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StA?
Stadtarchiv
Innsbruck
B-6177
Stadtmagistrat Innsbruck
Srang Churner
Em Lebensbilo
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[Schullern, Q.v.]:
Franz
burner
Ein Lebensbild.
[1903]
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A
Im 17. Juni 1879 hat unsere Stadt, hat das Vater-
land einen Mann verloren. Das kann wenig oder viel
sein. Dieser aber war ein Mann im vollsten und edelsten
Sinne des Wortes, ein Mann von echtem deutschen Schrott
und Korn, ein ganzer Mann. Stark an Leib und Seele
hat er sich durch seine eigene Kraft zu einer geachteten, ein-
flußreichen Stellung im bürgerlichen Leben, zu einem
nüglichen Gliede der Gesellschaft emporgeschwungen, hat
segensreiche Institutionen organisiert und verbreitet, hat in
unermüdeter Tätigkeit und Liebe zur Sache seines be
schwerlichen Berufsamtes gewaltet, hat mit seiner Kraft
eine ganze Generation gekräftigt und, wie er so im Frie-
den dem Vaterlande erfolgreiche Dienste geleistet, hat er
auch dreimal im Kriege sein Leben für dasselbe in die
Schanze geschlagen.
Das Staatsoberhaupt erkannte durch mehrfache Aus-
zeichnungen die Verdienste des bescheidenen Mannes an
und Dank und Liebe von Tausenden und aber Tausen-
den seiner Schüler und Freunde folgte ihm in das Grab,
in das der in der Vollkraft des Mannesalters Stehende
plötzlich durch eine jähe Krankheit, eine Eiche durch den
Blig, gestürzt wurde.
Franz Thurner wurde geboren am 25. Oktober 1828
in Innsbruck. Sein Vater, gleichen Namens, war Seiler-
meister hier, seine Mutter hieß Nothburga Krainer. Er
besuchte die Normalhauptschule, lernte, nachdem sein Vater
bereits 1835 gestorben war, bei seinem Stiefvater, dem
Seilermeister Karl Lippert in Wilten vom 1. August 1841
bis dahin 1844 zunftmäßig das Seilerhandwerk und er-
warb sich den Lehrbrief von der bürgerl. Seilerzunft.
Am 21. April 1845 verließ er seine Heimat und be
gab sich auf Wanderschaft in die Fremde. Doch nicht
nur sich in seinem Handwerk zu vervollkommnen, war
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das Ziel und Augenmerk seiner Reise; er benügte, wie
sein mit größter Genauigkeit und Ausführlichkeit geschrie-
benes Tagebuch beweist, seine Wanderjahre auch, um Welt,
Leben und Menschen kennen zu lernen und versäumte nir-
gends sich alle Merkwürdigkeiten in Stadt und Land zu
besehen und dieselben durch ausführliche Beschreibungen
im Tagebuche seinem Gedächtnisse zu erhalten.
So zog unser Handwerksbursche, dort und da auf
längere oder kürzere Zeit Arbeit nehmend, über München,
Regensburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Nymwegen und
Rotterdam nach Amsterdam und kehrte über Bremen, Ham-
burg, Schwerin, Stettin, Königsberg, Leipzig und Dres-
den, Prag, Wien, Budapest und Graz am Ende des Jahres
1846 in seine Heimat zurück, um als Meister das Seiler-
geschäft seines Vaters zu übernehmen. Das führte er
denn auch bis zum Jahre 1855 fort, wo sich ihm plötzlich
eine neue Laufbahn öffnete, zu der er sich ganz aus per-
sönlicher Neigung und lebhaftem Interesse bereits auf
seiner Wanderschaft vorbereitet und qualifiziert hatte, und
die fortan sein Lebensberuf werden sollte.
Unser Seilermeister wurde nämlich vom Präsidium
des Tiroler Landtages im November 1855 zum Amte
eines akademischen Turnlehrers berufen. Das Turnwesen
war um die Mitte der Vierziger Jahre in Innsbruck der Ju-
gend bekannt und lieb geworden, worum sich insbesondere der
Univ. Professor Hieronymus Scari und der über dessen
Anregung berufene Turnlehrer Lerth aus Wien ver-
dient gemacht haben.
Hand-
Ungefähr um dieselbe Zeit hatte unser
werksbursche Franz Thurner auf seinen Wanderungen
durch die deutschen Städte bereits allenthalben ein reges
Turnerleben vorgefunden und, durch seinen eigenen her=
kulischen Körperbau hiezu wie prädestiniert, vielleicht auch
durch seinen Namen (nomen omen) zum Turnen sich
berufen fühlend, und bereits früher, wenngleich nicht
systematisch, körperlich wohlgeübt, dazu vortrefflicher
Schwimmer, hatte er mit regſtem Interesse die Einrich-
tung und die Ziele dieser Übungen in den dortigen
Anstalten und Vereinen verfolgt.
Zurückgekehrt nach Innsbruck versammelte er alsbald
einen Kreis von Handwerks- und Gesinnungsgenossen
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um sich, ein Lokale wurde ausgemittelt, Gerätschaften
wurden angeschafft, einschlägige Schriften wurden stu-
diert und solchergestalt frisch, fromm, fröhlich, frei ein
zwar nicht behördlich genehmigter, aber durchaus harm-
loser Turnerbund, völlig unabhängig von der gymnasti-
schen Schule Lerth's, gestiftet. Nach des Tages Mühe
und Arbeit versammelten sich die wackeren Gesellen in
ihrem Turnlokale und oblagen wetteifernd und mit
Leidenschaft dem neuen fröhlichen Ererzitium. Das
Haupt und die Seele dieser Verbindung war unser
Thurner, der damit in der jugendlichen Bürgerschaft
der Stadt ein Ansehen und ein Vertrauen gewann,
das er bald auch zu anderen löblichen Zwecken aus-
nügen sollte. Es bleibt aber das durchaus selbständige
Verdienst Thurners, zuerst in Innsbruck und wohl auch
in Tirol die edle Turnerei im Volke selbst eingebürgert
und zur Pflege gebracht zu haben.
Mittlerweile war endlich in Österreich die Turnerei
auch offiziell zur Anerkennung gekommen; die lächerliche
Demagogenriecherei, welche, noch eine Nachwirkung des
Sand'schen Attentats auf Kozebue, in Deutschland hinter
jeder Turnanstalt einen Herd revolutionärer Umtriebe
gewittert und den wackeren Vater Jahn sogar in die
Festung gebracht, hatte vernünftigeren Anschauungen
Plaz gemacht. In Tirol war sogar der sonst so ängst-
liche Landesgouverneur Graf Brandis mit gutem Bei-
spiele vorangegangen und hatte selbst seine Söhne an
den Turnübungen teilnehmen lassen. So war es ge-
kommen, daß bereits 1847, also noch vor dem Jahre
des Heils die tirolisch-ständische Aktivität einen prov.
