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Stadtarchiv
St47 Innsbruck
P-870-1991
Stadtmagistrat Innsbruck
FEUERWEHR DER STADT INNSBRUCK
JAHRESBERICHT
1991
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BERUFSFEUERWEHR IBK
GESCHENK 2003
Stadtarchiv Innsbruck
P-870-1991
Bibliothek
- 1 -
VORWORT
Der Bezirkstag eines Feuerwehrbezirkes ist sicher-
lich der rechte Augenblick um die Ereignisse des
vorangegangenen Jahres revue passieren zu lassen,
sich die positiven und negativen Erlebnisse des
Jahres in Erinnerung zu rufen und daraus Vorsätze
abzuleiten.
Das Jahr 1991 brachte für die Feuerwehr der Stadt
Innsbruck mit insgesamt 4.125 Einsätzen eine noch
nie dagewesene Einsatzzahl. Nur durch die enge
Zusammenarbeit zwischen der Berufsfeuerwehr und
den freiwilligen Einheiten des Bezirkes Innsbruck-
Stadt konnte diese große Zahl von Einsätzen be-
wältigt werden.
Die Anschaffung neuer Geräte und Fahrzeuge er-
gän zte die Ausrüstung zweckmäßig.
Mit Ablauf des Jahres 1991 trat der Bezirksinspektor
Innsbruck-Stadt, Branddirektor Ing. Thomas Anger-
mair in den Ruhestand. Eine 20 Jahre dauernde Ära,
in der die Feuerwehr der Stadt Innsbruck auf die
Erfordernisse der Zeit angepaßt wurde, und sie zu
internationalem Renomee gelangte, fand damit ihr Ende.
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-2-
Die Verdienste von Branddirektor Ing. Thomas
Angermair wurden im Jahre 1991 durch die Verlei-
hung des silbernen Ehrenzeichens der Republik
Österreich, des Verdienstkreuzes des Deutschen
Feuerwehrverbandes, des Rot-Kreuz-Kristalles,
und die Ernennung zum Ehrenmitglied des Bezirkes
Innsbruck-Stadt gewürdigt.
3 -
I. PERSONALSTAND DER FEUERWEHR DER STADT INNSBRUCK
STAND JÄNNER 1992
1.) BERUFSFEUERWEHR
- Branddirektion:
-
Branddienst
Offiziere:
Branddirektor Ing. Gottfried
PEHAM
Branddirektor-Stellvertreter
OBR Siegfried N ALTER
BOK Peter WEIDACHER
BOK Ing. Josef HUNDSBICHLER
BAdj. Ing. Christoph WEGSCHEIDER
BAdj. Ing. Günter SCHLÖGL
WA-B
WA-A
Hauptbrandmeister
Oberbrandmeister
Brandmeister
Oberlöschmeister
Löschmeister
4 Bedienst.
9 Bedienst.
13 Bedienst.
2 Bedienst.
14 Bedienst.
4 Bedienst.
Oberfeuerwehrmänner
Feuerwehrmänner
5 Bedienst.
3 Bedienst.
8 Bedienst.
15 Bedienst.
15 Bedienst.
2 Bedienst.
4 Bedienst.
5 Bedienst.
EINSATZPERSONAL
52 Bedienst.
51 Bedienst.
GESAMT 107 BEDIENSTETE
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Tagdienst
-4-
Geschäftsgruppe Ausbildung BR Peter PESCOLLER
Geschäftsgruppe Brand-
-5-
Bezirksarchivar-Stv.
