VST_R_I_11 Innsbrucker Geschichtsblaetter 2 =========================================== V E R Ö F F E N T L I C H U N G E N AUS DEM S T A D T A R C H I V I N N S B R U C K H e rau sg eb er: Karl S c h a d e lb a u e r Nr. 11 7 Innsbrucker Geschichtsblätter (2. Folge) I N N S B R U C K 1956 IM S E L B S T V E R L A G DES S T A D T M A G I S T R A T E S V o n den VERÖFFENTLICHUN GEN AUS DEM ST A D T A R C H IV INNSBRUCK sind b e r e i t s e r s c h i e n e n : Nr. 1 Innsbrucks stadtgeschichtliches Schrifttum bis zum Jahre 1950 (1. Teil: 1—2000) von Wilhelm Eppacher und Karl Schadelbauer. 1950. Nr. 2 Innsbrucker Urkunden aus dem Stiftsarchiv Wilten .(1238—1350) von Karl Schadelbauer. 1951. Nr. 3 Die Wohltäter der Landeshauptstadt Innsbruck von Wilhelm Eppacher. 1951. Nr. 4 Briefe aus Alt-Innsbruck (1461—1873) von Karl Schadelbauer. 1952. Nr. 5 Innsbrucker Geschichtsblätter (1. Folge) von Karl Schadelbauer. 1952. Nr. 6 Verzeichnis der Urkunden des Stiftsarchives Wilten von 1138—1299 von Karl Schadel­ bauer. 1953. Nr. 7 Innsbrucks stadtgeschichtliches Schrifttum bis zum Jahre 1950 (2. Teil: Nr. 2001—4770) 1953. Nr. 8 Beiträge zur Innsbrucker Kirchengeschichte für Propst Dr. Josef Weingartner. 1954. Nr. 9 Lesebuch aus Innsbrucker Stadtgeschichtsquellen. Nr. 10 Die gefälschten Urkunden des Bischofs Reginbert von Brixen für das Kloster Wilten von Dr. Fritz Steinegger. Druck : T yro lia Innsbruck 9uisr,e i V E R Ö F F E N T L I C HU NG E N AUS DEM S T A D T A R C H I V I N N S B R U C K H erau sg eb er: Karl S ch ad elb au er Nr. 11 Innsbrucker Geschichtsblätter (2. Folge) I N N S B R U C K 1 9 5 6 IM S E L B S T V E R L A G DES S T A D T M A G I S T R A T E S Zur Entstehung der G rabenvorbauten oder „Boutiquen“ Für die derzeit so oft behandelte Frage der Geschäftsvorbauten am M arkt- und Burg­ graben fehlt bisher immer noch eine aktenmäßige Darstellung ihrer Entstehungsgeschichte. W as sich bisher darüber feststellen läßt, sei im folgenden zusammengefaßt. Solange die alte Stadtbefestigung einigermaßen instand gehalten wurde, benützten die angrenzenden Hausbesitzer den Platz zwischen der Stadtmauer und dem Graben, den sogenannten Zwinger, zur Aufstellung von Holzlegen und Waschküchen (siehe „Der Stadtzwinger im Jahre 16 6 4 “ ; Amtsblatt, 1949, Nr. 1). Als die Gräben dann (seit 1765) zugeschüttet wurden, entstand dadurch ein die Grabenbreite ausmachender freier Boden, auf dem später die Geschäftsvorbauten errichtet wurden. Konrad Fischnaler gibt im 4. Bande seiner Stadtchronik (S. 28) hiezu nur folgende knappe N otiz: „1780, Mai 9. bis Sept. 12.: An Stelle der auf beiden Stadtgräben längs der Zwingermauer errichteten hölzernen Hütten werden 22 M arktwarengewölbe aufgemauert und an Professionisten und Kaufleute vergeben. Kosten der Herstellung 5096 Gulden.“ Die Quelle für diese Notiz gibt Fischnaler leider nicht an, aber es w ar dies zweifellos die Pusch-Chronik, in der es heißt: „1780, 9. Mai. Mit Erstem dies Monats hat die für das Land T irol neu ein­ geführte Zoll-Ordnung und T arif ihren Anfang genommen, da nun laut Gubernial Eröffnung vom 25. v(origen) M(onats) alles Hausieren aufzuhören hat und es nun darauf ankommt, daß die verschiedenen Handelsleute und Kräm er — statt sich mit Hausieren abzugeben — mit allerhand verschiedenen vom hiesigen Handelsstande nicht führenden, dem hiesigen Publicum aber notdürftigen W aren sich allhier niederlassen werden, so werden nun auf Befehl der hohen Landesstelle die an der hiesigen Zwinger­ mauer auf beiden Stadtgräben befindlichen hölzernen Hütten abgebrochen und an deren Statt andere von Mauerwerk und in gleicher Form bestehende zweierlei (größere und kleinere) M arkt- und W aren-Gewölbe hart an der Mauer errichtet werden.“ Und zum 12. September berichtet Pusch dann noch über den vollzogenen Bau: „Statt der ehe­ maligen hölzernen Hütten an der Zwingermauer der beiden Stadtgräben bestehen jetzt 22 neue mit möglichstem gleichförmig erbaute Boutiquen da, welche nun zum Teil Han­ delsleuten und Professionisten, zum Teil auch Privaten eigentümlich angehören und w ovon die Baukosten die Summe von 5096 Gulden ausmachen.“ Da sich bisher weder unter den städtischen noch den Regierungs-Akten jene den Bau dieser Verkaufsläden anordnenden Schreiben auffinden ließen, muß man dem Chroni­ sten für die vorangeführten Angaben, die er zweifellos nach Einsicht in die erlassenen Schriftstücke niederschrieb, dankbar sein. V o r allem gibt er eindeutig den Anlaß zum Bau dieser Boutiquen an: für die Hausierer, die durch das neue Hausierverbot brotlos ge­ worden wären, mußten feste Kaufläden geschaffen werden. Man verwendete hiefür den in der Nähe des neuen Marktes gar nicht ungünstig gelegenen Grund der zugeschütteten Gräben. Die dort bereits bestehenden hölzernen Hütten wurden abgebrochen und an ihrer Statt größere und kleinere, aber äußerlich gleichförmige, gemauerte Warengewölbe erbaut. Eine gewisse Erklärungsschwierigkeit bereitet die Angabe, daß jene hölzernen Hütten an der „Zwingermauer“ gestanden seien, die auch weiterhin mehrfach in den Akten erwähnt wird. W as verstand man unter der „Zwingermauer“? Es w ar dies eine vermutlich nicht sehr hohe Mauer hart am Rande des Grabens. Ursprünglich zur V e r­ teidigung erbaut, damit ein jenseits des Grabens liegender Feind nicht auf die am Zwin- 3 ger befindlichen Bürger schießen könnte, diente sie später wohl nur als Schutz gegen, einen Sturz in den Graben. Die niedere (zinnengekrönte) Mauer am Inn, die man auf einigen alten Stadtansichten vor der eigentlichen Stadtmauer erkennen kann, dürfte dieser Zwingermauer an den Gräben entsprechen. Die neuerbauten Verkaufsläden müßten also als rückwärtige Mauer die Zwingermauer benützt haben. Und zwischen den Boutiquen und der alten Stadtmauer blieb auch weiterhin der etwa zwei bis drei Meter breite Zwinger, wie man ihn selbst heute noch an etlichen Stellen deutlich beobachten kann. W ährend die Geschäfte an Handelsleute, Professionisten und auch Private ver­ kauft wurden (Pusch behauptet ja, daß sie diesen „eigentümlich angehören“), blieb der Zwinger in öffentlichem Besitz (z. B. schreibt das Gubernium 1806: „Wenn dieser Zwinger anders benützt . . . werden sollte“). A uffällig ist es, daß der neugewonnene Grund