Seite 1
1/10
Freiw. Feuerwehr Innsbruck
46. Jahresbericht
über das 63. Dereinsjahr 1920.
Die freiwillige Feuerwehr Innsbruck erstattet hiemit den Jahres-
bericht über das 63. Vereinsjahr und bemerkt, daß derselbe wegen der
ungemein erhöhten Druckkosten in gedrängtester Kürze gehalten werden
mußte.
Die Berufsfeuerwehr hatte im Berichtsjahre 88 Ausrückungen
zu Kaminbränden, Zimmerbränden, Bodenbränden etc. zu verzeichnen.
Größere Brände waren 2 und zwar der Barakenbrand am 11. Februar
hinter der neuen Universität und der Dachstuhlbrand des Hauses Nr. 5
in der Pechestraße am 20. Juni. An der Lokalisierung des letzteren
beteiligte sich außer der Berufswehr auch die II. und VI. Kompagnie.
Bei dieser Gelegenheit erhielt die im Jahre 1916 neu angeschaffte Magirus-
leiter der Vl. Kompagnie die Feuerlaufe.
Blinde Alarmierungen der Berufswehr erfolgten 16.
Nach auswärts wurde die Feuerwehr zum Brande des Gast-
hauses,,Schwarzer Adler" in Sall am 28. Oktober gerufen und rückte
der Landlöschtrain der II. Kompagnie aus.
An Feuerwachen wurden gestellt: 1. Stadttheater 402 Vorstellungen
à 5 Mann; 2. Kolosseum 216 Vorstellungen à 9 Mann; 3. Löwenhaus-
theater 144 Vorstellungen à 3 Mann; 4. Kammerspiele 245 Vorstellungen
zu à 1 Mann; außerdem wurden bei anderen kleineren theatralischen
Vorstellungen 28 Wachen beigestellt. Das sind im ganzen 1135 Vor-
stellungen mit 4756 Mann. Die Stadttheaterwache wurde von der
Berufswehr, alle anderen von der freiwilligen Feuerwehr gestellt. Inspi=
zierungen bei den verschiedenen Vorstellungen wurden von der Komman-
dantschaft 762 durchgeführt. Nicht inbegriffen sind die zahlreichen Feuer-
beschaukommissionen.
An Uebungen wurden abgehalten: 2 Hauptübungen und zwar
am 15. Juli (Museumstraße - Meinhartstraße) und am 24. Oktober
(Alte Universität). Kompagnieübungen fanden insgesamt 35 statt. Außer-
BERUFSFEUERWEHR IBK
GESCHENK 2003
Seite 2
2/10
dem wurden im Rahmen der einzelnen Kompagnien zahlreiche Steiger-
und Wassermannschaftsübungen abgehalten.
Die Musterungen der einzelnen Kompagnien wurden im Mai
durchgeführt.
Kompagnieversammlungen fanden 40, gesellige Veranstaltungen
12 statt, darunter auch das große Oktoberfest am 23. und 24. Oktober
in den Stadtsaalräumen. Dieses Wohltätigkeitsfest hat Dank der Muni-
fizenz der Bevölkerung Innsbrucks einen namhaften Reinertrag abge=
worfen, der zur Gänze der mit schweren finanziellen Sorgen ringenden
Rettungsabteilung überwiesen wurde.
Stand der Kassen:
a) Unterstützungskasse:
Vermögensstand am 31. Dezember 1920
b) Verwaltungskasse:
Vermögensstand am 31. Dezember 1920
c) Kriegsunterstützungsfond:
Vermögensstand am 31. Dezember 1920
Kronen 104.006.60
Kronen 7.431.16
1.367.60
Kronen
Als nennenswerte Neuerung im Berichtsjahre kann der Ueber-
fritt des bisherigen städtischen Dampfsprißenlöschzuges zur freiwilligen
Feuerwehr gemeldet werden. Derselbe wurde der 1. Kompagnie unterstellt.
Infolge andauernder Krankheit mußte der bisherige langjährige
und sehr verdienstvolle Magazinsverwalter Herr Anton Schwab seine
Stelle niederlegen und wurde an dessen Stelle Herr Friedrich Rohn,
Mitglied der 4. Kompagnie berufen.
Auch bei der 1. und II. Kompagnie vollzog sich ein Wechsel im
Kommando. Herr Josef Warasin, Hauptmann der 1. Kompagnie trat
zurück und wurde an dessen Stelle der bisherige Hauptmannstellvertreter
Herr Josef Gasteiger zum Hauptmann und Herr Julius Pilscheider zu
dessen Stellvertreter gewählt. Infolge Krankheit trat Herr Hans Seelos
vom Kommando der II. Kompagnie zurück und wurde hiefür der bisherige
Adjutant und 1. Schriftführer, Herr Roman Scheran zum Hauptmann
der II. Kompagnie gewählt, während Herr May Sunkovsky, Geräte=
meister der 3. Kompagnie zum 1. Schriftführer berufen wurde.
Diplome erhielten für
Josef Sattleder, Adjudant
40 jährige Dienstzeit:
|| Alois Huber, Sprißenmeister der III. Komp.
25 jährige Dienstzeit:
Hans Seelos, Hauptmann der II. Komp.
Roman Knabl, Steiger der III. Komp.
(Landlöschtrain) und Ehrenmitglied.
