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VERÖFFENTLICHUNGEN AUS DEM STADTARCHIV INNSBRUCK
Herausgeber: Karl Schadelbauer
Nr. 3
DIE WOHLTÄTER
DER LANDESHAUPTSTADT INNSBRUCK
VON
WILHELM EPPACHER
INNSBRUCK
I M SELBSTVERLAG
1951
DES STADT MAGISTRATES
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Von den
VERÖFFENTLICHUNGEN AUS DEM STADTARCHIV INNSBRUCK
sind bereits erschienen
Nr. 1 Innsbrucks stadtgeschichtliches Schrifttum bis zum Jahre 1950 (1. Teil: Nr. 1-2000)
von Wilhelm Eppacher und Karl Schadelbauer. 1950.
Nr. 2 Innsbrucker Urkunden aus dem Stiftsarchiv Wilten 1238 1350 von
Karl Schadelbauer. 1951.
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VERÖFFENTLICHUNGEN AUS DEM STADTARCHIV INNSBRUCK
Herausgeber: Karl Schadelbauer
Nr. 3
DIE WOHLTÄTER
DER LANDESHAUPTSTADT INNSBRUCK
VON
WILHELM EPPACHER
INNSBRUCK 195 1
IM SELBSTVERLAG DES STADT MAGISTRATES
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Seit Jahren widmete W. Eppacher seinen Sammeleifer jenen sympa-
thischen wie verhältnismäßig seltenen Menschen, die aus ihren Privat-
gütern durch mehr oder weniger reiche Zuwendungen dem Gemein-
wesen nützliche Hilfe angedeihen zu lassen bestrebt sind. Als er in den
Gemeinderatsprotokollen vom 25. Oktober 1875 die Anregung des da-
maligen Innsbrucker Gemeinderates Christian Schneller las, „ein soge-
nanntes Goldenes Buch einzuführen, in welchem die besonderen Wohl-
täter der Stadt mit Beigabe ihres Porträts und einer Lebensskizze auf-
zuzeichnen sind", beschloß er, die Ergebnisse seiner Sammlung auszu-
arbeiten und in einer Folge der „Veröffentlichungen aus dem Innsbrucker
Stadtarchiv" der Öffentlichkeit vorzulegen, um dadurch nicht allein das
Andenken an die Verdienste jener Wohltäter gebührend festzulegen, son-
dern auch ein bisher vernachlässigtes Kapitel der Stadtgeschichte zu
erledigen.
Die Wohltäter der Stadt Innsbruck wurden in vorliegender Arbeit
in fünf Gruppen eingeteilt. Die ersten drei Gruppen der Stifter, Förderer
und Gönner sowie Spender wurden nach der Höhe des gestifteten oder
vererbten Betrages gezählt. Unter den Stiftern wurden jene Persönlich-
keiten eingereiht, deren Zuwendungen besondere, außergewöhnliche
Höhen (z. B. Häuser oder Gründe) erreichten. Als Förderer und Gönner
wurde gezählt, wer eine Schenkung, ein Legat oder eine andere Leistung
mittleren Wertes der Stadt Innsbruck zur Verfügung stellte. Zu den
Spendern wurden jene gezählt, die einen kleineren Betrag für einen wohl-
tätigen Zweck widmeten. Die vierte Gruppe umfaßt alle politischen und
religiösen Vereinigungen wie auch Institute und Vereine, Städte und
Länder, die zum Wohle der Stadt Innsbruck in irgend einer Form die
hilfreiche Hand boten. Die wenigen ungenannten und ungenannt sein
wollenden Wohltäter werden in der fünften Gruppe aufgezählt. Begreif-
licherweise sind Wohltaten, die z. B. an Kirchen, Klöster, Museen, Ver-
eine usw. gespendet wurden, im allgemeinen nicht angeführt; hingegen
wurden solche Wohltaten vollständigkeitshalber miterwähnt, wenn dabei
auch die Stadt Innsbruck bedacht wurde. Die unübersehbare Menge der
Kleinspenden, die unter dem Wert der Einheit Hundert (seien es Gulden,
Kronen oder Schilling) liegen, konnten hier naturgemäß nicht Platz fin-
den. Im Hinblick auf die hohen Druckkosten wurde sogar auf die Auf-
nahme von Lebensbildern großer Innsbrucker Wohltäter verzichtet,
wenn bereits gedruckte Biographien vorhanden sind; ein entsprechender
Hinweis dürfte dem Leser genügen.
In den einzelnen Gruppen sind die Wohltäter dann jeweils soweit
möglich in chronologischer Weise eingeordnet. Das Aufsuchen in
alphabetischer Folge wird schließlich durch das hinzugegebene Namens-
register ermöglicht.
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Die Durchsicht der vorliegenden Arbeit zeigt, daß Innsbruck das Glück
hatte, in dem Zeitraum der letzten 150 Jahre eine recht ansehnliche
Reihe von Wohltätern zu seinen Bürgern zu zählen. Wenn ihre Zahl in
den letzten Jahrzehnten auch kleiner geworden ist, so mag dies wohl zu-
letzt mit den wirtschaftlichen Erschütterungen zusammenhängen, dit
unsere Heimat seit dem ersten Weltkriege durchzumachen hatte. Daß
sich trotzdem in dieser materialistischen Zeit immer noch einzelne fin-
den, die auch das Wohl und die Not ihrer Gemeinde für eine persönliche
Angelegenheit halten, ist eine ermunternde Tatsache.
So möge diese Arbeit als ein Zeichen der Anerkennung und Dank-
barkeit für die materiellen und ethischen Werte, die der Landeshaupt-
stadt Innsbruck oder einer ihrer Einrichtungen im abgelaufenen andert-
halb Jahrhundert zugegangen sind, angenommen werden.
Der Herausgeber
Dr. Karl Schadelbauer
2
Abkürzungen
Abl.
AF.
F.
F. Chr.
GRPr.
HI.
I. N.
I. T.
Amtsblatt der Landeshauptstadt
Armenfonds der Stadt Innsbruck
Innsbrucker Feuerwehr
Fischnaler, Innsbrucker Chronik
Gemeinderatsprotokoll
Tiroler Hilfswerk, Bezirksstelle Innsbruck
Innsbrucker Nachrichten
Innsbrucker Tagblatt
Jahresbericht
Magistratsabteilung V
Rettungsabteilung der Innsbrucker Feuerwehr
JB.
MA.
RA.
T. A.
T. B.
T. St.
T. V.
Tiroler Stimmmen
Tiroler Volksblatt
Tiroler Anzeiger
Tiroler Bote
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I. T e i l
S TI F TER
Josef Freiherr v. R e i n h a r t , ♦
Letzter des freiherrlichen Stammes dieser für Tirol so bedeutenden Familie, ist ge
storben am 6. Oktober 1853 in Innsbruck. Er lebte still und anspruchslos als Privat
mann und bezeichnete seinen Lebensgang durch Wohltaten, die er in aller Ver
borgenheit spendete. Von seinem edlen Sinn gibt auch seine letztwillige Anordnung
Beweis; sie enthielt eine Reihe wohltätiger Legate: so erhielt das Ferdinandeum
eine bedeutende und wertvolle numismatische Sammlung; sein Heim, das Fugger
haus samt Garten, am Ende der damaligen Bürgerstraße (heute Ecke Wilhelm-
Greil-Straße—Bozner Platz), überließ er um den niedrigen Schätzungswert von
19.000 Gulden der Stadtgemeinde Innsbruck; zwecks Förderung der Stadtschule
vermachte er dieser ein Kapital von 10.000 Gulden zur Anschaffung von Kleidern
für arme Kinder; dem AF. und Spitalfonds je 3000 Gulden, dem Taubstummen
institut 1000 Gulden und der Kleinkinderbewahranstalt 200 Gulden. Auch ordnete
er die Stiftung eines Benefiziums zu Dreiheiligen an, wozu die Reinhartsche Fa
milie schon durch frühere Stiftungen den Grund gelegt hatte (Innsbr. Tagblatt
1853/270, 1854/44 und Bote für Tirol 1853/230).
Josef Simon K a p f e r e r ,
Kaufmann, Bankier, Magistratsrat und Kirchpropst,
geb. am 28. Oktober 1778 in Mieders (Stubai), wuchs er alsbald zu einem be
deutenden Handelsmann empor und ließ sich im Jahre 1808 in Innsbruck nieder.
Seine Unternehmungslust und Geschäftstüchtigkeit ermöglichten ihm den Erwerb
großer Besitztümer und die bedeutende Erweiterung seiner Geschäfte. Sein Reich
tum gestattete es ihm sogar, im Jahre der Tiroler Volkserhebung 1809, sich dem
Landesregenten Andreas Hofer als Bankier zur Verfügung zu stellen. Zusammen
mit dem Innsbrucker Großkaufmann Franz Josef Habtmann übernahm er Messing
und Kupfer aus Tiroler Berghütten und stellte dafür große Summen Geldes für
Rüstungs- und Kriegszwecke bereit. Am 21. Oktober 1856 schied er aus dieser Welt.
(Ausführlich über ihn siehe Schlern-Schriften, Band. 91, wo auch sein Bild zu
finden ist.)
Im Jahre 1851 widmete der mit edlem Menschensinn Begabte einen Betrag von
1200 Gulden zur Errichtung einer Realschule in Innsbruck, ln seinem Testament
bedachte er die Stadt Innsbruck mit einem Legat von 20.000 Gulden zwecks Grün
dung eines Versorgungsheimes für arme alte Männer, wie ein solches für Frauen
in Innsbruck bereits bestand. Allerdings besagt sein Testament, daß die Stiftung
erst dann in Kraft treten sollte, wenn die in „Hofkammer- oder Bankobligationen“
angelegte Summe durch Verzinsung auf 40.000 Gulden angewachsen sei oder bis
ein anderer Stifter die restliche Summe spende. Auch seine Frau Maria Franziska
Romana geb. Perger und deren ledig verstorbene Schwester Maria Anna Perger
errichteten in ihren Testamenten zahlreiche Stiftungen, darunter je eine von
3000 Gulden, deren Ertrag für die Erziehung bedürftiger Mädchen bei den „Ursu-
linen“ bestimmt war. Der große Wohltäter starb am 21. Oktober 1856.
Maximilian Thomas Johann K a p f e r e r ,
Inhaber des Großgeschäftes in der Herzog-Friedirich-Straße Nr. 27 für Galanterie-,
Nürnberger-, Metall- und Eisenwaren, vieljähriges Mitglied des Innsbrucker Bürger
ausschusses, im Kriege des Jahres 1866 Oberleutnant bei der Innsbrucker Bürger-
wiehr, Bankier usw.
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Geb. am 15. Dezember 1824, gest. am 1. Februar 1874; von seinen Mitbürgern wurde
ihm ein überaus ehrendes Leichenbegräbnis zuteil. (Ausführlicher Lebensabriẞ
siehe Schlernschriften, Bd. 91 [1951].)
Das Testament dieses bedeutenden Innsbruckers vom Jahre 1873 ist ein Zeichen
edlen Bürgersinnes: 40.000 Gulden (nach heutigem Geld über 800.000 S) - spendete
er für wohltätige Zwecke. Davon sollten 10.000 Gulden der Errichtung einer Handels-
kammerschule zufallen und in die Verwaltung des Stadtmagistrates übergehen.
(GR.Pr. vom 23. Oktober 1877). 29.800 Gulden waren der Stadtverwaltung zu über-
weisen mit der letztwilligen Verfügung, für den Kapferschen Männer-Versorgungs-
hausfonds 25.000 Gulden, für den Stadtspitalfonds zur Unterstützung von Rekon-
valeszenten 3000 Gulden und für den Realschulfonds zur Anschaffung von Lehr-
mitteln für unbemittelte Schüler 1800 Gulden auszuzahlen (GRPr. vom 6. Februar
1879). Die Erben des Verstorbenen spendeten für die Abbrändler von Igls 500 Gul-
den (1883).
Josef Kiebach,
gest. in Innsbruck am 23. Oktober 1875 im 47. Lebensjahre.
Der Verstorbene, der ziemlich allein in der Welt gestanden war und sich eines
beträchtlichen Vermögens erfreut hatte, verewigte sein Andenken durch ein Testa-
ment, mit dem er den Armenfonds der Stadt Innsbruck zum Universalerben ein-
setzte, und zwar so, daß ein Viertel des Vermögens der in Errichtung begriffenen
städtischen Suppenanstalt (Volksküche), ein Viertel zur Beschaffung von Holz für
Arme und der Rest dem allgemeinen Armenfonds zufällt. Seine Schenkung dürfte
über 70.000 Gulden ausgemacht haben. Von weiteren Legaten, die gleichfalls der
Innsbrucker Allgemeinheit zugute kamen, sind noch hervorzuheben: 3000 Gulden
für die Innsbrucker Freiw. Feuerwehr, 1000 Gulden für das Margaretinum,
500 Gulden dem Vinzenzverein und 10.000 Gulden der von seinem Onkel gemachten
Stiftung zur Unterstützung hoffnungsvoller armer Knaben in einem Gewerbe oder
in der Kunst (GRPr. vom 25. Oktober 1875).
Um sein Andenken zu ehren, beschloß der Innsbrucker Gemeinderat die Anbringung
einer Gedenktafel am Geburts- und Wohnhaus in der Ballhausgasse und die Um-
taufe derselben auf seinen Namen.
Karoline Kern,
gest. in Meran im 56. Lebensjahre, zur ewigen Ruhe gebettet am 28. Dezember 1876.
In ihren gesunden Tagen unterhielt sie in Innsbruck, in ihrer zweiten Vaterstadt,
wo sie sich großer Achtung und Beliebtheit erfreute, ein gutgehendes Modengeschäft.
Mit letztwilliger Anordnung verewigte sie ihr Andenken durch eine Reihe bedeu-
tender Legate zu gemeinnützigen Zwecken. So vermachte sie dem Innsbrucker AF.
3000 Gulden, dem Waisenhaus 1000 Gulden, dem Margaretinum und den Kinder-
bewahranstalten in St. Nikolaus und jener in Dreiheiligen je 200 Gulden, der hiesi-
gen Freiw. F. 200 Gulden, für den Schulhausbau in Hötting 300 Gulden. Weiterhin
stiftete sie 350 Gulden, deren Zinsen einer armen braven Person, vorzugsweise
einer elternlosen Beamtenstochter vom Stadtmagistrat, zu verleihen sind; überdies
3000 Gulden zu einem vom Magistrate zu vergebenden Stiftplatze im städt. Versor-
gungshaus und schließlich 2000 Gulden, deren Zinsen vom gleichen Amte in acht
gleichen Teilen an arme kranke Frauen, ohne Unterschied der Konfession, zu ver-
geben sind (I. N. 1876/297).
Anna Rieger,
Private, ledig, gest. am 20. Jänner 1879 zu Stams im 47. Lebensjahr. Ihr Leichnam
wurde nach Innsbruck überführt und vom Trauerhause, Seilergasse 7, aus beerdigt.
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Wegen ihrer frommen und wohltätigen Gesinnung schon in ihrem Leben allgemein
bekannt, bestätigte Anna Rieger diese Tugenden auch noch in ihrem Testament;
sie vermachte für arme Familien der Stadt Innsbruck 20.000 Gulden, deren jährliche
Zinsen der jeweilige Dekan und Stadtpfarrer zu verteilen hatte. Ferner bestimmte
sie 1000 Gulden für das hiesige Waisenhaus und 500 Gulden für den Innsbrucker
St.-Vinzenz-Verein. Eine Reihe weiterer Legate kamen Kirchen und Klöstern zu-
gute (I. N. 1879/102).
Dr. Josef Ritter v. Peer,
Bürgermeister von 1864 bis 1867, gest. am 18. Dezember 1879. Neben der großen,
über 300.000 Gulden betragenden Stiftung, über die er den tirolischen Matrikenfonds
zum Erben eingesetzt hatte, vermachte er auch der Stadt Innsbruck mit ihren Vor-
orten ein Legat von rund 10.000 Gulden für den AF. (Tir. Volksblatt 1879/102).
Erwähnung verdient besonders auch seine zugunsten der Stadtkasse gehende Ver-
zichtleistung auf die ihm gesetzlich zustehende Funktionsgebühr in der Höhe von
1200 Gulden für das erste Jahr seiner Amtsgeschäfte als Bürgermeister (I. N. 1865/42).
Elisabeth Mayrhofer zu Koburg und Anger,
geb. Leiß, Landschaftssteuereinnehmerswitwe, geb. zu Mariahilf Nr. 168 am 17. De-
zember 1824. Dieselbe hat zwei Häuser in Mariahilf der Stadtgemeinde zu Schul-
zwecken legiert. In der Bürgerausschußsitzung vom 28. Juni 1854 wurde der Be-
schluß gefaßt, diese Objekte zu Schulhäusern zu adaptieren (Innsbr. Tagbl. 1854/149).
Alois Mages,
ehemals Fabrikant, Gemeinde- und Kammerrat, gest. am 26. Mai 1886 im 62. Lebens-
jahr. Seine Gebeine wurden vom Trauerhause aus (Innstraße Nr. 35) auf dem Fried-
hofe zu Mariahilf beerdigt.
Der Verstorbene setzte die Stadt Innsbruck zum Erben seines auf über 20.000 Gul-
den belaufenden Vermögens ein. Laut letztwilliger Verfügung sollte dasselbe zu
einer Stiftung verwendet werden, aus deren Erträgnissen Lehrmittel und Schul-
bücher an Schüler und Schülerinnen der städt. Schulen anzuschaffen waren. So
lange jedoch die Geschwister des Erblassers lebten, sollte ihnen der Fruchtgenuẞ
des Vermögens zufallen (GRPr. vom 7. Juni 1886 und I. N. 1886/128):
Dr. Johann Vorhauser,
k. k. Hofrat i. R., Ehrenbürger der Stadt Innsbruck, Ritter des k. k. Leopoldordens,
des Ordens der eisernen Krone III. Klasse, des Franz-Josef-Ordens, Besitzer des
gold.Verdienstkreuzes mit der Krone und des persischen Sonnen-und-Löwen-Ordens.
Er war der Mann, der jahrzehntelang die Geschicke Tirols geleitet hat, von dem
man scherzweise sagte, es hätten soundso viele Statthalter unter ihm gedient. Ge-
storben in Innsbruck, Angerzellgasse Nr. 2, am 16. Dezember 1890 im 80. Lebensjahr.
Der Verstorbene hat der Stadt Innsbruck eine Stiftung von über 30.000 Gulden für
arme unheilbare Kranke hinterlassen, die allerdings bis 1891 mit einem Frucht-
genuß belastet war. Ausführlicher Nekrolog in T. B. 1890, Dez. 17 (GRPr. vom
7. Oktober 1898 und Zimmeter, Fonds etc., S. 102).
Josefine v. Scheuchenstu el, geb. v. Stabile,
Landesgerichts-Präsidentenswitwe, Hofrätin, geb. 1811 zu Görz, gest. am 6. Februar
1887 in Innsbruck. Sie begründete und stiftete im Jahre 1868 das aus eigenen und
gesammelten Mitteln erworbene Haus (samt dazu gehörigen Gründen), Museum-
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straße 30, zu einem Mädchenwaisenhaus. Abbildung der Wohltäterin siehe in Fisch-
naler Chronik, Bd. 4, S. 297. Gleichfalls Erwähnung gebührt deren Tochter.
Antonia v. Scheuchenstuel,
Private, ledig. Dieselbe betrachtete es als ihre Lebensaufgabe, das schöne begonnene
Werk ihrer Mutter zu fördern und auszugestalten. Als wahre Mutter der Waisen
opferte sie ihr ganzes bedeutendes Vermögen dem geistigen und leiblichen Wohle
ihrer Lieblinge. Einem vornehmen und reichen Hause als einzige Tochter ent-
sprossen, wäre ihr eine glänzende Stellung in der Welt sicher gewesen; aber sie
zog dieser ein stilles Leben für Gott und seine armen Geschöpfe vor und starb,
selbst arm, am 21. Februar 1907 im 71. Lebensjahr.
Dr. Josef Glatz,
Stadt- und Armenarzt in Innsbruck. Derb in seiner Art, galt er als Original durch
und durch. Er wohnte im 2. Stock des Lindnerschen Hauses, Neustadt Nr. 240 (heute
Maria-Theresien-Straße 13), wo er am 28. Mai 1890 im 65. Lebensjahr starb. Eine
gute Charakterisierung mit Lebensabriß ist in der ,,Stimme Tirols", 1950, Nr. 14,
erschienen; sein Bildnis, nach einer Photographie, ist in der Fischnaler Chronik,
Bd. IV, S. 20, zu finden.
Wie groß seine Liebe zu den Armen war, geht aus seinem Testament hervor. Er
bestimmte 25.000 Gulden, deren Zinsen wie folgt zu verwenden waren: Von 10.000
Gulden sollen die Zinsen jährlich am Josefitage durch den jeweiligen Bürgermeister
an wirklich Arme von St. Nikolaus und Mariahilf verteilt werden; erst wenn dort
keine Armen sein sollten, an solche in der inneren Stadt; die Zinsen von weiteren
10.000 Gulden sollen armen Kranken genannter Stadtteile die Benützung von Bädern
oder Sommerfrischen ermöglichen, und die Zinsen von 5000 Gulden gehören für
skrophulöse Kinder von St. Nikolaus und Mariahilf (Brixner Chronik, 1890, Nr. 23).
Casimir Appeller,
ehemaliger Kaufmann, später Privatier und Hausbesitzer in Innsbruck, Museum-
straße 6. Sein Ableben erfolgte am 18. Februar 1895, im 67. Lebensjahr stehend;
er wurde auf dem städt. Friedhof in der eigenen Familiengruft bestattet.
Appeller vermachte testamentarisch 20.000 Gulden zu Stipendien für die Gewerbe-
schule, eine Summe, die zu sieben Jahresstipendien zu je 100 Gulden für mittellose
Schüler verwendet werden sollte (I. N. 1895 52 ff. und GRPr. vom 4. Februar 1898
und 16. Mai 1918). Weitere großmütige Legate zugunsten der Stadt Innsbruck: dem
AF. 5000 Gulden, dem Spitalstiftungsbettenfonds 2000 Gulden, der Freiw. Feuerwehr
500 Gulden, dem Mädchenwaisenhaus 200 Gulden, einer städt. Kleinkinderanstalt
200 Gulden. Überdies war er Wohltäter privater Institute, wie z. B. des Margare-
tinums, dem er gleichfalls 100 Gulden vermachte.
Alois Malfatti,
Kaufmann in Innsbruck, einer der edelsten und barmherzigsten Bürger seiner Zeit,
tiefreligiös, war er für sich selbst anspruchs- und bedürfnislos, allzeit zur Förderung
jedes guten Zweckes mit vollen Händen zu geben bereit, immer die Bedingung an
die gespendeten Wohltaten, die Tausende von Gulden alljährlich ausmachten, knüp-
fend: Es dürfte sein Name nicht genannt werden. Ein bleibendes Denkmal seiner
Splendidität besitzt Innsbruck in dem nach dessen Namen benannten Altersversor-
gungshaus in St. Nikolaus, das er um 22.000 Gulden erworben und im Jahre 1864
der Stadt Innsbruck zur Errichtung einer Erziehungsanstalt, für verwahrloste Kna-
ben und ihrem Unterricht im Handwerk widmet; 1873 erfolgte die Umgestaltung
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der Anstalt zu einem Versorgungshaus für ältere Personen (GRPr. vom 29. August
1864, I. N. 1864/189 und 1869, S. 983 und 1004). Von Malfattis Kunstsinn legen Zeugnis
ab: die Stationsbilder des Friedhofes in Mariahilf und die Ecce-homo-Statue sowie
die Pietà in der St.-Jakobs-Pfarrkirche. Malfatti starb in seinem Innsbrucker Heim,
Innstraße Nr. 5, am 15. September 1895; seine Gebeine liegen in Mariahilf begraben.
Eine Abbildung des großen Wohltäters hat Fischnaler in seiner Innsbrucker Chronik,
Bd. IV, S. 299, aufgenommen.
Martin Kassian Anton Kapferer,
Sohn des Josef Simon Kapferer, Großkaufmann und Unternehmer, Innsbrucker
Stadtrat und Ehrenbürger von Wattens, geb. am 25. Februar 1820, gest. am 21. Sep-
tember 1895. Abbildung und ausführliche Biographie siehe Schlern-Schriften,
Bd. 91 (1951).
Seine wohltatenspendende Hand reichte weit über den Bereich seiner Heimatstadt
hinaus. Dieser widmete er in seinem Testament, verfaßt im Jahre 1873, ein Stipen-
dium für die Handelsakademie, er bestimmte Legate für den Innsbrucker Gesellen-
verein und Meisterverein, für das Mädchenwaisenhaus und das Margaretinum.
Dem Innsbrucker Spital widmete er 2000 Gulden, deren Zinsen armen, aus der An-
stalt entlassenen Personen zugewendet werden sollten. Jm Jahre 1877 machte er
einen namhaften Betrag für die Gründung einer Handelsschule flüssig. 1887 ließ er
zur vollständigen und unabhängigen Fundierung des von ihm, seinem Vater und
Bruder gestifteten Männerversorgungshauses (Innrain Nr. 47) 20.000 Gulden zu-
fließen. Zur Errichtung eines Knabenwaisenhauses spendete er eine Papierrente
von 2000 Gulden (I. N. 1883, S. 5292).
Franz Winkler,
Apotheker in Innsbruck, gest. am 18. Juni 1895. Der hochangesehene Bürger und
Gemeinderat stiftete im Jahre 1884 1000 Gulden für die Errichtung eines Knaben-
waisenhauses in Innsbruck; aus seinem Nachlaß ging dem zu gründenden Kinder-
epidemiespital ein Betrag von 10.000 Gulden zu (Tir. Grenzb. 1895 27). Biographie
siehe in Denkschrift,,F. Winklers Stadtapotheke zu Innsbruck" (1928), S. 29.
Johann Laufer,
Privatier und Rentner aus Würzburg, gest, in Wilten, Andreas-Hofer-Straße Nr. 55,
am 3. Dezember 1896, 65 Jahre alt, hat der Stadt Innsbruck namhafte Spenden
hinterlassen, und zwar: den Armen von Innsbruck, Wilten und Hötting je 5000 Mark,
den beiden Elisabethvereinen je 5000 Mark, dem Waisenhaus 100 Mark, der Kinder-
bewahranstalt in Wilten 50 Mark und dem Margaretinum 50 Mark. Außerdem hat
er verschiedene Kirchen und Klöster mit Legaten bedacht. Im ganzen betrug die
Spendensumme 51.700 Mark (Tir. Grenzbl. 1896/98).
Dr. Ferdinand Peche,
von 1868 bis 1890 Professor für mathematische Physik an der Universität Innsbruck,
geb. zu Pesek in Böhmen, gest., 79 Jahre alt, in Wilten am 26. April 1898. Kurze
Biographie im Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck, Jahrgang 1948, Nr. 11/12,
verfaßt von Dr. K. Schadelbauer; Nekrolog in I. N. 1898/96.
Professor Peche hat mit Testament vom 15. April 1892 seinen schönen Besitz samt
Haus und Garten, Leopoldstraße Nr. 59, der damals noch selbständigen Gemeinde
Wilten zur Errichtung eines Armenhauses vermacht. Wohl infolge der später erfolg-
ten Eingemeindung Wiltens an die Stadt Innsbruck ist das Armenhaus nicht zustande
gekommen. Der Peche-Garten wurde im August 1901 als öffentliche Anlage zu-
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gänglich und im Jahre 1903 darin die vom Feldmarschalleutnant R. v. Schidlach
gestiftete Kinderbewahranstalt eröffnet. Am 8. Juli 1901 wurde dem verstorbenen
Wohltäter von der dankbaren Gemeinde ein Ehrengrabmal errichtet und am
30. Oktober 1903 nach seinem Namen eine Straße benannt.
Jakob Tumler,
Privatier, Hausbesitzer und Gemeinderat in der früheren Gemeinde Wilten, gestor-
ben im 69. Lebensjahr am 7. August 1903 im Hause Adamgasse Nr. 8 (heute Nr. 18).
Als gebürtiger Vinschgauer (aus Göflan bei Schlanders) gehörte Tumler zu den
ersten Ausbeutern der Laaser Marmorbrüche, zog dann auf die Walze nach Deutsch-
land, wo er sich vielerorts als Tiefbauer, namentlich aber als Brückenbauer, be-
schäftigte. Vom Heimweh nach Tirol gezogen, ließ er sich endgültig in Wilten nieder.
Die Steinlieferungen von Hötting zum Bahnbau müssen für ihn ziemlich einträglich
gewesen sein, da er bald die Mittel besaß, sich als Bauunternehmer selbständig zu
machen. Der Ausbau der Adamgasse, ferner der Bau des Gasthofes Pinzger und
anderer Gebäude gingen durch seine Hand; auch Häuserbau und Alleeanlage in der
Neuhauserstraße führte er durch. Jakob Tumler war ein stiller Wohltäter der
Armen, schenkte aber auch seiner zweiten Heimatgemeinde Wilten ein beträcht-
liches Grundstück an der Brennerstraße, das er erworben und aus einem verwahr-
losten Zustand zu einem Park umgestaltet hatte. Die Bevölkerung hieß den Platz
demnach Tumler-Park. (Es wäre zu wünschen, daß diesem stadtnahen Orte nach so
langer Zeit wieder etwas Augenmerk und Pflege zukäme!)
Anna Seewald, geb. Stotter,
eine hochgebildete, auf literarischem Gebiet bewanderte Frau, die mit Adolf Pichler
durch langjährige Freundschaft verbunden war.
Sie verschied in ihrem Innsbrucker Heim, Maria-Theresien-Straße 25, im Alter von
83 Jahren am 28. Mai 1904. Die edle Frau widmete ihr ganzes Leben nur dem stillen
Wohltun und der Unterstützung der Armen. Dieser Charaktereigenschaft auch noch
im hohen Alter getreu, hat die Verewigte in ihrem Testament vom 25. Mai 1897
fast ihr ganzes Vermögen, bestehend aus den drei Häusern Maria-Theresien-Straße
Nr. 25, Sillgasse Nr. 7 und Universitätsstraße Nr. 14 sowie den größten Teil ihres
sonstigen Vermögens zur Errichtung einer Stiftung, die den Namen,,Stotter-See-
waldsche Armenanstalt" trug, bestimmt. Darin sollten sehr gut gesittete, wirklich
arme, ganz oder mindestens teilweise erwerbsunfähige, über 50 Jahre alte, nach
Innsbruck zuständige Dienstmägde und arme alte Witwen aus Innsbruck, welche
ein unbescholtenes Vorleben führten, Aufnahme finden. Die Verwaltung und Ver-
tretung der Stiftung sowie die Aufnahme und Auswahl der Pfleglinge legte die
große Wohltäterin in die Hände des Bürgermeisters. Eine teilweise Aufklärung
über das Schicksal dieser Stiftung ist aus einer Notiz, verfaßt von Bürgermeister
Wilhelm Greil, im T. A. 1913, Nr. 229, zu entnehmen. Auch aus dem Nachlaß ihres
Gatten Jos. Ignaz Seewald ließ die große Wohltäterin dem Armenfonds 1000 Gul-
den zufließen (I. N. 1876/76).
