1991 ==== Stadtarchiv St47 Innsbruck P-870-1991 Stadtmagistrat Innsbruck FEUERWEHR DER STADT INNSBRUCK JAHRESBERICHT 1991 BERUFSFEUERWEHR IBK GESCHENK 2003 Stadtarchiv Innsbruck P-870-1991 Bibliothek - 1 - VORWORT Der Bezirkstag eines Feuerwehrbezirkes ist sicher- lich der rechte Augenblick um die Ereignisse des vorangegangenen Jahres revue passieren zu lassen, sich die positiven und negativen Erlebnisse des Jahres in Erinnerung zu rufen und daraus Vorsätze abzuleiten. Das Jahr 1991 brachte für die Feuerwehr der Stadt Innsbruck mit insgesamt 4.125 Einsätzen eine noch nie dagewesene Einsatzzahl. Nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Berufsfeuerwehr und den freiwilligen Einheiten des Bezirkes Innsbruck- Stadt konnte diese große Zahl von Einsätzen be- wältigt werden. Die Anschaffung neuer Geräte und Fahrzeuge er- gän zte die Ausrüstung zweckmäßig. Mit Ablauf des Jahres 1991 trat der Bezirksinspektor Innsbruck-Stadt, Branddirektor Ing. Thomas Anger- mair in den Ruhestand. Eine 20 Jahre dauernde Ära, in der die Feuerwehr der Stadt Innsbruck auf die Erfordernisse der Zeit angepaßt wurde, und sie zu internationalem Renomee gelangte, fand damit ihr Ende. -2- Die Verdienste von Branddirektor Ing. Thomas Angermair wurden im Jahre 1991 durch die Verlei- hung des silbernen Ehrenzeichens der Republik Österreich, des Verdienstkreuzes des Deutschen Feuerwehrverbandes, des Rot-Kreuz-Kristalles, und die Ernennung zum Ehrenmitglied des Bezirkes Innsbruck-Stadt gewürdigt. 3 - I. PERSONALSTAND DER FEUERWEHR DER STADT INNSBRUCK STAND JÄNNER 1992 1.) BERUFSFEUERWEHR - Branddirektion: - Branddienst Offiziere: Branddirektor Ing. Gottfried PEHAM Branddirektor-Stellvertreter OBR Siegfried N ALTER BOK Peter WEIDACHER BOK Ing. Josef HUNDSBICHLER BAdj. Ing. Christoph WEGSCHEIDER BAdj. Ing. Günter SCHLÖGL WA-B WA-A Hauptbrandmeister Oberbrandmeister Brandmeister Oberlöschmeister Löschmeister 4 Bedienst. 9 Bedienst. 13 Bedienst. 2 Bedienst. 14 Bedienst. 4 Bedienst. Oberfeuerwehrmänner Feuerwehrmänner 5 Bedienst. 3 Bedienst. 8 Bedienst. 15 Bedienst. 15 Bedienst. 2 Bedienst. 4 Bedienst. 5 Bedienst. EINSATZPERSONAL 52 Bedienst. 51 Bedienst. GESAMT 107 BEDIENSTETE Tagdienst -4- Geschäftsgruppe Ausbildung BR Peter PESCOLLER Geschäftsgruppe Brand- -5- Bezirksarchivar-Stv. Bezirksarchivar Bezirksjugendführer 9 Ehrenmitglieder HBM Günter Nußbaumer BR MOSER Helmuth Gerhard Achammer verhütung BR Karl BALDEMAIER Geschäftsgruppe Verwaltung u.Wirtschaft BR Helmut MOSER übriger Tagdienst 9 Bedienstete Einheit Kommandant aktive Mitglieder Amras HBI Gottfried Peer 59 GESAMTPERSONAL TAGDIENST 12 Bedienstete Luigenstraße 43, IBK Arzl BV Ing. Anton Larcher 63 GESAMTPERSONAL BERUFSFEUERWEHR 121 Bedienstete Rechenhofweg 12, IBK Hötting OBR Alois Muglach 55 - Ruhestand Schneeburggasse 42, IBK In den Ruhestand traten im Jahre 1991: Hungerburg BI Dipl. Ing.Johann Herdina 28 Branddirektor Ing. Thomas Angermair Gramartstraße 29, IBK Wachekommandant WA-B Brandrat Karl Zimmermann Igls OBI Schwarz Raimund 55 Hauptbrandmeister Hermann Gspan WA-B Hilberstraße 14, Igls Hauptbrandmeister Alois Martha WA-B Mühlau ABI Ing. Unteregger Florian Oberbrandmeister Hermann Mitterhofer WA-A Wurmbachweg 21, IBK 61 Neu-Arzl BR Schmarl Kurt 52 2.) FREIWILLIGE FEUERWEHREN Hechenbergstr. 