Lehrer der „,Gymnastik und Schwimmkunst" in der
Person des Pionnier-Korporalen Joh. Dobrovich berief
und ihn dem Universitäts-Rektorate unterstellte. Nach
dem Tode Dobrovichs, der gleichfalls wie jeder echte
Turner ein wackerer Mann war (Ehre auch seinem An-
denken) im Jahre 1855 fiel, wie bereits bemerkt, das
Augenmerk auf unseren Thurner, der sich bereits bei
dem Ernst und der Gründlichkeit, womit er alles,
was er begann, anfaßte und fortbetrieb, theoretisch und
praktisch für den Unterricht ausgebildet hatte, und er
wurde sonach vom ständischen Präsidium des Tiroler
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Landtages im November 1855 provisorisch als akade-
mischer Turnlehrer bestellt. Mit Erlaß vom 16. Febr.
1856 wurde ihm sodann diese Stelle zwar auch nur
provisorisch, aber wirklich" verliehen und zwar unter
5 Kompetenten auf Vorschlag des akademischen Senats,
der sich über ihn dahin zu äußern fand, daß er,,nicht
bloß ein gewandter und geübter Gymnastiker sei, son-
dern auch jenen Grad der theoretischen Bildung besize,
der ihn zum wirklich systematischen Unterricht vollkom-
men befähige", sowie über dringende Empfehlung durch
die Gymnasial- und die Musterhauptschul-Direktion. Erst
im Jahre 1863 jedoch bei Gelegenheit der Organisierung
der landschaftlichen Ämter wurde Thurner unter Er-
höhung seines Gehaltes definitiv im Amte bestätigt.
So hatte demnach Thurner im Jahre 1855 das Hand-
werk aufgegeben und mit dem Amte eines Turnlehrers
vertauscht. Er erteilte den Unterricht nach Spieß'schem
System an die Schüler der öffentlichen Studienan-
stalten und Schulen Innsbrucks und setzte denselben bis
zu seinem Tode fort.
Es konnte auch nicht fehlen, daß sich mit der zu-
nehmenden Verbreitung des Turnens auch andere Kreise
zu dem Unterrichte herandrängten, so daß Thurner im
Laufe der Zeit außer dem Unterricht an die Universitäts-
Studenten, die Schüler des Gymnasiums, der Realschule,
der Normalhauptschule (später Übungsschule), und die
Pädagogen, auch den der Handelsschüler, der Kadetten,
der Volksschülerinnen bei den Ursulinen, des Grub-
hofer'schen Mädcheninstitutes übernahm und überdies
noch viele Privatstunden an Turnfreunde, Gesundheits-
turner 11. dgl. zu geben hatte, abgesehen davon
daß er die Übungen des im Jahre 1863 vorzüglich auf
seine Anregung hin an Stelle des alten Turnerbundes
gegründeten Turnvereins leitete und an Ferialtagen die
Vorturner heranbildete.
Infolge dieser Überbürdung sah er sich in den legten
Jahren genötigt, den Unterricht an den städtischen Volks-
schulen, die sich zudem gleich anderen Anstalten im
Laufe der Zeit vermehrt, beziehungsweise erweitert
hatten, an einen seiner Schüler zu überlassen, wie denn
auch andere Städte und Anstalten in Tirol ihre Turn-
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lehrer aus Thurners Schule empfiengen, so daß dieser
als der eigentliche Vater und Meister des gesamten
Turnwesens in Tirol angesehen werden muß und ihm
der Name eines tirolischen Vater Jahn" nicht mit
Unrecht beigelegt wurde.
"
Man sieht, beschäftigt war unser Freund vom Be-
ginne seiner neuen Laufbahn an genug; dennoch be-
nützte er seine wenige freie Zeit und so insbesondere
die Jahresferien angelegentlichst zur weiteren Ausbil-
dung in seinem Fache, wie es der berufseifrige Mann
tut, dem es um die Sache selbst zu tun ist, und nicht
bloß darum, sich eine sichere Existenz zu sichern, um
sodann seine Pflichten schlecht und recht zu erfüllen,
und im übrigen, ohne vorwärts zu streben, sich in
in dem Gefühle der gesicherten Lebensstellung zu wiegen.
So begab sich Thurner gleich in den ersten Ferien
nach seiner Anstellung als Turnlehrer, 1856, neuerdings
auf Reisen, um die Fortschritte im Turnwesen in
Deutschland zu studieren. Von dieser Reise werden wir
später ausführlich zu sprechen haben, da dieselbe von
dem weitsichtigen Manne auch ausgenügt wurde, um
das Feuerlöschwesen kennen zu lernen, mit dessen Reform
in Innsbruck er sich damals schon trug.
Vorläufig sei uns gestattet, noch einige Vorkomm
nisse zu berühren, welche sich auf seine eigentliche
Berufswirksamkeit, das Turnen, beziehen, um sodann
auf seine Verdienste um die Institution der freiwilligen
Feuerwehr in Tirol und seine patriotische Tätigkeit
überzugehen und endlich mit einer kurzen Schilderung
seines Privatlebens, seines Charakters und seiner Per-
sönlichkeit das Lebensbild dieses Hochverdienten Mannes
abzuschließen.
Wo es galt, bei allgemeinen Turnfesten und Ver-
sammlungen die Turner Tirols zu vertreten, wurde
selbstverständlich unser Freund als der Berufenste ab-
geordnet; so besuchte er das II. allgemeine deutsche
Turnfest in Berlin im Jahre 1861, das III. in Leipzig
im Jahre 1868, 1871 das Streisturnfest in Brünn und
noch 1878 die 100jährige Jubelfeier Jahns in Kufstein,
wo er zum Ehrenmitgliede des dortigen Vereins ge-
wählt wurde, nachdem bereits der Innsbrucker Turn-
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verein ihm in einer seiner ersten Sigungen 1863 die
gleiche Auszeichnung zuerkannt hatte. Überall machte
die imposante Gestalt, der männlich schöne Kopf und das
fernhafte, aller ruhmredigen und gezierten Gespreiztheit
abholde Wesen des tüchtigen Tirolers den vorteilhaf-
testen Eindruck und gewann ihm zahlreiche Freunde. Bei
vielen dieser Turnfeste wurde auch er zum Preisrichter
gewählt. 1872 wurde er zum Mitgliede der Prüfungs-
kommission für das Turnen ernannt.
Bei Gelegenheit des 10jährigen Stiftungsfestes des
Innsbrucker Turnvereins 1873 wurde im Kasernhofe
hier ein großes Schauturnen veranstaltet, an welchem
seine sämtlichen Schüler teilnahmen. Thurner leitete
selbstverständlich die Übungen. Jedem Freunde des Tur-
nens, wie der Disziplin und eines geordneten Zusam
menwirkens überhaupt, lachte das Herz beim Anblicke
der Präzision, mit welcher diese Freiübungen unter den
ruhiggemessenen Kommandorufen des erprobten Meisters
vorgenommen wurden und selbst solche, welche bis dahin
in Verkennung der turnerischen Zwecke über das Turn-
wesen die Achseln gezuckt, konnten sich des überwältigen-
den Eindrucks nicht erwehren, und es begann ihnen ein
Licht aufzugehen über die Bedeutung dieser Übungen,
da sie sahen, wie der Zuruf einzelner Worte aus dem
Munde eines Mannes genügte, um die Körper und
Glieder eines ganzen, ohne militärische Disziplin ge-
schulten, aus 6jährigen Knaben und gereiften Männern
der verschiedensten Anstalten und Berufszweige bunt zu-
sammengesetzten Heeres wie auf einen Schlag zu lenken.
