VST_R_I_06_Verzeichnis_der_Wiltener_Urkunden ============================================ V E R Ö F F E N T L I C H U N G E N AUS DEM S T ADT ARCHI V I N N S B R U C K Herausgeber: KarlSchadelbauer NR. 6 VERZEICHNIS DER URKUNDEN D E S S T I F T S A R C H I V E S WI L T E N V O N 1138— 1299 VON KARL SCHÄDELBAUER N I N N S B R U C K 1953 IM S E L B S T V E R L A G DES S T A D T M Ä G I S T R A T E S \ V E R Ö F F E N T L I C H U N G E N A US D E M S T A D T A R C H I V I N N S B R U C K H e r a u s g e b e r : K a r 1 S c h a d e 1b a u e r NR. 6 VERZEICHNIS DER URKUNDEN D E S S T I F T S A R C H I V E S WI L T E N V O N 1138— 1299 VON KARL SCHADELBAUER I N N S B R U C K 1953 IM S E L B S T V E R L A G DES S T A D T M A G I S T R A T E S In den „Archiv-Berichten aus T iro l“ fehlen leider Inhaltsangaben über die großen Stiftsarchive des Landes. So ist auch der älteste Urkundenbestand des Prämonstratenser- Stiftes Wilten bisher nirgends übersichtlich bekannt gemacht worden. Als im Jahre 1937 die Absicht verfolgt wurde, zu der im folgenden Jahre fälligen 800-Jahr-Feier des Stiftes eine solche Übersicht zu veröffentlichen, wurden die in Frage kommenden Stücke unter der tätigen Mithilfe des im Jahre 1949 verstorbenen hw. Abtes H e i n r i c h S c h ü l e r , der, selbst ein eifriger Förderer der Tiroler Geschichtsforschung, manche Stunde zum Heraussuchen der Urkunden verwandte, zusammengestellt. Für ein frühe­ res Zustandekommen einer solchen Arbeit mag wohl auch die Aufteilung des Urkunden­ materiales in 180 große Laden, deren Inhalt jeweils einzelne Ortschaften betraf, hin­ derlich gewesen sein. N ur ein etwa 120 Jahre altes, handschriftliches Verzeichnis des Stiftsarchivars M a r i a n D a n i e l zählt die Urkunden in chronologischer Reihenfolge auf. Diese leider allzu knappe Liste leistete beim Heraussuchen der Urkunden immerhin brauchbare Dienste. In das folgende Verzeichnis wurden überdies die im großen, um das Jah r 1400 verfaßten Copialbuch verzeichneten Urkunden, deren Originale heute nicht mehr auffindbar sind und die auch in Daniels Liste nicht aufscheinen, aufgenom­ men. Bei den Urkunden, die bereits veröffentlicht oder in der Literatur verwendet w ur­ den, sind die wichtigsten Zitate beigefügt worden. Die Zeitereignisse verhinderten eine Fortsetzung dieser Arbeit, und schließlich wurde das Stiftsarchiv zum Schutze vor den Luftangriffen nach auswärts verbracht. So entstand also das vorliegende Verzeichnis der Wiltener Urkunden von 1138 bis 1299, das zw ar keine Regesten nach fachgemäßen Vorschriften aufweist, aber wenigstens einmal den gesamten ältesten Urkundenbestand umschreibt. Vorliegende Arbeit sollte in einer von mehreren Tiroler Historikern für den 60. Ge­ burtstag U niv.-Prof. Dr. L e o S a n t i f a l l e r s geplanten Festschrift erscheinen, deren Drucklegung jedoch leider nicht ermöglicht werden konnte. So erlaubt sich der Ver­ fasser, dem Prof. Santifaller vor beinahe drei Jahrzehnten als Erster die Liebe zur Bearbeitung von Tiroler Geschichtsquellen beibrachte und hiezu grundlegende Anleitun­ gen gab, seinen Beitrag dem Jubilar in dieser Form noch nachträglich zu widmen. In der Zwischenzeit erhielt Dr. F r i t z S t e i n e g g e r von Prof. Santifaller zum Them a seiner Prüfungsarbeit als Mitglied des „Institutes für österreichische Geschichts­ forschung“ in Wien die Bearbeitung der Wiltener Stiftsarchiv-Urkunden bis zum Jahre 1400 zugeteilt. In einer ersten Arbeit sollte Dr. Steinegger einmal ausführliche, streng wissenschaftliche Regesten der vorhandenen Originalurkunden hersteilen und anschlie­ ßend das Kanzleiwesen des Stiftes, falls sich ein solches überhaupt nachweisen läßt, untersuchen, sowie die Verwendung von geistlichen Schreibern, wie jenen der Innsbrucker städtischen Obrigkeit erforschen. D a eine Drucklegung der begonnenen Arbeiten D oktor Steineggers, der dankenswerterweise auch bei der Herausgabe dieser Urkundenliste behilflich war, jedenfalls noch geraume Zeit ausstehen dürfte, erscheint die vorläufige Veröffentlichung dieser Übersicht — besonders unter Hinblick auf den ohnehin nicht 3 günstigen Stern, der über der