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IX. Jahres Bericht
der
Freiwilligen Feuerwehr
in
Innsbruck
für das 26. Vereinsjahr 1883
zusammengestellt im Auftrage der Kommandantschaft
von
Wendelin Hosp,
1. Schriftführer der freiwilligen Feuerwehr.
Im Selbstverlage der freiwilligen Feuerwehr.
1883.
Druck der Wagner'schen Universitäts-Buchdruckerei
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IX. Jahres-Beridit
der
=
Freiwilligen Feuerwehr
in
Innsbruck
für das 26. Vereinsjahr 1883
zusammengestellt im Auftrage der Kommandantschaft
von
Wendelin Hosp,
I. Schriftführer der freiwilligen Feuerwehr.
Im Selbstverlage der freiwilligen Feuerwehr.
1883.
Drud der Wagner'schen Universitäts-Buchdruckerei.
BERUFSFEUERWEHR IBK
GESCHENK 2003
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Werthe Feuerwehrkameraden!
Wohlthätigkeit ist des Feners Macht,
Wenn sie der Mensch bezähmit, bewacht.
Schiller.
Unwillkürlich sind uns diese schönen Worte des großen deutschen
Dichters eingefallen, denn bei einem Stückblick auf das abgelaufene
Jahr können wir nur mit Vergnügen konstatiren, daß dasselbe für
uns insoferne ein Jahr des Friedens war, als unsere Stadt
während dieses Zeitraumes von dem verheerenden Elemente Feuer"
verschont blieb und unser am Schlusse des vorjährigen Jahresberichtes
ausgesprochene Wunsch auch vollkommen in Erfüllung gegangen ist.
Hatten wir daher auch nicht Gelegenheit, uns in unserem engeren
Wirkungskreise mit unserem natürlichen Feinde zu messen, so rief uns
dennoch wiederholt Wehrmannspflicht in den benachbarten Gemeinden
zu harter Arbeit.
bedingt durch die
War senach unsere Thätigkeit nach Außen
gegebene Sachlage eine beschränkte, so wurde desto mehr auf die
tüchtige Ausbildung und Schulung der Chargen und Mannschaft ein
besonderes Augenmerk gerichtet, der fameradschaftliche Geist gepflegt und
befestigt und durch die in Folge der neuen Feuerpolizei und Feuer
wehr-Ordnung für Tirel vom 28. November 1881 bedingte gänzliche
Umänderung der Statuten, Dienst und Geschäfts Trenung die ganze
Feuerwehr besser organisirt.
Wenn wir daher in dem verflossenen Jahre keine besonderen
Vorbeeren in unseren Stranz einzufügen haben, so haben wir doch Alle
das wohlthuende und beruhigende Gefühl tren erfüllter Pflicht und
die feste Ueberzeugung, daß wir jederzeit in der Lage und auch bereit
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sind, den an uns herantretenden Anforderungen gerecht zu werden;
denn tüchtige Schulung, strenge Disciplin und festes, einmüthiges
Zusammenhalten sowohl in der Stunde der Gefahr als im trauten
Streise werden es uns auch fernerhin ermöglichen, auf der einmal be-
tretenen Bahn ehrenvoll und unentwegt weiter zu schreiten.
Darum, werthe Feuerwehrkameraden, haltet stets unerschütterlich
fest an unserem schönen Wahlspruche:
,,Einer für Alle,
Alle für Einen."
Denn nur dann können wir eventuellen Gefahren in dem nun be-
ginnenden Jahre unbesorgt und kalten Blutes in's Auge schauen.
Dies vorausgeschickt lassen wir nun das abgelaufene Jahr Revue
passiren und geben in zeitfolgemäßiger Aufzeichnung ein möglichst voll-
ständiges Bild aller jener Vorkommnisse in unserem Körper, die
einigermaßen von Interesse sind.
Am 6. Jänner fand unser Christbaumfest in den Redouten-
lokalitäten statt, welches derart zahlreich, und zwar von allen Klassen
der hiesigen Bevölkerung besucht war, daß in den geräumigen Lokali
täten schon um 8 Uhr kaum mehr ein Plätzchen zu bekommen war.
Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Oberkommandanten
Herrn Viktor Baron Graff begann die Verlosung des mit circa 500
mitunter sehr schönen und werthvollen Gewinnsten ausgestatteten Glücks-
topfes. Gezogen wurde bis gegen Mitternacht lebhaft und war das
Reinerträgniß dieses Festes ein sehr zufriedenstellendes, was um so
erwünschter war, als dadurch unsere in Folge des vorjährigen
großen Feuerwehrfestes gänzlich erschöpfte Regiekasse wieder lebens-
fähig gemacht wurde.
Das schöne Fest, welches auch von Sr. Excellenz dem Herrn
Statthalter Freiherrn v. Widmann, dem Herrn Landeshauptmann
Dr. Franz Ritter v. Sapp und dem Herrn Bürgermeister Dr. Falk
mit einem Besuche beehrt wurde, verlief ohne die geringste Störung
und trug den Stempel innigster Harmonie und Zufriedenheit, wozu
die von unserer Musikkapelle mit anerkennenswerthem Eifer und Ge-
schick zur Geltung gebrachten Vorträge wesentlich beitrugen.
Am 8. Jänner: Kommandantschaftssitzung.
5
Am 16. Jänner um 2 Uhr Nachmittag fand vor dem Fleisch-
bankgebäude eine Probe mit der bei der Firma Krauß & Comp. in
München bestellten Dampfsprize statt.
Zur besseren Beurtheilung der Leistungsfähigkeit der Dampf-
spritze war auch unsere landfahrspritze mit der entsprechenden Mann-
schaft aufgefahren.
Achtzehn Minuten, nachdem das Feuer unter dem Dampftessel
angezündet worden war, hatte derselbe 9 Atmosphären Spannung
und die Arbeit der Maschine begann unter zeitweiligem weithin hör-
barem Gebrumme, dessen Lufterschütterung in der Nähe auszuhalten
gute Ohren und eine gute Brust erfordert. Es wurden zuerst vier
Schläuche mit Mundstücken des gewöhnlichen Kalibers unserer Feuer-
wehr angeschraubt. Mit diesen wetteiferte die Landfahrspritze und der
Strahl der letzteren überſtieg um etwas die Strahlen der Dampf-
spritze; doch ist zu berücksichtigen, daß bei letzterer vier Wasserstrahlen
zugleich arbeiteten, während die erstere ihre ganze Kraft auf einen
einzigen Strahl konzentrirten, und daß die Wassermenge, die aus
jedem einzelnen der vier Schläuche der Dampfspritze ausgespieen wor-
den ist, trotz des gleichen Kalibers der Mundstücke bedeutend größer
war, als die der Landfahrspritze. Menschenkraft kann eben mit der
Kraft des Dampfes nicht konkuriren, und der Wettkampf wurde denn
auch bald eingestellt, als die Dampfmaschine mit nur zwei Schläuchen,
deren jeder aber ein Mundstück mit 27 Willimeter Oeffnung hatte,
ihre Thätigkeit fortsetzte. Die mächtigen Strahlen flogen von der
Straße aus weit über das Dach des Ursulinenklosters hinauf, und
vollends erst, als die beiden Schläuche vereinigt in ein Mundstück
mit einer Deffnung von 32 Millimeter mittels eines Wechsels geleitet
wurden, zeigte es sich wie vergeblich ein Wettkampf der menschlichen
Kraft gegen die Riesenstärke des Dampfes wäre. Der imposante
Strahl warf seine Wassergarben über den Thurm des Ursulinen-
klosters hinaus. Hierauf wurde die Maschine an den Innquai hinter
dem Landesgerichtsgebäude gebracht, um ihre Sangkraft zu erproben.
Sie hob das Wasser aus dem Inn auf eine Höhe von 6½ Meter
und warf noch das heraufgepumpte Wasser auf das Dach des Landes-
gerichtes, eine Leistung, die über den Vertrag ging. Die Maschine
hält die Dampfspannung lange aus.
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Am 18. Jänner fand ebenfalls eine Probe mit der Dampf-
sprite vor dem Theatergebäude statt.
Am 22. Jänner veranstaltete der IV. Zug einen recht gemüth
lichen Abend bei Summerer & Sojer.
Am 27. Jänner Abends fand unser maskirtes Tanzkränzchen
in den Redoutenlokalitäten statt.
Dasselbe war über Erwarten gut besucht und nach jeder Rich-
tung hin in hohem Grade gelungen.
Zu Beginn der Tanzunterhaltung ließ eine „Gesellschaft von
einheimischen Künstlern" in einem Panorama eine Reihe von phantasie-
vollen Bildern mit erläuterndem Text über Vorgänge in unserm bürger-
lichen Haushalte und der Feuerwehr an dem Blicke der verständniß-
innigen Menge vorüberziehen.
Von den Theilnehmern an der Tanzunterhaltung gab es viele,
besonders zahlreiche weibliche Masken, von denen einzelne National
kostüme aus den Gebieten der Balkanhalbinsel recht gefielen. Zwei
männliche Masken, der „Koch" und der «Engländer", waren allein
eigentliche Charaktermasken. Bei der Ueberfülle tanzlustiger Paare
es zählten deren etwa 160 bis 180-war das Gedränge im Tanz
lokale sowohl als auch in den Nebenräumen ein sehr großes, was
aber der fröhlichen bis zur Heimfahrt im Morgengrauen andauern
den Stimmung keinen Eintrag that.
Am 29. Jänner: Monatsversammlung bei „Delevo".
Am 31. Jänner: Löscbdirektions-Sigung.
Am 31. Jänner Abends entstand im Hause Nr. 37 im Höt-
tingerried ein Staminbrand, welcher durch den Magazinsverwalter Herrn
Josef Brir und mehreren zufällig anwesenden Personen glücklicher
Weise sofort gelöscht werden konnte.
Eine Alarmirung fand nicht statt.
Am 5. Februar: Kommandantschaftssitzung.
Am 12. Februar fand in Kraft's Beranda unsere ordentliche
Jahres Hauptversammlung statt.
Oberkommandant Herr V. Var. Graff eröffnete um 8% Uhr
Abends bei Amvesenheit von mehr als 200 Mitgliedern die Ver
sammlung und forderte die Amvesenden auf, zum Zeichen der Trauer
um die sechs im verflossenen Jahre aus dem Leben geschiedenen
7 -
Mitglieder sich von den Sitzen zu erheben, was auch allgemein
geschah.
Herr berkommandant theilte hierauf mit, daß die bisherige
Gauverbands-Unterstützungskasse, als in Folge der neuen Feuerpolizei
und Feuerwehr Ordnung überflüssig, aufgelöst und das Geld derselben
an die Verbands Feuerwehren nach Maßgabe der geleisteten Einzah
lungen vertheilt worden ist, wodurch in die Regiekasse unserer Feuer-
wehr der Betrag von 900 fl. geflossen ist.
Nachdem Redner noch kurz des Festes im vergangenen Jahre
erwähnt hatte, schloß er seine Ausführungen damit, daß er dem be
standenen Festcomité, dem Magistrate der Stadt Innsbruck, sowie den
feuerwehrfreundlichen Bewohnern derselben den besten Dank für die
wertthätige Unterstützung, wodurch es möglich war, daß die Feuerwehr
ihr 25 jähriges Wiegenfest so schön begehen konnte, votierte.
Der Kassier der Krankenunterstügungskasse, Herr Zollagent Her-
mann Hueber, berichtete sodann über den Stand der genannten Stasse,
die bereits die Höhe von 23.241 fl. 54 fr. erreicht hat und im ver-
flossenen Jahre um 526 ft. 99 fr. gewachsen ist.
Der Kassier der Regiekasse, Herr Zugsführer Anton Nußbaumer,
erhielt ebenfalls für seine Rassegebahrung während des letzten Jahres
das Absolutorium der Generalversammlung.
Mit kräftigem „Gut Heil!" votierte sodann die Versammlung
den beiden genannten Kassieren ihren Dank.
Bom zweiten Punkte der Tagesordnung, Neuwahlen", wurde
Umgang genommen, indem der Oberkommandant durch ein Vertrauens
votum bewogen wurde, seine Stelle noch weitere zwei Jahre beizu
behalten.
Zum dritten Punkte, Aenderung der Krankenkasse- Statuten",
erachtete das in der außerordentlichen Generalversammlung am 17.
September vorigen Jahres damit betraute Fünfer-Komité folgenden
Zusatz zu § 8 für nothwendig. Der Zusatz lautet: „Die Unter-
stügung endigt mit dem Tage der Gesundmeldung von Seite eines
Feuerwehrarztes; wird aber ein unterstütztes Mitglied von einem
Feuerwehrarzte als Reconvalescent bezeichnet, so erhält dasselbe bis
zur Gesundmeldung die Hälfte der Unterstützung." Diese beantragte
Abänderung wurde einstimmig von der Versammlung genehmigt.
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-
Beifällig wurde hierauf der vom Oberkommandanten mitgetheilte
Beschluß der Kommandantſchaft, daß in Hinkunft neneintretende Mit-
glieder sich von einem Feuerwehrarzte auf ihre Tauglichkeit zu
Dienste prüfen, resp. untersuchen lassen müssen, zur Kenntniß ge-
nommen.
Behufs Schaffung neuer, der neuen Feuerpolizei-Ordnung für
Tirol angepaßten Vereinsstatuten wählte die Versammlung über Vor-
schlag des Herrn Hueber ein Comité, bestehend aus nachstehenden
sieben Herren: 1. Bürgermeister Dr. Falk, 2. Gemeinderath Johann
Nußbaumer, 3. Gemeinderath Joh. Innerhofer, 4 Oberkommandanten
Victor Baron Graff, 5. Josef Wielzer, 6. Schriftführer Wendelin
Hosp und 7. Photographen Anton Gratl.
Unter „Verschiedenes" hatte Herr 3. Metzer den Antrag ein-
gebracht, es möge der Kommandant der Dampffeuerspritze, Herr Bau-
inspizient Kreil, in die Kommandantschaft der freiwilligen Feuerwehr
gewählt werden, welcher Antrag ohne Debatte, nachdem Antrag
steller denselben begründet hatte, auch von der Versammlung zum
Beschlusse erhoben wurde.
Allseitigen Beifall erntete der Herr Bürgermeister Dr. Falk,
der mittlerweile erschienen war, für seine Aufklärungen betreffs der
Stellung der Dampfsprize, welche am Brandplatze in Reserve zu
verbleiben hat, bis der Oberkommandant ihr Eingreifen für nöthig
erachtet; denn sie stehe ja am Brandplate unter dem Kommando des
Oberkommandanten, der dann die nöthigen Vorkehrungen anzuordnen hat.
Nachdem die Tagesordnung erschöpft war, wurde die Versamm-
lung um 10 Uhr mit einem kräftigen „Gut Heil!" und der Auf-
forderung geschlossen, es mögen auch die jeden Monat stattfindenden
Monatsversammlungen fleißig besucht werden.