samt den Boutiquen von der Regierung verkauft wurde (z. B. „er K äufer vermög Verleihung de dato 19. Dez. 1780 von hoher Herrschaft an sich gebracht hat1), also nicht als Eigentum der Stadt gegolten hat. Eine Schwierigkeit, die sich durch die Errichtung der Vorbauten für die dahinter liegenden Häuser ergab, w ar die Ableitung des Regen­ wassers, das man natürlich nicht in den Zwinger hineinfließen lassen konnte, sondern über die Vorbauten hinwegführen mußte, wie man dies auch heute noch sehen kann. Die Frage der Wasserableitung wird auch in den Akten immer wieder behandelt. Der glückliche Umstand, daß auf eine zufällige Bemerkung hin H err Prof. Hugo Klein in dankenswerter Weise vier Akten, die gerade den V erkauf solcher Boutiquen betrafen, zur Verfügung stellte, ermöglicht es, die vorstehenden Ausführungen durch einige Quellenstellen zu belegen. Am 6. Juni 1786 teilte das Gubernium dem Dicasterial- Advokaten Dr. Joh. Nep. D allatorre mit, daß man sein „Anlangen um käufliche Überlassung der auf dem sogenannten neuen Markte befindlichen Poutique No. 8 “ zur Kenntnis genommen habe und ihm diese gegen den baren Erlag von 330 Gulden über­ lassen wolle; nach Bezahlung des Kaufpreises werde es ihm freigelassen, „die Bedachung derselben (Boutique) so umkehren zu dürfen, daß das Regenwasser auf die Gasse fließen könne, wogegen sich derselbe in solchem Falle auch anheischig zu machen hat dem Nachbar Johann Saurwein, welcher aus seinem Hause das Regenwasser auszuführen keinen Ausweg hat, zu gestatten, daß auf Unkosten des Saurweines eine Rinne und Wasserableitung mit den nötigen Vorsichten unter eröffneter Poutique gemacht werden könne“. Schließlich mußte sich der K äufer verpflichten, „die Poutique nie so zu ver­ ändern, daß dieselbe auch in ihrer äußeren Gestalt verändert und dadurch etwa eine Ungleichheit gegen den ändern Poutiquen verursachet w erde“. Nach Erlag des K a u f­ schillings erhielt Dr. Dalla Torre dann am 21. Juli 1786 die Kaufurkunde, in der es heißt: „Als wird hiemit besagtem K äufer Doctor dalla Torre das Eigentum dieser Boutique, welche gegen Aufgang (= Osten) an des Käufers Boutique No. 7 gegen Mittag ( — Süden) an der Gassen, gegen Abend an die Boutique No. 9 und gegen Mitternacht an das G artl des Joh. Saurwein grenzet, auf ewige W eltzeiten vollständig überlassen, selber um den bereits abgeführten Kaufschilling bestermaßen quittiert und in den w irk­ lichen Besitz dieses Gebäudes solchergestalten eingesetzt, daß er K äufer besagter Boutique eigentümlich besitzen, benützen, vertauschen, verkaufen und alles, was einem wahren Eigentümer zusteht, tun könne und möge“; er habe nun die Freiheit, die Bedachung seiner Boutique umzukehren und gleich der anderen, ihm bereits gehörigen, „zu gewöl- ben und zu dem Ende die rückseitige Mauer gleich den bereits hergestellten Boutiquen nach Erfordernis zu erhöhen“. Der als Nachbar genannte Schlossermeister Joh. Saurwein besaß das Haus Schlossergasse Nr. 9 (Bayr; nach K. Fischnaler IV, 81). Am 25. Mai 1787 verkaufte der Bandwirker Pongraz Burtscheller (= Pfurtscheller) dem Joh. Michael W ierer, der das Haus Schlossergasse Nr. 17 (Fechtl) innehatte, „die 4 H älfte seiner auf dem Ursuliner Graben liegenden Boutique so mit No. 9 bezeichnet ist und 1. an die Boutique des Titl. Herrn Dr. D alla Torre, 2. an die Landstraße, 3. an die übrige H älfte, so dem H. Franz Keck zuständig ist und 4. an die Stadtschmied Eggerische Behausung ( = N r . 11, Dialer) anstosset, und er K äufer vermög Verleihung de dato 19. Dez. 1780 von hoher Herrschaft an sich gebracht hat, auf ewige W eltzeiten um einen bedungenen Kaufschilling per 170 f., sage hundertsiebenzig Gulden“. Den 30. Jänner 1805 verkaufen Georg Strickner und dessen Frau M aria Anna, geb. Wagner, der Frau K atharina Schindler, geb. Fischer, „eine auf dem Ursulinergraben stehende Poutique mit No. 7 bezeichnet, welche teils an der Verkäuferins Behausung und Poutique, teils an den Graben und die Wiererische Poutique grenzt“ und welche sie mit V ertrag vom 16. Sept. 1802 von der W itw e Elisabeth Fidler übernommen hatten. Der Kaufpreis betrug 620 Gulden und wurde von Simon Schindler bar erlegt. Die Käuferin wurde befugt „von der Poutique eine Türe in die Waschküche (die vermutlich im Zwinger stand) durchzubrechen, um die Waschküche und Brunnen zu benützen, auch auf den Erstrich dieser Poutique zu kommen, und im Falle die Bewilligung erhalten werden sollte, in den erkauften Poutiquen ein H erdl zu bauen und einen Ofen zu setzen, sind Verkäufer verbunden von jeden ein Loch in die Waschküche zu gestatten. Im Übrigen ist sich einverstanden worden die Dachrinnen auf der Gassen heraus gemeinschaftlich zu unterhalten.“ Am 7. Mai 1806 teilt der Stadtmagistrat dem Gubernium mit, daß der G ärtner Franz Lindebner mit Einverständnis seines Nachbars Max Fulterer angesucht habe, „die zwei hölzernen links unweit der Hauptwache (= Burggraben 3) stehenden Hütten in gleicher Form mit den übrigen Boutiquen aufmauern und zur Gewinnung eines besseren Raumes um 3 Schuh (= zirka 90 cm)“ verlängern zu dürfen. Bei dem königl. bayrischen M ilitär-Com mando — das gefragt werden mußte, weil diese Boutiquen an die Zwingermauer eines Militärgebäudes angebaut werden sollten — fand das Ansuchen geneigten Beifall. Auch der Magistrat schlägt eine Genehmigung vor, wenn folgende Bedingungen gestellt werden: 1. sei bei Ausführung des Baues die Gleichförmigkeit mit den übrigen Boutiquen genau zu beobachten; 2. sei ein Revers auszustellen die zum dahinterstehenden Militärgebäude gehörige Zwingermauer fortwährend unschadhaft zu erhalten und, wenn dieser Zwinger anders benützt und die gegenwärtige T ra u f­ wasser-Ableitung aufgehoben werden sollte, die Traufe von den Boutiquen auf eine unschädliche Weise abzuleiten; 3. sei die Mauerseite gegen Abend des nämlichen Zwin­ gers, welche wegen Verlängerung der Boutiquen einen unförmlichen W inkel gestalten würde, der Boutiquen-Mauer gleich auf ihre Kosten herauszusetzen. Die Regierung schloß sich völlig dem Vorschläge des Magistrates an. K . Fischnaler gibt in seiner „Innsbrucker Chronik“ (IV, 36) noch folgende zwei Notizen an: 1859, Aug. 5., Erbauung der ersten beiden Verkaufsläden beim Damen­ stift, und 1895, Aug. 29., Über die neuen Geschäftsvorbauten. Die erste Stelle bezieht sich auf eine Zeitungsanzeige, die lautet: „A uf dem Franziskanergraben hier, zunächst dem Damenstifte sind zwei neuerbaute Verkaufsläden samt einem Magazinslokale auf kommende G alli ( = 1 6 . Oktober) zu vermieten. Nähere Auskunft hierüber erhält man beim Eigentümer derselben im Hause 69 in der Stallgasse (= Stiftgasse Nr. 3, Lechle, um 1870 Schnittwarenhandlung Anna Steidle) . . .