Veröffentlichung der ältesten Wiltener Archivalien zu stehen scheint! — wohl gerechtfertigt. Die Beigabe eines Namenregisters wurde mit Rücksicht auf den geringen Um fang der Arbeit, wie auch den Umstand, daß Dr. Stein­ egger ohnehin ausführliche Register vorbereitet, eingespart. Die bereits fertiggestellten Regesten Dr. Steineggers, sowie Photokopien aller dazugehörigen Urkunden, liegen im Landesregierungsarchiv, Innsbruck, Herrengasse 1, zur wissenschaftlichen Benützung auf. Abkürzungen CB. = Copialbuch F. Z. — Ferdinandeums-Zeitschrift Forsch, u. Mitt. = Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs, hrsg. von M. Mayr, Innsbruck 1904— 1920 Horm . — J. v. H orm ayr, Kritisch-diplomatische Beiträge zur Gesch. Tirols im Mittel­ alter, 2 Bde. (1803) Ibk. Urk. — K. Schadelbauer, Innsbrucker Urkunden aus dem Stiftsarchiv Wilten 1238 bis 1350, N r. 2 der „Veröffentl. aus dem Stadtarchiv Innsbruck“ (1951) Or. = Original (mit Nummer der Lade und des Päckchens) Sinn. = Fr. A. Sinnacher, Beiträge zur Gesch. der bischöfl. Kirche Säben und Brixen, 9 Bde, (1821 — 1837) Stolz = Otto Stolz, Politisch-histor. Landesbeschreibung von Tirol, Archiv für österr. Gesch. 107 Bde. (1926) Tink. — G. Tinkhauser — L. R app, Topographisch-histor.-statist. Beschreibung der Diözese Brixen, 5 Bde. (1855— 1891) T U B . = Tiroler Urkundenbuch, 1 Bd., hrsg. von Fr. Hüter N r. 1 1138, April 30. Lateran. Papst Innocenz II. bestätigt die Einsetzung der Prämonstratenser zu Wilten, den Propst M arquard sowie alle durch Bischof Reginbert von Brixen dem Stifte übergebenen Schenkungen. Or. 1, B. — Deutsche Übersetzung von c. 1511 im kleinen (grünen) Copialbuch, Bl. 19— 20’ (hiezu „Innsbrucker A m tsblatt“ , 1937) — Druck bei Sinn. III, 221 nach einer vidim. Abschrift im Brixner Consistorialarchiv und deutsch III, 72 — Auszug bei Tink. II, 257 — Brackmann, Germania Pontificia, Vol. I. Pars I. Prov. Salisb. S. 150 f. mit genauen Literaturangaben. N r. 2 1140. Bischof Reginbert von Brixen setzt die Prämonstratenser in Wilten ein. Or. 1, C. — Druck bei Horm. II, 111, N r. 53. — deutsch bei Sinn. III, 78/80. — T U B . N r. 170 — Fr. H üter „D as Urkunden-Wesen Deutsch-Südtirols“ , Tiroler Heim at 1934/35, 196, Anm. 47 und 48. — Abbildung in der Zeitschrift „T iro l“ , 1931, Juli- August-Heft. N r. 3 1140. Bischof Reginbert verleiht dem Stift Wilten die Gerichtsbarkeit. Or. 1, D. — CB. 1’ (deutsch) und 17’ — Horm. II, 114, N r. 54 — Sinn. III, 224 nach einer Kopie im Brixner Hofarchiv. — F. Z. 12, 9 — Tinkh. II, 259 — T U B . N r. 171, wo es heißt: .„Fälschung saec. X III. Mitte mit N r. 181 und 185 zur selben Fälschungs­ gruppe gehörig (Mitteilung Moesers)“ — Stolz, 319, Anm. 5. 4 N r. 4 1141. Bischof Reginbert bestimmt die Grenzen der Pfarre Wilten. Or. 1, E. — CB. 18 — Stiftsarchivar M. Daniel bemerkte dazu: „Sogen. Copie, aber viel älter als das O rig.“ — Horm II. 117, N r. 55 — Sinn. III, 97, auszugsweise nach einer vidim. Kopie im Brixner Hofarchiv — Tink. II, 259 — im T U B . N r. 181 als F äl­ schung bezeichnet — Stolz, 282. N r. 5 1142. Bischof Reginbert schenkt die Alpen Senders und Lüsens. Or. 1, F. — CB. 241’ — Horm. II, 119, N r. 56. — Sinn. III, 99 nach vidim. Kopie im Brixner H ofarchiv — Tinkh. II, 260 — im T U B . N r. 185 als Fälschung bezeichnet — Stolz, 328 f. N r. 6 1145. Bischof H artm ann verleibt dem Stifte die Pfarre Ampaß ein. Or. 32, A. — Tinkh. II, 434, Anm. 1, wo die Echtheit abgelehnt wird — im T U B. N r. 218 als „Fälschung saec. X IV . ex.“ nach einer „Mitteilung Moesers“ bezeichnet. N r. 7 (c. 1150) Februar 1. „in villa nostra Mamingen“ . H erzog Heinrich (der Löwe) von Sachsen verleiht seinen H of zu „W illetis“ an das Stift Wilten. Or. 1, A — CB. 135. N r. 8 1180. Verlegung des Marktes Innsbruck auf. das rechte Innufer. V on dieser Urkunde gibt es zwei Fassungen. Die erste von Berchtold III. von Andechs und seinem Sohne Berchtold IV. ausgestellte ist nur in einer Abschrift im CB. 24 er­ halten. Eine deutsche Übersetzung des N otars Jacob Muntinger, Pfarrer in Thaur, (c. 1400) findet sich im CB. 1. Diese hat Josef Röggel in seiner Arbeit „Über die Echt­ heit zweier