Drei Befehlshefte des Innsbrucker Platzkommandos vom Jahre 1809 =============================================================== V E R Ö F F E N T L I C H U N G E N AUS DEM S T A D T A R C H I V I N N S B R U C K H e r a u sg e b e r : Karl S c h ad e lb au e r Nr. 16 Drei Befehlshefte des Innsbrucker Platzkommandos vom Jahre 1809 von Dr. Karl Schadelbaaer I NNSBRUCK 19 S 8 IM S E L B S TV E R L A G DES STADT MA GI S TR AT E S .\ Von den ■ < ’' . v- ■ ; ■' - • . ' ' - s VERÖFFENTLICHUNGEN AUS DEM STADTARCHIV INNSBRUCK sind bereits erschienen: Nr . 1 Innsbrucks stadtgeschichtliches Schrifttum bis zum Jah re 1950 (1. T eil: N r. 1— 2000) von W ilhelm Eppacher und K arl Schadelbauer. 1950. N r. 2 : Innsbrudter Urkunden aus dem Stiftsarchiv W ilten (1238— 1350) von K arl Sdiadelbauer. 1951. N r. 3 Die W ohltäter der Landeshauptstadt Innsbruck von Wilhelm Eppacher. 1951. N r. 4 Briefe aus Alt-Innsbruck (1461— 1873) von K arl Schadelbauer. 1952. N r. 5 Innsbrucker Geschichtsblätter (1. Folge) von K arl Schadelbauer. 1952. N r. 6 Verzeichnis der U rkunden des Stiftsarchives W ilten von 1138— 1299 von K arl Schadel­ bauer. 1953 N r. 7 Innsbrucks stadtgeschichtliches Schrifttum bis zum Jah re 1950 (2. T e il: N r. 2001— 4770). 1953. N r. 8 Beiträge zur Innsbrucker Kirchengeschichte für Propst D r. Jo se f W eingartner. 1954. N r. 9 Lesebuch aus Innsbrucker Stadtgeschichtsquellen. 1955. N r. 10 Die gefälschten Urkunden des Bischofs Reginbert von Brixen für das Kloster Wilten von D r. Fritz Steinegger. 1956. N r. 11 Innsbrucker Geschichtsblätter (2. Folge). 1956. N r. 12 D ie St.-Jakobs-K irche in Innsbruck im Lichte der R.echtsgeschicbte von U niv.-Prof. D oktor H . Lentze. N r. 13 Geschichte der Raum - und Grenzbildung der Stadtgem einde Innsbruck von O tto Stolz. N r. 14 Die Kleinstbände der „D ipaulian a“ — Ein Bücherverzeichnis (Band 1 bis 100) von K arl Schadelbauer. N r. 15 50 Jahre schulärztlicher Dienst in Volks- und Hauptschulen von Stadtphysikus Dr. Leopold Unterrichter Druck: Tyrolia Innsbruck 540158 V E R Ö F F E N T L I C H U N G E N AUS DEM S T A D T A R C H I V I N N S B R U C K H e r a u s g e b e r : Karl S c h a d e l b a u e r Nr. 16 Drei Befehlshefte des Innsbrucker Platzkommandos vom Jahre 1809 von Dx. Karl Schadelbauer INNSBRUCK 1958 IM S E LB S TV ER LA G DES S T A D T M A G I ST R A T E S \ Drei Befehlshefte des Innsbrucker Platzkommandos vom Jahre 1809 Im vorliegenden Hefte werden drei Handschriften zum Abdrucke gebracht, die sich unter den von V iktor Frh. von Lochau, dem Innsbrucker Platzkom m andanten des Jahres 1809, hinterlassenen A kten im Archive des gräfl. Trappschen Schlosses Friedberg befinden und die verschiedenartigsten Befehle wie Berichte des Platzkom m andos aus den ersten Aufstandswochen enthalten. Die wörtliche Wiedergabe einer solchen Folge von amtlichen Aktenstücken scheint deshalb berechtigt, weil diese meist kurzen Einzel­ eintragungen auch einem größeren Leserkreis wissenswerte Einblicke in das ganze G e­ triebe der beginnenden Volkserhebung des Jahres 1809 zu bieten vermögen. Die drei Aussendeheffce, 18, 10 und 12 Papierblätter stark, die nach einem alten Archivverzeichnis als „Concept-Bücher“ (mit den Archiv-Nr. 3, 4, 5) bezeichnet sind, werden, wie folgt, abgedruckt: I. Heft m it 44 Eintragungen vom 19. A pril bis 18. Juni 1809 (alte N r. 4) II. H eft m it 18 Eintragungen vom 19. A pril bis 28. A pril 1809 (alte N r. 5) III. H eft m it 27 Eintragungen vom 21. A pril bis 7. Mai 1809 (alte N r. 3) Das D atum jeder Eintragung ist der leichteren Übersichtlichkeit wegen an den R and gesetzt worden. Die Schreibweise der Originale, die verschiedene H ände verfaßten, wurde beibehalten. A uf die Anführung von Schrifttum und Anmerkungen mußte m it Rücksicht auf den großen Raum , den sie einnehmen würde, ganz abgesehen werden, jedoch wurde ein Nam ensregister beigegeben. In einem kurzen Anhang wird noch auf die gleichfalls im Schloßarchiv Friedberg aufbewahrten T ages-R apporte des Innbrucker Militär-Feldspitales hingewiesen. Schon vor vielen Jahren hatte S. Exz. G otthard G raf T rap p, der Schloßherr von Friedberg, in der Absicht einer Bearbeitung Abschriften dieser Hefte hergestellt, kam jedoch infolge seiner vielseitigen Verpflichtungen nie zur Vollendung dieses seines V o r­ habens. So erhielt ich die gütige Erlaubnis einer Veröffentlichung, für die ich weil. S. Exzellenz wie auch dessen Sohn, Landeskonservator Dr. Oswald G raf T rap p, hiemit meinen herzlichsten D ank abstatten möchte. A bkürzung: H .F.M .L.M . rrr H err Feldmarschall-Leutnant M arquis (von Chasteler). I. Heft 19. A pril An den Ortsrichter und D orfvorsteher zu W örgl. Derselbe erhält den gemäsesten A uftrag, daß wenn die M unition von Salz­ burg aldort anköm m t, selbe alsogleich dem die Belagerung Kufstein dirigiren- den H ern H auptm an auf der Stelle überliefere, im Falle aber die Festung unterdessen schon übergegangen wäre, er solche unverzüglich anher be­ fördere. 1 20. A pril An das löb. Verpflegs A m t alhier. Dasselbe hat alsogleich 4000 (aus „2000“ ausgebessert) Brodportionen für die Belagerungs Mannschaft von Kufstein abzuschicken (darunter „zu bachen“ 3 durchgestrichen) und für die Zukunft die nemliche Portion per 4000 zu recht zu richten, daß selbes ohngehindert von 4 T ag zu 4 T ag dahin abgesendet werden kann. 2 20. A pril An H errn Oberstl. Reissenfeis v. Deppo zu Kufstein. A uf Veranlassung des H. Feld-M.Leut. und 8 C oorcom m andant M. Chastel- ler werden zur Bewaffnung der Landwehrer 10 Verschlag Flinten Patronen und 4 Centner Blei überschicket. (Dazu steht am Rande: „D ie D eputirten von Kufstein haben noch überdies 45 Blei mehr und ein Centen Scheiben­ pulver vom k. k. Artellerie Magazin mit sich genohmen.“ ) Verm ög der in Originali beiliegenden Verordnung ist die bei der Belagerung Kufstein auf­ gestellte Landesmiliz zu presentiren und die Löhnung wie der Infa(n)terie und aüch das Brod zu verabfolgen, so lang die Belagerung dauret und selbe dienet. In dieser Hinsicht ist dem hiesigen Verpflegsamt bereits auf getragen worden sogleich 2000 Brod Portionen dahin abzuschicken und diese Anzahl alle 4 Tage dahin richtig zu spediren; sollten Euer W ohlgebohrn mit diesen Q uontum und m it dem in der dortigen Gegend aufzubringenden Brod das Auslangen nicht finden, so wäre m ir die weitere Erfordernis bekannt zu geben. Ferners bewilligt der F.M .L. der Landesm iliz sowohl als dem bei der Belagerung com mandirten Militair durch 6 Tage per K opf, vom Feldwebel abwärts, täglich ein holb lb. (— Pfund) gratis Fleisch, welches vom Land zu verabreichen kom m t. Der Landsm ilitz, wie auch dem Militair wird auf zwei Tage ein Seid Wein bewilliget. Auch sind alle vorkom m ende Fälle und Ereig­ nisse auf der Stelle anher anzuzeigen. 3 21. A pril An das löb. Verpflegsamt zu Innsbruck. Dasselbe hat bereits den A uftrag erhalten 4000 Brodportionen nach Kufstein zu schicken; zu diesen erhält es noch den A uftrag, 30 Metzen H aber nach W örgl alle 4 Tage zu schicken, wo in Zukunft auch das Brod dem dortigen k. k. Proviantm eister einzuhändigen kom m t. 4 21. A pril An den K. K. H errn Oberstl. und Belagerungscomm andant der Festung K u f­ stein v. Reissenfeis. A uf den untern 20ten dies an mich erlassene Schreiben hab ich die Ehre, zu erwiedern, daß der Oberstl. T axis bereits beauftraget worden von H . Feld- marschallieut. und 8. Corpscom m andanten v. Chasteler, daß die 3 C om pa­ gnien nach vollendeten A uftrag zum Battaillion wieder eingerückt gemacht werden. In Betreff des Brodes hat das löb. Verpflegsamt bereits schon die Weisung erhalten alle 4 Tage 4000 Brodportionen dahin zu senden, wo auch wirklich den 20. der erste T ran sport von hier abgegangen ist, und erhält unter einstens die Weisung 30 Metzen H aaber nach W örgl an den dortigen k. k. Proviantm eister zu schicken. Das nöthige Conventions Geld kann hier gegen Quittung gefaßt werden. Da von hier nur zwei 7 lb. H aubitzen morgen abgeschickt werden können, so wird unter einstens auch von hier aus um mehreres Belagerungsgeschütz geschrieben und wolle auch von ihrer Seite betrieben werden. (Am leeren Rande links steht darunter:) „V o m löb. V o r­ spanns Com m issariat dahier sind 20 angeschirrte Pferde den 22. morgens U hr früh auf der Burgwache zu stellen.“ 5 4 22. A pril An den K. K. H errn Intendanten („von Innsbruck“ durchgestrichen) von Rochsmann (! — Roschmann). Eine löbliche Depudation von der Stadt R attenberg hat gestern m ittelst Estaffette die untertänigste Anfrage gemacht, was m it dem dortigen gewese­ nen Landrichter H errn Schmalhofer, wie auch den Gerichtsdiener Dionis Stuhlreiter und sein Bruder Joseph als dessen Knecht, welche alle drei ge- bohrne Bairn und von ihren Functionen entlediget sind, in Zukunft mit die­ sen drei Induviduen vorzukehren seie. Euer W ohlgebohrn belieben also die nöthige V orkehrung zu treffen, zu welchen Ende auch das Original Schreiben beigeschlossen wird. 6 23. A pril An den K. K. H errn Kreis Intendanten von Trentinaglia. D a auf Anzeige des H errn Rittm eister von H ilm er bereits 27 Stück Pferd eingkaufet worden, so benötiget er zur W artung und Pfleg 4 Mann. Ein K. K. Intendanschaft wollen also die benötigten 4 Mann stellen und zugleich bestimmen, was selben täglich bezahlt werden solle. Die 4 Mann haben sich sodann beim H errn Rittm eister v. H ilm er im Steinbock außer der Innbrücke zu melden. Anbei wird auch ersuchet alles vorfindige Pulver bei Kräm ern sowohl als in Pulver Müllen im ganzen Kreise aufzutragen, daß sie solches alsogleich an hiesiges k. k. Artellerie Zeughaus einliefern. Die Bitte des Pfleggerichts T haur wird zur weitern Am tshandlung beigeschlossen und da die so nothwendige Erbauung der Schanzen auf allen Päßen beträchtliche Auslagen verursachet, so wollen Euer "Wohlgebohrn sich mit dem erforderlichen G eld-V orrath ver­ sehen, wozu aus allen aerarial und Landschafts Kassa, wo einiger V orrath sich befindet, genohmen werden. Es sollen dem Vernehmen nach D oppel­ hacken in dem Schloß Am bras vorhanden sein, welche in das hiesige Zeughaus unaufgehalten abgegeben werden wollen, weil selbe zur Belagerung von K u f­ stein unentbehrlich sind. 7 23. A pril An die k. k. Polizeidirection. -> Da sowohl von den französischen als k. bayrischen Kriegsgefangenen die Mehreresten verm ög der untern 19. April eingereichten Consignation heute abgeschicket worden, von den Officiers Frauen aber mehrere noch zurück­ geblieben sind, so ist dem Militair Com m ando ein namentliches Verzeichnis der sich aufhaltenden Frauen und auch von jenen Kriegsgefangenen oder non conpetanz, welche in der Stadt und V orstädten außer dem bürgerlichen und M ilitair Spital Brigelbau sich aufhalten, m it Bem erkung ihrer W ohnung und Characteur baldigst m it aller Verläßlichkeit einzuschicken. In dieser C on ­ signation ist der U nterartz Maring, welcher als wahnsinnung in das bürger­ liche Tollhaus den 20. dies ist abgegeben worden, aufzunehmen. 8 23. A pril An den löb. M agistrat zu Innsbruck. Ich bemerke, daß dem durchmarchirenden M ilitair ohne Anweisung des M ilitair Com m ando Q uartier und Vorspann verabreichet werde. Dieser U n ­ fug wird hiemit ernstlich eingestellt und ohne Anweisung des Militair oder Platz Com m ando Niem andem weder Vorspann noch Q uartier erfolgen zu lassen. 9 5 20. A pril N atural-Erfordernis der dahigen Garnison und von derselben zu verpflegen­ den Mannschaft. Ist täglich Brod: 2840, H aber: 296, H eu: 296, folglich auf zehen T ag V orroth: 28400 — 2960 — 296 (!). 10 23. A pril An den K. K. M agistrat zu H all. Da („M orgen früh“ durchgestrichen) heute Abends von hier nach H all eine Kannone nebst („drei“ durchgestrichen) zwei Munitions Wägen von hier ab­ gehen, so ist zu dessen weiterer Beförderung ein Schiff in Bereitschaft zu halten, daß dieser T ran sport alsogleich und ungesäumt nach Kufstein beför­ dert werden könne. 11 (Die folgende Eintragung ist zur Gänze durchgestrichen.) 