“ Das zweite Zitat bezieht sich auf einen Aufsatz „Bauliche Entwicklung von Innsbruck“, in dem es heißt: „ . . . Durch den nun vollendeten Umbau der Geschäftslokale im Hause der Herrn W eth und Steidle in geschmackvolle Verkaufshallen präsentiert sich der Burggraben als ein den modernsten Anforderungen entsprechender eleganter Verkaufscorso. Der Verkaufs­ laden der Modistin M. Peslatz, nun Mendl, am Burggraben w ird umgebaut . . .“ Der Umbau des Alois W eth, Burggraben N r. 17, betraf laut Bauakt No. 8363/1895 zwei Verkaufsgewölbe im Hause selbst. 5 Ein Geschenk des Malers Joseph A rnold Als Joseph A rnold (gest. 1879), der bekannte T iroler Kirchenmaler, sich in Wien ausbildete, sandte er im August 1824 an den Innsbrucker Kunsthändler Franz U nter­ berger ein Gemälde „Das Urteil des Petrus gegen Saphira“ und schrieb diesem gleich­ zeitig folgenden Brief: Wien, den 10. August 1824. „Herr Unterberger! Sie werden mir verzeichen, das ich mir die Freuheit genohmmen disses Bild an Sie zu schiicken. Ich bitte Ihnen übergeben Sie das Bild dem Museum in Insbruck, nur bit ich Ihnen, daß, wen das Bild von der A rth ist, das es in dem Museum aufgestelt wird, in ein gutes Liecht gesteh werde, wen es aber im Fahl nicht angenohmen werden soll, so bitte ich Sie es bey Ihnen einstweilen ligen zu lassen. Die blind Ramm (= Blindrahmen; früher die Ram statt Rahmen) wäre gut, wen sie mit K eiller (= Keile; dabei eine kleine Skizze, die zwei Keile in jeder Rahmenecke zeigt) wäre auf die A rth, wie sie Ihnen vorher bekand sein werden. Ihr ergebendster Diener Joseph Arnold. (Daneben in der Ecke:) Das Bild gebe ich der Stadt Insbruck als Eigenthum, damit, wenn es vielleicht mit der Zeit mit dem Museum als wie mit der Omraser Samlung gehen wird, das Bild doch in Tirol verbleibet.“ Franz Unterberger benachrichtigt am 16. August 1824 den Stadtmagistrat, „daß ihm vom Herrn Jos. Arnold, Mahler in Wien, ein Bild in ö h l gemahlen zugeschickt wurde, mit der Ordre selbes an wohllöbl. Magistrat dahier mit der Bemerkung zu übergeben, daß er es der Stadt schenke, allein das Gemälde im hiesigen löbl. Museum in solange aufgestellt zu verbleiben habe, als selbes als National Museum besteht.“ Unterberger schickt zugleich das Gemälde mit; an Porto- und Transportkosten waren 3 Gl. 46 kr. zu begleichen. Für den Magistrat veranlaßt nun Bürgermeister Felix von Riccabona zuerst einmal ein Dankschreiben an den Künstler, in dem es u. a. heißt: „Für dieses edelmütige Geschenk eines so ausgezeichneten vaterländischen Künstlers dankt der Magistrat im Namen der Stadtgemeinde, und rechnet es sich zum Vergnügen Ihnen zum Zeichen der Erkenntlichkeit das Inkolatrecht (= Bürgerrecht) dieser Provinzial-H auptstadt unent­ geltlich zu verleihen, weil der Stadtmagistrat einen W ert darein legt, wenn ein Künst­ ler wie Sie sich in der Hauptstadt seines Vaterlandes früh oder spät niederlassen w ill.“ Weiters erhält der Stadtkämmerer C arl Carnelli den Auftrag, einen würdigen Rah­ men zu besorgen: „Da dieses Gemälde seiner Trefflichkeit wegen einer vergoldeten Einfassung würdig ist, so wolle der H err Stadtkämmerer diese Einfassung besorgen. Die hierauf ergebenden Kosten hat der H err Stadtkämmerer aus der Communal-Cassa zu bestreiten . . .“ Ebenso waren die Übersendungskosten zu begleichen. Es wurde nun heim Fässer W agner in H all ein goldener Rahmen bestellt, der anfangs Februar 1825 fertig w ar und 68 Gulden kostete. Am 3. Februar sucht der Stadt­ magistrat bei der Landesstelle um Bewilligung dieses Betrages an, die auch bereits am 11. d. M. erteilt wird. So konnte nunmehr das Gemälde dem Museum übergeben werden. Im Begleitschreiben heißt es u. a.: „Das Gemälde ist schon an und fü r sich, und selbst in Beziehung auf den Umstand, daß selbes von einem T yroler verfertigt worden ist, von einem solchen entschiedenen W erte, daß seine Aufstellung im Nationalmusäo zur Ehre der T yroler Künstler gereichen kann. A uf daß der Stadtmagistrat zur Zierde des N atio­ nalmuseums seinerseits etwas beitrage, hat er eine schöne Rahm dazu und zw ar auch von einem T yroler verfertigen und fassen lassen . . .“ Der Ausschuß des Nationalmuseums (unterschrieben: A A . di Pauli) bestätigt am 6 26. Februar den Empfang, spricht seinerseits den Dank aus und verspricht die Bedingun­ gen einzuhalten. Im Katalog d ir Gemäldesammlung des Ferdinandeums vom Jahre 1928 ist das Bild „Tod der Saphyra“ unter Nr. 376 verzeichnet. Es stellt das Ende der Erzählung im 5. K apitel der Apostelgeschichte von Ananias und Saphyra dar: Dieses Paar hatte ein Grundstück verkauft und den Erlös dem Petrus gebracht, einen Teil des Geldes jedoch zurückbehalten. Als Petrus den Ananias fragte, ob dies der ganze Betrag sei, und Ananias bejahte, fiel er sogleich tot um. Einige Zeit danach kam Saphyra, die den Petrus in gleicher Weise anlog, da sie von dem Tode ihres Mannes noch nichts wußte. Auch sie fiel auf der Stelle tot um. Ein V erbot der M arionetten-T heater vom Jahre 1808 Als älteste Nachricht über Innsbrucker Marionettenspiele führt Konrad Fischnaler im 3. Bande seiner Stadtchronik (Seite 82) drei Notizen aus den Jahren 1688, 1762 und 1793 an. Für die Jahre 1807 bis 1809 finden sich einige erwähnenswerte Akten im soge­ nannten Bairischen Archiv des Innsbrucker Landesregierungsarchives (Classis IV, Sectio B, II). Am 16. Dezember bittet die W itw e Anna Schallinger das königlich bairische Guber­ nium um die Erlaubnis, das sogenannte „Bradler Krippele die Weihnachtszeit aufführen zu dürfen“. Sie sei seit dem Tode ihres Mannes bestrebt, trotz ihrer Mittellosigkeit und einer noch jungen Tochter der Armenkassa nicht zur Last zu fallen; hiezu habe ihr „das Bradler Krippelespiel, welches ihr schon durch mehrere Jahre gnädigst gestattet wurde, zu ihrem nötigsten U nterhalt das Seinige“, wenn auch nur wenig, beigetragen. Die Gesuchstellerin bittet neuerlich um die Spielerlaubnis und führt als Begründung folgende vier Punkte an: 1. ist dieses Spiel „nur ein Kinderspiel und nur für Kinder, keineswegs aber fü r er­ wachsene Personen“. 