Urkunden des Stiftes W ilten“ (im „Sam m ler“ IV [1808], 225— 66) im W ortlaut abgedruckt (sogar mit dem N otariatsverm erk des N otars „M uttinger“ statt Muntinger). Die zweite, ebenfalls mit 1180 datierte Fassung wurde auf Bitte Propst Dieterichs von Berchtold IV. und seinen drei Söhnen ausgestellt. Davon hat sich das Original im Stifts­ archiv 2, A mit Flecken, kleinen Lücken und einem Siegel sowie eine Abschrift im CB. 23’ erhalten. Röggel hat den W ortlaut dieser Urkunde nach dem Original 1. c. 249 ff. ab­ gedruckt; als Beilage sind auf einem Kupferstich die ersten zwei Zeilen und das Siegel abgebildet. Horm. II, 273/6, N r. 118 — Oefele, Gesch. d. Grafen von Andechs, N r. 377 — Schwind u. Dopsch, Ausgew. Urk. zur Verfassungsgesch. der dt.-öster. Erblande, N r. 21 — Forsch, u. Mitt. 1919/20, 205, Anm. 1 — Stolz, 272 und 300. N r. 9 ' 1180, Oktober 10. Bischof Heinrich von Brixen schenkt Zehente in der Leutasch. Or. 59, B. — CB. 226 — Horm. II, 187/8, N r, 87 — Tink. III, 177. N r. 10 1181, M ärz 30. Bischof Heinrich von Brixen bestätigt Schenkungen. Weihe des Altars des hl. Jakobus. Or. L X X I I , L — CB. 138’ — Sinn. III, 262 — Heinr. Schüler, Die Stiftskirche des hl. Laurentius zu Wilten, 16 — Abbild, in Schlern-Schriften Bd. 30, 152. N r. 11 1187. H erzog Bertold von Meranien entscheidet im Sakken-Streit. Or. 85, B — CB. 8 — Röggel, Sammler IV, 257 ff. — Stolz, 272 und 321. N r. 12 1190— 1200. G raf Albert von Tirol bestätigt den Gütertausch weil. Friedrichs von Reifenstein mit dem Stifte Wilten. Or. 2, B, 1 — T U B . N r. 454 mit Literaturangaben — Fr. H utter, D as Urkunden- Wesen Deutsch-Südtirols vor d. J. 1200 (Tiroler H eim at, 1934/5, 200). N r. 13 1190— 1200. Schenkung des Conrad Pincerna. Or. 2, B, 2 — T U B . N r. 455 und wie vor, mit Abbildung. N r. 14 1209, März 25. M arkgraf Heinrich von Istrien stiftet für einen Jah rtag besonders für seine Mutter Agnes ein Gut zu Amras. Or. 17, A — CB. 227 — Horm . II. 271/2, N r. 117 — Oefele 1. c. Reg. 630 — Reiter­ siegel an weißer Schnur. — Im CB. dazu noch ein unvollständiger Nachtrag vom selben T ag, der mit „notum s i t . . .“ beginnt und wie folgt endigt: „in presencia ministerialium suorum, qui omnes ad iudicium facti aure sunt attracti, quorum hec sunt nomina“ (die Namen dazu fehlen!). N r. 15 1210. H erzog Ludw ig von Baiern bestätigt die Rechte des Stiftes Wilten. Or 1., G — Horm. II, 142, N r. 68 — J. Röggel, Sammler IV, 260. N r. 16 1234, April 17. Propst Ulrich verleiht dem O rtolf von Vels den Berg N aretz. Or. V II, B — CB. 242’ — Druck bei J. R app, Über das vaterländ. Statutenwesen (Beitr. z. Gesch. etc. III, 104) — Forsch, u. Mitt. IV , 236 — Stolz, 329. N r. 17 1235, „apud Insprukke in domo Heinrici H utarii“ . A(lbert), G raf von Tirol, beurkundet, daß „Rudolfus Schurfisen de W olfrathusen delegauit in manus nostras Chunegundam filiam Durronis de Chemenaten sub hec form a, quod cum Chunrado fam ulo Wiltinensis ecclesie contraheret, et nos dimidium puerorum ab ipsis procreandorum delegauimus in manus domini Heinrici dicti loci venerabilis p rep o siti. . . “ CB. 235. 6 N r. 18 1238, „in domo nostra Insprucke“ . Propst Heinrich verleiht Zinsgüter im Sakken (Saccha) an Chuno von Leibifing (Libolvingario) und seinen drei Söhnen Albert, Christan und Udelscalc. Or. X X X I I , C — Druck Ibk. Urk. N r. 1 — Forsch, u. Mitt. IV, 228 — besiegelt mit dem „sigillo beati Laurentii“ . N r. 19 1241, Jänner 25. Ratispone. Bischof Sifrid von Regensburg (Sifridus miseratione diuina Ratisponensis episcopus) bestätigt das Paternitätsrecht des Stiftes Wilten über das Stift Spainshart. Or. 8, R — Siegel fast ganz abgebrochen. N r. 20 1241, Ju li, „in castro Chem enata“ . G raf Ulrich von Ulten erlaubt dem Volkm ar von Chemenaten, von seinen Gütern dem Stifte Wilten zu schenken. CB. 135’ — Horm. II, 336/7, N r. 143 — sehr schönes Siegel (aufrecht schreitender, gekrönter Löwe) — über Volkm ar von Kem nat siehe Fr. L. Baumann, Gesch. d. Allgäus, I, 540 etc.; Abbild, des Siegels G raf Ulrichs von Ulten ebendort S. 296. N r. 21 1241, August 18. Wilten. Heinrich von Welfesperc schenkt den H o f in Seves. Or. L