Franz v. Schidlach,
k. k. Feldmarschalleutnant i. R., geb. am 30. November 1816 in Przelam (bei Pardu-
bitz), war Veteran der Jahre 1848, 1849, 1859 und hat auch den Schleswig-Holstein-
schen Krieg mitgemacht. Er war Besitzer hoher Auszeichnungen. Seit seiner Pen-
sionierung im Jahre 1876 lebte er in Wilten und hat für die Öffentlichkeit vieles
geleistet. Seine im Tode vorangegangene einzige Tochter war mit dem bekannten
Ing. Riehl verheiratet. Die Gemeinde Wilten ernannte ihn seinerzeit zum Ehren-
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mitglied und taufte eine Straße auf seinen Namen. Sein Todestag war der 20. Mai
1907. Der Leichnam wurde vom Trauerhause, Leopoldstraße Nr. 22, aus unter gro-
Ben Ehrenbezeigungen auf dem Pradler Militärfriedhof bestattet.
Der verstorbene General war ein großer Freund der Bedürftigen und zählte auch
zu den Wohltätern des Museums Ferdinandeum. Bereits vor der Jahrhundertwende
widmete er der damals noch selbständigen Gemeinde Wilten 1500 Gulden zur Er-
richtung einer Krippenanstalt (I. N. 1898/109); 1903 neuerdings 8000 Kronen für
Krippenanstalt und Kindergarten (Tir. Post 1903/98); den Armenfonds bedachte er
mit einer Summe von 4000 Gulden.
Josef Berchtold,
vulgo Hugn-Seppele, Gärtner und (Zimmer)-Maler in Hötting; er war 50 Jahre
Mitglied der dortigen Musikkapelle und längere Zeit gehörte er auch der Stand-
schützenkompagnie an. Als Mitglied des Ritterbundes der „Ritter vom Heiligen
Grab" machte er bei zwei Pilgerzügen nach Jerusalem mit, fertigte sich dort von
einer Gegend außerhalb der Stadt eine Skizze an, welche er, nach Hause zurück-
gekehrt, als Motiv für den Hintergrund seiner weitum bekannten Weihnachtskrippe
verwendete. Bei einer der Pilgerfahrten, vor nunmehr 20 Jahren, hatte Berchtold
den Betsaal in der Missionsstation Gaza bei Jerusalem ausgemalt. Über seine
Fahrten in das Heilige Land hielt er in der Heimat des öfteren Vorträge. Von seiner
Hand stammte auch das Bild auf dem Vorhang des Theaters im Höttinger Kinder-
garten. Er starb am 16. September 1909 im Alter von 80 Jahren und wurde auf dem
Heimatfriedhof begraben.
Seinen früheren Besitz in der Bachgasse Nr. 5, heute Bachgasse Nr. 12, allgemein
bekannt als,,Felix-Häusl" (so benannt nach dem früheren Besitzer, dem Schwieger-
vater des Josef Berchtold), schenkte er um das Jahr 1904 der Gemeinde Hötting;
dieselbe ließ das Haus neu aufbauen und stellte es anfangs in Verwendung als
Wohnhaus für den Schulwart sowie als Notunterkunft in Delogierungsfällen (mit-
geteilt von Herrn Erich Purtscheller, Höttinger Gasse Nr. 30).
Josef Hauser,
Unternehmer, Privatier, Ehrenbürger der Stadt Innsbruck.
Als Sohn eines schlichten Bauern in Stumm (Zillertal) am 3. November 1826 ge-
boren, trat er nach Besuch der Schule in Stumm und Schwaz als Kaufmannslehrling
bei der Innsbrucker Firma Oberlindober, ein, wo er sich durch unermüdlichen Fleiß
alsbald das Vertrauen seines Chefs erwarb. Aber noch mehr, er gewann auch Herz
und Hand der Nichte seines Herrn, Fräulein Klara Rauch, einer Tochter des Inns-
brucker Druckereibesitzers Karl Rauch. Hauser wurde Inhaber der Fa. Oberlindober
und im Laufe der Jahre einer der angesehensten Bürger der Stadt Innsbruck, die
ihm schon längst zur zweiten Heimat geworden war. Wegen seines unbegrenzten
Wohltätigkeitssinnes war er weitum bekannt. Am bekanntesten blieb er aber als
Wohltäter der Armen. Wie es in einem Nekrolog heißt, gab es keine wohltätige und
gemeinnützige Vereinigung in Innsbruck und vielfach in ganz Tirol, die nicht von
ihm mit größeren Spenden bedacht worden wäre. Dazu kamen noch die ungezählten
Spenden für Kirchen, Waisenhäuser, Missionen bis in die fernsten Länder u. dgl.
Obwohl nie Ehrungen gesucht, sind sie Hauser doch zuteil geworden. Der Papst
verlieh ihm das Ritterkreuz des Piusordens, der Kaiser das Ritterkreuz des Franz-
Josef-Ordens, die Stadt Innsbruck das Ehrenbürgerrecht, desgleichen die Tiroler
Gemeinden Natters und Stumm. An seinem Sterbetage, 30. November 1912, hat
Hauser das erstemal in seinem Leben das Bett gehütet. Die Beerdigung erfolgte vom
Trauerhause, Margarethenplatz Nr. 4 (heute Bozner Platz), aus auf den städtischen
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Friedhof. Weitere biographische Daten finden sich in den I. N. 1906/259 und 1912/226.
Hausers Wohltaten an die Stadt Innsbruck: 100 Gulden zur Errichtung des Rudolf-
brunnens (I. N. 1875 292), 10.000 Gulden für den Bau eines Knabenwaisenhauses im
Jahre 1883, 5100 Gulden zugunsten des Spitalbettenfonds mit dem Wunsche, deren
Erträgnis in erster Linie Kranken aus dem Zillertal, die in der hiesigen Klinik
Behandlung suchen, zukommen zu lassen (GRPr. vom 26. Juni 1885 und 24. Novem-
ber 1898 und Zimmeter „Fonds etc.", S. 102). 10.000 Gulden aus Anlaß seiner am
11. Juni 1887 stattgefundenen silbernen Hochzeit und der Vermählung seiner Tochter
Maria mit dem kaiserl. Rat Dr. Knoflach als Bettenstiftung für die Kinderabteilung
des neuen städt. Spitals (I. N. 1887/131 und Zimmeter Fonds etc., S. 103), einen
großen Beitrag für ein Innsbrucker Lehrlingsheim (Brixner Chronik 1892/19),
30.000 Gulden zur Errichtung des Kinderspitals in Innsbruck (Brixner Chronik
1895 49), 30.000 Gulden als Stiftung zur Erbauung des Kinderepidemiespitals
(I. N. 1898/269), 2000 Kronen dem Musikschulfonds als Stiftung eines Freiplatzes für
talentvolle mittellose Schüler, die sich berufsmäßig der Musik widmen (Tir. Post
1905/22), 200 Kronen der RA. ( JB. 1907), 100 Kronen der RA. zur Errichtung ihrer
neuen Räume (T. A. 1909 259), 200 Kronen für die Ausspeisung armer Schulkinder
(T. A. 1910, November 26.), 200 Kronen der RA. (IB. 1911/12).
Maria Mages,
gest. am 13. März 1913 in Obersendling bei München im 80. Lebensjahr. Die Leiche
wurde nach Innsbruck, Innstraße Nr. 29, überführt, von wo aus sie in die Familien-
grabstätte auf dem Mariahilffriedhof beigesetzt wurde. Sie war die Tante des Inns-
brucker Wohltäters B. Höfel und die Tochter der Oberlandesgerichtsratspräsiden-
tenswitwe Emilie Freifrau v. Mages-Kompillan, geb. Maldoner, gest. am 27. Februar
1907 in Innsbruck, die gleichfalls als wahrer Engel der Wohltätigkeit bezeichnet
wurde. Maria Mages hat der Stadtgemeinde Innsbruck ein Legat von 54.000 Kronen
als,,Mages-Stiftung" für arme aus dem Innsbrucker Spital austretende Kranke
vermacht (GRPr. vom 3. Mai 1913 und vom 30. Dezember 1914).
Marie Khuen, geb. Meßmer,
Bergwerksdirektorswitwe, gest. am 6. Februar 1914 im 75. Lebensjahr. Das Begräbnis
erfolgte vom Trauerhause, Anichstraße 20, aus auf den städt. Friedhof. Bereits zu
ihren Lebzeiten, und zwar im Jahre 1898, anläßlich des 50jährigen Regierungsjubi-
läums Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I., hat die Verstorbene zur Errichtung
einer Stiftung unter dem Namen „Marie Khuensche Stiftung" der Stadtgemeinde
Innsbruck die Realität Kat.-Nr. 675, Anichstraße 20, im Werte von 55.000 Gulden
überlassen. Die Stiftung bestimmte folgendes: 1. Ein Künstlerstipendium für einen
Maler, Bildhauer, Architekten oder Musiker im Jahresertrage von 400 Gulden,
2. drei Stipendien für erwerbsunfähige Beamtenstöchter von jährlich je 100 Gulden,
3. drei Stipendien für erwerbsunfähige Näherinnen von jährlich je 100 Gulden,
4. vier Stipendien von je jährlich 100 Gulden für durch mangelndes Augenlicht
erwerbsunfähige Personen ohne Unterschied des Geschlechtes, 5. für die städtische
Volksküche jährlich 300 Gulden, 6. für die Mittagsbeköstigung und Bekleidung
armer Kinder in den städt. Kindergärten und Kleinkinderbewahranstalten jährlich
600 Gulden und 7. für den Innsbrucker Krippenverein jährlich 100 Gulden. Als
Gegenleistung hatte die Stadt Innsbruck eine jährliche Rente von 2800 Gulden auf
Lebensdauer des Ehepaares Khuen übernommen und demselben das Wohnrecht
eingeräumt (GRPr. vom 12. Juli 1898). Testamentarisch wandte Witwe Khuen
unserer Stadt folgende Legate zu: Für Ferienkolonien 34.000 Kronen, für Kinder-
krippen 20.000 Kronen, für Naturalverpflegung in Kindergärten 8000 Kronen und
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für den AF. 5000 Kronen, zusammen also die ansehnliche Summe von 67.000 Kronen.
Eine Abbildung der großen Innsbrucker Wohltäterin findet sich in der Fischnaler-
Chronik, Bd. IV, S. 22. Auch ihr Gemahl.
Dr. Josef Khuen,
ehemaliger Direktor der Mitterberger-Gewerkschaft, geb. am 14. Dezember 1822,
gest. am 11. Februar 1913, gehört in diese Wohltäterreihe. Er hat in seinem Testament
eine Summe von 40.000 Kronen zur Errichtung eines Blindeninstitutes der Stadt
Innsbruck vermacht (GRPr. vom 13. Februar 1913) und überdies für die Rettungs-
abteilung 2000 Kronen bestimmt (JB. 1914). Sein Lichtbild ist im 8. Jahresbericht
(1914) der Innsbrucker Freiw. RA. veröffentlicht.
Freiherr Hans v. Sieberer,
größter Wohltäter der Stadt Innsbruck und deren Ehrenbürger, geb. in Going bei
St. Johann in Tirol am 11. Oktober 1830, gest. am 27. April 1914 in dem von ihın er-
richteten Innsbrucker Waisenhause, wo sich auch seine Ruhestatt befindet. Eine
ausführliche Biographie befindet sich im Amtsblatt der Landeshauptstadt Inns-
bruck, Jahrgang 1950, Nr. 11. Die von ihm der Stadtgemeinde erwiesenen Wohltaten
betragen mehrere Millionen von Gulden und Kronen. Zwischen 1886 und 1889 ließ
er ausschließlich auf seine Kosten den Bau des Waisenhauses aufführen und er-
setzte der Stadt darüber hinaus alle Kosten, die ihr durch den Ankauf des Grundes
und der Herstellung der Gartenmauer um die Anstalt herum erwachsen sind (GRPr.
vom 6. April 1887). Kaum war das Waisenhaus seiner Bestimmung übergeben, da
entschloß sich der edle Stifter, auch einen Stiftungsfonds beizustellen, indem er alle
seine Realitäten, sechs Häuser in Wien und eine Villa in Untermeidling, als so-
genannte Kaiserin-Elisabeth-Stiftung in das Eigentum des Waisenhauses übertragen
ließ. Diese Stiftung wurde später durch weitere Hunderttausend-Kronen-Stif-
tungen, von denen eine sogar die Höhe von 400.000 Kronen ausmachte, vermehrt.
1901 ließ er an Stelle der beiden ärmlichen Holztürme der Dreifaltigkeitskirche die
zwei heute bestehenden Türme aufbauen, wofür er 150.000 Kronen auslegte. 1906
schenkte er der Stadtgemeinde zur Erinnerung an die Schaffung von „,,Groß-Inns-
bruck" einen großartigen Zierbrunnen, den sogenannten Vereinigungsbrunnen, der
am 29. Juni jenes Jahres vor dem Hauptbahnhof feierlichst zur Aufstellung ge-
langte. Die Kosten der Errichtung betrugen 150.000 Kronen. Von 1908 bis 1909 ließ
Sieberer das prachtvolle Asyl in der Ingenieur-Etzel-Straße als Kaiser-Franz-
Josef-Jubiläums-Greisenasyl erbauen, das die Stadt Innsbruck im großen Jubi-
läumsjahr von ihm zum Geschenke erhielt. Zum Zwecke der Erhaltung des er-
habenen Bauwerkes übergab der Wohltäter, dessen Großzügigkeit wahrhaft keine
Grenzen kannte, dem Innsbrucker Bürgermeister noch Obligationen im Betrag von
400.000 Kronen. Im Jahre 1914 vermachte er eine Stiftung von 100.000 Kronen für
mittellose nach Innsbruck zuständige Studenten der Innsbrucker Universität. 1906
ließ Sieberer die kunstvolle Dreifaltigkeitsgruppe über der Hauptfassade der Je-
suitenkirche in Stein herstellen. Als Universalerben hat Freiherr v. Sieberer die
Stadt Innsbruck eingesetzt. Wenn auch sein Vermögen fast zur Gänze bei Lebzeiten
verteilt, verblieben immerhin noch mehrere Legate für treue Dienstboten unserer
Stadt. Erwähnt zu werden verdient auch die Errichtung des Denkmales, das Sie-
berer an der südwestlichen Ecke des Waisenhausgartens zur Aufstellung brachte.
Es war ein Werk des Bildhauers Tegel, gegossen in der k. k. Gießerei in Wien,
und stellte eine vielgestaltige Barmherzigkeitsgruppe dar. Im zweiten Weltkrieg
wurde es abgebrochen und dessen Material für Kriegszwecke verwendet. Das
leere Postament ist heute noch zu sehen. Schließlich übergab Sieberer eine be-
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deutende Spende für sein eigenes Denkmal, das die Stadt ihrem größten Wohltäter
in der Nähe der Triumphpforte zu errichten plante. Wegen Krieg und Geldentwer-
tung ist jedoch dessen Ausführung nicht zustande gekommen.
Dr. Franz Greil,
praktischer Arzt in Innsbruck, Bruder des Bürgermeisters Wilhelm Greil, gest. am
13. Dezember 1914 im 67. Lebensjahre. Bei seinem großartigen Begräbnis, das vom
Trauerhause, Meinhardstraße 5, aus erfolgte, gab auch eine militärische Abteilung
das Ehrengeleit, da der Verstorbene die Besetzung Bosniens als Arzt mitgemacht
hatte. Dr. Greil war durch viele Jahre ein eifriger Förderer des Innsbrucker Musik-
vereines. Der Freiwilligen RA. schenkte er 100 Kronen (T. A. 1909, Nov. 5). Sein
letzter Wille bestimmte, daß aus seinem Nachlaß aus der Erbschaft seiner Frau
Sophie, auf deren Wunsch ein Kapital von 100.000 Kronen zu einer Stiftung dem
Gemeinderate der Stadt Innsbruck übergeben werde und aus dem Zinsenerträgnis
desselben kleinere Beträge, nicht unter 200 Kronen, für Angehörige deutscher
Innsbrucker Bürger, und zwar für arme, in Unglück geratene Familien und Witwen
mit Kindern und Waisen, auch arme Kranke und alte arbeitsunfähige Leute ver-
wendet werden. Die Wahl der zu beteilenden Personen oder Familien sollte dem
Armenrate zustehen. Der Name der Stiftung sollte lauten: Stiftung der Frau Dr.
Sophie Greil (GRPr. vom 30. Dezember 1940).
Die Namensträgerin dieser großen Stiftung war eine geborene Carnelli; sie
schied im Jahre 1912 aus diesem Leben, nachdem sie dem Innsbrucker Verschöne-
rungsverein ein Legat von 2000 Kronen vermacht hatte (T. A. 1912/167). Ihr zu
Ehren erstand 1913 die Sophien-Ruhe, ein Aussichts- und Ruheplatz auf der Weiher-
burganlage.
Maria Kapferer, geb. Walde,
Frau des Martin Kapferer; Besitzerin des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone.
Früher eine gewandte Geschäftsfrau, schenkte sie in ihren späteren Jahren ihre
Aufmerksamkeit jenen Mädchen, die ihre Heimat verlassen haben, um in der Stadt
Innsbruck ihr tägliches Brot zu verdienen. Sie kannte die vielen Gefahren, denen
diese Mädchen ausgesetzt sind. Ihnen wollte die gute Frau eine zweite Heimat
gründen und erbaute zu diesem Zwecke im Jahre 1900 das Mädchenheim Mar-
garetinum, dessen Leitung die Barmherzigen Schwestern übernahmen (T. A. 1914,
437). Außerdem spendete sie der Rettungsabteilung 200 Kronen (JB. 1911) und
gedachte in ihrer letztwilligen Anordnung nochmals derselben, indem sie ihr den
hohen Betrag von 1000 Kronen vermachte (JB. 1914), der Grado-Kolonie hundert
Kronen (T. A. 1911/110). Sie zählte auch zu den großen Wohltätern des Innsbrucker
Arbeitervereines. Ihr Ableben erfolgte am 18. Dezember 1914 in ihrem Heim zu
Innsbruck, Siebererstraße Nr. 1, 83 Jahre alt. Eine Abbildung der edlen Ver-
storbenen findet sich im Jahresbericht der Rettungsabteilung 1914, S. 7.
Franz Josef I.,
Kaiser von Österreich, gest. am 21. November 1916 im Schlosse Schönbrunn im
86. Lebensjahre.
Im August 1851 spendete der Kaiser zur Behebung der Verheerungen durch die
Überschwemmung in Innsbruck dieser Stadt 2500 Gulden. Im Mai 1854 erhielt unsere
Stadt als Vermählungsgeschenk vom Kaiserpaar 700 Gulden. Weiters spendete der
Kaiser 1867 den Kinderbewahranstalten und Industrieschulen den Betrag von zwei-
hundert Gulden (I. N. 1867, 4. Juli). 1870 dem Mädchenwaisenhaus 1000 Gulden
(I. N. 1870, S 811). 1871 für die Armen der Stadt und für die hiesigen Institute
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5000 Gulden (I. N. 1871, 2. Feb.) Anläßlich seines Aufenthaltes in Innsbruck be-
willigte der Kaiser für die Stadtarmen den Betrag von 4500 Gulden (I. N. 1872, S 343).
Die Spende des Monarchen für den Bau des Rudolfbrunnens betrug 11.000 Gulden
(I. N. 1875, 13. Dez.). 1878 den Innsbrucker Armen 2000 Gulden (Tir. Volksbl. 1878/80)
Für die Erweiterungsbauten des Ferdinandeums im Jahre 1882 3000 Gulden (I. N.
1882/178). Zum Baue des geplanten Waisenhauses 1884 2000 Gulden. 1885 300 Gulden
zum Baue der Kleinkinderanstalt in Hötting. Der Innsbrucker Freiw. F. 100 Gulden
(IB. 1893). Für die im Jahre 1895 durch das Feuer geschädigten Bewohner der Ge-
meinde Hötting schickte der Kaiser 200 Gulden (Brixn. Chron. 1895/96, v. 29. Nov.).
Zum Baue der Kapelle auf dem Militärfriedhofe des Tummelplatzes sandte der
Kaiser der Gemeinde Amras 300 Gulden (Pustert. Bote 1897/22, v. 28. Mai). An-
läßlich der Jahrhundertfeier, vom 28. bis 30. August 1909, ließ der Kaiser als Fürst
von Tirol unserem Lande eine große Zahl von Spenden zukommen; darunter be-
fanden sich auch jene für die Stadtarmen in der Höhe von 3000 Kronen und für die
RA. 1000 Kronen. Letztere erhielt 1910 auch den Stifterbetrag von 200 Kronen über-
mittelt (JB. 1910). Auch die F. von Amras zählt den Kaiser als Spender von hundert
Kronen (T. A. 1910/58). Die zahlreichen anderen Spenden, die aus der kaiserlichen
Privatkasse nach Innsbruck geflossen, so z. B. zu Gunsten der Kirchen, der Kloster-
schulen, der Berg-Isel-Stiftung usw., sind hier nicht aufzuzählen.
Oberbaurat Dr. Ing. h. c. Josef Riehl,
Gemeinderat der Stadt Innsbruck von 1908 bis 1917, Ehrenbürger unserer Stadt,
Ritter des Franz-Josef-Ordens usw.
Geb. am 30. August 1842 als Hirschenwirtssohn in Bozen, gest. am 17. Feber 1917
in Innsbruck, Chotekallee (heute Karl-Kapferer-Straße) Nr. 5; sein Leichnam
wurde im Pradler Militärfriedhof zur ewigen Ruhe gebettet. Riehl stand im höch-
sten Ansehen. Die Stadt Innsbruck und mit ihr das ganze Land Tirol verdanken
ihm größtenteils die moderne wirtschaftliche Entwicklung, die er durch Wege- und
Straßenbauten, durch Fluß- und Wildbachregulierungen, durch Eisenbahn-, Berg-
bahn- und Lokalbahnbauten sowie durch die Erbauung und Projektierung von
Elektrizitäts- und Wasserwerken verwirklichte. Eine ausführliche Lebensskizze mit
Angabe seiner geschaffenen Werke befindet sich u. a. in der I. N. 1917, 18. Februar,
wie auch im Jahrgang 1927/39 desselben Blattes; sein Bild hingegen ist in der
Fischnaler Chronik, Bd. 4, S. 231, zu finden.
Oberbaurat Riehl hat der tirolischen Landeshauptstadt auch materielle Wohl-
taten erwiesen. Vor allem verdient der Vergessenheit entrissen zu werden die Er-
schließung des ganzen nördlich von Innsbruck gelegenen Geländes über Auftrag
des Verschönerungsvereines, dem Riehl seine stete Bereitwilligkeit zur Verfügung
stellte; er ließ sich dafür kaum die Selbstkosten begleichen. Dem Heimfonds der
Rettungsabteilung ließ er 5000 Kronen zukommen (JB. 1917). Mit letztwilliger Ver-
fügung vermachte er der Innsbrucker Stadtgemeinde folgende Wertpapiere: Aktien
der Lokalbahn Innsbruck-Hall im Gesamtnominalbetrage von 47.000 Kronen,
Prioritätsaktien der Innsbrucker Mittelgebirgsbahn im Gesamtbetrage von 340.000
Kronen, Stammaktien der Stubaitalbahn im Gesamtbetrage von 40.000 Kronen,
Stammaktien der Mittenwaldbahn im Gesamtbetrage von 135.000 Kronen, Stamm-
aktien der Innsbrucker Mittelgebirgsbahn im Gesamtbetrage von 14.000 Kronen.
Weiterhin vermachte er der Stadt Innsbruck in bar 30.000 Kronen mit dem Auftrage,
diesen Betrag für nachstehende wohltätige Zwecke zu gleichen Teilen zu verwen-
den: a) für die städt. Volksküche, b) für die Ausspeisung armer Schulkinder, c) für
die Bekleidung armer Schulkinder. Die freie Verwendung dieser Beträge überließ
der Wohltäter dem jeweiligen Bürgermeister. Überdies legierte Riehl zu Gunsten
der Kinderkrippenanstalt „Elisabeth" in Hötting und „Rosalia" in Innsbruck je
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einen Betrag von 2500 Kronen. Zum Andenken an den großen Wohltäter beschloẞ
der Innsbrucker Gemeinderat in der Sitzung vom 13. März 1925 eine Straße in
Wilten auf seinen Namen zu taufen.
Josef Martin Kapferer,
Handelsmann, geb. am 2. April 1852, gest. am 23. August 1918 (Biographisches über
ihn siehe Schlern-Schriften, Bd. 91 (1951), S. 32-33 und T. A. 1918 193, S. 4).
Anläßlich des 50jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef I. im Jahre
1898 ließ der wegen seiner Großherzigkeit allbekannte Mitbürger der „Kapferer-
schen Männerversorgungshaus-Stiftung" 20.000 Gulden zufließen zur weiteren Aus-
gestaltung derselben; an seinem Namenstag des Jahres 1910 schenkte er der RA.
200 Kronen, an jenem von 1911 100 Kronen (JB. 1911); zur Entsendung skrofulöser
und rachitischer Kinder nach Grado spendete er 200 Kronen (T. A. 1911/110); an die
RA. 400 Kronen (JB. 1907 bis 1912); als Stiftungsbeitrag der RA. 200 Kronen
(T. A. 1912, 23. März); um den Anfang zu machen zu einem Baufonds für den schon
längst notwendigen Kindergarten in Mariahilf, stellte er mehrere Tausende zur
Verfügung (T. A. 1912/108 und 1918 195); der Innsbrucker Gradokolonie 200 Kronen
(T. A. 1914/77); für die Armen von Innsbruck und für jene der Vororte einen Waggon
Kohle (T. A. 1916/387). In seinem Testament vermachte er 40.000 Kronen, die er
zur 5. Kriegsanleihe gezeichnet hatte, dem „Kapferer-Männer-Versorgungsfonds"
(GRPr. vom 17. März 1922); dem Innsbrucker Ferienkclonieverein schenkte er 5000
Kronen mit der Beschränkung, von diesem Kapital jährlich nur die Zinsen für die
Zwecke der Ferienkolonie zu verwenden; dem Stadtmagistrat 2000 Kronen zur Be-
kleidung armer Schulkinder (GRPr. vom 17. Oktober 1918). Überdies machte er eine
große Stiftung zugunsten der Blinden und des Margaretinums (T. A. 1918 241). Dem
Musikverein Innsbruck, dem er schon zu seinem Schulhausbau den Stifterbetrag
von 2000 Kronen gespendet hatte, hinterließ er 2000 Kronen (T. A. 1918 209). Ein
anderes Vermächtnis war das für die Innsbrucker Handelsakademie in der Höhe
von 60.000 Kronen Nominale in 51/prozentiger Kriegsanleihe zum Zwecke, um aus
den Zinsen acht unbemittelten deutsch-tirolischen Hörern der Handelsakademie
zuzuwenden (T. A. 1918 211).
Mr. und Mrs. S. B. Stanton aus New York,
beginnen am 10. Dezember 1919 ihre mit Ausschluß der Bekanntgabe in der Öffent-
lichkeit Jahre hindurch fortgeführte, besonders die Not von Mittelständlern lin-
dernde Weihnachts- und Osterspenden in Innsbruck; für diese wirksame und segens-
reiche Hilfsaktion dürfte das menschenfreundliche Ehepaar nach vorsichtigen
Schätzungen nahe an 80.000 Kronen ausgegeben haben. In Anerkennung der hohen
Verdienste wurde Stanton vom Innsbrucker Gemeinderat unter dem 18. Mai 1932
der Ehrenring der Stadt Innsbruck zuerkannt.
Dr. Franz Pfister,
in Milwaukee hat in der großen Notzeit nach dem ersten Weltkrieg in Amerika das
Banner Tirols entrollt und Innsbruck das erste Zeichen hilfsbereiter Teilnahme
gebracht. Seinem segensreichen Wirken für seine Tiroler Heimat, seiner energischen
und unermüdlichen Tätigkeit verdankt Innsbruck und mit ihm das Land Tirol das
Erwachen des Interesses der Amerikaner für unser Alpenland.
Aber auch materielle Mittel flossen aus seiner Hand nach Tirol. Im Dezember 1919
wies er die Deutsche Bank in Hamburg an, der Stadt Innsbruck den Betrag von
138.889 Mark auszubezahlen; es war ein Geschenk für die Armen unserer Stadt und
des Landes Tirol (GRPr. vom 30. Dezember 1919). Zu Beginn des Jahres 1920 sandte
er über Genua für den gleichen Zweck 21.900 Lire und 5000 Kronen. Bald darauf
traf noch eine Sendung von 2600 Büchsen kondensierte Milch und sechs Ballen
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Kleider für die Armen Innsbrucks ein (GRPr. vom 18. März 1920). Für die Wohl-
taten, die er der Stadt erwiesen, wurde ihm vom Innsbrucker Gemeinderat bereits
unter dem 12. Jänner 1920 das Ehrenbürgerrecht verliehen.
Exzellenz Gräfin Brandis,
geb. am 27. Jänner 1836 als Baronin Therese Gudenus. Sie verlebte ihre Kinderjahre
auf dem väterlichen Schloß Thannhausen in der Steiermark. Die Ausbildung ihrer
reichen Geistesanlagen erfolgte im Sacre Coeur Jettes bei Brüssel. Mit ihrem Gemahl,
Graf Anton Brandis, den sie in Wien kennenlernte, lebte sie in glücklichster Ehe
teils auf dem Besitz Lana bei Meran, teils in Burg Schleinitz in der Untersteiermark.
Das Jahr 1866 rief alle wehrfähigen Männer zu den Waffen; so zog auch Graf Brandis
gegen Italien. Nach üblichem Brauch kamen auch Frauen nach, die in der Nähe des
Schlachtfeldes Frauendienste besorgten. Auch Gräfin Brandis ließ es sich nicht
nehmen, in dieser Weise für das Vaterland zu wirken. In den späteren Jahren kam
das Ehepaar Brandis nach Innsbruck. Im Jahre 1889 wurde der Graf zum Landes-
hauptmann von Tirol ernannt. Seine Gemahlin gewann durch ihre Liebenswürdig-
keit und Herzensgute alle Herzen dieser Stadt. Sie betätigte sich überall, wo es galt,
etwas Gutes zu tun, und war selbst Mitglied der meisten karitativen und sozialen
Vereine; sie war auch bei der Gründung des Margaretinums, dem sie zur
großen Wohltäterin wurde, in hervorragender Weise beteiligt. Als, einem Bedürfnis
der Zeit folgend, in Innsbruck Patronagen errichtet wurden, nahm sie sich derselben
eifrigst an und wirkte als erste Präsidentin im Werke des hl. Philipp Neri zum Wohle
der Jugend. Ein ganz besonderes Herzensbedürfnis war Gräfin Brandis die Sorge für
Arme und Notleidende. In einem schweren Anliegen gelobte sie einst für den Fall
der Erhörung, stets die Hälfte dessen, was sie für sich selbst verwenden durfte, den
Armen zu geben. Dies Gelöbnis hielt sie in rührender Treue bis zu ihrem Lebensende.
Als ausübendes Mitglied des Elisabethvereines besuchte sie selbst die Armen und
Kranken der Stadt. Und wer an ihre Tür klopfte, ging nie mit leeren Händen fort.
Das größte Werk, das Gräfin Brandis geschaffen, war die Erbauung der beiden Häuser
Marienheim (1898) und Josefsheim (1904). Das eine Heim für arme Mäd-
chen, welche allein in Innsbruck weilen, um hier ihren Studien oder verschiedenen
Berufen zu obliegen, das andere Heim für alleinstehende ältere Damen, die im Josefs-
heim Unterkunft und Pflege finden. Freude und Ehre war es für die Bewohner der
beiden Häuser, daß die hochverehrte Gründerin ihre letzten Lebensjahre in dem
von ihr geschaffenen Heim verbrachte. Ihr Todestag ist der 17. April 1919.
Prof. Dr. Ing. Josef Seißl, Wien,
Sohn des vieljährigen städt. Rechnungsrates Seißl in Innsbruck, gest. um 1920,
widmete 40.000 Kronen als Stiftung für arme Witwen und weibliche Dienstboten
in Innsbruck. Es sollten die Zinsen (nicht unter 400 Kronen) zu lebenslänglichen
Stipendien für solche Personen verwendet werden (GRPr. vom 20. Mai 1920).