20 jährige Dienstzeit:
1. Kompagnie:
Josef Gasteiger, Sauptmannstellv. und
Zugskommandant
11. Kompagnie:
Josef Sala, Wassermann
Georg Haslauer, Wassermann
III. Kompagnie:
Georg Liener, 3ugsführerstellvertreter und
Rottenführer
Alois Ostermünchner, Wassermann
Alois Geiger, Wassermann
IV. Kompagnie:
Franz Zuser, Rottenführer
Leopold Oberweger, Wassermann
V. Kompagnie:
Josef Singewald, Roffenführer
Franz Blaffner, Spritzenmeister
VI. Kompagnie:
Robert Schögl, Rottenführer
Johann Markt, Steiger
Anton Rieser, Wassermann
10 jährige Dienstzeit:
II. Kompagnie:
Hans Plasser, 3gf-Stellv. u. Rottenführer
Oskar Rigotti, Steiger
III. Kompagnie:
Mar Sunkovsky, Gerätemeister und Ad-
jutant
Franz Ganspöck, Rohrführer
Franz Berlornigg, Steiger
Ferdinand Meischl, Steiger
Adolf Wacker, Steiger
Josef Wiedenhofer, Steiger
May Probst, Steiger
IV. Kompagnie:
Wilhelm Bosch, Steiger
Franz Hofer, Wassermann
V. Kompagnie:
Franz Schuler, Steiger
VI. Kompagnie:
Artur Reinardt, Hornist
Rudolf Müller, Roffenführerstellvertr.
Hermann Liensberger, Rohrführer
Josef Tonon, Steiger
Anton Sailer, Steiger
May Frick, Zugsführerſtellvertr. und Land-
löschtrainkmot.-Stellv.
Franz Thum, Wassermann
Rettungsabteilung:
Engelbert Fieber, Sanitätsmann
Die laufenden Geschäfte wurden in einer Jahreshauptversammlung,
1 Löschsektionssihung, 13 Kommandantschaftssitungen, 3 erweiterten
Ausschuß und 2 Gerätemeistersizungen erledigt.
Mit Tod abgegangen sind unsere Kameraden Hans Seelos,
ehem. Kommandant der II. Kompagnie, Franz Schweiggl, ehem. Magazins-
verwalter, ferner der Rottenführer Anton Lutz der VI. Kompagnie, der
Ordnungsmann Alois Rainer und die Mitglieder außer Dienst Josef
Schobesberger, Johann Gstöttner der IV. Kompagnie, Alvis Sailer der
V. Kompagnie und Franz Probst der Dampfsprißen-Abteilung. Ein
ehrenvolles Gedenken werden wir ihnen sfets bewahren.
Zum Schlusse betrachten wir es als unsere Ehrenpflicht, dem
Gemeinderate der Landeshauptstadt Innsbruck, allen Gönnern und
Freunden des Feuerwehrwesens sowie der Presse für das stets bewährte
Entgegenkommen den besten Dank auszudrücken.
Gut Heil!
Innsbruck, am 31. Dezember 1920.
Der Branddirektor:
Franz Innerhofer.
Seite 3
3/10
Mitgliederstand:
1. Kommando:
Innerhofer Franz, Branddirektor
Sailer Josef, Branddirektorstellvertreter
Rohn Friedrich, Magazinsverwalter
Sunkovsky May, Adjutant und I. Schriftführer
Knapp Josef, II. Schriftführer
Zösmayr Bernard, Adjutant.
Gasteiger Josef, Hauptmann der I. Kompagnie
Pitscheider Julius, Hauptmannstellvertreter
Scheran Roman, Hauptmann der II. Kompagnie
Kerber Wilhelm, Hauptmannsfellvertreter
Dietrich Karl, Hauptmann der III. Kompagnie
Knapp Josef, Hauptmannstellvertreter
Ortler Siegfried, Hauptmann der IV. Kompagnie
Sailer Philipp, Hauptmannsfellvertreter
Kirchebner Josef, Hauptmann der V. Kompagnie
Müller Kassian, Hauptmannstellvertreter
Sailer Josef, Hauptmann der VI. Kompagnie
Gaim Anton jun., Hauptmannstellvertreter
Kohlegger Josef, Obmann der Ordnungsmannschaft
Gaim Anton sen., Obmannsfellvertreter
Steiner Leo, Obmann der Rettungsabteilung
Gasser Anton, Obmannstellvertreter
2. Mannschaftsstand:
a) Freiw. Feuerwehr:
1. Kompagnie
61 Mann
II. Kompagnie
III. Kompagnie
46 Mann
67 Mann
IV. Kompagnie
45 Mann
V. Kompagnie
56 Mann
VI. Kompagnie
52 Mann
Ordnungsmannschaft
39 Mann
17 Mann
56 Mann
Außer Dienst
Rettungsabteilung
Zusammen 439 Mann
b) Berufsfeuerwehr:
16 Mann
Held Xaver, Wachkommandant, Praty Anton, Wachkommandantstellv.
c) Rettungsabteilung:
2 ständige Sanitätsmänner und 2 ständige Kraftwagenführer.
DOOL
orsorsoROC
Rettungs-Abteilung
der Freiw. Feuerwehr Innsbruck
000000000000000
joooooooooooooo
14. Jahres-Bericht
für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1920.
Durch die Ungunst der Verhältniſſe gezwungen sieht sich die
Rettungsabteilung auch heuer wieder veranlaßt, ihren verehrten Wohl-
tätern und Freunden den Tätigkeitsbericht über das abgelaufene 14.
Vereinsjahr in gedrängter Form zu unterbreiten.
Seit der Gründung im Jahre 1907 sind bis Ende desselben
insgesamt 89.321 Silfeleistungen zu verzeichnen wovon auf Militärper-
sonen während der Kriegszeit 61.027 entfallen. Im Berichtsjahre trat
die Rettungsabteilung in 2131 Fällen in Tätigkeit, davon bei Tage
1857 und bei Nacht 262 mal. Betroffen wurden 948 Männer, 1034
Frauen und 137 Kinder. 12 Ausfahrten waren,,blind". Kranke oder
nicht gehfähige Seimkehrer wurden 52 mal vom Bahnhofe abgeholt.
