14. Jahres-Bericht der Freiwilligen Feuerwehr in Innsbruck für das 31. Vereinsjahr Jahr 1888 ============================================================================================ XIV. Jahres-Bericht der Freiwilligen Feuerwehr in Innsbruck für das 31. Bereinsjahr 1888. Im Selbstverlage der Freiwilligen Feuerwehr. Wagner'sche Univ.-Buchdruckerei in Innsbruck. XIV. Jahres-Bericht der Freiwilligen Feuerwehr in Innsbruck für das 51. Vereinsjahr 1888. Im Selbstverlage der Freiwilligen Feuerwehr. Wagner'sche Univ.-Buchdruckerei in Innsbruck. BERUFSFEUERWEHR IBK GESCHENK 2003 Licht ohne Befriedigung können wir auf das verflossene Jahr zurückblicken; nicht allein, daß der Mannschaftsstand gestiegen, sondern auch daß die innere Tüchtigkeit, die Ausbildung gewachsen und daß Friede, Eintracht und wahre Kameradschaftlichkeit, diese Grundbedingun= gen für das Bestehen und Gedeihen freiwilliger Körperschaften, weitere Fortschritte gemacht und uns mit größerer Beruhigung als schon seit lange in die Zukunft blicken lassen. Auch dort, wo es sich um die Erfüllung unseres eigentlichen Zweckes handelte, um das Löschen und Retten, hat die Freiw. Feuerwehr gezeigt, daß sie ihren Beruf ernſt erfaßt und das von der Feuerwehr-freundlichen Bewohnerschaft in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen versteht. Wenn so alle Theile des Körpers fortfahren mit Freundschaft und Wohlwollen zusammenzu- wirken, dann dürfen wir auch zuversichtlich hoffen, daß endlich auch wieder die Theilnahme der Bevölkerung an unsern Bestrebungen eine regere und wärmere wird zur Ehre der Feuerwehr und zum Heile der Stadt! Bevor wir zum chronologischen Berichte schreiten, wollen wir in erster Linie einer neuen gelungenen Einrichtung gedenken, die dem Feuerlöschwesen der Stadt von großem Nutzen sein kann. Es ist dies eine eiserne Röhrenleitung vor dem Turnusvereins- hause in der Innallee, um auch zur Winterszeit bei dem niedersten Wasserstande mit Hilfe der Dampfspritze aus dem Inn Wasser zu beziehen. Diese Leitung mit einem Durchmesser von 120 mm ist bis zum Tiefgange des Winterwasserstandes 60 m lang, hat in der Mitte der- selben ein Rückgangs-Klappenventil, das das Rückfallen des aufge- XIV. Jahres-Berisht der Freiwilligen Feuerwehr in Innsbruck für das 51. Vereinsjahr 1888, Im Selbstverlage der Freiwilligen Feuerwehr. Wagner'sche Univ.-Buchdruckerei in Innsbruck. BERUFSFEUERWEHR IBK GESCHENK 2003 Licht ohne Befriedigung können wir auf das verflossene Jahr zurückblicken; nicht allein, daß der Mannschaftsstand gestiegen, sondern auch daß die innere Tüchtigkeit, die Ausbildung gewachsen und daß Friede, Eintracht und wahre Kameradschaftlichkeit, diese Grundbedingun- gen für das Bestehen und Gedeihen freiwilliger Körperschaften, weitere Fortschritte gemacht und uns mit größerer Beruhigung als schon seit lange in die Zukunft blicken lassen. Auch dort, wo es sich um die Erfüllung unseres eigentlichen Zweckes handelte, um das Löschen und Retten, hat die Freiw. Feuerwehr gezeigt, daß sie ihren Beruf ernst erfaßt und das von der Feuerwehr-freundlichen Bewohnerschaft in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen versteht. Wenn so alle Theile des Körpers fortfahren mit Freundschaft und Wohlwollen zusammenzu- wirken, dann dürfen wir auch zuversichtlich hoffen, daß endlich auch wieder die Theilnahme der Bevölkerung an unsern Bestrebungen eine regere und wärmere wird zur Ehre der Feuerwehr und zum Heile der Stadt! Bevor wir zum chronologischen Berichte schreiten, wollen wir in erster Linie einer neuen gelungenen Einrichtung gedenken, die dem Feuerlöschwesen der Stadt von großem Nutzen sein kann. Es ist dies eine eiserne Röhrenleitung vor dem Turnusvereins- hause in der Innallee, um auch zur Winterszeit bei dem niedersten Wasserstande mit Hilfe der Dampfspritze aus dem Inn Wasser zu beziehen. Diese Leitung mit einem Durchmesser von 120 mm ist bis zum Tiefgange des Winterwasserstandes 60 m lang, hat in der Mitte der- selben ein Rückgangs-Klappenventil, das das Rückfallen des aufge- 4- saugten Wassers verhütet, und eine verticale Saughöhe vom Winter- wasserstande aus von 4.75 m. Trotz der großen Entfernung des Saugrohres merkt man keinen Unterschied im Arbeiten der Dampfspritze - es ist dieselbe Kraft als wenn sie unmittelbar am Wasser stände. Hievon konnte sich die Commandantschaft bei der im November unter Leitung des wackeren Dampfspritzen-Commandanten Al. Kreil abgehaltenen Probe im vollsten Maße überzeugen. Wenn man bedenkt, welche Wassermasse durch diese Vorrichtung von dieser Spritze mit einer Leichtigkeit beschafft werden kann und als Zubringer für die Feuerwehr unter normalen Verhältnissen Großes leisten wird wir verweisen auf die zwei letzten Brände in der Innstraße im vorletzten Winter und die damit verbundenen Strapazen bei der Wasserbeschaffung so müssen wir diese Einrichtung mit Freuden begrüßen und wünschen, daß solche noch an verschiedenen Orten am linken Innufer der Stadt angebracht worden wären, wo ähnliche Zustände betreffs Wasserbeschaffung herrschen und erst nach Einführung der Hochdruckleitung mit zahlreichen Hydranten als überwunden be- trachtet werden können. In zweiter Linie wäre noch die Vergrößerung des Telefonnetzes um zwei Stationen zu erwähnen, nämlich beim Magazins-Verwalter Josef Brix und Zugsführer Klammer. Sie sind zwar bis jetzt nur Signalstationen, werden aber in Kürze mit der des Zugsführers Kerber in Sprechstationen umgewandelt werden. Nachdem dieses erwähnt, wollen wir in Kürze das verflossene Jahr einer näheren Betrachtung unterziehen. 7. Jänner. Concert-Abend in der Restauration,,Austria". Die ungestörte Unterhaltung und der kameradschaftliche Geist hielten die Anwesenden bis in die Mitternacht vereint. 12. Jänner. Commandantschafts-Sitzung. Nach Genehmigung des Protokolles beantragt Zugsführer Al. Epp,, es sei in der nächsten Generalversammlung ein Antrag einzubringen, dahin gehend, dem Herrn Altbürgermeister Carl Adam, dem die Feuerwehr vermöge seiner großen Verdienste um dieselbe, eine alte Schuld abzutragen habe, zum Ehren- mitgliede zu ernennen, welcher Antrag einstimmig angenommen und dem nächsten erweiterten Ausschusse zur Genehmigung unterbreitet wird. * KEIN MITGLIED DEL FT-LUGE, OHER VELMUTL. GEMEINDE APGESTELLTER 5 Während über die Art und Weise der Ausfertigung des Diplomes gesprochen wurde, signalisirt der Thürmer circa 10 Uhr einen Dach- brand in der Schlossergasse und wurde deßhalb die Sitzung aufgehoben. Im Hause des Schlossermeisters Herrn Franz Kürschner war Feuer ausgebrochen. Unsere Feuerwehr war sehr rasch und zahlreich am Platze. Trotz der schwer zu überwindenden Calamität der Wasserbeschaf- fung, es war nämlich in den Ritschen wohl Wasser vorhanden, dieses aber auch so voll Unrath, daß der Kolben der Saugschläuche zu seicht aufzuliegen kam, gelang die Lokalisirung überraschend schnell, so daß um 11 Uhr die Gefahr einer Weiterverbreitung behoben war. Von unserer Feuerwehr kamen hiebei nur die ersten drei Züge in Aktion und die Dampfspritze, während der vierte Zug im Vereine mit der Feuerwehr von Pradl in Reserve behalten wurde. Auch die Feuerwehr von Hötting war (in altgewohnter freundnachbarlicher Weise) zur Hilfe herbeigeeilt; eine Abtheilung derselben hat auch aktiv einge- griffen. Nach Lokalisirung des Brandes schritt die Feuerwehr an die rasche Finalisirung, d. h. Dämpfung des Brandes, was circa 12 Uhr geschehen war, so daß die Feuerwehr mit ihren Requisiten abkommandirt werden konnte und nur noch einige Steiger mit zwei Handspritzen als Wache beim Brandobjekt belassen wurden. Die muthmaßliche Ursache des Brandes dürfte eine auf dem Dachboden in einen Kamin einge- baute sogenannte „Selche" gewesen sein, in der eine Fettsubstanz in Brand gerathen und in Folge dessen der Kamin geborsten sein dürfte, worauf sich das Feuer den Dachstuhlsparren und hölzernen Verschalun gen mittheilte. Während des Brandes herrschte, soweit bei solchen Gelegenheiten möglich, musterhafte Ordnung, wozu die zur Unterstützung der Feuerwehr ausgerückte Militärbereitschaft im Vereine mit der städtischen Sicherheitswache in anerkennenswerthester Weise das Ihre beigetragen haben. 20. Jänner. Erweiterte Ausschußsitzung. Der in der letzten Commandantschaftssitzung vom Zugsführer Al. Epp eingebrachte Antrag in Betreff Ernennung des Herrn Alt- bürgermeister Carl Adam zum Ehrenmitgliede wurde vollinhaltlich an- genommen und beschlossen, denselben befürwortend der Generalversamm- lung vorzulegen. 6 — Der Obercommandant Victor Br. Graff bespricht die Abhal- tung von kleinen Feuerwehr-Unterhaltungen im Allgemeinen ohne Heranziehung des großen Publikums, worauf Zugsführer Kerber den Antragstellt, daß die Feuerwehrmänner bei ihren Unterhaltungen freien Eintritt haben und die Kosten aus der Regiekasse gedeckt werden sollen, welcher Antrag einstimmig angenommen wurde. Das bereits im vorigen Jahre sich bewährte Comité mit dem Obmanne Rottenführer Klammer wurde mit den Vorbereitungen für die kommende Unterhaltung betraut. Zum weitern Gegenstand Brandbesprechungen" befürwortet der Obmann der Ordnungsmannschaft Jos. Jörg den Angriff auf einen entsprechenden Brand mit Buttenspritzen, begutachtet das Legen der Schläuche über die Stiegen, insoferne nicht mittelst Leitern von Außen zuzukommen ist, wie beim letzten Brande. Zugsführer Nußbaumer tadelt das viele Wasserverschwenden, und Zugsführer Kerber das Geschrei der Mannschaft und schließlich wirft Zugsführer Nußbaumer die Frage auf, welche Züge haben bei einem Brande in der Nachbar- schaft auszurücken und welche haben in der Reserve zu verbleiben? (Wird der Commandantschaft überlassen.) 