Guido Öllacher,
Apotheker, langjähriger Gemeinderat, hat sich mehrfach als Wohltäter für Inns-
brucker Schulen sowie als warmer Freund und Förderer für Kunst und Musik
ausgezeichnet. Eine namhafte Spende war die in Höhe von 2000 Kronen für Kriegs-
fürsorgezwecke (GRPr. vom 2. Dezember 1915). Um das Andenken seines im Kriege
gefallenen Sohnes Hermann zu ehren, errichtete er eine Stipendienstiftung und
hinterlegte zu diesem Zweck ein Kapital von 8000 Kronen in der Sparkasse der
Stadt Innsbruck. Mit dem Zinsenerträgnis sollte alljährlich ein Schüler der vier
oberen Klassen des Staatsgymnasiums, dessen Schüler der Geehrte war, beteilt
werden (T. A. 1915/593). Die zweite Stipendiumstiftung im Betrage von 15.000 Kronen,
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die sogenannte,,Hermann-Öllacher-Stiftung", machte er mit der Bestimmung, daß
mit den jährlichen Erträgnissen des Stiftungskapitals ein bedürftiger Hörer der
Medizin deutschtirolischer Abstammung, der das erste Rigorosum mit Erfolg ab-
gelegt hat, auf die Dauer seiner restlichen Studienzeit und außerdem für den Fall,
als er zu seiner weiteren Ausbildung an einer der Innsbrucker Kliniken nach er-
langtem Doktorgrad praktizieren sollte, auf weitere zwei Semester zu beteilen ist
(T. A. 1917/259). Er starb in seiner Vaterstadt Innsbruck, Maria-Theresien-Straße
Nr. 4, im Alter von 66 Jahren am 12. Jänner 1922. Die Hinterbliebenen spendeten
der RA. 5000 Kronen (T. A. 1922/7).
Leonhard Lang,
Großhandelsmann in Innsbruck, geb. am 27. Juli 1843 in Mühlau, gest. am 8. Jänner
1928 in Innsbruck. Abbildung und ausführlicher Lebensabriẞ siehe im Amtsblatt der
Landeshauptstadt Innsbruck, Jahrgang 1951, Nr. 1.
Seine namhaftesten Wohltaten an die Stadt Innsbruck: Im Jahre 1888 ließ er in zwei
Raten 40.000 Schreib-, Zeichen- und Rechenhefte für arme Schulkinder verteilen.
Anläßlich des Kaiserjubiläums überließ er der Stadt Innsbruck als Geschenk sein
Haus, Maria-Theresien-Straße Nr. 18, gegen eine jährliche Lebensrente mit der
Bedingung, daß die Stadtgemeinde als Entgelt für diese Widmung ein Studenten-
und Lehrlingsheim erbaue, in welchem die Zöglinge des Siebererschen Waisenhauses
ihre weitere Ausbildung erhalten sollten, während die aus dem Siebererschen Waisen-
hause austretenden Mädchen zum Zwecke ihrer Ausbildung vier Jahre mit Stipen-
dien von jährlich 200 Gulden beteilt werden sollten. Für die Sustentation der Zög-
linge wurde vom Stifter eine Rente von jährlich 12.000 Gulden bestimmt. Diese
Stiftung sollte den Namen,,Leonhard und Clara Langsche Stiftung" tragen. Durch
diese geübte Großzügigkeit kam die Stadt Innsbruck zu ihrem neuen Rathaus. Im
Laufe des Jahres 1900 übergab er dem damaligen Bürgermeister Greil 6000 Kronen
mit der Bestimmung, damit die Erbauung der Kapelle im Kaiser-Franz-Josef-
Jubiläums-Siechenhaus in Innsbruck in die Wege zu leiten.
1901 spendierte er für die Jesuitenkirche ein herrliches Geläute; die große hundert
Zentner schwere Dreifaltigkeitsglocke bildete eine Sehenswürdigkeit für ganz Tirol.
Für das in Innsbruck zu errichtende Blindeninstitut spendete Lang im Jahre 1904
den Betrag von 5000 Kronen. Für den Turm der Spitalskirche in der Maria-The-
resien-Straße, wo 1907 ein neues Geläute eingestellt wurde, stiftete er drei neue
Glocken; in diesem Jahre machte er auch der RA. ein Geschenk von 100 Kronen.
Gleichfalls besorgte er 1909 das Geläute für das Glockentürmchen des Siebererschen
Greisenasyls. In Anerkennung seiner Verdienste, insbesondere auf Grund der Stif-
tung des Rathauses, ernannte der Innsbrucker Gemeinderat am 11. März 1897 Leon-
hard Lang zum Ehrenbürger der Landeshauptstadt. Ungefähr um dieselbe Zeit
wurde ihm vom Kaiser, dem zu Ehren Lang seinen größten Wohltätigkeitsakt
schließlich übte, das Ritterkreuz des Franz-Josef-Ordens zuteil. Am 7. Dezember
1906 beschloß der Innsbrucker Gemeinderat dem großen Wohltäter dadurch zu
danken, daß er in Pradl einer neueröffneten Straße seinen Namen gab.
Dr. Alfred Tschurtschentaler,
Obermedizinalrat, Frauenarzt, Kunstmäzen, Besitzer des Kreuzes Pro Ecclesia et
Pontefice, Ehrenbürger von Vill und Igls,
gest. am 30. Dezember 1931 in Innsbruck, Innrain Nr. 3, 70 Jahre alt. Ausführlichen
Nekrolog siehe in ,,Neueste Zeitung", 1932/2.
Seiner Fürsorge verdankt Innsbruck die Restaurierung der Schöpfschen Fresken
in der Johanneskirche am Innrain. Als Kaiserjubiläumsgabe spendete er für die
Armen und den Kindergarten von Hötting 100 Kronen (T. A. 1908/287); der RA.
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3000 Kronen (JB. 1915); in seinem Testament hat er neben anderen bedeutenden
Legaten auch folgende für Innsbruck ausgesetzt: Der F. 5000 Schilling; der Pfarr-
kirche St. Jakob, der St.-Johannes-Kirche sowie den Kirchen von Igls und Vill je
1000 Schilling, den Stadtarmen 1000 Schilling; für arme kranke Dienstboten 1000
Schilling; den Armen von Hötting und Vill je 1000 Schilling; der RA., dem Mädchen-
waisenhaus und dem Verschönerungsverein Vill je 500 Schilling.
Karl Leopold Kapferer,
Sohn des Martin Kassian Anton, Kaufmann, Finanzreferent der Stadt Innsbruck
und deren Ehrenbürger. Geb. am 22. November 1853, gest. am 2. April 1934 (Bio-
graphie und Abbildung siehe Schlern-Schriften, Bd. 91). Karl L. Kapferer war ein
Mann, der sich, gleich wie Innsbrucks Ehrenbürgermeister Wilhem Greil, um die
Schöpfung der modernen Stadt am Inn in mehr als 40jähriger Tätigkeit im Inns-
brucker Gemeinderat unvergängliche Verdienste erworben hat. Vor allem verdankt
ihm Innsbruck zum guten Teil die Stadterweiterung im Saggen, Pradl und Wilten,
ferner die Erbauung der Druckwasserleitung und Kanalisierung sowie die Hebung
der Straßenpflege und Modernisierung des Badewesens. Sein Hauptwerk aber war
die Schaffung der Stadtlichtwerke. Kapferers Verdienste hat seine Vaterstadt ins-
besondere dadurch anerkannt, daß sie ihm bereits am 21. November 1903 das Ehren-
bürgerrecht verliehen hat. Zum 40jährigen Jubiläum seines Wirkens als Gemeinde-
rat wurde auf seinen Namen eine Straße am Saggen umgetauft. Sein Name bleibt
mit der Geschichte der Landeshauptstadt Tirols für alle Zeiten verbunden. Kapferers
Spenden an die Stadt Innsbruck: Für die Schulkinderausspeisung 200 Kronen
(T. A. 1911/266); für die Innsbrucker Grado-Kolonie 200 Kronen (T. St. 1914/93);
für die Minderbemittelten 10.000 Kronen (GRPr. vom 16. Februar 1920); für die
Ferienkolonien als Jubiläumsspende 100.000 Kronen (T. A. 1922/129); auch zahlreiche
andere Spenden flossen aus seiner Hand. In seinem Testament bestimmte er neben
Legaten für Ferdinandeum, den Musik-, den Vinzenz- und Verschönerungsverein
den Betrag von 5000 Schweizer Franken für die Errichtung einer „,Karl-Kapferer-
Weihnachtsstiftung"; deren Zinsenertrag ist für Geschenke an Kranke bestimmt,
die den Weihnachtsabend im Krankenhaus von Innsbruck verbringen (Schlern-
Schriften, Bd. 91, S. 37).
Konrad Fischnaler,
Alt-Kustos am Museum Ferdinandeum, Dichter und Heimatforscher, Verfasser der
Innsbrucker Chronik und des Tiroler Wappenschlüssels. Geb. in Sterzing am
10. Dezember 1855, wurde er Volksschullehrer, gab aber den Lehrberuf 1885 auf
und widmete sich mit Fleiß und Gründlichkeit, wie sie nur selten anzutreffen sind,
als Kustos der Heimatpflege und der Heimatforschung. Wegen seiner Verdienste
auf diesen Gebieten wurde er 1935 zum Ehrenmitglied der Universität Innsbruck
ernannt. Die Stadt Innsbruck verlieh ihm im Jahre 1940 den Ehrenring. Fischnaler
starb, bis ins höchste Alter geistig frisch und schaffensfreudig, am 14. Februar 1941
in seiner Innsbrucker Wohnung, Museumstraße Nr. 13; auf dem Westfriedhof wurde
er begraben. Eine ausführliche Würdigung seines Lebenswerkes mit Bild findet sich
in den Tiroler Heimatblättern, Jahrgang 1941, Heft 1/2, verfaßt von Dr. Kurt Walde,
sowie in dem 12. Band der Schlern-Schriften. Von Karl Paulin ist ein warm gehal-
tener Nekrolog in den I. N. 1941/ 39 erschienen. Fischnaler vermachte der Landes-
hauptstadt Innsbruck seine umfangreiche Handbibliothek, bestehend aus nahezu
1000 Bänden, sowie seine Manuskripte, die dem Stadtarchiv, wo sie aufbewahrt
werden, gute Dienste leisten. Da unser Wohltäter die Stadt Innsbruck zum Uni-
versalerben einsetzte, fielen dieser auch Barmittel sowie nicht unbedeutende Be-
träge, die durch die Veräußerung des Mobilars erzielt wurden, zu.
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Bernhard Höfel,
Hausbesitzer, Juwelier, bedeutender Kunstmäzen und Maler. Der am 31. Jänner 1943
im Alter von 80 Jahren Verstorbene hat fast sein ganzes Vermögen der Landes-
hauptstadt Innsbruck und dem Museum Ferdinandeum, dessen eifriger Förderer
er in seinem langen Leben war, testamentarisch vermacht. Sein Lebenslauf sowie
sein künstlerisches Schaffen ist in den I. N. vom 3. Februar 1943 wie auch in der
Nummer 49 desselben Jahrganges ausführlich dargestellt. Innsbruck verdankt Bern-
hard Höfel folgende Wohltaten: 2000 Gülden zugunsten der Freiw. F. zur Ehrung
des Andenkens des Herrn Mages (JB. 1899), 300 Kronen an die RA. (JB. 1910),
100 Kronen an die RA. zur Ehrung seiner verstorbenen Tante Frl. Maria Mages
(JB. 1913), sein Wohnhaus in Innsbruck, Museumstraße Nr. 16, wo auch seine
Juwelierwerkstätte untergebracht war, und eine ansehnliche Menge Schmuck, des-
sen Wert auf über 200.000 Schilling geschätzt wurde. Die Gebeine des großen Wohl-
täters liegen im Westfriedhof begraben.
Hans Hörtnagl,
eine der angesehensten Persönlichkeiten von Innsbruck, Fleischwarenfabrikant,
Gutsbesitzer, Mäzen für Kunst und Wissenschaft, Ehrenbürger und Träger des gol-
denen Ringes der Stadt Innsbruck, Ehrenmitglied der Universität Innsbruck, Ver-
fasser des Buches „Ynnsprugg". Als Mitglied des Gemeinderates, dem er von 1899
bis 1914 angehörte, nahm Hörtnagl das lebhafteste Interesse am Aufschwung der
Stadt und entwickelte viel Sinn zur Förderung der Stadt, besonders lag ihm der
Stadtteil Pradl am Herzen.
Einem alten Tiroler Geschlecht entstammend und den Kaufmannsberuf ausübend,
wandte er sich gegen Ende des Ersten Weltkrieges den heimatkundlichen Forschun-
gen zu und veröffentlichte zahlose hochinteressante kulturhistorische Aufsätze. Sein
reger Heimatsinn, sein tiefes Verständnis für die kostbaren kulturellen Werte, die im
Heimatboden sowie in der heimatlichen Geschichte und Kultur liegen, ließ ihn zu
einem großzügigen Förderer aller jener Bestrebungen werden, die irgendwie der
Heimatpflege dienen. Der Anbau eines großen Seitenflügels an das Ferdinandeum,
die Fassadenerneuerung des Alten Rathauses, die gärtnerische Ausgestaltung in der
Villa Blanca und die Unterbringung des Volkskunstmuseums in seinem heutigen
Gebäude geschah auf seine Veranlassung. Seinen sozialen Sinn bewies er durch
Schaffung einer Wohnbausiedlung und durch Spenden für wohltätige Zwecke. Er
starb, 80 Jahre alt, am 18. August des Kriegsjahres 1944 in Innsbruck (Ausführliche
Lebensbeschreibung siehe in Festschrift der Tiroler Heimatblätter, die ihm zu Ehren
1934 erschienen ist, und im Innsbrucker Geschichtsalmanach 1949 von Dr. Karl
Schadelbauer).
Aus seiner Hand flossen der Stadt Innsbruck im besonderen folgende Bar-
beträge zu: 100 Gulden an die Freiw. F. (JB. 1897), detto 500 Kronen (JB. 1906) und
100 Kronen (JB. 1917), 100 Kronen an die RA. (JB. 1907). Dankbare Erwähnung
verdient die Fa. A. Hörtnagl auch wegen der Betriebsübernahme der Schweizer
Suppenküche nach dem Ersten Weltkrieg, wodurch der armen Innsbrucker Bevöl-
kerung in schwerer Zeit ein guter Dienst erwiesen wurde (GRPr. vom 20. Novem-
ber 1921). Für die Erweiterung der Weiherburganlagen spendete Hörtnagl 20.000
Schilling, zur Ermöglichung des Siedlungsprojektes bei den Allerheiligenhöfen hat
er dem ehemaligen Bürgermeister Fischer eine Spende in der Höhe von 30.000 Schil-
ling in drei Raten ausgefolgt (GRPr. vom 5. Jänner 1934), als 1. Preis des Preis-
ausschreibens für die Fassadenrenovierung am Alten Rathaus 350 Schilling (GRPr.
vom 10. Jänner 1936). Im Jahre 1937 erhielt die städt. F. abermals eine Spende von
400 Schilling (JB. 1937), der Armenfonds zum Einkauf von Sachen bei Lodenbaur
durch Jahre hindurch 1000 Schilling (Mag.-Abt. V/1938).
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II. Teil
FÖRDERER UND GONNER
Andreas Schmi(e) derer
und dessen Ehewirtin Maria, geb. Platzer, von Igls, ersterer gest., 65 Jahre alt, am
22. Februar 1835, letztgenannte gest. am 23. April 1815 mit 41 Jahren, schenkten im
Jahre 1812 aus ihren Gütern der Gemeinde den Grund zum Bau des Schulwidums
(bestehend aus Widum mit Schulzimmer, Holzschuppen, Krautgarten und Brunnen).
Der damalige Seelsorger verpflichtete sich, für die Schmiderer- und Platzersche
Verwandtschaft alljährlich auf weltewige Zeiten am 8. August eine hl. Messe zu
lesen und lesen zu lassen. Der Widum ist heute noch städt. Eigentum; die Schule
mußte jedoch inzwischen bedeutend vergrößert und anderswohin verlegt werden
(Hannes Hundegger, Igls).
Antonie v. Gerstner,
gest. am 23. Februar 1839, war die Stifterin des Armenholzfonds, der den Ärmsten
durch Jahrzehnte zum Segen gereichte.
Witwe Anna Perger,
Handelsfrau in Innsbruck, Schwiegermutter des Wohltäters der Stadt Innsbruck
Josef Simon Kapferer. In ihrem Testament vom 22. Juli 1844 vermachte sie 10.000
Gulden für wohltätige Zwecke und legte so den Grund zu dem später bekannten
,,Kapfererschen Männer-Versorgungshaus". Sie starb in Innsbruck am 14. Jänner
1847 (Schlern-Schriften, Bd. 91, S. 16 und 28, Amtsbl. 1950/1 und F. Chr. IV/298).
Josef Fitzthum,
Hausbesitzer in Pradl Nr. 31, schenkte der Gemeinde zum Bau des Schulwidums
(1850) einen bedeutenden Betrag (Schulchronik Pradl). Zur Errichtung der neuen
Pradler Pfarrkirche widmete er sein Haus samt sämtlichem Grundbesitz, heute
Reichenauer Straße 9 (Pfarrarchiv Pradl).
Konzeptspraktikant Katzung
diente dem Stadtmagistrate Innsbruck über 15 Jahre unentgeltlich mit Fleiß, Ge-
schicklichkeit und Ausdauer; er wurde deshalb von den Oberbehörden mehrmals
belobt (GRPr. vom 16. Jänner 1850).
Jungfrau Stolz,
gest. 1850, legierte für das zu errichtende Versorgungshaus 1500 Gulden (Tiroler
Bote 1850/251).
Graf Tannenberg
spendete im Jahre 1850 zur Errichtung eines Armenversorgungshauses 3000 Gulden
(Amtsbl. 1950/1).
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Katharina Pfanzelter,
(vermutlich geborene Kneringer, verwitwete Schweigl) verehelichte sich am 23. No-
vember 1813 mit Johann Georg Pfanzelter, Kirchenprobst und Lokaladministrator
der Kirche von Pradl; von derselben wurde dem Pradler Wohltätigkeitsfonds ein
Betrag von 2500 Gulden gewidmet, der dann um das Jahr 1850 zur Gänze für den
Bau des Schulwidums in Pradl verwendet wurde (Pfarrarchiv Pradl).
Josef Wanig,
Handelsmann, vermachte am 8. September 1850 für die Versorgung der Stadtarmen
3000 Gulden.
Staffler,
Kurat in Mühlau, steuerte zur Errichtung einer Kinderbewahranstalt 1852 aus eige-
nem Sack 1000 Gulden bei (Innsbr. Tagbl. 1852/140).
Franz Josef Habtmann,
Handelsmann, spendete 1850 zur Errichtung eines Armenversorgungshauses 10.000
Gulden. Zunächst entstand in dem alten Jesuitenkonvikt die „,Armen-Leut-
Kaserne", Museumstraße; doch wurde bald darauf beschlossen, den Friedmannschen
Garten in Dreiheiligen zu diesem Zwecke anzukaufen (Amtsbl. 1950/1 und Fisch-
naler Chr. IV/302). Derselbe gab auch Beiträge zur Errichtung von Realschulstipen-
dien (Innsbr. Tagbl. 1854/82).
Alois Egger,
Bürgerausschußmitglied und Schmiedemeister in Innsbruck, gest. am 11. April 1858,
hat in seinem Testament neben anderen Stiftungen ein Kapital von 5000 Gulden
zur Gründung eines Stipendiums für Gymnasialschüler angeordnet; für den Inns-
brucker AF. hat er 500 Gulden und für jede der drei Kinderbewahranstalten
50 Gulden legiert (I. N. 1858/93).
Ferdinand Beirer,
ein als Meisterschütze weitum bekannter Innsbrucker, hat der Stadt Innsbruck fol-
gende Legate vermacht: 200 Gulden sofort nach seinem Tode unter die Armen zu
verteilen, 500 Gulden für den AF., 400 Gulden für die Kleinkinderbewahranstalten.
Ferner widmete er ein Kapital von 4600 Gulden zum Zwecke, daß die Interessen
(Zinsen) zu Holzkäufen für die Armen in den verschiedenen Stadtpfarreien ver-
wendet werden (I. N. 1862/278 sowie T. St.).
Leonhard Jakob Oberlindober,
Handelsmann und Feigenkaffeefabrikant, bekannt als einer der größten Wohltäter
des Innsbrucker Gesellenvereines, machte auch der Stadtgemeinde Innsbruck ein
Geschenk von 2000 Gulden. Sein Todestag war der 26. Juni 1863.
Johann Kastner,
Schankwirt in Innsbruck, hat in seinem Testament dem Innsbrucker Armenfonds
einen Betrag von 3106 Gulden, vermacht (I. N. 1867/76).
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Thaddäus Kurzmüller,
gest. am 13. Mai 1868, hat in seinem Testament zahlreicher Wohltätigkeitsanstalten
gedacht. Zugunsten der Stadt Innsbruck testierte er: 600 Gulden an die Stadtarmen
zu verteilen, 1400 Gulden für die drei Kinderbewahranstalten und Industrieschule
in Mariahilf, 4000 Gulden für den AF., 2000 Gulden als Baufonds zur Erweiterung
der St.-Nikolaus-Kirche, 500 Gulden für das Malfatti-Institut (I. N. 1868/112).
Peter Paul Müller,
Hausbesitzer, Tischlermeister und Besorger der Leichenaufbahrungen in Wilten,
hat im Jahre 1868 den Grund zur Eröffnung einer Straße unentgeltlich der Gemeinde
Wilten überlassen und dafür nur die Benennung der Straße nach seiner Familie als
Bedingung gestellt.
Ferdinand,
Kaiser von Österreich, widmete im Jahre 1838 6000 Gulden zur Gründung der
Kinderbewahranstalt in Dreiheiligen (Fischn. Chr.), zur Pflege des Innsbrucker
Vereinslebens 600 Gulden (Innsbr. Tagbl. 1852/192), für das Waisenhaus zu Sankt
Nikolaus 500 Gulden, für den Musikverein 300 Gulden, für das Margaretinum
200 Gulden, für den Elisabethverein 300 Gulden und für die Kinderbewahranstalten
und Industrieschulen 300 Gulden (I. N. 1866/227); zum Bau des neuen Waisenhauses
in Innsbruck 1000 Gulden (I. N. 1867, S. 2708), zum Neubau der Pfarrkirche Sankt
Nikolaus 500 Gulden und zum Besten des von Krausischen Dienstboten-Versorgungs-
hauses in Innsbruck 200 Gulden im Jahre 1867, zum Bau eines neuen Schulhauses
in Hötting 400 Gulden (I. N. 1868, S. 2196), für das neue Mädchenwaisenhaus in
Innsbruck 300 Gudlen (I. N. 1869, S. 1259).
Adolf Pichler,
Universitätsprofessor, Forscher, Dichter, Ehrenbürger von Innsbruck, schenkte an
die Lehrmittelsammlung der städt. Volks- und Bürgerschule, Gilmstraße, eine Suite
Petrefakten (I. N. 1869/273).
Johann Gro B,
Kunsthändler, gest. am 9. November 1875, hat dem städt. Armenfonds ein Legat von
3000 Gulden zur Verteilung von Brennholz vermacht (I. N. 1875/258).
Schuldirektor i. P. Resch (Rösch),
gest. 1872, bestimmte ein Kapital von 4000 Gulden, das nach dem Tode seiner Frau,
die den Fruchtgenuß davon hatte, der Stadt Innsbruck anheimfallen sollte, zur
Errichtung eines Kindergartens. Der Tod der Witwe Resch erfolgte im Oktober
1875; somit ist die Stadt in diesem Jahre in den Besitz des Legates getreten
(I. N. 1875/245).
Paul Welponer,
k. k. pensionierter Landesgerichts-Sekretär, gest. in Innsbruck am 7. Juni 1875,
77 Jahre alt, hat dem Gestnerschen Holzfonds 2000 Gulden vermacht (I. N. 1875/128).
Überdies testierte er neben mehreren anderen Legaten an verschiedene tirolische
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Einrichtungen die beträchtliche Summe von 40.000 Gulden zur Gründung eines
Blindeninstitutes in Innsbruck (F. Chr. IV., S. 294); den Armen der Stadt 100 Gul-
den (T. St. 1875/128).
Ferdinand Unterberger,
Privatier, gest. am 8. Februar 1876 in Innsbruck, hat folgende Legate für öffentliche
Wohltätigkeitsanstalten gemacht: dem Armenfonds der Stadt Innsbruck 2000 Gul-
den, dem hiesigen Waisenhaus 1000 Gulden (I. N. 1876/32).
Johann Zacherle,
Direktor der städt. Pfandleihanstalt, langjähriger Gemeinde- und Magistratsrat,
Ordnungsmann der Freiw. Feuerwehr, Hausbesitzer. Er starb am 13. Juli 1876. In
der Gemeinderats-Sitzung vom 17. Juli desselben Jahres wurde ihm ein warmer
Nachruf gewidmet.
Der Verstorbene hinterließ unter dem Namen,,Zacherle'sche Stipendiumstif-
tung" eine Summe von 40.000 Gulden testamentarisch zum Zwecke, daß aus den
Renten derselben jährlich 10 Stipendien zu je 200 Gulden an Zöglinge des hiesigen
Pädagogiums, ohne Rücksicht auf Stand und Konfession, verteilt werden. Die Ver-
waltung dieses Fonds übertrug er in erster Linie dem hiesigen Stadtmagistrat (und
im Falle seiner Ablehnung jenem der Stadt Hall). Nebstdem hat Zacherle 1000
Gulden der Innsbrucker Feuerwehr-Unterstützungskasse und ein anderes Legat
von 1000 Gulden dem hiesigen Arbeiter-Bildungsverein zugedacht (T. St. 1876/159).
Rosalia Schlechtleitner,
gest. 1877, hat nebst einer Reihe anderer Legate ein solches von 1000 Gulden für
alte hilfsbedürftige Innsbrucker im Sinne der Kapfererschen Männerversorgungs-
stiftung und eines von 10.000 Gulden der St.-Jakobs-Pfarrkirche zur Aufbesserung
von drei Benefizien vermacht (I. N. 1877/170).
Leonhard Alois Staffler,
k. k. Rechnungsoffizial i. P., hat neben verschiedenen anderen Legaten zu wohl-
tätigen Zwecken dem städt. Armenfonds 1000 Gulden vermacht (I. N. 1877/199).
Franz Kirchmayr,
Fabrikbesitzer in Frauental bei Graz, gest. im 74. Lebensjahr, begraben am 20. Juli
1883 auf dem Friedhofe der St.-Jakobs-Pfarrkirche in Innsbruck. Als Ehrenmann
im wahren Sinne des Wortes vermachte er dem hiesigen Armenfonds ein Legat yon
3000 Gulden, dem Musikverein 1000 Gulden, der Feuerwehr 300 Gulden und andere
mehr (I. N. 1883/165).
Franz Greil,
Handelsmann, Vater des Wohltäters Dr. Franz und des Bürgermeisters Wilhelm
Greil, gestorben am 28. April 1883 in Innsbruck, Maria-Theresien-Straße 7, im
65. Lebensjahre. Aus einem Nekrolog: Es wird wenig Bürger in Innsbruck gegeben
haben, deren Tod so allgemein betrauert wurde wie dieses Mannes Hinscheiden.
Ein tüchtiger Geschäftsmann, von alten soliden Grundsätzen, schlicht und gerade
in seinem Wesen und beseelt von seltenem Gemeinsinn. Er widmete sich mit einem
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geradezu mustergültigen Fleiße den öffentlichen Geschäften, die ihm das Vertrauen
seiner Bürger übertragen hat. In seinem Testament vermachte er: dem Vinzenz-
verein 100 Gulden, dem städt. AF. 1000 Gulden; überdies stiftete er 3000 Gulden,
damit aus den Zinsen verarmte, nach Innsbruck zuständige Gewerbsleute nach Er-
messen des Stadtmagistrates unterstützt werden.
Theres Oschlinger, geb. Fischnaller,
Kaufmannswitwe, gest. am 1. August 1882; sie hinterließ für den Innsbrucker
Armenfonds 5000 Gulden, für den Kirchenbau in St. Nikolaus 2000 Gulden, für die
Stadtpfarre St. Jakob 2000 Gulden, für die Kirche zu Dreiheiligen 1000 Gulden, für
das Margaretinum 600 Gulden, für das Waisenhaus, den Vinzenz- und Elisabeth-
verein je 300 Gulden. Die ganze Summe der Vermächtnisse belief sich auf 62.000
Gulden (I. N. 1882, S. 2884).
Maria Öttel,
gest. 1888 in Bozen, hat dem Innsbrucker Armenhause 6000 Gulden testamentarisch
vermacht (I. N. 1888/276).
Leopold Ettel,
Wachszieher und Lebzelter in Innsbruck, gest. am 3. Oktober 1889. Derselbe ver-
machte der F. 250 Gulden (JB. 1889). Weiterhin bestimmte er in seinem Testamente
die beträchtliche Summe von 8000 Gulden für wohltätige Zwecke, und zwar: den
Kinderbewahranstalten von Innsbruck 200 Gulden, Hötting 200 Gulden, St. Nikolaus
200 Gulden, Dreiheiligen 200 Gulden, den Pfründnerinnen im städt. Bruderhaus 200
Gulden, Kraus'sches Haus 200 Gulden, Malfatti-Haus 200 Gulden, Männerversor-
gungshaus St. Nikolaus 200 Gulden, Antoniusverein Hötting 500 Gulden, Elisabeth-
verein in Innsbruck 500 Gulden, dem Arbeiter-Unterstützungsverein Hötting 300
Gulden, Vinzenzverein Innsbruck 800 Gulden, städt. Almosenkasse 500 Gulden,
Mädchenwaisenhaus 600 Gulden. Marianische Kongregation Innsbruck 600 Gulden,
Feuerwehr 500 Gulden, Kreuzschwestern 500 Gulden, Margaretinum Hötting 500
Gulden, Gesellenverein 500 Gulden, Paramentenverein 400 Gulden. Weiterhin ver-
fügte er, daß sein Haus in der Pfarrgasse um den Preis von 40.000 Gulden in den
Besitz der Pfarrkirche St. Jakob zu übergeben sei (Lienzer Ztg. 1889/41).
Josefine Wisiol,
vermachte der Stadtgemeinde im Jahre 1889 2000 Gulden zur Errichtung eines
Stiftplatzes.
Therese Reglin,
Private in Innsbruck, gest. 1894, hat dem städt. Armenfonds einen Betrag von 2000
Gulden und der Freiw. Feuerwehr einen solchen von 1000 Gulden testiert; dem
Ferdinandeum widmete sie ebenfalls 500 Gulden (Pustert. Bote 1894, S. 151).
Karl Albaneder,
k. k. Landesgerichtsrat i. P., gest. am 6. Juni 1897 im 82. Lebensjahre in Innsbruck,
Maria-Theresien-Straße Nr. 41. Er war ein großer Freund der Armen und setzte
nach Abzug der Legate den Armenfonds zum Erben ein. Überdies vermachte er
dem Vinzenzverein 1000 Gulden, ein Betrag, der wiederum zur Gänze den Inns-
brucker Armen zugute kam (T. St. 1897, Juni 6.) Die F. erhielt 100 Gulden (IB. 1897).