Troß dieser allgemein anerkannten Erfolge hörte Thur-
ner niemals auf, sich durch Selbststudium neuer Methoden
weiter fortzubilden und noch in seinen letzten Jahren
führte er turnerische Tagebücher, um die gesammelten
Erfahrungen zur Abfassung eines Lehrbuches zu ver-
wenden, das er herauszugeben beabsichtigte.
Wiewohl nun Thurner solchergestalt in der steten
Vervollkommnung seiner Leistungen auf dem eigent
lichen Berufsfelde sowie auch in dem Einfluß, den er
auf die Gründung anderer Turnschulen und Turnver-
eine nahm, eine sehr ausgebreitete Wirksamkeit ent-
faltete, so genügte doch seinem strebsamen Geiste und
organisatorischen Talente das zielbewußte Fortschreiten
auf der einmal betretenen begrenzten Laufbahn nicht
und er war von allem Anfange darauf bedacht, dieses
Talent und seinen Einfluß auf die jungen bürgerlichen
Kräfte der Stadt auch noch zu anderen gemeinnüßigen
Zwecken zu verwerten.
Es wurde hier bereits darauf hingewiesen, daß er
auf seiner ersten Reise durch Deutschland schon die
Organisation der deutschen Feuerwehren nebst der der
Turnanstalten mit Interesse beobachtete. Kaum in eine
feste Stellung gebracht und sich des Anhangs einer
Schaar frischer tüchtiger Jünglinge bewußt, faßte er
den ernsten Plan, auch auf diesem Gebiete sich nützlich
zu erweisen und machte dadurch seine zweite, oben bereits
flüchtig erwähnte Studienreise im Jahre 1856 doppelt
fruchtbar.
Und hier nun sind wir in der Lage, unsere zwar
nach bestem Wissen und Gewissen, doch nach immer-
hin mangel- und lückenhafter Kenntnis gegebene Dar-
stellung vorteilhaft zu unterbrechen und den wackeren
Mann selbst sprechen zu lassen. Durch die Güte des
pietätvollen Sohnes Thurners sind wir nämlich in den
Besiz eines Schreibens gekommen, in welchem Thurner
selbst einem Freunde ausführliche Mitteilungen über
die Entstehungsgeschichte der freiwilligen Feuerwehr in
Innsbruck macht. Wäre uns hiefür Raum gegönnt,
der geneigte Leser würde uns sicher Dank wissen, wenn
wir das ganze, 20 enggeschriebene Briefseiten füllende
Schreiben Wort für Wort hier wiedergäben. Doch schon
aus den Auszügen, die zu machen wir uns gönnen,
wird jedermann sich das liebenswürdige Bild des warm-
fühlenden und für die gute Sache begeisterten Mannes
zusammensetzen. Der Leser wird aber auch an der far-
benfrischen lebendigen Darstellungsweise des einfachen
Mannes, der keine andere Schulbildung als die der
Volksschule damaliger Zeit genossen, sich erbauen,
alt der ungekünstelten und doch so drastischen an=
schaulichen Schilderung, die wir getreu nach dem
Originale wiedergeben. Thurner war auch, nebenbei
bemerkt, in mündlicher Rede Meister des Wortes und
wenn er unter anderen Rednern bei Turnfesten auch
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zum Worte griff, so war immer er es, der den Meister-
schuß tat und mit seinen schlichten kernhaften Ansprachen
die zündendste Wirkung erzielte, wie denn die Rede.
die ungesucht aus voller warmer Mannesörust strömt,
immer die Herzen der Hörer am meisten ergreift und
hinreißt.
Und so möge denn der persönlich wie sachlich gleich
interessante Brief, soweit er besonders charakteristisch
für den Schreiber oder wichtig für die Gründung unserer
Feuerwehr ist, und so weit es die Rücksicht auf noch
nicht der Weltgeschichte angehörige Personen zuläßt, im
Auszuge hier folgen.
,,Lieber Freund!
,Wie Du weißt, bin ich im Jahre 1855 als prov.
landschäftlicher Turnlehrer ernannt worden. Gleich dir
erste Ferienzeit im August 1856 benüßte ich zu meiner
weiteren Ausbildung in meinem Fache, gleichzeitig den
Entschluß in mir hegend, das Feuerlöschwesen allerorts
mit dem Turnen gründlich zu studieren, da schon vom
Jahre 1850 her, wo Mezz mit seinen neuen Geräten Auf-
sehen machte und das Praktische derselben hervorgehoben
wurde, mich dieser Gedanke fort und fort beschäftigte.
In meiner neuen Stellung standen mir nun Türen und
Flügel offen, um in das Heiligtum meiner innigsten
Wünsche eindringen zu können. Voller Erwartungen be-
trat ich München, besuchte die Turnpläße, wurde herz-
lichst aufgenommen; wie ich aber nach dem Löschwesen mich
erkundigte, wußte man keinen Bescheid, das sei gar nicht
ihre Sache!
München hat mich in Feuerwehr-An-
gelegenheiten nie wieder gesehen."
Nun folgt eine kurze Schilderung des freundlichen
Empfanges in Ulm, ohne daß unser Freund auch dort
sich wesentlich gefördert gesehen hätte.,,Von Ulm aus
erhielt ich Empfehlung an Hesch, Turnwart in Stuttgart.
Wollte in Eßlingen Dr. Georgi besuchen, traf ihn aber
nicht. Quartierte mich in Stuttgart gleich in der Turn-
fneipe ein; obwohl eine Kneipe, was scheerte mich das?
Traf Hesch und fand meinen Mann so wie auch er an
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mir seine helle Freude hatte. Es war Donnerstag abends,
man versprach mir Sonntag morgens eine Steigerübung
abhalten zu wollen, wenn ich bis dahin warten wollte, und
ob ich wartete!!
,,Die beiden Tage, Freitag, Samstag, war ich fort
auf den Turnplägen, wo ich den ausgezeichneten Turn-
lehrer Elsenhans kennen lernte, mit dem ich bis heutigen
Tag in freundschaftlichstem Verkehre stehe. Sonntags früh
6 Uhr wurde ausgerückt; Du kannst Dir denken, welche
Gefühle mich durchdrangen, endlich am Anfange des Zie-
les meiner höchsten Wünsche zu stehen. Vor dem Steighause
(ein Steighaus!!),,Halt gemacht! angetreten!" Darauf
wurde ich dem Führer, dann der Mannschaft vorgestellt,
der Zweck meines Hierseins bekannt gegeben, worauf mir
der Führer einen Platz zum Zusehen anwies mit dem aus-
drücklichen Bemerken, auf alles wohl acht zu halten. Die
Mannschaft wurde abgezählt (ich sehe das Bild heute noch
vor mir). Ruf:,,Abladen!"
