieh und Einrichtung zum Opfer fielen. die gleichen Naturgewalten forderten auch unzählige voll. vielfach noch unbekannt gebliebene Todesopfer an tapferen Vater¬ landsverteidigern an der Süd¬ westfront; denn sowohl die Zeitungen, wie insbesonders von der Front zurückgekehrte Soldaten, brachten uns tieftraŭrige Nachrichten. über, in vielen Gebirgsgegenden an der Südfraut, insbesonders in den Dolomiten, niederge¬ gangenen Schneemassen, welche von viele Hunderte tapferen Kämpfern begruben. Mögen die bister eingelangten Schreckens¬ botschaften sich nicht in diesem Umfange bestätigen und die Anzahl der geforderten und bisher unbekannten Opfer nicht so groß sein, wie von mancher vielleicht Seite in Vübertriebener Weise mitgeteilt wurde. Die geschäftlichen Sachen unseres Wehrkörpers fanden in 3 Ausschußsitzungen ihre Beratŭng dŭrch den Feŭerwehr. Ausschuß, wobei auch an zwei unterstützungsbedürftige lang¬ jährige Mitglieder Johann Köll und Hans Kathrein eine Unter¬ stützung von je Kr. 40‘ – bewilligt. wurde. Auch 2 neue Signalhörner wurde anzuschaffen beschlossen, dagegen keine weiteren Neu¬ anschaffungen gemacht, da wohl alle für die Feŭerwehr in Betracht. kommenden Gegenstände, insbesonders Metallgeräte, Schläuche, Lodenstoffe, für Tuper, während des Krieges eine eminente Preissteigerung erlitten haben, und wird sich wohl jede Feŭerwehr vorläufig mit dem zufrieden geben müssen, was sie besitzt, denn Neŭanschaffungen kommen heute 3 bis 5 mal so hoch im Preise gegenüber früheren. Zeiten. Während des Jahres 1916 sind 8 Mitglieder zur Militär¬ Dienstleistung eingerückt, dafür wurden 7taugliche Burschen von Mühlau zur Feŭerwehr aŭfge- nommen nämlich: Auer Josef, Csiszinko Josef, Wach Albert, Schreiner Karl Auer Josef, Egg Otto, und Alois Plattner. Ausgetreten infolge Übersiedlung ist das Mitglied Otto Dallacova Gestorben ist im vergangenen Jahre nur das ausübende Mitglied, Alfons Rathgeb, und in russischer Gefangenschaft Johann Thaler Außer 2 Hauptübungen am 1. Juni und 1. Oktober wurden auch 3 Abteilungsübungen. abgehalten] die Windwache verzeichnete Dienstleistungen. Wenden wir unseren Blick außerhalb unseres Körpers, so finden wir die schweren Lasten des Krieges ŭentwegt auf uns und unseren Mitbürgern lassen. Unseren kampterprobten Heeren nicht nur war es gegönnt die an den Reichs¬ grenzen, bis an den Zähnen bewaffneten feindlichen Truppen. Einhalt zu gebieten, sondern es war unseren Kämpfern auch möglich, die Feinde zurückzuwerfen. und feindliche Gebiete zu erkämpfen. Nach vollständiger Säuberung und Niederringung der ehemaligen König¬ reiche Serbien und Montenegro, kam im Frühjahre 1916 nun auch Abrechnung mit unseren feinen Südnachbarn; unter führung des Thronfolgers Erzherzog. Karl Franz Josef war es für unsere Heere wohl nŭr ein Jubel vomantisch schöne Landesteile. im Bereiche der "7 Gemeinden" die Städte Asiago, Ärsiero und dergl. einzunehmen und so siegreich vorzŭdringen. Leider war es unserem Ostfeinde. Rußland, nachdem derselbe seit seiner Vernichtung in Galizien. seit seinem Rückzuge in Russisch-Poke u. s. w. anscheinend brachlos dalag. leider durch amerikanische Waffen und Munitionslieferung, sowie durch Geldunterstützung. von Seite Englands wiederum ermöglicht, seine ungeheŭven neuen Truppenmassen gegen unsere Grenzen zu schicken. Aus strategischen Gründen mußte. daher unser Siegeszug in Italien vorläufig unterbleiben, und die dort angesammelten Truppen wiederum nach Galizien und Südungarn geworfen werden. was zur Folge hatte, daß dieser russische Generalansturm an der eisernen Mauer unserer kampferprobten Truppen zer¬ schellte; nach Hunderttaufenden von Todesopfern mußte die rŭssische Heeresverwaltŭng zugeben, und gelang es letzterer nicht, die erwünschte und von England scheinbar geforderten Ewungenschaften zu erreichen. Um eher und leichter zu einem der Feind. Erfolge zu kommen mußte nun neue Hilfe geholen werden, und richtig brachten es die Entente¬ möchte zustande einen neuen kampflustigen Gegner, den Neunten in ihrer Zahl, gegen die Zentralmächte aufzulasten. Rumänien, dessen König leider ein deŭtscher Prinz ist, ist dem drucke der Ententemachte auf dem Leim gegangen, und mit seinen Truppen in Südungarn eingesallen. Wohl große Anstrengung brauchte es auch diesen neuen Gegner unsere Stirn zu bieten, doch verstand es der bereits berühmt gewordene deutsche heerführer Feldmarschall von Mackensen mit seinen österreich. ungarischen - deutschen – und bulgarischen Truppen gegen diesen neuen Feint loszuziehen, und ehe noch ein halbes Jahr nach der rumanischen Kriegs¬ erklärung verstrich, war die stolze Hauptstadt des Feindesreiches Bukarest in unserem Besitze. So wird abgerechnet - und solche Erfolge heben uns wieder über die mannigsachen Bürden und Lasten der schweren Kriegszeit hinüber, und wenn Kameraden. gar mancher von uns die gegen¬ wärtige Zeit als fast unerträglich findet, so möge er in seinem Schwermŭte auf die Erfolge unserer Truppen denken, die uns Bürgschaft dafür geben, daß der Siegeskranz in ŭnferen Händen ist und bleibt und nach finsterer schwerer Kriegszeit die Sonne des Friedens desto beglückender auf uns einwirken wird. Bei Betrachtziehung was unsere Truppen für Strapazen und Entbehrungen durchmachen müssen, größer die unvergleichlich mit unserem täglichen Leben sind, so wird es uns leichter vorkoṁen die schweren Zeiten zu ertragen, die Entbehrungen an Nahrungs- mitteln und dergl. leichter auf uns zu nehmen. [Das militärische Kriegsbild hat sich seit unserem Jahresberichte bis auf die letzten Eroberungen in Italien und die teilweise Niederwerfung Rumaniens wenig verändert. Unsere Verbündeten insbesondere Deutschland, halten die erkämpften Gebiete in fester Hand. Aus un den fruchtbaren, Gegenden mit Bergwerken, großen Industrie¬ anlagen und dergl. gesegneten Russisch-Polen, wurden durch Österreich und Deutschland das Gebiet besetzte Russisch-Polen zum ehemaligen selbstständigen. Königreiche Polen wieder erhoben, dessen politische Ver¬ waltung vorläufig in unseren Händen bleibt. Die erkampften Landstriche in Frankreich blieben in unserer Hand, das nieder¬ geworfen Belgien blieb tot. hoffen wir nach Beendigung. des Feldzuges mit Rumänien, im kommenden Frühjahre end¬ gültige Abrechnung mit Italien pflegen zu können, um für unsere Handelsinteressen, der haupt-Einnahmsquelle eines Reiches, das Mittelmeer voll¬ ständig zu sichern. Wenn bei diesen großen Schlachtentoben viele wackere Helden ihr Blut für das Vater¬ land opfern müssen, so fühlen wir uns nach verglücklich in Mühlau. Im abgelaufenen Jahre sind von den aus Mühlau eingewückten Mannschaften als gefallen gemeldet worden: Mitten in diesem tobenden Schlachtenlärm verkündetete uns in der Frühe des 22. November die Kirchenglocken das unerwartet rasche Hinscheiden unseres geliebten greisen Monarchen. Wiederholt konnten wir in unseren früheren Jahresberichten von den glänzenden Werken Sr. Majestät Fuld an Gnade berichten, und ist es wohl unsere Pflicht anläßlich seines Leiniganges seiner ehrwürdigen Person zu gedenken. Durch volle 68 Jahre den erhabenen Thron der Habsbürger Aber II v 1/9 einnehmend, mußte Höchstderselbe bittere Zeiten miterleben, sowohl für seine Höchsteigene Person, wie auch in seiner Machtgestalt als Herrscher. Der frühe jährige Tod seines einzigen geliebten Sohnes mag das Vaterherz. schmerzlich berührt haben die ruchlose Tat die Ermordung seiner vielgeliebten Gattin. hat ihn mitten im Festesjubel seiner 50jährigen Regierung. die starke Figur sichtlich gebrochen, u. welche Schmerzen der vielgeprüfte Monarch bei solchen traurigen. Anlässen empfunden haben. bringt. muß, das kaiserliche Manisest zum Ausdruck, welches anläßlich der Ermordung Höchstseines Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand d’Estl im Juni 1914 in Sarajewo, an die Völker des Reiches erlassen wurde, und welches die bekannten Worte enthielt: " Mir bleibt Nichts erspart. Als Monarch mußte er während seiner 68 Jahre langen Staats- regierung gewiß Vieles mit- erleben, neben erfreulichen Wirken im Fortschritte der Kunst Handels u. Wissenschaft, des und der Industrie gab es oft bittere Tage entdeckter Verschwörungen, Meineide, Hoch¬ verrat und revolutionäre Bewegungen. Als vastloser hörderer gemeinnütziger Einrichtŭngen im Staatswesen. mußte Höchstderselbe oftmals nur Umdank und Entbehrungen ernten, und dennoch verblieb der vielgeprüfte herrscher in steter Fürsorge zur Hebung, Ausbildung und Vergrößerung seiner Wehrmacht zu Lande u. zu Wasser deren Notwendigkeit früher vielfach verkannt, aber jetzt als unerläßlich anerkannt. wird. Der Ausbau der Eisenbahnen die Schiffbarnachŭng der Flüsse u. Gewässer die Hebung der Seeschiffahrt, die Erbauung und Einhaltung von Straßen auf mitunter äußerst schwierigen Geländen, die Hebung der Industrie durch hiezu geeignete Gesetze und Begünstigungen, die Förderung der Wissenschaft durch Gründung und von Hochschŭlen, zahlreichen Mittel¬ schulen, deren viele Allerhöchst Verbesserung des dessen Namen führen, die Volksschulwesens, die kulturelle Entwicklung aller seiner Völker in allen Ländern und Gauen seines vielsprachigen Reiches, der Schutz der konfessionellen Rechte aller seiner Nationen lag dem Monarchen in seinen hoch¬ betagten Jahren noch sehr am Herzen wie dies in dem letzten Manifeste unentwegt zum Ausdrucke gelangte. Die Einrichtungen im Staatsinneren. und Vorkehrungen zum Schutze jedes einzelnen Staatsbürgers in seinem persönlichen Rechte und Freiheit zum Schŭtze seines Bodens und Besitztums war dem allgeliebten Landesvater noch stets sehr am Herzen angelegen, daher es erklärlich ist, daß Höchstderselbe auch unserer Institution seine fortwährende Huld und Förderung zuwies. Wir erinnern uns an die großen kaiserlichen Geschenke zur Linderung der Not an die von Feŭersbrünsten und Wasserkatastropfen heim¬ Ortschalten gesŭchten, wir gedenken seiner unzähligen Widmungen. für arme Feuerwehvereine auch und erinnern uns an hohe für Auszeichnungen führende Persönlichkeiten im Feuerwehr¬ wesen, durch welches wiederum die wohlwollende Zuneigung des Kaisers zum Feŭerwehr- und Rettungswesen zutage tritt. den schönsten Beweis der kaiserlichen Gnade bezeigte uns Franz Josef I. für immer durch Stiftung einer eigenen Ehrenmedaille für 25jährige Dienstzeit im Feŭerlösch- und Rettungswesen. Dadurch wollte der hochedle Stifter wohl bekunden. daß jeder Ewahrmann mit aller Kraft und Ausdauer auf seinen Posten verbleibe. wie es Franz Josef I. in vorbildlicherweise und uermüd¬ licher Arbeit am Regierungstisch des Reiches vor allen Völkern u. Staate zeigte. Nun Kameraden gewiß auch unser Wirken im treiwilligen Dienste der Nächstenliebe, ist nicht immer mit Dank und Freuden begleitet, gar oft stellt sich uns ein Stein gegenüber der manchem den Grund zum Austritte aus dem Wehrkörper oder gibt vermutlich Anlaß gab, aber das glänzende Vorbild S. Majestät Kaiser Franz Josef I. der so viel Serbes, ja fast Unerträgliches mitmachen mußte, soll uns jederzeit als Beispiel leuchten, auszuharren. solange es die Körperkräfte ermöglichen. Sein Andenken zu ehren in seinem Sinne zu wirken, soll stets unser Aller Bestreben sein. Treue Pflichterfüllung war sein. Leitstern, er sei auch der unsere. Erhalten bleibt uns der arbeitsfreŭdige Geist unserer Monarchen und sein Wahlspruch. weist uns den Weg, welchen wir auch fernerhin zŭ gehen haben: " Mit vereinten Kraften! Seinem erlauchten Nachfolger auf Habsburgs Thron, den wir in Mühlau im Sommer 1915 bereits die hohe Ehre hatten zu begrüßen, schlagen unsere Herzen in gleicher Weise entgegen, wie es seinem erhabenen verblichenen Vorfahren gesichert. war. Tiroler Kaisertreue ist weltbekannt, und werden wir dem neuen Herrscher Kaiser Karl I. in gleicher Verehrung zugetan¬ bleiben, umsomehr als der feind im Süden unser Land zerstückeln und unseren Heimatboden uns entreißen will. Hoffen wir daß die Worte Antritts- seines kaiserlichen-Manifestes Meinen Völkern will Ich ein gerechter liebevoller Fürst sein ihnen die Segnungen des Friedens wiederzugeben, ist Mein sehn. lichster Wunsch!! sich baldigst erfüllen mögen. An verschiedenen Fronten als heerführer tätig gewesen, schätzen wir unseren neuen Landesfürsten als einen Mann von erprobter Tatkraft, praktischer Ansicht, der die Völker seines Reiches kennen gelernt hat und ihre Tugenden zu schätzen weiß. Daß das in letzterer Zeit so viel geprüfte Tirolervolk einer besonderen kaiserlichen Fürsorge entgegen. sieht, das sind unsere Wünsche geht. welche wir dem jungen herrscher Von xxx Rügsicht Deutsches N R. entgegensenden Möge unter dem neuen Kaiser auch ein neues Österreich entstehen. hoffen wir beim nächsten Jahresberichte bereits die Friedens¬ bedingungen einflechten zu können, vertrauen wir auf die führung des Allmächtigen, und schauen mit ungebrochener Kraft einer glücklicheren Zukunft entgegen, die nach den schweren Zeiten des Krieges desto. beglückender sein wird. Mühlau, den 2. Jänner 1917 Anton Banck Feuerwahr Hauptmann [Anlagestriche] 1534 B. Vereins Jahr: 17 Deutscher widerum Die genaue Mitschrift zur 43. ordentlichen Jahressaugtversammlung steht im Berichte des Schriftführers Jurner. Was für den vorliegenden Jahresbericht in Betracht kommt, sei die Aufzählung über die derzeitigen Vermögensbestände und zwar: I. Unterstützungskassa Übertrag von 1915. Kr 110.43 1916. Eingang Nr. 146.80. Ausgangkr. 181. 76.23 Stand am 31./XII. 1916: Kr II. Regiekassa. Übertrag von 1915. Kr 222.81 358.56 1916. Eingang Kr 246.30, Ausgang 110.55 Stand am 31./XII 1916 Kr. III. Requisitenkassa: Kr 147.40 Übertrag von 1915: Eingang 1916: 867.39, Ausgang " 843.10. Stand am 31./XII 1916 171. Dem Hydrantenmeister-Stellvertreter Otto Rainer, welcher bei dieser Gelegenheit sein 25jähriges Wirken im Wehrkörper vollendete, wurde das übliche Anerkennungs¬ diplan der Gemeinde Mühlau übergeben, und der Jubilar von der Versammlung beglück¬ wünscht. Ebenso wurde aller jener gedacht, welche mit 1917 auf ein gewisses Dienst- alter im gemeinnützigen Wehrwesen zurückblicken köṅen. Es wurde ferner beschlossen, daß sich der Feuer- wehrkörper in Unisoren an Sterbegattesdiensten nach gefallenen Kriegern in dem falle beteiligt, wenn der Gefallene aktives Mitglied der Feuerwehr war ebenso soll auf Kosten der Feuerwehr die übliche Seelemmesse für die auf dem Felde der Ehre verbliebenen gelesen werden. Ansonsten war mangels weiterer Verhandlungs- gegenstände, die hast vollgählig besuchte Jahreshauptversammlung bei welcher der Kommandant an Stelle des in Militärdiensten stehenden Kassiers die Kassagebahrung vortrug und Gemeindevorsteher Steiger an die Vertammlung Worte des Dankes u. der Anerkennung im Namen der Gemeinde zum Ausdrücke brachte, von kürzerer Dauer, doch zeigte sich bei diesen kurzen Beisammensein die innige Kameradschaft u. geschlossene Einheit, welche der Mühlauer Wehr, seit deren Bestehen immer zur Zierde gereichte. Möge es gegonnt sein daß die nicht hierweilenden Kameraden sich baldigst wieder in unsere Reihen einfinden, können um die mitunter schmerzlichen Lüken in unserem Verein am Bande der Einigkeit und Kameradschaftsliebe ausgeglichen zu wissen. Die vom Kommandanten Anton Rauch an die Wehrmänner wegen gerichteten Worte festen Zusammen- schlusses u. fleißigen Erscheinen. zu den Übungen u. besonders im Ernsthalle werden sicherlich nicht auf fruchtlosen Boden gefallen sein. Kurz darauf am 23. Jänner starb nach jahrelanger Krankheit. das ausübende Mitglied Franz Brügger; von Brief fandels¬ mann war der Dahingeschiedene ein aufrichtiger u. netter Mensch, der im besten Mannes- alter von einer langwierigen Krankheit ergriffen wurde, und dennoch während derselben jede Gelegen¬ heit benützte seinem Dienste u. seinen Gehorsampflichten im feŭerwehrwesen in geradezu musterhaften Weise nachzu¬ kommen. Die Erde sei ihm leicht: Am 14. Februar 17. starb nach längeren Unwohlsein u. kurzer Krankheit ein bestverdientes Mitglied unseres Wehrkörpers der Gerätemeister Hans Kathrein; seit der Gründung im Jahre 1874 der Feŭerwehr angehörend, war Kathrein ein eifriger u. umsichtiger Steiger und lange Zeit auch deren Rotten- und Zŭgsführer. Infolge vorge- schrittenen Alters zog er sich von dieser schwierigen Betätigung zurück. um mir mehr die Stelle als Magazinsmeister auszufüllen. Wenn auch sehr oft taunisch gestimmt, wußten. Alle daß die "Zwidwigkeit" des Kathrein nicht ernst zu nehmen. sei, und daß in der etwas rauhen Schale ein guter Kern steckt; und tatsächlich niemand zahlte die Stunden, u. weiß die viele Arbeit, welche Kathrein für die muster¬ hafte Instandialtung des Geräte- " parkes u. der Monturkästen auf¬ wendete. Ob dieser Verdienste wurde Kathrein gelegentlich der Vollendung seines 40jährigen Dienstjahres zum Ehrenmitgliede unseres Vereines ernannt und das hübsch ausge¬ führte Diplom anlässlich unseres 40jährigen Gründungsfestes dem Jubilanten in feierlicher Weise überreicht. An seinem Leichenbegängnisse beteiligte sich der Wehrkörper in voller Rüstung, ein Leichenwagen zur Überführung des Toten auf den Friedhof wurde in pietätvoller Weise auf Kasten der Feuerwehr beigestellt. Das Jahr 1917 hat unter den Reisen der noch wenigen lebenden Mitgründern unseres Körpers bedeutende Lücken gerissen, neben Rathwein starb wiederum ein Mit¬ geänder unseres Wehrkörpers der ehemalige Kommandant¬ Stellvertreter und Spritzenmeister, zuletzt der Ordnungsmannschaft zugeteilt, Leonhard Schlögl d. Ä. ein rechtschaffener, biederer Mann, der seiner Lebtag von harter Arbeit Ertrag für sich und seine zahlreiche Familie zu sorgen hatte; ein Mensch von bescheidenen, beinahe zurück¬ gezogenen Wesen, aber überall dabei, wo man seiner bedurfte, war Schlägt eine bescheidene aber doch hierdevolle Gestalt eines Gemeindebürgers, der sich solange es seine Kräfte zuließen bei der Musik, am Kirchenchove, bei der Fängerschaft, und insbesonders bei der Feuerwehr in aŭsgiebigster Weise beteiligte. Nicht umsonst wurde ihm die 40jährige Ehrenmaaille für verdienstvolles Wirken am Kirchenchor u. bei der Musik. verliehen. Auch seine Nachkommen und Söhne huldigen der gleich- schönen Kunst. Der Verlust seines jüngsten Sohnes, dem er durch seine Sparsamkeit das Studieren ermöglichte u. der schließlich als hoffnŭngsvoller Radett-Aspirant. im Kampfe gegen den Welschen sein Blut und Leben lassen mußte, mag der Gnedi es angegriffene Gesundheit unseres Kameraden Leonhard Schlöpl mitgespielt. haben, daß der beinahe 70 Jährige der Krankheit nicht mehr widerstehen konnte. Nach einem mühevallen nur dem Wohle seiner ihm treu zugeschmiegten Familie geweihten Leben schloß der biedere Kamerad, der ob seiner musterhaften Pünktlichkeit im Wehrwesen, gelegentlich seines Zurücktretens von der Stelle eines Hauptmann-Stellvertreters zum Ehrenmitgliede unseres Vereines ernannt wurde, seine Augen, nicht aber um unseren Andenken zu ent¬ rinnen. Das zahlreiche Leichenbegängnis gab Zeugnis. von der Beliebtheit dieses sonst so zurückgezogenen Mannes ein schöner Lorbeerkranz mit entsprechender Widmŭngsschleife. wurde dem beliebten Ehren¬ mitglied auf das Grab gelegt. Kurze Zeit darauf am wieder 6. August ist schon eines unserer Ehrenmitglieder u. verdienst¬ vollsten Kameraden ins Jenseits gegangen. Der Wagnermeister Thomas Lang, ein allgemein geachteter, trotz seines hohen fleißig Alters noch immer am Werktisch schaffender Mann, ist denfolgen eines Schlaganfalles erlegen. Von früher Jugend an der Wagnerei zŭgetan, hat er in verschiedenen Orten, so auch in München sich diesesfachkenntnisse angeeignet, kam schließlich nach Mühlau, wo er sich selbstständig niederließ. Sein biederes Wesen mag allen gefallen haben, denn bei der Gründung unserer Wehr im Jahre 1874 wurde Zaug sofort zum zweiten Führer des jungen Vereines auserkoven und zum Stellvertreter unseres unvergesslichen Bründers Ferdinand Weyner bestellt. Zugleich als Spritzenmeister tätig. war Lang ein äußerst fleißiger Kamerad, der bei keinem Brande u. bei keiner Übung fehlte, und besonderes Augen¬ merk darauf richtete, daß die feuerspritze zu jeder Stunde dienstbereit dastehe. So war er an der Seite unserer unver¬ geßlichen Kommandanten Ferdinand Weyner Max Weyrer, u. Johann Hölzmeister nicht nur eine Stütze für dieselben, sondern für Jedermann ein Muster von Pflichteifer, von Pünktlichkeit und