21. Jänner. Tanzkränzchen des vierten Zuges beim goldenen Schiff. 22. Jänner. Raum sind die letzten Töne der Tanzmusik vom Kränzchen des vierten Zuges verklungen, signalisirte der Thürmer um 6 Uhr Früh Feuer. Im ersten Stocke der Setzerei des Herrn Schumacher in der Pfarrgasse war ein Brand ausgebrochen, dessen Bewältigung, obwohl rasche Hilfe da war, wegen Mangels an Wasser nicht gelang. Das Feuer ergriff mit furchtbarer Schnelligkeit auch das zweite und bald auch das drittte Stockiverf. In Folge des intensiven Rauches, der in undurchdringlichem Qualm die Treppe des Hauptgebäudes, Pfarrgasse Nr. 6 erfüllte, konnten die Bewohner (2 Herren und 3 Damen) des dritten und vierten Stockwerkes diese nicht mehr passiren; sie mußten auf Leitern auf die Straße hinab in Sicherheit gebracht werden. Diese schwierigen Rettungsarbeiten besorgten, unter Leitung des Führers des zweiten Zuges F. Kerber der Steiger-Rottenführer des- - 7 - selben Zuges Alois Defner und der Rottenführer des vierten Zuges August Lerch. X Es war eine Freude zu sehen, mit welcher Ruhe und Genauigkeit diese gefahrvolle Arbeit vollzogen wurde und die wackeren Kameraden haben uns ein glänzendes Beispiel von ganzer Pflichterfüllung gegeben. Der Magistrat wie die Commandantschaft ehrte sie durch Anerkennungs- schreiben und wir rufen ihnen nochmals zum Zeichen unserer ganzen Zustimmung ein kräftiges Gut Heil entgegen. Leider holte sich der Rottenführer Aug. Lerch bei diesem Brande den Keim seiner tödtlichen Krankheit. Der Brand beschränkte sich durch die anstrengende Thätigkeit der Feuerwehr auf das Setzerei-Gebäude; das Maschinenhaus und die Hauptgebäude wurden erhalten. Wie nothwendig die Anlage von Hydranten für Innsbruck ist, hatten wir hier zur Genüge Gelegenheit zu beobachten. Der Sillfanal war, wie gewöhnlich jeden Sonntag, halb abge- kehrt, infolgedessen die meisten Spritzen, die Dampfspritze miteinge- schlossen, ohne Wasser waren und die Löscharbeiten lange Zeit nur sehr mangelhaft betrieben werden konnten. Daß solch' peinliche Lage nicht zu Gunsten der Feuerwehr, trotz ihrer ganzen Pflichterfüllung, speziell beim großen Publikum spricht, ist zweifellos, doch hoffen wir, daß die Gemeindevertretung nichts unter- lassen und das Nöthige vorkehren werde, um die Wiederholung ähnlicher gefährlicher Vorfälle in Zukunft zu vermeiden und zum Schutze unserer Stadt die schon lang ersehnte neue Wasserleitung mit der so unent- behrlichen Hydrantenanlage sich endlich verwirkliche. 27. Jänner. Ausschuß-Sitzung der Unterstützungskasse. 28. Jänner. Dankschreiben des Herrn Anton Schumacher nebst Beischluß von 200 fl. für die Regiekasse wegen Hilfeleistung beim Brandunglücke. (Die Feuerwehren Pradl und Hötting participirten mit je 25 fl.) 3. Februar. Commandantschafts- Sitzung, in der hauptsächlich interne Angelegenheiten besprochen und berathen wurden, so die Herstellung des schon früher erwähnten Ehrendiplomes, wie auch nähere Bestimmungen in Betreff des Feuerwehrkränzchens und Per- onalien. x Σ Poy. IK Fony. 11. Februar. Das Tanzkränzchen der Freiwilligen Feuerwehr in den Schießstandslokalitäten nahm einen jeden Theilnehmer be- friedigenden Verlauf. In dem mit den Wappenschildern der dem deutschtirolischen Gauverbande angehörigen Feuerwehren, ferner den Bildnissen des Kaisers und des Erzherzogs Karl Ludwig, sowie mit Fahnen und Fähnlein einfach aber geschmackvoll dekorirten Saale drehte sich bald nach 8 Uhr Abends ein lustiges Völlchen in fröhlichem Reigen. Die Festfreude der Feuerwehrmänner wurde noch erhöht durch die Aufmerksamkeit, die ihnen seitens des Herrn Vicebürger- meisters W. Greil und des Herrn Gemeinderathes J. Riegl erwiesen wurde. Auch die Nachbarfeuerwehren Hötting und Mühlau waren durch ihre Commandanten vertreten. Nicht der geringste Mißton störte das Fest, welches bis zum frühen Morgen währte. 17. Februar. Die f. f. Schloßverwaltung übersendet 50 fl. als Anrainer bei dem Schumacherbrande für werkthätige Hilfeleistung. 17. Februar. Erweiterte Ausschußsitzung. Nach einigen Erörterungen der bei den letzten zwei Brän- den beobachteten Mißstände in Betreff der Handhabung der Schläuche verliest der erste Schriftwart Karl Jenewein den Entwurf des Jahres- berichtes, der zur Durchsicht dem Zugsführer Alois Epp übertragen wurde. Rottenführer Ant. Halbeis, zweiter Schriftwart Jos. Satt- leder und der Fähnrich Josef Rissinger wurden zu Revisoren sowohl für die Regie, als auch für die Unterstützungskasse gewählt. Ober- commandant Victor Br. Graff drückt den Leitern des Tanzkränzchens für ihre Mühewaltung den herzlichsten Dank aus. Nach der Interpellation des Rottenführers A. Halbeis wird über Antrag des Zugführers A. Epp beschlossen die neue Signalordnung chestens im redactionellen Theile aller hiesigen Tagesblätter zu ver. öffentlichen. 19. Februar. Geräthemeister-Sitzung. 24. Februar. Diese Commandantschafts Sitzung bringt uns eine Reihe Angelegenheiten, wovon der Punkt,,die Reserve bei einem Brande" eine größere Debatte hervorrief und der Vorschlag gemacht wurde, dem erweiterten Ausschusse folgende Punkte zur Berathung vorzulegen. 9- ,,Bei einem Brande in der innern Stadt oder am linken Jun- ufer bleibt der vierte Zug in Reserve beim betreffenden Magazine. Bei einem Brande in der Kohlstadt bleibt die erste Spritze und die Stigerabtheilung des dritten Zuges in Reserve. Lei einem Brande in Pradl bleibt der erste und dritte Zug in Reserve. Bei einem Brande in Wilten bleibt der zweite und dritte Zug in Reserve. Bei einem Brande in Hötting bleibt der vierte und erste Zug in Reserve. Bei einem Brande im Löwenhaus bleibt der dritte Zug in Reserve. Die Reſerveſtellung hat in der Weise zu geschehen, daß die be- treffenden Abtheilungen in voller Rüstung marschbereit bei oder in den betreffenden Magazinen aufgestellt bleiben bis entweder die Ordre zum Ausrücke oder zur Abrüstung an sie ergeht." Schließlich wurde der Brand bei Herrn Schumacher und die dabei vorherrschende Wassernoth einer eingehenden Discussion unter- zogen und Zugsführer Al. Epp äußerte sich dahin, daß zum sogenann ten städtischen Wuhraufseher ein Telefon angebracht werde und daß Serselbe einen höher gestellten Betrag für seine Mühen erhalte. Dies ist nun auch durchgeführt worden; die seit 15 Jahren ver- geblich erbetene und erhoffte elektrische Verbindung zwischen dem Stadt- thurm und dem Wuhraufseher ist endlich in diesem Jahre hergestellt, sowie eine bessere Entlohnung demselben von der Gemeinde zugesichert worden. 25. März. Begräbniß des Spritzenmannes Anton Happ. 28. März. Commandantschafts-Sitzung. Nach Festsetzung des Tages der Hauptversammlung auf den 14. April 1. 38. im Café Austria wird folgende Tagesordnung vorgeschlagen: 1. Bericht des Obercommandanten und der Kassiere, 2. Antrag des erweiterten Ausschusses über Anregung der Com- mandantschaft auf Ernennung eines Ehrenmitgliedes, 3. Neuwahlen: a. des Obercommandanten, 10- b. des Magazinsverwalters, c. der beiden Kassiere und 4. Allfälliges und Interpellationen. Weiters wird beschlossen ein Gesuch der Sparkasse um Unter- stützung behufs Deckung der Auslagen für Herstellung und Renovation der Telefonleitung zu unterbreiten, zu welchem Zwecke eine Deputation bestehend aus dem Obercommandanten V. Br. Graf, Zugsführer Ant. Nußbaumer und des Obmannes der Ordnungsmannschaft Jos. Jörg gewählt wurden. 6. April. Erweiterte Ausschußsitzung. Die in vorhergehender Commandantschafts-Sitzung erwähnte Tagesordnung wird einer noch- maligen Erörterung unterzogen und wieder ist es der Punkt „Reserve bei Bränden" der eine sehr lebhafte Debatte hervorrief und bei der sich der Zugsführer Al. Epp, Adjutant Hummml, Obmann der Ord- nungsmannschaft 3. Jörg, Rottenführer Max Klammer und Zugs- führer Paul Rissinger betheiligten und endlich Zugsführer Al. Epp den Antrag stellt die ganze Angelegenheit der Reſerveſtellung der Löschdirektion und Gemeindevertretung zur Beschlußfassung abzutreten". Nachdem der Adjutant Karl Jenewein seine Meinung dahin äußert, man soll mit einem schon gefaßten Beschlusse „pto. Reserve" an die Löschdirektion und Gemeindevertretung hintreten, werden die früheren Anträge abgelehnt und der Antrag des Adjutanten K. Jene- wein,, der erweiterte Ausschuß spricht sich der Löschdirektion und dem Gemeinderathe gegenüber gegen die Aufstellung von Reserven im Ma- gazine aus" angenommen. Die Organisation der Schlauchrotte wurde erörtert und Zugs- führer Al. Epp stellt folgenden bei der Generalversammlung ein- zubringenden Antrag: " ,Der erweiterte Ausschuß stellt den Antrag: „, eine bessere Or- ganisation der Schlauchmannschaft im Laufe des Sommers durchführen zu dürfen und insoferne eine Aenderung der Dienstordnung nothwendig werden sollte, dieselbe der nächsten Generalversammlung nachträglich zur Genehmigung vorzulegen". Wird angenommen. 