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XIV. Jahres-Bericht
der
Freiwilligen Feuerwehr
in
Innsbruck
für das 31. Bereinsjahr 1888.
Im Selbstverlage der Freiwilligen Feuerwehr.
Wagner'sche Univ.-Buchdruckerei in Innsbruck.
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XIV. Jahres-Bericht
der
Freiwilligen Feuerwehr
in
Innsbruck
für das 51. Vereinsjahr 1888.
Im Selbstverlage der Freiwilligen Feuerwehr.
Wagner'sche Univ.-Buchdruckerei in Innsbruck.
BERUFSFEUERWEHR IBK
GESCHENK 2003
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Licht ohne Befriedigung können wir auf das verflossene Jahr
zurückblicken; nicht allein, daß der Mannschaftsstand gestiegen, sondern
auch daß die innere Tüchtigkeit, die Ausbildung gewachsen und daß
Friede, Eintracht und wahre Kameradschaftlichkeit, diese Grundbedingun=
gen für das Bestehen und Gedeihen freiwilliger Körperschaften, weitere
Fortschritte gemacht und uns mit größerer Beruhigung als schon seit
lange in die Zukunft blicken lassen. Auch dort, wo es sich um die
Erfüllung unseres eigentlichen Zweckes handelte, um das Löschen und
Retten, hat die Freiw. Feuerwehr gezeigt, daß sie ihren Beruf ernſt
erfaßt und das von der Feuerwehr-freundlichen Bewohnerschaft in sie
gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen versteht. Wenn so alle Theile des
Körpers fortfahren mit Freundschaft und Wohlwollen zusammenzu-
wirken, dann dürfen wir auch zuversichtlich hoffen, daß endlich auch
wieder die Theilnahme der Bevölkerung an unsern Bestrebungen eine
regere und wärmere wird zur Ehre der Feuerwehr und zum Heile
der Stadt!
Bevor wir zum chronologischen Berichte schreiten, wollen wir in
erster Linie einer neuen gelungenen Einrichtung gedenken, die dem
Feuerlöschwesen der Stadt von großem Nutzen sein kann.
Es ist dies eine eiserne Röhrenleitung vor dem Turnusvereins-
hause in der Innallee, um auch zur Winterszeit bei dem niedersten
Wasserstande mit Hilfe der Dampfspritze aus dem Inn Wasser zu
beziehen.
Diese Leitung mit einem Durchmesser von 120 mm ist bis zum
Tiefgange des Winterwasserstandes 60 m lang, hat in der Mitte der-
selben ein Rückgangs-Klappenventil, das das Rückfallen des aufge-
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XIV. Jahres-Berisht
der
Freiwilligen Feuerwehr
in
Innsbruck
für das 51. Vereinsjahr 1888,
Im Selbstverlage der Freiwilligen Feuerwehr.
Wagner'sche Univ.-Buchdruckerei in Innsbruck.
BERUFSFEUERWEHR IBK
GESCHENK 2003
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Licht ohne Befriedigung können wir auf das verflossene Jahr
zurückblicken; nicht allein, daß der Mannschaftsstand gestiegen, sondern
auch daß die innere Tüchtigkeit, die Ausbildung gewachsen und daß
Friede, Eintracht und wahre Kameradschaftlichkeit, diese Grundbedingun-
gen für das Bestehen und Gedeihen freiwilliger Körperschaften, weitere
Fortschritte gemacht und uns mit größerer Beruhigung als schon seit
lange in die Zukunft blicken lassen. Auch dort, wo es sich um die
Erfüllung unseres eigentlichen Zweckes handelte, um das Löschen und
Retten, hat die Freiw. Feuerwehr gezeigt, daß sie ihren Beruf ernst
erfaßt und das von der Feuerwehr-freundlichen Bewohnerschaft in sie
gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen versteht. Wenn so alle Theile des
Körpers fortfahren mit Freundschaft und Wohlwollen zusammenzu-
wirken, dann dürfen wir auch zuversichtlich hoffen, daß endlich auch
wieder die Theilnahme der Bevölkerung an unsern Bestrebungen eine
regere und wärmere wird zur Ehre der Feuerwehr und zum Heile
der Stadt!
Bevor wir zum chronologischen Berichte schreiten, wollen wir in
erster Linie einer neuen gelungenen Einrichtung gedenken, die dem
Feuerlöschwesen der Stadt von großem Nutzen sein kann.
Es ist dies eine eiserne Röhrenleitung vor dem Turnusvereins-
hause in der Innallee, um auch zur Winterszeit bei dem niedersten
Wasserstande mit Hilfe der Dampfspritze aus dem Inn Wasser zu
beziehen.
Diese Leitung mit einem Durchmesser von 120 mm ist bis zum
Tiefgange des Winterwasserstandes 60 m lang, hat in der Mitte der-
selben ein Rückgangs-Klappenventil, das das Rückfallen des aufge-
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saugten Wassers verhütet, und eine verticale Saughöhe vom Winter-
wasserstande aus von 4.75 m.
Trotz der großen Entfernung des Saugrohres merkt man keinen
Unterschied im Arbeiten der Dampfspritze - es ist dieselbe Kraft als
wenn sie unmittelbar am Wasser stände.
Hievon konnte sich die Commandantschaft bei der im November
unter Leitung des wackeren Dampfspritzen-Commandanten Al. Kreil
abgehaltenen Probe im vollsten Maße überzeugen.
Wenn man bedenkt, welche Wassermasse durch diese Vorrichtung
von dieser Spritze mit einer Leichtigkeit beschafft werden kann und als
Zubringer für die Feuerwehr unter normalen Verhältnissen Großes
leisten wird wir verweisen auf die zwei letzten Brände in der
Innstraße im vorletzten Winter und die damit verbundenen Strapazen
bei der Wasserbeschaffung so müssen wir diese Einrichtung mit
Freuden begrüßen und wünschen, daß solche noch an verschiedenen Orten
am linken Innufer der Stadt angebracht worden wären, wo ähnliche
Zustände betreffs Wasserbeschaffung herrschen und erst nach Einführung
der Hochdruckleitung mit zahlreichen Hydranten als überwunden be-
trachtet werden können.
In zweiter Linie wäre noch die Vergrößerung des Telefonnetzes
um zwei Stationen zu erwähnen, nämlich beim Magazins-Verwalter
Josef Brix und Zugsführer Klammer. Sie sind zwar bis jetzt nur
Signalstationen, werden aber in Kürze mit der des Zugsführers Kerber
in Sprechstationen umgewandelt werden.
Nachdem dieses erwähnt, wollen wir in Kürze das verflossene
Jahr einer näheren Betrachtung unterziehen.
7. Jänner. Concert-Abend in der Restauration,,Austria". Die
ungestörte Unterhaltung und der kameradschaftliche Geist hielten die
Anwesenden bis in die Mitternacht vereint.
12. Jänner. Commandantschafts-Sitzung. Nach Genehmigung
des Protokolles beantragt Zugsführer Al. Epp,, es sei in der nächsten
Generalversammlung ein Antrag einzubringen, dahin gehend, dem Herrn
Altbürgermeister Carl Adam, dem die Feuerwehr vermöge seiner großen
Verdienste um dieselbe, eine alte Schuld abzutragen habe, zum Ehren-
mitgliede zu ernennen, welcher Antrag einstimmig angenommen und dem
nächsten erweiterten Ausschusse zur Genehmigung unterbreitet wird.
* KEIN MITGLIED DEL FT-LUGE, OHER
VELMUTL. GEMEINDE APGESTELLTER
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Während über die Art und Weise der Ausfertigung des Diplomes
gesprochen wurde, signalisirt der Thürmer circa 10 Uhr einen Dach-
brand in der Schlossergasse und wurde deßhalb die Sitzung aufgehoben.
Im Hause des Schlossermeisters Herrn Franz Kürschner war
Feuer ausgebrochen. Unsere Feuerwehr war sehr rasch und zahlreich
am Platze.
Trotz der schwer zu überwindenden Calamität der Wasserbeschaf-
fung, es war nämlich in den Ritschen wohl Wasser vorhanden,
dieses aber auch so voll Unrath, daß der Kolben der Saugschläuche
zu seicht aufzuliegen kam, gelang die Lokalisirung überraschend
schnell, so daß um 11 Uhr die Gefahr einer Weiterverbreitung behoben
war. Von unserer Feuerwehr kamen hiebei nur die ersten drei Züge
in Aktion und die Dampfspritze, während der vierte Zug im Vereine
mit der Feuerwehr von Pradl in Reserve behalten wurde. Auch die
Feuerwehr von Hötting war (in altgewohnter freundnachbarlicher Weise)
zur Hilfe herbeigeeilt; eine Abtheilung derselben hat auch aktiv einge-
griffen. Nach Lokalisirung des Brandes schritt die Feuerwehr an die
rasche Finalisirung, d. h. Dämpfung des Brandes, was circa 12 Uhr
geschehen war, so daß die Feuerwehr mit ihren Requisiten abkommandirt
werden konnte und nur noch einige Steiger mit zwei Handspritzen als
Wache beim Brandobjekt belassen wurden. Die muthmaßliche Ursache
des Brandes dürfte eine auf dem Dachboden in einen Kamin einge-
baute sogenannte „Selche" gewesen sein, in der eine Fettsubstanz in
Brand gerathen und in Folge dessen der Kamin geborsten sein dürfte,
worauf sich das Feuer den Dachstuhlsparren und hölzernen Verschalun
gen mittheilte. Während des Brandes herrschte, soweit bei solchen
Gelegenheiten möglich, musterhafte Ordnung, wozu die zur Unterstützung
der Feuerwehr ausgerückte Militärbereitschaft im Vereine mit der
städtischen Sicherheitswache in anerkennenswerthester Weise das Ihre
beigetragen haben.
20. Jänner. Erweiterte Ausschußsitzung.
Der in der letzten Commandantschaftssitzung vom Zugsführer
Al. Epp eingebrachte Antrag in Betreff Ernennung des Herrn Alt-
bürgermeister Carl Adam zum Ehrenmitgliede wurde vollinhaltlich an-
genommen und beschlossen, denselben befürwortend der Generalversamm-
lung vorzulegen.
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Der Obercommandant Victor Br. Graff bespricht die Abhal-
tung von kleinen Feuerwehr-Unterhaltungen im Allgemeinen ohne
Heranziehung des großen Publikums, worauf Zugsführer Kerber den
Antragstellt, daß die Feuerwehrmänner bei ihren Unterhaltungen freien
Eintritt haben und die Kosten aus der Regiekasse gedeckt werden sollen,
welcher Antrag einstimmig angenommen wurde.
Das bereits im vorigen Jahre sich bewährte Comité mit dem
Obmanne Rottenführer Klammer wurde mit den Vorbereitungen für
die kommende Unterhaltung betraut.
Zum weitern Gegenstand Brandbesprechungen" befürwortet der
Obmann der Ordnungsmannschaft Jos. Jörg den Angriff auf einen
entsprechenden Brand mit Buttenspritzen, begutachtet das Legen der
Schläuche über die Stiegen, insoferne nicht mittelst Leitern von Außen
zuzukommen ist, wie beim letzten Brande. Zugsführer Nußbaumer
tadelt das viele Wasserverschwenden, und Zugsführer Kerber das
Geschrei der Mannschaft und schließlich wirft Zugsführer Nußbaumer
die Frage auf, welche Züge haben bei einem Brande in der Nachbar-
schaft auszurücken und welche haben in der Reserve zu verbleiben?
(Wird der Commandantschaft überlassen.)
21. Jänner. Tanzkränzchen des vierten Zuges beim goldenen
Schiff.
22. Jänner. Raum sind die letzten Töne der Tanzmusik vom
Kränzchen des vierten Zuges verklungen, signalisirte der Thürmer um
6 Uhr Früh Feuer.
Im ersten Stocke der Setzerei des Herrn Schumacher in der
Pfarrgasse war ein Brand ausgebrochen, dessen Bewältigung, obwohl
rasche Hilfe da war, wegen Mangels an Wasser nicht gelang. Das
Feuer ergriff mit furchtbarer Schnelligkeit auch das zweite und bald
auch das drittte Stockiverf.