Am 17. Februar fand eine Versammlung der Ordnungs-
männer im Gasthause zum „grauen Bären" statt und wurden hiebei,
nachdem Herr Hans Weyrer seine Stelle als Obmann der Ordnungs-
männer aus geschäftlichen Rücksichten niedergelegt hatte, die Herren
August Reisch als Obmann, Karl Kleinschmidt als dessen Stellver-
treter und Alois Klemm als Adjutant gewählt.
Am 18. Februar um 11 Uhr Vormittags fand im Saale des
alten Rathhauses die officielle Ueberreichung und Veröffentlichung der
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für die Ausstellung von Feuerwehr oder darauf bezüglichen Geräthen
bei dem dreifachen Fenerwehrfeste im Auguſt des vergangenen Som-
mers vom Handelsministerium zur Verfügung gestellten Preise statt.
Se. Excellenz der Herr Statthalter ließ sein Nichterscheinen ent-
schuldigen. Anwesend waren der Herr Landeshauptmann Ritter von
Rapp, der Herr Bürgermeister Dr. Falk, der Herr Vicepräsident
der Handels- und Gewerbekammer Anton Schumacher, der Ober
kommandant der Feuerwehr Herr Baron Viktor Graff, der Obmann
des Festcomités Herr Melzer und der Obmann der Ausstellung Herr
Gratt nebst einigen preisgekrönten Herren Ausstellern und Feuerwehr-
freunden.
Unter Bekanntgabe der Bestimmungen des Handelsministeriums
für die Zuerkennung der Preise: drei silberne und sechs broncene Me-
daillen, und des Erkenntnisses der Jury durch den Herrn Bürger-
meister, überreichte der Herr Landeshauptmann den anwesenden Ge-
schäftsinhabern, welchen Preise oder Anerkennungsdiplome zuerkannt
wurden, oder deren Vertretern die Medaillen.
Staatspreise oder denselben gleichgestellte Anerkennungsdiplome
wurden zuerkannt und übergeben:
1. Silberne Medaillen den Firmen: Georg Yang, Feuer-
löschgeräthe-Fabrik in Wilten; Johann Grasmayr, Spritzenfabrikant
in Wilten; Josef Heim, mechanische Leinemveberei in Telfs. Außer
dem wurden Anerkennungsdiplome ausgestellt mit dem Range
einer silbernen Medaille den Firmen: Hermann Weinhart, Leitern-
fabrikant in München; Johann Köllsch, Feuerwehrleitern-Etablissement
in Graz; Konrad Gautsch, Hoflieferant in München.
2. Broncene Medaillen den Firmen: Hopffer & Reinhart,
Telegraphen Bananſtalt in Junsbruck; Mayer & Reddersen, Erzeuger
chirurgischer Instrumente in Innsbruck; 3. M. Weyrer's Söhne,
Schafwollwaaren-Fabrik in Innsbruck; Franz Baur's Söhne, Schaf
wollwaaren Fabrik in Innsbruck; Franz Embacher, Wagner in Kuf-
stein; 3. Beuer, Feuerwehr-Ausrüstungsdepot in Reichenberg.
3. Anerkennugsdiplome wurden zuerkannt den Firmen und
Vereinen; C. Czermat, Feuerspritzen-Fabrikant in Teplitz; freiwillige
Feuerwehr Vulpmes, freiwillige Feuerwehr Laibach; Frisch Anton,
Spängler in Eger; J. Grohmann & Sohn in Sternberg; Heiden-
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thaler Anton, Seiler in Salzburg; Jaffe Moritz, Maschinen-Etablisse-
ment in Wien; Kernreuter Fr., Spritzenfabrikant in Hernals; Kökler
Josef, Seilerwaaren Fabrikant in Bozen; Kraus & Comp., Lokomotiv
fabrik in München; Leon'sche Drahtfabrik in Stans; Mallet & Sunt-
heimer in Augsburg; Müller & Nodner, Bandagengeschäft in München;
Weißenburger & Comp., Metall- und Lackierwaaren-Fabrik in Canstatt.
Am 23. Februar: Sitzung der Sektionsführer der Schlauch-
männer.
Am 24. Februar: Versammlung der Steiger des II. Zuges
im Hotel Mondschein".
Am 3. März Nachmittag entstand im Hause Nr. 23 St. Niko
lausgasse unter der in den ersten Stock führenden hölzernen Stiege
aus unbekannter Ursache ein Feuer Der Brand, welcher in diesem
Stadttheile unter Umständen hätte unheilvoll werden können, wurde
noch rechtzeitig von herbeigeeilten Feuerwehrmännern und den Nach
barn in seinem Entstehen ersticft.
Eine Alarmirung fand nicht statt.
Am 5. März: Kommandantschaftssitzung.
Am 11. März: Beerdigung des Schlauchmannes des IV. Zuges,
Otto Bernard.
Am 12. März: Monatsversammlung bei „Delevo".
Am 15. März: Windwache.
Am 27. März Abends fand in der Kellerei des Herrn J. Metzer
eine Festversammlung der Kommandantschaft zu Ehren ihres vieljährigen
Mitgliedes Herrn Hans Weyrer anläßlich seines Rücktrittes von der
Stelle eines Obmannes der Ordnungsmannschaft statt.
Die Feier war eine dem Zwecke vollkommen entsprechende und
würdige und auch durchaus gerechtfertigte, galt sie ja einem Wanne,
der seine ersprießliche Thätigkeit unserem Institute durch mehr als
20 Jahre mit Aufopferung und Liebe widmete und all' die wechsel
vollen Geschicke unseres Körpers seit seinem Entstehen mit durch-
kämpfte, darum sei ihm an dieser Stelle unser wärmster Dank erstattet.
Am 31. März: Versammlung des IV. Zuges bei Summerer
& Sojer behufs Neuwahl des Zugsführers und Geräthemeisters.
Es wurde Herr Anton Nußbaumer als Zugsführer und Herr
Kamil. Felder als Geräthemeister gewählt.
- 11 -
Am 2. April: Kommandantschaftssitzung.
Am 3. April fand die Beerdigung unseres sehr verdienstvollen
Kapellmeisters Franz Perftole unter großer Betheiligung des ganzen
Feuerwehrkörpers statt. In ihm verter die Musikkapelle einen ebenso
tüchtigen Führer als guten Stameraden und ihm gebührt unstreitig das
Berdienst, die Feuerwehr Musikkapelle, welche er unter schwierigen
Umständen übernommen, wesentlich geheben zu haben.
Am 9. April: Beerdigung des Schlauchmannes des 1. Zuges,
Anton Harrasser.
Am 16. April: Monatsversammlung bei „Delevo".
Am 17. April: Kommandantschaftssitzung.
Am 18. April: Windwache.
Am 23. April: Musterung des I. Zuges.
Am 24. April: Windwache.
Am 25. April: Musterung des II. Zuges.
Am 27. April: Musterung des III. Zuges.
Am 28. April: Windwache.
Am 30. April: Musterung des IV. Zuges.
Beerdigung des Ordnungsmannes Franz Greil.
Am 1. Mai hielt unsere Musikkapelle eine Tagreveille.
Kommandantschaftssitzung.
Am 6. Mai wohnten mehrere Mitglieder der Kommandantschaft
und eine Anzahl Feuerwehrmänner in Uniform dem vom Stadt-
magistrate gestifteten St. Florian-Hochamte in der Johanniskirche am
3nurain bei.
Nachmittag fand die Frühjahrs-Hauptmusterung unseres gauzen
Körpers statt.
Um 2 Uhr war die gesammte Feuerwehr mit allen Requisiten
und die neue Dampfsprite, die sich in ihrer Bespannung vortrefflich
im Zuge ausnahm, in der Falmereierstraße aufgestellt, wo alle vier
Züge und sämmtliche Geräthe durch den Herrn Bürgermeister einer
Musterung unterzogen wurden, deren Resultat, sowohl was die Zahl
und Ausrüstung der Mannschaft als auch den Zustand der Requisiten
anbetrifft, ein allseitig zufriedenstellendes genannt werden kann. Diese
Musterung wurde auch auf die Dampfspritze ausgedehnt, welche der
eingehendsten Besichtigung unterzogen wurde. Nach Beendigung der-
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thaler Anton, Seiler in Salzburg; Jaffe Moritz, Maschinen-Etablisse-
ment in Wien; Kernventer Fr., Spritzzenfabrikant in Hernals; Kößler
Josef, Seilerwaaren Fabrikant in Bozen; Kraus & Comp., Lokomotiv-
fabrik in München; Veen'sche Drahtfabrik in Stans; Mallet & Sunt
heimer in Augsburg; Müller & Rodner, Bandagengeschäft in München;
Weißenburger & Comp., Metall und Lackierwaaren-Fabrik in Canstatt.
Am 23. Februar: Sitzung der Sektionsführer der Schlauch-
männer.
Am 24. Februar: Versammlung der Steiger des II. Zuges
im Hotel Mondschein".
Am 3. März Nachmittag entstand im Hause Nr. 23 St. Niko
lausgasse unter der in den ersten Stock führenden hölzernen Stiege
Stadttheile unter Umständen hätte unheilvoll werden können, wurde
noch rechtzeitig von herbeigeeilten Feuerwehrmännern und den Nach.
Der Brand, welcher in diesem
aus unbekannter Ursache ein Fener
barn in seinem Entstehen erstickt.
Eine Alarmirung fand nicht statt.
Am 5. März: Kommandantschaftssitzung.
Am 11. März: Beerdigung des Schlauchmannes des IV. Zuges,
Otto Bernard.
Am 12. März: Monatsversammlung bei „Delevo".
Am 15. März: Windwache.
Am 27. März Abends fand in der Kellerei des Herrn J. Melzer
eine Festversammlung der Kommandantschaft zu Ehren ihres vieljährigen
Mitgliedes Herrn Hans Weyrer anläßlich seines Rücktrittes von der
Stelle eines Obmannes der Ordnungsmannschaft statt.
Die Feier war eine dem Zwecke vollkommen entsprechende und
würdige und auch durchaus gerechtfertigte, galt sie ja einem Manne,
der seine ersprießliche Thätigkeit unserem Institute durch mehr als
20 Jahre mit Aufopferung und Liebe widmete und all' die wechsel
vollen Geschicke unseres Körpers seit seinem Entstehen mit durch
kämpfte, darum sei ihm an dieser Stelle unser wärmster Dank erstattet.
& Sojer behufs Neuwahl des Zugsführers und Geräthemeisters.
Am 31. März: Versammlung des IV. Zuges bei Summerer
Es wurde Herr Anton Nußbaumer als Zugsführer und Herr
Kamil. Felder als Geräthemeister gewählt.
11-
Am 2. April: Kommandantschaftssitung.
Am 3. April fand die Beerdigung unseres sehr verdienstvollen
Kapellmeisters Franz Perftole unter großer Betheiligung des ganzen
Feuerwehrkörpers statt. In ihm verlor die Musikkapelle einen ebenso
tüchtigen Führer als guten Kameraden und ihm gebührt unstreitig das
Verdienst, die Feuerwehr Wusikkapelle, welche er unter schwierigen
Umständen übernommen, wesentlich gehoben zu haben.
Am 9. April: Beerdigung des Schlauchmannes des I. Zuges,
Anton Harrasser.
Am 16. April: Monatsversammlung bei „Delevo".
Am 17. April: Sommandantschaftssitzung.
Am 18. April: Windwache.
Am 23. April: Musterung des I. Zuges.
Am 24. April: Windwache.
Am 25. April: Musterung des II. Zuges.
Am 27. April: Musterung des III. Zuges.
Am 28. April: Windwache.
Am 30. April: Musterung des IV. Zuges.
Beerdigung des Ordnungsmannes Franz Greil.
Am 1. Mai hielt unsere Musikkapelle eine Tagreveille.
Kommandantschaftssitzung.
Am 6. Mai wohnten mehrere Mitglieder der Kommandantschaft
und eine Anzahl Feuerwehrmänner in Uniform dem vom Stadt
magistrate gestifteten St. Florian-Hochamte in der Johanniskirche am
Junrain bei.
Nachmittag fand die Frühjahrs-Hauptmusterung unseres ganzen.
Körpers statt.
Um 2 Uhr war die gesammte Feuerwehr mit allen Requisiten
und die neue Dampfspriße, die sich in ihrer Bespannung vortrefflich
im Zuge ausnahm, in der Falmereierstraße aufgestellt, wo alle vier
Züge und sämmtliche Geräthe durch den Herrn Bürgermeister einer
Musterung unterzogen wurden, deren Resultat, sowohl was die Zahl
und Ausrüstung der Wiannschaft als auch den Zustand der Requisiten
anbetrifft, ein allseitig zufriedenstellendes genannt werden kann. Diese
Musterung wurde auch auf die Dampfspritze ausgedehnt, welche der
eingehendsten Besichtigung unterzogen wurde. Nach Beendigung der
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thaler Anton, Seiler in Salzburg; Jaffe Moritz, Maschinen-Etablisse=
ment in Wien; Kernreuter Fr., Sprißenfabrikant in Hernals; Kößler
Josef, Seilerwaaren-Fabrikant in Bozen; Kraus & Comp., Lokomotiv
fabrik in München; Leon'sche Drahtfabrik in Stans; Mallet & Sunt-
heimer in Augsburg; Müller & Nodner, Bandagengeschäft in München;
Weißenburger & Comp., Metall und Lackierwaaren-Fabrik in Canstatt.
Am 23. Februar: Sitzung der Sektionsführer der Schlauch-
männer.
Am 24. Februar: Versammlung der Steiger des II. Zuges
im Hotel Mondschein".
Am 3. März Nachmittag entstand im Hause Nr. 23 St. Niko
lausgasse unter der in den ersten Stock führenden hölzernen Stiege
aus unbekannter Ursache ein Feuer Der Brand, welcher in diesem
Stadttheile unter Umständen hätte unheilvoll werden können, wurde
noch rechtzeitig von herbeigeeilten Feuerwehrmännern und den Nach.
barn in seinem Entstehen erstickt.
Eine Alarmirung fand nicht statt.
Am 5. März: Kommandantschaftssitzung.
Am 11. März: Beerdigung des Schlauchmannes des IV. Zuges,
Otto Bernard.
Am 12. März: Monatsversammlung bei Delevo".
Am 15. März: Windwache.
Am 27. März Abends fand in der Kellerei des Herrn J. Melzer
eine Festversammlung der Kommandantschaft zu Ehren ihres vieljährigen
Mitgliedes Herrn Hans Weyrer anläßlich seines Rücktrittes von der
Stelle eines Obmannes der Ordnungsmannschaft statt.
Die Feier war eine dem Zwecke vollkommen entsprechende und
würdige und auch durchaus gerechtfertigte, galt sie ja einem Manne,
der seine ersprießliche Thätigkeit unserem Institute durch mehr als
20 Jahre mit Aufopferung und Liebe widmete und all' die wechsel-
vollen Geschicke unseres Körpers seit seinem Entstehen mit durch-
kämpfte, darum sei ihm an dieser Stelle unser wärmster Dank erstattet.
Am 31. März: Versammlung des IV. Zuges bei Summerer
& Sejer behufs Neuwahl des Zugsführers und Geräthemeisters.