7, Neu-Rum Reichenau BI Armin Praxmarer 70 Bezirkskommandant Bezirkskommandant-Stellv. Alois Muglach Andechsstraße 7, IBK Bezirksinspektor Bezirkskassier Bezirksschriftführer Schmarl Kurt Brandd. Ing. Peham G. Werner Forster Ing. Anton Larcher Vill OBI Andreas Hofer 26 Viller Dorfstraße 4, Igls Wilten-West HBI Siegfried Schneider 57 Völserstraße 60, IBK -6- -7- 10 FREIWILLIGE FEUERWEHR-EINHEITEN mit 566 aktiven Mitgliedern und 99 außer Dienst befindlichen Mit- gliedern. Jugendfeuerwehr 29 Mitglieder FF-Musik Sembenotti Albert jun. Amraser Straße 90 c, IBK 40 II. EINSATZ UND VERWALTUNGSGLIEDERUNG DER BERUFS- FEUERWEHR INNSBRUCK Einsatzglieder ung: Branddirektion Branddirektor, Branddirektor-Stellvertreter 3.) Gesamtstand der aktiven Mitglieder der Feuer- wehr der Stadt Innsbruck: Berufsfeuerwehr 109 Bedienstete 10 Freiwillige Feuerwehren 566 Mitglieder Zusammen 675 Offiziere u. Männer Wachabteilung A davon sind im Dienst Wachabteilung B 2 Bereitschafts- offiziere 2 Gruppenkommandanten 2 Truppkommandanten 13 Maschinisten 2 Nachrichter 12 Männer 2 Bereitschafts- offiziere 2 Gruppenkommandanten 2 Truppkommandanten 13 Maschinisten 2 Nachrichter 12 Männer d.h. tägliche Mindesteinsatzstärke 1 Offizier und 31 Bedienstete, damit können 2 Kommandofahrzeuge, 4 Tanklöschfahrzeuge, 1 Drehleiter, 1 TELE Lift, 2 Kranfahrzeuge, 1 Rüstfahrzeug und 1 Pulverlösch- fahrzeug ständig besetzt werden. Weitere Kommando-, Lösch- und Sonderfahrzeuge werden durch flexilbe Einteilung besetzt. Verwaltungsgliederung: - - 9- Geschäftsgruppe Ausbildung BR Peter Pescoller Kommando Branddirektor Ing. Gottfried Peham Leiter der Feuerwehr der Stadt Innsbruck BF und FF Organisation, Personal, Budget Bezirksfeuerwehrinspektor Innsbruck- Stadt Geschäftsgruppe Nachrichtendienst BAdj. Ing. Günter Schlögl HBM Wolfgang Jilg Geschäftsgruppe Brandverhütung BR Karl Baldmeaier Branddirektor-Stellvertreter OBR Siegfried Nalter Mitgestaltung und Mitwirkung bei der Leitung der Feuerwehr Verantwortlich für Schlagkraft, Sicherheit, Statistik, Kontrolle, Überwachung, Repräsentanz, Alarm- pläne Geschäftsgruppe Feuerwehrdienst Unfall- und Katastrophenhilfe, Technik und Aus- rüstung, Wachekommadnant GGL-A BAdj. Ing. Christoph Wegscheider GGL-B BAdj. Ing. Günter Schlögl BOK Peter Weidacher BOK Ing. Josef Hundsbichler Geschäftsgruppe Verwaltung BR Helmut Moser - 10 - III. AUSRÜSTUNG DER FEUERWEHR DER STADT INNSBRUCK 33 Einsatzfahrzeuge Berufsfeuerwehr zuzüglich 10 Katastrophenschutz 40 Einsatzfahrzeuge Freiwillige Feuerwehr zu- züglich 8 Katastrophenschutz 19 Anhänger zuzüglich 7 Katastrophenschutz 1 Moped 4 Boote Berufsfeuerwehr 1 Boot Freiwillige Feuerwehr 203 Maschinen, Aggregate und tragbare Pumpen 