In Folge des intensiven Rauches, der in undurchdringlichem
Qualm die Treppe des Hauptgebäudes, Pfarrgasse Nr. 6 erfüllte,
konnten die Bewohner (2 Herren und 3 Damen) des dritten und
vierten Stockwerkes diese nicht mehr passiren; sie mußten auf Leitern
auf die Straße hinab in Sicherheit gebracht werden.
Diese schwierigen Rettungsarbeiten besorgten, unter Leitung des
Führers des zweiten Zuges F. Kerber der Steiger-Rottenführer des-
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selben Zuges Alois Defner und der Rottenführer des vierten Zuges
August Lerch.
X
Es war eine Freude zu sehen, mit welcher Ruhe und Genauigkeit
diese gefahrvolle Arbeit vollzogen wurde und die wackeren Kameraden
haben uns ein glänzendes Beispiel von ganzer Pflichterfüllung gegeben.
Der Magistrat wie die Commandantschaft ehrte sie durch Anerkennungs-
schreiben und wir rufen ihnen nochmals zum Zeichen unserer ganzen
Zustimmung ein kräftiges Gut Heil entgegen.
Leider holte sich der Rottenführer Aug. Lerch bei diesem Brande
den Keim seiner tödtlichen Krankheit.
Der Brand beschränkte sich durch die anstrengende Thätigkeit der
Feuerwehr auf das Setzerei-Gebäude; das Maschinenhaus und die
Hauptgebäude wurden erhalten.
Wie nothwendig die Anlage von Hydranten für Innsbruck ist,
hatten wir hier zur Genüge Gelegenheit zu beobachten.
Der Sillfanal war, wie gewöhnlich jeden Sonntag, halb abge-
kehrt, infolgedessen die meisten Spritzen, die Dampfspritze miteinge-
schlossen, ohne Wasser waren und die Löscharbeiten lange Zeit nur sehr
mangelhaft betrieben werden konnten.
Daß solch' peinliche Lage nicht zu Gunsten der Feuerwehr, trotz
ihrer ganzen Pflichterfüllung, speziell beim großen Publikum spricht,
ist zweifellos, doch hoffen wir, daß die Gemeindevertretung nichts unter-
lassen und das Nöthige vorkehren werde, um die Wiederholung ähnlicher
gefährlicher Vorfälle in Zukunft zu vermeiden und zum Schutze unserer
Stadt die schon lang ersehnte neue Wasserleitung mit der so unent-
behrlichen Hydrantenanlage sich endlich verwirkliche.
27. Jänner. Ausschuß-Sitzung der Unterstützungskasse.
28. Jänner. Dankschreiben des Herrn Anton Schumacher nebst
Beischluß von 200 fl. für die Regiekasse wegen Hilfeleistung beim
Brandunglücke. (Die Feuerwehren Pradl und Hötting participirten
mit je 25 fl.)
3. Februar. Commandantschafts- Sitzung, in der hauptsächlich
interne Angelegenheiten besprochen und berathen wurden, so die
Herstellung des schon früher erwähnten Ehrendiplomes, wie auch
nähere Bestimmungen in Betreff des Feuerwehrkränzchens und Per-
onalien.
x
Σ Poy.
IK
Fony.
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11. Februar. Das Tanzkränzchen der Freiwilligen Feuerwehr
in den Schießstandslokalitäten nahm einen jeden Theilnehmer be-
friedigenden Verlauf. In dem mit den Wappenschildern der dem
deutschtirolischen Gauverbande angehörigen Feuerwehren, ferner den
Bildnissen des Kaisers und des Erzherzogs Karl Ludwig, sowie mit
Fahnen und Fähnlein einfach aber geschmackvoll dekorirten Saale drehte
sich bald nach 8 Uhr Abends ein lustiges Völlchen in fröhlichem
Reigen. Die Festfreude der Feuerwehrmänner wurde noch erhöht
durch die Aufmerksamkeit, die ihnen seitens des Herrn Vicebürger-
meisters W. Greil und des Herrn Gemeinderathes J. Riegl erwiesen
wurde. Auch die Nachbarfeuerwehren Hötting und Mühlau waren
durch ihre Commandanten vertreten. Nicht der geringste Mißton störte
das Fest, welches bis zum frühen Morgen währte.
17. Februar. Die f. f. Schloßverwaltung übersendet 50 fl. als
Anrainer bei dem Schumacherbrande für werkthätige Hilfeleistung.
17. Februar. Erweiterte Ausschußsitzung.
Nach einigen Erörterungen der bei den letzten zwei Brän-
den beobachteten Mißstände in Betreff der Handhabung der Schläuche
verliest der erste Schriftwart Karl Jenewein den Entwurf des Jahres-
berichtes, der zur Durchsicht dem Zugsführer Alois Epp übertragen
wurde. Rottenführer Ant. Halbeis, zweiter Schriftwart Jos. Satt-
leder und der Fähnrich Josef Rissinger wurden zu Revisoren sowohl
für die Regie, als auch für die Unterstützungskasse gewählt. Ober-
commandant Victor Br. Graff drückt den Leitern des Tanzkränzchens
für ihre Mühewaltung den herzlichsten Dank aus.
Nach der Interpellation des Rottenführers A. Halbeis wird über
Antrag des Zugführers A. Epp beschlossen die neue Signalordnung
chestens im redactionellen Theile aller hiesigen Tagesblätter zu ver.
öffentlichen.
19. Februar. Geräthemeister-Sitzung.
24. Februar. Diese Commandantschafts Sitzung bringt uns
eine Reihe Angelegenheiten, wovon der Punkt,,die Reserve bei einem
Brande" eine größere Debatte hervorrief und der Vorschlag gemacht
wurde, dem erweiterten Ausschusse folgende Punkte zur Berathung
vorzulegen.
9-
,,Bei einem Brande in der innern Stadt oder am linken Jun-
ufer bleibt der vierte Zug in Reserve beim betreffenden Magazine.
Bei einem Brande in der Kohlstadt bleibt die erste Spritze und
die Stigerabtheilung des dritten Zuges in Reserve.
Lei einem Brande in Pradl bleibt der erste und dritte Zug in
Reserve.
Bei einem Brande in Wilten bleibt der zweite und dritte Zug
in Reserve.
Bei einem Brande in Hötting bleibt der vierte und erste Zug
in Reserve.
Bei einem Brande im Löwenhaus bleibt der dritte Zug in
Reserve.
Die Reſerveſtellung hat in der Weise zu geschehen, daß die be-
treffenden Abtheilungen in voller Rüstung marschbereit bei oder in den
betreffenden Magazinen aufgestellt bleiben bis entweder die Ordre zum
Ausrücke oder zur Abrüstung an sie ergeht."
Schließlich wurde der Brand bei Herrn Schumacher und die
dabei vorherrschende Wassernoth einer eingehenden Discussion unter-
zogen und Zugsführer Al. Epp äußerte sich dahin, daß zum sogenann
ten städtischen Wuhraufseher ein Telefon angebracht werde und daß
Serselbe einen höher gestellten Betrag für seine Mühen erhalte.
Dies ist nun auch durchgeführt worden; die seit 15 Jahren ver-
geblich erbetene und erhoffte elektrische Verbindung zwischen dem Stadt-
thurm und dem Wuhraufseher ist endlich in diesem Jahre hergestellt,
sowie eine bessere Entlohnung demselben von der Gemeinde zugesichert
worden.
25. März. Begräbniß des Spritzenmannes Anton Happ.
28. März. Commandantschafts-Sitzung. Nach Festsetzung des
Tages der Hauptversammlung auf den 14. April 1. 38. im Café
Austria wird folgende Tagesordnung vorgeschlagen:
1. Bericht des Obercommandanten und der Kassiere,
2. Antrag des erweiterten Ausschusses über Anregung der Com-
mandantschaft auf Ernennung eines Ehrenmitgliedes,
3. Neuwahlen:
a. des Obercommandanten,
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b. des Magazinsverwalters,
c. der beiden Kassiere und
4. Allfälliges und Interpellationen.
Weiters wird beschlossen ein Gesuch der Sparkasse um Unter-
stützung behufs Deckung der Auslagen für Herstellung und Renovation
der Telefonleitung zu unterbreiten, zu welchem Zwecke eine Deputation
bestehend aus dem Obercommandanten V. Br. Graf, Zugsführer Ant.
Nußbaumer und des Obmannes der Ordnungsmannschaft Jos. Jörg
gewählt wurden.
6. April. Erweiterte Ausschußsitzung. Die in vorhergehender
Commandantschafts-Sitzung erwähnte Tagesordnung wird einer noch-
maligen Erörterung unterzogen und wieder ist es der Punkt „Reserve
bei Bränden" der eine sehr lebhafte Debatte hervorrief und bei der
sich der Zugsführer Al. Epp, Adjutant Hummml, Obmann der Ord-
nungsmannschaft 3. Jörg, Rottenführer Max Klammer und Zugs-
führer Paul Rissinger betheiligten und endlich Zugsführer Al. Epp
den Antrag stellt die ganze Angelegenheit der Reſerveſtellung der
Löschdirektion und Gemeindevertretung zur Beschlußfassung abzutreten".
Nachdem der Adjutant Karl Jenewein seine Meinung dahin
äußert, man soll mit einem schon gefaßten Beschlusse „pto. Reserve"
an die Löschdirektion und Gemeindevertretung hintreten, werden die
früheren Anträge abgelehnt und der Antrag des Adjutanten K. Jene-
wein,, der erweiterte Ausschuß spricht sich der Löschdirektion und dem
Gemeinderathe gegenüber gegen die Aufstellung von Reserven im Ma-
gazine aus" angenommen.
Die Organisation der Schlauchrotte wurde erörtert und Zugs-
führer Al. Epp stellt folgenden bei der Generalversammlung ein-
zubringenden Antrag:
"
,Der erweiterte Ausschuß stellt den Antrag: „, eine bessere Or-
ganisation der Schlauchmannschaft im Laufe des Sommers durchführen
zu dürfen und insoferne eine Aenderung der Dienstordnung nothwendig
werden sollte, dieselbe der nächsten Generalversammlung nachträglich
zur Genehmigung vorzulegen".
Wird angenommen.
12. April. Ausschußsitzung der Unterstützungskasse.
"
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14. April. Generalversammlung. Die im Saale des Café
,Austria" stattgehabte Generalversammlung erfreute sich eines ziemlich
starken Besuches; es waren 94 Mann anwesend. Der Obercomman=
dant, Viktor Baron Graff, eröffnete die Versammlung, welcher auch
der Herr Vicebürgermeister Greil an Stelle des durch Unwohlsein
verhinderten Bürgermeisters beiwohnte. Dem Berichte des Vorsitzenden
über das letzte Vereinsjahr entnehmen wir, daß die Feuerwehr gegen-
wärtig aus 239 aktiven und 51 nichtaktiven Mitgliedern besteht; an
Uebungen hat die Feuerwehr im Jahre 1887 abgehalten: 2 Haupt-
und 8 Zugsübungen; außerdem hatten die Steigerabtheilungen 58,
die Spritzenmannschaft 66 und die Schlauchmannschaft 31 Detail-
übungen. Brände kamen im letzten Jahre 3 vor, nämlich 2 Kamin-
brände und 1 Fabriksbrand (bei Köllensperger). Die Geschäfte der
Feuerwehr wurden in 23 Sitzungen (2 Sitzungen der Löschdirektion,
10 der Commandantschaft, 7 des erweiterten Ausschusses und 4 der
Geräthemeister) und 3 Versammlungen besorgt. Der Vorsitzende kon-
statirte schließlich, daß die Feuerwehr auch im vergangenen Jahre durch
einträchtiges Zusammenwirken und ruhiges taktvolles Auftreten sich
hervorgethan habe und sprach diesbezüglich der gesammten Mannschaft
und ihren Führern den herzlichsten Dank aus. Sein Dank galt ferner
dem Gemeinderathe mit dem Bürgermeister an der Spitze für die der
Feuerwehr im abgelaufenen Jahre in so reichem Maße zugewendete
moralische und finanzielle Unterstützung, sodann der Direktion und
Vorstehung der hiesigen Sparkasse, durch deren Munifizenz unsere
Stadt mit telephonischer Feuermeldung beinahe vollständig versehen
werden konnte, endlich den ständigen Gönnern und überhaupt den feuer-
wehrfreundlichen Bewohnern Innsbrucks, die dem Körper einen Unter-
stützungsfond verschafften, wie vielleicht wenige Feuerwehren einen sol-
chen besitzen.