2. ist durch undenkliche Jahre niemals dadurch eine Ungelegenheit entstanden. 3. ist „die Einlage frei, so zwar, daß, wenn jemand für sich oder ein Kind allenfalls einen Kreuzer freiw illig abreichen w ill, sich die Bittstellerin zufrieden gibt. 4. möge man ihre D ürftigkeit erwägen. Bereits am 22. Dezember wurde der Polizeidirektion die Bewilligung mitgeteilt. Ein Jahr später, am 14. Dezember 1808, reicht W itw e Schallinger „in tiefster Ehrfurcht ersterbend“, wieder beim Kön. Bair. General-Kommissariat des Innkreises ein, dem vorstehenden beinahe gleiches Gesuch ein. Darin bemerkt sie noch, daß das Spiel lediglich in ihrem Wohnzimmer gespielt werde. Am 19. Dezember berichtet die Polizeidirektion an das General-Kommissariat, daß sie bereits am 20. September angezeigt habe, warum die Marionettenspiele verboten sind. D araufhin habe das General-Kommissariat den Josef R ofner abgewiesen. Die Polizeidirektion sei der Meinung, daß für niemand eine Ausnahme gemacht werden dürfe, und da die W itw e Schallinger „ohnedies zum Arbeiten fähig ist“, sei auch sie abzuweisen. Die Abweisung erfolgte denn auch am 26. Dezember. Nun zum Fall Rofner. Am 21. August 1808 ersucht der Sesselträger Joseph Rofner das Kön. Bair. Landes-Gubernium, in seiner Wohnung das „Pullitschinell-Spiel“ auf­ führen zu dürfen. Rofner gibt an, daß des heurigen Jahres sehr geringer Erwerb und die größeren Bedürfnisse des W inters ihn veranlassen, sich um eine Aushilfe umzusehen; so sei er auf den Gedanken verfallen „durch A ufführung eines Pullitschinell-Spieles sich eine kleine Erleichterung seines Unterhaltes zu verschaffen“. Er bittet, in den vier rauhen Wintermonaten, von Anfang November bis Ende Februar, an Sonn- und Feiertagen 7 nachmittags in seiner Wohnung spielen zu dürfen; er habe fü n f unmündige Kinder und kein eigenes Vermögen und könne nur mit größter Mühe seine Familie den Sommer über ernähren. R ofner erhoffte sich die Bewilligung „umso eher, al^ eine dergleichen Unterhaltung die Kinder, fü r welche dieses Spiel gewidmet ist, von dem vielen gefähr­ lichen Unfug, der gewöhnlich im W inter zu geschehen pflegt, nicht nur abhält, sondern auch denselben Sittlichkeit und M oralität einprägt, besonders da die aufzuführenden Stücke alle sehr zweckmäßig sind diesen zu erreichen“. Am 7. Oktober erhält er die Abweisung mit dem Verm erk, daß er, wenn er wirklich arm sei, eine Unterstützung er­ halten könne. Am 16. Dezember 1808 richtet daraufhin R ofner ein neuerliches Gesuch an das Kön. Bair. General-Kommissariat um die Bewilligung, ein „rührendes K rippele“ spielen zu dürfen. Es sei dies nur eine unschädliche Hausunterhaltung fü r Kinder, die diese vom gefährlichen Gassenlaufen abhalte. Rofner weist auch darauf hin, daß er dieses Krippele schon das ganze Jah r über vorbereitet und mandien Kreuzer, den er fü r seine Familie gebraucht hätte, dafür ausgegeben habe. Seit jeher hätte die hohe Landesstelle jedem Sesselträger einen kleinen Nebenverdienst eingeräumt, und da er bereits 15 Jahre als Hofsesselträger unentgeltlich diene, so glaubt auch er dieser Gnade würdig zu sein. Auch dieses Gesuch w ird am 24. Dezember 1808 abgewiesen. Trotzdem muß R ofner sein Krippele-Spiel auf geführt haben, denn als er am 8. De­ zember 1809 an das Kreis-Kommissariat die Bitte richtete, wieder spielen zu dürfen, verweist er darauf, daß er „im vergangenen W inter ein rührendes Krippele beigeschaffen und solches mit Vorwissen der kön. Polizei-Direktion von Weihnachten bis Lichtmessen an den Sonn- und gebotenen Feiertagen nachmittags öffentlich gespielt“ habe. Da die Polizei-Direktion dies heuer nicht mehr gestatte, sei er genötigt, dem Kreis-Kommissa­ riat die Bitte um Genehmigung vorzulegen. Das Spiel sei sowohl unter der österreichi­ schen, als auch nachgehends unter der bairischen Regierung in den Jahren 1806 und 1807, ja auch noch zum Teil 1808 erlaubt worden, weil es ohne Anschlagung von Spielzetteln nur im eigenen Q uartier als Hausunterhaltung fü r Freunde, Bekannte und Nachbarn gezeigt werde. Das Ansuchen Rofners wurde „ein für allem al“ abgewiesen. Schließlich sei noch ein Gesuch vom 23. Jänner 1809 erwähnt, das die „Friserin Mag­ dalena Rappin um Erlaubnis etwelche Maroneten Sticke aufzufieren und zu dessen Gehilfen den Teater-Meister Jacob Gogel und den Teater-Schneider Joseph H artler, nebst den Anton Neihauser, Handlanger bei dem T eater“ heranziehen zu dürfen, ein­ reichte. Der originelle Text lautete: „Eier Excelenz, da mein Mann ganz brodlos ist, so bitte ich gehorsamst um diese Erlaubnis, indem ich sowohl, mein Man auf gute Sitten und aller Unanstendigkeit, die gewönlich aber bei solcher Gelegenheit nicht in Acht genommen sind geworden, getreilich zu befolgen mit den stäten Dank und den Gebet lallenten Kindern, das nicht selten zu dem Algitigen enpohr steigt, bin ich Eier Exelenz treugehorsamste Magdalena Rappin.“ Das Gesuch wurde unverzüglich ab­ gewiesen. Aus dem Tagebuch des Johann Lang Eine erzählende Geschichtsquelle der Jahre 1841 bis 1850, die, obwohl damals bereits die Zeitungen auch über die lokalen Begebenheiten allerlei berichteten, doch fü r die Innsbrucker Stadtgeschichte w ertvoll ist, bisher jedoch kaum benützt wurde — K . Fisch­ naler hat sie z. B. einige Male in seiner Chronik zitiert — ist das Tagebuch des Sekretärs der Universitätsbibliothek, J o h a n n L a n g . Die dreibändige, in der Ferdinandeums- bliothek aufbewahrte Handschrift schließt mit dem Dezember 1850 ab. Ein halbes Jahr zuvor, am 10. Juni, hat sich der 47jährige Verfasser, wie er selbst erzählt, vermählt. Aus der Eintragung in dem Traubuch der St.