8 Personenrufempfänger sille Alarmierung Berufsfeuerwehr 156 Personenrufempfänger stille Alarmierung Freiwillige Feuerwehr Neues,,Mädchen für alles" bei der Berufsfeuerwehr Hilfe in vielen Notfällen - Das neue Einsatzfahrzeug ist kleiner, wendiger und sparsamer im Verbrauch (We) Am 4. März wurde bei der Berufsfeuerwehr ein neues, wen- diges Tanklöschfahrzeug in Be- trieb genommen. Es wird als so- als so- genannter Trupp" eingesetzt, tlich alle Stückeln" "Spielt wirklich alle Stücken und ist sozusagen als als Mädchen für alles" praktisch im Dauerein- satz. Das 17 Jalire alle Trupp- fahrzeug hat damit ausgedient. Schier endlos ist die Palette jener Arbeiten und Hilfeleistungen, die von der Besatzung der Trupp- fahrzeuge ausgeführt wird. Vom Ich wähle beim Einkauf von flüssigen Produkten möglichst solche Behälter, die ich der Wie- derverwertung zuführen kann. Plastikflaschen schneiden dabei am schlechtesten ab. Helfen Sie mit, Rohstoffe zu sparen und Müll zu vermeiden. Mädchen für alles" wird das Truppfahrzeug liebevoll von den Florianijün- gern genannt. Drei Mann Be- satzung (im Bild mit dem Wasser- auger), alle Ar- ten von Werk- zeugen und an- dere Hilfsmittel gehören zur Ausstattung. (Foto: Frischauf) seiner Drei-Mann-Besatzung ist fehlen nicht, damit alle umwelt- für alle kleinen und größeren All- schädlichen Stoffe mitgenom- tagsprobleme gerüstet. men und fachgerecht entsorgt werden können. Schon 20 Minuten nach der offi- ziellen Inbetriebnahme gab es den ersten Alarm: Nach einem Auto- heiten umfaßt insgesamt 86 Fahr- zeuge. Wartung und Instandhal- tung liegt im Verantwortungsbe bereich der Berufsfeuerwehr. Al- le anfallenden Arbeiten, von der Spenglerei bis zur Lackiererei, Autoelektrik, Kfz-Mechanik, Es kommt auf jeden einzelnen an. und wendiger spricht natür- unfall mußte eine Ölspur besei Funk usw., werden vom hauseige- lecken Kraftstofftank, der ver- sperrten Wohnungstüre über ver- stopfte Hauskanäle, Straßenrei- nigungen nach Unfällen, Siche rung von Sachwerten bis zu Über- schwemmungen und Kleinbrän- den das Truppfahrzeug mit Das neue Fahrzeug ist ein 125 kW stark starker Mercedes mit Allradan- trieb. Es ist wesentlich kleiner adiger als das alte Trupp- fahrzeug und lich auch den aktuellen Umwelt- auflagen. Dennoch ist es mit allen cin umfangreiches notwendigen Werkzeugen und Schulungs- und Ausbildungspro Hilfsmitteln sowie mit Funk aus- gestattet. Der Tank faßt 1000 Li- Der Fahrzeugpark der Berufs- gramm neben nicht zuletzt ca. ter Wasser und 200 Liter Schaum- feuerwehr Innsbruck und der 4000 Einsätzen im Jahr. Leerlau- mittel. Auch Sondermüllbehälter zehn freiwilligen Feuerwehrein fe gibt es bei der Feuerwehr keine. tigt werden und wenig später war ein Böschungsbrand am Ende der Rollbahn am Flughafen zu lö- schen.. nen Fachpersonal erledigt. Dazu kommt in der normalen Arbeils- zeit - - 12 - 13- IV. AUSBILDUNG - Berufsfeuerwehr Im Jahre 1991 fanden neben der laufenden täglichen Ausbildung der gesamten Mannschaft folgende