Mit kräftigem Gut Heil" wurde allen Freunden und Wohl
thätern der Feuerwehr der Dank sodann votirt.
Leider hat der Tod auch im letzten Jahre der Feuerwehr vier
Kameraden entrissen und zum ehrenden Andenken an dieselben erhebt
sich die Versammlung von den Sitzen.
Der Kassier der Unterstützungskasse, Hermann Hueber, berichtete
hierauf über den Stand des Unterstützungsfondes, der Ende 1887 die
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stattliche Ziffer von 30.938 fl. 30 kr. erreicht hat. Weniger günstig
ist es um die Regiekasse bestellt, die heuer nur eine Höhe von 1043 fl.
56 fr. erreichte und gegen das Vorjahr einen kleinen Rückgang zu
verzeichnen hat. Der Grund hievon liegt, wie der betreffende Kassier
Herr Anton Nußbaumer hervorhob, darin, daß dieselbe in letzter Zeit
seit keine Christbaumfeier abgehalten wurde, auch beinahe keine Zuflüsse
mehr hatte. Beiden Kassieren wurde, nachdem die Kassegebahrung bei
beiden in musterhafter Ordnung seitens der Revisoren befunden worden
war, einstimmig durch Erheben von den Sitzen das Absolutorium
ertheilt.
Hierauf begrüßte Herr Vicebürgermeister Wilhelm Greil die Ver-
sammlung namens des Gemeinderathes und der Löschdirektion und er-
suchte die Feuerwehrmänner auch weiter der humanen Feuerwehrsache
zu dienen, die Achtung des Gemeinderathes und der Bewohner Inns-
brucks werde ihnen dann gesichert sein. Redner dankt der Mann-
schaft für ihren Muth und Ausdauer, aber auch für ihre Ruhe, mit
der sie bei Bewältigung der letzten Bränd: die Löscharbeiten be-
sorgte, dem Obercommandanten und jedem einzelnen Abtheilungs-
commandanten für die treffliche Leitung des Körpers und schloß
mit einem Toast auf die freiwillige Feuerwehr, der auch freudigste
Aufnahme fand. Einstimmig ernannte sodann die Versammlung über
Antrag der Commandantſchaft und des erweiterten Ausschusses, um
wie es in der betreffenden Motivirung heißt, eine alte Schuld der
Dankbarkeit abzutragen, den Altbürgermeister Herrn Carl Adam als
einstigen Mitgründer der Steigerabtheilung, dieses Vorläufers der
Freiwilligen Feuerwehr und Begründer der eigentlichen vollständigen
Feuerwehr und gleichsam ersten Obercommandanten der Feuerwehr
Innsbrucks zu deren Ehrenmitgliede. Der Vorsitzende Viktor Baron
Graff legte sodann seine Stelle als Obercommandant ſtatutengemäß
in die Hände der Versammlung zurück, wurde jedoch mit allen Stim=
men gegen seine eigene zum Obercommandanten wiedergewählt. Ge-
tragen von dem Vertrauen der Mannschaft erklärte er unter Beihilfe
der Commandantschaft und aller Abtheilungsführer sowie der Mann-
schaft dies Ehrenamt auch auf weitere 3 Jahre wieder anzunehmen.
Auch die übrigen Funktionäre wurden wieder gewählt, so Herr Josef
Brix als Magazinsverwalter, Herr Hermann Hueber als Kassier der
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Unterstützungskasse und Anton Nußbaumer als Kassier der Regiekasse.
Nachdem noch die Ausschüsse für den Unterstützungsfond gewählt waren,
welche Wahl fast alle die früheren Funktionäre wieder in demselben
vereinte, wurde nach einer kurzen Programmrede des nummher zum
drittenmale zum Obercommandanten gewählten Vorsitzenden die Ver-
sammlung gegen 12 Uhr geschlossen.
Mit seltener Ausdauer hatten beinahe alle zur Versammlung
gekommenen Feuerwehrmänner auch ausgeharrt, bis alle Punkte der
Tagesordnung erlediget waren.
21. April. In der Musterung und Versammlung des dritten
Zuges und in jener am
27. April des vierten Zuges wurden die alten Führer wieder-
gewählt, ein Zeichen des kameradschaftlichen Zusammenhaltes.
5. Mai. Laut Schreiben vom 5. Mai Nr. 6827 gibt der Magi-
strat die Bestätigung des Gemeinderathes vom 3. Mai über die vor-
genommenen Wahlen des Obercommandanten Viktor Br. Graff, des
Magazin-Verwalters Josef Brix und des Unterstützungskassiers Herm.
Hueber bekannt und dankt denselben für ihre uneigennützige ersprieß-
liche Dienstleistung.
5. Mai. Prunklos und in aller Stille, aber desto herzlicher
beging am 5. ds. Abends in den Lokalitäten beim goldenen Schiff"
der vierte Zug sein 10jähriges Stiftungsfest. Einfach aber geschmack-
voll war der Saal aus diesem Anlasse passend dekorirt. Von den
zu dem Feſtabende Geladenen hatten außer dem Obercommandanten
und der gesammten Commandantschaft noch der Gemeinderath Herr
Johann Nußbaumer, Fabrikant Herr Joh. Wehrer, Bräuereibesitzer
Herr 3. Summerer, Altobercommandant 3. Melzer, Unterſtützungs-
tasse-Kassier Hermann Hueber und Adjunkt Alois Klemm der Ein-
ladung Folge geleistet. Der Commandant des vierten Zuges, Anton
Nußbaumer, hieß die Anwesenden aufs herzlichste willkommen, während
der Führer der Sprißenmannschaft, Anton Halbeis, in trefflicher Rede
die Geschichte des vierten Zuges bis zum heutigen Tage schilderte. Von
den 40 Gründern dieser Abtheilung sind noch in den Reihen dieser
Abtheilung 12 Mann, nämlich Müller Alois, Stöckl Johann, Nuß-
baumer Anton, Maurer Franz, Schnaller Johann, Rathgeber Jakob,
Norer Johann (sämmtliche mit 10jähriger Dienstzeit), Thaler Alois (mit
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13 Dienstjahren), Halbeis Anton (mit 16 Dienstjahren), Keller Alois
(mit 20 Dienſtjahren), Prasthofer Ludwig und Camill Felder (mit je
25 Dienstjahren). Der Festabend nahm den animirtesten Verlauf, in
dem passende Toaste mit gemüthvoll vorgetragenen Liedern und komi-
schen Vorträgen angenehme Abwechslung boten. Im weiteren Verlaufe
des Festabends überreichten die Mitglieder dieses Zuges jedem ihrer
beiden Veteranen, Prasthofer Ludwig und Camil Felder aus Dank-
barkeit und Anerkennung für ihr durch ein Vierteljahrhundert ununter-
brochen fortgesetztes Wirken im Sinne der so humanen Feuerwehrsache
durch den Commandanten Anton Nußbaumer ein wohlgelungenes Porträt
in hübscher Einfassung. Gerührt sprachen die beiden wackeren Männer
in schlichten Worten, ihren Kameraden den Dank für diese Aufmerk-
samkeit aus.
Hiemit hatte der offizielle Theil des Feſtabends sein Ende erreicht,
was die Anwesenden jedoch nicht hinderte im gemüthlichen Beiſammensein
bis nach Mitternacht auszuharren und erst um diese Zeit verabschiedeten
sich die Gäste mit dem aufrichtigen Wunsche, es möge diese Abtheilung
unserer Feuerwehr in Eintracht noch viele Jahre blühen und gedeihen.
6. Mai. Florianiamt in der St. Johanniskirche.
6. Mai. Beerdigung des Steiger-Rottenführers Auguſt Lerch,
der ein Opfer seiner Pflichterfüllung geworden.
Die Feuerwehr erlitt durch diesen Hingang einen herben Verlust,
er war ein eifriges Mitglied, ein tüchtiger Führer und guter Kamerad.
11. Mai. Musterung und Versammlung des ersten Zuges. Nach
beendeter Musterung im Hauptmagazine versammelte sich der erste Zug
beim goldenen Löwen, um die nöthigen Wahlen vorzunehmen. Der
Zugscommandant Paul Rissinger eröffnet die Versammlung, ersucht
zur Neuwahl eines Zugsführer zu schreiten und, nachdem er schon so
lange im Dienste, ihm einen Nachfolger zu geben.
Den Vorsitz übernimmt der Obercommandant-Stellvertreter Anton
Nußbaumer und gedenkt in erster Linie der Verdienste des scheidenden
Führers um die Feuerwehrsache und speziell des ersten Zuges in seiner
beinahe 21jährigen Dienstzeit.
Als Zugsführer wurde der bisherige Rottenführer Max Klammer,
als Rottenführer Anton Obholzer und Peter Moser gewählt.
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Der inzwischen erschienene Obercommandant dankt dem alten ab-
tretenden Zugsführer in warmen anerkennenden Worten für seine treue
und diensteifrige Pflichterfüllung während dieser langen Zeit.
Den neu gewählten Zugsführer ersucht er auch künftighin mit
gleichem Eifer dem Körper zu dienen.
Weiters, fährt der Obercommandant fort, sind es 25 Jahre, seit
die erste Metzische Sprize in der Landeshauptstadt ihren Einzug hielt.
Seit 17 Jahren commandirt unser lieber Kamerad Obholzer die
Bedienungsmannschaft dieser Spritze und die Kameraden gestatten mir
diesen Anlaß dazu zu benützen ihm namens der ganzen Feuerwehr und
der Commardantschaft den aufrichtigsten herzlichsten Dank für sein
uneigennütziges aufopferndes Wirken auszusprechen, womit er durch
eine solche Reihe von Jahren stets einer der Mitträger von Freud
und Leid der Feuerwehr war. Er hat es verstanden seine Leute zu-
sammenzuhalten, denn noch mehrere sind hier, die viele Jahre mit ihm
bei der Spritze standen und noch stehen. Indem ich den Herrn Obholzer
ersuche noch weitere 25 Jahre der Sprite als Commandant anzuge-
hören, lade ich sie ein, Kameraden, dem ausgezeichneten wackeren Rot-
tenführer ein dreifaches Gut Heil! zu bringen.
Alle Anwesenden stimmten freudig in diesen Toast ein.
Herr Obholzer dankte in herzlicher Weise für die ihn so ehrenden
Worte und erklärt sich bereit die auf ihn gefallene Wiederwahl anzu-
nehmen und so lange seine Kräfte es gestatten, treu zu den Kameraden
zu halten.
Hanns Schwaighofer dankt namens der Mannschaft der ersten
Spritze dem Kameraden Anton Obholzer und überreicht ihm als ein
kleines Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung für seine bisherige
Mühewaltung einen hübschen goldenen Ring mit Etui und knüpft daran
die Bitte noch recht viele Jahre der alte zu bleiben.
12. Mai. Musterung und Versammlung des zweiten Zuges.
Franz Kerber wurde trotz seines anfänglichen Sträubens ein-
stimmig zum Zugsführer wiedergewählt, worauf ihm dann Rotten-
führer Mitterhofer namens des Zuges als Zeichen der Anhänglichkeit,
Hingebung und Liebe sein wohl getroffenes Porträt überreichte mit
dem Wunsche, daß er noch viele Jahre der Feuerwehr erhalten bleibe.
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Zugsführer Kerber dankt sichtlich gerührt und bringt auf die
schöne Eintracht dieses Zuges sein Gut Heil.
Die weiters erfolgte Wahl brachte ihre bisherigen Führer.
15. Mai. Versammlung der Ordnungsmannschaft.
Die vorgenommene Wahl brachte uns wieder den so tüchtigen
bisherigen Obmann und dessen Stellvertreter, worauf folgender Antrag
eingebracht wird.
"Der Vorsitzende möge veranlassen, daß die Ordnungsmannschaft
wieder in dasselbe aktive Dienstverhältniß eintreten könne, aus dem sie
durch die Reorganisation herausgerissen wurde und die Commandant-
schaft soll das geeignete veranlassen".
16. Mai. Commandantſchafts-Sitzung.
Nachdem der Obercommandant den neuen Zugsführer Max
Klammer begrüßte und ihm das Wohl des Zuges ans Herz legte,
erwiderte derselbe, daß er sein bestes Wissen und Können einsetzen
werde, um das in ihn gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.