24. A pril An den K. K. H errn Oberstlieut. v. Reissenfeld und Belagerungs Com ma(n)- dante von Kufstein. Da verm ög der von Euer Hochwohlgebohrn gestern m ir anher gemachten Anzeige, daß die Landes M ilitz Mannschaft, so bei dem Belagerungs Com- m ando in Kufstein annoch zugeteilt in 900 Mann bestehet, so bitte ich Euer W ohlgebohrn m ir schleunigst die Deputirten von der T yroler Landm ilitz Mannschaft bekannt zu machen, dam it ich in Betreff der Verpflegung die gehörige V orsorge alsogleich treffen kann. 12 24. A pril An eine hochlöb. Landes Schutz Depudation alda. Verm ög soeben erhaltener Meldung des die Belagerung Kufstein comman- diren(den) H . Obrstl. Reissenfelds werden hiezu 900 Mann Landm ilitz ver­ wendet. Die mehrern allda vom Landessturm noch befindlich gewesten Bauern sind bereits nach Haus entlassen worden. Eine hochlöb. Landes Schutz Depudation wolle m ir gefälligst sogleich bekannt geben, welcher Schutz Depudirte aldort angestellet und von welchem T ag die dort befindliche Land­ m ilitz ihre Verpflegung erhalten. 13 undatiert An den K. K. Obrstl. v. Reissenfeld. M ir ist es leid, daß ich nicht mehreres Geschütz zur Belagerung abschicken konnte, auch von Salzburg ist kein mehreres anzuhoffen nach der heite er­ haltenen Aüsserung (!) des H . Generalen Legisfeld. Die gestern abgeschickte 6 lb. Kanone nebst 2 Munitions Wägen werden vermutlich heute eintreffen. Die Entlassung der unbewaffneten Bauern ist um so mehr gut geschehen, als die beibehaltenen 900 Mann mit den Ihrigen T ruppen hinlänglich zur Ein­ schließung der Festung sind. Denen 900 Mann Landesverteidigern ist ohn- erachtet der F.M .L. Chasteler den 20. A pril selben die Verpflegung angewie­ sen, von nun an keine mehr zu verabreichen, weilen die hier aufgestellte Schutz D eputation von nun an die Landes Verteidigungs Mannschaft ver­ pflegen wird und unter einstens einen sichern H . v. Stadler aus Schwatz als Schutzdepudierten dahin abschicket. Ich werde dahero auch fernerhin nur mehr für 600 Mann das Brod und 60 H aberportionen auf einen T ag abschicken. Die Reluierung (?) des durch 6 T äg täglich per K o p f V2 lb. Fleisches und durch 2 T äg täglich ein Seitl Weines kann ich nicht bestimmen, sondern ist sich herinfalls an jenen zu halten, der von Seiten des Landes aufgestellet ist, das Gratis Fleisch auszuhauen. Die von Salzburg erhaltenen 20 Verschläg Flintenpatronen, 2 Cent. Scheiben-, 2 Cent. M usquetten-Pulver und 12 Cent. 6 Platten Blei sind eiligst anhero zu schicken und ist nichts mehr dort zu be­ halten, als was zur Belagerung dazu erforderlich ist. Ich gebe Ihnen bekannt, daß die Feunde sich gegen Regensburg ziehen und die H aupt-M acht des Generalissimus anzugreifen; soeben wird mir officiel bekannt gegeben, daß sich die 2003 Mann starke Garnison zu Regensburg ergeben und wir den Feind gegen Ingolstadt zurückgedrücket haben. 14 24. April An das löb. Verpflegsamt allhier. U nterm 21. A pril wurde dem Verpflegsamt bekannt gemacht, alle 4 Tage nach W örgl für das Belagerungs Corps zu Kufstein 4000 Portions Brod und 30 Metzen H aber zu schicken; da nun die Landesvertheidigungs Mannschaft außer der militärischen Verpflegung kom m et, so sind von nun an alle 4 Tage nur mehr 2400 Brodportionen und 30 Metzen H aber abzuschicken. Diese A btransportirung aber muß m it aller Verläßlichkeit geschehen. 15 24. April. An den M agistrat zu Innsbruck. Es veroffenbaret sich, daß die aus dem Zeughaus entfremdete große Waage bei einem sichern Fleischhauer Crem ser auf der Kothlade (!), die dazugehöri­ gen Gewichter aber wieder bei ändern Bürgern aufbewahrt sein sollen. Ein löb. M agistrat wird dahero beauftragt dem benanten Felhauer (?) Krem ser alsogleich aufzutragen diese Waage in das allhiesige Zeughaus abzuliefern und im Fall, daß er selbe gekauft, den darfür ausgelegten Betrag rechtlich zu er­ weisen habe, jenen Bürger aber, bei welchen die Gewichter sein sollen, sorg­ fältig nachzuforschen und zur Abgabe auf gleiche A rt zu verhalten. 16 24. A pril An den U rban Milling, Pulvermacher im Gericht Kitzbichel. A uf sein den 23. dies durch das K. K. Fürst Lam berg lehenbares Pfleggericht anhero geschicktes Erklären, daß er künftig nach allen Kräften sich bestreben werde Saliter und Schwefel zu bekommen, um alsogleich Pulver liefern zu können, wird erwidert, daß er, da er ohnehin schon m it Schwefel versehen ist, den erzeugten Saliter von Joseph Gschwenttner in Ebbs, von W althauser Anckner in W örgl und Joseph A4öhser in Kundl ankaufen kann. W o er so­ dann für den Zentner guten Scheiben Pulver 17 f. R.W . erhält. Auch wird ihm die Bewilligung erteilet aus dem schlechten Saliter Sprengpulver zu ver­ fertigen. 17 24. A pril An ein K. K. Fürst Lam berg lehenbares Pfleggericht. In der Anlage erfolgt die A ntw ort auf das von dem U rban Milling Pulver­ macher im Gericht Kitzbihel anher geschickte Schreiben, welches einer löb. Oberkeit offen übersendet wird, um es dem U rban Milling schleunigst zu bestellen. 18 24. April An H . Marquis von Chasteller. Das Jäger C orps des 9. Battalions und IV 2 Escadron Hohenzoller Chevaux- legers, welche beim Obristleut. T axis com m andirt waren, s^nd den 24. hier eingerückt und setzen ihren Marsch den 25. nach Botzen fort. Da in R eutti ohne Militär die Landes Miliz nur allein stunde und selbe m it dem H. O brist­ leut. T axis keine Com unication hatte über Schongau nach W olfertshausen, so schickte ich eine Com pagnie von Hohenloh-Partenstein nach R eutti, um vereint mit den dort aufgestellten Landescompag(nien) über Füsen, Schongau 7 nach W olfertshausen und auch über Kem pten, Kaufbeuern und soweit es möglich einverständlich m it H. Obristleutenant T axis die Streif-Patroullen zu machen. Beiliegender den 24. in der Frühe m ittelst C ourier von Sr. M ajestät dem Kayser an H. Obristleut. T axis erlaßener Befehl wird meine getroffene Anstalt billigen und Eu. Hochwohlg. geruhen zu befehlen, ob hochdieselbe die abverlangte Übersicht von T yrol einschicken wollen oder ob selbe von mir in Hinsicht des nördlichen, da mir von den westlichen nichts bekannt, Sr. Majestät unterlegt werden solle. Von den erhaltenen Sigeln übermache ich 3 Stück; eines hab ich hier behalten und eines dem M ajor Teim er nach Adlersberg mitgegeben, um die dortigen Cassen unter die Sperr zu nehmen. E r macht die günstigste Schilderung der Vorarlberger und Landgerichts Schreiber Fischer und H aubtm ann Gamel sind bereits dahin ab­ gegangen, um die Bewaffnung so wie in T yrol einzuleiten. Zur Sicherheit und Verm eidung aller Unordnung hat er 2 Com p. Schützen von Landek und Imst mit den 2 obbenannten Com issairen in das Vorarlbergische äbgeschickt, welchen er auch ein von ihm sehr scharf verfaßtes Memoriale mitgegeben. Die O rganisirung der Landes Miliz ist bereits in bestem Gang und läßt sich ver­ muten, daß die Battalions fast durchgehends m it lauter Freiwilligen errichtet werden können. Den 25. fängt die Beschießung bei Kufstein, welches keinerdings eine Capi- tulation annehmen will. Ich habe die 6 lb.ner französische Canone mit aller vorrötigen Stückmunition dahin noch abgeschicket. Mittelst einer Anzeige des H errn von Dobrow a wurde entdecket, daß der bayrischen Kriegscassa und Com m issariats Schriften des Kriegscom m issar Berg beim Ongonia und M artin Tschurschenthaler verborgen seien. Nach genauer und strenger U nter­ suchung fand ich in Schriften und Cassa über 9000 f., welche ich dem H errn Kreisintendanten von Trentignalia übergab. An den angeordneten Ver- schanzungen wird bereits zu bauen angefangen, da uns aber dazu allhier an Geld mangelt, so habe ich nach Brixen an den H errn Intendanten des Eisack Kreises geschrieben, daß er das vorrätige Geld anher überschicken soll. Ober- lieut. von Gum m er von der Artellerie ist soeben eingerücket und wird mor-. gen das Zeughaus übernehmen. 19 25. A pril An den K. K. H errn Obristleut. v. Reissenfeld, Com m andanten zu Kufstein. Ein am 21. dies erlittener Unfall zwang den F.M .L. H iller bis A ltoetting und F.M .L. Jellachitz von München sich bis gegen Rosenheim hinter den Inn zurückzuziehen, und wenn nicht diese Lage sich in Bälde zu unsern Gunsten, wie ich hoffe, sich wenden wird, so gebe ich Euer W ohlgeborn zur Beneh- mung der vorsichtigen Maaßreglen bekannt. 20 25. A pril An das Schloß Petersberg bei Silz und Landeck. Die untern 20. A pril in beide Depositoria und zwar in jedes abgeschickten 19200 Flint(en) Patronen, 50 lb. Scheiben und 100 lb. Musketten Pulver, 200 lb. Blatten Blei, 500 Stück Flinten Steiner und 100 Stück Gewehr wird M ajor Teim er, der dies übernohmen, richtig übergeben haben. Wann dieser V orrat nicht erklecklich zu sein erachtet wird oder wenn selber zu stark ab- gefasset wird, so ist immer um Abfassung der Munition anhero zu schicken. Petersberg unterstützet mit der Munition die Pässe bei R eutti, Gaist und Erwald, Landeck die Pässe gegen Arlberg, Graubinden und Engadin. 21 26. A pril An das löb. K. K. M ilitair Com m ando zu Hall. Das K. K. Militair Com m ando von H all hat beiliegenden Revers vom H errn Leutenant Merckel vom Battaillion Bernclau unterschreiben zu lassen und anhero zu senden. 22 26. A pril An den löb. M agistrat zu Hall. Da heute von hier M unition nach Kufstein geschicket wird und diese von Innsbruck bis H all auf Wägen transportiert wird, so wird ein löb. M agistrat ersuchet ein Schiff in Bereitschaft zu halten, dam it selbe aufs Schleunigste nach Kufstein kann befördert werden. 23 26. A pril An das löb. K. K. Artillerie Depots Com m ando zu Salzburg. Indem mir von allen Seiten um Munition Anfragen gemacht werden und ich an mehreren gänzlichen Mangel habe, so wird das löb. Munitions D epot Com m ando hiemit ersucht, nachfolgende M unitionssorten in aller Eile bei Tag und Nacht anhero zu schicken. Selbst der H .F.M .L. Chasteler bezieht seine M unitionen von hier und es kann ohne schwere V erantw ortung, welche auf den Munitions D epot Com m ando fallen muß, gezögert werden diese verlangte Munition anhero zu schicken. Man bittet also um: 30 Verschläg scharfe Patronen, 10 Center Scheiben-Pulver, 8 Cent. M usquetten-Pulver, 8 Cent. Spreng-Pulver für Verschanzungen, 10000 Flintensteine, sodann um Munition für 2— 7 lb. H aubitzen und 3 und 6 lb.ige Kartatschen und Kugel- Patronen und zwar soviel, daß die Belagerung von Kufstein m it denselben heftig betrieben werden könne, welches wie oben gesagt, ehestens erwartet wird. 24 26. April, An Herren Obristlieutenant von Reissenfeis in Kufstein. abends um Aus dem hier in Copia beiliegenden Bericht des Schutzdeputierten Azwanger 9 Uhr von Ratenberg ersehen Plochselben, daß sich mehrere Franzosen bei T oelz in Achenthal hätten sehen lassen. E. wollen sogleich einiges Militair dahin ab­ schicken und den Grund der Sache untersuchen lassen. Sollte was in der Sache sein, so wäre dieses T al mit der bereits dahin marschierten M ilitz und selbst auch m it dem Landessturm einverständlich m it dem M ilitair zu behaubten. Die Strassen, welche sehr leicht zu ruinieren sein sollen, inpracticabel zu machen. Solte diese Meldung aber ungegründet sein, so ist über eins oder das andere die Meldung anhero zu machen. 25 27. A pril An eine hochlöb. tyrolische landschaftliche Schutz Deputation. A uf das gestern vom Pflegs A m t Petersberg durch die hochlöb. tyrolische Landschaft anher beförderte Gesuch um mehrer Munition und Gewehre wird erwiedert, daß, da das Schloß Petersberg bereits schon 38400 scharfe Patronen, 150 lb. Scheiben und 100 lb. Mußketten Pulver, 3 Centner Blei, 700 Stück Flintensteiner, 400 Stück Gewehr abgefaßet hat, man glauben sollte, daß die dahin angewiesenen Gerichter nicht nur mit der Munition, sondern auch vo r­ züglich m it Gewehren versehen sein sollten, da diese Gerichte so viele bai­ rische und französische Gewehre erobert haben und das Proklam a vom 17. d. nur die überflüssigen Gewehre abzuliefern anordnet, wodurch jeder zur Militz geeignete Mann sich vorzüglich m it einem eigenem Gewehr zu ver­ sehen verbunden ist. Man ersuchet dahero angelegenst hier auch feste H and 9 zu halten, damit jene, welche Gewehr erobert, nun die mehrern und keiner- dings auch jenes, welches für seinen eigenen Gebrauch zu Verteidigung des Vaterlandes notwendig, gegen Bezahlung in das alhiesige Zeughaus abzulie­ fern. Auch wolle die baldige Einschickung der verm ög Organisierungs Pro- tocoll zu errichteten Landes M ilitz anbefohlenen Eingaben betrieben werden, um diesen Gegenstand in die Ordnung bringen zu können. 