Boden;,,Hakenleitern an!"
im Nu waren Geräte am
mir war es, als hätten diese
Menschen Flügel, so ging es nach meinen damaligen Be-
griffen an der Wand empor, ich hatte nicht genug Augen.
,,Mauerbock auf!" wiederum etwas, von dem ich nie
eine Ahnung hatte.,,Dachleitern auf Dach! 1. 2. 3. 4.
auf Dach!" mir wirbelte es ,,Dachleiter und Mauer-
bock ab!" niederwärts so schnell und gewiß wie aufwärts
ohne weiteren Laut. ,,Rettungssack auf!" rutsch!
waren zwei Mann zu Boden; ,,Sack ab!", „Haken-
leiter zurück!" Hesch und noch ein Steiger ließen sich
an den Leinen ab. Ah, das war mehr, viel mehr, als ich
mir träumen ließ, ich war bis zum Äußersten begeistert.
,,Aufladen!" ,,An den Wagen! Abmarsch! Linksum!
Marsch!"
,,Der Führer der Abteilung winkte mich heran, wir
gingen neben dem Karren her.,,Nu," fragte er mich,,,habe
Se sich die Sach guet agfeha?" Meine Antwort war
bejahend, was man in einem Male sich merken könne in
einer Sache, die man früher nie gesehen. Er fragte wie-
der:,,Sie würden wohl Lust haben, selbst einmal den
Versuch zu machen?" Meiner Antwort:,,Nicht nur Lust
einen Versuch zu machen, sondern ich muß das alles gründ
lich lernen.",,Das ist recht! Abteilung halt!" Stille
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stand der Karren der Führer trat auf mich zu und sagte:
,,Legen Sie gefälligst Rock und Hut ab!" Ich war paff,
doch tat ich unwillkürlich, was verlangt wurde. Ein Stei-
ger gab mir Blouse, Gurt und Kappe, ich wurde einge-
teilt, die Abteilung machte,,Kehrt!" und zurück ging
es an das Steighaus und ich im Gewande des Feuer-
wehrmannes, Herrgott, denke Dir meine Gefühle.
,,Es sollte bald anders kommen. Dasselbe Manöver
wie das erste Mal,,,die ersten 6 Nummern mit den Haken-
leitern zum dritten Stock! Mauerbock auf! 1. 2. 3. 4.
auf das Dach!" Lieber Doktor! ich war Nr. 3!
Du weißt, ich war nie zaghaft, viel weniger kenne ich
Furcht, aber gerade an der Klippe vorüber, wo mir früher
wirbelte, das machte mich etwas stuzig. Doch da gab
es nicht so viel Zeit zum Denken, als ich brauche zu
schreiben. 1. 2. waren mit den Dachleitern, der Führer
mahnte mich, langsam zu steigen und nun so in Gottes
Namen den ersten Tritt auf die Sprossen der Hakenleiter.
Wie es über das zweite Stockwerk ging, famen schon die
Zurufe von unten: ,Wacker!" ich wußte freilich nicht
warum, aber es feuerte mich an und immer sicherer wurde
mein Tritt. So kam ich wohlbehalten im dritten Stock
an, hätte gerne gerastet, doch noch war ich nicht am Ziele.
Hinaus auf den Mauerbock, die linke Hand an der Leiter,
die rechte frei frei zwischen Himmel und Erde, ein
schmales Brettchen trug mein junges, mir so liebes
Leben einen Moment, ich gestehe es, erbebte ich; in
diesem Moment verfluchte ich, etwas begonnen zu haben,
was das Leben so sehr gefährdet, in diesem Moment ver-
wünschte ich alle Feuerwehren der Welt. Ich sagte,
ein Moment, es war nicht mehr, denn schon setzte meine
nachsteigende Nr. 4 das Knie auf's Fensterbrett und ein
fräftiges,,Vorwärts!" sagte mir, daß ich noch nicht am
Ziele sei. Dieses,,Vorwärts!" vergesse ich im Leben nie,
denn, den Schritt um die Leiter, dieselbe hinauf auf das
Dach, als ob ich das schon hundert Mal gemacht, das
war eins
für alle Zeiten und Fälle, die ich bis jetzt
erlebt, tönte mir immer, wo Zweifel waren, das Stutt-
garter ,,Vorwärts!" meines Nachsteigers Nr. 4 in den
Ohren und deswegen kam ich nie zum Rückgang (wohl
aber zu Rückhaltung). Ich war am Ziele, wir 1. 2. 3.
Lustig auf dem Dache, Nr. 4 auf der Mauerbockleiter am
Dache stehend.
,,Da rauschte von unten herauf ein kräftiger Ruf:
Gut Heil! und wacker! so daß, unbewußt ob es mir gelte,
ich doch davon auf das Äußerste gehoben war. Etwas
länger als beim ersten Manöver blieben wir oben, so
daß wir gemütlich ein paar Worte wechseln konnten. Meine
Kameraden fragten, wie es auf dem Wege ergangen, freu-
ten sich meiner, daß es mir auf dem Dache so wohl be-
hagte und ,,Zurück!" kam der Ruf und Nr. 4 ver-
schwand. Rasch war ich von der Dachleiter auf dem Mauer-
bock ohne das geringste Gefühl der Beengung, so daß ich
am Mauerbock stehend, sichern Blickes meine Freunde unten
grüßte, dann im dritten Stock einsprang. Ich hatte nicht
Zeit mich umzusehen, ward ich von drei Mann gepackt, in
die Luft gehoben, per Kopf in den Rettungssack gesteckt
und in der nächsten Sekunde von meinen jubelnden Ka-
meraden unten auf die Beine gestellt. Der Führer ging
auf mich zu, reichte mir die Hand und sagte: „Sie haben
Ihre erste Probe sehr gut bestanden, aus Ihnen wird ein
tüchtiger Feuerwehrmann." Und so kam einer nach dem
andern, mich zu beglückwünschen, ein jeder hatte ein Stück
Lob für mich."
Noch drei Tage blieb Thurner in Stuttgart,,, es wurde
immer noch ein Abschiedsschoppen getrunken und wenn
es höchste Zeit war, zur Bahn zu eilen, so sagten meine
Freunderln immer: Laß gut sein, Dein Reisesack liegt
schon wieder auf Deiner Bude. Doch war das kaum ver-
lorene Zeit, ich lernte auf diese Weise das ganze Lösch-
wesen dort kennen und habe nirgends mehr Nußen gezogen,
als in Stuttgart." Thurner erzählt nun weiter, wie er
in seiner Herzensfreude aus Stuttgart an Hans Riegl
in Innsbruck eine Beschreibung seiner dortigen Erlebnisse
schrieb und die Bemerkung einfließen ließ, daß einige
seiner Freunde sich geäußert, er möchte bei ihnen bleiben
und ihr Vorsteiger werden. Riegt habe sich dadurch veran-
laßt gesehen, in einem Innsbrucker Blatte Mitteilung
über Thurner's Reise im Interesse des Feuerlöschwesens
zu veröffentlichen, woraus das Gute erwachsen sei, die
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Aufmerksamkeit der Behörden auf Thurner's Pläne zu
lenken und den Boden für dieselben hier vorzubereiten.