Es wurde Herr Anton Nußbaumer als Zugsführer und Herr
Kamil. Felder als Geräthemeister gewählt.
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Am 2. April: Kommandantschaftssitzung.
Am 3. April fand die Beerdigung unseres sehr verdienstvollen
Kapellmeisters Franz Perftole unter großer Betheiligung des ganzen
Feuerwehrkörpers statt. In ihm verlor die Winsikkapelle einen ebenso
tüchtigen Führer als guten Stameraden und ihm gebührt unstreitig das
Verdienst, die Feuerwehr - Musikkapelle, welche er unter schwierigen
Umständen übernommen, wesentlich gehoben zu haben.
Am 9. April: Beerdigung des Schlauchmannes des 1. Zuges,
Anton Harrasser.
Am 16. April: Monatsversammlung bei „Delevo".
Am 17. April: Kommandantschaftssitzung.
Am 18. April: Windwache.
Am 23. April: Musterung des I. Zuges.
Am 24. April: Windwache.
Am 25. April: Musterung des II. Zuges.
Am 27. April: Musterung des III. Zuges.
Am 28. April: Windwache.
Am 30. April: Musterung des IV. Zuges.
Beerdigung des Ordnungsmannes Franz Greil.
Am 1. Mai hielt unsere Musikkapelle eine Tagreveille.
Kommandantschaftssitzung.
Am 6. Mai wohnten mehrere Mitglieder der Kommandantschaft
und eine Anzahl Feuerwehrmänner in Uniform dem vom Stadt
magistrate gestifteten St. Florian-Hochamte in der Johanniskirche am
Innrain bei.
Nachmittag fand die Frühjahrs-Hauptmusterung unseres ganzen
Körpers statt.
Um 2 Uhr war die gesammte Feuerwehr mit allen Requisiten
und die neue Dampfsprize, die sich in ihrer Bespannung vortrefflich
im Zuge ausnahm, in der Falmereierstraße aufgestellt, wo alle vier
Züge und sämmtliche Geräthe durch den Herrn Bürgermeister einer
Musterung unterzogen wurden, deren Resultat, sowohl was die Zahl
und Ausrüstung der Wannschaft als auch den Zustand der Requisiten
anbetrifft, ein allseitig zufriedenstellendes genannt werden kann. Diese
Musterung wurde auch auf die Dampfspriße ausgedehnt, welche der
eingehendsten Besichtigung unterzogen wurde. Nach Beendigung der
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selben wurde zur Hauptübung abgerückt, die diesmal ebenfalls wieder,
wie im vergangenen Herbste, im älteren Stadttheile abgehalten wurde,
und zwar in der Seiler- und Kiebachgasse. In letzterer griff der
1. Zug am Hause des Kaufmanns Riedel und der II. Zug an dem
des Metzgers Blaas an, während der III. Zug von der Seilergasse
aus am Hirschenwirthshause und der IV. Zug am Hause des Kauf-
mannes 3. Mayr ihre Löschtüchtigkeit zu erproben hatten. Zwischen
den beiden letzteren hatte die Dampfsprize sich postirt und machte sich
bald den Feuerwehrmännern, die mit der ihnen eigenen Präcision in
furzer Zeit die einzelnen Requisiten zum Angriff gebracht hatten, erst
durch ihr dumpfes Rollen, bald jedoch auch durch qualmenden Rauch
bemerkbar, der mit den von den einzelnen Dächern sich erhebenden
Wasserstrahlen gemischt, ein prächtiges Bild bot. Nach Verlauf von
ungefähr einer Viertelstunde seit Beginn der Uebung war auch die
Dampfmaschine kampffähig und griff auch sofort in den Stampf ein
und führte denselben noch lange fort, als die anderen Spritzen bereits
ihre Arbeit eingestellt hatten. Sie sandte das nasse Element in ge-
waltiger Menge in zwei Schläuchen zuerst dem IV., dann dem III. Zug
auf das Dach und arbeitete währenddem selbst noch von der Straße
aus bald mit einem, bald mit zwei Wasserstrahlen, die sie in mäch-
tigen Bogen über die Häuser weg in die Höhe schleuderte und damit
ihre dort aufsteigenden und sich, Dank der Gewandtheit der Rohr-
führer, neckisch herumtummelnden Schwestern grüßte. Aber nicht bloß
in dieser Richtung erregten die Leistungen der Dampfsprißze das Staunen
der Zuschauer, sondern sie bewährte sich auch vollkommen in einer
anderen Art. Die Dampspritze erprobte abermals ihre kolossale Lei-
stungsfähigkeit; sie versorgte fünf Spritzen mit solchen Quantitäten
Wassers, daß dieselben das zugeleitete Wasser nicht aufbrauchen konnten,
sondern überflossen und entsandte noch zu gleicher Zeit einen mächtigen
Strahl über die Dächer der Häuser himveg. Mit einem Worte, die
Gesammtübung, der außer dem Bürgermeister und der Löschdirektion
noch Se. Excellenz der Herr Statthalter Baron Widmann, Herr
Generalmajor v. Ochsenheimer in Vertretung Sr. Excellenz des Herrn
FZM. Grafen Thun, der Platzkommandant Hauptmann Münster und
noch mehrere distinguirte Persönlichkeiten beiwohnten, wurde in allen
ihren Theilen exact durchgeführt und sie wird neuerdings in den
13
Bürgern das Bewußtsein sowohl von der Leistungsfähigkeit der Mann-
schaft als auch der durch dieselbe bedienten Requisiten sicherlich nur
bestärkt haben. Der Bürgermeister war von dem zahlreichen Er-
scheinen der Feuerwehrmänner zur Musterung, von dem Zustande der
Geräthe und Maschinen und der Uebung sehr befriedigt. Nach bei-
nahe zweistündiger Uebung defilirte der imposante Zug in der Maria
Theresienstraße vor dem Herrn Bürgermeister.
An diesem Tage sollte sich aber auch mit dem Nützlichen das
Angenehme paaren; denn als der erste und zweite Zug (ohne Requi-
siten) unter Vorantritt der Musikkapelle in die Maria Theresienstraße
gezogen kam, wartete dort ihrer bereits die freiwillige Feuerwehr von
Pradl mit ihrer neuen von der Firma Großmaier in Wilten kon-
struirten Spritze und der IV. Zug in voller Rüstung. Sofort wurden
die beiden erstgenannten Abtheilungen aufgenommen und unter klin-
gendem Spiele und großem Andrang der Bevölkerung nachdem
mittlerweile auch der III. Zug angerückt kam - gieng es dem nach-
barlichen Bradl zu, wo die neue Spritze auf diese Weise ihren feier-
lichen Einzug hielt und auch sofort den Bewohnern Pradls demon-
strirte, was sie als Großmair's Tochter zu leisten im Stande sei.
Und in der That war auch die Leistungsfähigkeit derselben eine ganz
vorzügliche.
Nach beendeter Probe wurde in den Garten zum Lodronischen
Hof" abmarschiert, wo sich endlich gegen 5 Uhr die Feuerwehrmänner
erfrischen und restauriren konnten.
Bis nach 7 Uhr wurde fröhlich gezecht, worauf Musik und
Feuerwehr ihren Heimweg antraten. Damit war dieser „Tag der
Feuerwehr", welcher die Bewohner unserer Stadt wieder einmal mit
derselben zusammengeführt hatte, beendet.
Am 8. Mai: Kommandantschaftssitzung.
Am 9. Mai: Windwache.
Am 18. Mai Abends gegen 9 Uhr brach in der Selchküche
des Metzgermeisters Danner in der Erlerstraße Nr. 9 Feuer aus,
das jedoch von den Hausbewohnern bald gelöscht wurde und keinen
weiteren Schaden anrichtete, als daß es um etwa 50 fl. Speck un-
brauchbar gemacht hat.
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Am 27. Mai: Beerdigung des Spritzenmannes des III. Zuges,
Anton Brantl.
Am 5. Juni: Beerdigung des Spritzenmannes des II. Zuges,
Josef Lenhart.
Am 7. Juni: Kommandantschaftssitzung.
Am 17. Juni feierte der hiesige Turnverein sein 20 jähriges
Wiegenfest, an welchem unser ganzer Körper den lebhaftesten Antheil
nahm und dem blühenden Verein die aufrichtigsten Sympathien umso-
mehr entgegenbrachte, als ja die Geschichte und Schicksale beider
Korporationen innig miteinander verwebt sind.
"
Am 20. Juni fand zu Ehren des Namensfestes des Musik
intendanten Herrn Alois Klemm beim Bierwastl" ein Gartenkonzert
statt. Der auffallend starke Besuch und die dem Gefeierten dar
gebrachten verschiedenen Ovationen haben deutlich gezeigt, welcher
Beliebtheit sich Herr Klemm auch in Feuerwehrkreisen zu erfreuen
hat. Das schöne Fest verlief in der gemüthlichsten Weise und wurde
nicht durch den leisesten Mißthon getrübt.
Am 10. Juli: Kommandantschaftssitzung.
Am 15. Juli: Beerdigung des Schlauchmannes des II. Zuges,
Start Daier.
Am 24. Juli: Kommandantschaftssitzung.
Am 27. Juli veranstaltete unsere Feuerwehr zu Ehren des
Namensfestes des Oberkommandanten Herrn Viktor Baron Graff im
geräumigen Löwenhausgarten einen Feſtabend mit Konzert. Die ganze
Kommandantschaft und gegen 200 Feuerwehrmänner waren der Ein
ladung des Oberkommandanten-Stellvertreters gefolgt und fanden sich,
viele mit ihren Angehörigen, in dem sehr reich und geschmackvoll mit
Vampions, Fahnen, Fähuleins, Feuerwehr- und Turneremblemen, so
wie mit den Schildern sämmtlicher Feuerwehren des deutsch-tirolischen
Gauverbandes gezierten Garten im Löwenbräuhaus zusammen. Wit
Komzaks "Feuerwehr-Marsch" wurde der Oberkommandant bei seinem
Erscheinen seitens der Musik begrüßt, wodurch auch die Feier offiziell
eröffnet war.
Herr Franz Mayr, Zugskommandant des III. Zuges, brachte
den ersten Toast auf den Oberkommandanten aus und überreichte ihm
einen hübsch gearbeiteten Bierkrug, sowie einen schönen Blumenstrauß,
rus dem eine verschmitzte Zimmer rakete zischend emporfuhr, während
die Feuerwehrmänner ihrem Oberkommandanten ein dreifaches,,Gut
Heil!" zum Namensfeste zujubelten.
Herr Musikintendant Klemm toastirte dann an der Spitze der
Musikkapelle und in deren Namen auf den Gefeierten.
Dieser, sichtlich gerührt, gab seinen Dank in warmem Worten
fund und munterte mit dem schönen Wahlspruche: „Einer für Alle,
Alle für Einen," die Kameraden auf, auch in Hinkunft getreu in
Erfüllung ihrer freiwillig dem Nebenmenschen gegenüber übernommenen
Verpflichtungen wie bisher zu verharren und schloß seine beifällig
aufgenommenen Ausführungen mit einem dreimaligen „Gut Heil!"
auf die freiwillige Feuerwehr Innsbrucks.
Hierauf spielte die Musik zwei Piecen, von denen eine „, Gratula
tions Polka" von Danler auf Verlangen der Anwesenden wiederholt
werden mußte.
Himmelanstrebende Raketen verkündeten nun den Festgästen den
Beginn des Feuerwerkes, welches wirklich brillant genannt zu werden
verdient; namentlich hübsch nahm sich ein aus verschiedenfarbigen
Richtern gebildetes V, der Anfangsbuchstabe des Namenszuges des
Oberkommandanten aus.
Nach beendetem Feuerwerke wurde von der Kapelle der den Ueber=
schwemmten gewidmete Walzer „Nur kein Wasser" von Karl Patsch,
vorgetragen, wofür dieselbe stürmischen Applaus erntete. Aber auch
des Schöpfers dieses Tomverkes gedachten die Festtheilnehmer und
wiederholte Rufe nach dem Komponisten ertönten, jedoch blieben sowohl
diese als auch die Rufe da capo, Nur kein Wasser" erfolglos.
Für dieses erfolglose Bemühen bot nun ein Quartett durch den
netten Vortrag einiger der Feier entsprechenden Lieder einen an
genehmen Ersatz. So wetteiferten die Kapelle, die Feuerwehrkünstler
und die Sänger abwechselnd um den Ruhm, den Abend zu einem
recht animirten zu machen, und in der That ist ihnen dies vollkommen
gelungen, denn bis nach Mitternacht war der Löwenhausgarten trotz
der nicht besonders einladenden Witterung von einer fröhlichen Menge,
man kann sagen, voll besetzt, welche sich ergötzte an den Weisen der
gut geschulten Stapelle, den schönen Liedern den kundigen Sänger und
den manchesmal homerisches Gelächter hervorrufenden neckischen Pro-
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dukten der Pyrotechniker. In der frohesten Stimmung nahmen denn
auch die Anwesenden, unter denen manche Vertreter der Vororts-
Feuerwehren, sowie zwei Turn- und Feuerwehrfreunde aus Deutsch-
lands Gauen, und zwar aus Breslau anwesend waren (letztere zu=
fällig in Innsbruck), von einander Abschied mit dem Bewußtsein,
nicht allein einen vergnügten Abend verlebt zu haben, sondern so recht
der Welt gezeigt zu haben, mit welcher Liebe die Feuerwehrmänner
an ihren Principien der Einigkeit festhalten, denn nicht der geringste
Mißton war in der vielköpfigen Versammlung bemerkbar.
Am 6. August: Kommandantschaftssitzung.
Am 8. August Abends: Marschübung des ganzen Körpers am
Prügelbau.
Am 11. August betheiligte sich über freundliche Einladung eine
Anzahl Feuerwehrmitglieder bei der Einweihung des neuen Steiger-
hauses in Wilten.
Am 13. August: Löschdirektions-Sitzung.
Am 17. August Beerdigung des Sprißenmannes des IV. Zuges
Filipp Agris.
Am 19. August betheiligten sich weit über 100 Feuerwehr-
Mitglieder, an dem vom herrlichsten Wetter begünstigten schönen Grün-
dungsfeste der freiwilligen Feuerwehr in Kematen.
Die Kommandantschaft, vereint mit der Mannschaft, und andere
Bewohnern des Dorfes hatten ihr Wöglichstes gethan, um das Wiegen-
fest ihrer Feuerwehr in würdiger Weise zu begehen, und wird dieser
Tag gewiß allen Festtheilnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben.
Am 20. August Abends fand im Saale des k. k. Landeshaupt-
schießstandes eine außerordentliche Generalversammlung statt.
Als erster Punkt stand auf der Tagesordnung die Wahl von
5. Delegierten zu dem am 26. Auguſt hier tagenden Delegiertentage
der deutschtivolischen Gauverbands-Feuerwehren. Als Delegierte wurden
gewählt die Herren: Zugsführer Franz Kerber, Schriftführer Wendelin
Hosp, Magazinsverwalter Josef Brix, Rottenführer Anton Halbeis
und Rottenführer Julius Frank.