26 27. April Hochlöb. tyrolische landschaftliche Schutz Depudation. In Betreff des von dem Schutzdepudirten A nton Azwanger von Rattenberg durch die löb. tyrolische Landschaft anher übermachte Anzeige, daß sich bei T ölz ein C orps Franzosen sehen ließ, als auch daß er Geschütz und k. k. M ilitair bei der so fahrbaren Strassen in Aachental benötige, erwiedere ich, daß sich benannter Schutz Depudirter A nton Azwanger an den Obristleut. und Belagerungs Com m andanten der Festung Kufstein Baron von Reissen­ feld sich wenden solle, der in Rücksicht dessen schon von einem K. K. Mili­ tair General Com m ando die gehörige Instruction erhalten und die Landm ilitz Com pagnien nach K räften unterstützen wird. In allen vorkom m enden Fäl­ len haben sich Anführer der Landes Militz, welche in dem Achental und ge­ gen das Salzburgische aufgestellet sind, an benannten H . Obristlieutenant zu verwenden, wie es einer löbl. Schutzdeputation bereits unter dem 25. dieses bekannt gegeben wurde. 27 28. April, An den H .F.M .L. und Com mandierenden des 8. Armee Corps Chasteler zu abends um T r i e n t . 9 Uhr ][)ie Deputierten der Landschaft haben mir beiliegendes Schreiben an Hoch­ selbe m it der Bitte unterlegt ihren Wunsch möglichst zu unterstützen. Die verschiedenen hier einlaufenden wiedrigen Nachrichten verursachen hier all­ gemeine Furcht und das Land hat erkläret, sich öffentlich eher an den G rän­ zen zu sterben, als die Feinde in das Land tringen zu lassen, nur wünschen sie ansehnliche U nterstützung von M ilitair, Proviantierung, Geschütz, M uni­ tion und Geld, von welchen Gegenständen das Land ganz zu einer ernsthaf­ ten Verteidigung entblösset ist. Verm ög den Nachrichten des F.M .L. Hiller, welche ein Courier E. überbrachte, habe ich einverständlich mit der Schutz­ deputation beiliegende Einteilung der Landes M ilitz an den Grenzen veran­ lasset und stehen in den Pässen gegen Reitti und Scharnitz Obristliet. Taxis (?) m it seinen wenigen Truppen und M ajor Seppenberg mit 4 Com pagnien H ohenloo m it zwei 3 lb. Canonen. Die Belagerung Kufstein wird zwar noch fortgesezet, ich gab aber dem Obi. Reisenfeld den Befelch bei sich zei­ gender mehrerer Gefahr selbe aufzugeben, die Festung mit der Landes Militz ploquiert zu halten und seine T ruppen auf den verschiedenen Pässen vorzüg­ lich in das Achental mit dem brauchbaren Geschütz einzuteilen. Ich habe den Lieutenant (?) der Landesm ilitz Pfeifersberg (?) den 26. zu F.M .L. Jellaschitz als Courier abgeschickt, traf aber selben nicht mehr in (H?)erenheim an und kam ohne die Depechen abzugeben anhier zurück; ich schickte ihn heit frühe gleich wieder nach seinen zu (2 W orte?) nach Traunstein und T itm onig ab, alwo benannter F.M .L. verm ög dem Schreiben des F.M .L. H iller aufgestellet sein soll, um mit ihm in einer steten Verbindung bleiben zu können. Über die schon in früheren Berichten bemerkten Puncto wollen E. mir die bestimmten Verhaltungsbefehle gefälligst erteilen. 28 10 29. A pril An den K. K. H errn Obristleutenant und Com m andanten der Belagerung 8 Uhr früh Kufstein Baron von Reissenfeis. Auf dero wiederholte Vorstellung, daß die Festung Kufstein durch die ohne­ hin unwirksame Beschiessung zur Übergabe nicht bezwungen wird und bei einem feindlichen Einbruch wegen der beschwerlichen A bführung des Ge­ schützes die gewisse Gefahr dasselbe zu verlieren obwaltet, so haben dieselbe nach Em pfang dessen die Beschiessung aufzuheben, Kufstein aber so eng als möglich m it der Landes Militz und mit dem dazu höchst notwendigen M ili­ tair zu blockieren und alle mögliche Vorkehrung zu treffen, daß der ein­ gesperrten Garnison jede Com m unication und Zubringung der Lebensmittel gesperret und selbe bei einem etwan zu unternehmenden Ausfall sicher zu­ rückgewiesen werde. Von dem beihabenden Geschütz m it der dazugehörigen M unition und Personale behalten dieselbe so viel als dieselbe zur V ertei­ digung der ihnen anvertrauten Paßen benötigen, das Ü brige — besonders der Artellerie C orporal und 2 Cannonier so zu Hohenloch gehören — ist so­ gleich anhero und nicht nach Salzburg zu schicken. Die Verzeichnis wie viel Geschütz sie behalten und wo selbes aufgestellt wird, und wieviel sie an G e­ schütz, Munition und Personale anhero schicken und bis wann es hier ein- treffen kann, gewärtige ich baldigst. Der H err H auptm ann Samchiz wird Euer W ohlgeborn ad latus beigegeben, um selben nach Erfordernis bei der Plocade oder zur Erbau- und H erstellung der notwendigen Schantzen ver­ wenden zu können. M it M unition kann ich Euer W ohlgeborn dermalen nicht unterstützen, weilen ich gänzlich daran aufliege; ich erwarte aber selbes ehe­ stens von Salzburg und Wien und habe vom letztem ddo. 21. d. die schleu­ nigste Überschickung zugesichert. Der Landessturm ist nur im dringenden Fall anzufordern; diesen sowohl als die Landes Militz kann ich im erforder­ lichen Fall m it etwas Gewehr unterstützen, jedoch müssen von ihren A n­ führern die Quittungen hierieber ausgestellet und hier abgeholet werden. 29 29. A pril An die Landes Schutz Deputation. D am it die in den verschiedenen Päßen aufgestellte Schützen und Landes Miliz Com p(anien) an den höchst notwendigen Lebensmitteln als Brod, Wein, Bier und Brandwein nicht aufliegen und um diese abzuholen nicht immer darnach Hause zu laufen gezwungen werden, wird eine löb. Schutz D eputation ver­ läßliche Leute aufzum untern freundschaftlichst ersucht, daß selbe als Mar- ketänder in die einer löb. Schutz D eputation bekannten und von Truppen besezten Päßen unverzüglich abgehen, welchen sodann ein Zeugnis als auf- genohmener M arketänder von der Schutzdeputation ausgestellt und von mir bestätigt werden wird. (Hiezu steht am Rande:) „In die Scharnitz bereits aufgenohmener M arketän­ der P. Schonner (der N am e ist durchgestrichen) den 29. A pril M artin W ölfel nach Scharniz ,, ,, ,, Alois Oetl „ ,, den 3. Mai M aria Moll „ 4. „ Andreas Greul nach die Grenzen von Schwaz und Achental „ 4. „ Joh. Preu Übrigens muß ich noch angelegenst ersuchen, daß die in den Schanzen auf­ gestellten Bauaufseher m it dem erforderlichen Geld unterstüzet werden, da­ 11 mit die so höchst notwendig und möglichst geschwind zu betreibende Arbeit nicht ins Stocken geraten. 30 29. April An den K. K. H errn Obst. B. von T axis zu Mittenwald. Aus dero Bericht vom 28. dieses sowie aus jenem des Obstl. v. Reisenfels wird einstimmig entnommen, daß in der ganzen vorliegenden Gegend weder feindliche noch kais. T ruppen zu sehen seien, dessen ohngeachtet kann die erforderliche Vorsicht und Betreibung der Schanzarbeit in dem ganzen D istrict nicht genug anempfohlen werden. Die bei den Schanzen auf gestellten Aufseher werden aus den hiesigen Kassen m it Geld nach Möglichkeit unter­ stützet, an welche also dieselben anzuweisen sind; auch ist den Aufsehern der den Taglöhnern von der Landschaft bestimm te Taglohn bekannt; was die Verpflegung der T yroler Landes Schützen betrifft, hat die alhiesige Schutz- depudation den auswärts aufgestellten Schutzdepudirten bereits die Weisung hieneber erlassen. V erm ög der Meldung des H . Oberleut. Chenach von Hochenloch ist dessen Com pagnie mit dem Zug von Hochenloch und Che- vaux legers nach Füssen auf dero Anordnung machiret. Ich vermute, daß selbe wohl inform iret ist wachsam zu sein, um bei zunehmender Gefahr die angewiesenen Schanzen besetzen zu können. Verm ög Meldung des M ajor Teim ers vom 26. dies aus Meran ist selber bereits nach Reitte abgegangen und wird an Euer W ohlgeboren angewiesen. Die beiliegende Meldung des Capitain Leutenant Sailer wollen der H err Obristleutenant genau untersuchen und mir herieber umständlichen Bericht und Gutachten erteilen. Die einmal Vor­ gefundene eroberte bayrische 6 lb. Kanone m it der wenigen vorhandenen Munition wird m orgen von hier nach Scharnitz abgeschicket. Dem Ü ber­ bringer ist alles ordentlich abzuquittiren und für die wirksame Aufstellung der Kanone zu sorgen. Diese muß insolang von den beiden 3 lb. vorhandenen Kanoniers bedienet werden, bis die ändern Kanoniers von Kufstein — die be­ reits abgerüsten — einrücken, weilen die Beschiessung Kufsteins ein(st)weilen eingestellt ist. Da ich von dorten mehreres Geschütz zyirückerwarte, so wol­ len m ir Euer W ohlgeboren baldigst bekannt geben wieviel und von welcher G attung Geschütz dieselben zur Verteidigung ihrer unterhabenden Schanzen benötigen. Soeben lauft die Meldung des Bauern (?) M ajor Sieberer aus K u f­ stein hier ein, daß einige Tausend Franzosen gestern abends in Fischbach eingerückt seien, welche vermutlich Kufstein entsezen wollen. Ich gebe dieses zur aufmerksamen Darnachachtung bekannt. 31 29. April, An den Obristleutenant Baron von Taxis. abends Euer Hochwohlgeboren benehmen sich ganz gut das feindliche Gebiet erst 7 Uhr dann zu verlassen, wenn die Notw endigkeit die Besetzung der Päße erfordert, jedoch muß allen Com m andanten die genauiste Wachsamkeit anempfohlen werden, da man ohnehin hier zu Land mit den notwendigen Vivers sehr schwer aufkom m t. Den H. Kreis Intendanten von Trentignalia ist bereits der A uftrag gegeben worden die umliegenden Ortschaften aufzufordern die mit Schützen besetzten Päße mit Vivers zu versehen. Zu diesem Ende sind auch bereits schon die zwei M arquetenter Martin Wolfl, Alois Oetl für die Scharnitz aufgenommen und mit Päßen versehen worden. Von diesen kann auch ein oder der Andere in die Luitasch bestimmet werden. In der D ispo­ sition ist Seefeld aufzuführen vergessen worden und mir war nur bewußt, 12 daß dieselben eine Com pagnie Salzburger Jäger bei sich haben; es kommen also von denen in Scharnitz aufgestellten 6 kaiserl. und 8 Landm ilitz C om ­ pagnien zu Seefeld die erforderliche Reserve aufzustellen. Hochselbe aber können sich allerdings in Seefeld bei der Reserve aufhalten, um näher und leichter ihre Dispositionen aller Orten hinzuschicken. Der Landes Intendant von Trentignalia versichert mich bei seiner Ehre, das erforderliche Schantz- zeug und die Bergknappen m ittelst Staffetten dem M agistrat von H all auf­ getragen zu haben unverziglich dahin abzuschicken; m it den arbeitenden Schützen ist ohne Anstand die Arbeit in A cord zu geben, jedoch die m ög­ lichste Wirtschaft hiebei ohne die Arbeit ins Stocken zu bringen zu beobach­ ten. Auch wird zuverläßl’ch bis Morgen als den 30. spätestens abends 3000 f. einsweilen überschicket werden. Die von den Gerichten ernennten Anführer der Com pagnien gebe ich denselben in der Anlage bekannt. 32 30. April An ein löb. Verpflegsam t zu Innsbruck. Verm ög Befehl Seiner Excellenz des H .F.M .L. und Com m andanten des 8. Armee K orps Marquis von Chasteler hat das M ilitair Com m ando also­ gleich die schleunigsten Maßregeln zu treffen, daß bis 2. Mai früh 20000 Brod Rationen, 1000 Metzen H aaber oder in dessen Erm anglung kann auch ein Teil anstatt in K orn zur Fourage abgegeben werden, dann 1000 Zenten Hei in 10 lb. Portiones eemäß und sicher in das k. k. M agazin geh’efert werden können. D as löb. Verpflegsamt hat also die schleunigsten Maßregeln zu treffen, daß auf den bestimmten T ag als den 2. Mai die 20000 Brodportiones, 1000 Metzen H aber oder in dessen Erm anglung ein K orn zur Fourage nebst 1000 Zenten Heu in 10 lb. Rationes zur Abgabe an die Truppen bereit seien und auch in Zukunft d;e täglichen 3000 Brodportiones zur Ablieferung v o r­ handen seien. Das löb. Verpflegsamt hat also m it den übrigen in cont’nenz stehenden Stationen die gehörige Repartion zu machen und für gewiße Ein­ lieferung zu sorgen, w ofür zu seiner Zeit die sichere und gewiße Vergütung versprochen wird. 33 1.M ai An ein löb. Stadtgericht zu Sterzing. Soeben erhält man die zuverläßige Nachricht, daß sich aldorten eine bayrische 3 lb.ner Kanone befinde. Das löb. Stadtgericht erhält also hiemit den streng­ sten A uftrag bei größter V erantw ortung diese 3 lb.ner Kanone gegen Re- cepisse und zu seiner Zeit erhaltenden Vergütung alsogleich an das k. k. Artellerie Zeughaus ungesäumt anhero zu liefern. 34 2. Mai An den H . D oubroa (?) k. k. H auptm . von Depo. Die erforderlichen Aufseher zur Betreibung der Schanzarbeit können aller­ dings von den U nteroffizier von M ilitair gegen Zulage von 10 kr. um bessere Beschleunigung der Arbeit genommen werden. Dem nach Baiern abzu­ schickenden Com m ando zur Eintreibung der Arbeiter und Fuhren kann keine Zulage bestimm et werden, sondern Euer W ohlgeborn wollen besorget sein dieses Com m ando auf eine andere A rt zu detamougieren. Die empfangenen 3000 f. sind a conto diarii (?) zu verrechnen; m it mehrer Munition und Kanoniers konnte ich selbe nicht dotieren, weilen ich keinen ändern V orrat habe und da Hohenloch hier einrücket und seine Kanoniers m itnim m t, so werde ich mit den hier erwartenden H . Artellerie H auptm ann Sartori spre- 13 chen, daß er die erforderliche Munition und Kanoniers zur D otierung des dort aufgestellten 6 lb.ners unverzüglich besorgen. 