Erste Hilfe bei Unfällen wurde 692 mal geleistet, damit verbundene
Transporte 417 und Hilfeleistungen in der Rettungsstation 275.
In 52 Fällen intervenierte ein Arzt bei vorkommenden Unfällen. 1849 mal
wurde mit dem Kraftwagen ausgerückt, außerdem in 7 Fällen Fahr-
oder Tragbahren sowie Einspänner und sonstige Fahrzeuge in Verwen-
dung genommen.
Eine erhöhte Inanspruchnahme der Mitglieder fand im Jahre
1920 durch die Beistellung von 385 Theater- und 206 Colosseumsam=
bulanzdienste statt, bei welchen in 40 Fällen helfend eingeschritten wurde.
Nebstbei wurden 20 Sanitätswachen hauptsächlich zu Bränden und
sportlichen Veranstaltungen beigestellt und bei 2 Massenunfällen Hilfe
geleistet. Der wackeren Samariterschaft, welche uneniwegi trotz der
Schwierigkeit der Lebensverhältnisse treu ihrem Samariterideale die
satzungsgemäß übernommenen Pflichten opferfreudigst auf das strengste
erfüllte und ihre Dienste vollständig unentgeltlich zum Wohle des Nächsten
leistete, sei an dieser Slelle der innigste Dank ausgedrückt.
Die allgemein niedergebrochene Wirtschaftslage bereitete der
Rettungsabteilung die größte Sorge um den weiteren Fortbestand, da
Seite 4
4/10
die zur Verfügung gestandenen Mittel keineswegs hinreichten, die ins
ungemessene gesteigerten Betriebskosten zu decken. Eine großzügige
Wohltätigkeitsveranstaltung in Form des von der gesamten Innsbrucker
freiw. "Feuerwehr veranstalteten Oktoberfestes war notwendig geworden,
das einen Ertrag von K 218.047 19 abwarf. Die Gesamtkosten betrugen
im Verwaltungsjahr 1920 K 508.651.60 (K 88.231.46 i. 3. 1919), denen
K 506.640-46 (K 81.497.78 i. 3. 1919) als Einnahmen gegenüberstanden,
so daß sich eine Vermögensverminderung um K 2011-14 (K 6733.68
i J. 1919) ergibt. Sier sei hervorgehoben, daß beim Krankentransport-
dienst ein Defizit von K 211.469 61 besteht, welches nur durch das vor=
hin erwähnte Oktoberfest gedeckt werden konnte.
Der Stiftungsfond hatte an Einnahmen K 28.077.50 zu ver=
zeichnen, während die Ausgaben K 120-65 betrugen und ergibt sich hier ein
Zuwachs von K27.956-85. Der Vermögensstand beläuft sich auf K 79.198-85.
Der Samariterhausbaufond hatte als einzige Einnahme die Spar-
kassezinsen von K 321.27 und stellt sich das schließliche Vermögen auf
K 11.030.47.
Möge die bisherige Unterstüßungsfreudigkeit der Bevölkerung
auch weiterhin nicht erlahmen, auf daß unser Bestand zum Wohle hilfs=
bedürfdiger Mitmenschen gesichert erscheine.
Die freiw. Rettungsabteilung fühlt sich verpflichtet allen voran
dem wohllöblichen Gemeinderate, der Landeshauptstadt Innsbruck, der
Sparkasse, dem hohen Landtage, dem Landes- und Frauen-Hilfsvereine
vom roten Kreuz, sowie allen übrigen Behörden für die laufenden Zu-
wendungen, der verehrlichen Presse, allen Freunden und Wohltätern,
ganz besonders aber der gesamten freiw. Feuerwehr Innsbruck den herz-
lichsten Dank abzustatten.
Aus der Reihe von Begebenheiten im abgelaufenen Jahre ist
besonders hervorzuheben die am 15. April im Gasthofe Bürgerliches
Brauhaus stattgehabte 13. Jahreshauptversammlung, zu welcher Herr
Bürgermeister Wilhelm Greil, die Herren Sparkassevorsteher Dr. Josef
Winkler, Obmann des Landesverbandes für Feuerwehr- und Rettungs-
wesen Professor Viktor B. Graff, Branddirektor Innerhofer und Ehren-
milglied Dr. Tschamler erschienen waren. Nachdem die Tätigkeitsberichte
der einzelnen Amtswalter mit Befriedigung zur Kenntnis genommen
wurden, drückte der Herr Bürgermeister der Abteilung den Dank und
die Anerkennung des Gemeinderates aus und bedauerte es, daß die
Frage der Zuweisung der ehemaligen Sofsfallungen für unsere Zwecke
durch die seitens der Landesregierung aufgetauchten Schwierigkeiten
nicht näher gerückt sei. Da infolge Arbeitsüberbürdung der bisherige
hochverdiente 1. Geldwart Wilhelm Laviat nach zehnjähriger ausge=
zeichneter Amtsführung zurücktrat und Gruppenführer Mattes mit Tot
abgegangen ist wurden Ergänzungswahlen vorgenommen, die folgendes
Ergebnis hatten:
-
1. Geldwart: Ferdinand Nessler
1. Schriftführer: Hans Müller
2. Schriftführer: Karl Künzel (neu)
Gruppenführer: Josef Elsensohn; Wilhelm Laviat Rechnungs-
prüfer-Ersatzmann.