Von Stuttgart ging's nach Heidelberg und Darm-
stadt, in welch letzterem Orte er Gelegenheit hatte, das
erste Mal mit einer geschulten Feuerwehr ein Schaden-
feuer mitzumachen.
,,Von da nach Frankfurt: Bürger-Feuerwehr, Kom-
mandanten gleich preußischen Offizieren mit Waffenrock,
Degen mit Troddeln, hochtrabig; ich schüttelte den Staub
von meinen Füßen und ging nach Mainz. Bezahlte Feuer-
wehr.
Lernte dortselbst sehr viel, besonders über
Bau und Material von Steigergeräten, machte das erſtemal
ein Nachtmanöver, bei dem ich über eine Stunde auf ver-
schiedenen Dächern war, mit, bestellte schließlich auf eige-
nes Risiko, in der Anwartschaft, in Innsbruck so viel Geld
aufzutreiben, 3 Hakenleitern, Mauerbock mit Leiter, 2 Dach-
leitern, 1 Steckleiter (ital. Leiter), welche ich hier das erste
Mal sah, 1 Rettungsschlauch, 1 Sprungtuch 2c."
Nun ging's weiter nach Karlsruhe (vortreffliche Ein-
richtungen), Mannheim, Straßburg. Von all diesen Dr-
ten erzählt Thurner über freundliche Aufnahme und was
er neues und besonderes im Feuerlöschwesen vorgefun-
den. In Zürich erfuhr er von der Gefahr, in welche kurz
vorher zwei Tiroler (Statthaltereirat v. Strele und Graf
Künigl) beim Hotelbrande geraten, und aus welcher sie
vom vierten Stock durch die Energie des Feuerwehr-Kom-
mandanten gerettet worden waren. Dennoch imponierten
ihm die dortigen Einrichtungen, Behandlung u. dgl. nicht;
,, ich kann nicht sagen, daß es mir zöpfisch vorkam, aber
so gemessen, spießbürgerlich, so handwerksmäßig, fein
Schmiß, keine Frische."
Ende September kehrt er, von seinen Freunden in
Innsbruck jubelnd begrüßt, in seine Vaterstadt zurück.
Hier erfährt er nun, daß der Bürgermeister schon zweimal
nach ihm geschickt, und begibt sich erstaunt zu demselben.
,,Sein Sie amal da! war sein Gruß, obwohl ich im
Leben früher nie eine Silbe mit ihm gesprochen. Nun
erklärte er mir, wie er aus der Zeitung entnommen,
daß ich im Löschwesen (besser Steigerwesen) etwas lernen
gegangen sei und ich werde wohl auch etwas gesehen haben,
dann erzählte er mir den Fall in Zürich und von den be-
rühmten Rettungsschläuchen und daß er bei Zelger hier
schon zwei solche Schläuche bestellt, daß sich aber der Zelger
noch nicht ganz auskennt mit den Schläuchen u. s. w.
,,Nun war die Rede an mir, ihm den Standpunkt
flar zu machen; das tat ich auch und obwohl mir jedes
Wort noch erinnerlich, so führe ich von nun an nur mehr
Tatsachen an.
"
In meiner Eingabe an den Herrn Bürgermeister
legte ich die Notwendigkeit dar, daß, wenn überhaupt
etwas geschaffen werden solle, das Zugehörige nicht außer
Acht gelassen werden dürfe. Und so kam es, daß die von
mir in Mainz bestellten Gegenstände im Bürgerausschusse
zur Anschaffung bewilligt wurden. Als Herr Bürgermeister
mir die mündliche Mitteilung machte, konnte ich ihm schon
die Anzeige, daß die Geräte von Mainz abgegangen, vor-
weisen. Große Augen, etwas von Voreiligkeit.
meine Bemerkung war einfach die, für diese Sache wisse
ich immer Geld zu finden. Unterdessen warb ich unter
meinen Turnern und suchte vorzüglich Adam, Daum,
Rhomberg, kurz solche Männer hineinzuziehen, deren Na-
men schon der Sache eine feste Grundlage geben konnten.
Es gelang mir auch,
alle waren für die Sache
im vollen Sinne des Wortes. Nun kamen die Gerät-
schaften, nämlich von jedem nach seiner Weise anfangs
beurteilt; hätte ebenso gut eine fremde Maschine zum Kar-
toffelhacken ankommen können, wie diese Sache zum Stei-
ger- und Rettungsdienst. Mit der Gerätschaft jedoch tra-
ten zwei neue Forderungen an den Magistrat, die Anschaf=
fung eines Karrens mit 60 fl. und die Ausrüstung der
Mannschaft.
Neue Verblüffung! Man bot Thurner einen alten
Rüstwagen für die Geräte und die Ausrüstung wollte man
hinausschieben. Doch unser Thurner blieb fest, denn wer
A sagt, müsse auch B sagen. So konstituierte sich die
Mannschaft zu einem eigenen Körper (als Steiger und
Retter).
,,Man frug sich nun an, unter welches Kommando
ich mich zu stellen habe, denn ich kenne auf dem Brand-
plage nur einen Befehlenden. Das war für die Herren
eine harte Nuß. Es wurden, um diese Frage zu lösen,
sämtliche Kommandanten des Innsbrucker Feuerlöschwe=
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sens im Polizeidirektions-Gebäude zusammengerufen und
ich dazu eingeladen."
Diese Kommandantschaft war folgendermaßen zusam-
mengesezt: der Landesbaudirektor, ein Ingenieur, der
Bürgermeister, ein städt. Bauinspizient, der Polizei-Di-
rektor, ein Polizei-Kommissär, der Militärkommandant
und der Geniemajor.
,,Diese alle waren berechtigt, das Kommando zu füh-
ren, diesen allen mußte Folge geleistet werden. Als die
Reihe an mich kam, zu sprechen, berief ich mich einfach auf
87 unserer Statuten, indem ich das vielköpfige Kommando
bei einem Brandunglücke auf's unbarmherzigste geißelte.
(Du mußt eben dir die Zeiten und deren Verhältnisse von
dazumal in's Gedächtnis rufen und was es hieß, gegen so
alte eingefleischte Gewohnheiten zu Felde zu ziehen.) An-
fangs ging es wie eine Sturmflut auf mich herein; man
könne wegen 20 Mann die alten Ordnungen nicht umstoßen,
daß sei eine Anmaßung, wir überschäßen uns u. dgl. Statt
jedoch nur einen Zoll zu wanken, führte ich immer neue
Gründe ins Feld, erklärte, daß wenn ich beauftragt werde,
fünf Mann dahin, fünf Mann dorthin abzusenden und
diese fünf Mann einem Kommandanten in den Wurf kom-
mend wo andershin beordert werden, ein anderer der Her-
ren sie wieder wo anders hinschickt, wir wie Narren auf
dem Brandplate herumgeheßt werden, und schließlich im
besten Falle nichts geleistet haben.