35 3. Mai An die M archstation zu Innsbruck. Dasselbe hat alsogleich auf Befehl seiner Excellenz des H .F.M .L.M . von Cha- steler die Pferde, so sich in den Esselställen befinden auszuquartieren, die Ställe gänzlich zu räumen und für die Pferde des H. R ittm eisters von H ilm er andere Ställe anzuweisen. 36 7. Mai An den H . Oberstl. von Göldling des 9. Jäger Baittaillions. Verm ög Befehl des H .F.M .L. und des 8. Armee C orps Kom m andanten M ar­ quis von Chastellr werden gesamte sich selbst rancionirte Jäger bei dero unterhabenden Battaillion solange zur Dienstleistung zugeteilet bis selbes vollkom m en com plet ist, wo sodann erst diese zugeteilten Jäger zu ihren eigentlichen B atta’llions nach und nach und zwar von einem Armee Corps zum ändern abzusclrcken kommen. V erm ög diesen Befehl werden dahero — (leerer Platz, wohl für eine Zahl) m ittelst der Revisionslisten überschicket. 37 7. Mai An das Devoux Infanterie Regim ents Com m ando. Verm ög ausdrücklichen Befehl des H .F.M .L. und 8. Armee C orps Com man- danten M arquis Chasteler werden gesamte sich selbst Rancionirte dem R egi­ ment mit der Revisionsliste zu dem Ende zu^esch’cket, daß selbe insolange da Dienst tun, bis selbe bei vorkom m ender Gelegenheit vom 6. Armee Corps zum 5. und so weiters bis zu jenen C orps, wo ihre Regim enter eingeteilet sind nach und nach ab^eschicket werden können. (Dazu durchgestrichen: „wodurch die Mannschaft nicht unnütz herum “ .) 38 8. Mai An den H . Obristl. v. Göldling des 9. Jäger Battaillions. Der anverlan°;te Fourier Fridolin gehet morgen Früh m it March (EscP)otte und Revisionsliste zum Battalion ab; a conto der Mai Gage hat derselbe 8 f. empfangen. 39 9. Mai An den H errn Obristleut. v. Göldling des 9. Jäger Battaillions. H ierm it hab ich die Ehre zu berichten, daß morgen 11 Mann Jäger von ver­ schiedenen Battaillions von hier zu dero unterhabenden Battaillion zur Dienstleistung m it die beifoleenden Revisionslisten abgehen werden und ist sich nach dem Befehl des H .F.M .L. und des 8. Armee C orps Com m andanten M arquis v. Chasteler de dato 7. Mai 1809 die selbst rancionirten Jäger be­ treffend zu benehmen. 40 10. Mai Adresse wie oben. Da Morgen neuerdings ein T ransport von 14 Mann selbst rancionirten Jägers von verschiedenen Bataillons zu dero unterhabenden Com m ando ab­ gehen und sich so wie in den schon angezeigten Befehl des H errn Feldmar- schal-Leut. und 8. Armee Corps Com m andanten M arquis v. Chasteler de dato H auptquartier Innsbruck den 7. Mai die rancionirten Jagers betreffend zu verhalten, so wird Euer Hochwohlgeboren hiermit die gehörige Anzeige gemacht. 41 11. Mai Adresse wie oben. Mit den 287 Mann rancionirten Jägern die von hier m orgen zu Euer W ohl­ geboren Com m ando abgehen, hat es die nämliche Bewandtnis wie schon vo r­ her in Betreff der rancionirten Jäger angezeigt worden ist. 42 • undatiert Adresse wie oben. 18 Mann rancionirte Jäger gehen heute zu dero unterhabenden Com m ando ab, welches hiermit geziemend gemeldet wird. K. K. Platz Com m ando allda. 43 18. Juni An den K. K. General M ajor und Com m andirenden in T yrol Freiherrn v. Buol. Die vom Theater D irector Roßi auf Befehl des k. k. Intendanten Baron v. H orm ayr eingekauften Gewehre und Leder Sorten werden verm ög weitern Befehl des erwähnten k. k. Intendanten in 3 Küsten Euer Hochwohlgeboren gehorsamst m ittelst gegenwärtigen T ransport nebst Specification der Gewehr und Leder Sorten Übermacht, wo der Theater D irector Roßi seine unter- thenigste Bitte um Recipissirung derselben beifüget. 44 II. Heft 19. A pril An Joseph v. Stolz, Schuzdeputierter. Joseph v. Stolz, Schuzdeputierter von der Landschaft, wohnhaft auf dem Schönberg, wird beauftragt die Befestigungen auf dem Brener und Lueg nach Möglichkeit zu betreiben und m ir alle Wochen zweimal die Meldung hievon zu erstatten. 1 20. A pril An das hohe K. K. H of Kriegsroth. A uf Befehl Sr. Kais. H oheit des Generalissimus wurde Unterzeichneter vom 5. Armee C orps zu Sr. Kais. H oheit den Erzherzog Johann abgeschickt und von Hochselben zur Organisirung der Tiroler Landm ilitz an den H .F.M .L. Marq. Chasteler angewiesen und zugleich als Stadt und des Ober- und Unter- Inntaler Kreises Com andant ernannt. Im hiesigen Spital sind gegenwärtig 174 Kranke von baierischen französischen und k. k. T ruppen unter dern Aufsicht eines bayerischen Regiments-, 4 Ober- Ärzten und einen Praticanten übernommen worden. Zu Krankenw ärtern wurden von den hiesigen Gefangenen bestim m t und die Medicin wird bisher aus der bürgerlichen Apotheke genommen; die Verpflegung der Kranken und die Spitalswäsch aber nach der bayerischen Einrichtung erhalten (?). Zur A u f­ sicht und Führung der Spital Rechnung ist ein Offizier von der T iroler Land­ m iliz bestim m t worden. Den Regim ents Ärzten habe ich monatlich 20 f., den Ober Ärzten 15 Gulden und den Praticanten aber nichts als Bezahlung an­ gewiesen. In der Garnison zu Innsbruck ist gegenwärtig nichts als ein durch Detache­ ments sehr geschwächtes Battallion von Hohenlohe Bartenstein, von welchen 1 Officier ins Transporthaus, 1 bei der Cassa und 1 im Zeughaus com andirt 15 ist und dieses Battallion hat auch nach vorkom m enden Um ständen ander- wärtige Bestim mung. Als Platz H auptm ann ist der m it H auptm anns C aracter ausgetretene Bar. Lochau, als Platz Lieutenant der m it Oberlieut. Caracter ausgetretene Oberlieut. Pfanzelter, beide verdienstvolle und vom Lande ge­ schätzte Männer; als Stabs Profoss ist ein erfahrener bei der hiesigen Policei m it 12 f. Gehalt angestellt gewester Joh. Bata von dem H .F.M .L. M arq. Cha- steler ernannt worden. Bisher ist noch in Betreff der Verpflegung der Gefangenen noch keine V er­ ordnung von dem 8. Armee Corps angelangt, dahero ich über diesen nichts bestimmen kann. In dieser Lage der U m stände findet sich Endesunterzeich­ neter gezwungen sich an einen hohen K. K. H ofkriegsrath bittlich zu ver­ wenden die Verpflegung der Gefangenen unaufhaltsam bestimmen zu wollen, auch das erforderliche ärztliche Personale, Instrumenten, Medicin, Kranken­ wärter und Spitals Com andanten anhero zu beordern und über die den R egi­ ments- und O ber-Ärzten bezahlten Gagen sowohl die hohe Bewilligung zu erteilen als ihren eigentlichen Gehalt im Fall ihrer weitern Anstellung gnä­ digst zu bestimmen. Da hier eine H aupt Station ist, in welcher Werbung, Durchmärsche, T ran s­ porte, Gelder Anweisungen, häufige Arestanten Verpflegungen und verschie­ dene Gegenstände täglich vorfallen, so wird um die baldigste Anherbeor­ derung eines comissarialischen Cassa- und Verpflegs-Beamten, dann um einen A uditor und einen Artillerie Officier m it dem erforderlichen Personale ins Zeughaus, sodann um einen Officier ins Transporthaus gebeten. Auch frage ich mich hiemit gehorsamst an, was dem hier als Platz H au p t­ mann angestellten H errn Bar. Lochau und als Platz Oberlieutenant Pfanzel­ ter an monatlicher Gage angewiesen werden kann und was dem Stabspro- foßen über seinen von der Policei beziehenden Gehalt von vermutlich 12 G ul­ den für Zulage erteilt werden kann und wer die Executions U nkosten an Eisen u.s.w. zu tragen habe und ob selbe in Wiener W ährung zu zahlen sein. 2 20. April An das K. K. Artillerie D epot Com ando zu Salzburg. Sogleich nach Em pfang dieses wolle das löbl. Artillerie D epot Com ando 100.000 Flinten-Patronen, 10 bis 15 Centner Scheiben und 4 Centner Mus- queten Pulver und 10 Platten Blei unverzüglich m ittelst Vorspann und unter Bedeckung hierher schicken, indem die unzählige Menge Schützen, die sich hier im Lande befinden, ganz von Munition entblößt ist und sich wegen derselben täglich dringend angefragt wird. 3 20. April An das hiesige K. K. Vorspans Com isariat. Die Um stände können es erforderlich machen, daß zur Belagerung von K u f­ stein Artillerie abgeführt werden muß. Selbes hat dahero 20 angeschirrte Pferde dergestalt in Bereitschaft zu setzen, daß selbe auf jeweiliges A nverlan­ gen bald möglichst verabfolgt werden können. 4 20. April An den K. K. Stadt M agistrat allhier. Da verm ög R ap p ort der Zeughauswacht alle W achtrequisiten zerschlagen und in unbrauchbaren Stand gesezt sind, so wird hiemit ein löblicher Stadtm agi­ strat angewiesen schleunigst die Verfügung zu treffen, daß obgedachte R e­ quisiten wieder in brauchbaren Stand hergestelt werden. 5 16 20. A pril An den M arkt Mittewald. Dem M arkt M ittewald wird aufgetragen nieman(d), der nicht Anspruch hat und sich m it einer Marchroutte ausweisen kann, ein V orspann abzureichen, damit der M arkt im m er m it Vorspann versehen bleibe, um auf alle Fälle das nötige M ilitair expediren zu können. 6 21. A pril An den K. K. H errn Feldmarschallieutenant und des 8. Armee C orps Com an- direnden M arq. v. Chasteler. Ich ermangle nicht Euer Hochgeboren gehorsamst zu berichten, daß gestern N achm ittag in Betreff der Landwehr Organisirung die erste Cession gehalten worden ist, bei welcher sowohl die Aushebung der Freiwilligen und Com plet- tirung deren Com pagnien im Falle sich deren nicht hinlänglich befänden und die für die Mannschaft bestimm te Löhnung, welche für den Gemeinen auf 30 kr., für den C orporal auf 36 und für den Feldwebel 42 kr. in Rück­ sicht der ehemahls bestandenen Lohnungstaxe, als auch die Schutzdeputirten im Innkreis bestim m t worden sind; sobald die ganze Com ission abgeschlossen sein wird, wird auch das ganze Protocoll eingeschickt worden. (Der folgende A bsatz ist durchgestrichen: „D em H . Artillerielieut. Jirersky sind gegen vorgezeigten Empfangsschein ein gedeckter und ein ungedeckter bayerischer Roßwagen von einer Sattlers Witwe eingeliefert worden; es wird sich hiemit angefragt wieviel für selbe zu bezahlen sei“ . D afü r wurde der fol­ gende Satz, der am Rande steht, eingesetzt.) Indem täglich mehr von dem Eroberten eingeliefert wird und in Hinsicht deren Munitionswagen in dem betreffenden Proclam keine Erwähnung ge- geschehen ist, so frage ich mich hiemit an, was für denselben bezahlt werden darf. Indem an Schützen Munition hier gänzlicher M ansei ist, so habe ich der­ selben von Salzburg verschrieben. Die angewiesene M unition habe ich bereits ausgeteilt. A uf unvorgesehene Fälle schicke ich Euer Hochgebohren m it einem Com andanten 38400 Flintenpatronen (und) 2000 Flintensteine nach Brixen, sowie gestern 300 Stück Gewehr ebenfalls dahin befördert worden sind. Auch sind ins Petersberger Schloß 100 Gewehr und ins Landecker 150 geschickt worden. 'i V on allen Gerichten werden m ir mehr Gewehr verlangt als ich auszuteilen im stande bin; ich glaube aber den Zweck recht zu verstehen (?) wenn ich jene, die eingeliefert sind worden, allen Gemeinden verhältnismäßig verteile. Morgen als den 22sten werde ich die 8— 7 lb.igen (?) H aubitzen nebst dem hier com andirten Artillerie Corporalen nach Kufstein abschicken, der 6 lb.er ( — Sechspfünder) nebst seiner M unition ist nach Angabe des besagten C o r­ poral unbrauchbar. D er K. bayerische H . Obrist D itfort ist gestern an seinen W unden gestorben und wird heute m it allen militärischen Ehren begraben werden. Aus den Beilagen (diese fehlen!) erhalten Euer Hochgeboren die Bitten einiger Gemeinden um Salz. D a Sie nun mehreren die Bewilligung hierzu gegeben haben, so frage ich mich hiemit an, ob ich denen im Betreff dieses zukom ­ menden Eingaben ohne weitere Anfrage hinführo Genüge leisten kann? V on dem Policei Com issair allhier sind 2 Fäßer Salz und 1 Faß Brandwein confiscirt worden; es wolle das hohe Armee Com ando bestimmen, was m it denselben geschehen soll. 7 17 21. April An den K. K. H errn Feld-Marschal-Lieut. von Jellachich. Die Belagerung von Kufstein wird eifrig fortgesetzt. D er H . H auptm ann Bar. Somschitz vom Ingenieur Corps hat gestern schon die Tranchen geöffnet und Batterien errichtet. Der Festungs C om andant scheint sich hartnäckig verteidigen zu wollen und da sich von Reiti aus bishero keine Gefahr zeigt, schicke ich morgen früh 2 hier liegende 7 lb. H aubitzen erobertes Geschütz dem H . Oberstlieut. v. Reissenfeis zu Betreibung der Belagerung zu. Der H . Feldmarschallieut. M arq. Chasteler ist den 20sten früh von hier nach Botzen abgereist, von wo er gegen Trient vorzurücken und den Feind allda anzugreifen gedenkt. Den Ausgang wird er m ir soeleich zu wißen machen, da ich sodann nicht ermangeln werde Euer Hochwohlgeboren denselben m it­ zuteilen. Dagegen bitte ich umsomehr um die gütige M itteilung deren Vor- gefallenheiten bei Ihrem unterhabenden C orps, da ich gegenwärtig nur wenige Truppen habe und ganz von Geschütz entblößt bin. In den Beilagen erhalten Euer Hochwohlgeboren 5 Exem plare der Inspruker Zeitung die Ein­ nahme von T irol m it allen Detaillen betreffend. 