Bezirksarchivar
Bezirksjugendführer
9 Ehrenmitglieder
HBM Günter Nußbaumer
BR MOSER Helmuth
Gerhard Achammer
verhütung BR Karl BALDEMAIER
Geschäftsgruppe Verwaltung
u.Wirtschaft BR Helmut MOSER
übriger Tagdienst
9 Bedienstete
Einheit
Kommandant
aktive Mitglieder
Amras
HBI Gottfried Peer
59
GESAMTPERSONAL TAGDIENST
12 Bedienstete
Luigenstraße 43, IBK
Arzl
BV Ing. Anton Larcher
63
GESAMTPERSONAL BERUFSFEUERWEHR 121 Bedienstete
Rechenhofweg 12, IBK
Hötting
OBR Alois Muglach
55
-
Ruhestand
Schneeburggasse 42, IBK
In den Ruhestand traten im Jahre 1991:
Hungerburg
BI Dipl. Ing.Johann Herdina 28
Branddirektor Ing. Thomas Angermair
Gramartstraße 29, IBK
Wachekommandant WA-B Brandrat Karl Zimmermann
Igls
OBI Schwarz Raimund
55
Hauptbrandmeister Hermann Gspan WA-B
Hilberstraße 14, Igls
Hauptbrandmeister Alois Martha WA-B
Mühlau
ABI Ing. Unteregger Florian
Oberbrandmeister Hermann Mitterhofer WA-A
Wurmbachweg 21, IBK
61
Neu-Arzl
BR Schmarl Kurt
52
2.) FREIWILLIGE FEUERWEHREN
Hechenbergstr. 7, Neu-Rum
Reichenau
BI Armin Praxmarer
70
Bezirkskommandant
Bezirkskommandant-Stellv.
Alois Muglach
Andechsstraße 7, IBK
Bezirksinspektor
Bezirkskassier
Bezirksschriftführer
Schmarl Kurt
Brandd. Ing. Peham G.
Werner Forster
Ing. Anton Larcher
Vill
OBI Andreas Hofer
26
Viller Dorfstraße 4, Igls
Wilten-West
HBI Siegfried Schneider
57
Völserstraße 60, IBK
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-6-
-7-
10 FREIWILLIGE FEUERWEHR-EINHEITEN mit 566 aktiven
Mitgliedern und 99 außer Dienst befindlichen Mit-
gliedern.
Jugendfeuerwehr 29 Mitglieder
FF-Musik
Sembenotti Albert jun.
Amraser Straße 90 c, IBK
40
II. EINSATZ UND VERWALTUNGSGLIEDERUNG DER BERUFS-
FEUERWEHR INNSBRUCK
Einsatzglieder ung:
Branddirektion
Branddirektor, Branddirektor-Stellvertreter
3.) Gesamtstand der aktiven Mitglieder der Feuer-
wehr der Stadt Innsbruck:
Berufsfeuerwehr
109 Bedienstete
10 Freiwillige Feuerwehren
566 Mitglieder
Zusammen
675 Offiziere u.
Männer
Wachabteilung A davon sind im
Dienst
Wachabteilung B
2 Bereitschafts-
offiziere
2 Gruppenkommandanten
2 Truppkommandanten
13 Maschinisten
2 Nachrichter
12 Männer
2 Bereitschafts-
offiziere
2 Gruppenkommandanten
2 Truppkommandanten
13 Maschinisten
2 Nachrichter
12 Männer
d.h. tägliche Mindesteinsatzstärke 1 Offizier und
31 Bedienstete, damit können 2 Kommandofahrzeuge,
4 Tanklöschfahrzeuge, 1 Drehleiter, 1 TELE Lift,
2 Kranfahrzeuge, 1 Rüstfahrzeug und 1 Pulverlösch-
fahrzeug ständig besetzt werden.
Weitere Kommando-, Lösch- und Sonderfahrzeuge werden
durch flexilbe Einteilung besetzt.