Der ausgesprochene Wunsch der Ordnungsmannschaft in den
aktiven Stand eingereiht zu werden, wurde von ihrem Obmanne vor-
gebracht, aber über Antrag des Zugsführer Al. Epp behufs näherer
Präzisirung vertagt.
am Stadt-
18. Mai. Im Stöckl des alten Magistratsgebäudes
plate brach in einem kleinen Magazine in unaufgeklärter Weise ein
Brand aus, der jedoch bald mit der vorhandenen Buttenspritze ge
löscht wurde.
20. Mai. Großer Waldbrand bei Jenbach.
Nach telegraphischem Hilferufe von Seite des Besitzers des
Schlosses Tratzberg eilte der Obercommandant mit einigen Leuten und
zweier Spritzen dorthin um die gewünschte Hilfe zu leisten.
25. Mai. Versammlung der Schlauchführer aller vier Züge.
Der Obercommandant eröffnet die Sitzung und legt ihnen zwei
Fragen der Commandantschaft vor, nämlich erftens in welcher Weise eine
bessere Uebung der Schlauchmannschaft erzielt werde und zweitens welche
wünschenswerthen Einführungen, Aenderungen und Neuerungen sind bei
der Handhabung der Schläuche in Antrag zu bringen?
Nach einer kurzen Debatte stellt Kamerad Hoppichler folgende
Punkte auf:
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1. eine Reorganisation soll in der Weise stattfinden, daß die
Schlauchmannschaft behufs einheitlichen Exercitiums und der Dienstes-
leistung unter einem Commandanten zusammengezogen und so gewisser-
maßen selbständig werden müsse.
2. Daß die Schläuche nach jeder nassen Nebung und nach jedem
Brande einer Prüfung durch die Dampfspritze auf ihre Dichte und
Druckfähigkeit unterzogen werde, und daß nur geprüfte und tauglich
befundene Schläuche am Schlauchwagen anzubringen sind.
3. Daß die Schläuche, um bei größeren Schlauchgängen Irrungen
und Verwicklungen zu vermeiden, mit Marken zu versehen sind und
4. daß die Schläuche, wenn sie einmal gelegt, genau zu über-
wachen sind.
Die Punkte 1, 2 und 4 wurden beschlossen der Commandant-
schaft vorzulegen.
28. Mai. Kaminbrand beim Steinbock, Innstraße.
Der Obercommandant wurde mittelst Telephon verständigt und
erschien dortselbst mit der Feuerwache.
30. Mai. Commandantschafts-Sitzung, in welcher die Reorgani-
sirung der Schlauchmannschaft besprochen und die Durchführung der
früher in der Schlauchführer-Versammlung aufgestellten Punkte be-
schlossen wird.
Weiters gibt der Obercommandant bekannt, daß Montag den
4. Juni Abends 8 Uhr die Frühjahrs-Hauptübung stattfinde und zwar
als Brandobjekt das Stöcklgebäude des alten Magistrates (im Hofe
neben dem Stadtthurm) beſtimmt ist.
1. Juni. Versammlung der Schlauchmannschaft, um die Mit-
glieder von den gefaßten Beschlüssen zu verständigen.
Herr 3. Hoppichler wurde als Obmann der Schlauchmannschaft
gewählt.
4. Juni. Frühjahrs-Hauptübung. Die Mannschaft sämmtlicher
vier Züge rückte um 8 Uhr Abends vor dem alten Magistratsgebäude
an, wo ein im Hofe befindliches Stöcklgebäude als in hellen Flammen
stehend angenommen wurde. Sofort begannen die Operationen. Der
erste Zug stellte sich in der Riesengasse beim Hause Nr. 9 auf und.
sandte das Wasser vom Dache sowohl als auch durch den Hof hin-
durch auf das Brandobjekt; dasselbe that der vierte Zug von der
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18-
Hofgasse aus beim Hause Nr. 10, der dritte Zug schützte von der
Herzog-Friedrichstraße aus das alte Magistratsgebäude, die Apotheke
des A. Schöpfer und das Bederlungerhaus, während der zweite Zug
das Brandobjekt direkt vom Hof aus angriff. Die Dampfspritze hatte
beim goldenen Dacht" Posto gefaßt und speiste von da aus drei
Schläuche mit Wasser. Die Aktion ging bei allen Abtheilungen sehr
rasch von statten und auch diesmal herrschte ebenfalls die Ruhe, die
man schon seit einiger Zeit bei allen Operationen der Feuerwehr beob-
achten konnte und die ein nothwendiger Faktor ist, soll im Ernstfalle
etwas Ersprießliches geleistet werden.
Nachdem der Herr Bürgermeister im Beisein von 6 Gemeinde-
räthen die ganze Aufstellung besichtiget hatte, ertönte das Signal zum
Rückzuge und ebenso rasch wie die Steiger ihre luftigen Positionen
eingenommen hatten, kehrten sie von denselben zurück, versorgten gleich
der Spritzenmannschaft ihre Geräthe und nachdem auch die Schlauch-
mannschaft ihre allerdings etwas schwierigere Aufgabe, nämlich Samm-
lung, Entleerung und Bergung der Schläuche, ebenfalls in verhältniß-
mäßig furzer Zeit beendet hatte, rückte die gesammte freiwillige Feuer-
mit ihren Geräthen auf den Rennweg ab. Dort bildete sie ein gegen
die Hofburg hin offenes Viereck, innerhalb dessen der Obercommandant
beim Scheine der Fackeln an die Mannschaft herzliche Worte des Dankes
richtete für ihr vom richtigen Takte geleitetes Verhalten bei Uebungen
und Bränden in den verflossenen drei Jahren ihrer freiwilligen Dienst-
leistung und bittet sie, denselben Taft auch fernerhin zu bewahren.
Gleichzeitig entrichtet er in Folge schriftlichen Auftrages des Stadt-
magistrates den Dank des Gemeinderathes an die Mannschaft für ihr
braves, opfermuthiges Einschreiten bei den letzten Bränden.
Hierauf wird die Vertheilung der definitiven Aufnahmskarten an
die im vergangenen Jahre neu eingetretenen Mitglieder vorgenommen,
welch' letztere dann dem Obercommandanten durch Handschlag das Ver-
sprechen geben, den Statuten gemäß in allen Punkten wackere Feuer-
wehrmänner zu sein und durch wenigstens drei Jahre dem Körper
anzugehören. Mit einem kräftigen Gut Heil! wird dieses Gelöbniß
seitens der Anwesenden besiegelt. Nach Beendigung dieses Attes erfolgte
der Abmarsch in die betreffenden Magazine zur Versorgung der Geräthe
womit die Uebung ihr Ende erreichte.
19-
14. Juni. Versammlung der Sanitätsmannſchaft.
Der Vorsitzende Obercommandant V. Br. Graff eröffnet die
Sitzung und Dr. Greil sagt, daß eine Vermehrung der Mannschaft
durchaus nicht nothwendig sei, denn vier bis fünf gediegene Leute, die
zu Uebungen, aber auch zu Bränden fleißig kommen, genügen vollkom
men, es sei damit der Feuerwehr und ihm gedient. Zur praktischen
Erlernung des Dienstes genügt es, wenn von seiner Seite drei bis
vier Uebungen im Jahre abgehalten werden, nur müssen dann die
Herren unter sich einige Wiederholungsübungen abhalten und es müsse
sich einer finden, der diese Wiederholungsübungen einberuft und leitet,
und für diesen Posten schlägt er Herrn Anton Prantl als den geeig-
neten Mann vor, der auch gewählt wurde und sich bereit erklärte diese
Stelle anzunehmen.
18. Juni. Wegen Abreise des Rottenführers des dritten Zuges
Wenzel Sedlaczek wurde eine Neuwahl nothwendig, in der der frühere
Rohrführer Georg Dietrich als Rottenführer und 3. Riedl als dessen
Stellvertreter gewählt wurden.
3. Juli. In dieser Commandantschafts - Sizung wurde die letzte
Frühjahrs-Hauptübung besprochen und Montag der 23. Juli d. 3.
zur Abhaltung der außerordentlichen Generalversammlung festgesetzt,
zu welcher folgende Tagesordnung vorgeschlagen wurde:
1. Protokollverifizirung.
2. Wahl der Delegirten sowohl zum Bezirks - Feuerwehrtage in
Wattens, als auch jener zum Gautage in Sterzing.
3. Antrag der Commandantschaft betreffend „Einreihung der
Ordnungsmänner in die Rechte und Pflichten der aktiven
Feuerwehr".
4. Antrag der Commandantschaft, betreffend
Reorganisirung
der Schlauchmannschaft, sowie der Sanitätsmannschaft.
5. Allfällige Anträge.
10. Juli. Erweiterte Ausschußsitzung.
Nach Genehmigung der Protokolle und Tagesordnung für die
außerordentliche Generalversammlung fordert Zugsführer Al. Epp die
Anwesenden auf, daß im Falle irgend jemand einen Antrag zu stellen
beabsichtige, ihn hier früher mittheile, damit man selben, falls von
Wichtigkeit, unterstützen könne. Er selbst macht auf eine Bestimmung
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des § 24 der tirolischen Feuerlöschordnung und der daraus entstehen-
den Konsequenzen aufmerksam.
27. Juli. Commandantschafts- Sitzung. Besprechung von Per-
fonalien.
28. Juli. In dem mit den Ortswappen der dem deutschtivolischen
Gauverbande angehörenden Feuerwehren, sowie mit Transparenten und
Fahnen in den Reichs-, Landes- und Schützenfarben schön und ge-
schmackvoll dekorirten und elektrisch beleuchteten Garten bei Summerer
versammelten sich abends die Feuerwehrmänner Innsbrucks fast voll-
zählig, um ihrem wackeren Obercommandanten Viktor Baron Graff
die herzlichsten Glückwünsche zu seinem Namensfeste darzubringen. Nach-
dem die Feuerwehrkapelle (wie bereits bekannt fungirt die Musikkapelle
von Hötting unter der Leitung ihres Kapellmeisters Thönig als solche)
einige Piecen des Programms vorgetragen hatte, die sowohl Einheimische
wie Fremde vollauf befriedigte, überreichte der Obercommandant-Stell-
vertreter, Zugsführer Anton Nußbaumer, dem Obercommandanten
namens der Feuerwehrkameraden einen hübschen Blumenstrauß, worauf
Zugsführer Alois Epp in schwungvoll gehaltener Rede den Gefühlen
der Feuerwehrmänner für ihren Führer und für die edle humane
Feuerwehrsache Ausdruck verlich. Mit dem Versprechen namens der
Feuerwehrkameraden stets treu zu ihrem erprobten Führer zu halten
in Freud und Leid nach dem so schönen Wahlspruche „Einer für Alle,
Alle für Einen", schloß Redner seine mit allgemeinem Beifalle aufge-
nommene und durch Zustimmungs-Kundgebungen häufig unterbrochene
Rede. Während des nun folgenden Toastes auf den Obercomman
danten wurde ein kleines Feuerwerk abgebrannt.
Sichtlich gerührt dankte der Obercommandant den Feuerwehr-
männern für diese Aufmerksamkeiten und mit dem Versprechen, wie
bisher auch fernerhin stets treu zu ihnen wie zur edlen Feuerwehr-
sache zu halten, verband er auch die Bitte, die Kameraden mögen ihn
auch so tren und wacker wie bisher in Ausübung seines Amtes unter-
stützen. Von brausendem dreifachen Gut Heil! begleitet, gaben die
Feuerwehrmänner ihrem Führer das Versprechen und besiegelten damit,
wie ein späterer Redner so treffend erwähnte, neuerdings den bereits
zum Manne herangereiften Treuebund zwischen Führer und Mannschaft.
Allgemeinen Jubel erregten die Zuſchriften und Telegramme, welche
21 -
zum Feſtabende eingelangt waren, so namentlich das Schreiben des
jüngst zum Ehrenmitgliede der Feuerwehr ernannten Altbürgermeisters
Herrn Karl Adam und das Telegramm der Turnerfeuerwehr von
Hall und des Vorstandes des Gauverbandes Dr. Otto Stolz von
Hall. Auch die Nachbarfeuerwehren von Hötting und Pradl waren
durch ihre Commandanten vertreten. Ebenso hatte die Bedienungs-
mannschaft der Dampfspritze der kameradschaftlichen Einladung Folge
geleistet und war der Turnverein durch mehrere Mitglieder beim Feſte
vertreten.