8 21. A pril An das K. K. M ilitair Com ando in Reiti. Von der Landschaft ist die Anzeige gemacht worden, daß von hier 8 Ver- schläge mit den Buchstaben I— A bezeichnet m ittelst den bayerischen D epot abgeschickt worden. Diese 8 Verschläge und vielleicht das baierische D epot selbst sollen in Kem pten aufbewahret sein. In dem die Patrollen bis gegen Kem pten streifen, so ist die Untersuchung; und Uebernehmung dieser 8 Verschlafe, in welchen landesfürstliche Archiv Schriften enthalten sind, mit aller möglichen Vorsicht zu veranlassen und sind selbe sodann anhero zu schicken. 9 22. A pril An eine löbl. K. K. T iroler Landschaft Schutz D eputation allhier. Zur Belagerung von Kufstein wären Doppelhacken sehr notwendig. Die löbl. T iroler Landschaft Schutz Deputation würde in Gemäßheit dessen ersucht soviel deren aufzubringen zu suchen, als es immer möglich ist und mir selbe sodann hieher zu schicken, damit ich sie alsogleich nach Kufstein befördern kann. 10 23. A pril An den K. K. H erren Oberstlieuteriant Bar. Taxis. Aus Euer Hochwohlgeboren Meldung vom 22. dieses an den H .F.M .L. Marq. Chasteler habe ich ersehen, daß sich der Feind von Landsberg und Schongau zurück gezogen haben soll, und wundere mich daher sehr, daß die Com m uni- cation von Ihnen m it Reitti noch nicht eröffnet sein sollte. Dieses wurde mir auch von Reitti aus bestätigt, in dem mehrere von hier an Euer Hochwohl­ geboren zugeschickte StafTetten dorten liegen geblieben sind. Dieselben wollen sich also diese Com m unication m ittelst Patrollien und kleine Detachements zu eröffnen suchen im Falle es noch nicht geschehen wäre. Das Landes Ver- teidigungs Com ando erhält unter einen den Befehl gegen Ihnen solange strei­ fen zu lassen, bis man Ihre Patrollen antreffe. Ich erwarte heute die Ankunft der angesagten V2 Escadron H ohenzollern Ch. Leg. und der Com pagnie Jäger, welche letztere von hier nach Reitti zur U nterstützung der dortigen Landesverteidigung abgehen wird. Wenn dieselben aber von dem H . Feld- M.L. M arq. v. Chasteler eine andere Bestim mung hätten, so würde ich allzeit eine Com pagnie von Hohenlohe Bartenstein dahin abschicken. 11 18 23. A pril An den K. K. Herren Feld-Marschall-Lieut. Marquis v. Chasteler. Die Kriegsgefangenen sind am 21. dieses von R eitti angekommen und heute m it 4 reconvalescenten bayerischen Officiers wieder weiter transportiert worden. Es haben sich auch die Gemeinden H all und W iltau hier um Salz gemeldet, deren Eingaben ich aber hier behalten habe bis ich die A ntw ort von Euer Hochgeboren auf meinen letzten Bericht erhalte. Der Pferdeinkauf ist ziemlich ergiebig. Der H . R ittm eister v. H ilm er hat be­ reits 27 gute brauchbare hübsche Pferde eingekauft und es werden ihm noch täglich mehr zugeführt. Beiliegend erhalten dieselben einen Empfangschein von dem von Euer Hoch- geboren an S. Kais. H oheit den Generalissimus expedierten Paquet. Verm ög einem Schreiben des Schützen H auptm anns Zangerl von Seefeld ist sich ange­ fragt worden, ob jene mit dem H . Oberstlieut. Baron T axis beorderten und nach Reiti geschickten Schützen nicht nach Hause zurückkehren könnten, in­ dem schon alldort die Organisation der Miliz bereits vorgenom m en und bald zustande kommen muß. (W eiter ist durchgestrichen: „er verpflichtet sich im Erfordernisfall diese oder eine andere Com pagnie auf der Stelle ausrücken zu machen.“ ) Es ist ihnen darauf erwidert wopden, daß sie nicht nur dort zu ver­ bleiben haben, sondern daß ihnen noch zur U nterstützung die Com pagnie Jäger des 9. Jäg. Batt. zugeschickt würde, welche nach der Meldung des H . Oberstlieut. v. T axis heute hier eintreffen sollten; sollten sie aber nicht kommen, so wird 1 Com pagnie Hohenlohe dahin abgeschickt werden. Auch muß ich Euer Hochgeboren gehorsamst berichten, daß m ir von obbenannten Schützen Com ando ist m itgeteilt worden, daß diese selbige Mannschaft auf ihrem Rückmärsche aus Bayern nach Reiti gegen die bayerischen Untertanen große Excesse begangen haben, obschon ihnen alle möglichen Lebensmittel m it gutem Willen verabreicht worden sind. Gestern hat sich ein englischer Officier, geborener Schweizer, m it Nam en d’Odet d’Orsannens bei m ir gemeldet; er war mit einem sehr euten Paß von dem H .F.M .L. Zack und von dem Helvetischen Consul in T riest nach der Schweitz versehen und hat A ufträge Verbindungen von England m it der Schweitz anzuknüpfen und an der Befreiung seines Vaterlandes in dem Innern zu arbeiten. E r war an Euer Hochgeboren angewiesen jedoch ohne Brief an dieselben. Tch habe ihn m it einer Correspondenz an den H . Land­ richter Senn zu Pfunds angewiesen, weil derselbe viele Bekannte und V er­ traute in Graubünden hat und ihm am allerleichtesten zur H and gehen kann. E r hat m ir die von der Triester Regierung vidim ierte Ü bersetzung seinem Urlaubsbriefes zurückgelassen, damit er m it derselben nicht ansetroffen werde; er geht nach Freyburg, wo, wie er sagt, seine ganze Familie die obrig­ keitlichen Stellen besetzt und sehr gut denkend für die gute Sache ist. Allen diesen Um ständen nach glaube ich, daß ich ihn ohne Anstand nach seiner Bestim mung habe befördern können. 12 23. A pril A n die nach Reitti abgehende Com pagnie von Hohenlohe Bartenstein. Morgen früh als den 24. um 6 U hr marschiert diese Com pagnie nach R eitti und wird zur V erstärkung der dort stehenden Militz Com paenie dahin be-^ ordert. Der H. Com pagniecom m andant hat sich m it dem Schützenhaupt­ 19 mann einzuverstehen, um die Gränzen m it aller Vorsicht zu besetzen und die Com m unication rechts m it dem H . Obristlieutenant Baron Taxis, der sich dermalen in W olfershausen befindet, zu unterhalten. Auch haben die Patrol- len von Füssen bis gegen Schongau und Kem pten zu schicken. Es sind auch um den Zweck nicht zu verfehlen die R apporte an den H . Obristlieutenant Bar. T axis in W olfertshausen und an mich anhero zu schicken. Von denen über die Scharnitz ins Baiern gegangenen Schützen sind große Excessen begangen worden. Das Com pagnie C om m ando hat also darauf zu sehen, daß die mit über die Gränze gehende Mannschaft davon abgehalten werde. Die Com pagnie wird (?) vom Orte Reiti selbst verpflegt und sollte sie keines (?) nicht finden, so ist solches m ir alsogleich anzuzeigen. Mit Löhnung wird sie von ihrem Bataillon verpflegt. 13 undatiert An den K. K. H errn H auptm ann Bar. Somschitz des Ingenieur Corps. Euer Hochwohlgeborn Schreiben habe ich erhalten. M ir ist es leid, daß ich Ihrem Verlangen in Rücksicht des Geschützes nicht in allem Genüge leisten kann, da ich nur einzige zwei Drei-Pfünder bei mir habe, w ovon eine schon ihre entfernte Aufstellung hat und ich auf der Gränze bei weiten nicht sicher bin, so kann ich mich unmöglich so sehr von allen Geschütz entblößen. Ich schicke Ihnen gleich morgen früh den 6 lb.er ohne Protze, sodann 85 Stüde Granaten, 2 Cartätschen und 273 Kugel Patronen, beide für 6 lb.er Caliber. Doppelhacken sind hier keine aufzubringen; sie sind alle von den Baiern auf die Festung Kufstein transportiert worden. Ebenso, wie ich Ihnen die 2— 3 lb.er nicht schicken kann, ist es mir auch wohl nicht möglich die 4 Artilleristen zu entbehren. Es wollen also Euer H och­ wohlgeboren zur Bedienung des zugeschickten 6 lb.ers die Canoniere von dem ändern Geschütz und H andlanger von der Infanterie einstweilen dazu bestimmen. Nach Ergebung der Festung erwarte ich die Zurückstellung des zugeschickten Geschützes sowie auch der Munitions Karren und übrigbleibenden Muni­ tionen. , 14 24. A pril An den K. K. H errn General Feldwachtmeister v. Legisfeld. Euer Hochwohlgeboren Schreiben vom 22. dieses habe ich beide zugleich diese Nacht erhalten. Mir ist es unendlich leid, daß ich Ihnen in Betreff der Com panie der Salzburger Landwehr nichts Bestimmtes sagen kann, indem sie nie an mich angewiesen waren. Soviel kann ich dem H . Cam araden sagen, daß sie m it dem C orps des H . Oberstlieut. Bar. Taxis nach W olfertshausen in Baiern marschiert, wo sie gegenwärtig noch sind. Übrigens ist besagter H . Oberstlieutenant directe an den H .F.M .L. Bar. Jellachich, der in diesem Augenblick noch in München sein wird, angewiesen. In Rücksicht des Geschützes hat mich der H. Oberstlieut. Reisenfels ebenfalls ersucht ihm einiges zu schicken; mir bleiben nur 2 3lb.er, die ich im Falle eines Alarm s unmöglich entbehren kann; den größten Teil des eroberten Geschützes habe ich bereits nach Kufstein geschickt und es ist m ir sehr leid, daß Euer Hochwohlgeboren nicht mehr schweres Caliber haben, um die Be­ lagerung der Festung zu beschleunigen. 20 Die unter dem 20. und 21. dieses abverlangte Munition bitte ich nicht ohne Verzug bei T ag und Nacht zukomm en zu machen, indem ich derselben ganz entblößt bin. 15 27. A pril An den K. K. H errn F.M .L. M arqu. v. Chasteler. Seit dem letzten Bericht, den ich Euer Hochgeboren in Betreff der E n t­ deckung der Gelder bei dem Kaufm ann M artin Tschurtschenthaler (sandte), sind auch bei demselben 3000 f. bayerische Aerarial Gelder vorgefunden, er­ hoben und in die hiesige Aerarial Cassa abgeführt worden. Auch sind zu glei­ cher Zeit Schriften und ein chirurgischer Instrum entenkasten eingeliefert und in das hiesige Magazin abgegeben worden. Durch Untersuchung der Schriften hat es sich vorgefunden, daß die Landrich­ ter zu Lienz und Sterzing (durchgestrichen „als sehr anhänglich“ ) den Bayern als zuverläßliche Kundschafter dienten. Ich erachtete also für notwendig diese beiden auf Veranstaltung des H. Unterintendanten von Roschmagen (!) von ihren Anstellungen sogleich entheben zu laßen. Gestern als den 26. schickte ich 19200 Patronen nach Botzen an Euer Hoch- geboren. Sollten dieselbe diese nicht sehr notwendig haben, so wünschte ich sehr, daß selbe zurückgeschickt würde, indem m ir die Artillerie D epot Direc- tion aus Salzburg nun gemeldet hat, daß, da sie die ganze Salzburger Land­ wehr m it M unition zu versehen hätten, sie m ir gegenwärtig unmöglich mehr unterstützen könnte. Es ist um so notwendiger, daß die an den Päßen Reiti und Scharnitz nach vorgestrigen Bericht aufgestellten Landm iliz sehr viel Pulver und Blei bedarf, m it welchem ich m it aller Anstrengung nur hart (?) aufkom m en kann. Nach dem von S.K .H . dem Erzherzog Johann gegebenen und beendigten Freischießen ist beiliegender Bericht unterlegt worden. (Diese und die folgen­ den Beilagen fehlen.) Die Beschießung der Festung Kufstein hat am 25. angefangen. Wegen Mangel an Belagerungs Geschütz und gehöriger M unition wird die Festung schwer­ lich zur Übergabe gebracht werden (weiter durchgestrichen: „wenn nicht eine Verm ehrung an dem fehlenden Geschütz geschieht. V on Salzburg ist, wie ich oben zu melden die Ehre hatte, keine M unition mehr zu haben“ .) Von hier habe ich alle M unition, die ich gehabt habe, hingeschickt und habe nichts mehr vorrätig. A uf wiederholte A ufforderung des H . Oberstlieut. Reisenfels an den H . Festungscom m andanten zu Kufstein ist beigeschlossene A ntw ort gegeben worden. (Dieser Satz ist am Rande beigefügt.) In der Beilage erhalten Euer Hochgeboren eine Abschrift der von dem H . Oberstlieut. Reisenfels m ir mitgeteilten Nachrichten. Gestern hier aus Augsburg selbst angekommene Particul(ar?) Briefe bestätigen den Sieg S. K. H oheit des Erzherzogs (durchgestrichen „C a rl“ ) Generallissimus und sagen, daß die Österreicher nach der Schlacht in Augsburg eingerückt folglich dem ganzen bei München vorgerückten (?) französischen C orps im Rücken sind. Diese Nachricht bedarf Bestätigung. Vorgestern habe ich an den H .F.M .L. Jellachich einen Courier abgeschickt, um sowohl seine gegenwärtige Lage zu erfahren und meine Verbindung m it ihm zu erhalten, als ihn die Anstalten zu wißen zu machen, welche ich an den Gränzen zur V erteidigung derselben getroffen habe. 21 In diesem Einschluß gebe ich mir die Ehre Euer Hochgeboren eine Abschrift einer an das D istrictscom m ando zu Salzburg ergangenen und von dem H . H auptm ann Pulver Inspector Sailer selbst heute überbrachten V erord­ nung zu übermachen. Ich werde vorläufig die Anstalten treffen, daß von den 12 lb.ern 4 Stück nebst Munition und Bedienung gleich von W örgl aus nach Kufstein gehe, um die Belagerung zu beschleunigen. Auch hat der H . M ajor Teim er von Mals aus am 25. A pril anhero berichtet, daß unter demselben D ato die schweitzerische N eutralität an der Gränze Tirols angeschlagen wurde. (Blieb scheinbar unvollendet.) 