Kameradschaft. Es gab kein übles Wort, sondern nŭr Belehrungen u. Aufklärungen auf Grund jahrelanger Erfahrungen. Nach dem Tode sei ins Freundes u. Kommandanten Johann Holzmeister zog sich Lang vom Posten eines Kommandanten Stellvertreters zurück und wurde zum Führer der Ordnungs- mannschaft bestellt, welche Stelle er wegen einem Ohrenleiden und vorgeschrittenen Alters nach 37 jähriger Dienstzeit im Jahre 1911 ebenfalls zurücklegen. mußte. Für seine Verdienste um den Wehrkörper u. als Anerken̄ung für sein mŭsterhaftes Verhalten während seiner langen Dienstzeit wurde. Lang zum Ehrenmitgliede des Vereines ernannt, was dem bescheidenen Manne ungemein freute. Über nicht nur bei der Feŭerwehr u. im Dienste der Nächstenliebe tätig, auch für die schöne Ruicht der Musik zeigte, Lang schon von früher Jugend an weges Interesse. Als junger Lehrbursch finden wir ihn bei einem Orchester in München, wir finden ihn später als ausgezeichneten Kenner seines Instrumentes bei der Mühlauer Musik u. am Kirchenchove, u. hat derselbe nicht umsonst die silberne Ehrenmedaille für 40jähriges Mitwirken, am Kirchenchover in Empfang genommen. Der einzige Sohn von ihm, ein fleißiger Studien beslisener junger Mann, mußte nach glänzender Absolvirung der Realschule den Feldzug in Galizien mitmachen, u. hatte das Mißgeschick einen folgenschweren Fußschuß zu erhalten, an dem der lebensfrohe Bursche seiner Lebtag zu leiden hat. Das Leichenbegängnis zeigte die hohe Wertschätzung, welche sich der Verstorbene aus allen Bevölkerungskreisen erfreuen. konnte. Zähreich waren die Reihen der, welche den schlichten Wagnermeister das letzte Geleite gaben. Auch unser Wehrkörper beteiligte sich so gut es eben infolge der zahlreichen Einrückungen ging, in voller Rüstung am Leichen¬ zuge, ein schöner Lorbeerkranz wurde vom teuren Töten in pietätvoller Reise gewidmet. So ist mit Thomas Lang wieder einer unserer Ältesten und Liebsten dahin gegangen. ein Mann der unseren Wehr¬ körper, von dessen Wiege bis zu seinem heutigen Ansehen. begleitete, alle fröhlichen und trüben Stunden, wie solche auch bei der Feŭerwehr zŭbage treten, mitmachte. Der Name Thom Laug wird neben Ferdinand Weyrer in der Geschichte der Mühlauer Wehr jederzeit in vollem Glanze erhalten. bleiben. Während eines hochgewitters im Juni schlug der Blitz in einem der Spassenbahn elektrischen Leistŭngsmäse neben der Zapflerschen Revanda ein, was wie Augenzeugen berichteten ein ungewöhnlich schauriges Natur¬ weignis bildete; neben unterhöhen dunkelblauen Stichslammen schlugen gelbe u. bŭnte Wenzfeŭer aŭs den Versicherungskasten dieses vom Blitze getroffenen Leitŭngsmattes heraus und das Schauspiel. wehrte ziemlich lange. Die elektrische Zuleibung der Straßenbahn Innsbruck-Hall. wurde dadurch logisch zerstört, hingegen weder an den nahe¬ liegenden Gebäuden, noch an der elektrischen Lichtleibung irgendwelcher Schaden angerichtet. dieser Vorfall bildete den Beweggrund zu einer Haupt¬ übung am 16. September wobei angenommen wurde, daß das durch Blitzstrahl entstandene feuer auf das Zapfler'sche Hauptgebäude übergegangen ist, und bei Ostwind die nahe¬ liegenden Häuser Reinisch Brantner Schatz u. Kreutzer sehr gefährdete. Die Mannschaft erschien zu dieser Hauptübung des Jahres hast vollzählig. Es wurde, um einige alte Schläuche auszugräbieren, ausnahmsweise mit Wasser gearbeitet u. es zeigte sich daß der an der großen Leiter " montierte Gummiköpperschlauch durch die Zeit abgelagert war, und durch einen neuen ersetzt werden muß. Die Verbindung mit Gummschläuche Besinnung bedingt eine fortwährende Benutzung resp. Bedienŭng derselben, da ein längeres Aufeinanderliegen des immerbei gummierten Schlauches den Schlauchüberzug los läßt. hierich lassenholtens, zurückgegen. und die, dienstlichen Gummistücke bei Einströmen. des Wasserstrahles logisch gegen das Mundstück gepreßt werden wodurch natürlich eine Ver¬ des Letzteren stopfung zutage treten muß. Ein Vorfall welchen vor Jahren die Feŭerwehr Meran, sowie jene von Brizen ziemlich stutzig machte u. die Folgerung aufstellte, daß man mit den sehr teŭern Gŭmischlauchen nicht allzu sparsam umgehen darf, sondern dieselben regelmäßig. benützt, um die innen gŭmmerten Wände nicht abstehen zu lassen. wodurch der Gŭṁischlauch ganz wertlos würde. Gŭmischläŭche erfordern eine sorgsame Behandlung, nicht ist es das Beste dieselben nach jeden Gebrauche (mindestens einmal im Jahre) gut auszutrocknen, und mit Federweiß auszublasen, um das Zusammenpicken der Gummi¬ wände zu verhindern. Der Besuch dieser Übung zeigte daß der Stand unseres Wehr¬ körpers, trotz der vielen Einrückungen noch auf jener Höhe ist, um ein Schadenseuer 16 im Orte aus eigenen Kräften bekämpfen zŭ können. Selbst¬ redend bedarf es gerade jetzt der Mithilfe jedes Einzelnen, und bitte ich Euch liebe Kamwaden gegenwärtiger gerade in (jetziger) Zeit besonders fleißig an der Lösung unserer Aufgaben mitzuhelfen. Anfangs November kam die amtliche Nachricht daß unser ausübendes Mitglied (Steigervolle) der Postamtsdiener Bonhard Hell, an der Ruhrkretheit in einem Epidemie¬ spitale in Südŭngarn gestorben sei. Hell der seit anfangs 1912 unserer Wehr angehörte war ein braver rufiger Bursche dessen Ableben sicherlich nicht. nur unser Beileid erwartet, sondern bei Allen die ihn kannten und nannten. Bei den am 18. November abgehaltenen Sterbe¬ gottesdienste beteiligte sich unsere Wahr in Uniform. Am 2. Dezember 5 Uhr abends ist dŭng Kinder in der St. Nikolaŭs- gasse in Innsbruck Feŭer aŭsge- brochen, wodurch 2 Häuser arg. beschädigt wurden. Von unserer Wahr erschien eine Abteilung wurde sie mit Schlauchwagen sofort am Braunplatze, u. hat auch bei der Bewältigung des Feŭers mitgeholfen. Am Brandplatze herrschte großer Kirrwar, viele berufene und unberufene „Kam̄andanten“ schwieen sicher durcheinander, und mann kann nicht von „Kameradschaft“ sprechen, wenn die Innsbrucker Wehr als Dank für diese Mithilfe, nach¬ träglich in einem Tagesblatte eigens mitteilte, daß die feŭerwehren von Hötting und Mühlau erst nach der 2. Kompagnie der Innsbrucker Wehr am Brandplatze erschienen sind. Wer zuerst kommt bleibt sich gleich, u. daß die Mühlauer Wehr event. später kommen konnte, erklärt sich aus der Entfernung Hauptsache ist daß man am Brandplatze nicht müßig das Maul aufreißt, sondern mitarbeitet, um das entstandene Schadenfeuer möglichst sachlich und möglichst ruhig zu bekämpfen. Eine Hervorhebŭng u. Zurücksetzung in den Tages¬ blättern spricht wirklich nicht von der Kameradschaft teitens der Innsbrucker Wehr!! Tags darauf um ½ 9 Uhr abends entstand in der Etappen-Frau Werkstätte ein Trambrand, welchen ein ganz kleiner Zug unserer Schlauchrotte löschte, da bei dessen Einlangen von Seite des anwesenden Militärs über Boden u. Stiegen reichliches Wasser geschüttet wurde. Die Brandwache hatte die einquartierte Militärmannschaft übernommen. Wieder einige Tage darauf. Raufen erhielt der Kommandam die Meldung daß im Dollinger Wirtshause ein starker Kaminbrand ausgebrochen. sei; eine kleine Abteilung mit Schlauchrequisiten begab sich dorthin, doch niemand wŭβte etwas von einem schadhaften Kamin. Jedenfalls hat ein Vorübergehender Funken aus dem Kamin steigen gesehen, u. von irgendwo her sofort telefonisch Alarm gemacht; u. wiederum später erfolgte eine gleiche Alarmierung abermals zu einem Raminbrande beim Dollinger; doch auch diesmal war es glücklicherweise nur ein blinder Alarm irgend eines Übereiligen die Ursache der Ausfahrt. Dŭrch den Tod verlor unser ferner Wehrkörper aus den Reihen. unserer Gönner u. beitragenden Mitgliedern den hochbetagten u. angesehenen Dollingerwirt Anton Prantl, den im Militär dienste stehenden Hausbesitzer Hans Pernlochner den bekannten u. wegen seines guten Humors äußerst beliebten Rechenhofwirt Alois Speckbacher u. den Ver¬ sicherungsvertreter Louis Prantl. in Innsbruck. Pernlochner und Speckbacher gehörten s. z. durch viele Jahre als aktives Mitglied unseren Wehrkörper an, Speckbacher bekleidete auch eine Zeitlang die Stelle eines Spritzenmeisters. Am Leichenbegängnisse der ver¬ schiedenen Gönner beteiligte sich der Wehrkörper in leichter Stüstung nur bei Louis Prantl dessen Bestattung in Wilten erfolgte, ist der Wehrkörper nicht körperativ aŭsgerückt. Ferner wurde am 12. Juni der im 78. Lebensjahre stehende langjährige Pfarrer von Mühlau, zuletzt Schloßkaplan bei Sternbach. der hochwürdige Herr Anton Auer durch einen sanften Tod von einem längeren Leiden erlöst. Auer der es in allen Orten seiner Wirkung verstand, die Liebe aller Mitmenschen zu erobern, war speziell in Schützenkreisen ein angesehener Mann. Er ging mit der Bevölkerŭng u. nicht nach eigenem Kopfe, wie dies in mancher Gemeinde leider vorhällt. Im Jahre 1903 kam Auer nach Jahrzehnte langen Wirken in Schönberg (Stubai) als Pfarrer nach Mühlau, u. behielt dieses Amt inne, bis fortgeschrittenes hofes Alter ihn zwang von seiner Stelle zurückzutreten. Der Wehr¬ körper beteiligte sich am Leichen¬ begängnisse, daß eine stattliche Rundgebung von der Beliebtheit des Verstorbenen war, in voller Rüstung. Unser guter alter Pfarrer möge in Frieden ruhen! 22 Schlussbericht Der abgelaufene Jahrgang war ein äußerst glücklicher zu nennen, da unser Land von großen fenerschäden, u. von Unwetter ganz u. Tochwasser beinahe verschont blieb, einige Murbrüche im Stubaitale ausgenommen. Die Tätigkeit des Vereines erstreckte sich auf Abhaltung von 4 Gesammt- u. 1 Jaugtübŭng u. die Einhaltung der Wind¬ wachen in 36 Nächten. Von dem ohnedies durch militärische Einberufungen zusammen. geschmolzenen Mitgliederstand, sind wiederum die ausübenden Mitglieder Gebhard Schlögl, Otto Egg, Cizinko, Schwenninger Groß und Dorf Rhen Weilgem zum Militärdienste eingeweckt. bei dieser Gelegenheit wird an alle Kameraden die Aufforderung gerichtet bei Weggang von Mühlau den zeitweiligen oder gänzlichen " Austritt aus dem Wehrkörper schriftlich oder mündlich dem Kommandanten bekanntzugeben. u. die aŭsgefassenen Uniswin¬ stücke zurückzugeben, nicht daß man, wie es heuer wieder vorgekoṁen, auf Umwegen erfahren muß, dieser oder jener sei beim Militär. Dies ist keine Ordnung u. die Abmeldŭng hat pünktlicher zu erfolgen. An Stelle des verstorbenen Gerätemeisters Hans Kathrein wurde Spritzenmeister Stellvertreter Lŭdwig Prantl als dessen Nachfolger bestimmt. Neuanschaffungen erfolgten keine weil keine notwendig, und der gegenwärtige Preis jede nicht ŭŭmgänglich notwendige Anschaffung vor Ankauf fast warnt. Gelegentlich des am 6. Mai abgehaltenen Feŭerwehr. Gottesdienstes wurde dem Eydrantenmeister-Stellvertreter Otto Rainer, welcher sein 25. Dienst¬ jahr vollendete die übliche kaiserliche Ehrenniedaille in feierlicher Weise überreicht. Die Flammen des Weltkrieges sind leider noch nicht erloschen, überall drangen warfen unsere verbündeten Herrn die feindlichen Massen außer Land u. die Erfolge im Süden unseres Landes geben jedermann die Überzeugung daß solche Niederlagen des feindes denselben zu einem baldigsten Friedensangebote zwingen müssen. Das mächtige Aussenvolk hat sich dieser Einsicht nicht mehr entziehen. könnten, u. ist bereits in Friedensverhandlungen mit Vertretern unserer verbündeten Staaten geschritten. Hoffen wir daß dem Beispiele Rußlands baldigst auch die anderen unserer Feinde nachfolgen, daß die Feinde von der Unbe¬ Zwingbarkeit der Zentralmächte endliche Überzeugung erlangen, u. dŭrch die zŭ unseren Gunsten geführten Friedensverhandlungen jene Zeit herannahe, auf die wir uns alle sehr sehnen u. freuen. Vereinsjahr 76 1 n Der Weltkrieg und die damit in Verbindung stehenden Einschränkŭngen ließen auch die bescheidene freiw. feŭerwehr Mühlau nicht unbehelligt. Wegen Mangel an Jeizmaterial hat der feŭerwehr Aŭsschuβ beschlossen, entgegen dem bisherigen Gebrauch die Feŭerwehrverŭmmlŭng gleich nach Jahresschluß abzuhalten, dieselbe auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen, daher sich die Feŭerwehrkameradeŭ erst am 27.4. zur Entgegennahme des Jahres- u. Kassaberichtes und zur gegenseitiger Aŭsschwache zŭsamen- finden. Über den Inhalt dieser ordentlichen Jahresversammlung, der 44. seit Gründung unseres Vereines, ohnedies berichtete Schriftführer Pŭrner und bleibt nur übrig an dieser Stelle zu erwähnen daß Kommandant Raŭch, welcher an Stelle des in Militärdiensten stehenden Vereins¬ Geldwartes Leopold Rauch den Bericht über das Vereinsvermögen. erstattete, auch diesmal mit Freŭden bemerken konnte, daß jede unserer Kassen und Bestanden zŭgenommen. verzeichneten hat, und folgende Entsŭṁen ergeben: Unterstützungskassa: Stand Kr. 3471.07 (Zuwachs K. 246.17) Regiekassa: Kr 653.01 (Zŭwachs " 171.85) Requisitenkassa: Kr 1208.72 (Zuwachs " 241.54) Die Kassa war bereits überpräft und wurde dem Berichterstatter für seine Mühewaltung der Dank aŭsgesprochen. Wenngleich die zweijährige Funktions¬ dauer des Feŭerwahr-Ausschusses mit heŭtigen Tage beendet wäre, wŭrde über Zustim̃ŭng der Versam̃lung beschlossen von einer Neŭwahl des Ausschusses auch diesmal Abstand zu nehmen, weil verschiedene Mitglieder des Ausschusses noch in Militärdiensten stehen, und es nicht gut angeht an deren Stelle inzwischen andere Männer zu setzen; andererseits hab es sich gezeigt, daß auch der verkleinerte Ausschuß seiner Aŭfgabe in der Leibŭng u. Aŭsbildŭng der Körperschaft während des Krieges jederzeit nachgekommen. ist. So konnte nachdem Gemeinde¬ vorsteher Steiger an den Feŭerwehr¬ hauptmann und an alle Kamerade. den Dank der Gemeinde für ihre Betätigŭng zum Wahle u. Interesse dem ganzen gemeinen ausgebracht hatte. die Versammlung nach Kürzerer Dauer als sonst, geschlossen werden, mit dem Wŭnsche bei der nächsten Jahresver- sammlŭng alle die in Militärdiensten stehenden u. insbesonders die in Gefangenschaft schmachtenden u. leider auch vermißten Kameraden begrüßen zu können. Am 4.5. starb in Innsbruck hochbetagt u. hochgeschätzt von allen die ihn kannten, der Privatier Georg Raŭch, s.z. Mitinhaber der Kunstmühle Anton Rauch. Sein Förderfinn u. finanziellen Unter- stützungen bei der Gründung. unseres Körpers veranlaßten f. z. den Feŭerwehr-Ausschuß unseren Wohltäter das Ehrenmitgliedsrecht zu verleihen. Der Feŭerwehrkörper beteiligte sich am Leichenbegängnisse in Innsbruck in großer Anzahl, um so dem lieben Toten die letzte Ehre zu erweisen. Kŭrze Zeit hernach am 24.4. verschied in Innsbruck das bei¬ tragende Mitglied der Kaufmann Franz Strasser; auch dessen sterblichen Überreste begleiteten wir zŭr letzten Ruhestätte. Mitte Juni ist das Dorf Pfunds im Bezirke Landeck von einer verseerenden Feŭersbrŭnst heim¬ gesŭcht worden. Der größte Teil des Dorfes war in wenigen Stunden in Schutt und Asche gelegt, Mangel an geschulten Löschmannschaften war die Hauptursache, daß sich das feuer so schnell über die schöne Ortschaft verbreitete. Auch die durch ihre Gemälde hast, berühmte Orts- kirche ist dem Feuer zum Opfer gefallen. Wie die Tagesblätter berichteten, konnte fast nichts gerettet. werden, und man kann sich vor¬ stellen, daß bei Mangel an geschulten Läschmännern ein großes Durcheinander entstand. und durch Plünderung mehr geschadet, als genützt wurde. Solche Brandschäden sind jetzt ŭmto bedauerlicher, da es den Betroffenen an nötigen Baumaterialien fehlt, und die Versicherŭngssŭmmen. gegenüber den erhöhten Baukasten in großen Widerspruche stehen. Auch das imposant u. romantisch gelegene Schloß Welfenstein, unweit der berühmten Sachsenklemme im Eisaktale unterhalb Sterzing ist im September gänzlich niedergebrannt. Das Schloß war Besitz des Rŭnstmalers Edgar Meyer, und soll eminente Kunstschätze an Bildern, Büchern u. Altertümern geborgen haben. fellen der Löscheinrichtungen im Innern des Schlasses, sowie ver¬ schätetes Eintreffen der benachbarten Löschmannschaften waren die Ursache daß von diesem prächtigen Bau und den darin aufbewahrten Kunstschätzen fast nichts gerettet. werden konnte. Am 30. August 5 _ ist in Absam-Breitweg das Haus der Witwe Weiβ gänzlich niedergebrannt. Mangelnde Alarmierŭngseinwichtŭnge, fehlen der Kirchenglocken waren der Grund daß die Feŭerwehren der Umgebung leider verspätet, ein¬ träfen. In Mühlau wurde von d. diesem Schadenfeuer nichts bemerkt. u. daher auch nicht ausgefahren. Am 30. Oktober 1/2 3 h nachts ist ein Teil der Jŭter'schen Baufabrik. in der Völserstraße bei Innsbruck niedergebrannt. Das ganz gleiche Gebäude, welches bereits vor 18 Jahren ebenfalls bis zu den Grundmauern niedergebrannt war. Windwache war keine auf den Weg, der unser Nachtwächter meldete nichts und so ging auch dieser Brand für Mühlau unberührt vorbei. Am 7. November starb in Innsbruch infolge eines Schlaganfalles der Bahnwächter Heinrich Weber im besten Mannesalter. Weber ein gebürtiger Mühlauer war lange Jahre ein sehr eifriges Mitglied unseres Wehrkörpers und längere Zeit als Steiger¬ Sektionsführer u. später als Steiger-Zugsführer tätig. Infolge dienstlicher Berufung mußte er vor Jahren nach Innsbruck. übersiedeln, und mußte daher unseren Wehrkörper verlassen. Dies ist alles was sich im abgelaufenen Jahre, welches für die Feŭerwehr ein aŭsnahmsweise ruhiges war, ereignet hat und wäre nur noch hinzuzufügen, daß zur Schulŭng der Mannschaft. 4 Abteilungsübŭngen u. 1 Hauptübung abgehalten wurden: bei letzterer diente das Tallinger-Ökonomie- gebäude, als Wandobjekt mit der Annahme, daß in einer Herbstnacht durch bei schwachen Ostwinde die Unvor- sichtigkeit eines Einschleichers der große Heŭstock angezündet wŭrde, u. bis zum Eintreffen des Feŭerwehren der ganze umfangreiche Dachstuhl bereits ringsum Feŭerzeugen aŭssprühte. Die Grundlage dieser Übung war herauszubringen, ob der dermalen verkleinerte Mannschaftsstand unserer Wehr im Stande wäre ein solches Großfeŭer allein zŭ bekämpfen, u. es zeigte sich, daß man in gegebenen falle unbedingt aŭf fremde Hilfe rechnen muß. Löschmittel, Schläuche, Eydrautenaussätze und dergl. sind genügend vorhanden, doch fehlt es an Mannschaft um die zahlreichen Wasserlinien zu besetzen und die beiden Leibern verläßlich zŭ bedienen. Windwachen wurden im Jahre 1918, 20 abgehalten. Anläßlich des ungeregelten Zurücksträmens von fremdländischen von der südwestlichen Kanngff- Trŭpventeilen und der dabei aŭfge- tretenen allgemeinen Gerüchte über Plünderungen Brandschatzungen u. dergl. ungarischer u. bosnischer Regimenter entstand in jeder Gemeinde, welche an der Landstraße lag, die Aufgabe geeignete Schŭtz- u. Vorsichtsmaβregeln zu ergreifen ŭm eventŭelle Einbrüche. Brandlegŭngen u.s.w. dieser fremden Truppen, möglichst zu versüten. Die Einwohner von Mühlau waren selbst- redend auch in großer Aufregŭng, und die Gemeinde sah in diesen wiederum tigern. schweren Tagen mit beführten Blicken auf die feŭerwehr. Der Feŭrwehr- hauptmann sah sich veranlaßt in einer am 4. November zu diesem Zwecke eigens einberufenen Vollversammlung den zu jeder Zeit hilfsbereiten. Wehrmännern die Besorgnisse der Bevölkerŭng zŭ schildern und seine getreue Schär zu ersuchen in den Tagen dieser schweren Heimsuchŭng. den Mann zu stellen. Es würde vereinbart, daß ein verstärkter Wachrdienst dadŭrch eingeführt. wird, daß von 7h abends bis Mitternacht, u. von 12h bis 5h. je.6. Feuerwehrmänner in Uniform als geteilte Patroullen sollen. durch die Ortschaft ziehen und insbesonders die Reichsstraße im Unterdorfe genau ins Auge zu nehmen, ob nicht etwa einzelne Militäristen, oder sonst bei solchen Fällen immer auftretendes licht. scheues Gesindel sich an die Behausŭng unser Mitbürger herumschleichen. um dort zu rauben u. zu stehlen um dort durch Unvorsichtigkeit durch Mutwillen oder Rache feuer zu legen wie dies in manchen Ortschaften südlich des Brenners leider vorgekommen war. Wie immer waren die Weltkameraden auch diesmal bereit diesen schweren Dienst zŭr Beruhigŭng unserer Mitbürger zŭ übernehmen, und jeder erschien pünktlich zu dem ihm eingeteilten Dienste. Während der 10 Nächte wurde, Wache. dieser Dienst fleißig eingehalten bis der Truppendurchzug vollständig abgeflaṅt war und ein weiterer Wachrdienst unnötig wurde. Auch an dieser Stelle sei allen jederzeit hilfsbereiten Wehrmännern der Dank und die Anerkennung ausgedrückt # Anfangs 1918 zählte der Löschkörper 53 Mitglieder, und am Ende des Jahres 60, was darauf zurückzuführen ist daß verschiedene ehemalige Kameraden vom Felde u. Militärdienste zurückgekehrt, sich sofort wieder beim feuerwehr¬ kommando meldeten u. in die Reihen unserer Kameraden ein- traten, und zwar: Anton Schlögl (war 3 1/2 Jahre in rŭssischer Gefangenschaft), ferner Josef Rainer, Romed Kreuzer, Alois Gstir, Karl Saik Anton Wieser Josef Kümmer, Karl Zaberger, Anton Stolz, Alois Plattner, Josef Plattier. franz Treukwalder, Anton Mair Wir begrüßen die Genannten und freuen uns daß selbe bei leidlicher Gesundheit zu ihren Lieben und zur heimatlichen Schalle zurückkehren kannten. Noch nicht zurückgekehrt und wahrscheinlich in italienische Gefän¬ genschaft geraten sind: Johann Hell, Franz Weger Alois Gundolf, Alois Schlögl, Jos. Waldner, Anton Steiger. Nachdem aber immer nach Nachrichten von längst Totgeglaubten und von solchen verschollenen Kriegsgefangenen daherkommen. von denen man schon längst hörte. nichts mehr wußte, anderseits Gerüchte einlangten über angebliche Von sich nachträglich als falsch erwiesen haben. Verunglückung u. dergi, ist es nicht ganz ausgeschlossen, daß auch von Letzteren schließlich noch der oder äusern einige zum Vorschein kommfen, was wir alle hoffen. vermißt, gefallen oder vermutlich gestorben sind: Vinzenz Schielt, Joh. Tirsch, alois freues, Johann Thaler, Leonhard Jell u. Alois Steiger. 