X X I I , A — F. Z. 57, 145 — Forsch, u. Mitt. IV , 234/5 — Veröff. d. Ferdinan­ deums V III, 478, Anm. 1. — abgebildet in Schlern-Schr. Bd. 30, 152. Nr. 22 1242, „in castro Chemen(aten)“ . Volkm ar von Chemenaten (Volmarus de Chem en[aten]) schenkt den H of Ranken. Or. L I, G — CB. 243 — über Volkm ar v. Kem nat wie bei N r. 20. N r. 23 1244, Jänner 21. Ludwig von Aufenstein vermacht zu seinem Seelenheil dem Stift Wilten ein Gut. CB. 169. N r. 24 1244, Dezember 8. „in capella sancte Marie supperiore“ . Bischof Egno von Brixen erlaubt dem Propst Heinrich von Wilten, die Salzarbeiter zu absolvieren. Or. 87, A — CB. 20’ — deutsche Abschrift im kleinen CB. fälschlich „1242“ datiert — Horm. II, 338/9, N r. 144 — M. Hechfellner, Gesch. d. Schlosses Thaur, 10 — Stolz 242 und ders. Die Anfänge des Bergbaues etc. in Zeitschr. d. Savigny-Stift. 1928, 221, Anm. 2 — F. Z. 14, 106 und 54, 313. N r. 25 1249, Jänner 29. „in foro Matrei in domo Vlrici N igri“ . „W itemarus miles de M atrei“ übergibt zu seinem Seelenheil der Kirche von Wilten „curtem armentariam in valle Smurne in loco, qui dicitur Prantdach, et dimidium man- sum in uilla Muren“ . Or. L X V III, A — Veröff. d. Ferdinandeums V III, 478, Anm. 1 — Stolz 369 u. 382. N r. 26 1251, September 22. Brescia. Ablaßbrief Papst Innocenz IV. Or. 4, A — H . Schüler 1. c. (N r. 10) S. 17. 7 N r. 27 1251. Propst Ludw ig übergibt dem Friedrich Perchtinger „culturam dictam G liw rs“ , mit genauen Grenzangaben. CB. 91 und nochmals 275 — Forsch u. Mitt. 1919/20, 234 — Stolz 325 u. 326 Anm. 1. N r. 28 1252 . Friedrich von W anga schenkt die Hälfte des Zehents zu Frauenhausen und des Salz­ zehents zu Thaur an Propst Ludwig. Or. 76, A — F. Z. 14, 117 — Stolz 322 — Druck im „A m tsblatt der Landeshaupt­ stadt Innsbruck“ , 1938, N r. 2 (K. Schadelbauer, Die Innsbrucker Burg schon 1252?). N r. 29 1254, Februar 22. „ datum Reine“ . Erzbischof Philipp von Salzburg verleiht für die Stiftskirche Allen, „qui in annua reuolutione dedicationis ecclesie sanctorum martirum Laurentii et Stephani ad eandem ecclesiam deuote concurrerint“ , 40 T age Ablaß. Or. 4, B — H . Schüler 1. c. S. 17 — fehlt bei Fr. Martin, Regesten der Erzbischöfe von Salzburg. N r. 30 1254, September 13. „in ciuitate Insprukke super solario piliatoris“ . G raf Gebhard von Hirschberg beurkundet den Vertrag zwischen Heinrich Mülnhauser und den Gebrüdern Heinrich und Perchtold von Povmchirchen. CB. 241742. N r. 31 1254, Oktober 1. „in castro Sabiona“ . Bischof Bruno von Brixen bestimmt die Grenzen der Pfarre Wilten gegen Ampas und Stubay. Or. 1, H — CB. 2L /2 2 — Stolz 283 datiert zum 19. September. N r. 32 1255. Propst Ludwig verkauft dem H iltebrand von Liehtenwerd Güter bei Wörgl. Or. 60, D, 1 — CB. 140/1 — Forsch, u. Mitt. IV , 229. N r. 33 1256, Oktober 26. Bruneck. Bischof Bruno von Brixen übergibt die Pfarre Ampaß an das Stift Wilten. Or. 33, A — CB. 19 — Tink. II, 261, Anm. 10, und 435. N r. 34 1257, Ju li 9. „aput Wangbelremvnt“ . Friedrich und Berall von W anga erteilen dem Stift Wilten Zollfreiheit. Or. 2, C — CB. 16’ — Reitersiegel Friedr. v. W anga. N r. 35 1259, Mai 2. „W iltine“ . Privileg Bischofs Bruno von Brixen für die Mittwoch-Messe in der Pfarrkirche Wilten. Or. 5, A. N r. 36 1260, Februar 4. „in nouo castro apud Silts“ (Petersberg). Bischof Bruno von Brixen erteilt dem Stift Wilten Zollfreiheit: „exaccionem thelonei nostri per totam nostram dyocesim“ . CB. 16’. N r. 37 1260, Juni 23. „in rcfectorio nostro Wiltine“ . Abt (Gotschalk) von Wilten urkundet betreffs der Mühle „penes Sullam incendio fastati“ . GB. 50. N r. 38 1260, Ju li 1. Anagni. Papst Alexander IV. bestätigt auf Bitte Abt Gotschalks alle Privilegien des Stiftes. Or. 1 ,1 — CB. 215/6 — deutsche Übersetzung im kleinen CB. 21/24. N r. 39 1260, März 14. „aput castrum nouum superioris uallis Eni“ (Petersberg). Die Gebrüder Conrad und H artm ann die Starkenberger stellen Zehente des Stiftes zu Vmsten, Arcel, Tumls, Rauben usw. zurück. Or. 59, C — zu „castrum novum“ s. Stolz, 463 — vier Siegel an rot-grün-violetter Schnur, nämlich von Bischof Bruno, dem Pfarrer Siband von Imst und den zwei A us­ stellern. N r. 40 1261, Februar 6. „Sabione“ . Bischof Bruno und das Dom kapitel zu Brixen bestätigen alle Schenkungen an das Stift. Or. 1, K — CB. 18’. N r. 41 1261. Bischof Bruno von Brixen entscheidet einen Streit zwischen dem Stift Wilten und den Bürgern von Innsbruck. Or. 85, C — CB. 9 — Druck Ibk. Urk. N r. 2. N r. 42 1263, Jänner 9. „apud Stertzingen“ . Bischof Leo von Regensburg (Leo miseratione diuina Ratisponensis ecclesie episcopus) verleiht für die H l.