12. April. Ausschußsitzung der Unterstützungskasse. " 11- 14. April. Generalversammlung. Die im Saale des Café ,Austria" stattgehabte Generalversammlung erfreute sich eines ziemlich starken Besuches; es waren 94 Mann anwesend. Der Obercomman= dant, Viktor Baron Graff, eröffnete die Versammlung, welcher auch der Herr Vicebürgermeister Greil an Stelle des durch Unwohlsein verhinderten Bürgermeisters beiwohnte. Dem Berichte des Vorsitzenden über das letzte Vereinsjahr entnehmen wir, daß die Feuerwehr gegen- wärtig aus 239 aktiven und 51 nichtaktiven Mitgliedern besteht; an Uebungen hat die Feuerwehr im Jahre 1887 abgehalten: 2 Haupt- und 8 Zugsübungen; außerdem hatten die Steigerabtheilungen 58, die Spritzenmannschaft 66 und die Schlauchmannschaft 31 Detail- übungen. Brände kamen im letzten Jahre 3 vor, nämlich 2 Kamin- brände und 1 Fabriksbrand (bei Köllensperger). Die Geschäfte der Feuerwehr wurden in 23 Sitzungen (2 Sitzungen der Löschdirektion, 10 der Commandantschaft, 7 des erweiterten Ausschusses und 4 der Geräthemeister) und 3 Versammlungen besorgt. Der Vorsitzende kon- statirte schließlich, daß die Feuerwehr auch im vergangenen Jahre durch einträchtiges Zusammenwirken und ruhiges taktvolles Auftreten sich hervorgethan habe und sprach diesbezüglich der gesammten Mannschaft und ihren Führern den herzlichsten Dank aus. Sein Dank galt ferner dem Gemeinderathe mit dem Bürgermeister an der Spitze für die der Feuerwehr im abgelaufenen Jahre in so reichem Maße zugewendete moralische und finanzielle Unterstützung, sodann der Direktion und Vorstehung der hiesigen Sparkasse, durch deren Munifizenz unsere Stadt mit telephonischer Feuermeldung beinahe vollständig versehen werden konnte, endlich den ständigen Gönnern und überhaupt den feuer- wehrfreundlichen Bewohnern Innsbrucks, die dem Körper einen Unter- stützungsfond verschafften, wie vielleicht wenige Feuerwehren einen sol- chen besitzen. Mit kräftigem Gut Heil" wurde allen Freunden und Wohl thätern der Feuerwehr der Dank sodann votirt. Leider hat der Tod auch im letzten Jahre der Feuerwehr vier Kameraden entrissen und zum ehrenden Andenken an dieselben erhebt sich die Versammlung von den Sitzen. Der Kassier der Unterstützungskasse, Hermann Hueber, berichtete hierauf über den Stand des Unterstützungsfondes, der Ende 1887 die -12- stattliche Ziffer von 30.938 fl. 30 kr. erreicht hat. Weniger günstig ist es um die Regiekasse bestellt, die heuer nur eine Höhe von 1043 fl. 56 fr. erreichte und gegen das Vorjahr einen kleinen Rückgang zu verzeichnen hat. Der Grund hievon liegt, wie der betreffende Kassier Herr Anton Nußbaumer hervorhob, darin, daß dieselbe in letzter Zeit seit keine Christbaumfeier abgehalten wurde, auch beinahe keine Zuflüsse mehr hatte. Beiden Kassieren wurde, nachdem die Kassegebahrung bei beiden in musterhafter Ordnung seitens der Revisoren befunden worden war, einstimmig durch Erheben von den Sitzen das Absolutorium ertheilt. Hierauf begrüßte Herr Vicebürgermeister Wilhelm Greil die Ver- sammlung namens des Gemeinderathes und der Löschdirektion und er- suchte die Feuerwehrmänner auch weiter der humanen Feuerwehrsache zu dienen, die Achtung des Gemeinderathes und der Bewohner Inns- brucks werde ihnen dann gesichert sein. Redner dankt der Mann- schaft für ihren Muth und Ausdauer, aber auch für ihre Ruhe, mit der sie bei Bewältigung der letzten Bränd: die Löscharbeiten be- sorgte, dem Obercommandanten und jedem einzelnen Abtheilungs- commandanten für die treffliche Leitung des Körpers und schloß mit einem Toast auf die freiwillige Feuerwehr, der auch freudigste Aufnahme fand. Einstimmig ernannte sodann die Versammlung über Antrag der Commandantſchaft und des erweiterten Ausschusses, um wie es in der betreffenden Motivirung heißt, eine alte Schuld der Dankbarkeit abzutragen, den Altbürgermeister Herrn Carl Adam als einstigen Mitgründer der Steigerabtheilung, dieses Vorläufers der Freiwilligen Feuerwehr und Begründer der eigentlichen vollständigen Feuerwehr und gleichsam ersten Obercommandanten der Feuerwehr Innsbrucks zu deren Ehrenmitgliede. Der Vorsitzende Viktor Baron Graff legte sodann seine Stelle als Obercommandant ſtatutengemäß in die Hände der Versammlung zurück, wurde jedoch mit allen Stim= men gegen seine eigene zum Obercommandanten wiedergewählt. Ge- tragen von dem Vertrauen der Mannschaft erklärte er unter Beihilfe der Commandantschaft und aller Abtheilungsführer sowie der Mann- schaft dies Ehrenamt auch auf weitere 3 Jahre wieder anzunehmen. Auch die übrigen Funktionäre wurden wieder gewählt, so Herr Josef Brix als Magazinsverwalter, Herr Hermann Hueber als Kassier der - 13 - Unterstützungskasse und Anton Nußbaumer als Kassier der Regiekasse. Nachdem noch die Ausschüsse für den Unterstützungsfond gewählt waren, welche Wahl fast alle die früheren Funktionäre wieder in demselben vereinte, wurde nach einer kurzen Programmrede des nummher zum drittenmale zum Obercommandanten gewählten Vorsitzenden die Ver- sammlung gegen 12 Uhr geschlossen. Mit seltener Ausdauer hatten beinahe alle zur Versammlung gekommenen Feuerwehrmänner auch ausgeharrt, bis alle Punkte der Tagesordnung erlediget waren. 21. April. In der Musterung und Versammlung des dritten Zuges und in jener am 27. April des vierten Zuges wurden die alten Führer wieder- gewählt, ein Zeichen des kameradschaftlichen Zusammenhaltes. 5. Mai. Laut Schreiben vom 5. Mai Nr. 6827 gibt der Magi- strat die Bestätigung des Gemeinderathes vom 3. Mai über die vor- genommenen Wahlen des Obercommandanten Viktor Br. Graff, des Magazin-Verwalters Josef Brix und des Unterstützungskassiers Herm. Hueber bekannt und dankt denselben für ihre uneigennützige ersprieß- liche Dienstleistung. 5. Mai. Prunklos und in aller Stille, aber desto herzlicher beging am 5. ds. Abends in den Lokalitäten beim goldenen Schiff" der vierte Zug sein 10jähriges Stiftungsfest. Einfach aber geschmack- voll war der Saal aus diesem Anlasse passend dekorirt. Von den zu dem Feſtabende Geladenen hatten außer dem Obercommandanten und der gesammten Commandantschaft noch der Gemeinderath Herr Johann Nußbaumer, Fabrikant Herr Joh. Wehrer, Bräuereibesitzer Herr 3. Summerer, Altobercommandant 3. Melzer, Unterſtützungs- tasse-Kassier Hermann Hueber und Adjunkt Alois Klemm der Ein- ladung Folge geleistet. Der Commandant des vierten Zuges, Anton Nußbaumer, hieß die Anwesenden aufs herzlichste willkommen, während der Führer der Sprißenmannschaft, Anton Halbeis, in trefflicher Rede die Geschichte des vierten Zuges bis zum heutigen Tage schilderte. Von den 40 Gründern dieser Abtheilung sind noch in den Reihen dieser Abtheilung 12 Mann, nämlich Müller Alois, Stöckl Johann, Nuß- baumer Anton, Maurer Franz, Schnaller Johann, Rathgeber Jakob, Norer Johann (sämmtliche mit 10jähriger Dienstzeit), Thaler Alois (mit 4 14- 13 Dienstjahren), Halbeis Anton (mit 16 Dienstjahren), Keller Alois (mit 20 Dienſtjahren), Prasthofer Ludwig und Camill Felder (mit je 25 Dienstjahren). Der Festabend nahm den animirtesten Verlauf, in dem passende Toaste mit gemüthvoll vorgetragenen Liedern und komi- schen Vorträgen angenehme Abwechslung boten. Im weiteren Verlaufe des Festabends überreichten die Mitglieder dieses Zuges jedem ihrer beiden Veteranen, Prasthofer Ludwig und Camil Felder aus Dank- barkeit und Anerkennung für ihr durch ein Vierteljahrhundert ununter- brochen fortgesetztes Wirken im Sinne der so humanen Feuerwehrsache durch den Commandanten Anton Nußbaumer ein wohlgelungenes Porträt in hübscher Einfassung. Gerührt sprachen die beiden wackeren Männer in schlichten Worten, ihren Kameraden den Dank für diese Aufmerk- samkeit aus. Hiemit hatte der offizielle Theil des Feſtabends sein Ende erreicht, was die Anwesenden jedoch nicht hinderte im gemüthlichen Beiſammensein bis nach Mitternacht auszuharren und erst um diese Zeit verabschiedeten sich die Gäste mit dem aufrichtigen Wunsche, es möge diese Abtheilung unserer Feuerwehr in Eintracht noch viele Jahre blühen und gedeihen. 6. Mai. Florianiamt in der St. Johanniskirche. 6. Mai. Beerdigung des Steiger-Rottenführers Auguſt Lerch, der ein Opfer seiner Pflichterfüllung geworden. Die Feuerwehr erlitt durch diesen Hingang einen herben Verlust, er war ein eifriges Mitglied, ein tüchtiger Führer und guter Kamerad. 11. Mai. Musterung und Versammlung des ersten Zuges. Nach beendeter Musterung im Hauptmagazine versammelte sich der erste Zug beim goldenen Löwen, um die nöthigen Wahlen vorzunehmen. Der Zugscommandant Paul Rissinger eröffnet die Versammlung, ersucht zur Neuwahl eines Zugsführer zu schreiten und, nachdem er schon so lange im Dienste, ihm einen Nachfolger zu geben. Den Vorsitz übernimmt der Obercommandant-Stellvertreter Anton Nußbaumer und gedenkt in erster Linie der Verdienste des scheidenden Führers um die Feuerwehrsache und speziell des ersten Zuges in seiner beinahe 21jährigen Dienstzeit. Als Zugsführer wurde der bisherige Rottenführer Max Klammer, als Rottenführer Anton Obholzer und Peter Moser gewählt. 15- Der inzwischen erschienene Obercommandant dankt dem alten ab- tretenden Zugsführer in warmen anerkennenden Worten für seine treue und diensteifrige Pflichterfüllung während dieser langen Zeit. Den neu gewählten Zugsführer ersucht er auch künftighin mit gleichem Eifer dem Körper zu dienen. Weiters, fährt der Obercommandant fort, sind es 25 Jahre, seit die erste Metzische Sprize in der Landeshauptstadt ihren Einzug hielt. Seit 17 Jahren commandirt unser lieber Kamerad Obholzer die Bedienungsmannschaft dieser Spritze und die Kameraden gestatten mir diesen Anlaß dazu zu benützen ihm namens der ganzen Feuerwehr und der Commardantschaft den aufrichtigsten herzlichsten Dank für sein uneigennütziges aufopferndes Wirken auszusprechen, womit er durch eine solche Reihe von Jahren stets einer der Mitträger von Freud und Leid der Feuerwehr war. Er hat es verstanden seine Leute zu- sammenzuhalten, denn noch mehrere sind hier, die viele Jahre mit ihm bei der Spritze standen und noch stehen. Indem ich den Herrn Obholzer ersuche noch weitere 25 Jahre der Sprite als Commandant anzuge- hören, lade ich sie ein, Kameraden, dem ausgezeichneten wackeren Rot- tenführer ein dreifaches Gut Heil! zu bringen. Alle Anwesenden stimmten freudig in diesen Toast ein. Herr Obholzer dankte in herzlicher Weise für die ihn so ehrenden Worte und erklärt sich bereit die auf ihn gefallene Wiederwahl anzu- nehmen und so lange seine Kräfte es gestatten, treu zu den Kameraden zu halten. Hanns Schwaighofer dankt namens der Mannschaft der ersten Spritze dem Kameraden Anton Obholzer und überreicht ihm als ein kleines Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung für seine bisherige Mühewaltung einen hübschen goldenen Ring mit Etui und knüpft daran die Bitte noch recht viele Jahre der alte zu bleiben. 