12 13. Dies ist Alles was aus dem Leben unserer Feuerwehr während des abgelaufenen Jahres sowie von unseren Mitgliedern zu berichten wäre. Auffallend ist daß während des ganzen Jahres kein Anlaβ zŭr aktiven Betätigŭng geboten war, weder Feuersgefahr noch Hochwasser bedrohten uns, unsere Mitbürger und Nachbargemeinde wenngleich jeder von uns bereit gewesen wäre, in ernster Stunde seinen Mann zu stellen, und jetzt umsamehr weil leider das Wehr- wesen in den meisten Gemeinden zurückgegangen ist. Mangel an geschulten Kräften, an Lüschgeräten, an Schläuchen, u. insbesonders erschwächte Liebe zum Temeinsesen sind die Ursachen, daß in mancher Gemeinde die Feuerspritze völlig verlassen dasteht. Mit der Wieder- kehr normaler Zeiten wird hoffentlich auch allerorts Vernunft u. Freude zum ehrlichen Erwerb eintreten, und was der Weltkrieg verdorben hat, wird hoffentlich baldigst im im neuen Glanze erstehen durch uneigennütziges selbstloses Wirken zum Wahle der Mitmenschen. Der Weltkrieg ist beendet ganz unerwartet, und mit unver¬ hafften Ausgange. Gebrochen, ver- schuldet und der Aussichten auf eine glückliche Zukunft vollends beraubt stehen wir am Trabe des alten stolzen Kaiserreiches. Einem Erdbeben gleich zerhällt das ehe- malige stolze Reich in der einzelne Landes- Volksbeile, jeder Volksstamm. drängt sich vom bisherigen Staats- gefüge, jedes Volk konstibŭiert sich zu einem eigenen Reiche, und auch wir Tivoler behaupten unsere deutsche Abstammung und bemühen uns auf Grund neuer Staatsgesetze einen rein deutschen Staat zu gründen, zu schaffen um einer möglichst schönen Zukunft entgegen zu gehen. Schwer ist diese Aufgabe, viele harte Proben wird es geben, manche Enttäŭschŭng, u. viele Entbefrŭgen, unser viel harte Arbeit wird, auch den langen Krieg gedrücktes Gemüt, noch lange in bangen, wehen Klammern halten. Aber nach Regen kommt Sonnenschein u. nach der finsteren Nacht der das Menschenherz erfreuende Morgen, und so wird uns nach harter langer Prüfung eine bessere Zukunft blühen. Zur baldiger Erreichung der letzteren ist es unsere Aufgabe nach besten Können zu handeln. übertriebenen palitischen Strömungen fern zu bleiben, die Hand nicht müßig in den Schaß zu legen, zu sondern nach ehrlicher Arbeitssuchen Wenn Sie liebe Kameraden durch eifrige Mitarbeit an unseren gemeinützigen Körper oder Verein das beste Zeŭgnis ihres guten Willens ablegten wenn Sie durch fleißiges Arbeiten im Feŭerwehr- wesen den Beweis erbrachten, daß bei Ihnen nicht nur das eigene Ich, sondern auch der bedrängte in die Not geratene Mitmensch zur Geltung kommt, dann ist wohl Bürgschaft gegeben dafür daß Sie in dieser schwierigen Zeit jenen Strämŭngen fernestehen, welche in Rußland u. in Deutschland leider so schreckliche folgen zeitigten. Und so wollen wir zur Arbeit an die heimatlichen Schalle zurück- kehren, wir wollen vergessen all' die Entbehrungen und Enttäuschŭngen u. die schweren Verluste von Angehörigen, Freunden u. Bekannten die der Weltkrieg verursachte, u. wollen, wohl gebrochen, aber doch erhobenen Hauptes vertrauensvoll in die Zukunft blicken, die uns nach schwerer Zeit ein desto glücklicheres freies Dasein bringen möge. In diesem Sinne schließen wir den Bericht über das letzte Kriegsjahr, hoffen daß die noch in unseren Reihen fehlenden baldigst ŭ. gesŭnd in unserer Mitte sich s, riefinden u. das Schicksal uns bessere Zeiten bringe möge. Mühlau, den 31. Dezember 1918. Leben wurde er sich nicht 1919 Entgegen dem früheren Gebrauche die Jahreshauptversammlung unseres Wehr¬ Körpers am Neujahrstage nachmittags resp. am ersten Samstag im Jänner abzŭhalten wŭrde die für 1919 satzūngs- gemäβ entfallende Jahreshauptversammlung dŭrch verschiedene Umstände aŭf spätere Zeit verschoben, und erst auf den 22. März abends einberŭfen, an welchem Tage sich im üblichen Versammlungslakal beim Koretwirt fast alle Wehrkameraden, sowie der Herr Gemeindevorsteher Josef Steiger pünktlich eingefunden haben. Nach Eröffnŭng der Versammlung dŭrch feŭerwehrhauptmann Anton Raŭch wŭrde zŭnächst der im letzten Jahre verschiedenen Kameraden insbesonders und Grüße der im Weltkrieg Gefallenen resp. an den folgen desselben Verstorbenen in warmen Worten u dŭrch Erhebŭng von den Sitzen pietätvoll gedacht. Die Mitschrift der vorigen Jahres- versammlŭng, aŭs dem Berichte des Schrift- führers Pŭrner entnommen, wurde, ebenso wie der Tätigkeitsbericht über die Vorkommnisse berhältig im Jahre 1918, zŭr Kenntnis gebracht. Aŭs dem Vermögensausweis, den Hauptmann Raŭch verlaŭtbarte, sind wiederŭm erfreŭliche daten bemerkbar: Die Unterstützungskassa erhähte. sich im letzten Jahre um Kr 618.04. und beziffert sich gegenwärtig auf Kr 4089.11 Die Regiekassa Kr. 121.64 verzeichnet ein Plus von Kr 774. 65. daher ein Stand von Gerätekassa. Die Kr. 191'16 hat eine Zunahme von Kr. 1399.18 daher aŭsgewiesen. Die Überprüfung der Vermögensbestände war bereits geschehen und die Buchführung einwandfrei befunden. Alles dies, erweckte selbstredend, die freudige Zŭstimmŭng der Versammlŭng, insbesonders die Mitteilung daß der am 4. Mai 1918 in Innsbruck verstorbene Privatier u. Ehrenmitglied ferer Georg Raŭch in letztwilliger Anordnŭng 400 Kr. der feŭerwehr Mühlau vermachte. Mit Recht wurde dem Berichterstatter u. Kassaverwalter für seine viele Mühe der Dank der Versammlung kundgetan. die auf dieses Jahr entfallenden Neŭwallen wurden ohne jeden Wahlkampf mit Stimmzettel dŭrchgeführt. Erfreulicher weise blieb was auch ferner unser Ziel sein mŭβ, jede politische Bewegŭng unberührt u. nŭr tüchtige, fleiβige u. verläßliche Männer wurden in die Vereinsleitung bestimmt. Das Ergebnis war folgendes: Kommando. Raŭch Anton Hauptmann Stellvertreter Gstir Josef Schriftführer Pürner Hans Vermögensverwalter. Raŭch Leopold Gevätemeister Prantl Ludwig 1797. u. Zug Steigermannschaft Zugsführer Steiger Josef Stellvertreter Hell Alois Sektionsführer Hell Johann II. Zug Wassermannschaft a) Schlauchbedienŭng: Dangl Josef, Zugsführer, " Stellvertreter Kŭen Anton b) Spritze: Schlögl Anton Spritzenmeister Kümer Josef. " Stellvertr. c) Hydrantenahteilung: Rainer Otto, Hydrantenmeister, Schwenininger Rabent " Stellvertr. III. Zug, Ordnŭngsmannschaft (Sirmität) Mayr Anton, Zugsführer Aŭs der Versaṁlŭng wŭrden verschiedene Anwegŭngen u. Anträge der Mitglieder vorgetragen die teils sofortige Aufklärung ersŭhren, anderseits dem Feŭerwehr- Ausschŭsse zŭr ordnŭngsgemäβen Beratūng übertragen wŭrden. Herr Gemeindevorsteher Steiger beantragte z.B. für die während des Krieges gesallenen Feŭerwehrkameraden eine feierliche Totenmesse zŭ halten an der sich der Löschkörper koogerativ in voller Rüstŭng beteiligen soll; ein weiterer Antrag des Herrn Holzmeister dahingehend an der Kapelle im neŭen Ortsfriedhofe eine ent- sprechende Tafel zŭn fortwährenden Gedenken an die im Weltkriege gefallenen und gestorbenen Mühlauer anzubringen. Beide Anträge fanden einhellige Zustim̅ŭng der Versammlung u. nachdem der Gemeindevorsteher die üblichen Dankes- worte an den Löschkörper u. an die Leitŭng desselben zŭm Aŭsdrucke brachte konnte die so zahlreich besŭchte und durch verschiedene wichtige Mitteilŭngen und Besprechŭngen voll aŭsgenützte Versaṁlŭg gegen 11 Uhr mit dem Wŭnsche geschlossen werden, daß der Eifer u. die Eintracht in unserem an Geräten umsterhaft. dastehenden Körper aŭch für derhin in gleicher Weise blühen möge, zŭr Beruhigŭng unserer Mitmenschen u. gewiβ auch zŭr Zierde unserer Gemeinde. Am 26. Jänner ist im Holzschupfen der ehemaligen Trainwerkstätte an der Reichsstraße ein Bodenbrand entstanden, der kanischerweise von dort aus telefonisch nach Innsbruck gemeldet wurde, und die Innsbrucker Berufsleuerwehr ist, entgegen ihrer Bestimmŭng, nŭr für den Stadtbezirk auszurücken, zŭr Brandstätte gefahren und hat den kleinen Brand bald gelöscht. Von diesem Vorkommnis wurde erst gegen 1/2 5 Uhr früh, nachdem alles vorüber war bei Gstir eine kurze Meldŭng erstattet. Während des frühjahres wurden beim fleißig Gesammt- u. Abteilŭngsübŭnge abgehalten, zŭmeist jeden Dienstag abends, und um das beuere Schlauchmaterial zu schauen. ohne Wasserbenützung. Es war dies notwendig weil verschiedene junge Kräfte in unseren Wehrkörper neŭ eingeteilt. wurden andererseits vom Kriege zurück- gekehrte Kameraden in andere Abteilungen versetzt wurden. Der Besŭch dieser Übŭngen war steht ein guter was wiederum von einem erfreulichen Eifer einzelnen Kameraden bestes Zeugnis gibt. Am 4. Mai wurde das übliche Florianiamt mit Kirchgang abgehalten. Am 20. August ist dŭrch fŭnkenflug aŭs der zur Schattergrube in Arzl fahrenden Innsbrŭcker Dampfstraßenwalze das Dach der alten Sternbach-Mühle in Brand geraten, doch gelang es den sofort herbeigeeilten Herren Leopold Sailer, Josef Gstir u. Adrian Todeschini das Feŭer in kŭrzer Zeit zŭ läschen, daher jede Alarmierung ŭnterblieb. Der 28. August ist für Mühlau resp. für die landbekannte Kunstmühle Anton Rauch ein Unglückstag erster Größe. Wir erinnern uns an jene furchtbare Szene die am 28. August 1914 dŭrch Unterschwenṅung des Fundamentes des viesigen Mühlengebäudes hervor- gerufen wurde, bei welcher das stattliche Mühlengebäude samt den großen Getreide und Mehlvorräten binnen wenigen Stunden zu einem Schutthaŭfen zŭsamenstürtzte. In nie gebeugter Kraft und Aufwendung. viehiger Kosten haben die strebsamen Inhaber dieser Firma aŭs dem R. Kuntzmühle Trümmerhausen ihrer Betriebswerk wiederzu atte ein neŭes Werk geschaffen, eingerichtet mit den neuesten Maschinen, u. aŭsgestaltet mit allen technischen Hilfsmitteln, welche für den modernen Groß-Mühlenbetrieb überhaupt in Betracht kommen. Doch was ist des Menschen Kunst u. Kraft gegen die Naturgewalten? Brandchronik. Mühlau bei Innsbruck. (Tirol.) (Mit einer Planskizze Mit Recht haben die Feuerwehr-Fachblätter, besonders während der Kriegsjahre darauf hingewiesen, daß für Lebensmittel lager, Getreidemagazine und auch Scheunen der Landwirte, denen die Feldfrüchte aufbewahrt werden, erhöhte Vorsich punkto Feuersicherheit und Feuerschutz geboten ist, daß es Pflicht der Feuerwehren ist, bei der jährlichen Feuerbeschau solchen Lagerstätten besonderes Augenmerk zuzuwenden, dem gerade im Krieg empfindet man es doppelt schwer, wenn so schwer und teuer zu beschaffende Nahrungsmittel durch Natur¬ gewalten vernichtet werden und die Leute durch die Folgen solcher Unglücksfälle dann darben mußten. Das Land Tirol, das während des langen unglücklichen Krieges am allerärgsten bedrängt wurde, das schließlich zer¬ teilt und zerrissen und nun als hilfloser, schmaler Landstreifen vollständig entkräftet darnieder liegt, ist von einem unsag¬ barem Unglücke heimgesucht worden, dessen bittere Folgen sich erst im bevorstehenden Winter arg, arg zeigen werden. Die größte Mühle des Landes, das Zentrum der Landes=Mehlver= spräung, ein stattlicher, nach dem traurigen Einsturze erst vor 3 Jahren neu aufgerichteter, mit den neuesten Einrichtungen der Mühlentechnik versehener Bau, das Lebenswerk einer im ganzen Lande und darüber hinaus angesehenen Firma, ist vinnen wenigen Stunden in einen Schutthausen, in ein Nichts ver¬ wandelt worden. am Dorfplatze Reserveaufstellungen bezogen, um Windwechsel die in jener Gegend liegend len und das altehrwürdige Sternbach Schlo Flugfeuer zu schützen. Auch die Feuerwehren der legenen Ortschaften Absam und Hall Weise zur Hilfe geeilt und unterstützt schmänn der schwierigen Arbeit. Ein Löschzug der Feuerwehr H war darauf bedacht, mit der die nei dyllischer Hügellandschaft gele Sanlage der Ge= meinde Mühlen vor Flugsener zu sch en, nachdem die Kirche in jener Ruhestätte mit 8 n überschüttet war. Selbst die weitenlegenen Fr en von Amras und Lans waren zur Stelle und die vehr. Laus ließ nicht nehmen, mit ihrer Spritze in gleit zu treten, der Dämpfung des großen Feuerhe zuhelfen. notwendig, we Diese umfangreiche Löschaktio Riesenmühlgebäude mit den automatischen Mühlengi Elebauoren und lastbaren Einrichtung du der Mühle waren 12 Waggons n. ungeheur entfachte, das mit 2 ausbreitete erweise herrschte Nordost der schönen Ortschaft Müh gewesen. An der Löschaktion igten sich außer der :die Feuerwehren vi brud (4 Löschzüge) die Wehren von Arzl, Rum, Than Feuern r von Amras und Laus und Hötting. Zur Verwendung kamen 4 mehr Schiebeleitern, dann 6 vierräbrige Handkraftspritz Es war am 28. August l. J., ein sternenklarer, mit mär wehren Mühlau, Arzl, Innsbruck (2. und 5. Kon Nordostwind durchzogener Herbstabend, als gegen 1/2 11 Uhr ting und Laus. Schlauchlinien waren 10 von der Hochdruck sich östlich der Mühlauerkirche ein Feuer entfachte, daß im Ni bydrantenleitung im Gange, und 7 von den aufgestellten und die ganze Gegend beleuchtete und einen Feuerschein gab, der, n Tätigkeit befindlichen Spritzen, was eine Masse Sch von Augenzengen bestätigt, sogar im Kaisergebirge der Kün¬ naterial erforderte. Die ganze Löschaktion ging in Ruh ohne körperlichen Unfall vonstatten. Die auswärtigen Wehren bühler Gegend wahrgenommen wurde. Jm Nu war die Schreckensbotschaft verbreitet, die große Rauchmühle stehe in konnten um 2 Uhr und um 3 Uhr früh wieder nach Flammen". Nicht nur die hilfsbereiten Wehrmänner beeilte ahren, die Brandwache bezog die Ortsfeuerwehr, welch Dienstag den 9. September, also volle 12 Tage am B sich zur Unglücksstätte, sondern alles, Groß und Klein, strömte dem hell beleuchteten, mit einem feurigen Himmel getröntem herde zu tun hatte, da aus den zusammengestürzten Maschinen Zwischenböden, Mehlgängen, Mehlvorräten und leeren Säcken Dorfe Mühlau zu, um das schaurige Schauspiel der Natur- fortwährend Stichflammen, als Zeichen, daß der Brand noch gewalten zu betrachten, das so jäh, so unerwartet in unsere nicht erstickt ist, herauszüngelten ohnedies bedrängte Wirtschaftslage hereinbrach Monsieur Die Ortsfeuerwehr von Mühlau wurde, da die Kirchen Die Firma Rauch hat ihren landbekannten Ruf gleit und der Dankbarkeit auch in diesen Tagen schon glocken zu Kriegszwecken seinerzeit herangezogen wurden, durch Huppensignale herbeigerufen und war rasch am Platze. Die erst gewährt, indem jene Wehrmänner, welche sich Aufstellung galt dem Mühlentrakte Nr: 6, in welchem sich die nste widmeten, ihren Verdienstentgang von der Mehlmischerei und das umfangreiche Säckelager befand. Die ntgegenkommendste ise vergütet erhielten. zweite Leiter der Ortsfeuerwehr wurde auf Trakt Nr. 4 hin der Firma Anton ch ausrichtiger Dan ob ihrer vorn geleitet um das hier untergebrachte Mehlmagazin vor dem ge nen Spenden. Die Sch. auf annähernd frässigen Elemente retten, denn das war den illionen, welche be rohten Feuerwehrmännern von Mühlau, an deren Spitze der Mit sellschaften Phör sonau und Providenti der wirkliche Schaden inhaber der in Flammen stehenden Gr. den die Firma Ra sich aber Rauch steht, und welcher unermeßlich, den die heutige Lage in der lich leitete im Voraus klar, daß ausgeschlossen, guten Maschinen herzustelle eine Be= kämpfung des Feuers Materialien zu ern, welche für ein aufgehendes erforderlich sind dieser eminente Schaden laste Stunde auf die Tra nur auf der angesehenen Firma Anton Rauch, die breitete, zu schreiten. vom Unglücke heimgesucht wurde — am 3. Novem ganz nach dem neu gegenwärtig sehr tra bekanntlich die im Trakte 6 und teilweise 7 seiner bracht gewesene Getreidekopperei und Ro dem Schicksal zu über genmühle euersbrunst zerstört worden — am 28. August 1914 zu gehen, was noch mußte ihren ersten m gleichen Tage an dem das letzte Unglück herein r 5 Stock hohe Trakt Nr. 7 durch Unterspülung geben, da die einer Verbleiben unmöglich auern vollends eingestürzt sondern das ganz det den Untergang der größten Mühle des Lan¬ dem kräftige Wassers die großen Südtiroler Mühlen für das heutia= nicht mehr gerettet mehr in Betracht kommen und die in Nordtirol Nr. 1 wurde daher Trak ühlen in Kufstein, Schwaz und Landeck bei wei Nr. 6 weggetan und stande sind, den Wochenbedarf des Landes zu ver treidespeichers (Silof) welche emnach muß die Vermahlung des Getreidekontin¬ Aufstellung auch bis beibehalten Tirol in Südslawien durchgeführt werden und di wurde. Diesem glück Umsicht und dulte (Kleie), welche für die Landwirtschaft so not mustergültigen Ausd Steigermann zugeteilten vären, der Tiroler Milchproduktion verloren gehen schaften, die selbst mi werden mußten, um deren r der Wunsch der Allgemeinheit, daß diese für die Kleidung vor Feuer danten, daß de isionierung des Landes so notwendige Betriebsstätte nst sicheren Un¬ große Getreidespeicher ganz echt bald in Tätigkeit treten möge, wenn auch der Wieder tergange entrissen wurde. Während dieser Löschaktion, welche ufbau den heutigen Preisen, Arbeitslöhnen und Regiekosten von den Ortsbewohnern in selbstlosester Weise gefördert und entsprechend auf annähernd 10 Millionen kommen dürfte. unterstützt wurde, langten in kameradschaflicher Weise baldigs rste auf die Vermahlung von ge= Die Brandursache dür die Nachbarfeuerwehren ein. Die Feuerwehr von Arzl mit ihrer Bekneten Kastanien in der Roggenmühle (im Trakte Nr. 7 Spritze stellte sich zur Aufgabe, die nördlich der Kunstmühle Stockwerk, welche die Walzenstiele überlasteten und eine gelegene mechanische Werkstätte und Ökonomie der Gebrüder selbstentzundung derselben verursachten, zurückzuführen sein. Schlögl vor Flugfeuer zu schützen. Die Innsbrucker Wehr kan Nachträglich läßt sich die genaue Entstehung und die Weiter unerwartet rasch auf den Brandplatz, eine Leiter derselben efräßigen Elementes leider nicht mehr fest erbreitung des (2. Kompagnie) wurde zur Besetzung des speziell bei Wind¬ tellen, weil das Feuer durch die zahlreichen hölzernen Mühl wechsel arg gefährdeten Traktes Nr. 2 und 3 verwendet. Eine änge in wagrechter und senkrichter Richtung im Nu durch andere Leiter von Innsbruck (1. Kompagnie) bezog, nach dem fünf Stockwerke verbreitet wurde. die Gluthitze im Hofraum durch das Einstürzen der 5 Gtagen Jedes Brandunglück bietet für den aufmerksamen Wehr in der Großmühle bedeutend nachgelassen hatte, die frühere Stellung der Mühlauer Wehr, um das im Trakt Nr. 6 auf- mann eine gute Schulung und so soll auch in diesem Falle an gemerkt sein, daß jede große Betriebswerkstätte, speziell solche gespeicherte kostspielige Sackmaterial möglichst zu retten. Auch zur mit zahlreicher maschineller Einrichtung ans Holz, wenigstens Sicherung anderer Nebengebäude hat die Innsbrucker Wehr der Ortsfeuerwehr an bestimmten Zeiten in aufklärender Weise viel beigetragen, weil derselben reichlich und gutes Schlauch ngänglich gemacht werden soll, d. h. der Fabrik=Mühlenbesitzer material zur Verfügung stand. In rascher Reihenfolge kamen dann die anderen Nachherwehren von Rum und Thaur, welche 1 Endnstrielle) soll nicht nur seine Bediensteten in der Hand¬ abung der Löscheinrichtung innerhalb der Fabriksraume ver¬ nern die Lage der Fabriksräume unbekannt blieb, gibt es ein traut machen, sondern auch die Ortsfeuerwehr soll von Zeit vildes Durcheinander und feurige Zungen gelangen auch dort¬ Zu Zeit in die Räumlichkeiten der Betriebsstätte (Mühle) hin, wo dieselben leicht abgehalten werden könnten. Dies möge ührt werden. Dort sollen den Wehrmannern die Haushydra jedes Feuerwehrkommando wie auch jeder Fabriksherr in sei¬ ten gezeigt und erklärt werden, welche Türen, Schächte, Durch nem eigenen Interesse für alle Zukunft sich merken. Weiter sässe usw. bei einem Schadenfeuer geschlossen sein müsse wäre es gut, wenn große Fabrikanlagen durch dicke Feuer Gefahr und wegen Absperrung welche Raume wegen Explosion mauern und verläßliche eiserne Doppeltüren (eventuell mit anso¬ Jener beinnders unter 97 Euer gehalten werden müssen matischem Verschluß) in kleinere Trakte geteilt würden, so daß ein Feuer von einem Trakt nicht auf die Nebenbaulichkeiten so daß wenigstens die Ortsfeuerwehrmänner im. voraus un¬ übergreifen kann. terrichtet sind; wohin die Schläuche gelegt werden müssen und Daß die Ortswehr zur Bekämpfung dieses Großfeuer an welcher Stelle die Wasserstrahlen zur vollendeten Wirkung bereits eingeschult war und genügende Lokalkenntnisse hatte gelangen. Dann wäre jeder Rohrführer sofort auf seinem zeigte sich aus dem Umstande, daß der angebaute, fünf Stock richtigen Posten, der Weiterverbreitung des Feuers wären aus¬ werke hohe Getreidespeicher (Trakt Nr. 10) innen und außen schlaggebende Schranken gesetzt und unnütze Abänderungen in vollends unversehrt blieb. Gleiche Schulung würde sich auch der Löschaktion, die gewöhnich mit großem Lärm und großer für andere Wehren empfehlen, besonders in Orten, wo sich Aufregung verbunden sind, würden erspart bleiben, das große Fabriken befinden. wasser würde nicht verschleudert und die geretteten Gebäude¬ G. R. teile durch letzteres nicht geschädigt werden. Wenn den Wehrmän Skizze zum Bericht über den Brand der Rauchschen Kunstmühle in Mühlau bei Innsbruck am 28. August 1919. 