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Otto An der Lan-Hochbrunn, London,
hat zur Zeit der Überschwemmung im Jahre 1882 größere Spenden für die dabei
Verunglückten nach Innsbruck gesandt. Als er dann vom Vorhaben eines Ka-
pellenbaues auf dem Militärfriedhof des Amraser Tummelplatzes zur Erinnerung
der 8000 dort beerdigten Kriegsopfer Kenntnis erhielt, bildete er in London ein
Komitee, um dafür Beiträge zu erhalten. Schon gleich bei Beginn seiner Sammel-
tätigkeit ließ er 15 Pfund Sterling und 3 Shilling (= 180 Gulden) anher über-
weisen und stellte weitere Beiträge für den edlen Zweck in Aussicht (I. N. 1897/34).
Karl Adam,
Kaufmann, erster konstitutioneller Bürgermeister von Innsbruck (von 1861-1864),
Ehrenbürger, gest. am 14. Jänner 1898, spendete 500 Gulden (in Pfandbriefen) zur
Errichtung eines Knabenwaisenhauses (I. N. 1883, S. 5292); ab 1875 bis zum Tode
großer Förderer der Innsbrucker Feuerwehr; seine Erben übergaben zugunsten des
AF. 3000 Gulden (GRP. vom 25. Februar 1898).
Albert Getzner,
Fabrikbesitzer in Bludenz, hat anläßlich des Regierungsjubiläums Sr. Majestät des
Kaisers Franz Josef den Betrag von 2000 Gulden der Innsbrucker Handels- und
Gewerbekammer mit der Widmung übergeben, daß die Zinsen von diesem Kapitale
alljährlich zur Unterstützung armer Studierender der Innsbrucker Handelsakademie
verwendet werden sollen (I. N. 1898/207).
Fräulein Anna Ellrodt,
Private in Wilten. Sie kam als Protestantin in den Dienst des Herrn Laufer, trat
zur kath. Kirche über und wurde nach dem Tode ihres Dienstherrn Universalerbin
eines großen Vermögens, welches sie teilweise schon zu ihren Lebzeiten ver-
wendete, um Wohltaten zu spenden, hauptsächlich um Arme zu unterstützen, und
womit sie auch den Grundstock legte zum Kirchenbaufonds in Wilten, dessen
größte Wohltäterin sie war. Im Testamente setzte sie u. a. als Erben ein: Die Klein-
kinderbewahranstalten in Wilten und Hötting, das Mädchenwaisenhaus in Inns-
bruck, das Margarethinum, die Kirchenbauvereine in Pradl und Hötting, die Armen
in Wilten, mehrere Klöster sowie die Lehrlingsanstalt in Martinsbühel. Sie starb
in Meran am 18. November 1899, ihr Leichnam wurde nach Wilten überführt.
August Neuhauser,
Altvorsteher von der Gemeinde Wilten und deren Ehrenbürger, gest. 1899, hat dem
Armenfonds seiner Heimatgemeinde ein Legat von 5000 Gulden testiert, dessen
Zinsen einer armen und braven Witwe oder einem armen braven Dienstboten vom
Gemeindeausschuß im Einvernehmen mit dem Pfarramte und der politischen Be-
hörde, und zwar auf Lebenszeiten auszubezahlen sind (Die Post, 1899/31).
Anton v. Kripp,
gestorben 1900, vermachte in seinem Testament den Armen von Wilten 1000 Kronen
für Brennholzbeschaffung (Die Post 1900/19).
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Die Erben der verstorbenen Frau Winkler
schenkten der Stadtgemeinde 2000 Kronen zur Verteilung an Arme um Weih-
nachten sowie dem AF. selbst 400 Kronen (Tir. Post 1902/31).
Professor Dr. Julius v. Ficker,
Ehrenbürger der Gemeinde Wilten, vermachte der Gemeinde 2000 Kronen für
Wohltätigkeits- oder Schulzwecke (Tir. Post 1902/72).
Gedeon v. Hibler.
Seine Erben haben seinerzeit den Betrag von 1000 Gulden dem Bürgermeister von
Innsbruck mit der Widmung übergeben, daß die Zinsen als Beitrag zur Erhaltung
einer Wärmestube verwendet werden. Da aber eine solche nicht zustande kam,
haben sich die Spender entschlossen, den Betrag von 1000 Gulden der Elisabeth-
Krippe zuzuwenden (GRPr. vom 16. Februar 1900).
Dr. S. M. Prem,
Professor am Staatsgymnasium in Graz, hat, um seiner Bewunderung über die
hochsinnige Ehrung Adolf Pichlers, dem durch die Landeshauptstadt und die
Bürgerschaft von Innsbruck ein so schönes Denkmal errichtet wurde, das von ihm
verfaßte Lebensbild des Dichters der Stadt Innsbruck gewidmet (GRPr. vom
23. Jänner 1901).
Karl Zelger,
Handelsmann und Hausbesitzer, gest. am 7. Dezember 1905 in Innsbruck, Welser-
gasse Nr. 4, im 63. Lebensjahr, testierte den Stadtarmen Innsbrucks 3000 Kronen
(Lienzer Zeitung 1905/51), dem Mädchenwaisenhaus 500 Kronen (Tir. Post 1905/51);
für die Ferienkolonie 900 Kronen und zur Ausspeisung armer Schulkinder 1358
Kronen (Tir. Post 1906/8).
Auch seiner Gattin Maria, geb. Visneider, muß hier gedacht werden; dieselbe,
gest. am 18. Oktober 1884 im 38. Lebensjahr, hat dem Elisabethverein für Hötting
und Wilten die Summe von 10.000 Gulden vermacht.
Frau Doktor Serafine Erler
veranstaltete ein Kinderfest, dessen Reingewinn in Höhe von 1391 Kronen sie für
die Schulkinderausspeisung zur Verfügung stellt (Tir. Grenzbote 1907/103).
Julie Appeller,
Private, ledig, vermachte für die Armen Innsbrucks eine Widmung von 2000 Kronen
sowie den drei Kindergärten je 100 Kronen (GRPr. vom 5. März 1908).
Alois Larl,
Privatier in Innsbruck, Herzog-Friedrich-Straße Nr. 15, gest. am 7. Dezember 1908,
testierte für die F. und RA. je 200 Kronen, für die Kinderausspeisung in St. Nikolaus
und Dreiheiligen je 100 Kronen, für die Stadtarmen 200 Kronen, für arme, rekon-
valeszente Kranke der Innsbrucker Klinik 200 Kronen (GRPr. vom 17. Dezember
1908 und T. A. 1908, Dezember 18.).
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Karl Vonstadl
schenkte dem Innsbrucker Verschönerungsverein das von ihm verfertigte Relief
von Nordtirol. In Ermangelung eines eigenen Heimes machte es der Verschönerungs-
verein der Stadt Innsbruck zum Geschenk, die es im Oberrealschulgebäude unter-
gebracht hat (GRPr. vom 11. Juni 1908).
Dr. Franz Vogl,
k. k. Statthaltereirat i. P., hat als seinerzeitiges Ehrenmitglied des Innsbrucker
Musikvereines zugunsten des Musikschulfonds 2000 Kronen vermacht (T. A. 1908/27).
Josef Mayr.
Seine Erben traten der Stadtgemeinde unentgeltlich einen Grund in der sogenannten
Froschlacken an der Ecke Völser Straße-Friedhofsallee ab (GRPr. vom 4. Novem-
ber 1909).
Anton Prantl,
Dollingerwirt in Mühlau, gest. am 23. April 1917 im 77. Lebensjahr, hat der Stadt-
gemeinde Innsbruck einen Grundstreifen nächst dem Siebererschen Greisenasyl
zur Eröffnung der Mozartstraße geschenkt (GRPr. vom 30. Juni 1909).
Sickerer, München,
spendete der Stadt Innsbruck für ein zu errichtendes Tuberkulosenheim 2000 Kronen
(GRPr. vom 1. April 1909).
Ricka Stern,
Bankdirektorswitwe, hat, um das Andenken ihres verstorbenen Gatten zu ehren,
der Stadtgemeinde 3000 Kronen für den Armenfonds sowie für die Kinderbewahr-
anstalten usw. überwiesen (GRPr. vom 17. September 1908); die RA. erhielt den
Stifterbeitrag von 200 Kronen (JB. 1910).
Firma Epp.
Karl Epp übergab der Stadtgemeinde für Erziehung verwahrloster, in Innsbruck
heimatberechtigter Knaben den Betrag von 4000 Kronen (GRPr. vom 8. Jänner 1901);
der am 20. Juli 1902 verstorbene Josef Epp vermachte dem Armenfonds den Betrag
von 1500 Kronen (GRPr. vom 10. Oktober 1902); der Höttinger Bürgermeister teilte
in der Gemeinderatssitzung vom 29. Jänner 1909 mit, daß die Mutter des verehrten
Schützenhauptmannes Alois Epp für Ortsarme 100 Kronen gewidmet hatte; Anna
Epp, Kaufmannswitwe, schenkte der RA. 500 Kronen (JB. 1911); für die Ferien-
kolonien 100 Kronen (Tir. Post 1903/62); dem HI. 100 Schilling (Ma/1949).
Anton v. Posselt-Csorich,
k. k. Hofrat, hat fast sein ganzes bedeutendes Vermögen für eine Stiftung zur Unter-
stützung notleidender Mütter testiert. Ferner hat der Verstorbene der RA. 3000
Kronen sowie den Ortsarmen von Innsbruck und Salzburg je 1000 Kronen vermacht
(JB. 1911 mit Bild und T.A. 1911/154).
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Josef Preyer,
Kaufmann, Vertreter der „,Moravia", gest. am 7. Mai 1910, hat die RA. in seiner
letztwilligen Anordnung mit 5000 Kronen bedacht (JB. 1910). Ein Jahr darauf ging
der gleichen Einrichtung der Betrag von 200 Kronen zu (JB. 1911).
Robert Niẞ1,
einer der reichsten Männer der Innsbrucker Gegend. Das Schloß und die Brauerei
in Büchsenhausen, ein großartiger Grund- und Jagdbesitz und viele Häuser in der
Stadt waren sein Eigentum. Um Weihnachten 1898 überwies er dem Innsbrucker
Bürgermeister einen Betrag von 2000 Gulden für das städt. Kinderspital (I. N. 1898-
298). Der Gemeinde Hötting, der er angehörte, hat er manches Gute erwiesen, ins-
besondere dadurch, daß er den Höttingern einen großen schönen Baugrund für
ihre neue Kirche schenkte (Tir. Volksbl. 1900, Juni 9.). Anläßlich seiner Ernennung
zum Ehrenbürger von Igls hat er dieser Gemeinde eine schöne Einrichtung für
ihren Sitzungssaal im Gemeindehause zum Geschenk gemacht (T. A. 1910/215).
Nach Abschluß eines günstigen Tauschgeschäftes mit der Stadt Innsbruck schenkte
er dem AF, 5000 Kronen (GRPr. vom 12. Febr. 1912); der RA. 200 Kronen (JB. 1907).
Herzog v. Vendome
leistete zur Pflasterung der Völser Straße bis zum Eingang in den Schloßpark von
Mentlberg einen Beitrag in der Höhe von 12.000 Kronen (GRPr. vom 14. Nov. 1912).
Ludovika Burian,
Private in Innsbruck, Erlerstraße Nr. 7, hat der RA. mit letztwilliger Verfügung
den namhaften Betrag von 9000 Kronen vermacht (JB. 1913). Ihr Tod erfolgte am
7. März 1913, begraben auf dem Wiltener Friedhof.
Dr. Josef Dinter,
Bürgermeister in Innsbruck von 1877 bis 1880, testierte für arme Innsbrucker 2000
Kronen; die Spende sollte in Beträgen von wenigstens 20 Kronen verteilt werden
(GRPr. vom 30. April 1908). Auch die Witwe des Altbürgermeisters, Frau Emma
Dinter, vermachte dem städt. Armenfonds den Betrag von 3000 Kronen (GRPr. vom
18. Dezember 1913) und der RA. 500 Kronen (JB. 1913).
Anna Fischer, geb. Tirler,
Devotionalienfabrikantenswitwe in Innsbruck, hat aus Anlaß des Ablebens ihres
Gatten, des Kaufmannes Gregor Fischer, für die Stadtarmen 150 Gulden und für
die Kleinkinderbewahranstalt in Hötting 100 Gulden spendiert (I. N. 1882/28); der
Feuerwehr vermachte sie ein Legat von 300 Kronén (JB. 1914); sie galt auch als
große Wohltäterin der Priester und zahlreicher kirchlicher Einrichtungen im
Lande Tirol. Innsbruck verdankt ihr überdies die Mitbegründung der Kinder-
bewahranstalt in Wilten, wofür sie aus eigener Tasche durch lange Zeit den
Unterhalt für eine Anstaltschwester bestritt. Die edle Frau starb, 87 Jahre alt, am
26. November 1914 in Innsbruck, Leopoldstraße 11.
Direktor Sennhofer,
Innsbruck, testierte der Stadtgemeinde zugunsten der Blindenfürsorge 2000 Kronen
und für den Armenfonds 3000 Kronen (GRPr. vom 30. Dezember 1914).
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Guido von Sternbach in Bozen
hat der Gemeinde Mühlau 2100 Klafter Grund zur Anlegung des neuen Friedhofes
in uneigennütziger Weise zur Verfügung gestellt (T. A. 1915/512).
Karl Franz Josef,
letzter Kaiser von Österreich und letzter Graf von Tirol, gest. in Funchal auf der
Insel Madeira, wo er mit der kaiserlichen Familie in Verbannung lebte, am 1. April
1922 im 35. Lebensjahre. Anläßlich seines Regierungsantrittes im Jahre 1916 hat
er für die Armen der Stadt Innsbruck aus seinen Privatmitteln 5000 Kronen flüssig
gemacht. Seine Gemahlin, Kaiserin Zita, spendete für die kath. Dienstmädchen
Innsbrucks 2000 Kronen (T. A. 1918/104).
Josef Stapf- Ruedl,
Magistratssekretär i. R., gest. am 6. März 1916 im Alter von 75 Jahren; hat die RA.
mit einem Vermächtnisse von 2000 Kronen bedacht (JB. 1916).
Klara Wildling,
gest. am 7. September 1916, vermachte in ihrem Testamente der RA. 500 Kronen
(JB. 1916); dem Ferienkolonie-Verein und der Gradokolonie je 1000 Kronen; für
die Ausspeisung armer Schulkinder 300 Kronen (T. A. 1916/447); den Stadtarmen
1000 Kronen (T. A. 1916/487).
Erzherzog Franz Salvator,
Generalinspektor der freiw. Sanitätspflege, spendete der Rettungsabteilung zum
Ankaufe eines Sanitätskraftwagens 3000 Kronen (T. A. 1917/569).
Alois Zach,
Kooperator in Navis, gest. 1917, vermachte den Innsbrucker Stadtarmen 5000 Kro-
nen (T. A. 1917/199).
Baur's Fabrik in Mühlau.
Der verstorbene Fabrikant Jakob Baur vermachte dem städt. Armenfonds ein Legat
von 200 Gulden (I. N. 1875/8). Die Erben des Fabrikanten Hans Baur schenkten
dem AF. 300 Kronen (GRPr. vom 2. März 1911); überdies der RA. 200 Kronen
(IB. 1911). Für Brandhilfe erhielt die Innsbrucker F. vom Fabrikinhaber 100 Kro-
nen (JB. 1915); die RA. 100 Kronen (JB. 1917); der Mühlauer Armenfonds 1000
Kronen (T. A. 1917/237); die RA. 1000 Kronen zu Ehren des verstorbenen Stadt-
arztes Dr. Luis Hirn (T. A. 1920/260).
Wilhelm Engele,
Kaufmann, Maria-Theresien-Straße 11, übermittelte dem Bürgermeister zur Be-
schaffung billiger Lebensmittel für Minderbemittelte eine Spende von 10.000 Kro-
nen (T. A. 1917/63).
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Eugen,
Erzherzog von Österreich, Hoch- und Deutschmeister, Generaltruppeninspektor,
Landesverteidigungs-Oberkommandant, großer Liebhaber und Förderer der Kunst
und Wissenschaft. Zahlreiche Spenden sind aus seiner Hand in viele Tiroler Ge-
meinden geflossen. Auch Innsbruck verzeichnet derer mehrere: Für die Ausspeisung
armer Schulkinder in den Schulen Wilten 200 Kronen (Tir. Post 1904/48); der RA.
500 Kronen (JB. 1907); den Ferienkolonien je 100 Kronen von 1902-1903, 200 Kro-
nen (T. A. 1909/136); dem Blindenfürsorgeverein 100 Kronen (T. A. 1909/294); der
RA. anläßlich der Unterbreitung des Jahresberichtes für die Jahre 1909 bis 1917
je 100 Kronen; für das Skirennen der Innsbrucker Mittelschulen 100 Kronen
(T. A. 1911/17). Als Protektor des Innsbrucker Musikvereines spendete der Erz-
herzog diesem zu seinem 100jährigen Bestandsjubiläum 2000 Kronen (Tir. Grenz-
bote 1918/26).
Julie Greber,
Gasthausbesitzerin in Landeck, hat dem Siebererschen Waisenhaus ein Legat von
6000 Kronen hinterlassen (GRPr. vom 22. März 1917).
Klara Hauser,
Gattin des Wohltäters Josef Hauser, stiftete zwei Renten zu 2000 Gulden für Er-
richtung einen Knabenwaisenhauses (I. N. 1884, S. 416); zur Errichtung einer
Krippenanstalt in Innsbruck 200 Gulden (I. N. 1898/109); der RA. 100 Kronen
(JB. 1912); spendete zu Ehren ihres verstorbenen Gatten dem AF. 2000 Kr. (GRPr.
vom 24. Oktober 1912); der RA. abermals 100 Kronen (JB. 1917); auch die Hinter-
bliebenen haben vielfache und bedeutende Spenden verteilt, so an Innsbrucker
Kirchen, Wohltätigkeitsvereine usw.; jede der Innsbrucker Vinzenzkonferenzen
erhielt je 200 Kronen.
Dr. Heinrich Falk,
Advokat, Bürgermeister, Ehrenbürger der Stadt Innsbruck, vermachte der Feuer-
wehr 200 Kronen (JB. 1917); der Rettungsabteilung 500 Kronen (JB. 1917); dem
Armenfonds und Spitalfonds je 1000 Kronen (T. A. 1917/395).
Hans Munding,
Zuckerbäcker und Hausbesitzer, Andreas-Hofer-Straße Nr. 36, spendete der Stadt-
gemeinde 4000 Kronen, und zwar: 1000 zur Errichtung von Kriegerheimstätten in
Innsbruck, 1000 für Kriegsblinde, 1000 für arme Stadtangestellte und 1000 für das
,,Soldatenheim an der Front" (GRPr. vom 1. Juni 1917). Aus Anlaß seines 25jäh-
rigen Geschäftsjubiläums spendete er für die armen Schulkinder der Stadt Inns-
bruck rund 2500 Kilogramm Marmelade (Schreiben vom 3. Dezember 1917 an den
Stadtmagistrat). Zugunsten des Stiftungsfonds der RA. spendete er 500 Kronen
(JB 1917); dem AF. 100 Kronen.
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Thomas RiB,
Kunstmaler, überließ der Rettungsabteilung den Reinertrag der Ausstellung seiner
Kriegsbilder in der Höhe von 1876 Kronen (JB. 1917).
Familie Walde.
Karl A. Walde überließ der Stadtgemeinde im Jahre 1884 zwei Renten in der Höhe
von 200 Gulden zur Errichtung eines Knabenwaisenhauses (I. N. 1884, S. 398). Die
Hinterbliebenen nach dem verstorbenen Fabrikanten K. Walde haben dem städt.
Armenfonds 3000 Kronen gespendet (GRPr. vom 27. Mai 1910); desgleichen der
Rettungsabteilung 500 Kronen (JB. 1910). Die Geschwister Walde spendeten zu
Ehren der verstorbenen Tante, Frau Antonie Witwe Reiter, der RA. 200 Kronen
(JB. 1917).
Anton Kiener,
Bahnhofrestaurantinhaber in Innsbruck und kaiserlicher Rat, spendete zum 66. Re-
gierungsjubiläums des Kaisers Franz Josef I. für die in Innsbruck befindlichen Kran-
ken und verwundeten Soldaten 1000 Flaschen Bier und eine große Menge Rauch-
zeug (T. A. 1914, Dezember 5.); der Feuerwehr 100 Kronen (JB. 1917); den Inns-
brucker Kriegswaisen 20 Kronen (Tir. Grenzbote 1917/64); der RA. 611 Kronen
(JB. 1918).
Likörfabrikant M. Stainer,
spendet für die Minderbemittelten 2000 Kronen und für die Schulkinder 500 Kro-
nen (GRPr. 11. April 1918).
Firma Schindler,
spendet der RA. 200 Kronen (JB. 1915), 120 Kronen (IB. 1916); für arme Schul-
kinder übermittelte die Firma in den Jahren 1917 und 1918 je 2000 kg Marmelade
im Werte von rund 8000 Kronen (T. A. 1918/146); für die Kriegsopferküche 300
Kronen (T. A. 1920/171); der F. zur Anschaffung einer Motorspritze 1,000.000 Kro-
nen (T. A. 1922/126); dem AF. als Kranzablöse 150 S (MA./1949).
Heinrich Sternfeld,
Kaufmann, hat für arme Schulkinder der Stadt Innsbruck 2500 Pakete zu je zwan-
zig Deka feine Drops und Malzbonbons im Werte von 3000 Kronen gespendet (GRPr.
vom 17. Jänner 1917); der RA. zugunsten des Stiftungsfonds 200 Kronen (JB. 1917);
detto 200 Kronen (JB. 1918).
Eckart v. Schumacher-Marienfrid,
Besitzer der Universitätsbuchhandlung und -druckerei, erlegte für die RA. den Stif-
tungsbeitrag von 200 Kronen (JB. 1911); schenkte derselben 200 Kronen (JB. 1918);
den Stadtarmen 2000 Kronen (T. A. 1918/90).
Marko Feller,
Großkaufmann, spendete zur Aktion der Unterstützung armer Innsbrucker Kinder
10.000 Kronen (T. A. 1919/208).
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Altpräsident Anton v. Schumacher - Marienfrid,
Ehrenbürger der Stadt Innsbruck, spendete der RA. 200 Kronen (JB. 1911); an-
läßlich der Überreichung der Ehrenbürgerurkunde stiftete er für die Minder-
bemittelten 1000 Kronen (T. A. 1917/395). Er starb 1918.
Firma Rauch,
Kunstmühle in Mühlau. Anton Rauch, Kornhändler und Müllermeister, spendete
1000 Gulden zur Anschaffung von vier neuen Turmglocken für Mühlau (1852); der
Kunstmühlenbesitzer Anton Rauch 200 Kronen für die RA. (JB. 1907); zugunsten
des Stiftungsfonds der RA. 500 Kronen (JB. 1917); Spende an die Feuerwehr 800
Kronen (JB. 1919); Der AF. erhielt von der Firma für Weihnachten 1950 und Ostern
1951 je drei Säcke Mehl, Bohnenkaffee und Tabak; dem HI. 200 Schilling (MA./1949).
Dr. Norbert Schopp,
Rechtsanwalt in Wien, und Franz Mark1, Kaufmann, spendeten zu Handen des
Bürgermeisters zur Unterstützung verfolgter, nach Innsbruck verschlagener Süd-
tiroler je 5000 Kronen (T. A. 1919/239).
Ferdinand Rothpletz,
Ingenieur in Bern, ließ der Stadtgemeinde Innsbruck 7200 Kronen zur Verteilung
an die Armen zugehen (GRPr. vom 11. Dezember 1919).
A. C. Dick, Milwaukee,
spendete als Liebesgabe für notleidende Innsbrucker in zwei Raten 6000 Mark
(GRPr. vom 11. November 1920).
Hans Forcher - Mayr,
Kaufmann in Bozen, gest. am 4. Februar 1935 im 67. Lebensjahr. Durch Jahrzehnte
im öffentlichen Leben der Talferstadt eine bedeutende Rolle spielend, hat er sich
als einer der eifrigsten Südtiroler Bergsteiger der alten Schule besonders um die
alpine Bewegung in Tirol Verdienste erworben. Unter dem 29. Juli 1920 übermittelte
er dem Innsbrucker Bürgermeister zugunsten der armen Familien einen Betrag,
der über 10.000 Mark ausmachte. Nekrolog siehe T. A. 1935/31.
Josef Granotto, Verona,
spendete für die Armen von Innsbruck 5000 Kronen (GRPr. vom 16. Dezember 1920).
G. A. Haack, Minneapolis (Nordamerika),
sandte im Wege der Deutschen Bank zur Linderung der Not in Innsbruck 500 Mark
(GRPr. vom 10. April 1920).
Franz Rainer,
Weinhändler in Innsbruck, ließ der Stadt als Weihnachtsspende für bedürftige
Kinder in zwei Raten den Betrag von 20.000 Kronen zugehen (RPr. vom 16. und
23. Dezember 1920).
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Josef Retter,
Baumeister in Innsbruck, spendete der RA. 300 Kronen (JB. 1913), gleichfalls 100
Kronen (JB. 1917) und dem AF. zur Weihnacht 1920 2000 Kronen.
Fräulein Karoline Mayr,
Private, Meinhardstraße 6, vermachte letztwillig der RA. 2000 Kronen (T. A. 1920/130).
August Epplinger,
widmete dem städt. AF. anläßlich seiner Aufnahme in den Gemeindeverband
350.000 Kronen (T. A. 1921/217).
Sepp Fischnaller,
geb. 1862 in Wilten, Dichter und Schriftsteller in Amerika, hat unserem Bergland und
seiner Landeshauptstadt in der Notzeit nach dem ersten Weltkrieg durch eigene
Wohltaten und durch Spendensammlung in Amerika mehrmals in ergiebiger Weise
geholfen. Neben Dr. Pfister ist es vor allem Fischnaller und seiner Gattin zu ver-
danken, daß viele Hunderte von Tiroler Familien mit Dollarpaketen beteilt wur-
den. Anläßlich seines Aufenthaltes in Innsbruck spendete er der RA. 300 Kronen
(T. A. 1921/242).
Dr. Max Kapferer,
Reichs- und Landtagsabgeordneter, Landeshauptmannstellvertreter von Tirol in
den Jahren 1917 bis 1919, schenkte anläßlich des Todes seines Töchterchens den
Armen von der Höttinger Au, von Pradl und Wilten je 100 Kronen sowie dem
Kindergarten Mariahilf und dem Patronagenwerk je 100 Kronen (T. A. 1912/131);
dem Jugendhort „Tyrolia" 600 Kronen (T. A. 1920'50); für die bedürftigen Ab-
brändler der Colli-Fabrik 5000 Kronen (T. A. 1921/136).
Hans Simeoni,
Weinhändler in Bozen, übermittelte als Weihnachtsspende für bedürftige Kinder
und Witwen in Innsbruck 100.000 Kronen (GRPr. vom 16. Dezember 1920).
Marie Mages,
Private, Innsbruck, Bozner Platz Nr. 6, sandte an den Bürgermeister zugunsten des
verarmten Mittelstandes von Innsbruck 1000 Kronen (GRPr. vom 14. April 1921),
10.000 Kronen (GRPr. vom 20. November 1921), 22.000 Kronen (GRPr. vom 13. De-
zember 1921), 300.000 Kronen (GRPr. vom 22. Dezember 1922).
John G. F. Hieber in Spokane, Washington,
überwies an Landeshauptmann Dr. Franz Stumpf 400 Dollar zur Verteilung an
notleidende Familien. Der Landeschef hat diese Spende dem Landeshilfskomitee
zur Verteilung von Liebesgaben übergeben (T. A. 1923/7).
Karl Metzler,
Wattefabrikant in Mühlau, ein Wohltäter der Armen und Förderer der Gemeinde
Mühlau, war seinerzeit der Urheber des Erstehens des Kinderheimes Mariahilf
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und dessen Wohltäter. 1921 übergab er dem Bürgermeister 80 Stück Staatsschuld-
verschreibungen, deren Nummern an einheimische arme Leute als Weihnachts-
geschenk verteilt wurden (T. A. 1921/298); auch den Ferienkolonien war er ein
großer Wohltäter (T. A. 1923/125). Anläßlich seines Übertrittes in den dauernden
Ruhestand widmete er der RA. 1,000.000 Kronen (T. A. 1923/278).
Karl Landsee,
Kommerzialrat, Hotelier und wegen seiner Verdienste um die Hebung des Fremden-
verkehrs Ehrenbürger der Stadt Innsbruck, gest. am 12. Juli 1924. Er übergab, um
das Andenken an seine verstorbene Frau zu ehren, dem Stadtmagistrat 200 Kronen
als Unterstützung für bedürftige Kinder, 200 Kronen für verschämte Arme zur
Anschaffung von Milch (GRPr. vom 15. März 1918), für bedürftige Kinder von
Wachleuten 200 Kronen (GRPr. vom 24. Jänner 1920), 300 Kronen der RA.
(T. A. 1921/87), große Armenspende im Jahre 1923 (F. Chr. IV, S. 304).
Anton Fritz,
Baufirma in Innsbruck, ließ letztwillig der Rettungsabteilung den Stifterbeitrag
von 200 Kronen überreichen (T. A. 10. Februar 1912); aus dem Vermögensnachlaẞ
ging dem Armenfonds der Betrag von 2000 Kronen zu (GRPr. vom 22. Februar 1912);
die städt. Feuerwehr erhielt 1,319.000 Kronen (JB. 1924).
Theresia Bondy,
Private, Adamgasse 9, übergab der Rettungsabteilung 3000 Kronen (T. A. 1921/274);
dem Bürgermeister für wohltätige Zwecke 30.000 Kronen (GRPr. vom 21. Jänner
1922); eine Spende von 500.000 Kronen für Beteilung verschämter Armer (GRPr.
vom 7. Jänner 1924); eine Spende von 1,000.000 Kronen zur Unterstützung hilfs-
bedürftiger Innsbrucker, welche die Armenunterstützung nicht in Anspruch neh-
men wollen (GRPr. vom 9. April 1924); für die Beteilung von Armen 100 Schilling
(GRPr. vom 10. Dezember 1926); im folgenden Jahr einen namhaften Betrag (ohne
Angabe der Höhe) für denselben Zweck (GRPr. vom 23. Dezember 1927); anläßlich
des Jahreswechsels für die Stadtarmen eine Spende von 300 S (GRPr. vom 29. De-
zember 1929).
Firma Foradori
in Innsbruck hat 1933 für Zwecke der Winterhilfe 5000 Schilling, 1934 500 Schilling
gespendet (Protokoll der Sitzung des Beirates vom 3. Juli 1934).
Ferdinand Kirchstätter,
widmete dem Malfatti-Institut 2200 Reichsmark (MA./1940).
Josef Burger,
Bezirkshauptmann in Innsbruck i. R., geb. am 17. Februar 1859 in Innsbruck. ge-
storben am 9. Dezember 1945 in der städt. Pflegeanstalt zu Hall; er vermachte dem
AF. der Stadt Innsbruck ein Kapital von rund 10.000 Schilling mit der Weisung,
daß sein Grab, das er auf dem Innsbrucker Westfriedhof wünschte, durch zehn
Jahre vom Stadtfürsorgeamt gepflegt werde (MA/1945).
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Johanna und Maria Billek,
Lehrerinnen, Innsbruck, Erzherzog-Eugen-Straße Nr. 17, spendeten der städt. Leih-
bücherei wertvolle Bücher (1946); überdies leisteten sie diesem Bildungsinstitut in
den Jahren 1945 bis 1947 regelmäßige und unentgeltliche Arbeitsdienste.