Sonder- kurse statt: - Atemschutzgerätelehrgang PG 174 - Schiffsführerpatent - ÖWR und Tauchlehrschein - Rotes Kreuz Lehrbeauftragter - Feuerwehr Grundlehrgang - - Ersthelferausbildung: Herz-Lungen-Wieder- - Flughelferausbildung Freiwillige Feuerwehr belebung In der Landes-Feuerwehrschule wurde von Mitgliedern der Bezirksverbandes Innsbruck-Stadt besucht: - Grundlehrgang Maschinistenlehrgang Im Rahmen der Ausbildung der Freiwilligen Feuer- wehren fanden bei der Berufsfeuerwehr folgende Schulungen statt: - Atemschutzlehrgang - Abseiltechnik Maschinistenschulungen - Ersthelferausbildung Herz-Lungen- Wiederbelebung (in der Klinik) - Flughelferausbildung - 14 - VI.EINSÄTZE VOM 1.1.1991 BIS 31.12.1991 V. VORBEUGENDER BRANDSCHUTZ Von den Mitarbeitern der Geschäftsgruppe "Vor- beugender Brandschutz" wurden im Jahre 1991 besucht: 102 Kommissionierungen 23 Kollaudie rungen 86 Begehungen 107 Besprechungen 10 Behördengespräche 6 Teilnahmen an Vorträgen 4 Tagungen über vorbeugenden Brandschutz 24 ganztägige Feuerbeschauen Für Bedienstete von Betrieben wurden 20 Schulun- gen für die Erste Löschhilfe durchgeführt. INSGESAMT 4.125 EINSÄTZE davon 1.151 Brandeinsätze 2.974 technische Hilfeleistungen 3500 3000 2500 2000 1500 1000 500- 0 Techn.Einsätze Brandeinsätze BF Innsbruck FEUERWEHR INNSBRUCK Einsätze 1985-1991 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 2196 2249 2079 2199 2183 2922 2974 909 1419 825 689 822 915 1151 Brandeinsätze Techn.Einsätze FEUERWEHR INNSBRUCK Einsätze 1991 Gesamtanzahl 4125 - Brandeinsätze 28% Techn.Einsätze 72% BF Innsbruck Hilfe gratis 1141 Hilfe entgeltl. 1833 FEUERWEHR INNSBRUCK Einsatzverteilung n. Stadtteilen - 1991 Amras 255 Arzl 110 Hötting Hungerburg 26 Igis 44 Mühlau 97 Neu-Arzl 113 Pradl Reichenau Saggen Stadtmitte Vill 39 Wilten Wilten-West Ausserhalb Stadt BF Innsbruck 409 226 293 386 180 274 0 200 400 589 1085 600 800 1000 1200 1400 Anzahl der Einsätze 4.125 300 FEUERWEHR INNSBRUCK Einsätze 1991 - Verteilung nach Stunden 250 200 150 100 60 50 0 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Tages-Uhrzeit / Gesamteinsätze - 4.125 BF Innsbruck 600 500 400 FEUERWEHR INNSBRUCK Einsatzverteilung nach Monaten - 1991 507 359 313 332 336 318 295 300 292 298 306 274 200 100 0 Jan 495 Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Insgesamt: 4.125 3 2 1 0 FEUERWEHR INNSBRUCK Einsatzverteilung nach Pflichtbereich 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1985 Nachbarschaftshilfe 0,13 0,109 0,122 0,174 0,151 0,184 0,274 Stadtgemeinde Ibk. 2,975 3,559 2,782 2,714 2,854 3,653 3,851 BF Innsbruck Wert in Tausend Nachbarschaftshilfe Stadtgemeinde Ibk. Brandeinsätze 1991 Art Anzahl Brände in Hochhäusern 45 Brände allgemein 226 Dachstuhlbrände 7 Geschäftsbrände 12 Kellerbrände 14 Totalbrände 3 Untersuchungen 747 Wald- und Wiesenbrände 43 Zimmerbrände 54 Insgesamt: 1.151 Brandeinsätze Technische Einsätze 1991 Insgesamt: 2.974 Art Anzahl Menschenrettungen 175 Tierrettungen 106 Wasserrettungen 274 Wassereinsätze techn. 