-Jakobs-Kirche geht hervor, daß Joh. Lang (geb. 8 13. Oktober 1803) ein Sohn des Alois Lang, Schneidermeisters zu Reutte, und der Josepha Falger (beide bereits verstorben) w ar; die Braut, Maria Speiser (geb. 10. Oktober 1829), w ar die Tochter des ehemaligen Kaiserjägers Franz Speiser und der M aria März sel. Um nun näher mit der Schreibweise Längs sowie dem Inhalt des Tagebuches bekannt zu machen, seien im folgenden die letzten Seiten mit den Begegenheiten vom Tage der Vermählung bis zum Ende des Jahres 1850 mitgeteilt. „Am 10. Juni morgens 1U nach 5 U hr wurde ich durch den Hr. Pfarrkooperator Bartholomäus Kometer in der Hauskapelle des Hr. Dekans, wie ich hoffe, unter Gottes Beistand mit meiner geliebten Maria getraut. Zeugen waren ihr Ziehvater Jos. Dietrich und der Buchhaltungs-Ingrossist Andreas Dobler. Am Dienstag den 11. Juni abends um V2 7 U hr sind Ihre Majestäten, der Kaiser Ferdinand und seine Gemahlin, die liebenswürdige Kaiserin M aria Anna, von Prag dahier angekommen, um den Sommer über in der hiesigen Residenz zu wohnen. Die Empfangsfeierlichkeiten von Seite des Volkes waren gleich null, nur paradierten ein paar Bataillons der hier garnisonierenden Truppen. Seither ziehen diese täglich mit klingendem Spiel auf die Burgwacht. Am Mittwoch den 12. Juni begann man eine neue Ritsche durch die Museumsgasse zu graben. Der Anfang wurde bei der Ausmündung in die Ritsche am Franziskaner­ graben gemacht. Diese Ritsche w ird auf Kosten der Stadt unter der Leitung des prov. Stadtbaumeisters und Magistratsrates, des Zimmermeisters Joseph M ayr, aus Nagelstein hergestellt. Am Donnerstag den 13. Juni wurde das neu gelegte T rottoir vom Porticus des Theaters bis zum Seitentrottoir in der Universitäts-Straße aus Asphalt hergestellt und vollendet, nachdem diese Arbeit schon am Montag begonnen hatte. Am Abend des 13. Juni fuhr der Kaiser zum ersten Mal aus. Am Samstag den 16. Juni wurde die gegen den Eingang der Kirche gekehrte Seite der Parapetmauer an dem Musikchor der Franziskanerkirche mit H olztafeln bekleidet, an welchen antike Verzierungen auf gelbem Grunde angebracht sind. Diese Zieraten hat der Bildhauer zu Hötting, Peter Egger, aus Holz geschnitzt; sie harmonieren inso­ fern mit den alten nicht, weil an ihnen das Q uadrat statt des Rundbogens, wie bei den alten Zieraten, die Grundform bildet, und die von Stäben eingeschlossenen Siegel sich unter den alten Formen nirgends wieder finden. Wegen der am 6. Ju li beginnenden Sekularfeier des Mariahilfbildes in der hiesigen Pfarrkirche wurde in der Woche vom 17. bis 22. Juni das Pflaster der Kirche aus­ gebessert und wegen der damit verbundenen feierlichen Prozession sind das Bederlunger- und W in kler’sche Haus am Stadtplatze, dann das sogen. Engel-Haus der Hauptwache gegenüber neu verputzt worden. Schade ist es nur, daß das elende Papiergeld allen Verkehr hemmt. Seit einigen Wochen werden die Sechskreuzerstücke, die dem Silbergehalte nach nur 5 Kreuzer Reichs-Währung w ert sind, im täglichen Verkehr für 8 K r. R. W ., vier Einkreuzerstücke aber fü r 5 K r. R. W . angenommen. Sonst behilft man sich eben, so gut es gehen will, mit den zerschnittenen grünen Eingulden-Banknoten vom Jah r 1848, von denen ein Viertelstück 18 K r. R. W . gilt und die zu einigem Tröste noch in beträchtlicher Menge vorhanden sind, während die Silbersechser von den Wucherern allenthalben zusam­ mengefischt werden; sie bezahlen fü r 100 Gulden gern 20 Gulden Agio. Das sind die Früchte der verfluchten Revolution im Jahre 1848. In der letzten Woche des Monats Juni und in der ersten des Monats Ju li ließ der Fleischhauer Josef Kohlegger auf sein Haus No. 443 an der Kaiserstraße einen vierten Stock und einen neuen Dachstuhl aufsetzen, wodurch der Giebel von Ost nach Nord verkehrt worden ist. Am 17. Ju li wurde das Pflaster der St. Ignatiuskapelle in der Jesuitenkirche durch 9 den Steinmetz Anton Hohenauer neu hergestellt, indem die noch brauchbaren Stein­ platten neu geschliffen, statt der schadhaften aber ganz neue eingesetzt worden sind. Der A ntritt in die Kapelle, sowie der A ltartritt blieben, obgleich schadhaft, unverändert. An demselben Tage wurden die zwei Zäune und Tore, welche den zwischen dem Casino und der Gefällenverwaltung in der Universitätsstraße liegenden Raum von der Gasse trennen, vollendet und dadurch der bequeme Durchgang für das Publikum abgesperrt. Am 17. Ju li ist auch das bisher bestandene T rottoir vor der Burg von dem obern Tore bis zur Durchfahrt in die Hofgasse ausgehoben worden, um den Platten scharfe Kanten zu geben und um dieses T rottoir in derselben Form wie die untere Abteilung her­ zustellen. An demselben und den folgenden Tagen ist endlich die Pfarrkirche des seit der Sekularfeier noch gestandenen Schmuckes von innen und außen vollständig entkleidet worden. Die äußern Verzierungen an der Facade wurden erst am Freitag den 19. Juli ganz beseitigt. In der letzten Woche des Monats September ist das Pflaster der Pirminuskapelle in der Jesuitenkirche neu gelegt worden. Zu diesem Ende hat der Steinmetz Anton Hohen­ auer die alten Platten neu geschliffen und statt der schadhaften neue eingesetzt. Auch ist um diese Zeit die nordwestliche Ecke des Universitätsgebäudes mit Ziegeln ein­ gedeckt worden. Am 9. November ist endlich zu dem neuen T rottoir vo r der Burg (siehe 17. Juli) der letzte Stein eingesetzt und damit die so lange hinausgezogene Arbeit vollendet worden. Am 9. November ist auch auf das von dem Maler Klaisner an der nordöstlichen Ecke der Museumsstraße am 6. Mai zu bauen begonnene Haus der Dachstuhl aufgesetzt worden. Am 10. November wurde in der Jesuitenkirche für das M ilitär zum erstenmal Gottes­ dienst gehalten, weil nach dem Ausspruch des neuen Militärkommandanten Feldmar- schall-Leutnant v. Roßbach diese Kirche nun Garnisonskirche sein soll, indem die Franziskanerkirche zu klein und auch sonst ungeeignet sei. Es wagte es niemand hie- gegen zu protestieren. Gegenwärtig, um M artini 1850, werden an der Südseite der Museumstraße neue Trottoirs von Asphalt gelegt, nachdem man vorher die Erde ausgehoben und die V e r­ tiefungen mit sogenannten Koppen ausgefüllt hat. Am 11. November V 2 8 Uhr morgens ist das 2. Bataillon des Infanterie Regimentes No. 30 (G raf Nugent) von hier nach Bamberg abmarschiert, dem am 12. Nov. das 3. Bataillon mit dem Stabe und der Musikbande folgte; es sind also nur mehr etliche Kaiserjäger hier; dies hatte zur Folge, daß gestern Nachmittag und heute aus der Hauptwache vor der neuen (?) Kaserne keine Wachten mehr stehen, was völlig unerhört ist. N ur vo r der Burg stehen zwei Mann und beim Zuchthaus 8 