Helene Just,
Professorswitwe, Innsbruck, Maria-Theresien-Straße Nr. 23-25, leistete in den
Jahren von 1945 bis 1948 zugunsten der städt. Leihbücherei regelmäßige und un-
entgeltliche Arbeitsdienste.
Prof. Heinrich Otto Werner,
es seine
Universitätsprofessor i. R., gest. 1949, leistete in den Jahren von 1942 bis 1949 der
städt. Leihbücherei hervorragende Arbeitsdienste, insbesondere waren
regelmäßig abgehaltenen Leseabende, wodurch sich der Verstorbene für die Stadt
Innsbruck verdienstbar gemacht hatte.
Frau Marie v. Unschuld,
Doktor der Musik, Österreicherin von Geburt, Gründerin der Musikuniversität und
deren Präsidentin in Washington (USA), ist auch Autorin verschiedener musik-
wisschenschaftlicher Buchwerke von Weltbedeutung. Als amerikanische Staats-
bürgerin ist sie in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg in die Reihe der Wohl-
täter der Landeshauptstadt Innsbruck getreten, indem sie sich der Ärmsten in den
städt. Kindergärten Reichenau und Sieglanger annahm. In einer Reihe von Sen-
dungen hat sie Lebensmittel, Kleider sowie Spielzeug geschickt und hat durch
solche Gaben viel zum Gelingen der Kinderfeste zu Weihnachten und Ostern bei-
getragen. So z. B. sind alle Kinder des Kindergartens Reichenau mit einem sehr
hübschen Pullover ausgestattet worden, so daß man fast von einer Anstaltskleidung
sprechen kann. Auch ein Bargeldbetrag von 1743 Schilling wurde diesen beiden
städt. Kindergärten gewidmet. Besonders liegt der edlen Spenderin das Schicksal
jener Südtiroler Kinder am Herzen, welche durch die Umsiedlung heimatlos ge-
worden, deren Rückkehr sich aber noch verzögert, so daß sie in Barackenlagern
leben müssen (Mag.-Rat Dr. Rettmeyer). Als Frau Dr. v. Unschuld erfuhr, daß
man im Innsbrucker Gemeinderat für die kostenlose Beistellung der Schulbücher
an unbemittelte Kinder eintrat, sandte sie umgehend an Bürgermeister Dr. Greiter
einen Betrag von 10 Dollar (2. August 1951).
Ingenieur Leopold Dollenek,
Gnadenwald, leistete für die städt. Leihbücherei in den Jahren von 1943 bis 1951
regelmäßige und unentgeltliche Arbeitsdienste.
Hermann Hradetzky,
Innsbruck, Pfarrgasse Nr. 3, widmete in den Jahren von 1946 bis 1951 seine Freizeit
unentgeltlich der städt. Leihbücherei.
Hofrat Dr. Richard Marek,
Innsbruck, Claudiaplatz Nr. 3, verrichtete in den Jahren von 1946 bis 1951 regel-
mäßige und unentgeltliche Arbeitsdienste zugunsten der städt. Leihbücherei.
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Baron Kurt Freiherr v. Reden,
Major a. D., Innsbruck, Kaiser-Franz-Josef-Straße Nr. 12, leistete in den Jahren
von 1948 bis 1951 der städt. Leihbücherei wertvolle und unentgeltliche Arbeits-
dienste.
Ingenieur Adolf Schöpf,
Landesbauinspektor i. R., Innsbruck, Amraser Straße Nr. 13, stellte in den Jahren
von 1945 bis 1951 seine Arbeitskraft regelmäßig und unentgeltlich der städt. Leih-
bücherei zur Verfügung.
Dr. Willy Tucek,
Oberbahnrat i. R., Innsbruck, Sonnenburgstraße Nr. 17, leistete in den Jahren von
1945 bis 1951 regelmäßige und unentgeltliche Arbeitsdienste für die städt. Leih-
bücherei.
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III. Teil
SPENDER
Julius Cornet, berühmter Opernsänger, widmet zugunsten der Stadtarmen
die volle Einnahme für ein Konzert, das er im Juni 1832 in Innsbruck gibt (F.
Chr. IV/302).
Eisenhändler und Magistratsrat Meyer spendet zum Baue des neuen Versor-
gungshauses 200 Gulden (T. B. 1850, S. 2124).
Ritter von Gredler spendet am Tage der Ernennung zum Ehrenbürger der
Stadt Innsbruck in zwei Raten 600 Gulden zu zweckmäßiger Verwendung (T. B.
21. V. 1851).
Aktien zu je 500 Gulden als Geschenk für den Bau der Innsbrucker Realschule
im Jahre 1851 zeichnen: Statthalter Graf von Bissingen, Baron von Rein-
hart, Handelsmann Baader, Landesgerichtspräsident von Gummer, Handels-
mann Kapferer, Dr. Hermann von Widmann, Vizebürgermeister, Landrat
von Mörl, Großhändler Boscarolli, Fabriksdirektor Lutti, Spinnfabrik,
Graf Ludwig und Oswald von Trapp, Zimmermeister Josef Mayr, Präsident
Leopold Graf von Wolkenstein, Peter Hellrigl. Ein ungenannt sein wollen-
der Bürger (T. B. 1851/173 und Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck [Chro-
nik] 1951/7 u. 9.)
Franz von Kraus, Privatier, gest. auf seinem Hofe in Amras am 17. September
1852, bestimmt einen Betrag für ein Versorgungshaus am Innrain zu Innsbruck
zur Aufnahme armer weiblicher Dienstboten, das bereits am 6. Februar 1854 be-
siedelt wird (F. Chr. IV/296).
Plazidus Staffler, durch 14 Jahre Lokalkaplan in Mühlau, gest. als Pfarrer
in Axams am 2. November 1870, steuert zur Errichtung einer Kinderbewahranstalt
aus eigenem Sack 1000 Gulden bei (I. T. 1852/140).
Kaiserin Maria Anna bedenkt die unter dem Schutz des Elisabethvereines
bestehende Marienanstalt zur Heranbildung guter Dienstboten (damals der Stadt-
gemeinde Innsbruck gehörig) mit einem Geschenk von 1000 Gulden (I. T. 1854/54).
Baronin von Martinich, Generalsgattin, widmet bei ihrem Scheiden aus
Innsbruck den armen Versorgungsanstalten 100 Gulden (I. N. 1854/133).
Erzherzog Maximilian-Este übermacht der Marienanstalt des Elisa-
bethen-Vereines in Innsbruck ein Geschenk von 100 Gulden (I. N. 1854/28).
Erzherzog Franz Karl und seine Frau, Erzherzogin Sophie, schenken zur
Unterstützung der Armen der Stadt Innsbruck je 200 Gulden (I. T. 1857/258).
Karoline von Reinisch, gest. in Wien 1864, vermacht den drei Innsbrucker
Kinderbewahranstalten ein Legat von 300 Gulden (I. N. 1864/267).
Andrä Kößler übergibt dem Magistrat zugunsten des AF. durch letztwillige
Verfügung drei Obligationen à 100 Gulden vom Jahre 1854 und stellt durch weitere
Verfügung sowohl dem AF. als der Malfattischen Anstalt für verwahrloste Kinder
ein bedeutendes Kapital zur Verfügung (I. N. 1865/189).
Johann Stocker vermacht der Stadt für die Waisenknaben und für den
Vinzenzverein 100 Gulden (I. N. 1867/109 und 113).
Franz Freiherr von Ulm übergibt aus Anlaß seines Scheidens dem städtischen
AF. eine fünfprozentige Staatsschuldverschreibung vom Jahre 1856 im Betrage
von 100 Gulden samt Coupons als Geschenk (Bozner Ztg. 1867/62).
Dr. Johann Jakob Stafflers Erben spenden dem AF. und Waisenhaus 300
Gulden (I. N. 1868/293).
Karl Wondrak, pensionierter k. k. Major, legiert jeder der drei Innsbruk-
ker Kinderbewahranstalten 100 Gulden (I. N. 1868, April 14.).
Erzherzog Karl Ludwig, mehrere Jahre Statthalter in Tirol, läßt dem
Elisabethen-Verein zum Christbaumfest des Jahres 1855 100 Gulden einhändigen
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(I. T. 1856/9), spendet für das neue Mädchenwaisenhaus 100 Gulden (I. N. 1869,
S. 55). Die Pfarrkirche St. Jakob erhält von ihm und seiner Frau Gemahlin, Erz-
herzogin M. Annunziata, ein kostbares Meßkleid als Geschenk, welches die durch-
lauchte Frau selbst gestickt hat (I. N. 1870/26).
Kaiserin Elisabeth spendet dem Margaretinum und der Kleinkinderbe-
wahranstalt in St. Nikolaus je 100 Gulden; dem Mädchenwaisenhaus in Innsbruck
100 Gulden (T. V. 1871, Dez. 6.); 500 Gulden zur Verteilung an wahrhaft Bedürf-
tige (I. N. 1871, S. 149).
Caspar Graf von Lodron-Laterano, Statthalter von Tirol, übergibt zum
Geburtstage des Kaisers dem Bürgermeister 300 Gulden zur Beteilung von Haus-
armen (I. N. 1870, S. 1771).
Kaiserin Karoline Auguste spendet 100 Gulden für Armenbäder am
Venusberge (I. T. 1854/135); dem Vereine für Kinderbewahranstalten und Indu-
strieschulen 100 Gulden (I. N. 1869, S. 1538); dem Mädchenwaisenhause 500 Gulden
(I. N. 1868, S. 1808); detto 100 Gulden (I. N. 1872, April 25.).
Witwe Winkler-Klingler tritt zugunsten des Margaretinums eine Staats-
schuldobligation im Nennwerte von 100 Gulden ab (I. N. 1874/273).
Herr Domanig von Zirl schenkt dem Innsbrucker Mädchen-Waisenhause
eine schöne Weihnachtskrippe (I. N. 1875/295).
Leopold Ortlieb, Hausbesitzer, schenkt zur Ehrung der verstorbenen Gattin
der Vorstehung des Frauenvereines für Kleinkinderbewahranstalten und Industrie-
schulen 100 Gulden (I. N. 1875/135).
Josefa Meiẞler, k. k. Mappierungsdirektorswitwe, übergibt zu Ehren des
Andenkens ihres verstorbenen Gemahls dem AF. 100 Gulden (I. N. 1876/18).
Frau Maria Stocker spendet zur Beschaffung und Verteilung von Holz für
die Armen 500 Gulden (I. N. 1876/76).
Johann Nußbaumer, Lederfabrikant, legiert zugunsten des Margaretinums
200 Gulden (I. N. 1877/273).
Kronprinz Rudolf von Habsburg, geb. 1858, gest. 1889, spendet für die
Stadtarmen von Innsbruck 500 Gulden; hievon wurden für Innsbruck 200 Gulden,
für die Ortsarmen von Wilten 100 Gulden und zur Verteilung an die Bittsteller,
die Unterstützungsgesuche einreichten, 200 Gulden verwendet. Ferner widmet
der Kronprinz für die Kranken-Unterstützungskasse der Freiw. F. der Landes-
hauptstadt 100 Gulden (I. N. 1877/225).
Frau Viktoria Fink, geb. Grubhofer, gest. i. J. 1878, bestimmt testamentarisch
1000 Gulden für ein Stipendium, auf das an der Realschule studierende, mittel-
lose Handwerkersöhne von Innsbruck Anspruch haben sollen (I. N. 1878/41).
K. von Kempter, Kreispräsident der Feuerwehr, vermacht dem städtischen
AF. 1000 Gulden (I. N. 1878/41).
Familie Haas spendet als Erbe des verstorbenen Ing. Alois Haas 100 Gulden
für den AF. (I. N. 1879/86).
Witwe Anna Groß bedenkt testamentarisch den Vinzenzverein und AF. mit
je 100 Gulden (T. St. 1880/268).
Gasthofbesitzer Riedl (Österr. Hof), spendet der F. Innsbruck und den vier
Vorortsfeuerwehren je 100 Gulden. Der großmütige Spender machte jede Gulden-
banknote in ein Blatt Papier ein, wo auf der einen Seite der „Österr. Hof", auf
der anderen die Widmung, die Protektoren der Innsbrucker Feuerwehr, ein Feuer-
wehrgedicht und das bekannte Frisch-Fromm-Froh-Frei zu lesen war (I. N.
1880 297).
Dr. Anton Pfeiffer, kaiserlicher Rat, gest. in Hofgastein, vermacht den
Stadtarmen von Innsbruck 150 Gulden (I. N. 1882/298).
Franz Engel's Erben zur Errichtung des Knabenwaisenhauses 200 Gl. (1883).
Tischlermeister Nöbl vermacht dem AF. 500 Gulden (I. N. 1881/32). Seine
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Witwe, Notburga Nöbl, geb. Baldauf, setzt i. J. 1883 den Kirchenbaufonds von
St. Nikolaus zum Universalerben ihres Vermögens, das rund 25.000 Gulden aus-
macht, ein (T. V. 1883/37).
Johannes Lei ẞ-Laimburg, Fürstbischof von Brixen, übergibt zur Errichtung
eines Knabenwaisenhauses 100 Gulden (1883).
Spenden für die Abbrändler von Igls im Jahre 1883 (I. N. 1883/224): Herzogin
von Alençon 300 Gulden, Dr. L. Duregger 150 Gulden, Lehrer Eichler,
Igls, 100 Gulden, Dr. Franz Baron von Rapp 100 Gulden, Bauunternehmen Red-
lich und Berger 100 Gulden, Graf Ferdinand von Taxes 100 Gulden, Fürst
zu Wied 100 Gulden.
Josef Flunger spendet eine Rente zu 100 Gulden zur Errichtung eines Kna-
benwaisenhauses (1884).
Johann Handl widmet eine Rente von 100 Gulden zur Errichtung eines
Knabenwaisenhauses (1884).
Anton Karger, k. k. Univ.-Aktuar, bedenkt den Musikverein mit dem Legate
von 100 Gulden (1884).
Alois Schrott, Generalagent des „Österr. Phönix" in Wien, übermittelt der
Freiw. F. in Hötting als Weihnachtsgabe einen ansehnlichen Geldbetrag (I. N.
1884/300).
Frau Gräfin Louise von Hend 1, gest. am 1. August 1886, vermacht den Armen
100 Gulden.
Ferdinand Rauter, Theaterunternehmer in Pradl, spendet der Freiw. F. Pradl
einen namhaften Betrag (1887).
Firma Mattoni in Gießhübel macht, durch den Ruf des Innsbrucker Spitales
veranlaßt, demselben 1000 Flaschen Gießhübler zum Geschenke (I. N. 1888/260).
Dr. Friedrich Thaner, Universitätsprofessor, widmet aus Anlaß seines Ab-
ganges von Innsbruck nach Graz dem Fonds des Unterstützungsvereines der drei
weltlichen Fakultäten eine Spende von 100 Gulden (I. N. 1888/169).
Freiherr von Widmann spendet anläßlich des Geburtstages des Kaisers für
die Innsbrucker Armen 200 Gulden (I. N. 1888/190); bei seinem Scheiden von Tirol
neuerdings 200 Gulden (1890).
Direktor Schmidt (gest. 1895) vermacht der F. ein Legat von 202 Gulden
(JB. 1895).
Oberpostkommissär Thomann legiert der F. 500 Gulden (JB. 1895).
Frau Johanna Steiger widmet dem AF. anläßlich des Ablebens ihres Gatten
200 Gulden und für die städt. Kindergärten 100 Gulden (GRPr. 31. 3. 1897).
Kronprinzessin Witwe Erzherzogin Stephanie schenkt anläßlich ihres Auf-
enthaltes in Innsbruck den bittlich Gewordenen 200 Gulden (Wiltener Wochenbl.
1897/50).
Ludwig Margreiter, Wilten, gest. 1898, schenkt dem dortigen Armenfonds
zu Ehren seiner dahingeschiedenen Gattin 100 Gulden (Wiltener Wochenbl. 1898/4).
Karl Mayer, Pfarrer in St. Nikolaus, widmet 500 Gulden für die Schule
in St. Nikolaus (I. N. 1898/253); legiert 300 Gulden für die Stadtarmen (GRPr..
28. 3. 1898).
Georg Mutschlechner, Seidenfabrikant, legiert der F. 100 Gulden (JB.
1898).
Josefine Adam schenkt an F. 200 Gulden (JB. 1899).
Alf. Hasel wanter schenkt an F. 100 Kronen (JB. 1899).
Familie Alt als Erben der Frau Alt F. 400 Kronen (JB. 1900).
Familie Halbeis widmet der F. 400 Kronen (JB. 1900).
P. Aichner schenkt an F. 100 Kronen (JB. 1902).
Anton Ritter v. Burlo widmet, um das Andenken des verstorbenen Franz
Baur zu ehren, dem AF. 200 Kronen (GRPr. 10. X. 1902).
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Fabrikant Weyrer. Ferdinand Weyrer, Oberkommandant der Freiw. Feuer-
wehr Mühlau, widmet zur Gründung einer Mühlauer Krankenkasse 100 Gulden
(I. N. 1879/2); derselbe vermacht für die F. ein Legat von 200 Kronen (JB. 1902).
Der AF. erhält von der Firma zu Weihnachten 1950 33.3 Meter Stoff.
Frau Lucy S. Wilkins spendet für das Siechenhaus 5 Pfund Sterling (=
119.50 Kronen) (GRPr. 1902 S. 40).
Ritter von Gravenegg legiert 200 Kronen an F. (JB. 1904).
Die Erben des Anton Wagner, Geschenk von 100 Kronen an F. (JB. 1904).
Josef Jörg widmet neben vielen kleineren Spenden auch 1000 Kronen an F.
(JB. 1905).
Frau Ida Schiestl, Spende an den Musikvereinsfonds von 100 Kronen (Tir.
Post 1905/25).
Alois Maa ẞ, Bäckermeister, Legat von 400 Kronen an F. (JB. 1905).
Privatier Rainer schenkt 100 Kronen an F, (JB. 1905).
Josef Erler, Hofrat, schenkt an F. 200 Kronen (JB. 1906).
Frau Witwe Schwaighofer schenkt der F. 200 Kronen (JB. 1906).
Dr. Florian Blaas spendet anläßlich der Ernennung zum Ehrenbürger zur
Verteilung an verschämte Arme 100 Gulden (1887). Die Witwe des Verstorbenen
vermacht dem AF. anläßlich des Ablebens ihres Gemahls 500 Kronen (GRPr. 18. I.
1907).
Firma Herrburger und Rhomberg spendet für die Abbrändler von Igls
100 Gulden (1883), der RA. 120 Meter Molinos (JB. 1907).
Eugen Lerch, Postrechnungsassistent, schenkt an RA. 200 Kronen (JB. 1907).
Prinz Ludwig von Sachsen-Koburg und Gotha spendet 300 Kronen
an RA (JB. 1907).
Fabriksunternehmen Reithoffers Söhne Wien, spendet 100 Kronen an
RA. (JB. 1907).
Verlag Scherl, Berlin (Besitzer des Lokalanzeigers) schenkt 100 Kronen an
die RA. (JB. 1907).
Josef Summerer, Privatier (früher Brauereibesitzer in Innsbruck), ver-
macht testamentarisch ein Legat von 1000 Kronen für den AF. (1907).
Josef Teltscher, Privatier und Hausbesitzer, widmet der RA. den Stifter-
betrag von 200 Kr. (JB. 1907).
Theaterdirektor Arlt schenkt dem städt. Armenrate 100 Kronen (Tir. Post
1904/05), an F. 100 Kronen (JB. 1908).
Peter Biedermann, Bauunternehmung, Innsbruck, durch letztwillige Ver-
fügung dem Armenfonds 200 Kronen (GRPr. 9. IX. 1910); um das Andenken ihres
verstorbenen Gatten zu ehren, läßt Frau Biedermann der RA. 150 Kronen über-
mitteln; detto der RA. 100 Kronen (T. A. 1908/289).
Frau Hofrat Demattio vermacht den Stadtarmen 600 Kronen (GRPr. 30. IV.
1908).
Maria Witwe Gostner, dem AF. 100 Kronen (GRPr. 15. X. 1908).
Firma Hutter, 200 Kronen an F. (JB. 1908).
Ferdinand Neßler, Legat von 100 Kronen an F. (JB. 1908).
Klara von Schwind, Hofrätin, widmet dem AF. 100 Kronen (GRPr. 15. X. 1908).
Elise Bartinger, für den AF. ein Legat von 600 Kronen (GRPr. 21. I. 1909).
Maria Ferrari d'Occhieppo, Gräfin, seitens der Hinterbliebenen eine
Spende von 200 Kronen für den AF. (GRPr. 4. XI. 1909).
Die Witwe des Julius Greil, Oberbaurat und Gemeinderat, widmet dem städt.
AF. 500 Kronen (GRPr. 6. V. 1909).
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Die Hinterbliebenen nach dem verstorbenen Franz Kirschner schenken dem
AF. 100 Kronen (GRPr. 23. IX. 1909).
Hermann Hueber legiert für die F. 100 Kronen (JB. 1909).
Dr. Cäsar Ohne stingel, gest. in Sillian, vermacht der RA. 100 Kronen
(T. V. 6. II. 1909).
Elise Pattinger spendet für den AF. 600 Kronen (GRPr. 21. I. 1909).
Alois Resch, Hausbesitzer, vermacht dem Armenfonds von Innsbruck-Pradl
400 Kronen. Nachdem aber die Hinterlassenschaft passiv war, erbat die Witwe
Verzichtleistung auf das Legat (GRPr. 11. III. 1909).
Hofrat Schiffner vermacht mittels letztwilliger Verfügung dem AF. 500 Kro-
nen (GRPr. 21. I. 1909).
Christian Schnegg (gest. 1908), vermacht 500 Kronen,,für arme, unheilbare,
ledige Mannspersonen, wobei solche von Mühlau den Vorzug haben sollen" (T. A.
1909/118).
Viktor Schwarz spendet für den AF. 200 Kronen (GRPr. 4. XI. 1909).
Dr. Sichra, Wien, spendet 500 Kronen für die Innsbrucker Armen zur An-
schaffung von Brennholz als Weihnachtsgabe (GRPr. 29. XII. 1903). Frau Dr. Sichra
spendet dem Fonds zur Errichtung einer Lungentuberkulosen-Heilstätte in Inns-
bruck den Betrag von 1000 Kronen (GRPr. 22. IV. 1909).
Graf Franz von Thurn und Taxis übermittelt zufolge letztwilliger Anord-
nung seines Vaters dem AF. 200 Kronen (GRPr. 18. XI. 1909).
August Wilcke, Privatier, überweist einen ihm zukommenden Finderlohn von
100 Kronen der RA. (T. A. 1909/212).
Pächter des Bürgerlichen Bräuhauses, Innsbruck, widmet der RA. den Stifter-
beitrag von 200 Kronen (JB. 1910).
Gräflich Enzenbergsche Union, an RA. 100 Kronen (JB. 1910).
Dr. Richard Huebers Erben schenken der RA. 200 Kronen (JB. 1910) und
dem AF. 400 Kronen (GRPr. 10. II. 1910).
Frl. Jachmann, Charlottenburg, an RA. 100 Kronen (JB. 1910).
Frl. Marie von Kink, Statthaltereiratswitwe, übergibt zur Ehrung des Anden-
kens an ihre verstorbene Mutter der RA. den Stiftungsbetrag von 300 Kronen
(T. A. 1910/71); der Blindenfürsorgeverein erhält von ihr 500 Kronen.
Familie Pirchl spendet 200 Gulden an F. (JB. 1894), detto 200 Kronen (JB.
1910).
Familie Rieg 1, Besitzer des Gasthofes,,Ebner" in Absam spendet, um das An-
denken des Vaters zu ehren, der RA. 200 Kronen (T. A. 1910/96); der F. 200 Kro-
nen (JB. 1904).
Maria Rieglers Hinterbliebenen spenden dem AF. 100 Kronen (GRPr. 12. I.
1910).
Geschwister Sokopf übergeben zur Ehrung der verstorbenen Schwester, Frl.
Antonie Sokopf, der RA. und dem Mädchenwaisenhause eine namhafte Spende
(T. A. 1910/53 und 56).
Familie Sottrù, Pradler Straße 5, übergibt der RA. anläßlich des Ablebens
des Frl. Anna Sottrù, 100 Kronen (T. A. 1910/212).
Sophie Thurner widmet zum Andenken ihres Gatten, Kaiserl. Rat Franz
Thurner, der RA. 100 Kronen (JB. 1917); dem AF. für die Kinderausspeisung und
für die Gradokolonie je 100 Kronen (GRPr. 22. XII. 1910).
Dr. Anton Winkler, städt. Rechtsrat und Ehrenbürger der Landeshauptstadt
Innsbruck, widmet der RA. 410 Kronen als Stiftungsbeitrag (JB. 1910).
Die Hinterbliebenen des Hofrates Professor Dr. Zingerle spenden dem AF.
100 Kronen (GRPr. 22. XII. 1910).
Wilhelm Adler schenkt, anläßlich der Aufnahme in den Heimatverband, dem
AF. 100 Kronen (1911).
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Georg Dörr, Dachpappenfabrikant, Mühlau, schenkt für eine Hilfeleistung in
der Fabrik der RA. 100 Kronen (JB. 1911).
Ferrari-Gesellschaft, der RA. 100 Kronen (JB. 1911).
Max v. Esterle, Kunstmaler, verzichtet auf einen außergerichtlichen Aus-
gleich in der Höhe von 100 Kronen zu Gunsten der RA. (JB. 1911).
Gottwald: der Notar Othmar v. Riccabona machte dem Magistrat die Mit-
teilung, daß der im Jahre 1908 verschiedene Herr Gottwald den Armen jener Ge-
meinde, in der er sterben werde, 1000 Kronen vermacht habe; dies sei Innsbruck
(GRPr. 9. II. 1911).
Frl. von Hassauer macht für das Mädchenasyl Margaretinum einen Betrag
von 200 Gulden flüssig (um 1911).
R. Hinterwaldner, Hausbesitzer, verzichtet zu Gunsten der RA. auf den
Betrag von 100 Kronen aus einem gerichtlichen Ausgleich (JB. 1911).
Dr. Anton und Frau Mizzi Kastner widmen zum Andenken ihres Kindes
Erwin der RA. 300 Kronen (T. A. 1911/293).
Franziska Pisarik, Ministerialamtswitwe, spendet der RA. 300 Kronen (JB.
1911).
Familie Pitschmann, Zentralkinomatograph, widmet der RA. den halben
Reinertrag der Vorstellung am 7. XI. 1911, um dadurch ein verstorbenes Familien-
mitglied zu ehren (JB. 1911).
Familie Schweiggl schenkt der F. 100 Kronen (JB. 1911); der RA. 100 Kro-
nen (T. A. 1920/243).
Josefine Seelos, Südbahningenieurswitwe, schenkt der RA. zu Ehren ihres
toten Gatten 100 Kronen (JB. 1911).
Die Hinterbliebenen des Julius Volland übergeben der RA. den Stifterbei-
trag von 200 Kronen (JB. 1911).
Rosalia Welzhofer, Legat von 100 Kronen an RA. (JB. 1911).
Ferdinand Beller der RA. 200 Kronen (JB. 1912).
Die Hinterbliebenen des Heinrich Boos, Realitätenbesitzer, spenden dem
AF. 200 Kronen, dem Mädchenwaisenhaus 100 Kronen, dem Verein für Ferienkolo-
nien 100 Kronen, dem Vinzenverein Wilten 200 Kronen, der Innsbrucker F. 200
Kronen (GRPr. 26. IX. 1912), der RA. 100 Kr. (JB. 1912).
Frau Luise Witwe Dialer, geb. Hosp, durch letztwillige Anordnung dem
Elisabeth-Verein 100 Kronen (T. A. 1912, Sept. 3.).
Frau Maria Engl schenkt dem Innsbrucker Ferienkolonie-Verein 250 Kronen
(T. A. 1912/122).
Familie Gsteu schenkt zum Andenken an den verstorbenen Hofrat von Gsteu
der RA. 100 Kronen (JB. 1912).
Witwe Josefine Hanreich spendet zum Andenken an ihren Gatten der RA.
100 Kronen (JB. 1912).
Ritter von Hart, Sektionschef, gibt für Ortsarme und bedürftige Volksschüler
eine Spende von 100 Kronen (GRPr., 7, 3. 1912).
Hans Hirsch, Eisenhändler, spendet bei der Aufnahme in den Innsbrucker
Gemeindeverband dem AF. 100 Kronen (1912).
Frau Witwe Luise Huter schenkt der F. 200 Kronen (JB. 1906), der RA.
100 Kronen (JB. 1912).
Südbahnkontrollor Kallech, Spende von 100 Kronen für Stadtarme (GRPr.,
7. 3. 1912).
Franz Kirchberger schenkt der RA. 100 Kronen (JB. 1912).
Dr. Wilhelm Löbisch, Universitätsprofessor, Legat von 100 Kronen an die
RA. (JB. 1912).
Richard Recheis, Fabrikant in Hall, läßt der RA. 100 Kronen zukommen
(JB. 1912).
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Oswald von Ringelheim, Geschenk von 200 Kronen an RA. (JB. 1912).
Engelhart von Spannhof, Spende von 300 Kronen an RA. (JB. 1912).
Frl. Midi Berktold, Innsbruck, übermittelt, um das Andenken ihrer ver-
storbenen Tante, Kathi Neuner, zu ehren, der Kinderbewahranstalt in Wilten eine
Spende von 200 Kronen (T. A. 1913, 12. Nov.).
Alois Bruni vermacht der RA. 500 Kronen (JB. 1913).
Firma Freudenfels
als Erträgnis einer im Geschäft unternommenen
Sammlung an die RA. 106.80 Kronen (JB. 1913), detto 500 Kronen (T. A. 1921/54).
Heinrich Friedländer anläßlich seiner Aufnahme in den Heimatver-
band dem AF. 100 Kronen (GRPr., 3. 7. 1913).
Familie Norer schenkt der RA. 200 Kronen (JB. 1913), detto 100 Kronen zum
Andenken an Josef Diechtl in Meran (T. A. 1920/275).
Dr. Johann Peer, Rechtsanwalt, schenkt der RA. 100 Kronen (JB. 1911), detto
100 Kronen als Sühnebetrag (JB. 1913), detto 150 Kronen (T. A. 1920/283).
Philomena Ragg 1, Wirtschafterin in der Familie v. Lemmen, gest. am 5.9. 1912,
verfügt in ihrem mündlichen Testament, daß der RA. ein Legat von 100 Kronen
ausbezahlt werde (T. A. 1913/23).
Alosia Riedl, Wirtin zum „,Delevo", vermacht dem AF. 200 Kronen (GRPr.,
13. 2. 1913).
Kanzlei Dr. Ritter und Dr. Lehndorff, Sühnebetrag in der Höhe von 200
Kronen in einer Ehrenbeleidigungssache an die RA. (JB. 1913 und T. A. 1913/296).
Dr. Wilhelm Schneider, Rechtsanwalt, übergibt der RA. 100.40 Kronen als
Sühnebetrag (JB. 1913).
Nordbahnkontrollor Wildhan, Wien, widmet zu Ehren des Andenkens seiner
in Innsbruck am 27. September 1911 verstorbenen Frau Hanni, geb. Plättner, eine
Spende von 1000 Kronen für den Siechenhausfonds der Stadt Innsbruck (GRPr.,
4. 9. 1913).
Franz Angermaier eine Rente von 100 Gulden zur Errichtung eines
Knabenwaisenhauses (1884); ein Legat von 200 Kronen an F. (JB. 1914).
Mister Josiah H. Benton, Boston, im Sommer 1914 im Hotel,,Tiroler
Hof" weilend, spendet der Stadtgemeinde Innsbruck für dürftige einberufene Re-
servisten 100 Dollar (T. A. 1914/207).