Und was da unser halsstärriger Freund noch weiter
für Gründe vorbrachte, bis er die Kabinetsfrage ſtellte.
Er verlange übrigens gar nichts anderes, als daß ihm die
werte Versammlung einen Herren bezeichne, dem er unter-
stehe. Welcher, das ist mir gleich, aber ich kenne dann
bei Feuersgefahr keinen anderen. Das zog, zuerst trat das
Militär auf meine Seite, dann die Polizei, erst schließlich
und zwar sehr ungerne die Baudirektion. Die Bahn war
offen, nun vorwärts!"
Solcher Festigkeit und Überzeugungstreue bedurfte es,
um einer so nüßlichen, nunmehr bereits allgemein zur
Anerkennung gelangten Institution, wie die freiwillige
Feuerwehr, Bahn zu brechen und die Vermutung ist ge-
stattet, daß Innsbruck, vielleicht das ganze Land, ohne
die Initiative und die Energie Thurners heute noch dieser
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humanitären Einrichtung entraten müßte, wenngleich nicht
geleugnet werden soll, daß Thurner hiebei an der Ent-
schlossenheit und Opferwilligkeit seiner wackeren Genossen
fräftige Unterstützung und sicheren Rückhalt hatte. Noch
aber hing dem flotten Karren unserer Steiger so mancher
Radschuh an und die freie Fahrt war erst gesichert, wenn
es gelang, das ganze Geschäft der Feuerwehr in allen
seinen Teilen in eigene Hand zu bekommen. Hatte doch
der Organisator, wie wir gleich sehen werden, selbst mit
Vorurteilen seiner eigenen getreuen Schar zu kämpfen.
daran!
,,Wir waren nun 21 Mann stark, vollständig ge-
rüstet. (Folgt die Beschreibung der Ausrüstung.) Lustig.
ging es jeden Sonntag vormittags an die Übungen
im Konviktgebäude, jedermann hatte seine helle Freude
Aber ebenso lustig und frisch, wie wir
die Sache anpackten, ebenso faul wurde unser Steiger-
farren von städt. Arbeitern auf und von dem Übungs-
plaz gebracht. Nun siehst Du, lieber Freund, was heute
selbstverständlich erscheint, an dem wäre das Ganze da-
zumal bald in Stücke gegangen. Wie ich meinen Steigern
kund tat, daß es unsere Aufgabe sei, den Transport
der Geräte selbst zu besorgen, da hättest Du hören sollen,
wie das losging.,,Wir wollen Feuerwehrleute sein, aber
feine Karrenzieher; lieber treten wir gleich aus" u. dgl.
Da lag der erste Block im Wege. Ich beschwichtigte,
so gut es ging, blieb aber dabei. Es kam Sonntag, wir
sammelten uns wie gewöhnlich am Sprißenmagazin, dort
stand der Karren. Lange Gesichter! Ich komman-
dierte: Antreten! Der Zug ordnete sich freiwillig an
den Karren; ich täuschte mich nicht, im Nu stand
Rhomberg an meiner Seite, Herr Adam und Professor
Daum legten die Hände an zum Schieben. Kommando:
links um, vorwärts! und da gings am hellen Sonn-
tagsmorgen dahin, wir frisch voraus, die Schreier be-
lehrt und beschämt hinterher. Es wäre jedoch unrichtig
zu glauben, daß alle anderen sich geweigert hatten, an
den Karren zu gehen; weit entfernt, es waren nur
einige, aber in einem solchen Falle ist einer schon
zu viel.
Die Leute blieben freilich auf der Straße
stehen und die Bekannten dieser Herren schlugen dabei
völlig die Hände über den Kopf zusammen, was tats?
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Das Eis war gebrochen für alle Zeit dadurch, daß
gerade diese Persönlichkeiten als die ersten freiwillig
sich in den Zug stellten.
,,Obwohl wir alle die Unzulänglichkeit dieser kleinen
Abteilung sahen, so war vom Herrn Bürgermeister auch
kein Heller für weitere Ausrüstung von zehn Mann
zu erringen; umsomehr hielten wir aber zusammen, da
alle wohl einsahen, daß einer auf den anderen ange=
wiesen sei. Es fehlte somit auch nie jemand bei den
Übungen.
,,Es war am 12. Juli 1858, am Tage nach der
Installierung des neuen Bürgermeisters, Sonntag Mor-
gens 344 Uhr, als vom Stadtturm Feuersignal ge-
geben wurde. Ich wohnte am Stadtplay, hörte den
ersten Schlag und war auch so rasch am Brandplate,
daß ich heute noch nicht weiß, wie das zugegangen.
Ich fand ungefähr 4 bis 5 Personen vor. (Die Be-
schreibung des Feuers gehört nicht hieher.)
,,Kurz wir waren zu 16 beim Feuer, 4 waren in
Sistrans, ein Mann sonst abwesend. Da erhielten wir
unter den Augen des neuen Bürgermeisters, der Magi-
stratsräte, der obersten Militärbehörden, Polizei, Bau-
direktor 2c., mit einem Worte unter den Augen des
ganzen vielköpfigen Feuerwehr-Kommandos unsere erste
und zwar eine würdige Feuertaufe. Das Lob war von
allen Seiten ungeteilt, möchte fast sagen zu viel des
Guten. Herr Bürgermeister versprach init Handschlag
diesem nüßlichen Institute seine volle Aufmerksamkeit
und Unterstüßung in jeder Beziehung angedeihen lassen
zu wollen und es nach besten Kräften zu heben. Ja
lieber Freund, er versprachs - hieß aber
,,Mit dem Brande war aber auch etwas anderes
offen zu Tage getreten, nämlich die gegenseitige Ge-
sinnung zwischen alter und neuer Feuerwehr. Wir er-
suchten um einen Schlauch mit Wasser und dafür die
Einstellung des Sprißens mit dem Standrohre. Wurde
natürlich verweigert, da brach Rh.
die Geduld
und er donnerte den auf der Sprize stehenden Herrgott
an: Sie stehen nun schon zwei Stunden da oben, ohne
das geringste ausgerichtet zu haben, machen Sie wenig
stens mit dem alten Kasten Play, daß man daher
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gehen kann. Das dem Standrohrlenker der berühmten
Standspriße Nr. 1 vor dem ganzen Publikum, welches
auch so unverschämt war, letterer Rede zuzujubeln, das
war mehr als ein alter Spieß ertragen konnte; die Kluft
war gesprengt, um nie wieder ausgefüllt zu werden.
Erst nach dem Adam'schen Brande gefiel es dem löbl.