1. August. Außerordentliche Generalversammlung behufs der
Delegirtenwahlen für den Bezirks-Feuerwehr- und den Gautag.
Diese Versammlung, welche von 142 Mann besucht war, wurde
vom Obercommandanten eröffnet, der hiebei den in der Versammlung
in Vertretung des Bürgermeisters anwesenden Vicebürgermeister Herrn
Wilhelm Greil herzlich willkommen hieß. Einstimmig wurden hierauf
die Anträge der Commandantschaft angenommen, wodurch den Ord-
nungsmännern gleichte Rechte und Pflichten wie den aktiven Feuerwehr-
männern eingeräumt und weiters die Schlauchmannschaft unter einen
gemeinsamen Obmann gestellt wird, der sie im erweiterten Ausschusse
zu vertreten und die Exercitien zu leiten hat.
Herr Vicebürgermeister, Wilhelm Greil, ergriff nach Beendigung
dieser Verhandlungen das Wort, und überbrachte den zwei wackeren
Männern, die beim Brande des Schumacher'schen Etablissements fünf
Menschen vom Tode des Erstickens retteten, die Anerkennung des
Stadtmagistrates und der Commandantschaft in Gestalt von Diplomen.
Die beiden muthigen, umsichtigen Männer, von denen wir schon früher
Erwähnung thaten, sind Herr Alois Defner, Steigerrottenführer im
zweiten Zuge und Franz Kerber, Commandant des zweiten Zuges.
Mit ungetheilter Freude wurden die den Ueberreichungsakt begleitenden
Worte des Herrn Vicebürgermeisters von den Anwesenden aufge-
nommen.
Außer diesen beiden Diplomen hatte der Vertreter der Stadt
auch noch die angenehme Pflicht, an 21 Feuerwehrmänner Anerken-
nungs-Diplome zu vertheilen und zwar an 19 Mann für 10jährige
und an 2 Mann für 20jährige ununterbrochene Dienstzeit bei der
Freiwilligen Feuerwehr und er beendete diesen Akt damit, daß er den
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soeben Ausgezeichneten den Dank des Gemeinderathes für ihr wackeres
Aushalten bei der Feuerwehr aussprach, sie aber zugleich auch bat,
auch fernerhin treu und wacker zur edlen Feuerwehrsache zu halten.
Der Vorsitzende dankte dem Herrn Vicebürgermeister für die an-
erkennenden Worte, er dankte auch der Löschdirection, daß sie die Gene-
ralversammlung dazu ausersehen, so viele Feuerwehrkameraden zu ehren
und insbesonders dankte er derselben für die Auszeichnung der Kame-
raden Defner und Kerber und bedauert nur das eine, daß es nicht
mehr möglich war, den dritten Wackern im Bunde, den Kameraden
August Lerch, Steigerrottenführer des vierten Zuges, der bei ober-
wähnter Lebensrettung die Bergung der Geretteten über die Leiter
glücklich zu Stande brachte, auch zu ehren, da derselbe leider seit
6. Mai ds. 3s. im Grabe ruht; jedoch pietätvoll möge auch seiner
heute gedacht sein.
Nachdem die nun folgenden Toaste verklungen waren, wurde zur
Wahl der Delegirten zu dem am 12. Auguſt d. Is. in Wattens ab=
zuhaltenden Bezirks-Feuerwehrtag geschritten. Die Wahl fiel auf die
Herrn Alois Epp, Franz Kerber, Josef Brix, Johann Hoppichler und
Anton Halbeis als Delegirte und Anton Gratl, Max Klammer, Alois
Müller, Alois Defner und Johann Kastner als Ersatzmänner. Zu
dem am 1. und 2. September in Sterzing stattfindenden Gautage der
deutschtirolischen Gauverbands-Feuerwehren wurden die Herren Baron
Graff, Alois Epp und Anton Nußbaumer als Delegirte und Josef
Brix, Christof Hummel und Anton Gratl als Ersatzmänner gewählt.
Während des Serutiniums zu den Wahlen wurden einige Anträge be-
sprochen, die seitens der Innsbrucker Feuerwehr theils beim Bezirks-
Feuerwehrtage, theils beim Gautage eingebracht werden.
3. und 4. August. Geräthemeister-Sitzung.
5. August. Commandantſchafts-Sizung.
Tagesordnung: Erledigung einiger Personalien und Aufnahms-
gesuch der Wiltener Feuerwehr in den Bezirks- und Gauverband.
12. August. Bezirks-Feuerwehrtag in Wattens.
Nach festlichen Empfang von Seite der Gemeinde Wattens fand
im Gasthause zum Greiderer die Versammlung statt.
Der Vorstand des Bezirksverbandes, Victor Baron Graff, er-
öffnete die Sitzung. Dem von ihm vorgetragenen Rechenschaftsberichte
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entnehmen wir, daß der Verband 18 Feuerwehren mit 1438 Feuer-
wehrmännern umfaßt. Davon waren vertreten die Feuerwehren Inns-
bruck (durch Al. Epp, Josef Brix, Max Klammer, Aut. Halbeis und
Josef Hoppichler), Abſam, Amras, Arams, Hall, Hatting, Hötting,
Kematen, Mühlau, Pradl, Volders, Wattens und die neu konstituirte
theilweise Gemeinde-Feuerwehr in Wilten, die kurz vorher die Aufnahme
in den Bezirksverband erhalten hatte. Nicht vertreten waren die
Feuerwehren von Telfs, Pfaffenhofen, Polling, Zirl und Fulpmes.
Bezüglich der nun folgenden Verhandlungen werden die Ergebnisse
derselben in Bälde aus Anlaß des Gautages am 1. und 2. September
d. Js. in Sterzing mitgetheilt werden, nur so viel sei hier schon be-
merkt, daß durch die Thätigkeit des Verbandes im abgelaufenen Jahre
abermals zwei Landgemeinden freiwillige Feuerwehren gegründet und
dem Bezirksverbande einverleibt wurden.
Am Schlusse der Berathungen wurde für das kommende Jahr
das Dorf Fulpmes im Stubaithale als Vorort zur Abhaltung des
Delegirtentages beſtimmt.
Die Wahl des Verbandsausschusses traf mit einer einzigen Aus-
nahme wieder die früheren Herren, nämlich: als Vorstand Viktor Br.
Graff, als Kassier Anton Nußbaumer, als Schriftführer Josef Satt-
leder (alle 3 aus Innsbruck), weiters als Ausschußmitglieder: F. Holz-
meister in Fulpmes, Josef Ertl in Wattens und Dr. 3. Ortwein in
Arams (letzterer neu).
Mittlerweile waren bereits die Feuerwehren von Hall und Vol-
ders in corpore mit zwei Musikkapellen, ferner Abtheilungen der
Feuerwehren von Innsbruck, Mühlau, Abſam, Kematen u. s. w. ein-
getroffen; auch aus dem benachbarten politischen Bezirke Schwaz war
eine Abtheilung der Schwazer Feuerwehr im Festorte anwesend, so
daß die Zahl der Feuerwehrmänner, die an diesem Nachmittage in
Wattens sich einfanden, die Zahl 300 überstieg. Vor den Augen der=
selben und einer nach mehreren Hunderten zählenden Volksmenge führte
nun die wackere Dorffeuerwehr Wattens in jeder Richtung craft eine
Schulübung den Delegirten vor, wobei namentlich das Exerzieren mit
einer uralten schwerfälligen Druckspritze allgemein angestaunt wurde,
sowie nicht weniger die treffliche Uebung der Steigerabtheilung mit
der vom Commandanten 3. Ertl selbst konstruirten freistehenden Schub-
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leiter. Die nun vom Delegirten-Ausschusse der Feuerwehr gestellte
Aufgabe für die Schauübung wurde nach dem Ausspruche des Aus-
schusses tadellos und in so mustergiltiger Weise gelöst, daß sich manche
Stadtfeuerwehr daran ein Beispiel nehmen kann, welches Resultat
denn auch vom Obmann des Gauverbandes namens des Ausschusses
der gesammten Feuerwehr Wattens in einer passenden, beifällig auf-
genommenen Ansprache verkündet wurde.
1. September. Feuerwehr-Gautag in Sterzing.
In Folge Beschluß des Gautages wurden die Berichte über die
Verhandlung in Druck gelegt und den Verbands-Feuerwehren zugesen-
det, daher wir in diesem Berichte uns auf jene Punkte beschränken
können, welche von unserer Feuerwehr ausgiengen oder besonders er-
wähnenswerth sind.
Vor Allem wird dem tirolischen Landesausschusse namens der
versammelten Delegirten für das bereitwillige Entgegenkommen bei
Aktivirung des Landes-Feuerwehrfondes der Dank votirt.
Hierauf wird der aus 17 Paragraphen bestehende Entwurf der
vom Verbandsausschusse ausgearbeiteten und der Feuerpolizeiordnung
angepaßten Verbandsstatuten eingehend durchberathen und Paragraph
für Paragraph einstimmig mit einigen Aenderungen angenommen.
Ueber Antrag des Verbandsausschusses wurde sodann einstimmig
die Auflösung der bisherigen Gauverbands-Unterſtüßurgskasse beschlossen,
da künftig der Landesfeuerwehrfond für Unterstützungen zu sorgen hat.
Das vorhandene Vermögen der Unterstützungskasse wird nach vorher-
gegangener entsprechender Abänderung des § 23 der Satzungen ein-
stimmig beschlossen, der Verbands-Negiekasse einzuverleiben. Nun kommen
Anträge der Bezirksverbände Innsbruck und Kufstein. Ersterer Ber-
band hatte 4 Anträge eingebracht, nämlich, es möge kompetenten Orts
dahin gewirkt werden, daß in Deutsch- und Welschtirol je ein Feuer-
lösch-Inspektor und zwar aus Feuerwehrkreisen ernannt und aus Lan-
desmitteln besoldet werde, weiters, daß der § 24 der Feuerpolizei-
Ordnung in seinem ersten Alinea dahin abgeändert werde, daß jene
Fälle, in denen ein Ortsvorsteher im Falle eines Brandes über den
Feuerwehrhauptmann hinweg auch von letzterem zu beachtende Befehle
ertheilen kann (Demolirung von Häusern 2c.); 3. daß § 38 resp.
§ 18 des ursprünglichen Entwurfes der Feuerpolizeiordnung, betreffend
25
die Einführung von Pflichtfeuerwehren in Gemeinden, in denen keine
freiwilligen Feuerwehren bestehen oder sich bilden, in die Feuerpolizei-
ordnung aufgenommen werde; 4. daß dahin gewirkt werden möge, daß
den Assekuranzen verboten werde, den Feuerwehrbeitrag, den sie gesetz-
lich aus ihrem Reineinkommen an den Fond zu zahlen verpflichtet
sind, künftig nicht mehr wie bisher von den assekurirten Parteien einzu-
heben und dies sogar mittels der Polizze zu thun, denn darin erblicken
die Antragsteller seitens der Assekuranzen eine einfache Umgehung ihrer
Steuerpflicht zum Schaden der Parteien und der Feuerwehren. Sämmt-
liche 4 Anträge des Bezirksverbandes Innsbruck, welche von den Herrn
Viktor Baron Graff, Alois Epp und Anton Nußbaumer eingehend be-
gründet und motivirt wurden, sind nach längeren Debatten einstimmig
angenommen worden. Ebenso einstimmig wurde der Antrag des Be-
zirksverbandes Kufstein, eingebracht und motivirt durch Herrn Hans
Reisch, es seien in Hinkunft alle Eingaben der Bezirksverbände oder
einzelner Feuerwehren an den Landtag, Landesausschuß, Statthalterei
u. s. w. im Wege des Gauverbands-Ausschusses zu leiten, angenommen.
In einer langen Debatte wurde endlich noch der Beitrag für die Regiekasse
in der bisherigen Höhe, 5 kr. per Mann und Jahr, einzuheben beschlossen.
Als Vorort für den nächsten nach 3 Jahren abzuhaltenden Gau-
tag wird Kufstein einstimmig gewählt.
Zum Schlusse wurde die Neuwahl des Vorstandes und des Aus-
schusses vorgenommen und Dr. Stolz trotz des Sträubens, diese Wahl
als Vorstand wegen Arbeitsüberbürdung nicht mehr annehmen zu kön=
nen, als Ehrenobmann und durch seine nachherige Erklärung auch als
Arbeitsvorstand ernannt.