Hierauf wurde über Antrag des engeren Ausschusses der um
das Rettnungswesen hochverdiente Gruppenführer Josef Elsensohn, welcher
demselben seit der Gründung angehört von der Generalversammlung
unter dem Beifall der Anwesenden einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt..
Leider hatte auch der Tod im Berichtsjahre wieder Ernte ge=
hallen, so hatte die Rettungsabteilung den Verlust mehrerer Gönner
und beitragender Mitglieder zu beklagen. Außerdem verlor sie ein be=
sonders arbeitsfreudiges Mitglied im erweiterten Ausschuß in der Person
des vormaligen Hauptmannes der II. Kompagnie der freiw. Feuerwehr
Innsbruck Herrn Hans Seelos, dem eine große Anzahl unserer Mit-
glieder am 23. Oktober das Geleite zur legten Ruhestätte gab. Ebenso
schmerzlich berührt wurden wir durch das Hinscheiden des Herrn Alois
Krug am 10. August 1920, welcher durch fast 5 Jahre der Rettungs-
abteilung als ein überaus eifriges Mitglied angehörte und bis zu seiner
legten Stunde ein warmer Förderer der Samaritersache war.
Wir wollen ihnen ein ehrendes Angedenken bewahren!
Am 10. Juli erschien in den Innsbrucker Tagesblättern ein
Notruf, der der Einwohnerschaft zur Kenntnis brachte, daß die Ab eilung
vor dem finanziellen Zusammenbruche stehe, da alle verfügbaren Geld=
reserven zur Beschaffung der teuren Autobetriebsmittel, Reparaturen und
dgl. aufgebraucht wurden und um Zuwendung von Geldspenden dringend
gebeten wurde.
Am 23. und 24. Oktober fand wie schon erwähnt von der ge=
samten Feuerwehr veranstaltet ein Oktoberfest statt, welches Dank der
entgegenkommenden Mitwirkung verschiedener Vereine, die sich unent-
geltlich in den Dienst der guten Sache stellten, einen sehr schönen Ver=
lauf nahm und wodurch der bedürftigen Abteilungskasse ein sehr erheb=
licher Betrag zugeführt werden konnte.
Damit ist der Bestand der Rettungsabteilung auf einige Monate
gesichert und es kann daher am Schlusse des 14. Jahres festgestellt
werden, daß durch die Opferfreudigkeit unserer Mitbürger dem menschen=
freundlichen Wirken derselben die beste Anerkennung gezollt wurde.
Möge dies auch im kommenden Jahre der Fall sein.
Innsbruck, im April 1921.
Für den engeren Ausschuß der Rettungsabteilung der freiw.
Feuerwehr Innsbruck
Der Schriftführer:
Hans Müller
Der Geldwart:
Ferdinand Nessler
Der Obmann:
Leo Stainer
Seite 5
5/10
Mitgliederstand
vom 31. Dezember 1920.
Beitragende Mitglieder 770.
Ehrenmitglieder: Dr. Franz Sörincgl, Dr. Bihtor Tihamler, + Dr. Otto Kölner, Leo
Stainer, Bans Munding, Sof: Cljenjohn.
Mitglieder außer Dienst: Kaiferl. Rat Umadaus Simath. Johann Tusch, Edmund
Lorenz, Sans Börtnagl, Beini Schanz
Erweiterter Ausschuß: Franz 3merhofer, Josef Sailer, Josef Gafteiger, Roman
Scheran, Sarl Dietrid), Siegfried Ortler, 3of. Kirchebner, Anton Gaim, Dr. Josef
Winkler, Sofrat Josef Erler, Sofral Dr. Adolf Ritter von Kutschera, kaiserl. Rat
3ng. Julius Bruder und Edmund Lorenz
Engerer Ausschuß: Aerzte: De grang Sörtnagl und Dr. Viktor Lichamber,
Obmann: Leo Stainer, Stellv.: Anton Gasser, Schriftführer: Sans
Müller und Karl Künzel, Geldwarte: Ferdinand Nessler und Heinrich Beder-
lunger, Gruppenführer: Josef Elsenjohn und Jakob Schuler, deren Stello.:
Josef Dinkhauser und Josef erggler, Gerätewart: Johann Frank.
Geprüfte freiw. Samariter: Franz Bucher, Josef Duffel, Josef Eder. Johann Epp,
Engelbert Fieber, Theodor Finger, Eduard Gehri, Josef Gichnißer, Mar Baldegger,
Anton Haiderer, Franz 3wanid), Sarl Kacicnik, Alfred Sonzett, Franz Kotter,
Rudolf Kovar, Wilhelm Lcpiat, Alfred Löbl, Mag Loidoll, Leopold Mayr,
Andrà Maurer, Alois Mitterberger, Sarl Murr. Berdinand Nairs, Gustav
Nejjizius, Johann Oberlhamer, Rudolf Pelry, Josef Pieringer, Alois Rauth,
Franz Rohm, Adalbert Sailer, Philipp Galler, Alfons Geiring, Sarl Edumann,
Franz Stranner, Anton Thaler, 3gnaj Torggler, Ferdinand Badier.
Samariler-Schüler: Emil Anthofer, Ferdinand Lamprecht, Johann Mazagg. Franz
Schön, Anton Saurwein.
Ständige Mannschaft: Karl Janejch, Johann Stonzett, Georg Walcher, Rudolf
Federspiel.
Aufruf!
Mit Rüdificht darauf, dass die letzten Kaffebestände infolge erneuter großer
Ausgaben in kürzester Zeit aufgebraucht sind und die Reffungsabteilung dann neuerdings
vor einer Statastrophe steht, billet der Ausschuß alle Gönner und beitragenden Mit-
glieder durch Widmung von Zuwendungen und Erhöhung der Mitgliederbeiträge den
Fortbestand derselben zu sichern.