Während des Skrutiniums machte der Oberkommandant die Ver-
sammlung mit den wichtigsten Punkten der Tagesordnung der Dele-
giertenversammlung bekannt, wozu der Rechenschaftsbericht, ein Antrag
17
des Landesausschusses auf Bestellung von durch die neue Feuerpolizei-
Ordnung geforderten Feuerwehrinspektoren und ein weiterer Antrag
desselben auf Beiziehung sämmtlicher in Tirol funktionierender Aſſe-
kuranzgesellschaften zur entsprechenden Beitragsleistung an die Feuer-
wehren zu zählen sind. Sodann wurde zur Berathung der neuen
durch die Feuerpolizei-Ordnung bedingten Statuten geschritten und der
von dem seinerzeit zu diesem Behufe gewählten Siebener-Comité aus-
gearbeitete Entwurf mit einer kleinen unwesentlichen Abänderung des
§ 4 (Anmeldungen und Austritt betreffend) vollinhaltlich angenommen;
nur § 15 rief eine etwas hitzige Debatte hervor; handelte es sich ja
um die Bestimmung des auf dem Brandplatze den Oberbefehl führen-
den Feuerwehr-Kommandanten in dem Falle, als mehrere Feuerwehren
beim Brande erscheinen. Schließlich wurde jedoch auch dieser Para-
graph mit großer Majorität in der Fassung des Entwurfes angenom-
Als dieser Punkt der Tagesordnung erlediget war, brachte der
Rottenführer Herr Julius Frank dem Oberkommandanten und den
übrigen sechs Mitgliedern des Comité's, welche den Statutenentwurf
ausgearbeitet hatten, im Namen der Versammlung ein dreifaches
„Gut Heil".
men.
"
Unter dem nun folgenden Punkte der Tagesordnung „Verschie-
denes" theilte der Vorsitzende das Programm des am 7., 8. und
9. September 1883 in Salzburg tagenden 12. deutschen Feuerwehr-
tages, womit eine Ausstellung von Lösch- und Rettungsgeräthen ver-
bunden ist, mit und lud die Kameraden ein, dieses Feuerwehrfest zu
besuchen, wobei derselbe bemerkte, daß die Bahnen Ermäßigungen an-
läßlich dieses Festes gewähren.
Nachdem die Versammlung diesen Bericht beifällig zur Kenntniß
genommen, wurde um 12 Uhr die Versammlung vom Vorsitzenden mit
der Ermunterung zur Kameradschaftlichkeit im Sinne des Wahlspruches:
„Einer für Alle, Alle für Einen!" geschlossen.
Am 23. August: Kommandantschaftssitzung.
Am 25. August Abends veranstaltete unsere Feuerwehr als
Einleitung zum XI. Delegirtentag ein Gartenfest beim Bierwastl.
Die Feuerwehrkapelle spielte bis gegen Mitternacht und ein zahl-
reiches Publikum ergötzte sich an deren fröhlichen Weisen sowohl, wie
an der prächtigen Augenweide, welche die schöne Gartendekoration bot.
2
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Prüge
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Es waren fröhliche Stunden, und nur allzu rasch waren sie ent-
schwunden.
Am 26. August fand in Folge Beschlusses des X. Delegirten-
tages der deutschtivolischen freiwilligen Feuerwehren vom 14. Auguſt
1882, ber XI. Delegirtentag des genannten Verbaudes wieder in un-
feren Danern statt.
Am
Anzahl Fen
hauses in Wi
Am 13. A
Am 17. Aug
Filipp Agris.
Schon um 6 Whe fullh durchzog die Feuerwehrkapelle mit flin
Swiele die Streißen der Stadt, wodurch der XI. Delegirten-
oficiel feinen Anfang mahin. Schlag 8 Uhr erſchien die brave
Ravele in Bosgatten und trag den dort zu einem Frühschoppen ver-
kommeten Delegiten heitere Weiſen vor and am 9 Uhr begaben fich
die lesteren in den Siyungsfaal. des hieſigen Nathhauſes, wo nu
9% Mhr die Sigung durch den Ganverbandsvorstand Herrn Dr. Otto
Stolz aus Hall eröffnet wurde.
Am 19. August
Mitglieder, an dem vom
dungsfeste der freiwilligen
Die Kommandantschaft,
Bewohnern des Dorfes hatten
fest ihrer Feuerwehr in würd
Tag gewiß allen Festtheilnehm
-
19
-
Betreffs der nach § 46 F. P. O. zu installirenden Feuerlösch-
inspektoren, wurde der von mehreren Herren Delegirten kombinirte
Antrag angenommen: es haben die Verbandsfeuerwehren jedes politi-
schen Bezirkes, respektive deren Kommandantschaften in Bälde zu einer
Konferenz sich zusammenzufinden und über eine Person sich zu einigen,
welcher sie das Amt eines Feuerlöschinspektors in dem Bezirke über-
tragen wissen möchten und den Namen desselben sogleich dem Ver-
bandsausschusse bekannt zu geben.
Im weitern Verlaufe der Sitzung wurde über Antrag der Re-
visoren, der Herren Wilhelm Seidner aus Brixen und 3. Hackh aus
Schwaz, dem letztjährigen Verbandsausschusse hinsichtlich der Kassa-
gebarung das Absolutorium ertheilt. Per acclamationem wurde so-
dann der Vorsitzende als Delegirter zum XII. deutschen Feuerwehrtag
in Salzburg gewählt.
Nachdem noch Imst als Vorort für den nächsten XII. Dele-
girtentag und die Herren Josef Stubmair, August Schweighofer, Josef
Rokita aus Imst, Dr. Otto Stolz aus Hall, Viktor Baron Graff,
Josef Melzer und Anton Nußbaumer als Gauverbandsausschüsse ge-
wählt waren, wurde die Sigung unter den üblichen Ceremonien ge-
schlossen, worauf man sich zum gemeinsamen Mittagsmahle in den
Garten zum grauen Bären" begab, wo man bis 3 Uhr weilte, um
dann der Uebung der Innsbrucker Feuerwehr beizuwohnen.
Derielle Kenjtatirte am Beginne der Sigung, daß der Verband
gegenwärtig 53 Benerizehren zählt, von denen 33 bei biefer Sigung
band Delegirte vertreten waren. Nach Genehmigung der Rechen
fchaftsberichte referinte ber Oberkommandant der hiesigen freiwilligen
Feuerwehr, Baren Graff, über das von der hiesigen Rommandantſchaft
gearbeitete, ben Berterungen der Jetzeit angepaste Gercierregle
ment, welches bei ben Berbantsfeuerwehren eingeführt werden fell
unb bemerite, bag basjelle ben Delegiten Nachmittags von der hiesigen
Feuerer mit allen ihr zu Gebete fiebenten Siequifiten ad oculos
Am 20. August Abends
schießstandes eine außerordentl
Als erster Punkt stand
5 Delegierten zu dem am 2
der deutschtirolischen Gauverb
gewählt die Herren: Zugsfi
tementritt werte
Much turke über Antrag des Referenten befchloffen, antegra
phierte Gremplare bes Grencierreglements an die Rommandantfchaften
ber Berkanesfeuerwehren hinauszugeben, welche dann diefelben wieder
binnen Rematefrij, verfeben mit ihren Gutachten, an den Ganer
hantsansibus einzufenten haben.
Hosp, Magazinsverwalter
und Rottenführer Julius
Während des Skrutin
sammlung mit den wichti
giertenversammlung befan
3um britten Buntie der Tagesordnung, betreffend die Beran
ziebung fämmtlicher in Dentistirol funktionirenter Affeuranggefell
schaften zur Beitragsleitung an die Feuerwehrunterftigungskaffe, munte
über Antrag des Herrn Berfisenten befchloffen, den Brutto-Prämien
ertrag als Grundlage zur Bestimmung der Höhe des Beitrages zu
nehmen, fich jedoch noch vorher bei anderen Gauverbänden diesbezüg
lich genauer zu informiren
Diese war in ihrer Gesammtstärke in voller Ausrüstung auf den
,,Prügelbau" ausgerückt. Mit jedem Requisit, von der Abprotzspritze
bis zum Mauerbock und Selbstretter, wurde einzeln und abtheilungs-
weise nach dem umgearbeiteten Reglement exercirt und den Herren
Delegirten auf Wunsch jede Auskunft ertheilt. Besonders haben das
sogenannte Rettungstuch und ein von einem Mitgliede der hiesigen
Feuerwehr erfundener Selbstretter, womit sich drei Personen zugleich
an einer Leine vom höchsten Stockwerke herablassen können, gefallen.
Nach Beendigung der Exercitien am Prügelbau" rückte die
gesammte Feuerwehr zu einem Angriff auf die Fleischbank und die
umliegenden Häusern ab. Es wurde mit dieser Schauübung den an-
wesenden Delegirten ein Gesammtbild geboten, woraus zu ersehen war,
wie sich die Sache ausnimmt, wenn alle Requisiten gleichzeitig in
Thätigkeit sind. Mit gewohnter Präzision waren die Leitern gestellt,
2*
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Es waren fröhliche Stunden, und nur allzu rasch waren sie ent-
schwunden.
Am 26. August fand in Folge Beschlusses des X. Delegirten-
tages der deutschtirolischen freiwilligen Feuerwehren vom 14. Auguſt
1882, der XI. Delegirtentag des genannten Verbandes wieder in un-
seren Mauern statt.
Schon um 6 Uhr früh durchzog die Feuerwehrkapelle mit klin-
gendem Spiele die Straßen der Stadt, wodurch der XI. Delegirten-
tag offiziell seinen Anfang nahm. Schlag 8 Uhr erschien die brave
Kapelle im Hofgarten und trug den dort zu einem Frühschoppen ver-
sammelten Delegirten heitere Weisen vor und um 9 Uhr begaben sich
die letzteren in den Sitzungssaal des hiesigen Rathhauses, wo um
9½ Uhr die Sigung durch den Gauverbandsvorstand Herrn Dr. Otto
Stolz aus Hall eröffnet wurde.
Derselbe konstatirte am Beginne der Sitzung, daß der Verband
gegenwärtig 53 Feuerwehren zählt, von denen 33 bei dieser Sitzung
durch Delegirte vertreten waren. Nach Genehmigung der Rechen-
schaftsberichte referirte der Oberkommandant der hiesigen freiwilligen
Feuerwehr, Baron Graff, über das von der hiesigen Kommandantschaft
umgearbeitete, den Forderungen der Jetztzeit angepaßte Exercierregle
ment, welches bei den Verbandsfeuerwehren eingeführt werden soll
und bemerkte, daß dasselbe den Delegirten Nachmittags von der hiesigen
Feuerwehr mit allen ihr zu Gebote stehenden Requisiten ad oculos
demonstrirt werde.
Auch wurde über Antrag des Referenten beschlossen, autogra
phierte Exemplare des Exercierreglements an die Kommandantschaften
der Verbandsfeuerwehren hinauszugeben, welche dann dieselben wieder
binnen Monatsfrist, versehen mit ihren Gutachten, an den Gauver-
bandsausschuß einzusenden haben.
Zum dritten Punkte der Tagesordnung, betreffend die Heran-
ziehung sämmtlicher in Deutschtirol funktionirender Assekurranzgeſell-
schaften zur Beitragsleistung an die Feuerwehrunterstützungskasse, wurde
über Antrag des Herrn Vorsitzenden beschlossen, den Brutto-Prämien-
ertrag als Grundlage zur Bestimmung der Höhe des Beitrages zu
nehmen, sich jedoch noch vorher bei anderen Gauverbänden diesbezüg-
lich genauer zu informiren.
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Betreffs der nach § 46 F. P. O. zu installirenden Feuerlösch-
inspektoren, wurde der von mehreren Herren Delegirten kombinirte
Antrag angenommen: es haben die Verbandsfeuerwehren jedes politi-
schen Bezirkes, respektive deren Kommandantschaften in Bälde zu einer
Konferenz sich zusammenzufinden und über eine Person sich zu einigen,
welcher sie das Amt eines Feuerlöschinspektors in dem Bezirke über-
tragen wissen möchten und den Namen desselben sogleich dem Ver-
bandsausschusse bekannt zu geben.
Im weitern Verlaufe der Sitzung wurde über Antrag der Re-
visoren, der Herren Wilhelm Seidner aus Brixen und J. Hackh aus
Schwaz, dem letztjährigen Verbandsausschusse hinsichtlich der Kassa-
gebarung das Absolutorium ertheilt. Per acclamationem wurde so-
dann der Vorsitzende als Delegirter zum XII. deutschen Feuerwehrtag
in Salzburg gewählt.
Nachdem noch Imst als Vorort für den nächsten XII. Dele-
girtentag und die Herren Josef Stubmair, August Schweighofer, Josef
Rokita aus Imst, Dr. Otto Stolz aus Hall, Viktor Baron Graff,
Josef Melzer und Anton Nußbaumer als Gauverbandsausschüsse ge-
wählt waren, wurde die Sigung unter den üblichen Ceremonien ge=
schlossen, worauf man sich zum gemeinsamen Mittagsmahle in den
Garten zum grauen Bären" begab, wo man bis 3 Uhr weilte, um
dann der Uebung der Innsbrucker Feuerwehr beizuwohnen.
Diese war in ihrer Gesammtstärke in voller Ausrüstung auf den
„Prügelbau" ausgerückt. Mit jedem Requiſit, von der Abproßzspritze
bis zum Manerbock und Selbstretter, wurde einzeln und abtheilungs-
weise nach dem umgearbeiteten Reglement exercirt und den Herren
Delegirten auf Wunsch jede Auskunft ertheilt. Besonders haben das
sogenannte Rettungstuch und ein von einem Mitgliede der hiesigen
Feuerwehr erfundener Selbstretter, womit sich drei Personen zugleich
an einer Leine vom höchsten Stockwerke herablassen können, gefallen.
Nach Beendigung der Exercitien am „Prügelbau" rückte die
gesammte Feuerwehr zu einem Angriff auf die Fleischbank und die
umliegenden Häusern ab. Es wurde mit dieser Schauübung den an-
wesenden Delegirten ein Gesammtbild geboten, woraus zu ersehen war,
wie sich die Sache ausnimmt, wenn alle Requisiten gleichzeitig in
Thätigkeit sind. Mit gewohnter Präzision waren die Leitern gestellt,
2*
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die Spritzen abgeprotzt, die Schläuche gelegt und die Steiger auf ihren
luftigen Höhen angekommen. Bald trat auch die Dampfspritze unter
dem Kommando des Herrn städt. Bauinspizienten Alois Kreil in Aktion.
Einen dicken Strahl sandte sie hoch in die Luft der dann im Laufe
der Uebung sich nicht blos verdoppelte, sondern versiebenfachte; denn
zum Schlusse versorgte sie sieben Schläuche mit Wasser, ohne daß die
Kraft und Höhe des Hauptstrahles merklich abgenommen hätte. Nach-
dem auch diese Uebung beendet und sowie alle Produktionen der Feuer-
wehr ungetheiltes Lob seitens der anwesenden Fachmänner eingetragen,
wurde gegen 6 Uhr mit Fahne und Musik durch die Herzog-Friedrich-
straße in die Maria-Theresienstraße abmarschiert, wo bei der Anna-
säule der stattliche Zug vor dem Oberkommandanten und den Dele-
girten defilirte, worauf sich die einzelnen Abtheilungen zu den betreffen-
den Magazinen begaben und ihre Geräthe versorgten.