-Geist-Kapelle zu Wilten einen Ablaß. Or. 31, A — sehr schönes Siegel mit Rücksiegel. N r. 43 1263, Ju li 20. Wilten. Perchtold Chrello stiftet für einen Jah rtag aus seinen Gütern „in valle W ibital in villa, que Stilues dicitur, mansum vnum secus ripam et ibidem in cimiterio cellarium bene muratum in vsus ecclesie in commune cellarium. Contuli etiam eisdem fratribus et sororibus curiam armentariam in monte, qui dicitur T ulfar aput Puhele . . .“ Or. 17, C — CB. 140. N r. 44 1267, März 23. „in Austa (?) ciuit(ate) in domo Wolrici Z anule“ . Udalrich von Reifenberg schenkt eine Gilte auf dem Zoll zu W adenberg: „in uilla de Muta et Wadenberch“ . Or. L X IV , P — CB. 154 — Notariatsinstrum ent des N otars Fulcherus — dazu an rot-gelb-violetter Seidenschnur das Siegel des Udalrich von Reifenberg — Kam. Trotter, Die Herren von Reifenberg (bei Görz), Monatsbl. d. herald. Gesell. „A dler“ , X (1929), 491 — „villa de M uta“ = Mauten — Wadenberch ist wohl Waydeberch, Weidenburg im Gailtale in Kärnten; siehe Erläuter. z. hist. Atlas, Abt. I, 4. Teil, 1. Heft, 208. 9 N r. 45 1267. Abt W itmar verleiht ein H aus „in foro Inspruk“ und ein Gut „in Riede secus villam N a trs“ an Ludw ig „cognomine Vvllesach“ . Or. V I, A — CB. 44 — Druck Ibk. Urk. N r. 3 — Forsch, u. Mitt. IV , 245 Anm. 4 und X V I, 193 Anm. 1 — Tirol. Heim at 1934/5, 44 Anm. 64 — J. Zösmair, Innsbrucker Nachr. 1922, Nr. 152 — Herrn. W opfner, Beitr. z. Gesch. d. Erbleihe, 88. N r. 46 1267. Abt W itmar urkundet auf Bitte G raf Meinhards über die Verleihung von Wiltener Gebiet: „culturam ex altera parte Sülle fluminis vsque ad stratam publicam super por- rectam et a valle Purguses vsque in aquam descendenti monte Fogeti ab vno latere ter- minum distingwenti, ab alio vero latere versus Suneburch a lapide cruce signato in medio biuii posito per directum in descensu vsque in Sullam decurrentem sepe memorato se et cunctis heredibus suis sub eadem form a et iure velud priora rura et noualia distinxerunt, concessimus ad censum . . . “ CB. 275/6 — Stolz, 325 u. 326 Anm. 1. N r. 47 1268. Abt W itmar schließt einen Vertrag mit Hermann von Matrei, den Sohn des Otto von Diezens, um ein Gut „in plebe Mattrei, in loco, quod dicitur Puvge“ . CB. 299 — Forsch, u. Mitt. 1919/20, 234. N r. 48 1269, August 21. „in Sw ats“ . Schenkungsurkunde des Albero von W anga, V ogt von Wilten, um den Anteil an dem Zehent „de proprietate in Vrowenhusen, in Hohen Chouel, in Sü ll“ . Or. 49, B — Siegel fast ganz abgebrochen — zu Süll oder Burgfrieden in der Ge- meindeWangen siehe J. Tarneller im Arch. f. öst. Gesch. 110/1, 130 (und die Bemerkun­ gen zu Urk. N r. 67!). N r. 49 1269, Novem ber 9. Abt W itmar und Friedrich Berchtinger treffen ein Übereinkommen wegen der Ehe ihrer Leute. CB. 23. N r. 50 1270, September 2. „H ainricus miles de Vuenstain“ (Aufenstein) richtet „in domo Bomchirchen“ in dem Streit „inter ipsum abbatem ex vna et Epelinum dictum Phussen, ciuem de Insprukke, ex parte altera super molendino, quod iure proprietatis Wiltinensi ecclesie sp e ctab at. . .“ CB. 43’/44 — Forsch, u. Mitt. 1919/20, 234. N r. 51 1270, August 1. Brixen. Bischof Bruno von Brixen übersetzt das Kirchweihfest in der Pfarrkirche Wilten auf die O ktav von M aria Geburt. Or. 3, A — Siegel Bischof Brunos. N r. 52 1270. Stiftung Konrads von Sistrans für die H l.-Geist-Kapelle zu Wilten. Or. 17, D — hiezu J. Zösmair, Der Ursprung des Edelgeschlechtes der Helblinge in Innsbruck und Umgebung (Innsbr. Nachrichten, 1923, N r. 105). 