12. Mai. Musterung und Versammlung des zweiten Zuges. Franz Kerber wurde trotz seines anfänglichen Sträubens ein- stimmig zum Zugsführer wiedergewählt, worauf ihm dann Rotten- führer Mitterhofer namens des Zuges als Zeichen der Anhänglichkeit, Hingebung und Liebe sein wohl getroffenes Porträt überreichte mit dem Wunsche, daß er noch viele Jahre der Feuerwehr erhalten bleibe. 16- Zugsführer Kerber dankt sichtlich gerührt und bringt auf die schöne Eintracht dieses Zuges sein Gut Heil. Die weiters erfolgte Wahl brachte ihre bisherigen Führer. 15. Mai. Versammlung der Ordnungsmannschaft. Die vorgenommene Wahl brachte uns wieder den so tüchtigen bisherigen Obmann und dessen Stellvertreter, worauf folgender Antrag eingebracht wird. "Der Vorsitzende möge veranlassen, daß die Ordnungsmannschaft wieder in dasselbe aktive Dienstverhältniß eintreten könne, aus dem sie durch die Reorganisation herausgerissen wurde und die Commandant- schaft soll das geeignete veranlassen". 16. Mai. Commandantſchafts-Sitzung. Nachdem der Obercommandant den neuen Zugsführer Max Klammer begrüßte und ihm das Wohl des Zuges ans Herz legte, erwiderte derselbe, daß er sein bestes Wissen und Können einsetzen werde, um das in ihn gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Der ausgesprochene Wunsch der Ordnungsmannschaft in den aktiven Stand eingereiht zu werden, wurde von ihrem Obmanne vor- gebracht, aber über Antrag des Zugsführer Al. Epp behufs näherer Präzisirung vertagt. am Stadt- 18. Mai. Im Stöckl des alten Magistratsgebäudes plate brach in einem kleinen Magazine in unaufgeklärter Weise ein Brand aus, der jedoch bald mit der vorhandenen Buttenspritze ge löscht wurde. 20. Mai. Großer Waldbrand bei Jenbach. Nach telegraphischem Hilferufe von Seite des Besitzers des Schlosses Tratzberg eilte der Obercommandant mit einigen Leuten und zweier Spritzen dorthin um die gewünschte Hilfe zu leisten. 25. Mai. Versammlung der Schlauchführer aller vier Züge. Der Obercommandant eröffnet die Sitzung und legt ihnen zwei Fragen der Commandantschaft vor, nämlich erftens in welcher Weise eine bessere Uebung der Schlauchmannschaft erzielt werde und zweitens welche wünschenswerthen Einführungen, Aenderungen und Neuerungen sind bei der Handhabung der Schläuche in Antrag zu bringen? Nach einer kurzen Debatte stellt Kamerad Hoppichler folgende Punkte auf: -17 - 1. eine Reorganisation soll in der Weise stattfinden, daß die Schlauchmannschaft behufs einheitlichen Exercitiums und der Dienstes- leistung unter einem Commandanten zusammengezogen und so gewisser- maßen selbständig werden müsse. 2. Daß die Schläuche nach jeder nassen Nebung und nach jedem Brande einer Prüfung durch die Dampfspritze auf ihre Dichte und Druckfähigkeit unterzogen werde, und daß nur geprüfte und tauglich befundene Schläuche am Schlauchwagen anzubringen sind. 3. Daß die Schläuche, um bei größeren Schlauchgängen Irrungen und Verwicklungen zu vermeiden, mit Marken zu versehen sind und 4. daß die Schläuche, wenn sie einmal gelegt, genau zu über- wachen sind. Die Punkte 1, 2 und 4 wurden beschlossen der Commandant- schaft vorzulegen. 28. Mai. Kaminbrand beim Steinbock, Innstraße. Der Obercommandant wurde mittelst Telephon verständigt und erschien dortselbst mit der Feuerwache. 30. Mai. Commandantschafts-Sitzung, in welcher die Reorgani- sirung der Schlauchmannschaft besprochen und die Durchführung der früher in der Schlauchführer-Versammlung aufgestellten Punkte be- schlossen wird. Weiters gibt der Obercommandant bekannt, daß Montag den 4. Juni Abends 8 Uhr die Frühjahrs-Hauptübung stattfinde und zwar als Brandobjekt das Stöcklgebäude des alten Magistrates (im Hofe neben dem Stadtthurm) beſtimmt ist. 1. Juni. Versammlung der Schlauchmannschaft, um die Mit- glieder von den gefaßten Beschlüssen zu verständigen. Herr 3. Hoppichler wurde als Obmann der Schlauchmannschaft gewählt. 4. Juni. Frühjahrs-Hauptübung. Die Mannschaft sämmtlicher vier Züge rückte um 8 Uhr Abends vor dem alten Magistratsgebäude an, wo ein im Hofe befindliches Stöcklgebäude als in hellen Flammen stehend angenommen wurde. Sofort begannen die Operationen. Der erste Zug stellte sich in der Riesengasse beim Hause Nr. 9 auf und. sandte das Wasser vom Dache sowohl als auch durch den Hof hin- durch auf das Brandobjekt; dasselbe that der vierte Zug von der 2 - 18- Hofgasse aus beim Hause Nr. 10, der dritte Zug schützte von der Herzog-Friedrichstraße aus das alte Magistratsgebäude, die Apotheke des A. Schöpfer und das Bederlungerhaus, während der zweite Zug das Brandobjekt direkt vom Hof aus angriff. Die Dampfspritze hatte beim goldenen Dacht" Posto gefaßt und speiste von da aus drei Schläuche mit Wasser. Die Aktion ging bei allen Abtheilungen sehr rasch von statten und auch diesmal herrschte ebenfalls die Ruhe, die man schon seit einiger Zeit bei allen Operationen der Feuerwehr beob- achten konnte und die ein nothwendiger Faktor ist, soll im Ernstfalle etwas Ersprießliches geleistet werden. Nachdem der Herr Bürgermeister im Beisein von 6 Gemeinde- räthen die ganze Aufstellung besichtiget hatte, ertönte das Signal zum Rückzuge und ebenso rasch wie die Steiger ihre luftigen Positionen eingenommen hatten, kehrten sie von denselben zurück, versorgten gleich der Spritzenmannschaft ihre Geräthe und nachdem auch die Schlauch- mannschaft ihre allerdings etwas schwierigere Aufgabe, nämlich Samm- lung, Entleerung und Bergung der Schläuche, ebenfalls in verhältniß- mäßig furzer Zeit beendet hatte, rückte die gesammte freiwillige Feuer- mit ihren Geräthen auf den Rennweg ab. Dort bildete sie ein gegen die Hofburg hin offenes Viereck, innerhalb dessen der Obercommandant beim Scheine der Fackeln an die Mannschaft herzliche Worte des Dankes richtete für ihr vom richtigen Takte geleitetes Verhalten bei Uebungen und Bränden in den verflossenen drei Jahren ihrer freiwilligen Dienst- leistung und bittet sie, denselben Taft auch fernerhin zu bewahren. Gleichzeitig entrichtet er in Folge schriftlichen Auftrages des Stadt- magistrates den Dank des Gemeinderathes an die Mannschaft für ihr braves, opfermuthiges Einschreiten bei den letzten Bränden. Hierauf wird die Vertheilung der definitiven Aufnahmskarten an die im vergangenen Jahre neu eingetretenen Mitglieder vorgenommen, welch' letztere dann dem Obercommandanten durch Handschlag das Ver- sprechen geben, den Statuten gemäß in allen Punkten wackere Feuer- wehrmänner zu sein und durch wenigstens drei Jahre dem Körper anzugehören. Mit einem kräftigen Gut Heil! wird dieses Gelöbniß seitens der Anwesenden besiegelt. Nach Beendigung dieses Attes erfolgte der Abmarsch in die betreffenden Magazine zur Versorgung der Geräthe womit die Uebung ihr Ende erreichte. 19- 14. Juni. Versammlung der Sanitätsmannſchaft. Der Vorsitzende Obercommandant V. Br. Graff eröffnet die Sitzung und Dr. Greil sagt, daß eine Vermehrung der Mannschaft durchaus nicht nothwendig sei, denn vier bis fünf gediegene Leute, die zu Uebungen, aber auch zu Bränden fleißig kommen, genügen vollkom men, es sei damit der Feuerwehr und ihm gedient. Zur praktischen Erlernung des Dienstes genügt es, wenn von seiner Seite drei bis vier Uebungen im Jahre abgehalten werden, nur müssen dann die Herren unter sich einige Wiederholungsübungen abhalten und es müsse sich einer finden, der diese Wiederholungsübungen einberuft und leitet, und für diesen Posten schlägt er Herrn Anton Prantl als den geeig- neten Mann vor, der auch gewählt wurde und sich bereit erklärte diese Stelle anzunehmen. 18. Juni. Wegen Abreise des Rottenführers des dritten Zuges Wenzel Sedlaczek wurde eine Neuwahl nothwendig, in der der frühere Rohrführer Georg Dietrich als Rottenführer und 3. Riedl als dessen Stellvertreter gewählt wurden. 3. Juli. In dieser Commandantschafts - Sizung wurde die letzte Frühjahrs-Hauptübung besprochen und Montag der 23. Juli d. 3. zur Abhaltung der außerordentlichen Generalversammlung festgesetzt, zu welcher folgende Tagesordnung vorgeschlagen wurde: 1. Protokollverifizirung. 2. Wahl der Delegirten sowohl zum Bezirks - Feuerwehrtage in Wattens, als auch jener zum Gautage in Sterzing. 3. Antrag der Commandantschaft betreffend „Einreihung der Ordnungsmänner in die Rechte und Pflichten der aktiven Feuerwehr". 4. Antrag der Commandantschaft, betreffend Reorganisirung der Schlauchmannschaft, sowie der Sanitätsmannschaft. 5. Allfällige Anträge. 10. Juli. Erweiterte Ausschußsitzung. Nach Genehmigung der Protokolle und Tagesordnung für die außerordentliche Generalversammlung fordert Zugsführer Al. Epp die Anwesenden auf, daß im Falle irgend jemand einen Antrag zu stellen beabsichtige, ihn hier früher mittheile, damit man selben, falls von Wichtigkeit, unterstützen könne. Er selbst macht auf eine Bestimmung 2* 20 - des § 24 der tirolischen Feuerlöschordnung und der daraus entstehen- den Konsequenzen aufmerksam. 27. Juli. Commandantschafts- Sitzung. Besprechung von Per- fonalien. 