Eine Stunde später versammelten sich die wackeren Feuerwehr-
männer mit ihren Angehörigen im Bierwastel-Garten, wo bei Musik,
Feuerwerwerk und gutem Gersten- und Rebensafte der Abend sehr an-
genehm verfloß.
Bei dieser Gelegenheit sei auch der Feuerwehr-Musikkapelle und
ihrem Kapellmeister ein Wort der Anerkennung für ihre braven Lei-
stungen während dieses Feuerwehrfestes gewidmet.
Am 27. August kurz vor Mitternacht brach im Dorfe Igls in
der Doppelbehausung beim Schmied" ein Feuer aus, welches bei den
äußerst ungünstigen Verhältnissen und der großen Trockenheit rasch
um sich griff, 14 Wohnhäuser sammt Dekonomiegebäuden vollständig
in Asche legte und die Kirche sammt dem Thurme stark beschädigte.
Nachdem der Thürmer dieses Landfeuer, seiner Instruktion gemäß,
nur durch den Feuertelegrafen avisirte, wurde unsere Landfahrspritze
init der entsprechenden Bemannung nach der Brandstätte abgesandt,
woselbst sie gegen 2 Uhr Früh anlangte und bei der Kirche Auf-
stellung nahm. Die Erhaltung der Kirche ist auch zum großen Theil
unserer Feuerwehrmannschaft zu verdanken; der Rohrführer der Land-
fahrspritze hielt mit seinen Genossen auf dem Dache beim Thurme
trotz der herabfallenden Feuerbrände und glühheißen Ziegel, auf seinem
Plazze aus, bis die Gefahr vorüber war.
Erst gegen 6 Uhr Früh rückte die Landfahrspritze hier wieder ein.
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Am 1. September: Beerdigung des Spritzenmannes des
II. Zuges, Josef Horaleck.
Abends Windwache.
Am 2. September Abends hielt unsere Musikkapelle anläßlich
des freudigen Ereignisses in der kronprinzlichen Familie einen musika-
lischen Zapfenstreich, da der projektirte Fackelzug des Gesammtkörpers
wegen des heftigen Sirocco's unterbleiben mußte.
Windwache.
Am 7. September begaben sich 18 Mann unserer Feuerwehr
zum Besuche des XII deutschen Feuerwehrtags nach Salzburg.
Da dieses glänzende und in jeder Beziehung großartige Fest nicht
nur Seitens der Fachzeitungen, sondern auch von sämmtlichen Tages-
blättern eingehend geschildert wurde, halten wir es für unnöthig hier
noch einmal darauf zurückzukommen, können uns aber der Bemerkung
nicht enthalten, daß wir nur mit Vergnügen an die schönen Tage
denken, die wir in Salzburg, - das nur zu einem Feuerwehrheim
eingerichtet schien, verlebten, und daß uns dieselben auch fernerhin
unvergeßlich bleiben werden.
-
Den geehrten Feuerwehrkameraden von Salzburg aber, sprechen
wir hiemit an dieser Stelle, für ihr äußerst kollegiales und liebens-
würdiges Entgegenkommen, unsern besten Dank aus.
Am 17. September: Kommandantschaftssitzung.
Am 23. September Vormittag um 10 Uhr fand von Seite
der Kommandantschaft eine eingehende Besichtigung des k. k. und Na-
tionaltheaters statt.
Der Ringtheater Brand in Wien gab auch hier Anlaß unser
Theater punkto Feuersicherheit gründlich zu untersuchen, bei welcher
Gelegenheit sich derart große Mängel herausstellten, daß dasselbe be-
hufs Vornahme größerer Adaptirungen über Jahr und Tag geschlossen
bleiben mußte.
Von den vorgenommenen Adaptirungen sei im Wesentlichen fol
gendes bemerkt.
Auf beiden Seiten der Bühne wurden unter feuersicherem Ab-
schluß in's Freie führende Treppen hergestellt; die auf der nördlichen
Seite steht mit den Garderoben und der Bühne, die auf der südlichen
mit dem Schnürboden und ebenfalls wieder mit der Bühne in Ver-
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die Spritzen
luftigen Höh
dem Komman
Einen dicken
der Uebung
zum Schluff
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22
bindung; ferner wurden zu beiden Seiten der Bühne starte Pfeiler
aufgeführt, welche die aus Eisenkonstruktion bestehende und 180 Zentner
schwere Traverse zu tragen haben, auf welcher die bis über das Dach
hinausragende Feuermauer aufgeführt wurde.
Ueberdies wurden sämmtliche Dekorationen :c. imprägnirt, rie
Gasleitung geändert, Noth- und Sicherheitslampen angebracht und
behufs gänzlicher Abschließung der Bühne von dem Zuschauerraum
cine eiserne Courtine angeschafft. Dieselbe besteht aus zwei Theilen,
ber obere für das Publikum nicht sichtbare, feststehende Theil ist Git
terwerk aus schwalbenschwanzförmigen Wellenblech, die zusammenge
nietet 123 Meter messen und ein Gewicht von 3200 Kilogramm
64 Zollzentner haben.
Am 27. September Beginn der Theatervorstellungen und
Beistellung der aus 5 Mann und 1 Wachkommandanten bestehenden
Theaterwache.
Am 30. September fand eine Versammlung von Vertretern
sämmtlicher freiwilligen Feuerwehren des politischen Bezirkes Inns
bruck statt.
Am 10. Oktober: Kommandantſchaftssitzung.
Am 14. Oktober fand unsere Herbsthauptübung statt.
Um 2 Uhr wurde von den betreffenden Magazinen abmarschirt
und über die Jumbrücke in die St. Nikolausgasse abgerückt. Die nörd-
liche Häuserfront dieser Gasse westwärts von der Bäckenbichelgasse,
sowie die Häuser dieser letzteren stellten das Brandobjekt vor. Hier
angekommen, begann jede Abtheilung ihre Arbeiten, welche durchaus mit
Ruhe und Präzision durchgeführt wurden, wobei noch bemerkt werden muß,
baß die Steigerabtheilungen nicht unerhebliche Schwierigkeiten bei Auf-
stellung der Schubleitern zu überwinden hatten, weil sie mit genannten
Requisiten wegen der geringen Breite der Gasse sich kaum rühren konnten.
Wegen dieses Umstandes jedoch wurde keine Minute versäumt,
renn die Rohrführer benöthigten nicht mehr Zeit, um auf die Dächer
zu gelangen, als bei früheren Uebungen.
Unterbessen ward die Dampffeuerspritze beim ehemaligen Mal-
fatti-Institut am Innquai postiert, mit der Weisung, von hier aus
vie Spritzen des I., II. und IV. Zuges, mit denen sie durch Schläuche,
welche die Schlauchmannschaft vom Innquai über die Straße und
23.
durch die Häuser hindurch gezogen hatte, in Verbindung stand, mit
Wasser zu versorgen. Während der kurzen Zeit, während welcher die
Rohrführer auf ihren luftigen Posten auf das Wasser warteten, exer-
cierten einige andere Steiger einen neuen auf der Ausstellung des XII.
deutschen Feuerwehrtages in Salzburg angekauften Selbstretter nach
Hebelsystem.
Diese Spezialübung, die sehr befriedigende Resultate lieferte, in-
dem zweimal je einer und einmal zwei Feuerwehrmänner an einem
Seile mit großer Sicherheit und nichts weniger als langsam vom
obersten Stockwerke eines Hauses herunterfuhren, erregte das besondere
Interesse der die Uebung mit ihrem Besuche beehrenden Honoratioren,
unter denen wir Se. Excellenz den Herrn Statthalter Baron Wid-
mann, Se. Excellenz den Herrn k. k. FML. Doumolin, den Herrn
Landeshauptmann Dr. Ritter v. Rapp, den Herrn f. f. General-
major v. Ochsenheimer und den Herrn Bürgermeister Dr. Falk nebst
einigen Mitgliedern der Löschdirektion erblickten.
Als mittlerweile obgenannte drei Züge der Feuerwehr (der III.
Zug stand in der Bäckenbichlgasse und erhielt das nöthige Wasser von
dem dort befindlichen Hydranten) durch die Dampffeuerspritze mit
Wasser aus dem Innflusse versehen waren, ging es an ein flottes
Spritzen von den Dächern aus, und wahrlich, an der Höhe und dem
Wasserreichthume der aufsteigenden 4. Wasserstrahlen konnte man die
Gewalt bemessen, womit genannte Maschine auf eine solche Entfer-
nung noch zu arbeiten vermag. Letzterer Umstand trat noch umum-
stößlicher zu Tage, als nach Beendigung der Uebung der Feuerwehr
die Dampffenerspriße vom Innquai weg in zwei Schläuchen das Wasser
auf die Anhöhe des Bäckenbichls, knapp an die Grenze von Hötting
lieferte und von dort aus noch in mächtigen Strahlen über die aller-
dings dort nicht sehr hohen Häuser sandte. Nachdem der Herr Bürger-
meister und die anwesenden Mitglieder der Löschdirektion sich von der
Leistungsfähigkeit der Dampffeuerspritze auf diese Weise persönlich über-
zeugt hatten, wurde aufgebrochen und die Mannschaft marschirte in
die Junstraße, wo sie vor dem Oberkommandanten und dem Bürger-
meister defilirte und dann in ihre Magazine einrückte, die Requisiten
versorgte und dann sich nach kameradschaftlichem Abschiede mit einem
fräftigen Gut Heil" trennte, mit der Hoffnung in der Brust, ein-
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17/32
22
bindung; ferner wurden zu beiden Seiten der Bühne starke Pfeiler
aufgeführt, welche die aus Eisenkonstruktion bestehende und 180 Zentner
schwere Traverse zu tragen haben, auf welcher die bis über das Dach
hinausragende Feuermauer aufgeführt wurde.
Ueberdies wurden sämmtliche Dekorationen 2c. imprägnirt, die
Gasleitung geändert, Noth- und Sicherheitslampen angebracht und
behufs gänzlicher Abschließung der Bühne von dem Zuschauerraum
eine eiserne Courtine angeschafft. Dieselbe besteht aus zwei Theilen,
der obere für das Publikum nicht sichtbare, feststehende Theil ist Git-
terwerk aus schwalbenschwanzförmigen Wellenblech, die zusammenge-
nietet 123 Meter messen und ein Gewicht von 3200 Kilogramm
64 Zollzentner haben.
==
Am 27. September Beginn der Theatervorstellungen und
Beistellung der aus 5 Mann und 1 Wachkommandanten bestehenden
Theaterwache.
Am 30. September fand eine Versammlung von Vertretern
sämmtlicher freiwilligen Feuerwehren des politischen Bezirkes Inns-
bruck statt.
Am 10. Oktober: Kommandantschaftssitzung.
Am 14. Oktober fand unsere Herbsthauptübung statt.
Um 2 Uhr wurde von den betreffenden Magazinen abmarschirt
und über die Innbrücke in die St. Nikolausgasse abgerückt. Die nörd-
liche Häuserfront dieser Gasse westwärts von der Bäckenbichelgasse,
sowie die Häuser dieser letzteren stellten das Brandobjekt vor. Hier
angekommen, begann jede Abtheilung ihre Arbeiten, welche durchaus mit
Ruhe und Präzision durchgeführt wurden, wobei noch bemerkt werden muß,
daß die Steigerabtheilungen nicht unerhebliche Schwierigkeiten bei Auf-
stellung der Schubleitern zu überwinden hatten, weil sie mit genannten
Requisiten wegen der geringen Breite der Gasse sich kaum rühren konnten.
Wegen dieses Umstandes jedoch wurde keine Minute versäumt,
denn die Rohrführer benöthigten nicht mehr Zeit, um auf die Dächer
zu gelangen, als bei früheren Uebungen.
Unterdessen ward die Dampffeuersprize beim ehemaligen Mal-
fatti-Institut am Innquai postiert, mit der Weisung, von hier aus
die Spritzen des I., II. und IV. Zuges, mit denen sie durch Schläuche,
welche die Schlauchmannschaft vom Innquai über die Straße und
23.
durch die Häuser hindurch gezogen hatte, in Verbindung stand, mit
Wasser zu versorgen. Während der kurzen Zeit, während welcher die
Nohrführer auf ihren luftigen Posten auf das Wasser warteten, exer-
cierten einige andere Steiger einen neuen auf der Ausstellung des XII.
deutschen Feuerwehrtages in Salzburg angekauften Selbstretter nach
Hebelsystem.
Diese Spezialübung, die sehr befriedigende Resultate lieferte, in-
dem zweimal je einer und einmal zwei Feuerwehrmänner an einem
Seile mit großer Sicherheit und nichts weniger als langsam vom
obersten Stockwerke eines Hauses herunterfuhren, erregte das besondere
Interesse der die Uebung mit ihrem Besuche beehrenden Honoratioren,
unter denen wir Se. Excellenz den Herrn Statthalter Baron Wid-
mann, Se. Excellenz den Herrn f. k. FML. Doumolin, den Herrn
Landeshauptmann Dr. Ritter v. Rapp, den Herrn f. f. General-
major v. Ochsenheimer und den Herrn Bürgermeister Dr. Falk nebst
einigen Mitgliedern der Löschdirektion erblickten.
Als mittlerweile obgenannte drei Züge der Feuerwehr (der III.
Zug stand in der Bäckenbichlgasse und erhielt das nöthige Wasser von
dem dort befindlichen Hydranten) durch die Dampffeuerspritze mit
Wasser aus dem Innflusse versehen waren, ging es an ein flottes
Spritzen von den Dächern aus, und wahrlich, an der Höhe und dem
Wasserreichthume der aufsteigenden 4 Wasserstrahlen konnte man die
Gewalt bemessen, womit genannte Maschine auf eine solche Entfer
nung noch zu arbeiten vermag. Letzterer Umstand trat noch umum
stößlicher zu Tage, als nach Beendigung der Uebung der Feuerwehr
die Dampffeuersprige vom Innquai weg in zwei Schläuchen das Wasser
auf die Anhöhe des Bäckenbichts, knapp an die Grenze von Hötting
lieferte und von dort aus noch in mächtigen Strahlen über die aller
dings dort nicht sehr hohen Häuser sandte. Nachdem der Herr Bürger-
meister und die anwesenden Mitglieder der Löschdirektion sich von der
Leistungsfähigkeit der Dampffeuerspritze auf diese Weise persönlich über-
zeugt hatten, wurde aufgebrochen und die Mannschaft marschirte in
die Innstraße, wo sie vor dem Oberkommandanten und dem Bürger-
meister defilirte und dann in ihre Magazine einrückte, die Requisiten
versorgte und dann sich nach kameradschaftlichem Abschiede mit einem
kräftigen Gut Heil" trennte, mit der Hoffnung in der Brust, ein-
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24
ander im kommenden Frühjahre wieder zu wackerem Thun begrüßen
zu können.