Druderei und Berlagdanstalt R. & M. Jenny, Innsbruck
Seite 6
6/10
Freiw. Feuerwehr Innsbruck
47. Jahresbericht
über das 64. Vereinsjahr 1921.
Die freiwillige Feuerwehr erstattet hiemit den Jahresbericht über
das abgelaufene 64. Vereinsjahr und ist auch heuer wieder genötigt, den-
selben infolge der enormen Druckkosten in gedrängtester Kürze zu halten.
Die Berufswehr der freiw. Feuerwehr hatte im Berichtsjahre
111 Ausrückungen, gegen 88 im Vorjahre, zu Kaminbränden, Zimmer-
bränden, Boden- und Kellerbränden, Barakenbränden usw. zu verzeichnen.
Größere Brände im Stadtgebiete, wo auch die freiw. Feuerwehr eingreifen
mußte, waren 2 und zwar am 2. Dezember der Heizhausbrand im Co-
losseum und am 7. Dezember der Tischlenwerkstättenbrand in der Ma-
schinenfabrik Kinz am Westbahnhofe.
Nach auswärts wurde die Feuerwehr zweimal gerufen. Einmal
nach Sötting zum Brande eines Bauernhauses am 15. März und zu
einem Großfeuer nach Hall am 15. Dezember, zu welch' letzterem der
Land-Löschtrain der 2. Kompagnie ausrückte und tatkräftigst eingegriffen hat.
Blinde Alarmierungen erfolgten 24.
Feuerwachen wurden beigestellt für das Stadttheater, Colosseum,
Kammerspiele, Löwenhaustheater und Arbeiterheim.
Auch im abgelaufenen Jahre wurde wieder fleißig geübt und
sind folgende Uebungen zu verzeichnen: Hauptübungen 2, Kompagnie-
übungen 30, Steigerübungen 47 und Wassermannschaftsübungen 22.
Kompagnieversammlungen fanden 39 und gesellige Veranstaltungen
15 statt.
Am 7. August wurde auf dem Berg Jsel ein großes Sommerfest
abgehalten, daß von Nah und Fern äußerst zahlreich besucht war und
für die Kompagniekassen ein nettes Scherflein abgeworfen hat.
Auch war die Innsbrucker Feuerwehr beim kärntnerischen Landes-
Feuerwehrtag am 15. August in Villach durch eine 40 Mann starke Abord-
nung vertreten und wurde dabei das bestehende innige Freundschaftsver=
BERUFSFEUERWEHR IBK
GESCHENK 2003
Seite 7
7/10
hältnis zwischen den Kameraden von Villach und Innsbruck wieder
neuerdings gefestigt und enger geknüpft.
Auch im abgelaufenen Berichtsjahre können wieder einige be=
merkenswerte Neuerungen gemeldet werden, nämlich die Automobilisierung
der Berufswehr der freiw. Feuerwehr, die über Anregung des Brand=
direktorstellvertreters Sailer ins Leben gerufene Musikkapelle der freiw.
Feuerwehr Innsbruck und die Einteilung der Ordnungsmannschaft unter
Beibehaltung ihres Kommandos in die bestehenden 6 Kompagnien.
Stand der Kassen:
a) Unterstützungskasse:
Vermögensstand am 31. Dezember 1921 . .
b) Verwaltungskasse:
Vermögensstand am 31. Dezember 1921.
c) Kriegerunterstützungsfond:
K 152.661 42
K
8.526.44
Rettungs-Abteilung der Freiw. Feuerwehr
Innsbruck.
Vermögensstand am 31. Dezember 1921.
Diplome erhielten für
40 jährige Dienstzeit:
K
1.367.60
II. Kompagnie: Josef Abert und Josef Mitterhofer sen. und Johann Farbmacher
der III. Kompagnie
25jährige Dienstzeit:
Wilhelm Kerber II. Kompagnie, Karl Rauter und Paul Steiger III. Kompagnie,
Siegfried Ortler IV. Kompagnie, Sylvester Grubauer V. Kompagnie.
Anton Gasser und Eduard Gheri, Rettungsabteilung.
20 jährige Dienstzeit:
1. Kompagnie:
V. Kompagnie:
Emil Kirchberger
II. Kompagnie:
August Margreifer sen.
Johann Lener
Johann Blattner
Nikolaus Steger
Johann Posauß
VI. Kompagnie:
III. Kompagnie:
Josef Sailer
Johann Krennmüller
Anton Gaim
Josef Gaugg
IV. Kompagnie:
Rudolf Fiegl
1. Kompagnie:
Anton Norz
Ottokar Weiser
Nikolaus Graẞmayr
10 jährige Dienstzeit:
11. Kompagnie:
Josef Golger
Sigmund Durnwalder
15. Jahres-Bericht
für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1921.
mit Vorliegendem beehrt sich die Rettungsabteilung der freiw. Feuerwehr
Innsbruck, den satzungsmäßigen Tätigkeitsbericht über das abgelaufene
15. Vereinsjahr ihren verehrten Wohltätern, Freunden und Gönnern in aller
Kürze zu unterbreiten, nachdem wegen des zu hohen Kostenaufwandes die
verfügbaren Barmittel es nicht erlauben, ausführliche Rechenschaft über die
gesamte Tätigkeit auf dem Gebiete des Rettungswesens und die Geldge-
barung in einer mehrseitigen Druckschrift, so wie es in früheren Jahren
geschehen ist, ablegen zu dürfen.