Stadtmagistrat die Abteilung um 20 Mann zu erhöhen,
so daß wir etwa 40 Mann stark waren. Nun bekam
alles frisches Leben: Häuserfeuerbeschau, Instandsetzung
der alten Maschinen, Einübung derselben mit Bedienung
der Schlauchrohre von Seite der Steiger in verschiedenen
Stadtteilen, Kenntnisnahme der Wasserleitung und Ka-
nalisierung, kurz Eingreifen der Turnerfeuerwehr in das
allgemeine Löschwesen; die Turmwache wurde geordnet,
ein Sprachrohr am Stadtturm angebracht, Sprißen ver-
teilt nach Dreiheiligen, Mariahilf, die in St. Nikolaus
in bessern Stand gesetzt u. s. w.
Im August des Jahres 1862 fand in Augsburg
das große Feuerwehrfest statt. Ich vermochte Herrn
Adam und dieser einige andere Herren vom Ausschusse
dasselbe zu besuchen, auch von der Abteilung gingen
unser 7 Mann, mit einer magistratlichen Unterstüßung
von 30 fl. in Summa (sage Gulden Dreißig) dahin
ab. Die Folge war die sofortige Bestellung einer Mezz'-
schen Maschine und das Insaugefassen der Anschaffung
einer Schubleiter. Ich wurde dazumal in den 5er-Aus-
schuß der deutschen Feuerwehren gewählt, in dem ich
bis zum Feuerwehrtag in Leipzig, somit über 6 Jahre
verblieb, wo ich eine Wiederwahl ablehnte. In Augs-
burg hatte der Feuerwehrkommandant der Stadt Würz-
burg das Modell einer Schubleiter, welches mir viel
besser gefiel wie die Augsburger Schubleiter selbst. Da
ich mein Gefallen darüber ausdrückte, stellte es mir der
Würzburger zur Verfügung. Ich dachte an Vervollstän-
digung des Gerätes, was mir mit der kräftig tech-
nischen Unterstützung des Herrn Rhomberg und des
Mechanikers Herrn Gasteiger auch insoweit gelang, wie
Du unsere alte Leiter kennen gelernt hast, die einzig
in ihrer Urt dastand, und sich jetzt, natürlich mit den
vielen wesentlichen Verbesserungen, schon weit über un-
seren vaterländischen Boden hinaus verbreitet hat. Mit
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dem Eintreffen der ersten Mez'schen Sprize in Inns-
bruck wurde die Turnerfeuerwehr komplettiert, und das
hatte die Folge, daß unmittelbar nach der Probe eine
zweite bestellt wurde. Inzwischen hatten sich die Sachen
so gestaltet, daß die Polizei in die Hände der Stadt
überging, und bei der nächsten Sigung bezüglich des
einheitlichen Kommandos, welches ich fort und fort eisern
anstrebte, das Militär sich nur auf das Kommando
seiner Mannschaft mit Unterordnung unter das bestehende
Zivilkommando am Brandplage beschränkte. Auf diese
Weise in die Enge getrieben, erklärte der Ingenieur,
in gleichzeitiger Vertretung des Hrn. Baudirektors, daß
er sich in keiner Weise mehr beim Löschen eines Brandes
an Privatgebäuden beteiligen und mit dem ärarischen
Löschtrain nur die Regierungsgebäude schützen werde,
somit von einem Kommando ihrerseits auch keine Rede
mehr sein könne. Der Ingenieur glaubte mit diesem
Coup uns in das Bockshorn zu jagen, hatte aber die Rech-
nung ohne den Wirt gemacht. Auf meine wiederholte
Anfrage, ob das wirklich im Sinne der Regierung, re-
spektive Baudirektion sei, und da er zu wiederholten
Malen diese Frage bejahte, sagte ich: So wird auch
der löbliche Stadtmagistrat seine Bürger, welche bis
jetzt die ärarischen Sprißen mitbedienten, von denselben
zurückziehen, und die löbliche Baudirektion genötigt sein,
ihre Maschinen von ihren gezahlten Arbeitern bedienen
zu lassen. Der saure Apfel war da; was ich gesprochen,
geschah; die Folge davon war das Angebot, die Ma-
schinen dem Magistrate zu verkaufen, die Antwort: der
Magistrat habe selbst alte Maschinen zu verkaufen.
Weiters, man solle die Maschinen dem Magistrate un-
entgeltlich überlassen. Ich sagte zum Bürgermeister:
,,Was sollen wir dem Ärar die Maschinen erhalten?"
Auch dieses Angebot wurde zurückgewiesen. Endlich kam
eine dritte zuschrift: wenn der Magistrat die Maschinen
unentgeltlich nicht wolle, so werde man dieselben selbst
verkaufen. Erst dann nahm der Magistrat die Spritzen
an und nun traten die neuen Statuten vom 12. Mai
1864 mit der magistratlichen Löschdirektion in Wirk-
samkeit. Im Jahre 1864 kam die zweite Mezz'sche Sprize
an, welche mit Bürgern bemannt wurde."
Wir brechen den Brief hier ab, denn die Organi-
sation der freiw. Feuerwehr war nun vollendet und
am 21. Juli 1864 wurde Thurner vom großen Bürger-
ausschuß mit Akklamation zum Feuerwehrkommandanten
der Landeshauptstadt Innsbruck ernannt. Er bekleidete
diese Stelle mit größter Umsicht bis zum September
1871, wo er auf sein entschieden dringendes Ansuchen
von dieser seiner,,tat- aber auch marterreichen Stelle"
enthoben wurde. Glücklicherweise fand er an Egid Pegger
und später an Josef Melzer würdige Nachfolger, welche
die Schöpfung Thurners weiter auszubauen und zum
Wohle der Mitbürger zu verwerten eifrig und mit
Erfolg beslissen waren. Rücksichtlich Thurners ist hier
nur noch beizufügen, daß er auch nachher noch an der
Gründung und Organisierung anderer Feuerwehren im
Lande hervorragenden Anteil nahm.
Haben wir uns bisher in der Darstellung des
Lebensganges unseres Freundes größere Ausführlichkeit
gestattet, weil damit ein Abriß der Geschichte des Turn-
und Feuerwehrwesens in Tirol selbst gegeben war, so
können wir uns in der Erinnerung an seine Leistungen
auf dem kriegerischen Felde um so fürzer fassen, da er
hiebei nicht Gelegenheit fand, entscheidend in den Gang
der Ereignisse einzugreifen.
Es ist selbstverständlich, daß ein Mann von solcher
Tatkraft und Bürgertugend nicht zu Hause blieb, als
die Gefahr des Vaterlandes dessen Söhne in den Kampf
rief; ja daß er seinen Einfluß auf die durch ihn or=
ganisierte Schar und seine Popularität geltend machte,
vereinte Kraft dieser Gefahr entgegenzusetzen.