10 N r. 53 1272, Oktober 9. „in Boza.no in domo Lengenstainerii“ . Abt W itmar von Wilten und „Heinricus sacerdos nomine Geyseluelder“ verpachten drei Weingärten dem Ulricus, Sohn des Diatrici Lengenstaineri de Bozano. Or. Notariatsinstrum ent X C . N r. 54 1273, Februar 22. (in capite jejunii) „in G riez“ . G raf Meinhard beurkundet, daß „Jacobus dictus Strobel de V ilanders“ in Gegenwart des „Reinberto de Voitsperch, Gerlocho de Vilanders, Alberone notario nostro, Ekke- hardo de V ilanders“ vom Abt von Wilten einen H o f „in Passenach . . . in plebe de V ilanders“ als Zinslehen erhalten habe. CB. 136 — Neustifter Urk. Buch N r. 288 von 1262 (curria Pasnagk in monte V ilan­ ders) und 551 von 1366 — Just. Ladurner im Arch. f. Gesch. u. Altertumskunde Tirols V , Reg. 1133 von 1382 — J. Tarneller im Arch. f. österr. Gesch. 110, N r. 2644 — Stolz, Ausbreitung des Deutschtums etc. III/2, 145 von 1317. N r. 55 1273. Ablaßbrief Bischof Heinrichs von Chiemsee (Frater Hainricus dei gratia Chimen[sis] ecclesie episcopus) für die Stiftskirche Wilten. Or. 4, C — H . Schüler, Stiftskirche, 17. N r. 56 1273. Ablaßbrief wie N r. 55 für die Pfarrkirche W'ilten. Or. 4, A. N r. 57 1275, Jänner 9. Matrei. „Frater H(einricus) dei gratia episcopus Tridentinus“ verleiht „omnibus, qui ad ca- pellam in Wilthein in honore sancti Bartholomei constructam . . . accesserint“ einen Ablaß. Or. mit schönem Siegel. N r. 58 1277, August 5. G raf Meinhard beurkundet, daß Abt W itmar die Schwaige „in Riede apud quercum“ (Eichhof) dem Ludwig Vullesach von Innsbruck gegen einen jährlichen Zins überließ. Or. V I, b — CB. 271 — Tir. H eim at 1934/5, 44 — Herrn. W opfner, Beitr. zur Gesch. d. Erbleihe, 96. I N r. 59 1278, September 16. T yrol. G raf Meinhard beurkundet, daß der Abt von Wilten dem Konrad, Sohn des weil. O rtolf von Sterzing, das Gut in Flons, das früher der Prüler inne hatte, gegen einen jährlichen Zins überließ. Or. L X X I I , C — CB. 137 — Herrn. W opfner wie vor Seite 89. N r. 60 1278. Ablaßbrief Bischof Friedrichs von Trient für die St.-Bartholomäus-Kapelle. Or. 31, B — H . Schüler, D as St.-Bartholomäus-Kirchlein in Wilten, Tir. Stimmen 1912, N r. 5 ff. » 11 N r. 61 1281, Juni 5. G raf Meinhard erhält die Gerichtsgewalt über die Neustadt von Innsbruck. Or. 2, E — CB. 9, wo es abweichend vom Or. heißt „tradiderint omnem iurisdictio- nem, quam habebant in N oua Cituitate“ (statt „omnem juidiciariam potestatem“ ) — beim Or. liegt auch eine notarielle Übersetzung von c. 1400 — Druck bei J. Röggel, Sammler IV, 265 — Stolz, 311. N r. 62 1281, August 28. „ze H ettning“ . Äbtissin Herburch von Chiemsee (Herburch von gotes genaden abtessinn ze Chiemse) beurkundet die Beilegung des „chrieg, der zwischen Wernhern von Hettningen vnd Eysengreins, Chunrats vnd Walthuns seiner bruder vmb etleich sache w as.“ CB. 82’. N r. 63 1282, April 12. „aput Inspruk“ . Revers G raf Meinhards, keinen Weltpriester für Ampas zu präsentieren. Or. 33, B — etwas beschädigtes Reitersiegel. N r. 64 1282, April 22. „in castro Salerne“ . Protest des Bischofs Bruno von Brixen gegen die Präsentation des Konrad von Ins­ pruk für die Kirche von Ampas durch G raf Meinhard. Or. 33, B — CB. 19’ — Siegel Bischof Brunos zerbrochen. N r. 65 1282, Oktober 27. „Brixin(e) super curia episcopali “ . Bischof Bruno von Brixen überträgt Abt W itmar von Wilten die Gnade, die Salz­ arbeiter zu Thaur wegen der Sonntagsarbeit zu absolvieren. Or. 87, A — CB. 20’. N r. 66 1283, Juni 5. Stiftung des Conrad Blonschilt. Or. 17, E — CB. 292’ — Druck Ibk. Urk. N r. 4 — eine zweite Ausfertigung im Pfarr-Archiv Innsbruck — Stolz, 272. N r. 67 1283, Dezember 13. Die Grafen Berchtold und Heinrich von Eschenloch schenken ihren H of zu Süll an das Stift Wilten. Or. X X X I I I , d — CB. 113’ — nach Just. Ladurner, Arch. f. Gesch. u. Altertums­ kunde Tirols, III, 223, H of in Sillend, wo die Sill in den Inn mündet — J. Zösmair, Über alte H öfe in Innsbrucks Umgebung, Innsbr. Nachrichten 1922, N r. 152, schreibt: „. . . etwas Rätselhafteres. Der von den Grafenbrüdern von Eschenlohe 1283 an das Stift Wilten geschenkte H of heißt Sillend; er lag also am Ende der Sill bei der Mündung in den Inn, und zwar, wie ich glaube, nicht an deren rechtem U fer in dem damals sogen. Ambraser Saggen, wie der Reichenauerhof, sondern am linken in dem sackförmig zu­ laufenden Winkel des heutigen Innsbrucker „Sakken“ . Ich halte ihn zugleich für den Ort „Singulare“ , welcher bei der Abgrenzung der H ofm ark und Pfarrei Wilten im Jahre 1140 bezeichnet wird als „vom Felde Om eras“ her am Zusammenfluß der Ge­ 12 wässer Süllae und Oeni unter dem Orte Singulare gelegen“ , worauf die Grenze hinüber­ geht zu den Bergabbrüchen am Inn an der Seite von Z irl“ — danach auch Konr. Fisch- naler, Innsbr. Chron. IV, 78 — J. Tarneller, Arch. f. österr. Gesch. 