1. Wohnhaus und Kanzleigebäude Windrichtung „Nordost" 2. Arbeiterwohnhaus 3. Stadel, Stallung und Garage 4. Mehllager 5. Mehllager und Durchfahrt 6. Mehlmischerei 7. Weizenmühle 8. Roggenmühle 9. Kopperei (Getreidereinigung) 10. Getreidespeicher (Sylos) 11. Autogarage Spritzen-Aufstellung No. 1 Feuerwehr Arzl Mühlau " 2 Innsbruck II Innsbruck IV Hötting Lans Rum in Reserve Thaur Leitern-Aufstellung. WALDWE a. Mühlau b Innsbruck II c Innsbruck 11 d Mühlau e, f und g Innsbruck (Reserve) h. Mühleni rollends ausgebraunt Ausbruchsstelle III. Stockiger) Vorstehende Daten und Bilder seien deshalb in diesem Buche eingefügt damit auch unsere Nachfolger im feŭerwehrkörper sich jederzeit an diesen Schreckenstag u. die näheren Einzelheiten desselben erinnern können. Am Sonntag den 14. September wurde an Stelle der üblichen Herbsthauptübŭng eine genaŭe Mŭsterŭng der Löschmannschaft einberŭfen, da sich heraŭsstellte, daβ bei dem großen Brande und den davauffolgenden Brandwachen Verschiedenes insbesonders Schlauch- Dichtŭngsmaterial Kerzen für die Läternen und dergl. verbraucht u. verloren gegangen sind. Die fehlende Ausrüstung der einzelnen Männer wurde dann auch entsprechend ergänzt, die Schläŭche gewaschen und aŭfgeräŭmt und schlieβlich beim Koret ein Freibier mit freibrat gegeben bei welcher Gelegenheit. Herr Anton Rauch auf Kosten der dŭrch den Brand ahnedies so schwer geschädigten Firma an alle jene welche sich zŭr Brandwache herbei- ließen einen teilweisen Verdienst- entgang in der Höhe von der zur Auszahlung brachte. Eine hochherzige Tat die der Firma gewiβ neŭe Freŭnde zŭführen. wird. Auch in diesem Buche sei im Namen der beteiligten Wehrkameraden der aufrichtige Dank ausgesprochen. Möge es im Fortschritte. den meiner lähmenden Geschäfts- inhabern gegönnt sein recht bald aŭs der schaurigen Rŭine eine neue Betriebsstätte erstehen zu lassen, nicht nur zu ihrem eigenen Nutzen, sondern hauptsächlich schon im Interesse unser Aller und des ganzen Landes da wir durch die Vernichtŭng der Rauch'schen Mühle auf die Einfuhr von Mehlprodukten angewiesen sind, was eine Ver- schlechterŭng des Mehles, und eine desselben Erhöhung des Kaufpreises u. ein Wegfall von Fŭtterartikeln für unser ohnedies so armes Volk bedeutet. langte aus. Am die Nachricht ein, daß der beim Zusammenbruch unserer Südwestfront in italien. Gefangenschaft geratene feuerwehrkamerad, Franz Weger, der von seiner Frau u. den kleinen Kindern so sehnsüchtig erwartet. wurde, nicht mehr am Leben sei. und bereits am 24. Jänner 1919 im ital. feldspitale in Mautalone getorben sei. Franz Weger von Beruf Hausdiener bei der Firma Theodor Frank war ein äußerst ruhiger und schlichter Mann. seit 1897 in unseren Löschkörper als fleißiger Kamerad, und seit vielen Jahren als verläßlicher Bassbläser bei der Musikkapelle tätig. Sein ruhiges Wesen, sein biederer einfacher Charakter wird allen die ihn kannten zeitlebens in Erinnerung bleiben. Seiner trostlosen Witwe die Abend für Abend am Innsbrucker Bahnhof bei den Heimkehrerzügen nach den längst Ersehnten nach- fragte und schließlich diese traŭrige Nachricht hören müßte wendet sich allgemeine Teilnahme zu. Bei der am stallfindenden. Seelenmesse hat sich unser Wehr- körper kooperator in voller Uniform beteiligt und dadurch das Andenken unseres lieben Rameraden Franz Weger in erhebender Weise geehrt. Durch fortwährende Steigerŭng aller Lebensmittel und ist Bedarfsartikel hat sich die Bevölkerŭng, speziell jene der Stadt Innsbruck so erbittert geworden daß sich schließlich diese Unmut in eine Volkswut steigerte u. dŭrch koṁunistische Jetzer ange- eifert am 5. u. 6. Dezember in Innsbruck leider große Demon- strationen des darbenden Volkes statthänden, die sich leider auch in Plünderungen von Klöstern auspartfelen. und Geschäftsläden offenbarten. Es waren auch Gerüchte im Umlaufe daß diese koṁunistischen Banden auch nach Mühlau ziehen sollten, um dortige Gast- u. Baŭernhäuser auszurauben; wenn zwar diese Drohung nicht so ernst aufzufassen. war, ist es doch gut gewesen eine Abwehr am Eingange des Dorfes aufzustellen. In dieser Notlage blickte und die Bevölkerung von Mühlau. wiederum auf ihren Wehrkörper, dessen Mitglieder immer, wenn es gilt Leben u. Eigentŭm seiner Mit- bürger zu schützen, rasch und ŭneigennützig zur Stelle sind, u. so wurde über Ersŭchen der Gemeinde- vorstehŭng die Feŭerwehr alarmiert dieselbe mit Gewehr und scharfer Münition ausgerüstet, und an den Straβen welche nach Innsbruck führen, d. i. bei der Kettenbrücke am Richardsweg und am Schiller¬ weg als starke Wachposten aufgestellt. welche im Falle, daß räuberische sollten. Banden kommen, gewiß alles getan hätten ŭm deren Weiter- gang in das Dorfinnere zŭ verhindern. Von dieser Maßregel scheinen die betreffenden Elemente jedoch erfahren zu haben, denn es kam niemand und so konnten unsere alche braven Wehrmänner die ganze Nacht Wache hielten, nach Ablieferung der Munition wieder einrücken. Ansonsten sind im abgelaufenen Jahre keine Begebenheiten, unseren Wehrkörper betreffend, zŭ verzeichnen, Die geschäftlichen Anliegen unseres Vereines wurden in 2 Aŭschŭβsitzŭngen beraten und durchgeführt, im 16 24 Nächten wurden die Windwachen abgehalten, wofür der Dank der Bevölkerŭng gesichert sei. Am Sonntag den 27. Juli wurde in Innsbruck wieder ein Delegierten¬ tag des feŭerwehr-Bezirksverbandes Nr 4 abgehalten, wobei unser Läschkörper dŭrch die Kameraden Anton Rauch u. Anton Mayr. vertreten waren. Dieselben brachten den Antrag ein daß anstatt der bisherigen äußerst unpraktischen feŭerwehrgradabzeichen (Achsel¬ klappen) die früheren Dienst- zeichen, nämlich die Sterne am Krägen der feŭrwehrbluse eingeführt werden sollen. So vernünftig, Zeitgemäβ u. berechtigt dieser Antrag auch war er wurde doch mit der lächerlichen Aŭsrede, daβ man die bis herigen Achselklappen auch nicht verwerfen kann, vorläufig abgelehnt. Ein weiterer Antrag betraf. die Einwirkung der Feŭerwehr auf die vom Tiroler Landtag nen zu beschließende feŭerläschordnŭng für Tirol. Im Übrigen wurde auch bei dieser Delegiertenversammlung viel Unwichtiges geredet und durchgepeitscht, so daß konstatiert werden muß, daß diese Feuer- wehrversammlungen dem Inhalte und Werte nach von Jahr zŭ Jahr auf dem Rückgange sind. Schuld hierin ist wohl der Umstand daß die Feŭerwehrsache, speziell in städtischen Kreisen mehr als Vereinssache betrachtet und von dem eigentlichen Zwecke abgeleitet wird. Bvor nicht die Landfeŭerwehren unter sich zur Fördigung ihrer eigenen Interessen sich zusammenfinden, wird eine Besserung nicht erreichbar sein. Am 7. und 8. September feierte die freiw. Feŭerwehr Schwaz ihr 40. Wiegenfest verbunden mit dem Delegiertentag des Deutsch- tiroler feŭerwehr. Landesverbandes; in Anbetracht der hohen Reisekosten und des geringfügigen Inhaltes der Delegiertensitzŭng beschloβ. der Feŭerwehraŭsschuβ, da sich niemand freiwillig zu einer fahrt nach Schwaz meldete auf eigene Kosten herbeiließ, den feŭerwehrtag nicht zŭ beschicken. 18 Was nun bei dieser Versammlung beschlossen wurde ist bis heute unbekannt geblieben, da noch nie ein Protokoll über jene Sitzung erschienen ist. Zŭm Schlusse sei noch an alle Kameraden die Bitte gerichtet mit unverminderten Eifer den freiwillig übernommen. Pflichten in unseren Verein stets nachzukommen denn noch nie war die Feŭerwehr so not- wendig wie jetzt in den Zeiten der unermässlichen Tenerŭng. Jeder von uns weiß wie hoch sich heute die Bankosten der bescheidensten hütte belaufen, jeder weiß wie bener die Anschaffŭngskosten jedes Gegenstandes sind, daher alle Einrichtungen zur Erhaltung des Volksvermögens, zu den vorzŭgsweise auch die Feŭerwehr gehört, ein erhöhtes Interesse verdienen. Nicht umsonst wurde daher auch an dieser Stelle an alle Wehrkameraden die Bitte gerichtet mit unverdrossenen Eifer den Pflichten unseres Vereines nachzŭkoṁen, was bei unseren Kameraden sicherlich zutreffen. wird, und wovon unser letzter Brand bei der Rauch'schen Kunst- mühle, bei welchen die Kameraden an die Hilfsaktion sich so rasch u. vollzählig beteiligten ein so glänzendes Zeugnis gibt. R.P. Mühlau, den 31. Dezember 1919. Kämpfer Schmid 1920 Die satzŭngsgemäße Jahreshaupt. versammlung welche auch heuer erst. verspätet am 10. April beim Koreth abgehalten wurde vereinigte die meisten der Wehrmänner zur mitunter interessanten Aŭssprache, wobei alle Vorkomnisse des vergangenen Jahres, insbesonders Wahrnehmungen beim großen Brande der Rauch-Mühle besprochen u. Anträge sowie Vor¬ schläge für die Zukunft gemacht wurden. Die genaŭe Mitschrift über diese Jahresversammlung ergibt sich aus dem Bŭche des Schriftführers Hans Purner und sei an dieser Stelle zŭstatisthen Zwecken nur die vom Geldwarte Herrn Leopold Raŭch mitgeteilten Vermögensausweise unseres Wehr- körpers festgehalten; aus dem Berichte des Letzteren sei erwähnt daß die drei Kassen folgenden Stand ausweisen: Unterstützungskassa: Kr 87.46 Bar: " 861.92 Sparkassa Innsbr. Kriegsanleihe vom 1000 f. 750. Kr. 4399. 38 Renten u. Hypot. 2700.- " 4362.55 Stand v. Jahre 1920. Kr. 36.83 Vermehrŭng Regie - Kassa: Kr 139.03 Bar: 1650.40 Bank s. Tirol u. V. Kr. 1939. 43. 150. Kriegsanl. K. 200 – à 75% 648.56 Stand v. Jahre 1920. Kr 1290.87 Vermelrŭng Requisiten-Kassa: Kr. 504.73 Bar: Bank s. T. u. V. 527.60 Kr. 1107.33 Kriegsanl. Kr. 100.-. 75 2083.19 Stand v. Jahre 1920. Verminderŭng 975.86 wegen vieler Neŭanschaffŭngen von Tŭxern, Peilbicken u. s. w. Neŭwahlen waren in diesem Jahre nicht fällig und so konnte die Versammlung, nachdem noch verschiedene Mitteilŭngen des Vorsitzenden feuerwehrhauptmann Herrn Anton Rauch zur Kenntnis genoṁen wurden, die Versammlung früher als andere Jahre geschlossen werden. Am Sonntag den 9. Mai fand das übliche Florianiamt statt, an welchen der Wehrkörper recht zahlreich und in voller Rüstung beilgenommen hat. Die hier anschließende übliche Frühjahrsübŭng konnte wegen schlechter Witterŭng resp. schlechtet Wegverhältnisse nicht stattfinden. Dagegen wurden wöchentlich am Dienstag abends Gesamtübungen abgehalten welche erfreulicherweise immer recht gut besŭcht wurden, es wurde hiebei besonders den neu einge- tretenen Mietgliedern Gelegenheit. geboten sich in der praktischen Hand. habŭng der Läschgeräte vertraŭt zŭ machen um im Ernstfalle nicht jene verhängnisvolle Verworvenheit herbei- zuführen die man leider vielerorts auch 22 wahrnehmen muß und die in der Stunde des Ernstes so viel Unglück. gebracht hat. Am 29. Juni fand in Wattens der Delegiertentag des Feŭerwehrbezirkes No 4– Innsbruck statt. Unser Wehrkörper war hiebei durch die Kameraden Schweninger u. Kumer vertreten. Wichtige Abhandlungen waren ja nicht zu erwarten, denn seit Jahren gleichen solche Delegiertentage Dank der Intelligenz der Innsbrŭcker mehr gemütlichen Vereinsaussŭge einem aus einer ernsten Beratŭng an welcher das Feŭerwahr- wesen überhaupt einen Nutzen erreichen sich könnte. Der wichtigste Punkt der in Wattens verhandelt und leider maschinengenmäß ange- noṁen wŭrde ist der, daβ der Verbandsbeitrag von 30 Heller. auf 2 Kronen pro Mann u. Jahr zu erhöhen ist, damit die Innsbrucker mehr Geld für Lustreisen u. dergl. zur Verfügung haben, denn von einer erschrießlichen Leistŭng unseres Ver- bandsaŭsschusses ist seit Jahren nichts mehr zu verschüren und das ganze feuerwehr-Verbandsleben vielmehr in einen Geselligkeitsverein überge¬ gangen, deren Kasten die armen Landfeŭerwehren zŭ tragen haben. Am 18. August verschied ganz ŭnerwartet an einem Gezirnschlag. der altbekannte in beliebte Südbahn¬ Oberrevident: Leopold Pŭrner ein äußerst lieber und humorvoller Charakter. Derselbe war, als er s. Z. in Mühlau wohnte aŭsübendes Mitglied unseres Wehrkörpers und seit vielen Jahren beitragend. Wir begleiteten daher auch die sterblichen Überreste unserer lieben freŭndes zŭr letzten Ruhestätte am Innsbrucker friedhafe. Am 24. Oktober fand die Herbst haŭptübung statt und wŭrde hiebei als Brandobjekt das Badhaus bei Ostwind bestiṁt. Die aŭsnahmsweise schwache Beteiligung an dieser Übung ist desto mehr beklagenswert weil der vergangene Sommer dŭrch lang anhal- tendes Regenwetter die Abhaltung von Übŭngen stets vereitelte ŭndfür diese einzige Übung des Sommer u. Herbstes doch eine bessere Beteiligung erhofft werden könnte; Es war ergeht von dieser Stelle an alle Kameraden die dringende Mahnŭng speziell Lauptübungen gut. zu besŭchen damit wenigstens die zŭr Aufstellŭng notwendigen Geräte bedient werden können, was am 26. Oktober bei der Steigermannschaft eben nicht der Fall war. Mitte November an einem Sonntag nachmittags um 2 Uhr ist am Dach- boden eines Hauses in der Liebenegg- straße ein Brand entstanden der den Dachstuhl beinahe vollständig einäscherte; in Mühlau wurde von diesem Vorkommnisse nichts bemerkt, daher auch nicht aŭsge- fahren, aber auch die Innsbrucker feŭerwehr ist, wie die Tagesblätter meldeten, sehr verspätet am Brandplatze erschienen, so daß das Feŭer größtenteils von Nachbarsleuten u. Eisenbahnern geläscht wurde. Am 24. Oktober ist gegen 2 Uhr nachmittag im Gasthaus zum "schwarzen Adler" in Fall der Dachboden u. das obere Stockwerk dŭrch feŭer beinahe gänzlich vernichtet worden; auch von diesem Brande wurde in Mühlau nichts wahrgenommen. Schlußbericht. Vom abgelaŭsenen Jahre muß der Bericht deshalb so kurz gehalten werden weil eben keine weiteren Vorfälle zu verzeichnen. sind; den Wehrkörper bat sich glücklicher- weise kein Anlaβ den bedrohten Nächsten zŭ hilfe zu eilen. Hoffen wir, daß solche rŭhige Zeiten ŭns noch weiter beschieden werden u. wir von den Schrecknissen der Naturgewalten verschont bleiben. Dies erlassen wir desto inniger weil heŭtzŭtage die Wiederherstellung von dŭrch Feŭer u. Wildwasser zerstörten Häuser u. Betriebs- stätten fast unmöglich geworden ist. Dieser Hinblick möge jedermann insbesonders die Euerwehrkameraden dazu aneifern, jederzeit auf Heŭerverfütŭng wachsames Aŭge zŭ halten, gibt es doch in der gegenwärtig freŭdelosen heilen Zeit so oft Gelegen- heit Bilder von verwahrlaster Jugend zŭ sehen und böse folgen unseres moralischen und wirtschaftlichen Zŭsaṁenbouches wahr. zŭnehmen. Wie oft sehen wir z.B. in verborgenem Winkeln. " grasgrüne Lausbuben zigaretten, vaŭchen; wohin wirft dieser ŭnüberlegende, düṁ Junge das Zündholz u. den Zigaretten. stŭmel? Ist da nicht leicht ein Schaden- feŭer zŭ befürchten? dem Wie oft müssen wir Waldbrande erleben; wieder sind es zŭmeist junge, ŭnweise Leŭte durch deren Unvorsichtigkeit solche, mitŭnter ganz enome Schäden entstehen. Bei der heŭtigen argen Wohnŭngsnot werden. Leŭte in Natwohnŭngen eingepfercht. und wird mit der Raumeinteilung oft selo ungeschickt vorgegangen. Ist es da nicht Pflicht jedes besonnen Menschen insbesonders der Feŭerwehrmaumer auf jede auch die kleinste Ursache dŭrch die ein Brand entstehen kann besonders zu achten. Es ist unser Pflicht jedem Toŭristen besondere Vorsicht beim Feŭer- machen ans Herz zu legen. Ist es nicht unsere Aufgabe in jedem Hause, sei es eigenes oder fremdes Eigentŭm ist diesen halbereichsagen jungen das Stauchen gänzlich auszu- weiben event. bei selben das Rauchzeug aus der Hand zu schlagen, dann jeden die bei Kriegsausbruch zŭm Militär oder Militärdiensten einberufenen feŭerwehrkameraden Alois Steiger, Johann Tŭsch, Vinzenz, Schett als gänzlich verschollen zu betrachten. sind, daher sich neben den in früheren Jahresberichten bereits erwähnten Todesfällen unserer lieben Kameraden Johann Thaler, Alois Frenes, Franz Weger, sich die Zahl, der im Weltkriege für's Vaterland verbluteten resp. verstorbenen Feŭerwehrkameraden sich leider auf erhöht hat. Unsere Pflicht ist es das Andenken dieser Teŭerer selten stets zŭ ehren u. hoch zu halten. Unserer sicheren Zuversicht Aus- druck verleihend, auch fernerhin die gleich glücklichen Tage erleben zu können, gleichzeitig auch allen Jenen dankend, welche uns im abgelaufenen Jahre mit Rat u. Tat. geführt, geleitet und an Seite ge- standen sind, insbesonders der läbl. zu danken. Gemeindeverwaltŭng von Mühlau, und hoffend, daß unser gemeinnütziger Körper aŭch fermahin wachsen, blühen und gedeihen möge, schließen wir den heŭrigen Bericht mit dem hvommen Wunsche: Gott beschütze Mühlau! Mühlen, 31. Dezember 1926 nommen. n Monsieur le 1. d Monsieur d 1 1 das Monsieur le 1 das 1 das 1 das 1 d das Jndkom den 21. Januar 1820. das er n Jndkom den 29de Januar 1822 paa 1. Monsieur Bendicht Monsieur le dernier Ao das er das Monsieur le d. M. n d das 1 das 1 Monsieur le das Monsieur le M. M. d 1 [Anlagestrich] das d 1 Monsieur Monsieur das 1 das d das das d d Monsieur le 1 1 1. das ein einanderen 1 1 das das das 1. das 1 das 1 d das das er Monsieur le M. Monsieur le das 1 das Monsieur d d 1 das er M d 1 M. 1 Bendicht über die d P. 1. 1 das das das d Latus das 1 das 19. 1. das Monsieur le présent 1 1 1 das 1 M. das Gr. das er Nr. 3 " " " das Monsieur le Londres M 1 das d 1. Vnsere 1 P 1 1 n d d d das einanderen Monsr das er 1. das Monsieur 1 d d 1 d 1 das das Monsr Monsieur 1 d 1 d 1 4. n 1 1 1 1 6 1 das er d. das er M. d d d Rp 1 1 3 d Realitätenhi das ein Rückh. Müller 1 Rp Londres d. M. das Monsieur das 1 Uli das d 1 1. das Latus das das Monsieur le Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, N Londres das d d Monsieur das d 1 1 1 d 1 1. 1 d M. B 1. 1. d Monsieur le d d B. Monsieur d das er d 1 nicht d 1 1 d M. 1 Monsieur Londres Rp 1 Monsieur le 1 Monsieur 1 Monsieur le présent Nr. 3. das das d d Monsr das d 1 1 1 1 1. B. Latus Monsieur das er Jnf 23.7 1 1787 Dts d Nes Tit. D Geschät Latus en nicht 1 Konnten Rüg welchs ungethanen Pfreuliche Pr Nachricht 1. 1.9.17 erlangen, dann E d Schuldend 1 erwerten. das ein R. Ihr d 1 Monsieur M Anni A Rösti M unver d Jahr [Anlagestrich] Monsr Pond B des d das das er d das M n M M. 1 Monsieur Jndkom d.J. das er 1 das d n Nro d Notenre weiland Jakob d d das er d das das das 75 d hab. das Monsieur nicht zugewand das Rp Pieter 30 Stärke in der ist Johannes Nro. 1 3.2 1 1.4.49 und hiem 1 das n [Anlagestrich] herzli 1 Ausdrucks 1. d. 22ten Januar 1822 das er M. das 1 das d Monsieur le présent das d 1 M. d Monsieur le 1. nicht 1 nicht das 1 d 1 d 1 d 1 d das das d 1 nicht 1. 1 M. 1 1 das 1 Monsr 1 das er 1 Münde Uli 1 Geschl 1 1 das d d Monsieur le Latus M. Latus d d 1 M. Monsieur le 1 1 1 das das d N 1 d 1 d d Latus Monsieur 1 das 1 Bendicht 1. d. 