Mann Jäger, sonst nirgends welche. Am Donnerstag den 21. November standen auf der Hauptwache und bei den Generä­ len und Stabsofficieren wieder Wachtposten, nachdem am Dienstag den 19. nahezu eine Kompanie Kaiserjäger von Kufstein hieher gekommen sind. Diese Wachtposten werden alle von den Jägern versehen. Auch stehen jetzt wieder zwei Kanonen auf der Hauptwache, welche mit Dächern zugedeckt sind. Am Sonntag den 24. November hatte die sehr schwache Garnison wieder in der Fran­ ziskanerkirche ihren Gottesdienst; dieser soll nur dann in der Jesuitenkirche gehalten werden, wenn die Garnison so stark ist, daß sie in der erstem Kirche nicht mehr Platz hat. Am 8. Dezember ist die große Glocke der Jesuitenkirche wieder geläutet worden, nachdem sie seit dem Kirchtag (20. Oktober) nicht mehr hatte gebraucht werden können, weil an diesem Tage das Joch zerbrach. Es wurde daher mit Bewilligung des Ministe­ riums von dem Zimmermeister Jos. M ayr ein ganz neues Joch und ein sogen. Langer 10 zu dieser Glocke verfertigt, sodaß jetzt diese Glocke auch herunten geläutet werden kann. Im Monat Dezember ist der Weg von den Kapuzinern über den Saggen nach Mühlau ganz hergestellt worden; auch wurde mit Bewilligung des pens. Landrates Joh. v. M örl von dem sogen. Chotekweg hinter dem Hofgarten zu diesem Fußweg ein Zugang über die Wiese desselben angelegt. Am 21. Dezember 1850 sind die von den Kapuzinern bis zum Löwenhaus gestandenen von der bairischen Regierung im Jahre 18 10 gepflanzten hohen Papelbäume an verschie­ dene Parteien im Versteigerungswege von der k. k. Baudirection verkauft und sodann bis zum Erdboden abgestockt worden. Dies geschah, weil viele dieser Bäume schadhaft waren und sie dem Ungeziefer nur als Brutgelegenheit dienten. A n ihrer Statt soll im künftigen Frühjahr daselbst eine andere Allee von einer besseren Baumgattung gepflanzt werden. Wegen des am 21. Dezember abends mit allen Glocken der Stadt eingeläuteten Jubi­ läums und der am 26. darauf begonnenen, missionsartigen Predigten, welche von den beiden hiesigen Jesuiten Georg Patiß und Christian Thurner, von jenem um 9 U hr V o r­ mittag, von diesem um 5 U hr abends unter einem sehr großen Volkszulaufe gehalten wurden, fand in diesem Jah r die gewöhnliche Andacht am Neujahrabend in der Jesuitenkirche nicht statt; ebensowenig wurde am Neujahrtag in dieser Kirche das hochw. Gut zur Anbetung ausgesetzt. Dies geschah vielmehr in der Pfarrkirche, wo an diesem Tage die letzte Missionspredigt stattfand und die erwähnte Andacht mit dem Tedeum geschlossen wurde. Im Monat Dezember ist von der Ausmündung des Innkanals hinter dem Bierwastl aufwärts gegen den Prügelbau eine Arche von Schiefersteinen anzulegen begonnen worden. Durch die Ausfüllung der dazwischen liegenden Vertiefungen w ird ein großer Raum gewonnen und es w ird dadurch ein Verbindungsweg von der Innbrücke bis auf den Prügelbau erzielt, sodaß man auch an diesem Innufer einen angenehmen Spazier­ gang erhält. Diese Herstellung geht auf Rechnung des A erars.“ Ein Mühlauer W irt als Feierabendschänder Die Arbeitsruhe an Feiertagen, wie auch deren Vorabenden, wurde seinerzeit sehr streng eingehalten. Jede nicht unbedingt lebensnotwendige Arbeit, die an einem Feier­ tag vorgenommen wurde, erachtete man geradezu einer himmlischen Bestrafung fü r würdig. Schon der fränkische Geschichtsschreiber Gregor von Tours erzählte im 6. Jah r­ hungert folgende Legende: „Jemand, der den Tag der Auferstehung des Herrn nicht fürchtete und nicht ehrte, nahm Getreide, ging zur Mühle, legte die Gerste auf und begann die Mühle mit der Hand zu drehen. Als er fertig war, vermochte er nicht die Hand zu öffnen, sondern hielt wider W illen das Holz, das er angefaßt hatte, unter großen Schmerzen fest. Als er sah, daß er nicht loskommen konnte, schnitt er das Holz an beiden Seiten ab, ging zur Kirche des hl. Martin, und dort lösten sich, nachdem er gebetet und eine Nacht durchwacht hatte, seine Hände; und seine Hand w ar wie früher zur Arbeit tauglich. Im nächsten Jahr ging er wieder an demselben hl. Tage an die Arbeit, um deretwillen er von Gott gescholten worden war, und wieder blieb das Holz an seiner Hand hängen. V or Schmerzen weinend ging er abermals zur Kirche des Heiligen, fand aber diesmal keine Erhörung. Erst nach zwei Jahren an demselben Fest . . . wurde auch dieser Mann von der Last des Holzes befreit.“ (Aus Gosw. Fren- ken, W under und Taten der Heiligen.) Ein solcher Fall von Feiertagsschändung, dem gleich die Strafe des Himmels auf dem Fuße folgte, sollte sich nun am 24. M ärz, dem Vorabend von M ariä Verkündigung, des 11 Jahres 1614 in Mühlau ereignet haben. Dieser V o rfall, der begreiflicherweise allent­ halben in der Stadt besprochen wurde, kam schließlich auch dem Landesfürsten, Erz­ herzog Maximilian dem Deutschmeister, zu Ohren, der die Regierung beauftragte, der Sache nachzugehen und festzustellen, was eigentlich an dem Gerücht wahr sei. So richtete diese an den Pfleger zu Thaur ein Schreiben, dem folgender Sachverhalt zu entnehmen ist: V ictor Söll, W irt zu Müllen (= Mühlau), habe am jüngst vergangenen Unser Lieben Frauen Abend Annunciatae (d. h. am Abend vor M ariä Verkündigung = 24. März) gar spät die Feldarbeit continuiert (= fortgesetzt) und ungeachtet der heiligen Zeit durch seinen Bauknecht „ein Tunk ausfieren lassen“, also Dünger hinausführen lassen. Dabei seien nun — und dies w ar die wunderbare Strafe — „auf einem harten, steinigen Acker und Boden die Roß also tief eingesunken, daß man (sie) mit sonderer Mühe und Beschwerlichkeit an Seil und Banden wiederum herausziehen müssen“. Da nun jedermann der Meinung sei, „daß solches kein natürliches W erk, sondern aus göttlicher Verhängnis zur Strafe und (zum) Exempl geschehen sein möchte“, so sei es nicht unbillig dies zu ahnden. Die Regierung befiehlt, da der Landesfürst der Meinung sei, daß sie sich des „rechten Grunds und wahrer Geschieht zu erkundigen“ habe, dem Pfleger sich mit verständigen, geschworenen Bauleuten unverzüglich auf besagten Acker zu verfügen und durch Nachgraben im Erdengrund und auf andere Weise den Augenschein wohl einzunehmen, sich mit Fleiß zu erkundigen und inquirieren, „wie solches Factum eigent­ lich erfolgt“ sei, und schließlich ein