110/1, 338: Süll oder Burgfrieden Wangen — Arch. Berichte IV, 426 (1368), H of zu Sülle im Gerichte Ried — Acta Tirol. II, 256 — Stolz, 282. N r. 68 1285, Februar 8. „in castro Escbinloch“ . Albero von W anga und seine Frau, Tochter des Grafen Perhtold von Eschinloch, ver­ kaufen den H of „aput Vm bkher“ an das Kloster Wilten. CB. 41. N r. 69 1285, „exeunte M arcio“ . Revers über die Verleihung eines Grundstückes durch Abt W itmar: „aream quandam sitam iuxta ecclesiam Insprukensem, quam antea Hainricus Vinteler possidebat.“ Or. L — CB. 43 — Druck Ibk. Urk. N r. 5 — Forsch, u. Mitt. 1919/20, 193, Anm. 1. N r. 70 1286, „ exeunte A prili“ , „aput W ilntinam“ . Bischof Johannes Goregocensis verleiht der Kirche „sancte Marie barrochialis in Wiln- teyn“ einen Ablaß. Or. 5, B — Siegel mit Rücksiegel. N r. 71 1286, Jun i 6. oder 11. „Brvnegge“ . Privileg Bischof Brunos von Brixen für Wilten, überall in der Diözese predigen zu dürfen. Or. 2, F — Siegel teilweise abgebrochen — neben dem Datum „V III. Id. Ju n ii“ — 6. Juni steht noch „in die sancti Barnabe apostoli“ — 11. Juni. N r. 72 1286, Ju li 22. Wilten. Abt W itmar übergibt „quandam aream et structuram edificique in eadem positim (!) prope ecclesiam sancti Jacobi in Insprukk situatam honorabili viro domino Chunrado filio quondam Perchtoldi Sutoris vice plebano in Insprukk“ . CB. 13 — Forsch, u. Mitt. 1919/20, 234. N r. 73 1286. Ablaßbrief des Bischofs Johannes Goregocensis für die St.-Johannes-Kapelle zu W il­ ten: „basilicam sancti Johannis Bapt. in claustro dominarum . . . ad petitionem domini C(onradi) plebani dicti de H om eras“ . Or. 31, C — sehr schönes Siegel mit Rücksiegel — H . Schüler 1. c. 17. N r. 74 1287, August 31. G raf Meinhard beurkundet, daß „O tte, den man von Chvnegsperch nennet, vnd O(tte) von Sistrans“ eine Einigung bezüglich der Verheiratung ihrer Kinder getroffen haben. CB. 136’ — Otte von Königsberg (bei Lavis) noch bei Stolz, Ausbreitung des Deutsch­ tums etc. II, 89, Regest 10 a und 10 c. 13 AIr. 75 1288, A pril 12. „ze Frisingen“ (Freising). „Chunrat von Haldenberch, marschalc von Frisingen“ und „Peter der Trautsun, mar- schal von T y ro l“ schließen einen H eiratsvertrag. K. v. Haldenberg zahlt für Agnes v. H ., seine Tochter, 100 Mark und Peter Trautson, ein Sohn „hern Jacobes des Trautsuns“ , gibt ihr 50 Mk. „au f dem berge ze Törenten, auf dem houe ze Hohenpühel vnd auf der hübe ze G azzen“ als Morgengabe. CB. 299/300. N r. 76 1288, Mai 9. Wilten. Jacob von Reyffenekke, der Sohn Dietmars, schenkt dem Kloster Wilten „prediola duo in monte Sereys penes Mülbach locata“ . Or. L X X I I I — CB. 141’ — zwei Siegel, des Ausstellers und „Jacobi de castello sancti Michahelis“ , gut erhalten — Sereys ist wohl Sergs in der Gem. Unter-Vintl (Staffier, II, 157). N r. 77 1288, August 7. Ulrich von Reyffenberch stiftet einen Jah rtag und bestimmt dafür jährlich 10 Pfund „in mauta, que dicitur Waydeberch“ . CB. 154’ — Waydeberch ist wohl Weidenburg im Gailtale wie bei Nr. 44 (Lit. siehe dort!). N r. 78 1290, September 19. „in Starkenberch“ . Heinrich von Starkenberch übergibt auf R at „Swiggeri de Richenberch mei aui et Geb- hardi de Starkenberch mei patrui“ seiner Mutter Adelheid eine Reihe genannter Güter. CB. 245/6. N r. 79 1291, Mai 12. „in Inspruk“ . Albert von W anga bestätigt die Schenkung seines Vaters der „decime in K ere“ (Kehr- hof) für die Kirche in Patsch. Or. 54, A — schönes Reitersiegel. N r. 80 1293, Juni 19. Ablaßbrief des Erzbischofs Johann von Ninive für die Pfarrkirche in Ampas. Kopie. N r. 81 1293, Juni 21. „in W iltina“ . Ablaßbrief des Erzbischofs Johann von Ninive (Johannes . . . Ninniuensis ecclesie archiepiscopus) für die St.