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Julii 1822. das ein das 1. d wurde er sich nicht 1 1 das das er das Latus 1 1. d das Monsieur le 1 d 1 M. 1 1 10 d T das er M. das 108 1 1 1 [Anlagestrich] 1 1 d 1 das er 13.Oktober,19 d d d d 1 das Monsr 1 1 1. d 1 das d 1 das 1 das das 1 das das 1 M. 1 d d 1 1 d das 1 1 A Rp d 1 1 1 d d M. d 1 das das ehe wollot 1 das ein das er An die 1 d 1 das d. d 1 das d d Johannes 1 1 das M das wurde er sich 1 1 das d 1. das d 1 1 das er [Anlagestrich] das Monsr 1. " d das M. d Dorfg stehung der 1 Vor eine Mühlau, M. 1 1 1 1 das d 1 das er das er d das 1 das Monsieur d d Latus das 1 Pf. Monsieur Latus Monsieur le d 1 [Anlagestrich] 1 d 1 d d d d 1 das 1 das das das das Rp das 1. das d Müh das das 1. u. Rp 1 das 1 1 d d 1. 1 1 d 1 1 M d das 1 das 1 das d 1 das 1 erwehr 0 les § 4. de euer und F Monsieur le A d 4. 1884 ersucht d irol von Jahre haft dio 3 af te ür 1 für Art wurde sie Jahrigen das die Veranlassun nommando der das um 1 R. das er 1 das d Gemeind 30 Rayon de Lüt M. Monsieur le das ein Werti unserer ne Kor ung an unseren rsta dami und e d das Schuhe 1 Schau beiwohnen kann. Wohi 20 Johannes dorfen Aug das das er de 17.Oktober wär den Sam 1350 schug Kommonden rind Monsieur le tzung Fol und mochten ren Vert Oelen gten Wehr enheit unse 956 zeit 1 e das das 1 d das Jahr das er Ihnen den das M be stelle namhaft machen. und Rp 1 Monsieur Johanes d M. 1 d 1 d 1 d M. 1 d d. 1 das M. [Anlagestrich] [Unterschrift] 1 1 M. 1 d M Rp das ein M. 1 d 1 das 1 Monsieur M. d das d d Latus Jahr, In vol 1. 1 1 1. er Hochachtung das Latus 1 das er M. 1 1 d 1 d d d das d 1 das er wieder ein Monsr Johannes 1 1 Monsieur le Latus M. 1 1 d das das er 1 1 d 1 d 1 1. Jahr 1 d. M. 1 d d M. 1 1 d das d d 1 1 d d. das das das 1. 1 1 Monsieur le 1 das d 1 Rp d Johanes 1 1 1 d Monsieur M das er d 1 d das er 1 1 [Anlagestrich] 1 M 1 das 1 Monsr d 1 das 1 d 3 1. d Jur das d ein Ko. amando: das Jnf. das d M. das Monsieur le das 1 M. das d Latus M. das Monsieur le 1 das 1 Mai N M. das 1 das das Jahr 1. d das das er d 1 d 1 B. Monsieur le d 1 d 1 1 1 das 1 1 das 1 das d P. Monsr [Anlagestrich] das das nicht Monsr das M d das d das er ein Monsieur das er sich das d das das er Bendicht Schütz 1 d d d Rügsau das Monsieur le d das er 1 d das das ein 1 d das das 1 das d 1. das 1 lt. Stellv. das das Rp das das das das das das 1 d das Schreiben das 1 Monsr B. d das Monsieur 1 Monsieur d das d Monsieur d 1 d das das er das [Anlagestrich] das das 1 1 das Monsr das er d Mai das das er d d das das er d 1 d 1 1. A d d. 27ten Januar 1822 1 das er d das das ein das das Monsieur das d d Londres 1 das 47 das er d Jahr, A d d das 1. d 1 Monsieur 1 d A Rp d das das er [Anlagestrich] d das d das er 1 B. M. M. 1 das 1 1 1 1 d d M 1 1 1 Latus 1 das 1 1 das 1. das d [Anlagestrich] d Rudolf März das er 1 1 1 d 1 das das wurde er sich das das d d das er 1 Monsieur d 1 d das er 1. Monsieur Monsieur le Schulzer 1 1 das das 1 1 das P. M. Monsieur Jahr das d. 1 1 d das d das er Monsieur le d das M. das M. das er das 1 1 d 1 1 d Monsieur M. Latus das Monsieur das 1. Pfarr M. das er sich das Monsieur le das er d d das das das d das er das er das 1 das 1 d Latus das er M. Monsieur le présenté Monsieur M. Monsieur le Jndkom den 25. Januar 1820. Monsieur le M. d das P. d 1 das 1 1 M 1 d das das 1 das d d 1 d [-8b.] d 1 das das d Monsr das M. Monsieur Monsieur das d 1 Monsieur Nach dem 1 d. das das 1 M. Bendicht in der das er das er M. 1 das er ein ein d Monsieur das einige das das d das ein ein das er das er d. Latus das d das M [Anlagestrich] d das das d d das das 1 das er 1 1 das das 1 das d Latus n 1 d. M das Londres 1 Monsieur 1. d das das er 1 Monsieur Monsieur M das d M. Monsr d das 1 1 d das d 1 Bücher das d 1 d 1 1 das das T. Monsieur le d 1 1 1. d d. 1 d das das das 1 1 1 d das 1 1 1 d 1 d 1 das Monsieur Monsieur le d das er 1 nicht Auszug d 1 M. d nicht zuschlagen, das er sich zu 1 M M. d Herrn Wm. Knaust, Wien. Auf Grund des mir gut. zugeschickten Kata¬ loges Nr 525 ersuche ich mir gefl. per Post: Ein Stück „Amerikanisches Brausemundstück‟ Ihrer Nr 1246 (mit 16 mm oder auch besser mit 17 mm Borweite) zum Preise von Kr 39.-. gefl. zuzusenden. Ich glaube sicher, dass in dem Preise von 39 Kronen sowhl das Standrohr (wie Ihre Abbildung No 465) sammt dem Brausemundstuckkopf(Na 2370 in den Abbildungen) zu verstehen ist. Sollte aber wider Erwarten das Standrohr separat be= rechn rechnet werden, so ersuche ich un vorherige gefl. Aufklarung, da sich der Preis bei Separatberechung zimlich hoch stellen durfte. Die Sendung bitte unfrankiert gegen Bei¬ schluss eines Posterlagscheines, an untenstehende Adresse zu richten. Achtungsvollst: INNSBRUCK, den 6·Dezember, 1908. ADRESSE: Georg Holzmeister, Innsbruck, Kaiserjo efstrasse Nr 11/0. in der 5. Juni, 1908. Herrn Anton Rauch, Feuerwehrhauptmann, Mühlau Zufolge Beschlusses der letzten Feuerwehr Ausschu Sitzung habe ich, im Vereine mit noch zwei Herren des F.Ausschusses einen Rundgang durch das Dorf Muhlau gemacht, um nachzusehen, ob die ober den Hydranten angebrachten Schildchen in ihren Angaben auch stimmen. Hiebei haben wir wohl keine Vermessung (unrichtige Maassangabe) vorgefunden, jedoch sind einige Hydranten an so entfernten und ungeeigneten Punkten angeschrieben, dass im Falle der Noth, insbesonders zur Winterszeit, die Auffindung der Hadranten langere Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Und zwar: an denselben mit 19.15 m 1.) der Hydrant vor dem „Tschavonhaus im Holze‟ is angezeigt; die Abmessung hievon musste uber zwei grösseren Terrainabstunfunfungen erfolgen und so konnte man schwerlich zum richtigen Ziele gelangen. Besser ware dagegen, an der Ecke des „Putzerstadels" eine Tafel mit 2.70 - 9.30 anbringen zu lassen, oder neben dem Wegwehrsteine direkte einen Pfahl ein¬ setzen zu lassen mit der Aufschrift "Hydrant" weil dieser Wehrstein neben dem Hydranten selbst sich befindet. an der Reichstrasse ist eine Tafel mit 15.3 - 7.-.m ange¬ 2.) Beim „Dobihger bracht; besser wäre es, diese Tafel am vierten Quaderstein des Geländers zwischen Tranwaygeleise und Reichstrasse mit der Zahl 5.50 m direkte, anzu¬ bringen. 3.) Der Hydrant der vor dem „Weyrer-Zapfler Eck‟ im Unterdorfe angebracht ist, ist durch die schräge Mauer sehr undeutlich bezeichnet. Viel besser ware es, neben dem Zapfler Gartenzaun eine Säule mit der bezeichnung 7.60 m anbringen zu lassen. Dieser letztgenannte Hydrant ist bei einem Fabriksbrande oder einen Brande im vielbewohnten „Baurbause Nk 19‟ von besonderer Wichtig¬ keit und soll unbedingt umbezeichnet werden, weil derselbe in der gegenwär¬ tigen Markierung, aus Erfahrung sehr schwer zu finden ist. Auch ist an diesem Strassenecke immer eine bedeutende Schmutzschichte lagernd, so dass man diesen Hydrant auf alle Fälle mit der Schaufel suchen muss. 4.) Ist is ganzen Mösel kein einziger Hydrant angebracht. Beim untereren „H” Ende des Gartenzaunes an der Villa „Waldeck" (Arquin) ist wohl ein rotes angebracht, Hydrant ist aber keiner zu finden, auch in der ganzen Gegend keiner, erst beim Badhaus hernten der erste. In Übrigen haben wir im Ganzen Dorfe 31 in den öffentlichen Strassen eingebaute Unterflurhydranten mit den entsprechenden Tafeln vorgefunden, mit Ausnahme obiger Übelstande sind die Markierungen immer genau und übersicht= lich angebracht. Freundlich grüssend, zeichnet sich: nur Hpt.Stellvertreter. Innsbruck 12. Dezember 1908. Ew. Wohlgeboren! Ersuche Sie wegen Behebung der Betrage aus der Verlassen¬ schaft Schmegg in mei¬ ner Randei zuzukeh¬ ren. — erchachten Von Dr. Othmar v. Riccabona k. k. Notar in Innsbruck M.=Theresienstraße 53, II. Stock. 7. Juli, 1908 Wolgeboren Herr Leonhard Schlögl senior, Ehrenmitglied der freiw.Feuerwehr Mühlau, Mühlen Wir erlauben uns Sie zu verständigen, dass am kommenden Sonntag den 18. Juli i.J. um 3 uhr nachmittags die diesjahrige Frühjahrs¬ Hauptübung stattfindet. In Anschlusse daran werden wir Ihnen das Diplom Ihrer Ehrenmitgliedeschaft unserer Wehr in feierlicher Weise überreichen. Sicherlich werden Sie mit Freuden sich an diesem Tage unter uns ein finden, damit Sie dich, als Mittelpunkt dieser Festlichkeit, von der wahren Wertsenätzung überzeugen können, die Sie in unseren Feuerwehr- körper genieusen. Wir laden Sie hiemit ein, mit Ihrer werten Familie und Angehörigen bei der feierlichen Überreichung Ihres Ehrendiplomes unwesend zu sein, und begrüssen Sie in dieser Erwartung Mit kameradschaftlichen GUT HEIL! (Feuerwehrhauptmann) St. I, 1900 das Johannes, von hier, wie er sich zu Rügsauw Es hat leider eine alte kommende xxx er sonst Gewiss auswärts strebende Ort häalen. xxx wielle im Zentrum des Ortes wolhst, arzwünklichen, Ehe-xxxen etc. etc. von der malen Stad Innsbruch eine Verehrung der xxx zu kennen. Gerade in letzter Zeit, wo zu xxx xxx werde dieser Praelstand, spezlich von der xxxx pfanden. Eine öffentliche Sprechstelle in der wünschen xxx das Feuerwehr- magazines (z.B. in Vorninner der Gegenindekannt wurde xxxxlich eine wesentliche Erleichterung jeder Loschaktion eine stichhältige Auskundt von der Feuerxxx einen auswärtigen Brand einholen können. xxx wir eine Feuerxxx in eigenem Orte der hilfsbereiten Stadt xxxx konnten. Auch bei anderer Unfällen, z.B. xxx ckungen jeder Art, konnten durch diese xxx Wettungsbitteilung der Innsbrucker Feuerwehr, durch die xxx mitgeteilt werden, darit sofort Hilfe am Plaffswald. Der gefertigte Feuerwehrende xxx vorgestern abgehaltenen Steuen xxx am Aufstellung dieser notwendigen xxx verabsetreten, und glauben wir, dass unser heutiges Ansuchen das 1 Die geeilente xxx xxx Nühli d. 22ten Junii 1 für Gemeind -Pauerungen solche nach bemütet werden dazu (Pater) Einwärtigung bei der Insel und verlassen, und da eher xxx Münnerin. Jndkom den 21. Januar 1820. Leben, dass sich die Möbl. xxx vom einmal kosten gescheit zur Einkunft. Verehnde M (Schrifft (Pw.Hauptmann) v. Juli Ihrer Wolgeboren Frau Anna Pötzch, Besitzerin der Bierbraueret „Löwenhsum“ Innsbru In der letzthin abgehaltenen Ausschussitzung der ge freiw. Feuerwehr wurde unter Anderen auch, die vom Vergnügungs zu vorgelegte Abrechnung über das im heurigen Fasching veranstaltete kranzchen, genehmigt, und dabei dem Feuerwehr Ausschasse zur Kran gebracht, dass von Seite E. Wolgeboren in liebenswürdigster Weise grosses Fass Bier zu dieser Vergnugungsfeier gebracht wurde. Der Feuerwehr Ausschuss hat dieser wohlwollenden Spende mit F Kenntniss genommen und die Kommandantschaft beauftragt, Ew. Wolge für diesen liebenswürdigen Gedanken, wenn auch etwas spät, den er Dank des Feuerwehrkörpers schriftlich zu übersitteln, was Ehe gen zur Konntnies nehmen wollen. Das Ersuchen vorbringend, uns auch fernerhin Ihr warten Wohln zu zeigen, fertigen sich in ergebenster Hochachtung, für das Feuerwehr kommend: (Schriftführer) (Hauptmann) T. Bücher Sept. Stellvertreter Juli, 1908 An die vollöbliche Gemeindeverstehung von xxx Mühlen Am kommenden Sonntag den 28. Juli 1.J. findet um 3 uhr nach mittags die diesbjährige Frühjahrshauptfang unserer Wehr statt. An Anschlause daran wäre unseren letzterementen Ehrenmitgliede, Herrn Leonhard Schlegt sel., Werkmeister in Bühlau, das Diplom seiner Ehrenmitgliedschaft xxx. Es wird es sehr freudig verühren, wenn sich der löbliche Gemeinde ausschuss von xxx, der fortgesetzten Stunde in zahlreicher Abordnung einfinden wird, um sich einsteils während der Übung von der guten Schulung und Treffsicharmelt unserer Wehr überzeugen zu können, andererseits um den gefallen xxx, durch das Erscheinen des Gemeindeausschusses an dieser xxx, die Anerkennung von seite der Gemeinde Mühlau zu beweisen. Wir hoffen ihre rege Teilnahme an unserer Veranstaltung am nächsten Sonntage, xxxxxxxx zu können, und zeichnen uns in voller Liebenhelt: Schlafenen NSTMÜHLE DES Mühlau den 30. Oktober 1908 LADDK Herrn Georg Holzmeister PVSBR Mühlau TELEPHON !!!!!!!!= No 142 auch inrerurban GIROBEN OESTERR:UNGARBANK Für die Feuerwehr Chronik berichte Ihnen,dass an Spenden eingenommen sind: Von meinem Vater Leopold Rauch anlässlich des Ablebens meiner Mutter, für die Krankenkasse des Vereins K.200,-- in öst. Notenrente. Von Herrn Johann Gstir, anlässlich des Brandes bei seinem K, 30, - - für die Stadel Regiekasse Ferner sende Ihnen mitfolgend ein mir heute zugekommenes Prospekt über reglierbare Mundstücke und ersuche dieses noch anzusehen, ehe Sie die Knaust'schen Mundstücke bestellen. Hochachtend. Eltern Rang 1 Beilage Herrn Franz Gradischegg, Wilten. Für Rechung der freiw. Heuerwehr Mühlau bitte ich, nachbenannte Gegenstande baldigst an meine Adresse, Villa Holzmeister in Muhlan, I.Stock unter Beilegung der Faktura, zu senden: Eine bewekliche Petroleumfackel Nr 181 zur Preise von hr 7.80 laut Katalog,,1907" Seite 35. Eine doppeltönige Huppe, 30 cm lang, zum Preise von Kr 7.40, Katalog Ad S8l Seite 31. Fünf Stück Hüppen von Messins Ni 880 à Kr 2-60 Seite 31. Indem ich noch um besten Ausführung meines heutigen kleinen Auftrages ersuche, zeichne ich in bekannter Hochachtung: Mühlab, den 30.August, 1908. NEUANSCHFFUNGEN Im Jahre 1908 fur das Inventar der freiw. Feuerwehr von Mühlau. 6 Stück kleine, zweitönige Huppen für Steiger sammt roten Schnüren. 1 Stück grosse Alarmhuppe, welche zum allgemeinen Allarm im Dorfe besteimmt ist, und im Magazine neben der Feuerfahne hängen bleibt. 1 Stück bewegliche Petroleumfackel. i amerikanisches Brausemundstück sammt Standrohr, von der Firma Wm.Knaust in Wien. 1 neuer Schlauchwagen komplet. i zehn meter langes Messband zur Auffindung von überschnelten Hydranten während des Winters. 10 Stück „Jaist'sche" Schlauchverbandskästchen mit Schnüren, für die Mannschaft. 6 Stück Steigerbeile. Schlaufgeblünde 12 1. Wagendecke b/ 19 Rentz Löbl. Kommando! Löbl. Gemeindevorstand! Hiermit erlaube ich mir, Sie auf die überall als äusserst praktisch rühm¬ lichst bekannten Schöne's Patent-Universal-Feuerwehrstrahlrohre aufmerksam zu machen, insbesondere auf das Modell C A S N 3 und 4. Diese Strahlrohre haben 3 verschieden grosse auswechselbare Strahlmundstücke: eine Brause, ein Wasserschild und einen Druckabsperrer, alles in einem Stück vereint. Die Strahlrohre sind ganz aus Metall in vorzüglichster Präzisionsarbeit ausgeführt und können von jedermann sofort gehandhabt werden. Die Ge¬ brauchsanweisung, welche nur aus Rechts- oder Linksdrehen des Kopfes besteht, ist in jedem Strahlrohr eingestempelt. Das Strahlrohr Modell CASN Nr. 3 eignet sich vorzüglich zum (die Strahle haben 9 bis 15 mm Durch¬ Ein- und Zweistrahligarbeiten messer) für alle Handdruckspritzen, während das gleiche Strahlrohr Nr. 4, welches 16 bis 22 mm Strahl hat, hauptsächlich für Hydranten, Dampfspritzen, Schiffsspritzen und dergl. geeignet ist. 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C Mit bestem Grusse doin Eil Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, 29.Dezember, 1908. Abrechnung a) MÜEM AUSGABEN: 10.50 Rechnung Lampe in Innebruck für 300 Briefbögen..........Kr 3. „ 300 Enveloppes 32.80 - Gradische F Innsbruck für Diverse.. J.Zelger in Innsbruck fur Huppenschnüre...............4.08 Wn. Knaust in Wien für ein Brausemundstück " 55.03 sammt Postporto 105.41 à conto Requsitenkassa Kronen Einen grünen Lorbeerkranz, anlässlich des Todesfalls unseres Ehrenmitgliedes Herrn Leopold Bauch Mühlau laut Rechnung Übenbachen Innsbruck............... 17.89 à conto Regiekasse Kronen...... 17.89 Summe der gehabten Auslagen beträgt Kr. 123.30 M. B. R. V. B., P. B, P. R, E. b) EINNAMMEN: Zufolge Legat des + Christian Schnegg durch Notar von Riccabona in Innsbruck übermacht.Kr 50.. abzüglich bezahlter Erbsteuer 10 $ 5,- " Stempelgebühr................. -.2lf 44.76 baar einkassiert wurden Somit verbleiben noch zu meinen Gunsten 78.54 XXXXXXXX= 27 Eziehung welcher Betrag bei Gelegenheit an mich überwisen werden möge. /0 2,5 4 Ergebenst richtig 30/12 1908 Umgelegenist Nachm. Rang Innsbruck, am 1. September Franz Gradischegg Templstrasse N° 14-16. Innsbruck LIETERANT DER K.K. STAATSBAHNEN Technische Gummiwaren, Schläuche, impräg.Stoffe, Emballagen, Gummisauger, Linoleum u. Wachstuche, Schuhgarne u.Spagate. Betriebserfordernisse für Industrie aller Art,Feuerwehrausrüstungen. H.P.„ Löbl. Postsparkassen Conto No 2659. Telephon No 156. Freiwillige Feuerwehr, Telegramme: Gradischegg Innsbruck. zu Handen des Herrn G. Holzmeister, Mühlau. b/.Innsbruck " 9. [Anlagestrich] 1. Auszug Im Besitze Ihres Werten vom 30. pto. danke ich Ihnen be¬ stens für freundl. erteilten Auftrag auf 1 Petroleumfakel Ne 181 1 Hupe 30 c/m lang Nr 881 6 Hupen von Messing Na 880 und habe ich denselben zur ehemöglichsten Lieferung in Nota genommen. Bezüglich der Preise muss ich Ihnen jedoch bemerken, Jahr dass laut Preisbuch 1908 einige Ausrüstungsgegenstände im Preise etwas höher zu stehen kommen und zwar begründet sich dies auf die fort¬ d währenden Teuerungen der Rohstoffe. Obige Petroleumfakel kostet daher heute anstatt K. 7.80 K. 8.60, während sich eine Hupe No 880 auf K. 2.80 stellt, was eine Mehrdifferenz von 20 Heller gegen den früheren Preis ausmacht. Die ergenützt. Wirms- 1 Hupe Ne 881 bleibt sich im Preise gleich. Ich hoffe dass Sie auch diese neuen Preise akzeptieren werden und empfehle mich Ihnen in dieser Erwartung mit aller Hochachtung 89II Zum Tisch verh. jeg a. FRANZ GRADIouEGG Kriegschaft 1. Ο λ D i 19 M ∞ II D 11 3.° 11 + " ∞ II ∞ II ♀ d. 11 63 " 9) 54 11 Lrs 11 par. N ∞ π 50 0 4 M nicht 6.9 c ∞ — ∞ φ 4 0 ∞ + — ∞ ω ∞ 550 par ♀ - 9- durch n + φ π π 74 ♃ 2 das 3 4 + ♀ ♀ Z Z Z Donnerstag den 15. Oktober 19 Deutsches Im Verlage der Wagner'schen Univ.