Gottfried Eckmann an RA. 260 Kronen (JB. 1914).
Alois Fischer, Kaufmann - zum Andenken an die verstorbene Frau Witwe
Anna Fischer an RA. 100 Kronen (JB. 1914).
Heinrich Fu ẞ, k. k. Professor und akad. Bildhauer - Geschenk von 200 Kronen
an RA. (JB. 1914).
Ernst Graẞ1- Legat von 100 Kronen an RA. (JB. 1914).
Dr. Adolf Hintner - an RA. 100 Kronen zur Ehrung seiner verstorbenen
Mutter (JB. 1914).
Dr. Georg Juffinger, Universitätsprofessor
Kronen (JB .1914).
Max Klammer
-
an RA. Geschenk von 300
Legat von 100 Kronen an F. (JB. 1914).
Familie Obholzer Legat von 200 Kronen an F. (JB. 1910), detto 100
Kronen (JB. 1914).
Maria Schorn, geb. Gstrein, schenkt, um ihren toten Gatten, Dr. Johann
Schorn, langjähriges Landesausschußmitglied, zu ehren, den Armen von Innsbruck,
Pradl und Hötting namhafte Beträge (T. A. 1914/175).
Rechtsanwalt Dr. Vigl Sühnebetrag von 100 Kronen an RA. (JB. 1914).
Frau Adelheid C. Brown, New York spendet 400 Kronen für bedürftige
Innsbrucker Witwen gefallener Krieger (GRPr., 30. 9. 1915).
Leopold Dubsky zur Ehrung des verstorbenen Schwagers der RA. 100
Kronen (JB. 1915).
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Frau Baronin v. Freiberg - Geschenk von 100 Kronen an die RA. (JB. 1915).
Julius Gruder, Kaiserlicher Rat, Ingenieur, schenkt der RA. in zwei Raten
600 Kronen (JB. 1915).
Hugo Hofer - Spende von 125 Kronen an den AF. (T. A. 1915/507).
Frau Zenzi Kranebitter, Oberpostratswitwe, spendet zur Ehrung des im
Kriege gefallenen Gatten an die RA. 100 Kronen (JB. 1915).
Familie Kugler - zur Ehrung der verstorbenen Mutter Theres 200 Kronen
an die RA. als Beitrag zur Anschaffung eines Kraftwagens (JB. 1915).
August Lechle, Kaufmann, zur Ehrung seiner verstorbenen Mutter der RA.
100 Kronen (IB. 1915).
Gebrüder Nemec - zum Andenken an ihren Vater, SB.-Oberrevident, an RA.
100 Kronen (JB. 1915).
Max Obexer, kaiserlicher Rat, Kaufmann und Gemeinderat, schenkt der RA.
200 Kronen (JB. 1915).
Dr. Oswald Oellacher, Augenarzt, gest. am 9. 9. 1915, 64 Jahre alt, ver-
macht der RA. durch letztwillige Verfügung 1000 Kronen zur Anschaffung eines
Kraftwagens (JB. 1915); 500 Kronen dem Musikverein (Tir. Post 1905/25).
Frau Hofrat Pegger spendet dem AF. 100 Kronen zum ehrenden Andenken
an ihren im Kriege gefallenen Sohn und Bruder (GRPr., 29. 5. 1915).
Dr. Ferdinand Reiter, Chefredakteur, schenkt zur Ehrung des Andenkens
seiner verstorbenen Mutter der RA. 100 Kronen (T. A. 1915/626).
Franz Sagmeister, vermacht der F. ein Legat von 448 Kronen und ebenso
der RA. ein solches in gleicher Höhe (JB. 1915).
Dr. Ferdinand Sauter, Statthaltereirat und Landessanitätsreferent Ge-
schenk von 200 Kronen an RA. (JB. 1911); detto 157 Kronen (JB. 1915); 3000
Kronen (T. A. 1922/28).
Familie Georg Schardinger - zum Andenken des im Kriege gefallenen
Hans Schardinger an die RA. 100 Kronen (JB. 1915).
Josef und Ludwig Schaufler übermitteln anläßlich des Ablebens ihrer
Mutter dem städt AF. 100 Kronen (GRPr., 21. 1. 1915); der RA. zur Anschaffung
eines Kraftwagens 200 Kronen (JB. 1915).
Fabrikant Weiß, Wattens
Spende von 100 Kronen an die RA. zum Anden-
ken an seine Frau Anna, geb. Swarovski (JB. 1915).
Frl. Maria Winkler vermacht den Armen von Hötting 100 Kronen (T. A.
1915/502).
der RA. 100 Kronen (JB. 1916).
Frau Gräfin Maria Consolati
Franz Damiani, Lederhändler, spendet zum 25jähr. Geschäftsjubiläum der
RA. 200 Kronen (JB. 1916).
Dr. Adolf Ferstl, Advokat - an F. Legat von 200 Kronen (JB. 1916).
Josef Gehri, Kaufmann, spendet der RA. 100 Kronen zum Andenken an
seinen in russischer Kriegsgefangenschaft gestorbenen Sohn Philipp (JB. 1916).
Paul R. Greußing, Dichter und Schriftsteller, gest. 1916, vermacht der Kna-
benbürgerschule in Innsbruck seine Käfersammlung (T. A. 1916/335).
Frau Griensteidl zum Andenken an ihren verstorbenen Gatten, Felix
Griensteidl, Kaufmann und Gemeinderat, an die RA. 100 Kronen (JB. 1916).
Die Erben der Frau Karoline Kapferer, geborene Baumgartner, gest. am
18. 2. 1916, widmen aus deren Nachlasse der RA. den Restbetrag von 686 Kronen
(T. A. 1916/325).
Familie Klingler spendet zum Andenken an den verstorbenen Vater, Eduard
Klingler, städt. Oberbaurat, der RA. 100 Kronen (JB. 1916).
Kaiserlicher Rat Dr. Karl Knoflach, gest. in Innsbruck, Rudolfstraße 2, ein
auf dem Gebiete der Caritas sehr verdienter Arzt, zeichnet kurz vor seinem Tode
für die städt. Lebensmittelversorgungsaktion 1000 Kronen (T. A. 1916/147).
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Frau Regina Kramer, Südbahnoberinspektorswitwe, vermacht der RA. 100
Kronen (JB. 1916).
Familie Leiẞ spendet zum Andenken des verstorbenen Vaters 100 Kronen an
die RA. (JB. 1916), detto 100 Kronen (T. A. 1920/289).
Martha Mader, Polizeiratswitwe, Spende von 200 Kronen an RA. (JB. 1916).
Frau Olga Norz, Hofjuwelier, schenkt zur Ehrung ihres im Kriege gefallenen
Gatten der RA. 100 Kronen (JB. 1915); detto 100 Kronen zu Ehren ihres gefallenen
Sohnes (JB. 1916).
Familie Riccabona - Dr. Othmar Riccabona, k. k. Notar, widmet beim Ab-
leben seiner Mutter dem AF. 300 Gulden (GRPr. 21. III. 1897); zum Andenken an
den verstorbenen Vater, Dr. Othmar v. Riccabona, spenden die Hinterbliebenen der
RA. 100 Kronen (JB. 1916).
Alois Samuda, Hausbesitzer, Spende von 200 Kronen an die RA. (JB. 1916).
Josef Schwarz, Kaufmann, legiert zu Gunsten der RA. 150 Kronen (JB. 1916).
Dr. med. und phil. Anton Steyrer, Spende von 100 Kronen zu Gunsten des
Kraftwagenfonds für die RA. (JB. 1916).
Klara Stöck 1, Geschenk von 200 Kronen an RA. (JB. 1916).
Eduard Thom ma, Legat von 100 Kronen zu Gunsten der F. (JB. 1916).
Postoberoffizial Toldt, legiert für die F. 300 Kronen (JB. 1916).
Otto Weiß, Landes-Kanzlei-Oberoffizial, Legat von 100 Kronen an RA. (JB.
1916).
Leopold Blum, Linoleumfabrik, Zweigstelle Innsbruck, zu Gunsten des Stif-
tungsfondes der RA. 200 Kronen (JB. 1917).
Frau Therese Egger, an RA. 100 Kronen (JB. 1917); 1000 Kronen für die Ar-
men anstatt eines Kranzes auf das Grab des Dr. v. Wackernell (T. A. 1921/174).
Familie Feldmann, zu Ehren des verstorbenen Gatten und Vaters der RA.
100 Kronen (JB. 1917), dem AF. 300 Kronen (T. A. 1917/289).
Ernestine Ferrari d'Occhieppo, Gräfin, gest. 21. III. 1918, an die RA. 200
Kronen (JB. 1907), Legat von 600 Kronen (JB. 1917).
Frau Veronika Fürrutter - Pallua, überweist an ihrem 25jährigen Ge-
schäftsjubiläum an die RA. 100 Kronen (JB. 1917).
Franz Gradischegg, Großkaufmann und Gemeinderat, schenkt der RA. 200
Kronen (JB. 1907); detto 100 Kronen (JB. 1917). Anläßlich des Ablebens seines
Vaters dem städt. AF. 100 Kronen (GRPr. 14. XI. 1912).
Wilhelm Greil, Kaufmann, Bürgermeister von 1896 bis 1923, Ehrenbürger seit
1903, gest. am 12. Mai 1928, spendet anläßlich des 60jährigen Gründungsfestes an
die Innsbrucker F. 300 Kronen (JB. 1917), an die RA. 200 Kronen (JB. 1916).
Johann Hack 1, Gasthofbesitzer, läßt der RA. 100 Kronen zukommen (JB. 1917).
Kamill Heller, Hofrat, für die Stadtarmen 100 Kronen (GRPr. 1. VI. 1917).
Ing. Karl Innerebner und Ing. August Mayer spenden, an Stelle eines
Kranzes auf das Grab des Ing. Riehl den Betrag von 300 Kronen für die Aus-
speisung armer Kinder (T. A. 1917/87).
Franz Jenewein, Kaufmann, an die RA. 200 Kronen (JB. 1911), detto 100
Kronen (JB. 1912), zum Andenken an den verstorbenen Dr. Josef Leis 100 Kro-
nen (JB. 1916), statt Kranz für Kaiserl. Rat Hans Sonvico ebenfalls an RA 100
Kronen (JB. 1917).
Familie Dr. Karl Knoflach, an RA. 100 Kronen (JB. 1912), für arme Hinter-
bliebene der eingerückten Soldaten 500 Kronen (T. A. 1914/205), an RA. 100 Kro-
nen (JB. 1917).
Dr. Alois Knoll, k. k. Notar, Legat von 200 Kronen an RA (JB. 1917).
Dr. Pius Ritter von Larcher - Eisenegg, k. k. Oberlandesgerichtspräsident,
an RA. 100 Kronen (JB. 1917).
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Netalie von Lentner, Legat an F. und RA. je 200 Kronen (JB. 1917).
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Familie Neuner schenkt, zu Ehren des verstorbenenen Gatten und Vaters,
Ludwig Neuner, Magistratsrat, der RA. 100 Kronen (JB. 1917).
Frau Antonie Novak, Spende von 150 Kronen an die RA. (JB. 1917).
Oswald Peischer, Direktor der Gasanstalt, schenkt zum Andenken an seine
verstorbene Tochter der RA. 100 Kronen (JB. 1914), für Minderbemittelte 200 Kro-
nen (GRPr. 17. I. 1917).
Frau Prof. W. Remesch, anläßlich des Ablebens ihrer Mutter, Spende von
100 Kronen an RA. (JB. 1917).
Geschwister Schallhart- Lardschneider, als Ehrung ihrer verstor-
benen Mutter, 100 Kronen an die RA. (JB. 1917).
J. Schirmer, Oberstleutnant, widmet, um das Andenken der Mutter zu ehren,
für die Ausspeisung armer Kinder, dem Blindeninstitute, der RA. und dem Jugend-
fürsorgevereine je 100 Kronen (I. N. 1917/66).
Firma Schwarz und Bauer, anläßlich der Eröffnung des Warenhauses, der
Armenkasse 100 Kronen (GRPr. 20. III. 1908); zu Ehren des verstorbenen Mitchefs
der Fa., Hugo Schwarz, dem AF. 500 Kronen (1910), zu Gunsten des Stiftungsfonds
der RA 200 Kronen (JB. 1917).
Balthasar Skardarassy, Geschäftsführer, zu Gunsten des Stiftungsfonds der
RA. 300 Kronen (JB. 1917).
Frau Maria Smerdu, Zentralkino, Spende von 100 Kronen an die RA. (JB.
1917).
Pauline Stang 1, Hauptmannswitwe, Legat von 200 Kronen an RA. (JB. 1917).
Die Sommergäste Frau Gräfin Schentz und Frau Direktor Rechnitzer
spenden je 300 Kronen für die Ausspeisung unbemittelter Innsbrucker Kinder
(T. A. 1917/295).
Dr. Rudolf Walde, Rat der Finanzprokuratur, spendet für die Ferienkolonie
100 Kronen (T. A. 1917/381).
Anna Unterberger, Kunsthändlers- und Hausbesitzerswitwe, spendet, an-
läßlich der Vermählung ihrer Tochter, für die Armen 400 Kronen (GRPr. 29. XI.
1917).
Statthalter von Tirol, Graf von Toggenburg, spendet den Armen von Höt-
ting anläßlich des Heimganges des Präsidenten der Vinzenzvereine, Oswald von
Hörmann, 200 Kronen (T. A. 1917/137).
Familie Othmar Tschoner, Großkaufmann, spendet dem Mädchenwaisenhause,
Museumstraße, eine ansehnliche Liebesgabe (T. A. 1908/72), für die RA. 200 Kro-
nen (JB. 1916), detto 100 Kronen (JB. 1917), detto 500 Kronen (T. A. 1920/133 A).
Ferdinand Vieider, Inhaber eines Realitätengeschäftes und Hypotheken-Ver-
kehrsbüros in Innsbruck, stellt dem Stadtmagistrat zehn Paar Schuhe zur Vertei-
lung an Arme zur Verfügung (T. A. 1917/161).
Familie Walde: Rechtsanwalt Dr. Peter Walde widmet anläßlich des Todes
seiner Frau Antonie der RA. 100 Kronen (JB. 1914), seine Erben der RA. 300 Kro-
nen (JB. 1914), Kaiserl. Rat Max Walde spendet der RA. 100 Kronen (JB. 1917),
Felix Walde der RA. 300 Kronen (JB. 1918).
Firma Dom. Zambra, Kaufhaus, Geschenk von 200 Kronen an die RA. (JB.
1907), detto 100 Kronen (JB. 1917).
Firma Josef Zelger, Legat von 100 Kronen an F.. (JB. 1915), anläßlich des
100jährigen Geschäftsjubiläums an RA. 400 Kronen (JB. 1917), für die Stadtarmen
3000 Kronen (T. A. 1917/509).
Heinrich Ballak, Kaufmann, an RA. 200 Kronen (JB. 1918).
Dr. Alois Cathrein, Univ.-Prof., der RA. 200 Kronen (JB. 1918).
Dr. Alfred Groß, Rechtsanwalt, spendet der RA. 300 Kronen (JB. 1918).
Dr. Hans von Haberer, Universitätsprofessor, spendet der RA. 150 Kronen
(JB. 1917), zum Andenken an seine verst. Mutter 500 Kronen (JB. 1918).
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Karl Emmerich Hirt, Direktor der Österr.-ungar. Bank, spendet der F. 100
Kronen (JB. 1918).
Karl Kaspar, Kaufmann, spendet der RA. 300 Kronen (JB. 1918).
Kaufmann Andrä Königs Hinterbliebenen an die RA. 200 Kronen (JB. 1918).
Leopold Lindner, Kaufmann, spendet der RA. 500 Kronen (JB. 1918).
Gräfin Louise von Lodron, spendet 150 Kronen für brotarme Kinder (GRP.
27. VI. 1918).
K. k. Rayons-Kommandant Rainer, Oberst, übersendet 500 Kronen zu Gun-
sten der Ärmsten Innsbrucks zur Anschaffung von Lebensmitteln und Brenn-
material (GRPr. 17. I. 1917), zur Errichtung einer Wärmestube und Mittelstands-
küche 200 Kronen (GRPr 15. III. 1918).
Josef Gritsch, Agenturinhaber, an Stelle eines Kranzes für die Gräber der
verstorbenen Gedeon v. Hibler und Heinrich Nosko 200 Kronen für die RA. (1917).
Geschwister Haller spenden, um das Andenken ihrer verstorbenen Mutter zu
ehren, der Mädchenbürgerschule und den Ferienkolonien je 100 Kronen (T. A.
1919/73 A).
Franz Stibich verzichtet zugunsten der RA. auf ein ihm zufallendes Erbteil
nach Philomena v. Pupetschek im Betrage von 118 Kronen (T. A. 1918/156).
Andreas Colli übergibt der RA. 100 Kronen (T. A. 1918/169).
Magistrats-Offizial Robert Dum - zum Andenken an seine Gattin Amalia der
RA. 100 Kronen (1919/254).
Firma Lysak und Schneider dem AF. 100 Kronen (T. A. 1919/29).
Karl Bauer, Frieda Kaska und Alice Adler spenden zu Ehren des An-
denkens ihres verstorbenen Vaters dem AF. 300 Kronen (T. A. 1919/239).
Firma M. Haspern, Wien, dem AF. 200 Kronen (T. A. 1919/239).
Dr. Scheuer, Rechtsanwalt, widmet der RA. 220 Kronen (JB. 1918).
Erich Schindler, Kaufmann, übersendet der RA. 500 Kronen (JB. 1918).
Johann Andreis, Privatier in Salzburg, ehemals Cafetier in Innsbruck, ver-
macht dem Innsbrucker katholischen Stammverein sowie dem Margaretinum durch
letztwillige Anordnung je 400 Gulden (I. N. 1877/3). Frau Witwe Andreis der
F. 200 Kronen (JB. 1919).
Michael Brü11, Möbelfabrikant, 250 Kronen für den AF. (GRPr. 6. II. 1919).
Alois Fankhauser vermacht den Armen der Stadt 200 Kronen (GRPr.,
6. II. 1919), den Armen von Hötting 100 Kronen (T. A. 1919/26).
Josef Friese e zahlt, in den Gemeindeverband aufgenommen, 100 Kronen für
Jugendfürsorgezwecke bei der Stadtkasse ein (GRPr., 6. III. 1919).
Alois Hermann, Likörfabrikant, widmet 1000 Kronen für städt. Wohltätig-
keitszwecke (GRPr., 30. XII. 1919), der RA, anstatt Neujahrswünsche zu versenden,
200 Kronen (T. A. 1921/2), detto 100.000 Kronen (T. A. 1923/2).
Dr. Pius Wackernell, Rechtsanwalt, widmet aus Anlaß der Goldenen Hoch-
zeit seiner Eltern für die Stadtarmen 500 Kronen (GRPr., 18. VIII. 1919).
Lambert Albrecht, Schildermaler in Innsbruck, anläßlich seiner Vermäh-
lung 1000 Kronen als Geschenk für den AF. (GRPr., 31. V. 1920).
Heinrich Ballistell, Lana, für die Armen Innsbrucks 5000 Kronen (GRPr.,
16. XII. 1920).
Firma Bauer & Schwarz für die Stadtarmen 8000, für die Blinden 2000
Kronen (GRPr., 23. XII. 1920), anläßlich des Ablebens des Isidor Bauer 1700 Kronen
(GRPr., 24. I. 1920), an RA. 300 Kronen (T. A. 1920/160).
Heinz Jenewein der RA. 100 Kronen (T. A. 1919/212).
Frau Müller spendet anläßlich des Ablebens ihres Gemahls, Christian Müller,
dem Mädchenwaisenhaus 200 Kronen (T. A. 1919/191).
Südbahnrevident Max Venedig spendet bei seiner Aufnahme in den Inns-
brucker Gemeindeverband für den AF. 200 Kronen (T. A. 1919/247).
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Die Firma Hut- und Modenhaus F. Podlesnigg spendet dem AF. für
Waisenkinder 500 Kronen (T. A. 1919 266).
Johann Hörtna gl, Besitzer des Harterhofes in Hötting, spendet für den dor-
tigen AF. 750 Kronen (T. A. 1919/290).
Dr. Leo Welzl spendet dem AF. 900 Kronen (T. A. 1919/298).
Hans Heider, Leiter der Tiroler Textilgesellschaft, anläßlich seiner Aufnahme
in den Heimatverband dem AF. 150 Kronen (T. A. 1920/2).
Dem,,Kameradschafts-Krankenunterstützungs- und Sterbefonds" der städti-
schen Sicherheitswache in Innsbruck spenden Max Hintze 400 Kronen, Unge-
nannt 200 Kr., detto 500 Kr., Verlagsanstalt Tyrolia 100 Kr. (T. A. 1920/7).
Johann Striegl und v. Dellemann der RA. je 100 Kronen (T. A.
1920/145 A).
Dr. Eduard Kratoch will für die Stadtarmen 400 Kronen (T. A. 1920/181).
Bernhard Jelocnik, Korvettenkapitän, spendet für den AF. 500 Mark (T. A.
1920 194).
Julius Lamp 1, Uhrmacher, schenkt der RA. 300 Kronen (T. A. 1920/158).
Postbeamter Karl Dobin der RA. 130 Kronen (T. A. 1920/158).
Bankdirektor Fritz Walde der RA. 500 Kronen (T. A. 1920/158).
Familie Kreid der RA. 100 Kronen als ehrendes Andenken an Frau Eugenie
v. Minkus (T. A. 1920/160).
Julius Holluschek zu Ehren der verstorbenen Frau Seiwald der RA.
100 Kronen (T. A. 1920/214).
Obermagistratsrat Dr. Lode zum Gedenken für Viktor Tichy der RA. 100
Kronen (T. A. 1920 236).
Familie Schlechter spendet der RA. zum Andenken an Hildegard Schlechter
1000 Kronen (T. A. 1920/240).
Malermeister Renk und Schneidermeister Ign. Fritz der RA. 250 Kronen
(T. A. 1920/258).
Familie Hirn spendet der RA. 1000 Kronen als Andenken an den verstor-
benen Stadtarzt Dr. Luis Hirn (T. A. 1920/251).
Familie Martin Gurschner der RA. 100 Kronen zur Erinnerung an den
verstorbenen Heinz v. Fischer (T. A. 1920 267), detto 500 Kronen (T. A. 1921/218).
Dr. Ludwig Lantscher der RA. 100 Kronen zum Gedenken für den ver-
storbenen Josef Diechtl, Meran (T. A. 1920/272).
M. Prantl Dollinger der RA. 200 Kronen als Kränzlein auf das Grab
des Wilhelm Riggenmann (T. A. 1920/272).
Schuhmacher Viktor Pegenauf der RA. 200 Kronen anläßlich seiner Trau-
ung (T. A. 1920/282).
Familie Schobesberger zum Andenken an den verstorbenen Vater, Tisch-
lermeister J. Schobesberger, für die RA. 300 Kronen (T. A. 1920/73).
Ernst Hellenstainer der RA. 100 Kronen zu Ehren eines langjährigen
verstorbenen Gastes (T. A. 1920/289).
Karl Strohmayr spendet der RA. 125 Kronen (T. A. 1920/293).
Musiklehrer Albin Koppelsberger den Ferienkolonien 300 Kronen (T. A.
1920/52 A).
Das Töchterchen Elisabeth des Unterstaatssekretärs Dr. Pflügl veranstaltet
unter den Mitschülerinnen in der Münchner Töchterschule eine Sammlung zugun-
sten der notleidenden Kinder Innsbrucks. Das den Betrag von 400 Kronen aus-
machende Ergebnis der Sammlung wird den Innsbrucker Kindern zugeführt (T. A.
1920 38 A).
Familie Baumann der RA. 100 Kronen, den Blinden 100 Kronen, der F.
100 Kronen (T. A. 1919/294), anläßlich des Todes des Werner Baumann 500 Kronen
für wohltätige Zwecke (GRPr., 24. I. 1920).
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Rinaldo Devigli, Mezzolombardo, für die Armen der Stadt Innsbruck 3000
Kronen (GRPr., 16. XII. 1920).
Die Erstkommunikanten von Gossensaẞ senden an arme Innsbrucker
Kinder über die Tiroler Vereinsbank 150 Kronen (GRPr., 10. IV. 1920).
Apotheker Fischer widmet 20.000 Kronen für Bedürftige von Innsbruck und
Nordtirol (GRPr., 16. II. 1920), der RA. 100 Kronen (T. A. 1920/248).
Karl Frankl übermittelt anläßlich des Ablebens des Sigmund Frankl dem
AF. 500 Kronen (GRPr., 24. VI. 1920).
Josef Giacomelli, Montagna (Italien), überweist als Weihnachtsgabe für
die Armen 100 Lire (22. XII. 1920).
Hotel „,Goldener Hirsch", Reutte, übermittelt dem Stadtmagistrat für den
verarmten Mittelstand 1500 Mark (GRPr., 20. X. 1920).
Rudolf Györffi spendet anläßlich seiner Aufnahme in den Gemeindever-
band 200 Kronen für den AF. (GRPr., 11. XI. 1920).
Josef Holz hammer, Gemeinderat, schenkt den kranken Kindern im städti-
schen Krankenhause eine größere Spende (29. XI. 1920).
Alois Lechner, Pfarrer in Gossensaß, übermittelt an Bürgermeister für
brave arme Innsbrucker 400 Kronen (GRPr., 5. VI. 1920).
Dr. Viktor Litschauer. Prof. an der Handelsakademie, übergibt dem Bürger-
meister für Kriegsblinde 100 Kronen (GRPr., 24. I. 1920).
Julius Meiẞ1, Kaufmann, spendet für den AF. 500 Kronen anläßlich der Aus-
stellung seiner Heimatzuständigkeit (GRPr., 24. I. 1920).
Karl Moser, Bahnhofgastwirt, spendet an F. 100 Kronen (JB. 1919), für not-
leidende Innsbrucker 200 Kronen (GRPr., 10. IV. 1920), der RA. 300 Kronen (T. A.
1920/248), detto 300 Kronen (T. A. 1921/16), detto 300 Kronen (T. A. 1921/146).
Roman Hueber, Mühlau, spendet der RA. 1000 Kronen (T. A. 1921/274).
Dr. Kurt Weiẞ spendet der RA, 2000 Kronen (T. A. 1921/274).
Tierarzt Scharfetter der RA. 500 Kronen (T. A. 1921/274).
Die Verwandten der Berta Fischnaller spenden dem städt. Elisabethverein
5500 Kronen (T. A. 1921/281).
Fritz Prantl, Max Weyrer, Heinrich Arnold und Tischlermeister Hu-
ber der RA. je 200 Kronen (1921/57).
L. Dimaczek - der RA. 500 Kronen (T. A. 1921/226).
Rechtsanwalt Dr. Alfred Groß 1000 Kronen der RA. zu Ehren seiner ver-
storbenen Mutter (T. A. 1921/80).
Ing. Holer schenkt der RA. einen ihm zugekommenen Finderlohn von 300
Kronen (T. A. 1921/172).
Viktor Miklutsch-anläßlich erfolgter Aufnahme in den Gemeindeverband
der RA. 500 Kronen (T. A. 1921/172).
August Keplinger anläßlich seiner Aufnahme in den Gemeindeverband
dem AF. 250 Kronen (T. A. 1921/174).
Karl und Leopold Gostner spenden der RA. 1000 Kronen zu Ehren des ver-
storbenen Dr. J. v. Wackernell (T. A. 1921/177).
Nik. Graẞmayr spendet der RA. 1000 Kronen anläßlich der bewilligten Na-
mensänderung (T. A. 1921/104).
Die Keks- und Zuckerwarenfabrik L. Kerschbaumer und Gebr. Walde
der RA. 1000 Kronen (T. A. 1921/104).
Fa. Martinatti übersendet für die Ferienkolonien eine Naturalspende im
Werte von 2500 Kronen (T. A. 1921/132).
Die Hinterbliebenen des verewigten Hofrates Hans v. Petzer schenken den
Armen von Mariahilf 1000 Kronen (T. A. 1921/187).
Dr. Eduard Coudenhove spendet zugunsten der Wohnungsfürsorge zum
Ausbau einer dürftigen Wohnung 40.000 Kronen (T. A. 1921/290).
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Familie J. J. Zangerl - - der RA. 200 Kronen zu Ehren der verstorbenen
Frau Elise Martha (T. A. 1921/21).
Familien Vogl und Fleischmann in Teplitz-Schönau
1 der RA. 400 Kro-
nen an Stelle von Blumen auf das Grab der Baumeisterswitwe J. Fritz (T. A.
1921/17).
Rechtsanwalt Dr. Scheuer übersendet der RA. einen bei ihm erlegten Sühne-
betrag von 1500 Kronen (T. A. 1921/21).
Hans Wöhrer, Direktor Arnold und Matth. Weyrer
Kronen (T. A. 1921/27).
-
der RA. je 200
Anna Wilfling in Ötz spendet der RA. 1000 Kronen zu Ehren des Anden-
kens an ihren Vater Josef Maier, Meran (T. A. 1921/28).
Firma Hofer und Erhart- der RA 400 Kronen (T. A. 1921/38).
Firma Marsoner und Völlenklee - der RA. zu Ehren des verstorbe-
nen Val. Riggenmann 1000 Kronen (T. A. 1921/45).
Frau Eva Witwe Rainer, Geschäftsinhaberin, spendet dem AF. 1000 Kronen,
um das Andenken ihres Mannes zu ehren (T. A. 1921/48).
Oberintendant i. R. Camillo Breyer vermacht der RA. 500 Kr. (T. A. 1921/91).
Wilhelm Müller, Baumaterialien und Glasgroßhandlung, übermittelt als Weih-
nachtsgabe für die Stadtarmen 10.000 Kronen (13. XII. 1920).
Firmin Prast, Augustiner Chorherr von Neustift bei Brixen, Professor am
Stiftsgymnasium in Brixen, steuert zur Notlage der Innsbrucker Kinder 455 Lire
bei, einen Betrag, den er anläßlich der Aufführung der komischen Oper „,Caesar"
durch die Brixner Studenten erzielt (23. II. 1920).
Maria Riester übermittel dem AF. 100 Kronen (GRPr., 24. VI. 1920).
Dr. (Zahnarzt) Riha schenkt aus Anlaß der Aufnahme in den Gemeindever-
band den Stadtarmen 2000 Kronen (GRPr. 7. X. 1920).
Johann Schmitz, Wäschereibesitzer, spendet dem AF. 250 Kronen anläẞlich
seiner Aufnahme in den Innsbrucker Gemeindeverband (GRPr., 24. VI. 1920).
Frau Emilie Schuster, Wien, IV., Robschitzgasse 14, spendet dem AF. in zwei
Raten 400 Kronen (GRPr. 7. X. 1920).
Professor Dr. Seefelder, Vorstand der Augenklinik, übergibt dem Stadt-
magistrate 1000 Kronen für wohltätige Zwecke (1. VI. 1920) und 1000 Kronen als
Weihnachtsgabe für Arme.
Witwe Balbina Spielmann vermacht dem AF. 2000 Kr. (GRPr., 16. II. 1920).
Städtische Kanzleigehilfen i. R. in Außerpfitsch spenden an die
notleidenden Innsbrucker über die Tiroler Vereinsbank 3131.72 Kronen (GRPr.,
10. IV. 1920).
Josef Stimpfl, Neumarkt (Südtirol), Spende von 5000 Kronen für die Armen
Innsbrucks (GRPr., 16. XII. 1920).
Karl Tauschitz, Weinhändler, Innsbruck, Schöpfstraße 7, schenkt den Stadt-
armen anläßlich seiner Trauung 1000 Kronen (GRPr., 7. X. 1920).