295 Technische Hilfen 1800 Elektroeinsätze 2 Lawineneinsätze Strahleneinsätze 3 8 Schadstoffeinsätze 127 Taucheinsätze 1 Techn.Untersuchungen 6 16 Sonstige techn. Einsätze 177 FEUERWEHR INNSBRUCK Brandmelde-Alarme MDL - 1991 Einsätze 365 84% Techn. Defekt 31 7% Kein Einsatz 37 9% BF Innsbruck Auslösungs-Anlässe - Insgesamt 433 Brandmelde-Alarme FBM - 1991 Einsätze 99 84% Techn. Detekt 11 9% Kein Einsatz 8 7% Auslösungs-Anlässe - Insgesamt 118 BF Innsbruck SONDERABFÄLLE - ENTSORGUNG - 1989 Sammelstelle Hauptfeuerwache 1 Altöle 2 Medikamente 3 Pflanzenschutzm. 4 Haushaltsreiniger 5 Lösemittel 6 Farben, Lacke 4,713 3,859 0,239 0,511 1,194 7 Leergebinde 1,917 8 Säuren 9 Laugen 0,18 0,088 10 Speiseöle + Fette 11 Trockenbatterien 12 Neonröhren 8,998 2,131 1,34 1,178 0 2 4 6 8 10 12 Tausender Werte in KG BF Innsbruck Bild 1 von 3 SONDERABFALLE - ENTSORGUNG - 1989 Sammelstelle Hauptfeuerwache Fernseher 128 Feste Stoffe 257 Flüssige Stoffe 182 2541 Filmmaterial Ölhaltige Stoffe Ölbindemittel 1420 1145 Radiatoren 224 Sandfangrückstände 480 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 Werte in KG BF Innsbruck Bild 2 von 3 27.3. 1991 11.15 Uhr Alarm: ELF, 1. Gruppe Bäckerei Mölk, Dreiheiligenstraße, Person zwischen 2. und 3. OG im Lift eingeschlossen. Nach der Ersterkundung wurde festgestellt, daß eine Person zwischen 2. und 3. OG zwischen der Liftkabine und dem Liftschacht eingeklemmt war. Es wurde Nachalarm für das THF und den Notartzwagen gegeben. Die offensichtlich schwer verletzte Person wurde erst versorgt und sofort Bergungsmaßnahmen eingeleitet. Das Abschrämen der Decke über dem 2. OG im Bereich des Liftschaftes mit dem schweren Bohrhammer des THF ermöglichte schließlich die Bergung der amputationsverletzten Person. Bilder: Max Scherer Experten der Innsbrucker Berufsfeuerwehr bargen die Tauchopfer J. Lessig und O. Wannhof Experten der Berufsfeuerwehr Innsbruck entdeckten Opfer des Plansees Leichen der Taucher wurden nun gefunden Taucher der Berufsfeuer- wehr Innsbruck konnten am Montag die Leichen jener beiden deutschen Bundes- wehrangehörigen orten, die seit einem Tauchgang am vergangenen Samstag im Plansee im Tiroler Außerfern vermißt wurden. Die Bergung der Leichen war für den Nachmittag geplant, teilte die Gendarmerie mit. Der 26jährige Jörg Lessig aus Hagen und der 32jährige Oliver. Wannof aus Sontho- fen beide Mitglieder des Tauchklubs Sonthofen in Bayern waren zuletzt am frühen Samstag nachmittag auf der Eisdecke des kleinen Sees gesehen worden. Such- aktionen am Samstag abend und am Sonntag verliefen zu- nächst ergebnislos. Erst mit Hilfe von Ortungsgeräten wurden die Leichen am Mon- tag gefunden. Wie der Tirol-KURIER be- richtet hat, war den beiden Hobbytauchern von deren Tauchlehrer dringend davon abgeraten worden, im Plan- see zu tauchen. 24. 4. 