-Buchhandlung in Innsbruck erschien: Max Glonner's Taschen - Fahrplan Nr. 9 giltig vom 1. Oktober 1908. Revidiert von der k. k. Staatsbahndirek tion Innsbruck, Zl. 1901/1 V. 1908. Enthaltend sämmtliche Eisenbahnzüge in Tirol und Vorarlberg mit den bezüglichen Anschlüssen; sämt liche Dampfschiff-Course, k. k. Postverbindungen des ganzen Landes u. 2c. Verkaufspreis 24 h. Mit Franko=Zusendung 28 h. Wiederverkäufer erhalten angemessene Provision. Annan̄n zurück Anwendenmal Realitäten-Verkehrs-Bureau Peter Paul Heigl, Innsbruck empfiehlt sich zum An- u. Verkauf von Realitäten, Hotels, Geschäftshäusern, Villen, Landhäusern, Landwirtschaften, Baugründen, Gewerbebetrieben und ... übernimmt Realitäten aller Art : vollständig unentgeltlich : zum Verkauf in Vormerkung. Gut eingeführtes 19775 -3/3 nung impt. und Gemischtwaren-Handlung mit großem Umsatz ist wegen Krankheit des Besitzers zu verkaufen. Anträge unter „M. Z." an die Expedition. Donnerstag den 15. Oktober [...] Letzte Nachrichten. (Brand in Mühlau.) Das Dorf Mühlan konnte sich schon seit Jahren glücklich schätzen, keinen einzigen Brand im eigenen Ortsrayon verzeichnen zu können. Doch strasbarer Mut¬ wille oder auch unüberlegte Rachsucht hat diese Friedenszeiten nun gestört. Vergangene Nacht um 11 Uhr wurde ein größerer Streuhausen, welcher sich hinter dem Hanse des Altvorstehers Gstir befand, offenbar durch böswillige Hand angezündet, wodurch auch der hintere Teil des genannten Hauses von haushohen Flammen er¬ griffen wurde. Dank dem Umstande, daß der Brand sofort von einem Herrn aus Innsbruck entdeckt und dem zufällig im benachbarten Gast hause zum Koreth anwesenden Gemeinde-Aus¬ schusse und einigen Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr Mühlau gemeldet wurde, konnte so¬ fort mit der Löschaktion durch Wasserabgabe ans einnem starken Hydranten begonnen wer¬ den. Es war ein schwieriges Stück Arbeit, denn das Feuer war mit unglaublicher Schnelligkeit in das Innere des am Wohnhause angebauten Ökonomiegebäudes eingedrungen und der große Heustock war sofort bis zu einem Meter Tiefe vollständig glühend. Bis der mitunter hellauf brennende Heustock überschöpft und so das Feuer gänzlich getilgt war, war es bereits heller Tag. Von auswärts erschien keine Feuerwehr und mar auch kein Bedürfnis für eine solche, da Mühlau durch die eingebauten zahlreichen Hy¬ dranten gegen Großfeuer hinreichend geschützt ist. Der Besitzer des angebrannten Hauses er¬ leidet immerhin einen Schaden von über 1000 Kronen, da der riesige Heuvorrat seine Eig¬ nung für Futterzwecke wohl verloren hat und nur mehr als Streumittel verwendet werden kann. Auch am Gebäude selbst mußten einige Wände eingerissen werden. Möge es den Hü¬ tern des Gesetzes oder auch der Bevölkerung baldigst gelingen, den oder die Brandleger, welche heuer im ganzen Innsbrucker Bezirke ihr Unwesen sehr fühlbar betreiben, zu ernie¬ ren und der verdienten Strafe zuzuführen Kreuzierung Mühlau am 13. Jänner 1909 Georg! Sehr geehrter Herr! Mühlau freiwilligen Feuerwehr übergebe ich zu Gun¬ Der des Unterstützungsfondes den Betrag von K.200,- sten in % Kronenrente, aus Anlass des Todes unseres lie ben Vaters Ich teile Ihnen dieses wegen der Chronik mit, wollen Sie aber sonst weiter keinen Gebrauch machen. Bestens grüssend Anton Raus Gestern erl. bei enen nzen Feuerwehrkörp Dingeschiedenen ei gleichzeitig der viel Erstorbene unserer Wehl vermittelte; gerade in Liebevolle Gesinnung 8 zum Andenken an seine rster Weise zum Ausdruck b1 unser inr Gefühle unseres hochgeschätzter eben Angehöri 26. Dezember, 1908. Sr. Wolgeboren auch, dem Herrn An Hauptmann der freiw. Feuerwehr Mühlau, Mühlau. Der erg. gefertigte Feuerwehrausschuss erachtet es als seine Pflicht, Ew. Wolgeboren, anlasslich des gestern erlittenen herben Schicksalsschlages, das tiefste Beileid des ganzen Feuerwehrkörpers hiemit zum Ausdrucke zu bringen. Wir verehren in der Person des teuren Dahingeschiedenen einen der grössten Wohltäter unseres Korpers und gedenken gleichzeitig der vielen Unterstützungen und Soenden, welche der edle Verstorbene unserer Wehr seit deren Bestehen, in wirklich edler Weise übermittelte; gerade in letzter Zeit hatte der edle Verblichene seine liebevolle Gesinnung gegen¬ uber unserem Korper, durch ein namhaftes Legat, zum Andenken an seine erst kürzlich versorbene Frau Gemahlin, in klarster Weise zum Ausdrucke gebracht Ew. Wolgeboren können sich daher versichert halten, dass das Andenken an den edlen Woltäter unserer Wehr, jederzeit ein bleibendes, ein gesegnetes sein wird. Wir bitten Ew. Wolgeboren, die Versicherung unserer innigsten Mit¬ trauer entgegen zu nehmen, und unsere warmsten Gefühle unseres Beileides auch auf Ihren w. Herrn Bruder Leopold, unserem hochgeschatzten Kassier sowie auch auf Ihre gesch. Familie und Ihren lieben Angehorigen gutigst zu übertragen. Mit dem Ausdrucke unseres vollsten Beileides und der tiefsten Mittrauer zeichnen sich: Für das Kommando der freiw. Feuerwehr Mühlau: 10 .......... .......... (Hauptmannstellvertreter. (Schriftführer) Vom Militär bisher zurückgekehrt und wieder beim Homrando gemeldet B. B. A. d. M. I. 13 Mann und zwar: Anton Schlögl aus Russland. Die folgenden von der Print von oder Eterre. Josef Rainer,Romed Kreuzer, Alois Ostir, Karl Paik, Anton Wieser, Josef Kummer, Karl Zaborger, Anton Stolz, Alois Plattner, Joseff Plattner, Franz Trenkwalder, Anton Mair II. Noch ausständig und wahrscheinlich in tolscher Gefangenschaft 6 Mann und zwar: Hell Johann, Weger Franz, Gundolf Alois, Schlögl Alois. Waldner Josef, Steiger Anton. Vermisst, gefallen gestorben 5 Mann und zwar: Schett Vinzenz. Tusch Johann, Frenes Alois, Thaler Johann, Hell Leonhard. Pr. 1 1 Unterstützungskassa: Einnahmen:Kr. 209-Ausgaben Kr. 209 Vermögen vom 31.Dezember 1917, Regiekassa Verm. vom 31.XII.17 350.85 543.12 Requisitenk. 42769 " 412 so Gestorben im Jahre 1918: a) aktike... b) beitragende 2... .. ... Durch Georg, Sharrer Franz 7./11. Anzahl der Windwüchen: 29 Anzahl der Nachtwachen anlässlich der Demobilisierung: Mitgliederstand 5° (aktive anfangs und Ende 1918) 60 Der ist vom Militär zurückgekehrt? Wie viele Wehrmänner sind noch ausständig (Verschollen, in Kriegs¬ gefangenschaft u.s.w. 6 und 5 Eventuelle Neuanschaffungen: Hauptübung war am 15.September. Wie viele Detailübungen? das ein Vermögensstand der Kassen am 31. Dezember 1917 Unterstützungskasse K.3471,07 Zuwachs K.246,17 Regiekasse 653,01 Zuwachs " 171,85 Requisitenkasse 1208,72 Zuwachs " 241,54 Trockenbacherbäuerin Margareta Horngacher, vulgo Trockenbacher Gretl, im Alter von 39 Jahren. — Aus Niederdorf im Pustertale schreibt man uns: Am letzten Samstag wurde einer der ältesten Männer von Niederdorf, Herr Johann Trenker, gebürtig aus Prags, zu Grabe getragen. Er war Landstürmer und ein sehr fleißiger Bauer. — In Brixen verschied am Dienstag unerwartet schnell, versehen mit der heiligen Ölung, Herr Rudolf Eidherr, gewesener Oberkellner, im Alter von 34 Jah¬ ren. Der Verblichene war seit mehreren Jahren in Brixen ansässig und hatte vor drei Jahren in der Sommersaison im Brennerbad die Di¬ rektion des Geizkoflerhauses. (Einführung von Rückfahrkarten.) Über Antrag der k. k. Staatsbahndirektion Innsbruck hat das k. k. Eisenbahnministerium ab Februar d. Is. im Verkehre zwischen Wien und Innsbruck, ferner zwischen Salz¬ burg einerseits, Innsbruck und Wörgl andererseits für alle Züge gültige Rückfahr¬ karten dritter Klasse mit 30tägiger Gültigkeit zu nachstehenden Preisen (einschließlich Fahr¬ kartensteuer) eingeführt: Salzburg nach oder von Innsbruck 15·20 Kronen, Wörgl 10·40 Kronen, Wien (Westbahnhof) nach oder von Innsbruck 38·20 Kronen. Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren bezahlen den halben Preis der Rückfahrkarten. Bei Fahrtunter¬ brechungen, deren Dauer innerhalb der Gül¬ tigkeitsdauer der Fahrkarten unbeschränkt ist, ist die Bestätigung der Unterbrechungsstation sofort nach Verlassen des Zuges einzuholen. Steuerrechtliche Behandlung der Losversicherungsprämien.) Nach einer Bestimmung der Vollzugsvorschrift zum Per¬ sonal=Steuergesetze durften bekanntlich die für die Versicherung gegen Verlosungsgefahr ge¬ zahlten Prämien bei Berechnung des steuer¬ pflichtigen Einkommens nicht in Abzug ge¬ bracht werden. Wie nun aus der Kundmachung des T inanzministeriums hervorgeht, ist jene Bestimmung aufgehoben worden und dürfen die fraglichen Prämien in Hinkunft bei der Fassion des Einkommens aus Wertpapieren als Ab¬ zugsposten behandelt und demgemäß aus der Bemessungsgrundlage ausgeschieden werden. (Liederabend Maikl.) Wegen Dienst¬ verhinderung des Herrn Maikl muß das für morgen anberaumte Konzert leider abge¬ sagt werden. Ob und wann das Konzert stattsinden kann, wird später bekannt gegeben werden. (Agio.) Das Aufgeld wurde für Februar mit 20 Prozent festgesetzt. (Eine streikende Uhr Vom Widum in St. Nikolaus wird uns mitgeteilt, daß die Kirchenuhr allen Reparaturversuchen trotzt; in¬ folge der Kälte und der langen Leitung ist die Uhr gegenwärtig nicht in geregelten Gang zu bringen. (Die Kälte) ist von gestern auf heute um 3° gestiegen. Wir haben heute 16·5°0. An den Fenstern sind allenthalben Eisblumen zu sehen. — Aus Niederdorf schreibt man uns, daß man im Pustertal prächtige, sonnenhelle Tage zählt. An den sonnenseitigen Lagen hatte es bis zum Freitag den 19. Jänner fast gar keinen Schnee. Am Freitag hat es fast den ganzen Tag geschneit und Samstag früh zeigte sich ungefähr 20 Zentimeter Neuschnee. Außer an den sonnigen Hängen gibt es jetzt überall Schnee. Was die anderen Straßen und Wege anbelangt, gibt es überall herrliche Schlitten¬ bahnen für Rodler wie für Fuhrwerke. Die Kälte hat seit dem Neuschnee sehr zugenommen, am Sonntag waren - 15° R und heute fast 18° R. und dazu weht vom Osten noch ein kalter Wind, der sich besonders am Toblacher¬ — Aus feld sehr empfindlich fühlbar macht. Windisch-Matrei im Iseltal berichtet man Unser uns ebenfalls von herrlichen Tagen. Korrespondent schreibt: Macht der Himmel ein¬ mal Miene, sich zu umwölken, so bläst 1 bis 2 Tage der bekannte scharfe Tauernwind durchs Tal und bald lacht wieder die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen hernieder. Das Gelände an der Südseite des Tales bis zur Holzgrenze hinauf ist schneefrei. Ein ungün stiger Winter für die Bauern, welche verschie- Fähigkeiten beobachtet, einen von ihnen zu Thronfolger zu ernennen. Afrika. Aus Deutsch=Südwestafrika wird meldet: Am 11. Jänner betrug die Zahl alt Kriegsgefangenen und der freiwillig Gekomm nen 12.190 Köpfe, nämlich 10.524 Herero un 2166 Hottentotten. Darunter befinden sich ganzen 3005 Männer. Infolge starken Regen ist der große Fischfluß über die Ufer getrete und ist der Verkehr der Verpflegungskolon nach Keetmanshoop unter (Freiwillige Feuerwehr Mühlau.) Die 31. Jahreshauptversammlung fand vor kur¬ zem im Gasthause zum „Koreth" statt. In Ver¬ tretung der Gemeinde war der Gemmeindevorsteher Ostir erschienen. Um halb 9 Uhr wurde die Versammlung vom Feuerwehrhauptmann Anton Rauch mit einer Begrüßung des Herrn Ge¬ meindevorstehers und der erschienenen Feuer¬ wehr-Kameraden eröffnet, in welcher er den Dank für den zahlreichen Besuch ausdrückte. denn es waren von den 77 Mann der Wehr 65 zur Versammlung erschienen. Aus dem Jah¬ resberichte ist zu entnehmen, daß die Wehr im abgelaufenen Jahre dreimal zur Hilfeleistung aufgeboten wurde und zwar zweimal in der Gemeinde (Schafwollspinnerei und Weberei der Firma Weyrer Söhne) und einmal zum Süd¬ bahn- Wächterhause Nr. 72 in der Gemeinde Arzl. Für die erfolgreiche Hilfeleistung beim zweiten Brande bei der Firma Weyrer wurden der Wehr vom Versicherungsverbande österr.-ung. Industrieller in Wien 60 Kronen und von der Firma Weyrer 300 Kronen gespendet, welche Be¬ träge der Requisitenkasse zugewendet worden sind. Abgehalten wurden sechs Kommandant¬ schaftssitzungen, zwei Hauptübungen. eine Nacht- übung und fünf Abteilungsbungen. Neu an¬ geschafft wurden ein Rauchapparat, zehn Stei gerrüstungen und sechs Laternen. Infolge Le¬ gung des zweiten Hauptstranges der Innsbrucker Hochdruckwasserleitung durch das Gemeindegebiet erhielt die Gemeinde auch sieben Stück Hoch¬ druckhydranten für Feuerlöschzwecke, so daß ge¬ genwärtig in der Gemeinde zwölf Feuerlösch¬ hydranten zur Verfügung stehen und damit auch in dem bisher wasserarmen Dorfteil, „das Holz genannt, genügend Wasser für Feuerlöschzwecke vorhanden ist. Gestorben sind drei beitragende Mitglieder; drei Herren, welche seit der Grün¬ dung der Wehr angehörten, sind krankheitshal¬ ber oder infolge Wegzuges aus der Gemeinde aus dem Körper ausgetreten. Das beitragende Mitglied Johann Penz in Mühlau spendete der Wehr in seinem Vermächtnis 200 Kronen, der gegenwärtig noch aktive Kamerad Georg Stock¬ hammer 100 Kronen, welche Beträge der Kran¬ kenkasse zugewiesen werden. Zum Zeichen des Dankes erhob sich die Versammlung von den Sitzen. Windwachen wurden in 43 Nächten von je zwei Mann der Wehr gehalten. Hierauf er¬ griff der Herr Gemeindevorsteher Gstir das Wort; er dankte in warmen Worten der gesam¬ ten Mannschaft für ihre Tütigkeit und stellte der Feuerwehr so wie bisher auch fernerhin die tatkräftigste Unterstützung von Seiten der Ge¬ meinde in Aussicht. Er schloß mit einem „Gut Heil!“ auf das fernere Blühen und Gedeihen der Wehr. Aus dem Berichte des Kassiers Leopold Rauch jun. ist zu entnehmen: A. Re¬ quisitenkasse: Einnahmen 981.96, Ausgaben 890.29 Kronen; Kassarest 91.67 Kronen. B. Re¬ giekasse: Einnahmen 412.50, Ausgaben 408.07 Kronen; Kassarest 4.43 Kronen. Die Kassage¬ bahrung wurde von den Herren Christian Tusch und Heinrich Dittmayr gebrüft und in mu¬ sterhafter Ordnung befunden und dem Kassier die Lossprechung erteilt. Bei der Ziehung von fünf Anteilscheinen der Anleiheschuld für die im Jahre 1904 angeschaffte Magirusleiter wur¬ den folgende Nummern gezogen: Nr. 51, 52 55, 66 und 68, welche mit je 40 Kronen aus- bezahlt wurden. Auf die diesmalige Jahres- hauptversammlung fielen auch die Neuwah¬ len. Es wurden gewählt: Als Feuerwehr¬ Hauptmann: Anton Rauch, als Stellvertreter Leonhard Schlögl; als Steigerkommandant Hein¬ rich Weber (nen), als Stellve treter Leopold Rauch jun.; als Steigerrottenführer Josef Gstir (nen); als Schriftführer Johann Purner: als Magazinsmeister Hans Kathrein; als Spritzenmeister von der Spritze Nr. 1 Anton Schlögl, als Stellvertreter Ludwig Prantl (beide nen); als Spritzenmeister von Nr. 2 Lorenz Mader, als Stellvertreter Otto Rainer; als Zugsführer der Schlauch= und Hydranten=Ab¬ teilung Konrad Türk, als Stellvertreter Ferd. Schober. Die Gewählten erklärten die Wahl an¬ zunehmen. Hierauf ergriff das Wort der Feuer¬ wehr-Hauptmann, welcher etwa folgendes an¬ führte: Der heutige sehr zahlreiche Besuch der Versammlung sei ihm ein Beweis dafür, daß die Mannschaft die bisherige Führung des Kör¬ pers anerkenne und ihr zustimme. Wenn er auch manchmal streng sei, so möchten die Feuerwehrkameraden diese Strenge nicht ver¬ kennen, denn sie sei unbedingt notwendig, um die Disziplin, ohne welche eine freiwillige Feuer wehr einmal nicht bestehen könne, aufrecht zu erhalten. Er dankte gleichzeitig für die Wieder¬ wahl und sicherte zu, auf der bisher beschrit¬ tenen Bahn unentwegt weiter zu schreiten. Die Mannschaft möchte einig sein, jede Sonderbe¬ strebung bei Seite lassen, denn nur so sei es möglich, dem Wahlspruche des Feuerwehrmannes: „Dem Feuer zum Trutz — Dem Nächsten zum Schutz" jederzeit gerecht zu werden. Zum Schlüsse, nachdem der ernste Teil der Versammlung be endet war, wurde der Antrag auf Abhaltung eines Feuerwehrballes eingebracht, wel¬ cher auch angenommen wurde. Der Vergnü¬ gungs-Ausschuß wird alles nähere durchzu¬ führen haben. Beschlossen wurde auch, bei der Tanzunterhaltung von dem bisher üblichen Ver- Jndkom den 23de Januarii 1822 paa diensten wegen das rmerie oder Militärgewalt eingehoben, der Wi¬ rstand der Komitate mit Gewalt niedergedrückt. so Absolutismus, bis die Koalition mürbe ge¬ orden, eine Machtprobe zwischen Krone und olk. Und damit notwendig verbunden neuerliche irren, neuerlicher Aufruhr, neüerlicher Wider¬ nd. Und kein Ende abzusehen. Graf Julius drassy bezeichnete den Abbruch der Verhandlun¬ als einen definitiven. Wenn das auch keines gs für bare Münze zu nehmen ist, so ist doch in sehbarer Zeit wenigstens reine neuerliche An¬ herung zu erwarten. ungarische Regierung er wird durch die gegen enwärtige Lage gezwar anzuziehen und endlich rden, die Zügel stra den Ernstfalt einzulösen, te Versprechungen für einerzeit in seinem Pro¬ Baron Fejervary sehen wir denn amme dargelegt hat. s Beispiel, wie eine hochmütige Adelsklique ein rchaus parlamentarisch veranlagtes Volk durch nen Dünkel in den nachten Absolutismus treibt Die Zustände bei der Finanzlandes Direktion in Innsbruck. Die Interpellation, welche Herr Reichsrats bg. Dr. Erler an den Finanzminister, betref id die Beamteneinschübe im Bereiche der k. k. Fi Inzlandesdirektion, wie wir bereits berichtet ha¬ In, im Abgeordnetenhause einbrachte, hat folgen¬ n Wortlaut: Seit eineinhalb Jahren, das ist seit dem Zeit Inkte, als der frühere Finanzdirektor der Bu¬ wina, Herr Hofrat Schödl als Finanzlandes rektor in Tirol eingeschoben wurde, sind drei citere Einschübe im Bereiche der tirolischen Fi¬ Inzlandesdirektion aus der Bukowina erfolgt, Ilche begreiflicherweise in den Beamtenkreisen um böseres Blut machten, als die Vorrückungsver¬ ltnisse der Tiroler Finanzbeamten besonders in n unteren Rangklassen sehr ungünstig sind. So wurde Herr Dr Josef Andlorf nach einer esamtdienstzeit von nur zweienhalb Jahren zum nanzwachoberkommissär der X. Rangklasse er¬ nnt und aus der Bukowina eingeschoben, wäh¬ ud es in Tirol gut qualifizierte Finanzkonzept¬ Jaktikanten mit über fünf Dienstjahren und Fi Jnzkonzipisten der X. Rangklasse mit über neun fenstjahren gibt, die noch keine Aussicht auf ersehnte Beförderung haben. Ferner wurde Herr Franz Eichler aus Czerno¬ z zum Zolloffizial im Bereiche der Finanz ndesdirektion Innsbruck ernannt. dlich wurde Herr Ernst Ruckenstein tie Ru rechnen sein. Mächtiger Feuerschein (Brandlegung?) lockte heute zwischen 2 und 3 Uhr morgens eine große Menschenmenge in den Saggen, wo das Ge¬ bäude des Panoramas der Schlacht am Berg Isel in hellen Flammen stand. Die Innsbrucker Feuerwehr, unter Führung des Branddirektors Freiherrn v. Graff, und die Mühlauer Wehr konnten jedoch nicht hindern, daß der leicht gebaute Bau bis auf den Erdboden niederbrannte. Gegen 3 Uhr stürzten die schwachen Ziegelmauern und das Blechdach krachend zusammen und nur das verkohlte Holzgerippe ragte zum Teile noch aus dem Trümmerhaufen hervor. Im Laufe des Vor¬ mittags wurden auch diese Reste des Bauwerkes von der Feuerwehr niedergelegt, worauf die zu¬ rückbleibende Brandwache ein hin und wieder auf¬ glimmendes Feuer ablöschte. Die Entstehungs¬ ursache des Brandes ist noch unbekannt, doch lassen die bisher gepflogenen Erhebungen Brandlegung vermuten. Als um 2 Uhr 10 Minuten ein Wach¬ mann am Panorama vorbeiging, bemerkte er nichts auffälliges; etwa 5 Minuten später, als er wieder in der Nähe war, sah er eine Person vom Eingang weghuschen. Um 2 Uhr 20 Min. wurde dann die Wache an der Ausstellungshalle von Theaterdirektor Arlt telephonisch benachrich¬ tigt, daß im Dache des Panoramas Feuerschein zu bemerken sei. Kurz darauf schlugen schon die Flammen hoch empor; sie fanden ja an dem vielen Holzwerk reiche Nahrung. Als dann die Feuer¬ wehr eintraf, war der Eingang zum Panorama ge¬ sperrt. Das Panorama selbst ist glücklicherweise schon Ende vorigen Jahres entfernt worden, weil es auf der heuer in London stattfindenden Oester¬ reichischen Ausstellung einen Platz einnehmen soll. Voraussichtlich kommt es dann im Jahre 1907 wieder nach Innsbruck, wo ja auch der einzige ent¬ prechende Platz dafür ist. Bekanntlich verdankt das Panorama seine Entstehung der Anregung des anfangs vorigen Jahres verstorbenen Schrift¬ tellers J. C. Platter und wurde von dem Mün¬ chener Maler Zeno Diemer im Vereine mit dem Innsbrucker Maler Franz Burger ausgeführt. Das große Rundgemälde zeigt als interessantes Landschaftsbild Innsbruck und die umgebenden Gebirge und als Hauptszene der Darstellung des Schlachttages vom 13. August 1809 den Mo¬ ment, in welchem am Abend der letzte vom Mar¬ schall Lefebvre selbst geleitete Ansturm auf die Höhen des Berges Isel von Andreas Hofer und seinen Tirolern siegreich abgeschlagen wurde. Das Gebäude wurde im Winter 1895/96 errichtet, tand also fast zehn Jahre. Mühlau am 18.Jänner 1917 Geehrter Herr Holzmeister! Auf dem Ihnen heute übersendeten Zettel hatte ich als neu in die Feuerwehr aufgenommen auch den Dangl Josef 2 angeführt. Dieses ist nicht richtig, denn Dangl Josef 2 wurde schon 1915 aufgenommen. Dafür wäre aber einzusetzen Plattner Alois, welcher aber wieder eingerückt ist. Bitte daher davon Kenntnis nehmen zu wollen. Mit bestem Gruß zeichne hochachtend. Verena T. In die Feuerwehr sind im Jahre 1916 neu eingetre- ten. Auer Josef 1, Csisinko Josef, Wach Albert, Schreiner Karl, Auer Josef 2,Egg Otto, -Dangl-Jpsaf 2 Von H. Kner Schlögl Johann R. Dieser letztere ist aber bei keiner Uebung erschienen, hat keine Windwache abgehalten und werde ich bei der nächsten Sitzung dessen Ausschließung beantragen, daher Sie als neu eingetreten nur 7 Mann anführen wollen. Mit bestem Gruß Anton Rauch ∞ " " „ 69 + Ich Q2 lige Feuerwe pp. Mühlau, den 4. Dezember 1916 B. 88 Mühlau bei Innsbrud Geehrter Herr Holzmeister! Anbei erlaube ich mir das Grundbuch der freiw. Feuerwehr Mühlau zu übersenden und von Ihrer gütigen Zusage Gebrauch machend Sie zu er¬ suchen mir den Jahresbericht und die zugehörige Zeitgeschichte soweit als möglich einzuschreiben. Begebnisse von Bedeutung sind wohl gar nicht vorgekommen und fin¬ den Sie nachstehend alles was ich laut Aufzeichnungen zu berichten wüsste. Gestorben ist Alfons Rathgeb am 1. Juni Hausführungen fanden zwei statt und zwar die Frühjahsübung am 1.Ju¬ ni die Herbstübung am 1. Oktober. Abteilungsübungen 3 – Neuanschaffungen 2 Signalhörner Windmacht Brandausrückungen keine im Hause des Jahres Eingerückt zum Militärdienst bis heute 8 Ausgetreten infolge Uebersiedlung 1 1 Ausschußsitzungen 2 Neu Aufnahmen soviel ich vorgemerkt habe 8 muß aber erst in der Stammliste nachsehen, ob es auch stimmt. Mit bestem Gruß und aller Hochachtung Von Bauch Kriegsbegebenheiten wären wohl auch zu erwähnen und sollten Sie darüber keine Aufzeichung haben, so kann ich damit dienen. Auch daß der Kaiser gestorben ist. KUNSTMÜHLE Poststarkassa-CONTO No6466 GIRO-CONTO BEI DER ÖSTRR: UNGARISCHEN BANK. SSSSSSS Anton Rauch 6950 6. WELTAUSSTELLUNG WIEN 1873 MühLAU BEI INNSBRUCK. TELEGR.-ADRESSE GEGRÜNDET 1830 den 31. Dezember 1916 RAUCHMÜHLE INNSBRUCK FERNSPRECHER 142 BAHNSTATION INNSBRUCK HAOPTBAHMHOF Zahl Betrifft Geehrter Herr Holzmeister! Entschuldigen Sie, wenn ich erst heute Ihrem Wunsche wegen Aufgabe der Abschlüsse der verschiedenen Feuwehrkonti nachkomme, 1. Unterstützungkasse hatte 1915 Einnahmen K. 800,49 " 690,06 Ausgaben (darunter K.368,06 für K.400,-- III Krieg anleihe Kassarest................................. K.110,43 Die Unterstüzungskasse verfügt derzeit über 4 Stück Pfandbriefe der Tiroler Landes Hypotheken Anstalt verzinslich K. 800.