Gutachten, „was er Söll zu rechter Straf verw irkt habe“, samt einem genauen Bericht abzugeben. Da die fürstliche Durchlaucht ferner vernommen habe, daß „in bemeltem Wirtshaus gleich allerhand liederliche Leut ihren Zu- und Einkehr-Unterschlupf und A ufhalt nehmen und haben, dahero viel Übel, wie in dergleichen receptaculis (= Herbergen) gebräuchig ohngestraft fürgehen sollen“, so wünsche er auch darüber Bericht zu erhalten. Der Pfleger möge sich also auch diesbezüglich an verschiedenen Orten erkundigen und mit seinem Berichte Vorschläge einbringen, was zur Abstellung dieser Mißstände zu unternehmen sei. Aus einem zweiten Schreiben an den Pfleger vom 6. Mai geht hervor, daß dieser bereits am 27. A pril eine Darstellung über die „Beschaffenhait der jüngst mit Victor Sölens Rossen eingesunknen Gruben“ eingereicht hatte. Da die Regierung inzwischen erfahren habe, daß sich dergleichen Gruben in jener Gegend „mehr erzeigen und das Erdreich niedersitzen soll“, befehle der Erzherzog dem Pfleger sich nächstens mit Bau­ werksverständigen wieder an den O rt zu begeben und dort alles genau zu besichtigen, nachzugraben und abzusuchen, „ob an einem oder ändern O rt dergleichen Gruben zu befinden“ seien. Über das Ergebnis der Untersuchung sei ehestens ein gründlicher Bericht zu erstatten. Da weitere Nachrichten leider nicht mehr vorliegen, ist der endgültige Abschluß jenes wunderbaren Vorfalles unbekannt. Erst Mitte Dezember 1615 w ird der Mühlauer W irt neuerdings erwähnt. Damals erfuhr die Regierung, „daß es abermals in der H aller Au böser Buben halber unsicher (sei) und daß auch (bei) V ictor Sollen, W irt zu Milan eingebrochen worden sein solle“. Es wurde eine Streife durch die H aller Au und um­ liegenden D örfer geschickt, die den A uftrag erhalten hatte „ohne alle der Untertanen Beschwer“ verdächtige Personen unverzüglich gefänglich einzuziehen. Ein poetischer Brief A n ton R. v. Schullerns Der T iroler Dichter und Förderer des Schulwesens, Anton Ritter v. Schullern zu Schrattenhofen (geb. 30. Jänner 1832, gest. 12. Jänner 1889, Innsbruck), schreibt an seine damals in Salzburg lebende Base und Schwiegermutter, M aria von Finetti, geb. 12 v. Ingram zu Liebenrain und Fragburg (geb. 30. Aug. 1828, gest. 29. November 1918, Innsbruck), folgenden Brief in homerischen Flexametern aus seiner Sommerfrische in Natters. Er erzählt darin hauptsächlich von seinem Sohne Hermann (geb. 24. Ju li 1861, Innsbruck), der als H ofrat und Professor der Volkswirtschaft an der Universität Inns­ bruck am 14. A pril 1931 starb, und seiner Tochter Elfriede (geb. 8. August 1862): Als drittes Kind kam am 17. A pril 1865 der Sohn Heinrich, der bekannte Dichter und Romanschriftsteller, zur W elt. Der Brief, den Hdrr Staatsbibliothekar Dr. Hans Hochenegg freundlicherweise aus seiner Privatsammlung zur Verfügung stellte, wurde im Sommer 1863 in Natters verfaßt: „Liebe Marie! So beginne der Brief nach Deiner Erlaubnis, Die Du dem Vetter und Sohn aus Deinem Palast an der Salzach Fern in die Hütte am Bach mir gesandt großmütig und huldvoll. Oftmals hast du gewünscht, des leichten Gelichters der Dichter Vater, den alten Homer, den unsterblichen, prüfend zu lesen. Siehe da naht sein Jüngster heran im Kleide des Alten D ir homerischen Stoff in homerischen Formen zu bringen. Nicht der belagerten Stadt und des wogenverschlag’nen Odysseus Schicksal kündet er Dir, noch herrliche W orte der Götter. W as er meldet, es sind des jüngsten germanischen Hermanns Taten, die er vollfü h rt im K am pf mit dem Eber der Fluren, Mit dem geringelten Tier und den lautaufgackernden Hennen. Kampfesbegierig entfleut, des Generals Kriegsleitung entbehrend, Durch das Gehöfte die Schar der befiederten Dorfamazonen, W etzet zur Schlacht mit W u t am Zaune die blutigen Schnäbel Und mit der Klauen Gezack wühlt sie den dampfenden Mist auf. Jetzo Marie! sei Du mir Muse und nenne den Helden, Welcher verwegenen Arms und allein mit stachlicher Gerte Und mit Kampfesgeschrei sich stürzt in die trotzenden Reihen. Kaum zwei Jahre noch zählt der lockenentschorene Knabe, Unter der Halme Gewog verschwindet des Wandelnden Haupt noch, Nicht noch hebet sein Arm das Schwert des niedlichsten Lieutenants, Ja am winzigsten Stein ihm strauchelt der wankende Fuß noch, Und ein Röckchen verhüllt die kraftanschwellenden Schenkel. Aber mit grausigem Mut stürzt er auf die bebende Schar ein, Und mit Geschrei in die Flucht schlägt er die befiederten Weiber. Siehe, da naht mit Gelock die branntweinduftende Hausfrau öffnend den niedrigen Stall, aus dem mit sanftem Gegrunze H üpft das gehorstete Vieh, im Grase des Hofes zu weiden. W onnig genießet die Schar der langevermisseten Freiheit Und um die Mutter, gesegneten Leibs, rings hüpfet die munt’re Blondere Jugend und treibt im Spiel viel liebliche K urzw eil. Aber nicht Ruhe und Rast läßt unsern gefeierten Helden Jetzt untätige K raft und im Siege gewonnener Friede. W ieder mit Kampfesgebrüll und kühn, wie weiland Achilleus, Eilt er heran und wild zerstiebet die ganze Familie. So auch ist er der Schrecken des hörnergekröneten Rindviehs, W en er ein junger Alcid durchs D orf hinschreitet mit Anstand. Sonst auch schreitet er vo r an Mut und K raft und Gewandtheit. A u f dem gefährlichsten Weg sein Wahlspruch: „Selber allein gehn!“ Mir entgegen mit Mamma bis tief hinunter zum Hohlweg, 13 I Und dann wieder zurück, ist ihm der geringste Spaziergang. Oder nach Mutters hinauf mit dem grünaufragenden Kirchturm, Und von dort in den W ald, weitaus gen Götzens hinüber, W ieder zurück ein Stündchen sodann zum Hofe von Pepis Vater (nicht paßt in den Vers der Name des Hofes und Vaters) — d. i. nämlich Tschurtschenthaler — Und so macht er mit uns mühelos die weitesten Wege. Alles redet er schon in zusammenhängenden Sätzen, Brauchet die rechte Person und spricht in der richtigen Endung. Also besiegte der Held auch rasch die schwere Grammatik. Manchmal sagt er zu mir: „Du, T on i!