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Verwaltungsgliederung:
-
- 9-
Geschäftsgruppe Ausbildung
BR Peter Pescoller
Kommando
Branddirektor Ing. Gottfried Peham
Leiter der Feuerwehr der Stadt
Innsbruck BF und FF
Organisation, Personal, Budget
Bezirksfeuerwehrinspektor Innsbruck-
Stadt
Geschäftsgruppe Nachrichtendienst
BAdj. Ing. Günter Schlögl
HBM Wolfgang Jilg
Geschäftsgruppe Brandverhütung
BR Karl Baldmeaier
Branddirektor-Stellvertreter OBR Siegfried Nalter
Mitgestaltung und Mitwirkung bei
der Leitung der Feuerwehr
Verantwortlich für Schlagkraft,
Sicherheit, Statistik, Kontrolle,
Überwachung, Repräsentanz, Alarm-
pläne
Geschäftsgruppe Feuerwehrdienst
Unfall- und Katastrophenhilfe, Technik und Aus-
rüstung,
Wachekommadnant
GGL-A BAdj. Ing. Christoph Wegscheider
GGL-B
BAdj. Ing. Günter Schlögl
BOK Peter Weidacher
BOK Ing. Josef Hundsbichler
Geschäftsgruppe Verwaltung
BR Helmut Moser
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- 10 -
III. AUSRÜSTUNG DER FEUERWEHR DER STADT INNSBRUCK
33 Einsatzfahrzeuge Berufsfeuerwehr zuzüglich
10 Katastrophenschutz
40 Einsatzfahrzeuge Freiwillige Feuerwehr zu-
züglich 8 Katastrophenschutz
19 Anhänger zuzüglich 7 Katastrophenschutz
1 Moped
4 Boote Berufsfeuerwehr
1 Boot Freiwillige Feuerwehr
203 Maschinen, Aggregate und tragbare Pumpen
8 Personenrufempfänger sille Alarmierung
Berufsfeuerwehr
156 Personenrufempfänger stille Alarmierung
Freiwillige Feuerwehr
Neues,,Mädchen für alles" bei der Berufsfeuerwehr
Hilfe in vielen Notfällen - Das neue Einsatzfahrzeug ist kleiner, wendiger und sparsamer im Verbrauch
(We) Am 4. März wurde bei der
Berufsfeuerwehr ein neues, wen-
diges Tanklöschfahrzeug in Be-
trieb genommen. Es wird als so-
als so-
genannter Trupp" eingesetzt,
tlich alle Stückeln"
"Spielt wirklich alle Stücken
und ist sozusagen als
als Mädchen
für alles" praktisch im Dauerein-
satz. Das 17 Jalire alle Trupp-
fahrzeug hat damit ausgedient.
Schier endlos ist die Palette jener
Arbeiten und Hilfeleistungen, die
von der Besatzung der Trupp-
fahrzeuge ausgeführt wird. Vom
Ich wähle beim Einkauf von
flüssigen Produkten möglichst
solche Behälter, die ich der Wie-
derverwertung zuführen kann.
Plastikflaschen schneiden dabei
am schlechtesten ab. Helfen Sie
mit, Rohstoffe zu sparen und
Müll zu vermeiden.
Mädchen für
alles" wird das
Truppfahrzeug
liebevoll von
den Florianijün-
gern genannt.
Drei Mann Be-
satzung (im
Bild
mit dem Wasser-
auger), alle Ar-
ten von Werk-
zeugen und an-
dere Hilfsmittel
gehören zur
Ausstattung.
(Foto: Frischauf)
seiner Drei-Mann-Besatzung ist fehlen nicht, damit alle umwelt-
für alle kleinen und größeren All- schädlichen Stoffe mitgenom-
tagsprobleme gerüstet.
men und fachgerecht entsorgt
werden können.
Schon 20 Minuten nach der offi-
ziellen Inbetriebnahme gab es den
ersten Alarm: Nach einem Auto-
heiten umfaßt insgesamt 86 Fahr-
zeuge. Wartung und Instandhal-
tung liegt im Verantwortungsbe
bereich der Berufsfeuerwehr. Al-
le anfallenden Arbeiten, von der
Spenglerei bis zur Lackiererei,
Autoelektrik,
Kfz-Mechanik,
Es kommt auf jeden einzelnen an. und wendiger spricht natür- unfall mußte eine Ölspur besei Funk usw., werden vom hauseige-
lecken Kraftstofftank, der ver-
sperrten Wohnungstüre über ver-
stopfte Hauskanäle, Straßenrei-
nigungen nach Unfällen, Siche
rung von Sachwerten bis zu Über-
schwemmungen und Kleinbrän-
den das Truppfahrzeug mit
Das neue Fahrzeug ist ein 125 kW
stark
starker Mercedes mit Allradan-
trieb. Es ist wesentlich kleiner
adiger als das alte Trupp-
fahrzeug und
lich auch den aktuellen Umwelt-
auflagen. Dennoch ist es mit allen
cin umfangreiches
notwendigen Werkzeugen und
Schulungs- und Ausbildungspro
Hilfsmitteln sowie mit Funk aus-
gestattet. Der Tank faßt 1000 Li- Der Fahrzeugpark der Berufs- gramm neben nicht zuletzt ca.
ter Wasser und 200 Liter Schaum- feuerwehr Innsbruck und der 4000 Einsätzen im Jahr. Leerlau-
mittel. Auch Sondermüllbehälter zehn freiwilligen Feuerwehrein fe gibt es bei der Feuerwehr keine.
tigt werden und wenig später war
ein Böschungsbrand am Ende der
Rollbahn am Flughafen zu lö-
schen..