— zu 4 % im Nennwerte von 2 Stück Notenrente österr. verzinslich zu 4,2 % im " 400.– Werner. " 200,- 1 Stück Silberrente österr. 4 % im Nennwerte von " 400, 2 Stück Notenrente österr. zu 4 % im Nennwerte von 3 Stück österr. Kronenrente vom Jahre 1893 zu 4 % 600.- im Nennwerte von 1 Stück Staatsrenten Obligation vom Jahre 1908 zu 4 % " 200,-- im Nennwerte von III. österr. Kriegsanleihe vom Jahre 1915 zu 5 1/2 7/2 erliegt beim k.k. Postsparkassenamt gegen Rentenbuch 400 im Nennwerte von daher zusammen K. 3000,- Als ich das Kommando der freiw. Feuerwehr Mühlau übernahm, verfügte die Unterstüzungskasse über ein Kapital von K. 600,- 2. Reifgie Kasse K.854,75 Einnahmen Ausgaben " 631,94 Kassarest K. 222,81 für die Regiekasse wurden an LLK Kriegsanleihe K.200, um den Be¬ trag von K.184,02 gekauft 3. Requisitenkasse Einnahmen K.379,11 231.71 Ausgaben K.147,40 Kassarest für die Requisitenkasse wurde an III. Kriegsanleihe zum Nennwert K.100,-- um den Betrag von K.92,02 gekauft. die sämtlichen angekauften Kriegsanleihen erliegen bei der k.k. Post¬ sparkasse Rentenbuch No.114,062 Die Requiswitenkasse hatte Ende des Jahres 1915 eine Schuld an den Kommandanten im Betrag von K.617,92 im Jahre 1916 erhielt die Feuerwehr vom Landes Brandversicherungs Fond eine Unterstützung von K.465,—) welcher Betrag dem Feuerwehr Hauptmann bezahlt wurde. 100,-- Aus der Kassagebahrung wurden bezahlt " 52,92 während der Rest von vom Feuerwehrhauptmann der Wehr geschenkt wurde, daher die am Anfang des Hahres bestandene Schuld vollständig getilgt erscheint. IV. und V. Kriegsanleihe konnten wir mangels verfügbarer Mittel leider keine zeichnen. Hochachtend Auszug Alonx Aus der Unterstützungskasse wurden im Jahre 1916 zwei Mitglieder Johann Köll und Hans Kathrein mit je K.40.– beteilt. Die Jahnshauptversammlung findet am 25. Januar. H. Bücherin KUNSTMÜHLE Poststarkassa-CONTO No6466 GIRO-CONTO BEI DER ÖSTRR UNGARISCHEN BANK. 5.55.5.55 xx Daneh Anton Otto WELTAUSSTELLUNG WIEN 1873 MühLÄU BEI INNSBRUCK. 1 GEGRÜNDET 1830 TELEGR.-ADRESSE den 2. Jänner 1916 RAUCHMÜHLE INNSBRUCK FERNSPRECHER 142. Zahl: Betrifft Lieber Herr Holzmeister! Jndkom den 25. Februar 1820. Für die Fertigstellung des Berichtes der Feuerwehr Mühlau, erlaube ich mir Ihnen nachfolgend noch verschiedene Daten anzugeben, welche Sie in den Bericht gefl. aufzunehmen belieben. Die Firma Franz Bauer's Söhne spendete anlässlich des Brandes in ihrer Fabrik den Betrag von K.200, – mit der Wiedmung, daß derselbe dem Unterstützungsfonde zugewiesen werde. Vom Kommando wurden hiefür um den Neuhwert von K. 200,.. Kriegsanleihe gekauft. Uebungen wurden im Jahre 1915 nur 4 abgehalten, darunter zwei Haupt¬ " " " übungen. Die Wehr zählt eigendlich 83 Mitglieder, aber infolge des Krieges stehen davon 29 unter den Waffen. Von den zur Fahne Eingerückten ist das beitragende Mitglied beim Zal Alois Grömer, Tischlermeister in Mühlau am VI Johannes Ructus gefallen. Der ehemalige Steiger Alois Frenes in russischer Gefangenschaft am 27. Juli in Beresowka M. Monsieur 1. Sibifrien gestorben + se Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Am ist in Mühlau xxx frühere langjähriges Steiger und Ehrenmitglied Anton Schnegg gestorben Nachdem wir schon für die Kriegsanleihe vom Jahre 1914 den Betrag " - gezeichnet hatten, konnten wir uns infolge der guten Kassa¬ von K.400,- Monsieur le 1 1. Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, Gebahrung auch an der Zeichnung für die 3te Kriegsanleihe beteiligen und haben wir hiefür um den Nennwert von K.700,-- gezeichnet. Die gezeichneten Betrageverteilen sich auf unsere drei Kassen und zwar auf die Regiekasse mit K.200,-- die Requisitenkasse miit K.500,- und die Unterstütungskasse mit K.400,- Es beträgt somit der Vermögensstand am 31. Dezember 1915 der Requisitenkasse Kriegsanleihe im Nennwerte von xxx Bargeld... zusammen.................................K. der Regiekasse Kriegsanleihe im Nennwerte von... Bargeld. zusammen.. . .. der Unterstützungskasse Verschiedene Wertpapiere im Nennwerte von................. K.3000,-- Bargeld................... zusammen. Die Bewegung des Mitgliederstandes im Jahre 1915 war neu eingetreten II 10 Mann im Laufe des Jahres 1915 ausgetreten Mann, davon zur Fahne eingerückt 2 Mann Beitragende Mitglieder am 31.Dezember 1915 welche K. 315 als Beitrag bezahlt haben. Neuen Abgang von Mitgliedern wird uns das Jahr 1916 bringen, indem von denjenigen Mitgliedern,welche in den Jahren 1865 bis 1872 geboren sind und zur Musterung gelangten, mehrere zur Fahne einrücken dürften. Leider befinden sich noch verschiedene unserer ausübenden wie auch harter beitragenden Mitglieder invrussischer Gefangenschaft und wünschen wir daß dieselben gesund bleiben möchten um nach glücklich beendetem Krie¬ ge wieder gesund in die Heimat zurückzukehren. Mihrhoden Mit Wehmut müssen wir aber feststellen,daß wir von den drei ausübenden habe beim Tuch Johann Anton Schlögl, Alois Steiger und Vinzenz Schett schon seit sehr langer Zeit nichts mehr vernommen haben Ersterer befand sich unter der in Przemisl gefangenen Besatzung, von wurde dort in die Gefangenschaft abgeführt und hat im April 1915 das letztemal aus Kiew geschrieben. Alois Steiger ist seit dem serbischen Feldzug im Dezember 1914 Vin¬ August Galizien zenz Schett aber schon seit 1914verschollen und dürften wohl beide gefallen sein. So glaube ich, das meiste was noch zu berichten wäre angeführt zu haben. Die Versammlung möchte ich auf den 15. Jänner einberufen und bitte Sie mir bis dahin den Bericht fertig zu stellen. Im Voraus bestens dankend begrüße Sie mit aller Hochachtung xxx Pietter Die noch fehlenden Ziffern über die Kassalmachte werde ich ehestens nachfragen. d. d. Merta und ist werden? wirkliche Durchlaucht, wenn er und wenn eine durch ein Nachrichtigkeit Gewähnte kennte, von 1629. hiesige Fürsten von Summa geben ist, in der Stadtrin Rügsau. (24 v. 7. 32 Dienstag den 29. Mai 1906. Innsbrucker Nachrichten Bahnhof und zog zum Vereinsheime („Wilder zer aus „Juxheirat" von Lehar. 4. Phantasie aus der Oper „Mephistofeles" von Boita. 5. | Mann”), wo die Absingung der „Wacht am „Aubade Printaniere", Intermezzo von La¬ Rhein" den Abschluß des gelungenen Ausfluges combe. 6. „Fürs Herz und Gemüt", Pot¬ bildete. pourri von Komzak. Meteorologische Beobachtungen an der Universität. (Fremden=Konzerte in den Stadt¬ sälen.) Herr Kapellmeister Krafft=Lortzing teil uns mit, daß von nun an die Konzerte be xxx F 5/8. B. günstiger Witterung auf der Terrasse der Stadt 844. säle stattfinden, ungeachtet der Renovierungs¬ 99 n arbeiten im Café-Restaurant. Es wird hiedurch 28.12 nachm | 718.21|+15·6| 78 vielfach geäußerten Wünschen der Konzertbesu 9abends 719·3 Spur-Regen cher Rechnung getragen. Bei ungünstiger Wit 29.7.49 719.2 12.1 92 terung werden die Könzerte im großen Stadt= Niedrigste Temperatur heute früh: + 11·7 (+ 9·4). saale abgehalten. Temperatur gestern: + 20·1 (+ 16·8). Windsälle, 6 = Sturm, 10 = Orkan. (Turnfahrt des Innsbrucker Turn= 4) 0 heiter, 3 = fast heiter, 5 = halb bewölkt vereins.) Die heuer schon einmal wegen der = ganz bewölkt. Ungunst der Witterung verschobene Turnfahrt des Innsbrucker Turnvereins wurde am ver Städtische Schwimmschule: Wasserwärme 16 Grad. gangenen Sonntag in der fröhlichsten Weise Schwimmschule in Büchsenhausen: Wasserwärme 16 Grad. durchgeführt. Eine Schar von weit über hundert Turnern zog unter klingendem Spiele mit der Wetterprognose der meteorolog. Anstalt in Wien schwarz=rot-goldenen Fahne durch die Stadt über für Nordtirol Aldrans und den Herzsee dem hinter den Procken (giltig für die Zeit vom Abend des 28. bis zum Abend des 29. Mai). höfen in herrlicher Lage befindlichen Frühstücks Bewölkung und Niederschlag: Meist trüb, geringer Nieder platze zu, wo eine vorausgeschickte Verpflegs¬ abteilung für genügende Stärkung Vorsorge ge Wechselnd (mehr, weniger windig). troffen hatte. Ein fröhliches Treiben entwickelte Temperatur: Wenig verändert. Nähere Bestimmung: Veränderlich und allmählich besser. sich hier gar bald und gespannt verfolgte man Unverbindlicher Versuch einer Voraussicht für den morgigen die wackeren Leistungen der nun zum Drei¬ Tag: Allmähliche Besserung. kampfe (Hochspringen, Steinstoßen und Stem men) angetretenen Turner. Ein kleiner Gaben¬ Witterungs-Bericht tisch und Musikvorträge boten weitere Unter vom Zentral-Bureau des Tiroler Landesverbandes für haltung. Der Weitermarsch erfolgte an der Fremdenverkehr in Innsbruck Teufelsmühle vorüber durchs Hasental zum Kreuzhäusl und von dort über Schloß Fried berg und Aschach zum Himmelreich bei Volders In einem herrlichen freien Walde hatte der Verein seine Küche aufgeschlagen und für der Mittagtisch in anerkennenswerter Weise gesorgt so daß die große Zahl von Turnern aufs beste verpflegt werden konnte. Bald fanden sich am Lagerplatze die befreundeten Turner aus Hall und jene des jüngsten Gauvereines „Friesen" in Wattens ein und auch hier herrschte wieder die ungetrübteste turnerische Fröhlichkeit getra gen von dem Geiste deutscher Zusammengehörig¬ keit. Auf freiem Wiesenplan begrüßte Vereins¬ vorstand Hans Wiedner in kurzen Worten die erschienenen Turnbrüder aus Hall und Wattens und schritt dann zur Verteilung der Siegerbecher vom Dreikampfe. Als Sieger gingen hervor erster Josef Öfner, zweiter Josef Gasteiger und Hans Sporn (mit gleicher Punktzahl), dritter Johann Prader. Fröhlich gings nun weiter nach Wattens, wo nach kurzem Aufenthalte zum Bahnhofe marschiert und nach herzlicher Ver¬ abschiedung von den Wattner Turnern die Heimfahrt angetreten wurde. In Innsbruck an¬ gekommen zog man in langem Zuge der Turn¬ halle zu, wo mit der Absingung der „Wacht im Rhein" die schöne Turnfahrt ihr Ende (Ausflug des „Deutschen Turnver“ eins“.) Vergangenen Sonntag, den 27. d. M fand der alljährliche Ausflug des „Deutschen Turnvereins" statt. Schlag 6 Uhr früh sah man die stattliche Schar von Turnern und Turnerinnen von der Turnhalle in der Sill¬ vom 29. Mai Wetterstand: Temperatur: Bregenz heiter + 19° R. St. Anton + 14° R. Landeck +14° R. + 12° R. Kitzbühel Brenner + 8° R. schön Brixen a. Eisak 5° R. 7° R. Toblach trüb + 15° R. Bozen Effekten= und Wechsel=Kurse vom 28. Mai. Einheitl. Rente Kredit=Aktien 672·25 London vista 240·30 detto Silber 4% Oest Goldr 100. Mark=R.-W. 117-20 20=Mark-Stück " Kronenrei 23·45 20-Francs-Stück ung. Goldren 114°—5 19·14 % " Kroüenren 95°50 Ital Banknoten 95-50 663 Bankattien Dukaten.11•31 Vereinsnachrichten. (Akad.Schützengilde.) Heute Vollversammlung. Ort "Gold. Löwen". Zeit: halb 9 Uhr s. a. (Akadem. Verein der Mediziner Innsbrucks.) Heute Vortrags- und Beratungsabend. Zeit: halb 9 Uhr s. a. Ort: Gasthof "Hellenstainer". (Akadem. Gesangverein Innsbruck.) Heute beim Begräbnis des A. H. Gymnasial-Prof. Purner, Innstraße Nr. 40, 4 Uhr (Grablied). Abends Chorprobe halb 9 Uhr. (Innsbrucker Liedertafel.) Heute 4 Uhr Nachm. Beerdigung des l. Sangesbruders Herrn Professor Purner (Siehe Todesanzeige von gestern). (Tiroler Jagd= und Vogelschutz=Verein. Heute 8 Uhr abends gesellige Zusammenkunft im Gasthof "Hellenstainer". (Freiwillige Feuerwehr Innsbruck.) 1. Komp Heute abends 8 Uhr Kompagnieübung in leichter Rüstung. (Bund österr. Gastgewerbe=Angestellter, Sek¬ tion Innsbruck.) Heute Ehrenabend (im Café Stockinger) unseres Ehrenpräses Jean Moser, wo sämtliche Mitglieder gasse aus unter flottem Liedersang abmarschie¬ ersucht werden, in dunkler Kleidung und mit Abzeichen zu erscheinen. Festprogramm liegt auf ren. Leichter Regen begleitete die fröhliche (Radfahrerklub „Vorwärts“.) Heute Kegelabend Schar über den Rechenhof—Thaurer Schloß beim "Delevo". zum Thaurer Schießstand, wo der reichlich aus (Arbeiter=Radfahrverein „Wanderer“.) gestattete Frühstücksplatz bald ein bewegtes Bild Heute Ausschußsitzung beim „Bier=Wastl" (Arbeiter=Sängerbund „Eintracht“.) Heute bot. Von dort ging der Marsch in den Gnaden Probe wald weiter. Im Gasthofe zum „Speckbacher (Männergesangverein Wilten.) Die Mitglieder fand das gemeinsame Mittagmahl statt. In werden ersucht, sich recht zahlreich bei der Beerdigung des zwischen fand sich die Haller Salinenkapelle ein Herrn Professors Ch. Purner (des Bruders unseres Chor¬ meisters) zu beteiligen und ließ während der nun folgenden Spiele (Sängerbund Hötting.) Heute abends 8 Uhr Probe. und Wettkämpfe ihre Weisen ertönen. Auch die Turner-Sänger-Riege füllte mit einigen Liedern die Pausen aus. Beim Fünfkampf, der im Stein Theater. stoßen, Weitspringen, Schnellaufen, Gerwerfen (Theater in Absam.) Von dort schreibt und Hammerwerfen bestand, blieben Lechtaler man uns: Sonntag, den 27. d. M. gelangte erster, Spindler zweiter und Steidl dritter Sie¬ in der Veranda des Bognergasthauses durch die ger. Zum Ringkampfe traten 6 Paare an; es heimische Theatergesellschaft zweimal „Der Gold¬ zeigte derselbe in seinen einzelnen Phasen viel bauer", Schauspiel in vier Aufzügen von Char¬ des Interessanten. Hier blieb Kußtatscher (außer lotte Birch-Pfeifer zur Aufführung, und zwar Preisbewerb) erster, Lechtaler zweiter und L. Mayer dritter Sieger. Unter Vorantritt, der um halb 4 Uhr nachmittag und 8 Uhr abend. Die Darsteller spielten das Stück recht gut; Salinenkapelle zog die hundertköpfige Schar dies bewies auch der starke Beifall nach den nach Hall um den Heimweg teils mit der Bahn teils in Hauptszenen. Auch für Zwischenaktmusik war der Trambahn anzutreten. Der erster und laut Teil sammelte sich am Innsbrucker gesorgt. Das Reinerträgnis der Vorstellungen 29. Mai 1906. Aktenwaldhütte verfolgt, sie dort jedoch verlo¬ ren, worauf sie ruhig bis nach Hinterbad gin¬ gen, wo sie nach ihrem Kollegen fragten und den Vorfall erzählten, um dann weiter nach Laterns zu wandern. Am nächsten Tag mach ten sich von dem in Hinterbad befindlichen Ar beitsdetachement des 14. Infanterie=Regiments Leutnant Franz Rieß und drei Infanteristen sowie der Wirtssohn auf die Suche nach dem Verlorenen. Na mehr als dreistündigem Su chen, während welcher Zeit noch eine zweite Expedition unter Führung des Herrn Pfarrers von Innerfäterns untraf, fand das Militär den Gesuchten im Bad liegend. Es zeigte sich gleich beim ersten Anblick saß jeglicher Wieder¬ belebungsversuch erfolglos sei. Jedenfalls dürfte in dem zwei Meter hohen Neu¬ der Maurer schnee ermattet, sodann, um leichter vorwärts zu kommen, in Bach selbst weitergegangen und vor Erschöpfung dort umgesunken sein. Der auf so unglückselige Weise ums Leben gekom¬ mene war verheiratet und Vater zweier Kinder Die Leiche wurde nach Hinterbad geschafft und von dort mit Schlitten nach Laterns geführt Innsbrucker Nachrichten Teilnahme erhoben sich die Delegierten von den Sitzen. Die Verbandswehren des Bezirkes beteiligten sich auch in großer Zahl bei der Enthüllung des Thurnerdenkmales in Inns¬ bruck. Ein besonders freudiges Ereignis für di Wehren war die von Sr. Majestät vollzogen Stiftung einer Ehrenmedaille für 25jährig Dienstzeit in der Feuerwehr. Aus dem Kassaberichte des Herrn Schweigg ging hervor, daß der Verband Innsbruck nun 65 Feuerwehren mit zirka 4170 Mann umfaßt Neu beigetreten sind die im Berichtsjahre ge gründeten Wehren in Vill und Obernberg. Außer dem Verbande ist die Salinenwehr in Hall. Bei den „Anträgen" wurde ein Schreiber der Feuerwehr Absam verlesen, das folgende (Fahrrad=Diebstahl.) Kürzlich wurde aus dem offenen Hausgange des Gasthauses „zum Ochsen“ in Feldkirch ein neues „Kooper“= Fahrrad im Werte von 180 Kronen entwendet. Auf der Drehscheibe war mit weißer Farbe der Name Nikolaus Brunnschmied aus St. Johann in Tirol geschrieben. Der Feuerwehrtag in Götzens Der Feuerwehr = Bezirksverband Nr. 4 hielt Sonntag, den 27. Mai seiner 20. Verbandstag in Götzens. Seit dem Bestande des Verbandes war es das erstemal daß im westlichen Mittelgebirge ein Stelldich. Feuerwehren, daß sie im Glauben, in der Be¬ ein der Delegierten angeordnet wurde. Der nützung des bezeichneten Aufdruckes eine Em¬ Gauort zeigte sich denn auch im festlichsten Ge¬ pfehlung seitens des Verbandsausschusses zu er¬ wande. An der Einmündung des Götznerweges sehen, den angepriesenen Apparat bezogen oder war eine Ehrenpforte aufgerichtet und die an¬ bestellten. Die Wehren, welche den Apparat kommenden Delegierten wurden tüchtig ange¬ übernahmen, sprachen sich sehr ungünstig dar¬ böllert. Trotz der Abgelegenheit des Dorfe Götzens und trotz des zweifelhaften Wetters fan¬ über aus. Es wurde angeregt, das Vorgehen der genannten Firma zu verfolgen, und sollen den sich sehr viele Wehrmänner ein. Einem sich die betreffenden Wehren melden. Statt¬ alten Gebrauche folgend wurde für die Wehren eine eigene Messe in der schönen Ortskirche ge¬ haltereirat Baron Rungg äußerte sich dahin, daß halten. Nach dem Gottesdienste wurde dem Früh diese Angelegenheit nach dem kaufmännischen Gebrauche zu beurteilen sei. Es wird sich als schoppen gehuldigt und um 11 Uhr erging das dienlich, erweisen, den Apparat, wenn gesandt, Signal zur Delegierten-Sitzung. Mangels eines der Firma zur Verfügung zu stellen. geräumigen Lokales in den beiden Gasthäusern Als nächster Vorort für den Verbandstag wurde diese im Jägerhof des Herrn von wurde Inzing bestimmt. In den Ausschuß Ottenthal abgehalten, der den in diesem wurden wiedergewählt: Fritz, Schafferer, An¬ Hause befindlichen schönen, geräumigen Saal dreis, Schweiggl und Eigentler, neu Wannen in entgegenkommendster Weise zur Verfügun in Inzing. stellte. Delegierter Vögele von Hötting brachte zur In Verhinderung des Verbands=Obmannes Sprache, daß bei dem letzten Brande in Höt¬ Fritz, stand dessen Stellvertreter Schaffere: ting 316 Meter Schläuche zugrunde gingen, der Versammlung vor. Er begrüßte den Re¬ weshalb der Landesausschuß um eine Unter¬ gierungsvertreter Statthaltereirat und Bezirks¬ stützung angegangen wurde. Das Gesuch wurden hauptmann Baron Rungg, ferner das Mit¬ jedoch abschlägig beschieden. Redner meinte, das glied des Landesverbands=Ausschusses Kerber die Assekuranzen zu größeren Veitragsleistungen und den Löschinspektor Klammer. An der herangezogen werden sollen. Hiezu gaben die Tagung nahmen 59 Wehren mit 85 Delegier¬ Herren Klammer und Schafferer Aufklärung. ten teil. Das vom Schriftführer Andreis Statthaltereirat Baron Rungg bemerkte, daß verfaßte Protokoll der letzten Verbandssitzung wegen der gestifteten Ehrenmedaille we wurde genehmigt. Vom Löschinspektor Klam¬ nig Gesuche vorliegen. Es wurde ihm erwi mer wurde bekanntgegeben, daß es ihm gelun dert, daß ein Großteil der Wehren noch nicht gen sei, im Landesverbands-Ausschusse den An¬ 25 Jahre besteht. Hierauf wurde die Sitzung trag durchzubringen, daß die Beiträge aus dem 80Prozentsonde perzentuell zu berechnen seien. geschlossen. Er hofft, hierauf größere Beiträge für die Während des Mittagessens wurde dem Kom Feuerwehren des Verbandes Innsbruck zu er¬ mandanten der Götzner Feuerwehr Herrn Eigentler eine freudige Überraschung zuteil. zielen. Aus dem Tätigkeitsberichte des Herrn Die Mannschaft dieser Wehre erschien, und der Andreis ist zu entnehmen, daß dem Ausschusse Sprecher gab bekannt, daß die Feuerwehr ihren 41 Geschäftsstücke zukamen, und zwei Sitzungen nunmehr durch fünfzehn Jahre in der Feuer¬ gehalten wurden. Hauptsächlich wurden die Ge¬ wehrsache tätigen Kommandanten zum Ehren¬ suche um Zuwendung von Beiträgen aus dem mitgliede ernannt habe. Er überreichte ihm ein prachtvoll ausgestattetes Diplom. Natür¬ 80 Prozentsonde behandelt. Die Feuerwehren Ampaß mit 250 Kronen, Heil. Kreuz lich gab es ein herzliches Beglückwünschen. mit 200, Seefeld mit 300, Sellrain mit 240, Tel¬ Um 3 Uhr fand die Übung der Ortswehr statt. Hiebei zeigte sich diese ihrer Aufgabe voll¬ fes mit 200, Völs mit 250 und Zirl mit 400 Kronen. Weitere Gesuche um solche Zu¬ ständig gewachsen. Die Gemeinde Götzens hat nun auch eine Hochdruckwasserleitung, die von wendung sind bis längstens Mitte September Ferd. Resch in Schwaz erbaut wurde. Die Lei¬ einzubringen. Von drei verunglückten Wehr¬ männern wurden Gesuche um Unterstützung ein¬ tung ist ungefähr 3000 Meter lang. Im Dorfe gebracht und diesen auch stattgegeben. Der Be¬ sind 11 Überflurhydranten verteilt. Nachmittags kam auch die Musikkapelle von richt bemängelte, daß die Feuerwehren die Ein¬ Mutters und teilte