Am 20. Oktober: Versammlung des IV. Zuges bei Summerer
und Sojer.
Am 28. Oktober gegen 8 Uhr Abends entstand im II. Stock
des Hauses Nr. 16 in der Kiebachgasse aus Unvorsichtigkeit ein Zim
merbrand, der jedoch sofort durch die Hausbewohner gelöscht werden
konnte.
Eine Allarmirung fand nicht statt.
Am 5. November: Kommandantſchaftssitzung.
Am 17. November Abends überbrachte eine aus mehreren
Mitgliedern der Kommandantschaft bestehende Deputation unserem ge-
ehrten Gauverbands-Vorstande Herrn Dr. Otto Stolz in Hall die
Herzlichsten Glückwünsche zu seinem Namensfeste.
Am 18. November nach 3 Uhr Früh ertönte vom Stadtthurm
aus das Feuersignal.
In der Hutter'schen Dampffäge im Gemeindebezirke Wilten war
Feuer ausgebrochen. Dasselbe war nächst dem Kesselhause im Trocken-
lokale zum Ausbruch gekommen und verbreitete sich mit rasender
Schnelligkeit über die Objekte, die die Dampfsäge umschließen, über
die anstoßende Bautischlerei und über die Ziegelei.
Es war keine Viertelstunde seit dem Ausbruche des Brandes
vergangen, als auch schon unsere Feuerwehr, sowie jene von Mühlau,
Wilten, Hötting und die städt. Dampfspritze am Brandplate eintrafen.
Unsere Feuerwehr im Vereine der obgenannten Feuerwehren
nahmen an der Ziegelei, als dem am meisten bedrohten Punkt, die
Dampfsprite an der Stirnfront der Dampfsäge, Aufstellung.
Alsbald erschienen auch im Laufschritte eine Truppe Kaiserjäger
und mehrere Abtheilungen Württemberg-Inf., sowie die übrigen Züge
unserer Feuerwehr, so daß sich um 4 Uhr am Brandplate 9 Spritzen
in voller Thätigkeit befanden. Die Leitung der gesammten Aktion
führte der Oberkommandant der freiwilligen Feuerwehr, Baron Graff,
die Aktion der Dampfspritze leitete der städt. Baninspicient Kreil. Das
rasche und energische Eingreifen derselben trug wesentlich zur Lokali-
sirung des Brandes bei und vermochte die Bedachung des Traktes der
im I. Stock die Tischlerei und im Parterre die Schlosserei umſchließt,
25
zur Hälfte zu erhalten. Die Dampfspritze bewährte sich hier außer=
ordentlich und funktionirte auf das exakteste. Auch die Feuerwehren von
Kematen und Amras waren erschienen und trotzdem gelang es erst den
vereinten Anstrengungen dem Brande gegen 6 Uhr ein Ziel zu setzen.
Uebrigens hatten die Feuerwehren noch bis Abends tüchtig Arbeit,
um das Glühen der Unmassen von gestürztem Gebälk zu löschen.
Bei diesem Brande machte sich wieder einmal die schon oft ernſt-
lich gerügte mangelhafte Allarmirung Seitens unserer Hornisten geltend.
Am 25. November beging die Musikkapelle unserer freiwilligen
Feuerwehr wie alljährlich in würdiger Weise die Cäcilienfeier Um
8 Uhr Früh versammelte eine Festmesse in der St. Johanneskirche
die Mitglieder der Musikkapelle. Zwei Bandiſten leisteten Ministranten-
dienste, ein Theil der Kapelle begleitete von der Empore aus die
Haupttheile der Hl. Handlung. Nach der Messe zog die Kapelle
unter klingendem Spiele zum Frühschoppen, der in den sehr sinnig
mit Musik und Feuerwehr-Emblemen gezierten Lokalitäten des ersten
Stockes beim „Bierwastl" gereicht wurde. Abends 8 Uhr fanden sich
die Bandisten ebenfalls wieder im Festlokale, in dem ein hübsches
Bild der Patronin der Musiker, der hl. Cäcilia, an der Hauptfront in
hübscher Umrahmung und Verzierung prangte, zusammen und eine ziemliche
Anzahl von Gästen hatte sich ebenfalls eingefunden, um im Vereine
mit der Feuerwehrkapelle der letzteren Ehrentag würdig feiern zu helfen.
Nachdem das für die Mitglieder der Kapelle arrangirte Mahl
so ziemlich beendet war, toastirte der Intendant Herr Klemm auf die
Kommandantschaft der freiwilligen Feuerwehr, wobei er derselben auch
den Dank der Musikkapelle für die Fürsorge, mit der die Komman-
dautschaft stets die Kapelle bedacht habe, aussprach.
Zugsführer Paul Rissinger sprach im Namen des Oberkomman
danten, den Unwohlsein ans Zimmer fesselte, warme Worte der An-
erkennung für die immer mehr nach Vervollkommung strebende Kapelle.
Bandist Thaler gedachte in warmen Worten des verstorbenen
Kapellmeisters Franz Berchtold, der den Grund zur gegenwärtigen
Blüthe der Kapelle gelegt habe und dankte schließlich dem Herrn
Intendanten für seine der Kapelle sehr ersprießliche Mühewaltung und
dem gegenwärtigen Kapellmeister W. Danler für seine umsichtige und
treffliche Leitung der Kapelle.
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26
Nachdem noch der Intendant Klemm auf den früheren Muſi
intendanten Johann Scheyring und dieser auf die wackere Kapelle ut
dreifachem,,Gut Heil" toastirt hatte, wurde ein kleines Tanzkränzchet
arrangirt, und bis in den grauen Morgen hinein drehten sich de
Paare in lustigem Reigen.
Am 26. November fand im Saale beim „weißen Kreuz" eine
außerordentliche Generalversammlung statt, welche sehr gut besucht war.
Kurz nach 8 1hr eröffnete der Oberkommandant die Versamm
lung und ertheilte jenen im Heurigen Frühjahre eingetretenen Feuer
wehrmännern, welche von den betreffenden Zugsführern als zu
Dienste tauglich und verwendbar erachtet wurden, die definitive Auf
nahme durch Abnahme des Handgelöbnisses und Ueberreichung de
Aufnahmskarte.
Hierauf wurde die von dem in der Generalversammlung von
12. Februar 1883 gewählten Comité ausgearbeitete, ziemlich umfang
reiche Dienstordnung vom ersten Schriftwart Wendelin Hosp verlesen
und über Antrag des Herrn Josef Melzer en bloc angenommen.
Ebenso wurde die sodann zur Verlesung gebrachte Geschäfts-
ordnung mit Ausnahme einer unwesentlichen Abänderung des § 2
en bloc angenommen.
Sehr lebhaft gestalteten sich die Debatten im Punkt 3 der Tages-
ordnung, nämlich bei „Verschiedenes". In erster Linie brachte der
Oberkommandant den Brand in der Hutter'schen Ziegelei zur Sprache.
Rottenführer Julius Frank rügte einige Unzukömmlichkeiten betreffs
der Rettung von Gegenständen. Nach mehreren Zwischenreden, die
sämmtlich den Brand der Hutter'schen Gewerke behandelten, wird über
Vorschlag J. Melzer's beschlossen, eine fachgemäße Schilderung des
Verlaufes der Löscharbeiten beim letzten Brande in die Fachzeitung
einrücken zu lassen. Zugsführer Franz Mayr beklagte die mangelhafte
Signalisirung. Zugsführer Anton Nußbaumer und Schlauchmann
Neunteufel rügten den gänzlichen Mangel eines Alarmsignales in
Dreiheiligen und in der Kohlstadt, und es wurden Stimmen laut,
was denn eigentlich der telegraphische Alarmapparat in der Kloster-
kaserne nüße, wenn das Militär doch nicht alarmire u. dgl. Um
allen diesen diversen Klagen ein Ende zu machen, übernahm der Vor-
sitzende die Aufgabe, beim hiesigen Stationskommando die erforder-
27
lichen Schritte zu thun, um auch von dieser Seite eine Alarmirung
zu ermöglichen. Zum Schlusse der Besprechung des Brandes wurde
Seitens der Versammlung dem t. t. Generalmajor v. Ochsenheimer
für sein ungemein liebenswürdiges Entgegenkommen beim letzten Brande
der Feuerwehr gegenüber der innigste Dank votirt.
Weiters wurde der Beschluß gefaßt, auch heuer wieder eine
Christbaumfeier und ein Tanzkränzchen, und zwar ein „,maskirtes"
abzuhalten und das von der Kommandantschaft für beide Unterhal-
tungen vorgeschlagene Comité mit Zugsführer Kerber als Obmann
von der Versammlung einstimmig acceptirt.
Die Mittheilung des Zugsführers Anton Nußbaumer, daß sich
Herr Wieser, Schmied, bereit erklärt habe, die Eisenbestandtheile für
die Leitung eines Feuertelegraphen nach Dreiheiligen (Kohlstadt) un-
entgeltlich zu beschaffen, sowie daß er selbst den nöthigen Draht be-
sorgen werde, wurde mit dem allgemeinſten Beifall aufgenommen. Es
handelt sich also nur noch um die Beschaffung einer Signalglocke, da
für die Erweiterung der elektrischen Batterie der Oberkommandant zu
sorgen versprach.
Mit einem dreifachen „Gut Heil" wurde diesen wackeren Männern
vorläufig Seitens der Generalversammlung der wärmste Dank votirt
und mit einem nochmaligen Gut Heil" und dem Ersuchen an die
Versammelten, von mun an die in jedem Monate wieder tagenden
sogenannten Monatsversammlungen fleißig zu frequentiren, schloß der
Vorsitzende um 12 Uhr die Versammlung.
Am 3. Dezember: Kommandantschaftssitzung.
Am 4. Dezember um 8½ Uhr Abends gerieth in einem
Zimmer des ersten Stockes im Hause Nr. 18 in der Innstraße ein
Bett in Folge Einlegen eines heißen Bügeleisens in Brand, konnte
aber noch che das Feuer größere Dimensionen annahm, durch die herbei-
geeilten Hausbewohner gelöscht werden. Eine Alarmirung fand nicht statt.
Am 7. Dezember: Sitzung des Krankenunterstützungs-Aus-
schusses.
Am 8. Dezember um 9 Uhr Vormittag fand vor dem f. f.
und Nationaltheater eine Extinkteurprobe statt.
Am 10. Dezember fand beim „Delevo" eine sehr schwach
besuchte Versammlung der Ordnungsmänner statt.
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Abtheilung
Statistik.
Musterungen
Haupt-
Marsch-
A. Nebungen
im Jahre 1883.
Bugs-
übungen
mit ohne
Wasser
Steiger-
Sprißen-
Schlauch-
Hydranten-
proben
Zusammen
Uebungen
Uebungen
Vom Gesammtkörper
1
3
1
I
5
Vom I. Zug
Die Sanitäts-Ab-
theilung hielt unter Lei-
1
Vom II. Zug
1
1
1 2 18 21 12
3 16 12 10
55
tung eines Korpsarztes
6 Schulübungen ab.
-
43
Vom II. Zug
1.
3
L
29 15 12
61
Bont IV. Zug
1
2 3 34 14 14
2
70
Zusammen
5
3
1
7
9 97
62
48
2
234
Benanntlich
Lösch-
direktions
B. Sikungen, Wachen, Versammlungen, Beerdigungen
und Brände.
[dantſchafts
Kranken-
Sizungen
Geräthe-
kasse
Wind-
Theater
Sonstige
orbent-
liche
Wachen
Im Jahre 1883 fanden
ſtatt
2
16
1 16
7
88
11 1
2
3 11 11
Summe
35
106
17
11
_
2. außer
General-
Versammlungen
ordtl.
Sonstige
Beerdigungen
Monats
Brände
Land-
Zimmer:
Sonstige
Küchen-
Kamin-
Außerdem rückte die Musikkapelle zu 12 Begräbnissen von Privatpersonen aus und veranstaltete 6 Garten-
Konzerte gegen Entrée.
22111
77
Anmerkung
28
Seite 21
21/32
Obmann der Schlauch-
Schriftführer
Magazinsverwalter
Technischer Rath
Oberkommandant
Ehrenmitglieder
mannschaft
Rottenführer Steiger
Geräthemeister
Bugsadjutanten
Zugsführer
Vereinsdiener
Vioniere
Signalist
"
Spriẞe
Obmannn d. Ordgsmsch
Adjutanten
Stellv.
Sanitätsmänner
Aerzte (Korps-)
Steiger
Ordnungsmänner
Signalisten
Einreißer
Schlauchmänner
Sprißenmänner
"1
"
Total-Summe
Musik (mit Diener)
C. Uebersicht
über Zuwachs und Abgang des Personalstandes der freiwilligen Feuerwehr Jnnsbruck im Jahre 1883.
Kommandantschaft
Beim Kommando
Bei den Abtheilungen
Mannschaft
Benennung
30
t
5
15
10
8
7
2
16 1
5
1* 111
22
90
2
T
1
L
2
H
00
4
Kassenwesen.
A. Kranken-Anterstüßungs-Kaffe.
Dieselbe wird vom folgenden Ausschusse verwaltet:
Viktor Baron Graff, Vorsitzender.
Hueber Hermann, Kassier.
Landerer Josef, Schriftwarth.
Brix Josef,
Dannhauser Wilhelm,
Personalstand am 31. Dez. 1882
Zuwachs im Jahre 1883. ..
Summe
41112
4 1 1 1
1
1
Abgang im Jahre 1883. .
Personalstand am 31. Dez. 1883
11
| 1
1
11 12 1
NB. Der Abgang der Mitglieder entstand:
a) durch freiw. Austritt von 102
(a
"fa
Lod
Ausschluß
"
11
I
1
2
E
4
34471 1
-1
5
E
8 113
11+
11+1
loll
E
1-11-
1 14 24471
= 114 Mann.
Hackl Josef,
Hohenauer Paul,
Jenewein Wilhelm,
Kerber Franz,
Riegl Johann,
Ausschuß-Mitglieder
Seep Johann,
Das Vermögen dieser Kasse hatte am 31. Dezember 1883 die
Höhe von fl. 26.659. 92 erreicht, was im Vergleiche zum Vermögens-
stande vom 31. Dezember 1882 mit fl. 23.241. 54 einen Kasse
zuwachs von fl. 3418. 38 ergiebt.
Diese Kassefonds bestehen aus:
2 Stück 1860er Losen à fl. 100
fl. 200 à fl. 141. 50
Zins ab 1. November 1883.
2 Stück böhm. Hypothekenbank-
fl.
283.
fl.
1. 33
fl.
284. 33
briefe à fl. 500
à fl. 101
fl. 1000,
fl. 1010.
Zins ab 1. Oktober 1883
fl.
12. 50
fl.
1022. 50
2 Stück österr. Hypothekar-Boden-
Kreditbank-Pfandbriefe à fl. 100
==fl. 200 à fl. 100.
fl.