Chas G. Carstens, San Antonio (Texas), übermittelt für die Stadtarmen eine
Spende von 25 Dollar (GRPr., 27. I. 1921).
Lothar v. Dresden, Elberfeld, sendet dem Bürgermeister zu Gunsten des
verarmten Mittelstandes 20 Schweizer Franken (GRPr., 22. XII. 1921).
Hofrat Fleischer, Salzburg, legiert dem Innsbrucker AF. 100 Kronen (GR.Pr.,
13. III. 1921).
Renato Gualacini, Consorzio italiano commercio estero, spendet für die
Armen Innsbrucks 10.000 Kronen (GRPr., 27. I. 1921).
N. Karthes aus St. Antonio in Texas spendet zur Unterstützung des verarm-
ten Innsbrucker Mittelstandes 36.400 Kronen (GRPr., 20. XI. 1921).
August Keplinger spendet anläßlich seiner Aufnahme in den Innsbrucker
Gemeindeverband an die Armen 250 Kronen (GRPr., 22. IX. 1921).
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Jakob Maily, Kaufmann, spendet anläßlich der Aufnahme in den Heimatver-
band 500 Kronen (GRPr., 9, VI. 1921) und einen weiteren Betrag zur Beschaffung
von Lebensmitteln für Minderbemittelte (4. X. 1920).
Arthur Morghen, Großkaufmann, übergibt, anläßlich der Aufnahme in den
Heimatverband, dem Bürgermeister 50.000 Kronen, und zwar: 30.000 für Kinderfür-
sorge, 10.000 für den Kinderfreunde-Verein und 10.000 für Jugendfürsorge (GRPr.,
20. X. 1921).
Frl. Maria Riboni anläßlich der Aufnahme in den Gemeindeverband eine
Spende von 200 Kronen an den AF. (GRPr., 5. III. 1921).
Dr. Albin Steinbrecher, Rechtsanwalt, leistet zugunsten der Stadtarmen
einen Sühnebetrag von 1000 Kronen (GRPr. 24. III. 1921).
Matthias Steiner, Spende von 10.000 Kronen für den verarmten Mittelstand
(GRPr., 22. XII. 1921).
Familie Stern sendet, um das Andenken des verstorbenen Bankdirektors Ju-
lius Stern zu ehren, für den verarmten Mittelstand an den Bürgermeister 50.000
Kronen (GPRr., 9. VI. 1921), der RA. 10.000 Kronen (T. A. 1921/91).
Frau Anna Stockmayr, Gemeindearztgattin in Winklern (Kärnten), läßt
dem städt. AF. durch das Bezirksgericht Innsbruck das ihr aus dem Nachlasse
nach Alois Hagspiel zugefallene Erbteil von 1195 Kronen überweisen (GRPr. 22.
IX. 1921).
Leopold Deman, Bankdirektor, spendet der RA. 100.000 Kronen (T. A.
1922/288).
Kaufmann Arthur Reiter spendet für die Armen als Holzmittelbehelf 50.000
Kronen (T. A. 1922/291).
Fritz Niẞivera - anläßlich der Aufnahme in den Gemeindeverband der RA.
3000 Kronen (T. A. 1922/36).
Fritz Feil
(T. A. 1922/268).
der RA. 70.000 Kronen zu Ehren des verstorbenen Max Melzer
Die Brüder Graz, Alois Salcher und Anton Rauch spenden für die RA.
je 50.000 Kronen (T. A. 1922/255).
Die Firmen Rhomberg und Kasper widmen je 100.000 Kronen der RA.
(T. A. 1922/264).
Die Brüder Bundsmann übergeben dem städt. Elisabeth-Verein, um das
Andenken ihrer verstorbenen Mutter, Frau Oberstabsarzt Dr. Bundsmann, zu
ehren, 100.000 Kronen (T. A. 1922/231).
Geschwister Gstrein, Hotel „,,Hirsch" in Längenfeld, spenden zugunsten der
Volksküche 175.000 Kronen (T. A. 1922/227).
Hugo Forchheimer spendet der RA. 50.000 Kronen zu Ehren des verstor-
benen H. Handl (T. A. 1922/190).
Familie des Dr. O. Lutterotti, Oberlandesgerichtspräsident, widmet zu des-
sen Gedenken der RA. 30.000 Kronen (T. A. 1922/194).
Frau Guem spendet der RA. 100.000 Kronen neben verschiedenen Ausrüstungs-
gegenständen (T. A. 1922/216).
Oberlehrer Doblander spendet für die Ferienkolonien 10.000 Kronen (T. A.
1922/144).
Veit Folladore - der RA. 5000 Kronen (T. A. 1922/48).
Oskar Bena k spendet der RA. 15.000 Kronen anläßlich des Todes der Antonie
Aman, geb. Parschalk (T. A. 1922/80).
R. Martinelli widmet der RA. 100.000 Kronen zum ehrenden Andenken an
Frau Maria Gritsch, geb. Steidl (T. A. 1922/2957).
Bankdirektor J. Glaninger spendet der RA. 200.000 Kronen (T. A. 1923/17, 25).
Ludwig Löwensohn schenkt anläßlich seiner Aufnahme in den Gemeinde-
verband der RA. 500.00 Kronen (T. A. 1923/150).
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Anton Haller widmet eine Sachverständigengebühr von 120.000 Kronen der
RA. (T. A. 1923/39).
Karl Fantl, Bankdirektor, spendet der RA. 350.000 Kronen (T. A. 1923/143).
Karl Hundertpfund und Peter Zorzi schenken der RA je 100.000 Kro-
nen (T. A. 1923/143).
Alois Danner, Bürgerschüler, spendet dem AF. aus einem Finderlohn 2000
Kronen (T. A. 1922/2).
Alois Koppelstätter vermacht der RA 3000 Kronen (T. A. 1922/7).
Dr. Kayser der RA. 1000 Kronen zum Andenken für die verstorbene Frau
Bezirkshauptmann Fuchs, Kitzbühel (T. A. 1922/20).
Die Hinterbliebenen des Anton Schifferegger spenden an Stelle der
Danksagung für die vielen Beileidskundgebungen dem Rentnerfonds 10.000, der
Jugendfürsorge 3000 und der RA. 2000 Kronen (T. A. 1922/22)).
Generalkommissar Dr. Zimmermann spendet den Stadtarmen anläßlich
der Eröffnung der elektrischen Teilstrecke Innsbruck-Telfs 1,000.000 Kronen
(GRPr., 21. IX. 1923).
Rechtsanwalt Dr. Max Holzknecht widmet einen ihm zugekommenen
Sühnebetrag von 600.000 Kronen der RA. (T. A. 1923/227).
Direktor Exl wendet der RA. 1,000.000 Kronen zu (T. A. 1923/249).
Kanzlei Dr. Waldhart überweist dem Arzler AF. einen Betrag von 200.000
Kronen als Sühne in einer Ehrenbeleidigungssache (T. A. 1923/276).
Dr. Fritz Kopatschek, Prof. der Veterinär-Fakultät in La Plata, spendet
der RA. 100.000 Kronen zu Ehren des verstorbenen Freundes Baron Werdt. (T. A.
1923/42).
Frau Dr. Ing. Hedwig Baumeister und Firma Rudolf Baur spenden der
RA. je 100.000 Kronen (T. A. 1923/79).
Alois Sojer, New York, stellt dem Landeshauptmann den Betrag von 3,500.000
Kronen für die Armen Innsbrucks zur Verfügung (T. A. 1923/44).
Julius Weiß, Kaufmann, spendet für die Amerikanische Kinderausspeisung
200 Kronen, den Armen 200 Kronen, der RA. 100 Kronen (T. A. 1918/294), für
wohltätige Zwecke 1000 Kronen (GRPr., 7. X. 1920), detto weitere 5000 Kronen
(GRPr. 27. I. 1921).
Die Frauen Helene Withe und Asta Nelson widmen anläßlich des Todes
ihrer Mutter, Frau Klement, einen Betrag von 8413 Kronen für die Innsbrucker
Stadtarmen (GRPr., 20. X. 1921).
Hotel Ammerwald bei Reutte spendet für den verarmten Mittelstand in
Innsbruck 2000 Mark (GRPr. 20. X. 1922).
Alois Koppelstätter Legat von 100.000 Kronen mit der Bestimmung,
den Betrag wohltätigen Zwecken zuzuführen (GRPr., 5. I. 1922).
Firma Marsoner und Rainer spendet für verarmte Personen in Innsbruck
einen Betrag von 3,000.000 Kronen (GRPr., 22. XII. 1922).
Frau Mayr, Besitzerin der Pension in der Falkstraße 20, übergibt dem Bür-
germeister zur Verteilung an Arme 90.000 Kronen und 297 Mark (GRPr., 29. IX.
1922).
Frau Witwe Oellacher spendet zur Beteilung an fünf arme Innsbrucker
Familien 5000 Kronen (GRPr., 21. I. 1922).
Martin Stainer spendet zu Ehren des verunglückten Dr. P. Aichner der RA.
200 Kronen (T. A. 1921/157); anläßlich seiner silbernen Hochzeit den Betrag von
100.000 Kronen für wohltätige Zwecke (GRPr., 17. III. 1922).
Albert Stieglitz übermittelt dem Stadtmagistrat eine Spende von einer Mil-
lion Kronen; über Wunsch des Spenders ist dieser Betrag wie folgt aufzuteilen:
200.000 Kronen für die RA., 100.000 Kronen für den Verein der Kinderfreunde,
100.000 Kronen der Innsbrucker Ferienkolonie, 100.000 Kronen der Ferienkolonie
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der kath. Frauenorganisation, 100.000 Kronen der Volksgemeinschaft deutscher Frauen
und 400.000 Kronen den Minderbemittelten (GRPr. 28. VII. 1922).
Landeshauptmann Dr. Franz Stumpf übergibt dem Bürgermeister 15,000.000
Kronen (GRPr., 29. IX. 1922).
Frau Weber von Webenau widmet dem Stadtmagistrat 5000 Kronen zur Be-
teilung an fünf arme Familien (GRPr., 21. I. 1922).
Gustav Lucca, Kaufmann, widmet anläßlich seiner Aufnahme in den Inns-
brucker Gemeindeverband 1,000.000 Kronen für wohltätige Zwecke (GRPr. 12. I.
1923).
Frau Berta Malitsch, geb. An der Lan, gest. am 3. XII. 1922, trifft in ihrem
Testamente nachstehende Bestimmung: 20.000 Kronen für Ausspeisung armer
Schulkinder, 30.000 Kronen für den AF., 40.000 Kronen für Innsbrucker Männer
und Frauen aus dem Handels- oder Gewerbeberuf, die unverschuldet in Armut
gerieten, 40.000 Kronen für Stipendien an brave Innsbrucker Handelslehrlinge
(GRPr. 2. III. und 23. V. 1923).
Ignaz Mayer, Kaufmann, Museumstraße 33, stellt 20.000 Kronen für wohltätige
Zwecke zur freien Verfügung des Bürgermeisters (GRPr., 14. IV. 1921); spendet
an die F. 500.000 Kronen (JB. 1923).
Ingenieur Weiß, Maschinenfabrikant in Wien, spendet anläßlich des Ablebens
seiner Frau Maria, geb. Berktold für verarmte Innsbrucker 500.000 Kronen (GRPr.,
12. I. 1923).
Brasilianischer Vizekonsul Heitzmann übergibt dem Bürgermeister zur Lin-
derung der Not bei den verschämten Armen den Betrag von 2,000.000 Kronen
GRPr. 7. I. 1924), ebenso eine Spende von 500 Schilling (GRPr. 6. XI. 1925).
Franz Innerhofer, Besitzer des „Grauen Bär", Geschenk von 100 Kronen
an F. (JB. 1917), detto 100 Schilling (JB. 1926); anläßlich des 90. Geburtstages
seines Vaters, Johann Innerhofer, und in Erinnerung an die vor 50 Jahren erfolgte
Besitzübernahme des Gasthofes zum ,,Grauen Bären" durch die Familie Innerhofer
spendet er für verschämte arme Familien 100 Schilling (GRPr., 24. IX. 1926)..
Kommerzialrat Bernhard Zös may r, Schlossereibesitzer, Landesrat und Ehren-
bürger der Landeshauptstadt Innsbruck, überreichte aus Anlaß seiner Ernennung
zum Ehrenbürger eine Spende von 1000 Schilling mit der Widmung, hieraus in
Notlage befindlichen Mittelständlern, die aus irgend welchen Gründen der Armen-
versorgung nicht zur Last fallen wollen, zu helfen (GRPr., 24. IX. 1926).
Rosa Haller läßt anläßlich der Übernahme des Gasthofes „Pradler Hof"
500 Schilling zur Beteilung verschämter Armer dem Stadtmagistrat zugehen
(GRPr. 29. IV. 1927)..
Hofrat Amadeus Simath widmet der F. 100 Schilling (JB. 1928).
Witwe Ottilie Rück spendet der F. 100 Schilling (JB. 1931).
Verlagsanstalt Tyrolia, Spende von 100 Kronen an F. (JB. 1919), detto an-
läßlich eines Brandes 300 Schilling (JB. 1932).
Firma Ray sigl spendet für den AF. eine schöne Anzahl Zuckerringe und
Christbaumschmuck (MA/1938).
Firma Jegg le läßt dem AF. eine Menge Papierwaren zugehen (MA./1938).
Oskar Hassenmüller, Major a. D., vermacht dem AF. 200 Reichsmark
(MA./1940).
Irene Tschiggfrey vermacht dem AF. 400 Reichsmark (MA./1940).
Hubert Bachstüber legiert dem AF. 300 Reichsmark (MA./1940).
Artur Reiter vermacht dem AF. 120 Reichsmark (MA./1940).
Die Ratsherren Erlsbacher, Nachtmann und William Eugen spenden
dem AF. 300 Reichsmark (MA,/1940).
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Uffz. Rolf Gerhard widmet dem AF. 719.50 Reichsmark (MA.1944).
Heinrich Pult spendet dem AF. 264.69 Schilling (MA./1945).
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Hans Knitel, Venn, Damiani und ein franz. Offizier spenden dem AF.
je 100 Schilling (MA./1945).
Ferdinand Karsenti dem AF. 100 Schilling (MA./1946).
Frau Waibl spendet dem AF. 184.26 Schilling (MA./1946).
Peterlongo spendet dem AF. 1000 Schilling (MA./1946).
Matthias Schung, Telfs, spendet dem AF. 150 Schilling (MA./1947).
Familie Peischer widmet dem AF. 200 Schilling (MA./1947).
Firma Proxauf schenkt dem AF. 500 Schilling (MA./1947).
Anton Schöberl, Bundesbahn-Inspektor i. R., spendet der Stadtbücherei ein
Paket wertvolle Bücher (1946).
Bernwart Margreiter, Innsbruck, Feldstraße 2, wertvolle Bücherspende an
die Stadtbücherei (1947).
Firma Wagner spendet dem AF. 480 Schilling (MA./1947).
Firma Hepperger, Museumstraße 9, spendet für den AF. 43.5 Meter Damen-
wollstoff (MA./1948); dem HI. eine Warenspende im Werte von zirka 800 Schilling
(MA./1949).
Frau Erna Blümler, Innsbruck, Erzherzog-Eugen-Straße 10, spendet der
Stadtbücherei eine Reihe wertvolle Bücher (1948).
Berta Bastinelli, Innsbruck, Bahnhofstraße 8 - Bücherspende an die Stadt-
bücherei (1949).
Roma Emberger, Innsbruck, Defreggerstraße 10, Bücherspenden an die
Stadtbücherei (1946, 1947, 1949).
Siegfried F a uster, Innsbruck, Langstr. 4. Bücherspende an die Stadtbücherei.
Dr. Heinrich von Schullern, Heimatdichter, schenkt der Stadtbücherei eine
Anzahl guter Bücher, die er aus dem Schutt seiner bombardierten Wohnung aus-
gegraben hat (1946, 1947. 1948, 1949).
Josefine Krav ogl, Deutsches Heim Nr. 5, Bücherspende an die Stadtbücherei
(1950).
Hofrat Dr. Anton v. Mör 1, wertvolle Bücherspenden an die Stadtbücherei
(1947 und 1950).
Dr. Karl Rasim, Hofrat, übergibt der Stadtbücherei wertvolle Bücherbestände
(1947, 1948, 1949, 1950).
Familie Dr. Bruno Webhofer, Innsbruck, Rechengasse 1, übergibt der städt.
Leihbücherei wertvolle Bücherspenden (1946, 1947,, 1948, 1949, 1950).
Aus der Verlassenschaft des Josef Fehrer gehen dem AF. 125, aus jener der
Johanna Hotter 100 Schilling zu (MA./1949).
Schuhfabrik Max Kuen spendet dem AF. 146 Paar Kinderholzschuhe (MA./1949),
dem HI. 100 Schilling (MA./1949).
Firma Peter a spendet dem AF. Wäsche im Werte von 500 S (MA./1950).
Wilhelmine Nicodem dem AF. 120 Schilling (MA./1950).
Firma Kritzinger - dem AF. 6 Kubikmeter Brennholz (MA./1950).
Landeshauptmann Dr. Alfons Weißgatterer spendet dem AF. für Weih-
nachten und Ostern 1949/50 je 240 Liter Wein (MA/1950).
Landeshauptmann ök.-Rat Alois Grauß spendet dem AF. für Ostern 1951
240 Liter Wein (MA./1951).
Firma Wald e, Keksfabrik, spendet dem HI. 1000 Schilling (MA./1949).
Firma Marsoner und Rainer dem HI. 300 Schilling (MA./1949).
Die Firmen Moosburner, Gebr. Köllensperger und Grasmayr
spenden dem HI. je 100 S (MA./1949).
Firma Kraus und Co. spendet dem HI. 500 Schilling (MA./1949); eine Reihe
schwerverkäuflicher Waren sowie Kleider und Wäschestücke (MA./1951).
Prof. Dr. Eduard Speck, Bürgermeister von Graz, spendet dem AF. an Stelle
eines Kranzes auf das Grab des Bürgerm. Dr. Melzer 1000 Schilling (MA./1951).
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IV. Teil
Vereine, politische, religiöse u. wirtschaftliche Vereinigungen, Städte u. Länder
Gasanstalt, Aktiengesellschaft in Augsburg, widmet zur Anschaffung der
vier Gaskandelaber, die um das Monument,,Rudolfsbrunnen" zur Aufstellung kom-
men, 500 Gulden (GRPr., 9. IX. 1879).
Prämonstratenser-Stift Wilten schenkt im Jahre 1850 der Ge-
meinde Pradl 200 Quadratklafter Grund zum Bau des Schulwidums sowie 1200 Gul-
den in bar für denselben Zweck (Pfarrarchiv Pradl), für die Abbrändler in Igls
100 Gulden (1883), der städt. F. für die Hilfeleistung bei einem Kaminbrand 200
Kronen (GRPr., 11. IV. 1918).
Straßburger Männergesangverein spendet der Innsbrucker RA.
193.60 Kronen; dieser Betrag bildete das Reinerträgnis bei einem im Hotel Maria
Theresia gegebenen Konzert (T. A. 1909/176).
Creditanstalt, Innsbruck, leistet eine namhafte Spende als Beitrag zur
Stadtdekoration anläßlich der Jubelfeier im Jahre 1909 (GRPr., 23. IX. 1909). Die
Beamtenschaft widmet als Kranzablösungsspende zu Ehren der verstorbenen Frau
Eugenie Wehler der RA. 680 Kronen (T. A. 1920/188), zu Ehren der verstorbenen
Witwe Grissemann 2300 Kronen (T. A. 1921/51), zur Ehrung nach dem verstorbe-
nen Direktor J. Stern der RA 1000 Kronen (T. A. 1921/82), dem städt. Jugendamt
100 Kronen (T. A. 1921/91), der F. zur Anschaffung einer Motorspritze 50.000 Kro-
nen (T. A. 1922/126).
Tiroler Automobil-Klub läßt aus Anlaß eines Blumentages der RA.
den Betrag von 580 Kronen zugehen (JB. 1912).
Offizierskorps des I. Tiroler Kaiserjägerregimentes wid-
met bei seinem Abgang aus Innsbruck für die Armen dieser Stadt den Betrag
von 500 Kronen (GRPr., 22. III. 1912).
Südbahn-Gesellschaft widmet im Jahre der Eröffnung der Brenner-
bahn die Summe von 6000 Gulden für die Stadtarmen von Innsbruck (I. N.
1867/185), anläßlich der Beistellung einer fliegenden Wache bei einem Werkstätten-
brande übermittelt sie der RA. 100 Kronen (JB. 1912).
Luftschiffahrtsverein für Tirol schenkt für die Beistellung der
fliegenden Wache anläßlich der Schauflüge im Jahre 1912 der RA. 100 Kronen
(JB. 1913).
Bicycle-Klub, Innsbruck, widmet dem Autofonds der RA. 100 Kronen
(T. A. 1913/69).
Sparkasse der Stadt Innsbruck wirkt seit ihrem Bestande für die
Landeshauptstadt in hervorragendster Weise. Insbesondere schüttet das Geldinstitut
ab 1871 alljährlich große Beträge zum Zwecke der Modernisierung der Stadt sowie
für deren Kunst- und Kultur-Bedürfnisse aus. Eine genaue Aufstellung aller Zu-
wendungen würde über den Rahmen dieser Schrift hinausgehen. Daher seien
lediglich jene von zwanzig Friedensjahren dargelegt, woraus die segensreiche Tä-
tigkeit der Sparkasse für die Stadt Innsbruck bereits einigermaßen ersehen werden
kann.
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Jahr
1894
1895
1896
1897
1898
1899
1900
Kronen
171.300.-
160.000.-
370.300.-
317.518.94
173.000.-
221.932.22
138.400.-
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Jahr
1901
Kronen
296.240.-
1902
349.600.-
1903
314.913.12
1904
369.250.-
1905
474.925.-
1906
422.075.-
1907
371.772.-
1908
311.432.-
1909
298.390.-
1910
305.346.35
1911
309.818.41
1912
366.090.20
1913
320.411.02
Summe Kronen 6,062.714.26
Österreichischer Flottenverein, Ortsgruppe Innsbruck, Geschenk
von 100 Kronen an RA. (JB. 1913), 350 Kronen für die Grado-Kinder-Kolonie
(T. A. 1914/77).
Tiroler Arbeiterbäckerei
100 Kronen (JB. 1916).
zugunsten des Kraftwagenfonds der RA.
Stadtärzteschaft von Innsbruck widmet dem Kraftwagenfonds der RA.
100 Kronen (JB. 1916).
Rotes Kreuz für Tirol widmet der RA des öfteren erhebliche Beträge, so
zum Beispiel 300 Kronen (JB. 1907), 200 Kronen (JB. 1917), dem Kinderheim
Mariahilf 500.000 Kronen (T. A. 1923/168).
Verein der Ingenieure anläßlich des Ablebens des Dr. Ing. Josef
Riehl Spende von 100 Kronen an die RA. (JB. 1917).
K. k. Ministerium des Innern, Wien, Spende von 1000 Kronen an die
RA. (JB. 1917).
Luftverwaltungsgesellschaft statt Kranz für Kaiserl. Rat Hans
Sonvico an RA. 100 Kronen (IB. 1917).
Zentralbank der deutschen Sparkassen, Zweigstelle Innsbruck,
namhafte Spende als Beitrag zur Stadtdekorierung anläßlich der Jubelfeier im
Jahre 1909 (GRPr. 23. IX. 1909), zugunsten des Kraftwagenfonds der RA. 200 und
100 Kronen (JB. 1917). der F. zur Anschaffung einer Motorspritze 50.000 Kronen
(T. A. 1922/126).
Arbeiter-Unfall-Versicherungsanstalt, Salzburg
tungsbeitrag der RA. 200 Kronen (JB. 1917).
- als Stif-
Kleidermacher-Genossenschaft, Innsbruck, Geschenk von 200
Kronen an RA. (JB. 1918).
K. k. Kriegsministerium in Wien
wagens für die RA 10.000 Kronen (JB. 1918).
-
zur Anschaffung eines Kraft-
Österr.- ungar. Bank, Zweigstelle Innsbruck, widmet 200 Kronen für RA.
(T. A. 1912/158), detto 200 Kronen (JB. 1918), an F. 100 Kronen (JB. 1919), der
RA. 500 Kronen zu Ehren des verstorbenen Altzensors J. P. Lener (T. A. 1921/205),
für Ferienkolonien 250 Kronen (T. A. 1919/156).
Schweden spendet für die notleidende Innsbrucker Bevölkerung zwei Wag-
gon Roggenmehl (GRPr., 30. XII. 1919).
Die Deutsche Reichsregierung bewilligt für Innsbruck und Nordtirol
eine Aushilfe von 800 Tonnen Kohlen, die hauptsächilch. für Schulen und Spitäler
verwendet werden. (T. A. 1919/271).
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Eine ukrainische Musikkapelle, die im Oktober 1919 in Innsbruck
konzertiert, weist der städt. Jugendfürsorge 961 Kronen zu (GRPr., 6. XI. 1919).
Holland spendet für Innsbruck je einen Waggon Kondensmilch, Kartoffeln
und Lebensmittel verschiedener Art (GRPr., 30. XII. 1919). Im Jahre 1920 erfolgt
Aufnahme einer größeren Anzahl Kinder zur Erholung (T. A. 1920/42).
Stadt Augsburg stellt an die Stadt Innsbruck das Anerbieten, 50 bis 100
Kinder auf drei bis vier Monate zu übernehmen (GRPr., 30. XII. 1919).
Italien, eine Militärkommission stellt für wohltätige Zwecke den Betrag von
9151 Kronen dem Bürgermeister der Stadt Innsbruck zur Verfügung (GRPr., 6. II.
1919); das Kommando der VI. ital. Infanterie-Division spendet im Wege der Tiro-
ler Landesregierung für die Armen der Stadt Innsbruck 200.000 Kronen und 100.000
Kronen für die Wohltätigkeitsanstalten sowie Lebensmittel für 6400 Portionen
(GRPr., 30. XII. 1919).
Berlin sendet durch seinen Bürgermeister um Weihnachten 1919 für be-
dürftige Innsbrucker eine ansehnliche Liebesgabe. Weiters erhält Innsbruck aus
Groß-Berlin, aus einer Geldsammlung stammend, einen Betrag von 35.000 Mark
(GRPr. 10. IV. 1920).
Consorzio italiano, Genua, läßt durch Renato Gualaccioni 10.000 Kro-
nen für die Stadtarmen überreichen (Weihnacht 1920).
Die Stadt Ravensburg in Württenberg nimmt i. J. 1920 einundzwanzig
unterernährte Innsbrucker Kinder für sechs Wochen auf (T. A. 1920/31).
Der Deutsche Städtetag, Berlin, spendet der Mensa academica in Inns-
bruck 30.000 Kronen, dem Frauenrat zur Brennholzbeschaffung 6000 Kronen, für
die Milchversorgung Innsbrucks 20.000 Kronen, für die Bezirkshauptmannschaften
in Tirol je 10.000 Kronen (T. A. 1920/109).
Die Deutsche Volkspartei, Jugendgruppe Belgard (Pommern), über-
sendet der Stadt Innsbruck für die notleidenden Kinder 225 Mark (T. A. 1920/44).
Die Gemeinden Kematen, Unterperfuß, Oberperfuß, Natters, Lans, Şistrans und
Aldrans liefern für die Innsbrucker Stadtarmen namhafte Spenden (T. A.
1920/44, 56).
Der Trafikanten - Landesverband spendet der RA. 200 Kronen
(T. A. 1920/38 A).
Die Tischrunde beim „Röẞl" in der Höttinger Au spendet anläẞlich
des Trauertages um Südtirol der RA. 145 Kronen (T. A. 1920/225).
Männerchor in Milwaukee übersendet durch Vinzenz Pfister dem
Innsbrucker Musikverein 1715 Kronen (T. A. 1920/173).
Die Stadt Bergamo spendet über Anregung seitens des dortigen Bischofs,
Msgr. Maria Marelli, für notleidende Kinder und Familien in Innsbruck den Be-
trag von 64.000 Kronen, die vom ital. Feldkuraten Dr. Alb. Vignolo überbracht
werden (T. A. 1920/72).
Bayerische Hilfsgesellschaft in Chicago übermittelt für verkrüp-
pelte Kinder, für Witwen, Waisen und Kinderheime von Innsbruck einen Betrag
von 15.000 Kronen (GRPr., 16. XII. 1920).
Deutscher Tiroler Klub, München, spendet für die Innsbrucker
Armen 400 Mark (16. II. 1920).
Österreichische Heimathilfe, New York, sendet durch Präsident
Andreas von Grimm eine Menge Lebensmittel im Werte von 500 Dollar und eine
weitere Sendung im Werte von 2000 Dollar (GRPr., 18. III. 1920).
Die Ortsgruppe New York des Andreas-Hofer-Bundes spendet für
den Innsbrucker Hilfsfonds u. a. 100.000 Kronen (Tir. Grenzbote 1921/74).
Deutsches und Österreichisches Hilfskomitee in Seattle
Washington weist durch Präsident Osner der Stadt Innsbruck den Betrag von
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61/74
20.000 Mark an (GRPr., 18. III. 1920); weitere Spende von 13.333 Kronen (GRPr.,
27. I. 1921).
Tiroler Hauptbank spendet dem verarmten Mittelstand in Innsbruck
den Betrag von 50.000 Kronen (GRPr., 24. III. 1921).
Stadtmusik „Harmonia" in Chur übersendet durch G. R. Kaufmann
der RA. 5000 Kronen (T. A. 1921/181).
Die Beamtenschaft der Finanzlandesdirektion spendet der
RA. 4010 Kronen (T. A. 1921/274).
Harmonie- und Stammtisch-Gesellschaft im Gasthof,,Hellen-
stainer" der RA. statt eines Kranzes auf das Grab des Bernh. Brugger 1000 Kronen
(T. A. 1921/74).
Verein der Buchdruckereibesitzer spendet der RA. 600 Kronen
zu Ehren des verstorbenen Alois Koppelstätter (T. A. 1921/80).
Die Lehrerinnen der Dreiheiligenschule spenden für die Ferien-
kolonien 300 Kronen, um damit das Andenken der verstorbenen Lehrerin S. Zobl
zu ehren (T. A. 1921/97).
Die Standesvertretung der Zahntechniker spendet der RA.
500 Kronen an Stelle eines Kranzes auf das Grab des Kollegen A. Wyẞ (T. A.
1921/133).
Die deutsch-alpinen Gesellschaften Bergbrüder" und "Gipfelstür-
mer" widmen der RA. mitsammen 700 Kronen (T. A. 1921/157, 196).
Bank für Tirol und Vorarlberg überreicht dem Bürgermeister eine
namhafte Spende als Beitrag zur Stadtdekoration anläßlich der Jahrhundertfeier
von 1909 (GRPr., 23. IX. 1909); zugunsten des Stiftungsfonds der RA. 200 Kronen
(JB. 1917); detto 350 Kronen (JB. 1918); zu Handen des Bürgermeisters 20.000
Kronen zur Unterstützung des verarmten Innsbrucker Mittelstandes (GRPr.,
23. VI. 1921); der F. zur Anschaffung einer Motorspritze 50.000 Kronen (1922/126).
Volksbund der Deutschen im ehemaligen Österreich-Ungarn, Dresden,
spendet für den verarmten Innsbrucker Mittelstand 49.000 K (GRPг., 20. X. 1922).
Assicurazione Generale Triestina übermittelt 100 Gulden für die
Innsbrucker F. anläßlich eines Brandes am 3. Mai 1887; zum 25jährigen Bürger-
meisterjubiläum des Wilhelm Greil zugunsten der RA. 30.000 Kronen (GRPr.,
21. I. 1922).
Aktiengesellschaft Silva spendet dem Mädchenwaisenhaus 1,000.000 Kronen,
dem Malfatti-Institut und dem Marienheim je 500.000 Kronen (T. A. 1922/292,
293, 294).