Im Jahre 1848, während die 1. Wiltaner Schüßen-
kompagnie unter Hauptmann v. Mörl an die Grenze
gerückt war und ihre Dienste tat, fing man anfangs
Juni aus den zurückgebliebenen Schüßen des Bezirkes
Sonnenburg eine 2. Wiltauer oder Sonnenburger Kom-
pagnie zu formieren an, zu deren Hauptmann Ober-
schüßenmeister Johann Erlacher, zu deren Oberjägern
Unterschüßenmeister Mair und Thurner gewählt
wurden. Im Kriegsjahre 1859 war es nun Thurner
selbst, welcher eine Scharfschüßen-Kompagnie organisierte,
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die ihn mit Akklamation zum Hauptmanne wählte. Sie
bestand aus einem Zuge Turner, einem Zuge eigentlicher
einrollierter Scharfschüßen und zwei anderen Zügen und
rückte unter dem Namen Erste Innsbrucker Scharf-
schüßen-Kompagnie am 23. Juni ins Feld.
Ebenso gestaltete Thurner im Jahre 1866 nach
Abmarsch der Garnison die freiwillige Feuerwehr zur
Ersten Bürgerwehr-Kompagnie um, welche unter dem Na-
men Erste Stadt- und Feuerwehr-Kompagnie zuerst mobil
wurde. Bald darauf führte er wieder die neugebildete
Erste Innsbrucker Scharfschüßen-Kompagnie als Haupt-
mann an die feindliche Grenze, diesmal in die Valsu-
gana und hielt sich auch hier in seiner Stellung als
Kommandant so wacker, daß er nach der Rückkehr (14.
September) mit dem Franz Josef-Orden dekoriert wurde.
Über das Privatleben unseres Freundes, dessen
Tätigkeit im öffentlichen Dienste aufging, ist wenig zu
berichten.
Am 28. Mai 1861 hatte er sich mit Anna Larl ver-
ehelicht, welche zu seinem Schmerze infolge der Geburt
ihres ersten Kindes bereits im Juni 1862 ihm entrissen
wurde. Er verheiratete sich nicht wieder, sondern wid-
mete sich mit Sorgfalt der Erziehung seines Kindes.
Thurner war ein schöner Mann, über mittelgroß,
Brust und Schultern eines Athleten, das gutgefärbte
und geschnittene Gesicht von hellbraunem Vollbart um=
rahmt. Durchaus rechtlich, offen, ohne Falsch noch
Scheu, gab er sich stets wie er war und genoß darum
Vertrauen, Zuneigung, Achtung aller, die mit ihm zu
verkehren hatten. Wenn er gleich, hartnäckig im Fest
halten der einmal gewonnenen Überzeugung, manchmal
mit seinen Freunden, die sich nicht zu seiner Ansicht
bekehren mochten, in vorübergehende Spannung geriet,
so konnte dem redlich Wollenden doch niemand ernstlich
zürnen. Im engern Kreise seiner Freunde galt er immer
als der erste und tüchtigste und genoß das größte Au-
sehen, wiewohl er selbst es in keiner Weise beanspruchte.
Er war der beste Kamerad, leutselig, umgänglich, scherzte
gern und vertrug auch einen Scherz. Insbesondere liebte
er die Unterhaltung im geselligen Männerkreise bei einem
guten Glase Wein und gab sich gern selbst der Fröhlich-
keit hin, ohne je ausgelassen zu werden, wovor ihn
der Ernst seines strebsamen Geistes bewahrte. Jährlich
wurde von dem Turnverein sein Namensfest feierlich
begangen, wobei dann jedesmal die alte Anhänglichkeit
und Verehrung gegen den würdigen Mann aufs erhe-
bendste zu Tage trat.
Von seiner Herzensgüte, Opferwilligkeit und Un-
eigennüßigkeit ließen sich viele schöne Züge mitteilen,
wie auch die Rettung des Kindes Franz Rofner in
Wilten aus der Sill im Jahre 1853 seiner Geistesge-
genwart und Entschlossenheit zu danken war.
Die glücklichste Zeit, die er im Jahre erlebte, war
die in den Ferien am Achensee. über 20 Jahre hielt er
sich in den Sommermonaten in dieser Gegend auf, die
ersten Jahre in Scholastika, dann im Fürstenhaus (Per-
tisau) und seit 6 Jahren in Buchau. In letzterem Orte
hatte er ein niedliches Häuschen gemietet. Gleich nach
Schluß der Schulen begab er sich mit seinem Sohne und
der Haushälterin dahin und blieb dortselbst bis knapp
vor Wiedereröffnung derselben. Selten waren sie allein,
Tag für Tag kamen Besuche, näherstehende Freunde lud er
auf Wochen zu sich ein. Alle wurden auf's Beste bewir-
tet. Er trug sich dort ganz Tändlich; kurzhosig mit hohen
Sellrainer Strümpfen und starken Turnschuhen. Im gan-
zen Umkreis war er allgemein beliebt und geachtet. Machte
er einen Spaziergang nach Maurach oder Eben, so ström-
ten die Kinder aus den Bauernhäusern scharenweise ihm
zu, da sie wußten, daß er sie mit Messern, Broschen,
Bildchen, Maultrommeln u. dgl. beschenken würde.
Er vertrieb sich die Zeit mit Fischen, Jagen, strickte
Hängematten, (wohl 30 an der Zahl, die er, nach Inns
bruck zurückgekehrt, an Freunde verschenkte), schnitzte und
arbeitete Stunden lang mit Hacke und Spaten im Walde.
Auch korrespondierte er dort viel mit Turnvereinen, die
an ihn Anfragen, Einladungen stellten und schrieb den
1. Teil der Broschüre: Das Turnen für Feuerwehren
(der 2. Teil wurde von Herrn A. Schiesti, Turnlehrer in
Bozen, verfaßt.)
Dennoch verließ er unweigerlich den geliebten Land-
aufenthalt Achental, wenn es galt, einem Turner- oder
Feuerwehrfest beizuwohnen. Die Ferien des Jahres 1879
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wieder an den Ufern des blauen Achensees zuzubringen,
worauf er sich so sehr gefreut, sollte ihm nicht mehr
vergönnt sein. Auch die neue, würdige Heimstätte,
welche sich der Turnverein erbaut und welche unser
Freund so lange ersehnt hatte, zu betreten, war ihm
nicht mehr beschieden. Eine Lungenentzündung raffte
ihn nach kurzer Krankheit im kräftigsten Mannesalter
dahin.
Die Schüler und Schülerinnen aller Unterrichts-
anstalten der Stadt gaben dem geliebten Lehrer samt
vielen hunderten trauernder Freunde das letzte Geleite.
Sein Sarg verschwand unter dem Farbenschmuck pracht-
voller Blumen- und Blätterkränze. Mit dem schönsten,
dem wohlverdienten Bürgerkranz aber ehrte ihn seine
dankbare Vaterstadt, indem sie ihm ein Grab in der
für verdiente Mitbürger bestimmten Arkade zuerkannte
und die Landesgeschichte wird ein Blatt bewahren
dem ersten Turner und Gründer der
Feuerwehr in Tirol.