Als Ausschußmitglieder erscheinen die Herren: Alois Epp, Viktor
Baron Graff, Anton Nußbaumer, Josef Sattleder, Hanns Reisch
(Kufstein) und Josef Pirchl (Kitzbicht).
5. September. Commandantschafts- Sitzung. Erledigung von
Personalien.
10. September. Um 11 Uhr Vormittags brach in einem, im
ersten Stockwerke im Hofe gelegenen Magazine des Engrossisten Dont.
Zambra in der Maria Theresienstraße Feuer aus. Dasselbe griff
zwar rasch um sich, es zerstörte ein Magazin, in dem sich Möbel,
Christbaumputz 2c. befanden, ganz und ein zweites theilweise,
war
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aber durch das schnelle Einschreiten der Feuerwehr bald eingedämmt
und gelöscht. Die hiesige Feuerwehr war vollzählig am Platze er-
schienen; von auswärts kamen die Wiltener, Höttinger und Mühlauer.
Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt.
18. September. Herr Dom. Zambra, Kaufmann hier, übersendet
50 fl. als Zeichen seiner Dankbarkeit bei Hilfeleistung des letzten
Brandes.
26. September. Commandantschafts-Sitzung.
Bestimmung der Herbst-Hauptübung auf den 7. Oktober Vorm.
10 Uhr Brandobjekt: altes Landesgerichtsgebäude, Herzog-Friedrich-
straße. Besprechung über die Vergrößerung des Telefonnetzes.
28. September. Erweiterte Ausschußsitzung über die Vervoll-
ständigung des Telefonunezes, über verschiedene Personalien und Be-
sprechung des letzten Brandes (Zambra), sowie über die geeigneten
Vorkehrungen bei demselben.
7. Oktober. Herbst-Hauptübung.
10 Uhr Vorm. fand die letzte gemeinsame Uebung in diesem
Jahre statt. Als Objekt war von der Commandantschaft das ehema-
lige Landesgerichtsgebäude in der Herzog-Friedrichstraße ausersehen,
und zugleich der Feuerwehr die Aufgabe gestellt worden, einen im
dritten Stocke dieses ausgedehnten Gebäudes entstandenen Brand, der
bereits die Estrichdecke durchdrungen, und das Dach theilweise ergriffen,
bei herrschendem Südwinde zu bewältigen. Von drei Seiten kamen
die Feuerwehrabtheilungen angerückt. Der erste Zug stellte seine Leiter
am westlichen Ende des Gebäudes in der Herzog -Friedrichstraße, der
vierte Zug am Ostende desselben auf, während der zweite Zug sich
auf die Rettung von Menschenleben 2c. verlegte. Zu diesem Behuse
hatte derselbe seine Steigerabtheilung in der Mitte des brennenden
Gebäudes poſtirt, von wo aus die wackeren Steiger mittels Hacken=
leitern das dritte Stockwerk erkletterten und das sogenannte Nutschtuch
anbrachten, auf welchem sie dann selbst lustig auf die Straße fuhren,
welchem Beispiele dann auch beherzte Civiliſten zum Ergötzen des zahl=
reich versammelten Publikums folgten.
Auch die eigentliche Löschaktion ging ziemlich rasch von statten,
denn kurz nach der Allarmirung ergossen sich nicht bloß von der Vor-
derfront, sondern auch von der dem Inn zugekehrten Nordfronte, wo
- 27 -
der dritte Zug stand, die Wasserstrahlen auf das Brandobjekt ein
Zeichen, daß sowohl Steiger als auch Schlauch- und Spritzenmänner
ihrer Aufgabe vollauf gewachsen waren, trotzdem so manches ungeahnte
Hinderniß gerade bei dieser Uebung zu überwinden war und auch
überwunden wurde.
Eine Novität ist hier zu erwähnen, es kam nämlich bei dieser
Uebung seitens der Landfahrspritze ein mit Gärbsäure imprägnirter
Schlauch in Verwendung, der während seiner fast halbstündigen Ver-
wendung nicht einmal die Nässe ordentlich durchdringen ließ. Bei
dieser Uebung, der auch der Bürgermeister mit 6 Gemeinderäthen bei-
wohnten, machten sich auch Uebelstände fühlbar, und zwar, daß die
Ritschen, wenn sie geschwellt werden, eine solche Masse Schlamm, Sand
und alle möglichen und unmöglichen Unreinigkeiten daher bringen, daß
ein Versagen der Ventile und damit der Spritzen fast unausweichlich ist,
wie es auch den zwei Spritzen des dritten Zuges geschah, da durch
das Schwellen der ganze Unrath in Aufruhr kam, und daß die Anzahl
der Schlauchmänner eine zu kleine ist; jedoch die kleine Schaar der
Schlauchmänner hat ihre sehr schwere Aufgabe in zufriedenstellender
Weise gelöst. Wenn einmal den Bürgern Innsbrucks die richtige
Einsicht kommt, daß es vernünftiger ist, sich selbst an den Arbeiten
und Uebungen der freiwilligen Feuerwehr zu betheiligen, statt, mit
einigen wenigen rühmenswerthen Ausnahmen, den unverständigen Zut-
schauer und Bekrittler zu spielen, so wird auch letzterwähntem Uebelstande
abgeholfen sein. Am Schlusse der Uebung wurde auch die Dampfspritze
die bei dem Inn Posto gefaßt hatte, zur Aktion kommandirt, in der
Weise, daß sie die beiden Spritzen des dritten Zuges ablöste und zwei
intensive Strahlen auf das Brandobjekt sandte. Während die Frei-
willige Feuerwehr ihre Requisiten sammt Schläuchen vom Angriffs-
objekte zurückzog und sich in Marschbereitschaft stellte, entsandte die
Dampfspritze einen mächtigen Strahl von der Straße aus auf das
Braudobjekt, dieses mit Wasser vollauf überschüttend.
Hierauf zog die Feuerwehr die Herzog-Friedrichstraße entlang vor
dem Bürgermeister defilirend, zum Hauptmagazine, wo der Obercont
mandant namens des Bürgermeisters und der Stadtvertretung ferner
in seinem und der Commandantschaft Namen der gesammten Mann-
schaft den herzlichsten Dank für die Arbeiten bei Uebungen und Brän-
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den während des Sommers aussprach, daran zugleich auch die Bitte
knüpfend, während des Winters parat zu sein, zur regelrechten Hilfe-
leistung, wenn die Sturmglocke wimmert, was mit brausendem drei-
fachen Gut Heil! seitens der Mannschaft gelobt wurde.
26. Oktober. Stadlbrand in der Reichenau, bei dem sich die
Landfahrspritze betheiligte.
31. Oftober. Begräbniß des Ordnungsmannes Josef Kemps.
Anfangs November Hydrantenprobe von der neuen Wiltauer-
Hochquellenleitung vor dem Pädagogium, Anichstraße und vor der Ge-
werbeschule.
Hoffen wir, daß bald die ganze Stadt mit der neuen Innsbrucker
Hochquellenleitung versehen sein wird und den Feuerlöschzwecken eine
ausreichende Anzahl Hydranten zur Verfügung stehe, besonders aber
im Stadttheil am linken Innufer, welches fast ganz auf Hochdruck-
leitung angewiesen ist, und daß das nöthige so rasch und ausgiebig
als möglich geschehe.
2. November. Kaminbrand im Palais des Grafen Enzenberg.
2. November. Commandantschafts-Sitzung.
Der Obercommandant bringt zur Kenntniß, daß in letzter Zeit
häufig Kaminbrände vorgekommen sind und empfiehlt bei der Löschdirek-
tion dahin zu wirken, daß die jeweilige Feuerbeschau die Controllirung
der von den Parteien zu führenden sog. Kaminkehrerbücheln besorge.
In derselben Sitzung wurde auch der Voranschlag der Feuerwehr
für das Gemeindebudget des Jahres 1889 in Berathung gezogen.
Ergänzung der Telefonleitung durch einige Sprachapparate, sowie
Personalien.
17. November. Löschdirektions-Sitzung.
17. November. Bei der Namensfeier des hochverdienten Gauvor
standes Herrn Dr. Otto Stolz, Bürgermeister in Hall, betheiligte sich
eine Deputation von circa 10 Mitgliedern.
30. November. Erweiterte Ausschußsitzung, deren Tagesordnung
folgende Punkte enthält:
Anschaffung von Sprechapparaten,
Abhaltung eines Wohlthätigkeitsmarktes zu Gunsten der Regie-
kasse und
Anschaffung verschiedener Requisiten.
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13. und 16. Dezember. Erweiterte Ausschußsitzungen.
Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit der Frage über den schon
früher in Anregung gebrachten Wohlthätigkeitsmarkt, die eingehend
durbberathen und, nachdem ein Comité gewählt, beschlossen wurde
diesen Markt am 12. Jänner 1889 in den Pokalitäten zum Adambräu
abzuhalten.
16. Dezember. Taffische Uebung.
Nach Mitternacht signalisirt der Thürmer bei Südwind Dach-
feuer im Hintergebäude der Martin Tschurtschenthaler'schen Handlung.
Es ist Herbst und zufälliger Weise der Sillkanal abgekehrt.
Der Brand nimmt eine größere Dimension an und die rückwärts
angrenzenden Gebäude sind in großer Gefahr.
Zuges.
Uebungs-Commandant: Kerber Franz, Zugsführer des zweiten
Aufgabesteller: Alois Kreil, Dampfspritzen-Commandant.
23. Dezember. 6 Uhr Früh Kaminbrand bei den Jesuiten.
23. Dezember. Taktische Uebung.
Mitte November. Heftiger Südwind, weht schon einige Tage
und trocknete alles aus. Mitternacht vorüber. Es weht heftiger
Wind in wechselnder Richtung, vorherrschend von Süden.
Der hölzerne Stadel Nr. 13, Innstraße ist bereits abgebrannt,
das Feuer ergriff die Häuser Nr. 14 und 16 in der St. Nikolaus-
gasse, welche am Dache brennen. Die St. Nikolausgasse ist wegen
herabfallenden Dachsperren und heftigen Rauch von der Südseite un-
passierbar.
Die lintsseitigen Häuser sind in großer Gefahr, sollen aber ge-
rettet werden, da sonst der ganze Bäckenbichl 2c. in höchster Ge-
fahr sind.
Uebungs Commandant: Klammer Max, Zugsführer des ersten
Zuges.
Aufgabesteller: Hanns Riegl, Ehrenmitglied und Gemeinderath.
30. Dezember. Taktische Uebung.
Das Geyer'sche Stöcklgebäude, Angerzellgasse Nr. 8, ist im links-
seitigen Trafte unter Dach in Brand gerathen.
Der Feuerherd sitzt oberhalb Wallnöfers Tischlerei. Das Feuer
verbreitet sich in Folge des vielen Holzes sehr rasch, kann jedoch vom
Seite 19
19/31
30
Thürmer des herrschenden Nebels wegen nicht sofort bemerkt werden,
und daher erst nach erhaltener Meldung seitens der Bewohner Signal
gegeben werden.
Es ist halb 4 Uhr Früh als die Feuerwehr anrückt und das
Dach dem Feuerherde zu im Einstürzen begriffen ist, daher durch die
fallenden Sparren der Holzvorrath Wallnöfers, sowie die anstoßenden
Holzhütten vom Feuer ergriffen werden.
Jahreszeit: Anfangs November, ohne Schnee, Luftströmung vom
Norden, der Sillfanal wegen größeren Reparaturen außer Stand
Wasser zu liefern.
Uebungs Commandant: Nußbaumer Anton, Zugführer des
vierten Zuges.
Aufgabesteller: Max Klammer, Zugsführer.
Innsbruck, am 31. Dezember 1888.
Kaffewesen.
A. Unterstüßungskasse.
Viktor Baron Graff, Vorsitzender.
Hueber Hermann, Kassier.
Klammer Max,
Epp. Alois,
Kerber Franz,
Müller Alois,
Ausschußmitglieder.
Jörg Josef,
Brix Josef,
Kastner Johann,
Das Vermögen dieser Kasse hatte am 31. Dezember 1888 die
Höhe von 31.987 fl. 77 kr. erreicht, was im Vergleiche zum Ver-
mögensstande vom 31. Dezember 1887 mit 30.938 ft. 30 fr. einen
Kassazuwachs von 1.049 fl. 47 fr. ergibt.