28. Juli. In dem mit den Ortswappen der dem deutschtivolischen Gauverbande angehörenden Feuerwehren, sowie mit Transparenten und Fahnen in den Reichs-, Landes- und Schützenfarben schön und ge- schmackvoll dekorirten und elektrisch beleuchteten Garten bei Summerer versammelten sich abends die Feuerwehrmänner Innsbrucks fast voll- zählig, um ihrem wackeren Obercommandanten Viktor Baron Graff die herzlichsten Glückwünsche zu seinem Namensfeste darzubringen. Nach- dem die Feuerwehrkapelle (wie bereits bekannt fungirt die Musikkapelle von Hötting unter der Leitung ihres Kapellmeisters Thönig als solche) einige Piecen des Programms vorgetragen hatte, die sowohl Einheimische wie Fremde vollauf befriedigte, überreichte der Obercommandant-Stell- vertreter, Zugsführer Anton Nußbaumer, dem Obercommandanten namens der Feuerwehrkameraden einen hübschen Blumenstrauß, worauf Zugsführer Alois Epp in schwungvoll gehaltener Rede den Gefühlen der Feuerwehrmänner für ihren Führer und für die edle humane Feuerwehrsache Ausdruck verlich. Mit dem Versprechen namens der Feuerwehrkameraden stets treu zu ihrem erprobten Führer zu halten in Freud und Leid nach dem so schönen Wahlspruche „Einer für Alle, Alle für Einen", schloß Redner seine mit allgemeinem Beifalle aufge- nommene und durch Zustimmungs-Kundgebungen häufig unterbrochene Rede. Während des nun folgenden Toastes auf den Obercomman danten wurde ein kleines Feuerwerk abgebrannt. Sichtlich gerührt dankte der Obercommandant den Feuerwehr- männern für diese Aufmerksamkeiten und mit dem Versprechen, wie bisher auch fernerhin stets treu zu ihnen wie zur edlen Feuerwehr- sache zu halten, verband er auch die Bitte, die Kameraden mögen ihn auch so tren und wacker wie bisher in Ausübung seines Amtes unter- stützen. Von brausendem dreifachen Gut Heil! begleitet, gaben die Feuerwehrmänner ihrem Führer das Versprechen und besiegelten damit, wie ein späterer Redner so treffend erwähnte, neuerdings den bereits zum Manne herangereiften Treuebund zwischen Führer und Mannschaft. Allgemeinen Jubel erregten die Zuſchriften und Telegramme, welche 21 - zum Feſtabende eingelangt waren, so namentlich das Schreiben des jüngst zum Ehrenmitgliede der Feuerwehr ernannten Altbürgermeisters Herrn Karl Adam und das Telegramm der Turnerfeuerwehr von Hall und des Vorstandes des Gauverbandes Dr. Otto Stolz von Hall. Auch die Nachbarfeuerwehren von Hötting und Pradl waren durch ihre Commandanten vertreten. Ebenso hatte die Bedienungs- mannschaft der Dampfspritze der kameradschaftlichen Einladung Folge geleistet und war der Turnverein durch mehrere Mitglieder beim Feſte vertreten. 1. August. Außerordentliche Generalversammlung behufs der Delegirtenwahlen für den Bezirks-Feuerwehr- und den Gautag. Diese Versammlung, welche von 142 Mann besucht war, wurde vom Obercommandanten eröffnet, der hiebei den in der Versammlung in Vertretung des Bürgermeisters anwesenden Vicebürgermeister Herrn Wilhelm Greil herzlich willkommen hieß. Einstimmig wurden hierauf die Anträge der Commandantschaft angenommen, wodurch den Ord- nungsmännern gleichte Rechte und Pflichten wie den aktiven Feuerwehr- männern eingeräumt und weiters die Schlauchmannschaft unter einen gemeinsamen Obmann gestellt wird, der sie im erweiterten Ausschusse zu vertreten und die Exercitien zu leiten hat. Herr Vicebürgermeister, Wilhelm Greil, ergriff nach Beendigung dieser Verhandlungen das Wort, und überbrachte den zwei wackeren Männern, die beim Brande des Schumacher'schen Etablissements fünf Menschen vom Tode des Erstickens retteten, die Anerkennung des Stadtmagistrates und der Commandantschaft in Gestalt von Diplomen. Die beiden muthigen, umsichtigen Männer, von denen wir schon früher Erwähnung thaten, sind Herr Alois Defner, Steigerrottenführer im zweiten Zuge und Franz Kerber, Commandant des zweiten Zuges. Mit ungetheilter Freude wurden die den Ueberreichungsakt begleitenden Worte des Herrn Vicebürgermeisters von den Anwesenden aufge- nommen. Außer diesen beiden Diplomen hatte der Vertreter der Stadt auch noch die angenehme Pflicht, an 21 Feuerwehrmänner Anerken- nungs-Diplome zu vertheilen und zwar an 19 Mann für 10jährige und an 2 Mann für 20jährige ununterbrochene Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr und er beendete diesen Akt damit, daß er den 22 soeben Ausgezeichneten den Dank des Gemeinderathes für ihr wackeres Aushalten bei der Feuerwehr aussprach, sie aber zugleich auch bat, auch fernerhin treu und wacker zur edlen Feuerwehrsache zu halten. Der Vorsitzende dankte dem Herrn Vicebürgermeister für die an- erkennenden Worte, er dankte auch der Löschdirection, daß sie die Gene- ralversammlung dazu ausersehen, so viele Feuerwehrkameraden zu ehren und insbesonders dankte er derselben für die Auszeichnung der Kame- raden Defner und Kerber und bedauert nur das eine, daß es nicht mehr möglich war, den dritten Wackern im Bunde, den Kameraden August Lerch, Steigerrottenführer des vierten Zuges, der bei ober- wähnter Lebensrettung die Bergung der Geretteten über die Leiter glücklich zu Stande brachte, auch zu ehren, da derselbe leider seit 6. Mai ds. 3s. im Grabe ruht; jedoch pietätvoll möge auch seiner heute gedacht sein. Nachdem die nun folgenden Toaste verklungen waren, wurde zur Wahl der Delegirten zu dem am 12. Auguſt d. Is. in Wattens ab= zuhaltenden Bezirks-Feuerwehrtag geschritten. Die Wahl fiel auf die Herrn Alois Epp, Franz Kerber, Josef Brix, Johann Hoppichler und Anton Halbeis als Delegirte und Anton Gratl, Max Klammer, Alois Müller, Alois Defner und Johann Kastner als Ersatzmänner. Zu dem am 1. und 2. September in Sterzing stattfindenden Gautage der deutschtirolischen Gauverbands-Feuerwehren wurden die Herren Baron Graff, Alois Epp und Anton Nußbaumer als Delegirte und Josef Brix, Christof Hummel und Anton Gratl als Ersatzmänner gewählt. Während des Serutiniums zu den Wahlen wurden einige Anträge be- sprochen, die seitens der Innsbrucker Feuerwehr theils beim Bezirks- Feuerwehrtage, theils beim Gautage eingebracht werden. 3. und 4. August. Geräthemeister-Sitzung. 5. August. Commandantſchafts-Sizung. Tagesordnung: Erledigung einiger Personalien und Aufnahms- gesuch der Wiltener Feuerwehr in den Bezirks- und Gauverband. 12. August. Bezirks-Feuerwehrtag in Wattens. Nach festlichen Empfang von Seite der Gemeinde Wattens fand im Gasthause zum Greiderer die Versammlung statt. Der Vorstand des Bezirksverbandes, Victor Baron Graff, er- öffnete die Sitzung. Dem von ihm vorgetragenen Rechenschaftsberichte 23- entnehmen wir, daß der Verband 18 Feuerwehren mit 1438 Feuer- wehrmännern umfaßt. Davon waren vertreten die Feuerwehren Inns- bruck (durch Al. Epp, Josef Brix, Max Klammer, Aut. Halbeis und Josef Hoppichler), Abſam, Amras, Arams, Hall, Hatting, Hötting, Kematen, Mühlau, Pradl, Volders, Wattens und die neu konstituirte theilweise Gemeinde-Feuerwehr in Wilten, die kurz vorher die Aufnahme in den Bezirksverband erhalten hatte. Nicht vertreten waren die Feuerwehren von Telfs, Pfaffenhofen, Polling, Zirl und Fulpmes. Bezüglich der nun folgenden Verhandlungen werden die Ergebnisse derselben in Bälde aus Anlaß des Gautages am 1. und 2. September d. Js. in Sterzing mitgetheilt werden, nur so viel sei hier schon be- merkt, daß durch die Thätigkeit des Verbandes im abgelaufenen Jahre abermals zwei Landgemeinden freiwillige Feuerwehren gegründet und dem Bezirksverbande einverleibt wurden. Am Schlusse der Berathungen wurde für das kommende Jahr das Dorf Fulpmes im Stubaithale als Vorort zur Abhaltung des Delegirtentages beſtimmt. Die Wahl des Verbandsausschusses traf mit einer einzigen Aus- nahme wieder die früheren Herren, nämlich: als Vorstand Viktor Br. Graff, als Kassier Anton Nußbaumer, als Schriftführer Josef Satt- leder (alle 3 aus Innsbruck), weiters als Ausschußmitglieder: F. Holz- meister in Fulpmes, Josef Ertl in Wattens und Dr. 3. Ortwein in Arams (letzterer neu). Mittlerweile waren bereits die Feuerwehren von Hall und Vol- ders in corpore mit zwei Musikkapellen, ferner Abtheilungen der Feuerwehren von Innsbruck, Mühlau, Abſam, Kematen u. s. w. ein- getroffen; auch aus dem benachbarten politischen Bezirke Schwaz war eine Abtheilung der Schwazer Feuerwehr im Festorte anwesend, so daß die Zahl der Feuerwehrmänner, die an diesem Nachmittage in Wattens sich einfanden, die Zahl 300 überstieg. Vor den Augen der= selben und einer nach mehreren Hunderten zählenden Volksmenge führte nun die wackere Dorffeuerwehr Wattens in jeder Richtung craft eine Schulübung den Delegirten vor, wobei namentlich das Exerzieren mit einer uralten schwerfälligen Druckspritze allgemein angestaunt wurde, sowie nicht weniger die treffliche Uebung der Steigerabtheilung mit der vom Commandanten 3. Ertl selbst konstruirten freistehenden Schub- 24- leiter. Die nun vom Delegirten-Ausschusse der Feuerwehr gestellte Aufgabe für die Schauübung wurde nach dem Ausspruche des Aus- schusses tadellos und in so mustergiltiger Weise gelöst, daß sich manche Stadtfeuerwehr daran ein Beispiel nehmen kann, welches Resultat denn auch vom Obmann des Gauverbandes namens des Ausschusses der gesammten Feuerwehr Wattens in einer passenden, beifällig auf- genommenen Ansprache verkündet wurde. 