Vorerst sei eines Anlasses gedacht, der alle ausübenden und besonders
die Gründungs-Mitglieder mit besonderem Stolze und aufrichtiger Freude er-
erfüllt.
Am 11. April 1922 waren es 15 Jahre, als sich eine kleine Schar
beherzter Männer im Großgasthofe Breinößl, getragen von dem Vertrauen
der um die Sache besonders interessierten Körperschaften zur gründenden
Versammlung der Rettungsabteilung unter dem Vorsitze des damaligen ver-
dienten Branddirektors Herrn Professor Viktor B. Graff zusammenfand. Nach
der Berichterstattung über die, dank der vorzüglichen Unterstützung des Ge-
meinderates der Landeshauptstadt Innsbruck, des Kommandos der freiw.
Feuerwehr, der Stadtsparkasse, des Landes- und Frauenhilfsvereines vom
Roten Kreuze und vieler 'anderer zum Großteile abgeschlossenen Vorarbeiten,
sowie Annahme der bereits behördlicherseits genehmigten Satzungen wurde
die Wahl des Ausschusses vorgenommen, welchem heute noch ohne Unter-
brechung nebst den Herren Abteilungsärzten, Ehrenmitgliedern Dr. Franz
Hörtnagl und Dr. Viktor Tschamler, die Herren Leo Stainer als Obmann,
Anton Gasser als dessen Stellvertreter und Ferdinand nefsler als langjähriger
1. Schriftführer und nunmehriger 1. Kassier angehören.
Seit der Gründung im Jahre 1907 sind bis Ende 1921 insgesamt
30.278 Hilfeleistungen, ausgenommen die Kriegsfälle, welche die große Zahl
61.027 erreichten, zu verzeichnen. Im Berichtsjahre trat die Rettungsabteilung
in 1982 fällen in Tätigkeit, davon bei Tage 1704 und bei Nacht 262 mal.
Betroffen wurden 883 Männer, 978 Frauen und 105 Kinder. 16 Ausfahrten
waren blind. Erste Hilfe bei Unfällen wurde 629 mal geleistet, damit
verbundene Transporte 288 und Hilfeleistungen in der Rettungsstation
Karl Schiendl
Seite 8
8/10
341. In 68 Fällen intervenierte ein Arzt bei vorkommenden Unfällen, 1631mal
wurde mit dem Kraftwagen ausgerückt, außerdem in 4 fällen fahr- oder
Tragbahren sowie Einspänner und sonstige Fahrzeuge in Verwendung ge-
nommen. Eine starke Inanspruchnahme der Mitglieder fand im Jahre 1921
durch die Beistellung von 373 Stadttheater-, 131 Löwenhaustheater- und 184
Colosseumsambulanzdienste statt, wobei wiederholt Hilfeleistungen zu ver-
zeichnen waren. Nebstbei wurden 30 Sanitätswachen, hauptsächlich zu Bränden
und sportlichen Veranstaltungen, beigestellt. Der wackeren Samariterschaft,
welche unentwegt trotz der Schwierigkeit der Lebensverhältnisse treu ihrem
Samariterideale die satzungsgemäß übernommenen Pflichten opferfreudigst
auf das strengste erfüllte und ihre Dienste vollständig unentgeltlich zum
Wohle des nächsten leistete, sei an dieser Stelle der innigste Dank aus-
gedrückt.
Das abgelaufene Vereinsjahr stand im Zeichen geldlicher Krisen, die
die Rettungsabteilung in eine sehr schwierige Lage versetzten, ja sogar bei-
nahe vor die unerbittliche Notwendigkeit stellten, den Betrieb des Rettungs-
autos einstellen zu müssen.
Die vollkommene Entwertung unserer Krone hatte eine derartige Preis-
steigerung zur Folge, daß wir im heurigen Kassenbericht bereits auf eine
Millionengebarung hinweisen können. Die gefamte Vermögensgebarung
stellt sich wie folgt dar: Verwaltungsfonds-Einnahmen K 550.841-03, Aus-
gaben K 984.567.04, daher Abgang K 433.726-01, Kraftwagenfonds: Ein-
nahmen K 968.945-39, Ausgaben K 1,199.527-70, daher Abgang K 230.582.31,
Stiftungsfonds-Einnahmen K 647.828.17, Ausgaben K 488-70, Samariter-
Hausbaufond K 12.042.12, Ausgaben keine.
belaufen sich daher auf K 2,179.656-71, die Ausgaben auf K 2,184.583.44,
Die gesamten Einnahmen
sodaß der gesamte Vermögensabgang K 4.926-73 beträgt. Vergleicht man
diesen schließlichen Schuldenstand mit dem anfänglichen Reinvermögen von
K 211.469.63, so ergibt sich eine Vermögensverminderung von K 216.396.36.
An fremden Valuten sind vorhanden £6., L. 75.45 und mk. 537.62.
Unsere Dankespflicht gilt vor allem dem wohllöblichen Gemeinderate
der Landeshauptstadt Innsbruck, welcher sich wiederholt mit der Sanierungs-
frage der Rettungsabteilung eingehend befaßte und uns seine möglichste
Unterstützung durch Erhöhung der Jahressubvention auf 150.000 K ange-
deihen ließ, der Sparkasse für die Gewährung eines größeren Darlehens,
dem hohen Landtage, dem Landes- und frauenhilfsverein vom Roten Kreuze,
sowie sämtlichen übrigen Körperschaffen für die laufenden Zuwendungen,
der verehrlichen Presse, der freiw. Feuerwehr Innsbruck und allen Freunden,
Wohltätern und beitragenden Mitgliedern.