Diese Kassefonds bestehen aus:
1 Stück 1860er Los Nr. 10 Serie
9772
fl.
Zins ab 1. November
fl.
144.50
-66 fl.
145-16
1 Stück Innsbrucker Los Nr. 1063
fl. 25:40
Sparkassebuch Nr. 13006 Stand
31. Dezember 1887.
fl. 17.493.56
Zins
fl. 699-74
fl. 18.193.30
Fürtrag fl. 18.363.86
Seite 20
20/31
32
Uebertrag
fl. 18.363-8
Ucbertrag
Sparkassebuch Nr. 9269 Stand 31. De-
zember 1887
fl. 12.238 19
Zins
fl.
48952
fl. 12.727.7.
Guthaben Regiekasse
fl.
Baarkasse
fl.
Summe
700-
196-2
fl. 31.987-7
c) Schenkung der Firma Dom. Zambra
anläßlich des dortigen Brandes
d) Schenkung des verstorbenen Ord-
nungsmannes Herrn Josef Kempf
e) Von der Burgverwaltung nach dem
Schumacher'schen Brande
Die Erhöhung des Kassestandes begründet sich durch:
a) Zinsen auf Weuthpapiere.
fl.
8-
b) Unbehobene Sparkassezinsen
fl. 1189-20
e) Geschenke und Legate:
Herr Karl Adam
fl.
verstorbene Frau Wittwe Theresia Wisiol
fl.
100-
50-
d) Gaben der P. T. Gönner
fl.
138-
e) Coursdifferenz
fl.
14-1
Summe
fl. 1499:41
Wovon in Abzug kommen:
a) Unterstützungen und Begräbnißmusik
b) Auslagen für Incasso, Drucksorten 2c.
fl. 433.
fl.
16-94
Summe
fl. 449-94
a) Für Anfertigung eines Diplomes
mit Mappe
b Für verschiedene Diplome für die
Mitglieder und Rahmen
c) Reiseentschädigung der Delegirten nach
Wattens und Sterzing
d) Für abgehaltene Unterhaltungen
e) Spritzenproben und Einzahlung an
den Gauverband der deutsch-tirolischen
Feuerwehren
f) Für Plakate
fl. 178-83 fl. 1043.56
fl. 50-
.
fl. 30-
fl. 50
Summe
fl. 308-
fl. 1352-39
Verausgabt wurde:
fl. 230-
fl. 24:48
fl. 12.67
fl. 201:46
fl. 247.80
fl.
5.65
Hermann Hueber,
Geprüft und richtig befunden:
Halbeis Anton, Schwaighofer Johann,
Sattleder Josef.
Kassier.
g) Verschiedene Auslagen laut Belege. fl. 40.80
Verbleibt daher ein Reinvermögen von
Ausgewiesen im Sparkassebuch Nr. 2421 mit
und eine Barschaft von
fl. 790-99
fl. 713:51
fl. 77:48
Summe
fl. 790.99
Anton Nußbaumer,
Kassier.
B. Regiekaffe.
Zum Aktivstande vom 31. Dezember 1887 per
kamen im Jahre 1888 noch weitere Einnahmen:
a) Zinsenerträgniß vom 1. Jänner 1888 bis 1. Jän-
Her 1889
fl. 104356
fl. 28.83
b) Beitrag der Stadt für Spritzenproben
und Einzahlung an den Gauverband
der deutschtirolischen Feuerwehren
Fürtrag
fl. 150-
fl. 178.83 fl. 1043:56
Geprüft und richtig befunden:
Anton Halbeis, Johann Schwaighofer,
Josef Sattleder.
B
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Statistischer Anhang
zum
XIV. Jahresberichte
der
Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck
für das
31. Vereinsjahr 1888.
3*
Seite 22
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Benennung
Personalstand 1888.
a) der aktiven Mannschaft.
Commando
Bug
II. Zug III. Zug
IV. Zug Ordnungs
Mannschaft
Mannschaft
Mannschaft
Mannschaft männer
Obercommandant
Technischer Rath
Magazins Verwalter
Adjutant
Schriftführer
Schlauchobmann
Signalist
Pionnier
Vereinsdiener
Sanität
Chargen
Signaliſt
Steiger
Sprißen-
Schlauch
Chargen
Signalist
Steiger-
Sprißen-
Schlauch-
Chargen
Signalist
Steiger
Sprißen-
Schlauch-
Chargen
Signalist
Steiger
Sprißen-
Schlauch-
Chargen
Mannschaft
Zusammen
Personalstand am 31.
Dezember 1888
11 12 1 1 1 1 6 6 1 14 30 9 6 1 15 26 9 6 2 13 28 19 5 2 16 17 82 32 283
Benennung
Personalstand mit 31. Dezem
ber 1888
b) der nichtaftiven Mannschaft.
5
Ehrenmitglieder
7
Löschdirektion
CO
3
Korpsärzte
15
Zusammen
Anmerkung
37-
36-
Seite 23
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Sitzungen
Nachweis
a) über stattgehabte Sibungeni.
Versammlungen
Brände
1
12
8
3
24
B
Abtheilung
Scamin=
Haus-
Stöckl=
Magazin-
GO
3
1
1
2
03
Beerdigungen
3
Anmerkung
b) über abgehaltene Uebungen.
Musterungen
Haupt-
Marsch
Uebungen
Zugs
Uebungen
mit
ohne
Wasser
Steiger
Spritzen-
Schlauch-
Hydranten-Proben
Zuſammen
Uebungen
Vom Gesammtförper
1
Vomi
I. Zug
1
II.
"
III.
IV.
"
1
"
21
1
4 10 27
6
2
21
13
333
21
7
1-
B
21
8
8
1
4
14
10
10
|
I
-
3
- 38 -
Aumerfung
49
46
-
41
10
2
42
5
2
4
13
58
66 31
2
61
181
- 39
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41-
Inventar
der vorhandenen Geräthe, Ausrüstungs-Gegenstände 2c. mit
Schluß des Jahres 1888.
1 Telephonleitung.
1. Geräthschaften.
2 Metz'sche Spritzen sammt Zugehör.
4 Schmid'sche Spritzen sammt Zugehör.
1 Knaust'sche Spritze sammt Zugehör (Landfahrspritze).
7 Schlauchwägen.
2000 Meter Schläuche mit Normalgewinde.
1 Buttenspritze*).
1 Extinkteur (System Beyl), 1 unbrauchbarer.
5 Hydranten und 1 Aufsatzrohr.
4 Strahlrohre (vorräthige).
1 Schraubenschlüssel, französischer.
1 Schlauchgewindschlüssel.
1 Verbindungsgewinde, vorräthig.
8 Schlauchbrücken, eiserne.
12 Schlauchbrücken.
14 Schlauchknie.
1 Vacuum und Manu-Meter.
1 Spirituslampe (zum Erwärmen).
1 Schlauchkarren.
3 Steigerfarren.
4 Schubleitern, dreitheilige.
1 Schubleiter, zweitheilig.
16 Hakenleitern.
4 Dachleitern.
1 Mauerbock sammt Zugehör.
3 Spinnen.
1 Rettungsschlauch.
*) 2 Buttensprißen der bezahlten Feuerwehr übergeben.
2 Sprungtücher.
12 Schlauchbinden.
1 Brause.
1 Rutschtuch (auch als Sprungtuch verwendbar).
3 Selbstretter.
3 Rettungskörbe.
7 Nettungstaschen.
1 Rauchapparat, Galibert'scher.
3 Sicherheitslaternen.
24 Steigerlaternen.
7 Feuerlaternen (alte).
100 Wasserkübel.
1 Petroleumfackel, groß, samt Gestell.
28 Petroleumfackeln.
2 Commandantſchafts-Laternen mit Fahne.
4 Zugstandarten.
2. Mobilare.
4 Geräthefästen (2 große und 2 kleine).
5 Bettstätten, eiserne.
5 Strohsäcke (im Wachlokale).
5 Kotzen (im Wachlokale).
3 Tische.
24 Stühle.
1 Bank.
2 Kleiderrechen.
1 Vereinsfahne.
3. Utensilien.
42 Wappenschilder, blecherne.
1 Porträt (Thurner).*)
15 Photographien, diverse eingerahmte.
4 Bilder, diverse eingerahmte.
1 Humpen nus Zinn.
1 Humpen aus Holz.
1 Trinkhorn.
1 Schubleitermodell sammt Glassturz.
Porträt des Pegger dem Altobercommandanten zurückgestellt.
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1 Windwachordnung.
1 Tischglocke.
1 Büfte (Jahn).
42
1 Tafel mit Grabschleifen, große.
4. Ausrüstungs-Gegenstände.
235 Durer, Loden, zur Benützung.
40
vorräthig.
226 Helme in Verwendung.
176
11
105 Beile in Verwendung.
vorräthig.
vorräthig.
31
85 Schlauchgewindschlüssel.
118 Nothnägel.
Mundschwämme.
62 Leinen in Verwendung.
27
vorräthig.
16 Commandanten-
112 Steiger-
221 Sprißenmänner-
80 Schlauchmänner-
Gurten.
14 Riemen für Rohrführer.
23 Huppen.
7 Signalhörner (für Horniſten).
2 Pickel (für Pionniere).
14 Schurzfelle.
5 Cartouchen.
2 Commandantenschärpen.
9 Verbandzeuge für die Sanität.
9 Armbinden
11
"
1 komplet eingerichtete Apotheke mit einer Tragbahre, Schienen und
Verbandtornister.
Personalkand
der
Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck,
mit 31. Dezember 1888.
Ehrenmitglieder:
Herr Dr. Otto Stolz, Gauverbands -Vorſtand und Bürgermeister
"
von Hall, ernannt am 31. 3änner 1876.
Dr. Johann Tschurtschenthaler, Sparkasse - Direktor und Alt-
bürgermeister, ernannt am 20. Juni 1877.
Hans Riegel, Handelsmann und Gemeinderath, ernannt
14. Februar 1880.
am
Josef Melzer, Aftobercommandant, Tapezierer und Hausbesitzer,
ernannt am 31. 3änner 1882.
Karl Adam, Altobercommandant, Altbürgermeister, Ehrenbürger
und Gemeinderath, ernannt am 14. April 1888.
Löschdirektion:
Herr Dr. Heinrich Falk, Bürgermeister.
"
Hans Riegl, Gemeinderath.
Nußbaumer Zohann, Gemeinderath.
Alois Epp, Gemeinderath.
Josef Sonvico, Gemeinderath.
Victor Baron Graff, Feuerwehr Obercommandant.
Josef Brix, Magazinsverwalter.
A. Beim Commando.
Obercommandant: Viktor Baron Graff.
Obercommandant-Stellvertreter: Auton Nußbaumer).
Technischer Rath: Josef Mayr.
Magazins Verwalter: Josef Brir.
Adjutant: Christof Hummel.
*) Zugleich Commandant des IV. Zuges.
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1. Schriftführer: Karl Jenewein.
II. Schriftführer: Josef Sattleder.
Schlauchobmann: Joh. Hoppichler.
Stabsignalist: Karl Trager.
Pionnier: Alois Mutter.
Vereinsdiener: Alois Peer.
44
Sanität:
Professor Dr. Lantschner, Korpsarzt.
Dr. Greil, Korpsarzt.
Dr. Thalguter, Korpsarzt.
Prantl Anton, Führer.
Benatti Alois.
Marzani Josef.
Knapp Wilhelm.
Bickel Josef.
Fritz Johann.
B. Bei den Geräthen.
Erster Zug:
Max Klammer, Zugsführer.
Obholzer Anton, Zugsführer - Stellvertreter.
Brugger Anton, Geräthemeister.
Hopfer Albert, Rottenführer.
Steiger:
Köb Franz, Rottenführer - Stell-
vertreter.
Plattner Johann, Rohrführer.
Stolz Sebastian, Steiger.
Gnaser Marfus, Steiger.
Groa Anton, Steiger.
Demengo Franz,
"
De Zanna Illuminato, Steiger.
Apollonio Constantin,
"
Stutefy Karl, Spritzenmann.
45
Jenny Johann, Sprißenmann.
Oberhammer Anton,
Zorn 3. A. B.