1991 14.59 Uhr Alarm: ELF, 1. Gruppe, THF, KF 8, KF 45 Umgestürzter Sattelzug A-12, Fahrtrichtung Kufstein im Bereich Autobahnknoten Ost Die Erkundung an der Einsatzstelle ergab, daß keine Personen verletzt waren. Mit dem KF 8 und dem KF 45 konnte der umgestürzte Sattelzug wieder auf die Räder gestellt und abgeschleppt werden. Die Ladung, in Säcken verpackte Erdnüsse, wurde unter Aufsicht von Zollorganen und unter Mithilfe der FF Amras auf LKW verladen und zur Zollfreizone gebracht. VÖLLIG ENTKRÄFTET wird Thomas Groschup (in der Mitte hängend) aus der mit Eiswasser gefüllten Gletscherspalte gezogen.Foto: Scherer/Ruetz In Spalte mit Eiswasser gestürzt GRIES i. S. Zwei Stun- den mußte ein schwer geschockter und verletz- ter Skifahrer in einer nassen, eiskalten Giet- scherspalte ausharren, bis die ersehnte Hilfe nahte. Thomas Gro- schup (28) aus München war am Samstag vom Lüsener Ferner talwärts gefahren. Unter der Schneedecke verbarg sich ein Gletscherbach. Groschup stürzte in eine zehn Meter tiefe Spalte, in der sich Eiswasser ge- sammelt hatte. Nur mit Mühe gelang, es ihm, drei Meter nach oben in eine Nebenhöhle zu kriechen. Die Bergung gestaltete sich schwie- rig, da der Spaltenein- gang nur einen dreivier- tel Meter breit war. Zwei Taucher der Inns- brucker Feuerwehr, Walter Burkert (37) und Dietmar Herskovits (30), wurden abgeseilt, um den Münchner aus der Kluft zu befreien. 30.6. 1991 22.36 Uhr Alarm: ELF, 1. Gruppe, 2. Gruppe, 2. Trupp, DL 30, FF Hötting Mariahilfstraße 24 Brand einer Baracke im Hinterhof Bei Eintreffen der Einsatzkräfte war eine ca. 90 m2 große Bracke im Hin- terhof der Hauser Mariahilfstraße 22 - 26 im Vollbrand. Durch den Einsatz von 5 C-Rohren über Verteiler konnte der Brand gelöscht werden. Die Stiegenhäuser und Wohnungen der umliegenden Häuser wurden kontrolliert und wo notwendig belüftet. 1.7. 1991 09.35 Uhr Alarm: ELF, 1. Gruppe, 2. Gruppe, PLF, KÖF, OLUF beschädigte Gashauptleitung am Adolf Pichler Platz Besetzung der HFW durch die FF Mühlau Durch Aufteilung der Einsatzkräfte konnten alle Zufahrten zum Adolf- Pichler-Platz abgesperrt werden. Aus einer durch die Bagger beschädig- ten Gashochdruckleitung strömte massiv Gas aus. Im ganzen Gebiet wurden eventuelle Zündquellen beseitigt und Ex-Messungen durchgeführt. Der Schaden wurde durch das Gaswerk behoben. A m 17. Juli 1991 gab es im Gebiet des Achen- sees in Tirol einen Ge- wittersturm, bei dem eine Windhö die aus fünt Einzel- gondeln bestehende Gruppe der Pertisauer Bergbahnen, die sich schon nahe der Talsta- tion befanden, aus dem Seil riß. Sicherheitseinrichtungen verhinderten einen Absturz auf den Boden. In der Endlage waren die Gondeln ca. 39 m über Grund. Bereits drei Minuten nach dem Unfall um 12.05 Uhr wur- den die Freiwilligen Feuer- wehren Pertisau und Eben verständigt. Der Alarm über stille Alarmierung und Sire. nen der beiden Feuerwehren REPORT ZUM TITELBILD Bange Stunden für die Insassen der Pertisauer Gondelbahn: ein heftiger Windstoß warf das Sell dar Bahn über den Fang- schuh, die Gondeln ka- men durch die Sicher- heitseinrichtung zum Stillstand. Spezialisten der BF Innsbruck und der