200.
Zins ab 1. Oktober 1883
1 Stück Innsbrucker Los Nr. 1063
fl.
2. 25
fl.
202. 25
fl.
19. 75
Seite 22
22/32
32
-
33
-
3 Stück österr. Papierrente à fl. 100
-
fl. 300 à fl. 79. 05
fl.
237. 15
Legat P. T. Johann Völkl. fl. 100.
P. T. Johann Nöbl. fl. 100.
H
Zins ab 1. Mai 1882
fl.
21.-
fl.
258. 15
"
P. T. Nothburga Nöbl fl. 100.
1 Stück Siebenbürger Eisenbahn-
"
P. T. Franz Greil
fl. 1000.
P. T. Erben Franz Engl
fl.
100.
Obligation fl. 200 à fl. 93. 90
Zins ab 1. November.
Kapital beim Stadtmagistrat
fl.
187. 80
Legat P. T. Katharina Wwe.
fl.
2. 50
fl.
190. 30
Wolf
fl.
187. 80
fl.
2664. 57
fl. 3000. -
Zins ab 18. November 1883.
1 Sparkassebuch Nr. 13006 samut
Zins bis 31. Dezember 1883
1 Sparkassebuch Nr. 9269 sammt
Zins bis 31. Dezember 1883
fl.
e) Coursdifferenz
fl.
22. 70
17. 50
fl. 30.17 50
fl.
3832. 17
wovon in Abzug kommen:
fl. 14942. 10
a) Unterstützungen.
fl. 230.
b) Auslage für Sanitätsabthei-
fl. 5576. 85
lung
fl
69. 95
Baarkasse
Legat P. T. Herrn Franz Greil,
fällig 18. April 1884
fl.
146. 19
c) Auslagen für Incasso, Stem-
pel, Musik 2c.
fl.
113. 84
fl.
413. 79
fl.
1000.-
fl. 26659. 92
Die Erhöhung des Kassebestandes begründet sich durch:
a) Zinsen auf Kapitalien und
Werthpapiere
b) unbehobene Zinsen der Spar-
kassebücher
c) Gaben der P. T. Gönner
d) Geschenke, und zwar:
P. T. Erben Leopold Hep-
perger
fl. 200.
Excellenz Gräfin Lodron
fl.
10.
P. T. Erben Franz Dialer
fl.
40.
Legat P. T. Statthalter Fischer
fl.
100.
"
P. T. Franz Kirchmayer
fl.
300.
"
P. T. 3. Raggl
fl.
50.-
P. T. Ungenannt, Sparkasse-
buch Nr. 494
fl.
126. 77
P. T. Erben Visneider
fl.
50.
P. T. Dr. Anton Ottenthal
fl.
200.
fl.
237. 10
fl.
755. 80
fl.
152.
3
Seite 23
23/32
-
34
-
B. Regie-Kaffe.
Dieselbe wird vom Zugsführer Anton Nußbaumer verwaltet und
weist folgenden Aktivstand nach:
Zum Aktivstande am 31. Dezember 1882 per
kamen im Jahre 1883 dazu:
fl. 1106. 64
1. Erträgniß der Christbaumfeier
mit
fl. 271. 29
2. Ueberschuß vom maskirten Tanz-
kränzchen
ft.
67. 27
3. Aus dem Präliminare für Spri-
tzenproben
fl.
200.
4. Verschiedene Einnahmen
fl.
8. 08
fl.
547. 36
Zusammen
fl.
1654. -
Im Laufe des Jahres 1883
wurden verausgabt:
1. An Beerdigungskosten
fl.
180.
2. An Jahresbeitrag für den deutsch-
tirol. Gauverband
fl.
53.
3. Verschiedene Auslagen laut Be-
legen
fl. 681. 79
fl.
914. 79
fl.
739. 21
fl.
556. 25
fl.
182. 96
Verbleibt daher am 31. Dezember
1883 ein Vermögensstand von
bestehend in einem Sparkasse-
buch Nr. 2421 per
und einem Baarbetrag von
NB. Die Beiträge der Ordnungsmannschaft pro 1883 konnten
hier nicht mehr verrechnet werden, da ſelbe zu spät ein-
gehoben wurden.
Inventar
der vorhandenen Geräthe, Ausrüstungs-Gegenstände 2c. mit
Schluß des Jahres 1883.
I. Geräthschaften.
1 kompletter Feuertelegraph,
2 Metz'sche Spritzen sammt Zugehör,
4 Schmid'sche Spritzen sammt Zugehör,
1 Knaust'sche Sprite sammt Zugehör (Landfahrspritze),
7 Schlauchwägen,
1500 Curr.-Meter Schläuche mit Normalgewinde,
2 Buttenspritzen,
1 Extinkteur System Beyl",
5 Hydranten und ein Aufsatzrohr,
6 vorräthige Strahlrohre,
3 vorräthige Verbindungsgewinde,
1 französischer Schraubenschlüssel,
1 Schlauchgewindschlüssel,
8 eiserne Schlauchbrücken,
12 Schlauchkrücken,
14 Schlauchknie,
1 Vacuum und ein Manu-Meter,
1 Erwärmungs-Spirituslampe,
1 Einreißerkarren mit den dazu gehörigen Requisiten,
3 Steigerkarren,
4 breitheilige Schubleitern,
1 zweitheilige Schubleiter mit Karren,
16 Hackenleitern,
4 Dachleitern,
1 Mauerbock sammt zugehör,
3 Spinnen,
1 Rettungsschlauch,
1 Sprungtuch,
3*
Seite 24
24/32
1 Rutschtuch,
1 Selbstretter,
3 Rettungskörbe,
7 Rettungstaschen,
-
1 Galibertscher Rauchapparat,
3 Sicherheitslaternen,
16 Steigerlaternen,
7 alte Feuerlaternen,
100 Wasserkübel,
36-
1 große Petroleumfackel mit Gestell,
30 Petroleumfackeln,
2 Kommandantschaftslaternen mit Fahne,
4 Zugsstandarten.
521 lodene Durer,
II. Ausrüstungsstücke.
441 Helme mit Nackenleder,
38 Helme ohne Nackenleder,
198 Beile,
85 Schlauchgewindschlüssel,
118 Nothnägel,
15 Mundschwämme,
110 Leinen,
16 Kommandanten-
112 Steiger-
221 Sprigenmänner-
80 Leder-
Gurten,
6 Kommandanten-Armbinden,
1 Bandalier
1 Stab
40 Hosen
40 Achselschnüre,
37 -
für Tambourmajor,
für Musik,
9 Sanitäts-Armbinden,
1 komplett eingerichtete Apotheke mit einer Tragbahre, Schienen
und Verbandstourniſter.
Ferner die Instrumente zu einer kompletten Musikbanda.
III. Mobilare.
2 große
2 kleine
Geräthekästen,
1 Schlafstätte mit:
8 Strohsäcke,
14 Rozen,
3 Tische,
24 Stühle,
1 Bank,
3 Mützen,
9 Verbandzeuge,
5 Kartouschen,
2 Kommandanten-Schärpen,
8 Petroleum-Hängelampen,
1 Kleiderrechen.
1 Vereinsfahne,
IV. Utensilien.
42 Wappenschilder aus Blech,
2 Porträte (Begger und Thurner),
14 verschiedene Photographien,
4 andere Tafeln,
1 Humpen aus Holz,
1 Humpen aus Zinn,
1 Trinkhorn,
1 Schubleitermodell sammt Glassturz,
1 Windwache-Ordnung,
3 Zeitungshälter,
1 Tischglocke,
1 große Tafel mit Grabschleifen,
20 Riemen für Rohrführer,
23 Huppen,
6 Signalhörner,
2 Pickel,
14 Schurzfelle,
1 Büste (Jahn),
Seite 25
25/32
38
An Feuerwehr-Zeitschriften sind vorhanden:
1. Desterreichische Verbands-Feuerwehr-Zeitung" (Brünn).
2. Deutsche Feuerwehr-Zeitung" (Stuttgart).
3. "Zeitung für Feuerlöschwesen" (München).
4. Illustrirte Zeitschrift für die deutsche Feuerwehr" von Franz
Gilardone (Hagenau im Elsaß).
5. Feuerwehr-Zeitung" von Wilfort (Wien).
6. Die Feuerwehr" von Kernreuter (Wien).
7. Leitfaden für freiw. Feuerwehren" von Hans Schider (2 Bände).
Am Schlusse unseres Jahresberichtes angelangt, erfüllen wir nur
eine angenehme Pflicht, indem wir allen Kameraden für ihre vielen
Bemühungen und stetes eifriges Streben nach möglichster Vervoll-
kommnung des Feuerwehrwesens, und insbesonders dem löbl. Gemeinde-
rathe, sowie der feuerwehrfreundlichen Bevölkerung unserer Stadt für
die vielseitige materielle und moralische Unterstützung unseren auf-
richtigsten und wärmsten Dank an dieser Stelle hiemit erstatten.
Innsbruck, am 31. Dezember 1883.
Viktor Baron Graff,
Oberkommandant.
Personal Stand
Der
freiwilligen Feuerwehr Innsbrucks
mit 31. Dezember 1883.
Ehrenmitglieder:
Herr Dr. Otto Stolz, Gauverbands-Vorstand und Bürgermeister von
Hall, ernannt am 31. Jänner 1876.
Dr. Johann Tschurtschenthaler, Sparkasse-Direktor und Alt-
bürgermeister, ernannt am 20. Juni 1877.
Johann Niegl, Handelsmann und Gemeinderath in Innsbruck,
ernannt am 14. Februar 1880.
Josef Melzer, Tapezirer in Innsbruck, ernannt am 31. Jänner
1882.
Löschdirektion:
Herr Bürgermeister Dr. Heinrich Falk.
"
Gemeinderath Jakob Norer
"
Johann Nußbaumer.
Johann Riegl.
"
Wendelin Hosp,
I. Schriftführer.
"
"
"
Josef Spörr.
Feuerwehr-Oberkommandant Viktor Baron Graff.
"
"
Magazinsverwalter Josef Brix.
A. Beim Kommando:
Oberkommandant: Viktor Baron Graff.
Oberkommandant-Stellvertreter: Franz Mayr.
Technischer Rath: Josef Mayr.
-Magazinsverwalter: Josef Brix.
I. Schriftführer, Adjutant: Wendelin Hosp.
II.
"1
"
Filipp Gargitter.
Obmann der Schlauchmannschaft: Karl Schöpfer.
Stabssignalist: Karl Trager.
Vereinsdiener: Johann Peer.
Seite 26
26/32
Huber Andrä
Knapp Georg
"
Bitschmann Johann
"1
40
-
Sanität:
Prof. Dr. Lantschner Ludwig, Korpsarzt.
Dr. Kölle Theodor, Korpsarzt.)
Dr. Greil Franz
Dr. Thalguter 3.
Reddersen Julius, Sanitätsmann.
"
11
Sprenger Johann, Sanitätsmun,
Urbin Josef
Kliement Heinr., Spritzenmann.
Matoschegg Wenzl
Ortner Heinrich
41
_
"
Keller Johann
"
Leukermoser Jakob
"
Plattuer Leopold, Spritzenmann.
Fuchshuber Filipp
Skutetzky Karl
Schneider Josef
"
Willeit Peter
Dietrich Josef
"
Ferrari Santo
"
Walder Felix
Kanofsky Ferdinand
Greil Dominik
"1
Prantl Anton
Mairamhof Wilhelm
Gyorgi Karl
"
Gratl Anton
"
Ronaz Johann
"
Frizz Oswald, v.
11
Schneider Gustav
"
Weth Anton
"
Oberhammer Anton
Prager Josef
Staudacher Josef
11
"
B. Bei den Geräthen:
Erster Zug:
Riffinger Paul, Zugsführer.
Huter Peter, technischer Adjutant.
Girardi Johann, Geräthemeister.
Fiechtner Johann, Signalist.
Steiger:
Wildling Heinrich, Rottenführer.
Urban Wilhelm, Steiger.
Schlauchmannschaft:
Hoppichler Joh., Sektionsführer. | Prantl Alvis, Schlauchmann.
Freiseiſen Franz
"
Rabeder Josef
"
Schober Franz, Schlauchmann.
Weth Johann
"
Rossi Salvator
"
Bauer Julius
Dollinger Josef, Sektionsführer.
Montagnolli Josef
Meßmer Josef
"
Lindenthaler Leopold
"
Schmölz Johann, Rohrführer.
Burner Alois
"
Ladstätter Valentin
Kunze Heinrich
11
Hopfer Albert,
"
Hinterwaldner Josef,,
Engl Sebastian
Pfötscher Franz
"
"
Haselsberger Josef, Steiger.
Kirchmaier Karl
"
Tschenka Anton,
"
Burner Ferdinand
"
Reinhart Paul
"1
Obholzer Anton, Rottenführer.
Arnold Niklaus
Wallner Karl, Sektionsführer.
Rissinger Josef
Dietrich Franz
"
Landerer Josef
"1
Klammer Michl
"1
Kleinert Rudolf, v.
11
Wagner Anton, Spritzenmeister.
Schweighofer Johann
Peer Alois
Klammer Max, Spritzenmann.
"
Sellner Johann
"
Sprizenmannschaft:
Köllensperger Joh., Spritzenmeister.
Pfötscher Anton
Kubin Franz
Unterberger Joh.
Wille Jakob
Agostini Kajetan
Zweiter Zug:
Kerber Franz, Zugsführer.
Huter Anton, technischer Adjutant.
Hohenauer Paul, Geräthemeister.
Kirchhofer Josef, Signalist.
Steiger:
Frank Julius, Rottenführer.
Gschöser Franz, Sektionsführer.
11
Seewald Michael, Rohrführer.
Biedner Manertus
Rothmüller Karl, Steiger.
Dollinger Gebhard
Lerch Eduard
Hebenstreit Anton
Salzburger Franz
Harrasser Alois
"
Winkler Alois
"
Brugger Anton
"1
Vinazzer Anton
Tabarelli Narcis
"
13
"
Defner Alois
"
Rolfe Karl
"
Beiler Johann
Vogl Ludwig
"
Martinstätter Josef
11
"
Gorfer Alois
Seite 27
27/32
43
Plank Franz
Auer Jakob, Steiger.
Sattleder Josef
42
-
Mair Paul, Steiger.
Megetto Franz
Zemmer Josef, Spritzenmann.
Gundolf Anton, Spritzenmann.
Schirmer Josef
Brunner Josef
"
"
Walter Georg
"
Mair Anton
"
"
"
Platzer Johann
"
Franek Franz
Schäß Melchior,
Greiderer Thom.,
Spritzenmannschaft:
Kenda Johann, Rottenführer.
Kiecht Ferdinand
11
Schwab Franz, Sektionsführer.
Morscher Johann
Stari Johann, Spritzenmann.
Moritz Anton
Oberdanner Wolfgang"
Rößler Josef
"
Schlechtleitner Karl
"
Netzer Franz
"
"
Haller Alois
"
Delazzer Felix
Kapferer Alois
"
Linder Christian
"
Schlechtleitner Ant.