1. September. Feuerwehr-Gautag in Sterzing. In Folge Beschluß des Gautages wurden die Berichte über die Verhandlung in Druck gelegt und den Verbands-Feuerwehren zugesen- det, daher wir in diesem Berichte uns auf jene Punkte beschränken können, welche von unserer Feuerwehr ausgiengen oder besonders er- wähnenswerth sind. Vor Allem wird dem tirolischen Landesausschusse namens der versammelten Delegirten für das bereitwillige Entgegenkommen bei Aktivirung des Landes-Feuerwehrfondes der Dank votirt. Hierauf wird der aus 17 Paragraphen bestehende Entwurf der vom Verbandsausschusse ausgearbeiteten und der Feuerpolizeiordnung angepaßten Verbandsstatuten eingehend durchberathen und Paragraph für Paragraph einstimmig mit einigen Aenderungen angenommen. Ueber Antrag des Verbandsausschusses wurde sodann einstimmig die Auflösung der bisherigen Gauverbands-Unterſtüßurgskasse beschlossen, da künftig der Landesfeuerwehrfond für Unterstützungen zu sorgen hat. Das vorhandene Vermögen der Unterstützungskasse wird nach vorher- gegangener entsprechender Abänderung des § 23 der Satzungen ein- stimmig beschlossen, der Verbands-Negiekasse einzuverleiben. Nun kommen Anträge der Bezirksverbände Innsbruck und Kufstein. Ersterer Ber- band hatte 4 Anträge eingebracht, nämlich, es möge kompetenten Orts dahin gewirkt werden, daß in Deutsch- und Welschtirol je ein Feuer- lösch-Inspektor und zwar aus Feuerwehrkreisen ernannt und aus Lan- desmitteln besoldet werde, weiters, daß der § 24 der Feuerpolizei- Ordnung in seinem ersten Alinea dahin abgeändert werde, daß jene Fälle, in denen ein Ortsvorsteher im Falle eines Brandes über den Feuerwehrhauptmann hinweg auch von letzterem zu beachtende Befehle ertheilen kann (Demolirung von Häusern 2c.); 3. daß § 38 resp. § 18 des ursprünglichen Entwurfes der Feuerpolizeiordnung, betreffend 25 die Einführung von Pflichtfeuerwehren in Gemeinden, in denen keine freiwilligen Feuerwehren bestehen oder sich bilden, in die Feuerpolizei- ordnung aufgenommen werde; 4. daß dahin gewirkt werden möge, daß den Assekuranzen verboten werde, den Feuerwehrbeitrag, den sie gesetz- lich aus ihrem Reineinkommen an den Fond zu zahlen verpflichtet sind, künftig nicht mehr wie bisher von den assekurirten Parteien einzu- heben und dies sogar mittels der Polizze zu thun, denn darin erblicken die Antragsteller seitens der Assekuranzen eine einfache Umgehung ihrer Steuerpflicht zum Schaden der Parteien und der Feuerwehren. Sämmt- liche 4 Anträge des Bezirksverbandes Innsbruck, welche von den Herrn Viktor Baron Graff, Alois Epp und Anton Nußbaumer eingehend be- gründet und motivirt wurden, sind nach längeren Debatten einstimmig angenommen worden. Ebenso einstimmig wurde der Antrag des Be- zirksverbandes Kufstein, eingebracht und motivirt durch Herrn Hans Reisch, es seien in Hinkunft alle Eingaben der Bezirksverbände oder einzelner Feuerwehren an den Landtag, Landesausschuß, Statthalterei u. s. w. im Wege des Gauverbands-Ausschusses zu leiten, angenommen. In einer langen Debatte wurde endlich noch der Beitrag für die Regiekasse in der bisherigen Höhe, 5 kr. per Mann und Jahr, einzuheben beschlossen. Als Vorort für den nächsten nach 3 Jahren abzuhaltenden Gau- tag wird Kufstein einstimmig gewählt. Zum Schlusse wurde die Neuwahl des Vorstandes und des Aus- schusses vorgenommen und Dr. Stolz trotz des Sträubens, diese Wahl als Vorstand wegen Arbeitsüberbürdung nicht mehr annehmen zu kön= nen, als Ehrenobmann und durch seine nachherige Erklärung auch als Arbeitsvorstand ernannt. Als Ausschußmitglieder erscheinen die Herren: Alois Epp, Viktor Baron Graff, Anton Nußbaumer, Josef Sattleder, Hanns Reisch (Kufstein) und Josef Pirchl (Kitzbicht). 5. September. Commandantschafts- Sitzung. Erledigung von Personalien. 10. September. Um 11 Uhr Vormittags brach in einem, im ersten Stockwerke im Hofe gelegenen Magazine des Engrossisten Dont. Zambra in der Maria Theresienstraße Feuer aus. Dasselbe griff zwar rasch um sich, es zerstörte ein Magazin, in dem sich Möbel, Christbaumputz 2c. befanden, ganz und ein zweites theilweise, war 26- aber durch das schnelle Einschreiten der Feuerwehr bald eingedämmt und gelöscht. Die hiesige Feuerwehr war vollzählig am Platze er- schienen; von auswärts kamen die Wiltener, Höttinger und Mühlauer. Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt. 18. September. Herr Dom. Zambra, Kaufmann hier, übersendet 50 fl. als Zeichen seiner Dankbarkeit bei Hilfeleistung des letzten Brandes. 26. September. Commandantschafts-Sitzung. Bestimmung der Herbst-Hauptübung auf den 7. Oktober Vorm. 10 Uhr Brandobjekt: altes Landesgerichtsgebäude, Herzog-Friedrich- straße. Besprechung über die Vergrößerung des Telefonnetzes. 28. September. Erweiterte Ausschußsitzung über die Vervoll- ständigung des Telefonunezes, über verschiedene Personalien und Be- sprechung des letzten Brandes (Zambra), sowie über die geeigneten Vorkehrungen bei demselben. 7. Oktober. Herbst-Hauptübung. 10 Uhr Vorm. fand die letzte gemeinsame Uebung in diesem Jahre statt. Als Objekt war von der Commandantschaft das ehema- lige Landesgerichtsgebäude in der Herzog-Friedrichstraße ausersehen, und zugleich der Feuerwehr die Aufgabe gestellt worden, einen im dritten Stocke dieses ausgedehnten Gebäudes entstandenen Brand, der bereits die Estrichdecke durchdrungen, und das Dach theilweise ergriffen, bei herrschendem Südwinde zu bewältigen. Von drei Seiten kamen die Feuerwehrabtheilungen angerückt. Der erste Zug stellte seine Leiter am westlichen Ende des Gebäudes in der Herzog -Friedrichstraße, der vierte Zug am Ostende desselben auf, während der zweite Zug sich auf die Rettung von Menschenleben 2c. verlegte. Zu diesem Behuse hatte derselbe seine Steigerabtheilung in der Mitte des brennenden Gebäudes poſtirt, von wo aus die wackeren Steiger mittels Hacken= leitern das dritte Stockwerk erkletterten und das sogenannte Nutschtuch anbrachten, auf welchem sie dann selbst lustig auf die Straße fuhren, welchem Beispiele dann auch beherzte Civiliſten zum Ergötzen des zahl= reich versammelten Publikums folgten. Auch die eigentliche Löschaktion ging ziemlich rasch von statten, denn kurz nach der Allarmirung ergossen sich nicht bloß von der Vor- derfront, sondern auch von der dem Inn zugekehrten Nordfronte, wo - 27 - der dritte Zug stand, die Wasserstrahlen auf das Brandobjekt ein Zeichen, daß sowohl Steiger als auch Schlauch- und Spritzenmänner ihrer Aufgabe vollauf gewachsen waren, trotzdem so manches ungeahnte Hinderniß gerade bei dieser Uebung zu überwinden war und auch überwunden wurde. Eine Novität ist hier zu erwähnen, es kam nämlich bei dieser Uebung seitens der Landfahrspritze ein mit Gärbsäure imprägnirter Schlauch in Verwendung, der während seiner fast halbstündigen Ver- wendung nicht einmal die Nässe ordentlich durchdringen ließ. Bei dieser Uebung, der auch der Bürgermeister mit 6 Gemeinderäthen bei- wohnten, machten sich auch Uebelstände fühlbar, und zwar, daß die Ritschen, wenn sie geschwellt werden, eine solche Masse Schlamm, Sand und alle möglichen und unmöglichen Unreinigkeiten daher bringen, daß ein Versagen der Ventile und damit der Spritzen fast unausweichlich ist, wie es auch den zwei Spritzen des dritten Zuges geschah, da durch das Schwellen der ganze Unrath in Aufruhr kam, und daß die Anzahl der Schlauchmänner eine zu kleine ist; jedoch die kleine Schaar der Schlauchmänner hat ihre sehr schwere Aufgabe in zufriedenstellender Weise gelöst. Wenn einmal den Bürgern Innsbrucks die richtige Einsicht kommt, daß es vernünftiger ist, sich selbst an den Arbeiten und Uebungen der freiwilligen Feuerwehr zu betheiligen, statt, mit einigen wenigen rühmenswerthen Ausnahmen, den unverständigen Zut- schauer und Bekrittler zu spielen, so wird auch letzterwähntem Uebelstande abgeholfen sein. Am Schlusse der Uebung wurde auch die Dampfspritze die bei dem Inn Posto gefaßt hatte, zur Aktion kommandirt, in der Weise, daß sie die beiden Spritzen des dritten Zuges ablöste und zwei intensive Strahlen auf das Brandobjekt sandte. Während die Frei- willige Feuerwehr ihre Requisiten sammt Schläuchen vom Angriffs- objekte zurückzog und sich in Marschbereitschaft stellte, entsandte die Dampfspritze einen mächtigen Strahl von der Straße aus auf das Braudobjekt, dieses mit Wasser vollauf überschüttend. Hierauf zog die Feuerwehr die Herzog-Friedrichstraße entlang vor dem Bürgermeister defilirend, zum Hauptmagazine, wo der Obercont mandant namens des Bürgermeisters und der Stadtvertretung ferner in seinem und der Commandantschaft Namen der gesammten Mann- schaft den herzlichsten Dank für die Arbeiten bei Uebungen und Brän- 28- den während des Sommers aussprach, daran zugleich auch die Bitte knüpfend, während des Winters parat zu sein, zur regelrechten Hilfe- leistung, wenn die Sturmglocke wimmert, was mit brausendem drei- fachen Gut Heil! seitens der Mannschaft gelobt wurde. 26. Oktober. Stadlbrand in der Reichenau, bei dem sich die Landfahrspritze betheiligte. 31. Oftober. Begräbniß des Ordnungsmannes Josef Kemps. Anfangs November Hydrantenprobe von der neuen Wiltauer- Hochquellenleitung vor dem Pädagogium, Anichstraße und vor der Ge- werbeschule. Hoffen wir, daß bald die ganze Stadt mit der neuen Innsbrucker Hochquellenleitung versehen sein wird und den Feuerlöschzwecken eine ausreichende Anzahl Hydranten zur Verfügung stehe, besonders aber im Stadttheil am linken Innufer, welches fast ganz auf Hochdruck- leitung angewiesen ist, und daß das nöthige so rasch und ausgiebig als möglich geschehe. 2. November. Kaminbrand im Palais des Grafen Enzenberg. 2. November. Commandantschafts-Sitzung. Der Obercommandant bringt zur Kenntniß, daß in letzter Zeit häufig Kaminbrände vorgekommen sind und empfiehlt bei der Löschdirek- tion dahin zu wirken, daß die jeweilige Feuerbeschau die Controllirung der von den Parteien zu führenden sog. Kaminkehrerbücheln besorge. In derselben Sitzung wurde auch der Voranschlag der Feuerwehr für das Gemeindebudget des Jahres 1889 in Berathung gezogen. Ergänzung der Telefonleitung durch einige Sprachapparate, sowie Personalien. 17. November. Löschdirektions-Sitzung. 17. November. Bei der Namensfeier des hochverdienten Gauvor standes Herrn Dr. Otto Stolz, Bürgermeister in Hall, betheiligte sich eine Deputation von circa 10 Mitgliedern. 