Als wichtigste Angelegenheiten im abgelaufenen Jahre sind hervorzu-
heben: die am 12. April 1921 im Hotel „Goldener Adler" stattgefundene
14. Jahres-Hauptversammlung der Rettungsabteilung der freiw. Feuerwehr
Innsbruck, welche die Herren Bürgermeister Wilhelm Greil, Branddirektor
Franz Innerhofer, Kommerzalrat Ing. Julius Gruder, Ehrenmitglied Dr. Viktor
Tschamler sowie mehrere Mitglieder der Kommandantschaft der freiw. Feuer-
wehr Innsbruck mit ihrem Besuche beehrten. Nach Entgegennahme der Berichte
der Amtswalter, drückte der Herr Bürgermeister der Abteilung den Dank und
die Anerkennung des Gemeinderats aus. Es wurden bei derselben mehrere
Anträge von großer finanzieller Auswirkung im Falle ihres Gelingens ein-
gebracht, so ein Anfuchen an die Stadtgemeinde Innsbruck um Gewährung
der Einhebung eines 5 igen Wohlfahrtszuschlages zur bereits bestehenden
Fremdensteuer, welche weder den Gemeindehaushalt berührte noch die ein-
heimische Bevölkerung belastef hätte, sondern nur von den valutenstarken
Ausländern zu tragen gewesen wäre. In der folge erwies sich jedoch dieser
Plan aus steuertechnischen Gründen als undurchführbar und zerfiel somit
in nichts. Ein gleiches Schicksal erfuhr eine Eingabe an den Gemeinderat
um Uebernahme der ständigen Mannschaft in städtische Dienste und um
Bezahlung der Gebühren für die Diensttelephone durch Ablehnung aus
prinzipiellen Gründen. Damit war die Sorge für die Aufbringung der er-
forderlichen Geldmiffel wieder zum größten Teile der Rettungsabteilung selbst
überlassen.
Durch den Tod erlitten wir schmerzliche Verluste an beitragenden mit-
ein allzeit eifriges
gliedern und Gönnern. Durch denselben wurde uns
Mitglied in dem Kameraden Franz Josef Tusch, Gemeindesekretär in Hötting,
entrissen, der trotz seines vorgerückten Alters durch 5 Jahre der Abteilung
als ausübender Samariter angehörte und im Jahre 1912 über sein Ansuchen
in den Stand der Mitglieder außer Dienst übersetzt wurde. Derselbe war
bis zu seiner letzten Stunde ein warmer förderer der Samaritersache.
Eine große Anzahl Kameraden gaben ihm mit fahne das Geleite zur letzten
Ruhestätte. Wir wollen ihnen allen ein ehrendes Angedenken bewahren.
Während des Jahres erschienen mehrmals Notrufe in den Innsbrucker
Tagesblättern, die die Bevölkerung auf die schwierige finanzielle Lage der
Rettungsabteilung aufmerksam machten. Es wäre aber wohl kaum gelungen,
hievon einen Ausweg zu finden, wenn nicht die Gründung eines Aktions-
komitees glücklich in die Wege geleitet worden wäre, das sich die ehrenvolle
Aufgabe zu eigen machte, vorweg den Schuldenstand der Rettungsabteilung
zu tilgen, die Bewerkstelligung dringend notwendiger Anschaffungen zu er-
möglichen und überdies noch einen Fond als Betriebsreserve für die nächste
Zeit zu sichern.
Darum machte sich in ganz besonderem Maße Herr Kommerzialrat Ing.
Julius Gruder, welcher seit Gründung dem erweiterten Ausschusse der Ab-
teilung angehört, verdient und nur dessen unermüdlicher, keinerlei Opfer an
Zeit und Mühe scheuenden, zielbewußten Arbeit als Obmann dieses Komitees
ist es zu verdanken, wenn dieses Werk mit einem vollen, wenn auch noch
nicht abschließenden Erfolg gekrönt wurde, wofür ihm der herzlichste Dank
nicht nur der Abteilung, sondern der gesamten Mitbürgerschaft, in deren
Interesse derselbe wirkt, gebührt.
Zum Schlusse richten wir an die gesamte Bevölkerung die herzliche
Bitte, uns durch werktätige Hilfe und geldliche Unterstützung die Fortsetzung
unseres Samariterwerkes auch im kommenden Jahre zu ermöglichen.
Innsbruck, im April 1922.
Für den engeren Ausschuß der Rettungsabteilung der freiw. Feuerwehr Jnnsbruck
Der 1. Schriftführer:
Hans Müller.
Der 1. Geldwart:
Ferdinand Nessler.
Der Obmann:
Leo Stainer.
Seite 9
9/10
Mitgliederstand
vom 31. Dezember 1921.
Beitragende Mitglieder: 820.
Ehrenmitglieder: Dr. Franz Hörtnagl, Dr. Viktor Tschamler, Dr. Otto Kölner,
Leo Stainer, Hans Munding, Josef Elsensohn.
Mitglieder außer Dienst: Rat Amadäus Simath, Johann Tusch, Edmund Lorenz,
Hans Hörfnagl, Heinrich Schanz, Heinrich Bederlunger.
Erweiterter Ausschuß: Franz Jnnerhofer, Josef Sailer, Josef Gasteiger, Roman
Scheran, Karl Dietrich, Siegfried Ortler, Josef Kirchebner, Anton Gaim,
Dr. Otto Janowsky, Josef Knapp, Franz Fischer, Hofrat Dr. Adolf Kutschera,
Kom. Rat Ing. Julius Gruder und Edmund Lorenz.
Engerer Ausschuß: Aerzte: Dr. Franz Hörtnagl und Dr. Viktor Tschamler, Ob-
mann: Leo Stainer, Stellv.: Anton Gasser, Schriftführer: Hans.