"
Keliment Heinrich,
"
Seitz Peter,
"
Mairamhof Wilhelm
"
Norz Peter,
Willeit Peter,
"
Gatt Rudolf,
Fuxhuber Felix,
II. Sprize.
Moser Peter, Rottenführer.
Gottardi Anton, Rottenführer-
Stellvertreter.
Häutscht Gallus, Spritzenmeister.
Stippler Johann,
Spindler Johann, Spritzenmann.
Gober Sigm.
Hatzingmoser Josef,
Zerobin Anton,
Strelka Anton,
Schütz Gebhard,
Gschnaiter Josef,
Alvera Johann,
Menardi Ludwig,
Varda Jos.,
Mandlbauer Jos.,
Schlauchmannschaft.
Rossi Salvator, Führer.
vertreter.
"
"
"
"
Brügl Joh., Schlauchmann.
Freißeisen Franz, Führer - Stell- Pfob Cirillus,
Gehri Vinzenz, Schlauchmann.
Bachner Josef,
"
Angela Anton,
"
Langer Gustav,
"
Rossi Hermann,
"
Zweiter Zug:
Zanella Hermagor,
Norer Julius,
"
Schollmaier Johann
Popp Fritz, Steiger.
Meyerkolm Leopold,
"
Inwinkl Andreas,
Sprigenmannschaft:
I. Spritze.
Obholzer Auton, Rottenführer.
Schwaighofer Hans, Rottenführer-
Stellvertreter und Spritzen
meister.
Wagner Anton, Sprißenmeister.
Rissinger Josef, Spritzenmann.
Leukermoser Jakob,
Kanovsky Ferdinand,
"
Kerber Franz, Zugsführer.
Mitterhofer Josef, Zugsführer Stellvertreter.
Morscher Joh., Geräthemeister.
Mutter Joh., Signalist.
Steiger:
Defner Alois, Nottenführer.
Mutter Franz, Rottenführer-Stell-
vertreter.
Dollinger Gebhard, Rohrführer.
v. Müller Jul.,
Urbanitsch Franz, Steiger.
Brandauer Peter,
"
Gruber Josef,
Riegel Josef,
"
"
Morscher Joh.,
Seewald Mich.,
"
Weth Jos.,
"
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Ribitsch Michael, Steiger.
46-
Fuchs Josef,
"!
Stolz Dionisins
"
Nußbauer Albert, Steiger.
Hagspiel Josef,
Steiger:
Baumann Johann,
Spritzenmannschaft:
I. Sprize.
Mitterhofer Josef, Rottenführer. | Strasser Josef, Spritzenmann.
Dörries Ernst, Rottenführer-Stell- Rinner Fridolin,
vertreter und Spritzenmeister.
Hladik Franz,
Dietrich Georg, Rottenführer.
47-
Kuen Jakob, Signalist.
Schnaitter Gottfried, Signalist.
Hupfau Franz, Steiger.
Hupfau Alois, Rohrführer.
Koll Michael,
"
Bauhof Eduard,
"
Gutleben Joh., Steiger.
Geiger Alois
Rothmüller Karl
Freißeisen Josef,
"
"
"
"
Walcher Georg,
"
Beer Josef,
"
Schwab Franz,
"
Kirschner Franz,
"
Sonntag Michael,
"1
Liensberger Joh.,
Außerhofer Jos.,
Zwerger Jos.,
Kohler Wilhelm,
"
Maier Anton,
"
"
"!
Fritz Heinrich,
"
Albert Josef, Spritzenmann.
II. Sprite.
Rainer Alois, Rottenführer.
Lenz Franz, Rottenführer - Stell-
vertreter und Spritzenmeister.
Hosp Alois,
"
Meir Felix,
Huter Alois,
"
"
Suitner Karl,
Huber Joh.,
Haller Engelbert,
"
"
"
Greiderer Josef,
"
Templ Anton,
Huber Alois,
"
Recasina Rafael,
11
Stigger Valentin,
Leeb Carl,
Schauer Ferd.,
"
"
"
Wisiol Ludwig,
Schindl Eduard,
Jamnig Alois, Spritzenmann.
"
"
Spielmann Jos.,
Spielmann Otto,
Schlecht Joh.,
11
Sokopf Jos.,
Jenewein Ludwig,
"
"
"
Peter Franz,
"
II. Spritze.
Karlinger 3., Spritzenmann.
Sprizenmannschaft:
I. Spritze.
Silvester Ludwig, Rottenführer.
Schlecht Jakob, Rottenführer-Stell-
vertreter.
Peter Heinrich, Spritzenmeister.
Plattner Josef, Spritzenmann.
Schuster Josef, Spritzenmann.
Virag Joh.,
Kremser Joh.,
"
Schlauchmannschaft:
Scharrer Johann, Führer.
Kern Karl, Stellvertreter.
Pauli Georg, Schlauchmann.
Pauli Martin,
Schmid Eduard,
Hagner Eduard, Schlauchmann.
Liensberger Rudolf,
Saurwein Jos.,
"
Kiecht Ludwig,
"
Salzburger Franz,
Dritter Zug:
Epp Alois, Zugsführer.
Schlecht Jakob, Zugsführer-Stellvertreter.
Kastner Johann, Geräthemeister.
Schmid Anton, Rottenführer.
Hernegger Viktor, Rottenführer-
Stellvertreter.
Nagl Alois, Spritzenmeister.
Hauswirth Alex., Spritzenmeister.
Farbmacher Joh., Spritzenmann.
Hanning Jos.,
Holzer Joh.,
Strele Josef, Führer.
"
"
Kraler Jos., Spritzenmann.
Kiechl Franz,
Farbmacher Jos.,
Scholl Franz,
Buchmayr Ferd.,
Schönegger M.,
Hagspiel Alois,
Schlauchmannschaft:
Walchegger Joh., Stellvertreter.
"
"
"
Bader Joh., Schlauchmann.
Bosch Jos.,
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48
Rieder Zos., Schlauchmann.
Walcher Anton,
Steiger Fidel,
Forte Peter, Schlauchmann.
Köchl Andreas
"
Gritsch Martin,
Kuen Josef,
Zingerle Joh.,
Rathgeber Jakob, Führer.
Schnaller Joh., Schlauchmann.
49
Schlauchmannschaft:
Gottlieb Gundolf, Schlauchmann.
Moser Alois,
"
Gottlieb Wilhelm,
"
Winkler Joh.,
Andrä Joh.,
Haller Joh.,
"
"
v. Payr Karl,
Plattner Carl,
Schnaller Alois,
"
Thaler Alois,
"
"
Gang Josef,
Santobe Isidor,
Fuchs Julius,
"
"
"1
Schlemmer Karl,
"
Singer Cajetan,
"
Bierter Zug:
Nußbaumer Anton, Zugsführer und Obercommandant-Stellvertreter.
Halbeis Anton, Zugsführer-Stellvertreter.
Felder Kamil, Geräthemeister.
Gruber Lorenz, Signaliſt.
Müller Alois, Signalist.
Steiger:
Norer Jakob, Rottenführer.
Norer Joh.,, Nohrführer.
Wackerle Heinrich, Nohrführer.
Zorn Franz, Steiger.
Singewald Ludwig, Steiger.
Schauer Romed,
"
Gundolf Eduard,
11
Kurz Joh.,
"
Schafferer Max,
11
Häuptl Josef, Steiger.
Huber Josef,
Zene Benedikt,
Mader Eduard,
Strasser Karl,
"
"
11
Bernhard Bernhard, Steiger.
Paoli Franz,
Müller Franz,
Sprizenmannschaft:
Halbeis Anton, Rottenführer.
Müller Alois, Nottenführer-Stell-
vertreter.
Maurer Franz, Spritzenmeister.
Prasthofer Ludwig,
Wieser Andrä,
Stöckl Johann, Spritzenmann.
Gstöttner Ferd., Spritzemann.
Lerch Eduard,
Knechtl Alois,
Kempf Karl,
"1
Lener Anton,
Mader Karl,
Winkler Georg,
"
Ordnungsmannschaft:
Jörg Josef, Obmann.
Gratl Anton, Obmann-Stellvertreter.
Braitenberg Heinr. v.
Golfer Paul.
Gallopp Aurelius.
Hupfauf Jakob.
Haller Franz.
Hueber Hermann.
Höpperger Johann.
Keller Alois.
Kiechl Ferd.
Kleinschmiedt Karl.
Klemm Alois.
Kerschner Wenzel.
Kenda Johann.
Lener Anton.
Lindner Leopold.
Melzer Josef.
Mayr Josef, Schuhmacher.
Mayr Franz, f. f. Oberzollamts-
Offizial i. P.
Mayr Franz, Baumeister.
Neurauter Lorenz.
Ortner Anton.
Ram Johann.
Seep Johann.
Sunkowsky Wilhelm.
Schöpf Alois.
Samuda Alois.
Wallner Otto.
Wallpach Schwanenfeld A. v.
Wieser Eduard.
Witting Alois.
Zelger Josef.
Zunierer Hermann.
"
Gstöttner Joh.,
Prasthofer Josef,
"
Lener Alois,
"
Kreuzwirth Franz,
Kämmerer Friedr.,
"
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Verzeichniß
der P. T. ständigen Herren Gönner:
Adam Karl, Altbürgermeister,
Ehrenmitglied.
Appeller Kasimir, Privat.
Beck Karl, Agent.
Bederlunger Heinrich, Handels-
mann.
Berreiter G., Dr. med.
Bickt A. R. Hausbesitzer.
Dialer Gottfried.
Dinkhauser Josef.
Dinter Josef Dr. Advokat.
Dinkhauser, Tabak-Spezialitäten-
handlung.
Ennemoser Josef.
Felderer Frau, Doctors-Wwc.
Fankhauser Alois.
Fink Josef.
Fischler M. jun.
Flunger Josef, Hotelier.
Frank Julius, Kunstschleifer.
Friedrich Johann.
Gapp Karolina, Wirthin.
Gatt Franz Josef, Handelsmann.
Grubhofer Norbert, Graveur.
Happ Alois, Wirth.
Hauser Josef, Hausbesitzer.
Hechenblaikner B., Hausbesitzer.
Hibler Gedeon v., Kaufmann.
Höfel Josef.
Huter Josef.
Innerhofer 3. Gasthofbesitzer.
Kapferer Martin, Handelsmann.
Keller Ignaz.
Kofler Franz, Hausbesitzer.
Konzert Michael, Hausbesitzer.
Lener Johann, Kaufmann.
Malfatti Alois, Handelsmann.
Malfatti Franz, Hausbesitzer.
Mörz Dr. Friedrich, Advokat.
Möslein M., Tischlermeister.
Mutschlechner Georg.
Nairz Karl, Privat.
Neuhauser Alois.
Nißl Georg.
Norer Jakob, Baumeister.
Oberer Max, Hausbesitzer.
Ortner Peter, Gastwirth.
Baller Andreas.
Pirchner Alois.
Polli Anton.
Preyer Josef.
Busch Dr. A., Advokat.
Putzenbacher Josef, Hausbesitzer.
Rapp Franz Br., Landeshaupt-
mann.
Rauch Leopold.
Reiß Simon.
Riedl Josef, Handelsmann.
Hummel Philipp Wwe., Haus- Riegl 3. 3., Handelsmann, Ehren-
Rindfleisch Franz.
Rissinger Paul, Kaufmann.
Salcher Alois, Handelsmann.
Schaufler Ludwig, Handelsmann.
Scheiring Johann.
Schiestl Josef Dr., Advokat.
Schöpfer A., f. k. Hof-Apotheker.
Schumacher Anton, Hausbesitzer.
Schuster Otto Dr., Advokat.
Schwaiggl Jakob, Handelsmann.
Spörr Josef, Baumeister.
Stern Julius Banfier.
51
Tschoner Ferdinand, Kaufmann.
Tschurtschenthaler 3. Dr., Spar-
kassedirektor, Ehrenmitglied.
Tschurtschenthaler, Martin, Han-
delsmann.
Vorhauser 3., f. f. Hofrath.
Wackernell 3. Dr., Advokat.
Walde C. A., Kaufmann.
Walde P. Dr., Advokat.
Weyrer J. M. Söhne.
Wilhelm Josef.
Wopfner Georg, Verwalter.
Tiefenthaler Franz, Kaufmann. Zambra Dom., Handelsmann.
Zelger C., Handelsmann.
besitzer.
mitglied.
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