“ so wie von der Mutter Er es gehört, das klingt so lieb, so traulich und herzlich. Auch Elfriede, das Kind der scheitelumlockten Pauline, Ist in Rede und Gang begriffen in rascher Entwicklung. Sprechen die Eltern zusammen und ist sie zugegen, auf einmal Hascht sie das schwierigste W o rt und spricht es mit deutlichem Klang aus. W ir doch leben, die Mutter und ich, in Mitte der Kinder Immer beschäftigt, seitdem die heimwehseufzende Lena V or Jakobi gefaßt und raschentschlossen davonlief, Besser als je zuvor; uns liefert das gastliche Wirtshaus Nahrhafte Kost und verjüngenden Trank die Quelle von Nattes. Einmal lud uns Pepi hinauf zum üppigen Nockhof, W o w ir hungrig vor Tisch noch butterbestrichene Bemmen Und dickrahmige Milch aus hölzerner Schüssel verschlangen. Dann erschienen getürmt Schupfnudel und Knödel zu Mittag Und zur Jause der dickste Kaffee, Maibutter zum Schneiden. Herz, was willst du noch mehr, w ir schwelgten und schwollen gewaltig. Hier ist’s auch an der Zeit, weil eben vom Schwellen die Rede, Jenes famose Gerücht, das Salzburg setzt in Bewegung, Daß ein Drittes am Weg, mit Entrüstung zu desavouiren. Viele Besucher erhielten w ir schon von Städtebewohnern, Hlasiwetz, Kleinschrods, Daum und Harum, Schwertling und Neupaur, Kerner, Comelli, Zerin, Bukeisen, Marie, Salvadori, Hlasiwetz noch einmal und selbst zwei Strube aus Bremen. Ungern geh’n w ir zur Stadt und nur wenn’s dringende Not heischt. Also zum trocknen Bericht sank nun das erhabene Epos Leider herab, denn schon geht Zeit und Papier mir zu Ende. Lebet denn wohl! oft denken und gern w ir Euer in Liebe, W äret Ihr hier, wie schön, wie schöner noch wäre das Leben, Deines W itzes Gewürz versüßte die schuldlose Milch mir. Habe noch Dank fü r den köstlichen Brief und herzlich gegrüßet Sei und geküßt von Deinem Dich innig verehrenden V etter.“ Ein Verzeichnis der Grabsteine, Totenschilde und Tafelbilder in der alten Spitalskirche Als im Jahre 1700 mit dem Neubau der Spitalskirche begonnen wurde, unternahm es dankenswerterweise (vermutlich!) der Stadtschreiber Johann Jakob Kolb, alle vorhan­ denen Grabsteine, Totenschilde und Tafelbilder aufzuzeichnen. Diese Liste wurde im Stadtarchiv (Akt. Fasz. 2792) hinterlegt. Kolb schreibt eigenartigerweise meist „o“ statt 14 „a“, wie z. B. T offl (= Tafel), Grobstein, Epithophium, Jo r ( = Jahr), Jocob und Mothios. Im folgenden w ird das Verzeichnis in moderner Schreibweise wiedergegeben. Abkürzung: des edlen Herrn = d. e. Hr. 1. Ein Schild d.e. Hr. W ilhelm Schurff samt einem Stein 1555. Jahrs. 2. Ein Schild d. e. Hr. Cristof W ilhelm Schurffn samt einem Grabstein 1556. Jahrs. 3. Ein Schild samt dem Grabstein d. e. Hr. Mathias A lber 1562 Jahrs. (Dr. M. A lber w ar tirolischer Kanzler.) 4. Ein Schild samt einem Gräbst, d. e. Hr. W olfgang Volondt 1553 Jahrs. (W olfgang Voland w ar Pfleger zu Vellenberg.) 5. Ein Schild samt dem Gräbst, d. e. Hr. Johann von Moldiz (= M altitz) 155-.Jahrs. 6. Ein Schild samt dem Gräbst, d. e. Hr. Erasmus Haidenreich 1559. Jahrs. 7. Ein Epitaph d. e. Hr. Rochus Costner ( = Kästner v. Sigmundslust) samt seiner Mitconsortin 1582. Jahrs. 8. Eine Tafel der tugendreichen Frau Agnes Costnerin und Fridrichen Altstäters (Datum fraglich). (Friedrich Altstetter zu Kaltenburg, H ofkanzler.) 9. Eine Tafel d. e. Hr. Ludwig Fieger samt seiner Hausfrau von Rehberg (?) 1634. Jahrs. 10. Eine T afel d. e. Hr. Georg Grienberger. 11. Eine T afel der edlen Frau Anna Eleonora Schurff geborene v. Heudorff 1587. Jahrs. 12. Eine T afel d. e. Hr. Jacob Zollers 1586. Jahrs. 13. Eine Tafel Herrn W olfgang Atlm airs 1620. 14. Eine Tafel (der) Frau Anna Schurff geborene Khuen 1569. Jahrs. 15. Eine T afel d. e. Hr. Johann Lucas Schmidt 1593. Jahrs. 16. Eine Tafel (des) H. Johann Ropoldt 1578. Jahrs. 17. Eine Tafel (des) H errn Johann Coloprot 1606. Jahrs. (Frh. Joh. v. K olow rat w ar ein Vetter der Philippine Welser.) 18. Mehr ein Unser Frauen Bild die Schurffischen W appen (zeigend). 19. Eine Tafel d. e. Hr. Georg W oltnhoffn (wohl v. W altenhofen) samt seiner Frau, geborene Fieger, 166-. Jahrs. 20. Eine T afel samt dem Stein H. Georg Schurffens 1563. Jahrs. 21. Eine Tafel d. e. Hr. Sebastian Zot 1574. Jahrs. 22. Eine Tafel d. e. Hr. Eitl Hans Gienger und Catharina Fieger 1569. 23. Ein messingenes Epitaph d. e. Hr. Johann Lintners. 24. Ein messingenes Epitaph Khoiserstainischer Kinder. 25. Ein messingenes Tafele die Vintlerischen und Heidenreichischen Wappen (zeigend). 26. Mehr ein Haidenreichisches Steinle. 27. Mehr ein Stein, allwo Christus den Lazarus erweckt. 28. Mehr ein Stein des ehrwürdigen Herrn Christof Zötls. 29. Mehr ein Steinl, allw o eines Knaben Köpfl darauf. 30. Mehr eine Tafel des wohl ehrw. Blasius Reiter und Christof Reiters. 31. Mehr des Hildebrand von Wongn ( = Wanga) Schild. 32. Mehr der M aria H ilf A lta r samt einen Stein des Michael Hoinrich (?) samt noch sieben Steinen. 33. Ein Steinl Christof Ongerman (= Angermann; wohl der Innsbrucker Pfarrer). 34. Ein Steinl Blasius Reiter. 15 INHALTSVERZEICHNIS Seite Zu r Entstehung der G rab en vorbauten oder „Boutiquen“ .................................................. 3 Ein Geschenk des Malers Joseph A r n o l d ................................................................................... 6 Ein V e rb o t der M arionetten-T heater vom Jahre 1 8 0 8 ........................................................... 7 Aus dem Tagebuch des Johann Lang ........................................................................................ 8 Ein M ü h la u e rW irt als F eierabendsch änder.............................................................................. 11 Ein poetischer Brief A nton R. v. Sch u llern s.............................................................................. 12 Ein Verzeichnis der Grabsteine, Totenschilde und T afelbilder in der alten Spitalskirche 14 . ' ; •. ’■ \ - , V -~V; ■■' . ■>:■ i : -r .. V bX ’> ■ -’s J - f e ... .1 'A ., ■'•;.• ” n X..A-V • ■'i' ■> " . :?fa s ; r ; # - ' ' ... :. :V te ' ' ’■ ' ■/■ ' . .' ■ ■ ■ ■ ; ■ ■ / I. . : ■ -■ r 1 ■ . ! ■■ r;Ay, ' y ^ -n * 5 -- :.<• ' ■*mj..' !. Ä- f ' S # ,:- m ü ■' ■ *>.: '. ;■■■i - V _ : . ./f. - ~\ ■■ f : ■ •' ' : : . 7 ' '■ . .' \ ;'#T' . •V'\ ■ • -■ , - - .. X ■ • ' ' ■: V S - . x ' '■ .. « ■- ' " - " ■■ . ' •-V • v' ' < ," '* . V"' - ’^ va . ■ , ■ • \ •• " ■ ,• ■ • v • £ ■■■ . . . .. ■ Ä - f: 1 ♦ . ' ". ■. >■ ■ ■ ■ s ; y..,/':. ' V I i -.*S . ■ ■■ ^ ' ■ ■i j & f . '■■SÄ ■ \ r . ■■ _ &• . . • i A'*'- ’ ‘ ■■■» ’J'" '' V ■ ‘ - - - • >. / - / / > r?.- i ' r- ■, " -