30. November. Erweiterte Ausschußsitzung, deren Tagesordnung folgende Punkte enthält: Anschaffung von Sprechapparaten, Abhaltung eines Wohlthätigkeitsmarktes zu Gunsten der Regie- kasse und Anschaffung verschiedener Requisiten. 29- 13. und 16. Dezember. Erweiterte Ausschußsitzungen. Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit der Frage über den schon früher in Anregung gebrachten Wohlthätigkeitsmarkt, die eingehend durbberathen und, nachdem ein Comité gewählt, beschlossen wurde diesen Markt am 12. Jänner 1889 in den Pokalitäten zum Adambräu abzuhalten. 16. Dezember. Taffische Uebung. Nach Mitternacht signalisirt der Thürmer bei Südwind Dach- feuer im Hintergebäude der Martin Tschurtschenthaler'schen Handlung. Es ist Herbst und zufälliger Weise der Sillkanal abgekehrt. Der Brand nimmt eine größere Dimension an und die rückwärts angrenzenden Gebäude sind in großer Gefahr. Zuges. Uebungs-Commandant: Kerber Franz, Zugsführer des zweiten Aufgabesteller: Alois Kreil, Dampfspritzen-Commandant. 23. Dezember. 6 Uhr Früh Kaminbrand bei den Jesuiten. 23. Dezember. Taktische Uebung. Mitte November. Heftiger Südwind, weht schon einige Tage und trocknete alles aus. Mitternacht vorüber. Es weht heftiger Wind in wechselnder Richtung, vorherrschend von Süden. Der hölzerne Stadel Nr. 13, Innstraße ist bereits abgebrannt, das Feuer ergriff die Häuser Nr. 14 und 16 in der St. Nikolaus- gasse, welche am Dache brennen. Die St. Nikolausgasse ist wegen herabfallenden Dachsperren und heftigen Rauch von der Südseite un- passierbar. Die lintsseitigen Häuser sind in großer Gefahr, sollen aber ge- rettet werden, da sonst der ganze Bäckenbichl 2c. in höchster Ge- fahr sind. Uebungs Commandant: Klammer Max, Zugsführer des ersten Zuges. Aufgabesteller: Hanns Riegl, Ehrenmitglied und Gemeinderath. 30. Dezember. Taktische Uebung. Das Geyer'sche Stöcklgebäude, Angerzellgasse Nr. 8, ist im links- seitigen Trafte unter Dach in Brand gerathen. Der Feuerherd sitzt oberhalb Wallnöfers Tischlerei. Das Feuer verbreitet sich in Folge des vielen Holzes sehr rasch, kann jedoch vom 30 Thürmer des herrschenden Nebels wegen nicht sofort bemerkt werden, und daher erst nach erhaltener Meldung seitens der Bewohner Signal gegeben werden. Es ist halb 4 Uhr Früh als die Feuerwehr anrückt und das Dach dem Feuerherde zu im Einstürzen begriffen ist, daher durch die fallenden Sparren der Holzvorrath Wallnöfers, sowie die anstoßenden Holzhütten vom Feuer ergriffen werden. Jahreszeit: Anfangs November, ohne Schnee, Luftströmung vom Norden, der Sillfanal wegen größeren Reparaturen außer Stand Wasser zu liefern. Uebungs Commandant: Nußbaumer Anton, Zugführer des vierten Zuges. Aufgabesteller: Max Klammer, Zugsführer. Innsbruck, am 31. Dezember 1888. Kaffewesen. A. Unterstüßungskasse. Viktor Baron Graff, Vorsitzender. Hueber Hermann, Kassier. Klammer Max, Epp. Alois, Kerber Franz, Müller Alois, Ausschußmitglieder. Jörg Josef, Brix Josef, Kastner Johann, Das Vermögen dieser Kasse hatte am 31. Dezember 1888 die Höhe von 31.987 fl. 77 kr. erreicht, was im Vergleiche zum Ver- mögensstande vom 31. Dezember 1887 mit 30.938 ft. 30 fr. einen Kassazuwachs von 1.049 fl. 47 fr. ergibt. Diese Kassefonds bestehen aus: 1 Stück 1860er Los Nr. 10 Serie 9772 fl. Zins ab 1. November fl. 144.50 -66 fl. 145-16 1 Stück Innsbrucker Los Nr. 1063 fl. 25:40 Sparkassebuch Nr. 13006 Stand 31. Dezember 1887. fl. 17.493.56 Zins fl. 699-74 fl. 18.193.30 Fürtrag fl. 18.363.86 32 Uebertrag fl. 18.363-8 Ucbertrag Sparkassebuch Nr. 9269 Stand 31. De- zember 1887 fl. 12.238 19 Zins fl. 48952 fl. 12.727.7. Guthaben Regiekasse fl. Baarkasse fl. Summe 700- 196-2 fl. 31.987-7 c) Schenkung der Firma Dom. Zambra anläßlich des dortigen Brandes d) Schenkung des verstorbenen Ord- nungsmannes Herrn Josef Kempf e) Von der Burgverwaltung nach dem Schumacher'schen Brande Die Erhöhung des Kassestandes begründet sich durch: a) Zinsen auf Weuthpapiere. fl. 8- b) Unbehobene Sparkassezinsen fl. 1189-20 e) Geschenke und Legate: Herr Karl Adam fl. verstorbene Frau Wittwe Theresia Wisiol fl. 100- 50- d) Gaben der P. T. Gönner fl. 138- e) Coursdifferenz fl. 14-1 Summe fl. 1499:41 Wovon in Abzug kommen: a) Unterstützungen und Begräbnißmusik b) Auslagen für Incasso, Drucksorten 2c. fl. 433. fl. 16-94 Summe fl. 449-94 a) Für Anfertigung eines Diplomes mit Mappe b Für verschiedene Diplome für die Mitglieder und Rahmen c) Reiseentschädigung der Delegirten nach Wattens und Sterzing d) Für abgehaltene Unterhaltungen e) Spritzenproben und Einzahlung an den Gauverband der deutsch-tirolischen Feuerwehren f) Für Plakate fl. 178-83 fl. 1043.56 fl. 50- . fl. 30- fl. 50 Summe fl. 308- fl. 1352-39 Verausgabt wurde: fl. 230- fl. 24:48 fl. 12.67 fl. 201:46 fl. 247.80 fl. 5.65 Hermann Hueber, Geprüft und richtig befunden: Halbeis Anton, Schwaighofer Johann, Sattleder Josef. Kassier. g) Verschiedene Auslagen laut Belege. fl. 40.80 Verbleibt daher ein Reinvermögen von Ausgewiesen im Sparkassebuch Nr. 2421 mit und eine Barschaft von fl. 790-99 fl. 713:51 fl. 77:48 Summe fl. 790.99 Anton Nußbaumer, Kassier. B. Regiekaffe. Zum Aktivstande vom 31. Dezember 1887 per kamen im Jahre 1888 noch weitere Einnahmen: a) Zinsenerträgniß vom 1. Jänner 1888 bis 1. Jän- Her 1889 fl. 104356 fl. 28.83 b) Beitrag der Stadt für Spritzenproben und Einzahlung an den Gauverband der deutschtirolischen Feuerwehren Fürtrag fl. 150- fl. 178.83 fl. 1043:56 Geprüft und richtig befunden: Anton Halbeis, Johann Schwaighofer, Josef Sattleder. B Statistischer Anhang zum XIV. Jahresberichte der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck für das 31. Vereinsjahr 1888. 3* Benennung Personalstand 1888. a) der aktiven Mannschaft. Commando Bug II. Zug III. Zug IV. Zug Ordnungs Mannschaft Mannschaft Mannschaft Mannschaft männer Obercommandant Technischer Rath Magazins Verwalter Adjutant Schriftführer Schlauchobmann Signalist Pionnier Vereinsdiener Sanität Chargen Signaliſt Steiger Sprißen- Schlauch Chargen Signalist Steiger- Sprißen- Schlauch- Chargen Signalist Steiger Sprißen- Schlauch- Chargen Signalist Steiger Sprißen- Schlauch- Chargen Mannschaft Zusammen Personalstand am 31. Dezember 1888 11 12 1 1 1 1 6 6 1 14 30 9 6 1 15 26 9 6 2 13 28 19 5 2 16 17 82 32 283 Benennung Personalstand mit 31. Dezem ber 1888 b) der nichtaftiven Mannschaft. 5 Ehrenmitglieder 7 Löschdirektion CO 3 Korpsärzte 15 Zusammen Anmerkung 37- 36- Sitzungen Nachweis a) über stattgehabte Sibungeni. Versammlungen Brände 1 12 8 3 24 B Abtheilung Scamin= Haus- Stöckl= Magazin- GO 3 1 1 2 03 Beerdigungen 3 Anmerkung b) über abgehaltene Uebungen. Musterungen Haupt- Marsch Uebungen Zugs Uebungen mit ohne Wasser Steiger Spritzen- Schlauch- Hydranten-Proben Zuſammen Uebungen Vom Gesammtförper 1 Vomi I. Zug 1 II. " III. IV. " 1 " 21 1 4 10 27 6 2 21 13 333 21 7 1- B 21 8 8 1 4 14 10 10 | I - 3 - 38 - Aumerfung 49 46 - 41 10 2 42 5 2 4 13 58 66 31 2 61 181 - 39 41- Inventar der vorhandenen Geräthe, Ausrüstungs-Gegenstände 2c. mit Schluß des Jahres 1888. 1 Telephonleitung. 1. Geräthschaften. 2 Metz'sche Spritzen sammt Zugehör. 4 Schmid'sche Spritzen sammt Zugehör. 1 Knaust'sche Spritze sammt Zugehör (Landfahrspritze). 7 Schlauchwägen. 2000 Meter Schläuche mit Normalgewinde. 1 Buttenspritze*). 1 Extinkteur (System Beyl), 1 unbrauchbarer. 5 Hydranten und 1 Aufsatzrohr. 4 Strahlrohre (vorräthige). 1 Schraubenschlüssel, französischer. 1 Schlauchgewindschlüssel. 1 Verbindungsgewinde, vorräthig. 8 Schlauchbrücken, eiserne. 12 Schlauchbrücken. 14 Schlauchknie. 1 Vacuum und Manu-Meter. 1 Spirituslampe (zum Erwärmen). 1 Schlauchkarren. 3 Steigerfarren. 4 Schubleitern, dreitheilige. 1 Schubleiter, zweitheilig. 16 Hakenleitern. 4 Dachleitern. 1 Mauerbock sammt Zugehör. 3 Spinnen. 1 Rettungsschlauch. *) 2 Buttensprißen der bezahlten Feuerwehr übergeben. 2 Sprungtücher. 12 Schlauchbinden. 1 Brause. 1 Rutschtuch (auch als Sprungtuch verwendbar). 3 Selbstretter. 3 Rettungskörbe. 7 Nettungstaschen. 1 Rauchapparat, Galibert'scher. 3 Sicherheitslaternen. 24 Steigerlaternen. 7 Feuerlaternen (alte). 100 Wasserkübel. 1 Petroleumfackel, groß, samt Gestell. 28 Petroleumfackeln. 2 Commandantſchafts-Laternen mit Fahne. 4 Zugstandarten. 2. Mobilare. 4 Geräthefästen (2 große und 2 kleine). 5 Bettstätten, eiserne. 5 Strohsäcke (im Wachlokale). 5 Kotzen (im Wachlokale). 3 Tische. 24 Stühle. 1 Bank. 2 Kleiderrechen. 1 Vereinsfahne. 3. Utensilien. 42 Wappenschilder, blecherne. 1 Porträt (Thurner).*) 15 Photographien, diverse eingerahmte. 4 Bilder, diverse eingerahmte. 1 Humpen nus Zinn. 1 Humpen aus Holz. 1 Trinkhorn. 1 Schubleitermodell sammt Glassturz. Porträt des Pegger dem Altobercommandanten zurückgestellt. 1 Windwachordnung. 1 Tischglocke. 1 Büfte (Jahn). 42 1 Tafel mit Grabschleifen, große. 4. Ausrüstungs-Gegenstände. 235 Durer, Loden, zur Benützung. 40 vorräthig. 226 Helme in Verwendung. 176 11 105 Beile in Verwendung. vorräthig. vorräthig. 31 85 Schlauchgewindschlüssel. 118 Nothnägel. Mundschwämme. 62 Leinen in Verwendung. 27 vorräthig. 16 Commandanten- 112 Steiger- 221 Sprißenmänner- 80 Schlauchmänner- Gurten. 14 Riemen für Rohrführer. 23 Huppen. 7 Signalhörner (für Horniſten). 2 Pickel (für Pionniere). 14 Schurzfelle. 5 Cartouchen. 2 Commandantenschärpen. 9 Verbandzeuge für die Sanität. 9 Armbinden 11 " 1 komplet eingerichtete Apotheke mit einer Tragbahre, Schienen und Verbandtornister. Personalkand der Freiwilligen Feuerwehr Innsbruck, mit 31. Dezember 1888. Ehrenmitglieder: Herr Dr. Otto Stolz, Gauverbands -Vorſtand und Bürgermeister " von Hall, ernannt am 31. 