16 27. A pril An den H errn Oberl. Jenak des Hohenlohe Bartenstein Regim ents zu Reutti. V erm ög der dem H . Obristl. T axis ausgestellten Disposition und der der Schutz-Deputation zugestellten A ntrag kom men bis heute abends 2 C om ­ pagnien Landes Miliz nach Ehrwald im Loisertal, 4 Com p, nach Reutti, 6 Com p, als Sout. (wohl = Soutien) in N asareut zu stehen. Wann noch über diesen M ajor Dietrich mit 6 Com p, zu Füssen und M. Schaller mit ebensoviel Com pagnien zu Vils, Fronten und Tannheim stehen, so ist diese Gegend eins­ weilen hinlänglich besezt und können H . Oberleutenant allerdings zu R eutti sich als ein Sout. Posten der V ortruppen aufstellen bis H . Obristl. Taxis, an welchen dieselben angewiesen sind, eine andre Disposition Ihnen zuschickt. Obbenannter Obristleutenant, unter welchen die Besatzung von den Pässen Reutti und Scharnitz stehen, hat gegenwärtig sein Quartier in Mittewald, an welchen sich in allen Vorfallenheiten direct zur Gewinnung der Zeit zu ver­ wenden ist. Ich mache Ihnen auch zu wißen, daß H . Obristwachtmeister Se- penbeurg nach Zirl mit 1 Division abmarschirt, um im Erforderungsfall die Pässe bei Scharnitz und Reutti zu unterstützen. Ich vermute, daß an der H erstellung der Schanzen Erwald an der Loisak, an der Schanze Kniepaß und Roschleg (darüber eingefügt „G eitzl“ ?) und an allen übrigen, welche jemals bestanden haben, m it T ätigkeit schon gearbeitet wird, wozu auch die dienst­ freie Mannschaft der Landm iliz zu verwenden ist, weil die Landschaft selbst eine angemessene Zulage bezahlet und bei einem allfälligen feindlichen A n­ griff stark zu besetzen und bis aufs Äußerste zu verteidigen sind, wozu auch der Landessturm der Gerichte Ehrenberg, Imst, Petersberg, Ortenberg, Lau- dek und wenn von Graubünden nichts zu befürchten, Pfunz und N auters zugezogen werden muß. 17 28. A pril An den Herren Obristlieutenant v. Reisenfels bei der Belagerung von 6 Uhr Kufstein. abends U m stände werden Euer Hochwohlgeboren bestimmen ob und wie lang die Belagerung fortgesezet werden kann, dahero ist sich durch sorgfältiges Pattroilliren vor und seitwärts und vorzüglich m it dem C orps des F. M. L. Jelachich, welcher sein Gros zwischen Traunstein und Tidtm aning und 3fache Avisolinien an dem Yhn, Als und Salza aufgestelt in Verbindung zu setzen. Die hier einverständlich m it der Schutzdeputation entworfene Aufstellung der Landescom pagnien schließe ich Ihnen in extenso bei, damit selbe von ganzen in der Kenntnis sind, wodurch man die Versicherung hat, daß jeder Posten zweckmäßig besezet und verteitiget wird. Diese Disposition wird m or­ gen als den 29. den Gerichten bekannt gegeben werden. Die bei der Belage­ rung verwendete Landesmiliz und das K. K. M ilitair sind in dieser D ispo­ 22 sition nicht m itbegriffen, um die Belagerung solang als nur im m er möglich fortzusetzen. In dem Fall, daß diese aufgehoben werden muß, ist die Landes­ miliz zur V erstärkung der notwendigsten Posten und die K. K. Truppen aber dahin einzuteilen, wo es die wichtigsten Punkte notwendig machen, w orunter die Strassen im Achental wohl begriffen sein dürfte, und in welchen, so wie bei allen ändern Strassen und Fußweeg, um selbe bei dringenden U m ­ ständen ruinieren zu können, alles in Bereitschaft zu halten ist. Die erforder­ lichen und nun größtenteils ruinierten Schanzen sind gleich herstellen zu las­ sen. Die hiezu aufzunehmenden Arbeitsleut sind wegen ihrer Bezahlung an die Landschaft anzuweisen, nur hat der bei jeder Schanz zur Direction A uf­ gestellte den Arbeitsleuten die Tage ihrer Anstellung zu bestätigen. Die Landschaft hat sich auch erkläret den Landesverteidigern, welche in denen Schanzen aufgestellet sind, eine angemeßene Zulag über ihren Sold zu geben, wenn die Um stände das Arbeiten zulaßen. Gesamte Postencom andanten sind angewiesen ihre N am en ihnen bekannt zu geben, welchen dahero die Verhaltungsbefehle für jeden Fall erteilet werden müßen, und ist sich genau nach dieser meiner m itfolgenden Disposition zu benehmen insoweit das Locale keine Abweichung unumgänglich notwendig macht, welche Abänderungen m ir aber anzuzeigen wären. Gesamte Landesverteidiger werden von der Landschaft verpflegt. Sollte von den Gerichten, wie es zu verm uten durch ihre Mannschaft andere Pläze schon besezet sein, so ist die Ausgleichung mit Einverständnis der betreffenden Gerichte baldigst jedoch nach und nach zu veranlaßen.“ 18 III. Heft 21. A pril An den K. K. Ingenieur H aubtm an Sompchitz In betref ihres Schreibens erwiedere ich ihnen, daß ich auf ihr Verlangen m orgen als den 22. April ihnen zwei 7 lb. H aubitzen nebst 3 detto Muni­ tionskarren nebst 67-------- 7lb. Granaden 47 detto Schrottbügsen 32 lötige Batronen 35 24 „ „ 35 16 „ „ 35 8 „ 2 40 „ „ 35 auf dem W asser m it einen Artillerie Corporalen nebst den nothwendigen Personal überschicken werde. Dem General Legisfeld wird wegen Geschütz und Munition nach Salzburg unter einstens geschrieben. D a Euer W ohlgebohrn sich nicht wohl von ihren Posten werden endfernen können ohne dadurch die Belagerungsanstalten vielleicht in einiges Stocken zu bringen, so glaub ich, es könnte wohl etwan ein anderer verläßiger Officier nach Salzburg abgefertigt werden. Glauben sie aber (welches sie bei ihrer Laage und Kenntniss der Lokalitäten selbst am 23 besten beuhrteilen werden) daß ihre persönliche Gegenwart in Salzburg un­ umgänglich notwendig seie und der Belagerung Kufsteins dadurch kein Nach­ theil erwägst, so können sie sich, aber doch nur immer auf ihre eigene Ver- andwortung, dahin verfügen. 1 21. A pril An den K. K. H errn Generalen M ajor und Militair Com andanten Freiherrn v. Legisfeld. D a verm ög an mich gerichteten, vom 20. April datirten Bericht des die Be­ lagerung von Kufstein dirigierenden Ingenieur H aubtm an v. Sompchitz Be­ lagerungs Geschütz nebst dazu gehöriger Munition högst nöthig ist, ich aber denselben nicht mehr als nur zwei 7 lb. H a u b itz e n .-------- Es folgen jetzt die gleichen Zahlen wie im vorhergehenden Sch reiben -------- morgen nach Kufstein abschicken kann so geht an die selben das Ersuchen alsogleich alles endbehrliche Geschütz nebst Munition und Bedienung und zwar so viel als immer möglich schleunigst nach Kufstein abzuschicken, um dadurch die Bela­ gerung jeher befördern zu können. Stadt der gestern als den 20. April anver­ langten 10— bis 15 Centen Scheiben Pulver und 10 Platten Blei ersuche ich sie dringenst, da die Anzahl der Schützen im m er anwägst und die meisten m it eigenen Stutzen versehen sind wozu ihnen bloß die Munition fehlt, 30 Centen Scheiben Pulver und 20 Platten Blei unaufhaltsam zu schicken. 2 21. April An den löblichen K. K. M agistrat zu Hall. Da morgen früh 2 H aubitzen nebst dazu gehöriger Munition nach Kufstein bestirnt von hier nach H all abgehn werden, so ist zu dessen weiterer Be­ förderung ein Schiff dergestalt in Bereitschaft zu halten, daß wie das Ge­ schütz und Munition in H all eintrifft, solches sogleich eingeschifft und weiter nach Kufstein befördert werden könne. N un folgt eine kurze Bem erkung: Postbriefe von Decaletto und Paradiso aus Verona und G rof (?) von Botzen sind vorzüglich zu untersuchen. 3 22. April An den in H all comandirenden K. K. Officier. A uf die allhier eingeschickte Meldung wird erwiedert, daß sowohl der Ser­ geant M artin Berger, als auch alle übrigen Kriegsgefangenen, wenn sich noch einige davon in H all oder in derselben Gegend befinden, unverzüglich hie- her geschickt werden sollen. Ü ber den Sergeant M artin Berger wird alsdenn hier das Weitere entschieden. Der in H all comondirende K. K. Officier wird errinert künftig seinen Nam en in denen allhier einzuschickenden Meldungen zu unterschreiben. 4 22. April An den K. K. H errn O brist-Lietenant von Reissenfeis. A uf dero von 21. A pril an mich erlaßenen Bericht habe die Ehre zu erwie- dern, daß ich ebenfals gestern als den 21. April eine eigene Estaffette an den Herren Generalen Baron Legisfeld nach Salzburg abgesch'ckt habe mit dem Ersuchen Ihnen alles nur mögliche und entbehrliche Geschütz nebst nöthiger Munition und Bedienung schleunigst zu überschicken. Heute, als den 22., gehn von hier zwei 7 lb. H aubitzen nebst der dazugehörigen Munition und Bedienung nach Kufstein ab. Eine 6 lb. Canone, die noch hier in R eparatur ist, werde Ihnen, sobald sie fertig ist, nachsenden. Dies ist alles Geschütz, 24 was ich Ihnen zu schicken im Stande bin. Ich habe unter einstens bei der Landschaft um Doppelhaken nebst Kugel-Formen angesucht. Sollten sich einige vorfinden, so werde nicht ermanglen sie ihnen ebenfals zu übersenden. Scheiben, Pulver und Blei können dieselben denen Landesschützen gegen ihre Q uittung soviel austheilen, als sie benötigen, jedoch so sparsam als möglich. Die Flintenpatronen und das Musquetten-Pulver nebst dem übrigen Scheiben­ pulver und Blei, was Sie nicht benötigen, schicken Sie m ir hieher. Dem H errn Ingenieur H aubtm an von Somchitz wollen Sie über diese ihnen m itgetheilte Nachricht verständigen. Sollte solcher Geld bedarfen, so können Sie ihm gegen seine Q uittung das nötige vorschießen, weilen dieselben immer gegen ihre Quittung m it Geld von hier soutenirt werden. 5 23. A pril An die hochlöbliche Landes-Vertheidigungs-Deputation in Innsbruck. Die bei der Landes-Vertheidigung zu Reithi Deputierten Carl Lang, Ignatz Maldoner, Joh. Dengel berichten unter dem 22. und Erhalt den 23. dieses, daß die alda versamlete Vertheidigungs Manschaft bei der durch die schon lang an d auern d en ......... sich nicht nähren und dahero auch nicht subsistieren kann, wenn selbe nicht mit einem Geldbetrag unterstüzet werde. Da die A uf­ stellung dieser Landesvertheidiger unumgänglich nothwendig, so wolle eine hochlöb. Landes-Vertheidigungs-Deputation die schieinigste Abhilfe veran­ lassen. (Vorstehende Eintragung stam m t von einer fremden, schwer leserlichen Hand.) " 6 23. A pril An eine löb. Landes-Vertheidigungs-Deputation zu Reutti. A uf das Schreiben vom 20. A pril erwiedere ich hiemit einer löbl. Landes- Vertheidigungs-Deputation, daß ich derselben zur U nterstützung eine C om ­ pagnie vom 9. Jäger Batallion schicken werde, insofern sie von dem H .F.M .L. von Chasteller keine andere Bestim mung erhalten haben solle, da ich sodann eine Com pagnie von dem hier garaisonnirenden Batallion von Hohenlohe Bartenstein dahin abgehen machen würde. U nter dem gestrigen D ato erhielt ich ein Schreiben des H . Obristleutnant Baron von T axis von W olferts­ hausen, wo er noch bis zur Vorrückung des H .F.M .L. von Jellachcits von München dorten zu verbleiben hat. Die in R euti liegenden Stafetten sind ihm alsogleich dahin abzuschicken. Diese hätten nie dorten liegen bleiben sollen, sondern wenn die Com unication m it dem H . O bristleutnant T axis von Reuti aus nicht eröfnet wäre, wieder über Telfs und Seefeld nach W olfertshausen geschickt werden solln. Indessen verm uthe ich, daß die Com m unication von Reuti mit W olfertshausen gegenwärtig eröffnet sein muß, indem nach der letzten Meldung des Baron von T axis von 22. dieses der Feind sich von Landsperg und Schongau zurückgezogen haben soll. Es wird unter einem dem H . Obristleutnant Baron T axis geschrieben, daß er diese C om m uni­ cation untersuche, welches auch von Reutti aus m ittelst Patrulen zu bewerk­ stelligen ist bis beiderseitige V orposten auf einander stoßen. In Betreff der Verpflegung wolle sich das Landesvertheidigungs-Com m ando zu Reuti sich an die Landschaftler wenden, indem dieser Gegenstand schon von derselben aus bestim m t worden ist und die Anstalten dazu von ihr ge­ troffen wurden; dennoch werde ich selbst zur Gewinnung der Zeit der Land­ schaft die Bitte vortragen. 