Die „Tiroler Spedition" schenkt der RA. 60.000 Kronen (T. A. 1922/268).
Der Lehrkörper der Handelsakademie spendet der RA. 10.000
Kronen zum Gedenken für den verstorbenen früheren Direktor Th. Berger (T. A.
1922/137).
Anglo-österr. Bank, Filiale Innsbruck, Allgem. Depositenbank,
Filiale Innsbruck, Länderbank, Bank und Wechselstube A. G.
,,Merkur", Union-Bank, Filiale Innsbruck, Wiener Bankverein,
Filiale Innsbruck, Wiener Kommerzialbank, Filiale Innsbruck, spenden
der Feuerwehr zur Anschaffung einer Motorspritze je 50.000 Kronen (T. A. 1922/126).
Der Verein der Sudetendeutschen in Innsbruck spendet der RA.
10.000 Kronen (T. A. 1922/36).
Die Landesgewerkschaftskommission spendet der RA. 70.000
Kronen (T. A. 1922/36).
Deutsche Turnerschaft spendet der RA. 5000 Kronen (T. A. 1922/36).
Ortsgruppe der Bank- und Sparkassebeamten der RA. 50.000
Kronen (T. A. 1922/48).
Der Lehrkörper der Volksschule Hötting spendet als Zeichen
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des Beileids anläßlich des Ablebens des Vaters seines Schulleiters J. Winkler für
die Ferienkolonien 50.000 Kronen (T. A. 1922/268).
Hotel Kreid übergibt für die Innsbrucker Armen 2,000.000 Kronen (T. A.
1922/245).
Hotel Maximilian in Igls widmet für Kriegswaisen und arme Studierende
578.000 Kronen (T. A. 1922/221), für die Volksküche 220.000 Kronen (T. A. 227).
Hotel Europa übergibt aus Sammlungen unter Hotelgästen 800.000 Kronen
für die Ferienkolonien, 260.000 Kronen und 200 Mark für Kleinrentner (T. A.
1922/221).
Eine Reisegesellschaft Schwedischer Lehrer spendet für die
Innsbrucker Kriegswaisen 700.000 Kronen (T. A. 1922/150).
Die Eisenbahner - Musikkapelle Zürich spendet u. a. den Inns-
brucker Ferienkolonien 100.000 Kronen, der RA. 50.000 Kronen (T. A. 1922/158).
Hotel Tyrol (Tiroler Hof) stellt dem Landeshauptmann aus Sammlun-
gen unter den Gästen, durchgeführt von Kommerzialrat Landsee und Direktor
Bichler, folgende Beträge zur Verfügung: 2,300.000 Kronen (T. A. 1922/165),
2,000.000 Kronen (T. A. Nr. 173), 2,172.600 Kronen (T. A. Nr. 195), 8,000.000 Kronen
(T. A. Nr. 221), 3,000.000 Kronen (T. A. 1923/18), 7,000.000 Kronen (T. A. 112),
2,500.000 Kronen (T. A. 126), 6,000.000 Kronen (T. A. 145); der größere Teil dieser
Spenden werden für Innsbrucker Einrichtungen verwendet.
Propstei und Dekanalpfarramt spendet für die Ferienkolonien
257.000 Kronen (T. A. 1923/151).
Die Kammer für Arbeiter und Angestellte widmet der RA.
1,000.000 Kronen (T. A. 1923/154).
Die Angestelltenschaft der „IWA" widmet an Stelle eines Kranzes
auf das Grab des Vorstandmitgliedes G. Kremser der RA. 400.000 Kronen (T. A.
1923/25).
Der Lehrkörper der Mädchenschule St. Nikolaus widmet an-
läßlich des Todes der Oberlehrerin Maria Schuler dem Kinderheim Mariahilf
100.000 Kronen (1923/81).
Der Lehrkörper der Knabenvolksschule Pradl übergibt für
die Ferienkolonien 110.000 Kronen zu Ehren des verstorbenen BB.-Inspektors R.
Egger, Vater der Kollegin Antonie Egger (T. A. 1923/102).
Die Zöglinge der Bundeslehrerinnenanstalt widmen den Kin-
dern der Innsbrucker Arbeitslosen 700.000 Kronen (T. A. 1923/105).
Die Möbelhalle der vereinigten Tischler" schenkt der RA.
100.000 Kronen als Gedenken für den Gründer J. Mitterhofer (T. A. 1923/141).
Birmingham. Der Bürgermeister dieser großen englischen Industriestadt
regt die Gründung des Birminghamer Kinderheimes im Innsbrucker Garnisons-
spitale an und läßt es zu einem hervorragenden Fürsorgeinstitut ausbauen, das in
der großen Notzeit nach dem ersten Weltkrieg unter Leitung der Miß James der
Landeshauptstadt und dem Land Tirol durch drei Jahre zum Segen gereichte
(T. A. 1921/46). Ein Hilfsausschuß übermittelt zur Ausgestaltung der Innsbrucker
Molkerei eine Spende von 200 engl. Pfund (GRPr. 21. IX. 1923).
Englischer Wohltätigkeitsverein „Die Freunde" (Präsident
William D. Hutchinson) schenkt der Stadt Innsbruck 25 Milchkühe zwecks Be-
lieferung der Kleinkinder mit guter Milch. Außer dieser Schenkung stellen die
englischen Wohltäter auch Kraftfutter für 250 Tage bei. Stallung und weitere
Kosten, die dieses Hilfswerk benötigten, hatte die Stadt zur Verfügung zu stellen
(GRPr., 11. XI. 1920, 9. VI. 1921, 5. III. 1926).
Feuerwehr-Landesverband von Tirol spendet der Innsbrucker F.
200 S (JB. 1926).
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Handels- und Gewerbebank (St.-Josefs-Spar- und Vorschußverein)
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spendet 500 Kronen an den AF. (GRPr., 1. VI. 1917), zugunsten des Stiftungsfonds
der RA. 200 Kronen (JB. 1917), um das Andenken des Herrn Riggenmann zu
ehren dem AF. 1000 Kronen (GRPr., 24. III. 1921); 2000 Kronen der RA., 2000
Kronen dem Scheuchenstuhlschen Waisenhaus, 2000 Kronen den Kinderkrippen
von Wilten und Mariahilf, je 1000 Kronen dem Lehrlingsheim, dem Krausenhaus,
dem Malfatti-Institut und dem Jugendhort, 3000 Kronen den Vinzenzvereinen,
1000 Kronen den Ferienkolonien, 2000 Kronen den Frauen- und Jungfrauen-
Organisationen zur Fürsorge und Pflege der armen verlassenen Kranken im Stadt-
spitale (T. A. 1921/43), der RA. 200.000 Kronen (T. A. 1923/79), zum 50jährigen
Jubiläum den Stadtarmen 500 S (GRPr., 17. VI. 1927).
Turnusverein Innsbruck spendet 133 S an F. (JB. 1938).
Die Feld postnummer-Einheit 13706 läßt dem AF. den Betrag von
10.105.90 RM zugehen (MA/1944).
Die Wehrmachtsdienststellen 33335, 32944 und 14533 spenden
für Bombengeschädigte zusammen 5376 RM (MA/1945).
Die Stadtwerke Innsbruck spenden für den AF. 200 S (MA/1947).
Schweiz. Bereits während des ersten Weltkrieges ladet unser Nachbarland
50 erholungsbedürftige Innsbrucker Kinder auf längere Zeit ein (T. A. 1917/368).
Nach dem Kriege hilft die Schweiz durch eine großangelegte Suppenaktion der
Stadt Innsbruck, wozu eine große Anzahl von Lebensmittelwaggons nötig sind
(GRPr., 18. III. 1920 und 10. II. 1921); überdies werden 308 Kinder, die in zwei
Transporten abgehen, zur Erholung aufgenommen (T. A. 1919/36) und große
Arzneimittelsendungen nach Innsbruck geliefert (T. A. 1920/58). Auch nach dem
zweiten Weltkrieg leistet die Schweiz der Stadt Innsbruck durch eine umfang-
reiche und gut organisierte Kinderausspeisung in allen Schulen sowie durch Spen-
den verschiedener Art hervorragende Hilfe; zahlreiche Innsbrucker Kinder dürfen
zur Erholung in die Schweiz. Die,,Schweizer Bücherhilfe" in Zürich übermittelt
der Innsbrucker Stadtbücherei eine ansehnliche Bücherspende (1947). Für Obdach-
lose liefert die Schweiz 15 Baracken, die auf dem Sieglanger zur Aufstellung ge-
langen. Oberhalb Arzl wird das Heim für Säuglinge und Kinder, das den Namen
,,Schwyzerhüsli" erhält, errichtet (1948).
Besondere Erwähnung verdient die Schweizer Stadt Chur, die sich in der
Hilfeleistung für Innsbruck in hervorragender Weise beteiligt und sogar die
Patenschaft dafür übernimmt.
Französische Besatzungstruppe spendet aus der Veranstaltung
eines Pferderennens dem AF. 500 S (MA/1946); von General Bethouart erhält
er 4500 S (MA/1947), 2000 S (MA/1949).
Pfarramt Mariahilf läßt dem AF. eine Weihnachtsspende von 100 S
zugehen (MA/1949).
TIWA G widmet dem AF. anläßlich eines Grundkaufes 8000 S (MA/1949).
Tiroler Konsumgenossenschaft dem HI. 1100 S (MA/1949).
Institut de l'information, Innsbruck, Landhaus, übergibt der Stadt-
bücherei eine große Spende französischer Bücher (1949).
Vereinigte Staaten von Amerika. Ein amerikanisches Kinderhilfs-
werk (Child Welfare Mission to German Austria) verabreichte zwischen den 17. Juni
1919 und den 15. Juli 1922 in Innsbruck eine Kinderausspeisung in großem Aus-
maß; in Innsbruck erhalten 6500 Kinder und stillende Mütter täglich eine Aus-
speisung, in Hötting 1000, in Mühlau 100; die Speisen werden in sieben Küchen
bereitet und in 19 Ausspeiselokalen verabreicht (T. A. 1919/234, 244).
Das New Yorker Hilfswerk (Tyrol-Relief) übermittelt durch Luis Singer
200.000 Kronen mit dem Auftrag, die Hälfte zur Unterbringung für arme Kinder
auf dem Lande zu verwenden (GRPr., 16. XII. 1920); für den verarmten Inns-
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brucker Mittelstand 100.000 Kronen (GRPr., 22. IX. 1921); detto 80.000 Kronen
(GRPr., 20. X. 1921).
Durch die Austrian Home Relief erhielten das Mädchenwaisenhaus und die
Mutter- und Säuglingsfürsorgestelle je 10.000, die Rosalienkrippe 5000 Kronen
(T. A. 1921/156).
Eine Freundesmission in Amerika übermittelt dem Bürgermeister 5000 Yard
Bettuch und 350 Yard Zefir zur Verteilung an Arme (GRPr., 29. IX. 1922).
Ebenso gehen nach dem zweiten Weltkriege von amerikanischer Seite der Stadt
Innsbruck zahlreiche Spenden zu. Der Armenfonds erhält vom amerikanischen
Freundschaftszug Unicef 217 Paar Schuhe und 838 Kleidungsstücke sowie Lebens-
mittel und anderes (MA/1949). Die amerikanischen Soldaten vom Rumer Lager
lassen dem Armenfonds eine Weihnachtsspende von 2080 S zugehen (MA/1950).
Französische Mission spendet für den Wiederaufbau 1,000.000 Schilling.
Vereinigung ehemaliger französischer Kriegsgefange-
ner, beschäftigt bei den Besatzungsstellen in Tirol, übergibt durch eine Delegation
dem Innsbrucker Bürgermeister einen Scheck über 1000 S als Beitrag zur Sozial-
fürsorge der Stadt (Tir. Tagesztg. 1950/171).
Internationaler Genfer - Verband, Sektion Innsbruck, überweist
aus dem Reinerlös der Genfer-Redoute der Armenkasse der Stadt Innsbruck 500 S
(Tir. Tagesztg. 1951/39).
Das Jugendrotkreuz spendet dem Kinderheim Mariahilf um Weihnach-
ten 100 Stück verschiedene Wollsachen (MA/1951).
00
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V. Teil
UNGENANNT
Ein Menschenfreund spendet im Jahre 1851 zur Feier des kaiserlichen Geburts-
tages dem Bürgermeister 100 Gulden zur Verteilung unter die Hausarmen
(Abl. 1951/9), detto 100 Gulden zur Beschaffung von Brennholz (T. B. 1852/1).
Der Kirchenprobst von St. Nikolaus bringt den St.. Nikolauser Friedhof in
einen besseren Zustand. Die Stadt trifft es dabei bloß einen Kostenteilbetrag zu
bezahlen (I. T. 1853/235).
Im Laufe des Schuljahres 1855/56 wird von zehn Personen dem Stadtmagistrate
zur Gründung eines Realschulfonds ein Betrag von 3933 Gulden übergeben.
Eine hochgestellte Wiener Dame macht dem neugegründeten Arbeiter-Invaliden-
fonds von St. Nikolaus und Hötting ein Legat von 1000 Gulden (I. T. 1856/170).
Eine Person spendet zu der von Malfatti gegründeten Anstalt zur Erziehung
verwahrloster Knaben den Betrag von 1000 Gulden (I. N. 1864/284).
Am Heiligen Abend spendet ein unbekannter Herr dem AF. 100 Gulden (I. N.
1877/295, detto 100 Gulden (I. N. 1879/285).
Von einem Herrn zur Errichtung eines Knabenwaisenhauses in Innsbruck
500 Gulden, von einem anderen eine Silberrente von 100 Gulden (I. N. 1883, S. 5292).
Ein Alpenfreund aus Norddeutschland spendet dem Mädchenwaisenhause 100
Mark (I. N. 1885/166).
Ein in London lebender Österreicher macht dem Innsbrucker Stadtarchive
nahezu 100 tirolische Adels- und Wappenbriefe aus den Jahren 1470-1800 zum
Geschenke. Dieselben haben einen hohen historischen Wert und bilden somit eine
willkommene Bereicherung des Archives (Tir. Volksbl. 1898/28).
Anläßlich der Feier des 60. Geburtstages des Bürgermeisters Wilhelm Greil
stiften einige Innsbrucker Bürger eine goldene Ehrenkette, die dann über Be-
schluß des Gemeinderates in das Eigentum der Stadtgemeinde übernommen wurde.
Seither ist der jeweilige Bürgermeister berechtigt, die Ehrenkette zu tragen.
(GRPr. vom 25. Mai 1910).
Ein ungenannt sein wollender Wohltäter übergibt der Stadtverwaltung Inns-
bruck eine Spende von 100.000 Kronen zur Schaffung eines Neubaues für die
psychiatrische Klinik (GRPr. vom 6. Juli 1911 und 11. Juli 1912).
Ein Herr spendet der RA. 100 Kronen (JB. 1911).
Ein Herr H. H.. spendet der RA. 110 Kronen, detto einen Sühnebetrag von
100 Kronen (JB. 1912).
Ein unbekannter Herr spendet der RA. 100 Kronen (T. A. 2. März 1912).
Ein Priester der Herz-Jesu-Kirche übergibt der Leiterin der Schulkinderaus-
speisung in Wilten 100 Kronen (T. A. 6. März 1912).
Als Ostergabe wird der RA. der Betrag von 200 Kronen übermittelt, detto
200 Kronen von einem Unbekannten (JB. 1913).
Am 6. Juni 1916 übergibt ein Bauer aus Volderberg im Auftrage eines edlen
Herrn aus Innsbruck einen 5-Kilo-Butter-Knollen für die armen kinderreichen
Familien in Hötting (T. A. 1916/213).
Ein Wirt spendet für die Armen 200 Kronen (GRPr., 11. IV. 1918).
Ein Herr spendet dem Bürgermeister 10.000 Kronen zwecks Beschaffung billiger
Nahrungsmittel für Notleidende; hiebei spricht er den Wunsch zur Errichtung
einer zweiten Volksküche aus (Tir. Grenzbote 1916/21).
Ein Herr übergibt dem Bürgermeister für den AF. 600 Kronen (GRPr., 8. IV.
1914); detto 300 Kronen (1919).
Ein nicht genannt sein Wollender spendet dem Waisenhaus eine Menge von
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Lebensmitteln und andere Bedarfsartikel im Gesamtwerte von rund 2000 Kronen
(T. A. 1919,265).
Von einem Gönner mit den Anfangsbuchstaben R. K. wird für die Armen der
Stadt Innsbruck ein Betrag von 20.000 Kronen überwiesen (GRPr., 23. XII. 1920).
Unter E. K. werden der RA. 300 Kronen gespendet (T. A. 1921/39).
Als Beitrag für die Bezahlung des neuen Rettungwagens übersendet ein unbe-
kannter Wohltäter der RA. mittels Post 600 Kronen (T. A. 1921/125).
Eine unbekannte Dame spendet der RA. 1000 Kronen (T. A. 1921/222).
,,Ungenannt" der RA. 50.000 Kronen (T. A. 1922/216).
Von,,Ungenannt" wird eine Spende von 50.000 Kronen für arme Pradler Fa-
milien abgegeben (T. A. 1922/122).
Eine unbekannte Dame erlegt für die RA. im Rathaus 30.000 Kronen (T. A.
1922/136).
,,Ungenannt" schenkt der RA. zur Aufrechterhaltung ihres Autobetriebes 500.000
Kronen (T. A. 1923/291).
Für verschämte Stadtarme spendet ein Herr 2,000.000 Kronen (GRPr., 7. I. 1924).
Spende eines Unbekannten an den AF. 300 RM (MA/1944); detto 415.50 Schilling
(MA/1946).
Ungenannter spendet dem HI. 100 S (MA/1949).
Ein unbekannter Spender übermittelt der Stadt Innsbruck zu Handen des
Vizebürgermeisters H. Süß zur Linderung der Wohnungsnot und der Arbeits-
losigkeit 1000 S (Tir. Tagesztg. 1951/73), eine Spende, die zu Weihnacht 1951 wie-
derholt wird.
62
62
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Adam 24, 38
Adler 40, 46
Aichner 38
Albaneder 23
Albrecht 46
Aldrans 56
Alt 38
Alençon 38
An der Lan-H. 24
Andreis 46
Andreas-Hofer-Bund 56
Angermaier 42
Appeller 6, 25
Arbeiterbäckerei 55
Arlt 39
Arnold 48, 49
Augsburg 56
Automobilklub 54
Baader 36
Bachstüber 52
Ballak 45
Ballistell 46
Banken 54, 55, 57, 58
Bartinger 39
Bastinelli 53
Bauer u. Schwarz 46
Baumann 47
Baumeister 51
Baur 28, 51
Bayrische Hilfsges. 56
Beamtenschaft 57
Beirer 20
Beller 41
Benak 50
Benton 42
Berchtold 9
Bergamo 56
INDEX
(Zahl =
Brown 42
Brüll 46
Bruni 42
Seitenangabe)
Buchdruckereien 57
Bundsmann 50
Burger 33
Burian 27
Burlo 42
Carstens 49
Cathrein 45
Chur 57, 59
Colli 46
Consolati 43
Consorzio ital. 56
Cornet 36
Coudenhove 48
Damiani 43, 53
Danner 51
Deman 50
Demattio 39
Deutsche Reichregierung
55
D. Turnerschaft 57
D. Volkspartei 56
D. Städtetag 56
D. Tir. Klub 56
D. u. österr. Hilfskomitee
56
Devigli 48
Dialer 41
Dick 31
Dimaczek 48
Dinter 27
Engl. Wohltätigkeitsverein
58
Enzenberg 40
Epp 26
Epplinger 32
Erler 25, 39
Erlsbacher 52
Erstkommunikanten 48
Esterle 41
Ettel 23
Eugen, Erzh. 29
Eugen W. 52
Falk 29
Fankhauser 46
Fantl 51
Fauster 53
Fehrer 53
Feil 48
Feldmann 44
Feldpost-Nr. 59
Feller 30
Ferdinand, Kaiser 21
Ferrari 39, 41, 44
Ferstl 43
Feuerwehr-Landesverb. 58
Ficker 25
Fink 37
Fischer 27, 42, 48
Fischnaler 17
Fischnaller 32, 48
Fitzthum 19
Fleischer 49
Fleischmann 49
Bergbrüder 57
Berger 38
Berktold 42
Berlin 56
Bicycleklub 54
Biedermann 39
Billek 34
Birmingham 58
Bissingen 36
Blaas 39
Blum 44
Blümler 53
Bondy 33
Boos 41
Boscarolli 36
Brandis 15
Breyer 49
Dobin 47
Doblander 50
Dollenek 34
Domanig 37
Dörr 41
Dresden 49
Dubsky 42
Dum 46
Duregger 38
Eckmann 42
Egger 20, 44
Eichler 38
Eisenbahner-Zürich 58
Elisabeth, Kaiserin 37
Ellrodt 24
Emberger 53
Engel 37
Engele 28
Engl 41
Flunger 38
Folladore 50
Foradori 33
Forcher-Mayr 31
Forchheimer 50
Frankl 48
Franz Joseph I. 12
Franz Karl 36
Franz Salvator 28
Franz. Organisat. 59, 60
Freiberg 43
Freudenfels 42
Friedländer 42
Friesee 46
Fritz 33
Fürrutter-P. 44
Fuß 42
Gasanstalt 54
Gasthäuser und Hotels
40, 48, 51, 58
63
Seite 68
68/74
Gehri 43
Gerhard 52
Gerstner 19
Getzner 24
Giacomelli 48
Gipfelstürmer 57
Glaninger 50
Glatz 6
Gostner 39, 48
Gottwald 41
Gradischegg 44
Granotto 31
Graẞl 42
Graßmayr 48, 53
Grauß 53
Gravenegg 39
Graz 50
Greber 29
Gredler 36
Greil 12, 22, 39, 44
Greußing 43
Griensteidl 43
Gritsch 46
Groß 21, 37, 45, 48
Gruder 43
Gsteu 41
Gstrein 50
Gualacini 49
Guem 50
Gummer 36
Gurschner 47
Györffi 48
Haack 31
Haas 37
Haberer 45
Habtmann 20
Hackl 44
Halbeis 38
Haller 46, 51, 52
Handl 38
Hanreich 41
Harmonie-Ges. 57
Hart 41
Hasenmüller 52
Haselwanter 38
Haspern 46
Hassauer 41
Hauser 9, 29
Heider 47
Heitzmann 52
Hellenstainer 47
Heller 44
Hellrigl 36
Hendl 38
Hepperger 53
Hermann 46
Herrburger u. R. 39
Hibler 25
Hieber 32
Hinterwaldner 41
Hintner 42
Hintze 46
Hirn 41
Hirsch 41
Hirt 46
Höfel 18
Hofer 43
Hofer u. Erhard 49
Holer 48
Holland 56
Holluschek 47
Holzhammer 48
Holzknecht 51
Hörtnagl 18, 47
Hotter 53
Hradetzky 34
Huber 48
Hueber 40, 48
Hundertpfund 51
Hutchinson 58
Huter 41
Hutter 39
Ingenieure 55
Innerebner 44
Innerhofer 52
Intern. Genfer Verband 60
Italien 56
IWA 58
Jachmann 40
Jeggle 52
Jelocnik 47
Jenewein 44, 46
Jörg 39
Juffinger 42
Just 34
Kallech 41
Kammer für Arbeiter und
Angestellte 58
Kapferer 3, 7, 12, 14, 17,
32, 36, 43
Karger 38
Karl Franz Josef, Kaiser
28
Karl Ludwig 36
Karoline Augusta 37
Karsenti 53
Karthes 49
Kaska 46
Kasper 50
Kastner 20, 41
Katzung 19
Kayser 51
Kematen 56
Kempter 37
Keplinger 48, 49
Kern 4
Kerschbaumer 48
Khuen 10, 11
Kiebach 4
Kiener 30
Kink 40
Kirchberger 41
Kirchmayr 22
Kirchstätter 33
Kirschner 40
Klammer 42
Kleidermacher-
Genossenschaft 55
Klingler 43
Knitel 53
Knoflach 43, 44
Knoll 44
Kopatschek 51
Köllensperger 53
Konsum 59
Koppelsberger 47
Koppelstätter 51
Köẞler 36
Kramer 44
Kranebitter 43
Kratochwill 47
Kraus 36
Kraus u. Co. 53
Kravogl 53
Kreid 47
Kriegsministerium 55
Kripp 24
Kritzinger 53
Kuen 53
Kugler 43
Kurzmüller 21
Lampl 47
Landesgewerk. 57
Landsee 33
Lang 16
Lantschner 47
Lans 56
Larcher-Eisenegg 44
Larl 25
Laufer 7
Lechle 43
Lechner 48
Lehrkörper (versch.) 57, 58
Leiẞ 44
Leiẞ-Laimburg 38
Lentner 44
Lerch 39
Lindner 46
Litschauer 48
Löbisch 41
Lode 47
Lodron-Lat. 37, 46
Löwensohn 50
Lucca 52
Ludwig v. Sachsen 39
64
Seite 69
69/74
Luftschiffahrt 54
Luftverwaltung 55
Lutterotti 50
Lutti 36
Lysak u. Sch. 46
Maaß 39
Mader 44
Mages 5, 10, 32
Maily 50
Malfatti 6
Malitsch 52
Männerchor 56
Marek 34
Margreiter 38, 53
Maria Anna, Kaiserin 36
Marsoner 49, 51, 53
Martinatti 48
Martinelli 50
Martinich 36
Mattoni 38
Mayer 38, 42, 44
Mayr 26, 32, 36, 51
Mayrhofer zu Koburg 5
Maximilian-Este 36
Meiẞl 48
Meiẞler 37
Metzler 32
Meyer 36
Miklutsch 48
Ministerium des I. 55
Möbelhalle 58
Moosburner 53
Morghen 50
Mörl 36, 53
Moser 48
Müller 21, 46, 49
Munding 29
Mutschlechner 38
Nachtmann 52
Offizierskorps 54
Ohnestingel 40
Öllacher 15, 51
Ortlieb 37
Oschlinger 23
Österr. Flottenverein 55
Österr. Heimathilfe 56
Öttel 23
Pattinger 40
Peche 7
Peer 5, 42
Pegenauf 47
Pegger 43
Peischer 45, 53
Perger 19
Petera 53
Peterlongo 53
Petzer 48
Pfanzelter 20
Pfarramt 59
Pfeifer 37
Pfister 14
Pflügl 47
Pichler 16
Pirchl 40
Pisarek 41
Pitschmann 41
Podlesnigg 47
Posselt-Csorich 26
Prämonstratenserstift
Wilten 54
Prantl-D. 26, 47, 48
Prast 49
Prem 25
Preyer 27
Propstei 58
Proxauf 53
Rhomberg 50
Riboni 50
Riccabona 44
Riedl 37, 42
Rieger 4
Riegl 40
Riegler 40
Riehl 13
Riester 49
Riha 49
Ringelheim 42
Riẞ 30
Ritter u. L. 42
Rotes Kreuz 55, 60
Rothpletz 31
Rück 52
Rudolf, Kronprinz 37
Sagmeister 43
Salcher 50
Samuda 44
Sauter 43
Schallhart-L. 45
Schardinger 43
Scharfetter 48
Schaufler 43
Scherl 39
Scheuchenstuel 5, 6
Scheuer 49
Scheurer 46
Schidlach 8
Schiestl 39
Schifferegger 51
Schiffner 40
Schindler 30, 46
Schirmer 45
Schlechter 47
Schlechtleitner 22
Schmidt 38
Schmi(e)derer 19
Schneider 42
Schöberl 53
Schobesberger 47
Pult 52
Raggl 42
Schmitz 49
Natters 56
Rainer 31, 39, 46, 49
Schnegg 40
Nelson 51
Rapp 38
Nemec 43
Rasim 53
Neẞler 39
Rauch 31, 50
Neuhauser 24
Rauter 38
Schöpf 35
Neuner 45
Ravensburg 56
Schopp 31
Nicodem 53
Raysigl 52
Schorn 42
Niẞivera 50
Recheis 41
Schrott 38
Niẞl 27
Nöbl 37
Norer 42
Norz 44
Novak 45
Nußbaumer 37
Oberlindober 20
Oberperfuß 56
Obexer 43
Obholzer 42
Reden 35
Redlich 38
Reglin 23
Reinhard 3, 36
Reinisch 36
Reiter 43, 50, 52
Reithoffer 39
Remisch 45
Renk 47
Resch (Rösch) 21, 40
Retter 32
Schullern 53
Schumacher 30, 31
Schung 53
Schuster 49
Schwaighofer 39
Schwarz 40, 44
Schwarz u. B. 45
Schweden 55, 58
Schweiggl 41
Schweiz 59
Schwind 39
65
Seite 70
70/74
Seefelder 49
Seelos 41
Seewald 8
Seiẞl 15
Sennhofer 27
Sichra 40
Sickerer 26
Sieberer 11
Silva 57
Simath 52
Simeoni 32
Sistrans 56
Skardarassi 45
Smerdu 45
Sojer 51
Sokopf 40
Sottru 40
Spannhof 42
Sparkasse 54
Speck 53
Spedition 57
Spielmann 49
Stadtärzte 55
Stadtkanzlisten 49
Stadtwerke 59
Staffler 20, 22, 36
Stainer 30, 51
Stangl 45
Stanton 14
Stapf-Ruedl 28
Steiger 38
Steinbrecher 50
Steiner 50
Stephanie 38
Stern 26, 50
Sternbach 28
Sternfeld 30
Steyrer 44
Stibich 46
Stieglitz 51
Stimpfl 49
Stocker 36, 37
Stöckl 44
Stockmayr 50
Stolz 19
Straßburg 54
Striegl u. D. 47
Strohmayr 47
Stumpf 52
Südbahn-Ges. 54
Sudetendeutsche 57
Summerer 39
Tannerberg 19
Tauschitz 49
Taxes 38
Teltscher 39
Thaner 38
Thomann 38
Thomma 44
Thurn u. T. 40
Thurner 40
Tischrunde 56
Tiwag 59
Toggenburg 45
Toldt 44
Trafikanten 56
Trapp 36
Tschoner 45
Tschiggfrey 52
Tschurtschentaler 16
Tucek 35
Turnusverein 59
Tumler 8
Tyrolia 47, 52
Ukrainische Musik-
kapelle 56
Ulm, Freiherr v. 36
Ungenannt 47, 61, 62
Unschuld 34
Unterberger 22, 45
Unterperfuß 56
Vendome 27
Venedig 46
Venn 53
Vereinigte Staaten 59
Versicherungen 55, 57
Vieider 45
Vigl 42
Vogl 26, 49
Volksbund 57
Volland 41
Vonstadl 26
Vorhauser 5
Wackernell 46
Wagner 39, 53
Waibl 53
Walde 30, 45, 47, 48, 53
Waldhart 51
Wanig 20
Weber 52
Webhofer 53
Wehrmacht 59
Weiß 43, 44, 48, 51, 52
Weißgatterer 53
Welponer 21
Welzhofer 41
Welzl 47
Werner 34
Weyrer 39, 48, 49
Widmann 36, 38
Wied 38
Wilcke 40
Wildhan 42
Wildling 28
Wilfling 49
Wilkins 39
Winkler 7, 25, 40, 43
Winkler-Klingler 37
Wisiol 23
Withe 51
Wöhrer 49
Wolkenstein 36
Wondrak 36
Zach 28
Zacherle 22
Zahntechniker 57
Zambra 45
Zangerl 49
Zelger 25, 45
Zimmermann 51
Zingerle 40
Zorzi 51
Zösmayr 52
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