sich mit der Ortskapelle in sendung von Brandberichten unterließen. der Aufgabe, die Wehrmänner und Ortsbewoh¬ Weiter gedachte der Bericht des Ablebens des ner zu unterhalten. Durch den Gantag dürf¬ tüchtigen und verdienten Feuerwehrhauptmanns Krösbacher sen. in Fulpines; zum Zeichen der ten in den Ortschaften des westlichen Mittel- gebirges der Feuerwehrsache viele Freunde zu¬ gewachsen sein. Punkte enthielt: 1. Portofreiheit in Feuer¬ wehrangelegenheiten; 2. Herausgabe einer eige¬ nen Feuerwehr=Zeitung für Deutschtirol; 3. Aufnahme von gerichtlich Abgestraften in die Wehren; 4. Entschädigung von verun¬ glückten Wehrmännern, welche außer halb des eigenen Ortes und ohne Kennzeicher eines Wehrmannes bei einem Brande helfend eingreifen. Über diese Punkte kam es zu einem lebhaf¬ ten Meinungsaustausch, an welchem sich die Herren Kerbler, Klammer, Andreis und Haueis beteiligten. Die Feuerwehr Oberperfuß brachte das Vor¬ gehen der Münchener Firma Jais jun. zur Sprache, welche einen Schlauchreinigungsappa rat vertreiben will, und um einen Absatz bei den Wehren zu erzielen, ihre Schreiben und die Kuverts mit dem Aufdruck „Für den Be zirks=Feuerwehrverband Innsbruck“ versehen hat, wozu nach einer bestimmten Erklärung des Ver¬ bandsausschusses gar keine Ermächtigung vor¬ lag. Es meldeten sich mehrere Vertreter der Auf dem A Benützungsart angeben, z.B. Küchenkamin, Ofenkamin. Waschküchen kamin, Heizungskamin, Wirtschaftskam usw. Nr Nr. Nr. Nr. Nr. Nr Nr. Nr Nr: 9 Nr.10 Fr. 1-7 Nr.II Nr.12 usw. Stockwerk angeben! Ausseren wir wir sehr sehr wir vermorgen werden. Unterschrift des Prüfungs¬ Unterschrift des Prüflings: meisters: vereinanderliche Grüße (A) Anmerkungen: willige Feuerweg Pr. T Latus Welt Mühlau, den 14. Rügsperg ruar 1919 88 Mühlau bei Innsbruck Geehrter Herr Holzmeister! Entschuldigen Sie, daß ich erst heute Ihr wertes Schreiben vom 14. De¬ zember, xxx mit einer Verspätung von 2 Monaten erledige. Anbei erhalten Sie den vorlegten Fragebogen entsprechend ausgefüllt zur Bedienung Nachdem nun bald die Wahlen und der damit verbundene Rummel an Sitzun¬ gen und Versammlungen vorüber sein wird, werde ich ehestens eine Ausschuss¬ Sitzung einberufen und den Zeitpunkt für die Abhaltung der Jahreshauptversamm¬ lung dabei festsetzen. Es wird sich auch darum bandeln wegen Besetzung der Scharschenposten das nötige zu veranlassen, wozu unbedingt eine Aussprache im Ausschuss erforderlich erscheint. Auch die Frage der Alarmierung ist eine be¬ sonders brennende. Prüher konnte man im Falle eines Trandes in der Gemeinde die Kirchenglecken verwenden, nachdem dieselben aber ageliefert wurden, so steht man besonders zur Nachtszeit ganz ohne Alarmittel da. Die Fragen betreffend den Mitgliederstand im Fragelegen, sind soweit dieses mit Zuhilfenahme von Ziffern möglich war, durch solche erlediget. Nur die Frage, wor vom Militär zurückgekehrt ist und wer noch ausständig ist, finden Sie auf der Rückseite des Fragebogens erlediget. Für die Verfassung des Jahresberichtes spreche ich Ihnen schon im Vor¬ hinein meinen bestens Dank aus. Eit freundschaftlichen Grüßen Ihr Ortan Rauch 13. November, 1908. An die wollöbliche Vorstehung der Gemeinde Mühlau, Müh au. Am 31.Oktober, am 2. und 3. November 1.J.wurde über Wunsch der löbl.Gemeindevorstehung, die diesjährige Feuerbeschau im Rayon der Gemeinde Mühlau abgehalten. Zu derselben waren beigezogen, je ein Vertreter des Gemeindeausschusses von Muhlau, je ein Vertrete der gefertigten Feuerwehr sowie der Rauchfangkehrer Johann Zellner von Hall Hiebei wurden folgende Mängel entdeckt: 1 Im Gasthause zum Koreth mussen die grossen Kamintüren im Parteere und I.Stock von innen mit Blech beschlagen werden. 2 Beim „Türk" muss im Estrich der kamin von Streu und Holz frei gemacht werden, weil sonst sehr leicht ein Dachfeuer entstehen könnte. 3 In der Villa Dr.Egger fehlt das vorschriftsgemässe Blech vor dem Ofen. 4. Bei Egger-Rieser aussen die Kominturen im Estrich frei gehalten werden. J. Bei Freinademetz fehlen überall die Schutzbleche vor den öfen. 6,Beim Schnegg muss im Stöckelgebäude ein Schutzblech öber den Kamin turlen angebracht werden. 4. Beia Simon Mangott ist ein sehr schadhafter Kamin (innerer Bruch) muss bei der alten Bauart des Hauses unbedingt ausgebessert werden. Im Badhaus muss in den Wohnungen der Parteien Entleitner und Mitterhofe im I.Stocke der Kaminrohr fleissiger gekehrt werden (war voller Russ) In Estrich des genannten Hauses fehlt die doppelte Kamintüre und der vorgeschriebene Riegelverschluss. 9, Beim „Schopf‟ sind die im Herdkamine entstandenen Risse und Fugen sorgfältig zu verstreichen, weil sonst leicht Funken in das dicht an¬ liegende Heu gelangen könnten. 10.Im Hause der Witwe Anton Todeschine fehlt ein Herdblech. "Bei der Partei Flockinger im Hause Anton Wieser (Tomele) fehlt das Her und Ofenblech. Im Hause Gasser in II.Stock ist bei der Partei Wolmuteser ein Herdblech anzubringen und übrigens die Herdfeuerung von Reisig frei zu halten. 1m Schillerkof fehlt im Zimmer NW 2/II.Stock,das Ofenblech. 14. Beim Prantl Franz'schen Erben, neben der Kettenrücke fehlt bei der Parlei Fritz das Ofenblech, bei der Partei Auer das untere Herd(Aschen) turl, wodurch die ganze Glut auf den Boden heraus fällt. Bein Brugger in 11.Stock fehlen zwei Ofenbleche. 15 16. Im,,Heingarten" fehlt im Estrich das Kaminturi zu einem russischen Kamin, was leicht gefahrlich werden kann. 17. Im Gasthause zum Dollinger fehlen verschiedene Vorlegbleche zu öfen auch in „Milchkammerl‟ soll bei der Ofenfeuerung eine bessere Ordnung herrschen. Im Hause Mian-Prantner neben Zanfler sind im Natrich Sechs Retten 18 für fremde Nachtlieger aufgeschlagen.Neben und unter den Betten liegen eine Masse alter Kleidungsstücke in recht ungeordneter Weise.. und Reinlichkeit......und beim Schlafengehen wird von den P.T.Gästen einfach eine offene Kerze angezündet. Laterne gibt es keine. Wie leicht kann nun durch Unvorsichtigkeit dieser Nachtlieger, Jndkom den 13de Januarii 1822 paa Livstid, die Kerze umfallen, oder das Licht nicht ausgelöscht werden, und dadurch, ein Dichfeuer, bei einigen Winde aber ein Grossfeuer auskommen, dem sicherlich das ganze Unterdorf zur Opfer fallen muss. In diesem Falle muss unbedinste Ordnung geschaffen werden. Im Hause NW 19 (Baurfamilienhaus) muss bei der Partei im Parteere links das Ofenrohr viel fleissiger gekehrt werden, da selbes voller Russ war. Is Ansitze Grabenstein des Baron Sternbach muss in der Wohung 22 der Partei Baron Korth, II.Stock ein Ofen und ein Herdblech hinkommen. Im Stanzmannhaus des Baron Sternbach muss bei der Partei Adreatta ein Herdblech oder Ofenblech angebracht werden. In den Hausern der Firma Pallhuber & Steindl, fehlt bei der Partei Agent Lidol ein Herd- und ein Ofenblech; Aus der Werketatte des Sattlermeisters Schober geht ein Kaminrohr, welches voller Russ ist. Die Werkstatt selbst war in Aowsenheit des Bewohners gesperrt, sicher¬ lich ist aber auch in der Werkstatt selbst ein Anstand zu entdecken. In der Wohnung des Herrn Pallhuber fehlt auch das Ofenblech. In Westflügel der Rauch'schen Kunstmuhle, welches als Wohnhaus 22 benützt wird, auss vor dem russischen Kaminen im Entrich ein Blech an= gebracht werden. Bei der Partei Boschauk im selbigen Hause fehlt das Herd-und Ofenblech, bei der Partei Pruntner das Werdblech. In Stöcklgebäude des Schlöglhauses, Wohnung des Werkmeisters 23 Leonhard Schlogl sen. muss vor den russischen Kommen ein Bedenblech angebracht werden. In den neuen Forsthofer Häusser in der Hallerau fehlen die meisten 24)ofen- und Hardbliche. Der Besitzer, Herr Forsthofer hat jedoch versprochen diesen Mangel baldiget zu beheben. Die in Betracht kommenden Parteien wurden nun durch die Kommission selbst aufmerksam gemacht, die vorgekommenen Mangel b ldigst zu beheben Dass sehr viele Parteien gar kein Kaminzehrerbüchel aufzuweisen haben ist leider eine Tatsache. Es ware nur gut, wenn durch die Gemeindevor¬ stehung samtliche Hausbesitzer und Parteien auf die ordentliche Haltung von Kaminkehrerbuchel nochmals aufferksam gemacht wurden, da viele Parteien von einen solchen Buche gar nichts wissen........ Vorstehende Angaben werden in Sinne des § 4.zweiter Absatz der "Feuermolizei-und Feuerwehr Ordnung für die gefrustete Grafschait Tirol ddo.3.Oktober 1884, an die löbl. Gemeindevorstehung übermittelt, mit dem Ersuchen, an die betroffenen Parteien in entsprechender Weise vorzugehen. Für das kommando der E.Feuerwehr Mühlau: T. Alpenländische Feuerwehr-Sterbekassa in Innsbruck. Ortsmitgliedschaft: Mühlan Nummer der Ortsmitgliedschaft: Gerichtsbezirk: Hall i/ Firch Mitgliedzahl derselben: Landes-(Gau) -Verband: Deutschtiroh Wahl-Protokoll. In der am 8. Jänner 1910 nach § 53 und 54 der Satzungen stattgefundenen Versammlung wurde gewählt: Als Ortspassier: „Konrad Turk“ i Beruf Schulmischermeister Feuerwehrcharge: Schleuchrottenführer mit einstimmig Stimmen von 52 Abstimmenden Als Ortskassierstellvertreter: Jakob Hejeré Beruf. Magazineur Feuerwehrcharge: dlt stellvertreter 52 mit einstimmig Stimmen von Abstimmenden. Beide erklärten, die Wahl anzunehmen. den 8. Jänner 1910 Mühlen Für die Feuerwehrleitung der zur Vertretung berechtigten Mitglieder: Ählan Anton Rauch Johann Purney besserholzenmüsse Der neugewählte Ortskassier und dessen Stellvertreter geloben hiemit gemäss der Statuten getreu und gewissenhaft ihres Amtes zu walten. Der Ortskassier: Der Ortskassier-Stellvertreter: K. Türk Jacob Häfele Es wird ersucht, die Namen der Gewählten, welche Mitglieder der Sterbekassa werden müssen, deutlich Anmerkung. zu schreiben. Zur rechtsverbindlichen Unterfertigung des Ausschusses bedarf es gewöhnlich der Unterschrift des Obmannes (Kommandanten, Hauptmannes) und des Schriftführers, doch soll streng nach den eigenen Feuerwehrsatzungen vorgegangen werden. *) Die mit dem Sternchen *) bezeichneten Linien sind mit den eigenhändigen Unterschriften zu versehen. Dieses Wahlprotokoll ist in zwei Exemplaren auszufertigen, wovon eines an die Verwaltung sofort abzusenden und das andere in den Akten der Feuerwehr wohl aufzubewahren ist. Aldenländische Feuerwehr-Sterbekassa. — Drucksorte Nr. 5, E Anton Rauch's Kunstmühle D Mühlau bei Innsbru be Herrn Georg Hofmeister Innsbruck A [Anlagestrich] nach dem Mensis Unter den neu eingetretenen Mitgliedern ist auch Herr Alfons Rathgeb aufzuführen, welchen ich heute anzugeben vergessen habe. Der alte Schnegg ist schon am 2. Dezember 1914 gestorben, muß so¬ mit schon im Jahresbericht 1914 erscheinen und wäre daher im Bericht für 1915 auszulassen. Nachdem von der gekauften Kriegsanleihe nur die im Jahre 1914 für die Requisitenkasse gekauften K.400,-- im Kassabericht erscheinen, so glaube ich, daß es doch im Jahresbericht zu erwähnen wäre,daß infolge günstiger Kassagebahrung die Wehr im Jahre 1915 von der 3ten Kriegsan¬ leihe noch K.700,-- zeichnen konnte, wovon zwar K.200,-- auf die Spen¬ der Firma Franz Bauer's Söhne entfallen. Aber immerhin wurden K.500,- aus der Gebahrung gekauft. Beitragende Mitglieder sind nicht wie ich angegeben habe 63 son¬ dern nur 58, welche K.315,-- einbezahlt haben. Zwei Mitglieder haben nicht mehr einbezahlt und von 3 Mitglindern, welche eingerückt sind habe ich keinen Beitrag von den Weibern einge¬ hoben. Unter den beitragenden Mitgliedern wäre Herr Kieltrunk als in Sibiren gefangen zu bemerken. So jetzt glaube ich alles, was zu erwähnen wäre angeführt zu haben. Mit bestem Gruß und Dank zeichne hochachtend von Brüel Windwachen wurden nur 16 abgehalten. Wohl auch eine Folge des Krieges, denn der Wind hat schon öfter geweht. Ich hätte manche Wache bemängeln können, aber bei den gegenwärtigen Zeiten muß man eben auch ein Auge zudrücken. So ist im Dezember die letzte Wache vom 6. auf den 7. gehalten worden während der Wind am 17. 18. 19. und 29. wehte. 1 KUNSTMÜHLE Poststattin GIRO-CONTO BEI DER ÖSTERR: UNGARISCHEN BANK. 55.55.5.55 A Rauch Anton Ogld WELTAUSSTELLUNG WIEN 1873. MÜHLAU BEI INNSBRUCK, TELEGR.-ADRESSE GEGRÜNDET 1830 RAUCHMÜHLE INNSBRUCK den 11. Jänner 1916 FERNSPRECHER 142. BAHNSTATION INNSBRUCK HAOPTBAHNOF Zahl: Betrifft Herrn Georg Holzmeister Innsbruck. +!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Bezugnehmend auf meine Vorsprache heute Vormittag teile Ihnen mit Am 31.Dezember 1914 war der Stand der Unterstützungskasse an Wertpapieren Nennwert... Sparkassebuch der Sparkasse Innsbruck No.54023........... " 147,70 Bargeld... . .. 24.33 daher zusammen...2822,03 Requisitenkasse Kriegsanleihe vom Jahre 1914 im Nennwerte von..........K. 400,-- Einlagebuch bei der Bank für Tirol und Vorarlberg......“ 155553 84 Bargeld. daher zusammen..556,37 Regiekasse K. 55,65 Einlagebuch bei der Bank, für Tirol und Vorarlberg Bargeld................................. "226,45 daher zusammen. und Mühlau, am 13. März 1 Mappe: ♂ das Ihr Wertes vom rter Herr Holzmeister! 1. 09 e mir Sie zu verständig 10 No den 22. März 8 Uhr Abend Samstag der Lüblauer denerwehr am einberufen wird. 0 besten Grüßen zeichn aus hochachtend. Anton Stauch d) Das ∞ par ohne am Nieder aprud und Feuerwe lige Fr. A Pol war I. Mühlau, den 18.12. I.L.L Auszüglich 19 Mühlau bei Innsbruck Herrn Georg Holzmeister Innsbruck Im Nachhango zu meinem Schreihen vom 14.ds. teile Ihnen mit, Pfeifhofer daß der Feuerwohrmann Vinzenz ohonfalls in italienischer Gefangenschaft sich befindet. Derselbe wur¬ de anlässlich des Zusammenbruches am Tassubio gefangen. Hochachtend. Peter Rauch illige Feuerw. Ihr Mühlau, den 17. September 1918 1. & Mühlau bei Innsbruck Lieber Herr Holzmeister! Ihr wertes Schreiben vom 14.ds. nebst Einlagen habe ich erhal¬ ten. Vor allem im Namen der Regiekasse den besten Dank für die Spende von K.10,-- welche der genannten Kasse zugeführt wurde. Weiters danke ich aber ganz besonders für die Uebermittlung der Aufgabe für de Herbst¬ hauptübung, welche Aufgabe ganz nach Ihren Weisungen durchgeführt wurde. Den Christl habe ich vom Magazin weg sofort nach Hause gesendet und war bei Ankunft der Feuerwehr bereits das Standrohr nebst Schlauch und Strahlrohr in Tätigkeit (natürlich nur trocken). Vom Hydranten bei Schnegg wurden 2 Schlauchlinien und von jeder mittels des doppelten Ab¬ zweighahues wieder 2 Linien, daher auf der Rückseite des Dollingeranwe¬ sens insgesamt 4 Schlauchlinien gelegt. Den Hydranten bei Gaberl oder vor dem Eingang zum Badhaus konnte ich wegen Mangel sn Leuten leuder nicht in Benützung nehmen. An der Strassenseite wurde die Leiter No.1 vor dem Dollinger Parteienhaus (Stadl) und die Leiter No.2 mit Rück¬ sicht auf die vielen Telephon- und Spanndrähte der Lokalbahn am Westen¬ de des Wirtshauses und zwar an der Ecke aufgestellt. Es wären somit ins¬ gesamt 6 Schlauchlinien ausgelegt. Anwesend waren einschließlich aller chargen 35 Mann also 66 v.H. des gesammten Standes. Nachdem aber derzeit noch 4 Mann in der Standesliste geführt werden, welche nicht hier sind, so wären eigendlich nicht 53 sondern nur 49 Mann und der Hundersatz der Anwesenden würde sich auf 71 1/2 v.H. stellen. Mit Rücksicht auf den gerin¬ gen Stand der Wehr, war es mir daher leider nicht mehr möglich noch mehr Schlauchlininen zu legen. eine sehr gute und konnte man bei der Die Aufgabe war aber wirklich an Hand der Aufstellung abgehaltenen Besprechung ruhig behaupten,daß es möglich gewesen wäre einen wirklichen Brand des Stadels einfach mit Wasse zu ersäufen und den Brand zu erdrücken. Schlauchvorräte wären noch für viel mehr Schlauchlinien vorhanden gewe¬ sen, denn wir haben ja sehr viele Schläuche und wenn einmal Zeit wäre, so lasse ich alle vorhandenen Schläuche abwikeln und nachmessen um den Vorrat genau feststellen zu können. leider haben wir für diese Arbeit eines der am besten geeigneten und tätigsten Mitglieder, den Konrad Plattner verlo¬ ren, weil derselbe am 15.ds. als Hausmeister nach Innsbruck übersiedelt ist. Es wäre mir sehr angenehm,wenn ich Sie einmal sprechen könnte, ich hätte in Tarifangelegenheiten mit Ihnen manches zu besprechen und sollten Sie einmal an einem Wochentag Zeit haben, so bitte mich zu verständigen. Mit besten Grüßen zeichne hochachtend. Monsieur le présenté Bei Verwendung der bei Christl eingelagerten Schläche zeigte sich das was ich immer befürchtet habe, ein Schlauch war abgestanden und hat¬ te ein Loch. Ich war immer gegen die Hinausgabe der Schläuche und Stand¬ wie Strahlrohre, aber die Mehrheit und die Gemeinde wollten es haben. Wenn einmal wirklich ein Brand ausbricht, so werden die Schläuche nicht brauch¬ bar sein. Nach dem einstimmigen Urteile von Fachmännern aus der Tertilbrangne und aus deil renerverwesen ist es für die Hanf- faser des bauernehrschlsuches nicht zuträglich, die Schläuche pauch getroeb/neten Zustande) zu lange in angerollten Zustands lagern zu lassen, da der schlauch im Schluenturne nie se tröcknet, dass gar keine Fenestigkeit mehr in denselben vorhanden wäre. Der Schlauch ist, wenn schon einmal benützt, immer noch wenn wenig feucht,und langes hagern desselben,insbesondere auf Erdboden, oder in schattigen Gerätestätten, lässt die Schlauch- faser langsam abeterben.Man soll daher von Zeit du Zeit, jährlich mindest einmal. trachten. alle Schlänsche aufzurollen, event. die einzelnen Stücke auszuwechseln, und dann neurollen, wobei die Schläuche immer in eine etwas andere Lage kommen. Dies dürfte für den gottlob hinreichenden und heutzutage sehr kostbaren-Schlauchmaterial der Mülauerwehr zutreffen.und so erlaabe ich mir für die morgige Uebung, die vorscheinlich die letzte der heuregen Auerliexungen sein dürfte, den Vorschlag zu machen, alle in Verwendung stehenden Schläuche (trockene Uebung) aufzurellen und möglichst ausgewechselt, wieder in die Haspel und Schleuchrollen zu legen. Hiezu soll folgende Aufenbe dienen. bei der ausnahmsweise viel Schlauchmaterial verwendung finden dürfte: M Die Ürs zum Dollinrer-Haustadel wird gewöhnlich "vergessen" zu sperren, was seit Jahren vielen Nachtschwärmern, ouch Liebes- päärchen und unterstandslosen Elementen als bekanntes Wachtlagen willkommen ist. In einer winigen Herbstnacht hat sich wiederum es ein sehnspebruder eingeschlichen, und durch dessen Unvorsich¬ tigkeit mit Pfalfe, Zigarrete oder Zündholz ist...einbrand aus gebrachen: vor Schuldsregende läuft davon, und Hau-sowie Orummetstock brennen helleuf. Bis die Anrainer.Nachtwächter und Windwache die Gefahr bemannen ist unter dem grossen Ziegeldach ein sieliches Grossfeuer verborgen. Nun: berelt Barch Christl hat seinen seine Hydrantengerüte bereits in Tätigkeit verneist, allein er hat nur einen Schlauch und Nann höebstens kein Haus, das Dach der Gartenverände und die Holzhütte im Hofraume beim Collirrer dasst mit Wasser bestreichen Das Flägeber abwehren. Den Fraudberd waren die herbeigesilte Feuerwehr ausreifer, was angesichte mangelnder Stürmgloeken und fehlender Frahr-Herzisten leider etwas vornnätet wurd. Bis Ue xxxx eintrifft ist als der grosse Stadel bereits vor teuer voll ergriffen, auch bei den Dachlacken schlagen -euerzuagen xxx Der Angriff erfolgt mittelst heiter von der Beichestrass uns ebenso werden von Südranzen zu der Unvergnüsse vor Schwager möglichet viele Schleuetwege zum Feuerberde gelegt. Die Hitze 101 fl Meyer Dorothea Johanes Jakob 1.4.45 Bendicht über die n nicht 27.7.47 gehorsamer erforderlich. Vor Sonneggeäydrerten sehen 2 Schlänche Über den Dellinger Obstgarten,ist gegenwürtig eine Grassherunter s dann in beier Tidder gekuppelt, vier Schlauchlinien darstellen. Vor Überd-Sydranten gehö eingeventeswei Schlüuche zum Dellinger Gebürme und Holzschupfen herunter, um die Funken der Heiligen ÖWunden ungefähr ich xxx gehen.Vom Heichestrausen-Evdranten geht ein schlauch über die geiter No I zum Brandobjekt, während der von Chrantl angesetzte sehleuch vom gleichen Eydranten. durch weiter die niedrige Umgebung benützt und Rupfen Lüschl. Event. soweit nach Sollauchvorrat vorhanden, wird Seiter So II vor dem Dollinger verschaffen, aufgestellt um diesen vor Fankenflug on verschützen. Herzun. xxx alliche Schläuche finden Versendung weitere Schutzmassenmen beworpen die Feuersehr von Innsbruck, irzl und übting. Die Bewohner den kommenden Zunsere flüchten sich machtzeitgebenen werden die Tiere rechtsestig und glücklich aus dem Stalle gebracht. Verkeint wird niemand. Jahr M M Männerin 9.49 Verena Leibolder 1.