Müller und Karl Künzel, Geld warte: Ferdinand Nessler und Franz Stranner,
Gruppenführer: Josef Elsensohn und Jakob Schuler, deren Stellv.:
Josef Dinkhauser und Josef Torggler, Gerätewart: Johann Frank.
Geprüfte freiw. Samariter: Amminger Ludwig, Anthofer Emil, Bucher Franz, Duffek
Josef, Ecker Josef, Epp Johann, Singer Theodor, Gastl Josef, Gehri Eduard,
Haidegger Max, Haiderer Anton, Jwanusch Franz, Janesch Karl, Kacicnik
Karl, Kovar Rudolf, Lamprecht Ferdinand, Laviat Wilhelm, Löbel Alfred,
Loidolt max, Mayer Leopold, Maurer Andreas, Mazagg Johann, Minatti
Dominikus, mitterberger Alois, Murr Karl, Nairz Ferdinand, Nessizius Gustav,
Oberthanner Johann, Petry Rudolf, Pieringer Josef, Rauth Alois, Rohm Franz,
Sailer Adalbert, Sailer Philipp, Sauerwein Anton, Scheiring Alfons, Schön
franz, Schumann Karl, Torggler Ignaz, Wacker ferdinand.
Ständige Mannschaft: Johann Konzett, Wilhelm Hueber, Rudolf Federspiel, Josef
Weirather.
Aufruf!
mit Rücksicht darauf, daß die letzten Kassebestände infolge erneuter großer Aus-
gaben in kürzester Zeit aufgebraucht sind und die Rettungsabteilung dann neuerdings
vor einer Katastrophe steht, bittet der Ausschuß alle Gönner und beitragenden mit-
glieder durch Widmung von Zuwendungen und Erhöhung der Mitgliederbeiträge den
Fortbestand derselben zu sichern.
VEREINSBUCHDRUCKEREI INNSBRUCK
IV. Kompagnie:
VI. Kompagnie:
Josef Norer
August Werth
Alois Hauswikka
Alois Sundertpfund
Rellungsabteilung:
Josef Dinkhauser
V. Kompagnie:
Johann Kraus
Leopold Mayr
Die laufenden Geschäfte wurden in einer Jahreshauptversammlung,
10 Kommandantschafts-Sizungen, 4 erweiterten Ausschuß-Sizungen und
6 Gerätemeister-Sizungen erledigt.
Mit Tod abgegangen sind unsere Kameraden:
Peter Moser 1. Kompagnie, Alois Nagl III. Kompagnie, Paul
Golfer III. Kompagnie, Fidel Steiger III. Kompagnie, Alois Geiger III. Kom-
pagnie, Alois Lener IV. Kompagnie, Josef Leckner V. Kompagnie, Kassian
Riedl V. Kompagnie, Franz Kofler VI. Kompagnie.
Ein ehrendes Gedenken wollen wir den Dahingeschiedenen stets
bewahren.
Mitgliederstand:
1. Kommando:
Innerhofer Franz, Branddirektor
Sailer Josef, Branddirektorstellvertreter
Rohn Friedrich, Magazinsverwalter
Sunkovsky Mar, Adjutant und I. Schriftführer
Knapp Josef, II. Schriftführer
Zösmayr Bernard, Adjutant
Gasteiger Josef, Hauptmann der I. Kompagnie
Pitscheider Julius, Hauptmannsfellvertreter
Scheran Roman, Hauptmann der II. Kompagnie
Kerber Wilhelm, Hauptmannstellvertreter
Dietrich Karl, Hauptmann der III. Kompagnie
Knapp Josef, Hauptmannsfellvertreter
Ortler Siegfried, Hauptmann der IV. Kompagnie
Sailer Philipp, Hauptmannstellvertreter
Kirchebner Josef, Hauptmann der V. Kompagnie
Müller Kassian, Hauptmannstellvertreter
Sailer Josef, Hauptmann der VI. Kompagnie
Gaim Anton jun., Hauptmannstellvertreter
Kohlegger Josef, Obmann der Ordnungsmannschaft
Gaim Anton sen., Obmannstellvertreter
Stainer Leo, Obmann der Rettungsabteilung
Gasser Anton, Obmannstellvertreter
Seite 10
10/10
2. Mannschaftsstand:
a) Freiw. Feuerwehr:
Kommando
I. Kompagnie
II.
"
5 Mann
59
56
"
III.
IV.
V.
VI.
"
"
71
"
"
45
"
"
55
"
59
"
16
"
53
"
"
Außer Dienst
Rettungsabteilung
Zusammen 419 Mann
b) Berufswehr der freiw. Feuerwehr:
12 Mann
Held Xaver, Wachkommandant, Praty Anton, I. Wachkommandantstellv.
Ceschi Ferdinand, II.
c) Rettungsabteilung:
"
2 ständige Sanitätsmänner und 2 ständige Kraftwagenführer.
Zu erwähnen wäre noch die korporative Beteiligung der Feuer-
wehr an der am 24. April stattgefundenen großen Anschlußkundgebung
an das deutsche Mutterland.
Dem Gemeinderate der Landeshauptstadt Innsbruck, allen Freun=
den und Gönnern des Feuerwehrwesens sowie der gesamten Innsbrucker
Presse sei an dieser Stelle für das immer bewährte Entgegenkommen der
beste Dank hiemit zum Ausdrucke gebracht.
Innsbruck, 31. Dezember 1921.
Gut Heil!
Der Branddirektor:
Franz Innerhofer.
Druderci unb Verlagsanftat R. & M. Jenny, 3undbrud