"
Rothmüller Johann
If
Jamnik Alois
Oberdanner Hieronym."
Ortner Peter, Schlauchmann.
Schmidt Josef, Sektionsführer.
Schindl Eduard
"
Wisiol Ludwig, Fuhrmann.
Schlauchmannschaft:
Steiger Fidel sen., Schlauchmann.
Perktold Alois
17
Hosp Rupert
"
Steckl Anton
"
Tren Anton
Schmidt Eduard
"
Wallnöfer Bernh.
"
"
Singer Josef
Schindl Franz
Steinbacher Josef
Kern Karl
"
Bickel Josef
"
Ziffereind Johann
"
Lenz Franz
"
Kluibenschädl Johann,
Fritz Richard
Scharrer Johann
Endres Anton
"
"
"
Frech Franz
"
Hagspiel Wilhelm
"
Dörriès Ernst
Mair Josef, Spritzenmeister.
Speckbacher Josef
Pauli Martin
"1
"
Fritz Franz
"
Auer Johann
"
Gehri Vincenz
"
"
Abert Josef
11
Stigger Valentin
"
Dialer Martin,
Oberforcher Anton
Pauli Sebastian
Pauli Georg
11
"
Mair Josef
11
Gogl Vincenz
"
Fritz Johann
"
Sonntag Michael
11
Mair Felix
Fritz Julius
"
Hechenblaikner Jos.
"
"
Kirschner Franz
"
Ellero Hieronymus "
Plank Franz
"
Erl Ferdinand
"
Sokopf Josef
Rainer Alois
"1
Schuster Karl
"
Müller Franz
Fritz Josef
Ebert Johann
"
Mair Eduard
reuzinger Johann
11
Mitterhofer Josef
"1
Sarg Josef
"
Seitz Peter
"!
Vogritsch Anton
"
Häninger Franz
Linder Sebastian
Neunteufel Rud.
Sommer Julius
Benatti Alois
Dritter Zug:
Mayr Franz, Zugsführer.
Kastner Johann, Geräthemeister.
Kuen Jakob, Signalist.
Hußl Alois, Rottenführer.
Huber Albert, Sektionsführer.
11
Steiger:
Hußl Anton, Steiger.
"
"
"
"
Jäger Cassian
Schober Ignaz
"
Suber Johann
"
Erlacher Balth.
Strasser Josef, Spritzenmann.
Pircher Wilhelm
Irschara Franz, Rohrführer,
Platzer Ferdinand
Smely Josef
11
Walcher Franz
Nefera Anton
"
Graber Josef
11
Winkler Georg
"
Hupfau Johann
11
Slattner Josef
Greiderer Josef
"
Larcher Franz
"
Kofler Nikolaus
"
Norscher Mathias
"
Hagspiel Gustav
"I
Bergler Josef, Steiger.
Üler Johann
"
Rainer Jakob
"
Hupfau Alois
"
Larcher Josef
Spielmann Karl,
Seite 28
28/32
Wegeler Ludwig, Steiger.
Sedlaczek Wenzl
"
44
-
Egger Andreas, Steiger.
Sprizenmannschaft:
Siegl Christian, Rottenführer.
Prati Johann
Sokopf Johann, Sektionsführer.
Kühnel Johann, Spritzenmann.
Plattner Josef
Brugger Ludwig
- 45
Walcher Anton, Schlauchmann.
Matzler Anton, Schlauchmann.
Dietrich Josef
Klotz Johann
"
Gehri Benedikt
"
"
Köcht Georg
Patsch Josef
11
Steiger Fidel jun.
"
"
Koch Alois
"
1
Schlecht Jakob
Heiß Josef
Marik Heinr.
"
Suppes Johann
Spielmann Josef
"
11
"
Einreißer:
Trager Wilhelm
Huber Alois
"
Mair Josef, Sektionsführer.
Spiegl Alois, Einreißer.
Gutleben Bartl.
Eller Georg
"!
n
Kuen Franz, Einreißer.
Nagl Alvis
Schieferer Johann
"1
Neuner Josef
Stippler Franz
Gehri Wilhelm
"
"
Fröch Ferdinand, Spritzenmeister. Neuner Franz
"
Kaufmann Ant.
"
Kircher Jakob
"
Neuner Alois
Federspiel Anton
"
Nairz Ferdinand
Reichmann Alvis
Schreiner Ingenuin
11
"
Hiller Franz
"
Meßner Josef
Bair Bernhard
"
"
Peter Heinrich
Tusch Sebastian
"
"I
Schaur Ferdinand
Krater Josef
"
11
Schäfer Franz
Bader Johann
"
"1
Schmiedt Anton
"
Jäger Alois
"
Hernegger Viktor
"
Prager Peter
Ofer Johann
Stolz Michael
"
"
Hauswirth Johann
"
Komarek Franz
Tollinger Josef
Vierter Zug:
Nußbaumer Anton, Zugsführer.
Felder Kamil, Geräthemeister.
Gruber Lorenz, Signalist.
Steiger:
Diliz Ferdinand, Rottenführer.
Bernard Wilhelm, Sektionsführer.
Kriegler Otto, Steiger.
Trethahn Joh.
"
"
"
Holzer Johann
"
Farbmacher Johann
Lerch August,
11
Rinkenbach Karl
"
"1
Fröch Max, Spritzenmann.
Bader Josef
Norer Johann, Nohrführer.
Krünes Georg
"1
Schlecht Johann
Nieder Anton
Schulz Johann
Resele Eduard
"
11.
11
Suitner Karl
Waltl Jakob
Norer Jakob, Steiger.
"
11
Drommeter Franz,
Hiller Karl
"
Reichmann Karl
"
Tusch Josef
"
Reichmann Wilh. "
Hanak Josef
"
Unterberger Joh.
ST
Nagl Florian
Plattner Karl
"
Buchmair Ferd.
Kleiẞl Josef
"
Scheiber Alvis
"
Liegerer Karl
Mair Anton
"1
"
"
Unterreiner Seb. "
Sprizenmannschaft:
Halbeis Anton, Rottenführer.
Keller Alois, Sektionsführer.
Stöckl Johann
Müller Alois
Maurer Franz, Spritzenmeister.
Posnigg Felix, Spritzenmann.
Wiedenhofer Alois
Mader Ferdinand
Gstöttner Johann
"
11
"
Zorn Franz
Walter Karl
"
Krünes Anton
Schlauchmannschaft:
Dietrich Johann, Sektionsführer. | Fach Johann, Schlauchmann.
Kirschner Franz
"T
Bader Johann, Schlauchmann.
Martha Johann
Strele Josef
Prasthofer Ludwig
Lener Alois
11
Wieser Andrä
"
Kern Franz
Schuster Mathias
11
Kämmerer Friedrich
Knechtl Alois
Delhofer Franz
"
"
11
"
"
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-
46
-
47
Hug Thomas, Spritzenmann.
Gstöttner Ferdinand
"
Volkan Johann
Schnaller Alois
Ortler Siegfried, Spritzenmann
Steiß Julius
Schlauchmannschaft:
Rathgeber Jakob, Sektionsführer. | Thaler Alois, Schlauchmann.
Schnaller Johann, Schlauchmann. Risser Franz
Franek Franz, Ordnungsmann.
Polli Anton sen., Ordnungsmann.
"
Jörg Josef
Birch Wilhelm
"
"
Innerhofer Johann
Keller Ignaz
"
Pfeiffer Josef
Pirchner Alois
"
"
Köb Josef
Ram Johann
"
"
"
Kunert Wenzl
Prasthofer Josef
Wallburger Jakob
Kecht Johann
"
Rueff Josef
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"
Kopp Alois
11
Rindfleisch Franz
"
Kempf Josef
Risser Franz
"
Köchler Johann
Rederer Fidel.
"
"
Ordnungsmannschaft:
Reisch August, Obmann.
Kleinschmidt Karl, Obmann-Stellvertreter.
Jenewein Wilhelm, Adjutant.
Klemm Alois
"
Konzert Micht
Riegl Johann
"
"1
Kolb Romedius
Souczek Karl
"
If
Kolb Friedrich
Sonkowsky Wenzl+
11
Kerschner Wenzl
Salcher Alois
"
"
Kircher Josef
Simmerle Simon
"
"
Ascher Albert, Ordnungsmann.
Brugger Johann
Gritsch Josef, Ordnungsmann.
Katzung Gustav
Soier Alvis
"
Glätzle Johann
Lechle Josef
Samuda Alois
"
Blaas Josef
Breitenberg Heinr., v. "
Gutmann Ernst
Ludwig Sylvester
"
Sepp Johann
"
"
Golfer Paul
Darer Josef
"
"
Gatt Josef
Lehnherr Benno
Lener Johann
"
Schranz Wendl.
"
Dialer Gottfried
Döttling Ferdinand
Götzl Friedrich
Lindner Leopold
"
"
"
Dinter Josef, Dr.
Graber Johann
Lener Anton
"
"
"
Gratl Anton
Minatti Bernhard
Schieſtl Franz
Stanger Josef
Stettner Josef
Schweigl Jakob
"
"
"
"
Dannhauser Wilhelm,
"
Dinkhauser Josef
Hummel Filipp
"
Mages Alois
Schumacher Joh.
"
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Dietrich Franz
Hollas Josef
Maaß Michael
Schöpf Alois
"
"
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Erhardt Gottfried
Hechenberger Bernh.
Mair Franz
Schmidt Friedrich
"
"
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Höfl Josef
Erhardt Johann
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Meister Sebastian
Scheyring Johann
"
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Hackl Franz
Mendl Karl
Spörr Josef
"
11
Fankhauser Alois
"
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Fankhauser Felix
Haller Franz
Mair Josef
Salcher Franz
"
"
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Fink Josef
"
Hummel Johann
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Melzer Josef
Tschurtschenthaler 3., Dr.
11
"
Hörtnagl Andrä
Friedrich Johann
Nißl Georg
Unterberger Stefan
11
11
Fischler Michael sen.
Höpperger Johann
"
Neurauter Lorenz
Ueberbacher Andrä
11
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Happ Alois
Fischler Michael jun.
"
Neßler Ferdinand
Verci Alois, Graf
11
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Galopp Aurel.
Hartlieb Johann
Ortner Anton
Virag Johann
11
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Gasser Josef
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Hupfau Jakob
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Oberdimpfler Anton
Wallpach Anton, v.
"
11
Gabanna Ignaz
"
Huter Josef
"
Bayr Karl
Wallner Otto
11
11
Hueber Hermann
"
Baller Andrä
11
Weiser Gerson
"
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48
-
Wieser Eduard, Ordnungsmann..
Winkler Math., Ordnungsmann.
Wieser Johann
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Zambra Dominik
"
Wilhelm Josef
Zunterer Hermann
"
Wührer Josef
"
Zalud Vincenz
H
Wild Franz
Witting Alois
"
Zelger Karl
"
"
Zorn Johann
t
Musik:
Danler Wilhelm, Kapellmeister.
Melzer Josef, Kassier.
Klemm Alois, Intendant.
Schober Franz, Bandaführer
Arnold Josef, Bandist.
Einsant Franz jun., v., Bandist.
Niederbacher Georg, Bandist.
"
Oberleitner Georg
Einfant Franz sen., v.,
"
Ostermüncher Josef
"
Gebhardt Karl
"
Pechlaner Josef
Greil Josef
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Schneider Georg
11
Haas Alois
"
Sokopf Josef
Haas Franz
"
Singer Filipp
"
Hoppichler Josef
"
Stockhammer Georg
Kaufmann Simon
Kirchhofer Josef
"
Thaler Alois
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Todtenmoser Bernh.
If
Kuen Jakob
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Trager Karl
Ladurner Anton
Treu Anton
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Mayr Johann
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Unterreicher Franz
11
Mair Josef
Wieser Heinrich
H
Mutter Johann
"
Wörle Johann
n
Nagele Josef
Zarli Franz
Nagiller Josef
"
Kern Karl, Diener.
Verzeichniß
der P. T. ständigen Herren Gönner:
Adam Karl, Altbürgermeister..
Auer Josef, Bauquier.
Appeller Kasimir, Handelsmann.
Beck Karl, Agent.
Bereiter G., Dr. med.
Bickel Adam, Schneidermeister.
Brugger Josef, Hausbesitzer.
Delago Alois, Agent.
Duregger Ludw., Dr., Advokat.
Ennemoser Josef, Gastwirth.
Felderer Karl, Dr., Advokat.
Flunger Josef, Hotelier.
Gatt Franz, Handelsmann.
Grubhofer Norb., Graveur.
Hammer Anton, Dr., Advokat.
Hauser Josef, Hausbesitzer.
Hechenblaikner Barth., Hausbe-
ſitzer.
Hinterlohner Christian, Hausbe-
ſitzer.
Hibler Gedeon, v., Handelsmann.
Hohenauer Anton, Hausbesitzer.
Kapferer Martin, Handelsmann.
Kirchebner Andrä, Hausbesitzer.
Köck Anton, Dr., Advokat.
Kofler Franz, Konditor.
Malfatti Alois, Handelsmann.
Malfatti Franz, Hausbesitzer.
Möslein Martin, Tischlermeister.
Mörz Friedr., Dr., Advokat.
Mutschlechner Georg, Fabrikant.
Nairz Franz, Hotelier.
Neuhauser Alois, Hausbesitzer.
Norer Jakob, Baumeister.
Oberer Michael, Hausbesitzer.
Onestinghel Cäsar, Dr., Advokat.
Ortlieb Leopold, Hausbesitzer.
Ortner Josef, Gastwirth.
Ottenthal Fr., v., Landrath.
Preyer Josef, Handelsmann.
Busch Anton, Dr., Advokat.
Putzenbacher Jos., Handelsmann.
Rapp Franz, Ritter v., Dr., Lan-
deshauptmann.
Reiß Simon, Handelsmann.
Riedl Josef, Handelsmann.
Schaufler Ludwig, Hausbesitzer.
Schieſtl Josef, Dr., Advokat.
Schöpfer Anton, k. . Hofapotheker.
Schröder Anton, Dr., Advokat.
Schullern Auton, Ritter v., Be-
zirksschulinspektor.
Schumacher Anton, Vice Bürger-
meister.
Schuster Otto, Dr., Advokat.
Singer Alois, Hausbesitzer.
Schuster Josef, Dr., Adv.-Konzip.
Stern Julius, Kaufmann.
Seite 31
31/32
Stocker Konrad, Handelsmann.
Stumreich, Dr. med.
Tiefenthaler Franz, Hausbesitzer.
Tschoner Ferdinand, Handelsmann.
Tschurtschenthaler Johann, Spar-
kasse-Direktor.
Tschurtschenthaler Martin, Han-
delsmann.
50
Unterberger Andrä, Hotelier.
Vorhauser Joh., Ritter v., t. t.
Hofrath.
Wackernell Josef, Dr., Advokat.
Walde Karl, Hausbesitzer.
Walde Peter, Dr., Advokat.
Wehrer's Söhne, Fabriksbesizer.
Zelger Karl, Handelsmann.
Seite 32
32/32