nen Fachpersonal erledigt. Dazu
kommt in der normalen Arbeils-
zeit
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-
- 12 -
13-
IV. AUSBILDUNG
-
Berufsfeuerwehr
Im Jahre 1991 fanden neben der laufenden täglichen
Ausbildung der gesamten Mannschaft folgende Sonder-
kurse statt:
-
Atemschutzgerätelehrgang PG 174
- Schiffsführerpatent
- ÖWR und Tauchlehrschein
-
Rotes Kreuz Lehrbeauftragter
- Feuerwehr Grundlehrgang
-
- Ersthelferausbildung: Herz-Lungen-Wieder-
- Flughelferausbildung
Freiwillige Feuerwehr
belebung
In der Landes-Feuerwehrschule wurde von Mitgliedern
der Bezirksverbandes Innsbruck-Stadt besucht:
-
Grundlehrgang
Maschinistenlehrgang
Im Rahmen der Ausbildung der Freiwilligen Feuer-
wehren fanden bei der Berufsfeuerwehr folgende
Schulungen statt:
- Atemschutzlehrgang
- Abseiltechnik
Maschinistenschulungen
- Ersthelferausbildung Herz-Lungen-
Wiederbelebung (in der Klinik)
- Flughelferausbildung
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- 14
-
VI.EINSÄTZE VOM 1.1.1991 BIS 31.12.1991
V. VORBEUGENDER BRANDSCHUTZ
Von den Mitarbeitern der Geschäftsgruppe "Vor-
beugender Brandschutz" wurden im Jahre 1991 besucht:
102 Kommissionierungen
23 Kollaudie rungen
86 Begehungen
107 Besprechungen
10 Behördengespräche
6 Teilnahmen an Vorträgen
4 Tagungen über vorbeugenden Brandschutz
24 ganztägige Feuerbeschauen
Für Bedienstete von Betrieben wurden 20 Schulun-
gen für die Erste Löschhilfe durchgeführt.
INSGESAMT 4.125 EINSÄTZE
davon
1.151 Brandeinsätze
2.974 technische Hilfeleistungen
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3500
3000
2500
2000
1500
1000
500-
0
Techn.Einsätze
Brandeinsätze
BF Innsbruck
FEUERWEHR INNSBRUCK
Einsätze 1985-1991
1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991
2196 2249 2079 2199 2183 2922 2974
909 1419 825 689 822 915 1151
Brandeinsätze
Techn.Einsätze
FEUERWEHR INNSBRUCK
Einsätze 1991 Gesamtanzahl 4125
-
Brandeinsätze
28%
Techn.Einsätze
72%
BF Innsbruck
Hilfe gratis
1141
Hilfe entgeltl.
1833
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FEUERWEHR INNSBRUCK
Einsatzverteilung n. Stadtteilen
-
1991
Amras
255
Arzl
110
Hötting
Hungerburg
26
Igis
44
Mühlau
97
Neu-Arzl
113
Pradl
Reichenau
Saggen
Stadtmitte
Vill
39
Wilten
Wilten-West
Ausserhalb Stadt
BF Innsbruck
409
226
293
386
180
274
0
200
400
589
1085
600 800 1000 1200 1400
Anzahl der Einsätze 4.125
300
FEUERWEHR INNSBRUCK
Einsätze 1991 - Verteilung nach Stunden
250
200
150
100
60
50
0
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
Tages-Uhrzeit / Gesamteinsätze - 4.125
BF Innsbruck
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12/21
600
500
400
FEUERWEHR INNSBRUCK
Einsatzverteilung nach Monaten - 1991
507
359
313
332 336
318
295
300
292 298
306
274
200
100
0
Jan
495
Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Insgesamt: 4.125
3
2
1
0
FEUERWEHR INNSBRUCK
Einsatzverteilung nach Pflichtbereich
1986 1987 1988 1989 1990 1991
1985
Nachbarschaftshilfe 0,13 0,109 0,122 0,174 0,151 0,184 0,274
Stadtgemeinde Ibk. 2,975 3,559 2,782 2,714 2,854 3,653 3,851
BF Innsbruck
Wert in Tausend
Nachbarschaftshilfe
Stadtgemeinde Ibk.