25 Was die Munition betrifft, hat das zu Reuti liegende Vertheidigungs D eta­ chement dieselbe von dem Schloße Petersberg bei Silz, wo sich ein D epot befindet abhohlen zu laßen; sollte aber die dort liegende nicht hinlänglich sein, so ist von Petersberg aus um einen neuen V orrath hieher zu schicken, indem dorten allzeit ein V orrath an M unition liegen muß. 7 24. April An den K. K. H errn F.M .L. M arquis von Chasteler. Gestern erhielt ich von dem H. Ingenieur H auptm ann Bar. v. Somschiz das dringende Ansuchen um Geschütz. (Diese Eintragung scheint unvollendet geblieben zu sein.) 8 26. A pril An das löbl. K. K. 9. Jäger-Battalion. A uf ausdrücklichen Befehl Seiner Excellence des H errn F.M .L. und 8. Corps- Com m andanten M arquis Chateller wird der Franz Carl Fridolin recta Ispen- , bach zum 9. Jägerbatallion als Fourier assentirt, bleibt aber bis weitern Be­ fehl beim hiesigen K. K. General Com m ando als com m andirt zurück und werden die Assert-Listen in D uplo über . . . . 9 undatiert An einen hohen K. K. H of-K riegsrath. H iem it hat man die Ehre einem hohen H of-K riegsrath die ausgestellten Reverse der königlich bairischen und kaiserlich französischen zu Kriegsgefan­ genen gemachten Officiers in T yrol nebst den Todtenscheinen des kriegs- gefangenen königlich bairischen Obristen von Diethfurth und der kaiserlich französischen Kriegsgefangenen Jean Sallier, Gregor Schneider, Francois An- guino, Jean Boeß und der verwitibten Soldaten-Frau Marie Byreße, Jean Gnesason, der bairischen Kriegsgefangenen Obristlieutenant von Spancki, Gemeinen: Johann Lorner, Peter Trauschunger, Lorenz Gebhard, Jacob Thanhauser, Leonhard Dieschner zu übersenden. Die Reverse sind folgende: 1.) Reverse unterschrieben von 84 theils bairischen, theils französischen Offi­ ciers Individuen. 2.) Reverse vom königlich bairischen O ber-Adjutanten vom 2. leichten Bat- talion Wreden mit Nam en M argreittner. 3.) Revers des kön. bair. 4. leichten Infanterie-Battalions Donersberg Liete- nant Gradinger. 4.) ein Revers des K. K. Joseph Baron von Künsberg, Junker des nämlichen Battalions. 5.) Revers des K. K. Lietenant V ott vom 11. Linien Regim ent Kinkel. 6.) Revers des K. Bair. Oberlietenant Gernler des nämlichen Regiments. 7.) „ „ „ „ Lietenant Schöller ,, „ „ 8.) „ „ „ „ Oberliet. von Kolb des i. D ragoner Regiments. 9.) „ „ „ „ Liet. von Merckel des leichten Battalion Bernclau. 10 26. A pril An den die Belagerung von Kufstein dirigierenden K. K. H errn Ingenieur H aubtm an von Somchitz. Über den von Ihnen am 25. Aprill um 4 V2 U hr erlaßenen und am 26. vo r­ m ittag erhaltenen Bericht erwiedere ich Ihnen, daß es m ir sehr leid ist, daß ich nicht im Stande bin Ihnen schwereres Geschütz und W urfgeschütz über­ schicken zu könen, indem ich dahier ganz davon endblößt bin; mein gantzer V orath, den ich Ihnen überschicke, besteht in: 26 32 Stück 6 lb. Kugelpatronen in 2 Verschlagen '7 55 3 55 55 55 1 1 55 5 „ 3 „ Kartäschenpatronen in 1 Verschlag 32 „ 7 „ gefülte H aubitz Granaden in 7 Verschlägen 150 lb. M usquetten Pulver in einem 2centigen Sack und in einem Centnerfaß. Da von hier alle Canoniere mit den zwei 3 lb. Canonen von Hohenlohe Bar­ tenstein nach der Scharnitz abgegangen sind, so kann ich Ihnen hier keine Patronsackl verfertigen laßen, sonder überschicke Ihnen 22 Ellen Leinwand zu 109 der 44 löthigen H aubiz Pulverpatronen, welche sie alsden selbsten dorten durch ihre Canoniere müßen verfertigen laßen. Brauchbare Wägen sind keine mehr da, um Ihnen ein paar überschicken zu können; ich überschicke Ihnen dahero die gantze M unition m ittelst V orspann nach H all und von dort aus erhalten Sie selbe auf dem Wasser. Ich hoffe der Obristlietenant Reißenfels wird meine gestern dahin abge­ schickte Disposition erhalten und alle Päße, Fußwege und das ganze Gebürg von der Gränze Salzburgs bis gegen Scharnitz m ittelst den dahin beorderten Landm iliz Com pagnien beowachten laßen und im erforderlichen Fall auch m it dem Landsturm vertheitigen. Von den eingezohenen Nachrichten wäre m ir Bericht zu erstatten. 11 27. April An einen hochen K. K. H of-K riegsrath. H iem it hat man die Ehre einen K. K. hochen H of-K riegsrath gegenwärtige von den kaiserlich französchischen und königlich bairischen in T yroll zu Kriegsgefangenen gemachten Officiers unterschriebene Reverse nebst den Todtenscheinen der seit dieser Zeit verstorbenen Kriegsgefangenen gehor­ sam st zu unterlegen. 12 29. A pril An den H errn Obristlietenant Boron T axis nach Mittewald. Die Herstellung der Schanzen von Scharnitz bis über Reuti ist möglichst zu betreiben, da dessen Beschleunigung die U m stände notwendig machen. Zu diesem Ende hab ich auch den H errn H aubtm an des Generalstaabs G raf N oi- ille dahin abgeschickt. Die Veranlaßung wegen den erforderlichen Palisaden ist sehr gut geschehen. Die notwendigen 500 Arbeiter und 24 Zimmerleute zur Verfertigung der Com unicationsbrücken sind auf zunehmen und selbe wegen ihrer Bezahlung an die Landschaft anzuweisen. Der bei jeder Schanz zur Direction Aufgestelte hat den Arbeitsleuten die T äge ihrer Anstellung zu bestätigen. Die Landschaft hat sich auch erkläret, denen Landesverthei- tigern, welche in den Schanzen aufgestellet sind eine angemeßene Zulage über ihren Sold zu geben, wenn die U m stände das Arbeiten zulaßen. U m eine O rdnung m it den Landes M ilitz Com pagnien zu haben und versichert zu sein, daß jeder Posten zweckmäßig besetzt und vertheitiget wird, habe ich m it der Schutz D eputation die hier in extenso m itfolgende D isposition getroffen, welche den Gerichten morgen als den 29. A prill bekant gegeben werden wird. Von der m ir zugeschickten Disposition bin ich in der Haubtsache gar nichts abgewichen, als daß M ajor Seppenberg stadt in Naßereit sich in Lerm os mit der Reserve aufstelle, wodurch auch die Ehrwalder Schanz und jene bei Reiti leichter unterstüzet werden kann. Samendliche Posten Com andanten von Klein Neßelwang bis inclusive Scharniz und der auszustellenden Com uni- cation bis Achenthall sind beauftraget ihre N am en Euer W ohlgebohrn bekant 27 zu geben, welchen dahero die Verhaltungsbefehle für jeden Fall erteilet wer­ den wollen und ist sich genau nach dieser meiner m itfolgenden D isposition (liegt nicht bei) zu benehmen insoweit das Locale keine Abweichung ohn- umgänglich notwendig macht, welche Abänderungen m ir aber anzuzeigen wären. Die Disposition für den H . Obristlietenant Reißenfels überschick ich Ihnen aus diesem Grunde, dam it dieselben in der vollen Kentniß der besez- ten Gränzen von Schwaben bis gegen Salzburg gesezt sind. Denen zu Schar­ nitz und Loitasch eingerückten Com pagnien kan keine kaiserliche Verpfle­ gung gegeben werden, weil gesamte diese Landesvertheitiger von der Land­ schaft verpfleget werden. Solten von den Gerichten, wie es zu vermuthen ist, durch ihre Manschaft andere Plätze schon besezet sein, so ist die Ausgleichung mit Einverständnis der betreffenden Gerichten baldigst jedoch nach und nach zu veranlaßen. 13 29. A pril An die löbliche Schutzdeputation. Es unterlieget keinen Anstand das D epot in dem Schloß zu Petersberg, wel­ ches von seinen gehabten V orat schon endblößet neuerdings mit den abver­ langten 200 Stück Feurgewehr und vier und V2 Centner Scheibenpulver zu versehen. Eine löbliche Schutzdeputation wolle nur die Veranlaßung treffen, daß selbe gegen einer ordenlich ausgestelten Q uittung hier übernehmen werden. N ebst Beischließung der Com unicaten wird auf den Bericht des H errn M ojor Teim er erwiedert, daß ohnerachtet der erwünschten Bereit­ willigkeit der Vorarlberger selbe in gegenwärtigen Um ständen weder mit Mannschaft noch m it Munition unterstüzet werden könne. Seinerzeit, da ich täglich hinlänglichen V orat an Munition erwarte, wird man selbe nachdrück - samst zu unterstüzen nicht endstehen. 14 29. April An den K. K. H. Obristlieutenant und Com endant des Belagerungs-Corps nach- B. v. Reißenfels zu Kufstein. mittags Nach einer Anzeige de dato 29. von Landes M ajor Sieberer solen einige tau- V2 2 Uhr Send Franzosen in Fischbach eingerüket sein, welches Euer W ohlgebohrn zu . . . . der Vertheitigungsanstalten auch m it Aufbiethung des Landsturm be- kant gegeben wird. Ich schicke unter einstens 6000 scharfe Patronen, IV 2 Cen- ten Scheiben Pulver und 4 Centen Blei dahin ab für die Landesvertheitiger — ich habe nicht mehr Potronen. 15 29. A pril An ein K. K. Militair Com m ando zu Brixen. H ier überschickt man die in gegenwärtig beigelegter Specification endhal- tenen Sorten, welche hier überflüßig sind. Solche sind dem Überbringer ab- zuquittiren und werden hiemit dem dortigen Militair C om ando zur weitern Disposition übergeben. Die Sorten sind folgende: 235 Tornister 973 Patrontaschen 500 Paar Schue 300 Infanterie Kuglen 109 Stück Cavallerie Kuppel. 16 30. A pril An den K. K. O bristlietenant Taxis. Soeben erhielt ich ein Schreiben von H errn General B. Buol, welcher gestern abends in die Gegend von Koffstein abging, die Nachricht, daß derselbe von 28 dem Unterintentanten v. Rochman, welcher schon früher in dieselbe Gegend abging, die Nachricht nach Schwatz bekam, daß der Feind über die Kiefer in das Land eingedrungen und sich bereits mehrere tausend Mann stark vor der Festung Kufstein befinde. Soeben erhielt auch General B. Buol ein Schreiben v. F.M .L. Jelachich, daß der Feind bei Passau den 28. April den Inn paßirt und Jelachich sich nach Salzburg zurückgezohen habe. Dem F.M .L. Chotel- ler (!) wurde ebenfalls hievon Nachricht gegeben. Da m ir keine weitere D is­ position überschickt wurde, so werden H . Obristlietenant von selbst sich zu benehmen wißen. 17 30. April An die K. K. Schutzdepution (!). V erm ög eines soeben von dem Generalen H . Buol erhaltenen Schreibens wird eine löbliche Schutzdeputation hiemit aufgefordert den Landsturm so aufzu­ rufen, daß selber dergestalt in Bereitschaft gesezt werde, daß er auf den 1. W ink auf alle erfoderliche Punkte maschieren kann. Ich habe die Ehre in der vollkom m ensten Hochachtung zu verharren V ictor Freuher v. zu Lochau 18 31. A pril An die kaiserl. K. Schutz Deputation in T yrol. Auf soeben durch Stafete erhaltenen Befehl Seiner Exellence des F.M .L. M ar­ quis Chatteier wurde mir aufgetragen die zweckmäßigste Einleitung zu tref­ fen, daß auf den 2. May d. h. in der Früh 20000 Brodportionen nebst 1000 Metzen Haaber oder in dessen Erm anglungsfall auch ein Teil an K orn statt H aaber zur Fourage Abgabe nebst 1000 Zenten in 10 lb.digen Portionen zur Abgab an die Truppen mit aller Verlässigkeit an den ebenerwähnten fest- gesezten T ag nemlich am 2. May vorbereitet sein, um es von da in jene Punkte zu bringen, alwo es zur Abgabe ans Militair notwendig wäre. Dieser N aturalbedarf ist so wie auch die weitere Ergänzung dessen mit täglichen 5000 Brodportionen vom Lande gegen der seiner Zeit geleistet werdenden baaren Vergütung ohne mindesten Zeitverlust durch gehörige R ep aration auszuschreiben und zu diesem Ende in das Magazin zu schicken. Eine löbliche Schutzdeputation wolle also die Verfügung treffen, daß dieser Befehl also- bald vollzohen werde. 19 30. A pril An das K. K. Quortieram t. Das löbliche Quartieram t hat schon bereids den 23. den Befehl erhalten ohne M ilitair oder Plaz Com m ando Anweisungen kein Q uatier anzuweisen. Dem- ohngeachtet das Plazcom ando mit Mißvergnügen ernohmen, daß sich das Q uartieram t unterfange Einquartierungs Billete ohne Anweisung des Plaz­ com ando zu erteilen. Es wird hiemit der gemesenste A uftrag erteilt in Zu­ kunft keinen mehr, es sei, wer es immer wolle, ein Q uartier ohne Erlaubnis des Plazcomandos anzuweisen. Der diesen Befehl Übertritt, wird arretirt und nach den M ilitair Gesezen gerichtet. 20 30. A pril An den K. K. H errn Generalen M ajor und Brigadier Baron v. Buol. (D arun­ ter steht von anderer H and: „Bericht des H . Platzhaubtm an B. Lochau“ ) Dem Befehl de dato den 30. April 1809 von Euer Hochwohlgeboren gemäß hab ich sowohl das N ötige an H . O bristlietnant Taxis als auch an die Schutz- deputation erlaßen. 