3änner 1876. Dr. Johann Tschurtschenthaler, Sparkasse - Direktor und Alt- bürgermeister, ernannt am 20. Juni 1877. Hans Riegel, Handelsmann und Gemeinderath, ernannt 14. Februar 1880. am Josef Melzer, Aftobercommandant, Tapezierer und Hausbesitzer, ernannt am 31. 3änner 1882. Karl Adam, Altobercommandant, Altbürgermeister, Ehrenbürger und Gemeinderath, ernannt am 14. April 1888. Löschdirektion: Herr Dr. Heinrich Falk, Bürgermeister. " Hans Riegl, Gemeinderath. Nußbaumer Zohann, Gemeinderath. Alois Epp, Gemeinderath. Josef Sonvico, Gemeinderath. Victor Baron Graff, Feuerwehr Obercommandant. Josef Brix, Magazinsverwalter. A. Beim Commando. Obercommandant: Viktor Baron Graff. Obercommandant-Stellvertreter: Auton Nußbaumer). Technischer Rath: Josef Mayr. Magazins Verwalter: Josef Brir. Adjutant: Christof Hummel. *) Zugleich Commandant des IV. Zuges. 1. Schriftführer: Karl Jenewein. II. Schriftführer: Josef Sattleder. Schlauchobmann: Joh. Hoppichler. Stabsignalist: Karl Trager. Pionnier: Alois Mutter. Vereinsdiener: Alois Peer. 44 Sanität: Professor Dr. Lantschner, Korpsarzt. Dr. Greil, Korpsarzt. Dr. Thalguter, Korpsarzt. Prantl Anton, Führer. Benatti Alois. Marzani Josef. Knapp Wilhelm. Bickel Josef. Fritz Johann. B. Bei den Geräthen. Erster Zug: Max Klammer, Zugsführer. Obholzer Anton, Zugsführer - Stellvertreter. Brugger Anton, Geräthemeister. Hopfer Albert, Rottenführer. Steiger: Köb Franz, Rottenführer - Stell- vertreter. Plattner Johann, Rohrführer. Stolz Sebastian, Steiger. Gnaser Marfus, Steiger. Groa Anton, Steiger. Demengo Franz, " De Zanna Illuminato, Steiger. Apollonio Constantin, " Stutefy Karl, Spritzenmann. 45 Jenny Johann, Sprißenmann. Oberhammer Anton, Zorn 3. A. B. " Keliment Heinrich, " Seitz Peter, " Mairamhof Wilhelm " Norz Peter, Willeit Peter, " Gatt Rudolf, Fuxhuber Felix, II. Sprize. Moser Peter, Rottenführer. Gottardi Anton, Rottenführer- Stellvertreter. Häutscht Gallus, Spritzenmeister. Stippler Johann, Spindler Johann, Spritzenmann. Gober Sigm. Hatzingmoser Josef, Zerobin Anton, Strelka Anton, Schütz Gebhard, Gschnaiter Josef, Alvera Johann, Menardi Ludwig, Varda Jos., Mandlbauer Jos., Schlauchmannschaft. Rossi Salvator, Führer. vertreter. " " " " Brügl Joh., Schlauchmann. Freißeisen Franz, Führer - Stell- Pfob Cirillus, Gehri Vinzenz, Schlauchmann. Bachner Josef, " Angela Anton, " Langer Gustav, " Rossi Hermann, " Zweiter Zug: Zanella Hermagor, Norer Julius, " Schollmaier Johann Popp Fritz, Steiger. Meyerkolm Leopold, " Inwinkl Andreas, Sprigenmannschaft: I. Spritze. Obholzer Auton, Rottenführer. Schwaighofer Hans, Rottenführer- Stellvertreter und Spritzen meister. Wagner Anton, Sprißenmeister. Rissinger Josef, Spritzenmann. Leukermoser Jakob, Kanovsky Ferdinand, " Kerber Franz, Zugsführer. Mitterhofer Josef, Zugsführer Stellvertreter. Morscher Joh., Geräthemeister. Mutter Joh., Signalist. Steiger: Defner Alois, Nottenführer. Mutter Franz, Rottenführer-Stell- vertreter. Dollinger Gebhard, Rohrführer. v. Müller Jul., Urbanitsch Franz, Steiger. Brandauer Peter, " Gruber Josef, Riegel Josef, " " Morscher Joh., Seewald Mich., " Weth Jos., " Ribitsch Michael, Steiger. 46- Fuchs Josef, "! Stolz Dionisins " Nußbauer Albert, Steiger. Hagspiel Josef, Steiger: Baumann Johann, Spritzenmannschaft: I. Sprize. Mitterhofer Josef, Rottenführer. | Strasser Josef, Spritzenmann. Dörries Ernst, Rottenführer-Stell- Rinner Fridolin, vertreter und Spritzenmeister. Hladik Franz, Dietrich Georg, Rottenführer. 47- Kuen Jakob, Signalist. Schnaitter Gottfried, Signalist. Hupfau Franz, Steiger. Hupfau Alois, Rohrführer. Koll Michael, " Bauhof Eduard, " Gutleben Joh., Steiger. Geiger Alois Rothmüller Karl Freißeisen Josef, " " " " Walcher Georg, " Beer Josef, " Schwab Franz, " Kirschner Franz, " Sonntag Michael, "1 Liensberger Joh., Außerhofer Jos., Zwerger Jos., Kohler Wilhelm, " Maier Anton, " " "! Fritz Heinrich, " Albert Josef, Spritzenmann. II. Sprite. Rainer Alois, Rottenführer. Lenz Franz, Rottenführer - Stell- vertreter und Spritzenmeister. Hosp Alois, " Meir Felix, Huter Alois, " " Suitner Karl, Huber Joh., Haller Engelbert, " " " Greiderer Josef, " Templ Anton, Huber Alois, " Recasina Rafael, 11 Stigger Valentin, Leeb Carl, Schauer Ferd., " " " Wisiol Ludwig, Schindl Eduard, Jamnig Alois, Spritzenmann. " " Spielmann Jos., Spielmann Otto, Schlecht Joh., 11 Sokopf Jos., Jenewein Ludwig, " " " Peter Franz, " II. Spritze. Karlinger 3., Spritzenmann. Sprizenmannschaft: I. Spritze. Silvester Ludwig, Rottenführer. Schlecht Jakob, Rottenführer-Stell- vertreter. Peter Heinrich, Spritzenmeister. Plattner Josef, Spritzenmann. Schuster Josef, Spritzenmann. Virag Joh., Kremser Joh., " Schlauchmannschaft: Scharrer Johann, Führer. Kern Karl, Stellvertreter. Pauli Georg, Schlauchmann. Pauli Martin, Schmid Eduard, Hagner Eduard, Schlauchmann. Liensberger Rudolf, Saurwein Jos., " Kiecht Ludwig, " Salzburger Franz, Dritter Zug: Epp Alois, Zugsführer. Schlecht Jakob, Zugsführer-Stellvertreter. Kastner Johann, Geräthemeister. Schmid Anton, Rottenführer. Hernegger Viktor, Rottenführer- Stellvertreter. Nagl Alois, Spritzenmeister. Hauswirth Alex., Spritzenmeister. Farbmacher Joh., Spritzenmann. Hanning Jos., Holzer Joh., Strele Josef, Führer. " " Kraler Jos., Spritzenmann. Kiechl Franz, Farbmacher Jos., Scholl Franz, Buchmayr Ferd., Schönegger M., Hagspiel Alois, Schlauchmannschaft: Walchegger Joh., Stellvertreter. " " " Bader Joh., Schlauchmann. Bosch Jos., 48 Rieder Zos., Schlauchmann. Walcher Anton, Steiger Fidel, Forte Peter, Schlauchmann. Köchl Andreas " Gritsch Martin, Kuen Josef, Zingerle Joh., Rathgeber Jakob, Führer. Schnaller Joh., Schlauchmann. 49 Schlauchmannschaft: Gottlieb Gundolf, Schlauchmann. Moser Alois, " Gottlieb Wilhelm, " Winkler Joh., Andrä Joh., Haller Joh., " " v. Payr Karl, Plattner Carl, Schnaller Alois, " Thaler Alois, " " Gang Josef, Santobe Isidor, Fuchs Julius, " " "1 Schlemmer Karl, " Singer Cajetan, " Bierter Zug: Nußbaumer Anton, Zugsführer und Obercommandant-Stellvertreter. Halbeis Anton, Zugsführer-Stellvertreter. Felder Kamil, Geräthemeister. Gruber Lorenz, Signaliſt. Müller Alois, Signalist. Steiger: Norer Jakob, Rottenführer. Norer Joh.,, Nohrführer. Wackerle Heinrich, Nohrführer. Zorn Franz, Steiger. Singewald Ludwig, Steiger. Schauer Romed, " Gundolf Eduard, 11 Kurz Joh., " Schafferer Max, 11 Häuptl Josef, Steiger. Huber Josef, Zene Benedikt, Mader Eduard, Strasser Karl, " " 11 Bernhard Bernhard, Steiger. Paoli Franz, Müller Franz, Sprizenmannschaft: Halbeis Anton, Rottenführer. Müller Alois, Nottenführer-Stell- vertreter. Maurer Franz, Spritzenmeister. Prasthofer Ludwig, Wieser Andrä, Stöckl Johann, Spritzenmann. Gstöttner Ferd., Spritzemann. Lerch Eduard, Knechtl Alois, Kempf Karl, "1 Lener Anton, Mader Karl, Winkler Georg, " Ordnungsmannschaft: Jörg Josef, Obmann. Gratl Anton, Obmann-Stellvertreter. Braitenberg Heinr. v. Golfer Paul. Gallopp Aurelius. Hupfauf Jakob. Haller Franz. Hueber Hermann. Höpperger Johann. Keller Alois. Kiechl Ferd. Kleinschmiedt Karl. Klemm Alois. Kerschner Wenzel. Kenda Johann. Lener Anton. Lindner Leopold. Melzer Josef. Mayr Josef, Schuhmacher. Mayr Franz, f. f. Oberzollamts- Offizial i. P. Mayr Franz, Baumeister. Neurauter Lorenz. Ortner Anton. Ram Johann. Seep Johann. Sunkowsky Wilhelm. Schöpf Alois. Samuda Alois. Wallner Otto. Wallpach Schwanenfeld A. v. Wieser Eduard. Witting Alois. Zelger Josef. Zunierer Hermann. " Gstöttner Joh., Prasthofer Josef, " Lener Alois, " Kreuzwirth Franz, Kämmerer Friedr., " Verzeichniß der P. T. ständigen Herren Gönner: Adam Karl, Altbürgermeister, Ehrenmitglied. Appeller Kasimir, Privat. Beck Karl, Agent. Bederlunger Heinrich, Handels- mann. Berreiter G., Dr. med. Bickt A. R. Hausbesitzer. Dialer Gottfried. Dinkhauser Josef. Dinter Josef Dr. Advokat. Dinkhauser, Tabak-Spezialitäten- handlung. Ennemoser Josef. Felderer Frau, Doctors-Wwc. Fankhauser Alois. Fink Josef. Fischler M. jun. Flunger Josef, Hotelier. Frank Julius, Kunstschleifer. Friedrich Johann. Gapp Karolina, Wirthin. Gatt Franz Josef, Handelsmann. Grubhofer Norbert, Graveur. Happ Alois, Wirth. Hauser Josef, Hausbesitzer. Hechenblaikner B., Hausbesitzer. Hibler Gedeon v., Kaufmann. Höfel Josef. Huter Josef. Innerhofer 3. Gasthofbesitzer. Kapferer Martin, Handelsmann. Keller Ignaz. Kofler Franz, Hausbesitzer. Konzert Michael, Hausbesitzer. Lener Johann, Kaufmann. Malfatti Alois, Handelsmann. Malfatti Franz, Hausbesitzer. Mörz Dr. Friedrich, Advokat. Möslein M., Tischlermeister. Mutschlechner Georg. Nairz Karl, Privat. Neuhauser Alois. Nißl Georg. Norer Jakob, Baumeister. Oberer Max, Hausbesitzer. Ortner Peter, Gastwirth. Baller Andreas. Pirchner Alois. Polli Anton. Preyer Josef. Busch Dr. A., Advokat. Putzenbacher Josef, Hausbesitzer. Rapp Franz Br., Landeshaupt- mann. Rauch Leopold. Reiß Simon. Riedl Josef, Handelsmann. Hummel Philipp Wwe., Haus- Riegl 3. 3., Handelsmann, Ehren- Rindfleisch Franz. Rissinger Paul, Kaufmann. Salcher Alois, Handelsmann. Schaufler Ludwig, Handelsmann. Scheiring Johann. Schiestl Josef Dr., Advokat. Schöpfer A., f. k. Hof-Apotheker. Schumacher Anton, Hausbesitzer. Schuster Otto Dr., Advokat. Schwaiggl Jakob, Handelsmann. Spörr Josef, Baumeister. Stern Julius Banfier. 51 Tschoner Ferdinand, Kaufmann. Tschurtschenthaler 3. Dr., Spar- kassedirektor, Ehrenmitglied. Tschurtschenthaler, Martin, Han- delsmann. Vorhauser 3., f. f. Hofrath. Wackernell 3. Dr., Advokat. Walde C. A., Kaufmann. Walde P. Dr., Advokat. Weyrer J. M. Söhne. Wilhelm Josef. Wopfner Georg, Verwalter. Tiefenthaler Franz, Kaufmann. Zambra Dom., Handelsmann. Zelger C., Handelsmann. besitzer. mitglied.