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Brandeinsätze 1991
Art
Anzahl
Brände in Hochhäusern
45
Brände allgemein
226
Dachstuhlbrände
7
Geschäftsbrände
12
Kellerbrände
14
Totalbrände
3
Untersuchungen
747
Wald- und Wiesenbrände
43
Zimmerbrände
54
Insgesamt: 1.151 Brandeinsätze
Technische Einsätze 1991
Insgesamt: 2.974
Art
Anzahl
Menschenrettungen
175
Tierrettungen
106
Wasserrettungen
274
Wassereinsätze techn.
295
Technische Hilfen
1800
Elektroeinsätze
2
Lawineneinsätze
Strahleneinsätze
3
8
Schadstoffeinsätze
127
Taucheinsätze
1
Techn.Untersuchungen
6
16
Sonstige techn. Einsätze
177
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FEUERWEHR INNSBRUCK
Brandmelde-Alarme MDL - 1991
Einsätze 365
84%
Techn. Defekt 31
7%
Kein Einsatz 37
9%
BF Innsbruck
Auslösungs-Anlässe - Insgesamt 433
Brandmelde-Alarme FBM - 1991
Einsätze 99
84%
Techn. Detekt 11
9%
Kein Einsatz 8
7%
Auslösungs-Anlässe - Insgesamt 118
BF Innsbruck
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SONDERABFÄLLE
-
ENTSORGUNG
-
1989
Sammelstelle Hauptfeuerwache
1 Altöle
2 Medikamente
3 Pflanzenschutzm.
4 Haushaltsreiniger
5 Lösemittel
6 Farben, Lacke
4,713
3,859
0,239
0,511
1,194
7 Leergebinde
1,917
8 Säuren
9 Laugen
0,18
0,088
10 Speiseöle + Fette
11 Trockenbatterien
12 Neonröhren
8,998
2,131
1,34
1,178
0
2
4
6
8
10 12
Tausender
Werte in KG
BF Innsbruck
Bild 1 von 3
SONDERABFALLE - ENTSORGUNG - 1989
Sammelstelle Hauptfeuerwache
Fernseher
128
Feste Stoffe
257
Flüssige Stoffe
182
2541
Filmmaterial
Ölhaltige Stoffe
Ölbindemittel
1420
1145
Radiatoren
224
Sandfangrückstände
480
0
500
1000 1500 2000
2500 3000
Werte in KG
BF Innsbruck
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27.3. 1991
11.15 Uhr Alarm: ELF, 1. Gruppe
Bäckerei Mölk, Dreiheiligenstraße, Person zwischen
2. und 3. OG im Lift eingeschlossen.
Nach der Ersterkundung wurde festgestellt, daß eine Person zwischen
2. und 3. OG zwischen der Liftkabine und dem Liftschacht eingeklemmt
war. Es wurde Nachalarm für das THF und den Notartzwagen gegeben.
Die offensichtlich schwer verletzte Person wurde erst versorgt und sofort
Bergungsmaßnahmen eingeleitet. Das Abschrämen der Decke über dem
2. OG im Bereich des Liftschaftes mit dem schweren Bohrhammer des THF
ermöglichte schließlich die Bergung der amputationsverletzten Person.
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Bilder: Max Scherer
Experten der Innsbrucker Berufsfeuerwehr bargen die Tauchopfer J. Lessig und O. Wannhof
Experten der Berufsfeuerwehr Innsbruck entdeckten Opfer des Plansees
Leichen der Taucher
wurden nun gefunden
Taucher der Berufsfeuer-
wehr Innsbruck konnten am
Montag die Leichen jener
beiden deutschen Bundes-
wehrangehörigen orten, die
seit einem Tauchgang am
vergangenen Samstag im
Plansee im Tiroler Außerfern
vermißt wurden. Die Bergung
der Leichen war für den
Nachmittag geplant, teilte
die Gendarmerie mit.
Der 26jährige Jörg Lessig
aus Hagen und der 32jährige
Oliver. Wannof aus Sontho-
fen beide Mitglieder des
Tauchklubs Sonthofen
in
Bayern waren zuletzt am
frühen Samstag nachmittag
auf der Eisdecke des kleinen
Sees gesehen worden. Such-
aktionen am Samstag abend
und am Sonntag verliefen zu-
nächst ergebnislos. Erst mit
Hilfe von Ortungsgeräten
wurden die Leichen am Mon-
tag gefunden.