-Bartholomäus-Kirche in Wilten (jetzt bombenzerstört): „qui deuote ad basilicam sancti Bartholomei conue(ne)rint“ . Or. 31, B — schönes Siegel mit beiderseitigem Siegelbild (Vorders.: sitzender Bischof — Rücks.: Lamm mit Heiligenschein und Fahne) — Heinr. Schüler, Das St.-Bartholo­ mäus-Kirchlein in Wilten. N r. 82 1293, Oktober 11. Tyrol. G raf Meinhard beurkundet, daß Peter der Trautson seiner Frau Agnes auf einigen gen. H öfen 100 Mark, „die im ir vater zu ir geben h at“ , und 100 Mark, die er ihr zueignete, verschrieben hat. Die H öfe waren: „der ober hof auf Ekke, czwen höf ze 14 Truns, ain hof ze Mos, der Suder hof ze Rimings, ain hof ze Entholz, der Miternhof im Revt, der hof auf Geswente vnd ain viertail ainer alben in Marfladich“ . CB. 137. N r. 83 1293, Rom. Ablaßbrief von 5 Bischöfen für die Pfarrkirche Wilten: „ecclesia beate Marie virginis in W iltina“ . Or. 5, C — 5 Siegel erhalten. N r. 84 1294, Juni 24. „in Dyezzen“ . Propst Friedrich von Dießen übergibt zwei Kam m erland in T ulfes: „due predia in vvlgo dicta kamerlant sita in T ulfs quisbusdam famulis discretis in eadem villa commo- rantibus videlicet G otfrido, Rudolfo et Ethardo necnon liberis eorum . . .“ Or. 35, A. N r. 85 1294, August 12. Abt K onrad beurkundet, daß „Chunradus dictus Omerser, plebanus in M ays“ einen Zins für einen Jah rtag gestiftet hat. CB. 35’. N r. 86 1296, Februar 3. Michael von Matrei stiftet für einen Jah rtag: „curiam vnam dictam Nezzelach in ter- minis barrochie Matrei . . .“ Or. 17, F — CB. 296’ — führt einen Hahn im Siegel. N r. 87 1296. Stiftung des Conrad Flonsar zum Katharinen-Altar in Ampas. Kopie, 32, C. N r. 88 1296. Bartholomäus Ahseler und Heinrich Macellator geben einen Weingarten „in loco, qui Troie nominatur“ , auf, aus dem H ilpold von Weineck dem Kloster Wilten einen jähr­ lichen Zins in seinem Testament bestimmt hat. Or. X C (Notariatsinstrument) — teilweise abgedruckt im „Schiern“ 1929, Heft 2, S. 57. N r. 89 1297, Oktober 16. „d atz Wiltein“ . Revers über die Verleihung des Pucheigutes zu Igels an H ilprant von Perhtinge (Perch- tinger). Or. X L V III, A — zwei sehr schöne Siegel (des Ausstellers und seines Oheims Konrad Helbling). N r. 90 1298, September 11. „Rupertus dictus de M vlse“ (Mils) schenkt einen Grundzins von einem Gut zu Baum­ kirchen: „ex redditibus cuiusdam predioli mei in Pavmkirchen iuxta pontem situm . . .“ Or. L X V I — CB. 251 — sehr schönes Siegel (Einhorn). 15 N r. 91 1299, März, Lateran. Ablaßbrief des Patriarchen Egidius von Grado und anderer Bischöfe für die Stifts­ kirche Wilten mit der Bestätigung Bischof Landulphs von Brixen vom 22. Juni 1299. Letztere, auf einem kleinen Pergamentstück geschrieben, ist an der großen Urkunde an­ geheftet. Or. 4, E — von 13 Siegeln noch 11 gut erhalten — H. Schüler 1. c. 17 — Innsbr. Amtsblatt 1937, November, S. 8. N r. 92 1299, Ju li 12. Wilten. „O tto dictus de Sistrans“ und seine Frau H aedwigis übergeben dem Abt Conrad 4 (!) Kamm erland, und zwar das 1. in Hochstazz (Hochstraße), 2. in Grinpühel, 3. in Am- pans, 4. in Mutters, 5. in Runne. CB. 252. N r. 93 1299, August 24. „in Sterzinga“ . G raf Albert von Görz verleiht dem Stift Wilten Zollfreiheit für zwei Saum 01. Or. 2, G — CB. 16’ — sehr schönes Reitersiegel. N r. 94 1299, September 2. Innsbruck. Propst Conrad von Pollingen verleiht dem „Chunrado dicto Rummaer de Y sprugga“ das Gut in H arde (außerhalb H ötting) als Zinslehen, Or. X L V II, I, 1. — Druck Ibk. Urk. N r. 6. Von den V E R Ö F F E N T L IC H U N G E N AUS DEM S T A D T A R C H I V IN N SB R U C K sind bereits erschienen Nr. 1 Innsbrucks stadtgeschichtliches Schrifttum bis zum Jah re 1950 (1. T eil: N r. 1-2000) von Wilhelm Eppacher und K arl Schadelbauer. 1950. N r. 2 Innsbrucker Urkunden aus dem Stiftsarchiv Wilten 1238-1350 von K arl Schadelbauer. 1951. N r. 3 Die W ohltäter der Landeshauptstadt Innsbruck von Wilhelm Eppacher. N r. 4 Briefe aus Alt-Innsbruck (1461-1873) von K arl Schadelbauer. 1952. N r. 5 Innsbrucker Geschichtsblätter (1. Folge) von K arl Schadelbauer. 1952. Tyroliadruck 12784 53