29 H eute M ittag um 12 Uhr hab ich eine eigene Stafete von dem H .F.M .L. M ar­ quis Choteller de dato den 28. A pril aus R overedo erhalten. Dessen Befehl gemäß hat der M agistrat zu Insprgg (!) 20000 Brodportionen nebst 1000 Metzen H aaber oder in Erm anglung dessen K orn statt Haaber zur Fourage Abgabe nebst 1000 Centen 10 lb.igen Portionen zur Abgabe an die Truppen m it aller Verläßigkeit auf den 2. May in der Früh in das Magazin zu stellen und zwar auf solche A rt, daß es in alle jene Punkte zu bringen ist, alwo es zur Abgabe ans Militair notwendig wird. Dieser N aturalbedarf soll täglich m it 5000 Brodportionen ergänzet werden. Ich habe daher sowohl an die Schutzdeputation als auch an den M agistrat die nötigen Requisitions Schrei­ ben erlassen, verm ög welchen ich ihnen aufgetragen habe dieses Quantum durch gehörige Repartition auf das eilfertigste auszuschreiben und zwar so, daß es sicher auf den 2. May in der Frühe gesteh ist. Ich erwarte dero weitere hoche Befehle und habe die Ehre in der tiefsten Hochachtung zu verharren. 21 30. April An den K. K. H errn O bristliettenant Baron Taxis nach Mittewald. Soeben erhalte ich durch eine Estaffette, welche von dem H errn General Baron Boul (!) von W örgl heut früh um 8 U hr an mich überschickt wurde, die Nachricht, daß die bis nach Kifersfeld vorgedrungenen feindlichen Pa- troullen von der alldort aufgestellten Landm iliz zurückgewiesen worden und seithero hat man nicht weiters in Erfahrung gebracht. D er H. General wird durch Ausschickung starker Patroullen etwas bestimmteres zu erfahren sich bemühen. Da es sich leicht ereignen könnte, daß die Feinde zwischen Achental und Scharnitz einzudringen einen Versuch wagen könnten, so hab ich Befehl die­ selben zu avisieren, dam it Euer Hochwohlgebohren den ganzen C ordon bis Reithi davon benachrichtigen und befehlen, daß alles in der größten Wach­ sam keit erhalten werde. F. M. L. Jellachich hat sich am 28. nach Salzburg zurückgezohen und die Post geht von St. Johann aus nicht mehr über R ei­ chenhall nach Salzburg. (Die folg. Seite ist vielleicht für eine beabsichtigte Fortsetzung leergeblieben.) 22 l.M a i An die K. K. Schutzdeputation. Das hiesige K. K. General Com ando hat mit äußerstem Mißvergnügen ver­ nehmen müßen, daß die durch Schwaz im March begriffene Sturmmannschaft sich erfrechet habe den T ransportführer Alois Vogelsanger die auf 2 Wägen nach Unteryhnthall abgeschickten Gewehre mit Gewalt abzunehmen. Es ist dahero der Alois Vogelsanger genau hierüber zu vernehmen, ob er nicht einige dieser Sturmmannschaft m it Nam en und aus welchem Gerichte sie sind anzeigen könne. Sollte er einige kennen, so ist diesen selben der ge- meßneste A uftrag zu erteilen bei schwerer V erandw ortung die widerrecht­ lich weggenohmenen Gewehre auf der Stelle wieder einzuliefern. 23 1. Mai An die K. K. Schutzdeputation. Da ich es m ir von jeher angelegen sein ließe sowohl den Wunsch einer löb­ lichen Schutzdeputation als auch des so tapfern, biedern und dem k. k. öster­ reichischem H aus mit so unwandelbarer Trey ergebenen Volkes nach allen meinen Kräften zu willfahren, so werde ich nicht endstehn auch diesen 30 Wunsch der getreyen Tyroller zu erfüllen. Ich werde dahero den Befehl er­ teilen, daß, wenn m orgen alle diese non Com batans sich zum Abmarsch auf der H aubtwacht versamm elt haben, sie anstatt über die Gränze in das Sammelhaus zur weitern Aufbewahrung zu bringen. Jedoch ersuche ich eine löbliche Schutzdeputation die Sorge zu tragen, daß diese in dem Sammelhaus aufbewahrten distinguirten Individuen ihrem R ang und Charge gemäß ver­ pflegt und auch m it Liegerstätten und Betten versehen werden, jedoch wird dabei das strengste Stillschweigen auferlegt. 24 undatiert An den K. K. Artillerie Oberlietenant v. König. A uf den 8. C orps Com andanten Marquis Chatteier ist von nun an der G e­ wehr Einkauf gänzlich eingestellt und wird auch hiemit die Rechnung des Oberlietenant G raf G ritti über die empfangenen und eingekauften arm aturs und Rüstungsorten beigeschloßen. 25 1. Mai An den Statt M agistrat zu Insprugg. D a durch die tägliche Anwagsung der Kranken das Spittal auf den Brüggel- bau bereits überleget ist, so hat der M agistrat unaufgehalten eine W ohnung anzuweisen, wo wenigstens sogleich 50 Kranke untergebracht werden können, und diese W ohnung ist m it den erforderlichen Bettstätten und Bettfornitu- ren nebst den nötigen Kochrequisiten zu versehen um fernerhin die zuwag- senden Kranken bei nun eintretender besserer W itterung geschwind unter­ bringen zu können ist in dem Brügelbauspital ein großes Zimmer, in wel­ chem 50 Kranke untergebracht werden könnten, wenn in diesem die Fen­ ster, Türen und Seitenwände herstellet und die erforderlichen Bettstätte und Bettfornituren, dann Ess- und Trinkgeschirr beigeschaffet wird. 26 undatiert An den Stadt M agistrat allhier. Da das hiesige Stadt Com ando bei der vielen sich ergebenden A rbeit ganz on Schreiber aufliegt, so hat der Stadtm agistrat die Sorge zu tragen, daß ein tüchtiges Subjekt zu diesem Zweck gestellt werde, welches aber für sein A r­ beiten eine Zulage von der Stadt zu genießen hat. Man glaubt den Finger­ zeig geben zu müßen, daß sich in der Person des Franz Lechleitner, welch schon einigemal in der Canzlei gearbeitet, ein taugliches Subjekt gefunden habe, welches zu dieser Arbeit angemessen wäre. Man erwartet hierüber die baldste A ntw ort. 27 31 ANHANG Die Tages-Rapporte des Innsbrucker Militär-Feld-Spitales Den drei hier veröffentlichten Befehlsheften liegt ein Paket „T ags-R apporte des Innsbrucker Militair Feld-Spitals“ bei, und zwar für die Tage vom 22. A ugust bis 24. O ktober 1809. Das Feldspital, das in der Prügelbau-Kaserne (Kadettenschule am Innrain) und im Bürgerspital untergebracht war, wird in den mitgeteilten Befehlen dreimal, nämlich in I 8, II 2 und III 26, erwähnt. D a für eine künftige A rbeit über das Feldspital diese T ages-R apporte von W ert sein dürften, seien sie hier noch kurz be­ schrieben. Die R apporte, vom 22. A ugust bis 3. September vom Verw alter Lechleitner, die folgenden vom Verwalter Kiesel unterschrieben, geben T ag für T ag den Stand an Kranken und Kom m andierten (jeweils getrennt in K. K. Truppen und Kriegsgefangene) für jedes der beiden Spitalsgebäude an. Die vorfallenden Veränderungen wurden aus­ gewiesen unter: zugewachsen, abgegangen und gestorben. Da die täglichen Veränderun­ gen zu geringfügig sind, um eine vollständige Wiedergabe zu rechtfertigen, seien hier nur einzelne Tagesrapporte auszugsweise mitgeteilt. Prügelbau-Spital Bürger -Spital 1809 K ra n k e K om m a n d ie r t e K ra n k e K.K Truppen Kr. Gef. gest. Tr. Kr. Gef. Tr. Kr. Gef. August 21. 23 55 2 6 7 2 15 25. 20 60 1 7 6 2 13 30. 20 57 1 6 6 1 13 31. 19 56 — 4 7 1 13 September 1. 20 57 2 4 7 1 13 5. 16 101 — 5 8 1 11 V 10. 12 91 1 5 8 1 11 15. 12 90 — 4 7 1 10 20. 12 69 — 4 7 1 10 25. 8 68 — 4 6 — 10 30. 7 70 1 4 4 — 9 O ktober 5. 7 77 — 4 4 — 9 10. 12 83 — 4 5 1 7 15. 18 72 — 4 5 1 7 20. 14 88 1 4 6 1 8 24. 13 90 — 4 6 1 8 32 Namen-Register D ie römische Zahl nennt die N um m er des H efles, die arabische jene des Befehls A Freiburg II 12 Fridolin, Fourier I 39 Achental I 25, 27, 28, 30, II 18, III 13, 22 Füssen I 19, 31, II 13, 17 A dlersberg I 19 A ltöttin g I 20 A lz II 18 G A m bras, Schloß I 7 G aist I 21 Anckner, Balth. I 17 G ebhard, Lorenz III 10 Anguino, Francois III 10 G ernler, O berleutn. III 10 A rlberg I 21 Gnesason, Jean III 10 A ugsburg II 16 G öldling v. I 37, 39 bis 43 Azw anger I 25, 27 Gradinger, Leutn. III 10 G raubünden I 21, II 12, 17 B G reul, Andreas I 30 Bata, Jo h . II 2 G ritti, G raf III 25 Berg, K riegskom m issär I 19 Gschwentner, Jo se f I 17 Berger, M artin, Sergeant III 4 G um m er v. I 19 Bernclau I 22, III 10 Boeß, Jean III 10 H Bozen I 19, II 8, 16, III 3 H all I 11, 22, 23, 32, II 12, III 3, 4, 11 Brixen I 19, II 7, III 16 H iller, FM L. I 20, 28 Buol, Frh. v., General I 44, III 17, 18, 21, 22 H ilm er v., R ittm eister I 7, 36, II 12 Byreße, M arie III 10 H ohenlohe-Bartenstein I 19, 28, 29, 31, 35, II 2, 11, 12, 13, 17, III 7, 11 c H ohenzollern II 11 Cam el, H auptm ann I 19 H o rm ay r, Baron v. I 44 Chenach I 31 Chasteler, M arquis v. I 3, 5, 14, 19, 24, 28, V 33, 36, 37, 38, 40, 41, II 2, 7, 8, 11, 12, 16, III 7, 8, 9, 17, 18, 21, 25 Im st I 19, II 17 Crem ser, Fleischhauer I 16 In golstadt I 14 Inn II 18, III 17 D Innsbruck I 2, 4, 9, 10, 15, 16, 23, 33, 36, 41, II 2, 8, III 6, 21, 26 D ecaletto III 3 Ispenbach, Franz III 9 Dengel, Jo h . III 6 D evoux I 38 Dieschner, Leonh. III 10 J D iethfurth , O berst II 7, III 10 Jellachitz, FLM . I 20, 28, II 8, 15, 16, 18, Dietrich, M ajor II 17 III 7, 17, 22 D obrow a v. I 19, 35 Jen ak, O berleutn. II 17 D onnersberg III 10 Jirersky , Leutnant II 7 Johan n, Erzh erzog II 2, 16 E Ebbs I 17 K E hrenberg II 17 K arl, Erzh erzog II 16 Erw ald I 21 K aufbeuern I 19 Ehrw ald, Loisertal II 17, III 13 K em pten I 19, II 9, 13 E ngadin I 21 Kiefersfeld(en), K iefer II 17, 22 England II 12 Kinkel III 10 Kitzbühel I 17, 18 F Kniepaß II 17 Fischbach I 31, III 15 K olb v. III 10 Fischer, Landger.-Schreiber I 19 K önig v. III 25 33 Kothlade ( = Kotlacke, Teil von Innsbl ick R am linken Innufer) I 16 R atten berg I 6, 25, 27 K ufstein I 1, 2, 3, 4, 5, 7, 12, 13, 15, 20, 23, Regensburg I 14 24, 25, 27, 28, 29, 31, II 2, 7, 8, 10, 14, 15, Reichenhall III 22 16, 18, III 1, 2, 3, 5, 11, 15, 17 Reissenfeis, O berstleutn. v. I 3, 5, 12, 13, 14, Künsberg, Baron v. III 10 20, 25, 27, 28, 29, 31, II 8, 15, 16, 17, Kundl I 17 III 5, 11, 13, 15 R eutte (Reiti) I 19, 21, 28, 31, II 8, 9, 11, L 12, 13, 16, 17, III 6, 7, 13, 22 Roschm ann v., Intendant I 6, II 16, III 17 Lam berg, fürstl. Pfleggericht I 17, 18 Rosenheim I 20 Landeck I 19, 21, II 7 Roschleg (bei R eutte) II 17 Landsberg II 11, III 7 Roßi, T h eater-D irektor I 44 Lang, C arl III 6 R overeto III 21 Laudeck II 17 Lechleitner, Franz III 27 Lerm oos III 13 S Legisfeld I 14, II 15, III 1, 2, 5 Sailer, C apitän-Leutn. I 31, II 16 Leutasch I 32, III 13 Sallier, Jean III 10 Lienz II 16 Salzach II 18 Lochau, Baron v. II 2, III 18, 21 Salzburg I 1, 14, 24, 29, 32, II 2, 7, 15, 16, Loisach II 17 III 1, 5, 11, 13, 17, 22 L orner, Jo h . III 10 Sartori, H auptm an n I 35 Schaller, M (ajor?) II 17 N Scharnitz I 28, 30, 31, 32, II 13, 16, 17, III 11, 13, 22 M aldoner, Ignatz III 6 Schm alhofer, Landrichter I 6 Mals II 16 Schneider, G regor III 10 M argreittner III 10 Schöller, Leutn. III 10 M aring, U n terarzt I 8 Schonner, P., M arketender I 30 M eran I 31 Schongau I 19, II 11, 13, III 7 Merckel I 22, III 10 Schwaben III 13 M illing, U rban I 17, 18 Schwaz I 14, 30, III 17, 23 M ittenw ald I 31, II 6, 17, III 13, 22 Schweiz II 12 M oll, M aria I 30 Seefeld I 32, II 12, III 7 M öhser, Joseph I 17 Senn, Landrichter II 12 München I 20, II 15, 16, III 7 Seppenberg, M ajor I 28, II 17, III 13 Sieberer, Bauern-M ajor I 31, III 15 N Silz I 21, III 7 N assereith (N assareit) II 17, III 13 Somschitz (Samchiz), H auptm ann I 29, II 14, N auders II 17 III 1, 2, 5, 8, 11 N esselw ang, Klein- III 13 Spancki v., O berstleutn. III 10 N oiille, G raf III 13 Stadler, H . v., I 14 Sterzing I 34, II 16 St. Johann III 22 o Stolz, Jo se f v., II 1 O det d’Orsannens II 12 Stuhlreiter, D ionis I 6 O etl, Alois I 30, 32 Stuhlreiter, Joseph I 6 O ngonia I 19 O rtenberg II 17 T Tannheim II 17 P T axis, Baron v., O berstleutn. I 5, 19, 28, Paradiso III 3 31, 32, II 11, 12, 13, 15, 17, III 7, 13, 17, Passau III 17 2 1 , 22 Petersberg I 21, 26, II 7, 17, III 7, 14 Thanhauser, Jacob III 10 Pfanzelter, O berleutn. II 2 T eim er, M ajor I 19, 21, 31, II 16, III 14 Pfeifersberg I 28 T elfs III 7 Pfronten (Fronten) II 17 T h au r I 7 Pfunds II 12, 17 T ittm o nin g I 28, II 18 Preu, Jo h . I 30 T ö lz I 25, 27 34 Traun stein I 28, II 18 w Trauschunger, Peter III 10 Wien I 29 Tren tinaglia v., K reisintendant I 7, 19, 32 W ilten (W iltau) II 12 T rien t I 28, II 8 W ölfel, M artin I 30, 32 T riest II 12 W olfartshausen I 19, II 13, 15, III 7 Tschurtschenthaler, M artin I 19, II 16 W örgl I 1, 4, 5, 15, 17, II 16, III 22 W reden III 10 V V erona III 3 z Vils II 17 Zack, FM L. II 12 Vogelsanger, Alois III 23 Zangerl, Schützen-H auptm ann II 12 V ott, Leutn. III 10 Zirl II 17