Wie der Tirol-KURIER be-
richtet hat, war den beiden
Hobbytauchern von deren
Tauchlehrer dringend davon
abgeraten worden, im Plan-
see zu tauchen.
24. 4. 1991
14.59 Uhr Alarm: ELF, 1. Gruppe, THF, KF 8, KF 45
Umgestürzter Sattelzug A-12, Fahrtrichtung Kufstein
im Bereich Autobahnknoten Ost
Die Erkundung an der Einsatzstelle ergab, daß keine Personen verletzt
waren. Mit dem KF 8 und dem KF 45 konnte der umgestürzte Sattelzug
wieder auf die Räder gestellt und abgeschleppt werden.
Die Ladung, in Säcken verpackte Erdnüsse, wurde unter Aufsicht von
Zollorganen und unter Mithilfe der FF Amras auf LKW verladen und zur
Zollfreizone gebracht.
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VÖLLIG ENTKRÄFTET wird Thomas Groschup (in der Mitte hängend) aus
der mit Eiswasser gefüllten Gletscherspalte gezogen.Foto: Scherer/Ruetz
In Spalte mit
Eiswasser
gestürzt
GRIES i. S. Zwei Stun-
den mußte ein schwer
geschockter und verletz-
ter Skifahrer in einer
nassen, eiskalten Giet-
scherspalte ausharren,
bis die ersehnte Hilfe
nahte. Thomas Gro-
schup (28) aus München
war am Samstag vom
Lüsener Ferner talwärts
gefahren. Unter der
Schneedecke verbarg
sich ein Gletscherbach.
Groschup stürzte in eine
zehn Meter tiefe Spalte,
in der sich Eiswasser ge-
sammelt hatte. Nur mit
Mühe gelang, es ihm,
drei Meter nach oben in
eine Nebenhöhle zu
kriechen. Die Bergung
gestaltete sich schwie-
rig, da der Spaltenein-
gang nur einen dreivier-
tel Meter breit war.
Zwei Taucher der Inns-
brucker Feuerwehr,
Walter Burkert (37) und
Dietmar Herskovits (30),
wurden abgeseilt, um
den Münchner aus der
Kluft zu befreien.
30.6. 1991
22.36 Uhr Alarm: ELF, 1. Gruppe, 2. Gruppe, 2. Trupp, DL 30, FF Hötting
Mariahilfstraße 24
Brand einer Baracke im Hinterhof
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte war eine ca. 90 m2 große Bracke im Hin-
terhof der Hauser Mariahilfstraße 22 - 26 im Vollbrand.
Durch den Einsatz von 5 C-Rohren über Verteiler konnte der Brand gelöscht
werden. Die Stiegenhäuser und Wohnungen der umliegenden Häuser wurden
kontrolliert und wo notwendig belüftet.
1.7. 1991
09.35 Uhr Alarm: ELF, 1. Gruppe, 2. Gruppe, PLF, KÖF, OLUF
beschädigte Gashauptleitung am Adolf Pichler Platz
Besetzung der HFW durch die FF Mühlau
Durch Aufteilung der Einsatzkräfte konnten alle Zufahrten zum Adolf-
Pichler-Platz abgesperrt werden. Aus einer durch die Bagger beschädig-
ten Gashochdruckleitung strömte massiv Gas aus.
Im ganzen Gebiet wurden eventuelle Zündquellen beseitigt und Ex-Messungen
durchgeführt.
Der Schaden wurde durch das Gaswerk behoben.
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A
m 17. Juli 1991 gab es
im Gebiet des Achen-
sees in Tirol einen Ge-
wittersturm, bei dem eine
Windhö die aus fünt Einzel-
gondeln bestehende Gruppe
der Pertisauer Bergbahnen,
die sich schon nahe der Talsta-
tion befanden, aus dem Seil
riß. Sicherheitseinrichtungen
verhinderten einen Absturz
auf den Boden. In der Endlage
waren die Gondeln ca. 39 m
über Grund.
Bereits drei Minuten nach
dem Unfall um 12.05 Uhr wur-
den die Freiwilligen Feuer-
wehren Pertisau und Eben
verständigt. Der Alarm über
stille Alarmierung und Sire.
nen der beiden Feuerwehren
REPORT
ZUM TITELBILD
Bange Stunden für die
Insassen der Pertisauer
Gondelbahn: ein heftiger
Windstoß warf das Sell
dar Bahn über den Fang-
schuh, die Gondeln ka-
men durch die Sicher-
heitseinrichtung zum
Stillstand. Spezialisten
der BF Innsbruck und der
Bergrettung bargen die
Passagiere
Fotos: Miksch/Pertisau
Pertisau/Tirol:
Gondeln stürzten
aus dem Seil
Nach einem Bericht von FKDT ABI Albert Bichler/FF Eben
erfolgte von der Alarmzentrale
GP Jenbach aus.