Bergrettung bargen die Passagiere Fotos: Miksch/Pertisau Pertisau/Tirol: Gondeln stürzten aus dem Seil Nach einem Bericht von FKDT ABI Albert Bichler/FF Eben erfolgte von der Alarmzentrale GP Jenbach aus. Nach Eintreffen der Bergret Jun. des Hubschraubers Christophorus 1" und des HS des Innenministeriums wurde eine Lagebesprechung abge- halten und die weitere Vor- gangsweise abgesprochen Erwogen wurde auch ein Ein- satz der DLK 30 der FF Schwaz. Zielführend erwies sich die Anforderung eines weileren IIS der Heli-Air und der BF Innsbruck, die über grolle Erfahrungen über der- artige IIS-Bergungen verfu- gen. Kurz darauf traf dieser Hubschrauber, ausgerüstet mit einem Bergenetz, einem Offizier, einem Mann und einem Flugheller der BF Inns bruck ein. Trotz heftigen Re- gens brachten sie problemlos die Passagiere auf den siche- ren Boden. Von den sechs in das Krankenhaus transportier- ten Personen wurden zwei sta- tionär aufgenommen, die übri- gen ambulant behandelt. Die restlichen Passagiere worden ebenfalls geborgen, sie kamen mit dem Schrecken davon. Einsatzkräfte: FF Pertisau: 1 TLF 3000, 1 KRF mit 26 Mann: FF Eben: 1 KDO. 1 RF, 1 BLFA, 1 DL 17 mit 22 Mann. Einsatz- leiter: ABI Albert Bichler, KDT der FF Eben. Einsatzende: 16.30 Uhr. Hönigsberger: In der alwafe fahrenden Gruppe, die entglei te, waren 34 Personen, in der ergwärts fahrenden 36 Perso- en. Leicht verletzt wurden 6 deutsche Staatsangehörige. So ort nach Auftreten des Unfalls wurden die Fahrgäste beruhigt, Weiters und mit dem Bahnpersonal die Bergung begonnen. Gendarmerie, wurden die Rotes Feuerwehr, Bergrettung so- Kreuz und die wie die Oberste Seilbahnbehör- de informiert. BL-Stv. Steiner seilte sich von der Stütze 3 mit dem Bergegerät zur Gondel- gruppe ab und konnte innerhalb on 40 Minuten 11 Personen aus der ersten Gruppe sicher ber- gen. Parallel dazu wurde sofort der ei der zweiten Gruppe mit der Bergrettung Maurach, Leitung von Josef Ha Personen mit dem Bergegerät bgeseilt. Alle weiteren Insas- sen wurden mit dem Bergekorb er Heli Air, Innsbruck, zu Bo en ebracht 9. 9. 1991 wurden Notbetten für die Übernachtung von illegalen Einwanderern am Flughafen aufgestellt. 22.15 Uhr: Uber Ersuchen der Betriebsleitung des Innsbrucker Flughafens 6. 12. 1991 unter der Leitung von OLM Roman Holzmann ein abgestürzter 08.00 Uhr: Mit dem KF 2,5 und dem UNIMOG wurde vom Grundlehrgang der BFI Traktor aus unwegsamen Gelände am Rangger Berg geborgen. Es wurden die Winden des KF 2,5 und des UNIMOG, sowie mehrere Greifzüge eingesetzt. 22. 12. 1991 23. 12. 1991 Aufgrund von starken Schneefallen und anschließenden Regenfällen kam es im ganzen Stadtgebiet von Innsbruck zu einer großen Zahl von Unwetterein- sätzen. Alle 10 einheiten des Bezirkes Innsbruck-Stadt und die Berufsfeuerwehr waren in diesen Tagen beinahe rund um die Uhr im Einsatz. So bewältigte die Berufsfeuerwehr in der Zeit vom 22. 12. 1991, 07.00 Uhr bis 23. 12. 1991, 07.00 Uhr 66 Einsätze, die 10 FF Einheiten insgesamt 193 Einsätze.