Nach Eintreffen der Bergret
Jun.
des Hubschraubers
Christophorus 1" und des HS
des Innenministeriums wurde
eine Lagebesprechung abge-
halten und die weitere Vor-
gangsweise abgesprochen
Erwogen wurde auch ein Ein-
satz der
DLK 30 der FF
Schwaz. Zielführend erwies
sich die Anforderung eines
weileren IIS der Heli-Air und
der BF Innsbruck, die über
grolle Erfahrungen über der-
artige IIS-Bergungen verfu-
gen. Kurz darauf traf dieser
Hubschrauber,
ausgerüstet
mit einem Bergenetz, einem
Offizier, einem Mann und
einem Flugheller der BF Inns
bruck ein. Trotz heftigen Re-
gens brachten sie problemlos
die Passagiere auf den siche-
ren Boden. Von den sechs in
das Krankenhaus transportier-
ten Personen wurden zwei sta-
tionär aufgenommen, die übri-
gen ambulant behandelt. Die
restlichen Passagiere worden
ebenfalls geborgen, sie kamen
mit dem Schrecken davon.
Einsatzkräfte: FF Pertisau: 1
TLF 3000, 1 KRF mit 26 Mann:
FF Eben: 1 KDO. 1 RF, 1 BLFA,
1 DL 17 mit 22 Mann. Einsatz-
leiter: ABI Albert Bichler, KDT
der FF Eben. Einsatzende:
16.30 Uhr.
Hönigsberger: In der alwafe
fahrenden Gruppe, die entglei
te, waren 34 Personen, in der
ergwärts fahrenden 36 Perso-
en. Leicht verletzt wurden 6
deutsche Staatsangehörige. So
ort nach Auftreten des Unfalls
wurden die Fahrgäste beruhigt,
Weiters
und mit dem Bahnpersonal die
Bergung begonnen.
Gendarmerie,
wurden die
Rotes
Feuerwehr, Bergrettung so-
Kreuz und die
wie die Oberste Seilbahnbehör-
de informiert. BL-Stv. Steiner
seilte sich von der Stütze 3 mit
dem Bergegerät zur Gondel-
gruppe ab und konnte innerhalb
on 40 Minuten 11 Personen aus
der ersten Gruppe sicher ber-
gen. Parallel dazu wurde sofort
der
ei der zweiten Gruppe mit der
Bergrettung Maurach,
Leitung von Josef Ha
Personen mit dem Bergegerät
bgeseilt. Alle weiteren Insas-
sen wurden mit dem Bergekorb
er Heli Air, Innsbruck, zu Bo
en ebracht
9. 9. 1991
wurden Notbetten für die Übernachtung von illegalen Einwanderern
am Flughafen aufgestellt.
22.15 Uhr: Uber Ersuchen der Betriebsleitung des Innsbrucker Flughafens
6. 12. 1991
unter der Leitung von OLM Roman Holzmann ein abgestürzter
08.00 Uhr: Mit dem KF 2,5 und dem UNIMOG wurde vom Grundlehrgang der BFI
Traktor aus unwegsamen Gelände am Rangger Berg geborgen.
Es wurden die Winden des KF 2,5 und des UNIMOG, sowie mehrere
Greifzüge eingesetzt.
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22. 12. 1991
23. 12. 1991
Aufgrund von starken Schneefallen und anschließenden Regenfällen kam es
im ganzen Stadtgebiet von Innsbruck zu einer großen Zahl von Unwetterein-
sätzen.
Alle 10 einheiten des Bezirkes Innsbruck-Stadt und die Berufsfeuerwehr waren
in diesen Tagen beinahe rund um die Uhr im Einsatz. So bewältigte die
Berufsfeuerwehr in der Zeit vom
22. 12. 1991, 07.00 Uhr bis 23. 12. 1991, 07.00 Uhr
66 Einsätze, die 10 FF Einheiten insgesamt 193 Einsätze.
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